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Die Erfindung betrifft ein Ventil zum Verändern der Fließrichtung eines Fluids in
Leitungen, welche das Fluid in Richtung zu einem Wärmetauscher hin bzw. von
diesem weg führen, wobei das Ventil einen drehbaren Ventilkörper und ein
umgebendes Ventilgehäuse umfasst, das aus einem zylindrischen Mantel mit
Abschlussplatten besteht, wobei der Ventilkörper eine Drehachse aufweist, die mit
einer gedachten Achse des zylindrischen Mantels zusammenfällt, und wobei sich vier
Durchgangskanäle durch den Ventilkörper derart ausgerichtet hindurch erstrecken,
dass die Hauptfließrichtungen des Fluids parallel zur Drehachse des Ventilkörpers
verlaufen und dass die Öffnungen in zwei Durchgangskanälen unmittelbar vor zwei
Öffnungen in der jeweiligen Abschlussplatte angeordnet sind, wenn sich der
Ventilkörper in einer ersten Drehposition befindet, und dass Öffnungen in den beiden
anderen Durchgangskanälen unmittelbar vor den Öffnungen in den Abschlussplatten
angeordnet sind, wenn sich der Ventilkörper in einer zweiten Drehposition befindet.
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Wärmetauscher, die bei Systemen verwendet werden, bei denen Kühlwasser aus
natürlichen Strömen, Flusswasser, Meerwasser etc. entnommen wird, haben häufig
Probleme mit Verstopfung. Der Grund dafür ist zum einen, dass sich Schlick und
Partikel in den Kühlkanälen festsetzen, zum anderen biologisches Wachstum.
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Ein einfacher und umweltfreundlicher Weg, einen Wärmetauscher anständig sauber
zu halten, ist, ihn regelmäßig rückzuspülen, z. B. wird die Fließrichtung zum Beispiel
jeden Tag einmal oder ein paar Mal umgekehrt. Durch die Umkehrung der
Fließrichtung werden Schlick und Partikel, die sich im Einlassbereich des
Wärmetauschers festgesetzt haben, auf dem selben Weg hinaus gespült, auf dem sie
hineingekommen sind.
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Solch ein Rückspülsystem ist üblicherweise aus vier Ventilen und zwei Röhren
aufgebaut, welche die Einlass- und Auslassleitungen verbinden. Die
Investitionskosten für ein solches System ist oft ziemlich groß im Vergleich mit den
Kosten für den Wärmetauscher. Rückspülung wird daher nicht in einem solchen
Ausmaß verwendet, wie es sollte, was zu unnötigen Energieverlusten infolge einer
Verringerung der Wirksamkeit des Wärmetauschers führt. Die beschriebene Art des
Rückspülsystems hat zudem einen anderen Nachteil, nämlich das Risiko des
Schließens oder Öffnens falscher Ventile. Mit vier Ventilen, von denen jedes zwei
Stellungen hat, sind 16 Kombinationen für die Ventilstellungen möglich, was hohe
Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Steuerungs- und Überwachungssysteme
stellt.
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Ein Ventil entsprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 ist zum Beispiel
durch US-A-4,203,469 bekannt, das ein Ventil zum Gebrauch in einem Kühlsystem
beschreibt. Dieses Ventil besteht aus einem drehbaren zylindrischen Körper und aus
einem Ventilgehäuse, das aus einem Mantel und zwei Abschlussplattenteilen besteht,
in dem verschiedene Komponenten, die für die Funktion des Ventils wesentlich sind,
integriert worden sind. In jeder Abschlussplatte sind zwei Röhren, die sich nach
außen erstrecken, zur Verbindung des Ventils mit den Leitungen vorhanden und
diese Röhren sind schräg in Bezug auf die Drehachse des Ventilkörpers. Eine der
Abschlussplatten weist eine Dichtungsscheibe auf, die gegen eine Abschlussplatte
des Ventilkörpers mittels einer Feder gedrückt wird, und in der anderen
Abschlussplatte ist eine elektrische Vorrichtung zur Drehung des Ventilkörpers
vorhanden. Dieses Ausführungsbeispiel ist am besten geeignet für Systeme mit
vergleichsweise kleinen Röhrenabmessungen und ist in verschiedener Hinsicht
wegen deren Komplexität weniger geeignet für große Ventile. Mit diesem Design
würde das Risiko für funktionelle Störungen beim Gebrauch in einem
Kühlwassersystem sehr groß sein, wo die Feuchtlast sehr groß ist, insbesondere,
wenn Meerwasser verwendet wird, da es sehr korrosiv ist. Das in US-A-4,203,469
beschriebene Ventil ist zudem vergleichsweise voluminös, da die vier
Durchgangskanäle sich in der Weise durch den Ventilkörper erstrecken, dass alle
vier Durchgangskanäle den selben Durchmesser im Zwischenteil des Ventilkörpers
kreuzen. Der Kreuzungsbereich des Zwischenteils des Ventils weist die größte
Abmessung auf, die erheblich größer ist, als die Summe der Durchmesser der
Durchgangskanäle.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Kosten für ein Rückspülsystem für
einen Wärmetauscher erheblich zu vermindern und ein System bereitzustellen, das
einfacher handzuhaben ist.
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Diese Aufgabe wird durch ein Ventil gelöst, das die Merkmale von Patentanspruch 1
aufweist.
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Die Kosten können dadurch vermindert werden, dass vier Ventile durch eines ersetzt
werden, und dadurch, dass die Röhrenanlage vereinfacht wird. Der Aufbau des
Ventils hat auch große Bedeutung für die Kosten, weshalb nach einem einfachen
Aufbau mit wenig Maschinenbearbeitung gesucht wird. In der unteren Beschreibung
wird ein solches Ausführungsbeispiel beschrieben.
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Die Handhabung wird durch die Tatsache vereinfacht, dass nur ein Ventil beim
Rückspülen arbeiten muss und dass das Ventil nur zwei Stellungen hat. Infolge
dieser Einfachheit ist kein Bedarf für ein anspruchsvolles Steuersystem, zum Beispiel
für eine Fernsteuerung des Rückspülventils, vorhanden. Das Ventil kann mittels
eines Zylinders oder einer Schwenkvorrichtung gesteuert werden, der bzw. die sich
zwischen zwei Endstellungen bewegen kann.
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Ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unten mit Bezugnahme auf
Fig. 1-12 beschrieben.
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Fig. 1 zeigt schematisch eine Rückspülvorrichtung nach einem früher bekannten
Prinzip.
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Fig. 2 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Rückspülventil.
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Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht auf das Rückspülventil.
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Fig. 4 zeigt schematisch einen Ventilkörper und das Prinzip für die Anordnung von
Durchgangskanälen.
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Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Rückspülventils.
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Fig. 6 ist eine Ansicht auf das Ende des Rückspülventils.
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Fig. 7 ist ein Querschnitt entlang der Linie I-I durch das Rückspülventil in Fig. 6.
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Fig. 8 ist eine Vergrößerung des Bereichs A in Fig. 7.
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Fig. 9-11 zeigen Querschnitte entlang den Linien II-II, III-III bzw. IV-IV durch
das Rückspülventil in Ventil 5.
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Fig. 12 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Ventilkörpers.
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Fig. 1 zeigt einen Plattenwärmetauscher 1, mit einer Ventilanordnung 4-7, die eine
Umkehrung des Flusses im Wärmetauscher ermöglicht und dadurch eine
Rückspülung des Wärmetauschers trotz unveränderter Fließrichtung in Leitungen 2
und 3, die Fluid zu dem Wärmetauscher hin bzw. weg führen.
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Bei normaler Tätigkeit sind die Ventile 4 und 5 geöffnet und die Ventile 6 und 7 sind
geschlossen. In der Figur sind die Leitung 2 eine Einlassleitung und die Leitung 3
eine Auslassleitung, was bedeutet, dass Fluid durch die Leitung 2, durch das Ventil 4
hindurch und in den Wärmetauscher durch eine Einlassöffnung 10 hineintreten wird.
Nachdem es den Wärmetauscher passiert hat, wird das Fluid durch die
Auslassöffnung 11 abfließen und durch das Ventil 6 und weiter durch die Leitung 3
hindurchtreten. Bei einem Rückspülen des Wärmetauschers werden die Ventile 4 und
5 geschlossen und die Ventile 6 und 7 geöffnet. Das durch die Leitung 2 eintretende
Fluid wird dabei nach unten in eine Leitung 8 hinein und durch das Ventil 7 und in
die Öffnung 11 hinein gezwungen. Das Fluid passiert danach den Wärmetauscher in
einer Richtung, die der normalen Fließrichtung entgegengesetzt ist. Das Fluid wird
durch die Öffnung 10 hinaus gelassen, passiert das Ventil 5 und eine Leitung 9, um
in der Leitung 3 weg transportiert zu werden.
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Fig. 2 zeigt den Plattenwärmetauscher 1 mit einem Rückspülventil 12 an den Einlass-
und Auslassleitungen 2 bzw. 3. Das Rückspülventil hat die selbe Funktion, wie die
Ventile 4-7 und die Leitungen 8 und 9 in Fig. 1.
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Bei normaler Tätigkeit wird ein Ventilkörper des Rückspülventils in so eine Stellung
gedreht, dass die Einlassleitung 2 mit der Einlassöffnung 10 und die Auslassöffnung
3 mit der Auslassöffnung 11 über zwei vorzugsweise zylindrische Durchgangskanäle
in dem Ventilkörper verbunden ist.
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Beim Rückspülen wird der Ventilkörper in eine andere Stellung gedreht, so dass die
Einlassleitung 2 mit der Auslassöffnung 11 und die Auslassleitung 3 mit der
Einlassöffnung 10 verbunden werden. Das Design und die Funktion des
Rückspülventils wird weiter mit Bezugnahme auf die Fig. 3-12 beschrieben.
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Fig. 3 zeigt ein Rückspülventil vom selben Typ, der unter Bezugnahme auf Fig. 2
beschrieben wurde, aber es ist hier um 90º gedreht gezeigt, im Vergleich zu dem
Ventil in Fig. 2. Das Ventilgehäuse besteht aus zwei ebenen Abschlussplatten 13a
und 13b, einem Mantel 14 und Schraubverbindungen 17, welche die
Abschlussplatten und den Mantel zusammen halten. An den zwei Abschlussplatten
13a und 13b sind sich nach außen erstreckende Verbindungsröhren 15a, 15b, 16a und
16b vorhanden, die mit den Leitungen verbunden sind, die Fluid zu dem
Wärmetauscher hin bzw. weg führen. Die Verbindungsröhren sind hier ohne
Flansche oder andere Arten von Röhrenverbindungen gezeigt, aber sie können
selbstverständlich mit solchen Mitteln ausgestattet sein.
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Fig. 4 zeigt schematisch einen Ventilkörper 18 in der Stellung, die er einnimmt,
wenn er in einem Ventil angeordnet ist, das wie das Ventil in Fig. 3 ausgerichtet ist.
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Vier Durchgangskanäle 19-22 erstrecken sich durch den Ventilkörper und öffnen
sich an den zwei Enden des Ventilkörpers in Öffnungen 19a-22a bzw. 19b-22b.
Die Öffnungen sind gleichmäßig mit einem Winkel von 90º mit dem gleichen
Abstand vom Rotationszentrum des Ventilkörpers verteilt. Die Durchgangskanäle 19
und 20 verlaufen parallel zu einer gedachten Längsachse des Ventilkörpers, die auch
seine Drehachse bildet, sind diametral entgegengesetzt angeordnet und weisen im
wesentlichen runde Querschnitte auf und bei normaler Tätigkeit hat der Ventilkörper
solch eine Rotationsstellung, dass der Fluidfluss durch diese Durchgangskanäle tritt,
so dass das Rückspülventil keinen größeren Druckabfall hervorruft, als Röhren mit
einer entsprechenden Länge hervorrufen würde.
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Die Durchgangskanäle 21 und 22 erstrecken sich schräg durch den Ventilkörper, so
dass die Öffnungen der Kanäle um 180º versetzt sind. Wenn der Ventilkörper um
90º um seine Längsachse gedreht wird und in dem Ventilgehäuse in Fig. 3 enthalten
ist, wird die Verbindungsröhre 15a mit der Verbindungsröhre 16b und 16a mit 15b
verbunden, so dass die Veränderung der Fließrichtung des Fluids erreicht wird, was
der Zweck der Erfindung ist.
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Die zwei Abschlussplatten 13a und 13 werden so wie das Gehäuse 14 durch eine
Schraubverbindung mit langen Schrauben 17a zusammengehalten, die sich durch die
Abschlussplatten erstrecken, wobei jede Schraube eine Mutter 17b an einem seiner
Enden hat, was in Fig. 5 gezeigt ist. Durch gutes Anziehen der Schrauben bilden die
Abschlussplatten und das Gehäuse eine starre und beständige Einheit, die den
Kräften und Drehmomenten widersteht, die normalerweise in Leitungen dieser Art
auftreten.
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Fig. 6 ist eine Ansicht auf die linke Abschlussplatte des in Fig. 5 gezeigten Ventils.
Das hier beschriebene Ventil weist runde Abschlussplatten auf, aber andere Formen
sind ebenso möglich. Für ein kleines Ventil können zum Beispiel zwei Schrauben
genügen und in einem solchen Fall können die Abschlussplatten eine gestreckte
Form aufweisen und wenn das Ventil vier Schrauben hat, sind quadratische
Abschlussplatten in Hinsicht auf die Kosten am geeignetsten.
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Fig. 7 zeigt den Ventilkörper 18 in einer Stellung, bei der sich die Durchgangskanäle
19 und 20 gerade vor den Verbindungsröhren 15a und 15b bzw. 16a und 16b
befinden. Die beiden schrägen Durchgangskanäle 21 und 22 weisen gestreckte
Querschnitte im Mittelteil des Ventilkörpers auf, um eine Verringerung des
Durchmessers des Ventilkörpers zu ermöglichen.
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Das Gehäuse 14 besteht aus einem Zylinder 14a, der an seinen Enden mit Flanschen
14b ausgestattet ist, wobei in jedem Flansch eine Dichtungsfurche 32 mit einer
Dichtung 32a vorhanden ist, die mit den Abschlussplatten 13a und 13b abschließen.
Die Innenseite des Mantels kommt mit dem Fluid in Kontakt und entsprechend wird
der Mantel vorzugsweise aus einem Material mit zufriedenstellenden
Korrosionseigenschaften gemacht, wie rostfreiem Stahl, Titan oder verstärktem
Kunststoff. Wenn der Mantel aus einem metallischem Material gemacht ist, sind die
Flansche vorzugsweise Ringe, die an den Zylinder geschweißt sind. Wenn das
Material im Mantel verstärkter Kunststoff ist, werden die Flansche bei der
Herstellung in den Mantel integriert.
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In den zwei flachen Endoberflächen des Ventilkörpers ist eine Dichtungsfurche 31
mit einer Dichtung 31a um jede Öffnung 19a-22a bzw. 19b-22b vorhanden und
diese Dichtungen stellen einen Verschluss gegen die Abschlussplatten 13a und 13b
her. Ein gewisser Druckabfall tritt immer in einem Wärmetauscher auf, was bedeutet,
dass der Druck in der Einlassleitung etwas höher ist, als in der Auslassleitung. Um zu
verhindern, dass diese Druckdifferenz ein Auslaufen aus der Einlassleitung zur
Auslassleitung erzeugt, muss wenigstens eine von zwei zusammenarbeitenden
Durchgangskanälen um die Öffnungen herum verschlossen sein. Fig. 8 zeigt eine
Dichtung in Verbindung mit einer Deckplatte 29 an der Abschlussplatte.
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Die Abschlussplatten 13a und 13b müssen ziemlich robust sein, um fähig zu sein,
dem Fluiddruck zu widerstehen, der in dem Ventil auftreten kann. Einerseits müssen
die Anforderungen von Sachverständigen für Druckbehälter in Hinblick auf den
zulässigen Belastungsgrad erfüllt werden, andererseits soll die Durchbiegung nicht
zu groß sein, weil das zu einem geringeren Dichtungsdruck der Dichtungen 31a
führt, was ein Risiko für ein Auslaufen ergibt. Durch Fertigung der Abschlussplatten
aus einem niedriglegierten Druckbehälterstahl kann eine zufriedenstellende Stärke zu
einem annehmbaren Preis erhalten werden, wobei die Innenseite der Abschlussplatte
mit einer Deckplatte 29 abgedeckt ist, um Korrosionsangriffe zu verhindern. Diese
Deckplatten brauchen nicht die gesamte Innenseite der Abschlussplatten abzudecken,
aber sie müssen wenigstens so groß sein, dass die Dichtungen 32a sie belegen. Fig. 8
zeigt, dass die Deckplatte 29 mit der Verbindungsröhre 15b verschweißt ist. An der
Verbindungsröhre ist ein Bund 29a in der Deckplatte vorhanden, wobei sich der
Bund in die Verbindungsröhre erstreckt, so dass eine dichte Schweißnaht 29b
angebracht werden kann, ohne jede Gefahr für das Material in der Deckplatte mit
dem niedriglegierten Stahl in den Abschlussplatten verunreinigt zu werden.
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Der Ventilkörper ist so aufgehängt, dass er um seine Längsachse gedreht werden
kann. Ein Achsschenkel 23 wurde in die Endplatte 13a eingezogen und sein äußeres
Ende wird aus einem glatten zylindrischen Teil gebildet, wobei ein Lager in dem
Ventilkörper vorhanden ist, um eine Abnutzung des Materials in dem Ventilkörper
bei seiner Drehung zu verhindern. Das rechte Ende des Ventilkörpers ist auf eine
etwas andere Weise aufgehängt, da das zur Drehung des Ventilkörpers erforderliche
Drehmoment über den Achsschenkel 25 eingeführt wird, der ebenso einen Teil der
Aufhängevorrichtung bildet. Der Achsschenkel 25 ist mit einem quadratischen
Querschnitt des in den Ventilkörper eingefügten Teils 25a konstruiert, während das
Loch, in den es eingefügt ist, einen entsprechenden Querschnitt aufweist, so dass der
Achsschenkel im Ventilkörper rotationsfest ist. Es ist selbstverständlich möglich,
eine gegenseitige Drehung zwischen Achsschenkel und Ventilkörper auf andere
Arten zu verhindern, wie durch eine Splintverbindung. Der Achsschenkel 25 weist
einen zylindrischen Teil 25b auf, der in die Abschlussplatte 13b in einem Lager 26
eingesteckt ist, um die radialen Kräfte aufzunehmen.
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Ein Fluid, das durch das Ventil hindurchgeht, weist einen gewissen Überdruck in
Bezug auf die Umgebung und eine Versiegelung 27 ist bereitgestellt, um das Fluid
am Auslaufen zu hindern. Zur Sicherstellung einer ordentlichen Funktion der
Versiegelung wird eine gewisse Kompression des Materials der Versiegelung
benötigt und für diesen Zweck ist eine Mutter 28, die beim Anziehen die
Versiegelung komprimiert, bereitgestellt, so dass die letztere eine gewisse Übergröße
vor dem Anziehen aufweist. Die Mutter hält den Achsschenkel 25 auch von einem
Rutschen aus dem Ventilkörper ab, indem die Mutter die äußere Oberfläche an dem
zylindrischen Teil 25b des Achsschenkels hält. Die Mutter sollte deshalb aus einem
Material mit guten Lagereigenschaften, wie Bronze, gemacht sein.
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Fig. 9 zeigt die Endoberflächen des Ventilkörpers 18 und des Mantels 14. Der
Schnitt II-II wurde vorgenommen an der Verbindung zwischen der Abschlussplatte
13a und dem Ventilkörper 18 bzw. dem Mantel 14, so dass der Schnitt nur durch die
Schrauben 17a und den Achsschenkel 23 schneidet. Die Dichtung 31a ist um jeden
Durchgangskanal 19-22 herum sichtbar und die Dichtung 32a ist im Flansch 14b
sichtbar.
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Es zeigt sich durch die in Fig. 9, 10 bzw. 11 gezeigten Schnitte II-II, III-III bzw. IV-
IV, wie die Querschnitte der Durchgangskanäle 21 und 22 sich entlang der Länge des
Ventilkörpers verändern. Durch Konstruktion der Durchgangskanäle derart, dass die
Querschnitte im Mittelteil des Ventilkörpers gestreckt sind, wo alle vier
Durchgangskanäle den selben Durchmesser des Ventilkörpers schneiden, kann die
Abmessung des Ventils klein gehalten werden. Das ist aus verschiedenen Gründen
wünschenswert. Einerseits sind die Herstellungskosten abhängig von der Größe des
Ventils, so dass ein kleineres Ventil billiger herzustellen ist, als ein großes,
andererseits ist es bei der Installation vorteilhaft, wenn das Ventil klein ist, da sein
Raumbedarf kleiner ist und es bequemer handzuhaben ist.
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Das gezeigte Ventil weist zwei Durchgangskanäle auf, die entlang ihrer gesamten
Länge einen rundem Querschnitt haben, wogegen die beiden anderen
Durchgangskanäle sich verändernde Querschnittformen haben. Wenn alle vier
Durchgangskanäle Querschnitte haben, die sich entlang der Länge verändern und
dort gestreckt sind, wo sie den selben Durchmesser schneiden, kann sich die
Abmessung des Ventils im Vergleich zu dem gezeigten Ventil etwas verringern.
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Fig. 12 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Ventilkörpers 33, der aus
zwei Abschlussplatten 34 und 35 und aus vier Röhren 36-39 zwischen diesen
Abschlussplatten besteht. Die Röhren verbinden die Öffnungen in den
Abschlussplatten auf die selbe Weise wie die Durchgangskanäle 19-22 die
Öffnungen in dem Ventilkörper 18 verbinden, z. B. zwei diametral angeordnete
Röhren verlaufen parallel zu der gedachten Längsachse des Ventilkörpers und zwei
Röhren erstrecken sich von ihrer entsprechenden Öffnung in einer Abschlussplatte zu
einer diametral angeordneten Öffnung in der anderen Abschlussplatte.
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Der Ventilkörper 33 ist vorzugsweise aus einem Material gemacht, das einerseits
starr und formstabil ist und das andererseits eine gute Korrosionsbeständigkeit
aufweist, wie zum Beispiel Metall, Keramik oder verstärkter Kunststoff. Es kann
natürlich auch aus verschiedenen zusammengesetzten Einzelteilen aufgebaut sein,
die aus verschiedenen Materialien gemacht worden sind.
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Der Fließwiderstand in den Durchgangskanälen des Ventilkörpers soll so klein wie
möglich sein. Um diesen Widerstand zu minimieren, sollte der hydraulische
Durchmesser eines jeden Durchgangskanals der gleiche sein, wie bei den
Verbindungsröhren 15a, 15b, 16a und 16b. Bei normalem Betrieb werden
vorzugsweise die zwei Durchgangskanäle, die parallel zu der Drehachse des
Walzenkörpers verlaufen, als Fluidkanal verwendet, da diese Kanäle keinen Anlass
zu einem zusätzlichen Druckabfall im Vergleich zu einer geraden Röhre geben. Die
anderen zwei Kanäle, die sich schräg durch den Ventilkörper erstrecken, verursachen
einen gewissen größeren Druckabfall, da der Fluidfluss gezwungen wird, die
Richtung zu ändern, aber da das Rückspülen nur innerhalb kürzerer Zeitperioden
erfolgt, ist die Gesamtzunahme der Pumpenergie nur marginal.
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Die Konstruktion eines Rückspülventils aus einem Ventilkörper, der von einem
Ventilgehäuse, das aus zwei ebenen Abschlussplatten und einem Mantel besteht,
umschlossenen ist, bedeutet, dass die Begrenzungen zwischen den Abschlussplatten
und den Mittelteilen - dem Ventilkörper und dem Mantel - planparallel sind. Das
bedeutet andersherum, dass der Mantel und der Ventilkörper bei Wartungsarbeiten
sehr einfach auseinandergebaut und zusammengebaut werden können. Bei diesem
Aufbau müssen nur die Schraubverbindungen 17 und die Achsschenkel 23 und 25
entfernt werden. Danach können der Mantel und der Ventilkörper radial versetzt
werden, so dass sie von den Abschlussplatten freikommen. Weder die Einlassleitung,
noch die Auslassleitung brauchen bei Wartungsarbeiten an dem Rückspülventil
auseinandergebaut zu werden.
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Das oben beschriebene Rückspülventil hat ein Ventilgehäuse mit zwei abnehmbaren
Abschlussplatten, aber es ist auch möglich, ein Ausführungsbeispiel zu haben, bei
dem eine Abschlussplatte dauerhaft an dem Mantel angebracht ist und eine
Abschlussplatte abnehmbar ist. Der Mantel sollte dann mit robusten Flanschen
ausgestattet sein, die ein Anfügen der losen Abschlussplatten mit vorzugsweise einer
Art Schraubverbindung erlaubt, zum Beispiel mit Schrauben, die sich durch Löcher
in dem Flansch und der Abschlussplatte erstrecken, oder mit Schraubhaken.