TECHNISCHER HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für
optische Platten und insbesondere eine Vorrichtung für optische
Platten, die in der Lage ist, eine geladene optische Platte
aus einer Vielzahl von optischen Plätten, welche
unterschiedliche Dicken haben, zu unterscheiden und eine Abtastlinse
auszuwählen, welche für die unterschiedene optische Platte am
besten geeignet ist.
2. Beschreibung des Standes der Technik
-
Eine herkömmliche Vorrichtung für optische Platten zur
Aufzeichnung, Wiedergabe und zum Löschen von Daten hat: ein
optisches Fokussiersystem, bei welchem ein. Laserstrahl durch
eine Abtastlinse auf eine geladene optische Platte fokussiert
wird und von der optischen Platte reflektiertes Licht mit
einem Photodetektor erfaßt wird; und ein
Fokuseinstellsteuersystem, das eine Betätigungseinrichtung zum Konvergieren des
Laserstrahls auf die optische Platte hat.
-
Fig. 7 ist ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer
derartigen herkömmlichen Vorrichtung für optische Platten zeigt.
Diese Vorrichtung für optische Platten hat: einen
Photodetektor 31, der insgesamt vier Einheitselemente A, B, C und D
hat; Verstärker 32, 33, 34 und 35 zur Verstärkung der
jeweiligen Signale, die mit den Einheitselementen A, B, C und D
erfaßt wurden; einen HF-Verstärker 36 zum Verstärken der
Summe aller Ausgangssignale der Verstärker 32, 33, 34 und 35;
einen Fokusfehlerverstärker 37 (nachfolgend als FE abgekürzt)
zur Verstärkung einer Summe der Ausgangssignale der
Verstärker 33 und 35, von der eine Summe der Ausgangssignale der
Verstärker 32 und 34 subtrahiert wurde; eine
Signalverarbeitungsschaltung 50 zum Verarbeiten eines HF-Signals 38; das
vom HF-Verstärker 36 ausgegeben wird, um ein erforderliches
Signal, wie z. B. ein Audiosignal zu erhalten; einen D/A-
Wandler 51 zum Umwandeln eines von der
Signalverarbeitungsschaltung 50 ausgegebenen digitalen Signals in ein analoges
Signal; einen Verstärker 52 zum Verstärken eines
Ausgangssignals des D/A-Wandlers 51 und einen Lautsprecher 53 zum
Empfangen eines Ausgangssignals des Verstärkers 52 und zur
Erzeugung von Tönen. Die Vorrichtung für optische Platten
enthält ferner: eine HF-Vergleichseinrichtung 40 zum
Empfangen eines HF-Signals 38, das allgemein als ein Summensignal
bezeichnet wird, als ihr nicht invertierendes Eingangssignal
(+), und eine Spannung, die durch einen Stellwiderstand 43
geteilt wurde, als ihr invertierendes Eingangssignal (-) und
Ausgeben eines Fokus-ok (FOK)-Signals 55; eine
FZC-Vergleichseinrichtung 41 zum Empfangen eines FE-Signals 39 von
dem FE-Verstärker 37 als ihr nicht invertierendes
Eingangssignal (+) und eine von Widerständen 43 und 44 geteilte
Spannung als ihr invertierendes Eingangssignal (-) und Ausgeben
eines Fokus-Nulldurchgangssignals (FZC) 56; einen Servo-
EIN/AUS-Schalter 46, einen Widerstand 45, der zwischen ein
Ende des Schalters 46 und den Ausgäng des FE-Verstärkers 37
geschaltet ist; eine Servoschaltung 47 zum Empfangen eines
Signals an einem Ende des Schalters 46 und eines Signals von
einer Steuereinrichtung 54; eine Ansteuerschaltung 48 zur
Leistungsverstärkung eines von der Servoschaltung 47
ausgegebenen Signals; eine Betätigungseinrichtung 49, die mit einem
Ausgang der Ansteuerschaltung 48 verbunden ist und aus einer
Fokussierspule besteht; und die Steuereinrichtung 54, die aus
einem Mikrocomputer besteht, zum Empfangen des FOK-Signals 55
und des FZC-Signals 56 und zum Steuern des Servosystems
einschließlich des Schalters 46, der Servoschaltung 47 und
dergleichen. Eine Kombination des FOK = Signals und des
FZC-Signals wird als Fokussignal bezeichnet.
-
Der StelTwiderstand 42 ist zwischen eine
Leistungsquellenspannung +V und Masse geschaltet und wird zur Steuerung eines
FOK-Pegels verwendet, so daß der Brennpunkt einer
Reflexionsfolie der optischen Platte erfaßt wird, ohne daß die
Oberfläche der optischen Platte erfaßt wird. Die Widerstände 43 und
44 sind zwischen die Leistungsquellenspannung +V und Masse in
Reihe geschaltet und werden zum Voreinstellen der Vorspannung
des invertierenden Eingangssignals (-) auf einen
vorbestimmten Spannungswert verwendet, so daß der Nulldurchgängspunkt
des FE-Signals 39 korrekt erfaßt wird. Das vorstehend
beschriebene Blockdiagramm von Fig. 7 bezieht sich
hauptsächlich auf ein Fokuseinstellsteuersystem.
-
Der Betriebsablauf der Vorrichtung für optische Platten, die
in Fig. 7 gezeigt ist, wird unter Bezug auf das Flußdiagramm
von Fig. 8 erläutert, das den Steuervorgang für die optische
Platte zeigt, sowie unter Bezug auf das Zeitablaufdiagramm
von Fig. 9, das die Wellenformen von Signalen in
verschiedenen Schaltungsabschnitten darstellt. Zunächst wird in Schritt
S1 eine Laserleistüngsquelle eingeschaltet und ein
Laserstrahl wird auf eine geladene optische Platte aufgestrahlt.
Anschließend beginnt in Schritt S2 das Fokusservosystem, eine
Abtastlinse mit einer konstanten Geschwindigkeit auf die
optische Platte zu zu bewegen. Daher bewegt sich die
Brennpunktposition allmählich zum inneren Bereich der optischen
Platte hin.
-
In diesem Fall erscheint in dem HF-Signal 38 an einer
Position P1 und zu einem Zeitpunkt t1 ein kleiner Peak, wenn die
Brennpunktposition die Oberfläche der optischen Platte
erreicht. Diese kleine Peakwellenform hat einen Pegel des FOK-
Pegels oder niedriger, der an der HF-Vergleichseinrichtung 40
eingestellt ist, so daß das FOK-Signal 50 sich nicht
verändert. Eine S-Kurve oder umgekehrte S-Kurve erscheint in dem
FE-Signal 39, so daß das FZC-Signal 56 mit einem negativen
Impuls, der eine abfallende Flanke an dem
Fokus-Nulldurchgangspunkt hat, ausgegebenen wird. Die beiden Signale, das
FOK- und das FZC-Signal 55 und 56 werden gemeinsam als ein
Fokussignal bezeichnet, wie vorstehend beschrieben. Diese
Position P1 entspricht der Scharfeinstellungsposition der
Oberfläche der optischen Platte. Da es nicht sinnlos ist, das
Servosystem zu stoppen und den Brennpunkt zu diesem Zeitpunkt
zu fixieren, bleibt der Schalter 46 in einem AUS-Zustand, so
daß das Servosystem seinen Betrieb fortsetzt, ohne zu Schritt
S5 weiterzugehen.
-
Eine Position P2 zu einem Zeitpunkt t2, an dem das FOK-Signal
55 in einem Schritt S3 erfaßt wird, entspricht der
Scharfeinstellungsposition an der Reflexionsschicht indem inneren
Bereich der optischen Platte. In diesem Fall wird, da das HF-
Signal 38 einen Pegel hat, der höher ist als der FOK-Pegel,
ein FOK-Signal 55 ausgegeben, welches ein positiver Impuls
ist, der eine Breite hat, die der. Periode entspricht, während
welcher das HF-Signal 38 einen Pegel annimmt, der höher ist
als der FOK-Pegel. In diesem Fall hat das FE-Signal 39 einen
großen S-förmigen Impuls, der von der
FZC-Vergleichseinrichtung 41 geformt wird und als das FZC-Signal 56 ausgegeben
wird, das eine abfallende Flanke am Nulldurchgangspunkt hat.
-
Da das FZC-Signal 56 einen Pegel N (niedrig) in Schritt S4
annimmt und das FOK-Signal 55 einen Pegel H (hoch) in Schritt
S3 annimmt, geht das Flußdiagramm zu Schritt S5 weiter, in
dem die Fokusservoschleife geschlossen wird, so daß die
Bewegung der Abtastlinse gestoppt wird, und die Position P2 wird
als der eingestellte Brennpunkt festgelegt, welcher der
Scharfeinstellungspunkt an der Reflexionsschicht ist.
-
Da die Linse mit einer konstanten Geschwindigkeit bewegt
wird, gibt es einen Punkt, an dem die Scharfeinstellung
sofort erzielt wird. Dieser Scharfeinstellungspunkt entspricht
dem Nulldurchgangspunkt, während dem das HF-Signal 38 höher
ist als derFOK-Pegel und während die: Amplitude des
Fokusfehlersignäls niedriger ist als ein Schwellenwert E. Es ist
bekannt, daß dann, wenn die Objektivlinse in dem Bereich
positioniert wird, der dieser Periode entspricht, die
Scharfeinstellung stets stabil ausgeführt werden kann.
-
In dem vorstehend beschriebenen Aufbau wird der FOK-Pegel von
der HF-Vergleichseinrichtung 40 eingestellt. Es existiert ein
Fall, bei welchem nur ein kleiner Unterschied zwischen den
Spitzenwertender HF-Signale 38, die von der Oberfläche einer
optischen Platte und von der Reflexionsschicht in dem inneren
Bereich der optischen Platte reflektiert werden, vorliegt. In
diesem Fall wird der Impuls des FOK-Signals 55 für beide
Peaksignale des HF-Signals erzeugt. Daher kann die
Plattenoberfläche fehlerhaft als die Reflexionsschichtoberfläche
beurteilt werden. Alternativ kann der Impuls des FOK-Signals 55
für beide Peaksignale nicht erzeugt werden, so daß der
Zustand einer nicht geladenen optischen Platte fehlerhaft
festgestellt werden kann. Wie vorstehend angeführt kann die
Unfähigkeit des Einstellens eines ausreichenden
Spannungsbereiches des FOK-Pegels dazu führen, daß die
Scharfeinstellungssteuerung mit einer geringeren Zuverlässigkeit durchgeführt
wird.
-
Ferner wird bei vorstehend beschriebenem Aufbau die
Fokussteuerung durch eine Abtastlinse ausgeführt, die für optische
Platten einer Art, die allgemein denselben
Scharfeinstellungspünkt haben, gemeinsam verwendet wird. Wenn eine
optische Platte einer anderen Art, die eine von der einen Art
stark unterschiedliche Dicke hat, geladen wird, ist es
aufgrund der sphärischen Aberration unmöglich, dieselbe Linse
für die Fokussteuerung über einen Brechungsgrenzwert hinaus
zu verwenden.
-
Fig. 10A bis 10C sind Schnittansichten von drei Arten von
optischen Platten. Die in Fig. 10A gezeigte optische Platte
wird als CD (Compact Disk) bezeichnet und hat eine Dicke von
etwa 1,2 mm und eine Aluminiumreflexionsfolie 60, die auf der
Hauptoberfläche eines Polycarbonatsubsträts 61 gebildet ist.
Eine in Figür 10B gezeigte optische Platte wird als DVD
(Digital Versatile Disk) bezeichnet und hat eine Dicke von
etwa 0,6 mm und eine Aluminiumreflexionsfolie 64, die auf der
Hauptoberfläche eines zweiten Polycarbonatsubstrats 63 und
eines ersten Substrats 62 gebildet ist, das auf die
Oberfläche der Reflexionsfolie 64 aufgelegt ist. Die in Fig. 10C
gezeigte optische Platte wird als Zweischicht-DVD bezeichnet
und hat eine Dicke von etwa 0,6 mm und eine Reflexionsfolie
67, eine Zwischenschicht (transparentes Material) und eine
halbtransparente Folie 68, die zwischen das erste und das
zweite Substrat 65 und 66 gelegt ist. Es wird angestrebt,
dieselbe Vorrichtung für optische Platten zur Wiedergabe und
Aufzeichnung von drei unterschiedlichen Arten von optischen
Platten zu verwenden.
-
Eine herkömmliche Vorrichtung für optische Platten, die die
Funktion des Unterscheidens zwischen optischen Platten einer
Vielzahl von unterschiedlichen Arten hat, ist in der
japanischen Patentoffenlegungsschrift JP-A-05054406 aufgezeigt,
welche die Grundlage für den Oberbegriff von Anspruch 1
bildet. Diese optische Platte (richtig: Vorrichtung für optische
Platten) kann zwischen unterschiedlichen Arten von optischen
Platten ohne Verwendung eines speziellen Detektors
unterscheiden, indem die Dicke eines Plattensubstrats durch
Meßeinrichtungen gemessen wird, welche den Zeitintervall von
zwei S-förmigen Kurven in dem Fokusfehlersignal messen,
während die Fokuspositionssteuereinrichtung die Objektivlinse
nahe zu der Plattenoberfläche bewegt.
-
Bei diesem Aufbau ist jedoch der Zeitintervall von der
Bewegungsgeschwindigkeit der Objektivlinse abhängig. Wenn daher
die Bewegungsgeschwindigkeit schwankt, verändert sich der
Zeitintervall, auch wenn die Plattendicke gleich ist, so daß
eine korrekte Messung der Plattendicke schwierig ist.
KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Vorrichtung für optische Platten zu schaffen, die in der Lage ist,
die folgenden Problempunkte zu lösen:
-
(1) Verwirklichung eines deutlich erhöhten
Erfassungsspannungsbereiches, ohne eine Einrichtung zur Unterscheidung
zwischen einer Plattenoberfläche und einer Reflexionsschicht
durch Einstellen des FOK-Pegels zu verwenden;
-
(2) Ermöglichen der Fokussteuerung mit hoher
Zuverlässigkeit;
-
(3) Ermöglichen des Ladens von Platten, die große
Dickenunterschiede des Substrats haben, in derselben Vorrichtung für
optische Platten zur Datenaufzeichnung und -wiedergabe;
-
(4) Ermöglichen des Ladens von Platten einschließlich einer
CD, einer DVD und einer Zweischicht-DVD in derselben
Vorrichtung für optische Platten zur Datenaufzeichnung und
-wiedergabe;
-
(5) Eliminieren des Einflusses einer Veränderung der
Linsenbewegungsgeschwindigkeit auf die Dickenmessung; und
-
(6) Ermöglichender raschen Unterscheidung zwischen
Plattendicken, auch wenn die Substratdicke stark unterschiedlich
ist.
-
Gemäß vorliegender Erfindung, welche die vörstehend genannten
Problempunkte löst, wird eine Vorrichtung für optische
Plätten zur Aufzeichnung, Wiedergabe und zum Löschen von Daten
geschaffen, welche ein optisches Fokussiersystem hat, bei
welchem eine optionale optische Platte aus einer Vielzahl von
optischen Platten verschiedener Arten, die eine
unterschiedliche Dicke haben und in die Vorrichtung für optische Platten
geladen sind, ausgewählt wird, ein Laserstrahl durch eine
Abtastlinse auf die geladene optische Platte fokussiert wird
und von der geladenen optischen Platte reflektiertes Licht
mit einem Photodetektor erfaßt wird, wobei die Vorrichtung
ein Steuersystem mit einer Betätigungseinrichtung zum
Konvergieren des Laserstrahls auf die optische Platte hat, welche
Vorrichtung für optische Platten enthält: eine Einrichtung
zum Erfassen eines Fokussignals von dem Photodetektor,
während die Abtastlinse durch das Steuersystem bewegt wird; eine
Einrichtung zur zeitweiligen Speicherung zum Speichern von
Ansteuerströmen oder -spannungen der Betätigungseinrichtung
als ersten und als zweiten Meßwert, die die Positionen der
Scharfeinstellung auf der Oberfläche der optischen Platte und
auf einem Reflexionsfilm der optischen Platte darstellen, in
Übereinstimmung mit dem Fokussignal; eine
Subtrahiereinrichtung zum Berechnen einer Differenz des zweiten Meßwertes von
dem ersten Meßwert; und eine Identifizierungseinrichtung zum
Identifizieren der Art der optischen Platte durch Vergleichen
der berechneten Differenz mit einem Bezugswert.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer
Vorrichtung für optische Platten gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung zeigt.
-
Fig. 2 ist ein Zeitablaufdiagramm, das Signalwellenformen in·
verschiedenen Schaltungsabschnitten der Vorrichtung für
optische Platten gemäß der Ausführungsform zeigt, bei welcher die
Fokussuche für eine optische Platte mit 0,6 mm Dicke
durchgeführt wird.
-
Fig. 3 ist ein Zeitablaufdiagramm, das Signalwellenformen an
verschiedenen Schaltungsabschnitten der Vorrichtung für
optische Platten der Ausführungsform zeigt, bei welcher die
Fokussuche für eine optische Platte mit 1,2 mm Dicke ausgeführt
wird.
-
Fig. 4 ist ein Flußdiagramm, das die erste Hälfte des
Steuervorganges gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
-
Fig. 5 ist ein Flußdiagramm, das die zweite Hälfte des
Steuervorganges gemäß der Ausführungsform zeigt.
-
Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht des Aufbaues einer
Abtasteinrichtung, die von der Vorrichtung für optische
Platten verwendet wird.
-
Fig. 7 ist ein Blockdiagramm, das den Aufbau einer
herkömmlichen Vorrichtung für optische Platten zeigt.
-
Fig. 8 ist ein Flußdiagramm, das einen herkömmlichen
Steuerablauf zeigt.
-
Fig. 9 ist ein Zeitablaufdiagramm, das Signalwellenformen in
verschiedenen Schaltungsabschnitten der herkömmlichen
Vorrichtung für optische Platten zeigt, die eine Fokussuche
ausführt.
-
Fig. 10A bis 10C sind Schnittansichten, die verschiedene
Arten von optischen Platten zeigen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Eine Vorrichtung für optische Platten gemäß einer
Ausführungsform dieser Erfindung, die in dem Blockdiagramm von
Fig. 1 dargestellt ist, unterscheidet sich von der
herkömmlichen Vorrichtung für optische Platten, die in dem
Blockdia
gramm von Fig. 7 gezeigt ist, insofern, als das Servosystem
mit einer Stromdetektorschaltung 31 versehen ist, eine
Steuereinrichtung 16 zwischen optischen Platten unterscheidet,
indem der Strom oder die Spannung einer
Betätigungseinrichtung des Servosystems erfaßt wird, und ein an einem FOK-
Verstärker 10 eingestellter FOK-Pegel niedrig ist. Die
anderen Aufbauten entsprechen den in dem Blockdiagramm von Fig.
7 gezeigten.
-
Eine Abtasteinrichtung 1 hat beispielsweise einen Aufbau, der
dem des Photodetektors 31 und den Verstärkern 32, 33, 34 und
35, die in Fig. 7 gezeigt sind, entspricht. HF- und FE-
Verstärker 2 und 3 können gleich den HF- und FE-Verstärkern
36 und 37 sein. Ein FOK-Verstärker 10 zum Eingeben eines HF-
Signals 12 und Ausgeben eines FOK-Signals 14 kann denselben
Aufbau wie die HF-Vergleichseinrichtung 40 haben, jedoch mit
einem unterschiedlichen Einstellwert des Stellwiderstands 42.
In dieser Ausführungsform wird insbesondere die Vorspannung
eines Stellwiderstands (nicht dargestellt) so eingestellt,
daß die Impulse, die sowohl die Oberfläche als auch die
Reflexionsfolie einer optischen Platte erfassen, erzeugt werden
können, wie weiter unten beschrieben wird.
-
Ein FZC-Verstärker 11 zum Eingeben eines FE-Signals 13 und
Ausgeben eines FZC-Signals 15 kann denselben Aufbau wie die
FZC-Vergleichseinrichtung 41 haben und
Vorspannungswiderstände (nicht dargestellt) gleich den Vorspannungswiderständen 43
und 44 aufweisen. Das Servosystem, das eine
Phasenentzerrerschaltung 9, welche das HF-Signal 12 empfängt, einen Schalter
18 und ein Addierglied 19 enthält, wird von einer
Steuereinrichtung 16 gesteuert. Das Addierglied 19 wird über einen
D/A-Wandler 17 zum Umwandeln eines digitalen Wertes in einen
analogen Wert gesteuert. Ein Verstärkungsfaktor einer
Leistungsverstärkeransteuerschaltung 22 wird durch Widerstände
20 und 21 eingestellt. Ein Ausgangssignal der
Ansteuerschaltung 22 wird über einen Widerstand 24 einer
Betätigungseinrichtung 23 zugeführt, die aus einer Fokussierspule besteht.
-
Die Stromdetektorschaltung 31 erfaßt eine Spannung über den
Widerstand 24, die einen vorbestimmten Wert hat, um den durch
die Betätigungseinrichtung 23 fließenden Strom zu erfassen.
Widerstände 25 und 27 sind mit einem invertierenden
Eingangsanschluß (-) einer Vergleichseinrichtung 30 in Reihe
verbunden und Widerstände 26 und 28 sind mit einem nicht
invertierenden Eingangsanschluß (+) derselben in Reihe verbunden, mit
welchem ebenfalls ein Widerstand 33 verbunden ist. Um
Hochfrequenzkomponenten, wie z. B. Rauschen, nicht, zu verstärken,
ist ein Kondensator 29 zwischen den gemeinsamen
Verbindungspunkt der Widerstände 25 und 27 und den gemeinsamen
Verbindungspunkt der Widerstände 26 und 28 geschaltet.
-
Ein Analogwertausgangssignal der Vergleichseinrichtung 30
wird durch einen A/D-Wandler 32 in einen Digitalwert
umgewandelt, der der Steuereinrichtung 16 zugeführt wird. Die
Steuereinrichtung 16 besteht aus einem Mikrocomputer und
speichert Steuerprogramme, welche in vorbestimmter Reihenfolge,
die weiter unten beschrieben wird, ausgeführt werden. Das HF-
Signal 12 wird einer Signalverarbeitungsschaltung 34
zugeführt, die ein Videosignal einem D/A-Wandler 4 und einer
Anzeigeeinheit 6 zuführt und ein Audiosignal einem D/A-Wandler
5 und über eine Ansteuerschaltung 7 einem Lautsprecher 8
zugeführt.
-
Die in Fig. 1 gezeigte Schaltung zeigt im wesentlichen das
Scharfeinstellungssteuersystem der Vorrichtung für optische
Platten, in welche jede der unterschiedliche Arten von
optischen Platten, die in Fig. 10A bis 10C gezeigt sind, geladen
werden kann.
-
Das Zeitablaufdiagramm in Fig. 2 zeigt die Fokussuche bei
einer optischen Platte mit 0,6 mm Dicke und die Flußdiagramme
in Fig. 4 und 5 zeigen die Vorgehensweise der
Steuereinrichtung 16. Zunächst wird in Schritt S6 die Leistung
eingeschaltet, um einen Laserstrahl auf eine optische Platte
aufzu
strahlen. Anschließend wird in Schritt S7 die Abtastlinse
allmählich zu der Oberfläche der optischen Platte hin bewegt.
-
Wenn eine Scharfeinstellung an der Oberfläche der optischen
Plätte erreicht wird, nimmt das HF-Signal 12 einen höheren
Pegel als ein vorgestellter FOK-Pegel an, so daß ein FOK-
Signal 14 erhalten wird, welches eine Impulsbreite hat, die
der Periode entspricht, während welcher das HF-Signal 12
einen höheren Pegel als der voreingestellte FOK-Pegel annimmt.
Es sei angemerkt, daß die Vorspannung des FOK-Verstärkers 10
so eingestellt wird, daß das FOK-Signal 14 auch dann
ausgegeben wird, wenn die Scharfeinstellung auf der Oberfläche der
optischen Platte erzielt wird.
-
Das Fokusfehlersignal 13 (FE) hat einen S-förmigen Impuls (in
diesem Fall einen umgekehrt S-förmigen Impuls), der von dem
FZC-Verstärker 11 geformt wird, um ein FZC-Signal 15 zu
erhalten, das eine vorbestimmte Impulsbreite und eine
abfallende Flanke am Nulldurchgangspunkt hat. Diese Impulssignale
erfüllen die Bedingung von Schritt S8, daß das FOK-Signal 14
einen Pegel H (hoch) annimmt, und die Bedingung von Schritt
S9, daß das FZC-Signal einen Pegel N (niedrig) annimmt. Im
nächsten Schritt S10 wird der Spulenstrom der
Betätigungseinrichtung 23 abgetastet und gehalten und anschließend
A/Dumgewandelt. In Schritt S11 wird der Spulenstrom 11 in einem
Speicher der Steuereinrichtung 16 gespeichert. In Schritt S12
wird festgestellt, ob der gespeicherte Strom, welcher die
Bedingungen der Schritte S8 und S9 erfüllte, entweder das erste
Mal (Scharfeinstellung an der Oberfläche der optischen
Platte) oder das zweite Mal (Scharfeinstellung an der
Reflexionsfolie) auftritt. Wenn festgestellt wird, daß es das erste Mal
ist, geht der Ablauf zu Schritt S8 zurück.
-
Wenn anschließend die Linse weiterbewegt wird, wird das HF-
Signal 12 mit einem größeren Impuls erhalten, wenn die
Scharfeinstellung an der Reflexionsfolie der optischen Platte
erreicht wird. Dieses HF-Signal 12 wird mit dem FOK-Pegel
verglichen, um das FOK-Signal 14 zu erhalten, das eine
Impulsbreite hat, die der Periode entspricht, während welcher
das HF-Signal 12 einen Pegel annimmt, der höher ist als der
FOK-Pegel. In diesem Fall hat das FE-Signal 13 einen größeren
S-förmigen Impuls und ein FZC-Signal 15 wird erhalten, das
eine vorbestimmte Impulsbreite und eine abfallende Flanke am
Nülldurchgangspunkt hat. Diese Impulssignale erfüllen die
Bedingungen der Schritte S8 und S9 und nach Schritt S10 wird
der Spulenstrom 12 in dem Speicher der Steuereinrichtung 16
in Schritt S11 gespeichert.
-
Da der Spulenstrom i2 für die zweite Scharfeinstellung in
Schritt S12 steht, geht der Ablauf zu Schritt S13 weiter, in
dem ein Stromwert (i2-i1), das heißt eine Stromdifferenz
berechnet wird. Diese Stromdifferenz wird in Schritt S14 mit
einem voreingestellten Bezugswert (in dieser Ausführungsform
wird ein Stromwert, der einer Dicke von 0,9 mm entspricht,
als Bezugswert verwendet) verglichen. Wenn die Stromdifferenz
kleiner ist als der Bezugswert, wird in Schritt S15
festgestellt, daß die optische Platte eine 0,6 mm dicke optische
Platte ist. Wenn die Stromdifferenz größer ist als der
Bezugswert (entsprechend der Dicke von 0,9 mm), wird in Schritt
S16 festgestellt, daß die optische Platte eine 1,2 mm dicke
optische Platte ist. Nach Schritt S15 wird die Abtastlinse
auf einen DVD-Typ (hohe NA) gewechselt, um anschließend den
Ablauf zu beenden.
-
Das Zeitablaufdiagramm in Fig. 3 zeigt die Fokussuche einer
optischen Platte von 1,2 mm Dicke. Auch in diesem Fall wird
der Spulenstrom 11 für die Scharfeinstellung an der
Oberfläche der optischen Platte zum Zeitpunkt t1 erfaßt, und ein
weiterer Spulenstrom 13 für die Scharfeinstellung an der
Reflexionsfolie wird erfaßt. Eine Stromdifferenz (i3-i1) wird
berechnet. Da diese Stromdifferenz größer ist als der
Bezugswert (entsprechend der Dicke von 0,9 mm), geht der Ablauf zu
Schritt S16 und S18 weiter, um die Abtastlinse auf den CD-Typ
(niedrige NA) zu wechseln, um anschließend den Ablauf zu
be
enden.
-
Obgleich der Spulenstrom 13 kleiner ist als das Zweifache des
Spulenstroms 12, ist die Stromdifferenz (13-11) etwa das
Zweifache der Stromdifferenz (12-11). Daher ist es
vorteilhafter, die Stromdifferenz mit dem Bezugswert zu vergleichen,
und die Zuverlässigkeit des Vergleichs in Schritt S14 wird
besser, da eine größere Differenz zwischen den beiden
Stromdifferenzen vorliegt. Wenn ferner ein Absolutwert für den
Vergleich zwischen diesen anstelle der Stromdifferenz
verwendet wird, verändert sich dieser Absolutwert mit der
Montageposition des Drehtellers. In diesem Zusammenhang kann, wenn
die Stromdifferenz verwendet wird, eine Variation des
Spulenstroms, die durch die Variation des Montagezustandes einer
optischen Platte verursacht wird, eliminiert werden.
-
Zum Auswählen einer Abtastlinse in den Schritten S17 und S18
sind eine Vielzahl von Linsen mit unterschiedlichen
numerischen Aperturen NA vorbereitet, um die Scharfeinstellung ohne
jegliche sphärische Aberration zu realisieren. Eine Vielzahl
von Linsen sind in einer Ebene angeordnet und werden so
gesteuert, daß sie um eine Achse gedreht werden um dadurch eine
geeignete auszuwählen.
-
Eine Abtasteinrichtung eines derartigen Zweilinsentyps ist in
Fig. 6 gezeigt. Die in Fig. 6 gezeigte Abtasteinrichtung
hat einen Linsenhalter 70, an dem eine CD-Objektivlinse 78;
eine DVD-Objektivlinse 79, Eisenstücke 71, 72 und 75 und
Spurführungsspulen 73, 74 und 76 montiert sind. Ein
Fokussiermagnet 80 ist ebenfalls zwischen einer Halterung 81 und
dem Linsenhalter 80 montiert und Spurführungsmagnete 77 und
83 sind an der Halterung 81 voneinander beabstandet
befestigt, so daß der Linsenhalter 70 um eine Drehachse 82 frei
drehbar ist. Ein weiteres Eisenstück und eine weitere
Spurführungsspule sind ebenfalls angebracht, obgleich sie in
Fig. 6 nicht dargestellt sind, da sie an der Rückseite des
Spurführungsmagneten 77 angeordnet sind.
-
Während durch die Spurführungsspulen 73, 74 und 76 und
dergleichen kein Strom fließt, sind das Eisenstück 72 und der
Spurführungsmagnet 81 beispielsweise so aufgebaut, daß sie
einander anziehen. Auch wenn nämlich keine Steuerspannung
angelegt wird, ist eine der Linsen 78 und 79 in einer
Normalstellung eingestellt. Bei diesem Aufbau wird zum Umschalten
zwischen den Linsen ein Stoßimpuls während einer kurzen Zeit
an die Spurführungsspule 74 angelegt, um eine Rückstoßkraft
zu erzeugen, die größer ist als die Anziehungskraft zwischen
dem Magneten 81 und dem Eisenstück 72. Der Linsenhalter 70
erhält daher ein Drehmoment und dreht sich dadurch. Nach
einer bestimmten Drehung wird das Eisenstück 71 an den Magnet
81 angezogen und in der Normalstellung fixiert. Auf diese
Weise werden die Linsen 78 und 79, die an dem Linsenhalter 70
befestigt sind, selektiv umgeschaltet. Um die Position der
ursprünglichen Linse wieder herzustellen, wird ein
Rückstoßimpuls mit einer entgegengesetzten Polarität angelegt, um
einen ähnlichen Steuervorgang durchzuführen.
-
In Schritt S17 und S18 wird nur die Umschaltsteuerung
durchgeführt. In diesem Fall können Einrichtungen zum optischen
Anzeigen, welche optische Platte ausgewählt wurde, vorgesehen
sein.
-
In der Stromdetektorschaltung 31 gemäß dieser Ausführungsform
ist der Widerstand 24 mit der Betätigungseinrichtung 23 in
Reihe geschaltet, um den durch die Betätigungseinrichtung 23
fließenden Strom durch Erfassen der Spannung über den
Widerstand 24, der einen vermutlich konstanten Widerstand hat, zu
messen. Dieser Spannungswert wird über den A/D-Wandler 32 der
Steuereinrichtung 16 zugeführt, welche den Spannungswert in
den Stromwert umwandelt. Da der Spannungswert proportional zu
dem Stromwert ist, kann der Spannungswert selbst für den
Vergleich verwendet werden. Die in Fig. 1 gezeigte
Stromdetektorschaltung 31 dient nur der Erläuterung und kann bekannte
Einrichtungen zum direkten Erfassen eines Stromes nutzen.
-
Wie vörstehend beschrieben kann die Linse unmittelbar ersetzt
werden; so daß die zum Lesen der tatsächlichen Daten
erforderliche Zeit verkürzt werden kann, da es möglich wird,
zwischen den optischen Platten während der Fokussuche zu
unterscheiden.
-
Gemäß der Vorrichtung für optische Platten gemäß dieser
Ausführungsform wird wie vorstehend beschrieben eine
Stromdifferenz, die während der Scharfeinstellung auf die Oberfläche
und die Reflexionsfolie einer optischen Platte erhalten wird,
zur Unterscheidung zwischen optischen Platten verwendet.
Daher ist die Unterscheidungszuverlässigkeit sehr hoch und alle
vorstehend beschriebenen Punkte können gelöst werden.
-
stimmung mit dem Fokussignal;
-
eine Subtrahiereinrichtung (16) zum Berechnen einer Differenz
(i2-i1 oder i3-i1) des zweiten Meßwertes von dem ersten
Meßwert; und
-
eine Identifiziereinrichtung (16) zum Identifizieren der Art
der optischen Platte durch Vergleichen der berechneten
Differenz mit einem Bezugswert.
-
2. Vorrichtung für optische Platten nach Anspruch 1, ferner
enthaltend eine Einrichtung (16) zum Auswählen der
Abtastlinse, die für die Art der optischen Platte geeignet ist, die
durch die Identifiziereinrichtung identifiziert wurde.