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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verringern des
Verbrauchs von Frischwasser und Energie bei einer Papiermühle.
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Bei Papiermühlen nach dem Stand der Technik ist eine Unmenge an
Frischwasser zum Kühlen und für Waschanforderungen in der
Siebpartie und in der Pressenpartie und für die Verdünnung bei
einer Halbstoffvorbereitungsanlage erforderlich.
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Frisches Rohwasser ist üblicherweise kaltes und süßes (nicht
salzhaltiges) Oberflächenwasser, das aus Flüssen oder Seen
entnommen wird. Dieses Rohwasser muss vor seiner Verwendung
chemisch gereinigt werden. Rohwasser wird unter anderem als
Ergänzungswasser und auch für Wascherfordernisse bei der
Herstellung von Halbstoff und Papier verwendet und es muss vor
der Verwendung erwärmt werden.
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Wie dies gut bekannt ist, verbraucht die Herstellung von
Halbstoff und von Papier eine Unmenge an thermischer Energie und
elektrischer Energie, die in das Zirkulations- und Kühlwasser
übertragen wird. Der Hauptteil der thermischen Energie, die
verlören geht, ist zunähst in Form von Dampf, der mittels
kalten Frischwassers in Kondensatoren kondensiert. Ein gewisser
Anteil an thermischer Energie wird zum Erwärmen von Wasser in
Halbstoff- und Papiermühlen durch verschiedene indirekte
Wärmetauscher übertragen. Von dem von den Kondensatoren und
Wärmetauschern erhaltenen warmen Wasser wird nur ein Teil zu
einer nützlichen Anwendung schließlich gebracht und die
überschüssige Menge tritt in die Kanalisation. Aufgrund von
Änderungen bei der Herstellung von Papier schwankt der Verbrauch
an kaltem und warmem Frischwasser, was Änderungen bei den
Eigenschaften der verschiedenen Wässer, was beispielsweise
Änderungen im Hinblick auf die Temperatur und den pH-Wert
bewirkt, was zu einer ungleichmäßigen Qualität des Halbstoffs
und des Papiers führt. Zu einer biologischen Behandlung
strömende Kühlwässer haben einen negativen Effekt auf die
Effizienz und die Kosten der Behandlung des abfließenden
Prozess- und Abwassers.
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Wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist (siehe
beispielsweise die Druckschrift US-A-4 638 855) rezirkuliert von
Kondensatoren und Wärmetauschern kommendes erwärmtes Kühlwasser
zu einem Luftkühlturm, bei dem Verdampfungswasser zu der
Umgebung hin verloren geht. Das von den Kühltürmen abgegebene
Wasser tritt zurück zu den Kondensatoren und Wärmetauschern. Die.
Verdampfung und die Zunahme von Mikroorganismen, die im Kühlturm
stattfindet, bewirken, dass eine chemische Behandlung, eine
Reinigung und ein Austauschen des Wassers erforderlich werden,
um die Kühleffizienz zu halten.
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Der Kühlturm ist ein Wärmetauscher zum Kühlen von Wasser, wobei
das Kühlen in der Regel mittels eines direkten Kontaktes
zwischen der Kühlluft und der zu kühlenden Flüssigkeit
stattfindet. Das Kühlen findet so statt, dass das Wasser über
eine Kontaktfläche so lange wie möglich strömen kann, wobei
gleichzeitig diese Fläche mittels Kühlluft gekühlt wird, die von
außen in den Turm eingeleitet wird. Die Kontaktfläche besteht
aus Füllstücken und/oder Sätzen an Platten bei dem Kühlturm
und die Funktion dieser Stücke oder Platten ist es, die
Kontaktfläche zwischen der Kühlluft und dem zu kühlenden Wasser
maximal zu gestalten. Das Betriebsprinzip ist hauptsächlich auf
ein sogenanntes "Verdampfungskühlen" gegründet, da die relativ
hohe Verdampfungsenthalpie von Wasser eine relativ hohe
Energieentnahme aus der wässrigen Phase selbst dann vorsieht,
wenn die Verdampfung nicht besonders reichlich ist.
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Aus dem Stand der Technik sind Kühltürme bekannt, die mit einem
natürlichen Zugprinzip oder mit einem Querströmungsprinzip oder
Gegenströmungsprinzip arbeiten. Meistens sind die Kühltürme mit
Gebläsen versehen. Wenn das Erfordernis an einem Kühlen höher
ist (größere Wasserströmungen), sind kleinere Einheiten häufig
parallel zu größeren Einheiten verbunden.
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Die Hauptaufgabe des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
ist die Verringerung des Verbrauchs an Frischwasser bei einer
Papiermühle.
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Ein neuer Kühlturm ist ebenfalls offenbart, dessen Aufgabe es
ist, dass er besonders gut für das Ausführen des Verfahrens der
vorliegenden Erfindung geeignet ist. Es sollte jedoch
hervorgehoben werden, dass der Kühlturm auch für eine Verwendung
bei einem anderen Verfahren oder bei anderen Prozessumgebungen
neben jenen gemäß der vorliegenden Erfindung geeignet ist.
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In Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es beim
Anwenden des Kühlturms die Hauptaufgabe des Kühlturms, den
Verbrauch von Frischwasser bei der Papiermühle minimal zu
gestalten.
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Im Hinblick auf die Lösung der vorstehend aufgeführten Aufgaben
und jener, die aus dem weiteren Zusammenhang hervorgehen, ist
das Verfahren der Erfindung hauptsächlich durch die in Anspruch
1 definierten Merkmale gekennzeichnet.
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Der bevorzugte Kühlturn besteht aus Kühlmodulen, die jeweils die
vorstehend erwähnten Elemente aufweisen, und die Anzahl und die
Höhe der Kühlmodule ist in Übereinstimmung mit den
Erfordernissen der Kühlleistung gewählt worden und diese
Kühlmodule sind mechanisch parallel miteinander verbunden worden
und wahlweise und optimal im Hinblick auf die Strömung der
Kühlluft und der Strömung des zu kühlenden Wassers verbunden.
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Selbst obwohl in der vorstehend aufgeführten Darlegung und in
der nachstehend aufgeführten Beschreibung von einem Kühlturm
gesprochen wird, ist dadurch nicht unbedingt ein hoher und
schmaler Aufbau gemeint, sondern aufgrund der vorliegenden
Erfindung kann der Kühlturm auch in günstiger Weise als sehr
niedriger Aufbau gestaltet werden, der die umgebende Landschaft
nicht stört.
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung haben die in den
Unteransprüchen aufgeführten kennzeichnenden Merkmale.
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Als Beispiele von besonders vorteilhaften Anwendungen der
Anmeldung der vorliegenden Erfindung wird auf die finnischen
Patentanmeldungen Nr. 962 176 und 962 177, die am 24. November
1977 veröffentlicht worden sind, der Anmelderin der vorliegenden
Patentanmeldung verwiesen.
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Nachstehend sind eine Anzahl an verschiedenen bevorzugten
Ausführungsbeispielen der Erfindung beschrieben, jedoch sollte
in diesem Zusammenhang bereits hervorgehoben werden, dass ein
Kühlturm nicht unbedingt immer die nachstehend beschriebenen
kennzeichnenden Merkmale und zumindest nicht alle von ihnen
gleichzeitig hat.
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Die Erfindung wird vorzugsweise bei einer Papiermühle
angewendet, bei der die Wasserzirkulationen so eingerichtet
sind, dass die Zirkulationen gänzlich oder teilweise geschlossen
sind und die Waschwässer von den Geweben und anderen
Vorrichtungen bei der Papiermaschine und auch die von der
herzustellenden Papierbahn ablaufenden Wässer wahlweise auf der
Grundlage des Ortes oder Ursprungs der Wässer gesammelt werden,
und dass zumindest ein Teil der gesammelten verschiedenen Wässer
mittels ihrer eigenen Reinigungssysteme gereinigt werden und die
gereinigten Wässer zu Anwendungen einer erneuten Verwendung
zirkulieren, die vom Gesichtspunkt ihrer Waschpotentiale bei dem
Papierherstellprozess geeignet sind, wobei in diesem
Zusammenhang eine Papiermühle vorgesehen ist, die eine geringere
Menge an Frischwasser erforderlich macht.
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In dem Kühlturm wird Wasser gekühlt, das in Kondensatoren und
Wärmetauschern erwärmt worden ist. Das Wassersystem des
Kühlturms ist mit dem Rest der Wasserzirkulation der Papiermühle
verbunden, um die Verwendung von Frischwasser minimal zu
gestalten.
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Eine neue Niedrig-Geräusch-Kühlturmkonstruktion ist vorgesehen,
die mittels Luftgebläse arbeitet, die vielfältige Möglichkeiten
im Hinblick auf die Verbindung und die Einstellung hat und durch
die die Temperaturen und die Mengen des zu kühlenden Wassers und
der Kühlluft und des Wassers berücksichtigt werden können. Das
Erfordernis an einem Kühlen bei dem Turm kann verringert werden,
indem in das gekühlte Wasser, das aus dem Kühlturm heraus
gelangt, die erwünschte/erforderliche Menge an kaltem
Frischwasser eingeleitet wird.
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Es ist abgeschätzt worden, dass eine optimal eingerichtete
Verwendung von Kühlwasser und Frischwasser gemäß der
vorliegenden Erfindung die Belastung der Umwelt erheblich
verringert und vorteilhafter als eine übermäßige Verwendung von
Frischwasser mit dem sich ergebenden übermäßigen Bedarf an einem
Reinigen ist.
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Da der Kühlturm eine Modulkonstruktion ist, kann seine
Kühlleistung anfänglich dimensioniert werden und später gemäß
den Erfordernissen der Betriebsumgebung geändert werden. Die
Modulkonstruktion ermöglicht außerdem verschiedene Alternativen
im Hinblick auf das Verbinden und die Zirkulation des zu
kühlenden Wassers im Hinblick auf das Erzeugen einer optimalen
Kühlwirkung bei jedem speziellen Fall. Aufgrund der
Modulkonstruktion kann der Kühlturm leicht gewartet werden, eine
geringe Höhe haben und sogar strenge Umwelterfordernisse im
Hinblick auf das Erscheinungsbild, Emissionen und Geräusch
erfüllen. Die Modulkonstruktion des Kühlturms ermöglicht
außerdem die Verwendung von Anwendungen eines dezentralisierten
Kühlsystems.
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Der Kühlturm ist so aufgebaut, dass er wenig Geräusch erzeugt.
Im Hinblick auf das Verringern des Geräusches werden
Geräuschdämpfer und/oder -isolationseinrichtungen an der
Einlassseite und an dem oberen Abschnitt des Kühlturms
verwendet. Bei Bedarf kann der Kühlturm auch sehr strenge
Geräuscheliminiererfordernisse wie beispielsweise Lp (1m) = 65
dB(A) erfüllen. Schallisolationsplatten verhindern außerdem das
Vermischen von warmer, feuchter Abgabeluft mit der Einlassluft,
wobei dieses Vermischen die Effizienz des Turms verringern
würde. Der Kühlturm hat geringfügige Emissionen von Luft, Wasser
und Chemikalien.
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Mittels eines Kühlturms wird eine günstige Einstellkapazität
erzielt, indem die Kühlluftgebläse so angeordnet werden, dass
ihre Drehzahl einstellbar ist, oder indem Zwei-Gang-Gebläse und
/oder Gebläse mit einstellbaren Rotorblättern verwendet werden.
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Der Kühlturm steht frei und hat einen soliden Aufbau und
erfordert wenig Raum und er kann breit gestaltet werden, wenn
dies erwünscht ist, so dass sich ein Kühlturm mit geringer Höhe
ergibt, der weniger sichtbar ist.
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Es ist ein spezielles Kennzeichen des Kühlturms, dass er aus
vorgefertigten Elementen hergestellt ist, das heißt der Kühlturm
besteht aus sogenannten Modulen. Somit kann sein Aufbau flexibel
im Hinblick auf die erwünschte Größe gestaltet werden und gemäß
dem zur Verfügung stehenden Raum dimensioniert werden. Die
Kühlmodule bestehen vorzugsweise aus genormten Wandelementen,
die beispielsweise aus Es 2343 säurebeständigem, rostfreiem
Stahl hergestellt sind, und wobei diese Elemente miteinander
mittels Schraubverbindungen und Dichtmaterial verbunden werden.
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Die Höhe des Moduls wird gemäß dem erwünschten Erfordernis der
Kühleffizienz dimensioniert. Die Höhe und die Breite sind
ebenfalls Variablen vom Gesichtspunkt der Kühlkapazität.
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Im Allgemeinen wird in Verbindung mit Kühlturmen von einem
Begriff einer sogenannten "Zugangstemperatur" gesprochen, womit
der Unterschied zwischen den Nasstemperaturen des gekühlten
Wassers und der hereinkommenden Luft gemeint ist. Je geringer
dieser Unterschied ist, desto effizienter ist der Kühlturm. Die
Modulkonstruktion ermöglicht die Anwendung von kleineren
Schritten bei der Erhöhung der Kapazität des Kühlturms, wenn
Versuche zum Verringern dieses Temperaturunterschiedes
unternommen werden, so dass diese bei geringeren
Investitionskosten ausgeführt werden können.
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Der Betrieb des Kühlturms ist außerdem zuverlässiger als beim
Stand der Technik aufgrund der kleineren Einheiten und er kann
leichter als beim Stand der Technik gewartet werden, da sein
oberer Abschnitt abnehmbare Tropftrennelemente hat. Die Wände
sind mit Öffnungen für das Reinigen und Warten versehen. Sie
haben auch die Innenteile der Wasserstrahlrohre, die ohne
weiteres auseinandergenommen werden können. Die Schalldämpfer
und -isolationseinrichtungen können mit Leichtigkeit von der
Einlassseite der Gebläse entfernt werden.
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Mittels des Kühlturms kann die Kühlkapazität auf drei
verschiedene Weisen bei Bedarf eingestellt werden:
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1) mittels der Anzahl und/oder Dimensionierung und/oder den
Orten und/oder Verbindungen der Module; je höher die Anzahl an
verwendeten Modulen ist, desto höher ist die erzielte Kapazität;
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2) mittels der Dimensionierung der Lage von Füllstücken ist es
ebenfalls möglich, die Kapazität einzustellen, wobei bei höheren
Konstruktionen an Füllstücken eine längere Kontaktzeit und somit
ein effizienteres Kühlen erzielt wird;
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3) Die Luftgebläse sind mit einer Drehzahlregulierung versehen
oder sie können Zwei-Gang-Gebläse sein, und wenn mehrere Gebläse
verwendet werden, können sie im Hinblick auf das
Einschalten/Ausschalten und/oder im Hinblick auf verschiedene Drehzahlen
reguliert werden, wodurch das Kühlen beeinflusst werden kann;
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4) durch das Regulieren der Menge an Frischwasser, wobei in
diesem Zusammenhang in entsprechender Weise die Menge an
Kühlluft reguliert wird oder andersherum.
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Nachstehend sind einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung detailliert unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei die Erfindung jedoch keineswegs
auf die Einzelheiten dieser Zeichnungen begrenzt sein soll.
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Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils des
Papierherstellprozesses und seiner Wasserzirkulationen, mit
denen der Kühlturm verbunden ist.
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Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht eines Kühlturms vor dem Ende
des Turms.
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Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht eines Kühlturms.
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Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht eines Kühlturms, wobei die
Modulkonstruktion des Turmes gezeigt ist.
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Die Fig. 5A und 5B zeigen zwei Ausführungsbeispiele eines
Füllstückes, das bei einem Kühlturm verwendbar ist.
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Fig. 6A zeigt eine Vorderansicht von einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel eines Wandelementes bei einem Kühlmodul.
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Fig. 6B zeigt eine horizontale Schnittansicht entlang der Linie
B-B in
Fig. 6A.
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Fig. 6C zeigt eine vertikale Schnittansicht entlang der Linie C-
C in Fig. 6A.
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Fig. 7A zeigt eine Einzelheit DET.X in Fig. 2.
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Fig. 7B zeigt eine horizontale Schnittansicht entlang der Linie
A-A in Fig. 4.
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Fig. 8A zeigt eine Schnittansicht eines Kühlturms, bei dem das
Kühlen auf einem direkten Luft-Wasser-Kontakt basiert.
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Fig. 8B zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines
Kühlturms, der mit einer geschlossenen Wasserzirkulation
versehen ist.
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Wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, wird Frischwasser in die
Wasserzirkulation des Kühlturms 100 in der Papiermühle entlang
des Kanals 1 eingeleitet. Die Abfälle von den in der Papiermühle
gereinigten Wässern werden entlang des Kanals S zu dem Tank 97
gebracht, um zu den Verdampfern 76 zugeführt zu werden. Die
Abfälle werden von den Verdampfern 76 entlang des Kanals 98
entfernt und das saubere Wasser tritt durch die Kondensatoren 99
zu dem Kühlturm 100. Die Konzentrate von dem Kondensator 99 oder
den Kondensatoren treten entlang des Kanals 56 weiter. Das
saubere Kondensat von den Verdampfern 76 tritt entlang des
Kanals 80 in den Warmwassertank 87. Der Dampf von den
Verdampfern 76 tritt in die Kondensatoren 99, zu denen
Kühlwasser von dem Kühlturm 100 tritt. Die Temperatur des
Kühlwassers wird mittels der Einstelleinrichtung 54 eingestellt.
Das Wasser, das in den Kondensatoren 99 warm geworden ist, tritt
zu dem oberen Abschnitt des Kühlturms 100 entlang des Kanals
101.
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Bei einem in Fig. 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung tritt nach dem Kühlturm 100 Frischwasser in den
Warmwassertank 2 für das Frischwasser entlang des Kanals 102
durch Kondensatoren 99. Von dem Warmwassertank 87 tritt Wasser
durch den Wärmetauscher 88 in den Heißwassertank 89 entlang des
Kanals 13', um beispielsweise als Strahlwasser in der
Pressenpartie und in der Siebpartie verwendet zu werden. Die
Pegelhöheneinstelleinrichtungen 103 und 104 in den Tanks 2 und
87 arbeiten so miteinander, dass die Lieferung von Wasser zu dem
Tank 87 gesichert ist. Jegliche überschüssige Menge an warmem
Wasser tritt zu anderen Verwendungsstellen. Ein Teil des
Frischwassers tritt jedoch auch direkt zu dem Warmwassertank 87
entlang des Kanals 1.
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Die Fig. 2 bis 7 zeigen detaillierte Darstellungen eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels des Aufbaus eines Kühlturms
100. Das zu kühlende Wasser Win tritt entlang der Kanäle 10. Das
zu kühlende Wasser wird durch die Düsen 13 nach unten gesprüht.
Oberhalb der Düsen 13 befindet sich eine sogenannte Tropfenfalle
14, wobei durch diese das Hindurchtreten der Kühlluft direkt
nach oben verhindert wird, damit die zu kühlenden Wassertropfen
ausreichend groß werden und nicht zusammen mit der Luft
heraustreten. Die Tropfenfalle 14 kann ohne weiteres zwecks
Wartungsvorgängen aus dem Wege heraus demontiert werden. Das zu
kühlende Wasser läuft entlang der Füllplatten und/oder -stücke
15 nach unten, wobei durch diese eine maximal große
Kontaktfläche zwischen dem zu kühlenden Wasser Win → Wout und der
Kühlluft Ain → Aout vorgesehen ist. Die Höhe des durch diese
Füllplatten oder Füllstücke 15 eingenommenen Raumes kann so
dimensioniert werden, dass eine ausreichend lange Kontaktzeit
und somit ein ausreichend effizienter Kühleffekt erzielt werden.
Das gekühlte Wasser Wout gelangt durch den Kanal 17 heraus. In
dem Kühlturm befinden sich an dem Auslass der Kühlluft Aout ein
Schalldämpfer und darüber hinaus Schallisolationselemente 19,
197 die an den Seiten des Kühlturms sitzen. Die
Schallisolationselemente 19, 19' stellen außerdem sicher, dass
die kalte Luft Ain von unten kommt und dadurch ein Zugang von
erwärmter und befeuchteter Luft zurück in die Zirkulation Ain →
Aout
verhindert wird. Die Funktion des Bodenbassins 20 ist es,
das gekühlte Wasser nach dem Kühlen aufzusammeln. Mit dem
Bezugszeichen 21 sind die Wand und Stützkonstruktionen des
Kühlturms bezeichnet. Die Gebläse, durch die die Kühlluft Ain in
den Kühlturm hineingeblasen wird, sind mit den Bezugszeichen 23
bezeichnet.
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In Fig. 3 ist der Kühlturm in einer Seitenansicht gezeigt. Das
zu kühlende Wasser Win tritt entlang der Kanäle 10 ein. Die
Kühlluft Ain wird in den Kühlturm mittels der Gebläse 23
geblasen. Fig. 3 zeigt außerdem die Luftführungsplatten 16,
durch die die Luft nach oben geführt wird. Das gekühlte Wasser
Wout tritt durch den Kanal 17 aus. Des weiteren zeigt Fig. 3 den
zusätzlichen Schalldämpfer 18 und die Schallisolationselemente
19, 19', die an den Seiten des Kühlturms sitzen. Die Zeichnung
zeigt außerdem die Stützkonstruktionen der Wände des Kühlturms,
wobei die Stützkonstruktionen mit dem Bezugszeichen 21 gezeigt
sind.
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Fig. 4 zeigt die Modulkonstruktion des Kühlturms. Wie dies in
Fig. 4 gezeigt ist, besteht der Kühlturm aus sechs zueinander
identischen Kühlmodulen 30&sub1; ... 30&sub6;, die mechanisch miteinander
verbunden sind, wobei die größeren vertikalen Flächen zueinander
gewandt sind. Die Module 30&sub1; ... N (N = 6) sind Elemente in einer
Form eines rechtwinkligen Prismas, wobei jedes von ihnen zwei
Gebläse 23 in dem unteren Abschnitt der kürzeren vertikalen Wand
hat. Die Module 30&sub1; ... 30N sind parallel sowohl im Hinblick auf
die Kühlluftströmung Ain → Aout als auch im Hinblick auf die
Wasserströmung Win → Wout, die gekühlt wird, verbunden. Im
Hinblick auf die zu kühlende Wasserströmung sind verschiedene
Verbindungen ebenfalls möglich, und das zu kühlende Wasser kann
in die verschiedenen Module 30&sub1; ... 30N von verschiedenen Quellen
treten und die zu kühlenden Wasserströmungen Wout können zu
verschiedenen Verwendungsanwendungen in Abhängigkeit von ihren
Mengen und Temperaturen treten. Außerdem können verschiedene
Betriebsblöcke in dem Kühlturm eingerichtet sein, indem eines
oder mehrere Elemente 30 parallel verbunden werden, um
verschiedene Wasserströmungen zu kühlen. Somit ermöglicht die
Modulkonstruktion eine große Vielfalt an verschiedenen
Kühlkapazitäten und ein wahlweises Kühlen und Weiterleiten von
verschiedenen Wasserströmungen in Abhängigkeit von den
Verwendungserfordernissen.
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Zwischen den Modulen 30 kann sich eine Trennwand befinden, wobei
in diesem Fall die verschiedenen Wasserströmungen voneinander
getrennt gehalten werden können.
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Die Fig. 5A und 5B zeigen zwei Ausführungsbeispiele von
Füllstücken und -platten 15, die bei einem Kühlturm verwendbar
sind. In Fig. 5A strömt das zu kühlende Wasser entlang der
wellenförmigen Flächen der Füllplatten 15 nach unten und der
somit ausgebildete Flüssigkeitsfilm vergrößert die
Kühlkontaktfläche. Die Idee der in Fig. 5B gezeigten Füllstücke
ist es, das zu kühlende Wasser mittels ihrer komplexen
Teilflächen in kleinere Tropfen zu verteilen, um die
Kontaktfläche zu vergrößern.
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Die Fig. 6A ... 6C zeigen ein Wandelement 128 eines
Kühlturmmoduls 30, wobei das Element beispielsweise aus
säurebeständigem rostfreiem Stahl hergestellt ist. Mit dem
Bezugszeichen 129 ist eine Flanschverbindung für ein Gebläse 23
bezeichnet. Die Fig. 6A ... 6C zeigen Stützkonstruktionen 21 des
Kühlturms 100. Fig. 6B zeigt eine vertikale Schnittansicht
entlang der Linie B-B in. Fig. 6A. Die Elemente 130 sind
beispielsweise aus 2 ... 3 mm dickem säurebeständigem rostfreiem
Stahl oder dergleichen durch Biegen hergestellt. Die Elemente 30
haben beispielsweise eine Flachstabversteifung 21a. Fig. 6C
zeigt eine Schnittansicht in der Ebene C-C, die in Fig. 6A
gezeigt ist. Mit dem Bezugszeichen 131 sind die Schraubenlöcher
für die Flanschverbindung beispielsweise zum Fixieren von
Schalldämpfern bezeichnet. Fig. 6B zeigt außerdem das einen
winkligen Querschnitt aufweisende Profil 132, das an der Wand
des Elementes 130 durch Schweißen befestigt ist.
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Fig. 7A zeigt die Einzelheit DET.X, die in Fig. 2 gezeigt ist.
In dieser Zeichnung sind der Verbindungsflansch 135 des
Einlassrohrs 10 des zu kühlenden Wassers Win und der
Verbindungsflansch 128 des mit dem Rohr 10 verbundenen
Düsenrohrs gezeigt. In der Fig. 7A gezeigten Weise sind die
Strahldüsen 13 für das zu kühlende Wasser mit dem Düsenrohr
verbunden, wobei die Düsen das zu kühlende Wasser auf die
Füllplatten und/oder -stücke 15 verteilen, die unterhalb
angeordnet sind. Fig. 7A zeigt außerdem ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel einer Tropfenfalle, die oberhalb des
Einlassrohrs 10 angeordnet ist, wobei die Falle einen
labyrinthartigen Aufbau aufweist.
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Fig. 7B zeigt eine horizontale Schnittansicht an der in Fig. 4
gezeigten Stelle A-A. Somit zeigt die Zeichnung die vertikale
Verbindung zwischen den Seitenwänden von benachbarten
Kühlturnmodulen 30n und 30n+1, wobei an der Verbindung die
Seitenflansche 136 der Wandelemente aneinander angeordnet sind
und miteinander mittels einer Schraubverbindung 137 verbunden
sind. Zwischen den Flanschen 136 ist die vertikale Trennwand
zwischen den benachbarten Modulen ebenfalls angeordnet, sofern
eine derartige Wand verwendet wird. Mittels dieser Wand werden
die Wasser- und Luftströmungen der benachbarten Module 30n und
30n+1 getrennt. Die in Fig. 7B gezeigte Verbindung muss dicht
sein und bei Bedarf wird ein Dichtmaterial wie beispielsweise
Silikon, Gummi, etc. bei dieser Verbindung verwendet.
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Fig. 8A zeigt einen Kühlturm, bei dem in der aus dem Stand der
Technik bekannten Weise ein direkter Kontakt zwischen der
Kühlluft Ain → Aout und dem zu kühlenden Wasser Win → Wout
vorhanden ist. Das zu kühlende Wasser Win wird entlang des Kanals
10 hinein geleitet und das gekühlte Wasser Wout tritt entlang des
Kanals 12 heraus. Der in Fig. 8A gezeigte Kühlturm kann bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden, beispielsweise bei
in der Fig. 1 vorstehend, dargestellten Umgebung.
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Fig. 8B zeigt eine sehr schematische Darstellung eines
bevorzugten Kühlturms, der mit einer geschlossenen
Wasserzirkulation versehen ist. Das zu kühlende Wasser Win tritt
in dem Rohr 138. Rohwasser tritt in den Kühlturm entlang des
Kanals 11", wobei dieses Wasser verwendet wird, um die
Außenflächen der Rohre in dem Kühlturm feucht zu halten. Bei
diesem Ausführungsbeispiel wird der direkte Kontakt zwischen der
Kühlluft Ain → Aout und dem zu kühlenden Wasser Win → Wout
vermieden. Mittels dieses Kühlturms kann das zu kühlende Wasser
sauberer gehalten werden.
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Beigefügt sind die Patentansprüche dargelegt und die
verschiedenen Einzelheiten der Erfindung können Variationen
innerhalb des Umfangs der erfinderischen Idee zeigen, die in den
Ansprüchen definiert sind und sogar in einem erheblichen Maße
von den vorstehend anhand lediglich von Beispielen aufgeführten
Einzelheiten abweichen können.