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Diese Erfindung bezieht sich auf
verbesserte Phasenaustauschtinten und insbesondere auf Verfahren zum
Drucken solcher Tinten unter Verwendung von Hyperthermogelierkomponenten,
welche das Auslaufen verringern und Wasserfestigkeit und einen hohen
Glanz ergeben.
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Im Allgemeinen befinden sich herkömmliche
Phasenaustauschtinten bei Umgebungstemperatur in der festen Phase,
liegen aber bei einer erhöhten
Betriebstemperatur einer Tintenstrahldruckvorrichtung in der flüssigen Phase
vor. Bei der Strahlbetriebstemperatur werden Tröpfchen von flüssiger Tinte
aus der Druckvorrichtung ausgestoßen, und wenn die Tintentröpfchen mit
der Oberfläche
des Druckmediums in Berührung
kommen, verfestigen sie sich rasch unter Bildung eines vorbestimmten
Musters von verfestigten Tintenpunkten.
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In der letzten Zeit sind Impulstinten
oder Blasenstrahltinten in der US-Patentschrift Nr. 5,021,802 beschrieben
worden. Diese Tinten umfassen ein wässriges Sol-Gel-Medium und
Färbemittel.
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Die Tinten sind thermisch reversible
Sol-Gele und weisen ein herkömmliches
Phasenaustauschtintenverhalten derart auf, dass sie Gele (Feststoffe)
bei Umgebungstemperaturen und Sole (Flüssigkeiten) bei erhöhten Temperaturen
zwischen etwa 40°C
und 100°C
sind.
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Ein inhärentes Problem, das mit wässrigen
Tinten verbunden ist, die in Tropfen-auf-Anforderung-Farbdruckern verwendet werden,
ist das "Auslaufen" von Tintentropfen
nach dem Aufbringen auf einen Träger,
wie Papier. Das Auslaufen ist die unerwünschte ungleichmäßige Verteilung
oder Saugwirkung von Tintentropfen entlang den Papierfasern, nachdem
die Tinten auf das Druckmedium aufgebracht sind. Das Auslaufen kann ein
Ineinanderlaufen von Farben, schlechte Auflösung und Bildverschlechterung
hervorrufen, was die Druckqualität
nachteilig beeinflusst. Versuche zur Lösung dieses Problems umfassen
die Verwendung von Co-Lösungsmitteln
zum Verringern der Trock nungszeit, die Verwendung von Tinten auf
Latexbasis, die Zugabe von zwitterionischen, oberflächenaktiven
Mitteln, die Verwendung von pigmentierten Tinten und die Verwendung von
festen Tinten. Obwohl feste Tinten nicht zum Auslaufen neigen, wenn
sie gedruckt werden, erhöht
ihre Verwirklichung die Kosten und die Komplexität der Ausrüstung beträchtlich, die zum Drucken solcher
Tinten benötigt
wird.
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Tinten auf Wasserbasis leiden jedoch
unter einigen inhärenten
Mängeln.
Ein besonders unangenehmes Problem ist das Einsaugen der Tinte in
Papierträger.
Dies führt
zu einem schlechten Aussehen und schlechter Tintentropfenbegrenzung,
was sich als "Ausblühen" oder "Durchscheinen" auf der Rückseite
des Papiers zeigt. Darüber
hinaus neigt die Tinte zum Verlaufen oder Verschmieren, wenn sie
Wasser ausgesetzt ist. Das Fehlen von Glanz in der Tinte, typischerweise
ersichtlich in einem matten Typ des Oberflächenzustands, wird auch als
Mangel bei der Verwendung von wässrigen
Tinten angesehen, wo leuchtende, glänzende Bilder nur durch die
Verwendung von speziell beschichteten Papieren erhalten werden.
Die Wasserfestigkeit der Tinten ist ein anderes andauerndes Problem
gewesen.
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Diese Probleme sind durch die vorliegende
Erfindung gelöst,
worin eine wässrige
Tinte einen sulfonierten Polyester und seine Copolymere verwendet,
um eine hoch glänzende,
rasch trocknende, wasserfeste Tinte von ausgezeichnetem Aussehen
zu erhalten.
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Es ist ein Aspekt der vorliegenden
Erfindung, eine mit dem Drucken von wässrigen Tinten verbundene Bildverschlechterung
zu verringern und eine hoch glänzende,
wasserfeste Tinte auf Wasserbasis herzustellen.
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Es ist ein anderer Aspekt dieser
Erfindung, Mittel zum Verringern der Kosten und der Komplexität des Druckeraufbaus
bereitzustellen, die mit dem Drucken herkömmlicher Phasenaustauschtinten
verbunden sind.
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Es ist ein Merkmal der vorliegenden
Erfindung, dass die Tinte einen wasserfesten, hoch glänzenden Oberflächenzustand
nach dem Trocknen ergibt.
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Es ist ein anderes Merkmal der vorliegenden
Erfindung, dass die Tinte einen sulfonierten Polyester oder sein
Copolymer als Glanzmittel enthält.
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Es ist ein zusätzliches Merkmal der vorliegenden
Erfindung, dass das Glanzmittel als Bindemittel wirkt, was Wasserfestigkeit
für Farbstoffe
ergibt, die normalerweise in einer wässrigen Tinte nicht wasserfest
sind.
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Es ist ein noch anderes Merkmal der
vorliegenden Erfindung, dass das Glanzmittel in Lösung verbleibt und
nicht aus der Lösung
ausfällt.
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Es ist ein noch anderes Merkmal der
vorliegenden Erfindung, dass ein Feuchthaltemittel zu der Formulierung
zugesetzt werden kann, um zu erlauben, dass ein reversibles Freimachen
von verstopften Tintenstrahlen erreicht wird.
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Es ist noch ein weiteres Merkmal
der vorliegenden Erfindung, dass eine rasche Viskositätsänderung der
ausgestoßenen
Tinte auf der Oberfläche
des bedruckten Trägers
eintritt, wenn Wasser abgesaugt wird, und ein Gelieren eintritt,
so dass das Färbemittel
auf der Oberfläche
des Trägers
zurückbleibt.
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Es ist ein Vorteil der vorliegenden
Erfindung, dass die Tinte schnell trocknend ist.
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Es ist ein anderer Vorteil der vorliegenden
Erfindung, dass die Tintenformulierung einen Farbstoff oder ein
Pigment als Färbemittel
verwenden kann und noch ausstoßbar,
dauerhaft und wasserfest ist und einen hohen Glanz besitzt.
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Es ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden
Erfindung, dass die Tintenformulierung eine volle Farbentwicklung
aufgrund der raschen Viskositätsänderung
in der ausgestoßenen
Tinte erreicht.
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Es ist ein noch anderer Vorteil der
vorliegenden Erfindung, dass die Tintenformulierung ein inhärent flüssiges,
polymeres Färbemittel
verwendet, das nicht auf der Oberfläche des gedruckten Bildes "ausblüht" oder wandert und
auf der Rückseite
des bedruckten Trägers "durchscheint".
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Es ist ein noch weiterer Vorteil
der vorliegenden Erfindung, dass die Tintenformulierung ein wasserfestes,
projizierbares Bild mit leuchtenden Farben zur Verwendung auf einem
Diapositiv ergibt, und dass das Bild nicht blockiert oder sich ablegt.
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Es ist ein noch weiterer Vorteil
der vorliegenden Erfindung, dass die Tintenformulierung stabil ist
und die Komponenten in der Formulierung verbleiben und nicht ausfallen,
was eine signifikante Chemie vom Säure-Base-Typ erlaubt.
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Es ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden
Erfindung, dass die Tintenformulierung ein Glanzmittel verwendet,
das ein in Wasser dispergierbares Polymer ist, welches pH-unabhängig ist
und nicht unter den gewöhnlichen
Nachteilen der Basenneutralisierung von herkömmlichen Acrylsystemen leidet,
wo eine Verschiebung der Viskosität mit der pH-Änderung
und eine irreversible Ausfällung
aufgrund von Verdampfung von Wasser eintreten können.
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Die vorliegende Erfindung verwendet
wässrige
Phasenaustauschtinten, die in Wasser lösliche Verbindungen enthalten,
welche Thermoinversionseigenschaften aufweisen, wobei Verbindungen
gemeint sind, deren Wasserlöslichkeit
abnimmt, wenn die Temperatur der Lösung ansteigt. Wenn Tintenlösungen dieser
ausgewählten
Verbindungen auf ihre Thermoinversionspunkte erwärmt werden, weisen sie Hyperthermogeliereigenschaften
auf, wo diese ausgewählten
Verbindungen einen Phasenübergang
unter Bildung diskreter, stabiler Gele eingehen. In der vorliegenden
Erfindung erfolgt dies in Form von Tintenpunktgelen.
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Bei niedrigen Konzentrationen weisen
wässrige
Lösungen
dieser Hyperthermogelierverbindungen moderate Viskositäten auf.
Bei einer kritischen Konzentration einer speziellen Hyperthermogelierverbindung verursacht
jedoch ein kleiner Anstieg der Konzentration der Verbindung oder
der Temperatur der Lösung
einen raschen Anstieg der Viskosität, was schließlich zu
einem vollständigen
Gelieren der Lösung
führt.
Von diesen Wirkungen der Temperatur und der Konzentration wird Gebrauch
gemacht, um neue Phasenaustauschtinten bei Umgebungsbedingungen
herzustellen, die sofort beim Kontakt mit einem relativ erwärmten oder
absorptiven Träger
gelieren. Hyperthermogelierverbindungen umfassen, sind aber nicht
beschränkt
auf Homopolymere, Copolymere, nicht-polymere, oberflächenaktive
Mittel und ihre Derivate. Verbindungen, welche dieses Hyper thermogelierphänomen bei
oder über
Umgebungstemperatur aufweisen, sind bevorzugt. Eine Tintenzusammensetzung
einer solchen Verbindung kann bei Umgebungstemperatur ausgestoßen werden
und geliert sofort auf einem nicht erwärmten Träger unter Bildung von nicht
ausgelaufenen Tintenpunkten. Die Hyperthermogelierverbindung ist
bequemerweise eine solche, welche ein stabiles Gel an ihrem Thermoinversionspunkt bildet.
Die Hyperthermogelierverbindung wird bequemerweise eine solche sein,
deren Molekül
einen hydrophoben Teil und einen hydrophilen Teil umfasst.
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Diese und andere Aspekte, Merkmale
und Vorteile werden erhalten in einer wasserfesten, wässrigen Tinte
mit hohem Glanz, die zum Ausstoßen
in einem Tintenstrahldrucker unter Verwendung eines pH-unabhängigen,
in Wasser dispergierbaren Polymeradditivs als ein Glanzmittel in
der Tintenformulierung geeignet ist.
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Diese Aspekte, Merkmale und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden ersichtlich unter Berücksichtigung
der folgenden ausführlichen
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung,
insbesondere wenn sie in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen
genommen werden, worin:
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1 eine
grafische Wiedergabe der Geliertemperatur als Funktion der Konzentration
einer bevorzugten Hyperthermogelierkomponente ist;
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2 eine
grafische Wiedergabe der Viskosität als Funktion der Konzentration
von zwei Hyperthermogelierkomponenten ist, die Blockcopolymere von
Ethylenoxid und Propylenoxid sind; und
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3 eine
grafische Wiedergabe der Viskosität als Funktion der Konzentration
von Methylcellulose, einer anderen Hyperthermogelierkomponente,
ist.
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Eine hyperthermogelierende, wässrige Phasenaustauschtinte
der vorliegenden Erfindung umfasst ein nicht-ionisches, oberflächenaktives
Mittel. Nicht-ionische, oberflächenaktive
Mittel, wie TETRONIC® 1307, weisen gute Thermoinversionsgeliereigenschaften
auf. 1 zeigt eine grafische
Wiedergabe der Geliertemperatur, d. h. des Thermoinversionspunkts,
von verschiedenen Konzentrationen des oberflächenaktiven Mittels TETRONIC® 1307.
So geliert z. B. das oberflächenaktive
Mittel TETRONIC® 1307
mit einem Molekulargewicht von 17000 bei etwa 30°C bei seiner kritischen Konzentration
(etwa 13 Gew.-%).
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Das oberflächenaktive Mittel TETRONIC® 1307
ist ein Polyoxamin mit einem Alkyldiaminzentrum (Ethylendiamin,
worin w = 2 ist), einem hydrophoben Kern von y Propylenoxideinheiten
und hydrophilen Enden von x Ethylenoxideinheiten, wie nachstehend
gezeigt:
-
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TETRONIC® 1307 ist ein oberflächenaktives
Mittel von Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockcopolymer, im Handel erhältlich von
BASF Corporation, Parsippany, New Jersey. Wenn die Lösung erwärmt wird,
ballt in der vorliegenden Erfindung sich der hydrophobe Teil unter
Bildung eines Skelettnetzwerks einer kontinuierlichen Matrix zusammen,
die in einer flüssigen
Phase, Wasser, gequollen ist. Der hydrophile Teil wechselwirkt mit Wasser
durch Wasserstoffbindung unter Bildung eines Gels. Es wird angenommen,
dass Blockcopolymere durch Wasserstoffbindung in wässrigen
Systemen durch die Ethersauerstoffatome mit Wasserprotonen gebildet
werden.
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Die hyperthermogelierende, wässrige Phasenaustauschtinte
umfasst ein Glanzmittel, welches ein in Wasser löslicher oder in Wasser dispergierbarer
Polyester oder ein Homopolymer oder Copolymer ist, welcher bzw.
welches einen hohen Glanz ergibt. Der Polyester ist vorzugsweise
ein sulfonierter Polyester, wie einer der Sulfopolyester, hergestellt
durch eine Polykondensationsreaktion von ausgewählten Dicarbonsäuren (A's) und Glycolen (G's) unter Bildung
der nachstehend gezeigten linearen Struktur und vertrieben unter
der Handelsbezeichnung "Eastek®"-Polymere 1100, 1200,
1300 und 2100 von Eastman Chemical Company, Kingsport, Tennessee.
Der Polyester kann durch carboxylierte, hydroxylierte oder phosphonierte
Gruppen, welche die sulfonierten Gruppen ersetzen, in Wasser dispergierbar
gemacht oder in Kombination mit diesen sulfonierten Gruppen verwendet
werden. Copolymere des Polyesters können den Polyester durch Verwendung
hydrophiler Gruppen in Wasser löslich
machen. Hydroxylierte Polyester können auch mit verschiedenen
funktionellen Harzen vernetzt sein, einschließlich aber nicht beschränkt auf
von Melamin abgeleiteten Materialien oder Harzen auf Phenolbasis
unter Bildung von lösungsmittelbeständiger Tinte,
die in industriellen Markierungsanwendungen verwendbar ist. Der
sulfonierte Polyester wird durch die folgende Formel wiedergegeben:
-
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Das Polyesteradditiv, welches als
Glanzmittel dient, ist pH-unabhängig
und leidet nicht unter den Nachteilen der Basenneutralisierung von
herkömmlichen
Acrylsystemen. Die bevorzugten sulfonierten Polyester sind in Umgebungstintenformulierungen
mit entweder polymeren oder herkömmlichen,
sauren Farbstoffen verträglich.
Es ist möglich,
niedrige Konzentrationen von kationischen Polymeren in einer wässrigen
Tintenstrahltinte zu verwenden, so dass der polymere Farbstoff ionisch
an das Polymer durch ionische Bindungen gekuppelt ist.
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Das Glanzmittel verleiht wässrigen
Tinten, die normalerweise keinen Glanz besitzen, sondern eher gewöhnlich nur
einen matten Oberflächenzustand
aufweisen, das Glanzmerkmal. Das Glanzmittel wirkt auch als Bindemittel,
um Farbstoffen Wasserfestigkeit zu geben, die normalerweise dieses
Kennzeichen in Tinten auf Wasserbasis nicht aufweisen. Die pH-Unabhängigkeit
der Tintenformulierung unter Verwendung des vorliegenden Glanzmittels überwindet
den Mangel von herkömmlichen
Systemen auf Acrylbasis, welche zur irreversiblen Ausfällung und
Viskositätsverschiebung,
wenn sich der pH ändert,
aufgrund der Verdampfung des flüchtigen
Salzes neigen. Die Ausfällung
und die Viskositätsänderungen
in der Tintenformulierung werden unter Verwendung des Glanzmittels
der vorliegenden Erfindung vermieden.
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In drei Proben wurden Dispersionen
unter Verwendung von drei verschiedenen Eastek®-Polymeren verwendet,
um die Verdünnbarkeit
der sulfonierten Polyester in Harzen auf Tintenbasis zu bestimmen.
Die Dispersionen wurden auf etwa 1 Gew.-%, etwa 5 Gew.-% und etwa
10 Gew.-% verdünnt,
und die Viskosität
wurde in Centipoise (cP) für
jede Probe mit einem Brookfield-Viskosimeter mit den nachstehend
gezeigten Ergebnissen gemessen:
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Tabelle
I: VERDÜNNBARKEIT
-
Die Dispersionen wurden etwa 30 Minuten
bei Raumtemperatur mit einem magnetischen Rührstab vermischt. Diese Dispersionen
zeigten gute Stabilität
ohne Anzeichen von Sedimentation.
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Die Tintenformulierung, welche den
Glanzmittelzusatz verwendet, erreicht die volle Farbentwicklung in
einem Tintenstrahldrucker aufgrund der raschen Änderung der Viskosität der ausgestoßenen Tinte
auf der Oberfläche
des bedruckten Trägers,
da Wasser abgesaugt wird und Gelierung eintritt, so dass das Färbemittel auf
der Oberfläche
des Trägers
zurückbleibt.
Dies führt
zu leuchtenden, glänzenden
Bildern auf Normalpapier ohne die Notwendigkeit für speziell
beschichtete Papiere, die normalerweise erforderlich sind, um diesen
Grad der Farbleuchtkraft zu erreichen. Die Formulierung kann gleichermaßen gut
zum Drucken auf verschiedene Träger,
einschließlich
Normalpapier, Glanzpapier, Kopierpapier oder transparente Materialien,
verwendet werden.
-
Die Viskosität und die Oberflächenspannung
von wässrigen
Lösungen
des vorstehend genannten oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC® 1307, das in den Tintenformulierungen
in verschiedenen Konzentrationen verwendet wird, sind in der Tabelle
II gezeigt und grafisch in der 2 wiedergegeben.
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Tabelle
II: Viskosität
und Oberflächenspannung
von Tetronic 1307/H
2O-Lösungen bei 15 bis 16°C
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Die Lösungen A bis G wurden mit abgewogenen
Mengen von destilliertem Wasser und des oberflächenaktiven Mittels TETRONIC® 1307
hergestellt und über
Nacht bei 15 bis 16°C
gerührt,
um klare Lösungen zu
erhalten. Die Messungen der Oberflächenspannung wurden auf einem
dynamischen Kontaktwinkelinstrument nach Cahn durchgeführt. Die
Viskositätsmessungen
(Centipoise (cP)) wurden mit einem Brookfield Thermosel-Viskosimeter
mit einer Spindelgeschwindigkeit von etwa 60 Upm erhalten.
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Mit Bezug auf die vorstehend wiedergegebene
Strukturformel des oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC®, wird der Fachmann feststellen,
dass zahlreiche Homologe des oberflächenaktiven Mittels verwendet werden
können.
Bevorzugte Homologe enthalten etwa 10% bis etwa 80% Poly(oxyethylen)
und etwa 20% bis etwa 60% Poly(oxypropylen), worin w eine ganze
Zahl von 2 bis 6 ist, und x und y ganze Zahlen sind, welche die
Gewichtsprozentbereiche und die Molekulargewichtsbereiche erfüllen und
ein Molekulargewicht von etwa 1000 bis etwa 50000 haben. Der Fachmann
wird feststellen, dass Homologe der folgenden Strukturformel ebenfalls
bevorzugte Gegenstände
bezüglich
der gleichen Gewichtsprozentbereiche und Molekulargewichtsbereiche
sind:
-
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Die Herstellung einer hyperthermogelierenden,
wässrigen
Phasenaustauschtinte, hergestellt mit dem oberflächenaktiven Mittel TETRONIC® 1307
mit einem Molekulargewicht von etwa 17000, wird nachstehend im Beispiel
I beschrieben.
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Beispiel I
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Eine Prüftintenlösung wurde durch das folgende
Verfahren hergestellt. Es wurde eine etwa 9 gew.-%ige Lösung des
oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC® 1307 in destilliertem
Wasser bei etwa 15 bis 16°C
hergestellt, etwa 12 Stunden vermischt, um eine vollständige Auflösung zu
erreichen und durch ein Filter von 0,2 Mikron filtriert. Zwei Feuchthaltemittel,
PEG 200, Polyethylenglycol mit einem Molekulargewicht von 200, mit
etwa 3 Gew.-%, und Monoethanolacetamid, im Handel erhältlich von
Croda Inc., New York, New York, mit etwa 5 Gew.-% wurden zu der
Lösung
zugesetzt. Eine Lösung
von Acid Blue 9 (ein gewöhnlicher
Farbstoff) von etwa 100 mg auf etwa 1 ml wurde zu der Lösung des
oberflächenaktiven
Mittels zugesetzt und gleichmäßig vermischt,
um eine cyanfarbene Tintenzusammensetzung mit etwa 9% (Gewicht/Volumen)
des oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC® 1307 zu ergeben.
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Die cyanfarbene Tinte wurde aus einem
PZT-getriebenen Einzelstrahl bei etwa 20°C ausgestoßen. Der Strahl druckte einige
punktierte Linien auf ein Normalpapier.
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Punktmuster aus der experimentellen
Tintenzusammensetzung und die Punktmuster aus einem Hewlett Packard
(HP) 12000 Tintenstrahldrucker für
cyanfarbene und schwarze Tinten wurden verglichen. Die cyanfarbene
Tinte wurde unter Verwendung eines Farbstoffs hergestellt, während die
schwarze Tinte unter Verwendung eines schwarzen Pigments hergestellt
wurde, die einen höheren
Feststoffgehalt und daher schärfer begrenzte
Punktkanten hat. Die Tintenpunkte hatten alle eine Tropfenmasse
von etwa 90 Nanogramm und eine Geschwindigkeit beim Ausstoßen von
zwischen etwa 3 bis 4 Meter pro Sekunde. Das schwarze Pigment ist
jedoch schwieriger in Tintenstrahlanwendungen zu verwenden aufgrund
von Verteilungsproblemen in wässriger
Lösung
und von Düsenverstopfung.
Die Getrenntheit von Punkten der experimentellen Tinte war besser als
diejenige der HP1200C cyanfarbenen oder schwarzen Tintenpunkte.
Die Punktkanten der Prüftintenzusammensetzung
oder experimentellen Tintenzusammensetzung waren schärfer als
der HP cyanfarbene Farbstoff, und das Auslaufen war signifikant
geringer als dasjenige der beiden HP cyanfarbenen und schwarzen Tinten.
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Beispiel II
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Mit Bezug auf die Tabelle III wurden
Prüftintenlösungen A
bis F von Methylcellulose, einem anderen Hyperthermogeliermittel,
im Handel erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke METHOCEL Celluloseether
(MEC A-15) in einer ähnlichen
Weise zu der für
das Beispiel I beschriebenen Weise hergestellt. Die Strukturformel
für Methylcellulose
ist nachstehend gezeigt:
-
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Bevorzugte MEC-Homologe haben ein
Molekulargewicht von etwa 1000 bis etwa 100000, wo n die Gesamtzahl
von Ringen bedeutet und jede ganze Zahl ist, welche den Molekulargewichtsbereich
erfüllt.
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Acid Blue 9 und Acid Red 52 in der
Tabelle II geben gewöhnliche
Farbstoffe wieder, und PEG-200 gibt Polyethylenglycol mit einem
Molekulargewicht von 200 wieder, welches als Feuchthaltemittel und
Viskositätsmodifizierer
wirkt. Die Viskositäten
dieser wässrigen
Lösungen
sind in der Tabelle III gezeigt und grafisch in der 3 wiedergegeben. Genaue Messungen der
Oberflächenspannung
wurden für
jede dieser Lösungen nicht
durchgeführt.
Die Oberflächenspannung
für jede
Lösung
wurde als zwischen etwa 48 und etwa 55 Dyn/cm geschätzt auf
der Grundlage der Analyse einer Grundlösung ohne Zugabe von Färbemitteln.
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Die Tintenlösungen wurden aus einem Druckkopf
mit 64 Düsen
bei etwa 4 kHz eines Tektronix ColorQuick® wässrigen
Tintenstrahldruckers bei Umgebungstemperatur ausgestoßen und
erzeugten gewöhnlich getrennte
Tintenpunkte.
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Beispiel III
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Mit Bezug auf die Tabelle IV wurden
Prüftintenlösungen A
bis E von oberflächenaktivem
Mittel TETRONIC® 1307,
PEG-200 und Acid Blue 9 hergestellt und, wie vorstehend beschrieben,
ausgestoßen.
Genaue Messungen der Oberflächenspannung
wurden für
jede dieser Lösungen
nicht durchgeführt.
Die Oberflächenspannung
für jede
Lösung
wurde als zwischen etwa 38 und etwa 39 Dyn/cm geschätzt auf
der Grundlage der Analyse einer Grundlösung ohne Zugabe von Färbemitteln.
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Die Tintenlösungen bildeten getrennte Tintenpunkte.
-
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Beispiel IV
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Mit Bezug auf die Tabelle V wurden
Prüftintenlösungen A
bis C unter Verwendung von oberflächenaktivem Mittel PLURONIC® F
127, PEG-200 und Acid Blue 9 hergestellt und, wie vorstehend beschrieben,
ausgestoßen.
Das oberflächenaktive
Mittel PLURONIC® F
ist ein Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockcopolymer, erhältlich von
BASF Corporation, Parsippany, New Jersey, welches Hyperthermogeliereigenschaften ähnlich denjenigen
des oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC® hat. Die Strukturformeln
von Poly(ethylenoxid-co-propylenoxid) und Poly(propylenoxid-co-ethylenoxid)
für das
oberflächenaktive
Mittel PLURONIC® sind
nachstehend gezeigt:
-
-
Bevorzugte Homologe des oberflächenaktiven
Mittels PLURONIC® haben ein Molekulargewicht
von etwa 1000 bis etwa 50000 und enthalten etwa 10% bis etwa 80%
Poly(oxyethylen) und etwa 20% bis etwa 60% Poly(oxypropylen), wo
x und y ganze Zahlen sind, welche den vorstehenden Gewichtsprozentbereich
und den Molekulargewichtsbereich erfüllen. Genaue Messungen der
Oberflächenspannung
wurden für
jede dieser Lösungen
nicht durchgeführt.
Die Oberflächenspannung
für jede
Lösung
wurde als zwischen 38 und etwa 39 Dyn/cm geschätzt auf der Grundlage der Analyse
einer Grundlösung
ohne die Zugabe von Färbemitteln.
Die Tintenlösungen
bildeten getrennte Punkte.
-
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Beispiel V
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Mit Bezug auf die Tabelle VI wurden
Prüftintenlösungen A
bis G von oberflächenaktivem
Mittel TETRONIC® 1307,
PEG-200, SAG-47 und verschiedenen Färbemitteln in einer ähnlichen
Weise zu der vorstehend beschriebenen Weise hergestellt. SAG-47
ist ein Entschäumungsmittel,
erhältlich
von OSI Specialties, Inc., und Acid Yellow 23 ist ein gewöhnliches
Färbemittel.
Food Black 2 ist ein gewöhnliches
Färbemittel
für schwarze
Tinten. Die Tintenlösungen
wurden auf einem Prototyptintenkopf mit voller Anordnung mit 352
Düsen bei 11
kHz ausgestoßen.
Die Lösungen
bildeten getrennte Tintenpunkte.
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Einige zusätzliche Verbindungen, welche
Thermoinversionsverhalten ähnlich
zu dem oberflächenaktiven
Mittel TETRONIC
® 1307
aufweisen, sind in der Tabelle VII aufgeführt.
Tabelle
VII
| Polymere | Thermoinversionsgunkt
(Tp+) |
| Poly(ethylenoxid)
PEO | 95°C |
| Poly(ethylenoxid-co-propylenoxid)
PEO-PO (66%) | 50 |
| Poly(vinylmethylether)
PVME | 30 |
| Poly(N-isopropylacrylamid)
PIPAAm | 30 |
| Poly(methacrylsäure) PMAA | 55 |
| Poly(vinylpyrrolidon)
PVP | 140 |
| Poly(vinylalkohol)
PVAL | 120 |
| Poly(vinylacetat-co-vinylalkohol) | |
| PVAC-co-VAL
(10%) | 85 |
| PVAC-co-VAL
(20%) | 50 |
| PVAC-co-VAL
(30%) | 15 |
| PVAC-co-VAL
(50%) | 20 |
| PVAC-co-VAL
(70%) | –20 |
| Poly(vinylmethyloxazolidon)
PVMO | 38 |
| Poly(vinylacetat-co-vinylpyrrolidon) | 0 |
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Beispiel VI
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Durch Vermischen wurde eine Tintenformulierung
hergestellt, bestehend aus etwa 25,32 g von etwa 20% des oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC® 1307, äquivalent
zu etwa 5 Gew.-% der Gesamtformulierung, etwa 3,08 g des Feuchthaltemittels
Acetamidmonoethanolamin, im Handel erhältlich von Croda Inc., New
York, New York, als AMEA-100,
das etwa 3 Gew.-% der Gesamtformulierung ausmacht, etwa 2,06 g des
Feuchthaltemittels Polyethylenglycol, erhältlich als PEG-200, im Handel
erhältlich
von Aldrich Chemical, Milwaukee, Wisconsin, das etwa 2 Gew.-% der
Gesamtformulierung ausmacht, etwa 3,03 g Methyldiethanolamin, ebenfalls
im Handel erhältlich
von Aldrich Chemical, das etwa 5 Gew.-% der Gesamtformulierung ausmacht,
etwa 1 Tropfen Proxel GXL, welches ein industrielles Mikrobiostat
ist, im Handel erhältlich
von ICI Biocides, Wilmington, Delaware, etwa 10,62 g von etwa 30%
Eastek Polymer 1300 Glanzmittel, im Handel erhältlich von Eastman Chemical
Company, Kingsport, Tennessee, das etwa 3 Gew.-% der Gesamtformulierung
ausmacht, etwa 5,07 g eines polymeren, gelben Farbstoffs, im Handel
erhältlich
von Milliken and Company, Spartanburg, South Carolina, als MY-1869,
das etwa 5 Gew.-% der Gesamtformulierung ausmacht, und etwa 52,27
g entionisiertem Wasser in der Formulierung von etwa 79 Gew.-%.
Die Mischung wurde etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur mit einem
Magnetrührer
gerührt.
Die Viskosität
der Dispersion wurde auf einem Brookfield-Viskosimeter als etwa
9,24 Centipoise (cP) gemessen. Die Obertlächenspannung betrug etwa 38,27
Dyn/cm, gemessen auf einem dynamischen Kontaktwinkelanalysator,
erhältlich
von Cahn Instruments, Inc., Cerritos, Kalifornien, als Modell DCA-312.
Der pH der Formulierung betrug etwa 10,12.
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Die Tintenformulierung wurde durch
einen Epson Stylus Farbdrucker ausgestoßen, um ein festes Füllungsbild
zu erzeugen. Das gedruckte, feste Füllungsbild besaß einen
hohen Grad der optischen Dichte und wurde einigen Wasserbeständigkeitsprüfungen unterworfen.
In einer Prüfung
wurde die Probe mit nassen Fingern ohne ein bemerkenswertes Verschmieren
des festen Füllungsbildes
gerieben. In einer zweiten Prüfung wurde
die Probe unter laufendes Wasser eines Wasserhahns ohne bemerkenswerten
Farbverlust und mit einer anscheinenden Wasserbeständigkeit
von 100% gehalten. In einer dritten Prüfung wurde die Probe mit dem festen
Füllungsbild
auf ein drehbares Rad geklebt, und das Rad wurde gedreht, um die
Probe durch einen Wasserbehälter
mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung pro 10 Sekunden zu
führen.
Der ΔE-Wert, welcher
die Farbabweichung des festen Originalfüllungsbildes wiedergibt, wobei
die Farbe vor und nach der Prüfung
verglichen wird, wurde nach 1 und 10 Umdrehungen gemessen. Die ΔE-Prüfergebnisse
der gelben Tinte sind wie in der nachstehenden Tabelle VIII gezeigt,
worin die Farbabweichung ΔE
mit einem ACS-Spektrofotometer gemessen wurde, was die Änderung
der Helligkeit, der Dunkelheit und des Tons der Farbe wiedergibt.
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Vergleichsergebnisse wurden auch
mit einer im Handel erhältlichen
gelben Tinte von Hewlett Packard (HP) erhalten, die aus einem HP
12000 Farbdrucker ausgestoßen
wurde. Wie durch die Werte in der Tabelle VIII nachstehend wiedergegeben,
ist die Farbabweichung für
die Tintenformulierung des Beispiels VI bemerkenswert besser als
für die
im Handel erhältliche
gelbe HP-Tinte, angezeigt durch eine weit geringere Farbänderung
nach dem Behandeln mit Wasser auf dem Wasserrad sowohl nach 1 als
auch nach 10 Umdrehungen im Vergleich zu der gelben HP-Tinte. Die
Tintenformulierung des Beispiels VI zeigte eine wesentlich verbesserte
Farbe auf Normalpapier, was die Helligkeit und die Farbechtheit
betraf.
-
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Vergleichsbeispiel 1
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Eine Tinte, bestehend aus etwa 250,6
g des oberflächenaktiven
Mittels TETRONIC
® 1307, äquivalent zu
etwa 5 Gew.-% der Gesamtformulierung, etwa 3,02 g des Feuchthaltemittels
Acetamidmonoethanolamin, im Handel erhältlich von Croda Inc., New
York, New York, als AMEA-100, das etwa 3 Gew.-% der Gesamtformulierung
ausmacht, etwa 2,06 g des Feuchthaltemittels Polyethylenglycol,
erhältlich
als PEG-200, im Handel erhältlich
von Aldrich Chemical, Milwaukee, Wisconsin, das etwa 2 Gew.-% der
Gesamtformulierung ausmacht, etwa 5,01 g Methyldiethanolamin, ebenfalls
im Handel erhältlich
von Aldrich Chemical, das etwa 5 Gew.-% der Gesamtformulierung ausmacht,
etwa 1 Tropfen Proxel GXL, welches ein industrielles Mikrobiostat ist,
im Handel erhältlich
von ICI Biocides, Wilmington, Delaware, etwa 5,06 g eines polymeren,
gelben Farbstoffs, im Handel erhältlich
von Milliken and Company, Spartanburg, South Carolina, als MY-1869,
das etwa 5 Gew.-% der Gesamtformulierung ausmacht, und etwa 62,17
g entionisiertem Wasser, was zu einem Gesamtwassergehalt in der
Formulierung von etwa 80 Gew.-% führt. Die Mischung wurde etwa
30 Minuten bei Raumtemperatur mit einem Magnetrührer gerührt. Die Viskosität der Dispersion
wurde dann auf einem Brookfield-Viskosimeter als etwa 7,72 Centipoise
(cP) gemessen. Die Oberflächenspannung
wurde als etwa 38,29 Dyn/cm auf einem dynamischen Kontaktwinkelanalysator
gemessen, im Handel erhältlich
von Cahn Instruments, Inc., Cerritos, Kalifornien, als Modell DCA-312.
Der pH der Formulierung betrug etwa 9,3. Die Tintenformulierung
wurde aus einem Epson Stylus Farbdrucker ausgestoßen, um
ein festes Füllungsbild
zu erzeugen. Das feste Füllungsbild
besaß eine
niedrigere optische Dichte als das feste Füllungsbild des Beispiels VI. Das
gedruckte, feste Füllungsbild
wurde einigen Wasserbeständigkeitsprüfungen unterworfen.
In einer Prüfung
wurde die Probe mit nassen Fingern ohne bemerkenswertes Verschmieren
gerieben. In einer zweiten Prüfung
wurde die Probe unter laufendes Wasser eines Wasserhahns mit einem
geringfügigen
Farbverlust und einer ausgezeichneten Wasserbeständigkeit gehalten. In einer
dritten Prüfung
wurde die Probe auf ein Rad geklebt, und das Rad wurde gedreht,
um die Probe durch einen Wasserbehälter mit einer Geschwindigkeit
von etwa 1 Umdrehung pro 10 Sekunden zu führen, und die ΔE-Farbabweichung wurde
nach einer Umdrehung und nach 10 Umdrehungen gemessen. Die Prüfergebnisse
der gelben Tinte sind wie nachstehend gezeigt, worin ΔE die Farbabweichung
ist, gemessen mit einem ACS-Spektrofotometer, welches die Änderung
der Farbe bezüglich
Helligkeit, Dunkelheit und Ton misst:
| 1 Umdrehung: | 3,26 |
| 10
Umdrehungen: | 26,60 |
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Es wird darauf hingewiesen, dass
zahlreiche Konzentrationen und Kombinationen dieser Hyperthermogelierkomponenten
und Glanzmittel verwendet werden können. Der Fachmann erkennt,
dass eine Vielzahl anderer Komponenten, die Hyperthermogeliereigenschaften
aufweisen, in Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können.
Solche Komponenten können
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf Homopolymere, Copolymere, nicht-polymere oder nicht-ionische,
oberflächenaktive
Mittel, natürlich
vorkommende Polymere und ihre Derivate.
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So können z. B. auch Cellulosederivate,
wie Hydroxypropylmethylethercellulose (HPMEC), nachstehend gezeigt,
verwendet werden.
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Bevorzugte HPMEC-Homologe haben ein
Molekulargewicht von etwa 1000 bis 100000, worin n die Gesamtzahl
von Ringen wiedergibt und jede ganze Zahl ist, welche den Molekulargewichtsbereich
erfüllt.
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Der Fachmann erkennt ebenfalls, dass
Hyperthermogelierkomponenten mit dem Glanzmittel mit einer Vielzahl
von Färbemitteln
und Tintenadditiven, einschließlich
geeigneten Farbstoffen und Bioziden, die zu den Formulierungen zugesetzt
werden können,
verträglich
sind. Der Fachmann erkennt auch, dass Hyperthermogeliertintenzusammensetzungen
mit einer Vielzahl von Tropfen-auf-Anfrage-Tintenstrahldrucktechniken
und existierender Ausrüstung
verträglich
sind.
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So kann z. B. ein Tropfen einer Tintenzusammensetzung,
die eine Hyperthermogelierkomponente mit dem Glanzmittel enthält, aus
einem herkömmlichen
Tropfen-auf-Anfrage-Tintenstrahldrucker
auf einen absorptiven Träger,
wie Papier, ausgestoßen
werden, um die konzentrationsabhängigen
Geliereigenschaften der Hyperthermogelierkomponente auszunutzen.
Der Tintentropfen verliert Wasser durch das Eindringen in Papier und
durch Verdampfung. Dieser geringe Wasserverlust erhöht die Konzentration
der Gelierkomponente, was zu einem raschen Viskositätsanstieg
führt.
Dieser Viskositätsanstieg
verringert das Ausbreiten des Tintentropfens und macht das unerwünschte, übermäßige Eindringen
in den Träger
schwierig. Der sofortige Viskositätsanstieg führt zu weniger Auslaufen, scharfen
Punkten und somit zu verbesserter Druckqualität. Alternativ kann der Tintentropfen
auf eine schwach hydrophobe Oberfläche ausgestoßen und
dann auf einen absorptiven Träger übertragen
werden.
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In einer alternativen Ausführungsform
kann der Tintentropfen mit dem Glanzmittel auf einen Träger ausgestoßen werden,
der wärmer
ist als der Thermoinversionspunkt der Tintenzusammensetzung. Der
Kontakt mit dem warmen Träger
geliert den Tintentropfen sofort. Alternativ kann der Tintentropfen
auf eine Oberfläche
ausgestoßen
werden mit einer Temperatur unter dem Thermoinversionspunkt der
Tintenzusammensetzung und dann auf einen wärmeren Träger übertragen werden.
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In ähnlicher Weise kann eine Hyperthermogeliertintenzusammensetzung
mit einem Thermoinversionspunkt bei Umgebungstemperatur, z. B. 25°C, formuliert
werden. Eine solche Tintenzusammensetzung könnte als Flüssigkeit unterhalb der Umgebungstemperatur
ausgestoßen
werden und würde
nach dem Kontakt mit dem Träger
sofort gelieren.
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Es wird darauf hingewiesen, dass
die Geltintenformulierungen mit dem Glanzmittel der vorliegenden Erfindung
poröse
Feststoffe sind, die eine kontinuierliche Matrix als ihr "festes" Element beinhalten.
Diese kontinuierliche Matrix oder dieses Skelettnetzwerk ergibt
das Gelsystem mit der erforderlichen mechanischen Stabilität und Kohärenz.
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... zwischen Bündeln von hydrophoben Gruppen,
wie Propylenoxid. Die Bündel
können
ein Copolymer, wie Ethylenoxid-Propylenoxid-Copolymer, sein, oder
sie können
einfach ein Homopolymer, wie Methylethercellulose, sein.
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Es ist für den Fachmann ersichtlich,
dass zahlreiche Änderungen
bezüglich
der Einzelheiten von speziellen Ausführungsformen der hierin beschriebenen
Erfindung gemacht werden können,
ohne ihre zugrundeliegenden Prinzipien zu verlassen. So kann z.
B. die Tintenformulierung der vorliegenden Erfindung sowohl in einem
piezogetriebenen Drucker als auch einem Blasenstrahl- oder kontinuierlichen
Tintenstrahldrucker verwendet werden. Die Gesamttinteneigenschaften
und Kennzeichen sind nicht auf den Typ der Ausgabevorrichtung begrenzt,
sondern sind derart, dass sie in einer Vielzahl von Anwendungen
einschließlich
flexografischen Tintenformulierungen und in Intaglio-Druckpressen
funktionieren. Die Tintenformulierung ist auch zur Verwendung in
einer Offset-Druckvorrichtung
geeignet, wo das Bild zuerst auf eine Zwischenübertragungsoberfläche gedruckt
und dann auf eine Endempfangsoberfläche übertragen wird.