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Die
vorliegende Erfindung betrifft flach-ebene Anzeige- bzw. Wiedergabeschirme,
und näherhin sogenannte
Kathodolumineszenzschirme, deren Anode Leuchtstoff- bzw. Lumineszenzelemente
trägt, die
voneinander durch isolierende Zonen getrennt sind und durch Elektronenbeschuss
angeregt werden können.
Dieser Elektronenbeschuss erfordert, dass die Lumineszenzelemente
vorgespannt werden; der Beschuss kann von Mikrospitzen ausgehen, von
Schichten mit einem schwachen Extraktionspotential oder von einer
thermoionischen Quelle.
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Zur
Vereinfachung der vorliegenden Beschreibung werden im folgenden
nur Farb-Bildschirme mit Mikrospitzen in Betracht gezogen, jedoch
wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung in allgemeiner Weise
die verschiedenen vorstehend erwähnten Bildschirmtypen
und Analoges betrifft.
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1 zeigt
den Aufbau eines flach-ebenen Farb-Bildschirms mit Mikrospitzen.
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Ein
derartiger Bildschirm mit Mikrospitzen besteht im wesentlichen aus
einer Kathode 1 mit Mikrospitzen 2 und einem Gitter
bzw. Gate 3, das mit Löchern 4 entsprechend
den Stellen der Mikrospitzen 2 versehen ist. Die Kathode 1 wird
in Ausrichtung mit einer Kathodolumineszenz-Anode 5 angeordnet, von
welcher ein Glassubstrat 6 die Bildschirmoberfläche bildet.
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Das
Arbeits- und Funktionsprinzip und eine spezielle Ausführungsform
eines Bildschirms mit Mikrospitzen sind im einzelnen in der Amerikanischen Patentschrift
4 940 916 des Commissariat à l'Energie Atomique
beschrieben.
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Die
Kathode 1 ist in Spalten organisiert und besteht aus einem
Glassubstrat 10 und darauf angeordneten Kathodenleitern,
die in Maschenform organisiert sind, ausgehend von einer Leiterschicht.
Die Mikrospitzen 2 sind auf einer über den Kathodenleitern abgeschiedenen
Widerstandsschicht 11 angeordnet und jeweils im Inneren
der durch die Kathodenleiter definierten Maschen angeordnet. 1 zeigt
in Teilansicht das Innere einer Masche, wobei die Kathodenleiter
in dieser Figur nicht gezeigt sind. Die Kathode 1 ist dem
Gitter 3 zugeordnet, das in Zeilen oder Reihen organisiert
ist. Der Schnittpunkt einer Zeile des Gitters 3 und einer
Spalte der Kathode 1 definiert ein Pixel.
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Bei
dieser Anordnung findet das zwischen der Kathode 1 und
dem Gitter 3 erzeugte elektrische Feld Anwendung, um Elektronen
au den Mikrospitzen 2 zu extrahieren. Diese Elektronen
werden sodann von Leuchtstoff- bzw. Luminophorelementen 7 der
Anode 5 angezogen, wenn diese geeignet vorgespannt sind.
Im Falle eines Farb-Bildschirms ist die Anode 5 mit alternierenden
Leuchtstoffelement-Streifen 7r, 7g, 7b versehen,
deren jeder jeweils einer Farbe entspricht (Rot, Grün, Blau).
Die Streifen bzw. Bänder
sind voneinander durch ein Isoliermaterial 8 getrennt.
Die Leuchtstoffelemente 7 sind auf Elektroden 9 abgeschieden,
die aus entsprechenden Bandstreifen einer durchsichtigen Leiterschicht,
wie beispielsweise Indium- und Zinn-Oxid (ITO), bestehen. Die Gruppen von
roten, grünen
und blauen Bändern werden
alternativ relativ bezüglich
der Kathode 1 vorgespannt, derart dass die aus den Mikrospitzen 2 eines
Pixels des Kathoden/Gitter-Aggregats extrahierten Elektronen alternierend
zu den gegenüberliegenden
Leuchtstoffelementen 7 jeweils jeder der Farben gelenkt
werden.
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Die
Steuerung der jeweiligen Auswahl des Leuchtstoffs 7 (in 1 der
Leuchtstoff 7g), der durch die von den Mikrospitzen 2 der
Kathode 1 ausgehenden Elektronen bombardiert werden soll,
erfordert die selektive Steuerung der Vorspannung der Leuchtstoffelemente 7 der
Anode 5, jeweils Farbe um Farbe.
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2 veranschaulicht
schematisch eine Anodenstruktur eines herkömmlichen Farb-Bildschirms. Diese
Figur zeigt in Teilansicht auf die Leuchtstoffseite eine nach bekannten
Techniken hergestellte Anode 5. Die auf dem Substrat 6 abgeschiedenen
Bandstreifen 9 von Anodenelektroden sind außerhalb
der Nutzoberfläche
des Bildschirms jeweils für
die Leuchtstoffelemente 7 einer Farbe miteinander verbunden,
zur Anschlussverbindung mit einem (nicht dargestellten) Steuersystem.
Zwei Verbindungsleiterpfade 12 bzw. 13 für die Anodenelektroden 9g und 9b sind
für zwei
der drei Farben von Leuchtstoffelementen ausgeführt (beispielsweise 7g und 7b).
Eine (in
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2 gestrichelt
dargestellte) Isolierschicht 14 ist über dem Verbindungsleiterpfad 13 abgeschieden.
Ein dritter Zwischenverbindungsleiterpfad 15 ist vermittels
von auf der Isolierschicht 14 abgeschiedenen Leitern 16 mit
streifenförmigen
Anodenelektroden 9r verbunden, die für die Leuchtstoffelemente 7r der
dritten Farbe bestimmt sind.
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Im
allgemeinen werden die Reihen bzw. Zeilen des Gitters 3 sequenziell
auf ein Potential in der Größenordnung
von 80 V vorgespannt, während
die Leuchtstoffelemente (beispielsweise 7g in 1), die
angeregt werden sollen, mit einer Spannung in der Größenordnung
von 400 V vorgespannt werden, während
sich die anderen Streifen (beispielsweise 7r und 7b in 1)
auf einem niedrigen Potential oder Potential Null befinden. Die
Spalten der Kathode 1 werden jeweils auf Potentiale gebracht,
die zwischen einem Potential maximaler Emission und einem Potential
fehlender Emission (beispielsweise 0 bzw. 30 V) liegen. Auf diese
Weise wird die Helligkeit bzw. Brillanz einer Farbkomponente sämtlicher
Pixel einer Zeile festgelegt.
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Die
Wahl des Betrags der Vorspannpotentiale steht in Verbindung mit
den Eigenschaften der Leuchtstoffelemente 7 und der Mikrospitzen 2.
Herkömmlicherweise
gibt es unterhalb eines Potentialunterschieds von 50 V zwischen
der Kathode und dem Gitter keine Elektronenemission und die maximale
angewandte Emission entspricht einer Potentialdifferenz von 80 V.
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Die
herkömmliche
Art der Steuerung eines derartigen Farb-Bildschirms besteht in der
Erzeugung mehrerer Bilder je Sekunde, beispielsweise 50 bis 60 Bilder
je Sekunde, d. h. dass man für
die Erzeugung jedes Bildes über
eine Zeitdauer von etwa 20 ms verfügt. Diese Zeitdauer wird als
Einzel- oder Rasterbilddauer bezeichnet (Frame-Dauer).
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Wie
in 3 veranschaulicht, erfolgt im Verlauf dieser Einzelbild-
oder Frame-Dauer sequenziell die Bildung von drei jeweils einer
Farbe entsprechenden Sub-Bildern. Das heißt, dass die Bandstreifen R, G,
B sequenziellaufeinanderfolgend während der jeweiligen Dauer
der Farb-Sub-Bilder Tr, Tg und Tb auf erhöhte Potentiale gebracht werden,
zur selektiven Aktivierung. Herkömmlicherweise
folgen diese Farb-Sub-Einzelbilder ohne Unterbrechung oder sind durch
sehr kurze Zeitintervalle voneinander getrennt, während welcher
die Zeilen/Spalten inaktiv sind.
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Wie 4 veranschaulicht,
werden im Verlauf jedes der Farb-Sub-Einzelbilder die Zeilen L1
. . . Li – 1,
Li, Li + 1 .. . Ln sequenziell-aufeinanderfolgend auf ein hohes
Potential gebracht, derart dass sämtliche Pixel der entsprechenden
Zeile zu einem gegebenen Zeitpunkt angeregt werden können. Während der
Dauer der Vorspannung einer Zeile werden die Leiter der Kathodenspalten
auf geeignete Potentiale gebracht, welche den entsprechenden Pixeln
die gewünschte
Lichtintensität
verleihen.
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Ein
Nachteil dieses flach-ebenen Bildschirmtyps tritt auf, wenn man
wenigstens in einer Zone eines Bildes während einer verhältnismäßig langen Dauer,
die von einigen Sekunden bis zu einigen Minuten gehen kann, eine
gleichförmige
Farbe entsprechend einer der drei Grundfarben anzeigen bzw. wiedergeben
möchte.
Hierfür
wird die entsprechende Zone des Bildschirms jeweils nur während eines Sub-Frames
je drei Sub-Frames vorgespannt. Man stellt nun fest, dass nach einer
bestimmten Zeit die Farbe sich verändert. Dieses Phänomen wird
hier als Farbdrift bezeichnet. In der Praxis bedeutet das, dass wenigstens
einer der Leuchtstoffmaterialstreifen benachbart den vorgespannten
Streifen eine Lumineszenz zu zeigen beginnt.
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Der
Ursprung dieses Phänomens
ist noch nicht voll aufgeklärt.
Man meint gegenwärtig,
dass es auf die Tatsache zurückzuführen ist,
dass Elektronen sich auf den Isolierzonen 8 zwischen Leuchtstoffmaterialstreifen
ansammeln und eine Leitung zu den benachbarten Bandstreifen hervorrufen.
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Zur
Vermeidung dieses Phänomens
hat man im bekannten Stand der Technik verschiedene Techniken vorgeschlagen,
von denen eine darin besteht, dass man die jeweilige Vorspannung
der Anodenstreifen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Farb-Sub-Einzelbildern
durch kurze Zeitintervalle voneinander trennt und einen negativen
Spannungsimpuls auf die eben zuvor vorgespannte Anode gibt, bevor
die nächstfolgende
Anode zu ihrer Anregung positiv vorgespannt wird.
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Jedoch
hat diese Vorgehensweise, welche zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich
der Unterdrückung
des Phänomens
der Farbdrift erbringt, den Nachteil, dass sie in der Ausführung verhältnismäßig komplex
ist, da sie die Zufuhr der Anoden-Speisespannungen kompliziert,
bei denen es sich um Spannungen von hohem Betrag handelt (einige
hundert Volt), und dass sie die Helligkeit bzw. Brillanz des Bildschirms
beeinträchtigt.
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Auch
kommt es in monochromen Bildschirmen häufig zu Spannungsdurchschlägen nach
einer langen Betriebsdauer.
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Somit
sieht die vorliegende Erfindung eine neue Lösung für das vorstehend erwähnte Problem der
Farbdrift vor.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
derarti gen Verfahrens, das auch die Probleme der Spannungsdurchbrüche bei Farb-Bildschirmen
oder bei monochromen Bildschirmen löst.
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Zur
Erreichung dieser Ziele sieht die vorliegende Erfindung vor die
Schaffung eines Verfahrens zur Steuerung eines Kathodolumineszenz-Bildschirms,
das darin besteht, dass man Regenerierungsphasen vorsieht, während welchen
wenigstens ein Teil der Anoden sich auf niedrigem Potential befindet
und die entsprechenden Kathoden in einen Emissionszustand vorgespannt
sind.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist der Bildschirm ein Farb-Bildschirm mit Mikrospitzen und sind
die Regenerierungsphasen zwischen den Betriebsphasen zwischengeschaltet,
wobei während
dieser Regenerierungsphasen sämtliche
Anoden sich auf niedrigem Potential befinden und die Mikrospitzen
und die Gitter in einen Emissionszustand vorgespannt sind.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist der Bildschirm ein Farb-Bildschirm mit Mikrospitzen und ist
jede Anode jeweils in zwei gesondert adressierbare Teile unterteilt,
wobei die Regenerationsphasen jeweils an einem ersten Teil ausgeführt werden,
während
sich ein Bild an einem anderen Teil im Aufbau befindet, wobei während einer
Regenerationsphase der erste Anodenteil sich auf dem genannten niedrigen
Potential befindet und die Mikrospitzen und gegenüberstehenden
Gitter bzw. Gates in den genannten Emissionszustand vorgespannt sind.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass die genannte Regenerationsphase
jeweils zwischen aufeinanderfolgenden Einzel- bzw. Rasterteilbildern der Bilderzeugung
zwischengeschaltet ist.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass die genannte Regenerationsphase
eine Dauer kleiner als die eines Farb-Sub-Einzelbilds hat.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass während der genannten Regenerationsphase
die Gitter- bzw. Gate-Zeilen aufeinanderfolgend-sequenziell vorgespannt
werden, während
die Kathodenspalten auf ein erhöhtes Emissionspotential
vorgespannt sind.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung werden mehrere Gitter gleichzeitig vorgespannt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung werden die Gitter sequenziellaufeinanderfolgend und
in Überlappung
vorgespannt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist der Bildschirm ein monochromer Bildschirm.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass während der Regenerierungsphasen
die Anoden sich auf niedrigem Potential befinden und keine Elektronen
anziehen. Die entsprechenden Lumineszenzelemente werden daher nicht
angeregt, und demzufolge bleiben die regenerierten Zonen dunkel und
beeinflussen das Bild nicht.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass, da Anoden-Kathoden-Spannungsdurchschläge vermieden
werden, die Anoden-Kathoden-Spannung relativ verglichen mit herkömmlichen
Ausführungen
erhöht
werden kann. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Helligkeit und Leuchtkraft
des Bildschirms.
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Diese
und weitere Ziele, Gegenstände,
Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden in der folgenden, nicht-einschränkenden Beschreibung spezieller
Ausführungsbeispiele
im einzelnen auseinandergesetzt, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungsfiguren;
in diesen zeigen: die bereits beschriebenen 1 bis 4 Darlegungen
des Standes der Technik und der Problemstellung,
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5 eine
Folge von farbigen Teil-Einzel- bzw. Rasterbildern gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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6 und 7 zwei
Varianten von Sequenzen von Zeilensignalen, wie sie gemäß der vorliegenden
Erfindung während
der Regenerationsphasen verwendet werden, sowie
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8 eine
an die Anwendung einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung angepasste Anodenstruktur.
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Aus
Gründen
der Klarheit und Übersichtlichkeit
sind die Darstellungen in den Figuren nicht maßstabsgerecht; dieselben Elemente
sind in den verschiedenen Zeichnungsfiguren mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet.
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Die
Erfindung sieht nach ihrem Grundgedanken die Einfügung von
Regenerierungsphasen in ein Bildanzeige- bzw. -wiedergabeverfahren
vor.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden im Verlauf jeder dieser Regenerierungsphasen
sämtliche
Anodenstreifen auf ein niedriges Potential (bei dem keine Elektronen
angezogen werden) gebracht und die Gitter (Zeilen) sowie die Punkte
(Kathodenspalten) werden in Zustände
vorgespannt, die zu einer erhöhten,
aber nicht notwendigerweise maximalen, Elektronenerzeugung geeignet
sind.
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Diese
Regenerierungsphasen können
zwischen aufeinanderfolgenden Einzel- bzw. Rasterbildern (Frames) vorgesehen
werden, zwischen aufeinanderfolgenden Sub-Einzel- bzw. -Rasterbildern (Sub-Frames),
oder periodisch nach einer bestimmten Anzahl von Einzel- bzw. Rasterbildern
(Frames).
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Angesichts
der üblichen
Konfiguration der Steuerschaltungen für einen Farb-Bildschirm mit
Mikrospitzen erscheint es heute einfacher, vorzusehen, dass eine
Regenerierungsphase am Ende jedes Farb-Einzel- bzw. -Rasterbilds
(Frames) auftritt. Dies wird im folgenden im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform
beschrieben, jedoch ist dies nicht als eine Beschränkung der
vorliegenden Erfindung anzusehen.
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Im übrigen ist
es in jeder Regenerierungsphase angesichts der Struktur der den
Gitterzeilen und den Kathodenspalten zugeordneten Decodierungs-
und Speiseschaltungen (Driver) im allgemeinen in der Praxis nicht
möglich,
gleichzeitig sämtlich Punkte
zu speisen, indem sämtliche
Zeilen auf das hohe Potential von 80 V und sämtliche Kathoden auf das niedrige
Potential nahe 0 V gebracht würden
(die Speiseleistung wäre
hierfür
unzureichend). Daher geht man vorzugsweise während der Regenerierungsphase
mit einer raschen sequenziellen Abtastung sämtlicher Zeilen vor, um sie
aufeinanderfolgend einzeln oder in Gruppen auf das hohe Potential zu
bringen, während
die Kathoden sämtlich
auf dem niedrigen Potential gehalten werden.
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5 veranschaulicht
eine bevorzugte Variante der ersten Ausführungsform der Steuerung einer
Anode eines Farb-Bildschirms mit Mikrospitzen gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Im
Verlauf der Dauer eines Einzel- bzw. Rasterbilds (Frames) T sieht
man wie zuvor Perioden von Farb-Sub-Rasterbildern Tr, Tg, Tb vor,
während
welchen jeweils jeder der Streifen einer Farbe, Rot, Grün, Blau,
sequenziell vorgespannt wird. Man sieht des weiteren eine Totzeit
Td entsprechend einer Phase der vorerwähnten Regenerierung vor. Während dieser
Zeitdauer Td ist keine der drei Gruppen von Anodenstreifen vorgespannt.
Hingegen werden, wie zuvor erläutert,
die Kathoden-Gitter-Gruppen vorgespannt zur Erzeugung einer Elektronenemission.
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Die
Gesamtperiode T von 5 kann mit der Periode T von 3 übereinstimmen,
wobei in diesem Fall die Dauern jeweils jeder der Sub-Raster bilder
(Sub-Frames) Tr, Tg, Tb reduziert werden. Die Dauer Td ist vorzugsweise
kleiner als die Dauer jeder der Perioden von farbigen Sub-Einzel-
bzw. -Rasterbildern (farbigen Sub-Frames), um die Helligkeit des Bildschirms
nicht in merkbarer Weise zu beeinträchtigen, wenn die Anoden-Kathoden-Spannung nicht erhöht wird.
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Während der
Zeitdauer Td sieht man vorzugsweise in der weiter oben beschriebenen
Weise eine Abtastung der Gitterzeilen vor, während die Kathodenzeilen auf
ein Potential hoher Emission vorgespannt bleiben. Diese Abtastung
kann in herkömmlicher
Weise ausgeführt
werden, wie in 4 gezeigt, wobei jeweils sequenziell
aufeinanderfolgend jedes Gitter auf sein hohes Potential vorgespannt
wird.
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Um
diese Phase der Abtastung der Zeilen zu beschleunigen, kann man
entweder, wie in 6 gezeigt, gleichzeitig Gruppen
von Zeilen, beispielsweise drei Zeilen (nicht notwendigerweise nebeneinanderliegende),
auf das hohe Potential bringen, oder, wie 7 zeigt,
die Zeilen in Überlappung
vorspannen. In 7 sind, aus Gründen der
einfacheren Darstellung, die in Überlappung
vorgespannten Zeilen als benachbarte Zeilen dargestellt. In der
Praxis kann man andere Lösungen
wählen.
Selbstverständlich
wird man bei den Strukturen gemäß den 6 und 7 die
Zahl von gleichzeitig vorgespannten Zeilen oder die Zahl von in Überlappung
vorgespannten Zeilen so wählen,
dass dies mit den Möglichkeiten
der Leistungserzeugung der Spalten- und Zeilen-Speiseschaltungen
kompatibel bleibt.
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Der
Grund, wieso die vorliegende Erfindung das Problem der Farbdrift
löst, wird
derzeit von den Erfindern nicht theoretisch erklärt. Jedoch haben Experimente,
welche die Erfinder an festen oder beweglichen Bildern mit Zonen
konstanter Farbe ausgeführt haben,
gezeigt, dass das Phänomen
der Farbdrift durch die vorliegende Erfindung vollständig eliminiert wird.
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Ein
Vorteil der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist, dass man das gesuchte Ergebnis ohne Änderung
der strukturellen Eigenschaften einer Steuervorrichtung für einen
Bildschirm mit Mikrospitzen erzielt. Es genügt, die Programmierung der
Decodierschaltungen für
die Zeilen, die Spalten und die Gruppen von Anodenstreifen zu modifizieren.
Man erkennt auch, dass die Abtastung sehr rasch erfolgen kann und
dass die Totzeit kurz gegenüber
der Dauer der Farb-Einzel- bzw. -Rasterbilder (Frames) und der Farb-Sub-Einzel-
bzw. -Rasterbilder (Sub-Frames) sein kann.
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8 veranschaulicht
eine zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Bei dieser Ausführung ist die Struktur der
Anodenstreifen so abgeändert,
dass jeweils jeder Anodenstreifen in wenigstens zwei unabhängig gesondert
adressierbare (d. h. vorspannbare) Teile unterteilt ist. In dieser Zeichnungsfigur
sind dieselben Bezeichnungen wie in 2 verwendet.
Jeder Anodenstreifen ist jeweils in zwei Teile 9b–9b', 9r–9r', 9g–9g' unterteilt.
Die Teile 9b, 9r und 9g sind jeweils
mit Zwischenverbindungsleitungen 12, 13 und 15 verbunden.
Die Teile 9b', 9r' und 9g' sind jeweils
mit Zwischenverbindungen 12', 13' bzw. 15' verbunden.
Zur Vereinfachung der Erklärungen
wird angenommen, dass die Teilbereiche gleich groß sind und
dass der Bildschirm der Höhe
nach zweigeteilt wird. Während
so die oberen Zeilen des Gitters sequenziell für die Anzeige bzw. Wiedergabe
vorgespannt werden, wird die obere Hälfte (eine Farbe) der Anode
vorgespannt und sodann zur unteren Hälfte übergegangen, um das gewünschte Farb-Sub-Einzel-
bzw. -Rasterbild (Sub-Frame) zu erhalten. Während so eine Hälfte des
Bildschirms für
eine Anzeige/Wiedergabe adressiert (vorgespannt) wird, nimmt man
an der zweiten Hälfte
des Bildschirms eine Regenerierung vor, in der in Verbindung mit
der ersten Ausführungsform
der Erfindung beschriebenen Weise.
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Ein
Vorteil der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist, dass man das gewünschte Ergebnis ohne Totzeit
erreicht, auf Kosten einer einfachen strukturellen Änderung.
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Die
Erfindung eignet sich auch zur Anwendung bei Lumineszenz-Bildschirmen,
deren Anodenpotential normalerweise fixiert ist. Bei derartigen Bildschirmen
kann man ebenfalls eine Regenerierungsphase vorsehen.
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Selbstverständlich ist
die vorliegende Erfindung verschiedenen Abwandlungen und Modifikationen
zugänglich,
die sich für
den Fachmann ergeben. Insbesondere wurde die Erfindung zwar in Verbindung
mit einem Farb-Bildschirm beschrieben, zur Verringerung der Farbabweichung,
jedoch bietet sie gleichermaßen
den Vorteil einer Verringerung von Anoden/Kathoden- oder Anoden/Gitter-Spannungsdurchschlägen. Somit
eignet sie sich auch zur Anwendung bei monochromen Bildschirmen,
bei welchen eine Totzeit zwischen der Wiedergabe von Einzelbildern
(Frames) vorgesehen wird, beispielsweise nach jedem Einzelrasterbild
(Frame).
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Im
Beispielsfall eines monochromen Bildschirms, bei welchem die Dauer
des Einzelbilds (Frames) 10 ms beträgt, die Anodenspannung einen
Betrag von 250 bis 300 V besitzt und die Helligkeit einen Betrag
von 300 bis 400 cd/m2, ist es nicht möglich, die
Anodenspannung ohne Spannungsdurchschläge zu erhöhen. Gemäß der Erfindung wird eine Regenerierungsstufe
von beispielsweise 0,3 ms am Ende jedes Einzelbilds (Frames) vorgesehen.
Die Erfinder haben festgestellt, dass dann die Anodenspannung bis
auf 600 V erhöht
werden kann, ohne dass es zu Spannungsdurchschlägen kommt. Infolgedessen wurde
die Helligkeit bis auf ca. 1000 cd/m2 erhöht.