-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG Bereich der Erfindung
-
Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung,
die für
ein Fernsehgerät,
einen Sucher einer Videokamera, eine Lampe eines Videoprojektors,
eine Anzeige eines Computers oder dergleichen verwendet wird, und
insbesondere betrifft sie einen Aufbau einer Ansteuerschaltung einer
derartigen Anzeigevorrichtung.
-
Stand der Technik
-
Als eine aktuelle Anzeigevorrichtung
wird einer Anzeigevorrichtung Beachtung entgegengebracht, die an
Stelle einer Kathodenstrahlröhre
(CRT: cathode ray tube) eine Anzeigeeinrichtung aufweist, wie z.
B. eine Flüssigkristalleinrichtung,
eine Plasmaleuchteinrichtung, eine Elektrochromeinrichtung, eine
Elektronenemissionseinrichtung oder dergleichen.
-
Jede dieser Anzeigeeinrichtungen
weist eine Anzahl von Bildpunkten sowie eine Elektrode zum Anlegen
eines elektrischen Signals auf, um einen optischen Zustand jedes
Bildpunktes zu bestimmen.
-
Zum Anlegen des elektrischen Signals
an die Elektrode der Anzeigeeinrichtung werden ferner eine als Busplatine
oder als Ansteuerplatine bezeichnete, und aus Epoxydharz gefertigte
starre Schaltungsplatine und eine biegsame Schaltungsplatine, wie
z. B. ein TAB-Film oder dergleichen, verwendet.
-
Ein derartiger Aufbau ist in den
US-Patenten US-5,019,201 und US-5,360,943 offenbart.
-
Die EP-A-O 601 869 legt eine Anzeigeeinrichtung
flachen Typs offen, bei der jeweils einen Dünnfilmtransistor und einen
Bildpunkt einschließende
Elementarzellen gemäß einer
Matrixform auf einer Anzeigebaugruppe angeordnet sind. Verzweigungsleitungen
sind bereitgestellt, wobei sich an einem Ende von diesen jede in
zwei Äste
verzweigt. Abtastsignal-Ausgangsanschlüsse sind an einer Erweiterung
einer Leitung der Anzeigesignal-Ausgangsanschlüsse einer
Anzeigeansteuerung entlang einer Seite der Anzeigebaugruppe angebracht.
Die Verzweigungsleitungen biegen sich an den Ästen im Wesentlichen im rechten
Winkel, um in die Richtung zu weisen, in der die Abtastleitungen
verlaufen.
-
Die EP-A-O 717 390, die gemäß Artikel 54(3) EPÜ zum Stand
der Technik rechnet, offenbart eine Anzeigeeinrichtung mit Bezugspotentialverdrahtung. Die
Bezugspotentialverdrahtung zum Bereitstellen des Bezugspotentials
einer ersten Ansteuereinheit und die Bezugspotentialverdrahtung
zum Bereitstellen des Bezugspotential einer zweiten Ansteuereinheit
sind in der Nähe
der ersten und zweiten Ansteuereinheit kurzgeschlossen.
-
Es wird hierin nun nachstehend ein
Fall beschrieben, bei dem ein Flüssigkristall-Anzeigefeld
als Anzeigeeinrichtung und ein Filmträger mit einem IC-Ansteuerungschip
als biegsame Schaltungsplatine verwendet wird.
-
Bisher besteht bei dem Fall des Verbindens des
Filmträgers,
an dem eine Ansteuerschaltung angebracht ist, mit einem Anzeigefeld
und einer Busplatine der Nachteil, dass diejenigen äußeren Leitungen,
die sich unter den äußeren Leitungen
an beiden Enden auf der Eingangsseite und der Ausgangsseite befinden,
der Gefahr der Beschädigung
durch eine Beanspruchung von außen
aufgrund eines Schlags, einer Vibration, einer thermischen Beanspruchung oder
dergleichen ausgesetzt sind.
-
Zum Ausräumen eines derartigen Nachteils werden
deshalb, wie es in 6 gezeigt
ist, elektrisch nicht mit der Ansteuerung für eine Bildanzeige in Verbindung
stehende Blindleitungen 8 und 9 außerhalb
der beiden äußeren Leitungen 6 und 5 auf der
Eingangsseite und der Ausgangsseite unter den Leitungen des Filmträgers angeordnet,
wodurch Beschädigung
der äußeren Leitungen
an beiden Enden aufgrund einer äußerlichen
Beanspruchung verhindert wird. In 6 bezeichnet
Bezugszeichen 1 ein Anzeigefeld; 2 eine Ansteuerschaltung
wie z. B. einen IC-Chip
oder dergleichen; 3 eine Busplatine; 4 einen Filmträger; und 7 Lötflächen für die Blindleitungen.
-
Es existiert ein Fall, bei dem die
Qualität
eines in einem Anzeigebereich angezeigten Bildes dadurch verbessert
wird, dass das Äußere des
Anzeigebereichs (d.h. ein Rahmen oder Rand) stets so gehalten wird,
dass das Bild entweder in einem Weiß-Zustand (heller Zustand)
oder einem Schwarz-Zustand (dunkler Zustand) angezeigt wird. Ein
solches Verfahren wird vom Anmelder Rahmenansteuerung genannt, aber
um dieses Verfahren von der Technik zu unterscheiden, die Anzeigevorrichtung
zum Anzeigen einer Vielzahl sequentieller Rahmen anzusteuern, was
den Eindruck eines Bewegtbildes erzeugt, wird nachfolgend der Ausdruck „Randansteuerung" verwendet.
-
7 zeigt
ein Beispiel einer Anzeigevorrichtung. Für das Anzeigefeld 1 sind
zur Randansteuerung vier Elektroden 99 bereitgestellt und
an Leitungen zur Randansteuerung von Filmträgern 4 und 4' angeschlossen,
die an beiden Enden von zwei Busplatinen 3 angeordnet sind.
Bezugszeichen 201 und 201' bezeichnen Ansteuerschaltungen
für Abtastzeilen
der Filmträger 4 und 4'.
-
Eines der Verfahren zur Randansteuerung ist
ein Verfahren, bei dem Filmträger
und Ansteuerschaltungen im Wesentlichen gleicher Bauweise als alle
Filmträger 4 und 4' und als alle
Ansteuerschaltungen 201 und 201' verwendet werden, und die Vorrichtung
wird so angesteuert, um ein Signal an die Elektroden 99 bereitzustellen,
um die mit den Randansteurungs-Elektroden 99 verbundenen
Bildpunkte (Randbildpunkte) dauerhaft in einem Weiß- oder Schwarz-Zustand
zu halten.
-
Ein anderes Verfahren ist ein von
den jetzigen Erfindern et al. erfundenes Verfahren, und zwar ein
Verfahren, bei dem der Aufbau der Filmträger 4' an beiden Enden der Busplatine 3 unterschiedlich
zu einem Aufbau der anderen Filmträger 4 ist.
-
8 zeigt
einen Aufbau des Filmträgers 4, der
bei einem solchen anderen Verfahren verwendet wird.
-
Es ist auch möglich, in einer solchen Art
und Weise zu konstruieren, dass eine Eingangsseite und eine Ausgangsseite
der Blindleitungen 8' und 9' elektrisch
kurzgeschlossen und verbunden sind, um an die Rahmenansteuerungs-Elektroden 99 außerhalb eines
Anzeigebereichs des Anzeigefelds 1 ein Signal zum beispielsweise
dauerhaften Anzeigen von Weiß bereitzustellen,
wobei die Eingangsseite mit der Busplatine 3 verbunden
ist, und die Ausgangsseite mit dem Anschluss der Randansteuerungs-Elektroden der
Anzeigevorrichtung verbunden ist, wodurch das Signal ohne die Ansteuerschaltung 201' zu durchlaufen
und den Randbereich anzusteuern unmittelbar von der Busplatine 3 an
die Anzeigevorrichtung bereitgestellt wird.
-
Im Fall des obigen Aufbaus kann derselbe IC-Chip
wie der einer anderen Ansteuerschaltung 201 als Ansteuerschaltung 201' verwendet werden.
-
Es besteht kein Erfordernis, zur
Randansteuerung einen speziellen Aufbau oder eine spezielle Ansteuerung
an den IC-Chip bereitzustellen.
-
Im Fall eines in 6 gezeigten Aufbaus arbeitet die Blindleitung 9 als
eine Antenne und es wird Strahlungsrauschen erzeugt, da sie elektrisch
in einen erdfreien Zustand eintritt.
-
Um ein derartiges Problem zu vermeiden, können die
Blindleitungen 8 und 9 nicht zur Randansteuerung
des Anzeigefelds 1 verwendet werden, wenn die Blindleitungen 8 und 9 mit
der angrenzenden äußeren Leitung 5 kurzgeschlossen
sind.
-
In dem Fall, bei dem die Blindleitungen 8 und 9 zum
Beispiel auf einem Bezugspotential gehalten werden und fest auf
einer Erdungsspannung liegen, um den elektrisch erdfreien Zustand
zu vermeiden, tritt eine stationäre
Gleichspannungsdifferenz zwischen den Blindleitungen 8 und 9 sowie
den an diesen angrenzenden äußeren Leitungen 5 und 6 auf. Zu
diesem Zeitpunkt besteht eine Wahrscheinlichkeit, besonders bei
einem Verbindungsabschnitt zwischen dem Anzeigefeld 1 und
der äußeren Leitung 9 auf
der Ausgangsseite, dass aufgrund elektrischer Korrosion ein Defekt
verursacht wird, wie z. B. Unterbrechung bzw. Abtrennung oder dergleichen.
-
KURZFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Eine Aufgabe der Erfindung ist die
Bereitstellung einer Anzeigevorrichtung ohne einen Fehlbetrieb aufgrund
von Rauschen bzw. Störungen.
-
Eine andere Aufgabe der Erfindung
ist die Bereitstellung einer Anzeigevorrichtung mit einem Aufbau
einer Ansteuerschaltung, der auch auf ein Randansteuerung benötigendes
Anzeigefeld angewandt werden kann.
-
Eine noch andere Aufgabe der Erfindung
ist die Bereitstellung einer Anzeigevorrichtung, bei der eine Unterbrechung
bzw. Abtrennung selten aufgrund von elektrischer Korrosion verursacht
wird.
-
Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist die Bereitstellung einer Anzeigevorrichtung mit einem Aufbau
einer Ansteuerschaltung, für
den eine Allgemeinverwendbarkeit groß und die Kosten gering sind.
-
Die Erfindung ist unter Berücksichtigung
der vorstehenden Sachlage konzipiert, und es wird eine Anzeigevorrichtung
gemäß Patentanspruch
1 bereitgestellt, die eine Anzeigeeinrichtung aufweist.
-
Ein Ende der Blindleitung ist an
eine Busplatine angeschlossen und das andere Ende ist an die Anzeigevorrichtung
angeschlossen.
-
Durch Einstellen der Spannung der
Blindleitung auf einen Wert, um so die Gleichvorspannung nicht so
viel wie es möglich
wäre für einen
Spannungsverlauf der äußeren Leitung
auf der Ausgangsseite anzuwenden, kann gemäß der Erfindung die Bewegung
von Ionen in einem Verbindungsabschnitt zwischen der äußeren Leitung
und der Anzeigevorrichtung unterdrückt und ein Defekt, wie z.
B. Unterbrechung bzw. Abtrennung oder dergleichen, aufgrund elektrischer
Korrosion vermieden werden.
-
Da sich die Blindleitung nicht im
elektrisch erdfreien Zustand befindet, besteht keine Gefahr von Strahlungsrauschen
durch die Blindleitung.
-
Da andererseits die Blindleitungen
auf der Eingangsseite und der Ausgangsseite gebräuchlich sind, kann durch beliebiges
Einstellen der an eine Lötfläche für die Blindleitung
auf der Eingangsseite anzulegenden Spannung eine Spannung auch unmittelbar
von der Busplatine über
den Filmträger
an die Anzeigevorrichtung angelegt werden ohne den Ansteuerungs-IC
zu durchlaufen.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Dabei zeigen:
-
1A bis 1C schematische Darstellungen eines Aufbaus
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
-
2 ein
Diagramm von Spannungsverläufen
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
-
3 ein
Diagramm von Spannungsverläufen
gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
-
4 eine
schematische Darstellung eines Aufbaus des zweiten Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
-
5 eine
schematische Darstellung eines Steuerungssystems einer Anzeigevorrichtung
der Erfindung;
-
6 eine
schematische Darstellung eines herkömmlichen Aufbaus;
-
7 eine
schematische Darstellung einer herkömmlichen Anzeigevorrichtung;
-
8 eine
schematische Darstellung eines Beispiels eines Aufbaus; und
-
9 ein
Diagramm eines Vergleichs von Spannungsverläufen der Anzeigevorrichtung.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
-
1A zeigt
einen Grundriss eines Aufbaus einer Ansteuerschaltung gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. 1B zeigt eine
Querschnittsansicht entlang der Linie 1B-1B gemäß 1A. 1C zeigt
eine Querschnittsansicht entlang der Linie 1C-1C gemäß 1A.
-
Der Aufbau gemäß 1A kann anstelle aller in den Darstellungen
gezeigten Filmträger 201 und 201' verwendet werden.
-
Bezugszeichen 1 bezeichnet
das als eine Anzeigevorrichtung dienende Anzeigefeld. Das Anzeigefeld 1 weist
eine Anzahl von Bildpunkten auf. Bezugszeichen 2 bezeichnet
den als eine Ansteuerschaltung dienenden IC-Chip; 3 die Busplatine; 4 den Filmträger; 5 die äußere Leitung
auf der Ausgangsseite; 6 die äußere Leitung auf der Eingangsseite; 8 die
Blindleitung auf der Eingangsseite; 9 die Blindleitung
auf der Ausgangsseite; 16 eine Lötfläche als einen Verbindungsanschluss
auf der Busplatinen-Seite; 18 eine Lötfläche für die Blindleitung; und 15 eine Elektrode
des Anzeigefelds. Die Elektroden 15 sind als Abtastelektroden
oder Informationselektroden mit den Bildpunkten verbunden.
-
Bezugszeichen 19 bezeichnet
eine Blindleitung des Anzeigefelds. Im Fall, dass die Rahmenansteuerung
ausgeführt
wird, arbeitet die Blindleitung 19 als eine Elektrode für die Rahmenansteuerung und
ist in das Anzeigefeld hinein erweitert. Wie es in 1A gezeigt ist, wird die Blindleitung 19 in
anderen Fälle
jedoch nicht erweitert. AD bezeichnet ein Verbindungsteil, wie z.
B. eine Lötstelle,
anisotropisch leitenden Klebstoff oder dergleichen.
-
Die Ansteuerschaltung 2 legt
eine zum Ansteuern des Anzeigefelds 1 nötige Spannung über die äußere Leitung 5 auf
der Ausgangsseite an das Anzeigefeld 1 an. Eine derartige
Spannungsversorgung wird basierend auf einer Stromquelle und einem Signal
ausgeführt,
das von der elektrisch mit der Busplatine 3 verbundenen
Gruppe äußerer Leitungen 6 auf
der Eingangsseite geliefert wird.
-
Die in diesem Fall über die äußere Leitung 5 der
Ausgangsseite an dem Anzeigefeld 1 angelegte Spannung ist
in 2 gezeigt.
-
Im Fall der Verwendung der Ansteuerschaltung 2 als
eine Schaltung zum Ansteuern der Abtastelektroden wird ein Verlauf
A gemäß 2 zeitlich aufeinanderfolgend
an die Ansteuerelektroden 15 ausgegeben. Im Fall der Verwendung
der Ansteuerschaltung 2 als eine Schaltung zum Ansteuern der
Informationselektroden wird ein Verlauf B gemäß 2 entsprechend einem anzuzeigenden Bild
an die Ansteuerelektroden 15 ausgegeben. Eine Bezugsspannung
VC wird von der Lötfläche 18 der
Busplatinen-Verdrahtung an die Blindelektrode 19 des Anzeigefelds 1 angelegt
ohne die Ansteuerschaltung 2 zu durchlaufen.
-
Wird der als Beispiel A des Spannungsverlaufs
der äußeren Leitung 5 auf
der Ausgangsseite gezeigte Abtastseiten-Verlauf innerhalb der in 2 dargestellten Periode
nur für
einen Zeitabschnitt erkannt, obwohl ihre Durchschnittsspannung einen
positiven Wert aufweist, ist die Einschaltdauer des Abtastseiten-Verlaufs
gering und beträgt
1/400 oder weniger. Daher kann sie als beinahe verschwindende Gleichspannung
für die
Bezugsspannung VC betrachtet werden, wenn sie als Spannung für, zum Beispiel,
eine Rahmenperiode verstanden wird. Beim Beispiel des als Beispiel
B des Spannungsverlaufs der äußeren Leitung
auf der Ausgangsseite gezeigten Informationsseiten-Verlaufs beträgt ein Spannungsmittelwert
in einer Horizontalabtastperiode für VC Null.
-
Die Blindleitung 9 auf der
Ausgangsseite ist elektrisch mit der Blindleitung 8 auf
der Eingangsseite verbunden, und die Blindleitung auf der Eingangsseite
ist mit der Lötfläche 7 für die Blindleitung
auf der Busplatine 3 mittels einer Lötstelle verbunden, so dass
die Spannung der Blindleitung der Ausgangsseite 9 beliebig
eingestellt werden kann.
-
Unter der Annahme, dass zum Beispiel
die Spannung der Blindleitung 9 der Ausgangsseite auf VC
eingestellt wird wie es in 2 gezeigt
ist, beträgt eine
Spannungsdifferenz zwischen der Blindleitung 9 der Ausgangsseite
und der äußeren Leitung
der Ausgangsseite (im Fall eines Beispiels auf der Informationsseite)
auf der äußersten
an der Blindleitung 9 angrenzenden Seite zu diesem Zeitpunkt
als ein Gleichspannungspegel für
wenigstens eine Horizontalabtastperiode Null. Eine augenblickliche
Spannungsdifferenz beträgt
auch maximal |V+ – VC|, die Bewegung von Ionen
kann auf ein niedriges Niveau gedrückt werden. Daher können leitende
Elektroden des Anzeigefelds 1 vor einem Schaden aufgrund
elektrischer Korrosion geschützt
werden, wobei diese aus einer dünnen
Metallschicht (zum Beispiel aus Aluminium) hergestellt sind und
einen Dicke in der Größenordnung
von Dutzenden nm bis zu Hunderten nm (Hunderte Å bis zu Tausende Å) aufweisen.
-
Nun wird ein Fall beschrieben, bei
dem zum Beispiel ein in 3 gezeigter
Spannungsverlauf an die Blindleitung der Ausgagsseite angelegt ist.
-
Das heißt, sie wird in einem im Äußeren eines
Anzeigebereichs des Anzeigefelds 1, wie es in 4 gezeigt ist, angeordneten
Randansteuerungsbereich zum Anlegen eines Spannungsverlaufs über die
an dem Feld außerhalb
des Ansteuerungs-IC 201' am äußersten
Rand der Gruppe von Ansteuerungs-ICs 2, die beispielsweise
auf einen in 7 gezeigten
TAB-Film befestigt sind, angeordnete Blindleitung 9 an
die Elektroden 99 verwendet, sowie zum dauerhaften Festsetzen
des Randansteuerungsabschnitts auf eine Weiß-Anzeige oder eine Schwarz-Anzeige.
-
Zu diesem Zeitpunkt wird eine wechselnde Spannungsdifferenz
mit einem Gleichspannungsanteil von Null zwischen der Blindleitung 9 der
Ausgangsseite und der äußeren Leitung
der Ausgangsseite (entsprechend der Elektrode auf der Informationsseite)
an der äußersten
an der Blindleitung 9 angrenzenden Seite für nur eine
Horizontalabtastperiode verursacht, während derer die Spannung für die Randansteuerung
angelegt wird. Für
den anderen Zeitabschnitt in einem Rahmen tritt nicht einmal eine wechselnde
Spannungsdifferenz zwischen der Blindleitung und der äußeren Leitung
auf, und der Gleichspannungsanteil beträgt Null und ein Gleichspannungspegel
beträgt
Null. Die augenblickliche Spannungsdifferenz beträgt maximal
2|V+ – VC|.
Verglichen mit dem Fall der auf VC festgesetzten Spannung der Blindleitung
der Ausgangsseite, gleicht ihr Pegel beinahe einer Spannungsdifferenz
zwischen den äußeren Leitungen
der Ausgangsseite, obwohl die Spannungsdifferenz größer ist.
Der Blindleitungsabschnitt der Ausgangsseite ist insbesondere für die elektrische
Korrosion nicht empfindlich.
-
Bei jedem der in den Darstellungen
gezeigten Ausführungsbeispiele
wurde die über
die Blindleitung an die Blindelektrode des Anzeigefelds oder an die
Elektrode zur Randansteuerung angelegte Spannung unmittelbar von
der Busplatine über
den Filmträger
an das Anzeigefeld geliefert ohne den Ansteuerungs-IC zu durchlaufen.
Dennoch kann eine Ausgestaltung verwendet werden, bei der eine solche Spannung über den
Ansteuerungs-IC angelegt wird.
-
Im Fall der Ausgestaltung des Anlegens
der Spannung über
den Ansteuerungs-IC ist die in der Darstellung gezeigte Ausgestaltung
eher in einer Vorrichtung vorzuziehen, die vorzugsweise die Realisierung
geringer Kosten beabsichtigt, da die Anzahl von Anschlüssen des
Ansteuerungs-IC ansteigt.
-
Der Ansteuerungs-IC ist nicht zwingend
der Filmträger-IC,
sondern kann auch ein Ansteuerungs-IC sein, der als ein COG (chip-on-glass)
auf dem Anzeigefeld ausgestaltet ist.
-
Es ist ausreichend, für eine längere Zeitspanne
als eine Horizontalabtastperiode keinen Gleichspannungsanteil in
der Spannungsdifferenz zwischen der Blindleitung und der dazu benachbarten
Leitung zu verursachen. Dennoch ist es wünschenswert, dass in einer
Horizontalabtastperiode kein Gleichspannungsanteil vorliegt. Daher
ist es ausreichend, eine an die Blindleitung anzulegende Spannung
so festzusetzen, um den Gleichspannungsanteil zu beseitigen.
-
Als Anzahl der Blindleitungen ist
es ausreichend, dass sowohl auf der rechten als auch auf der linken
Seite der Gruppe äußerer Leiter
pro Filmträger mindestens
eine Blindleitung bereitgestellt ist. Eher wünschenswert ist die Anordnung
von zwei bis vier Blindleitungen sowohl auf der linken als auch
auf der rechten Seite.
-
Als ein bei der Erfindung verwendetes
Anzeigefeld können
eine Flüssigkristalleinrichtung,
eine Plasmaleuchteinrichtung, eine Elektrochromeinrichtung, eine
Elektronenemissionseinrichtung oder dergleichen erwähnt werden.
Die Erfindung ist besonders wirksam für eine nicht-aktive Matrixeinrichtung unter
Verwendung eines optisch aktiven smektischen Flüssigkristalls oder einem optisch
aktiven nematischen Flüssigkristall,
sowie für
eine aktive Matrixeinrichtung unter Verwendung eines TN-Flüssigkristalls.
-
Eine Bildanzeigevorrichtung unter
Verwendung der Flüssigkristalleinrichtungen
bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen wird nun erläutert.
-
5 zeigt
ein Blockschaltbild eines Steuerungssystems der Bildanzeigevorrichtung.
Bezugszeichen 200 bezeichnet ein Anzeigefeld, bei dem eine
Polarisationsplatte mit der vorangehenden Flüssigkristalleinrichtung kombiniert
ist, und das eine Gegenlichtquelle aufweist, wie sie erforderlich
ist. Bezugszeichen 201 bezeichnet die Ansteuerschaltung der
Abtastzeilen einschließlich
eines Decoders und eines Schalters; 202 eine Ansteuerschaltung
der Informationszeilen einschließlich einer Registerschaltung,
eines Schieberegisters, eines Schalters und dergleichen; 203 eine
spannungserzeugende Schaltung zum Erzeugen einer Anzahl von Bezugsspannungen,
mit denen beide der Ansteuerschaltungen 201 und 202 versorgt
werden; 204 eine Steuerschaltung, die eine CPU und einen
RAM zum Speichern von Bildinformationen aufweist, und die an die äußere Leitung
und die Blindleitung bereitzustellende Signale ausgibt; und 210 eine
Bildsignalquelle wie z. B. einen Bildsensor zum Aufnehmen eines
Bildes, einen ein Anwendungsprogramm ausführenden Computer oder dergleichen.
-
Die Erfindung wird angewandt auf
einen Aufbau mit mindestens einer der folgenden Komponenten: das
Anzeigefeld 200, die Ansteuerschaltung der Abtastzeilen 201 und
die Ansteuerschaltung der Informationszeilen 202.
-
Mittels der folgenden Zuverlässigkeitstests wurde
die Tatsache bestätigt,
dass die Vorrichtung der Erfindung, verglichen mit dem Fall, bei
dem die Blindleitung 9 der Ausgangsseite auf den Massepotentialpegel
(GND) festgesetzt ist, wie es in 9 gezeigt
ist, bezüglich
der elektrischen Korrosion um ein Mehrfaches besser ist.
-
Bei dem Aufbau gemäß 6 ist ein Abstand der äußeren Leitungen
der Ausgangsseite (= Abstand leitender Elektroden des Anzeigefelds)
auf 100 μm
eingestellt und eine Bauweise der leitenden Elektroden wird durch
die Elektroden gebildet, bei denen ein Sodaglas mit ITO (1000 Å) und Aluminium (3000 Å) beschichtet
ist. VC ist auf 20 V eingestellt, V+ auf
26 V und V- auf 14 V. Bei Umgebungsbedingungen
von 45°C/95%RH
ist die Blindleitung der Ausgangsseite auf Massespannung (GND) festgelegt,
und wie bei der herkömmlichen
Vorrichtung gemäß 9 angesteuert. In diesem
Fall tritt eine Unterbrechung bzw. Abtrennung aufgrund der elektrischen
Korrosion bei dem mit der Blindleitung 9 der Ausgangsseite
verbundenen Abschnitt der leitenden Elektroden und bei dem zur obigen
leitenden Elektrode benachbarten Abschnitt der leitenden Elektrode nach
Ablauf von 168 Stunden auf. Bei dem Fall, bei dem die Blindleitung
der Ausgangsseite auf die VC-Spannung
festgesetzt ist und wie in 2 gezeigt
angesteuert wird, wurde andererseits bestätigt, dass auch nach dem Ablauf
von 1000 Stunden kein Defekt aufgrund der elektrischen Korrosion
auftritt.
-
Wie vorstehend beschrieben, sind
gemäß einem
bestimmten Ausführungsbeispiel
die Blindleitung der Eingangsseite und die Blindleitung der Ausgangsseite
des Filmträgers
baugleich, an dem die Ansteuerschaltung angebracht ist, und die
Spannung der Blindleitung wird für
den Spannungsverlauf der äußeren Leitung
der Ausgangsseite auf beinahe Null eingestellt, so dass die Bewegung
der Ionen in dem Verbindungsabschnitt der äußeren Leitung und der Anzeigevorrichtung
unterdrückt
werden kann. Der Defekt, wie etwa eine Unterbrechung bzw. Abtrennung
aufgrund der elektrischen Korrosion oder dergleichen, kann verhindert
werden.
-
Da sich die Blindleitung nicht im
elektrisch erdfreien Zustand befindet, besteht keine Gefahr von Strahlungsrauschen
von der Blindleitung.
-
Andererseits kann die Spannung mittels
beliebigem Einstellen der an die Lötflächen für die Blindleitung der Eingangsseite
anzulegenden Spannung auch unmittelbar ohne den Filmträger zu durchlaufen
an das Anzeigefeld angelegt werden, da bei den bevorzugten Ausführungsbeispielen
die Blindleitung der Eingangsseite und die Blindleitung der Ausgangsseite
baugleich sind.