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Gebiet der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf die Verwendung von Lipiddispersionen, um biologisch aktive
Substanzen Zellen zuzuleiten. Im besonderen bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf Emulsionsformulierungen und auf die Fähigkeit
dieser Formulierungen, stabile Komplexe mit biologisch aktiven Substanzen
zu bilden und dadurch das Zuleiten dieser Substanzen zu Zellen zu
erleichtern.
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Hintergrund
der Erfindung
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Kationische Liposomen sind von Interesse
als ein nicht-virales Vehikel für
das Zuleiten biologisch aktiver Substanzen, wie Arzneimittel, Hormone,
Enzyme, Nukleinsäuren
und Antigene, einschließlich
von Viren zu Zellen, sowohl in vitro als auch in vivo. Es wurde
in der Tat gezeigt, daß kationische
Liposomen Gene in vivo zuleiten (Nabel E. G., et al., (1990) Science,
249: 1285–1288),
(Brigham, K. L., et al., (1989) Am. J. Respir. Cell Mol. Biol.,
195– 200,
Stribling, R., et al., (1992) Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 89:
11 277–11
281), Plautz, G. E. et al., (1993) Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A.
90: 4 645–4
649, Stewart, M. J., et al., (1992) Hum. Gene Ther., 3: 267–275). Die
Hemmung des Transfers von Nukleinsäuren durch kationische Liposomen
durch Serumbestandteile beschränkt
jedoch die Anwendung von Liposomen als einen Vektor für Nukleinsäuren in
vivo auf die lokale Verabreichungen, welche eine Exposition gegenüber von
Serum vermeiden.
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Zusätzlich ist die Stabilität ein Hauptproblem,
welches die Verwendung von Liposomen limitiert, sowohl die Lebensdauer
bei der Lagerung als auch nach einer Verabreichung in vivo betreffend.
Daher ist es wünschenswert,
die Verwendung anderer Arten von Lipiddispersionen als Gebrauchssysteme
für die
Zuleitung von biologisch aktiven Substanzen zu erforschen.
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Das USP 4 610 888 bezieht sich auf
die Verwendung als ein Arzneimittel-Zuleitungssystem von Wasser-in-Öl-Emulsionen,
bei welchen das Volumen der wäßrigen Phase
in dem Bereich von etwa 0,7% bis etwa 10,25% des Volumens der verwendeten
Lipidkomponenten liegt. Solche Wasser-in-Öl-Emulsionen sind jedoch ungeeignet
für das
Zuleiten von Substanzen in Blut oder in anderen wäßrigen Körpergeweben.
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Die WO 95/12 384 beschreibt eine
selbstemulgierende Ölformulierung
(SEOF), welche eine Ölkomponente
und ein Tensid enthält.
Das SEOF ist dadurch charakterisiert, daß die Ölkomponente einen Ölvektor und
ein kationisches Lipid enthält
und wahlweise einen lipophilen öligen
Fettalkohol. Die Öl-in-Wasser-Emulsion,
welche durch das Mischen der SEOF gebildet wird, hat ölhaltige
Tröpfchen,
welche positiv geladen sind.
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Die WO 93/18 852 beschreibt eine Öl-in-Wasser-Emulsion,
welche nützlich
ist als ein Zuleitungsvehikel für
hydrophobe Inhaltsstoffe, wie pharmazeutische Arzneistoffe und kosmetisch
wirksame Mittel, worin die Emulsionsteilchen eine positive Nettoladung
haben.
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Die EP-A-387 647 beschreibt eine
in einem hohen Maß dispergierte
pharmazeutische Zusammensetzung in der Form einer Mikroemulsion,
welche eine saure oder eine basische Substanz umfaßt oder
deren Salz, ein kationisches oder ionisches Material, eine fetthaltige
Komponente, welche Isopropylmyristat, 2-Octyldodecanol, Paraffinöl, Tocopherolnicotinat,
und/oder Triacetin ist, ein Tensid, welches Polyoxyethylenfettsäureester
und oder Polyoxyethylenfettalkoholether ist, und ein Co-Tensid,
welches Polyoxyethylenglycerinfettsäureester ist, und Wasser.
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Die WO 93/05162 beschreibt ein Verfahren
zur Erleichterung des Transfers für Nukleinsäuren in Zellen, umfassend das
Herstellen einer gemischten Lipiddispersion eines kationischen Lipids
mit einem Co-Lipid in einem geeigneten Trägerlösemittel.
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Treiner et al., J. Coloid Interface
Sci. 125 Nr. 1 (1988), 261–270
beschreiben eine micellare Solubilisierung in wäßrigen binären Tensidsystemen, in spezifischer
Weise Barbitursäuren
in gemischten anionischen plus nichtionischen oder kationischen
plus nichtionischen Mischungen.
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Farhood et al., Biochim. Biophys.
Acta 1111 Nr. 2 (1992), 239–246
beschreiben die Wirkung kationischer Cholesterolderivate auf den
Gentransfer und die Aktivität
von Proteinkinase C.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf neuartige Emulsionsformulierungen, welche nützlich für das Zuleiten
biologisch aktiver Substanzen zu Zellen sind. Die Emulsionsformulierungen
dieser Erfindung sind kompatibel mit Blut, behalten ihre Aktivität in Gegenwart
von Serum bei und sind lagerungsstabil. Die Emulsionen dieser Erfindung
umfassen Lipidkomponenten, eine Nukleinsäure und einen wäßrigen Träger, worin
die Lipidkomponenten eine Ölkomponente,
eine kationische amphiphile Komponente, bevorzugtermaßen ein
kationisches Lipid und eine nichtionische Tensidkomponente umfassen.
Micellare Formulierungen (nicht hierin beansprucht) umfassen Lipidkomponenten,
eine Nukleinsäure
und einen wäßrigen Träger, worin
die Lipidkomponenten eine kationische amphiphile Komponente und
eine nichtionische Tensidkomponente umfassen. Die Lipidkomponenten
der Emulsionsformulierung der vorliegenden Erfindung können weiter
eine neutrale Phospholipidkomponente umfassen.
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„Komponente" wie in der Beschreibung
und in den Ansprüchen
durchweg verwendet, ist definiert als: umfassend mindestens ein
kationisches Amphiphiles oder eine Mischung von Amphiphilen, wenn
in dem Ausdruck „amphiphile
Komponente" verwendet,
umfassend mindestens ein Öl
oder eine Mischung von Ölen,
wenn in dem Ausdruck „Ölkomponente" verwendet, umfassend
mindestens ein nichtionisches Tensid oder eine Mischung von nichtionischen
Tensiden, wenn in dem Ausdruck „nichtionische Tensidkomponente" verwendet, umfassend
mindestens ein neutrales Phospholipid oder eine Mischung von neutralen
Phospholipiden, wenn in dem Ausdruck „neutrale Phospholipidkomponente" verwendet.
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Die Erfindung bezieht sich auf Komplexe,
welche gebildet werden durch das Kombinieren einer Nukleinsäure und
wahlweise anderer biologisch aktiver Substanzen und den vorausstehend
angegebenen Emulsionsformulierungen. Die Nukleinsäure : Emulsion-Komplexe
sind über
die Zeit stabil und können
einen therapeutischen und/oder prophylaktischen Nutzen in vivo haben,
in Abhängigkeit
von der Aktivität
der in dem Komplex enthaltenen Nukleinsäure.
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Diese Erfindung stellt ebenfalls
ein Verfahren in vitro bereit für
das Zuleiten einer Nukleinsäure
zu Zellen, durch das Aussetzen von Zellen gegenüber den Komplexen dieser Erfindung.
In einer Ausführungsform wird
ein Verfahren des Aussetzens von Zellen gegenüber einer Nukleinsäure bereitgestellt,
wobei dieses Verfahren das Kultivieren der Zellen in Gegenwart eines
Nukleinsäure
: Emulsion-Komplexes umfaßt,
wodurch das Zuleiten der Nukleinsäure zu den Zellen erleichtert
wird.
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Die Erfindung stellt weiter die Verwendung
einer Emulsionsformulierung bei der Herstellung eines Medikamentes
bei der Behandlung eines Zustandes in einem Tier oder einem Menschen
bereit, wobei dieser Zustand ein solcher ist, in welchem die Behandlung
das Zuleiten einer Nukleinsäure
zu den Zellen des Menschen oder des Tieres umfaßt. Man muß verstehen, daß die für das Zuleiten
einer Nukleinsäure
zu den Zellen in vitro oder vivo verwendeten Komplexe frisch durch
das Beimischen hergestellt werden können oder zuvor, vor ihrer Verwendung
hergestellt und gelagert werden können.
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Die Erfindung stellt ebenfalls ein
Kit bereit, welches einen Komplex enthält, der zwischen einer Nukleinsäure und
einer Emulsionsformulierung gebildet wurde.
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Verfahren zur Herstellung von Emulsionsformulierungen
gemäß der Erfindung
werden ebenfalls hierin bereit gestellt.
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In einer Ausführungsform umfaßt ein Verfahren
zur Herstellung einer Emulsionsformulierung dieser Erfindung
- a) das Kombinieren eines organischen Lösemittels
mit einer Ölkomponente,
einer kationischen amphiphilen Komponente und einer nichtionischen
Tensidkomponente
- b) das Entfernen des organischen Lösemittels, um einen Lipidfilm
zurückzulassen
und
- c) das Suspendieren des Lipidfilms in einem wäßrigen Träger, um
die in wäßriger Lösung mischbare
Emulsionsformulierung herzustellen.
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In einer alternativen Ausführungsform
kann das Öl
als das organische Lösemittel
in dem Schritt (a) dienen, so daß das Verfahren für das Herstellen
einer Emulsionsformulierung dieser Erfindung umfaßt:
- a) das Kombinieren einer Ölkomponente, einer kationischen
amphiphilen Komponente und einer nichtionischen Tensidkomponente
und
- b) das Zugeben eines wäßrigen Trägers zu
der Kombination von Schritt (a).
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Wenn eine neutrale Phospholipidkomponente
in der Emulsion eingeschlossen sein soll, wird die neutrale Phospholipidkomponente
mit den vorausstehenden Komponenten in dem Schritt (a) kombiniert.
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Das Verfahren zur Herstellung einer
micellaren Formulierung, welche in einer wäßrigen Lösung mischbar ist, umfaßt:
- a) das Kombinieren eines organischen Lösemittels
mit einer kationischen amphiphilen Komponente und einer nichtionischen
Tensidkomponente.
- b) das Entfernen des organischen Lösemittels, um einen Lipidfilm
zurück
zu lassen und
- c) das Suspendieren des Lipidfilms in einem wäßrigen Träger, um
die micellare Formulierung, welche in einer wäßrigen Lösung mischbar ist, herzustellen.
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Wenn eine neutrale Phospholipidkomponente
in der micellaren Formulierung eingeschlossen sein soll, wird die
neutrale Phopholipidkomponente mit den vorausstehenden Komponenten
in dem Schritt (a) kombiniert.
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Beschreibung
der Figuren
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Die
1 zeigt
die Optimierung der Transfektion von BL6 Zellen mit Komplexen die
zwischen pCMV-Luc-DNS und den Formulierungen Nr. 21 (•-•), Nr. 27
,
Nr. 28 (σ-σ) oder Nr. 30 (O-O) gebildet wurden
(siehe Tabelle 3 für
die Zusammensetzungen der Formulierungen) durch das Mischen von
6 μl einer jeden
Formulierung (6 μl
jeder Formulierung enthielt 4,5 μg
von DC-Chol) mit variierenden Mengen von pCMV-Luc-DNS wie auf der
horizontalen Achse angegeben.
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Die
2 zeigt
die Optimierung der Transfektion von BL6 Zellen mit Komplexen, die
zwischen pCMV-Luc-DNS und variierenden Mengen der Formulierungen
Nr. 21 (•-•), Nr. 27
Nr.
28 (σ-σ) oder Nr. 30
(•-•) gebildet
wurden, wie auf der horizontalen Achse angegeben (siehe Tabelle
3 für die
Zusammensetzungen der Formulierungen). Die Menge der pCMV-Luc-DNS
wurde bei 2 μg
für die
Formulierungen Nr. 27 und Nr. 30 und bei 1,5 μg pCMV-Luc-DNS für die Formulierungen
Nr. 21 und Nr. 28 fixiert und „μg -Formulierung" auf der horizontalen
Achse bezieht sich auf die μg
der Gesamtlipidkomponenten, die in der Menge der Formulierung vorhanden
sind, kombiniert mit pCMV-Luc-DNS, um den Komplex zu bilden.
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Die 3 zeigt
die Stabilität
der Komplexe, die zwischen der DNS und den angegebenen Emulsions- oder
micellaren Formulierungen gebildet wurden (siehe Tabelle 3 für die Zusammensetzung
der Formulierungen). Der Komplex wurde hergestellt mit 2 μg pCMVCAT
und 16 μl
der angegebenen Formulierungen, welche dieselben Mengen von DC-Chol
(12 μg)
in einem Endvolumen von 250 μl
enthielten, außer
für DC-Chol/DOPE-Liposom
: DNS-Komplexe,
welche hergestellt wurden mit 1 μg
pCMVCAT und 6 μg
Liposom in einem Endvolumen von 250 μl.
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Die 4 zeigt
den Effekt der Variation der Konzentration von Tween 80 in Emulsionen,
welche 0,25 mg Öl,
0,25 mg DOPE, 0,75 mg DC-Chol und x mg Tween 80 pro ml enthielten,
eine
neutrale Phospholipidkomponente. auf den durchschnittlichen Durchmesser
der konzentrierten (•-•) und verdünnten (O-O)
pCMV-Luc-DNS/Emulsion-Komplexe.
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Die 5A und 5B zeigen den Effekt von
Tween 80 auf die Transfektionsaktivität von konzentrierten (5A) und verdünnten (5B) pCMV-Luc-DNS/Emulsion-Komplexen
in BL6 Zellen in Medium, welches entweder 0 oder 20% Serum enthielt.
Die Emulsionsformulierungen, welche verwendet wurden, um die verdünnten und
die konzentrierten DNS : Emulsion-Komplexe herzustellen, enthielten
0,25 mg Öl,
0,25 mg DOPE, 0,75 mg DC-Chol
und variierende Mengen von Tween 80 pro ml. Der konzentrierte DNS/Emulsion-Komplex wurde gebildet
durch das Zugeben von 2 μl
einer Lösung,
welche 8 μg
von pCMV-Luc-DNS
enthielt, zu 72 μl
der Emulsion, und der verdünnte
DNS/Emulsion-Komplex wurde gebildet durch das Kombinieren von 2 μg pCMV-Luc
DNS in 125 μl
mit 18 μl
der Emulsion, verdünnt
auf 125 μl.
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Die 6 zeigt
die Expression des CAT-Reporter-Gens in Mäusen, die über die Schwanzvene mit DNS
: Emulsion- oder DNS : Micellen-Komplexen injiziert wurden. Die
Komplexe wurden wie folgt gebildet: 200 μl einer jeden von 4× Konzentraten
der Formulier-ungen Nr. 21 (1100 μg
Gesamtlipidkomponenten), Nr. 28 (1000 μg Gesamtlipidkomponenten), Nr.
34 (900 μg
Gesamtlipidkomponenten) und Nr. 31 (700 μg Gesamtlipidkomponenten) wurden
gemischt mit 6 μl
5 M NaCl zu einer Endkonzentration von NaCl von 0,15 M und dann kombiniert
mit 25 μl
von 4 μg/μl pCMV-CAT-DNS
(100 μg).
Die Menge von DC-Chol, die in einem jeden DNS : Emulsion- und DNS
: Micellen-Komplex enthalten war, war 600 μg. Nach 2 Tagen wurden die Organe
herausgeschnitten und das Protein wurde extrahiert. Die CAT-Aktivität wurde
gemessen durch die Verwendung von 0,1 μCi [14C]-Chloramphenicol
als das Substrat. Jeder Balken repräsentiert den Mittelwert von
2 Mäusen.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf Emulsionsformulierungen, welche stabile Komplexe mit einer
Nukleinsäure
bilden und dadurch das Zuleiten der Nukleinsäure zu Zellen erleichtern.
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Die Emulsionsformulierungen, dieser
Erfindung sind Öl-in-Wasser-Emulsionen,
welche einen wäßrigen Träger umfassen
und die folgenden Lipidkomponenten, eine Ölkomponente, eine kationische
amphiphile Komponente, eine nichtionische Tensidkomponente und wahlweise
eine neutrale Phospholipidkomponente.
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Bevorzugtermaßen sind die Gesamtlipidkomponenten
in der Emulsionsformulierung in einer Menge vorhanden von etwa 0,001
bis etwa 20%, bezogen auf das Gewicht, mehr zu bevorzugen von etwa
0,01 bis etwa 10%, bezogen auf das Gewicht, und am meisten zu bevorzugen
von etwa 0,05 bis etwa 2%, bezogen auf das Gewicht, wobei der Rest
der Emulsion, bezogen auf das Gewicht, der wäßrige Träger ist. Daher können zum
Beispiel für
die Formulierung Nr. 1 in der Tabelle 1, wo 0,625 mg von Gesamtlipidkomponenten
in 0,5 ml PBS vorhanden sind, die Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten
in der Formulierung Nr. 1 wie folgt berechnet werden: Unter der
Annahme, daß 1
ml von PBS, wie 1 ml Wasser in etwa 1000 mg wiegt, dann wiegen 0,5 ml
von PBS 500 mg und der Gewichts-Prozentsatz der in der Formulierung
Nr. 1 enthaltenen Gesamtlipidkomponenten ist:
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Von den in den Emulsionsformulierungen
dieser Erfindung vorhandenen Gesamtlipidkomponenten ist bevorzugtermaßen die
amphiphile Komponente in einer Menge von etwa 5 bis etwa 80 Gewichts-%
der Gesamtlipidkomponenten in der Emulsionsformulierung vorhanden,
die Ölkomponente
ist in einer Menge von etwa 10 bis etwa 80 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten
vorhanden, die nichtionische Tensidkomponente ist in einer Menge
von etwa 5 bis etwa 50 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten vorhanden
und wahlweise ist die neutrale Phospholipidkomponente in der Formulierung
in einer Menge von etwa 5 bis etwa 25 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten
vorhanden.
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Mehr zu bevorzugen ist der Ölbestandteil
in einer Menge von etwa 10–60
Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten in der Emulsionsformulierung
vorhanden, die amphiphile Komponente ist in einer Menge von etwa
20–60
Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten vorhanden, die nichtionische
Tensidkomponente ist in einer Menge von etwa 10–50 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten
vorhanden und wahlweise ist eine neutrale Phospholipidkomponente
in einer Menge von etwa 10–40
Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten vorhanden.
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Am meisten zu bevorzugen umfaßt die Emulsionsformulierung
die Ölkomponente
in einer Menge von etwa 10–20
Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten, die amphiphile Komponente
in einer Menge von etwa 40–60
Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten, die nichtionische Tensidkomponente
in einer Menge von etwa 20–50
Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten und wahlweise die neutrale
Phospholipidkomponente in einer Menge von etwa 10–20 Gewichts-%
der Gesamtlipidkomponenten. Eine besonders bevorzugte Emulsionsformulierung
enthält
ein Öl,
ein kationisches Amphiphiles, ein nichtionisches Tensid und ein
neutrales Phospholipid in einem Gewichtsverhältnis von etwa 2 : 6 : 1 :
2.
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Die micellaren Formulierungen sind
mit Blut kompatibel. Die micellaren Formulierungen umfassen einen
wäßrigen Träger und
die folgenden Lipidkomponenten: eine kationische amphiphile Komponente,
eine nichtionische Tensidkomponente und wahlweise eine neutrale
Phospholipidkomponente.
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Bevorzugtermaßen sind die Gesamtlipidkomponenten
in der micellaren Formulierung in einer Menge, die in dem Bereich
von etwa 0,0001 bis etwa 70%, bezogen auf das Gewicht, liegt, vorhanden,
und mehr zu bevorzugen von etwa 0,001 bis etwa 60%, bezogen auf
das Gewicht, und am meisten zu bevorzugen von etwa 0,001 bis etwa
50, bezogen auf das Gewicht, wobei der Rest, bezogen auf das Gewicht
der micellaren Formulierung, der wäßrige Träger ist. Daher kann zum Beispiel
für die
Formulierung Nr. 15 in der Tabelle 2, wo 1,25 mg der Gesamtlipidkomponenten
in 1 ml PBS vorhanden sind, der Gewichts-Prozentsatz der Gesamtlipidkomponenten
in der Formulierung Nr. 15 wie folgt berechnet werden: Unter der
Annahme, daß 1
ml PBS, wie 1 ml Wasser, in etwa 1000 mg wiegt, ist der Gewichtsprozent-Anteil der Gesamtlipidkomponenten
in der Formulierung Nr. 15
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Von den in den micellaren Formulierungen
enthaltenen Gesamtlipidkomponenten ist bevorzugtermaßen die
amphiphile Komponente vorhanden in einer Menge von etwa 10 bis etwa
90 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten in der micellaren Formulierung,
die nichtionische Tensidkomponente ist vorhanden in einer Menge
von etwa 10 bis etwa 90 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten, und
wahlweise ist die neutrale Phospholipidkomponente in einer Menge
vorhanden von etwa 5 bis etwa 40 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten.
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Am meisten zu bevorzugen ist die
amphiphile Komponente in einer Menge vorhanden von etwa 30 bis etwa
90 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten in der micellaren Formulierung,
die nichtionische Tensidkomponente ist vorhanden in einer Menge
von etwa 10 bis etwa 70 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten, und
wahlweise ist die neutrale Phospholipidkomponente in einer Menge
von etwa 5 bis etwa 30 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten vorhanden.
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Mehr zu bevorzugen ist die amphiphile
Komponente in einer Menge vorhanden von etwa 50 bis etwa 90 Gewichts-%
der Gesamtlipidkomponenten in der micellaren Formulierung, die nichtionische
Tensidkomponente ist vorhanden in einer Menge von etwa 10 bis etwa
50 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten, und wahlweise ist die
neutrale Phospholipidkomponente vorhanden in einer Menge von etwa
10 bis etwa 20 Gewichts-% der Gesamtlipidkomponenten. Eine besonders
bevorzugte micellare Formulierung enthält ein kationisches Amphiphiles,
ein nichtionisches Tensid und ein neutrales Phospholipid in einem
Gewichtsverhältnis von
etwa 6 : 1 : 2.
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Mit Ölkomponente, wie hierin verwendet,
wird jedwede mit Wasser nicht mischbare Komponente gemeint, die
in einer konventionellen Weise als ein Öl bezeichnet wird. Es versteht
sich, daß die Ölkomponente Mischungen
von zwei oder mehr Ölen
einschließen
kann. Beispiele für Öle, welche
verwendet werden können, um
die Emulsionsformulierungen der vorliegenden Erfindung herzustellen,
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf natürliche Öle, wie
Mandelöl,
Kokosnußöl, Kabeljau-
bzw. Schollenleberöl
(cod liver oil), Maisöl, Baumwollsamenöl, Castor
bzw. Rizinusöl,
Olivenöl,
Palmöl,
Erdnußöl, Pfefferminzöl, Rosenöl, Distelöl, Sesamöl, Sojabohnenöl, Sonnenblumenöl und pflanzliches Öl und synthetische Öle, wie
Triethylglycerol und Diethylglycerol. Ein bevorzugtes Öl ist Rizinusöl.
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Die kationische amphiphile Komponente
der Formulierungen dieser Erfindung kann jedwedes kationische Amphiphile
oder jedwede Mischung von Amphiphilen sein, welches) wirksam ist
für die
Verwendung in Liposomen oder für
die Herstellung von Lipidkomplexen, die in der Lage sind, eine biologisch
aktive Substanz Zellen zuzuleiten. Zum Beispiel die Amphiphilen,
beschrieben in Bolcsak et al. USP 5 100 662, wären für die Verwendung in dieser
Erfindung geeignet. Zusätzliche
Beispiele für
kationische Amphiphile, geeignet für die Formulierung der Emulsionsformulierungen
dieser Erfindung, schließen
ein, kationische Lipide wie 1,2-bis(Oleoyloxy)-3-(trimethylammonium)propan
(DOTAP), N-[1,-(2,3-Dioleoyloxy)propyl]-N,N,N-trimethylammoniumchlorid (DOTMA)
oder andere N-(N,N-1-Dialkoxy)-alkyl-N,N,N-trisubsituierte Ammoniumtenside, 1,2-Dioleoyl-3-(4'-trimethylammonium)butanoyl-snglycerol
(DOBT) oder Cholesteryl-(4'-trimethylammonium)butanoat
(ChOTB); wo die Trimethylammoniumgruppe über einen Butanoylspacerarm
mit entweder der Doppelkette verknüpft ist (für DOTB) oder mit der Cholesterylgruppe
(für ChOTB),
DORI (DL-1, 2-Dioleoyl-3-dimethylaminopropyl-B-hydroxyethylammonium)
oder DORIE (DL-1,2-O-Dioleoyl-3-dimethylaminopropyl-β-hydroxyethylammonium)
(DORIE) oder Analoga davon, wie offenbart in der WO 93/03 709; 1,2-Dioleoyl-3-succinyl-sn-glycerolcholinester
(DOSC), Cholesterylhemisuccinatester (ChOSC); Lipopopolyamine wie
Doctadecylamidoglycylspermin (DOGS) und Dipalmitoylphosphatidylethanolamidospermin
(DPPES) oder die kationischen Lipide, offenbart in dem USP Nr. 5
283 185, Cholesteryl-3β-Carboxyl-amido-ethylentrimethylammoniumiodid,
1-Dimethylamino-3-trimethylammonium-DL-2-propylcholesterylcarboxylatiodid,
Cholesteryl-3β-carboxyamidoethylenamin,
Cholesteryl-3β-oxysuccinamido-ethylentrimethylammoniumiodid,
1-Dimethylamino-3-trimethylammonium-DL-2-propyl-cholesteryl-3β-oxysuccinatiodid,
2-[(2-Trimethylammonium)-ethylmethylamino]ethyl-cholesteryl-3β-oxysuccinatiodid,
3β[N-(N',N'-Di methylaminoethan)carbamoyl]cholesterol (DC-Chol),
und 3β-[N-(Polyethylenimin)-carbamoyl]cholesterol.
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Beispiele für bevorzugte Amphiphile schließen ein
Cholesteryl-3β-carboxyamidoethylentrimethylammoniumiodid,
1-Dimethylamino-3-trimethylammonium-DL-2-propyl-cholesterylcarboxylatiodid,
Cholesteryl-3β-carboxy-amidoethylenamin,
Cholesteryl-3β-oxysuccinamidoethylentrimethylammoniumiodid,
1-Dimethylamino-3-trimethylammonium-DL-2-propyl-cholesteryl-3β-oxysuccinatiodid, 2-[(2-Trimethylammonium)ethylmethylamino]ethylcholesteryl-3β-oxysuccinatiodid,
3β[N-(N',N'-Dimethylaminoethan)-carbamoyl]-cholesterol
(DC-Chol) und 3β[N-(Polyethylenimin)-carbamoyl]cholesterol.
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Da eine Eigenschaft der Emulsions-
und micellaren Formulierungen der vorliegenden Erfindung ihre Stabilität ist, wenn
sie allein oder als Komplexe mit biologisch aktiven Substanzen gelagert
werden, wird von normalen Fachleuten verstanden werden, daß bevorzugte
kationische Amphiphile kationische Lipide sind, in welchen Bindungen
zwischen der lipophilen Gruppe und der Aminogruppe stabil in wäßriger Lösung sind.
Solche Bindungen schließen
Amidbindungen, Esterbindungen, Etherbindungen und Carbamoylbindungen
ein. Ein mehr bevorzugtes kationisches Lipid ist DC-Chol.
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Die nichtionische Tensidkomponente
der Formulierungen dieser Erfindung schließt mindestens ein nichtionisches
Tensid mit einem Molekulargewicht zwischen 200 und 20 000 ein. In
einer Ausführungsform können diese
Tenside gebildet werden durch das Umsetzen einer hydrophoben hydroxylhaltigen
Verbindung (z. B. eines Alkohols oder Phenols) mit einem Ethylenoxid,
wo die Anzahl von Ehtylenoxidgruppen in jedwedem gewünschten
Ausmaß addiert
werden kann. Gewöhnliche
Fachleute würden
jedoch verstehen, daß die Fähigkeit,
die Emulsionen oder Micellen dieser Erfindung zu stabilisieren abhängig sein
kann von der relativen Menge an Ethylenoxid, das an eine gegebene
hydrophobe Gruppe addiert wird. Es versteht sich weiter, daß Tenside
mit verzweigtkettigen Ethylenoxideinheiten mehr Oberflächenbereich
abdecken als Tenside mit einzelkettigen Ethylenoxideinheiten und
daß daher
die einzelkettigen Tenside in größeren Menge
verwendet werden müßten als
die verzweigtkettigen Tenside, um die Emulsions- und micellaren
Formulierungen dieser Erfindung herzustellen.
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Beispiele für nichtionische Tenside dieser
Erfindung schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf Polyethylenglycol, Derivate von Phosphatidylethanolamin und
synthetische Tenside, die kommerziell erhältlich sind unter den Markennamen
Span,
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Bevorzugte Tenside sind verzweigtkettige
Tenside wie Tween 20, Tween 40, Tween 60 und Tween 80.
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Wenn wahlweise den Emulsions- und
den micellaren Formulierungen zugegeben, kann die neutrale Phospholipidkomponente
ein einzelnes neutrales Phospholipid oder eine Mischung von neutralen
Phospholipiden sein. Beispiele für
neutrale Phospholipide, welche wahlweise zu den Formulierungen dieser
Erfindung zugegeben werden können,
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf Phosphatidylcholin (PC) oder Phosphatidylethanolamin (PE) oder
vollständig
gesättigte
oder teilweise hydrogenierte Phosphatidylcholine (PC) oder Phosphatidylethanolamine
(PE) mit aliphatischen Ketten zwischen 6 und 24 Atomen Länge wie
Dioleoyl-PC (DOPC)
und Dioleoyl-PE (DOPE). Ein bevorzugtes neutrales Phospholipid ist
DOPE.
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Verfahren zur Herstellung der Emulsionsformulierungen
der vorliegenden Erfindung werden ebenfalls bereit gestellt.
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Ein Verfahren zur Herstellung von
Emulsionsformulierungen dieser Erfindung umfaßt:
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Das Kombinieren eines organischen Lösemittels mit einer Ölkomponente,
einer kationischen amphiphilen Komponente, einer nichtionischen
Tensidkomponente und wahlweise einer neutralen Phospholipidkomponente,
- (b) Das Entfernen des organischen Lösemittels, um einen Lipidfilm
zurück
zu lassen, und
- (c) Das Suspendieren des Lipidfilms in einem wäßrigen Träger, um
die Emulsionsformulierung herzustellen.
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Ein alternatives Verfahren zur Herstellung
der Emulsionsformulierungen dieser Erfindung umfaßt:
- (a) Das Kombinieren einer Ölkomponente, einer kationischen
amphiphilen Komponente, einer nichtionischen Tensidkomponente und
wahlweise einer neutralen Phospholipidkomponente, und
- (b) Das Zugeben eines wäßrigen Trägers zu
der Kombination der Komponenten in dem Schritt (a), um die Emulsion
herzustellen.
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Bevorzugtermaßen sind die durchschnittlichen
Durchmesser der Emulsionsformulierungen weniger als etwa 1000 nm,
mehr zu bevorzugen weniger als 800 nm und am meisten zu bevorzugen
weniger als 500 nm.
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Bevorzugte Komponenten der Emulsionen
der vorliegenden Erfindung schließen phosphatgepufferte Kochsalzlösung (PBS),
als den wäßrigen Träger ein,
Rizinusöl
als die Ölkomponente,
DC-Chol als die amphiphile Komponente, Tween 80 als die nichtionische
Tensidkomponente und wahlweise Phosphatidylcholin oder DOPE als
die neutrale Phospholipidkomponente.
-
Ein Verfahren zur Herstellung der
micellaren Formulierungen umfaßt:
- (a) Das Kombinieren eines organischen Lösemittels
mit einer kationischen amphiphilen Komponente, einer nichtionischen
Tensidkomponente und wahlweise einer neutralen Phospholipidkomponente,
- (b) Das Entfernen des organischen Lösemittels, um einen Lipidfilm
zurück
zu lassen, und
- (c) Das Suspendieren des Lipidfilms in einem wäßrigen Träger, um
die micellare Formulierung herzustellen.
-
Bevorzugtermaßen sind die durchschnittlichen
Durchmesser der micellaren Formulierungen weniger als etwa 1000
nm, mehr zu bevorzugen weniger als 800 nm und am meisten zu bevorzugen
weniger als 500 nm.
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Bevorzugte Komponenten der micellaren
Formulierungen schließen
phosphatgepufferte Kochsalzlösung
als den wäßrigen Träger, DC-Chol
als die amphiphile Komponente, Tween 80 als die nichtionische Tensidkomponente
und wahlweise PC oder DOPE als die neutrale Phospholipidkomponente
ein.
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Wenn ein organisches Lösemitteln
in den vorausstehenden Verfahren verwendet wird, um die micellaren
und Emulsionsformulierungen herzustellen, ist jedwedes organische
Lösemittel
welches keinen toxischen Rest, folgend auf die Entfernung zurückläßt, und
welches die Lipidkomponenten der Emulsions- und micellaren Formulierungen
solubilisiert, für
die Verwendung geeignet. Beispiele für geeignete Lösemittel
schließen
niedere Alkohole ein, Dimethoxyethan, Dioxan, Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran,
Diethylether, Aceton, Dimethylsulfoxid (DMSO), Dimethylformamide
(DMF) und halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Chloroform, Acetonitril
oder Mischungen davon. Ein bevorzugtes organisches Lösemittel
ist Chloroform.
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Das organische Lösemittel kann entfernt werden
durch das Trocknen der Kombination von Schritt (a) unter einem geeigneten
Gas wie Argon oder Stickstoff und/oder unter einem Vakuum. Der getrocknete
Film kann dann lyophilisiert und bei etwa –80 bis 37°C gelagert werden oder kann
in einem geeigneten wäßrigen Träger resuspendiert
werden. Wäßrige Träger, die
zur Verwendung in dieser Erfindung geeignet sind, sind nicht toxisch
für Zellen
und können
gepuffert sein oder nicht. Wenn diese Träger gepuffert sind, schließen geeignete
Puffer solche Puffer ein wie Citrat, Carbonat, Bicarbonat, Acetat,
Tris, Glycinat und Maleat. Wäßrige Träger, welche
in den Formulierungen dieser Erfindung verwendet werden können schließen ein,
sind aber nicht beschränkt
auf destilliertes Wasser, normale Kochsalzlösung und phosphatgepufferte
Kochsalzlösung. Man
muß verstehen,
daß ein
bevorzugter pH-Bereich
für die
Emulsions- und die micellaren Formulierungen ein pH-Bereich ist,
in welchem die bestimmte kationische amphiphile Komponente, die
in einer Formulierung vorhanden ist, positiv geladen ist. Gewöhnliche
Fachleute wären
leicht in der Lage, einen solchen pH-Bereich aus dem pKa der kationischen
amphiphilen Komponente, welche in einer bestimmten Formulierung
vorhanden ist, zu bestimmen.
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Es versteht sich weiter, daß der wäßrige Träger, in
welchem der Lipidfilm suspendiert wird, Inhaltsstoffe einschließen kann
wie Stabilisatoren, Antibiotika und Fungizide und antimykotische
Mittel.
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Wenn einmal gebildet, können die
micellaren und Emulsionsformulierungen mit einer Nukleinsäure gemischt
werden, um Komplexe herzustellen, welche lagerungsstabil sind, wie
widergespiegelt durch eine Beibehaltung der Aktivität der Nukleinsäure über die
Zeit oder durch die Beibehaltung des Durchmessers der Emulsions-
oder der micellaren Formulierung über die Zeit.
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In einer Ausführungsform kann die Fähigkeit
einer Emulsionsformulierung dieser Erfindung eine Nukleinsäure zu einer
Zelle zuzuleiten getestet werden durch das Aussetzen von Zellen
gegenüber
den Komplexen, welche zwischen einer Emulsions- oder micellaren
Formulierung und einem Plasmidkonstrukt, welches ein Reportergen
als die Nukleinsäure
enthält,
gebildet werden. Solche Reportergene sind den gewöhnlichen Fachleuten
bekannt und schließen
das Chloramphenicolacetyltransferasegen, das Luciferasegen, das β-Galaktosidasegen
und das Gen für
den humanen Wachstumsfaktor ein.
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Mit „biologisch aktiver Substanz", wie durchweg in
der Beschreibung und den Ansprüchen
verwendet, meint man ein Molekül,
eine Verbindung oder eine Zusammensetzung, welche, wenn sie in einer
wirksamen Menge vorhanden ist, mit lebenden Zellen und Organismen
reagiert und/oder einen Einfluß auf
sie hat. Man muß verstehen,
daß in
Abhängigkeit
von der Natur der aktiven Substanz, die aktive Substanz entweder
auf der Zelloberfläche
aktiv sein kann oder ihre Aktivität, wie bei DNS oder RNS ausüben kann,
nachdem sie in die Zelle eingeführt
wurde.
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Beispiele für biologisch aktive Substanzen
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf Nukleinsäuren wie
DNS, cDNS, RNS (Vollängen-mRNS,
Ribozyme, Antisense-RNS, Lockvögel
bzw. Abfänger
(decoys)), Oligodesoxinukleotide (Phosphodiester, Phosphothioate,
Phosphoramidite, und alle andere chemischen Modifikationen), Oligonukleotide
(Phosphodiester etc.) oder lineare und geschlossen zirkuläre Plasmid-DNS;
Kohlenhydrate, Proteine und Peptide einschließlich von rekombinanten Proteinen
wie zum Beispiel Zytokinen (z. B. Interleukine) trophische und Wachstums-
oder Reifungsfaktoren (z. B. NGF, G-CSF, GM-CSF), Enzyme, Vaccine (z. B. HBsAg,
gp120); Vitamine, Prostaglandine, Arzneistoffe wie lokale Anästhetika
(z. B. Procain), Mittel gegen Malaria (z. B. Chloroquin), Verbindungen,
welche die Blut-Hirn-Schranke passieren müssen, wie Mittel gegen Parkinson
(z. B. leva-DOPA),
Antagonisten von adrenergen Rezeptoren (z. B. Propanolol), antineoplastische
Mittel (z. B. Doxorubicin), Antihistamine, biogene Amine (z. B.
Dopamin), Antidepressiva (z. B. Desipramin), Anticholinergika (z.
B. Atropin), Antiarrhythmika (z. B. Quinidin), Antiemetika (z. B.
Chloroprimamin) und Analgesika (z. B. Codein, Morphin) oder Arzneimittel
mit einem niedrigem Molekulargewicht wie Cisplatin, welches die
Transfektionsaktivität
verstärkt
oder die Lebensdauer von der DNS innerhalb oder außerhalb
der Zellen verlängert.
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Wenn die biologisch aktive Substanz
ein antigenes Protein oder Peptid ist, können die Komplexe, welche durch
die Emulsions- oder micellaren Formulierungen gebildet werden, als
Vakzine verwendet werden. In dieser Ausführungsform kann das Vorhandensein
von Öl
in der Emulsionsformulierung einen Adjuvanseffekt des Komplexes
verstärken.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
sind die Nukleinsäuren
Nukleinsäuren,
welche für
ein Gen oder ein Genfragment kodieren oder welche eine Transkription
und/oder eine Translation bewirken.
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Die Komplexe der vorliegenden Erfindung
können
verwendet werden, um eine Nukleinsäure zu Zellen in vitro oder
in vivo zuzuleiten.
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Man glaubt, daß das kationische Amphiphile
an die negativ geladene Nukleinsäure
bindet. Bevorzugtermaßen
haben die Nukleinsäure
: Emulsion-Komplexe dieser Erfindung, die in vitro oder in vivo
verwendet werden sollen, ein Gewichtsverhältnis von Nukleinsäure : Gesamtlipidkomponenten
in der Emulsion von etwa 1 : 1 bis zu etwa 1 : 50, mehr zu bevorzugen
ein Gewichtsverhältnis
von Nukleinsäure
: Gesamtlipidkomponenten in der Emulsion von etwa 1 : 1 bis zu etwa
1 : 30 und am meisten zu bevorzugen ein Gewichtsverhältnis von
Nukleinsäure
: Gesamtlipidkomponenten in der Emulsion von etwa 1 : 1 bis etwa
1 : 20. So war zum Beispiel in dem Beispiel 11, wo ein DNS : Emulsion-Komplex
gebildet wurde durch das Kombinieren von 100 μg DNS mit einem Volumen der
Emulsionsformulierung Nr. 21, welche 1100 μg Gesamtlipidkomponenten enthielt, das
Gewichtsverhältnis
von DNS : Gesamtlipidkomponenten der Emulsion 21 in dem Komplex
100 μg/1100 μg oder 1
: 11.
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Bevorzugtermaßen haben die Nukleinsäure : Micellen-Komplexe,
die in vitro oder in vivo verwendet werden sollen, ein Gewichtsverhältnis von
Nukleinsäure
: Gesamtlipidkomponenten in der Micelle von etwa 1 : 1 bis etwa
1 : 50, mehr zu bevorzugen ein Gewichtsverhältnis von Nukleinsäure: Gesamtlipidkomponenten
in der Micelle von etwa 1 : 1 bis etwa 1 : 30 und am meisten zu
bevorzugen ein Gewichtsverhältnis
von Nukleinsäure:
Gesamtlipidkomponenten in der Micelle von etwa 1 : 1 bis etwa 1
: 20. Daher war zum Beispiel in dem Beispiel 11, in dem ein DNS
: Micellen-Komplex gebildet wurde durch das Kombinieren von 100 μg DNS mit einem
Volumen der micellaren Formulierung Nr. 31, welche 700 μg Gesamtlipidkomponenten
enthielt, das Gewichtsverhältnis
von DNS : Gesamtlipidkomponenten der Micelle Nr. 31 in dem Komplex
100 μg/700 μg oder 1
: 7.
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Man muß verstehen, daß das Kombinieren
der Emulsions- oder micellaren Formulierungen mit einer Nukleinsäure, um
die Nukleinsäure
: Emulsion- oder Nukleinsäure
: micellaren Komplexe zu bilden, mindestens während 5 min. in Gegenwart oder
in Abwesenheit von Serum bei einer Temperatur von etwa 4°C bis etwa 37°C durchgeführt werden
kann. Die resultierenden Nukleinsäure : Emulsion- und Nukleinsäure : Micellen-Komplexe
können
dann sofort in vitro oder in vivo verwendet werden oder können vor
der Verwendung gelagert werden.
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Bevorzugtermaßen sind durchschnittliche
Durchmesser von Nukleinsäure
: Emulsion- oder Nukleinsäure
: Micellen-Komplexen, die in vitro oder in vivo verwendet werden
sollen, 100 bis 4000 nm, mehr zu bevorzugen 100 bis 2000 nm und
am meisten zu bevorzugen, 100 bis 1000 nm.
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In einer Ausführungsform können die
Nukleinsäure:
Emulsion-Komplexe dieser Erfindung verwendet werden, um Zellen mit
Nukleinsäure
zu transfizieren. Geeignete Zellen für eine Transfektion in vitro
schließen eukaryotische
Zellen ein, einschließlich
aller Säugetierzelllinien,
die geeignet für
eine Transfektion mit kationischen Lipiden sind, Zellen, welche
von einem Wirt in Primärkultur
genommen wurden, oder Zellen, welche aus einer Passage der primären Kultur
resultieren.
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Wenn zum Beispiel 105 Zellen
in vitro transfiziert werden, wird eine Transfektion ausgeführt durch
das Aussetzen der Zellen bevorzugtermaßen gegenüber von etwa 0,1 bis etwa 5 μg Nukleinsäure : Emulsion-Komplex,
mehr zu bevorzugen gegenüber
von etwa 0,5 bis etwa 2 μg
von Nukleinsäure
: Emulsion-Komplex.
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Wenn 105 Zellen
mit Nukleinsäure
: Micellen-Komplex transfiziert werden sollen, wird eine Transfektion ausgeführt durch
das Aussetzen der Zellen bevorzugtermaßen gegenüber von etwa 0,1 bis etwa 20 μg von Nukleinsäure : Micellen-Komplex,
mehr zu bevorzugen gegenüber
von etwa 1 bis etwa 10 μg
von Nukleinsäure :
Micellen-Komplex.
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Wie hierin verwendet, bezieht sich μg von Nukleinsäure : Emulsion-Komplex
oder μg
von Nukleinsäure :
Micellen-Komplex auf die Summe der Mengen an μg von Nukleinsäure und
der Menge μg
der Gesamtlipidkomponenten in der Emulsion- oder micellaren Formulierung,
welche in dem Komplex enthalten ist. Es können zum Beispiel 5 μg von dem
Nukleinsäure
: Emulsion-Komplex 0,5 μg
von der Nukleinsäure
und 4,5 μg
von den Gesamtlipidkomponenten der Emulsionsformulierung enthalten.
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Gewöhnliche Fachleute würden leicht
verstehen, daß die
Gesamtmenge von dem Nukleinsäure
: Emulsion- oder dem Nukleinsäure
: Micellen-Komplex, die verwendet werden soll, in einer direkten
Weise mit der Anzahl der Zellen, welche transfiziert werden sollen
variiert. Ein Vorteil der Emulsion- und micellaren Formulierungen
gegenüber
kationischen Lipidvektoren nach dem Stand der Technik ist, daß die Emulsionen
und Micellen der Erfindung, wenn sie mit der Nukleinsäure komplexiert
werden, effektiver für
ein Transfizieren von Zellen sind, welche in serumhaltigem Medium
kultiviert werden.
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Die Nukleinsäure : Emulsion- und Nukleinsäure : Micellen-Komplexe
können
verwendet werden, um Nukleinsäuren
zu Zellen in einem Tier oder in einem Menschen in vivo zuzuleiten.
Daher können
die Nukleinsäure
: Emulsion- oder Nukleinsäure
: Micellen-Komplexe verwendet werden als Zuleitungssysteme in der Gentherapie.
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Geeignete Wege der Verabreichung
von Nukleinsäure
enthaltenden Komplexen dieser Erfindung an ein Tier oder einen Menschen
schließen
die Inokulierung oder die Injektion durch zum Beispiel intravenöse, orale,
intraperitoneale, intramuskuläre,
subkutane, intra aurale, intraartikuläre oder intramammäre Wege,
lokale Applikation, zum Beispiel auf der Haut, der Kopfhaut, den
Ohren oder den Augen oder durch die Absorption über Epithel- oder Schleimhäute, zum
Beispiel nasale, orale, vaginale, rektale und gastrointestinale
unter anderen, und als ein Aerosol. Gewöhnliche Fachleute würden leicht
verstehen, daß die
Art der Verabreichung diejenige Stelle in dem Organismus bestimmen
kann, zu welcher die biologisch aktive Substanz zugeliefert werden
wird, und einen Einfluß auf
die Menge des Komplexes, der verabreicht werden soll, haben kann.
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Da, wie in dem Beispiel 11 gezeigt,
die Verabreichung von etwa 4 μg
von dem Nukleinsäure
: Emulsion- oder dem Nukleinsäure
: Micellen-Komplex /g Körpergewicht
an eine Maus von 25 g eine Transfektionsaktivität in vivo hergestellt hat,
könnten
gewöhnliche
Fachleute unter Verwendung dieses Verhältnisses von 4 μg eines Komplexes
pro Gramm des Körpergewichtes
der Maus andere Verhältnisse
von μg von
Komplex/Gramm Körpergewicht
erhalten, welche für
eine Transfektionsaktivität
in anderen Tieren oder im Menschen optimiert sind.
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In einer alternativen Ausführungsform
können
die Emulsion- und die micellaren Formulierungen selbst an Biomakromoleküle binden
(d. h. Moleküle
welche von dem Tier oder dem Menschen hergestellt werden) in situ
nach systemischen oder lokalen Verabreichungen und sich als ein
lokales Depot für
endogene bioaktive Substanzen verhalten.
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Die folgenden Beispiele erläutern verschiedenartige
Aspekte der Erfindung.
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Beispiele
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Material und
Methoden
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Materialien:
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DC-Chol kationisches Lipid wurde
synthetisiert gemäß Gao und
Huang (Biochem. Biophys. Res. Commun., 179: 280–285, 1991). Tween 80 und Rizinusöl wurden
erhalten von Fisher, Pluronic Copolymer L63 wurde erhalten von BASF.
Brij, Span und die Pluronic Tenside F68 und F127 wurden erworben
von Sigma. Dioleoylphosphatidylethanolamin (DOPE) und Ei-Phosphatidylcholin
(PC) wurden erhalten von Avanti Polar Lipids. LipofektAMIN Liposomen
(DOSPA (2, 3-Dioleyloxy-N-[2(spermin-carboxamido)ethyl]-N,N,-dimethyl-1-propanaminium)
und DOPE) in einem Gewichtsverhältnis
von 3 : 1) wurden erhalten von Life Technologies, Inc.
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Herstellung
der Emulsionen und Micellen
-
Tween 80, verdünnt in Chloroform wurde kombiniert
mit DC-Chol (Micellen) und, wo angegeben, DOPE oder Phosphatidylcholin;
oder mit Rizinusöl,
DC-Chol und, wo angegeben, DOPE oder Phosphatidylcholin (Emulsionen)
in unterschiedlichen Gewichtsverhältnissen. Das organische Lösemittel
wurde dann unter einem Strom von Stickstoffgas verdampft und der
Lipidfilm wurde vakuumgetrocknet bei 4°C über Nacht, um restliches organisches
Lösemittel
zu entfernen. Ein ml von phosphatgepufferter Kochsalzlösung (PBS,
pH 7,4) wurde dann zugegeben und man ließ die Mischung eine Stunde
lang hydratisieren. Die Lipidsuspension wurde dann mit einem Vortexmischer
gemischt und anschließend
3 bis 4 min. unter Verwendung eines Gewebezerkleinerers (tissue
tearer) bei einer Geschwindigkeit von etwa 20 000 U/min homogenisiert.
Die durchschnittlichen Durchmesser der Emulsion- oder Micellenformulierungen und der
DNS: Emulsion- oder DNS : Micellen-Komplexe wurden gemessen durch
Laserlichtstreuung unter Verwendung eines Coulter N4SD Submikron Teilchengrößen-Messgeräts.
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Herstellung von DC-Chol/DOPE-Liposomen:
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Unilamellare kleine Liposomen von
etwa 100 nm Durchmesser wurden hergestellt durch Mikrofluidisierung
einer hydratisierten Mischung von DC-Chol und DOPE (Gewichtsverhältnis von
1 : 1) und sterilfiltriert. Die Lipidendkonzentration der DC-Chol/DOPE-Liposomen, die in
den Transfektionsexperimenten verwendet wurden, war 1,2 μg/μl PBS.
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Gewebekultur:
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Maus-Melanom BL6-Zellen wurden kultiviert
in RPMI-Medium, supplementiert mit 10% fötalem Rinderserum. Embryonale
293-Human-Nierenzellen und F0 wurden kultiviert
in DMEM-Medium, supplementiert mit 10% fötalem Rinderserum. CHO Zellen
wurden kultiviert in F12-Medium, supplementiert mit 10% fötalem Rinderserum.
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Plasmid-DNS:
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Ein pCDNS3-Plasmid,
pCMV-Luc, welches das Luciferasegen unter der Kontrolle des sofortfrühen Promotors
des Cytomegalievirus (CMV) früher
Sofort-Promotor (immediate early promoter) enthielt, wurde verwendet,
um die Transfektionseffizienz zu bewerten. Ein ähnliches Plasmid, pRSV-Luc,
welches das selbe Luciferasegen unter der Kontrolle eines Promotors
des Rous Sarkom Virus enthielt wurde ebenfalls verwendet, um die
Transfektionseffizienz zu bewerten. Das Plasmid pCMV-CAT ist ein
auf pUC18 basierendes Plasmid, welches das Chloramphenicolacetyltransferase-
(CAT) Gen von E. coli stromabwärts
von dem CMV-Promoter enthält.
Die Präparation
und die Reinigung der Plasmid-DNS wurde durchgeführt gemäß Standardverfahren (Sambrook,
J., Fritsch, E. F. und Maniatis, T., Molecular Cloning: A Laboratory
Manual. Cold Spring Harbour Lab Press: Plainview, 1: S. 21–52, 1989).
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Transfektion:
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In 48-Vertiefungs-Platten bzw. Platten
mit 48 Vertiefungen kultivierte Zellen (etwa zu 70– 80% konfluent)
wurden für
die Transfektion verwendet und drei Vertiefungen wurden mit einer
jeden Formulierung transfiziert. Die pCMV-Luc- oder pRSV-Luc-Plasmid-DNS
wurden verdünnt
in 125 μl
serumfreiem CHO-S-SFM-Medium (Life Technologies, Inc.). Die Emulsionen,
die Micellen, die DC-Chol/DOPE Liposomen oder LipofektAMINE-Liposomen
wurden verdünnt
in 125 μl
von Hank's balancierter
Salzlösung
(HBSS). Die verdünnte
DNS und die Formulierungen oder Liposomen wurden kombiniert, mit
oder ohne Zugabe von fötalem
Rinderserum auf 20%, und bei Raumtemperatur während 5 bis 10 min inkubiert,
bevor sie zu den Zellen hinzu gegeben wurden. Die Zellen wurden
bei 37°C
5 Stunden lang inkubiert. Das Transfektionsmedium wurde durch Wachstumsmedium,
welches 10 % fötales
Rinderserum enthielt, ersetzt, und die Zellen wurden dann 2 Tage
lang kultiviert, bevor der Luciferaseassay durchgeführt wurde.
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Luciferaseassay
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Die Zellen wurden zweimal mit PBS
gewaschen und bei Raumtemperatur in der Gegenwart von 100 μl Lysepuffer
(0,1 M Tris-HCl, pH 7,8/0,05 % Triton X-100/2 mM EDTA) 10 min inkubiert
und dann bei 12 000 × g
zentrifugiert. 10 μl
des Überstandes
wurden für
den Luciferaseassay unter Verwendung des Luciferaseassaysystems
(Promega) in einem Luminometer (Autolumat LB 953 von EG & G, Berthhold)
genommen. Die Luciferaseaktivität
ist angegeben in relativen Lichteinheiten (RLU).
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Tierstudien:
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Weibliche CD 1 Mäuse, 5 Wochen alt, wurden erworben
von Charles River Breeding Laboratories. Die Tierpflege war gemäß den institutionellen
Richtlinien. 200 μl
von jedem von 4 × Konzentraten
(zum Beispiel das 4 × Konzentrat
der Formulierung Nr. 21 enthielt 1,0 mg Öl, 1,0 mg PC, 0,5 mg Tween
80 und 3,0 mg DC-Chol pro ml PBS) der Formulierungen Nr. 21 (1100 μg Gesamtlipidkomponenten),
Nr. 28 (1100 μg
Gesamtlipidkomponenten), Nr. 34 (900 μg Gesamtlipidkomponenten) und
Nr. 31 (700 μg
Gesamtlipidkomponenten) (600 μg DC-Chol
pro Formulierung) wurden gemischt mit 5 M NaCl zu einer Endkonzentration
von NaCl von 0,15 M und dann kombiniert mit 25 μl von 4 μg/μl pCMV-CAT-DNS (100 μg). Die Gesamtmischung
(231 μl) wurde
in Mäuse über die
Schwanzvene injiziert. Zwei Tage später wurden die Mäuse getötet, und
die Leber, die Milz, die Niere, die Lunge und das Herz wurden für den CAT-Assay
herausgeschnitten.
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Chloramphenicolacetyltransferase-
(CAT) Assay
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Die aus den Tieren herausgeschnittenen
Organe wurden in 40 mM Tris-HCl pH 7,5, 10 mM EDTA, 150 mM NaCl
homogenisiert. Nach der Homogenisierung wurden die Zellen durch
drei Einfrier-Auftau-Zyklen lysiert, und die Lysate wurden bei 65°C 10 min
lang erhitzt, um Deacetylasen zu inaktivieren und 10 min lang zentrifugiert.
Die Proteinkonzentration der Überstandextrakte
wurde mit einem Coomassie blue G 250-Assay (Pierce) gemessen. Das
Protein wurde von jedem Organ extrahiert, und 200 μg des Extraktes
wurden dann auf die CAT-Aktivität
hin getestet unter Verwendung von [14C]-Chloramphenicol
als ein Substrat, wie zuvor beschrieben (Ausubel F. M., Breht, R.,
Kingstone, R. E. et al., Current Protocols in Molecular Biology
(Wiley, Boston), Bnd. 1, S. 962–965,
1991).
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Beispiel 1
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Physikalische Stabilität der Emulsionsformulierungen
und Transfektionsfähigkeit
von DNS : Emulsion-Komplexen
-
Um zu testen, welche Komponenten
der Emulsionsformulierungen wichtig für die physikalische Stabilität und die
Transfektionsfähigkeit
sind, wurden 9 verschiedene Emulsionsformulierungen, welche verschiedene
Mengen von Rizinusöl,
Ei-Phosphatidylcholin (PC), Tween 80 und DC-Chol enthielten, formuliert.
Der durchschnittliche Durchmesser der Formulierungen wurde gemessen,
sowie ihre Fähigkeit,
293-Zellen zu transfizieren, durch das Kombinieren von 6 μl einer jeden
Emulsion (7,5 μg
Gesamtlipidkomponenten) mit 0,5 μg
RSV-Luc. Die resultierenden Daten sind präsentiert in der Tabelle 1.
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Tabelle
1
Transfektionsaktivität
von DNS : Emulsion-Komplexen, gebildet durch das Kombinieren von
DNS mit verschiedenen Emulsionsformulierungen
-
Die Daten zeigen, dass die Emulsionen
physikalisch stabil sind, bei denen die Größe des mittleren Durchmessers
im Bereich von 150 bis 218 nm, wie mittels Laserlichtstreuung gemessen,
liegt. Darüber
hinaus zeigten Komplexe von DNA mit jenen Emulsionen mit hohem Gehalt
an DC-Chol (0,750 mg), der einzigen kationischen Komponente in der
Emulsion, hohe Transfektionsaktivität, vergleichbar mit derjenigen
der kationischen DC-Chol/DOPE-
und LipofektAMIN-Liposomen.
-
Beispiel 2 (nicht von
der beanspruchten Erfindung) Transfektionsaktivität von DNS
: Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexen
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Emulsion- und micellare Formulierungen,
welche einen hohen Gehalt des kationischen Amphiphilen DC-Chol (0,75
mg oder mehr) enthielten wurden komplexiert mit pRSV-Luc-DNS und auf die Transfektionsaktivität hin in
BL6- und 293-Zellen untersucht. Die in der Tabelle 2 gezeigten Daten
zeigen, daß Komplexe
von DNS mit den Emulsion- und den zwei micellaren Formulierungen
(Nr. 15 und Nr. 19) aktiv waren. Der Komplex jedoch, der durch das
Kombinieren von DNS mit der Formulierung Nr. 18, welcher Stearylamin
anstelle von DC-Chol enthielt, gebildet wurde, zeigte eine niedrige
Transfektionsaktivität,
welche auf die Toxizität
von Stearylamin für
Zellen zurückzuführen sein
kann, wie durch die Tatsache bewiesen, daß die Menge an extrahierbarem
Protein aus den Vertiefungen, welche mit dem Komplex, welcher die
Formulierung Nr. 18 enthielt, transfiziert worden waren, geringer
war als die Menge an extrahierbarem Protein aus den Vertiefungen,
welche mit den Komplexen, welche alle anderen Formulierungen enthielten,
transfiziert worden waren (siehe Tabelle 2, Fußnote b). Von Interesse, die
Aktivitäten
von einem micellaren (Nr. 19) und einem Emulsion- (Nr. 14) DNS-Komplex
waren hoch und in der Tat aktiver als die kationische Liposomformulierung
(DC-Chol/DOPE) in beiden Zelllinien.
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Tabelle
2
Transfektionsaktivität
von DNS :Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexen [Zusammensetzungen,
die mit einem * markiert sind, liegen nicht innerhalb des Umfangs
der Erfindung]
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Beispiel 3
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Die Transfektionsaktivität von mehr
DNS: Emulsion- und DNS: Micellen-Komplexen
-
Der physikalische Durchmesser zusätzlicher
Emulsion- und micellaren Formulierungen wurde gemessen sowie die
Transfektionsaktivität
von Komplexen, welche zwischen DNS und diesen Formulierungen gebildet
wurden. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 3 gezeigt.
-
Tabelle
3
Transfektionsaktivität
von weiteren DNS : Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexen [Zusammensetzungen, die
mit einem * markiert sind, liegen nicht innerhalb des Umfangs der
Erfindung]
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Die Ergebnisse zeigen, daß Komplexe
von DNS und Micellen, welche DC-Chol und Tween 80 enthalten (Nr.
30 und Nr. 31) wiederum ziemlich aktiv waren, und das Ersetzen von
Tween 80 durch Pluronic L63 (Nr. 32 und Nr. 33) veränderte nicht
in einer signifikanten Weise die durchschnittlichen Durchmesser
der Formulierungen oder ihre Transfektionsaktivität in 293-Zellen. Eine andere
Micelle, welche DC-Chol, Tween 80 und PC (Phosphatidylcholin) (Nr.
26) enthielt war ebenfalls aktiv. Die verbleibenden Formulierungen
(Nr. 22–25,
27–29) waren
Emulsionen, welche Rizinusöl
enthielten. Komplexe von DNS und diesen Emulsionsformulierungen
waren ziemlich aktiv bei der Transfektion. Wenn Komplexe von DNS
und diesen micellaren und Emulsionsformulierungen in einer anderen
Zelllinie getestet wurden (BL6-Mausmelanom-Zellen), wurden quantitativ ähnliche Ergebnisse
erhalten außer
daß die
Aktivität
in dieser Zelllinie generell niedriger war als diejenige der 293-Zellen.
Die Transfektionsaktivitäten
von Komplexen von DNS und diesen Emulsionen und Micellen waren vergleichbar
mit denjenigen der kationischen Liposomformulierung (DC-Chol/DOPE)
in 293-Zellen, aber etwas niedriger in BL6-Zellen.
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Beispiel 4
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Optimierung
der Transfektionsbedingungen
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Um die Transfektionsaktivität der DNS
: Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexe zu optimieren, wurde die
Menge von DC-Chol in einer jeden Emulsion- oder Micellenformulierung
konstant bei 4,5 μg
gehalten (6 μl der
Formulierungen Nr. 21, 27, 28 bzw. 30 wurden verwendet, bezug nehmend
auf Tabelle 3 für
die Zusammensetzungen der Formulierungen) und die Menge von pCMV-Luc-DNS
wurde variiert von 0 bis 5 μg.
Wie in der 1 gezeigt,
zeigten Komplexe von DNS und den Formulierungen Nr. 27 und Nr. 30
(bezug nehmend auf die Tabelle 3 für die Zusammensetzungen) eine
maximale Transfektionsaktivität
in BL6-Zellen bei 2 μg DNS,
während
die Komplexe von DNS und den Formulierungen Nr. 21 und 28 eine maximale
Aktivität
bei 1,5 μg
DNS zeigten.
-
Als nächstes wurde die Menge von
pCMV-Luc-DNS bei 2 μg
für die
Formulierungen Nr. 27 und 30 und bei 1,5 μg für die Formulierungen Nr. 21
und 28 fixiert, und Komplexe von DNS und variierenden Mengen von Emulsion-
oder Micellenformulierung, wie angegeben auf der horizontalen Achse
der 2 (wo μg Formulierung
auf der horizontalen Achse sich auf μg Gesamtlipidkomponenten bezieht,
welche in dem Volumen der Formulierung, kombiniert mit pCMV-Luc-DNS,
um einen Komplex zu bilden, vorhanden waren) wurden hergestellt.
Die in der 2 präsentierten
Ergebnisse zeigen, daß Komplexe
von DNS und den Formulierungen Nr. 27, 28 und 30 einen relativ breiten
Gipfel der Aktivität
in BL6-Zellen aufwiesen, wobei die optimale Menge der Gesamtlipidkomponenten,
welche in dem Volumen der Formulierung vorhanden war, welches mit
DNS kombiniert wurde, um Komplex herzustellen, etwa 18 μg war. Die
Komplexe von DNS und der Formulierung Nr. 21 wiesen jedoch einen
schmaleren Gipfel der Aktivität
auf, wobei die optimale Menge an Gesamtlipidkomponenten, welche
in dem Volumen der Formulierung vorhanden waren, das mit DNS kombiniert
wurde, um Komplex herzustellen, etwa 13 μg war.
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Beispiel 5
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Sensitivität der Transfektionsaktivität von DNS
: Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexen
gegenüber
Serum
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Alle vorausstehend beschriebenen
Transfektionsexperimente wurden in einem serumfreien Medium durchgeführt. Daher
wurden, um die Sensitivität
der Transfektionsaktivität
von DNS/Emulsion- und DNS/Micellen-Komplexen gegenüber dem
Vorhandensein von Serum zu bestimmen BL6-Zellen in dem Medium, welches 0
oder 20% fötales
Rinderserum enthielt, mit Komplexen von DNS und 10 verschiedenen
Emulsionen oder Micellen (oder DC-Chol/DOPE Liposomen) wie folgt transfiziert.
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Die verschiedenen Formulierungen
der Zusammensetzungen, die in der Tabelle 4 gezeigt sind, wurden
hergestellt in einem Gesamtvolumen von 1 ml PBS (pH 7,4). BL6-Zellen
in einer 48-Vertiefungs-Platte
wurden dann mit 2 μg
von pCMV-Luc und 16 μl
einer jeden Formulierung (welche 12 μg DC-Chol enthielt) oder mit 2 μg pCMV-Luc
und 16 μl
von DC-Chol/DOPE-Liposomen
(1,2 μg/μl) transfiziert
in Medium, welches entweder 0 oder 20% fötales Rinderserum enthielt
und die Luciferaseaktivität
wurde nachgewiesen. Jede Vertiefung enthielt etwa 70 bis 80 μg extrahierbares
Protein. Die in der Tabelle 4 gezeigten Ergebnisse zeigen, daß die Transfektionsaktivität von DC-Chol/DOPE-Liposomen
gegenüber
Serum ziemlich sensitiv war (nur etwa 33% der Aktivität verblieb
in Gegenwart von Serum) während
von den 10 getesteten Formulierungen nur der Komplex von DNS und
der Formulierung Nr. 37 eine Serumsensitivität zeigte, wo Serumsensitivität eine Verminderung bei
der Transfektionsaktivität
in Gegenwart von Serum relativ zu dem Aktivitätsniveau ist, welches in der
Abwesenheit von Serum beobachtet wird. Zusätzlich zeigte die Tatsache,
daß der
Komplex von DNS und der Formulierung Nr. 39 keine Aktivität in Gegenwart
oder Abwesenheit von Serum zeigte, daß das Vorhandensein eines kationischen
Amphiphilen kritisch für
die Transfektionsaktivität
ist. Insbesondere interessant sind die Komplexe von DNS und den
Formulierungen Nr. 35, Nr. 36 und Nr. 40 (in den Zusammensetzungen
den Formulierungen Nr. 21, Nr. 34 bzw. Nr. 28 in der Tabelle Nr.
3 entsprechend), welche von den getesteten Formulierungen die größte Verstärkung der
Transfektionsaktivität
in Gegenwart von Serum aufwiesen.
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Tabelle
4
Transfektionsaktivität
zusätzlicher
DNS : Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexe [Zusammensetzungen,
die mit einem * markiert sind, liegen nicht innerhalb des Umfangs
der Erfindung]
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Beispiel 6
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Sensitivität der Transfektionsaktivität von Komplexen
von DNS und ausgewählten
Formulierungen gegenüber Serum
im verschiedenen Zelllinien
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Um zu bestimmen, ob die in BL6-Zellen
in der Tabelle 4 beobachtete Sensitivität in anderen Zelllinien beobachtet
wurde, wurden F0 Zellen, CHO Zellen und
293-Zellen mit 16 μl
ausgewählter
Formulierungen (wobei jede 12 μg
DC-Chol/16 μl
enthielt) aus der Tabelle 4 kombiniert mit 2 μg pCMV-Luc-DNS oder mit 16 μl DC-Chol/DOPE-Liposomen
(1,2 μg/μl) kombiniert
mit 2 μg
von pCMV-Luc-DNS in Medium, welches 0 oder 20% Serum wie in dem
Beispiel 5 enthielt, transfiziert. Die Ergebnisse dieser Experimente
sind in der Tabelle 5 gezeigt. Die Daten zeigen, daß Komplexe
von DNS und allen Formulierungen wirksam bei der Transfektion von
Zellen sind und im allgemeinen serumresistent sind.
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Tabelle
5
Transfektionsaktivität
von Komplexen von DNS und ausgewählten
Formulierungen in verschiedenen Zelllinien
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Beispiel 7
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Stabilität von DNS
: Emulsion- und DNS : Micellen-Komplexen
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Fünf
verschiedene Formulierungen Nr. 26, 27, 28, 29 und 34 von der Tabelle
3) wurden auf die Stabilität
ihres Komplexes mit DNS getestet. Der Komplex wurde hergestellt
durch das Kombinieren von 2 μg pCMV-CAT-DNS
und 16 μl
der angegebenen Emulsion- oder Micellenformulierung (wo 16 μl einer jeden
Formulierung dieselbe Menge von DC-Chol, 12 μg enthielten) oder durch das
Kombinieren von 1 μg pCMV-CAT-DNS
und 6 μg
von DC-Chol/DOPE-Liposomen.
Wie in der 3 gesehen
werden kann, bildeten die Formulierungen Nr. 26, Nr. 28 und Nr.
29 relativ kleine Komplexe mit der DNS. Der durchschnittliche Durchmesser
des Komplexes, wie gemessen durch Laserlichtstreuung, lag in dem
Bereich von 200 bis 300 nm und verblieb klein selbst nach 10 Tagen
bei 4°C.
Die Formulierungen Nr. 34 und Nr. 27 andererseits bildeten größere Komplexe
mit der DNS mit durchschnittlichen Durchmessern von 600 bzw. 900
nm. Im Gegensatz dazu hatten die DC-Chol/DOPE-Liposomen große Aggregate
gebildet (1800 nm an Tag 1), welche zu noch größeren heranwuchsen (> 4000 nm) an Tag 3
und anschließend
aus der Lösung
präzipitierten
(Daten nicht gezeigt). Daher konnten alle neuen Formulierungen Komplexe
mit DNS bilden, welche eine bessere physikalische Stabilität hatten
als diejenige von Komplexen, die von den DC-Chol/DOPE-Liposomen
gebildet wurden.
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Beispiel 8
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Wirkung verschiedener
Tenside auf die Transfektionsaktivität von Komplexen von DNS und
Emulsionen, zusammengesetzt aus Öl/DOPE/DC-Chol/Tensid
in einem Gewichtsverhältnis
von 2 : 2 : 6 : x
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Emulsionen, welche verschiedene Tenside
enthielten, wurden hergestellt in 1 ml PBS, welches 0,25 mg Öl, 0,25
mg DOPE, 0,75 mg DC-Chol und verschiedene Mengen der angegebenen
Tenside enthielt, wo die Gesamtmenge an verwendetem Tensid in einer
jeden Formulierung in etwa dieselbe, bezogen auf Mol war. BL6 Zellen
wurden dann transfiziert mit 2 μg
pCMV-Luc-DNS, kombiniert mit 16 μl
der Formulierung (12 μg DC-Chol/16 μl in jeder
Formulierung) und auf die Luciferaseaktivität hin getestet. Die Ergebnisse
dieses Experimentes sind in der Tabelle 6 gezeigt.
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Tabelle
6
Wirkung verschiedener Tenside auf die Transfektionsaktivität von Komplexen
von DNS und Emulsionen, zusammengesetzt aus Öl/DOPE/DC-Chol/Tensid (0,25
mg : 0,25 mg : 0,75 mg : X mg pro ml PBS)
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Von den getesteten Tensiden zeigten
die von den Emulsionen, welche Tween 20, Tween 40, Tween 60, Brij
72, Brij 74, F68 oder F127 enthielten, gebildeten Komplexe eine
Transfektionsaktivität,
die nicht gegenüber
dem Vorhandensein von 20% Serum sensitiv war und die Komplexe, welche
aus den Formulierungen gebildet wurden, welche die Detergentien
der Tween-Reihe enthielten, zeigten den größten Anstieg bei der Transfektionsaktivität in der
Gegenwart von Serum, relativ zu derjenigen, welche bei der Abwesenheit
von Serum beobachtet wurde.
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Beispiel 9
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Wirkung der Konzentration
von Tween 80 in Emulsionen auf die durchschnittlichen Durchmesser
von konzentrierten und verdünnten
DNS/Emulsion-Komplexen
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Konzentrierter DNS/Emulsion-Komplex
wurde gebildet durch die Zugabe von 2 μl einer Lösung, welche 8 μg DNS enthielt
(pCMV-Luc), direkt zu 72 μl
der Emulsionen, welche 0,25 mg Öl/0,25
mg DOPE/0,75 DC-Chol enthielten und variierende Mengen von mg Tween
80 pro ml. Wie in den vorausstehenden Beispielen wurde verdünnter DNS/Emulsion-Komplex
gebildet durch das Kombinieren von 2 μg DNS in 125 μl mit 18 μl derselben
Emulsionen, welche bei dem konzentrierten Komplex verwendet wurden,
aber verdünnt
auf 125 μl. Die
durchschnittlichen Durchmesser der konzentrierten und der verdünnten Komplexe
wurden 1 Stunde nach der Inkubation bei Raumtemperatur gemessen.
Die in der 4 gezeigten
Ergebnisse zeigen, daß zunehmende
Mengen an Tween 80 die Größe der konzentrierten
Komplexe verminderten, aber keinen Effekt auf die Größe der verdünnten Komplexe
hatten.
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Beispiel 10
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Wirkung der Menge von
Tween 80 in einer Emulsion auf die Transfektionsaktivität von konzentrierten
und verdünnten
DNS/Emulsion-Komplexen in der Gegenwart oder Abwesenheit von 20%
Serum
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Emulsionen und konzentrierte und
verdünnte
pCMV-Luc-DNS/Emulsion-Komplexe wurden hergestellt wie in dem Beispiel
9, und die Transfektionsaktivität
der Komplexe wurde in BL6-Zellen
in Gegenwart oder Abwesenheit von 20% Serum gemessen. Die Ergebnisse
dieser Experimente sind in den 5A (konzentrierter Komplex)
und 5B (verdünnter
Komplex) gezeigt. Während
die verdünnten
Komplexe eine bessere Aktivität
zu zeigen scheinen als die konzentierten Komplexe, könnte die
Notwendigkeit, das Volumen des einem Tier verabreichten Komplexes
klein zu halten, die Verwendung von konzentrierteren Komplexen in
vivo begünstigen.
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Beispiel 11
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Tierstudien mit DNS: Emulsion-
und DNS: Micellen-Komplexen
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Die Formulierungen Nr. 21, 28, 31
und 34 (bezug nehmend auf Tabelle 3 für die Zusammensetzungen) wurden
auf die Aktivität
des Gentranfers in Mäusen
getestet. 200 μl
eines jeden von 4 × Konzentraten
der Formulierungen Nr. 21 (1100 μg
Gesamtlipidkomponenten), Nr. 28 (1000 μg Gesamtlipidkomponenten), Nr.
34 (900 μg
Gesamtlipidkomponenten) und Nr. 31 (700 μg Gesamtlipidkomponenten)) wurden
mit 6 μl
von 5 M NaCl auf eine Endkonzentration von 0,15 M NaCl gemischt
und dann kombiniert mit 4 μg
/μl pCMV-CAT-DNS (100 μg). Die Komplexe
wurden dann i.v. injiziert über
die Schwanzvene der Maus (jede Maus wog etwa 25 g), und die CAT-Aktivität wurde
in den Hauptorganen 2 Tage nach der Injektion gemessen. Die in der 6 gezeigten Daten zeigen
in einer klaren Weise, daß Komplexe
von DNS und den Formulierungen Nr. 28 (Emulsion), Nr. 31 (Micelle)
oder Nr. 34 (Micelle) verschiedenartige Organe mit einer relativ
hohen Aktivität
transfizieren konnten, während
der Komplex von DNS und der Formulierung Nr. 21 (Emulsion) andererseits
schwach war und mit demjenigen von DC-Chol/DOPE-Liposomen vergleichbar.
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Zusätzlich scheint die Aktivität des Komplexes
von DNS und der Formulierung Nr. 31 spezifisch für die Lunge zu sein, da kein
anderes Organ in einer signifikanten Weise transfiziert wurde. Der
Komplex von DNS und der Formulierung Nr. 28 konnte alle Organe ziemlich
gut transfizieren bei nur einer schwachen Transfektion der Niere,
und der Komplex von DNS und der Formulierung Nr. 34 zeigte eine
hohe Aktivität
im Herzen bei sehr niedriger Aktivität in der Niere.