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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühlsystem für ein Fahrzeug, insbesondere ein
Kraftfahrzeug. Das Kühlsystem hat einen Kühler und einen Lüfter, wobei der Lüfter in den Kühler
eingelassen ist. Platten am Kühler sind so geformt, daß Luft durch den Kühler strömt und hin zum und
durch den Lüfter geleitet wird. Der Motor des Lüfters ist zur vorderen Kante hin angeordnet, derartig, daß
Luft, die durch den Kühler strömt, nicht für die Kühlung des Lüfters genutzt wird.
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Motoren in einem Fahrzeug müssen gekühlt werden, während der Motor arbeitet, um Wärme
abzuleiten, die aus der Verbrennung von Kraftstoff resultiert. Das übernimmt normalerweise ein Kühler, der
sich im Vorderteil des Fahrzeugs befindet und quer zur Bewegungsrichtung des Fahrzeugs angeordnet ist.
Hinter dem Kühler ist ein Lüfter angeordnet, um Luft durch den Kühler zu saugen, so daß die Kühlung
erfolgen kann, wenn das Fahrzeug steht, und Luft wirksamer durch den Kühler gesogen wird, wenn sich das
Fahrzeug bewegt. Der Lüfter kann vom Kühler getrennt sein, in modernen Fahrzeugen ist er jedoch häufig
an der Rückseite (hinteren Seite) des Kühlers angebracht, um ein Kühlsystem zu bilden, wobei die Flügel
des Lüfters von einer Verkleidung umschlossen werden. Bei Fahrzeugen, die mit einer Klimaanlage
ausgerüstet sind, befindet sich der Teil der Klimaanlage, der gekühlt werden muß, im allgemeinen ebenfalls
dicht am Kühler und häufig direkt vor dem Kühler, um die vorteilhaften Wirkungen des Lüfters zu nutzen.
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Flächenwärmeaustauscher, die aus thermoplastischen Polymeren hergestellt werden, und
Verfahren für die Herstellung solcher Wärmeaustauscher sind bekannt. Beispielsweise wird eine Reihe von
Wärmeaustauschern, die aus thermoplastischen Polymeren, insbesondere aliphatischen Polyamiden,
hergestellt werden, in der PCT-Patentanmeldung WO 91/02209 von A. J. Cesaroni, veröffentlicht am 21.
Februar 1991, und in den veröffentlichten Patentanmeldungen, auf die darin Bezug genommen wird,
offengelegt. Derartige Wärmeaustauscher bieten im Vergleich zu den herkömmlichen Wärmeaustauschern
aus Metall den Vorteil eines geringeren Gewichts, während sie Wirkungsgrade aufweisen, die denen der
Wärmeaustauscher aus Metall ähnlich sind.
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US-PS Nr. 2600933 - Speith (1952) - hat einen Lüfter in der Mitte eines rechteckigen oder
quadratischen Wärmeaustauschers für einen Bau ohne Einsparung an Raum. Das deutsche Patent Nr.
205050 - Daimler (1906) - hat einen Lüfter, bei dem das Ansaugen durch Wärmeaustauscher an der
Vorderseite und der Seite erfolgt, ohne daß der Wirkungsgrad maximiert wird.
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Obwohl die Konstruktionen von Kühlern für Fahrzeuge in den letzten Jahren eine Reihe von
Verbesserungen erfahren haben, insbesondere dahingehend, den Kühler und den dazugehörigen Lüfter
kompakter zu gestalten, während der Wirkungsgrad des Wärmeaustauschers beibehalten wird, wären
zusätzliche Verbesserungen in der Entwicklung von Kühlsystemen für Fahrzeuge von Vorteil, insbesondere
dahingehend, daß der Kühler und der dazugehörige Lüfter weniger Raum als die gegenwärtig in Fahrzeugen
eingesetzten einnehmen würden.
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Es wurde nun ein kompaktes Kühlsystem für ein Fahrzeug gefunden, bei dem der Lüfter in den
Kühler eingelassen ist und die Verkleidung weggelassen werden kann.
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Nach der vorliegenden Erfindung wird ein Kühlsystem für ein Fahrzeug bereitgestellt, wobei das
Kühlsystem einen Kühler, einen Lüfter und einen Lüftermotor hat, wobei der Lüfter Kühlluft durch den
Kühler ansaugt, wobei der Lüfter in den Kühler eingelassen ist, derartig, daß der Lüftermotor im
wesentlichen durch Luft gekühlt wird, die nicht durch den Kühler geströmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kühler ein zusammengeschalteter, mit Zwischenraum angeordneter Bisektionskühler ist, der zwei
Sektionen mit einem zwischen die beiden Sektionen eingefügten Lüfter hat, wobei sich die beiden
Sektionen auf in Axialrichtung gegenüberliegenden Seiten des Lüfters befinden, wobei der Kühler so
geformt ist, daß er Luft durch den Lüfter zuführt, wobei sich der Lüfter zwischen den Sektionen des
Kühlers befindet und sich nicht von diesen nach außen erstreckt, wobei jede der beiden Sektionen des
Kühlers wenigstens drei Flächen hat, eine erste Fläche der Sektion, die im wesentlichen senkrecht zur
Richtung des Luftstroms in die Sektion verläuft, eine zweite Fläche, die in einem Winkel hinter der ersten
Fläche angeordnet ist, der kleiner als ein rechter Winkel ist, und eine dritte Fläche in einem Winkel zu der
zweiten Fläche, wobei die erste, zweite und dritte Fläche zusammen mit jedweden zusätzlichen Flächen
eine geschlossene Form bilden, die allgemein dreieckig ist, so daß der Kühler und der dazugehörige Lüfter
weniger Raum einnehmen als ein Kühler, wie er gegenwärtig eingesetzt wird, brauchen würde, um eine
äquivalente Wärmeübertragung mit der gleichen Grundfläche der beiden ersten Flächen zu erzielen, bei
dem aber zwischen den beiden ersten Flächen eine Öffnung für den Lüfter bleibt, wobei jede Sektion des
Kühlers eine Vielzahl von untereinander verbundenen Strömungskanälen für den Wärmeaustausch hat, die
parallel zu jeder der ersten, zweiten und dritten Fläche verlaufen.
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Der Lüfter kann mit einem bürstenlosen Gleichstrommotor ausgerüstet werden.
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Vorzugsweise wird der Lüfter derartig in den Kühler eingelassen, daß der Lüftermotor im
wesentlichen durch Luft gekühlt wird, die nicht durch den Kühler geströmt ist.
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Der Lüftermotor befindet sich vorzugsweise in der Nabe, an der die Flügel des Lüfters angebracht
sind, wobei sich die Flügel vorzugsweise außen auf der Nabe befinden.
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Der Kühler ist vorzugsweise ein Kühler mit Zweifachdurchlauf, wobei die Luft vorzugsweise so
durch den Kühler strömt, daß ein maximaler Temperaturunterschied zwischen der Luft und dem Fluid
innerhalb des Kühlers vorhanden ist.
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Vorzugsweise hat das Kühlsystem eine regelbare Pumpe am Auslaß zu dem Kühler.
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Die regelbare Pumpe kann den Thermostaten für das Kühlsystem ersetzen.
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Der Lüfter kann einen Überlaufbehälter haben, der sich auf der Verkleidung des Lüfters,
insbesondere zwischen dem Lüfter und dem Kühler, befindet.
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Es werden nun bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung in Form von Beispielen unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Kühlsystems der Erfindung, von der Rückseite her
gesehen, ist,
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Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Querschnitts des Kühlsystems längs der Linie 2-2 von
Fig. 1 ist,
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Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Kühlerplatte ist,
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Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Abschnitts des Kühlsystems ist, die den Luftstrom
durch das System zeigt,
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Fig. 5 ein Querschnitt einer Vielzahl von Platten ist, der die Einschränkungen des Luftstroms an
der hinteren Kante zeigt, und
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Fig. 6 ein Querschnitt eines alternativen Ausführungsbeispiels zu dem aus Fig. 5 ist, der eine im
wesentlichen vollständige Blockierung des Luftstroms an der hinteren Kante zeigt.
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Es wird auf die Zeichnungen Bezug genommen, Fig. 1 zeigt ein Kühlsystem, das allgemein mit 1
bezeichnet wird und das einen allgemein mit 2 bezeichneten Lüfter und einen Kühler 3 hat. Der Lüfter 2 hat
ein Gehäuse 5, in dem in Axialrichtung ein Motor 6 angeordnet ist. Der Motor 6 hat eine Vielzahl von
Lüfterflügeln 7. Wie in Fig. 1 gezeigt wird, ist der Motor 6 in der Mitte des Kühlsystems 1 angeordnet, es
versteht sich jedoch von selbst, daß er gegenüber der Mitte versetzt sein könnte. Der Lüfter 2 hat keine
Verkleidung für Schutzzwecke und für die Führung der durch den Kühler strömenden Luft, sondern nutzt
die Form der Platten des Kühlers, wie hierin ausgeführt wird, um die Luft zu den Flügeln des Lüfters zu
leiten.
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Der Lüfter 2 mit dem dazugehörigen Motor, den Flügeln und der Nabe muß kompakt sein.
Folglich befindet sich bei einem bevorzugten Lüfter der Motor innerhalb der Nabe des Lüfters, wobei die
Flügel an der Außenseite der Nabe angebracht sind, vorzugsweise in einer pfeilförmigen Position, so daß
sich die Flügel in derselben Ebene wie die Nabe befinden. Ein solcher Lüfter ist kompakt. Bei dem Lüfter
können unterschiedliche Typen von Motoren oder Verfahren zum Antreiben des Motors angewendet
werden, wobei ein bürstenloser Gleichstrommotor wegen seines kompakten Charakters bevorzugt wird.
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Ein Einlaß 8 des Kühlers 3 befindet sich in einem Verteilerrohr 11. Das Verteilerrohr 11 hat auch
eine in der Mitte befindliche Kühlerkappe 9. Das Verteilerrohr 11 verläuft quer über die Oberseite des
Kühlers 3 und erstreckt sich dann an jeder der gegenüberliegenden Seiten nach unten, wobei es
Seitenverteilerrohre 12 bildet. Die Seitenverteilerrohre 12 sind mit Kühlerplatten 4 verbunden und wirken
jeweils als Einlaß für die Kühlerplatten 4. Der Auslaß für die Kühlerplatten 4 befindet sich an mittleren
Verteilerrohren 13. Das gezeigte Ausführungsbeispiel hat zwei mittlere Verteilerrohre 13. Diese
Verteilerrohre erstrecken sich nach unten zu einem Auslaßverteilerrohr 14 und enden in einem Auslaß 15.
Ein Überlaufbehälter 10 wird als in der Mitte im oberen Abschnitt des Kühlsystems 1, über dem
Lüftergehäuse 5, angeordnet gezeigt und würde durch nicht gezeigte Mittel mit dem Kühler 3 verbunden.
Folglich zeigt Fig. 1 einen Bisektionskühler, wie das an anderer Stelle noch deutlicher zu sehen ist.
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Fig. 2 zeigt den Querschnitt von Fig. 1 längs der Linie 2-2. Das Lüftergehäuse 5 ist in der Mitte
angeordnet und umschließt die Lüfterschaufeln 7. Kühlerplatten 4 werden an zwei getrennten Stellen auf
den gegenüberliegenden Seiten des Lüftergehäuses 5 gezeigt, in jedem Fall verlaufen sie zwischen dem
Seitenverteilerrohr 12 und dem mittleren Verteilerrohr 13.
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Fig. 3 zeigt detaillierter einen Querschnitt einer Kühlerplatte 4. Die Kühlerplatte 4 erstreckt sich
vom Seitenverteilerrohr 12 zum mittleren Verteilerrohr 13. Es wird gezeigt, daß vom Seitenverteilerrohr 12
eine Vielzahl von Kanälen 17 in einem Muster ausgeht, das den Fluid-Stromdurchgang vom
Seitenverteilerrohr 12 zu einer Stelle in Juxtaposition mit dem mittleren Verteilerrohr 13, zurück zu einer
Stelle in Juxtaposition mit dem Seitenverteilerrohr 12 und dann noch einmal zurück zum Austritt am
mittleren Verteilerrohr 13 gewährleistet. Ein solches Muster kann als "Zweifachdurchlauf" bezeichnet
werden. In den vorliegenden Ausführungen kann mit einer Reihe solcher Muster gearbeitet werden.
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Fig. 3 zeigt die Kühlerplatte 4 mit fünf Kanälen, die vom Seitenverteilerrohr 12 zum mittleren
Verteilerrohr 13 verlaufen. Es versteht sich von selbst, daß ein Kühler in der Praxis wesentlich mehr als
fünf Kanäle, die zwischen diesen Verteilerrohren verlaufen, haben würde. Es versteht sich außerdem von
selbst, daß die Kühlerplatte 4 ein Muster von Kanälen 17 haben würde, das den vollen Umfang der
Oberfläche der Kühlerplatte 4 ausnutzt, um so einen hohen Grad an Wärmeübertragung zu erreichen. Die
Kühlerplatte 4 wird in Fig. 3 nur aus Gründen der Klarheit mit nur fünf Kanälen gezeigt.
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Fig. 4 ist eine schematische Darstellung eines Querschnitts der Kühlerplatte 4 mit dem Motor 6
und den Lüfterflügeln 7, die den Luftstrom durch das Kühlsystem zeigt. Es wird gezeigt, daß die
Lüfterflügel 7 mittels einer Welle 19 am Motor 6 angebracht sind. Luft, die in den Kühler eintritt, wird
durch die Pfeile 20 veranschaulicht. Luft 20 tritt an der vorderen Kante 21 in die Kühlerplatte 4 ein und
strömt entweder in einem gekrümmten Muster, wie das durch die Pfeile 22 angegeben wird, oder in einem
geraden Durchflußmuster, wie das durch die Pfeile 23 angegeben wird. Das Strömungsmuster der Luft 20
durch die Kühlerplatte 4 wird dadurch erreicht, daß die hintere Kante 24 der Kühlerplatte 4 eine
vollständige oder partielle Blockierung (Einschränkung) des Durchgangs von Luft an dieser Kante vorbei
bereitstellt, wie das unten ausgeführt wird. Folglich hindert die hintere Kante 24 die Luft 20 daran,
geradlinig durch die Platten 4 zu strömen, und leitet sie zu den Lüfterflügeln 7 hin um. Die Drehung der
Lüfterflügel 7 dient auch dazu, Luft in derselben Richtung anzusaugen. Es kann festgestellt werden, daß der
Motor 6 mit der Luft 20, bei der es sich um die Kühlluft handelt, in Kontakt ist, nicht mit der Luft, die der
Bahn der Pfeile 22 und 23 folgt, bei der es sich um die durch die Platte 4 erhitzte Luft handelt. Diese Luft
20 stellt die gesamte Luft zur Kühlung des Motors 6 oder einen beachtlichen Teil derselben bereit.
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Verfahren, mit denen eine vollständige oder partielle Einschränkung der Luft an der hinteren Kante
24 erreicht wird, werden in Fig. 5 und Fig. 6 gezeigt.
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Fig. 5 zeigt einen Querschnitt einer Vielzahl von Strömungskanälen 25, die den Kanälen 17
entsprechen, die sich vom Seitenverteilerrohr 12 zum mittleren Verteilerrohr 13 erstrecken würden. Die
Fluid-Stromkanäle 25 werden durch eine Plattentafel 26 in Position gehalten. Beim Ausführungsbeispiel
von Fig. 5 ist die Plattentafel 26 an ihrer hinteren Kante 24 nach unten gebogen, um die hintere Kante zu
bilden, wodurch sie eine Barriere 27 bildet. Fig. 5 wäre in der dargestellten Weise eine Form einer Platte
mit einer hinteren Kante 24, die eine partielle Blockierung des Luftstromes durch die Kühlerplatte 4
aufweist.
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Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel wird eine Vielzahl von Fluid-Stromkanälen 25
gezeigt, die durch die Plattentafel 26 in Position gehalten werden. Beim Ausführungsbeispiel von Fig. 6
endet jedoch jede Plattentafel 26 in einem großen Kanal 28 und außerdem sind, wie gezeigt wird, die langen
Kanäle 28 im Kontakt miteinander, um eine Barriere längs der hinteren Kante 24 der Platte zu bilden. Es
versteht sich jedoch von selbst, daß zwischen den großen Kanälen 28 Lücken bereitgestellt werden könnten,
so daß die Luft zwischen den Platten, d. h., durch die hintere Kante 24, ausströmen könnte.
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Wie hierin offengelegt wird, hat der Kühler die Form einer Vielzahl von Platten, die in einem
parallelen Abstandsverhältnis angeordnet sind. Solche Platten sind bekannt. Die Ränder der Platten sind zur
Quelle der Kühlluft hin angeordnet, derartig, daß die Luft bei einer minimalen Einschränkung über die
Platten strömt. Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen weisen die Platten eine Vielzahl von Kanälen auf,
die in der Tafel ausgeführt werden, welche die Platten bildet. Alternativ dazu können die Kanäle die Form
von Rohren haben, die sich in einem parallelen ausgerichteten Verhältnis zwischen Tafeln befinden, um die
Platte zu bilden. Es versteht sich jedoch von selbst, daß beim Kühlsystem der vorliegenden Erfindung eine
ganze Reihe von Plattenkonstruktionen angewendet werden kann.
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Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen kann das Kühlsystem, insbesondere die Platten und
Verteilerrohre, aus einer Reihe von Polyamidzusammensetzungen hergestellt werden. Die gewählte
Zusammensetzung ist in erster Linie abhängig vom Endeinsatz, vor allem der Einsatztemperatur und des
Einsatzumfelds eines solchen Wärmeaustauschers, einschließlich des Fluids, das durch den
Wärmeaustauscher geführt wird, und des Fluids, z. B. der Luft, außerhalb des Wärmeaustauschers. Bei
dieser Luft kann es sich um Luft handeln, die gelegentlich Salz oder andere korrosive oder schleifende
Stoffe enthält, oder das Fluid kann flüssig sein, z. B. Kühlerflüssigkeit.
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Ein bevorzugtes Polymer für die Konstruktion ist Polyamid. Beispiele für Polyamide sind die
Polyamide, die durch Kondensationspolymerisation einer aliphatischen Dicarbonsäure, die 6 bis 12
Kohlenstoffatome hat, mit einem aliphatischen primären Amin, das 6 bis 12 Kohlenstoffatome hat, gebildet
werden. Alternativ dazu kann das Polyamid durch Kondensationspolymerisation eines aliphatischen
Lactams oder einer alpha,omega-Aminocarbonsäure, die 6 bis 12 Kohlenstoffatome hat, hergestellt werden.
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Außerdem kann das Polyamid durch Copolymerisation von Mischungen dieser Dicarbonsäuren,
Diamine, Lactame und Aminocarbonsäuren hergestellt werden. Beispiele für Dicarbonsäuren sind 1,6-
Hexandisäure (Adipinsäure), 1,7-Heptandisäure (Pimelinsäure), 1,8-Octandisäure (Korksäure), 1,9-
Nonandisäure (Azelainsäure), 1,10-Decandisäure (Sebacinsäure) und 1,12-Dodecandisäure. Beispiele für
Diamine sind 1,6-Hexamethylendiamin, 1,8-Octamethylendiamin, 1,10-Decamethylendiamin und 1,12-
Dodecamethylendiamin. Ein Beispiel für Lactam ist Caprolactan. Beispiele für alpha,omega-
Aminocarbonsäuren sind Aminooctansäure, Aminodecansäure, Aminoundecansäure und
Aminododecansäure. Bevorzugte Beispiele für Polyamide sind Polyhexamethylenadipamid und
Polycaprolactam, die auch als Nylon 66 bzw. Nylon 6 (eingetragene Warenzeichen) bekannt sind.
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Obwohl hierin besonders auf den Einsatz von Polyamiden als dem Polymer Bezug genommen
worden ist, das bei der Herstellung des gesamten Kühlsystems oder eines Teils davon eingesetzt wird,
versteht es sich von selbst, daß andere Polymere eingesetzt werden können. Beispiele für andere
thermoplastische Polymere, die eingesetzt werden können, sind Polyethylen, Polypropylen,
Fluorcarbonpolymere, Polyester, Elastomere, z. B. Polyetheresterelastomere, Neopren, chlorsulfoniertes
Polyethylen und Ethylen-Propylen-Dien-Elastomere (EPDM), Polyvinylchlorid und Polyurethan.
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Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung werden die Kanäle aus Rohrmaterial
hergestellt, das eine Dicke von weniger als 0,7 mm und insbesondere im Bereich von 0,07 bis 0,50 mm, vor
allem 0,12 bis 0,30 mm, hat. Die Dicke des Rohrmaterials ist jedoch in einem signifikanten Umfang vom
vorgesehenen Endeinsatz und vor allem den für diesen Endeinsatz erforderlichen Eigenschaften abhängig.
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Die Polymerzusammensetzungen, die bei der Herstellung der Wärmeaustauscher eingesetzt
werden, können Stabilisatoren, Pigmente, Füllstoffe, einschließlich Glasfasern, und dergleichen enthalten,
wie das Fachleuten auf dem Gebiet bekannt ist.
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Alle Dichtungen sollten fluiddichte Dichtungen sein, um das Lecken von Fluid aus dem
Wärmeaustauscher zu verhindern.
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Ein Überlaufbehälter, der auch als Kühlmittel-Auffangbehälter bezeichnet werden kann, kann
innerhalb des Kühlsystems angeordnet sein. Ein solcher Überlaufbehälter ist Teil vieler Fahrzeuge und wird
an deren Kühler angebracht, um überschüssiges Fluid aufzunehmen oder um fehlendes Fluid in den Kühler
einzuführen, wie das bekannt ist. Beim Kühlsystem der Erfindung befindet sich der Überlaufbehälter
praktischerweise an der Außenseite des Lüfters, wobei er einen Teil des Gehäuses des Lüfters bildet. Vom
Überlaufbehälter zum Verteilerrohr für den Kühler wird dann eine geeignete Verbindung bereitgestellt.
Der Auslaß zu den Verteilerrohren des Kühlsystems kann mit einer Pumpe verbunden werden.
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Beispielsweise könnten die mittleren Verteilerrohre 13, die in Fig. 1 gezeigt werden, mit den
gegenüberliegenden Seiten eines Förderkörpers einer Pumpe verbunden sein, wobei an einer solchen Pumpe
ein Motor angebracht ist. Die Pumpe könnte eine regelbare Pumpe sein, die mit einer Drehzahl arbeitet, die
den an das Kühlsystem gestellten Anforderungen entspricht. Beispielsweise könnte die Pumpe nach dem
Ausschalten des Motors des Fahrzeugs weiter in Betrieb sein, um das sogenannte "Nachsieden" des Motors
oder eines Teils des Kühlsystems zu verhindern. Es versteht sich von selbst, daß eine solche Pumpe
unabhängig von einem Thermostaten arbeiten oder den Thermostaten ersetzen könnte, der üblicherweise in
einem Kühlsystem eingesetzt wird. So könnte die Pumpe beispielsweise die Notwendigkeit eines
Thermostaten innerhalb des Kühlsystems ausschalten, wobei die Pumpe so betrieben wird, daß eine
erforderliche Temperatur innerhalb des Kühlsystems aufrechterhalten wird.
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Wie hierin offengelegt wird, wird der Motor des Lüfters in erster Linie unter Nutzung von Luft
gekühlt, die nicht den Wärmeaustauschabschnitt des Kühlsystems durchströmt hat. Folglich wird der Motor
des Lüfters bei einer signifikant niedrigeren Temperatur gehalten als das der Fall wäre, wenn Luft, die
durch den Kühler strömt, zum Zweck der Kühlung des Motors über den Motor geführt würde. Das dürfte zu
einer längeren Lebensdauer des Motors des Lüfters führen.
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Es versteht sich außerdem von selbst, daß die Verkleidung, die normalerweise dem Lüfter und dem
Motor des Kühlsystems zugeordnet ist, beim Kühlsystem der vorliegenden Erfindung entfallen kann. Im
Einzelnen wird die Verkleidung durch Abschnitte der Konstruktion des Kühlsystems ersetzt, insbesondere
die Teile, die zur Aufrechterhaltung der Integrität des Kühlsystems eingesetzt werden, z. B.
Verbindungsklammern und dergleichen.
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Im Vorstehenden wurden die einzelnen Platten des Kühlers als in der Form eines Dreiecks, das mit
einem Rechteck kombiniert ist, dargestellt. Außerdem wurde hierin weiter dargestellt, daß die Kombination
aus Kühler und Lüfter die Form eines stumpfen Dreiecks auf einem Rechteck bildet. Derartige Formen
werden bevorzugt und ergeben ein kompaktes Kühlsystem. Es versteht sich jedoch von selbst, daß im
Rahmen der Forderungen, ein kompaktes Kühlsystem zu erhalten und den Kühlungslüfter zwischen
Sektionen des Bisektionskühlers anzuordnen, bestimmte Abweichungen in der Form des Kühlsystems
zulässig sind.
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Das Kühlsystem der vorliegenden Erfindung stellt einen Kühler mit dem dazugehörigen Lüfter in
einer kompakten, im wesentlichen quaderförmigen Anordnung mit einer verhältnismäßig geringen Tiefe
bereit. Das Kühlsystem kann die Dicke des Kühlers und des dazugehörigen Lüfters des Kühlsystems eines
typischen Kraftfahrzeugs der Mittelklasse um mehr als 25 mm herabsetzen, während eine äquivalente
Kühlkapazität für den Motor des Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird, wodurch den Kraftfahrzeugingenieuren
mehr Flexibilität bei der Konstruktion eingeräumt wird. Im Bereich "unter der Haube" eines Kraftfahrzeugs
ist eine große Zahl von Komponenten anzuordnen, wobei nur wenig Reserveraum bleibt. Wenn es folglich
möglich ist, das Kühlsystem in einem kleineren Raum unterzubringen, bietet das den
Kraftfahrzeugkonstrukteuren signifikante Vorteile, erlaubt es die Unterbringung weiterer Ausrüstungen im
Bereich "unter der Haube", ermöglicht es Flexibilität in der Form und im Raum, der für das Vorderteil des
Fahrzeugs gebraucht wird, oder dergleichen mehr.
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Es versteht sich natürlich von selbst, daß die vorliegende Erfindung rein als Beispiel beschrieben
worden ist und im Rahmen der Erfindung Modifikationen an den Details vorgenommen werden können.