DE69701625T2 - Schnurloses zeitduplextelefon mit verbesserter hörgerätekompatibilität - Google Patents
Schnurloses zeitduplextelefon mit verbesserter hörgerätekompatibilitätInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein drahtloses Zeitduplex-Telefon, das eine Magnetkopplung zwischen dem drahtlosen Telefon und Hörgeräten reduziert.
- Drahtlose Zeitduplex-Telefone werden auf der ganzen Welt verwendet und werden in zellularen Systemen, wie beispielsweise dem europäischen GSM-System, dem IS54-System der Vereinigten Staaten und dem japanischen PDC-System verwendet. Drahtlose Zeitduplex-Telefone sind drahtlose Telefone, die Sprache mit einem Sender intermittierend senden und Sprache mit einem Empfänger empfangen. Der Sender arbeitet für einen kurzen Zeitschlitz in einer sich wiederholenden Frame-Periode, um Sprache zu einer Basisstation zu senden, abwechselnd mit dem Empfänger, der in einem anderen kurzen Zeitschlitz arbeitet, um Sprache von der Basisstation zu empfangen. Drahtlose Zeitduplex-Telefone sind diesbezüglich vorteilhaft, daß sie kein gleichzeitiges Senden und Empfangen erfordern, was zuläßt, daß die Kosten reduziert werden, und was eine längere Lebensdauer der Batterie ergibt.
- Ein Problem bei drahtlosen Zeitduplex-Telefonen besteht darin, daß der Sender einen höheren Strom von der Batterie als der Empfänger verbraucht. Dies führt dazu, daß der von der Batterie gezogene Strom mit der Frame-Wiederholungsrate zyklisch ist. Der zyklische Strom erzeugt ein wechselndes Sende-Magnetfeld, das bei bestimmten Typen von Hörgeräten zu einer Magnetkopplung führen kann. Die Magnetkopplung, die zwischen einem drahtlosen Telefon und bestimmten Hörgeräten auftreten kann, kann Rauschen oder Brummen in dem Hörgerät erzeugen, was eine Anwendung des drahtlosen Telefons weniger als optimal werden läßt.
- Es wird ein drahtloses Telefon benötigt, das eine Magnetkopplung und ein Brummen reduzieren wird, die in bestimmten Hörgeräten erzeugt werden, wenn eine Person mit einem Hörgerät das drahtlose Telefon verwendet. Nicht zugehörige Bereiche des Standes der Technik, die auf einer Magnetkopplung und Techniken zum Reduzieren einer Magnetkopplung gerichtet sind, sind "Brummkompensation" genannt worden. Beispielsweise konnte bei bestimmten Typen von alten Radiogeräten bzw. Funkgeräten, die durch eine Wechselstromversorgung betrieben wurden, ein Brummen mit dem Ein- bzw. Zweifachen der Versorgungsfrequenz auf eine Anzahl von Arten entstehen.
- Eine besondere Quelle eines Brummens war eine Verwendung eines Lautsprechers mit einem Elektromagneten anstelle eines Permanentmagneten. Die Spulen des Elektromagneten dienten einem zweifachen Zweck und stellten auch eine Glättungsinduktanz für die Hauptversorgungs-Gleichrichter zur Verfügung. Beim Entfernen einer Versorgungswelligkeit von der Versorgung verursachte der Elektromagnet des Lautsprechers ein Wechselstromfeld mit der Welligkeitsfrequenz, die eine Brummkomponente in die Ankerspule des Lautsprechers induzierte. Um dies zu entfernen, war es bekannte Praxis, eine Hilfswicklung um die Spule des Elektromagneten vorzusehen, um eine Probe des Welligkeitssignals durch eine Transformatorhandlung zu erhalten. Diese wurde dann gegenphasig zur Ankerspule des Lautsprechers in Reihe geschaltet hinzugefügt, um ein Brummen auszulöschen. Die zusätzliche Wicklung war als "Brummkompensationsspule" bekannt und funktionierte zum Auslöschen einer zum Lautsprecher zugeführten internen Spannung.
- Eine weitere Quelle eines Brummens, das durch eine als "Brummkompensation" bekannte Technik reduziert wurde, trat auf, wenn direkt erhitzte Fadenröhren mit einer Wechselstrom- Fadenversorgung verbunden wurden. Wenn ein Ende des Fadens geerdet wäre und das andere mit einer Wechselstrom- Fadenversorgung verbunden wäre, dann würde ein Teil des Fadens, der auch die Kathode war, eine Horizontalfrequenzspannung relativ zum Steuergitter haben. Diese Horizontalfrequenzspannung verursachte Anodenstromschwankungen bei der Horizontalfrequenz und daher ein Brummen im Lautsprecher. Ein Verfahren, um dies zu vermeiden, bestand im Verwenden eines Heiztransformators mit Mittelabgriff, so daß ein Ende des Fadens verglichen mit dem anderen mit einer gegenphasigen Horizontalfrequenzkomponente erregt wurde. Wenn der Röhrenfaden symmetrisch aufgebaut war, wurde ein Horizontalfrequenzbrummen dadurch reduziert. Diese Anordnung wurde manchmal durch Verwenden eines einstellbaren Potentiometers über der Heiztransformatorwicklung verbessert, um eine einstellbare Mittelabgriffs-Verbindung zur Erde zu liefern. Die Abgriffsposition konnte dann eingestellt werden, um eine verbesserte Auslöschung zur Verfügung zu stellen, und zwar nicht nur von dem durch den Faden induzierten Brummen, sondern auch von anderen Quellen eines Horizontal- bzw. Sendefrequenz-Brummens. Das Verfahren zum Einstellen der Abgriffsposition war als "Kompensieren des Brummens" bekannt.
- In jüngerer Zeit ist ein adaptives Brummkompensieren in bezug auf bestimmte Musikinstrumentenverstärker geschaffen worden. Elektrische Gitarren sind normalerweise durch lange Leitungen mit schweren Hochleistungsverstärkern gekoppelt, um dem Künstler Bewegungsfreiheit zu geben. Die langen Leitungen sind eine potentielle Quelle einer Brummaufnahme. Bei bestimmten Konstruktionen kann der Verstärker eine Einrichtung zum Injizieren eines variablen Betrags einer Horizontalfrequenz oder einer Welligkeit oder ihrer Harmonischen enthalten, um das Brummen auszulöschen. Dies kann dann, wenn keine Musik gespielt wird, durch manuelles Initiieren der "Brummkompensations"-Operation durchgeführt werden.
- Ein weiterer Typ einer Brummkompensation ist ein Verfahren zum Entfernen unerwünschter langzeitiger sich wiederholender Komponenten von einem Audiosystem, die auf eine Horizontalfrequenz bezogen sind. Ein Triggertakt wird aus Nulldurchgängen einer Leitungsversorgungsspannung erzeugt, und er synchronisiert die Abtastung des Audioausgangs in einen Digitalsignalprozessor-(DSP)-Speicher. Der DSP akkumuliert gleiche Abtastungen von einer Horizontalperiode zur nächsten, um ein Bild der horizontalfrequenzbezogenen Interferenzwellenform zu bilden. Andere, erwünschte Signalkomponenten, die im allgemeinen nicht mit der Horizontalfrequenz korrelieren würden, werden aus diesem Prozeß herausgemittelt, so daß nur die Interferenzwellenform erhalten wird, die dann von der Audioausgabe subtrahiert wird. Wenn das Verfahren alle sich wiederholenden Komponenten erfolgreich entfernt, hört die Löschwellenform auf zu akkumulieren, und eine Konvergenz ist aufgetreten.
- Das drahtlose Telefon der vorliegenden Erfindung ist für Leute mit Hörgeräten entwickelt. Das drahtlose Telefon enthält eine Batterie, eine Funkverbindung und eine Brummkompensationsspule. Die Funkverbindung ist mit der Batterie verbunden und hat einen Sendebetrieb, in welchem Sendesignale gesendet werden, und einen Empfangsbetrieb, in welchem Empfangssignale empfangen werden. Die Funkverbindung wird intermittierend zwischen dem Sendebetrieb und dem Empfangsbetrieb umgeschaltet. Die Funkverbindung erzeugt ein Sende-Magnetfeld, wenn die Funkverbindung Sendesignale sendet. Eine Brummkompensationsspule ist in der Funkverbindung angeschlossen, um ein Lösch-Magnetfeld zu erzeugen, das direkt proportional zum Sende-Magnetfeld und gegenphasig zum Sende-Magnetfeld ist. Das Lösch-Magnetfeld löscht wenigstens teilweise das Sende-Magnetfeld und reduziert eine Magnetkopplung zwischen dem drahtlosen Telefon und einem Hörgerät, das in Verbindung mit dem drahtlosen Telefon verwendet wird.
- Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein drahtloses Zeitduplex-Telefon zu schaffen, das eine Brummaufnahme in einem Hörgerät während einer Verwendung des drahtlosen Telefons reduziert.
- Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Brummkompensationsspule zum Erzeugen eines Lösch- Magnetfelds zu schaffen, das direkt proportional zu dem Magnetfeld ist, das durch die Funkverbindung des drahtlosen Telefons während eines Betriebs erzeugt wird.
- Fig. 1 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm eines drahtlosen Telefons eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
- Fig. 2 ist eine schematische Seitenansicht eines drahtlosen Telefons des bevorzugten Ausführungsbeispiels, die die physikalische Stelle von Komponenten im drahtlosen Telefon zeigt.
- Fig. 3a ist ein elektrisches Schema, das die Brummkompensationsspule zwischen dem Leistungsverstärker und der Batterie angeschlossen gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zeigt.
- Fig. 3b ist ein elektrisches Ersatzschaltbild, das die zwischen der Batterie und dem Leistungsverstärker angeschlossene Brummkompensationsspule gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zeigt.
- Fig. 4 ist ein vereinfachtes Blockdiagramm eines drahtlosen Telefons eines alternativen Ausführungsbeispiels.
- Gemäß den Zeichnungen ist ein drahtloses Zeitduplex-Telefon gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt und mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet.
- Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das drahtlose Telefon 10 ein Telefon vom Typ, der in einem zellularen TDMA- System betrieben wird, wie beispielsweise dem europäischen GSM-System, dem IS54-System der Vereinigten Staaten und dem japanischen PDC-System. Das drahtlose Telefon 10 ist ein Zeitduplex-Telefon, das während verschiedener Zeitschlitze auf herkömmliche Weise Signale von einer Basisstation empfängt und Signale zur Basisstation sendet. Die vorliegende Erfindung ist auf ein drahtloses Zeitduplex-Telefon 10 gerichtet, das daran angepaßt worden ist, eine Magnetkopplung zwischen dem drahtlosen Telefon 10 und einem Hörgerät oder einem anderen elektronischen Gerät, das an einer Stelle nahe dem drahtlosen Telefon 10 angeordnet ist, zu reduzieren. Die vorliegende Erfindung ist auf irgendein drahtloses Zeitduplex-Telefon anwendbar, das zu verschiedenen Zeiten sendet und empfängt. Demgemäß kann das drahtlose Zeitduplex- Telefon 10 der vorliegenden Erfindung bei verschiedenen zellularen Zeitvielfachzugriffs-(TDMA)- und Codemultiplex- Vielfachzugriffs-(CDMA)-Systemen verwendet werden.
- Wie es in Fig. 1 gezeigt ist, enthält das drahtlose Telefon 10 allgemein eine Funkverbindung 12, eine Brummkompensationsspule 14, eine Leistungsversorgung oder eine Batterie 16 und verschiedene Telefonkomponenten, wie beispielsweise eine Hörmuschel 18, ein Mikrofon 20, ein Tastenfeld 22 und eine Anzeige 24. Die Funkverbindung 12 ist eine herkömmliche Funkverbindung, die für ein intermittierendes Empfangen und Senden durch Betätigen eines Sende/Empfangs-(T/R)-Schalters 26 von einer Steuerung 28 sorgt, die eine Steuerschaltung enthält. Der T/R-Schalter 26 verbindet abwechselnd eine Antenne 30 mit einem Empfänger 32, um das drahtlose Telefon 10 zu einem Empfangsbetrieb zu schalten, und mit einem Sender 34, um das drahtlose Telefon 10 zu einem Sendebetrieb zu schalten.
- Die gesamte aktive Schaltung in der Funkverbindung 12 ist in einen Empfänger 32, der intermittierend arbeitet, einen Sender 34, der intermittierend arbeitet und eine mehr oder weniger kontinuierlich aktive Steuerung 28 aufgeteilt gezeigt. Der Empfänger 32, der Sender 34 und die Steuerung 28 enthalten jeweils einen herkömmlichen Empfänger, einen herkömmlichen Sender und herkömmliche Steuerschaltungen. Diese in Fig. 1 gezeigte Aufteilung soll nicht bedeuten, irgendeine bestimmte physikalische Aufteilung zu implizieren, sondern eher eine funktionale Aufteilung. Nichtsdestoweniger ist es normal, daß die Senderschaltungen des Senders 34, die die höchsten intermittierenden Ströme verbrauchen, die von der Batterie 16 zu ziehen sind, in einem physikalisch anderen Bauteil oder einem Leistungsverstärker-(PA)-Chip enthalten sind. Der PA-Chip ist normalerweise direkt mit der Batterie 16 verbunden, um den Spannungsabfall oder Verluste zu vermeiden, der bzw. die zu jeder Umschalt- oder Regulierschaltung gehört bzw. gehören. Der Sender 32 ist, auf herkömmliche Weise aufgebaut, um gesperrt zu werden, wenn der T/R-Schalter 26 umgeschaltet wird, um die Antenne 30 mit der Empfängerschaltung 32 zu verbinden. Der Sender 32 wird durch Entfernen eines Vorspannungssignals oder des Funkfrequenz- Treibersignals gesperrt, woraufhin er aufhört, Strom zu verbrauchen, obwohl er mit der Batterie 16 verbunden bleibt.
- Der Sender 34, der Empfänger 32 und die Steuerung 28 sind mit der Batterie 16 durch einen Versorgungspfad 36 verbunden. Der Versorgungspfad 36 ist durch Leiterstreifen innerhalb einer Leiterplatte ausgebildet, die von der positiven Leitung 16a der Batterie 16 zur Funkverbindung 12 führen. Der Batterie- Strompfad 36 ist in Fig. 1 derart schematisch gezeigt, daß er einen Empfängerpfad 36a, einen Steuerpfad 36b und einen Senderpfad 36c enthält. Niedrige Ströme fließen durch den Empfängerpfad 36a zum Empfänger 32 und durch den Steuerpfad 36b zur Steuerung 28. Diese niedrigen Ströme induzieren typischerweise kein Magnetfeld, das eine problematische Kopplung zu Hörgeräten verursachen könnte.
- Durch den Sender 34 fließen hohe Ströme. Der Senderstrom von der Batterie 16 fließt zum Sender 34 in einer Schleife, die durch den Senderpfad 36c und einen Erdungspfad 36d gebildet wird. Der Erdungspfad 36d erstreckt sich vom negativen Anschluß 16b der Batterie 16 zum Erdungsanschluß 34b des Senders 34.
- Der Senderstrom fließt in einer Schleife während eines Sendens, was ein Sende-Magnetfeld erzeugt. Je größer der Bereich der Schleife ist, um so größer wird das Magnetfeld bei einem gegebenen Abstand vom drahtlosen Telefon 10 sein. Der tatsächliche physikalische Pfad, der durch den Senderstrom genommen wird, der von der Batterie 16 zum Sender 34 fließt, kann sehr kompliziert sein und ist normalerweise nicht derart aufgebaut, daß er von einer bestimmten Form ist. Es sind Versuche in bezug auf den Aufbau durchgeführt worden, um einen Bereich der Stromschleife um die Leiterkarte zu minimieren, durch welche der Senderstrom fließt, aber das große physikalische Ausmaß der Batterie kann das Batteriefeld dann dominieren lassen.
- Die Brummkompensationsspule 14 ist beim bevorzugten Ausführungsbeispiel im Senderpfad 36c derart angeschlossen, daß sie einen Bruchteil des Senderstroms umgeht und ein Lösch-Magnetfeld erzeugt. Die Brummkompensationsspule 14 erzeugt ein Lösch-Magnetfeld, das direkt proportional zum Senderstrom ist und das gegenphasig zum Sende-Magnetfeld ist. Wie es nachfolgend detaillierter diskutiert wird, erzeugt die Brummkompensationsspule 14 ein Lösch-Magnetfeld, das wenigstens teilweise das Sende-Magnetfeld löscht, um eine Kopplung zwischen dem drahtlosen Telefon. 10 und anderen elektronischen Geräten, wie beispielsweise Hörgeräten, zu reduzieren.
- In Fig. 2 ist das drahtlose Telefon 10 schematisch gezeigt. Eine entfernbare aufladbare Batterie 16 ist an der Rückseite des drahtlosen Telefons 10 angebracht, und die Hörmuschel 18 ist an der Vorderseite angeschlossen. Die Batterie 16 und die Hörmuschel 18 sind mit einer Leiterplatte 40 elektrisch verbunden. Ein Sender-Leistungsverstärker 42 (PA), der Senderschaltungen des Senders 34 enthält, liegt am oberen Ende des drahtlosen Telefons 10 in so naher Nähe zur Antenne 30 wie möglich, um RF-Verluste zu minimieren, und die Batterieanschlüsse 16a und 16b liegen am unteren Ende. Der Senderstrom muß daher von einem Ende des drahtlosen Telefons 10 deutlich zum anderen Ende durch einen Pfad laufen, der beim Stand der Technik großenteils eine zufällige Form hatte.
- Der Brummkompensationspfad 14a verbindet den positiven Batterieanschluß 16a von einer Stelle nahe dem Batterieanschluß 16a auf der Leiterkarte 40 mit einer anderen Stelle im Senderpfad 36c auf der Leiterkarte 40 nahe dem Sender-Leistungsverstärker 42. Der Brummkompensationspfad 14a verbindet diese Brummkompensationsspule 14 im Senderpfad 36c so, daß ein Teil des Senderstroms durch die Brummkompensationsspule 14 fließen wird, wenn der Sender 34 aktiviert wird. Die Brummkompensationsspule 14 ist im drahtlosen Telefon 10 an einer Stelle angeordnet, die die Brummkompensationsspule 14 allgemein benachbart zu einem Hörgerät anordnen wird, wenn das drahtlose Telefon 10 während einer Verwendung an ein Ohr einer Person gehalten wird. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel umgibt die Brummkompensationsspule 14 die Hörmuschel 18 kreisförmig und ist in einen oberen Vorderteil des drahtlosen Telefons 10 angeordnet. Dies resultiert darin, daß die Brummkompensationsspule ein Lösch-Magnetfeld an einer Stelle nahe der Hörmuschel 18 erzeugt, wo ein Hörgerät angeordnet sein wird, wenn das drahtlose Telefon IO nahe an ein Ohr einer Person gehalten wird. Demgemäß sorgt die Brummkompensationsspule 14 für eine größte Kopplung in dem Bereich, wo das Hörgerät während einer Verwendung des drahtlosen Telefons 10 angeordnet sein wird.
- Die Dimensionen, die Empfindlichkeit, die Orientierung und die Anzahl von Wicklungen der Brummkompensationsspule 14 müssen natürlich durch Experimentieren unter Verwendung eines bestimmten Aufbaus eines drahtlosen Telefons 10 bestimmt werden, um ein Lösch-Magnetfeld zu erzeugen, das das Sende- Magnetfeld effektiv löscht. Die Brummkompensationsspule 14 ist nicht notwendigerweise genauso orientiert oder angeordnet, wie es in Fig. 2 gezeichnet ist, welche nur die Bedeutung hat, daß sie illustrativ für das Prinzip eines Anordnens der Brummkompensationsspule 14 ist, so daß sie allgemein während einer Verwendung des drahtlosen Telefons 10 benachbart zum Hörgerät sein wird.
- Die Fig. 3a und 3b zeigen schematische Darstellungen des Senderpfads 36c, der die Batterie 16 mit dem Leistungsverstärker (PA) 42 verbindet. Der Senderpfad 36c für einen Stromfluß zwischen der Batterie 16 und dem Leistungsverstärker 42 wird optional durch Einbauen eine r kleinen zusätzlichen, absichtlichen Leiterbahnlänge oder eines Brummkompensationswiderstands 44 auf der gesamten Leiterplatte 40 erweitert. Der Brümmkompensationswiderstand 44 läßt zu, daß ein ausgewählter kleiner Spannungsabfall auftritt, was zuläßt, daß ein Anteil des Senderstroms durch die Brummkompensationsspule 14 fließt, die parallel zum Senderpfad 36c geschaltet ist, wie es im elektrischen Ersatzschaltbild der Fig. 3b gezeigt ist. Die zusätzliche Leiterbahnlänge, die den Brummkompensationswiderstand 44 bildet, kann optional eine Mäander-Leitung mit lösbaren Verbindungen aufweisen, um eine Einrichtung zum Einstellen des Betrags des Senderstroms zur Verfügung zu stellen, der durch die Brummkompensationsspule 14 umgangen wird.
- Ein Umleiten von nur einem Bruchteil des Senderstroms soll nicht bedeuten, daß es eine Beschränkung der Erfindung auf diesen Betrieb impliziert. In der Tat kann die Brummkompensationsspule 14 einen Bruchteil des gesamten Batteriestroms umgehen, der durch alle Schaltungen verbraucht wird. Zum Umgehen eines Bruchteils des gesamten Batteriestroms wird der Brummkompensationswiderstand 44 im Batteriepfad positioniert, um den gesamten Batteriestrom zu empfangen, und die Brummkompensationsspule wird zum Brummkompensationswiderstand 44 parallelgeschaltet.
- Darüber hinaus ist die erfinderische Einführung einer Brummkompensationsspule 14 zum Reduzieren gestrahlter magnetischer Brummfelder nicht auf eine passive Implementierung beschränkt, wie es in Fig. 2 und in den Fig. 3a und 3b gezeigt ist. Als Alternative könnte die Brummkompensationsspule 14 derart vorgesehen sein, daß sie nur einen kleinen Stromantrieb zum Erzeugen eines Löschfelds erfordern würde. Der Antrieb mit niedrigem Strom könnte beispielsweise durch einen Transistorschalter geliefert werden, der durch das Senderfreigabesignal zum T/R-Schalter aktiviert wird. In dem Fall eines PIN-Diodenschalters könnte der Diodenstrom selbst durch die Brummkompensationsspule fließen, um dadurch eine duale Verwendung desselben Stroms zur Steigerung der Effizienz erhalten. Es ist angenehmer, einen solchen niedrigen Strom in dem Fall, daß eine Einstellung nötig ist, einzustellen, er erzeugt aber auch die Notwendigkeit, ihn proportional zum Stromverbrauch des Leistungsverstärkers 42 einzustellen, um eine Löschung zu erreichen. Dies könnte durch Verwenden eines D-zu-A-Wandlers erreicht werden, um digital vorgespeicherte Stromwerte in Ströme in Relation zu dem ausgewählten Sendeleistungspegel umzuwandeln, oder könnte mittels der Anzeige 24 und des Tastenfelds 22 für den besten Betrieb vom Anwender eingestellt werden.
- Wendet man sich der Fig. 4 zu, ist dort ein drahtloses Telefon 10a gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel gezeigt. Das drahtlose Telefon 10a enthält die Komponenten des in den Fig. 1, 2, 3a & 3b gezeigten drahtlosen Telefons 10. Beim drahtlosen Telefon 10a ist die Brummkompensationsspule 14 jedoch mit einem Stromantrieb 50 verbunden, der Strom durch die Brummkompensationsspule 14 zum Erzeugen des Lösch-Magnetfelds führt. Der Stromantrieb 50 ist einstellbar, um den Strom zu steuern, der durch die Brummkompensationsspule 14 und das entsprechende erzeugte Lösch-Magnetfeld läuft. Der Stromantrieb ist vorzugsweise ein D-zu-A-Wandler. Der D-zu-A-Wandler enthält vorgespeicherte Stromwerte und erzeugt einen ausgewählten Strom, der durch die Brummkompensationsspule 14 zu führen ist, basierend auf dem ausgewählten vorgespeicherten Stromwert.
- Die Steuerung 28 aktiviert einen vorgespeicherten Stromwert im Steuerantrieb 50 und wählt ihn aus, und zwar durch Ausgeben eines Steuersignals zum Stromantrieb 50. Das Steuersignal aktiviert den Stromantrieb 50, wenn der Sender 34 gerade sendet, und zwar beispielsweise durch Verwenden des Senderfreigabesignals. Bei einem Ausführungsbeispiel stellt das Steuersignal auch einen vorgespeicherten Stromwert dar, der dem Stromverbrauch des Senders 34 entspricht. Der Steuerstrom veranlaßt demgemäß, daß der Stromantrieb 50 proportional zum Stromverbrauch des Senders 34 eingestellt wird. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann der zum Stromantrieb 50 ausgegebene vorgespeicherte Stromwert unter Verwendung des Tastenfelds 22 vom Anwender ausgewählt werden, was zuläßt, daß ein Anwender eines drahtlosen Telefons 10a das Lösch-Magnetfeld manuell einstellt.
Claims (11)
1. Drahtloses Telefon (10), das folgendes aufweist:
a) eine Leistungsquelle (16),
b) eine Funkverbindung (12), die mit der
Leistungsquelle (16) verbunden ist und einen Sendebetrieb
hat, in welchem Sendesignale durch einen Sender (34)
gesendet werden, und einen Empfangsbetrieb, in welchem
Empfangssignale durch eine Empfangsschaltung (32)
empfangen werden, wobei die Funkverbindung (12) zwischen
dem Sendebetrieb und dem Empfangsbetrieb intermittierend
umgeschaltet wird, und wobei die Funkverbindung (12) ein
Sende-Magnetfeld erzeugt, wenn die Funkverbindung
Sendesignale sendet; und
c) eine Brummkompensationsspule (14), die mit der
Funkverbindung (12) verbunden ist, zum Erzeugen eines
Lösch-Magnetfelds, das direkt proportional zum Sende-
Magnetfeld ist, um das Sende-Magnetfeld wenigstens
teilweise zu löschen und eine Magnetkopplung zwischen dem
drahtlosen Telefon (10) und in der Nähe angeordneten
elektronischen Geräten zu reduzieren.
2. Drahtloses Telefon nach Anspruch 1, das weiterhin eine
Hörmuschel (18) zum Umwandeln der Empfangssignale in
entsprechende akustische Signale enthält, und wobei die
Brummkompensationsspule (14) nahe der Hörmuschel (18)
angeordnet ist, um das Lösch-Magnetfeld in einem Bereich
zu erzeugen, der nahe der Hörmuschel (18) ist, so daß
eine Magnetkopplung zwischen dem drahtlosen Telefon (10)
und elektronischen Geräten in der Nähe der Hörmuschel
reduziert wird.
3. Drahtloses Telefon nach Anspruch 1, wobei die
Brummkompensationsspule (14) das Lösch-Magnetfeld
gegenphasig zum Sende-Magnetfeld erzeugt.
4. Drahtloses Telefon nach Anspruch 1, das einen
Versorgungspfad (36c) zum Führen eines Versorgungsstroms
von der Leistungsversorgung (16) zum Sender (34) und zum
Empfänger (32) enthält, wobei die Brummkompensationsspule
(14) mit dem Versorgungspfad (36c) verbunden ist, um
einen Bruchteil des Versorgungsstroms während eines
Sendens von Sendesignalen umzuleiten.
5. Drahtloses Telefon nach Anspruch 1, wobei der
Versorgungspfad (36c) einen Senderpfad zum Führen von
Senderstrom von der Leistungsversorgung zum Sender
enthält, wobei die Brummkompensationsspule (14) im
Senderpfad angeschlossen ist, um einen Bruchteil des
Senderstroms zu führen, und wobei der Bruchteil des
Senderstroms, der durch die Brummkompensationsspule (14)
läuft, direkt proportional zum Senderstrom ist, so daß
das Lösch-Magnetfeld direkt proportional zum Sende-
Magnetfeld ist.
6. Drahtloses Telefon nach Anspruch 4, wobei die
Brummkompensationsspule (14) über eine Pfadlänge (44) im
Versorgungspfad mit einem ausgewählten Widerstand
parallelgeschaltet ist.
7. Drahtloses Telefon nach Anspruch 6, wobei der
Widerstandswert der Pfadlänge (44) im Versorgungspfad
einstellbar ist, um den Bruchteil des Versorgungsstroms
einzustellen, der durch die Brummkompensationsspule (14)
läuft.
8. Drahtloses Telefon nach Anspruch 1, das weiterhin einen
Stromantrieb (50) enthält, der die
Brummkompensationsspule (14) mit der Funkverbindung (12)
verbindet, wobei der Stromantrieb (15) Strom durch die
Brummkompensationsspule (14) führt, um das Lösch-
Magnetfeld zu erzeugen.
9. Drahtloses Telefon nach Anspruch 8, wobei der
Stromantrieb (50) einstellbar ist, um den durch den
Stromantrieb ausgegebenen Strom zu steuern.
10. Drahtloses Telefon nach Anspruch 9, das weiterhin eine
Einrichtung zum Einstellen des Stromantriebs (50)
enthält, um einen Strom vom Stromantrieb proportional zum
Strom auszugeben, der durch die Sendeeinrichtung (34)
verbraucht wird.
11. Drahtloses Telefon nach Anspruch 9, wobei der
Stromantrieb (50) in Antwort auf Eingaben auf einem
Tastenfeld (22) vom drahtlosen Telefon (10) einstellbar
ist.
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