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DE69715573T2 - Vorrichtung zum Drehen eines zugeführten Bogens - Google Patents

Vorrichtung zum Drehen eines zugeführten Bogens

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Publication number
DE69715573T2
DE69715573T2 DE69715573T DE69715573T DE69715573T2 DE 69715573 T2 DE69715573 T2 DE 69715573T2 DE 69715573 T DE69715573 T DE 69715573T DE 69715573 T DE69715573 T DE 69715573T DE 69715573 T2 DE69715573 T2 DE 69715573T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheet
transport
gap
rotation
transport gap
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE69715573T
Other languages
English (en)
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DE69715573D1 (de
Inventor
Johannes Elisabeth Peter Peulen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Canon Production Printing Netherlands BV
Original Assignee
Oce Technologies BV
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Filing date
Publication date
Application filed by Oce Technologies BV filed Critical Oce Technologies BV
Application granted granted Critical
Publication of DE69715573D1 publication Critical patent/DE69715573D1/de
Publication of DE69715573T2 publication Critical patent/DE69715573T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H5/00Feeding articles separated from piles; Feeding articles to machines
    • B65H5/18Feeding articles separated from piles; Feeding articles to machines by rotary dials or tables

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Registering Or Overturning Sheets (AREA)
  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Drehen, in einer Transportebene, eines Bogens, der in in dieser Transportebene einer geraden Linie in einer Transportrichtung von einer Transporteinrichtung zugeführt wird, die einen ersten und einen zweiten Transportspalt bildet, mit einer Halteeinrichtung, die bewegbar ist zwischen einer ersten Position, in der sie von einem transportierten Bogen frei ist, und einer zweiten Position, in der sie einen Bogen an einem Drehzentrum hält.
  • Eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt aus dem US-Patent 4 445 679, die ein Verfahren beschreibt, bei dem während des Haltens eines transportierten Bogens am Drehzentrum ein Schlupf zwischen der Bogentransporteinrichtung und dem Bogen auftritt. Die Bogentransporteinrichtung muß in der Lage sein, einen solchen Schlupf zuzulassen, z. B. dadurch, daß die Transporteinrichtung relativ glatt ausgebildet und/oder mit einer relativ geringen Kraft gegen den Bogen angedrückt wird. Unter diesen Bedingungen besteht die Gefahr, daß, wenn ein Bogen gedreht wird, der eine relativ glatte Oberfläche hat, der Bogen insgesamt verrutscht, so daß die geforderte Drehung unvollständig ist, und daß beim Drehen eines relativ dünnen Bogens und/oder eines Bogens mit einer rauhen Oberfläche der Bogen nicht rutscht, sondern zerrissen oder verknittert wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die diese Nachteile nicht aufweist.
  • Zu diesem Zweck ist die Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Halteeinrichtung und der Bogentransporteinrichtung eine Kupplungseinrichtung vorgesehen ist, die bei Bewegung der Halteeinrichtung aus der ersten Position in die zweite Position die Bogentransporteinrichtung aus einer Position, in welcher der zweite Transportspalt geschlossen ist, in eine Position bewegt, in welcher der zweite Transportspalt geöffnet ist, und daß der erste Transportspalt, der während der Drehung eines Bogens um das Drehzentrum den einzigen Transportspalt bildet, in einer Richtung quer zu der Richtung gesehen, in welcher der Bogen in einer geraden Linie transportiert wird, in einem festen Abstand zum Drehzentrum auf einer Linie zwischen dem ersten Transportspalt und diesem Drehzentrum angeordnet ist, welche Linie mit der Transportrichtung einen spitzen Winkel zwischen 70 und 90º bildet.
  • Folglich kann ein Bogen auf einfache Weise zuverlässig gedreht werden, während die Transporteinrichtung kontinuierlich arbeitet. Die Vorrichtung stellt sicher, daß während der Drehung eines Bogens kein Transportspalt mit Schlupf wirksam ist.
  • Vorzugsweise beträgt der Winkel zwischen 75 und 85º. Folglich hat die Reibungskraft, die von der Bogentransporteinrichtung während der Drehung auf den Bogen ausgeübt wird, eine kleine Komponente, die den Bogen zwischen dem Drehzentrum und dem ersten Transportspalt straff hält, so daß ein Verknittern zuverlässig vermieden wird, ohne daß jedoch diese kleine Komponente so groß wird, daß der Bogen oder das darauf befindliche Bild beschädigt wird.
  • Vorzugsweise wird der Bogen außerdem vor und nach der Ausführung einer Drehbewegung auch durch einen zweiten Transportspalt transportiert, der in der Richtung gesehen, in welcher der Bogen in einer geraden Linie vorrückt, auf gleicher Höhe wie der erste Transportspalt liegt.
  • Dies minimiert die Gefahr eines Schräglaufes vor und nach der Drehung.
  • Wenn die ersten und zweiten Transportspalte durch zwei Andruckrollen gebildet werden, die auf einer gemeinsamen Welle befestigt sind, und wenn die Welle am zweiten Transportspalt angehoben wird, wenn der zweite Transportspalt geöffnet wird, bewegt sich die Andruckrolle von dem ersten Transportspalt nach oben, um einen punktförmigen Transportspalt zu bilden, was den Schlupf im ersten Transportspalt noch weiter reduziert.
  • In einer attraktiven Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung befindet sich der erste Transportspalt zu einem stromaufwärts gelegenen Bogenzufuhrspalt in einem vorbestimmten Abstand, der kleiner ist als die Länge des kürzesten zu handhabenden Bogens, und ein stromabwärts des ersten Transportspaltes liegender Bogenausgabespalt befindet sich zu dem Bogenzufuhrspalt in einem vorbestimmten Abstand, der etwas größer ist als die Diagonale des größten zu drehenden Bogens. Folglich wird ein Bogen um ein Drehzentrum in einem kurzen Abstand von der ursprünglich vorauslaufenden Kante gedreht, und die Bogenkante, die nach einer Vierteldrehung die vorauslaufende Kante wird, liegt in einem größeren Abstand stromabwärts des Drehzentrums, so daß der Bogen relativ schnell aus der Drehzone abtransportiert werden kann.
  • Das US-patent 4 877 234 beschreibt eine Vorrichtung zum Drehen eines Bogens in einer Transportebene mit einem Drehzentrum, das durch einen blockierten Transportspalt gebildet wird, und mit einem Transportspalt zum Drehen des Bogens um diesen blockierten Transportspalt, wodurch die Linie zwischen dem fördernden Transportspalt und dem blockierten Transportspalt einen Winkel von 90º mit der Transportrichtung eines Bogens bildet.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen zeigen:
  • Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Drehvorrichtung, die zwischen einem Druckgerät und einer Falteinrichtung angeordnet ist;
  • Fig. 2 die Drehvorrichtung nach Fig. 1 in der Draufsicht;
  • Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2, in einer Position, in der ein Bogen in einer geraden Linie transportiert wird,
  • Fig. 4 eine Seitenansicht auf die Linie IV-IV in Fig. 2, ebenso wie Fig. 3 in einer Position, in der der Bogen in einer geraden Linie vorrückt;
  • Fig. 5 eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 3, in einer Position, in der ein Bogen eine Drehung erfährt;
  • Fig. 6 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 4, ebenso wie Fig. 5 in einer Position, in der ein Bogen eine Drehung erfährt; und
  • Fig. 7 ein Zeit/Weg-Diagramm von Bögen während der Drehbewegung gemäß der Erfindung.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Drehvorrichtung 1 ist in einen Zufuhrtisch 2 einer Falteinrichtung 3 eingebaut, über den Kopienbögen, die aus einem Druckgerät 4 kommen, direkt in die Falteinrichtung 3 zugeführt werden können. Das Druckgerät 4 ist von einer Bauart, bei der Bögen von Empfangsmaterial mit verschiedenen (Standard-) Formaten in Längsrichtung durchlaufen, d. h., mit ihrer kürzesten Seite als vorauslaufender Kante, so daß sie unmittelbar zu einem Paket gefaltet werden können.
  • Wie in dem oben genannten US-Patent 4 445 679 beschrieben wird, ist es vorteilhaft, einen Bogen, der die Abmessungen eines gefalteten Pakets hat, d. h., einen Bogen, der die längste Seite als vorauslaufende Kante hat, in der guerrichtung zu der Falteinrichtung 3 zuzuführen. Im Fall eines Druckgerätes 4, bei dem ein Pulverbild durch Strahlungswärme auf einem Empfangsbogen fixiert wird, muß die Strahlungsfixiervorrichtung zu diesem Zweck eine minimale Länge in der Laufrichtung der Bögen haben, damit die Strahlungswärme zugeführt werden kann. Im Fall einer Strahlungsfixiereinrichtung mit dieser minimal erforderlichen Länge ist der genannte Abstand zwischen Transportrollen am Einlaß und am Auslaß der Strahlungsfixiereinrichtung möglicherweise zu klein, um Bögen, die nicht gefaltet zu werden brauchen, in Querrichtung durchzuleiten. In diesem Fall muß diese Klasse von Bögen, z. B. eine Klasse von Bögen einschließlich des Formats A4, in Längsrichtung durch das Druckgerät 4 transportiert werden. Aus Gründen der Einheitlichkeit bei der Eingabe von Bögen ist es auch logisch, sämtliche Bogenformate für die Verarbeitung in dem Druckgerät in derselben Orientierung zuzuführen.
  • Die Falteinrichtung 3 ist konventionell aufgebaut, um einen zugeführten Bogen in ein Paket zu falten, dessen Abmessungen dem kleinsten Standardformat entsprechen, z. B. dem A4-Format. Die Falteinrichtung der in Fig. 1 gezeigten Art wird in dem europäischen Patent 0 472 234 näher illustriert und beschrieben. Die Falteinrichtung 3 dieser Art umfaßt einen ersten Faltungsteil 5, in dem ein in Längsrichtung über den Zufuhrtisch 2 zugeführter Bogen zickzackförmig gefaltet wird, wobei der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Falten der Länge der kürzesten Seite des kleinsten Standardformats entspricht. z. B. 210 mm im Fall eines A4-Formats. In einem zweiten Faltungsteil 6 wird der zickzackförmige gefaltete Bogen in einer Richtung rechtwinklig zu den ersten Falten auf die Größe der längsten Seite des kleinsten Bogenformats gefaltet, d. h., auf eine Größe von 297 mm im Fall eines A4-Formats. Ein zugeführter Kopiebogen im kleinsten Standard-Format, z. B. einem A4-Format, kann ungefaltet bleiben. Zu diesem Zweck muß, wenn ein solcher Bogen so durch die Falteinrichtung 3 hindurchgeleitet wird, daß er auf gefalteten Bögen abgelegt werden kann und diese abdeckt, der Bogen in Querrichtung zu der Falteinrichtung 3 zugeführt werden.
  • Damit im Fall einer Falteinrichtung 3, die online mit dem Druckgerät 4 verbunden ist, sowohl die obigen Anforderungen an das Druckgerät 4 im Hinblick auf die Orientierung des kleinsten Standardformats als auch die Anforderungen an die Falteinrichtung 3 im Hinblick auf die Orientierung des kleinsten Standardformats erfüllt werden können, ist der Zufuhrtisch 2 mit einer Drehvorrichtung 1 ausgerüstet, die unter Bezugnahme auf Fig. 3 bis 6 beschrieben werden wird und die einen Bogen des kleinsten Standardformats, der in Längsrichtung durch das Druckgerät transportiert wurde, um eine Vierteldrehung dreht, so daß er in Querrichtung in die Falteinrichtung 3 zugeführt werden kann.
  • Das Druckgerät 4 weist ein Paar Ausgaberollen 8 auf. Stromabwärts davon befindet sich ein Ablenkglied 9, das in der in Fig. 1 gezeigten Position einen Kopiebogen nach oben ablenkt, zur Ablage in einem Tablar 10, das schräg über dem Druckgerät 4 angeordnet ist. Das Ablenkglied 9 kann auch in eine Position eingestellt werden, in der ein Kopiebogen in Richtung auf den Zufuhrtisch 2 der Falteinrichtung 3 zugeführt werden kann.
  • Auf der stromaufwärtigen Seite weist der Zufuhrtisch 2 Paare von Transportrollen 11 und 12 auf, während er auf der stromabwärtigen Seite Transportrollenpaare 13 hat, welche Rollenpaare jeweils eine Anzahl von Transportspalten bilden, die über die Breite des Zufuhrtisches 2 verteilt sind, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Zwischen den Transportrollenpaaren 12 und den Transportrollenpaaren 13 sind zwei Transportrollenpaare 14 und 15 nahe beieinander angeordnet, die nicht nur die zu faltenden Bögen über den Zufuhrtisch 2 weitertransportieren, sondern auch eine Funktion im Zusammenhang mit der Drehung eines Bogens haben, wie nachstehend beschrieben werden wird.
  • Kopienbögen, die im Druckgerät 4 bedruckt wurden und die größer sind als eine Klasse von Bögen, die von der Falteinrichtung 3 ungefaltet durchzulassen ist, werden von sämtlichen Transportrollenpaaren 11 bis 15 in einer geraden Linie in der durch den Pfeil 16 in Fig. 2 angegebenen Richtung über den Zufuhrtisch 2 transportiert.
  • Wenn ein Kopiebogen zugeführt wird, der zu der Klasse von Bögen gehört, deren Format kein Falten erfordert, wird dieser Bogen auf eine nachstehend erläuterte Weise auf dem Zufuhrtisch 2 um eine Vierteldrehung gedreht.
  • Die Drehung eines Bogens auf den Zufuhrtisch 2 wird ausgeführt, wenn der Bogen den Transportspalt zwischen den Transportrollenpaaren 14 und 15 erreicht. Die Drehung erfolgt dann durch Zurückhalten des Bogens in der Nähe eines der Transportspalte, nämlich in der Nähe des Transportspaltes, der durch das Transportrollenpaar 15 gebildet wird, und durch Lösen der Transportrollen 15 voneinander, so daß die Transportrollen 14 den Bogen um das Drehzentrum 17 drehen.
  • Während der Drehung muß der Bogen von den als Eingangsrollen wirkenden Transportrollen 12 und den als Ausgaberollen wirkenden Transportrollen 13 frei bleiben. Um im Fall des Transportes eines Bogens, der keine Drehung erfordert, die Gefahr zu minimieren, daß der Bogen in einer schrägen Stellung von den Transportrollenpaaren 14 und 15 weitertransportiert wird, ist es wichtig, daß diese Transportrollenpaare 14 und 15 in der Richtung quer zur Transportrichtung 16 so weit wie möglich voneinander entfernt sind. Im Falle eines in Längsrichtung zugeführten A4-Bogens mit einer Breite von 210 mm können die Transportrollenpaare bis zu etwa 150 mm entfernt sein, um sicherzustellen, daß etwaige seitlich verschobene Bögen von den beiden Transportrollenpaaren 14 und 15 transportiert werden können. Um weiterhin sicherzustellen, daß ein Bogen vor und nach der Drehung um 90º mit seiner Mittellinie im wesentlichen auf derselben Linie in der Transportrichtung 16 liegt, sollte das Drehzentrum 17 auf einer Linie liegen, die von der Mitte des zu drehenden Bogens aus gerechnet auf einer Linie liegt, die mit den Seiten des Bogens einen Winkel von 450 bildet. Auf der Grundlage der obigen Überlegungen, des Abstands zwischen den Transportspalten 14 und 15 und der Lage des Drehzentrums 17 etwas stromaufwärts der Spalte 14 und 15, muß ein zu drehender Bogen mit seiner vorauslaufenden Kante über eine Distanz A = 75 mm über die Transportrollenpaare 14 und 15 hinaus transportiert werden, bevor die Drehung beginnt. Dies bedeutet, daß für die Drehung des größten zu drehenden Bogens, der eine Länge B = 325 mm hat, die Transportrollen 14 und 15 in einem Abstand stromabwärts der Eingangsrollen 12 angeordnet sein müssen, der wenigstens B - A = 325 - 75 = 250 mm betragen sollte. Da der Abstand zwischen dem Drehzentrum 17 und dem Punkt der vorauslaufenden Bogenkante, der am weitesten von diesem Drehzentrum entfernt ist, im Fall des größten Formats der Klasse von zu drehenden Bögen mit einer Größe von 325 · 230 mm etwa 200 mm entspricht, sollte der Abstand C zwischen den Transportrollenpaaren 14 und 15 und den Ausgaberollen 13 annähernd 200 mm betragen. Folglich sollte der Abstand zwischen den Eingangsrollen 12 und den Ausgaberollen wenigstens B - A + C sein. Im Fall des maximalen zu drehenden Bogenformats, d. h., 325 · 230 mm, ist dies somit 325 - 75 + 200 = 450 mm. Mit gewissen Abständen zwischen den vorauslaufenden und nachlaufenden Kanten des Bogens und den Ausgaberollen 13 bzw. den Eingangsrollen 12 beträgt ein geeigneter Freiraum für die Drehung zwischen den Eingangs- und Ausgaberollen 460 mm. Für die Drehung eines Bogens wird das Drehzentrum 17 auf dem Zufuhrtisch 2 dadurch gebildet, daß der Bogen mit einem abgerundeten Gummipuffer gegen den Zufuhrtisch angedrückt wird und gleichzeitig oder etwas früher der Transportspalt zwischen den Transportrollen 15 geöffnet wird, die dem Drehzentrum 17 am nächsten liegen. Bei einem kontinuierlichen Antrieb der Transportrollen 14 und 15 dreht der Transportspalt 14, der am weitesten vom Drehzentrum 17 entfernt liegt, den Bogen um. das so gebildete Drehzentrum.
  • Die Öffnung des Transportspaltes wird bewirkt durch Anheben einer Welle, die die Verbindung zwischen den Andruckrollen der Transportrollenpaare 14 und 15 herstellt, in der Nähe des Transportrollenpaares 15, mit Hilfe eines Hebels, der an einem Ende den das Drehzentrum bildenden Gummipuffer und am anderen Ende einen Ansatz aufweist, wie weiter unten mit Bezug auf ein in Fig. 3 bis 5 gezeigtes Ausführungsbeispiel erläutert wird. Wie in der Draufsicht auf den Zufuhrtisch 2 dargestellt ist, liegt eine geeignete Stelle für das Drehzentrum 17 auf der Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt des Bogens am Beginn der Drehung und dem zu öffnenden Transportspalt 15, wobei diese Stelle einen geringen Abstand zu diesem Spalt hat, z. B. 40 mm. Durch das Kippen der Verbindungswelle zwischen den Andruckrollen der Transportrollenpaare 14 und 15 beim Öffnen des Spaltes 15 wird aus dem anderen Spalt 14 ein eher punktförmiger Spalt, und dies ist vorteilhaft für einen schlupffreien Transport während der Drehung des Bogens. Da der punktförmige Transportspalt 14 in Transportrichtung gesehen auch eine kurze Strecke stromabwärts des Drehzentrums 17 liegt, übt dieser Transportspalt 14 eine kleine Zugkraft auf den Bogen aus, und dies hält den Bogen während der Drehung zwischen dem Spalt 14 und dem Drehzentrum 17 straff.
  • Fig. 3 und 4 zeigen die Drehvorrichtung nach Fig. 2 in einer Position zum Durchlassen eines Bogens in einer geraden Linie 16 durch die Drehvorrichtung. Diese Position wird sowohl beim Durchgang eines Kopienbogens eingenommen, der in der anschließenden Falteinrichtung 3 gefaltet werden soll, als auch beim Transport eines zu drehenden Bogens vor und nach der Drehung des Bogens.
  • Die Drehvorrichtung I umfaßt zwei Transportrollenpaare 14 und 15. Jedes Transportrollenpaar 14 und 15 besteht aus einer angetriebenen Rolle 20 bzw. 21, die auf einer gemeinsamen Antriebswelle 22 befestigt sind. Die Rollen 20 und 21 stehen etwas über den durch eine Platte gebildeten Zufuhrtisch 2 vor. Jede Antriebsrolle 20, 21 wirkt mit einer Andruckrolle 23 bzw. 24 zusammen, so daß ein Transportspalt gebildet wird. Die Andruckrollen 23, 24 sind auf einer gemeinsamen Welle 25 befestigt, die an den Enden mit Lagern in vertikalverlaufende Schlitze (nicht gezeigt) eingreift.
  • In der Nähe der Welle 25 ist ein Stift 26 angeordnet, der im Gerätegestell befestigt ist. Ein T-förmiges Element 27 ist drehbar auf diesem Stift 26 gehalten. Dessen aufragender Schenkel 28 hat eine. U-förmige Ausnehmung, in die ein Stift 29 eingreift, der an einem Arm 30 befestigt ist, der mit Hilfe einer Magnetspule 31 zwischen zwei Positionen hin und her beweglich ist. Ein Arm 32 des T- förmigen Elements 27 weist an seiner Unterseite einen abgerundeten Gummipuffer 33 auf, und ein anderer Arm 34 liegt unterhalb der Welle 25, so daß die Arme 32 und 34 als Hebel wirken. Um eine Drehbewegung auszuführen, wird die Magnetspule 31 erregt, so daß sich das T-förmige Element 27 entgegen einer Federwirkung aus der in Fig. 3 und 4 gezeigten Position in die in Fig. 5 und 6 gezeigte Position bewegt. Unter diesen Bedingungen schwenkt der Arm 34 die Welle 25 auf der Seite der Andruckrolle 24 nach oben, so daß der Transportspalt zwischen den Rollen 21 und 24 geöffnet wird. Bei der Drehung des T-förmigen Elements 27 wird auch der Gummipuffer 33 gegen den auf dem Zufuhrtisch 2 liegenden Bogen angedrückt. Somit bildet der Puffer 33 das Drehzentrum 17, um das sich der Bogen dreht, während er fortlaufend durch die Transportrollen 20 und 23 transportiert wird. Infolge der Kippbewegung der Welle 25 drückt die Andruckrolle 23, wie bereits festgestellt wurde, im wesentlichen an einem Punkt gegen die Antriebsrolle 20, so daß die Winkelgeschwindigkeit, mit der der Bogen gedreht wird, durch den Radius R bestimmt wird. Nachdem der Bogen um einen Winkel von 90º gedreht worden ist, wobei die Zeit für die Drehung
  • t = 90º·R/V
  • beträgt, wobei V die Umfangsgeschwindigkeit der Antriebsrolle 20 ist, wird die Magnetspule 31 entregt, so daß die Andruckrolle 24 wieder einen Transportspalt bildet und das Drehzentrum 17 aufgehoben wird.
  • Wie in dem Weg/Zeit-Diagramm in Fig. 7 gezeigt ist, bewegt sich der Bogen während der Drehung nach vorn, infolge der Lage des Drehzentrums 17 auf der vorauslaufenden Hälfte des in Längsrichtung transportierten Bogens und auf der Seite des Bogens, so daß der Abstand zwischen dem Drehzentrum und der ursprünglich vorauslaufenden Kante kleiner ist als die vorauslaufende Kante nach der Drehung. Infolge des fortlaufenden Vorrückens während der Drehung kann ein nachfolgender Bogen in kurzem Abstand S hinter dem gedrehten Bogen zugeführt werden, ohne daß der Letztere behindert wird, wie aus Fig. 7 hervorgeht.
  • In Fig. 7 ist die vorauslaufende Kante eines ersten Bogens vor der Drehung durch die Linie 40 und nach der Drehung durch die Linie 41 angegeben. Die nachlaufende Kante ist in Fig. 4 vor der Drehung durch die Linie 42 und nach der Drehung durch die Linie 43 angegeben. Für einen nachfolgenden Bogen, der in einem Abstand S zum ersten Bogen zugeführt wird, ist die vorauslaufende Kante durch Linien 44 bzw. 45 und die nachlaufende Kante durch Linien 46 bzw. 47 angegeben. Die Anfangs- und Endzeiten der Drehung des ersten Bogens sind die Zeiten 48 und 49, und für den nächsten Bogen sind es die Zeiten 50 und 51.
  • Der Winkel α, der eingeschlossen wird zwischen der Richtung, in der sich der Bogen gerade nach vorn bewegt, und der Linie zwischen dem Transportspalt, der durchgehend aktiv bleibt, und dem gebildeten Drehzentrum, kann innerhalb bestimmter Grenzen variieren, ohne daß die einwandfreie Funktion beeinträchtigt wird.
  • Im Fall eines Winkels α von 90º steht die im Transportspalt wirkende Transportkraft rechtwinklig auf der Linie zwischen diesem Spalt und dem Drehzentrum des Bogens. Somit gibt es unter idealen Bedingungen keinen Schlupf im Transportspalt. Im Fall eines Winkels α von 70º kann die Transportkraft am Spalt zerlegt werden in eine drehende Kraft rechtwinklig zu der Linie zwischen dem Spalt und dem Drehzentrum und eine (kleine) Kraft, die in Verlängerung dieser Linie wirkt und den Bogen straff gespannt hält. Wenn der Winkel α zu klein ist, kann die letztgenannte Kraft einen unerwünschten Schlupf im Transportspalt hervorrufen. Im Fall eines Winkels α zwischen den oben genannten Grenzen, z. B. eines Winkels α = 80º, kann ein Kompromiß gefunden werden, bei dem der Bogen während der Drehung straff gespannt gehalten wird, ohne daß ein nennenswerter Schlupf im Transportspalt auftritt, natürlich bei gewisser Verformbarkeit wenigstens einer der Transportrollen im Transportspalt.

Claims (5)

1. Vorrichtung zum Drehen, in einer Transportebene (2), eines Bogens, der in dieser Ebene in einer geraden Linie in einer Transportrichtung (16) von einer Transporteinrichtung (14, 15) transportiert wird, die einen ersten Transportspalt (14) und einen zweiten Transportspalt (15) bildet, mit einer Halteeinrichtung (33), die bewegbar ist zwischen einer ersten Position, in der sie von einem vorrückenden Bogen frei ist, und einer zweiten Position, in der sie den Bogen an einem Drehzentrum (17) hält, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Halteeinrichtung (33) und der Bogentransporteinrichtung (14, 15) eine Kupplungseinrichtung (27) vorgesehen ist, die bei Bewegung der Halteeinrichtung (33) aus der ersten Position in die zweite Position die Bogentransporteinrichtung (14, 15) aus einer Position, in der der zweite Transportspalt (15) geschlossen ist, in eine Position bewegt, in der der zweite Transportspalt (15) offen ist, und daß der erste Transportspalt (14), der während der Drehung eines Bogens um das Drehzentrum (17) den einzigen Transportspalt bildet, in einer Richtung quer zu der Richtung gesehen, in der der Bogen in einer geraden Linie transportiert wird, in einem festen Abstand zum Drehzentrum (17) auf einer Linie zwischen dem ersten Transportspalt (14) und dem Drehzentrum liegt, die einen spitzen Winkel α zwischen 70 und 90º mit der Transportrichtung (16) bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel α zwischen 75 und 85º beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der erste Transportspalt (14) als auch der zweite Transportspalt (15) durch Andruckrollen (23, 24) gebildet werden, die auf einer gemeinsamen Welle (25) befestigt sind und jeweils auf eine Antriebsrolle (20, 21) drücken können, die unter der Transportebene (2) befestigt ist, und daß die Kupplungseinrichtung (27) durch einen Arm (32, 34) gebildet wird, der die Welle (25) auf der Seite der Andruckrolle (24), die den zweiten Transportspalt bildet, bei Bewegung der Halteeinrichtung (33) aus der ersten, inaktiven Position in die zweite, aktive Position entgegen einer Federwirkung nach oben kippt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogen vor und nach der Ausführung einer Drehbewegung auch durch den zweiten Transportspalt (15) transportiert wird, der, in der Richtung gesehen, in der der Bogen transportiert wird, auf gleicher Höhe wie der erste Transportspalt (14) liegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Transportspalt (14) zu einem stromaufwärtigen Bogenzufuhrspalt (12) in einem vorbestimmten Abstand liegt, der kleiner ist als die Länge des kürzesten zu handhabenden Bogens, und daß ein Bogenausgabespalt (13), der stromabwärts des ersten Transportspaltes (14) liegt, sich zu dem Bogenzufuhrspalt (12) in einem Abstand befindet, der etwas größer ist als die Diagonale des größten zu drehenden Bogens.
DE69715573T 1996-10-17 1997-10-07 Vorrichtung zum Drehen eines zugeführten Bogens Expired - Lifetime DE69715573T2 (de)

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DE69715573T Expired - Lifetime DE69715573T2 (de) 1996-10-17 1997-10-07 Vorrichtung zum Drehen eines zugeführten Bogens

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EP (1) EP0846639B1 (de)
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