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Die Erfindung betrifft eine Zusammensetzung für Formmassen, die für
Niederdruckformung besonders geeignet ist, eine diese enthaltende Formmasse sowie
ein Verfahren zum Herstellen der Formmasse.
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Als herkömmliche Formmassen sind eine Schichtformmasse (nachfolgend als SMC
(Sheet Molding Compound) bezeichnet) und eine Feuchtpressmasse (nachfolgend
als BMC (Bulk Molding Compound) bezeichnet) bekannt. Diese Materialien
werden dadurch hergestellt, dass Verstärkungsfasern (Verstärkungen), wie
Glasfasern, mit einer ein ungesättigtes Polyestermaterial und verschiedene
Füllstoffe enthaltenden Masse imprägniert werden. Unmittelbar nach den
Zusätzen eines Verdickungsmittels, wie Magnesiumoxid zur Masses (d. h., wenn
die Masse noch niedrige Viskosität aufweist), wird die Masse in die
Verstärkungsfasern imprägniert, und sie verdickt (altert) auf eine
vorbestimmte Viskosität (ungefähr einige hunderttausend Poise). Im Ergebnis wird eine
Formmasse erzeugt.
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Jedoch ist die anfängliche Verdickungswirkung des oben genannten
Verdickungsmittels auf die Masse stark. D. h., dass, da der anfängliche Anstieg
der Viskosität hoch ist, die Zeit, während der die Masse eine niedrige
Viskosität beibehalten kann, d. h. die Zeit, während der die Masse in die
Verstärkungsfasern imprägniert werden kann, nach der Herstellung der Masse
kurz ist. Darüber hinaus benötigt das oben genannte Verdickungsmittel viel
Zeit zum Eindicken der Masse auf eine zur Verwendung als SMC oder BMC
geeignete Viskosität. So zeigen die herkömmlichen Formmassen Probleme
dahingehend, dass ihre Verarbeitbarkeit bei der Herstellung schlecht ist und
dass zu ihrer Alterung viel Zeit erforderlich ist.
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Im Allgemeinen besteht Nachfrage nach Formmassen, die bei niedrigem Druck
geformt werden können, um den Formungsdruck abzusenken. Ferner erfolgten
bei der Herstellung einer derartigen Formmasse, um deren Fließfähigkeit zu
erhöhen, Versuche, die Viskosität der eingedickten Masse durch Verringern
der Menge an Verdickungsmittel zu verringern. Wenn jedoch die Menge an
Verdickungsmittel verringert wird, wird die Oberfläche der sich ergebenden
Formmasse klebrig, und die sogenannten Handhabungseigenschaften beim Formen
der Formmasse verschlechtern sich. Insbesondere ist im Fall von SMC die
Trennfähigkeit beim Entfernen eines bei der Herstellung der SMC verwendeten
Films von der Oberfläche der SMC verschlechtert. Andererseits ist es
möglich, wenn die Menge an Verdickungsmittel erhöht wird, die Klebrigkeit an
der Oberfläche der sich ergebenden Formmasse zu verringern. In diesem Fall
verfügt die SMC zwar über gute Filmtrennfähigkeit, jedoch ist die
Viskosität der eingedickten Masse für Niederdruckformung übermäßig hoch. Daher
treten aufgrund der niedrigen Fließfähigkeit der Formmasse beider Formen
bei niedrigem Druck (ungefähr 1 MPa) Mängel, wie Nichtfüllung
(unzufriedenstellende Füllung), auf. So ist es unmöglich, eine Formmasse herzustellen,
die alleine durch Einstellen der Menge an Verdickungsmittel für
Niederdruckformung besonders geeignet ist.
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Ferner ist es bekannt, dass die Verdickungswirkung des Verdickungsmittels
und die Viskosität der eingedickten Masse stark vom Feuchtigkeitsgehalt der
Masse abhängen (siehe z. B. "Latest Application Technique of SMC and Market
View-Centering on Unsaturated Polyester, [1-7 Moisture] Section, Seiten
72-74, Chunichisha CO., LTD., 1. September 1990). Genauer gesagt, ist die
anfängliche Eindickungs-Geschwindigkeit höher, wenn für Massen jeweils
dieselbe Menge an Verdickungsmittel verwendet wird, wenn der
Feuchtigkeitsgehalt der Masse groß ist. Demgemäß nimmt die Fließfähigkeit der Masse ab,
und es ergibt sich schlechte Imprägnierung. Außerdem wird die Herstellung
der Formmasse schwierig, da die Viskosität der eingedickten Masse weiter
verringert ist. Demgegenüber wird die anfängliche
Eindickungs-Geschwindigkeit niedriger, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der Masse klein ist, und die
Viskosität nach dem Eindicken ist höher.
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Demgemäß ist es beim Herstellen der herkömmlichen Formmasse erforderlich,
die Arbeitsumgebung einzustellen, z. B. die Feuchtigkeit einzustellen, um
den Feuchtigkeitsgehalt der Masse so weit wie möglich zu verringern, so
dass die Formmasse verbesserte Bearbeitbarkeit und gleichmäßige Qualität
aufweist. Genauer gesagt, ist es beim Herstellen der herkömmlichen
Formmasse erforderlich, die Arbeitsumgebung einzustellen, wie den
Feuchtigkeitsgehalt der Masse so zu kontrollieren, dass er kleiner als 0,1 Gewichtsprozent
ist. Außerdem ist es erforderlich, einen zum Herstellen der Formmasse
verwendeten Füllstoff vorab zu trocknen. Daher sind die Verarbeitungsschritte
kompliziert.
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Die Erfindung versucht, die Probleme in Zusammenhang mit den herkömmlichen
Formmassen dadurch zu beseitigen, dass sie eine Formmasse und eine
Zusammensetzung mit guter Verarbeitbarkeit während der Herstellung, guten
Handhabungseigenschaften und guter Formbarkeit schafft, die für
Niederdruckformung besonders geeignet sind.
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Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass eine Formmasse, die ein Harz,
eine substituierte Succinsäure oder ein substituiertes Succinsalz, ein
Verdickungsmittel und von 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent Wasser enthält,
hervorragende Viskositätseigenschaften zeigt, da die anfängliche
Eindickwirkung aufgrund des Verdickungsmittels eingeschränkt ist. Es zeigte sich
auch, dass die Formmassen-Zusammensetzung verringerte Klebrigkeit der
Oberfläche und gute Handhabungseigenschaften aufweist, obwohl ihre Viskosität
nach dem Eindicken niedriger als die einer herkömmlichen Zusammensetzung
ist. Genauer gesagt, zeigte es sich, dass die Formmassen-Zusammensetzung
einen Zustand mit niedriger Viskosität für ungefähr 30 Minuten nach ihrer
Herstellung beibehalten kann, sie über hohe Fließfähigkeit und
hervorragende Imprägnierbarkeit in eine Verstärkung verfügt, ungefähr 60 Minuten nach
ihrer Herstellung eine abrupte Viskositätszunahme zeigt und mit höherer
Geschwindigkeit als herkömmliche Zusammensetzungen eindickt. Es zeigte sich
auch, dass eine durch Imprägnieren einer Verstärkung mit der Formmassen-
Zusammensetzung erhaltene Formmasse für Formung bei niedrigem Druck
(ungefähr 1 MPa) besonders geeignet ist. Außerdem zeigte es sich, dass eine
Formmasse, deren Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 0,1 bis 0,4
Gewichtsprozent liegt, die oben genannten Funktionen und Effekte vollständig zeigen
kann.
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Gemäß der Erfindung ist eine Formmassen-Zusammensetzung mit einem Harz,
einer substituierten Succinsäure oder einem Salz derselben, einem
Verdickungsmittel und von 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent Wasser geschaffen.
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Gemäß der Erfindung ist auch eine Formmassen-Zusammensetzung mit einem
Harz, einer substituierten Succinsäure oder einem Salz derselben, einem
Verdickungsmittel, einer Verstärkung und von 0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent
Wasser geschaffen.
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Auf diese Weise, da sich nämlich die oben genannten verschiedenen
Funktionen und Wirkungen zeigen können, ist es möglich, eine Formmasse mit guter
Verarbeitbarkeit während der Herstellung, guten Handhabungseigenschaften
und guter Formfähigkeit beim Formen zu schaffen, die für Niederdruckformung
besonders geeignet ist.
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Zu einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer Formmasse gehört
das Imprägnieren einer Verstärkung mit einer Formmassen-Zusammensetzung,
die ein Harz, eine substituierte Succinsäure oder ein Salz derselben, ein
Verdickungsmittel und von 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent Wasser enthält.
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Die Formmassen-Zusammensetzungen und Formmassen gemäß der Erfindung
enthalten eine substituierte Succinsäure oder ein Salz derselben sowie eine
kleine Menge an Wasser. Demgegenüber enthalten die in JP 52 005860A (siehe
Patent Abstracts of Japan, Vol. 1, No. 48 (c-12)) beschriebenen
Zusammensetzungen ein substituiertes Bernsteinsäureanhydrid und kein Wasser. Auch
beschreibt JP 62 267354A (siehe Patent Abstracts of Japan, Vol. 12, No. 155
(C-494)) Zusammensetzungen, die 0,2 bis 0,4 Gewichtsprozent Wasser
enthalten, jedoch erfolgt kein Verweis auf irgendwelche Succinsäure-Verbindungen.
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Eine erfindungsgemäße Formmasse enthält Verstärkungsfasern (Verstärkung)
mit einer Länge nicht unter 3 mm (1/8 Zoll), zum Beispiel Glasfasern, und
eine Formmassen-Zusammensetzung, die eine Harzzusammensetzung, eine
substituierte Succinsäure, ein Verdickungsmittel, Wasser und, falls erforderlich,
einen Füllstoff, einen Polymerisationsstarter, Zusatzstoffe, ein Pigment
usw. enthält. Zum Beispiel wird die Formmasse geeigneterweise als
Schichtformmasse (SMC) oder Feuchtpressmasse (BMC) verwendet.
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Obwohl für die oben genannte Harzzusammensetzung keine spezielle
Beschränkung besteht, solange sie eine Zusammensetzung ist, die für zum Beispiele
eine SMC oder eine BMC geeignet ist, ist ein Gemisch aus einem
ungesättigten Polyester und einem Vinylmonomer besonders geeignet. Darüber hinaus
kann die Harzzusammensetzung bei Bedarf einen schrumpfarmen Zusatzstoff
enthalten. Das oben genannte Gemisch kann einfach hergestellt werden.
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Obwohl für den ungesättigten Polyester keine spezielle Beschränkung
besteht, ist ein Harz mit einem mittleren zahlenmäßigen Molekulargewicht (mn)
im Bereich von 1000 bis 6000, einer Säurezahl im Bereich von 9 mgKOH/g bis
50 mgKHO/g und einer Hydroxylzahl im Bereich von 10 mgKHO/g bis 60 mgKOH/g
bevorzugt. Ein derartiger ungesättigter Polyester wird leicht dadurch
erhalten, dass eine Dehydrierungsreaktion (Kondensationsreaktion) eines
mehrwertigen Alkohols und einer zweiwertigen α,β-ungesättigten Säure und, falls
erforderlich, einer gesättigten zweiwertigen Säure in Inertgasatmosphäre,
wie in Kohlendioxidgas und Stickstoffgas, bei einer Temperatur im Bereich
von 140ºC bis 250ºC ausgeführt wird. In diesem Fall besteht für das
Syntheseverfahren des ungesättigten Polyesters keine spezielle Beschränkung.
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Bei der Erfindung kennzeichnet die Säurezahl die Menge (mg) an
Kaliumhydroxid, die dazu erforderlich ist, 1 g des ungesättigten Polyesters zu
neutralisieren. Die Hydroxylzahl kennzeichnet die Menge (mg) an Kaliumhydroxid,
die dieselbe Molzahl (Äquivalenzgewicht) wie die Hydroxygruppen aufweist,
die in 1 g des ungesättigten Polyesters enthalten sind.
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Beispiele für eine zweiwertige α,β-ungesättigte Säure sind Maleinsäure,
Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure und halogenisiertes Maleinsäureanhydrid. Es
ist möglich, nur eine Art der oben genannten zweiwertigen α,β-ungesättigten
Säuren oder eine beliebige Kombination derselben zu verwenden.
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Zu Beispielen der ungesättigten zweiwertigen Säure gehören Phthalsäure,
Phthalsäureanhydrid, Isophthalsäure, Terephthalsäure,
Tetrahydrophthalsäureanhydrid, halogenisiertes Phthalsäureanhydrid, Succinsäure, Adipinsäure
und Sebasinsäure. Es ist möglich, nur eine Art dieser gesättigten
zweiwertigen Säuren oder eine beliebige Kombination derselben zu verwenden. Wenn
eine gesättigte zweiwertige Säure verwendet wird, besteht für die Menge
derselben, die mit der zweiwertigen α,β-ungesättigten Säure zu mischen ist,
keine spezielle Beschränkung.
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Zu Beispielen des mehrwertigen Alkohols gehören Ethylenglycol,
Diethylenglycol, Triethylenglycol, Propylenglycol, Dipropylenglycol,
1,3-Butylenglycol, 1,4-Butylenglycol, Neopentylglycol, hydriertes Bisphenol A,
1,6-Hexandiol, ein Addukt von Bisphenol A und Propylenoxid oder Ethylen oxid,
Propylenoxid, Ethylenoxid, Glycerin und Trimethylolpropan. Es ist möglich, nur
eine Art dieser mehrwertigen Alkohole oder eine beliebige Kombination
derselben zu verwenden. Die Menge des für 1,00 Mol der zweiwertigen
α,β-ungesättigten Säure verwendeten mehrwertigen Alkohols variiert abhängig von der
Kombination dieser Verbindungen, jedoch liegt sie vorzugsweise im Bereich
von ungefähr 0,90 Mol bis ungefähr 1,10 Mol.
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Beispiele für das Vinylmonomer sind Styrol, Vinyltoluol, Chlorostyrol,
Vinylacetat, α-Methylstyrol, Diallylphthalat und
(Meth)Acrylsäure-Alkylester. Es ist möglich, nur eine Art dieser Vinylmonomere oder eine beliebige
Kombination derselben zu verwenden.
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Für das Mischungsverhältnis des ungesättigten Polyesters und des Vinylmonomers
in der oben genannten Harzzusammensetzung besteht keine spezielle
Beschränkung. Jedoch ist es bevorzugt, dass der ungesättigte Polyester im
Bereich von 70 bis 30 Gewichtsteilen vorliegt und das Vinylmonomer im
Bereich von 30 bis 70 Gewichtsteilen vorliegt, wenn die Gesamtmange dieser
Verbindungen 100 Gewichtsteile beträgt.
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Für das schrumpfarme Additiv besteht keine spezielle Beschränkung, und zu
Beispielen desselben gehören Polyethylen, Polystyrol, Polyvinylacetat,
Polyacrylat, Polybutadien, hydriertes Polybutadien und gesättigter
Polyester. Für die Menge des schrumpfarmen Additivs besteht keine spezielle
Beschränkung.
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Für den Füllstoff besteht keine spezielle Beschränkung, und es können
Füllstoffe verwendet werden, wie sie allgemein für Harzzusammensetzungen
verwendet werden, d. h. Harze, wie ungesättigte Polyester. Beispiele
derartiger Füllstoffe sind Calciumcarbonat, Bariumsulfat, Ton, Talk,
Aluminiumtrihydroxid, Aluminiumoxid, Quarzsand, Flusssand, Diatomaceenerde,
Glimmerpulver, Gips, weißer Marmor, Asbestpulver und Hohlkeramiken. Obwohl die Menge
des zu verwendenden Füllstoffs abhängig von der Art oder der Kombination
desselben variiert, ist er in einem Bereich von 20 bis 600 Gewichtsteilen
auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung bevorzugt. Es ist möglich,
andere Füllstoffe zu verwenden, wie Glaspulver, kurze Verstärkungsfasern
einer Länge unter 3 mm (1/8 Zoll), zum Beispiel kurze Glasfasern,
Polyvinylidenchlorid und Shirasu (Vulkanasche), gemeinsam mit den oben genannten
Füllstoffen mit einer Menge im Bereich von 3 bis 100 Gewichtsteilen bezogen
auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung. Kurz gesagt, wird der
Füllstoff in einem Bereich verwendet, in dem er die benötigten Eigenschaften,
d. h. verschiedene physikalische Eigenschaften, einer herzustellenden
Formmasse nicht beeinträchtigt. Zum Beispiel wird der Füllstoff nach Bedarf
dazu verwendet, die Verarbeitbarkeit zu erleichtern und die
Funktionsqualität zu verbessern.
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Als Starter (Polymerisationsstarter) können Starter verwendet werden, wie
sie allgemein für Harze, wie ungesättigte Polyester, verwendet werden. Zu
Beispielen eines derartigen Starters gehören organische Peroxide, wie
Benzoylperoxid, Methylethylketonperoxid, t-Butylperoxybenzoat,
t-Butylperoxyoctoat, Dicumylperoxid, Cumenhydroperoxid, Cyclohexanonperoxid und
Lauroylperoxid; sowie Radikal-Polymerisationsstarter, wie
2,2'-Azobisisobutyronitril und Azobisvaleronitril. Jedoch besteht für den Starter keine
notwendige Beschränkung auf die oben genannten Starter. Es ist möglich, nur eine
Art
der Starter oder eine beliebige Kombination derselben zu verwenden. Die
zu verwendende Menge des Starters variiert abhängig von der Art oder der
Kombination desselben, jedoch liegt sie vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis
5 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung.
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Um die Stabilität der Harzzusammensetzung zu verbessern, kann die
Formmassen-Zusammensetzung einen Hemmer (Polymerisationshemmer) enthalten, falls
erforderlich. Beispiele des Stabilisators sind Hydrochinon,
t-Butylhydrochinon, Catechol, t-Butylcatechol, p-Methoxyphenol, Butylathydroxyanisol,
Benzochinon und t-Butylbenzochinon. Es ist möglich, nur eine Art dieser
Stabilisatoren oder eine beliebige Kombination derselben zu verwenden. Für
die zu verwendende Menge des Stabilisators besteht keine spezielle
Beschränkung, jedoch liegt sie vorzugsweise z. B. im Bereich von 0,001 bis
0,5 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung.
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Darüber hinaus kann die oben genannte Formmassen-Zusammensetzung
verschiedene Additive, falls erforderlich, enthalten. Es können Additive verwendet
werden, wie sie allgemein für Harze, wie ungesättigte Polyester, verwendet
werden. Als Additive können z. B. ein (internes) Formtrennmittel, ein
Entschäumungsmittel, ein Benetzungsmittel und ein Haftvermittler verwendet
werden. Zu Beispielen des Formtrennmittels gehören organische Säuren wie
Stearinsäure und Metallsalze derselben sowie ein übliches Wachs oder
Formtrennmittel auf Siliconbasis. Die zuzufügende Menge der Zusatzstoffe wird
abhängig von der Art oder Kombination derselben bestimmt. Zum Beispiel ist
es bevorzugt, ein Formtrennmittel mit einer Menge im Bereich von 0,1 bis 10
Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung
zuzusetzen.
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Als substituierte Succinsäure sind beispielsweise Verbindungen mit
insgesamt 8 bis 30 Kohlenstoffatomen bevorzugt. Substituierte Succinsäuren mit
nicht mehr als insgesamt 7 Kohlenstoffatomen sind nicht bevorzugt, da diese
Derivate in der Harzzusammensetzung eine schlechte Löslichkeit aufweisen.
Andererseits weisen substituierte Succinsäuren mit insgesamt nicht weniger
als 31 Kohlenstoffatomen gute Löslichkeit auf, jedoch zeigen sie ein
übermäßig hohes Molekulargewicht. Daher ist es erforderlich, eine große Menge
einer substituierten Succinsäure mit insgesamt nicht weniger als 31
Kohlenstoffatomen zu verwenden. D. h., dass auch eine derartige substituierte
Succinsäure nicht bevorzugt ist. Bevorzugte substituierte Succinsäuren sind
z. B. Octyl-Succinsäure, Octenyl Succinsäure, Hexyl-Succinsäure, Hexycenyl-
Succinsäure, Nonyl-Succinsäure, Nonenyl-Succinsäure, Decyl-Succinsäure,
Decenyl-Succinsäure, Dodecyl-Succinsäure, Dodecenyl-Succinsäure,
Tetradecyl-Succinsäure, Tetradecenyl-Succinsäure, Cyclododecyl-Succinsäure,
Cyclododecenyl-Succinsäure, Hexadecyl-Succinsäure, Hexadecenyl-Succinsäure,
Heptadecyl-Succinsäure, Heptadecenyl-Succinsäure, Octadecyl-Succinsäure,
Octadecenyl-Succinsäure, Eicocyl-Succinsäure, Eicocenyl-Succinsäure,
Diphenylbutenyl-Succinsäure, Pentadodecyl-Succinsäure,
Pentadodecenyl-Succinsäure und Salze hiervon. Es ist möglich, nur eine Art der Succinsäure-Derivate
oder eine beliebige Kombination derselben zu verwenden. Für das Verfahren
zum Synthetisieren der substituierten Succinsäure besteht keine spezielle
Beschränkung.
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Die zu verwendende Menge der substituierten Succinsäure variiert abhängig
von ihrer Art oder Kombination, jedoch liegt sie vorzugsweise im Bereich
von 0,01 bis 10 Gewichtsteilen, bevorzugter im Bereich von 1 bis 10
Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung. Wenn
die Menge der substituierten Succinsäure weniger als 0,01 Gewichtsteile
beträgt, sind die durch die Verwendung des Succinsäurederivats zu
erzeugenden Funktionen und Effekte geschwächt. Genauer gesagt, wird die
Anfangsviskosität der Formmassen-Zusammensetzung übermäßig hoch, und sie kann nicht
ausreichend in Verstärkungsfasern imprägniert werden. So ist eine
Verwendung der substituierten Succinsäure mit einer Menge unter 0,01
Gewichtsteilen nicht bevorzugt. Wenn dagegen die Mengt der substituierten Succinsäure
10 Gewichtsteile überschreitet, ist es möglich, die Anfangsviskosität der
Formmassen-Zusammensetzung auf niedrige Werte zu begrenzen. Jedoch sind die
physikalischen Eigenschaften, wie die Beständigkeit gegen heißes Wasser,
beeinträchtigt. Daher ist die Verwendung der substituierten Succinsäure mit
einer Menge über 10 Gewichtsteilen nicht bevorzugt.
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Obwohl für das Verfahren zum Zusetzen des Füllstoffs, des Starters, der
Additive und der substituierten Succinsäure zur Harzzusammensetzung, d. h.
für das Verfahren zum Herstellen der Formmassen-Zusammensetzung, keine
spezielle Beschränkung besteht, ist es bevorzugt, den Füllstoff nach dem
Zusetzen des Succinsäure-Derivats, des Starters und der Additive zur
Harzzusammensetzung zuzusetzen.
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Die Wassermenge wird so bestimmt, dass die Formmassen-Zusammensetzung
Wasser mit einer Menge im Bereich von 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent,
bevorzugter von 0,12 bis 0,42 Gewichtsprozent, am bevorzugtesten von 0,15 bis 0,4
Gewichtsprozent enthält. D. h., dass der Feuchtigkeitsgehalt der
Formmassen-Zusammensetzung im Bereich von vorzugsweise 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent,
bevorzugter von 0,12 bis 0,42 Gewichtsprozent und am bevorzugtesten
von 0,15 bis 0,4 Gewichtsprozent liegt. Wenn der Feuchtigkeitsgehalt
kleiner als 0,1 Gewichtsprozent ist, ist es möglich, die Anfangsviskosität der
Formmassen-Zusammensetzung auf niedrige Werte zu begrenzen. Wenn jedoch die
Viskosität nach dem Eindicken auf relativ niedrige Werte eingestellt ist,
wird die Oberfläche der Formmassen-Zusammensetzung klebrig. Daher ist ein
Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 0,1 Gewichtsprozent nicht bevorzugt.
Andererseits wird, wenn der Feuchtigkeitsgehalt 0,45 Gewichtsprozent
überschreitet, die Anfangsviskosität der Formmassen-Zusammensetzung übermäßig
hoch, und sie kann nicht ausreichend in Verstärkungsfasern imprägniert
werden. So ist ein Feuchtigkeitsgehalt über 0,45 Gewichtsprozent nicht
bevorzugt. D. h., dass dann, wenn der Feuchtigkeitsgehalt außerhalb des
oben genannten Bereichs liegt, keine Formmassen-Zusammensetzung mit guten
Eindickungseigenschaften erzielt wird. Demgemäß ist ein Feuchtigkeitsgehalt
außerhalb des oben genannten Bereichs nicht bevorzugt. Für das Verfahren
zum Zusetzen von Wasser zur Formmassen-Zusammensetzung besteht keine
spezielle Beschränkung.
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Für das Verdickungsmittel besteht keine spezielle Beschränkung, und zu
Beispielen desselben gehören: Erdalkalimetalloxide, wie Magnesiumoxid und
Calciumoxid; sowie Erdalkalimetallhydroxide, wie Magnesiumhydroxid und
Calciumhydroxid. Es ist möglich, nur eine Art der Verdickungsmittel oder
eine beliebige Kombination derselben zu verwenden. Die zu verwendende Menge
des Verdickungsmittels variiert abhängig von der Art oder Kombination
desselben, jedoch liegt sie vorzugsweise in einem Bereich von 0,2 bis 5
Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung. Wenn
die Menge des Verdickungsmittels weniger als 0,2 Gewichtsteile beträgt,
erreicht die Viskosität der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung nicht
den gewünschten Wert. So ist eine Verwendung des Verdickungsmittels mit
einer Menge unter 0,2 Gewichtsteilen nicht bevorzugt. Wenn dagegen die
Menge des Verdickungsmittels mehr als 5 Gewichtsteile beträgt, wird die
Anfangsviskosität der Formmassen-Zusammensetzung übermäßig hoch, und sie
kann nicht ausreichend in Verstärkungsfasern imprägniert werden. Daher ist
die Verwendung des Verdickungsmittels mit einer Menge von über 5
Gewichtsteilen nicht bevorzugt. Darüber hinaus kann, da die sich ergebende
Formmasse zu hart ist, kein geformter Gegenstand guter Qualität erhalten werden,
wenn eine derartige Formmasse geformt wird. Kurz gesagt, wird, wenn die
Menge des Verdickungsmittels außerhalb des oben genannten Bereichs liegt,
keine Formmassen-Zusammensetzung mit guten Eindickungseigenschaften
erzielt. So ist es nicht bevorzugt, Verdickungsmittel mit einer Menge außerhalb
des oben genannten Bereichs zu verwenden.
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Als Pigment können anorganische Pigmente und organische Pigmente verwendet
werden, wie sie allgemein für Harze, wie ungesättigte Polyester, verwendet
werden. Für die Menge des Pigments besteht keine spezielle Beschränkung.
Jedoch ist es bevorzugt, das Pigment mit einer Menge im Bereich von 0,5 bis
20 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile der Harzzusammensetzung
zuzumischen.
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Für das Verfahren zum Zusetzen des Verdickungsmittels, des Pigments, von
Wasser usw. zur Harzzusammensetzung, d. h. für das Verfahren zum Herstellen
der Formmassen-Zusammensetzung, besteht keine spezielle Beschränkung.
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Die oben genannte Formmassen-Zusammensetzung weist gute
Eindickungseigenschaften auf. Die Viskosität der Formmassen-Zusammensetzung steigt so an,
dass sich eine logistische Kurve ergibt, die wie der Buchstabe S geformt
ist. Genauer gesagt, bleibt die Viskosität (Anfangsviskosität) der
Formmassen-Zusammensetzung für ungefähr 30 bis 60 Minuten nach ihrer Herstellung
niedrig. Wenn einige Stunden seit ihrer Herstellung verstrichen sind, tritt
eine plötzliche Zunahme der Viskosität (Eindickung) auf. Dies markiert
einen Anstieg der Kurve innerhalb der logistischen Kurve, d. h. einen
Anstieg der Viskosität. Wenn die Viskosität nach der Eindickung einen
geeigneten Wert erreicht hat, bleibt dieser erhalten. Zum Beispiel liegt die
Anfangsviskosität der Formmassen-Zusammensetzung in einer Periode von
ungefähr 30 Minuten ab ihrer Herstellung im Bereich von ungefähr 500 Pas
(50 poise) bis ungefähr 500 poise. Zum Beispiel liegt die Viskosität einer
Formmassen-Zusammensetzung, die für 24 Stunden bei 40ºC eingedickt
(gealtert) wurde, d. h., die Viskosität, die den Grenzwert der logistischen
Kurve (Grenzviskosität) anzeigt, im Bereich von ungefähr 5000 Pas
(50.000 poise) bis ungefähr 50.000 Pas (500.000 poise), bevorzugter von
ungefähr 10.000 Pas (100.000 poise) bis ungefähr 40.000 Pas (400.000
poise).
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Demgemäß weist, da die Anfangsviskosität auf niedrigen Werten gehalten
wird, die Formmassen-Zusammensetzung hohes Fließvermögen auf, und sie kann
ausreichend und gleichmäßig in Verstärkungsfasern imprägniert werden.
Darüber hinaus weist die Formmassen-Zusammensetzung an ihrer Oberfläche
verringerte Klebrigkeit auf, und sie verfügt über gute
Handhabungseigenschaften, obwohl ihre Viskosität nach der Eindickung niedriger als bei einer
herkömmlichen Zusammensetzung ist.
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Für die Verstärkungsfasern besteht keine spezielle Beschränkung, solange
sie Fasern mit einer Länge nicht unter 3 mm (1/8 Zoll) sind. Zu bevorzugten
Beispielen gehören Glasfasern. Beispiele der Glasfasern sind Schnittfasern,
die durch Zerschneiden eines Glasrovings erhalten wurden, und eine
Schnittfasermatte, die durch zufälliges Aufschichten von Schnittfasern in Form
einer Lage hergestellt wurde. Für die Dicke (Durchmesser) der
Verstärkungsfasern besteht keine spezielle Beschränkung. Für das Verhältnis der
Verstärkungsfasern zur Formmassen-Zusammensetzung, d. h. für die Menge der in
der Formmasse enthaltenen Verstärkungsfasern, besteht keine Beschränkung,
und es kann abhängig von den mechanischen Eigenschaften und anderen
Eigenschaften bestimmt werden, wie sie für den Formgegenstand erforderlich sind,
der durch Formen der Formmasse herzustellen ist.
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Durch Imprägnieren der Verstärkungsfasern mit der
Formmassen-Zusammensetzung ist es möglich, eine Formmasse zu erhalten, deren Feuchtigkeitsgehalt
im Bereich von 0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent, bevorzugter von 0,12 bis 0,38
Gewichtsprozent, am bevorzugtestens von 0,15 bis 0,35 Gewichtsprozent
liegt. Unter Bezugnahme auf die Fig. 4 erörtert die folgende Beschreibung
ein Verfahren zum Herstellen einer Formmasse, wobei als Beispiel ein
Verfahren zum Herstellen einer SMC verwendet wird. Als Erstes wird eine SMC-
Herstellmaschine erläutert. Die Konstruktion dieser SMC-Herstellmaschine
ist nicht notwendigerweise auf die in der Fig. 4 dargestellte beschränkt.
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Wie es in der Fig. 4 dargestellt ist, verfügt die SMC-Herstellmaschine über
Filmförderer 1 zum Zuführen eines oberen und eines unteren Films 1a und 1b,
die ein Paar bilden, einen Harzförderer (nicht dargestellt) zum Zuführen
einer Formmassen-Zusammensetzung 2, Rakel 10 zum Auftragen der Formmassen-
Zusammensetzung 2 mit vorbestimmter Dicke auf die Oberflächen der Filme 1a
und 1b, einen Endlosbandförderer 3 zum Transportieren des unteren Films 1a,
Antriebsrollen 3a zum Antreiben des Bandförderers 3, Halterollen 7 zum
Halten des Bandförderers 3, eine Schneideinrichtung 5 zum Schneiden eines
Glasrovings 6 als Verstärkungsfasern (Verstärkung) auf vorbestimmte Länge,
einen Endlosbandförderer 4 zum Transportieren des oberen Films 1b, während
er zum Film 1a hin gedrückt wird, Antriebsrollen 4a zum Antreiben des
Bandförderers 4, Entschäumungsrollen 8 zum Entfernen von Blasen in einer SMC 20
vor dem Eindicken durch Druckausübung auf den fandförderer 4 sowie eine
Aufwickelwalze 9 zum Aufwickeln der SMC 20 vor dem Eindicken.
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Die Filmförderer 1 verfügen über Förderrollen 1c zum Herziehen und Zuführen
der aufgerollten Filme 1a und 1b sowie Zugrollen 1d zum Aufrechterhalten
des Zugs der Filme 1a und 1b auf einem gleichmäßigen Wert. Die Filme 1a und
1b bestehen aus Kunstharzen, z. B. Polyethylen und Polypropylen, die sich
nicht mit der Formmassen-Zusammensetzung 2 mischen und von dieser, d. h.
von der SMC-Oberfläche trennbar sind.
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Die Formmassen-Zusammensetzung 2 liegt in Form einer Flüssigkeit oder Paste
vor. Der Harzförderer (nicht dargestellt) verfügt über einen Behälter zum
Bevorraten der Formmassen-Zusammensetzung 2, und er führt pro Zeiteinheit
den Oberflächen der Filme 1a und 1b eine vorbestimmte Menge der Formmassen-
Zusammensetzung 2 zu. Die Rakel 10 tragen die Formmassen-Zusammensetzung 2
kontinuierlich mit einer Dicke, die der gewünschten Dicke einer SMC
entspricht, auf die Oberfläche der Filme 1a und 1b auf.
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Die Antriebsrollen 3a werden in der Fig. 4 in der Uhrzeigerrichtung
verdreht. Daher wird der auf dem Bandförderer 3 liegende untere Film nach
rechts (d. h. zur Aufwickelwalz 9) in der Fig. 4 transportiert.
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Die Schneideinrichtung 5 verfügt über eine Schneidrolle 5a mit mehreren an
dieser befestigten Messern sowie eine Kautschukrolle 5b. Die Schneidrolle
5a wird in der Fig. 4 in der Uhrzeigerrichtung gedreht. Andererseits wird
die Kautschukrolle 5b in der Richtung entgegengesetzt zur Rotationsrichtung
der Schneidrolle 5a, d. h. in der Gegenuhrzeigerrichtung, gedreht. In der
Schneideinrichtung 5 wird der durch einen Glasrovingförderer (nicht
dargestellt) Glasroving 6 zwischen der Schneidrolle 5a und der Kautschukrolle 5b
eingebettet und für den Schneidvorgang Druck ausgesetzt. So schneidet die
Schneideinrichtung 5 den Glasroving 6 kontinuierlich auf vorbestimmte
Stücke, um die Glasfasern 6a zu erzeugen.
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Die Antriebsrollen 4a werden in der Richtung entgegengesetzt zur
Rotationsrichtung der Antriebsrollen 3a, d. h. in der Gegenuhrzeigerrichtung,
gedreht. Daher wird, in der Fig. 4, der Bandförderer 4 in der Richtung
entgegengesetzt zur Rotationsrichtung des Bandförderers 3, d. h. in der
Gegenuhrzeigerrichtung, gedreht. Der Abstand zwischen den Bandförderern 3 und 4
wird so eingestellt, dass ein Raum erzeugt wird, der der gewünschten Dicke
der SMC entspricht. Wenn der Bandförderer 4 durch die Entschäumungsrollen 8
in der Fig. 4 nach unten (d. h. zum Bandförderer 3) gedrückt wird, wird die
SMC 20 vor der Eindickung Druck ausgesetzt, die Glasfasern 6a werden mit
der Formmassen-Zusammensetzung 2 imprägniert, und Blasen in der SMC 20 vor
dem Eindicken werden entfernt (entschäumt).
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Als Nächstes wird ein Verfahren zum Herstellen einer SMC unter Verwendung
der SMC-Herstellmaschine mit der oben genannten Konstruktion erläutert. Es
sei darauf hingewiesen, dass es bevorzugt ist, die SMC in einer
Arbeitsatmosphäre mit kontrollierter Feuchtigkeit herzustellen, um den
Feuchtigkeitsgehalt der SMC gleichmäßig zu machen.
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Als Erstes wird, unter Verwendung des Rakels 10, die durch den Harzförderer
(nicht dargestellt) zugeführte Formmassen-Zusammensetzung 2 kontinuierlich
mit vorbestimmter Dicke auf die Oberfläche des durch den Bandförderer 3
transportierten unteren Films 1a aufgetragen. Anschließend wird der durch
den Glasrovingförderer (nicht dargestellt) zugeführte Glasroving 6 durch
die Schneideinrichtung 5 kontinuierlich in Glasfasern 6 zerschnitten. Die
Glasfasern 6 fallen auf die Oberfläche der Formmassen-Zusammensetzung 2
herunter und werden gleichmäßig auf diese aufgebracht.
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In ähnlicher Weise wird unter Verwendung des Rakels 10 die durch den
Harzförderer zugeführte Formmassen-Zusammensetzung 2 kontinuierlich mit
vorbestimmter Dicke auf die Oberfläche des durch den Filmförderer 1 zugeführten
oberen Films 1b aufgetragen.
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Anschließend werden die Filme 1a und 1b, d. h. die untere
Formmassen-Zusammensetzung mit den darauf aufgebrachten Glasfasern 6 sowie die obere
Formmassen-Zusammensetzung 2, aufeinander gelegt, um die SMC 20 vor der
Eindickung herzustellen. Danach wird die durch den Bandförderer 3 vor der
Eindickung transportierte SMC 20 durch die Entschäumungsrollen 8 mittels des
Bandförderers 4 nach unten gedrückt, um die Glasfasern 6 mit der
Formmassen-Zusammensetzung 2 zu imprägnieren und Blasen zu entfernen (zu
entschäumen). Da die Formmassen-Zusammensetzung 2 über hohes Fließvermögen verfügt,
können die Imprägnierung und Entschäumung leicht ausgeführt werden. Dann
wird die SMC 20 vor der Eindickung durch die Aufwickelwalze 9 aufgewickelt.
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Die SMC 20 vor der Eindickung wird in Form einer Lage vorbestimmter Größe
zusammengefaltet oder in Rollenform verpackt, wobei z. B. ein
Verpackungsfilm verwendet wird, und sie wird durch ein vorbestimmtes Verfahren
eingedickt (gealtert).
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Eine SMC als Formmasse wird durch die oben genannten Herstellschritte
hergestellt. Wenn ein Formungsgegenstand unter Verwendung der durch die oben
genannten Herstellschritte erhaltenen SMC hergestellt wird, kann ein
bekanntes
Herstellverfahren verwendet werden. Genauer gesagt, wird die SMC-
Matte als Erstes auf eine Größe zugeschnitten, die kleiner als der Hohlraum
eines zum Herstellen des Formgegenstands verwendeten Formwerkzeugs ist. Als
Nächstes wird, nach dem Abtrennen der Filme 1a und 1b von der Oberfläche
der SMC, dieselbe in das Formwerkzeug gegeben. Da die Oberfläche der SMC
nicht klebrig ist, können die Filme 1a und 1b leicht von ihr getrennt
werden. Anschließend wird, nach dem Festklemmen des Formwerkzeugs, die SMC
durch Wärme und Druck bei vorbestimmten Bedingungen geformt, z. B. bei
einem Druck von 1 MPa und einer Temperatur im Bereich von 120ºC bis 150ºC.
Im Ergebnis wird ein gewünschter Formgegenstand hergestellt. Für den
Formgegenstand besteht keine spezielle Beschränkung, und er kann z. B. in Form
dekorativer Gebäudematerialien, wie Kacheln und Wandpaneelen, als
Gehäuseinstallation einschließlich Badewannen, Paneelen für Baderäume,
Küchenschränke, Waschbecken und Tischplatten sowie für verschiedene andere
dekorative Gegenstände, hergestellt werden.
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Wie oben beschrieben, enthält die erfindungsgemäße
Formmassen-Zusammensetzung eine Harzzusammensetzung, eine substituierte
Formmassen-Zusammensetzung, ein Verdickungsmittel und eine Wassermenge im Bereich von 0,1 bis
0,45 Gewichtsprozent. Die erfindungsgemäße Formmasse enthält die
Formmassen-Zusammensetzung, eine Verstärkung und eine Wassermenge im Bereich von
0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent.
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Die Formmassen-Zusammensetzung verfügt über hervorragende
Viskositätseigenschaften, da die anfängliche Eindickungswirkung durch das Verdickungsmittel
eingeschränkt ist. Darüber hinaus weist die Formmassen-Zusammensetzung an
ihrer Oberfläche verringerte Klebrigkeit auf, und sie verfügt über gute
Handhabungseigenschaften, obwohl ihre Viskosität nach dem Eindicken
niedriger als die Viskosität einer eingedickten herkömmlichen Zusammensetzung
ist. D. h., dass die oben genannte Formmassen-Zusammensetzung über hohes
Fließvermögen und hervorragende Imprägnierbarkeit in Verstärkungsfasern
verfügt, einen abrupten Anstieg der Viskosität nach dem Imprägnieren zeigt
und in kürzerer Zeit als die herkömmliche Zusammensetzung eindickt. Daher
ist es möglich, eine Formmasse zu schaffen, die bei ihrer Herstellung über
gute Verarbeitbarkeit verfügt, gute Handhabungseigenschaften und gute
Formbarkeit beim Formen dar Formmasse verfügt und für Niederdruckformung
besonders geeignet ist.
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Die erfindungsgemäße Formmasse ist für Formungsvorgänge besonders geeignet,
die bei niedrigem Druck (ungefähr 1 MPa) ausgeführt werden. Diese Formmasse
ist auch für einen Formungsvorgang geeignet, oder bei herkömmlichen
Formungsbedingungen ausgeführt wird, z. B. bei hohem Druck (ungefähr 5 MPa bis
15 MPa).
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Wie oben beschrieben, beinhaltet das erfindungsgemäße Verfahren zum
Herstellen einer Formmasse den Schritt des Imprägnierens einer Verstärkung mit
einer Formmassen-Zusammensetzung, die eine Harzzusammensetzung, eine
substituierte Succinsäure, ein Verdickungsmittel und eine Wassermenge im
Bereich von 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent enthält. Durch dieses Verfahren ist
es möglich, auf einfache Weise eine Formmasse mit guter Verarbeitbarkeit
bei ihrer Herstellung, guten Eigenschaften und guter Formbarkeit bei Formen
derselben herzustellen, die für Niederdruckformung besonders geeignet ist.
Für ein vollständigeres Verständnis der Art und der Vorteile der Erfindung
ist auf die folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung mit den
beigefügten Zeichnungen Bezug zu nehmen.
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Fig. 1 ist ein Kurvenbild (halb logarithmisches Kurvenbild), das
Messergebnisse für die Anfangsviskosität von Formmassen-Zusammensetzungen, wie sie
für eine erfindungsgemäße Formmasse verwendet wurden, und
Vergleichsbeispiele zeigt;
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Fig. 2 ist ein Kurvenbild (halb logarithmisches Kurvenbild), das
Messergebnisse für die Viskosität der Formmassen-Zusammensetzungen über eine Periode
von 44 Stunden ab der Herstellung derselben sowie für die
Vergleichsbeispiele zeigt;
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Fig. 3 ist ein Kurvenbild (doppelt logarithmisches Kurvenbild), das
Messergebnisse für die Viskosität der Formmassen-Zusammensetzungen über eine
Periode von 44 Stunden ab dem Zusetzen des Verdickungsmittels sowie für die
Vergleichsbeispiele zeigt;
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Fig. 4 ist eine Ansicht, die schematisch den Aufbau einer Maschine zum
Herstellen einer Schichtformmasse als erfindungsgemäßer Formmasse zeigt.
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Die folgende Beschreibung erläutert die Erfindung dadurch detaillierter,
dass Beispiele und Vergleichsbeispiele angegeben werden.
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Der Feuchtigkeitsgehalt der Formmassen-Zusammensetzung und der SMC
(Formmasse) sowie die Viskosität der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung
wurden durch
das unten erläuterte Verfahren gemessen. Die bei den
Beispielen und Vergleichsbeispielen angegebenen Begriffe "Teil" und "Prozent"
bedeuten "Gewichtsteil" und "Gewichtsprozent".
(a) Feuchtigkeitsgehalt der Formmassen-Zusammensetzung und einer Formmasse
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Der Feuchtigkeitsgehalt (%) der Formmassen-Zusammensetzung sowie derjenige
der SMC als Formmasse wurden durch eine
Feuchtigkeits-Verdampfungseinrichtung (ADP-351 erhältlich von Kyoto Electronics Manufacturing CO., LTD.) und
eines Karl-Fischer-Feuchtigkeitstitrators (MKA-210 von derselben Firma),
die miteinander verbunden waren, gemessen. Durch Mischen von Styrol und
Methanol, aus dem Feuchtigkeit entfernt wurde, wurde eine Lösung im
Volumenverhältnis 2 : 1 (Styrol: Methanol) hergestellt und als Lösungsmittel in
eine Titrationszelle des Feuchtigkeits-Messgeräts eingefüllt.
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Genauer gesagt, wurde eine vorbestimmte Menge der
Formmassen-Zusammensetzung (oder der SMC) als Probe in die Heizzelle des Feuchtigkeitsverdampfers
eingefüllt und dann auf 180ºC erwärmt, um Feuchtigkeit zu verdampfen. Als
Nächstes wurde die verdampfte Feuchtigkeit (Feuchtigkeitsdampf) unter
Verwendung von trockenem Stickstoffgas als Trägergas der Titrationszelle des
Feuchtigkeits-Messgeräts zugeführt, und es wurde der Feuchtigkeitsgehalt
der Probe titriert.
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Nach der Messung wurde die Heizzelle des Feuchtigkeitsverdampfers und die
Titrationszelle der Feuchtigkeits-Titriereinrichtung unter Verwendung von
trockenem Stickstoffgas ausreichend wiederhergestellt, und es wurde ein
Alterungsvorgang ausgeführt, bis der Hintergrund in einen stabilen Zustand
eintrat. Nachdem der Hintergrund stabil geworden war, wurde ein
Titriervorgang ohne Änderung der Probe ausgeführt, um einen Grundwert zu erhalten.
Der Feuchtigkeitsgehalt (%) der Formmassen-Zusammensetzung (oder der SMC)
wurde dadurch erhalten, dass der Grundwert vom Mittelwert der Messung
abgezogen wurde.
(b) Viskosität der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung
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Die Viskosität der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung wurde durch ein
Viskosimeter mit Helipath-Gestell (verfügbar von Brookfield Engineering
Laboratories, INC.) unter Verwendung einer T-förmigen Spindel bei 40ºC
unter vorbestimmten Bedingungen gemessen. D. h., dass die als Viskosität
bei den Beispielen und den Vergleichsbeispielen angegebenen Werte die Viskosität
bei 40ºC betreffen.
BEISPIEL 1
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Nach dem Einfüllen von 882 Teilen Maleinsäureanhydrid als zweiwerter α,β-
ungesättigter Säure, 148 Teilen Phthalsäureanhydrid als gesättigter
zweiwertiger Säure und 798 Teilen Propylenglycol als mehrwertigem Alkohol in
einen mit vier Hälsen versehenen Kolben als Reaktionsgefäß mit einem
Thermometer, einem Stickstoffgas-Einlassrohr und einer Rühreinrichtung wurde
die Luft im Kolben durch Stickstoffgas ersetzt. Anschließend wurde der
Kolben unter Rühren des Gemischs auf eine Maximaltemperatur von 220ºC
erwärmt und für eine vorbestimmte Zeitperiode wurde ein Dehydriervorgang
ausgeführt. Im Ergebnis wurde ein ungesättigter Polyester mit einem
mittleren zahlenmäßigen Molekulargewicht (Mn) von 2439, einer Säurezahl von 21
und einer Hydroxylzahl von 25 erhalten. Durch Mischen von 60 Teilen
ungesättigten Polyesters, 40 Teilen Styrol als Vinylmonomer und 0,02 Teilen
Hydrochinon als Stabilisator wurde eine Succinsäure A hergestellt.
-
Andererseits wurde durch Mischen von 70 Teilen Styrol als Vinylmonomer, 30
Teilen Polystyrol als schrumpfarmem Additiv (Harzzusammensetzung) und 0,02
Teilen Hydrochinon als Stabilisator eine Harzzusammensetzung B hergestellt.
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Als Nächstes wurden 80 Teile der Harzzusammensetzung A mit 20 Teilen der
Harzzusammensetzung B, 150 Teilen Calciumcarbonat als Füllstoff, 1,0 Teil
t-Butylperoxybenzoat als Starter, 3 Teilen Zinkstearat als Formtrennmittel
und 1,5 Teilen Pentadodecenyl-Succinsäure als Succinsäurederivat gemischt.
Ferner wurde durch Mischen von 0,6 Teilen Magnesiumoxid als
Verdickungsmittel und 5 Teilen Titanoxid als Pigment mit dem Gemisch und durch Zusetzen
von Wasser zum Einstellen des Feuchtigkeitsgehalts der gewünschten
Formmassen-Zusammensetzung auf 0,12 Prozent eine Formmassen-Zusammensetzung
hergestellt. D. h., dass eine Formmassen-Zusammensetzung mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von 0,12 Prozent hergestellt wurde.
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Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung wurde eine SMC vor der
Eindickung durch das oben genannte Herstellverfahren hergestellt. Genauer
gesagt, wurden die Formmassen-Zusammensetzung und ein Glasroving der SMC-
Herstellmaschine innerhalb von 30 Minuten ab der Herstellung der
Formmassen-Zusammensetzung zugeführt. Danach wurde die Schnittrate des Glasrovings
so eingestellt, dass das Verhältnis von Glasfasern zur
Formmassen-Zusammensetzung in der sich ergebenden SMC 40 bis 100 Teile betrug, und es wurde
eine SMC vor der Eindickung hergestellt. In diesem Fall wurden für den
oberen und den unteren Film, die ein Paar bilden, Polyethylenfilme
verwendet.
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Die Viskosität der Formmassen-Zusammensetzung wurde während der Herstellung
der SMC vor der Eindickung durch die SMC-Herstellmaschine niedrig gehalten.
Demgemäß zeigte die Formmassen-Zusammensetzung hervorragende
Imprägnierbarkeit in die Glasfasern. Nach der Herstellung der SMC nahm die Viskosität
abrupt zu. Die Viskosität der Formmassen-Zusammensetzung in der SMC
erreichte nach dem Verstreichen von 24 Stunden bei 40ºC einen vorbestimmten
Wert (ungefähr 30.000 Pas -300.000 poise), wie er für eine Formmasse
geeignet ist. So war die Verarbeitbarkeit bei der Herstellung der SMC gut.
Darüber hinaus änderte sich die Viskosität der Formmassen-Zusammensetzung
selbst innerhalb von zehn Tagen ab der Herstellung nicht stark und wurde
auf einem im Wesentlichen konstanten Wert gehalten.
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Die Polyethylenfilme wurden leicht von der durch das oben genannte
Verfahren hergestellten SMC abgetrennt. Außerdem zeigte es sich durch Berühren
der SMC mit der Hand, dass die Oberfläche nicht klebrig war. So waren die
sogenannten Handhabungseigenschaften der SMC gut.
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Als Nächstes wurde die Formbarkeit der SMC erfasst. Genauer gesagt, wurde
ein Formwerkzeug von 650 mm · 1000 mm mit Rippen und Vorsprüngen verwendet,
und die Temperaturen einer oberen Form (Hohlraum) und einer unteren Form
(Kern) wurden auf 145ºC bzw. 135ºC eingestellt. Anschließend wurde die auf
vorbestimmte Größe zerschnittene SMC auf das Formwerkzeug aufgelegt, mit
einem Druck von 1 MPa eingeklemmt und durch Wärme und Druck geformt, um
einen Formgegenstand herzustellen. Der sich ergebende Formgegenstand
verfügte über hervorragende Qualität. D. h., dass die Formbarkeit der SMC gut
war.
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Die Tabelle 1 zeigt erfasste Werte zu den Mengen an
Pentadodecenyl-Succinsäure und Magnesiumoxid, zum Feuchtigkeitsgehalt der
Formmassen-Zusammensetzung, zur Viskosität der sich ergebenden eingedickten Formmasse, zur
Verarbeitbarkeit, zu den Handhabungseigenschaften und zur Formbarkeit der
SMC (nachfolgend einfach als Erfassung bezeichnet).
BEISPIEL 2
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Eine Formmassen-Zusammensetzung, deren Feuchtigkeitsgehalt auf 0,38 Prozent
eingestellt wurde, wurde dadurch hergestellt, dass ein Reaktions- und
Mischungsablauf unter denselben Bedingungen wie beim Beispiel 1 mit der
Ausnahme ausgeführt wurde, dass die Menge der Pentadodecenyl-Succinsäure von
1,5 auf 4 Teile geändert wurde, die Menge an Magnesiumoxid von 0,6 auf 1,1
Teile geändert wurde und die Menge zugesetzten Wassers eingestellt wurde.
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Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung wurde eine SMC durch
dasselbe Verfahren wie beim Beispiel 1 hergestellt. Die Viskosität nach der
Eindickung erreichte ungefähr 300.000 poise, und die Verarbeitbarkeit bei
der Herstellung der SMC war gut. Die so erhaltene SMC ermöglichte es, dass
Polyethylenfilme leicht von ihrer Oberfläche abgezogen werden konnten.
Durch Berühren der SMC mit der Hand ergab es sich, dass die Oberfläche
nicht klebrig war. D. h., dass die Handhabungseigenschaften der SMC gut
waren. Ferner wurde ein Formerzeugnis auf dieselbe Weise wie beim Beispiel
1 hergestellt. Das sich ergebende Formerzeugnis verfügte über gute
Qualität. Demgemäß war auch die Formbarkeit der SMC gut. Die Tabelle 1 zeigt die
erfassten Werte.
VERGLEICHSBEISPIEL 1
-
Eine für Vergleichszwecke verwendete Formmassen-Zusammensetzung wurde
dadurch hergestellt, dass ein Reaktions- und Mischablauf unter denselben
Bedingungen wie beim Beispiel 1 mit der Ausnahme ausgeführt wurde, dass
keine Pentadodecenyl-Succinsäure verwendet wurde. Anders gesagt, wurde zum
Vergleich eine Formmassen-Zusammensetzung hergestellt, deren
Feuchtigkeitsgehalt auf 0,12 Prozent eingestellt wurde.
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Unter Verwendung der Formmassen-Zusammensetzung für den Vergleich wurde
eine SMC für einen Vergleich durch dasselbe Verfahren wie beim Beispiel 1
hergestellt. Die anfängliche Zunahme der Viskosität erfolgte mit höherer
Geschwindigkeit, und daher war die Fließfähigkeit der
Formmassen-Zusammensetzung verringert. Demgemäß wurde die Formmassen-Zusammensetzung nicht
ausreichend in die Glasfasern imprägniert, was zu schlechter Imprägnierung
führt. D. h., dass die Verarbeitbarkeit bei der Herstellung der SMC
schlecht war. Da die Viskosität der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung
ungefähr 40.000 Pas (400.000 poise) betrug, verfügte die sich ergebende SMC
über gute Handhabungseigenschaften. Wenn jedoch mit der
Formmassen-Zusammensetzung ein Formerzeugnis auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1
hergestellt wurde, wies dies aufgrund der schlechten Imprägnierung ein
fehlerhaftes Aussehen auf. Demgemäß verfügte das Formerzeugnis über keine gute
Qualität. So war die Formbarkeit der SMC schlecht. Die Tabelle 1 zeigt die
erfassten Werte.
VERGLEICHSBEISPIEL 2
-
Eine Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich, deren Feuchtigkeitsgehalt
auf 0,08 Prozent eingestellt wurde, wurde dadurch hergestellt, dass ein
Reaktions- und Mischablauf unter Verwendung derselben Bedingungen wie beim
Beispiel 1 mit der Ausnahme ausgeführt wurde, dass die Menge an
Magnesiumoxid von 0,6 auf 0,55 Teile geändert wurde und die Menge zugesetzten
Wassers eingestellt wurde.
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Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich wurde eine
SMC zum Vergleich durch dasselbe Verfahren wie beim Beispiel 1 hergestellt.
Die Viskosität der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung erreichte
ungefähr 300.000 poise, und daher war die Verarbeitbarkeit gut. Jedoch war es
schwierig, die Polyethylenfilme von der Oberfläche der sich ergebenden SMC
abzutrennen. Außerdem ergab es sich durch Berühren der SMC mit der Hand,
dass die Oberfläche klebrig war. D. h., dass die SMC schlechte
Handhabungseigenschaften zeigte. Andererseits war die Formbarkeit der SMC gut. Die
Tabelle 1 zeigt die erfassten Werte.
VERGLEICHSBEISPIEL 3
-
Eine Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich, deren Feuchtigkeitsgehalt
auf 0,5 Prozent eingestellt wurde, wurde dadurch hergestellt, dass ein
Reaktions- und Mischablauf unter Verwendung derselben Bedingungen wie beim
Beispiel 1 mit der Ausnahme hergestellt wurde, dass die Menge an
Pentadodecenyl-Succinsäure von 1,5 auf 7 Teile geändert wurde, die Menge an
Magnesiumoxid von 0,6 auf 1,5 Teile geändert wurde und die Menge zugesetzten
Wassers eingestellt wurde.
-
Unter Verwendung der Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich wurde eine
SMC zum Vergleich durch dasselbe Verfahren wie beim Beispiel 1 hergestellt.
Eine anfängliche Zunahme der Viskosität erfolgte mit höherer
Geschwindigkeit, und die Fließfähigkeit der Formmassen-Zusammensetzung war verringert.
Demgemäß wurde die Formmassen-Zusammensetzung nicht ausreichend in
Glasfasern imprägniert, was zu schlechter Imprägnierung führt. D. h., dass die
Verarbeitbarkeit bei der Herstellung der SMC schlecht war. Die Viskosität
der eingedickten Formmassen-Zusammensetzung erreichte ungefähr 35.000 Pas
(350.000 poise), und die SMC zeigte gute Handhabungseigenschaften wenn
jedoch ein Formerzeugnis auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt
wurde, zeigte das sich ergebende Formerzeugnis mangelhaftes Aussehen wegen
schlechter Imprägnierung. Demgemäß verfügte das Formerzeugnis über keine
gute Qualität. So war die Formbarkeit der SMC schlecht. Die Tabelle 1 zeigt
die erfassten Werte.
-
Als Nächstes wurde das Eindickungsverhalten der erfindungsgemäßen
Formmassen-Zusammensetzung untersucht. D. h., dass zeitabhängige Änderungen der
Viskosität der Formmassen-Zusammensetzung gemessen wurden.
Tabelle 1
BEISPIEL 3
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Ein ungesättigter Polyester wurde dadurch hergestellt, dass eine
Dehydrierungsreaktion auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 unter Verwendung von
980 Teilen Maleinsäureanhydrid und 836 Teilen Propylenglycol ausgeführt
wurde. Eine Harzzusammensetzung A mit einer Säurezahl von 14 und einer
Viskosität von 0,8 Pas (8 poise) wurde dadurch hergestellt, dass 68 Teile
an ungesättigtem Polyester, 42 Teile Styrol und 0,02 Teile Hydrochinon
gemischt wurden. Darüber hinaus wurde eine Harzzusammensetzung B durch
Mischen von 70 Teilen Styrol, 30 Teilen Polystyrol und 0,02 Teilen Hydrochinon
hergestellt.
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Als Nächstes wurden 85 Teile der Harzzusammensetzung A mit 15 Teilen der
Harzzusammensetzung 8, 150 Teilen Calciumcarbonat, 1 Teil
t-Butyloxybenzoat, 4 Teilen Zinkstearat, 5 Teilen Polyethylenpulver als schrumpfarmem
Additiv (Harzzusammensetzung) und 6 Teilen Pentadodecenyl-Succinsäure
vermischt. Außerdem wurde durch Vermischen von 1,15 Teilen Magnesiumoxid und 5
Teilen Pigment mit dem Gemisch und durch Zusetzen von Wasser zum Einstellen
des Feuchtigkeitsgehalts der gewünschten Formmassen-Zusammensetzung auf
0,38 Prozent die Formmassen-Zusammensetzung hergestellt. D. h., dass eine
Formmassen-Zusammensetzung mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,38 Prozent
hergestellt wurde.
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Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung wurde das
Eindickungsverhalten untersucht. Genauer gesagt, wurden zeitliche Änderungen der
Viskosität der Formmassen-Zusammensetzung gemessen. Die Änderungen der
Viskosität innerhalb einer Periode von 60 Minuten ab dem Zusetzen des
Verdickungsmittels, d. h. die Messergebnisse für die Anfangsviskosität, sind im
Kurvenbild der Fig. 1 dargestellt. Außerdem wurde die Viskosität über eine
Periode von 44 Stunden ab der Herstellung gemessen, und die Ergebnisse sind
in den Kurvenbildern der Fig. 2 und 3 sowie in der Tabelle 2 gemeinsam mit
den Mengen an Pentadodecenyl-Succinsäure und Magnesiumoxid, die zum
Herstellen der Formmassen-Zusammensetzung verwendet wurden, sowie dem
Feuchtigkeitsgehalt der Formmassen-Zusammensetzung dargestellt.
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Wie es aus dem Kurvenbild der Fig. 1 erkennbar ist, blieb die
Anfangsviskosität der Formmassen-Zusammensetzung bei niedrigen Werten. So zeigte es
sich, dass die Formmassen-Zusammensetzung hervorragende Imprägnierfähigkeit
in Verstärkungen mit Glasfasern zeigte. D. h., es ergab sich, dass die
Verarbeitbarkeit bei der Herstellung einer SMC gut ist. Wie es aus den
Kurvenbildern der Fig. 2 und 3 deutlich ist, steigt die Viskosität einige
Stunden nach der Herstellung abrupt an, und die Formmassen-Zusammensetzung
dickt in kürzerer Zeit als eine herkömmliche Zusammensetzung ein. Es ergab
sich, dass die Viskosität nach der Eindickung innerhalb einer Periode von
24 Stunden einen für eine Formmasse geeigneten Wert erreichte und danach
der Wert erhalten blieb. Darüber hinaus ergab es sich durch Berühren der
Formmassen-Zusammensetzung mit der Hand, dass die Oberfläche nicht klebrig
war. Demgemäß waren die Handhabungseigenschaften der SMC gut.
BEISPIEL 4
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Eine Formmassen-Zusammensetzung, deren Feuchtigkeitsgehalt auf 0,14 Prozent
eingestellt wurde, wurde dadurch hergestellt, dass ein Reaktions- und
Mischablauf unter denselben Bedingungen wie beim Beispiel 3 mit der
Ausnahme ausgeführt wurde, dass die Menge an Pentadodecenyl-Succinsäure von 6 auf
2 Teile geändert wurde, die Menge an Magnesiumoxid von 1,1 Teilen auf 0,65
Teile geändert wurde und die Menge zugesetzten Wassers eingestellt wurde.
-
Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung wurden zeitliche
Änderung der Viskosität auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 3 gemessen. Die
Messergebnisse für die Anfangsviskosität sind im Kurvenbild der Fig. 1
dargestellt. Außerdem wurde die Viskosität über eine Periode von 44 Stunden
ab der Herstellung gemessen, und die Ergebnisse sind in den Kurvenbildern
der Fig. 2 und 3 und der Tabelle 2 dargestellt.
-
Wie es aus der Fig. 1 ersichtlich ist, blieb die Anfangsviskosität der
Formmassen-Zusammensetzung auf niedrigen Werten. So ergab es sich, dass die
Formmassen-Zusammensetzung hervorragende Imprägnierbarkeit in
Verstärkungen, wie Glasfasern, aufwies. D. h., es wurde herausgefunden, dass die
Verarbeitbarkeit bei der Herstellung einer SMC gut war. Darüber hinaus
stieg, wie es aus den Kurvenbildern der Fig. 2 und 3 erkennbar ist, die
Viskosität einige Stunden nach der Herstellung abrupt an, und, die
Formmassen-Zusammensetzung dickte in kürzerer Zeit als eine herkömmliche
Zusammensetzung ein. Es ergab sich, dass die Viskosität nach der Eindickung
innerhalb einer Periode von 24 Stunden einen für eine Formmasse geeigneten Wert
erreichte, der dann erhalten blieb. Ferner ergab es sich durch Berühren der
Formmassen-Zusammensetzung mit der Hand, dass die Oberfläche nicht klebrig
war. Demgemäß ergab es sich, dass die Handhabungseigenschaften der SMC gut
waren.
VERGLEICHSBEISPIEL 4
-
Eine Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich, deren Feuchtigkeitsgehalt
auf 0,14 Prozent eingestellt wurde, wurde dadurch hergestellt, dass ein
Reaktions- und Mischablauf unter denselben Bedingungen wie beim Beispiel 3
mit der Ausnahme ausgeführt wurde, dass die Menge an
Pentadodecenyl-Succinsäure auf 0 Teile geändert wurde (d. h., es wurde keine Pentadodecenyl-
Succinsäure verwendet), die Menge an Magnesiumoxid von 1,1 auf 0,57 Teile
geändert wurde und die Menge zugesetzten Wassers eingestellt wurde.
-
Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich wurden
zeitliche Änderungen der Viskosität auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 3
gemessen. Die Messergebnisse zur Anfangsviskosität sind im Kurvenbild der
Fig. 1 dargestellt. Außerdem wurde die Viskosität für eine Periode von 44
Stunden ab der Herstellung gemessen, und die Ergebnisse sind in den
Kurvenbildern der Fig. 2 und 3 und in der Tabelle 2 dargestellt.
-
Wie es aus der Fig. 1 ersichtlich ist, stieg die Anfangsviskosität der
Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich schnell an, und diese Formmassen-
Zusammensetzung zum Vergleich wurde nicht ausreichend in Verstärkungen, wie
Glasfasern, imprägniert, was zu schlechter Imprägnierung führte. D. h., es
ergab sich, dass die Verarbeitbarkeit bei der Herstellung einer SMC
schlecht war.
VERGLEICHSBEISPIEL 5
-
Eine Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich, deren Feuchtigkeitsgehalt
auf 0,08 Prozent eingestellt wurde, wurde durch Ausführen eines Reaktions-
und Mischungsablaufs unter denselben Bedingungen wie beim Beispiel 3 mit
der Ausnahme, dass die Menge an Pentadodecenyl-Succinsäure auf 0 Teile
geändert wurde, die Menge an Magnesiumoxid von 1,1 auf 0,57 Teile geändert
wurde und die Menge zugesetzten Wassers eingestellt wurde, hergestellt.
-
Unter Verwendung dieser Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich wurden
zeitliche Änderungen der Viskosität auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 3
gemessen. Die Messergebnisse zur Anfangsviskosität sind im Kurvenbild der
Fig. 1 dargestellt. Außerdem wurde die Viskosität über eine Periode von 44
Stunden ab der Herstellung gemessen, und die Ergebnisse sind in den
Kurvenbildern der Fig. 2 und 3 und in der Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2
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Wie es aus der Fig. 1 erkennbar ist, blieb die Anfangsviskosität der
Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich auf niedrigen Werten. Demgemäß ergab
es sich, dass diese Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich über
hervorragende Imprägnierbarkeit in Verstärkungen, wie Glasfasern, verfügte. D. h.,
es zeigte sich, dass die Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich bei der
Herstellung einer SMC gute Verarbeitbarkeit aufwies. Jedoch ist, wie es aus
den Kurvenbildern der Fig. 2 und 3 erkennbar ist, bei der
Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich der Verdickungsvorgang für eine Periode über
mehrere Stunden ab der Herstellung schwach, und die Viskosität steigt im
Verlauf der Zeit an und ist selbst dann nicht stabil, wenn 44 Stunden seit der
Herstellung verstrichen sind. D. h., es zeigte sich, dass die Zeitperiode,
in der die Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich einen geeigneten Wert
als Formmasse aufrechterhalten kann, extrem kurz ist. Darüber hinaus war
die Oberfläche der Vergleichs-Materialzusammensetzung klebrig. Demgemäß
ergab es sich, dass die Handhabungseigenschaften und die Formbarkeit der
SMC schlecht waren.
-
Eine andere Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich wurde dadurch hergestellt,
dass die Menge an Magnesiumoxid ausgehend von den 0,57 Teilen beim
Vergleichsbeispiel 5 verringert wurde. Es war mehr Zeit als bei der oben
genannten Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich erforderlich, dass die
Viskosität der sich ergebenden Formmassen-Zusammensetzung zum Vergleich
einen geeigneten Wert für eine Formmasse erreichte.
-
Wie oben beschrieben, besteht die erfindungsgemäße
Formmassen-Zusammensetzung aus einer Harzzusammensetzung, einer substituierten Succinsäure, einem
Verdickungsmittel und einer Wassermenge im Bereich von 0,1 bis 0,45
Gewichtsprozent. Wie ebenfalls oben beschrieben, besteht die erfindungsgemäße
Formmasse aus der Formmassen-Zusammensetzung, die eine Harzzusammensetzung,
eine substituierte Succinsäure und ein Verdickungsmittel enthält, der
Verstärkung und einer Wassermenge im Bereich von 0,1 bis 0,4 Gewichtsprozent.
-
Da der anfängliche Eindickungsvorgang aufgrund des Verdickungsmittels
eingeschränkt ist, zeigt die obige Formmassen-Zusammensetzung hervorragende
Viskositätseigenschaften. Außerdem ist, obwohl die Viskosität der
eingedickten Formmassen-Zusammensetzung niedriger als diejenige einer
herkömmlichen Zusammensetzung ist, die Klebrigkeit der Oberfläche verringert, und
die zugehörigen Handhabungseigenschaften sind gut. Genauer gesagt, verfügt
die obige Formmassen-Zusammensetzung über hohes Fließvermögen und
hervorragende Imprägnierbarkeit in Verstärkungsfasern. Nach der Imprägnierung zeigt
die Formmassen-Zusammensetzung einen abrupten Anstieg der Viskosität, und
sie dickt innerhalb kürzerer Zeit als die herkömmliche Zusammensetzung ein.
So verfügt diese Formmassen-Zusammensetzung über gute Verarbeitbarkeit bei
der Herstellung einer Formmasse, gute Handhabungseigenschaften und gute
Formbarkeit beim Formen der Formmasse, und sie sorgt für eine Formmasse,
die für Niederdruckformung besonders geeignet ist.
-
Die oben genannte Formmasse ist zur Formung bei niedrigem Druck (um 1 MPa)
besonders geeignet. Diese Formmasse kann in geeigneter Weise auch bei einem
Formungsvorgang verwendet werden, der unter herkömmlichen
Formungsbedingungen ausgeführt wird, d. h. bei einem Formungsvorgang unter Hochdruck
(ungefähr 5 MPa bis 15 MPa).
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Die oben genannte Formmasse wird geeigneterweise als Material für
Formerzeugnisse verwendet, z. B. für dekorative Gebäudematerialien, wie Kacheln
und Wandpaneele; Hausinstallation einschließlich Badewannen, für Baderäume
verwendete Paneele, Küchenschränke, Waschbecken und Tischplatten, und für
verschiedene andere dekorative Einzelerzeugnisse.
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Zum erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer Formmasse gehört das
Imprägnieren einer Verstärkung mit einer Formmassen-Zusammensetzung, die
eine Harzzusammensetzung, eine substituierte Succinsäure, ein
Verdickungsmittel und eine Wassermenge im Bereich von 0,1 bis 0,45 Gewichtsprozent
enthält.
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Da dieses Verfahren die oben genannten verschiedenen Funktionen und
Wirkungen in vollem Umfang zeigen kann, ist es möglich, auf einfache Weise eine
Formmasse mit guter Verarbeitbarkeit, guten Handhabungseigenschaften und
guter Formbarkeit herzustellen, die für Niederdruckformung besonders
geeignet ist.