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DE69636587T2 - Verfahren zum Steuern eines flach-ebenen Anzeige-bzw. Wiedergabe-Bildschirms - Google Patents

Verfahren zum Steuern eines flach-ebenen Anzeige-bzw. Wiedergabe-Bildschirms Download PDF

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DE69636587T2
DE69636587T2 DE69636587T DE69636587T DE69636587T2 DE 69636587 T2 DE69636587 T2 DE 69636587T2 DE 69636587 T DE69636587 T DE 69636587T DE 69636587 T DE69636587 T DE 69636587T DE 69636587 T2 DE69636587 T2 DE 69636587T2
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biased
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regeneration
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Bernard Bancal
Axel Jaeger
Raynald Thevenet
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Commissariat a lEnergie Atomique CEA
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    • G09G3/20Control arrangements or circuits, of interest only in connection with visual indicators other than cathode-ray tubes for presentation of an assembly of a number of characters, e.g. a page, by composing the assembly by combination of individual elements arranged in a matrix no fixed position being assigned to or needed to be assigned to the individual characters or partial characters
    • G09G3/22Control arrangements or circuits, of interest only in connection with visual indicators other than cathode-ray tubes for presentation of an assembly of a number of characters, e.g. a page, by composing the assembly by combination of individual elements arranged in a matrix no fixed position being assigned to or needed to be assigned to the individual characters or partial characters using controlled light sources
    • GPHYSICS
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft flach-ebene Anzeige- bzw. Wiedergabeschirme, und näherhin sogenannte Kathodolumineszenzschirme, deren Anode Leuchtstoff- bzw. Lumineszenzelemente trägt, die voneinander durch isolierende Zonen getrennt sind und durch Elektronenbeschuss angeregt werden können. Dieser Elektronenbeschuss erfordert, dass die Lumineszenzelemente vorgespannt werden; der Beschuss kann von Mikrospitzen ausgehen, von Schichten mit einem schwachen Extraktionspotential oder von einer thermoionischen Quelle.
  • Zur Vereinfachung der vorliegenden Beschreibung werden im folgenden nur Farb-Bildschirme mit Mikrospitzen in Betracht gezogen, jedoch wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung in allgemeiner Weise die verschiedenen vorstehend erwähnten Bildschirmtypen und Analoges betrifft.
  • 1 zeigt den Aufbau eines flach-ebenen Farb-Bildschirms mit Mikrospitzen.
  • Ein derartiger Bildschirm mit Mikrospitzen besteht im wesentlichen aus einer Kathode 1 mit Mikrospitzen 2 und einem Gitter bzw. Gate 3, das mit Löchern 4 entsprechend den Stellen der Mikrospitzen 2 versehen ist. Die Kathode 1 wird in Ausrichtung mit einer Kathodolumineszenz-Anode 5 angeordnet, von welcher ein Glassubstrat 6 die Bildschirmoberfläche bildet.
  • Das Arbeits- und Funktionsprinzip und eine spezielle Ausführungsform eines Bildschirms mit Mikrospitzen sind im einzelnen in der Amerikanischen Patentschrift 4 940 916 des Commissariat à l'Energie Atomique beschrieben.
  • Die Kathode 1 ist in Spalten organisiert und besteht aus einem Glassubstrat 10 und darauf angeordneten Kathodenleitern, die in Maschenform organisiert sind, ausgehend von einer Leiterschicht. Die Mikrospitzen 2 sind auf einer über den Kathodenleitern abgeschiedenen Widerstandsschicht 11 angeordnet und jeweils im Inneren der durch die Kathodenleiter definierten Maschen angeordnet. 1 zeigt in Teilansicht das Innere einer Masche, wobei die Kathodenleiter in dieser Figur nicht gezeigt sind. Die Kathode 1 ist dem Gitter 3 zugeordnet, das in Zeilen oder Reihen organisiert ist. Der Schnittpunkt einer Zeile des Gitters 3 und einer Spalte der Kathode 1 definiert ein Pixel.
  • Bei dieser Anordnung findet das zwischen der Kathode 1 und dem Gitter 3 erzeugte elektrische Feld Anwendung, um Elektronen au den Mikrospitzen 2 zu extrahieren. Diese Elektronen werden sodann von Leuchtstoff- bzw. Luminophorelementen 7 der Anode 5 angezogen, wenn diese geeignet vorgespannt sind. Im Falle eines Farb-Bildschirms ist die Anode 5 mit alternierenden Leuchtstoffelement-Streifen 7r, 7g, 7b versehen, deren jeder jeweils einer Farbe entspricht (Rot, Grün, Blau). Die Streifen bzw. Bänder sind voneinander durch ein Isoliermaterial 8 getrennt. Die Leuchtstoffelemente 7 sind auf Elektroden 9 abgeschieden, die aus entsprechenden Bandstreifen einer durchsichtigen Leiterschicht, wie beispielsweise Indium- und Zinn-Oxid (ITO), bestehen. Die Gruppen von roten, grünen und blauen Bändern werden alternativ relativ bezüglich der Kathode 1 vorgespannt, derart dass die aus den Mikrospitzen 2 eines Pixels des Kathoden/Gitter-Aggregats extrahierten Elektronen alternierend zu den gegenüberliegenden Leuchtstoffelementen 7 jeweils jeder der Farben gelenkt werden.
  • Die Steuerung der jeweiligen Auswahl des Leuchtstoffs 7 (in 1 der Leuchtstoff 7g), der durch die von den Mikrospitzen 2 der Kathode 1 ausgehenden Elektronen bombardiert werden soll, erfordert die selektive Steuerung der Vorspannung der Leuchtstoffelemente 7 der Anode 5, jeweils Farbe um Farbe.
  • 2 veranschaulicht schematisch eine Anodenstruktur eines herkömmlichen Farb-Bildschirms. Diese Figur zeigt in Teilansicht auf die Leuchtstoffseite eine nach bekannten Techniken hergestellte Anode 5. Die auf dem Substrat 6 abgeschiedenen Bandstreifen 9 von Anodenelektroden sind außerhalb der Nutzoberfläche des Bildschirms jeweils für die Leuchtstoffelemente 7 einer Farbe miteinander verbunden, zur Anschlussverbindung mit einem (nicht dargestellten) Steuersystem. Zwei Verbindungsleiterpfade 12 bzw. 13 für die Anodenelektroden 9g und 9b sind für zwei der drei Farben von Leuchtstoffelementen ausgeführt (beispielsweise 7g und 7b). Eine (in
  • 2 gestrichelt dargestellte) Isolierschicht 14 ist über dem Verbindungsleiterpfad 13 abgeschieden. Ein dritter Zwischenverbindungsleiterpfad 15 ist vermittels von auf der Isolierschicht 14 abgeschiedenen Leitern 16 mit streifenförmigen Anodenelektroden 9r verbunden, die für die Leuchtstoffelemente 7r der dritten Farbe bestimmt sind.
  • Im allgemeinen werden die Reihen bzw. Zeilen des Gitters 3 sequenziell auf ein Potential in der Größenordnung von 80 V vorgespannt, während die Leuchtstoffelemente (beispielsweise 7g in 1), die angeregt werden sollen, mit einer Spannung in der Größenordnung von 400 V vorgespannt werden, während sich die anderen Streifen (beispielsweise 7r und 7b in 1) auf einem niedrigen Potential oder Potential Null befinden. Die Spalten der Kathode 1 werden jeweils auf Potentiale gebracht, die zwischen einem Potential maximaler Emission und einem Potential fehlender Emission (beispielsweise 0 bzw. 30 V) liegen. Auf diese Weise wird die Helligkeit bzw. Brillanz einer Farbkomponente sämtlicher Pixel einer Zeile festgelegt.
  • Die Wahl des Betrags der Vorspannpotentiale steht in Verbindung mit den Eigenschaften der Leuchtstoffelemente 7 und der Mikrospitzen 2. Herkömmlicherweise gibt es unterhalb eines Potentialunterschieds von 50 V zwischen der Kathode und dem Gitter keine Elektronenemission und die maximale angewandte Emission entspricht einer Potentialdifferenz von 80 V.
  • Die herkömmliche Art der Steuerung eines derartigen Farb-Bildschirms besteht in der Erzeugung mehrerer Bilder je Sekunde, beispielsweise 50 bis 60 Bilder je Sekunde, d. h. dass man für die Erzeugung jedes Bildes über eine Zeitdauer von etwa 20 ms verfügt. Diese Zeitdauer wird als Einzel- oder Rasterbilddauer bezeichnet (Frame-Dauer).
  • Wie in 3 veranschaulicht, erfolgt im Verlauf dieser Einzelbild- oder Frame-Dauer sequenziell die Bildung von drei jeweils einer Farbe entsprechenden Sub-Bildern. Das heißt, dass die Bandstreifen R, G, B sequenziellaufeinanderfolgend während der jeweiligen Dauer der Farb-Sub-Bilder Tr, Tg und Tb auf erhöhte Potentiale gebracht werden, zur selektiven Aktivierung. Herkömmlicherweise folgen diese Farb-Sub-Einzelbilder ohne Unterbrechung oder sind durch sehr kurze Zeitintervalle voneinander getrennt, während welcher die Zeilen/Spalten inaktiv sind.
  • Wie 4 veranschaulicht, werden im Verlauf jedes der Farb-Sub-Einzelbilder die Zeilen L1 . . . Li – 1, Li, Li + 1 .. . Ln sequenziell-aufeinanderfolgend auf ein hohes Potential gebracht, derart dass sämtliche Pixel der entsprechenden Zeile zu einem gegebenen Zeitpunkt angeregt werden können. Während der Dauer der Vorspannung einer Zeile werden die Leiter der Kathodenspalten auf geeignete Potentiale gebracht, welche den entsprechenden Pixeln die gewünschte Lichtintensität verleihen.
  • Ein Nachteil dieses flach-ebenen Bildschirmtyps tritt auf, wenn man wenigstens in einer Zone eines Bildes während einer verhältnismäßig langen Dauer, die von einigen Sekunden bis zu einigen Minuten gehen kann, eine gleichförmige Farbe entsprechend einer der drei Grundfarben anzeigen bzw. wiedergeben möchte. Hierfür wird die entsprechende Zone des Bildschirms jeweils nur während eines Sub-Frames je drei Sub-Frames vorgespannt. Man stellt nun fest, dass nach einer bestimmten Zeit die Farbe sich verändert. Dieses Phänomen wird hier als Farbdrift bezeichnet. In der Praxis bedeutet das, dass wenigstens einer der Leuchtstoffmaterialstreifen benachbart den vorgespannten Streifen eine Lumineszenz zu zeigen beginnt.
  • Der Ursprung dieses Phänomens ist noch nicht voll aufgeklärt. Man meint gegenwärtig, dass es auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Elektronen sich auf den Isolierzonen 8 zwischen Leuchtstoffmaterialstreifen ansammeln und eine Leitung zu den benachbarten Bandstreifen hervorrufen.
  • Zur Vermeidung dieses Phänomens hat man im bekannten Stand der Technik verschiedene Techniken vorgeschlagen, von denen eine darin besteht, dass man die jeweilige Vorspannung der Anodenstreifen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Farb-Sub-Einzelbildern durch kurze Zeitintervalle voneinander trennt und einen negativen Spannungsimpuls auf die eben zuvor vorgespannte Anode gibt, bevor die nächstfolgende Anode zu ihrer Anregung positiv vorgespannt wird.
  • Jedoch hat diese Vorgehensweise, welche zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich der Unterdrückung des Phänomens der Farbdrift erbringt, den Nachteil, dass sie in der Ausführung verhältnismäßig komplex ist, da sie die Zufuhr der Anoden-Speisespannungen kompliziert, bei denen es sich um Spannungen von hohem Betrag handelt (einige hundert Volt), und dass sie die Helligkeit bzw. Brillanz des Bildschirms beeinträchtigt.
  • Auch kommt es in monochromen Bildschirmen häufig zu Spannungsdurchschlägen nach einer langen Betriebsdauer.
  • Somit sieht die vorliegende Erfindung eine neue Lösung für das vorstehend erwähnte Problem der Farbdrift vor.
  • Ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines derarti gen Verfahrens, das auch die Probleme der Spannungsdurchbrüche bei Farb-Bildschirmen oder bei monochromen Bildschirmen löst.
  • Zur Erreichung dieser Ziele sieht die vorliegende Erfindung vor die Schaffung eines Verfahrens zur Steuerung eines Kathodolumineszenz-Bildschirms, das darin besteht, dass man Regenerierungsphasen vorsieht, während welchen wenigstens ein Teil der Anoden sich auf niedrigem Potential befindet und die entsprechenden Kathoden in einen Emissionszustand vorgespannt sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Bildschirm ein Farb-Bildschirm mit Mikrospitzen und sind die Regenerierungsphasen zwischen den Betriebsphasen zwischengeschaltet, wobei während dieser Regenerierungsphasen sämtliche Anoden sich auf niedrigem Potential befinden und die Mikrospitzen und die Gitter in einen Emissionszustand vorgespannt sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Bildschirm ein Farb-Bildschirm mit Mikrospitzen und ist jede Anode jeweils in zwei gesondert adressierbare Teile unterteilt, wobei die Regenerationsphasen jeweils an einem ersten Teil ausgeführt werden, während sich ein Bild an einem anderen Teil im Aufbau befindet, wobei während einer Regenerationsphase der erste Anodenteil sich auf dem genannten niedrigen Potential befindet und die Mikrospitzen und gegenüberstehenden Gitter bzw. Gates in den genannten Emissionszustand vorgespannt sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die genannte Regenerationsphase jeweils zwischen aufeinanderfolgenden Einzel- bzw. Rasterteilbildern der Bilderzeugung zwischengeschaltet ist.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die genannte Regenerationsphase eine Dauer kleiner als die eines Farb-Sub-Einzelbilds hat.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass während der genannten Regenerationsphase die Gitter- bzw. Gate-Zeilen aufeinanderfolgend-sequenziell vorgespannt werden, während die Kathodenspalten auf ein erhöhtes Emissionspotential vorgespannt sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden mehrere Gitter gleichzeitig vorgespannt.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die Gitter sequenziellaufeinanderfolgend und in Überlappung vorgespannt.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Bildschirm ein monochromer Bildschirm.
  • Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass während der Regenerierungsphasen die Anoden sich auf niedrigem Potential befinden und keine Elektronen anziehen. Die entsprechenden Lumineszenzelemente werden daher nicht angeregt, und demzufolge bleiben die regenerierten Zonen dunkel und beeinflussen das Bild nicht.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass, da Anoden-Kathoden-Spannungsdurchschläge vermieden werden, die Anoden-Kathoden-Spannung relativ verglichen mit herkömmlichen Ausführungen erhöht werden kann. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Helligkeit und Leuchtkraft des Bildschirms.
  • Diese und weitere Ziele, Gegenstände, Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden, nicht-einschränkenden Beschreibung spezieller Ausführungsbeispiele im einzelnen auseinandergesetzt, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungsfiguren; in diesen zeigen: die bereits beschriebenen 1 bis 4 Darlegungen des Standes der Technik und der Problemstellung,
  • 5 eine Folge von farbigen Teil-Einzel- bzw. Rasterbildern gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 6 und 7 zwei Varianten von Sequenzen von Zeilensignalen, wie sie gemäß der vorliegenden Erfindung während der Regenerationsphasen verwendet werden, sowie
  • 8 eine an die Anwendung einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung angepasste Anodenstruktur.
  • Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit sind die Darstellungen in den Figuren nicht maßstabsgerecht; dieselben Elemente sind in den verschiedenen Zeichnungsfiguren mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
  • Die Erfindung sieht nach ihrem Grundgedanken die Einfügung von Regenerierungsphasen in ein Bildanzeige- bzw. -wiedergabeverfahren vor.
  • Gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden im Verlauf jeder dieser Regenerierungsphasen sämtliche Anodenstreifen auf ein niedriges Potential (bei dem keine Elektronen angezogen werden) gebracht und die Gitter (Zeilen) sowie die Punkte (Kathodenspalten) werden in Zustände vorgespannt, die zu einer erhöhten, aber nicht notwendigerweise maximalen, Elektronenerzeugung geeignet sind.
  • Diese Regenerierungsphasen können zwischen aufeinanderfolgenden Einzel- bzw. Rasterbildern (Frames) vorgesehen werden, zwischen aufeinanderfolgenden Sub-Einzel- bzw. -Rasterbildern (Sub-Frames), oder periodisch nach einer bestimmten Anzahl von Einzel- bzw. Rasterbildern (Frames).
  • Angesichts der üblichen Konfiguration der Steuerschaltungen für einen Farb-Bildschirm mit Mikrospitzen erscheint es heute einfacher, vorzusehen, dass eine Regenerierungsphase am Ende jedes Farb-Einzel- bzw. -Rasterbilds (Frames) auftritt. Dies wird im folgenden im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform beschrieben, jedoch ist dies nicht als eine Beschränkung der vorliegenden Erfindung anzusehen.
  • Im übrigen ist es in jeder Regenerierungsphase angesichts der Struktur der den Gitterzeilen und den Kathodenspalten zugeordneten Decodierungs- und Speiseschaltungen (Driver) im allgemeinen in der Praxis nicht möglich, gleichzeitig sämtlich Punkte zu speisen, indem sämtliche Zeilen auf das hohe Potential von 80 V und sämtliche Kathoden auf das niedrige Potential nahe 0 V gebracht würden (die Speiseleistung wäre hierfür unzureichend). Daher geht man vorzugsweise während der Regenerierungsphase mit einer raschen sequenziellen Abtastung sämtlicher Zeilen vor, um sie aufeinanderfolgend einzeln oder in Gruppen auf das hohe Potential zu bringen, während die Kathoden sämtlich auf dem niedrigen Potential gehalten werden.
  • 5 veranschaulicht eine bevorzugte Variante der ersten Ausführungsform der Steuerung einer Anode eines Farb-Bildschirms mit Mikrospitzen gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Im Verlauf der Dauer eines Einzel- bzw. Rasterbilds (Frames) T sieht man wie zuvor Perioden von Farb-Sub-Rasterbildern Tr, Tg, Tb vor, während welchen jeweils jeder der Streifen einer Farbe, Rot, Grün, Blau, sequenziell vorgespannt wird. Man sieht des weiteren eine Totzeit Td entsprechend einer Phase der vorerwähnten Regenerierung vor. Während dieser Zeitdauer Td ist keine der drei Gruppen von Anodenstreifen vorgespannt. Hingegen werden, wie zuvor erläutert, die Kathoden-Gitter-Gruppen vorgespannt zur Erzeugung einer Elektronenemission.
  • Die Gesamtperiode T von 5 kann mit der Periode T von 3 übereinstimmen, wobei in diesem Fall die Dauern jeweils jeder der Sub-Raster bilder (Sub-Frames) Tr, Tg, Tb reduziert werden. Die Dauer Td ist vorzugsweise kleiner als die Dauer jeder der Perioden von farbigen Sub-Einzel- bzw. -Rasterbildern (farbigen Sub-Frames), um die Helligkeit des Bildschirms nicht in merkbarer Weise zu beeinträchtigen, wenn die Anoden-Kathoden-Spannung nicht erhöht wird.
  • Während der Zeitdauer Td sieht man vorzugsweise in der weiter oben beschriebenen Weise eine Abtastung der Gitterzeilen vor, während die Kathodenzeilen auf ein Potential hoher Emission vorgespannt bleiben. Diese Abtastung kann in herkömmlicher Weise ausgeführt werden, wie in 4 gezeigt, wobei jeweils sequenziell aufeinanderfolgend jedes Gitter auf sein hohes Potential vorgespannt wird.
  • Um diese Phase der Abtastung der Zeilen zu beschleunigen, kann man entweder, wie in 6 gezeigt, gleichzeitig Gruppen von Zeilen, beispielsweise drei Zeilen (nicht notwendigerweise nebeneinanderliegende), auf das hohe Potential bringen, oder, wie 7 zeigt, die Zeilen in Überlappung vorspannen. In 7 sind, aus Gründen der einfacheren Darstellung, die in Überlappung vorgespannten Zeilen als benachbarte Zeilen dargestellt. In der Praxis kann man andere Lösungen wählen. Selbstverständlich wird man bei den Strukturen gemäß den 6 und 7 die Zahl von gleichzeitig vorgespannten Zeilen oder die Zahl von in Überlappung vorgespannten Zeilen so wählen, dass dies mit den Möglichkeiten der Leistungserzeugung der Spalten- und Zeilen-Speiseschaltungen kompatibel bleibt.
  • Der Grund, wieso die vorliegende Erfindung das Problem der Farbdrift löst, wird derzeit von den Erfindern nicht theoretisch erklärt. Jedoch haben Experimente, welche die Erfinder an festen oder beweglichen Bildern mit Zonen konstanter Farbe ausgeführt haben, gezeigt, dass das Phänomen der Farbdrift durch die vorliegende Erfindung vollständig eliminiert wird.
  • Ein Vorteil der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, dass man das gesuchte Ergebnis ohne Änderung der strukturellen Eigenschaften einer Steuervorrichtung für einen Bildschirm mit Mikrospitzen erzielt. Es genügt, die Programmierung der Decodierschaltungen für die Zeilen, die Spalten und die Gruppen von Anodenstreifen zu modifizieren. Man erkennt auch, dass die Abtastung sehr rasch erfolgen kann und dass die Totzeit kurz gegenüber der Dauer der Farb-Einzel- bzw. -Rasterbilder (Frames) und der Farb-Sub-Einzel- bzw. -Rasterbilder (Sub-Frames) sein kann.
  • 8 veranschaulicht eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei dieser Ausführung ist die Struktur der Anodenstreifen so abgeändert, dass jeweils jeder Anodenstreifen in wenigstens zwei unabhängig gesondert adressierbare (d. h. vorspannbare) Teile unterteilt ist. In dieser Zeichnungsfigur sind dieselben Bezeichnungen wie in 2 verwendet. Jeder Anodenstreifen ist jeweils in zwei Teile 9b9b', 9r9r', 9g9g' unterteilt. Die Teile 9b, 9r und 9g sind jeweils mit Zwischenverbindungsleitungen 12, 13 und 15 verbunden. Die Teile 9b', 9r' und 9g' sind jeweils mit Zwischenverbindungen 12', 13' bzw. 15' verbunden. Zur Vereinfachung der Erklärungen wird angenommen, dass die Teilbereiche gleich groß sind und dass der Bildschirm der Höhe nach zweigeteilt wird. Während so die oberen Zeilen des Gitters sequenziell für die Anzeige bzw. Wiedergabe vorgespannt werden, wird die obere Hälfte (eine Farbe) der Anode vorgespannt und sodann zur unteren Hälfte übergegangen, um das gewünschte Farb-Sub-Einzel- bzw. -Rasterbild (Sub-Frame) zu erhalten. Während so eine Hälfte des Bildschirms für eine Anzeige/Wiedergabe adressiert (vorgespannt) wird, nimmt man an der zweiten Hälfte des Bildschirms eine Regenerierung vor, in der in Verbindung mit der ersten Ausführungsform der Erfindung beschriebenen Weise.
  • Ein Vorteil der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, dass man das gewünschte Ergebnis ohne Totzeit erreicht, auf Kosten einer einfachen strukturellen Änderung.
  • Die Erfindung eignet sich auch zur Anwendung bei Lumineszenz-Bildschirmen, deren Anodenpotential normalerweise fixiert ist. Bei derartigen Bildschirmen kann man ebenfalls eine Regenerierungsphase vorsehen.
  • Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung verschiedenen Abwandlungen und Modifikationen zugänglich, die sich für den Fachmann ergeben. Insbesondere wurde die Erfindung zwar in Verbindung mit einem Farb-Bildschirm beschrieben, zur Verringerung der Farbabweichung, jedoch bietet sie gleichermaßen den Vorteil einer Verringerung von Anoden/Kathoden- oder Anoden/Gitter-Spannungsdurchschlägen. Somit eignet sie sich auch zur Anwendung bei monochromen Bildschirmen, bei welchen eine Totzeit zwischen der Wiedergabe von Einzelbildern (Frames) vorgesehen wird, beispielsweise nach jedem Einzelrasterbild (Frame).
  • Im Beispielsfall eines monochromen Bildschirms, bei welchem die Dauer des Einzelbilds (Frames) 10 ms beträgt, die Anodenspannung einen Betrag von 250 bis 300 V besitzt und die Helligkeit einen Betrag von 300 bis 400 cd/m2, ist es nicht möglich, die Anodenspannung ohne Spannungsdurchschläge zu erhöhen. Gemäß der Erfindung wird eine Regenerierungsstufe von beispielsweise 0,3 ms am Ende jedes Einzelbilds (Frames) vorgesehen. Die Erfinder haben festgestellt, dass dann die Anodenspannung bis auf 600 V erhöht werden kann, ohne dass es zu Spannungsdurchschlägen kommt. Infolgedessen wurde die Helligkeit bis auf ca. 1000 cd/m2 erhöht.

Claims (7)

  1. Verfahren zur Steuerung eines Kathodolumineszenz- Bildschirms, welcher Anoden (9), Kathoden (2) und Gitter bzw. Gates (3) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass es zwischen Bilderzeugungsphasen Regenerationsphasen (Td) vorsieht, während welchen sich wenigstens ein Teil der Anoden auf niedrigem Potential befindet, derart dass sie keine Elektroden anziehen, und die entsprechenden Kathoden in einen Elektronenemissions-Zustand vorgespannt sind.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem während der Regenerationsphasen sämtliche Anoden sich auf dem niedrigen Potential befinden und die Gitter bzw. Gates in den genannten Elektronenemissions-Zustand vorgespannt sind.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Bildschirm einer mit Mikrospitzen (Mikrospitzen-Bildschirm) ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Anode jeweils in zwei gesondert adressierbare Teile unterteilt ist, dass die Regenerationsphasen jeweils an einem ersten Teil ausgeführt werden, während sich ein Bild an einem anderen Teil in Aufbau befindet, und dass während einer Regenerationsphase der erste Anodenteil sich auf dem genannten niedrigen Potential befindet und die Mikrospitzen und gegenüberstehenden Gitter bzw. Gates in den genannten Emissionszustand vorgespannt sind.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Regenerationsphase jeweils zwischen aufeinanderfolgende Einzel- bzw. Rasterteilbilder der Bilderzeugung zwischengeschaltet ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während der genannten Regenerationsphase die Gitter-bzw.Gatezeilen aufeinanderfolgend-sequentiell vorgespannt werden, während die Kathodenspalten in den genannten Emissionszustand vorgespannt sind.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sequentielle Vorspannung in Gruppen von Gitter-bzw.Gatezeilen erfolgt.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitter bzw. Gates aufeinanderfolgend-sequentiell und in Überlappung vorgespannt werden.
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