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DE69630932T2 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von Arterienblutdruckwellenform eines Armes auf der Basis von unblutigen Messungen einer Fingerblutdruckwellenform - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von Arterienblutdruckwellenform eines Armes auf der Basis von unblutigen Messungen einer Fingerblutdruckwellenform Download PDF

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DE69630932T2
DE69630932T2 DE69630932T DE69630932T DE69630932T2 DE 69630932 T2 DE69630932 T2 DE 69630932T2 DE 69630932 T DE69630932 T DE 69630932T DE 69630932 T DE69630932 T DE 69630932T DE 69630932 T2 DE69630932 T2 DE 69630932T2
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DE
Germany
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pressure
waveform
level
pressure waveform
finger
Prior art date
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Application number
DE69630932T
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DE69630932D1 (de
Inventor
Willem Jan Wubbo Bos
Karel Hendrik Wesseling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO
Original Assignee
Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO
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Publication of DE69630932T2 publication Critical patent/DE69630932T2/de
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61B5/021Measuring pressure in heart or blood vessels
    • A61B5/022Measuring pressure in heart or blood vessels by applying pressure to close blood vessels, e.g. against the skin; Ophthalmodynamometers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61B5/7235Details of waveform analysis
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Description

  • In dem Arteriensystem eines Menschen, in dem der Blutdruck gemessen werden soll, werden durch den linken Ventrikel des Herzens in der Aorta Druckpulsationen erzeugt. Diese Pulsationen breiten sich in dem Arteriensystem in Richtung auf die Peripherie aus und erreichen letztere in etwa 0,1 Sekunden. Diese Pulsationen werden manchmal in der Aorta aufgezeichnet, aber sie werden üblicherweise an einer peripheren Stelle aufgezeichnet, und zwar mit Hilfe von Kanülen oder Kathetern, die durch die Haut in den Körper eingeführt werden und die mit Hilfe von Leitungen und Sperrventilen mit einem Manometer verbunden sind, das sich außerhalb des Körpers befindet. Sowohl die Form der Pulsationen als auch die des DC-Pegels, auf dem sie überlagert sind, sind für experimentelle oder klinische Untersuchungen sowie für die Überwachung von Patienten wichtig. Die aus dem Druckimpuls abgeleiteten Parameter, die für diese medizinischen Zwecke wichtig sind, sind der höchste bzw. systolische Pegel, der niedrigste bzw. diastolische Pegel und der wahre (integrierte) Mittelwert bzw. DC-Pegel von einem Herzschlag, wie in 1 in einem Beispiel von einer Druckwelle als Funktion der Zeit angegeben ist.
  • Die Arterien bilden ein weit verzweigtes System mit einem Hauptstrang und seitlichen Abzweigungen, das in vielerlei Hinsicht einem Baum ähnelt. An jeder Abzweigungsstelle, und auch entlang der Länge einer Arterie, verändern sich die Ausbreitungseigenschaften des Systems als eine Folge des stetig abnehmenden Durchmessers der Arterie und Nachgiebigkeit der Arterienwand. Folglich treten Verzerrungen der Impulswelle auf, wobei sich in diesem Fall die Amplitude und deren Form verändert. Wenn die Impulswelle die peripheren vaskulären Gefäße (beds) eines Organs mit ihrem relativ hohen Strömungswiderstand erreicht, findet die Hauptreflexion der Impulswelle statt, und die letztere kehrt zur Aorta und zum Herzen zurück. An dieser peripheren Reflexionsstelle findet die hauptsächliche Verzerrung der Druckpulsation statt und führt normalerweise zu einer Verstärkung der Druckpulsation.
  • Neben der Ausbreitung der Impulswelle, die mit einem impulsartigen Druck bzw. Strömungswelle in Beziehung steht, gibt es auch eine stetige (DC) Blutströmung in dem System vom Herzen zur Peripherie. Diese Strömung wird durch einen Druckgradienten angetrieben, der normalerweise in der eher breiten Aorta und den größeren Arterien vernachlässigbar ist, der aber in kleineren Arterien größer ist, zum Beispiel in den Extremitäten, und der in den akralen Gebieten der Zirkulation am größten ist, wie zum Beispiel in den Händen, Füßen oder Ohren. Die Folge von diesem Druckgradienten besteht darin, dass der Druck in den peripheren Bereichen, wie zum Beispiel am Fußgelenk oder am Handgelenk, kleiner ist als zentral in der Aorta.
  • Es gibt daher zwei Effekte, durch die die Druckpulsationen in dem Arteriensystem verzerrt werden: 1) die Ausbreitung der Druckwelle, und 2) der Gradient des Drucks. Beide sind in den peripheren Bereichen des Arteriensystems am größten. In Form einer Darstellung ist in 2 ein Beispiel von einer simultanen Messung relativ zu der Zeit von dem Blutdruck in der Aorta (Kurve a), der direkt hinter der Aortenklappe gemessen wird, und dem Blutdruck (Kurve b) in dem Mittelfinger der linken Hand der gleichen Person angegeben, aufgezeichnet in einer Katheterisierungskammer.
  • Idealerweise sollte der Blutdruck daher zentral in der Aorta gemessen werden. In der Praxis geschieht dies nur selten, da die Aorta tief im Körper des Menschen liegt und von der Außenseite nur mit Hilfe einer langen Leitung erreicht werden kann, die von einer peripheren Stelle eingesetzt wird, wo die Arterien näher an der Haut liegen. Daher muss man sich in vielen Bereichen der Medizin mit den peripheren Druckwellenformen bzw. Pegeln zufrieden geben. Dies hat an bestimmten peripheren Stellen zu einer Standardisierung geführt, um auf diese Weise so viele Erfahrung wie möglich zu sammeln und um in der Lage zu sein, Anomalien bezüglich der Messungen zu erkennen. Beispielsweise wird der Arteriendruck in der Anästhesiologie virtuell ausschließlich unter Verwendung einer kleinen Kanüle gemessen, die perkutan in die Speichenarterie am Handgelenk eingeführt wird, wobei durch die kleine Kanüle die Gefahr für den Patienten vermindert wird. Andere medizinische Spezialisten bevorzugten eine Punktion der brachialen Arterie am Ellenbogen, da diese Stelle weniger peripher gelegen ist und sich näher an der Stelle befindet, wo systolische (Maximum), diastolische (Minimum) und mittlere Druckpegel der Pulsationen auch mit einer Manschette gemessen werden. Dies erleichtert den Vergleich von invasiv und nicht-invasiv gemessenen Drücken an dieser Stelle.
  • Seit einiger Zeit ist es möglich, Pulsationen an peripheren Stellen nicht-invasiv zu messen, d. h. ohne Punktion der Haut und Einsetzen einer Kanüle. Zum Beispiel sind Druckmessvorrichtungen bekannt, wie zum Beispiel das Finapres Blutdruckmessgerät, mit dem kontinuierlich und zuverlässig kalibrierte Arteriendrücke im Finger eines Menschen unter Verwendung einer Volumenklemmtechnik gemessen werden können. Es wurden außerdem Vorrichtungen entwickelt, um Pulsationen im Handgelenk und im Oberarm zu messen. Solche Messungen sind natürlich Gegenstand der nachteiligen Einflüsse der Effekte von Druckausbreitung und Druckgradient, die mit invasiven Messungen in Beziehung stehen. Die oben genannte Finapres-Vorrichtung wird häufig von medizinischen Spezialisten angewendet, die an proximalen, beispielsweise brachialen, Arteriendrücken im Oberarm interessiert sind und darin Erfahrung haben. Es wurden hier Differenzen zwischen dem intrabrachialen Druck und dem Fingerdruck gefunden, und in einer Anzahl von Publikationen sind die relative Verschiebungen und Streuungen bezüglich der Druckpegel und Verzerrungen der Impulswellenform beschrieben, mit dem Ergebnis, dass die Verbreitung dieser Messungen in der Diagnose begrenzt ist.
  • Um diese Anwendbarkeit der Fingerdruckmessungen zu verbessern, besteht eine offensichtliche und auch zufriedenstellende Lösung darin, die Fingerdruckpegel auf Basis der Resultate von einem oder mehreren nicht-invasiv gemessenen, systolischen und diastolischen Pegeln des Oberarms zu kalibrieren. Dies kann leicht mit Hilfe eines Mikroprozessors durchgeführt werden, um jeden Messwert zu korrigieren, der in der Fingerdruckwellenform abgenommen wurde. Der auf diese Weise kalibrierte Fingerdruck kann dann verwendet werden, um eine Veränderung des Blutdrucks von Herzschlag zu Herzschlag zu überwachen und aufzuzeichnen. Dieser Lösungsansatz ist bekannt, hat jedoch eine Reihe von Nachteilen:
    • 1) Obwohl die oberen (systolischen) und unteren (diastolischen) Druckpegel der Fingerdruckwellenform auf diese Weise korrigiert wurden, wird die Wellenform selbst hier lediglich gestreckt oder gestaucht oder bezüglich des Pegels, verschoben, aber nicht verändert. Jegliche Verzerrung der Impulsform, die zwischen dem intrabrachialen Druck und dem Fingerdruck vorhanden ist, bleibt unkorrigiert. Insbesondere ist dies hinsichtlich der mittleren Druckpegel der Fall. Der mittlere Druckpegel von einem brachialen Impulsdruck beträgt normalerweise bis zu einem Drittel des Drucks des diastolischen Pegels. Für Fingerdruckpulsationen beträgt er jedoch ein Viertel des Drucks des diastolischen Pegels. Da nach der Korrektur die Impulsdrücke identisch gemacht sind, aber die Wellenform nicht beeinflusst wurde, wird der mittlere Druck der Fingerpulsation um etwa ein Zwölftel des Impulsdrucks oder in einzelnen Fällen um bis zu 20 mm Hg unterschätzt.
    • 2) Die herkömmliche nicht-invasive Technik zum Erhalten der systolischen und diastolischen Druckpegel in der brachialen Arterie ist die sogenannte Riva-Rocci/Korotkoff-Technik (RRK). Diese Technik hat die Tendenz zum Unterschätzen der systolischen Druckpegel und zum Überschätzen der diastolischen Druckpegel. Das Ergebnis davon besteht darin, dass die intrabrachialen Impulsdrücke durch die nicht-invasive Technik unterschätzt werden. In dem Fall von Fingerdruckpulsationen, die durch Pegel korrigiert werden, die durch die RRK-Technik erhalten werden, werden folglich die brachialen Drücke ebenfalls unterschätzt.
    • 3) Die RRK-Technik kann nicht einfach mechanisiert werden. Das Korotkoff-Rauschen, das unter der Manschette erzeugt wird und das vom klinischen Personal gehört wird, ist schwach und kann leicht durch Umgebungsgeräusche gestört werden. Es kann auch unqualifiziertes medizinisches Personal und schlechte Computerprogramme geben, wodurch es passieren kann, dass auskultatorische tote Lücken auftreten, in denen keine Geräusche gehört werden, aber der diastolische Druck noch nicht erreicht wurde. Außerdem, abhängig von Umständen, die für ein Computerprogramm nicht bekannt sind, wie zum Beispiel das Keuchen eines Patienten, das er selbst physisch abgibt, müssen bei der Erfassung und Interpretation von Geräuschen und Pegeln spezielle Maßnahmen in Betracht gezogen werden.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, die obigen Probleme zu überwinden und allgemein, auf der Basis einer distal bestimmten Druckwellenform, eine korrekte proximale Druckwellenform zu erhalten, in der die Wellenform, die Druckimpulsamplitude und die relativen Pegel des systolischen, diastolischen und mittleren Drucks alle qantitativ korrekt sind und sich außerdem auf dem korrekten proximalen Pegel befinden.
  • Dies wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung durch ein Verfahren zum Bestimmen einer proximalen Arterienblutdruckwellenform in einer Person erreicht, beginnend mit einer distal gemessenen Arteriendruckwellenform, durch, erstens, Anwenden einer vom Alter abhängigen Wellenformfilterung auf die distale Druckwellenform, um die proximale Druckwellenform mit jeweils korrekten systolischen, diastolischen und mittleren Druckpegeln zu erhalten, und dann durch Verschieben der gefilterten Druckwellenform durch Kalibrieren auf den korrekten proximalen Druckpegel, wobei die Druckwellenform und Pegel nicht-invasiv gemessen werden.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird dies durch eine Vorrichtung zur Durchführung des vorstehenden Verfahrens erreicht, wobei die Vorrichtung mit einem Fingerblutdruckmessgerät, das einen Messkopf und eine Fingerdruckmanschette aufweist, einer Oberarm-Druckmanschette mit Elektromanometer, und einer Steuerungs- und Verarbeitungseinheit, wobei diese Einheit zumindest einen inversen, vom Alter abhängigen Filter zur Filterung der arteriellen Fingerdruckwellenform aufweist, und mit einer Kalibrierungsschaltung zum Verschieben der gefilterten Druckwellenform auf den Brachialdruckpegel versehen ist.
  • Die Erfindung wird in größerem Detail auf der Basis eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert, in denen:
  • 1 ein Beispiel von einer Blutdruckwelle als eine Funktion der Zeit zeigt;
  • 2 ein Beispiel von einer Blutdruckwelle in der Aorta und in einem Finger der gleichen Person zeigt;
  • 3 ein Beispiel gemäß der Erfindung von der erforderlichen Filterantwort für Personen verschiedenen Alters zeigt;
  • 4 ein Beispiel gemäß der Erfindung von einer Abschätzung des Alters zeigt, die aus der Wellenform der Druckpulsation abgeschätzt ist;
  • 5 ein Beispiel gemäß der Erfindung von einem Vergleich zwischen einer ursprünglichen intrabrachialen Druckpulsation, einer ursprünglichen nicht-invasiv gemessenen arteriellen Fingerdruckpulsation und einer Druckpulsation zeigt, die aus der letztgenannten Druckpulsation korrigiert ist;
  • 6 eine Darstellung von einer Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt; und
  • 7 ein Beispiel von einem neuronalen Netzwerk zeigt, das in der Vorrichtung aus 6 verwendet wird.
  • Aus dem Artikel "Reconstruction of brachial arterial pulsation from finger arterial pressure" in Proc. 12th Int. Conf. IEEE Eng Med Biol Soc 1990; 12: 1046–1047 (Gizdulich P., Wesseling K. H.) ist bekannt, einen Filter zu verwenden, um die Pulsationen zu filtern, die an dem Finger erhalten werden, um eine intrabrachiale Wellenform zu approximieren. Es wurde jedoch herausgefunden, dass diese Filter für die oben genannte Approximation zu ungenau sind, und zwar insbesondere bei älteren Menschen. Es wurde nun überraschend herausgefunden, dass ein altersabhängiges Filtern zufriedenstellend ist. Zum Beispiel gibt 3 ein Beispiel von der erforderlichen Filterantwort für Personen in drei verschiedenen Altersstufen an (20, 40 und 60 Jahre). Für diese Kompensation muss das Alter der Person oder des Patienten in die Filtervorrichtung eingegeben werden, um für jede Person die korrekte Filterwirkung zu erreichen. Dies macht einen zusätzlichen Vorgang erforderlich, aber dieser Vorgang kann vermieden werden, indem der Filter mit einem künstlichen neuronalen Netzwerk verbunden wird. Es wurde in der Tat unerwarteterweise herausgefunden, dass das Alter einer Person zuverlässig aus der Druckpulsation, die in dem Finger mit einem Fingerblutdruckmessgerät gemessen wird, unter Verwendung eines gut trainierten neuronalen Netzwerks abgeleitet werden kann.
  • Aus der Wellenform der arteriellen Druckpulsation, die zum Beispiel in dem Finger gemessen wird, kann eine Abschätzung des Alters der Person angegeben werden. 4 zeigt eine Darstellung von der Wirksamkeit dieses Lösungsansatzes. Wenn das Alter aus dieser Abschätzung abgeleitet wird, kann es als ein Parameter in die Filtervorrichtung eingegeben werden.
  • Wenn die korrekte Impulswellenform und Amplitude aus der inversen gefilterten Wellenform erhalten wurde, dann ist eine Kalibrierung von einem Druckpegel aus den verschiedenen möglichen Druckpegeln ausreichend, nämlich systolischer Pegel, diastolischer Pegel und mittlerer Pegel. Theoretisch wird die beste Kalibrierung aus dem höchsten Druck erreicht, d. h. dem systolische Druck. Diese Kalibrierung, die auf dem systolischen Druck basiert, kann in einer geeigneten Weise unter Verwendung des Zurück-zur-Strömung-Verfahrens (return-to-flow) durchgeführt werden. Dieses Verfahren wird selbst nicht häufig angewendet, da es lediglich einen der beiden arteriellen Hauptdruckpegel zur Verfügung stellt, aber in diesem Fall ist dieses Verfahren sehr vorteilhaft. In diesem Fall wird eine Oberarm-Manschette sehr schnell auf einen suprasystolischen Pegel aufgeblasen. Während des nachfolgenden langsamen Abblasens wird der Druck der Manschette in dem Moment abgelesen, in dem die erste Pulsation distal von der Manschette stattfindet, wie sie beispielsweise in einer Ultraschall-Arterienströmungsgeschwindigkeitswelle distal von der abblasenden Manschette erfasst wird, die von einem Beobachter unter Verwendung eines Stethoskops, durch Abfühlen der Speichenarterie im Handgelenk, durch Beobachtung einer Veränderung der Farbe in der bleichen Haut oder durch Plethysmographie erfasst wird.
  • Eine besonders vorteilhafte Lösung wird erreicht, wenn die Oberarm-Manschette proximal von einem Fingerblutdruckmessgerät am gleichen Arm angeordnet ist. In diesem Fall kann das Fingerblutdruckmessgerät verwendet werden, um die erste Pulsation zu erfassen, die beim Abblasen unter der Manschette durchströmt. Da das Blutdruckmessgerät bereits eine Druckluftquelle aufweist, kann das Aufblasen und Abblasen der Manschette größtenteils mit Hilfe verfügbarer Komponenten durchgeführt werden. Ein Zusatz zu dem Mikroprozessor-Programm innerhalb des Blutdruckmessgeräts ermöglicht dann die Erfassung des Moments der Zurück-zur-Strömung und das Ablesen des entsprechenden systolischen Oberarmdrucks.
  • Eine noch genauere Lösung kann erreicht werden, wenn der systolische Druckpegel, der mit der Zurück-zur-Strömung in Beziehung steht, nicht direkt verwendet wird, um die Wellenform zu verschieben, sondern in eine Regressionsgleichung eingegeben wird, deren Koeffizienten aus einer Lern-Population von Personen erhalten werden. Für diesen Zweck wurde in einem Beispiel der Blutdruck von 53 Personen, die bezüglich des Alters von 22 bis 83 Jahren variierten, invasiv in der brachialen Arterie gemessen und in dem Finger von dem kontralateralen Arm mit einem Blutdruckmessgerät gemessen, und systolische Drücke wurden mit einer Manschette am Oberarm proximal von dem Fingerblutdruckmessgerät mit Hilfe der Zurück-zur-Strömung gemessen. Eine Regressionsgleichung wurde daraus entwickelt, und zwar wie folgt: pfc (t) = pf(t) + 18.7 + 0.44prtfs – 0.34pfd 0.36pfs (1)wobei pc f(t) die gefilterte korrigierte Fingerdruckwellenform als eine Funktion der Zeit ist, pf(t) die altersabhängige inverse gefilterte Wellenform ist, ps rtf der systolische Zurück-zur-Strömung-Druck ist, pd f der gefilterte diastolische Druck ist, und pc f der gefilterte systolische Druck ist.
  • In dem Fall, dass ein systolischer Zurück-zur-Strömung-Pegel nicht verfügbar ist, kann eine geeignete, aber etwas weniger perfekte Korrektur in einer ähnlichen Weise unter Verwendung von lediglich den Druckpegeln erreicht werden, die an der Fingerdruckpulsation gemessen werden, und zwar gemäß: pfc (t) = pf(t) + 13.6 – 0.57pfd +0.19pfs (2)wobei die Symbole die gleiche Bedeutung haben wie in der vorstehenden Gleichung.
  • Es ist bemerkenswert, dass die Fingerdruckpulsation gemäß der Erfindung verwendet werden kann, um das Alter der Person zu erhalten, wonach dann die Koeffizienten des altersabhängigen Filters bestimmt werden. Durch diesen Filter wird schließlich eine brachiale, arteriell-ähnliche Pulsation erreicht, deren DC-Pegel unter Verwendung von Druckpegeln des gefilterten Fingerdrucks korrigiert werden kann. Die Tatsache, dass dies möglich ist, ist ein Ergebnis einer offensichtlichen physiologischen Eigenschaft, das niedrige Impulsdrücke mit einem hohen DC-Druck nach unten gerichtet korrigiert werden müssen, wohingegen hohe Impulsdrücke mit einem geringen DC-Druck nach oben korrigiert werden müssen.
  • Eine weitere Lösung ist eine Korrektur des mittleren Druckpegels unter Verwendung eines oszillometrischen mittleren Drucks von einer Oberarm-Manschette, was eine bekannte und vollständig automatisierte Technik mit akzeptierter Zuverlässigkeit ist.
  • Noch eine weitere Lösung besteht darin, eine diastolische Pegelkorrektur durch einen RRK oder einen oszillometrischen diastolischen Pegel zu erhalten. Da dies der schwierigste Pegel ist, der nicht-invasiv erhalten werden kann, ist die Verwendung dieser Lösung in der Tat möglich, aber wenig vorteilhaft.
  • Das obige Verfahren ist nicht auf die Korrektur des Fingerdrucks auf einen intrabrachialen Druck begrenzt, sondern kann auch für die Korrektur von irgendwelchen distal gemessenen Druck hin zu einem etwas mehr proximal oder zentral vorhandenen Druck verwendet werden, und umgekehrt.
  • 5 zeigt ein Beispiel von der Wirkung der Erfindung bei einer einzelnen Druckwelle. Drei Impulse sind angegeben, nämlich die ursprüngliche intrabrachiale Druckpulsation als Kurve a (dicke Linie), die ursprüngliche, nicht-invasiv gemessene arterielle Fingerdruckpulsation als Kurve b (dünne Linie) und die korrigierte Druckpulsation als Kurve c (gestrichelte Linie). Die rekonstruierte intrabrachiale Pulsation c ist relativ zu der ursprünglichen intrabrachialen Pulsation a zeitlich etwas verzögert, und zwar als ein Ergebnis der Transportzeit in den Arterien von dem Arm zu dem Finger, und als eine Folge der Filterverzögerung. Die Steilheit des systolischen Aufwärtsbewegung und die allgemeine Form sind nahezu identisch mit dem Original. Das gleiche betrifft auch die Druckpegel, obwohl die Pegel nicht immer bei verschiedenen Personen als so nahe zueinander gefunden werden, wie hier gezeigt ist.
  • Durch die Verwendung des oben genannten Verfahrens, das mit der nachfolgend beschriebenen Vorrichtung durchgeführt wird, wird ein proximaler oder beispielsweise brachialer Blutdruck, der sowohl bezüglich der Form als auch des Pegels korrekt ist, folglich aus einer nicht-invasiven Aufzeichnung des distalen Drucks bzw. Fingerblutdrucks bestimmt. Mit anderen Worten, der proximale Blutdruck, der durch eine Korrektur aus diesem distalen Druck bzw. Fingerblutdruck bestimmt wird, kommt ausreichend nahe an den Druck heran, der intraarteriell in der brachialen Arterie gemessen wird, um somit gut in die Standards der Association for the Advancement of Medical Instrumentation zu fallen.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist schematisch in 6 dargestellt. Sie weist ein bekanntes Standard-Fingerblutdruckgerät auf, beispielsweise das kommerziell verfügbare Ohmeda 2300 Finapres. Die Manschette 1 des Blutdruckmessgeräts wird um einen Finger von der zu untersuchenden Person 13 gewickelt und mit dem Messkopf des Blutdruckmessgeräts 3 verbunden. Eine herkömmliche Oberarm druckmanschette 4 wird um den gleichen Arm gewickelt, wie der, an dem die Fingermanschette 1 angeordnet ist. Die Mitte der Fingermanschette 1 und die Mitte der Oberarmmanschette 4 haben den gleichen hydrostatischen Pegel. Die Oberarmmanschette 4 ist mit Hilfe einer Leitungsverbindung mit einem T-Stück 5 verbunden. Der Durchgangskanal von dem T-Stück 5 ist mit einem elektrisch steuerbaren Wechselschalter 7 verbunden. Die seitlichen Abzweigungen von dem T-Stück 5 ist mit einem Elektromanometer 6 verbunden. Der Auslass des Wechselschalters 7 ist mit einem zweiten elektrisch steuerbaren Wechselschalter 8 verbunden. Der Auslass c von dem Wechselschalter 8 ist ohne Beschränkung zur Außenluft belüftet, und der Auslass d des Wechselschalters 8 ist ebenfalls zur Außenluft mit Hilfe eines Ventils belüftet, das lediglich einmal eingestellt werden muss. Der Auslass b des Wechselschalters 7 ist mit einer Luftkammer 10 verbunden, die von einer Luftpumpe 12 mit Hilfe eines Überdruckventils 11 beliefert wird, das nur einmal eingestellt werden muss. Der Wechselschalter 7 wird mit Hilfe eines Signals e eingestellt, der Wechselschalter 8 wird mit Hilfe eines Signals g eingestellt, und die Pumpe wird mit Hilfe eines Signals f ein- und ausgeschaltet. Die Signale e, f und g werden von einer Steuerungs- und Verarbeitungseinheit 14 geliefert, beispielsweise ein Personalcomputer, der mit einer Echtzeit-Schnittstellenkarte (RTI) ausgestattet ist. Das Messsignal x von dem Elektromanometer 6 und das Messsignal y von dem Blutdruckmessgerät 3 werden einem Analog/Digital-Wandler zugeführt, der auf der RTI-Karte vorgesehen ist. Diese RTI erzeugt ein Ausgangssignal z mit Hilfe des Digital/Analog-Wandlers. Dieses Ausgangssignal stellt die distale bzw. brachiale Blutdruckkurve dar, die bezüglich Form und Pegel korrigiert ist.
  • Ein Programm, das konstant die Signale x und y überwacht und das Signal z daraus erzeugt, läuft auf dem Computer. In dem Fingerblutdrucksignal y werden die Herzschläge erfasst, und der obere Druck (systolischer Druck), der untere Druck (diastolischer Druck) und der mittlere Druck werden gemessen und bestimmt. Beim normalen Betrieb misst das Blutdruckmessgerät 3 den Fingerblutdruck und erzeugt das Signal y. Dieses Signal wird abgetastet, gefiltert und bezüglich des Pegels verschoben, wonach das Ausgangssignal z erzeugt wird.
  • Die Betriebsart ist folgende. Der Wechselschalter 7 befindet sich in Position a, und der Wechselschalter 8 befindet sich in Position c. Die Manschette 4 ist folglich in Kommunikation mit der Außenluft und hat einen Druck von Null. Irgendein gewünschter Druck, der gleich Null sein kann, herrscht in der Luftkammer 10. Zu einem bestimmten Zeitpunkt, der durch den Computer oder durch einen Benutzer bestimmt wird, wird die Luftpumpe 12 mit Hilfe des Signals f eingeschaltet. Die Luftpumpe drückt mit Hilfe des Ventils 11 für eine reguläre Periode eine Luftmenge in die Luftkammer 10. Der Wechselschalter 7 wird dann in Position b gebracht, und die Manschette 4 wird schnell mit einem Druck gefüllt, der etwa 50 mm Hg über dem oberen Druck (systolischer Druck) liegt, der in dem Finger gemessen wird. Der Manschettendruck wird mit Hilfe des Manometers 6 gemessen und dem Computer mit Hilfe eines Signals x zugeführt. Der Wechselschalter 8 wird dann in die Position d gebracht, und unmittelbar danach wird der Wechselschalter 7 in die Position a gebracht, und die Luftpumpe 12 wird ausgeschaltet. Der Druck in der Manschette 4 wird nun schrittweise gleich dem der Außenseite gemacht, und zwar mit Hilfe der Leitung, dem T-Stück 5, den Wechselschaltern 7-a und 8-d sowie dem Ventil 9.
  • Infolge der Tatsache, dass die Manschette 4 anfänglich auf einen suprasystolischen Druck aufgeblasen wurde, wurde die Blutzufuhr zu dem Finger angehalten, und keine weiteren Pulsationen wurden durch das Blutmessgerät 3 aufgezeichnet und von dem Computer in dem Signal y erfasst. Nach einiger Zeit ist der Druck in der Manschette nun so weit abgefallen, dass er sich unter dem Pegel des systolischen oberen Drucks befindet.
  • Zu diesem Zeitpunkt treten wieder erste kleine Pulsationen hindurch und werden von dem Computer in dem Signal y erkannt. Dieses setzt sich fort, bis beispielsweise 3 bis 5 Pulsationen in einem gleichförmigen Rhythmus erkannt wurden. Die erste Pulsation gibt den Moment der Zurück-zur-Strömung an, und der entsprechende Druck x, gespeichert in dem Speicher, in der Manschette 4 ist der systolische Druck bzw. der obere Druck in dem Oberarm. Dieser Druck wird dann verwendet, um die Pegelkorrektur anzuwenden oder zu erneuern, die vorstehend in der Formel in Gleichung (1) beschrieben wurde. Solange die Zurück-zur-Strömung-Bestimmung nicht verfügbar ist, wird die Pegelkorrektur anhand der Formel in Gleichung (2) durchgeführt.
  • Der altersabhängige Filter, der aus dem Fingerdruck eine Blutdruckkurve konstruiert, die bezüglich ihrer Form mit der Blutdruckkurve im Oberarm virtuell identisch ist, hat die in 3 gezeigten Eigenschaften. Die Filterwirkung wird durch eine Kaskaden-Verbindung von drei Filtern erreicht. Der erste Filter ist ein High-Emphasis-Filter, der eine Vertiefung an der Frequenz zeigt, wo die anfängliche flache Charakteristik in eine ansteigende Charakteristik zweiter Ordnung übergeht. Frequenz und Tiefe der Vertiefung hängen vom Alter ab. Auf den ersten Filter folgt ein zweiter und ein identischer dritter Filter. Dies sind Tiefpassfilter erster Ordnung mit einer Abschaltfrequenz, die wiederum vom Alter abhängt.
  • Das Folgende ist ein Computerprogramm, das den gewünschten Filter simuliert:
  • Figure 00140001
  • Figure 00150001
  • Dieser Altersfilteralgorithmus kann auf Basis der Antworten aus 3 eingestellt werden, wobei die logarithmische Relation zwischen der Frequenz und dem Alter in einer speziellen Weise abgeleitet wird.
  • Es ist jedoch gemäß der Erfindung möglich, für den altersabhängigen Filter ein neuronales Netzwerk zu verwenden, wie als ein Beispiel in 7 angegeben. Dieses Netzwerk enthält beispielsweise einen Eingabeschicht R, eine erste Neuronschicht NL1 und eine zweite Neuronschicht NL2. Eine Kurve wird in die Eingabeschicht eingegeben, und das Netzwerk berechnet das Alter mit Hilfe eines nicht-linearen Filters (Neuron). Auf diese Weise erhält das Netzwerk an der Eingabe R die Werte der Ableitung der Druckkurve in zeitlichen Intervallen von 20 ms. In der Eingabeschicht gibt es 22 dieser Eingaben. Die erste Eingabe erfordert den Wert der Ableitung zu Beginn des Herzschlags, die zweite Eingabe erfordert den Wert 20 ms später, usw., bis die ersten 20 Eingaben einen Wert erhalten haben. Eingabe 21 empfängt den Wert des mittleren Blutdrucks, und Eingabe 22 empfängt den Wert der Herzfrequenz. Diese Eingabewerte breiten sich anhand bekannten Gewichtungsfaktoren W1, die gefunden werden, indem ermöglicht wird, dass das Netzwerk aus bekannten Wellenformen und Altern lernt, zu einer Zwischenschicht S1 von nicht-linearen Knoten aus. Durch einen zweiten Satz von Gewichtungsfaktoren W2, die auf die gleiche Weise erhalten wurde wie die Voreinstellungen B1 und B2, breiten sich die Ausgangssignale A1 von den Zwischenknoten zur Ausgabe S2 aus. Aus dieser Ausgabe wird ein eindimensionales Ausgabesignal A2 erhalten, mit Hilfe dessen das geschätzte Alter in Jahren angegeben wird.
  • Um das volle Ausmaß der Effektivität des Verfahrens und der Vorrichtung gemäß der Erfindung bei Druckpegeln anzugeben, werden nachstehend Ergebnisse angezeigt, die von Personen im Alter von 20 bis 80 Jahren erhalten wurden. Einige von ihnen waren junge gesunde Freiwillige, und andere waren Patienten, von denen angenommen wurde, dass sie eine (Manschette) Hyperonie haben, während andere gesunde ältere Personen waren. Die mittleren intrabrachialen Druckpegel und die Standardabweichung der Gruppe sind in der nachfolgenden Tabelle unter "brachial" spezifiziert. Weitere Paare in den Spalten spezifizieren die mittleren Differenzen und die Standardabweichung des Fingerblutdrucks relativ zu dem intrabrachialen Druck (fin-bra) für den alterabhängigen gefilterten Fingerdruck (filt-bra), für den gefilterten Fingerdruck, verschoben gemäß der zweiten Gleichung ohne Zurück-zur-Strömung (verschoben), und schließlich für den gefilterten Fingerdruck nach Zurückzur-Strömung-Korrektur gemäß der ersten Gleichung (korrigiert).
  • Figure 00170001
  • Die Drücke und Differenzen sind als mittlere Abweichung und Standardabweichung angegeben. Vier Ergebnisse sind angegeben, nämlich für den systolischen Druck (s), für den diastolischen Druck (d), für den mittleren Druck (m) und für den Impulsdruck (p). Der Pulsdruck ist kein unabhängiger Messwert, da er die Differenz zwischen dem systolischen und dem diastolischen Druck angibt. Die Zurück-zur-Strömung-korrigierten Ergebnisse werden aus einer Untergruppe von 29 meist älteren Personen erhalten, von denen ein Zurück-zur-Strömung-Messwert verfügbar war. Die mittlere Differenz und die Standardabweichung liegen in den AAMI-Grenzen (±5 ± 8 mm Hg) und sind klein genug, so dass ein kontinuierliches brachiales Drucksignal zur Überwachung und teilweise für Diagnosezwecke erhalten wird.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Bestimmen einer proximalen Arterienblutdruckwellenform in einer Person, beginnend mit einer distal gemessenen Arteriendruckwellenform, gekennzeichnet durch, erstens, Anwenden einer vom Alter abhängigen Wellenformfilterung auf die distale Druckwellenform, um die proximale Druckwellenform mit jeweils korrekten systolischen, diastolischen und mittleren Druckpegeln zu erhalten, und dann durch Verschieben der gefilterten Druckwellenform durch Kalibrieren auf den korrekten proximalen Druckpegel, wobei die Druckwellenform und Pegel nicht-invasiv gemessen werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die gefilterte Druckwellenform durch Kalibrieren von einem Pegel der gefilterten systolischen, diastolischen und mittleren Druckpegel mit dem entsprechenden proximalen Druckpegel verschoben werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Alter für den Zweck der vom Alter abhängigen Wellenformfilterung aus der distal gemessenen Druckwellenform abgeleitet wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei der das Alter mit Hilfe eines trainierten neuronalen Netzwerkes abgeleitet wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem eine Druckwellenform, die nicht-invasiv an dem Finger gemessen wird, durch die Filterung in eine intra-brachiale Druckwellenform konvertiert wird, und bei dem die gefilterte Druckwellenform durch einen einzelnen, nicht-invasiv gemessenen, systolischen oder diastolischen oder mittleren Brachialdruckpegel auf den entsprechenden Druckpegel verschoben wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der obengenannte entsprechende Brachialdruckpegel der systolische Druckpegel ist, der durch einen Zurück-zur-Strömung-Schritt mit einer Druckmanschette an dem Oberarm gemessen wird, und bei dem durch eine Druckmanschette an einem Finger an dem gleichen Arm der arterielle Fingerdruck verwendet wird, um das Zurück-zur-Strömung-Moment zu bestimmen.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Pegelverschiebung der gefilterten Druckwellenform durch eine Beziehungsgleichung erhalten wird, die nicht nur die gefilterte Druckwellenform mit entsprechenden systolischen und diastolischen Druckpegeln sondern auch einen nicht-invasiv gemessenen einzelnen Brachialdruckpegel beinhaltet.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Pegelverschiebung in der gefilterten Druckwellenform durch eine Beziehungsgleichung erhalten wird, die nicht nur die gefilterte Druckwellenform mit entsprechenden systolischen und diastolischen Druckpegeln beinhaltet.
  9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Oberarm-Druckmanschette mit einem Elektromanometer, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einem Fingerblutdruckmeßgerät, das einen Messkopf und eine Fingerdruckmeßmanschette aufweist, und mit einer Steuerungs- und Verarbeitungseinheit, wobei diese Einheit zumindest einen inversen, vom Alter abhängigen Filter zur Filterung der arteriellen Fingerdruckwellenform aufweist, und mit einer Kalibrierungsschaltung zum Verschieben der gefilterten Druckwellenform auf den Brachialdruckpegel versehen ist.
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