DE69623506T2 - Snowboardbindung - Google Patents
SnowboardbindungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Snowboardbindung, die bequem gedreht und in jedem beliebigen Winkel zum Brett arretiert werden kann, ohne dass der Schuh aus der Bindung genommen werden muss und ohne dass externe Werkzeuge dafür erforderlich sind.
- Das Snowboardfahren ist ein relativ neuer Sport, der optisch mit dem Skateboardfahren und dem Surfen vergleichbar ist, jedoch auf Schnee betrieben wird. Die amtliche Bezeichnung für Snowboardfahren lautet "Snowboard-Skifahren", was bedeutet, dass alle mit dem Alpinskifahren verbundenen Rechte und Pflichten auch für das Snowboardfahren gelten. Beim Snowboardfahren steht der Fahrer bzw. die Fahrerin so auf dem Brett, dass der rechte oder der linke Fuß nach vorne und das Gesicht auf eine Seite des Bretts weisen. Die Füße sind durch nicht lösbare Highback-Bindungen oder Plattenbindungen mit dem Brett verbunden. Wenngleich es mindestens einen Hersteller von lösbaren Bindungen gibt, werden lösbare Bindungen nur selten verwendet. Außerdem unterscheidet sich der Sport vom Monoskifahren, bei dem beide Füße nebeneinander auf einem einzelnen Ski stehen und der Fahrer nach vorne schaut.
- Das Snowboardfahren hat erst in den letzten zehn Jahren eine wachsende Anhängerschaft gewonnen. Vorreiter waren in den späten 70er Jahren eine kleine Gruppe von Einzelpersonen, von denen Jake Burton und Ton Sims besonders hervorzuheben sind. Die beiden Letztgenannten haben jetzt eine Snowboard-Herstellungsfirma, wobei Burton der größte Snowboardhersteller der Welt ist. Burton wird häufig die Entwicklung der ersten Highback-Bindungen und die Einführung von Metallkanten-Boards zugeschrieben. Die Wurzeln gehen jedoch auf den "Snurfer" zurück, einen wie ein kleiner Wasserski geformten Spielgleitschuh mit einer Schnur an der Spitze und einer von der Mitte bis zur Rückseite, wo der Benutzer stand, verlaufenden rauhen Traktionsoberfläche. Burton beteiligte sich an Snurf-Wettkämpfen und hat als erster seine Boards mit einer Fußhalteeinrichtung versehen. Nachdem Burton und seine Boards bald regelmäßig diese Wettkämpfe gewannen, wurde eine Industrie ins Leben gerufen. Heute gibt es mehr als 65 Hersteller von Snowboards und den dazugehörigen Stiefeln und Bindungen. Die Kosten einer Snowboardausrüstung lassen sich gut mit den Kosten einer Skiausrüstung vergleichen, wobei es ein breites Spektrum von Ausrüstungsteilen und eine große Preisspanne gibt.
- Heute sind Snowboardfahrer überall auf der Welt praktisch auf allen Skiabfahrtsstrecken anzutreffen. 1985 waren Snowboards erst auf 7 Prozent der Skigebiete zugelassen, während das heute bei 90 Prozent der Fall ist und mehr als die Hälfte aller Skigebiete spezielle Snowboardflächen haben, die als "Halfpipes" bezeichnet werden. Eine Halfpipe ist eine in den Schnee geformte Wanne; der Begriff kommt vom Skateboardfahren. Heutzutage sind etwa 10 Prozent aller Skifahrer Snowboardfahrer, und die Zuwachsraten bei diesem Sport werden auf 20 Prozent veranschlagt. In den Vereinigten Staaten sind etwa 80 Prozent der Snowboardfahrer männlichen Geschlechts und durchschnittlich 20,8 Jahre alt. Der durchschnittliche Snowboardfahrer fährt an 15 Tagen im Jahr, d. h. dreimal häufiger als der durchschnittliche Skifahrer. Die PSIA (Professional Ski Instructors of America) und die CSF (Canadian Snowboard Federation) nehmen heute Snowboardlehrern Prüfungen ab, und die meisten Skigebiete, in denen Snowboards zugelassen sind, stellen auch Lehrer bereit. Außerdem haben die National Ski Patrol (NSP) und die Canadian Ski Patrol (CSP) Snowboards in ihr Rettungsprogramm aufgenommen.
- Folglich werden ständig große Wettkampfveranstaltungen mit Snowboardausrüstung abgehalten, wobei hohe Fördergelder gezahlt werden, Fernsehübertragungen stattfinden und Weltklasseathleten beteiligt sind. Schon bald wird das Snowboardfahren auch olympische Disziplin sein. Diese Wettkämpfe reichen vom Abfahrtslauf über Slalomrennen zu Halfpipe- und Freestyle-Veranstaltungen. Es wurden daher vier Hauptbrettkategorien entwickelt, nämlich für Rennen, alpine Nutzung, Allround-Nutzung/freies Fahren sowie Halfpipe/Freestyle.
- Für Snowboards werden üblicherweise zwei Arten von Bindungen verwendet, nämlich die Highback-Bindung und die Plattenbindung. Die Highback-Bindung ist gekennzeichnet durch ein vertikales Kunststoffrückenteil, das dazu dient, Druck auf den hinteren Teil des Bretts auszuüben. Diese Bindung hat zwei Riemen, die über den Fuß gelegt werden, wobei der eine Riemen die Ferse und der andere den Zehenbereich niederhält. Einige Highback-Bindungen haben noch einen dritten Riemen am vertikalen Rückenteil, den sogenannten Schienbeinriemen, der zusätzlichen Halt gibt und von den Zehen ausgehende Drehungen erleichtert. Die Platten- oder Step-in-Bindung wird in Verbindung mit einem Schalenstiefel verwendet und ist einer Skibindung sehr ähnlich, jedoch nicht lösbar.
- Für unterschiedliche Unternehmungen sollte der Anstellwinkel der Bindung zur Längsachse des Bretts veränderbar sein. Bei Geschwindigkeitsrennen wie dem Riesenslalom beispielsweise bevorzugt der Snowboardfahrer eine stärker gerade nach vorne gerichtete Fußstellung. Bei anderen Einsätzen, beispielsweise dem Freestylefabren, sollte der Winkel stärker senkrecht zur Längsachse ausgerichtet sein. Nach Transworld Snowboarding sind die durchschnittlichen Fußstellungen bei Profiläufern in den verschiedenen Snowboarddisziplinen wie folgt (Breite in Zentimetern (Inch), Winkel in Grad, wobei 0 Grad senkrecht zur Längsachse bedeutet, Mitte = Anzahl der Inch von der Mitte aus nach hinten, Länge in Zentimetern):
- Derzeit können Snowboard-Bindungen nicht ohne Werkzeugeinsatz gedreht und in einer anderen Winkelposition arretiert werden. Für die Bindungen werden Inserts oder Halteplattensicherungen verwendet. Die Inserts bestehen aus einer in das Brett eingearbeiteten Mutter, wobei die Bindung mit einer Maschinenschraube gesichert wird. Beim Halteplattensystem wird ein Loch ins Brett gebohrt und eine Blechschraube verwendet. Von Halteplatte wird gesprochen, weil an der Stelle, an der das Brett angebohrt wird, eine Metallplatte in das Brett eingelassen ist. Die zwei häufigsten Bindungslochmuster sind das Burton 3D und das F2 4 · 4. Jedes dieser Muster bietet vier verschiedene Einstellmöglichkeiten für den Bindungsabstand. Bei den meisten nicht von Burton stammenden Brettern wird das 4 · 4-Muster verwendet.
- Allerdings muss der Benutzer bei jedem dieser Sicherungs- und Lochmuster erst den Stiefel aus der Bindung nehmen und die verschiedenen Schrauben lösen - normalerweise mit einem Schraubenzieher -, bevor die Bindung gedreht und in den gewünschten Winkel gebracht werden kann. Die gelösten Schrauben müssen dann wieder festgezogen werden, um die Bindung zu arretieren, woraufhin der Benutzer den Schuh wieder in die Bindung einsetzen kann. Der Vorgang ist schwierig, zeitraubend und unbequem für den Snowboardfahrer. Es ist praxisfremd, von einem Snowboardfahrer zu verlangen, dass er vor Ort an seinem Snowboard solche Einstellarbeiten vornimmt, vor allem in Anbetracht der hohen Skipasspreise und des verbreiteten Wunsches, möglichst viele Läufe an einem Tag durchzuführen.
- Die meisten Freizeit-Snowboardfahrer platzieren ihren vorderen Fuß bevorzugt in einem großen Winkel (z. B. mindestens etwa 45 Grad) zur Längsachse des Snowboards. Nach der Abfahrt mit dem Snowboard löst der Fahrer normalerweise den hinteren Stiefel und schiebt sich mit dem freien Fuß an. Das ist vergleichbar mit dem Verhalten eines Skateboardfahrers zur Fortbewegung auf ebenen Flächen und wird daher "Skating" bzw. Anschieben genannt. Wenn durch das Anschieben eine ausreichende Geschwindigkeit erreicht wird, kann der Snowboarder "fahren", indem er den hinteren, nicht in der Bindung stehenden Fuß auf die dafür vorgesehene Abstützfläche zwischen den Bindungen stellt. Anders als beim Skateboardfahren jedoch, bei dem beide Füße frei sind, ist der vordere Fuß des Snowboardfahrers in einem unbequemen Winkel fixiert, so dass das Vorankommen mühsam ist.
- Außerdem stellt die unbequeme Anwinkelung des Fußes für den Snowboardfahrer ein Problem dar, wenn er in den Skilift einsteigen oder diesen verlassen will. Wenn er sich setzt und die Beine nach vorne ausstreckt, kommt das Snowboard durch die angewinkelte Fußstellung den benachbarten Skiliftbenutzern in die Quere. Das veranlasst den Snowboardfahrer, zum Ausgleich des Snowboard-Winkels den Fuß und/oder das Bein und/oder den Körper seitlich in eine unbequeme Stellung zu verdrehen. Das ist besonders inakzeptabel in Anbetracht der langen Fahrzeiten der meisten Skilifte, die 15 Minuten und länger dauern können. Außerdem erhöhen diese Verdrehungen des Snowboardfahrers das Risiko, dass er oder Gegenstände aus dem Lift fallen.
- Das ist nicht nur gefährlich und ärgerlich für die anderen Liftbenutzer, sondern es ist auch gefährlich beim Erreichen des Liftausstiegspunkts. Durch die unnatürliche Ausrichtung seines festgeschnallten Fußes kann es für den Snowboardfahrer schwierig sein, den Lift über die bei den meisten Ausstiegsstellen anzutreffenden gerade, schmale Spur zu verlassen. Jede Spurabweichung und jede Unachtsamkeit können dazu führen, dass der Snowboarder andere Fahrer und/oder gefährliche Hindernisse wie Lifteinrichtungen rammt. Wenn der Snowboardfahrer in den Weg anderer Aussteigender stürzt, muss außerdem der ganze Lift angehalten werden, bis der Snowboardfahrer sich aufgerappelt und aus dem Gefahrenbereich begeben hat.
- Die FR A 2 627 097 offenbart eine Snowboard-Bindung, die drehbar ist, damit der Benutzer den Winkel des Fußes relativ zum Brett verändern kann. Bevor die Bindung zur Änderung dieses Winkels verstellt werden kann, muss jedoch der Stiefel aus der Bindung genommen werden.
- Somit wird eine Snowboard-Bindung benötigt, bei der der Feststellwinkel gegenüber der Längsachse des Bretts leicht und beliebig verändert werden kann, ohne dass zusätzliches Werkzeug erforderlich ist oder der festgeschnallte Stiefel aus der Bindung genommen werden muss. Das ermöglicht es dem Snowboardfahrer, für unter unterschiedlichen Bedingungen durchgeführte Läufe seine Füße jeweils in einem anderen Winkel auszurichten. Eine solche Bindung ermöglicht es dem Snowboardfahrer auch, nach einem Lauf seinen festgeschnallten Fuß schnell auf einen vorwärts gerichteten Winkel einzustellen. Dadurch wird auch eine effizientere und besser steuerbare Vorwärtsbewegung durch Anschieben und Gleiten erleichtert, und das Snowboard kommt nicht mehr benachbarten Mitbenutzern des Skilifts in die Quere.
- Eine Aufgabe der Erfindung ist es somit, eine Snowboard-Bindung zur Verfügung zu stellen, die durch Drehen verstellt werden kann, ohne dass der festgeschnallte Stiefel herausgenommen werden muss und ohne dass zusätzliche Werkzeuge erforderlich sind.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Snowboard-Bindung zur Verfügung zu stellen, bei der zur Steuerung der Lösungsdrehung der Bindungsplatte eine Gleitschiene verwendet wird, die durch einen einzelnen oder zwei Hebel/Griffe, die eine Schwenk- oder Gleitbewegung ausführen, betätigt wird.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Snowboard-Bindung zur Verfügung zu stellen, bei der eine kreisförmige Ausnehmung mit radial ausgerichteten Zähnen für den Eingriff und das Lösen des Eingriffs mit gezähnten Segmenten verwendet wird, die in Verbindung mit der Gleitschiene gleiten.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Snowboard-Bindung zur Verfügung zu stellen, bei der Quadranten-Befestigungselemente für die Befestigung der drehbaren Platte am Brett verwendet werden.
- Noch eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Reihe verstellbarer Anschläge zur Verfügung zu stellen, damit die Bindung bequem in vorgegebene Winkel gebracht werden kann.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine verstellbare Bindung zur Verfügung zu stellen, deren Höhe der Höhe der derzeitigen Bindungen vergleichbar ist.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kunststoff-Schutzabdeckung für den Mechanismus zur Verfügung zu stellen, um diesen vor Schnee zu schützen.
- Nach einem ersten Aspekt besteht die Erfindung somit aus folgendem: einer verstellbaren Snowboard-Bindungsbaugruppe, die ohne den Gebrauch von externen Werkzeugen gedreht sowie in ausgewählten Ausrichtwinkeln gegenüber einem Snowboard fixiert werden kann und eine Montagebaugruppenplattform mit Befestigungslöchern enthält, wobei die Montagebaugruppenplattform eine Längserstreckung mit einem Mittenabschnitt und einem Halsabschnitt aufweist;
- einer drehbaren Schuhanbringungsspanneinrichtung mit einer mittigen Ausnehmung und einem kreisförmigen Einsatz, der einen ersten Innendurchmesser besitzt;
- einem Paar Seitensegmente mit Führungsschienen, welche sich seitlich entlang ihrer Seiten erstrecken, wobei jedes Seitensegment einen in einem Winkel verlaufenden Aufnahmeschlitz und eine nach außen weisende, gezahnte Kante enthält;
- einem Ankereinsatz mit einem zweiten Außendurchmesser, welcher den ersten Innendurchmesser des kreisförmigen Einsatzes überlappt, wobei der Ankereinsatz einen Querkanal zur Aufnahme der Seitensegmente sowie der Führungsschienen und eine Vielzahl von Befestigungslöchern zur Aufnahme eines Befestigungsmittels enthält;
- einem gezahnten Ringeinsatz mit einem dritten Innendurchmesser, welcher den zweiten Außendurchmesser des Ankereinsatzes umschließt, wobei der gezahnte Ringeinsatz eine Vielzahl von radial ausgerichteten Umfangszähnen entlang seines nach innen weisenden Umfanges besitzt und über die Befestigungslöcher sowie die Befestigungsmittel an dem kreisförmigen Einsatz angebracht ist;
- wobei die Erfindung gekennzeichnet ist durch ein verschiebbares Band mit einem Paar zur Seite sich erstreckender Seitenzungen, welches an der Seite der Montagebaugruppenplattform, die bei Gebrauch benachbart zu dem Snowboard anbringbar ist, angeordnet ist und welches sich entlang der Längserstreckung der Plattform erstreckt, wobei jede Seitenzunge einen sich nach oben erstreckenden Stift aufweist;
- wobei das Befestigungsmittel den Ankereinsatz über die Befestigungslöcher an der Montagebaugruppenplatfform befestigt, so dass die Schuhanbringungsspanneinrichtung in der Bindungsbaugruppe durch den Ankereinsatz drehbar gehalten ist, und wobei die Seitensegmente über die die Schnittstelle bildende Schiene und den Kanal verschiebbar in dem Ankereinsatz gehalten werden und wobei die Stifte über Durchgangslöcher, die in dem Querkanal vorgesehen sind, in den in einem Winkel verlaufenden Schlitzen aufgenommen sind und dadurch die seitliche Verschiebebewegung der Seitensegmente in Reaktion auf die Bewegung des verschiebbaren Bandes steuern, so dass die Zähne an den Seitensegmenten wahlweise mit den Zähnen an dem gezahnten Ringeinsatz in Eingriff oder außer Eingriff gelangen.
- Gemäß einem zweiten Aspekt besteht die Erfindung in einer einstellbaren Snowboard- Bindungsbaugruppe, welche gedreht und an einer Montagebaugruppenplattform eines Snowboards in ausgewählten Ausrichtwinkeln ohne den Gebrauch von externen Werkzeugen verriegelt werden kann und welche eine Schuhanbringungsspanneinrichtung, die über Montagemittel an der Plattform drehbar angebracht ist und eine mittig angeordnete, kreisförmige Ausnehmung, welche mehrere radial ausgerichtete, nach innen weisende Umfangszähne besitzt, und zumindest zwei radial verschiebbare Segmente zum Eingriff mit den Umfangszähnen enthält, und ist gekennzeichnet durch ein verschiebbares Band, welches benachbart zu der Oberfläche der Schuhanbringungsspanneinrichtung angeordnet ist, die bei Gebrauch benachbart der Montagebaugruppenplattform des Snowboards positionierbar ist, wobei die Schiebesegmente mit den Umfangszähnen über ein Betätigungsmittel, das an dem verschiebbaren Band angebracht ist, lösbar in Eingriff bringbar sind, wobei das Betätigungsmittel aus einer verriegelten Position die Schiebesegmente, die durch Verschieben außer Eingriff mit den Umfangszähnen an der Schuhanbringungsspanneinrichtung gelangen, freigibt, um dadurch die Drehung der Schuhanbringungsspanneinrichtung in eine neue Position zu ermöglichen, wobei das Betätigungsmittel anschließend eingesetzt wird, um durch Verschieben wieder in Eingriff mit den Zähnen zu gelangen, wodurch die Schuhanbringungsspanneinrichtung in einer Position verriegelt wird.
- Die Erfindung lehrt eine Snowboard-Bindung, die leicht gedreht und in einem beliebigen Winkel arretiert werden kann, ohne dass der Schuh aus der Bindung genommen werden muss und ohne dass ein zusätzliches Einstellwerkzeug benötigt wird. Für die Erfindung wird ein Edelstahlband verwendet, das entlang der Längsachse des Snowboards verläuft und mittels eines an jedem Ende des Bandes angebrachten Hebels nach vorne und nach hinten bewegt werden kann. Alternativ dazu kann an einem Ende des Edelstahlbandes ein einzelner verschiebbarer Hebel oder Griff verwendet werden, wodurch das Band dann vom Hebel bzw. Griff zur Mitte der Bindung entlang der Längsachse läuft. Die Bindungsplattform enthält eine kreisförmige Ausnehmung mit radialen, nach innen weisenden Zähnen am Außenumfang der Ausnehmung. Mit dem verschiebbaren Band ist ein Paar gezahnter Segmente mit nach außen weisenden radialen Zähnen so verbunden, dass die Zähne sich nach außen bewegen, um in Eingriff mit den Zähnen am Umfang der Ausnehmung zu gelangen. Die gezahnten Segmente werden durch benachbarte Quadrantensegmente festgehalten, die auf das Brett geschraubt sind und auch die drehbare Plattform am Brett halten.
- Unter diesen Umständen kann der Brettbenutzer seinen festgeschnallten Fuß in einen beliebigen Winkel bringen, ohne dass er den Schuh herausnehmen und Schrauben lösen muss. Statt dessen werden der eine oder die zwei Hebel oder Griffe betätigt und das Band nach vorne oder nach hinten geschoben, um durch diese Gleitbewegung die gezahnten Segmente außer Eingriff mit den Umfangszähnen an der Ausnehmung zu bringen. Die Bindungsplattform kann dann in einen beliebigen Winkel gedreht und arretiert werden, indem der Hebel erneut betätigt wird und das Band durch eine Gleitbewegung die gezahnten Segmente in Eingriff mit den Zähnen der Ausnehmung bringt.
- Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung gehen aus nachfolgender Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen hervor, die als erläuternde Beispiele einige Ausführungsformen der Erfindung zeigen. Die Zeichnungen sind Teil der Beschreibung, zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung und stellen einige ihrer Aufgaben und Merkmale dar.
- Fig. 1 ist eine Draufsicht der drehbaren Bindungsbaugruppe.
- Fig. 2 ist eine perspektivische, teilweise auseinandergezogene Darstellung der drehbaren Bindungsbaugruppe.
- Fig. 2A zeigt eine Draufsicht und eine Seitenansicht des gleitfähigen gezähnten Abschnitts von Fig. 2.
- Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Snowboards ohne die mittige Bindungsbaugruppe, und zwar die gleitende Mittelschiene und die Lösehebel.
- Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch das Snowboard und die Bindungsbaugruppe auf der Linie 4-4 von Fig. 2.
- Fig. 5 ist eine perspektivische, teilweise auseinandergezogene Ansicht einer anderen drehbaren Bindungsbaugruppe mit Gleithebelgriff an einem Ende.
- Fig. 6 zeigt eine Unteransicht der Bindungsbaugruppe von Fig. 5.
- Fig. 7 zeigt eine Draufsicht der Bindungsbaugruppe von Fig. 5, zusätzlich oben mit Schuheinspannmechanismus versehen.
- Fig. 8 zeigt eine Schutzplatte, die über der Oberseite des Bindungsmechanismus angebracht wird.
- Fig. 9 zeigt eine Schutzplatte, die über der Oberseite des Bindungsmechanismus angebracht wird.
- Im folgenden wird auf Fig. 1 Bezug genommen, in der eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Snowboard-Bindungsbaugruppe 10 mit einigen Phantomlinien zur Verdeutlichung gezeigt ist. Die Bindungsplattform 12 hat etwa in der Mitte einen kreisrunden Ausschnitt 14 mit radial ausgerichteten Zähnen 16 an der Umfangskante. Iraktisch ist jeder Zahn etwa im Abstand von zwei Grad auf der Umfangskante des Ausschnitts 14 vom nächsten getrennt. Der Ausschnitt 14 weist zusätzlich eine Lippe 18 auf, die entlang der inneren Umfangskante verläuft und in eine Breite w hineinragt. Von dem Satz von vier dreieckigen Quadrantenabschnitten 20 hat jeder einen entsprechenden Zungenabschnitt 22, der über der Lippe 18 angeordnet wird. Jeder der Quadrantenabschnitte 20 wird dann mit einem Befestigungsmittel 24, bestehend aus einem herkömmlichen Einsatz mit Maschinenschraube, am Brett 26 festgeschraubt, oder es wird in eine im Brett ausgebildete Halteplatte ein Loch gebohrt und der Quadrantenabschnitt 20 mit einer Blechschraube befestigt. Durch die ringförmige Anordnung von Lippe 18 und Zunge 22 zwischen der Bindungsplattform 12 und den einzelnen Quadrantenabschnitten 20 ist die Plattform 12 über 360 Grad frei drehbar, was mit den Pfeilen 13 angezeigt wird, während sie am Brett befestigt ist.
- Ein relativ dünnes, aber festes Edelstahlband 30 läuft über die Länge des Bretts 26 unter der Mitte der befestigten Bindungsplattform 12. Dieses Band 30 kann auf der Längsachse des Bretts 26 vorwärts und zurück gleiten, was durch einen Hebel am einen Ende der Bindung (nicht eingezeichnet, siehe Fig. 3) erleichtert wird. Das Band 30 hat die zwei seitlich abstehenden Seitenzungen 32 und 34, wobei jede Seitenzunge einen nach oben sich erstreckenden Stift 36 bzw. 38 besitzt. Ein Paar gleitbar montierter, gezähnter Segmente 44 bzw. 46 wirken über die angewinkelten Aufnahmeschlitze 40 und 42 mit den Stiften 36 bzw. 38 zusammen. Jedes der Segmente 44, 46 ist über Schienen 48 auf beiden Seitenoberflächen der Segmente 44, 46 gleitbar montiert. Diese Schienen 48 werden von einer entsprechenden Führung 49 (siehe Fig. 2) in den einzelnen Quadrantenabschnitten 20 aufgenommen. Da jedoch jeder der Quadrantenabschnitte 20 am Brett 26 festgeschraubt ist, sind die Segmente 44, 46 ebenfalls gleitbar mit dem Brett verbunden, wobei die Schlitze 40 und 42 jeweils die Stifte 36, 38 aufnehmen. Die Quadrantenabschnitte 20 sind außerdem auf beiden Seiten des Bands 30 als Führung über die Mitte des Bretts befestigt.
- Bei Betätigung bewirkt die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Bandes 30, dass die Stifte 36, 38 in Eingriff mit den angewinkelten Schlitzen 40, 42 gelangen. Wenn das Band 30 nach vorn bewegt wird, gleiten die gezahnten Abschnitte 44, 46, wie gezeigt, nach innen und gelangen außer Eingriff mit den Umfangszähnen 16. Dies ermöglicht die freie Drehung der Bindungsplattform 12. Wenn die Plattform 12 die gewünschte Position erreicht hat, wird das Band 30 nach rückwärts geschoben, wodurch die Abschnitte 44, 46 nach außen gleiten. Die radialen, nach außen weisenden Zähne auf den Abschnitten 44, 46 gelangen dann wieder in Eingriff mit den Umfangszähnen 16 an der Bindungsplattform, wodurch die Baugruppe arretiert wird.
- Nunmehr wird auf Fig. 2 Bezug genommen, eine bildliche Darstellung der Bindungsbaugruppe 10, wobei einige Teile auseinandergezogen abgebildet sind. Wie oben ausgeführt, ist die Bindungsplattform 12 über die Quadrantenabschnitte 20 drehbar am Brett 26 befestigt. Es ist gezeigt, dass die Zunge 22 über die ringförmige Lippe 18 passt, während die Führung 49 die Schiene 48 auf beiden Seiten des Quadrantenabschnitts 20 aufnimmt. Es ist gezeigt, dass die angewinkelten Schlitze 40, 42 über die Stifte 36, 38 bewegt werden und diese aufnehmen. Wenn in den Befestigungslöchern 25 ein Befestigungsmittel angebracht wird, kann sich die Plattform 12 frei drehen, wenn die Abschnitte 44, 46 nicht in Eingriff mit den Zähnen 16 sind. Fig. 2A zeigt eine Vorder- und eine Seitenansicht der gleitfähigen gezahnten Abschnitte 44, 46 mit den Schienen 48. Durch Befestigung der Abschnitte 20 werden auch die Abschnitte 44, 46 gleitbar an der Baugruppe 10 befestigt.
- Im folgenden wird auf Fig. 3 Bezug genommen, eine Seitenansicht des Bretts 26 ohne Mittenabschnitt. Das Edelstahlband 30 läuft über die Oberseite, und seine Gleitbewegung wird von einem Hebel 50 gesteuert. Dieser Hebel kann ein beliebiges Mittel enthalten, das der Gleitbewegungssteuerung und der Arretierung des Bands 30 dient, wobei die dargestellten Hebel mittig ausgeführt sind. Der Hebel 50 muss also in Richtung der Pfeile 54 bewegt werden, damit das Band 30 nach vorn oder nach hinten bewegt werden kann. Außerdem muss der Hebel arretiert werden, wenn die Baugruppe die richtige Position hat.
- Im folgenden wird auf Fig. 4 Bezug genommen, einen Querschnitt durch das Snowboard 26 und die Bindungsbaugruppe 10 auf der Linie 4-4 von Fig. 2. Wie gezeigt, läuft das Stahlband 30 unter der Bindungsplattform 12 hindurch. Die Bindungsplattform 12 ist in der oben beschriebenen Weise sicher am Brett 26 befestigt, hat jedoch genügend Spiel für die Drehung über die Oberfläche des Bretts 26 und das unter ihr verlaufende Band 30. Das Band 30 wird ebenfalls durch die Bindungsbaugruppenteile 10 gehalten und geführt, kann jedoch frei nach vorne und nach hinten gleiten, wodurch der Winkel der Bindungsplattform 12 verstellt werden kann. Verstellbare Anschläge könnten ebenfalls vorgesehen sein, damit gewünschte Winkel bequem erreicht werden und der Brettbenutzer die Bindung wiederholbar in der jeweiligen Position arretieren kann.
- Außerdem kann über der Baugruppe eine dünne, biegsame Plastikabdeckung angebracht werden, um sie vor Schnee und Beschädigungen durch den Stiefel des Benutzers zu schützen. Das Längsband kann dadurch hergestellt werden, dass es aus einem dünnen Edelstahlblech ausgestanzt wird. Die übrigen Teile der Baugruppe, nämlich die Quadrantenabschnitte 20, die Plattform 12 und die gezahnten Abschnitte 44, 46, wären aus hochfestem Kunststoff zu fertigen. Die Baugruppenteile 10 bilden zusammen einen drehbaren Mechanismus, der ohne zusätzliche Werkzeuge verstellt werden kann und eine Höhe h zwischen Stiefel und Brett lässt, die vergleichbar der Höhe heute üblicher Bindungen ist. Bindungen von Rossignol beispielsweise haben eine Höhe h, die etwas weniger als 1,27 cm (0,5 Inch) beträgt.
- Außerdem ist die Bindungsbaugruppe 10 symmetrisch und kann für Standpositionen mit Blick nach links oder nach rechts montiert werden.
- Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, nämlich die Snowboard- Bindungsbaugruppe 60. Bei dieser Ausführungsform ist die Bindungsplattform 62 paddelartig mit einem Mittenabschnitt 64 und einem Halsabschnitt 66 ausgeführt. Auf der Bindungsplattform 62 liegt eine Schuhbefestigungsspanneinrichtung 63 drehbar auf. Die Bindungsplattform 62 und die Spanneinrichtung 63 sind typischerweise aus haltbarem, schlagfestem Kunststoff gefertigt. In die Spanneinrichtung 63 ist ein kreisförmiger Einsatz 68 zur Aufnahme eines Zahnringeinsatzes 70 eingesetzt. Der Einsatz 68 und der Ring 70 sind bei der bevorzugten Ausführungsform aus Metall gefertigt, könnten jedoch auch aus einem Material von vergleichbarer Haltbarkeit gefertigt sein. In die Spanneinrichtung 63 ist eine kreisförmige Ausnehmung 69 eingearbeitet, die bis zur darunter liegenden Bindungsplattform 62 reicht. Es wird ein mittiger Ankereinsatz 72 verwendet, um die Spanneinrichtung 63 gleitbar an der Baugruppenplattform 62 zu befestigen, die dann mit dem darunterliegenden Snowboard (nicht eingezeichnet) verbunden wird.
- Der Ankereinsatz 72 enthält einen mittigen Kanal 74 zur Aufnahme von zwei gleitbar angebrachten, gezahnten Segmenten 76 und 78. Die gezahnten Segmente haben jeweils Langlöcher 77 bzw. 79 zur Aufnahme der Stifte 80 bzw. 82, die von der Oberseite eines Stahlbands 84, das unterhalb der Baugruppe verläuft, nach oben stehen (vgl. die unten beschriebene Fig. 6). Durch den Ankereinsatz 72 verlaufen die zwei Bohrungen 81 und 83, damit die Stifte 80, 82 nach oben in die Löcher 77, 79 gelangen können.
- Die gezahnten Segmente 76, 78 haben jeweils beidseitig Schienen 86. Die Schienen wirken mit einer Nut 88 zusammen, die in beiden Seiten des Kanals 74 ausgebildet ist. Die Segmente 76, 78 werden verschiebbar in den Ankereinsatz 72 eingebracht, indem sie in ein Ende des Kanals 74 eingeschoben werden, wobei die Schienen 86 gleitend in die Nuten 88 eingesetzt werden.
- Der Ankereinsatz 72 hat auch einen Außendurchmesser 73, der etwas größer ist als der Innendurchmesser 71 des kreisförmigen Einsatzes 68. Die vier Montagelöcher 90 im Ankereinsatz 72 werden in eine Flucht mit den vier entsprechenden Löchern 94 in der Montageplattform 62 gebracht. Für die Löcher kommen verschiedene Befestigungsmittel in Frage, darunter Schrauben, Niete oder Schraube/Mutter-Kombinationen, um den Ankereinsatz 72 an der Montageplattform 62 zu befestigen. Indem die Kante 73 am Außendurchmesser des Ankereinsatzes 72 über dem kreisförmigen Einsatz 68 befestigt wird, wird die Schuhbindung 63 drehbar an der Montageplattform 62 befestigt.
- Der gezahnte Ring 70 hat die Stärke 100 und den Innendurchmesser 98 sowie eine Innenoberfläche 96 mit nach innen weisenden Zähnen. Die Kanten 102 und 104 des Rings 70 sind abgeschnitten, um die Montage des Rings 70 in der Schuhanbringungsspanneinrichtung 63 entlang der Kanten 106 und 108 zu erleichtern. Die vier Befestigungslöcher 142 im Ring 70 fluchten mit den entsprechenden Befestigungslöchern 144 in dem kreisförmigen Einsatz 68, damit der Ring 70 am Einsatz 68 befestigt werden kann.
- Es wird nun zusätzlich auf Fig. 6 Bezug genommen, die die Unterseite der Bindungsbaugruppe 60 zeigt. Die Unterseite 120 der Montagebaugruppenplattform 62 enthält ein T-förmiges Edelstahlband 122, das in dem Kanal 123 in der Längserstreckung der Plattform 62 und des Halsabschnitts 66 sitzt. Das Band 122 ist beim Halsabschnitt über ein Verbindungselement 126 mit einem Griff oder einem Hebel 124 verbunden, der Gleitbewegungen gegenüber dem Halsabschnitt 66 der Plattform 62 bewirken kann. Der gegenüberliegende T-förmige Abschnitt 128 des Bandes 122 hat eine erste Seitenzunge 130 und eine zweite Seitenzunge 132. Die Stifte 80 und 82 werden jeweils mit Verbindungsmitteln 131 bzw. 133 auf der Oberseite 84 des Stahlbands 122 befestigt. Die Stifte 80 und 82 stehen durch die in der Montageplattform 62 ausgebildeten Löcher 134 und 136 nach oben. Die Löcher 134, 136 werden außerdem von einem Ausschnitt 135 umgeben, der etwa die Dicke des Bandes 122 und des Kanals 123 hat. Durch Einsetzen des Bandes 122 in den Kanal 123 kann die Unterseite der Bindungsbaugruppe 60 glatt an der Oberseite des Snowboards befestigt werden. Außerdem sind die Verbindungsmittel 138 gezeigt, die die Montageplattform 62 am Ankereinsatz 72 befestigen.
- Um die Teile der Bindungsbaugruppe 60 für den praktischen Einsatz zusammenzumontieren, werden die gezahnten Segmente 76 und 78 so in den Kanal 74 eingeschoben, dass die Schienen 86 und die Nuten 88 ineinandergreifen. Das Band 122 und der Hebel/Griff 124 werden gleitbar so an der Unterseite 120 der Montageplattform 62 befestigt, dass die Stifte 80 und 82 durch die Löcher 134 und 136 nach oben ragen. Dann wird der Ankereinsatz 72 so über der Ausnehmung 69 in der Schuhanbringungsspanneinrichtung 63 angeordnet, dass die Löcher 81, 83 und die Langlöcher 77, 79 miteinander fluchten, damit die Stifte 80 und 82 in die entsprechenden Öffnungen gelangen. Der Ankereinsatz 72 wird durch ein Befestigungsmittel, das in die Montagelöcher 90 und 94 eingesetzt wird, mit der Montageplattform 62 verbunden. Das gezahnte Ringelement 70 wird als nächstes so über den Ankereinsatz 72 gelegt, dass der Mittenbereich 140 den oberen Teil des Einsatzes 72 kreisförmig umgibt, wobei der Innendurchmesser 98 des Rings 70 etwas größer ist als der Außendurchmesser 73 des Ankereinsatzes 72. Bei dieser Konfiguration kann der Griff 124 bewegt werden, um das Band 122 zu verschieben. Dadurch bewegen sich die Stifte 80, 82 in den Langlöchern 77, 79 nach hinten oder nach vorn, so dass sich die gezahnten Segmente 76, 78 nach innen oder nach außen bewegen. Wenn das Band 122 bis zu seinem vordersten Punkt gezogen wird, werden die Segmente 76, 78 nach außen geschoben, so dass die gezahnten Abschnitte 92 und 93 in Eingriff mit den Zähnen 96 am Innendurchmesser des Rings 70 gelangen. Wenn das Band 122 dagegen nach hinten bewegt wird, gleiten die Segmente 76, 78 durch die Bewegung der Stifte 80, 82 nach innen. Wenn die Segmente nach innen gezogen werden, gelangen die Zahnoberflächen 92, 93 und 96 außer Eingriff, und die Schuhanbringungsspanneinrichtung 63 kann in eine beliebige andere Position gedreht werden.
- Im folgenden wird auf Fig. 7 Bezug genommen, eine Draufsicht auf die zusammengebaute Bindungsbaugruppe 60. Die Schuhanbringungsspanneinrichtung 63 ist auf der Montageplattform 62 gezeigt und enthält die hintenliegende Schuhabstützung 150, die Schnalle 152 und den Riemen 153. Damit wird der Skischuh in der Spanneinrichtung 63 festgeschnallt. Der Ankereinsatz 72 ist als durch die in die Montagelöcher 90 eingesetzten Verbindungsmittel 138 mit der Plattform 62 verbunden gezeigt. Die gezahnten Segmente 76, 78 kommen gleitend in Eingriff mit der gezahnten Oberfläche 96 am Ring 70 und haben Federn 154, die zwischen ihnen angebracht sind. Die Federn 154 drücken die Segmente 76, 78 nach außen in eine verriegelte Eingriffsposition. Der Griff 124 kann innen ebenfalls unter Federspannung stehen, damit eine verriegelte Grundposition gegeben ist, die durch ausreichend großen nach hinten gerichteten Druck am Griff 124 überwunden werden muss.
- Fig. 8 und 9 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele für die Abdeckplatten 160 und 162, die zur Abdeckung der zusammengebauten Teile verwendet werden, um sie gegen den Kontakt mit dem Stiefel des Fahrers sowie vor Schnee, Eis und Schmutz zu schützen. Die Abdeckplatten können aus haltbarem Kunststoff oder Metall gefertigt sein und können durch externe Befestigungsmittel angebracht werden. Bei der bevorzugten Ausführungsform werden Zungen oder in der Platte ausgebildete Verlängerungen verwendet, die reibschlüssig mit der darunterliegenden Bindungsbaugruppe zusammenwirken.
Claims (14)
1. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe (60), die ohne den Gebrauch von
externen Werkzeugen gedreht sowie in ausgewählten Ausrichtwinkeln
gegenüber einem Snowboard fixiert werden kann und die eine
Montagebaugruppenplattform (62) mit Befestigungslöchern (94) enthält, wobei die
Montagebaugruppenplattform eine Längserstreckung mit einem Mittenabschnitt (64) und
einem Halsabschnitt (66) aufweist;
eine drehbare Schuhanbringungs-Spanneinrichtung (63) mit einer mittigen
Ausnehmung (69) und einem kreisförmigen Einsatz (68), der einen ersten
Innendurchmesser besitzt;
ein Paar Seitensegmente (76, 78) mit Führungsschienen (86), welche sich
seitlich entlang ihrer Seiten erstrecken, wobei jedes Seitensegment einen in einem
Winkel verlaufenden Aufnahmeschlitz (77, 79) und eine nach außen weisende,
gezahnte Kante enthält;
einen Ankereinsatz (72) mit einem zweiten Außendurchmesser, welcher den
ersten Innendurchmesser des kreisförmigen Einsatzes (68) überlappt, wobei
der Ankereinsatz einen Querkanal (74) zur Aufnahme der Seitensegmente
sowie der Führungsschienen und eine Vielzahl von Befestigungslöchern (90) zur
Aufnahme eines Befestigungsmittels enthält;
einen gezahnten Ringeinsatz (70) mit einem dritten Innendurchmesser, welcher
den zweiten Außendurchmesser des Ankereinsatzes (72) umschließt, wobei
der gezahnte Ringeinsatz eine Vielzahl von radial ausgerichteten
Umfangszähnen (96) entlang seines nach innen weisenden Umfanges besitzt und über die
Befestigungslöcher (94) sowie die Befestigungsmittel an dem kreisförmigen
Einsatz (68) angebracht ist;
gekennzeichnet durch ein verschiebbares Band (122) mit einem Paar zur Seite
sich erstreckender Seitenzungen (130, 132), welches an der Seite der
Montagebaugruppenplattform (62), die bei Gebrauch benachbart zu dem Snowboard
anbringbar ist, angeordnet ist und welches sich entlang der Längserstreckung
der Plattform erstreckt, wobei jede Seitenzunge einen nach oben sich
erstreckenden Stift (80, 82) aufweist;
wobei das Befestigungsmittel den Ankereinsatz (72) über die
Befestigungslöcher (90, 94) an der Montagebaugruppenplattform (62) befestigt, so dass die
Schuhanbringungs-Spanneinrichtung (63) in der Bindungsbaugruppe durch den
Ankereinsatz (72) drehbar gehalten werden, und wobei die Seitensegmente
über die die Schnittstelle bildende Schiene (88) und den Kanal (74)
verschiebbar in dem Ankereinsatz gehalten ist, und wobei die Stifte (80, 82) über
Durchgangslöcher, die in dem Querkanal (74) vorgesehen sind, in den in einem
Winkel verlaufenden Schlitzen aufgenommen sind und dadurch die seitliche
Verschiebebewegung der Seitensegmente in Reaktion auf die Bewegung des
verschiebbaren Bandes steuern, so dass die Zähne an den Seitensegmenten
wahlweise mit den Zähnen an dem gezahnten Ringeinsatz in Eingriff oder
außer Eingriff gelangen.
2. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach Anspruch 1, wobei das
verschiebbare Band (122) ein verschiebbares Handgriffmittel (124) an dem
Halsabschnitt (66) der Montagebaugruppenplattform (62) enthält, welches manuell
betätigbar ist, um die Verschiebebewegung des Bandes zu erzielen.
3. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die Umfangszähne (96) so ausgerichtet sind, dass sie eine 1º-Auflösung
zwischen den benachbarten Befestigungspositionen über eine Drehung von 360º
bereitstellen.
4. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei die Montagebaugruppenplattform (62), die Schuhanbringungs-
Spanneinrichtung (63) und die Seitensegmente (76, 78) aus hochfestem,
kälteresistentem Kunststoff hergestellt sind.
5. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei das verschiebbare Band (22) aus rostfreiem Stahlblechmetall
ausgestanzt ist.
6. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei Einsätze, welche mit den Befestigungslöchern (94) fluchten, in
der Montagebaugruppenplattform (62) angeordnet sind und wobei die
Befestigungsmittel Maschinenschrauben zum Anbringen aufweisen.
7. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis
5, wobei das Befestigungsmittel Befestigungslöcher (94) in der
Montagebaugruppenplattform (62) mit zugehörigen Mutter- und Bolzenmitteln zum
Anbringen der Bauteile aufweist.
8. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei eine Schutzabdeckung (160, 162) über der vervollständigten
Bindungsanordnung angeordnet ist.
9. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe (10), welche gedreht und an einer
Montagebaugruppenplattform eines Snowboardes in ausgewählten
Ausrichtwinkeln ohne den Gebrauch von externen Werkzeugen verriegelt werden kann
und welche eine Schuhanbringungs-Spanneinrichtung (12), die über
Montagemittel (20) an der Plattform drehbar angebracht ist und eine mittig angeordnete,
kreisförmige Ausnehmung (14), welche mehrere radial ausgerichtete, nach
innen weisende Umfangszähne (16) besitzt,
und
zumindest zwei radial verschiebbare Segmente (44, 46) zum Eingriff mit den
Umfangszähnen enthält;
gekennzeichnet durch ein verschiebbares Band (30), welches benachbart zu
der Oberfläche der Schuhanbringungs-Spanneinrichtung (12) angeordnet ist,
die bei Gebrauch benachbart der Montagebaugruppenplattform des
Snowboardes positionierbar ist, wobei die Schiebesegmente mit den Umfangszähnen
über ein Betätigungsmittel (36, 38), das an dem verschiebbaren Band
angebracht ist, lösbar in Eingriff bringbar sind;
wobei das Betätigungsmittel (36, 38) aus einer verriegelten Position die
Schiebesegmente (44, 46), die durch Verschieben außer Eingriff mit den
Umfangszähnen an der Schuhanbringungs-Spanneinrichtung (12) gelangen, freigibt, um
dadurch die Drehung der Schuhanbringungs-Spanneinrichtung (12) in eine
neue Position zu ermöglichen, wobei das Betätigungsmittel anschließend
eingesetzt wird, um durch Verschieben wieder in Eingriff mit den Zähnen zu
gelangen, wodurch die Schuhanbringungs-Spanneinrichtung in einer Position
verriegelt wird.
10. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach Anspruch 9, wobei die radial
verschiebbaren Segmente (44, 46) jeweils Führungsschienen (48), die sich entlang
ihrer Seiten lateral erstrecken, einen in einem Winkel verlaufenden
Aufnahmeschlitz (40, 42) und eine nach außen weisende gezahnte Kante für einen
Eingriff mit den Umfangszähnen enthalten.
11. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach Anspruch 9 oder 10, wobei
das Montagemittel zumindest einen Ankereinsatz (20), welcher die kreisförmige
Ausnehmung (14) in der Schuhanbringungs-Spanneinrichtung überlappt, und
zumindest ein Befestigungsloch (24) enthält, welches für ein Befestigungsmittel
vorgesehen ist, um den Ankereinsatz an der Montagebaugruppenplattform (22)
des Snowboardes anzubringen.
12. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der Ansprüche 9 bis
11, wobei sich das verschiebbare Band (30) entlang der Längserstreckung des
Snowboardes mit einem Paar seitlich abstehender Seitenzungen (32, 34)
erstreckt, wobei jede Seitenzunge einen nach oben sich erstreckenden Stift (36,
38) besitzt, welcher in einem in einem Winkel verlaufenden Aufnahmeschlitz
(40, 42) eines entsprechenden Seitensegments aufgenommen ist, wodurch
eine Bewegung des Bandes nach vorne und hinten ein radiales Verschieben der
Seitensegmente hervorruft.
13. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach einem der Ansprüche 9 bis
12, wobei die Vielzahl an Umfangszähnen (16) ausgerichtet ist, um eine
Auflösung von 1º zwischen benachbarten Befestigungspositionen über eine Drehung
von 360º bereitzustellen.
14. Einstellbare Snowboard-Bindungsbaugruppe nach Anspruch 9, wobei eine
Schutzabdeckung (160, 162) über die vervollständigte Bindungsanordnung
angeordnet ist.
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