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TECHNISCHES GEBIET:
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Die vorliegende Erfindung betrifft
das technische Gebiet der Molekular- oder Teilchentrennung, die Trennelemente,
im Allgemeinen Membranen genannt, einsetzt, die aus anorganischen
Stoffen hergestellt und von einem porösen Träger gebildet sind, auf dem
mindestens eine Trennschicht aufgebracht ist, deren Art und Morphologie
derart vorgesehen sind, dass sie die Trennung der Moleküle oder
Teilchen, die in dem zu behandelnden flüssigen Medium enthalten sind,
sicher stellt.
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Der Gegenstand der Erfindung betrifft
genauer die Herstellung der anorganischen porösen Träger, aus denen die anorganischen
Membranen bestehen.
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STAND DER TECHNIK:
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Herkömmlicherweise ist eine Membran
durch die Verbindung eines porösen
Trägers
aus Keramikmaterial definiert, auf dem Schichten aus anorganischem
Material aufgebracht sind, die miteinander und mit dem Träger durch
Sintern verbunden sind. Die Rolle der Schichten besteht darin, die
Trennung der Molekular- oder Teilchengattungen sicher zu stellen,
während
die Rolle des Trägers
darin besteht, durch seinen mechanischen Widerstand die Herstellung
von Schichten mit geringer Dicke zu ermöglichen. So muss der Träger die
mechanische Festigkeit ermöglichen,
ohne an der hydraulischen Festigkeit der Membran beteiligt zu sein,
während die
Schicht die Durchlässigkeit
definieren muss, ohne an der mechanischen Festigkeit beteiligt zu
sein.
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Zahlreiche Trägertypen sind im Stand der
Technik bekannt. Der häufigste
Typ ist ein Träger
aus reinem Aluminiumoxid. Seine Herstellung umfasst Verfahren des
Mischens zwischen dem Aluminiumoxid und diversen Zusätzen, wie
beispielsweise einem organischen Bindemittel, das es ermöglicht,
die Körner
miteinander vor dem Sintern zu verbinden, wobei es ein Schmiermittel
ermöglicht,
das Abfließen
der Paste in die Ziehdüse beim
Formguss oder eines grenzflächenaktiven
Wirkstoffes, der die Benetzung der Teilchen mit der Suspensionsflüssigkeit
begünstigt,
zu erleichtern. Die erhaltene Paste wird dann einem Formgussverfahren
durch eine Ziehdüse
unterzogen, deren Form an die zukünftige Geometrie des Trägers angepasst
ist. Nach dem Trocknen des gezogenen Produktes wird eine so genannte
Schrühbrand-Aushärtung durchgeführt, um
einen Reaktionsbeginn zwischen den Aluminiumoxidteilchen zu ermöglichen,
um insbesondere alle organischen Stoffe zu beseitigen, die die Sinterreaktion
hemmen könnten.
Dann erfolgt ein Sinterverfahren durch Wärmebehandlung bei einer hohen
Temperatur. Für
das Aluminiumoxid beträgt
die Sintertemperatur ungefähr
1 800°C.
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Herkömmlicherweise entspricht das
Sintern der Reaktion im festen Zustand zwischen mineralischen Teilchen,
die auf vereinfachte Weise als in Kugelform vorhanden betrachtet
werden können.
Nach den Formguss- und Trocknungsvorgängen sind die Teilchen miteinander
in Kontakt. Jeder Kontaktpunkt definiert gewissermaßen einen
Hals mit einem Durchmesser praktisch gleich Null, und das Volumen
um einen Hals kann mit dem konkaven Teil eines Kapillarmechanismus
gleichgesetzt werden. Während
der Wärmebehandlung
unterliegen die Teilchen Zustandsveränderungen. Zwei Hauptparameter
regeln das Sintern, nämlich
einerseits der äquivalente
Durchmesser des konkaven Teils um jeden Hals, der von der Größe der Teilchen
abhängt,
und andererseits die Viskosität
des Materials sowie sein Partialdruck, die von der Temperatur der
Wärmebehandlung
abhängen.
So ist, je kleiner die Teilchen sind, der äquivalente Durchmesser der
konkaven Teile ebenfalls klein. Eine starke Viskosität ist somit
ausreichend, um die Bildung der Hälse zu verwirklichen, so dass
die Temperatur der Wärmebehandlung
gering ist. Umgekehrt, je größer die
Teilchen sind, desto geringer muss die Viskosität sein, was zu einem hohen
Wert der Sintertemperatur führt.
Jedoch die Erhöhung
der gelieferten Energiemenge führt
zum Erhalt eines gesinterten Trägers,
der eine Dichte gleich jener der Teilchen besitzt, so dass die Porosität gleich
Null ist.
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Um einen porösen Körper nach dem Sintern zu erhalten,
muss somit die Wärmeenergiemenge
begrenzt werden, um Hälse
mit ausreichendem Volumen zu erhalten, damit die Porosität groß und die
mechanische Festigkeit hoch ist. Es ist zu berücksichtigen, dass, je höher die
Sintertemperatur ist, desto größer die Hälse sind,
was zum Erhalt eines Trägers
führt,
der eine starke mechanische Festigkeit und eine geringe Porosität aufweist.
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Um zu versuchen, diesen Widerspruch
zu beseitigen, schlug die Patentanmeldung FR 2 693 921 vor, einen
anorganischen Träger
zu verwirklichen, dessen mineralische Zusammensetzung thermisch
stabiles Aluminiumoxid in Verbindung mit einem Titanoxid umfasst.
Die Verbindung zwischen den Aluminiumoxidteilchen erfolgt mit dem
Titanoxid, das die Rolle eines mineralischen Bindemittels innehat.
Diese Methode ermöglicht es,
Sintervorgänge
bei wesentlich geringeren Temperaturen als im Falle von reinem Aluminiumoxid
durchzuführen.
Allerdings, wenn die Sintertemperatur bis auf Werte von über 1 275°C erhöht wird,
bringt die Reaktion zwischen dem Aluminiumoxid und dem Titan eine
Titanaluminatphase zum Vorschein, die einen ganz anderen Längsdehnungskoeffizienten
als das Aluminiumoxid und das Titanoxid aufweist. So bringt während des
Abkühlens
nach dem Sintern dieser Dehnungsunterschied Spannungen hervor, die
zu Rissbildungen führen.
Das erhaltene Produkt ist zerbrechlich und nicht als Membranträger verwendbar.
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Es ist aus dem Patent US-A-5 175
132 auch eine keramische Zusammensetzung bekannt, die einen mineralischen
Füllstoff
und ein mineralisches Bindemittel umfasst, das aus einer Mischung
von Oxiden von mindestens zwei Metallen gebildet ist. Diese Zusammensetzung
wird weiterentwickelt, um eine Sintertemperatur zwischen 800 und
1100°C und
den Erhalt eines nicht porösen
Trägers
zu ermöglichen.
Es ist klar, dass es ein solches Dokument nicht ermöglicht,
einen an die Filtration angepassten porösen Träger zu erhalten. Ferner ermöglicht es
ein solches Dokument nicht, das Problem der Rissbildung des Trägers zu
lösen,
das durch das Vorhandensein einer Titanaluminatphase bei Temperaturen
von mehr als 1 275°C
auftritt.
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DARLEGUNG DER ERFINDUNG:
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Der Gegenstand der Erfindung soll
die oben erwähnten
Nachteile vermeiden, indem ein anorganischer Träger für die Filtration vorgeschlagen
wird, der derart ausgeführt
ist, dass er eine gute mechanische Festigkeit durch die Nichtbegrenzung
der Sintertemperatur und gleichzeitig eine hohe Porosität von mehr
als 25% bietet.
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Die Erfindung umfasst einen anorganischen
Träger,
der dazu bestimmt ist, einen Träger
für eine
Filtrationsmembran zu bilden, wobei der Träger:
- – eine Porosität von mehr
als 25% aufweist,
- – eine
mechanische Festigkeit, die definiert ist durch den Wert der Biegespannung
für ebene
Träger,
von mehr als 15 Megapascal, und durch den Wert der Zugspannung für röhrenförmige Träger, von
mehr als 5 Megapascal, besitzt,
- – durch
Sintern bei einer Temperatur zwischen mehr als 1 300°C und 1 500 °C erhalten
wird,
- – umfasst:
- – einen
mineralischen Füllstoff,
der
- – eine
Korngröße von mehr
als 20 um aufweist,
- – eine
Metallverbindung ist, die ein einziges Metall aus den folgenden
Metallen enthält:
Aluminium, Silicium und Titan,
- – sowie
ein mineralisches Bindemittel, dessen Gewichtsanteil in Bezug auf
den Füllstoff
kleiner als 70% ist, wobei das mineralische Bindemittel entweder
ein Sandstein oder ein Titanat der Formel TixMyO((x + vy)/2) ist, mit
x = Anzahl der Gramm-Atome Ti, y = Anzahl der Gramm-Atome M, v =
Wertigkeit von M, wobei M ein Metall ist, das aus Zirkonium, Calcium,
Kupfer, Mangan oder Aluminium so gewählt ist, dass es ein Gemisch aus
Oxiden von Ti und M umfasst,
- – und
kein Titanaluminat (Al2TiO5)
aufweist, das an dem Träger
Mikrorisse zu erzeugen vermag.
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BESSERE ART DER AUSFÜHRUNG DER
ERFINDUNG:
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Der Gegenstand der Erfindung soll
somit einen anorganischen Träger
bilden, umfassend einen ersten Teilchentyp, Füllstoff genannt, der eine Korngröße von mehr
als 20 μm
aufweist. Unter den Bedingungen einer Wärmebehandlung des porösen Körpers kommt
es zu keiner oberflächlichen
Erweichung der Teilchen des Füllstoffes,
so dass sein Material nicht an der Bildung der Hälse beteiligt sein kann, wie
in dem Oberbegriff der vorliegenden Patentanmeldung definiert. Umgekehrt
und immer noch unter den Bedingungen einer Wärmebehandlung des porösen Körpers unterliegt
der zweite Teilchentyp, der Teil der Zusammensetzung des Trägers ist,
einer starken oberflächlichen
Erweichung, die es ihm ermöglicht,
sich an die Teilchen des Füllstoffes
zu kleben. Dieser zweite Teilchentyp wird mineralisches Bindemittel
genannt.
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Es scheint somit, dass bei einer
selben Sintertemperatur der mineralische Füllstoff und das mineralische
Bindemittel sehr unterschiedliche Viskositäten aufweisen. Bei der Sintertemperatur
zwischen 1 200 und 1 500°C
verhält
sich der mineralische Füllstoff
wie ein Skelett, da es nicht ausreichend reagierend ist, während das
mineralische Bindemittel die Verbindung zwischen den Teilchen des
Füllstoffes
sicher stellt, um die Kohäsion
des porösen
Trägers
zu ermöglichen.
Es muss verstanden werden, dass der mineralische Füllstoff
als nicht reagierend unter den Bedingungen einer Wärmebehandlung
des porösen
Trägers
angesehen wird, wenn dieser letztgenannte nur den Füllstoff
umfassen würde.
Es ist zu berücksichtigen,
dass der mineralische Füllstoff
eine metallische Verbindung ist, die nur ein einziges aus den folgenden
Metallen enthält:
Aluminium, Silicium und Titan. Ferner ist das mineralische Bindemittel
in Form eines Gemisches von Oxiden von mindestens zwei Metallen
vorhanden, so dass unter den Bedingungen einer Wärmebehandlung des porösen Trägers niemals
eine Verbindung aufscheint, die die Entstehung von Mikrorissen bewirken
könnte.
Das mineralische Bindemittel reagiert mit dem Füllstoff, um einen Träger zu erhalten,
der eine Porosität
von mehr als 25% und eine mechanische Festigkeit aufweist, die für flache
Formen des Trägers
durch den Wert der Biegespannung von mehr als 15 Megapascal definiert
ist.
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Die untenstehende Tabelle gibt den
Prozentsatz des Füllstoffes
im Vergleich mit dem mineralischen Bindemittel für zwei Extremwerte der Porosität und für zwei mineralische
Bindemittel an, nämlich
Sandstein und Zirkoniumtitan (TiZ3O4).
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In Tabelle 1 wurde als Füllstoff
Korund verwendet.
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Um einen an die Filtration im flüssigen Medium
angepassten Träger
herzustellen, ist eine Textur erforderlich, die einen durchschnittlichen äquivalenten
Durchmesser von ungefähr
5 bis 6 μm
und eine Porosität von
mehr als 25% umfasst. Die Tabelle 1 ermöglicht es, die Anteile des
mineralischen Füllstoffes
je nach seiner Natur und der zu erzielenden Porosität anzunähern. Der
Gewichtsprozentsatz des Bindemittels im Vergleich mit dem Füllstoff
ist geringer als 70%.
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Bei einer ersten Ausführungsvariante
ist der verwendete mineralische Füllstoff ein Sandstein. Auch wenn
die Definition des Sandsteins wenig präzise ist und nicht einer exakten
Zusammensetzung entspricht, wird angenommen, dass die Sandsteine
Teil der folgenden mineralischen Gruppen sind, nämlich der Nesosilikate, der
Sorosilikate, der Cyclosilikate, der Inosilikate, der Phyllosilikte
und der Tektosilikate. Die nachfolgende Beschreibung beschreibt
ein Ausführungsbeispiel
eines Trägers,
dessen verwendetes mineralisches Bindemittel ein Sandstein ist.
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BEISPIEL
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Der verwendete Sandstein ist aus
einer Mischung von drei Erdarten hergestellt, und seine endgültige Zusammensetzung
in Prozent umfasst:
| SiO2 | 67 |
| Al2O3 | 22,1 |
| Fe2O3 | 1,63 |
| CaO | 0,92 |
| MgO | 0,1 |
| TiO2 | 0,66 |
| Na2O | 3,4 |
| K2O | 0,84 |
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Korund wird als Beispiel für einen
Füllstoff
verwendet, dessen Korngröße 63 μm beträgt. Sandstein und
Korund werden durch Zerkleinern gemischt.
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Die Suspension umfasst:
- – die
mineralischen Produkte (Sandstein und Korund),
- – ein
Bindemittel in Form von Natriumlignosulfonat
- – ein
Pressmittel in Form von kristallinen Harzen in Emulsion mit Wasser,
- – Wasser
als Dispergiermittel.
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Nach dem Zerkleinern in einer Kugelmühle wird
die Suspension in einem Flüssigkeitszerstäuber getrocknet.
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Das erhaltene Pulver wird nun in
Form einer Platte von 10 cm × 10
cm bei einer Dicke von 2 mm komprimiert.
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Die untenstehende Tabelle zeigt den
Einfluss des Füllstoffanteils
(wobei die Sintertemperatur nicht den Ansprüchen entspricht).
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Unabhängig vom Korundanteil ist die
Verteilung der Poren auf eine einzige Spitze zentriert. Die Werte der
Porosität
variieren somit mit dem Füllstoffanteil.
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Der Wert der Biegefestigkeit zeigt,
dass das Produkt für
eine Temperatur von 1 180°C
gut gesintert ist und dass die Wirkung des Mineralzuschlags des
Sandsteins effizient ist. Allerdings nimmt diese Festigkeit mit der
Erhöhung
des Füllstoffanteils
ab.
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Diese Wirkung des mineralischen Bindemittels
zwischen dem Korund und dem Sandstein kann auf andere Füllstoffe
als das Korund angewandt werden.
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So können verwendet werden:
- – Siliciumkarbid,
- – Titanoxid
in Form von Rutilsand.
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Eine zweite Ausführungsart der Erfindung besteht
darin, als mineralisches Bindemittel ein Titanat mit der Formel
TiMO zu verwenden, wobei M ein Metall ist. Als Metall wurden im
Wesentlichen Silicium, Aluminium und vorzugsweise Zirkonium, Calcium,
Kupfer und Mangan berücksichtigt.
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Das Titanat mit der Formel TiMO kann
hauptsächlich
auf drei Arten hergestellt werden.
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BEISPIEL 2:
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Das Titanat wird vor dem Mischen
mit dem Aluminiumoxid hergestellt. So entspricht jedes verwendete Titanat,
wie beispielsweise Calciumtitanat, Kupfertitanat, Zirkoniumtitanat
oder Mangantitanat, handelsüblichen
Produkten.
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Jedes Titanat wird jeweils mit Korund
mit einer Korngröße von 22,8 μm gemischt,
so dass das Verhältnis
von Aluminiumoxid zu Titanat gleich 2 ist. Die Formungssequenz umfasst.
- – eine
Zerkleinerung der Mischung Aluminiumoxid/Titanat im Beisein eines
Flockenzerstörers,
- – eine
Trocknung,
- – eine
Beigabe von Pressmitteln in Form eines flüssigen Wachses,
- – eine
Granulation dieser Mischung in einem Granulator EIRICH,
- – und
das Pressen in Form von Platten von beispielsweise 100 mm × 100 mm × 2,5 mm.
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Das Sintern erfolgt bei verschiedenen
Temperaturen, und die Festigkeit der Platten wird durch einen Biegungstest
bei Bruch gemessen. Die Porosität
und der durchschnittliche Durchmesser werden durch Quecksilber-Porometrie
definiert. Die untenstehende Tabelle 3 zeigt die gemessenen Werte.
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Diese Ergebnisse zeigen, dass die
mechanische Festigkeit mit der Temperatur unabhängig vom hinzugefügten Metall
zunimmt. So kann die Temperatur von 1 280°C weit überschritten werden, ohne dass
es zu einem Abfall der mechanischen Festigkeit kommt. Es kann somit
vorgesehen werden, das Sintern bei Temperaturen durchzuführen, die
1 500°C
erreichen können.
Unter den ausgewählten
Metallen haben das Kupfer und das Mangan eine wesentlich ausgeprägtere Wirkung
als das Calcium und das Zirkonium.
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BEISPIEL 3:
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Das Titanat mit der Formel TiMO kann
während
des Sinterns des porösen
Körpers
hergestellt werden, indem das Metall in Form eines Metalloxids hinzugefügt wird.
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Die Kupfer-, Mangan-, Calcium- und
Zirkoniumoxide weisen eine Korngröße von weniger als 325 Siebweite
(46 μm)
auf.
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Die Formungssequenz umfasst:
- – eine
Zerkleinerung der Mischung Aluminiumoxid/Titanoxid/Oxide des Metalls
M im Beisein eines Flockenzerstörers,
- – eine
Trocknung,
- – eine
Beigabe von Pressmitteln in Form eines flüssigen Wachses,
- – eine
Granulation dieser Mischung in einem Granuaator EIRICH,
- – und
das Pressen von Form von Platten von beispielsweise 100 mm × 100 mm × 2,5 mm.
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Das Sintern erfolgt bei verschiedenen
Temperaturen, und die Festigkeit der Platten wird durch einen Biegungstest
bei Bruch gemessen. Die Porosität
und der durchschnittliche Durchmesser werden durch Quecksilber-Porometrie
definiert.
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Die untenstehende Tabelle 3 zeigt
die gemessenen Werte.
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Gemäß den in Tabelle 4 erhaltenen
Ergebnissen erhöht
sich die mechanische Festigkeit des porösen Trägers mit der Sintertemperatur,
auch bei Temperaturen von über
1 280°C.
Es ist zu berücksichtigen,
dass es zu keiner Titanaluminatphase kommt, wodurch es möglich ist,
die Sintertemperatur und in der Folge die Festigkeit des erhaltenen
Trägers
zu erhöhen.
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Die Wirksamkeit der verschiedenen
Metalle gehorcht derselben Reihenfolge wie bei der Wirkung der Titanate,
nämlich
in abnehmender Reihenfolge Mangan, Kupfer, Zirkonium und Calcium.
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BEISPIEL 4:
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Das Titanat mit der Formel TiMO kann
während
des Sinterns durch Beigabe des Metalls M in Form eines Metallsalzes
erhalten werden.
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Diese Metalle werden in Form von
Nitrat auf Grund ihrer Wasserlöslichkeit
hinzugefügt.
Die Herstellung dieser Zusammensetzungen umfasst:
- – eine Zerkleinerung
von Titanoxid, des Nitrats des zusätzlichen Metalls und eines
Flockenzerstörers
im wässerigen
Medium und im Beisein von Aluminiumoxid,
- – eine
Trocknung,
- – eine
Beigabe von Pressmitteln in Form eines flüssigen Wachses,
- – eine
Granulation dieser Mischung in einem Granulator EIRICH,
- – und
das Pressen in Form von Platten von beispielsweise 100 mm × 100 mm × 2,5 mm.
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Beim Sintern reagiert das zusätzliche
Metall mit dem Titanoxid, um ein Titanat zu bilden, was die Bildung
des Aluminiumoxidtitanats verhindert.
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Die untenstehende Tabelle 5 zeigt
die gemessenen Werte.
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Unabhängig von dem hinzugefügten Metall
nimmt die Biegung bei Bruch zu, wenn sich die Temperatur erhöht. Die
Ergebnisse der mechanischen Festigkeit der Platten, zu denen Zirkonium
oder Calcium hinzugefügt
wurde, sind viel geringer als jene, die im Beisein von Kupfer oder
Mangan erhalten wurden. Die Temperatur von 1 280°C ist kein Maximum für die mechanische
Festigkeit mehr, was zeigt, dass die Bildung von Titanaluminat nicht
mehr vorhanden ist. Erfindungsgemäß kann auf diese Weise ein
Träger
erhalten werden, der eine mechanische Festigkeit aufweist, die durch
die Biegespannung (oder Bruchspannung) von mehr als 15 MegaPascal
definiert ist.
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Zusammenfassend ermöglicht es
die kombinierte Verwendung eines mineralischen Füllstoffes und eines Bindemittels,
das mindestens ein Oxid eines Metalls und ein Oxid eines weiteren
Metalls umfasst, unabhängig
von der Temperatur der Wärmebehandlung
das Auftreten einer Verbindung zu vermeiden, die die mechanische
Festigkeit des porösen
Trägers
verringert. Das Vorhandensein von Oxiden von mindestens zwei Metallen
in der Zusammensetzung des mineralischen Bindemittels vermeidet
das Auftreten einer Verbindung, die zu Mikrorissen führt.
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Die oben stehenden Beispiele zeigen
das Interesse der Erfindung für
mineralische Membranen mit flacher Geometrie. Es ist klar, dass
die Erfindung für
Filtrationsmembranen angewandt werden kann, die eine andere Form
aufweisen, beispielsweise Röhrenform.
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Die Herstellung von Rohren ist ein
komplexeres Verfahren als die Herstellung von Flächen. Der Hauptunterschied
betrifft die Formung. Im Falle der Flächen erfolgt letztgenannte
durch Pressen von trockenem Pulver. Das Problem der Trocknung wird
somit vermieden.
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Für
die Rohre erfolgt die Formung durch Ziehen einer Paste, die richtig
getrocknet werden muss, um große
Verformungen zu vermeiden. Dieses Trocknungsverfahren macht die
Herstellung der Rohre wesentlich komplexer.
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Zwei Zusammensetzungen wurden in
diesem Beispiel getestet:
- – eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
aus einer Mischung von Aluminiumoxid und Titanoxid, zu der eine
sehr geringe Menge Zirkoniumoxid hinzugefügt wird. Sie wird Zusammensetzung
A genannt;
- – eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
aus einer Mischung von Aluminiumoxid und Titanoxid, zu der eine
große
Menge Zirkoniumoxid hinzugefügt
wird. Sie wird Zusammensetzung B genannt.
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Die Korngröße des Aluminiumoxids für diese
beiden Zusammensetzungen ist gleich 29,2 μm.
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Die folgende Tabelle führt die
jeweiligen Anteile der verschiedenen Komponenten an.
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Die Formung von Rohren aus diesen
beiden Zusammensetzungen erfolgt durch das Extrusionsverfahren,
was die Herstellung einer Kunststoffpaste erfordert.
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Die Sintertemperatur der Rohre liegt
zwischen 1 200 und 1 375°C.
Nach diesem Verfahren werden die Rohre hinsichtlich Porosität, mechanischer
Festigkeit in Form eines inneren Berstdrucks (Wert, der es ermöglicht,
die Zugspannung zu bestimmen) und einer kristallographischen Struktur
gekennzeichnet, um das Vorhandensein der Titanaluminatphase zu suchen
(Al2TiO5).
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Die Ergebnisse sind in die folgende
Tabelle eingetragen.
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Das Vorhandensein einer geringen
Menge Zirkoniumoxid (Zusammensetzung A) ermöglicht es, die Sintertemperatur
bis auf mehr als 1 350°C
zu erhöhen,
ohne dass die Phase Al2TiO5 auftritt.
Unter diesen Bedingungen wird das Sintern verbessert, und die mechanische
Festigkeit des Rohres nimmt mit der Temperatur zu.
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Die Erhöhung der Zirkonmenge (Zusammensetzung
B) ermöglicht
es, die Sintertemperatur noch mehr zu erhöhen (1 375°C), ohne dass die Phase Al2TiO5 auftritt. Unter
den Bedingungen eines Kalzinierens der Rohre dieser Testreihe wird
die mechanische Festigkeit nicht verbessert.
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Das Zirkoniumoxid hat somit eine
hemmende Wirkung für
das Auftreten der Phase Al2TiO5.
Diese Wirkung zeigt sich bei geringen Prozentsätzen und ermöglicht es,
die Sintertemperatur zu erhöhen,
was zu einer deutlichen Verbesserung der mechanischen Festigkeit
führt.
So kann für
eine röhrenförmige Ausführungsart ein
Träger
erhalten werden, der eine Porosität von mehr als 25% und eine
mechanische Festigkeit aufweist, die durch den Wert der Zugspannung
von mehr als 5 MegaPascal definiert ist.
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MÖGLICHKEIT DER INDUSTRIELLEN
ANWENDUNG:
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Der Gegenstand der Erfindung ist
dazu bestimmt, auf dem Gebiet der Filtration im allgemeinen Sinn von
Molekülen
oder Teilchen, die in einem flüssigen
Medium enthalten sind, angewandt zu werden.