DE696514C - Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von Hohlkoerpern mittig zum Kernloch - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von Hohlkoerpern mittig zum KernlochInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B49/00—Measuring or gauging equipment on boring machines for positioning or guiding the drill; Devices for indicating failure of drills during boring; Centering devices for holes to be bored
- B23B49/04—Devices for boring or drilling centre holes in workpieces
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- Drilling And Boring (AREA)
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Description
Es ist bekannt, zum Ausrichten von einendig geschlossenen Hohlkörpern, und zwar
insbesondere solchen mit enger bzw. eingeschnürter Zutrittsöffhung, mittig zum Kerjiloch
diese in ein oder mehrere Futter zu spannen, auszurichten und schließlich Bestimmungsflächen
für 'die spätere Bearbeitung des Außenmantels auszuarbeiten. Nachteilig
ist dabei "die "Abhängigkeit hinsichtlich der Gienauigkeit des Ausrichtungsyorganges von
der Gewissenhaftigkeit 'und Geschicklichkeit des Bedienenden.
Es ist auch bekannt, solche Körper mit
Hilfe eines senkrecht stehenden Zentrierdornes auszurichten. Der Hohlkörper wird dabei auf
diesen Zentrierdom !aufgesetzt und mit diesem in Umdrehung versetzt. Da am auszurichtenden
rohen Hohlkörper leicht 'ungleiche Gewichtsverteilung
vorliegt, ergeben sich an den verschiedenen Stellen des Umfanges verschieden große Kräfte, so daß die Gefahr besteht,
daß sich der Zentrierdorn verbiegt und' damit das Ausrichten sehr ungenau, wenn
nicht gar unmöglich wird. · ~ -
Nach einem- weiteren, noch nicht zum Stand
der Technik gehörenden Vorschlag wird der zu zentrierende, einendig geschlossene Hohl-■
körper zusammen mit einem vorher einge-. führten Zentrierdorn in senkrechter Lage mit
dem geschlossenen Teil nach unten in eine Maschine eingesetzt, an der 'die Berührungsflächen
für .eine spätere Bearbeitung des :
Außenmantels angeärbeitet werden. Das Zentrieren mittig zum Kernloch geschieht dabei
durch eine Reihe von versteülbiaiPein
Klemmplatten auf umständliche Weise, ohne ein stets sicheres Ausrichten mittig zum Kernloch
zu gewährleisten.
; Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß der auszurichtende
Hohlkörper an. dem aus ihm herausragenden Teil des Zentrierdornes mittig zur Achse der
Bearbeitungsflächen am Maschinengestell hängend festgeklemmt wird.
. ■ ■ - - Auf diese Weise wird in außerordentlich
einfacher Weise, lediglich durch Einhängen und Einspannen des aus dem auszurichten;
den Hohlkörper herausragenden freien Endig, S des Zentrierdornes zwangsläufig eine Üb^
leinstimraung' der Achse des Zentrierdorris?;
und damit auch der Achse des Kernloches
mit der der Bearbeitungsflächen ohne weiteres erzielt. Gleichzeitig mit der Verbesserung
ίο der Genauigkeit der Ausrichtung wird der Ausrichtvorgang selbst erheblich beschleunigt,
so daß neben dem bereits angedeuteten technischen Fortschritt: auch noch ein wirt-."
schaftlicheres Arbeiten gewährleistet ist. •15 Die Erfindung betrifft ferner noch eine
Vorrichtung zur Ausführung des geschilderten Ausrichteverfahrens.- Sie besteht in ieiinem
aufrecht stehenden Ständer, an dessen vorgewölbtem freiem Ende eine Festklemmvorso
richtung angebracht ist, mit deren Hilfe das __ freie Zentrierdornende satt umschlossen wird.
Die Festklemmvorrichtung besteht aus einer an Scharnieren o. dgl. auseinanderklappbaren
bzw. verschiebbaren und- zusämmenschließbaren
Büchse, in welche dann das entsprechend geformte Zentrier dornende eingehängt
und festgeklemmt wird.
Es wird also dadurch, daß das aus dem auszurichtenden Hohlkörper .: herausragende
-Zentrierdornende in einer spannkopfartig wirkenden Büchse eingehängt und darin verklemmt wird, zwangsläufig eine Übereinstim-
: mung der Zentrierdornachse mit derjenigen
der Büchse erreicht und damit mit derjenigen Achse, in welcher die Anarbeitung der
Bestimmungsflächen, also beispielsweise das Einbohren eines Körnerloches im Hohlkörperboden,
erfolgt.
Um das Einsetzen bzw. Einhängen des Zentrierdornendes in die Büchse zu erleichtern,
kann diese verhältnismäßig lang und weiter noch mit mindestens einem hinterdrehten
Ringteil versehen sein, und das Zentrierdornende weist dann eine entsprechend angepaßte
Form auf. Das selbsttätige Ausrichten kann auch z. B. durch eine kegelförmige Büchse
erreicht werden, wobei das Zentrierdornende eine entsprechende Kegelform aufweist. Die
Büchse selbst kann mit auswechselbaren .Teilen
versehen sein, die leicht ersetzt werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes /in schematischer
Darstellung gezeigt.
Abb. ι stellt dar die gesamte Vorrichtung mit eingehängtem Zentrierdorn unmittelbar vor dem Einbringen des Körnerloches in den Hohlkörperboden und
Abb. ι stellt dar die gesamte Vorrichtung mit eingehängtem Zentrierdorn unmittelbar vor dem Einbringen des Körnerloches in den Hohlkörperboden und
Abb. 2 einen Teilausschnitt der Abb. 1 in
vergrößertem Maßstab in Vorderansicht mit aufgeklappter Büchse mit einem schematischen
Ausschnitt des freien Zentrierdornendes, das in diese Büchse zum Ausrichten des Hohlkörpers eingesetzt werden soll.
Υ.'Ιη der Zeichnung ist 1 der auf recht stehende
^Ständer, an dessen freiem Ende die Büchse 2
.vorgesehen ist. Diese Büchse stellt das
, eigentliche Ausrichtungsglied dar, und zwar deshalb, weil in diese Büchse 2 der aus dem
Hohlkörper 3 herausragende Teil des Zen- 7<> trierdornes 4 eingehängt und festgeklemmt
wird; Voraussetzung ist, daß die Innenmaße der Büchse mit denjenigen des freien Endes
des Zentrierdornes 4 übereinstimmen. Mit 5 ist die Bohrvorrichtung bezeichnet. Diese;
besteht aus einem mit einer Hohlwelle ausgerüsteten feststehenden Motor 6, wobei, lediglich
die den Bohrer tragende, innerhalb der Hohlwelle liegende Bohrspindel axial verschoben
wird 'und so das Körnerloch im "8o
Boden des Hohlkörpers 3 bohren kann. Die Achse der Bohrvorrichtung 5 stimmt überein
mit derjenigen der Büchse 2. Da in dieser Büchse das freie Ende des Zentrierdornes^
fest umschlossen gehalten wird, ergibt sich damit auch zwangsläufig die Übereinstimmung
der Achse der Büchse 2 mit derjenigen des Zentrierdornes 4, wodurch der
Hohlkörper 3 mittig zum Kernlöch ausgeichtet
ist. .
Die beispielsweise angegebene Art der Ausführung
der Büchse in Form eines -fest-> stehenden halbzylindrischen Teiles und eines
weiteren, an 'diesem mittels Scharnier auf- und zuldappbar angeordneten, ebenfalls halbzylindrischen
Teiles stellt Abb. 2 in vergrößertem Maßstab dat. Mit 2a ist dabei die mit
dem Ständer fest verbundene halbzylindrische Büchsenschale und mit ib die in gleicher
Weise ausgeführte, aber bewegliche andere Büchsenschale dargestellt. Beide Teile sind
durch das Scharnier 7 miteinander verbunden, so daß Teil zb auf 2a geklappt bzw.
auseinandergeklappt werden kann. Sind die beiden Büchsenhälften 2a und ib aufeinander- '°5
geklappt, so "erfolgt das Festhalten beider Teile mit 'Hilfe des um >einen Zapfen 8, der
in Ansätzen 9 des Teiles za sitzt, verschwenkbaren Mutterkopfes to, der auf die Ansätze
11 des Büchsenteiles 2* festgeklemmt wird. >
Im Ausführungsbeispiel weist die Innenform der Büchse einen hinterdrehten Ringteil 12
auf, dem am Zentrierdorn 4 der entsprechend verstärkte Teil 4° entspricht. Die übrigen
Teile am Zentrier dorn 4 entsprechen in ihren «>5
Außenabmessungen bzw. in ihrem Außendurchmesser den übrigen Maßen der Büchse 2.
Beim Ausrichten wird dabei so verfahren, daß der Teil 4« des Zentrierdornes 4 in den
Ringteil 12 der Büchse 2 eingesetzt wird. Auf
diese Weise - hängt der Zentrierdorn sofort frei im Büchsenteil 2". Beim Herumklappen
des Teiles 2b auf ■ ia erfolgt dann nur noch
das eigentliche Verspannen des Zentrierdorlies
4 gegenüber der Büchse 2.
Das Einhängen des Zentrierdornes" 4 zusammeil
mit dem auszurichtenden Hohlkörper erfolgt in-beliebiger .Weise, zweckmäßig
unter Zuhilfenahme .eines Hebezeuges, einer Hebebühne, eines Kranes o. dgl., kann
aber auch, falls es sich nicht um allzu große Teile handelt, von Hand erfolgen. Die Länge
der Büchse 2 hängt von der Größe und Schwere des auszurichtenden Hohlkörpers 3
ab und wird auf alle Fälle so gewählt, daß ein Verecken bei der Anbringung der Bestimmungsfiächen
für die spätere Bearbeitung des Außenmantels der Hohlkörper nicht eintritt. Die Art der Ausführung der Büchsen
ist beliebig und ebenso die Art der Anbringung der, Bestimmungsfläche, so daß die
Erfindung keineswegs auf das geschilderte Ausführungsbeispiel beschränkt sein soll.
Wesentlich bei der Erfindung ist, daß der auszurichtende Hohlkörper 3 im hängenden'
Zustand, also bei freier Bodenfläche, zwangsläufig in einem irgendwie gearteten Fütter
mit der Form, des vorhandenen ■ Zentrierdornendes genau entsprechenden Innenmaßen eingehängt
und verspannt wird, so daß der Hohlkörper zusammen mit dem Zentrierdorn ein in bestimmter Lage festgehaltenes starres Ganzes
ergibt, sich also bei der Anarbeitung der Bestimmungsflächen nicht verlagert.
Im Ausführungsbeispiel ist von auszurichtenden Hohlkörpern ausgegangen worden, bei
welchen, insbesondere wegen der Art der Herstellung des verengten Mundloches, mit nur
einer Bestimmungsfläche, also dem Einbohren eines Körnerloches im Hohlkörperboden, ausgekommen
werden kann. Die Bearbeitung der Außenfläche des Hohlkörpers auf der
Drehbank erfolgt dann in der Weise, daß an dem verengten Mundloch bzw. an der verengten
Zutrittsöffnung ein Krauskopf und in die beim Ausrichten angebrachte Körnerbohrung
die Reitstockspitze eingesetzt wird. :
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Ausrichten eines einendig geschlossenen Hohlkörpers, insbesondere mit enger bzw. eingeschnürtetr Zutrittsöffnung versehenen Hohlkörpers, mittig zum Kernloch auf 'einer Maschine zum Anarbeiten von Bezugsstellen bzw. Flächen für eine spätere Bearbeitung des Außenmantels, bei dem das Werkstück zusammen mit einem vorher eingeführten Zentrierdorn in senkrechter Lage mit dem geschlossenen Teil nach 'unten in die Maschine eingesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Hohlkörper (3) heraussagende Ende des Zentrierdornes (4) mittig zur ideellen Ausrichtungsachse am Maschinengestell hängend festgeklemmt wird. ·,2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r,' dadurch, gekennzeichnet, ■ daß die im vorgewölbten, freien Ende des Maschinenständers angeordnete Festklemmvorrichtung als Klapplager bzw. zusammenschiebbare Büchse mit einer Ausnehmung (12) ausgebildet ist, mit deren Hilfe der entsprechend geformte Endteil (4°) des Zentrierdornes (4) satt umschlossen wird.3. Vorrichtung nach Anspruch 2,. dadurch gekennzeichnet, daß das Klapplager (2) bzw. die zusammenschiebbare Büchse und entsprechend das Dornende an den Berührungsflächen nach unten zu kegelig verjüngt gestaltet ist.Hierzu 1 Blatt-Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938D0078031 DE696514C (de) | 1938-05-17 | 1938-05-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von Hohlkoerpern mittig zum Kernloch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938D0078031 DE696514C (de) | 1938-05-17 | 1938-05-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von Hohlkoerpern mittig zum Kernloch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE696514C true DE696514C (de) | 1940-09-23 |
Family
ID=7062616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938D0078031 Expired DE696514C (de) | 1938-05-17 | 1938-05-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von Hohlkoerpern mittig zum Kernloch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE696514C (de) |
-
1938
- 1938-05-17 DE DE1938D0078031 patent/DE696514C/de not_active Expired
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