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Waage mit durch Geldeinwurf betätigter Leuchtbildanzeige Die Erfindung
bezieht sich auf eine Waage mit Leuchtbildanzeige durch Projektion der Gewichtsangaben
auf eine Mattscheibe mittels einer durch Geldeinwurf einschaltbaren Lichtquelle.
Die bekannten Waagen dieser Art_ besitzen den Nachteil, daß die Nullage nur nach
Geldeinwurf kontrolliert werden kann.
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Die Erfindung bezweckt, die Nullpunktskontrolle ohne Geldeinwurf auszuführen,
jedoch ohne dabei wiegen zu können. Gemäß der Erfindung wird, dies dadurch erreicht,
daß bei an sich bekannter Anordnung einer Blende oder eines Drehspiegels im Strahlengang
zur Verhinderung der Anzeige der Gewichtsangaben- bei fehlendem Münzeinwurf zur
Nullpunktskontrolle die Blende bzw. der drehbare Spiegel entweder von der üblichen
Gewichtsskala nur die Teilstriche ohne die Bezifexungoder nur eine zusätzliche,
parallel zur Hauptskala liegende kurze Hilfsskala zur Projektion auf die Mattscheibe
durch die von Hand (Druckknopf) einschaltbare' Lichtquelle gelangen läßt. In weiterer
Ausgestaltung der Erfindung wird bei bekannter Steuerung der Lichtquelle durch ein
Zeitrelais gemeinsam mit der durch Geldeinwurf bewirkten Steuerung der Lichtquelle
die Blende bzw. der Drehspiegel derart gesteuert, daß die gesamte Gewichtsskala
zur Projektion gelangt.
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Ein Ausführungsbeispiel- des Erfindungsgedankens, das sich insbesondere
für Personenwaagen eignet, ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Vorderansicht der Waage, Abb. a einen Querschnitt,
und Abb.3 stellt einen Teil der Skala dar mit einem besonders gezeichneten Ausschnitt,
wie er bei unbelasteter Waage auf der Mattscheibe erscheint.
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In dem Gehäuse a befindet sich eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Auswiegevorrichtung mit durchsichtiger Skala zur Projektion
des
Wiegeergebnisses auf die Mattscheibe b mittels einer in der Zeichnung gleichfalls
nicht dargestellten Lichtquelle. Die * Lichtstrahlen c werden durch einen Spiegel
a un-@7 gelenkt und auf die genannte Mättscheib@e-b , geworfen und an dieser Stelle
sichtbar gemacht. Eine Klappe e ist am festen Teil der Waage drehbar gelagert und
kann durch einen Magneten/ gesteuert werden, indem sie mit dessen Anker g verbunden
ist. Normalerweise wird diese Klappe durch eine Feder, ein Gewicht o. dgl. in der
gezeichneten Lage gehal-.ten. Wird jedoch der Anker g durch den Magneten f angezogen,
so wird die Klappe nach unten geführt und erreicht dabei die in der Zeichnung gestrichelt
angegebene Läge.
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Das mit dem Neigungspendel verbundene Skalendiapositiv ist mit einer
Hauptskala h und einer Hilfsskala i versehen. Die durch dieses Diapositiv hindurchdringenden
Lichtstrahlen werden teilweise abgefangen, solange sich die als Blende wirkende
Plattee in der gezeichneten Stellung befindet. In der Zeichnung ist dies durch eine
schwache Schattierung angedeutet. Die Lage der Blende e zu den Lichtstrahlen ist
nun so gewählt; daß nur die Lichtstrahlen, die von der Hauptskala herrühren, zurückgehalten
werden. Infolgedessen ist eine Ablesung der eigentlichen Gewichtsskala an der Mattscheibe
nicht möglich. Dagegen können die Strählen, die von der Hilfsskala herkommen, ungehindert
weitergehen und auf der Mattscheibe abgelesen werden.
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Bei Einschaltung der Lichtquelle durch den Druckknopf h ist es dann
jederzeit möglich., die Nullage der Waage, d. h. deren Einspielen auf den Nullpunkt,
zu kontrollieren. Ein Wiegen auf der Waage ist jedoch nicht möglich,- da bei Belastung
derselben außerhalb des kurzen Bereiches der Hilfsskala das Bild auf dex Mattscheibe
vollständig verschwindet. Die Hilfsskala kann aus diesem Grunde beliebig kurz gehalten
werden, unter Umständen genügt die Angabe des Nullpunktes. Die Waage ist erst dann
richtig eingestellt, wenn dieser Nullpunkt mit der auf der Mattscheibe befindlichen
festen Marke i übereinstimmt. Unter Umständen kann die Auffindung des Nullstriches
dadurch unterstützt werden, daß Pfeile in der Nähe des Nullstriches angeordnet werden,
die auf diesen Nullstrich gerichtet sind. Sobald diese Kontrolle beendet ist, kann
der Druckknopf h losgelassen werden, wodurch die Lichtquelle wieder abgeschaltet
wird.
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Soll auf der Waage gewogen werden, dann ist in den Geldeinwurf m eine
Münze einzuwerfen, die ein in der Zeichnung nicht dargestelltes einstellbares Zeitrelais
in Gang setzt; durch dieses wird die Lichtquelle eingeschaltet. Gleichzeitig erhält
der Magnet/ i` Strom, wodurch der Anker g angezogen und die Blende e aus dem Strahlengang
ausgeschwenkt wird. Die Lichtstrahlen der Hauptskala werden damit freigegeben, und
die Gewichtsanzeige kann an der Mattscheibe abgeaesen werden. Nach Ablauf der durch
das Zeitrelais bestimmten Zeit wird die Lichtquelle ausgeschaltet und der Magnet
f stromlos, wobei die Blende e wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückkehrt,
um bei etwaiger Betätigung des Druckknopfes k die Lichtstrahlen der Hauptskala abzudecken.
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Da eine Gewichtsbestimmung an einer Skala ohne Bezifferung derselben
nicht möglich ist, kann der gleiche Zweck ohne Verwendung einer zusätzlichen Hilfsskala
erreicht werden, indem nur die Ziffern der Hauptskala abgedeckt werden, sofern nicht
gewogen, sondern nur der Nullpunkt nachgeprüft werden soll. Da die Skala mit dem
Nullstrich beginnt, braucht nur darauf geachtet zu werden, ob der erste Teilstrich
mit der festen Marken übereinstimmt. Ist dies der Fall, dann spielt die Waage richtig
ein. Die Marken kann im übrigen bei ausgeschwenkter Skala zum Zwecke der Verwiegung
gleichfalls als Anzeigemarke dienen.
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An Stelle der Drehbewegung der Blende kann eine Verschiebebewegung
ausgeführt werden, die gleichfalls durch einen Magneten gesteuert wird und im übrigen
dem gleichen Zwecke, wie beschrieben, dient.
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Schließlich ist es auch möglich, den Spiegel selbst gewissermaßen
als Blende wirken zu lassen, indem er durch den Magneten/ derartig bewegt wird,
daß ein Teil der Lichtstrahlen bei der Nullpunktskontrolle nicht auf, sondern über
oder unter die Mattscheibe geworfen und damit unsichtbar gemacht wird, während er
nach dem Geldeinwurf in die in der Zeichnung dargestellte Lage gebracht. wird, so
daß sämtliche Lichtstrahlen auf die Mattscheibe fallen und das Gewichtsergebnis
abgelesen werden kann. Zur Durchführung dieser Möglichkeit sind nur ganz geringe
Schwenkungen des Spiegels notwendig.