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DE69616629T2 - Abduktionsschiene für Schulter und Arm - Google Patents

Abduktionsschiene für Schulter und Arm

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Publication number
DE69616629T2
DE69616629T2 DE69616629T DE69616629T DE69616629T2 DE 69616629 T2 DE69616629 T2 DE 69616629T2 DE 69616629 T DE69616629 T DE 69616629T DE 69616629 T DE69616629 T DE 69616629T DE 69616629 T2 DE69616629 T2 DE 69616629T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shoulder
arm
orthosis
slot
carriage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69616629T
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English (en)
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DE69616629D1 (de
Inventor
David Ernest Young
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DePuy Orthopaedics Inc
Original Assignee
DePuy Orthopaedics Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DePuy Orthopaedics Inc filed Critical DePuy Orthopaedics Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE69616629D1 publication Critical patent/DE69616629D1/de
Publication of DE69616629T2 publication Critical patent/DE69616629T2/de
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Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/37Restraining devices for the body or for body parts; Restraining shirts
    • A61F5/3715Restraining devices for the body or for body parts; Restraining shirts for attaching the limbs to other parts of the body
    • A61F5/3723Restraining devices for the body or for body parts; Restraining shirts for attaching the limbs to other parts of the body for the arms
    • A61F5/3753Abduction support

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Description

    GEB IET DER ERFINDUNG
  • Diese Erfindung betrifft Vorrichtungen, einschließlich orthopädischer Stützbänder und Schienen, für das Schultergelenk und den Arm, wo es im allgemeinen aber nicht ausschließlich gewünscht ist, für eine fixierte Position des Armes in bezug auf dieses Gelenk zu sorgen. Diese Vorrichtungen werden vom Fachmann allgemein als Stützbänder oder Orthesen bezeichnet. Viele Gelenkverletzungen und -behandlungen erfordern eine Orthese von einem Typ, der nach oder in Verbindung mit einer anderen Behandlung früh eine kontrollierte Bewegung über einen vorgewählten Bereich zuläßt. Das Schultergelenk bildet keine Ausnahme dieser allgemeinen Regel. Es gibt jedoch auch viele Situtationen und Behandlungsmodalitäten, wo eine frühe Mobilisierung nicht für günstig erachtet und eine starre Ruhigstellung verwendet wird, die den Arm und das Gelenk während einer auf eine Verletzung oder Operation folgenden Rehabilitation in sorgfältig gewählte realtive Positionen plaziert.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Sowohl Orthesen zur Mobilisierung als auch zur Ruhigstellung müssen notwendigerweise in einer Bauart konstruiert sein, die den normalen physiologischen Grenzen des Winkelweges des zu behandelnden Gelenkes sowie dem linearen Weg der zugehörigen Gliedmaßen und den Ebenen, in denen dies stattfindet, angemessen ist. Diese Überlegungen sollten die Grenzen der Bewegung und Justierung diktieren, die durch die Orthese bereitgestellt werden sollen. Das normale Schultergelenk kann Bewegungen in mehreren Ebenen ausführen, was den Schwierigkeitsgrad für den Konstrukteur von Orthesen erhöht, insbesondere, da es im allgemeinen gefordert wird, daß eine Kontrolle über den Arm vorhanden ist. Dies ist notwendig, da der Arm beträchtliche Hebelkräfte auf das Schultergelenk ausüben kann. Schultergelenkbewegungen schließen Beugung, Streckung, Abduktion, Adduktion sowie interne und externe Drehung mit ein. All diese sind über einen weiten Winkelbereich und in zahlreichen Kombinationen möglich. Auf der anderen Seite ist das Schultergelenk nicht gewichttragend, in dem Sinn, wie das Knie oder die Taille druckbelastet sind, was einen gewissen Konstruktionsspielraum bietet.
  • Bis vor kurzem war die orthesische Entwicklung für die unteren Gliedmaßen intensiver und weitreichender als für die oberen Gliedmaßen. Die Gründe sind ziemlich offensichtlich, da eine strukturelle oder dynamische Fehlfunktion der Taille oder des Knies direkt die Mobilität beeinträchtigt oder verhindert. Eine ähnliche Fehlfunktion der oberen Gliedmaßen führt zu ernsten, jedoch in geringerem Maße behindernden Folgeerscheinungen. Dessen ungeachtet gibt es zahlreiche Verletzungen aufgrund von Traumata und Überbenutzung, die den Leidenden merklich einschränken oder körperlich behindern, indem sie die oberen Gliedmaßen verletzen. Eine verletzte Schulter kann z. B. das Anziehen, Fahren oder Schreiben erschweren oder sogar unmöglich machen.
  • Die Behandlung von Schulterverletzungen mit Hilfe arthroskopischer chirurgischer Techniken hat während des letzten Jahrzehnts stark zugenommen, und führende Autoritäten prognostizieren, daß sich die Fortschritte in der Chirurgie einige Jahre fortsetzen werden. Die Öffentlichkeit, einschließlich die älteren Patienten, hat heutzutage größere Erwartungen an eine zufriedenstellende funktionale Lösung von Schultergelenksproblemen. Der Trend zunehmender Nachfrage nach Schulteroperationen, zusammen mit einer damit verbundenen Behandlung, wird sich vermutlich fortsetzen, wobei dies im Hinblick auf die Tatsache gesehen werden sollte, daß selbst bis 1989 die Schulter von der American Academy of Orthopaedic Surgeons als der Grund von 14% aller Konsultationen angegeben wurde, die zu einem chirurgischen Eingriff führten.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Zustände der Schulter, die unabhängig von der primären Behandlungsmethode postoperativ oder in Folge einer Verletzung hauptsächlich durch eine Immobilisierung in einer gewählten Position behandelt werden, wo aber in einigen Fällen oder in einigen Stadien eine Option für eine frühe Mobilisierung des Unterarms nützlich wäre. Eine wiederkehrende, posteriore Subluxatio der Schulter ist ein Beispiels eines Zustandes, der häufig chirurgisch behandelt wird, gefolgt im allgemeinen von einer Immobilisierungsperiode.
  • Es besteht das Bedürfnis einer Orthese, die leicht und stabil ist und bei der Justierungen in einer kontinuierlich veränderlichen Weise in bezug auf alle Bewegungsrichtungen, die in der menschlichen Schulter vorkommen, durchgeführt werden können. Eine solche Orthese sollte eine ausreichende lineare Justierung für den Arm bereitstellen, um eine Winkelverschiebung des Schultergelenkes in jede gewählte Position und über einen großen klinisch nützlichen Bereich herbeizuführen. Es ist wünschenswert, daß eine solche Orthese tragbar sein sollte, wenn man ambulant ist, aber auch leicht tolerierbar ist, wenn man auf dem Bett sitzt oder liegt. Es sind diese Bedürfnisse, auf die die vorliegende Erfindung gerichtet ist.
  • STAND DER TECHNIK
  • Die einfachsten Orthesen, die eine Immobilisierung der Schulter herbeiführen, fallen in zwei Kategorien. Abduktionskissen bewirken, wie es der Name impliziert, eine Abduktion in einer mehr oder weniger fixierten Position, und ein Beispiels dieses Typs, wenn auch nicht die einfachste Ausführung, ist in der US 4,896,660 von Scott offenbart. Orthesen dieser Art sind sperrig und können für den Patienten störend sein, insbesondere an beengten Plätzen wie Eingängen. Eine Abduktion ist jedoch nicht immer erforderlich, und einfache Schulterimmobilisierungsvorrichtungen, die eine Baumwoll- oder Segeltuchschlinge für den Unterarm und den Ellbogen zusammen mit geeigneten Gurten aufweisen, werden häufig in relativ einfachen Situationen verwendet. Beispiele dieses Typs, wenngleich wiederum nicht die einfachsten, beeinhalten die US 4,878,490 von Scott sowie Elemente der US 4,480,637 von Florek.
  • Eine komplexere Klasse von Schulterorthesen könnte mit "Pylon"-Typ bezeichnet werden. Diese Klasse ist mit einem um die Taille getragenen Teil ausgestattet, an dem ein allgemein nach oben gerichteter Stab oder Pylon montiert ist. Ein Hängegurtwerk wird an der contra-lateralen Schulter getragen, und eine Vorrichtung ist in der Axilla angeordnet, um Abstütz- und Positioniermittel für das Schultergelenk bereitzustellen. Die zusätzliche Vorrichtung stellt manchmal auch Mittel für eine Kontrolle einer oder mehrerer Bewegungen der Schulter über einen wählbaren Bereich bereit. Das früheste Beispiels dieses allgemeinen Typs, das wir fanden, wurde 1920 in der US 1,340,630 von Maddox offenbart, und weitere Beispiele und Varianten beinhalten die US 4,180,870 von Raduiovic et al., die US 4,241,731 von Pauley, die US 4,373,517 von Criscuolo, die US 4,417,569 von Brudny sowie die US 5,360,391 von Johnson. Der Gebrauch eines Pylons nahe des Rumpfes und einer zusätzliche Vorrichtung sieht man auch manchmal bei Geräten für eine kontinuierliche, passive Bewegung der Schulter, wie in der US 4,651,719 von Funk und Yates.
  • Den Urhebern der vorliegenden Erfindung wurden schon Patente (US 5,033,461, EPO 0 404 362 und US 5,046,490) für verschiedene Vorrichtungen zum Verbinden und zur Herbeiführung einer Bewegungskontrolle an der Schulter erteilt. Die darin beschriebenen Vorrichtungen wurden kommerziell in einer Schulterorthese eingesetzt, um auf kontinuierlich veränderliche Weise die Bewegung innerhalb des eingeschlossenen Winkels zwischen dem Arm und dem Rumpf zu kontrollieren. Die Vorrichtung wird von Protectair Limited, Abingdon, England, hergestellt und unter dem Namen Masterhinge® Shoulder Brace vertrieben. Die grobe Morphologie entspricht der allgemeinen Beschreibung einer Orthese vom "Pylon"-Typ, wie er weiter oben dargelegt wurde.
  • Andere Orthesen dieses allgemeinen Typs schließen zwei Schulterpositioniervorrichtungen ein, hergestellt von United States Manufacturing Company, Pasadena, Californien, USA. Die Produkte sind im Handel unter SAS I® und SAS 11® geläufig. Sie bieten eine Positionierung, jedoch keine Kontrolle in einem Bewegungsbereich bei der Abduktion und der Adduktion.
  • Eine andere Schulterorthese dieses Typs wird von Donjoy Inc., Carlsbad, Californien, USA, hergestellt und unter dem Handelsnamen Quadrant® vertrieben. Diese Orthese bietet eine Justierung der Position der Schulter bei der Abduktion, sorgt aber nicht für eine kontrollierte Bewegung bei der Abduktion. Es ist bekannt, daß eine Orthese vom "Pylon"-Typ von der Hug GmbH, Deutschland, in den späten 1980er Jahren angeboten und als ein Gummikompressionselement in der Axilla verwendet wurde. Eine gewisse Abduktionsbewegung scheint möglich gewesen zu sein, aber soweit bekannt ist, nicht über einen kontrollierten Bereich.
  • Das früheste, uns bekannte im Handel erhältliche Produkt des "Pylon"-Typs war eine Orthese, von der angenommen wird, daß sie von Durr-Fillauer Incorporated of Chattanooga, Termessee, USA, hergestellt und möglicherweise als Toronto-Schulterorthese bezeichnet wurde. Diese bot ausgewählte, feste Schulterpositionen bei der Abduktion sowie eine freie Bewegung oder eine feste Position bei der Beugung.
  • Eine andere Klasse von Orthesen zur Immobilisierung der Schulter könnte als "Non-Pylon"-Typ bezeichnet werden. Teile dieser Klasse haben im allgemeinen ein an der Taille getragenes Teil, jedoch keinen Pylon und keine zusätzliche Vorrichtung. Dies ist die allgemeine Klasse, zu der die vorliegende Erfindung gehört.
  • Ein Beispiel wird von der United States Manufacturing Company of Pasadena, Californien, USA, hergestellt und unter dem Handelsnamen Gunslinger® vertrieben. Diese Orthese bietet keine Abduktionspositionierung, wohingegen eine Variante, als Guslinger II® bezeichnet, einen Abstützschenkel verwendet, mit dessen Hilfe eine Abduktion von 45º erreicht werden kann. Diese letztgenannte Orthese scheint jedoch ausschließlich für eine Abduktion empfohlen zu sein. Beide Versionen machen Gebrauch von Schraubklemmen, die von Hand angezogen werden und die ein beträchtliches Anziehmoment und somit eine beträchtliche Kraft erfordern, um eine Stabilität der Justierung zu erreichen. Es gibt zwei Justierungen, die eine Drehung der Schulter zu erlauben oder zu beeinflussen scheinen. Eine Justierung verwendet eine einzelne, von Hand angezogene Schraube, die eine Kneifklemme an einem Zapfen mit kreisförmigem Querschnitt betätigt. Die Klemme könnte dazu neigen, zu wenig festzuspannen, was zu Unstabilitäten an der kreisförmigen Befestigung führen könnte. Dies wäre bei einem Schultergelenk unerwünscht, das vor kurzem operiert wurde. Die andere Justierung umfaßt eine im wesentlichen kreisförmige Scheibe, die entlang konzentrischer, geschlitzter Wege, nahe an ihrem Umfang bewegt werden kann und die manuell durch Anziehen zweier Schraubklemmen gesichert wird. Der Zapfen der Justierung, auf die zuerst Bezug genommen wurde, ist auf der kreisförmigen Scheibe, in der Nähe ihrer Kante, dicht bei dem, was praktisch deren oberer Pol ist, befestigt. Es scheint daher unvermeidlich, daß jede Justierung entlang des kreisförmigen Weges, der die Scheibe folgen muß, eine veränderliche Verschiebung jener Teile der Vorrichtung hervorrufen wird, die den Unterarm abstützen. Dies sorgt dafür, daß die Position des Schultergelenks gleichzeitig bezüglich sowohl einer vertikalen als auch entweder einer vorderen oder hinteren Komponente verändert wird. Es ist schwierig, diese kombinierte Justierung in Beziehung zur Anatomie der Strukturen, die vermutlich behandelt werden, und zu irgendeiner direkten physiologischen Anforderung zu bringen.
  • In der US 5,385,536 von Burkhead, McConnell und McConnell ist eine weitere "Nicht-Pylon"-Vorrichtung offenbart, die eine Abstützschenkel-Vorrichtung aufweist. Diese hat ein Taille-Band (als Sattel bezeichnet), das mit Gurten an der Taille befestigt und mit einem contra-lateralen Schultergurt stabilisiert ist. Der Sattel ist mit einem diskontinuierlichen, vertikalen Montagegestell für eine Positionierstange versehen. Die Positionierstange wird dazu verwendet, die Anhebung des Arms mit Grob- und Feinlängenjustierung zu verändern und weist an dem oberen und dem unteren Ende ein Universalgelenk auf. Ein Ellenbogengelenk mit nur einer Achse weist Arme auf, die mit einem Stift gesperrt werden können, und Mittel sind bereitgestellt, um sowohl den Ober- als auch den Unterarm zu halten. Mittel zum Halten und Stützen der Hand und des Handgelenks werden nicht offenbart. Eine Groblängenjustierung der Positionierstange, die innere und äußere Teleskopelemente aufweist, ist diskontinuierlich und wird mit Hilfe eines Sperrstiftes bewirkt, der beide Elemente durchquert. Das untere Kugelgelenk ist durch eine Druckmutter blockiert, und die Blockierung des oberen Kugelgelenks erfolgt durch Druck, indem zwei Elemente eines Lagergehäuses mit einer weiteren Mutter über ein Gewinde gegen die Kugel gepreßt werden.
  • Kugelgelenke als Mittel zur Positionierung eines Gelenks sind im Bereich der Orthotik berüchtigt, da sie dazu neigen, instabil zu sein und die Position zu verlieren. Dies ist insbesondere dort der Fall, wo enge, kreisförmige Kontaktlinien zwischen der Kugel und den Sperrmitteln verwendet werden, wie es bei dem unteren Kugelgelenk der von Burkhead verwendeten Vorrichtung der Fall ist. Auf diesem Gebiet werden Kugelgelenke normalerweise für Situationen gewählt, wo es weder notwendig noch wünschenswert ist, die Bewegung in einer bestimmten Position zu sperren oder zu blockieren. Wo sie gewählt und gesperrt werden müssen, wird normalerweise eine im wesentlichen geschlossene Konstruktion gewählt, was jedoch den Einsatzwinkelbereich der Vorrichtung begrenzen kann, weil sich ein großer Bereich der Kugel innerhalb eines Gehäuses befindet. In diesem Fall besteht ganz klar die Notwendigkeit, einen großen, justierbaren Winkelbereich zu erreichen. Daß die Stabilität ebenfalls als wichtig erkannt wurde, könnte erklären, warum relativ massive Feststellmuttern in der bevorzugten Ausführungsform dargestellt sind - viel größer quer über Ebenen als der Durchmesser des Kugelgelenks. Es besteht die Gefahr, daß diese zu stark angezogen werden, mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, daß die Einzelteile beschädigt oder übermäßig abgenutzt werden. Eine zusätzliche Einschränkung der Burkhead-Vorrichtung besteht darin, daß die Positionierbaugruppe eine beträchtliche Minimallänge erfordert, um bei einem Großteil der Patienten eine nennenswerte Anhebung des Armes zu erreichen. Dies muß notwendigerweise den Umfang begrenzen, innerhalb dem der Arm bei adduzierter Schulter nahe an den Körper gebracht werden kann. Es macht auch teilweise einen Zweck eines vertikalen Positioniergestells am Sattel zunichte, der vermutlich darin besteht, es an die unterschiedliche Länge des Oberarmknochens anzupassen. Schließlich scheint die Bewegung des Unterarms in skandente oder abhängige Positionen, wie bei der oben beschriebenen Gunslinger®-Vorrichtung, einer kombinierten Justierung der Position des Schultergelenks zu bedürfen, in diesem Fall aufgrund des oberen Kugelgelenks, das durch ein als Arm bezeichnetes Element von der Position des Ellbogengelenks entfernt ist.
  • Die US 3,952,733 von Williams offenbart eine Armstütze, die in einigen Punkten ein Hybrid der Orthesen vom "Pylon"-Typ und der vom "Nicht-Pylon"- Typ zu sein scheint.
  • Betrachtet man weitere Typen von Vorrichtungen auf diesem Gebiet, so ist in der US 5,000,168 von Lipton eine tragbare Gliedmaßenstützvorrichtung offenbart, die zwei oder mehrere teleskopische, diskontinuierlich justierbare Positionierbaugruppen verwendet, wobei deren obere und untere Enden an anderen Elementen mit Hilfe von Bügelgelenken schwenkbar befestigt sind. Die Stabilität an der Taille würde begrenzt zu sein scheinen, und es gibt keine offenkundigen Mittel für eine mediale und laterale Justierung.
  • Eine in der US 4,807,609 von Meals offenbarte Stütze für Hand und Unterarm scheint eine Drehung des Unterarms zu ermöglichen, die durchaus eine Drehung der Schulter zuläßt, jedoch werden keine Mittel zum Heben des Arms offenbart, und die Verwendung einer Stütze wie etwa ein Tisch ist zu diesem Zweck erforderlich.
  • In der US 5,231,998 ist eine Orthese zur Dämpfung von Gliedmaßentremoren offenbart, die bei einem sitzenden Patienten funktionelle Betätigungen des Arms über einen Bewegungsbereich ermöglicht. Die Vorrichtung erfordert eine Stütze, wie etwa einen Rollstuhl, und Mittel zur Befestigung am Körper sind nicht offenbart. Dieses Patent zielt insbesondere auf Sensor- und Bremsmittel für eine Orthese mit mehreren Freiheitsgraden und wird als von allgemeinem Interesse für diejenigen erwähnt, die aktiv auf dem Gebiet der Orthotik der oberen Gliedmaßen tätig sind.
  • Schließlich offenbart die EP 0 597 623 ein justierbares Schulterstützband, das der Stabilisierung und Immobilisierung der Schulter nach einer Verletzung oder einem chirurgischen Trauma des weichen Schultergewebes dient. Das Schulterstützband kann an dem Arm und dem Torso angebracht werden, um die Schulter zu isolieren, und ist über die Abduktions-, Beugungs- und Drehbewegungsbereiche der Schulter vollständig justierbar, um eine Fixierung der Schulter in nahezu jeder rehabilitierenden Position zu ermöglichen. Der Verband ist aus einer Reihe von starren Halteelementen aufgebaut, die an dem Körper des Patienten befestigt sind, und mehrere wahlweise drehbare und feststellbare Gelenke verbinden die Halteelemente justierbar miteinander. Der kombinierte Effekt der Gelenke simuliert den gesamten Bewegungsbereich der Schulter.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Orthese für den menschlichen Arm bereit, mit Haltemitteln zur Befestigung an dem menschlichen Körper und versehen mit Mitteln, die ein senkrecht verstellbares Gestell bilden, und einem gewinkelten Element, das an den Mitteln, die ein senkrecht verstellbares Gestell bilden, durch Mittel befestigt ist, die es ermöglichen, das Element auf einer gewünschten Höhe an dem senkrecht verstellbaren Gestell zu befestigen, wobei das gewinkelte Element einen seitlich angeordneten und von vorn nach hinten gerichteten Abschnitt aufweist, der mit einer Armstützbaugruppe ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das senkrecht verstellbare Gestell zwei geschlitzte Teile aufweist, die an dem Haltemittel befestigt sind; und
  • daß der von vorn nach hinten gerichtete Abschnitt des gewinkelten Teils an einem der geschlitzten Teile befestigt ist und ein Ende eines zur Körpermitte hin gerichteten Abschnitts des gewinkelten Teils an dem anderen der geschlitzten Teile befestigt ist.
  • Die neue Anordnung zwischen einem senkrecht verstellbaren Gestell, einem schwenkbaren Schlitten und einer Unterarmstützbaugruppe führt zu einem sehr großen Winkelbereich von Positionen für das Schultergelenk in mehreren Ebenen, indem sie einen großen und kontinuierlich veränderlichen, linearen Justierbereich für den Arm bietet. Zusätzlich und optional sorgt die Orthese gemäß der vorliegenden Erfindung für eine kontrollierte Bewegung des Unterarms über einen wählbaren Bereich. Die Orthese gemäß der vorliegenden Erfindung ist leicht und sieht insbesondere eine leichtere Justierung und eine bessere Stabilität bei einem ambulanten Patienten vor und kann auch beim Sitzen oder Liegen getragen werden.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Befestigungsmittel ein Taille-Band, ein Gurtwerk, einen Gürtel, eine Schnalle, einen Riemen sowie Auskleidungsmittel auf, um es an dem menschlichen Körper auf stabile, sichere und bequeme Weise zu befestigen. Das senkrecht verstellbare Gestell, das neben anderen funktionellen Elementen der Orthese an dem Taille-Band befestigt ist, weist die Form von zwei ähnlichen, geschlitzten Metallgliedern auf, die im wesentlichen parallel und vertikal ausgerichtet sind, zusammen mit einem dritten Metallglied in Form eines asymmetrischen, gewinkelten Trägers. Der gewinkelte Träger, der einen geschlitzten, seitlich angeordneten und von vorn nach hinten gerichteten Abschnitt aufweist, dient der Aufnahme justierbarer Befestigungsmittel, um ihn justierbar, in im wesentlichen horizontal angeordneter Weise an jedem der vertikalen Glieder zu befestigen. Justierbare Befestigungsmittel sind günstigerweise aber nicht notwendigerweise hebelbetätigte, voreingestellte, schnelllösbare, exzentrischen Klemmen, die nicht lösbar mit Hilfe von Bolzenmitteln befestigt sind. Durch Lösen der Klemmen kann der gewinkelte Träger auf kontinuierlich veränderliche Weise an jede Position innerhalb des Schlitzes des vertikalen Gliedes bewegt werden, worauf die Klemmen wieder festgespannt werden. Andere Elemente der Orthese und ein in ihr angeordneter Armhalter kann somit an einer gewählten Position in der vertikalen Ebene angeordnet werden.
  • In der bevorzugten Ausführungsform weist der Schwenkschlitten eine insgesamt vertikal angeordnete Schwenkplatte und eine seitliche Schlittenstütze auf. Der Schwenkschlitten ist mittig, schwenkbar und nicht lösbar an dem Schlitz des gewinkelten Trägers des senkrecht verstellbaren Gestells mit Hilfe eines Drehbolzens befestigt. Die Schwenkplatte ist mit einem bogenförmigen Schlitz versehen.
  • Bolzenmittel, die innerhalb des bogenförmigen Schlitzes sowie innerhalb des Schlitzes in dem gewinkelten Träger angeordnet sind, stehen nicht lösbar und über ein Gewinde mit justierbaren Befestigungsmitteln, ähnlich wie jene, die bei dem senkrecht verstellbaren Gestell verwendet werden, in Eingriff und befestigen somit dieses an dem Schwenkschlitten. Zwischen der Schwenkplatte und dem gewinkelten Träger angeordnete Abstandsmittel verhindern die gegenseitige Behinderung zwischen Elementen von lösbaren Befestigungsmitteln und anderen Teilen der Vorrichtung. Die Elemente des Schwenkschlittens wirken mit dem senkrecht verstellbaren Gestell zusammen, um schwenkbare und antero-posteriore Justiermittel für eine Unterarmstützbaugruppe zu schaffen, die auf die seitliche Schlittenstütze montiert sind. Durch Lockern von lösbaren Befestigungsmitteln kann der Schwenkschlitten und die Unterarmstützbaugruppe auf kontinuierlich veränderliche Weise an jedem beliebigen Punkt entlang des Schlitzes des gewinkelten Trägers des senkrecht verstellbaren Gestells angeordnet werden. Diese Elemente können auch schwenkend, auf kontinuierlich veränderliche Weise, um die Achse des Drehbolzens bewegt werden, um mehrere skandente und abhängige Positionen für einen menschlichen Unterarm bereitzustellen.
  • Eine Unterarmstützbaugruppe ist vorgesehen, die ein geschlitztes, metallenes, verschiebbares Stützglied aufweist, auf das eine ausgekleidete Unterarm- Halteschale montiert ist und an dem eine Handstützbaugruppe befestigt ist. Um den Unterarm festzulegen, sind Riemen um die Unterarmschale geführt. Das verschiebbare Stützglied ist nicht lösbar an der seitlichen Schlittenstütze des Schwenkschlittens mit Hilfe von Bolzenmitteln und justierbaren Befestigungsmitteln befestigt. Bolzenmittel greifen unter Bildung eines engen Kontakts in den Schlitz des verschiebbaren Stützgliedes und, ohne einen engen engen Kontakt zu bilden, in die Schlitze der seitlichen Schlittenstütze. Die Schlitze, die justierbaren Befestigungsmittel sowie die Bolzenmittel wirken zusammen, um einen großen und kontinuierlich veränderlichen Bereich gleitend feststellbarer Justierung für die Unterarmstützbaugruppe der Orthese zu schaffen. Diese Anordnung, in Verbindung mit dem senkrecht verstellbaren Gestell, erlaubt es, das Schultergelenk um 45º zu abduzieren oder vollständig zu adduzieren. Zusätzlich sind Justierungen für den Arm nach vorn, nach hinten, nach innen geschwenkt und nach außen geschwenkt über einen großen, linearen Bereich möglich. Eine Handstützbaugruppe ist justierbar, gleitend verstellbar und nicht lösbar mit Bolzenmitteln und justierbaren Befestigungsmitteln an dem verschiebbaren Stützglied befestigt. Die Handstützbaugruppe weist ein geschlitztes metallenes Handstützglied sowie eine Handstütze, wie etwa eine Kugel geeigneter Größe auf. Die Handstützbaugruppe liefert in Verbindung mit anderen Elementen der Unterarmstützbaugruppe gleitend verstell- und justierbare und feststellbare Mittel zur komfortablen Positionierung einer Hand und eines Handgelenks in der Orthese.
  • Eine zusätzliche, optionale Bereitstellung von justierbaren Anschlagstoppmitteln in dem bogenförmigen Schlitz oberhalb und unterhalb von justierbaren Befestigungsmitteln erlaubt eine kontrollierte Bewegung der Schwenkplatte und somit für einen Unterarm, der in einer Unterarmstützbaugruppe festgelegt ist.
  • Innerhalb der bevorzugten Ausführungsform, wirken die mechanischen und geometrischen Beziehungen zwischen den Einzelteilen eines senkrecht verstellbaren Gestells, eines Schwenkschlittens und einer Unterarmbaugruppe, insbesondere die Schlitze darin, mit der Bereitstellung von justierbaren Befestigungsmitteln zusammen, um eine kontinuierlich veränderliche, stabile Positionierung eines menschlichen Schultergelenks bei einer Beugung, einer Streckung, einer internen und externen Drehung, einer Abduktion und einer Adduktion sowie Kombinationen davon zu ermöglichen. All dies kann über einen großen Winkelbereich und auf einfache Weise erreicht werden. Darüber hinaus sind die Einzelteile so bemessen, daß eine gegenseitige Justierung zwischen ihnen hinreichend ist, um eine sehr große Breite von Patientengrößen und -formen mit einer einzigen Orthese für einen rechten Arm und eine rechte Schulter sowie eine einzige Orthese für einen linken Arm und eine linke Schulter einzuschließen.
  • Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß das Schultergelenk exakt in einem breiteren und größeren Bereich von Winkelpositionen, einschließlich bei einer Beugung, einer Streckung, einer internen und externen Drehung, einer Abduktion und einer Adduktion sowie sinnvoller Kombinationen davon, positioniert werden kann als dies bei Orthesen nach dem Stand der Technik der Fall ist.
  • Weiterhin kann der Arm über einen längeren linearen Bereich und Winkelbereich exakt positioniert werden als bei Orthesen nach dem Stand der Technik,. Auch kann der Arm, das Ellbogengelenk und das Schultergelenk stabiler positioniert werden als bei den Orthesen nach dem Stand der Technik. Die justierbaren Elemente können gelöst, justiert und leicht neu befestigt werden, ohne dabei große Kräfte aufbringen zu müssen.
  • Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile werden aus der Beschreibung sowie aus den Zeichnungen ersichtlich.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Um die vorliegende Erfindung leichter zu verstehen, wird im folgenden auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, in denen:
  • - Fig. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung von links einer Schulter- und Armorthese gemäß der vorliegenden Erfindung ist, die die Beziehung zwischen den verschiedenen mechanischen Einzelteilen zeigt, jedoch ohne das Gurtwerk, die Gürtel, die Schnallen, die Gurte und die Auskleidung.
  • - Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von links der Schulter- und Armorthese von Fig. 1 in zusammengebautem Zustand ist.
  • - Fig. 3 eine perspektivische Ansicht von links der vollständigen Schulter- und Armorthese gemäß der vorliegenden Erfindung ist, angelegt an einem menschlichen Patienten.
  • - Fig. 4 ein Schnitt von vorn entlang der medio-lateralen Axiallinie A-A ist, durch einen Schwenkschlitten, ein Abstandsstück und einen gewinkelten Träger gemäß der vorliegenden Erfindung einer Schlittenstütze.
  • - Fig. 5 eine perspektivische Explosionsansicht einer hebelbetätigten, schnell-lösbaren, exzentrischen Klemme eines in der vorliegenden Erfindung bevorzugten Typs ist, zusammen mit entsprechenden zusammenwirkenden Teilen.
  • - Fig. 6a und 6b Teilschnitte der zusammengebauten Klemme und der zusammenwirkenden Teile der Fig. 5 sind, gezeigt in der offenen (gelösten) bzw. geschlossenen (festgezogenen oder befestigten) Position.
  • - Fig. 7 eine perspektivische Explosionsansicht von links einer alternativen Ausführungsform der Schulter- und Armorthese gemäß der vorliegenden Erfindung ist, wobei das Gurtwerk, die Gürtel, die Schnallen, die Gurte und die Auskleidung nicht gezeigt sind.
  • - Fig. 8 eine perspektivische Ansicht von links einer alternativen Ausführungsform der Schulter- und Armorthese von Fig. 6 in zusammengebautem Zustand ist.
  • - Fig. 9a und 9b perspektivische Ansichten von links zweier alternativen Ausführungsformen sind, um optional eine kontrollierte Bewegung des Unterarms zu erreichen.
  • BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG Die erste bevorzugte Ausführungsform
  • Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Fig. 1-6b und zunächst insbesondere mit Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4, ist eine verbesserte Schulter- und Armpositionierorthese 10 gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt, die nicht die Einbeziehung des oberen Rumpfes und der Axilla erfordert und die auf neue Weise die Position des Arms und des Schultergelenks in mehreren Ebenen kontrolliert. Die in den Zeichnungen dargestellte spezielle Orthese 10 ist für die linke Schulter vorgesehen, und eine erfindungsgemäße Orthese für die rechte Schulter wird Teile aufweisen, die seitenverkehrt oder spiegelbildlich zu denen aufgebaut sind, die für die Version der linken Schulter gezeigt sind.
  • Gemäß der Erfindung ist in Fig. 1 eine Orthese 10 zur Immobilisierung des menschlichen Schultergelenks und Arms in ausgesuchten, relativen Positionen gezeigt, die ein halbsteifes und flexibles Taille-Band 12 aufweist, das vorzugsweise aus Kunststoff wie Polyethylen oder Polypropylen hergestellt ist. Mit Bezug auf Fig. 3 ist gezeigt, daß das Taille-Band 12 mit geeigneten Befestigungs- und Auskleidungsmitteln zur Befestigung an der Taille und der contra-lateralen Schulter versehen ist, die weiter unten beschrieben sind. Das Taille-Band 12 weist einen großen Oberflächenbereich auf, um Befestigungs- und Lastverteilungsmittel für die Orthese 10 bereitzustellen. Eine schwere Belastung über einen ausgedehnten Bereich beseitigt eine Punktlast, was wiederum die Toleranz des Patienten erhöht. Das Taille-Band 12 weist Streifen aus selbstklebenden, schmalen Klettgewebe 14, 16 und 18 auf, die an seiner inneren Oberfläche angebracht sind.
  • Ein senkrecht verstellbares Montagemittel 20 zum Halten anderer funktioneller Teile der Orthese 10 an dem Taille-Band 12 umfaßt hauptsächlich drei Metallglieder. Diese Glieder und alle größeren metallenen Einzelteile der Orthese 10 sind aus Gründen der Leichtigkeit und Festigkeit vorzugsweise aus Aluminium hergestellt. Das erste und das zweite Glied 22 und 24 sind ähnlich und an dem Taille-Band 12 und von diesem beabstandet, im wesentlichen parallel und vertikal ausgerichtet angeordnet, eines seitlich und das andere eher vorn. Die vertikalen Glieder 22 und 24 haben jeweils ein oberes und ein unteres glattes Loch 26, 20 bzw. 30, 32, zur Befestigung an dem Taille-Band 12 mit Hilfe von Schrauben 34, 36 und 38, 40 sowie Buchsen mit Innengewinde (von denen zwei, 42 und 44, in Fig. 1 zu sehen sind). Die Buchsen werden durch entsprechende Löcher 46, 48 und 50, 52 in dem Taille-Band 12 aufgenommen. Jedes der vertikalen Glieder 22 und 24 hat einen Schlitz 54 bzw. 56, der mittig angeordnet ist und sich über den größeren Teil seiner Länge erstreckt. Das dritte Glied hat die Form eines asymmetrischen, gewinkelten Trägers 58. Ein nach vorn und zur Körpermitte gerichteter Abschnitt 60 des gewinkelten Trägers 58 ist kürzer und hat einen Endabschnitt 62, der nach außen erweitert oder von vorn nach hinten von der allgemeinen Linie weggebogen ist. Der Endabschnitt 62 weist in der Nähe seines freien Endes ein glattes Loch 64 auf. Ein seitlich angeordneter und von vorn nach hinten gerichteter Abschnitt 66 ist länger und erstreckt sich nach hinten deutlich über die seitliche Mittellinie hinaus. Der seitliche Abschnitt 66 weist einen mittigen Schlitz 68 auf, der sich entlang des größeren Teils seiner Länge erstreckt, und ist außerdem mit einem kurzen Fortsatz 70 an seinem unteren Rand, in der Nähe seines Mittelpunktes, versehen, der ein glattes Loch 72 aufweist. Bolzen 74 und 76 sind unter Bildung eines engen Kontakts und ohne Gewinde durch die glatten Löcher 64 und 72 in dem gewinkelten Träger 58 aufgenommen und sind über ein Gewinde mit den hebelbetätigten, voreingestellten, schnell-lösbaren, exzentrischen Klemmen 78 und 80 in Eingriff. Glatte Abschnitte 82 und 84 der Bolzen 74 und 76 sind ebenfalls unter Bildung eines engen Kontakts und gleitend mit den Schlitzen 54 und 56 der vertikalen Glieder 22 und 24 in Eingriff. Wenn die Klemmen 78 und 80 sicher geschlossen sind, liegen sie an dem gewinkelten Träger 58 an. Die Klemmen 78 und 80 und die Bolzen 74 und 76 wirken zusammen, um den gewinkelten Träger 58 auf gegenseitige und gleitend justierbare Weise an den vertikalen Gliedern 22 und 24 zu befestigen.
  • Wie mit Bezug auf die Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, ist der gewinkelte Träger 58, wenn er auf diese Weise befestigt ist, in einer im wesentlichen horizontalen Weise bezüglich eines stehenden Patienten angeordnet. Die zusammenwirkende Anordnung des gewinkelten Trägers 58, der justierbar und gleitend an den Schlitzen 54 und 56 der vertikalen Glieder 22 und 24 befestigt ist, bildet ein stabiles, senkrecht verstellbares Gestell 20, das an jeder Position innerhalb der Schlitze 54 und 56 angeordnet werden kann. Durch Lösen der Klemmen 78 und 80 können andere Elemente der Orthese 10 sowie ein in ihr gehaltener Arm auf kontinuierlich veränderliche Weise in dem Schlitz 54 und 56 nach oben oder nach unten, gleitend an eine gewählte Position in der vertikalen Ebene bewegt werden, worauf die Klemmen 78 und 80 wieder festgespannt werden. Alle in der bevorzugten Ausführungsform verwendeten Klemmen sind vom hebelbetätigten, voreingestellten, schnell-lösbaren, exzentrischen Typ und werden im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 5, 6a und 6b beschrieben.
  • Ein metallener, schwenkbarer Schlitten 86, der an dem senkrecht verstellbaren Gestell 20 montiert ist und sich seitlich von diesem erstreckt, weist einen kurzen, allgemein vertikal angeordneten Abschnitt auf, der eine Schwenkplatte 88 bildet, sowie einen längeren, seitlich angeordneten Abschnitt, der eine seitliche Schlittenstütze 90 bildet. Wie unter Bezugnahme auf Fig. 4 und weiterhin auf Fig. 1 zu sehen ist, weist die Schwenkplatte 88 eine mit einem Gewinde versehenes Loch 92 auf, dessen Achse auf der medio-lateralen Achse A-A der seitlichen Schlittenstütze 130 liegt. Ein Drehbolzen 94, der gewindelos durch ein Abstandsstück 96 und über ein Gewinde in dem Loch 92 aufgenommen ist, befestigt die Schwenkplatte 88 schwenkbar und nicht lösbar an dem gewinkelten Träger 58, wobei diese Elemente in Gleitkontakt gehalten werden. Der Eingriff zwischen dem Drehbolzen 94 und der mit einem Gewinde versehenen Loch 92 wird während des Zusammenbaus genau eingestellt, und der sparsame Gebrauch einer anaerob aushärtenden, auf Harz basierenden oder dazu vergleichbaren gewindesichernden Verbindung auf den Gewinden gewährleistet, daß die voreingestellte Kontaktstärke zwischen den zusammenwirkenden Elementen während der nachfolgenden Justierung der Schwenkplatte 88 nicht verlorengeht.
  • Wie am besten in den Fig. 1 und 2 zu sehen ist, weist die Schwenkplatte 88 einen bogenförmigen Schlitz 98 auf, der konzentrisch zu der Achse des Drehbolzens 94 ist und der sich über einen Bogen von wenigstens 180º erstreckt. Der bogenförmige Schlitz 98 nimmt einen Bolzen 100 gewindelos, eng und gleitend auf, um eine Klemme 102 über ein Gewinde zu befestigen. Befindet sich die Klemme 102 in der gesicherten Stellung, liegt sie an der Schwenkplatte 88 an. Das Abstandsstück 96, das zwischen der Schwenkplatte 88 und dem gewinkelten Träger 88 angeordnet ist, weist glatte Bohrungen 104 und 106 zur engen Aufnahme der glatten Abschnitte 108 und 110 des Drehbolzens 94 bzw. des Klemmenbefestigungsbolzens 100 auf. Das Abstandsstück 96 gewährleistet, daß die Klemme 80, die auf den Fortsatz 70 des gewinkelten Trägers 58 wirkt, betätigt werden kann, ohne dabei von anderen Teilen der Vorrichtung behindert zu werden. Die glatten Abschnitte 108 der Drehbolzen 94 und 110 des Klemmenbefestigungsbolzens 100 sind ebenfalls beide gleitend und eng in dem Schlitz 68 in dem gewinkelten Träger 58 in Eingriff.
  • Der Schwenkschlitten 86, der Drehbolzen 94, die Klemme 102 und der Klemmenbefestigungsbolzen 100 sowie das Abstandsstück 96 wirken mit dem Schlitz 68 in dem gewinkelten Träger 58 zusammen, um ein antero-posteriores und schwenkbares Justiermittel für eine Unterarmstützbaugruppe 112 (im folgenden beschrieben) bereitzustellen, die an der lateralen Schlittenstütze 90 befestigt ist. Durch Lösen der Klemme 102 können der Schwenkschlitten 86 und folglich die Unterarmstützbaugruppe 112 sowie das Abstandsstück 96 auf kontinuierlich veränderliche Weise an jeden ausgewählten Punkt entlang des Schlitzes 68 des gewinkelten Trägers 58 bewegt werden, worauf die Klammer 102 wieder gesichert wird. Zusätzlich und durch denselben Vorgang was die Klemme 102 betrifft kann der schwenkbare Schlitten 86 und die Unterarmstützbaugruppe 112 auf kontinuierlich veränderliche Weise innerhalb der sehr weiten Grenzen des bogenförmigen Schlitzes 9ß schwenkbar um die Achse des Drehbolzens 94 bewegt werden, um mehrere skandente und abhängige Positionen für den menschlichen Unterarm bereitzustellen. Durch diese Mittel können der Ellbogen und der Unterarm an jede Position zwischen vollkommen gestreckt und vollkommen gebeugt bewegt werden, und folglich kann die Schulter in interner oder externer Drehung positioniert werden.
  • Der Ellbogen ist ein Kugel-Scharnier-Gelenk, und die vorliegende Erfindung stellt neue Mittel bereit, so daß die natürliche Beugungs- und Streckungsachse des Ellbogens im wesentlichen mit der Drehachse des Schwenkschlittens 86 zur Deckung kommt. Dies vermeidet die gleichzeitige Justierung der Position des Schultergelenks, wenn die Position des Ellbogens verändert wird, was bei Orthesen nach dem Stand der Technik der Fall ist, die eine Justierung für die Ellbogenbeugung und -streckung verwenden, die einen Abstand von der anatomischen Achse des Ellbogens entfernt ist.
  • Die seitliche Schlittenstütze 90 weist zwei, im wesentlichen parallele, weit voneinander beabstandete Schlitze 114 und 116 auf, die entlang des größten Teils ihrer Länge erstrecken und equidistant zur Mittellinie angeordnet sind. Die Unterarmstützbaugruppe 112 umfaßt ein metallenes verschiebbares Stützglied 118, eine Unterarmhalteschale 120 und eine Handstützbaugruppe 122. Das verschiebbare Stützglied 118 weist einen Schlitz 124 auf, der mittig entlang des größeren Teils seiner Länge angeordnet ist. Die Unterarmhalteschale 120 ist aus Kunststoff hergestellt und mittig, entlang ihrer konkaven, oberen Oberfläche mit einem selbstklebenden Streifen eines schmalen Klettgewebes 126 versehen. Das verschiebbare Stützglied 118 weist überdies ein Paar von mit einem Gewinde versehenen Löchern 128, 130 bzw. 132, 134 an jedem Ende auf. Die Unterarmhalteschale 120 weist die entsprechenden Löcher 136, 138 und 140, 142 auf (die letzte davon ist in Fig. 1 als verdecktes Detail dargestellt), die vorzugsweise versenkt sind. Abstandsbuchsen 144, 146 und 148, 150 halten die Unterannlialteschale 120 von dem verschiebbaren Stützglied 118 beabstandet, und die Senkschrauben 152, 154 und 156, 158 befestigen diese Elemente nicht lösbar miteinander. Die Schrauben 152, 164 und 156, 158 durchqueren ohne Gewindeeingriff die Löcher 136, 138 und 140, 142 und die Abstandsbuchsen 144, 146 und 148, 150 und sind über ein Gewinde in den Löchern 128, 130 und 132, 134 aufgenommen.
  • Der Längsschlitz 124 in dem verschiebbaren Stützglied 118 und die Schlitze 114 und 116 des seitlichen Stützschlittens 90 nehmen die Bolzen 160 und 162 ohne Gewindeeingriff auf. Die Bolzen 160 und 162 sind außerdem über ein Gewinde und nicht lösbar mit den Klemmen 164 bzw. 166 in Eingriff, um das verschiebbare Stützglied 118 und die seitliche Schlittenstütze 90 zusammen in einer gleitfähigen Beziehung zu befestigen. Während die glatten Abschnitte 168 und 170 der Klemmbolzen 160 und 162 eng und gleitend in den Schlitz 124 des verschiebbaren Stützgliedes 118 eingreifen, ist ihr Eingriff in die Schlitze 114 und 116 gleitend und nicht eng. Wenn die Klemmen 164 und 166 festgespannt werden, liegen ihre jeweiligen Seiten 172 und 174 an der Unterseite der seitlichen Schlittenstütze 90 an und klemmen sie an der Unterarmstützbaugruppe 112 fest.
  • Die Schlitze 114 und 116 der seitlichen Schlittenstütze 90, der Schlitz 124 des verschiebbaren Stützgliedes 118, die Klemmbolzen 160 und 162 sowie die Klemmen 164 und 166 wirken zusammen, um einen weiten Bereich einer gleitfähigen und feststellbaren Justierung für die Unterarmstützbaugruppe 112 bereitzustellen. Wie am besten unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 zu verstehen ist, kann das verschiebbare Stützglied 118 und somit ein in der Unterarmhalteschale 120 gehaltener Arm auf kontinuierlich veränderliche Weise über die Länge der Schlitze 114 und 116 zu dem Körper hin oder von ihm weg bewegt werden, wenn die Klemmen 164 und 166 gelöst sind. Das Schultergelenk kann somit an eine erforderliche Position adduziert oder abduziert werden, in der sie sicher positioniert werden kann, indem die Klemmen 164 und 166 wieder festgespannt werden. Die Länge der Schlitze 114 und 116 und der Bereich der vertikalen Justierung des senkrecht verstellbaren Gestells 20 sind so gewählt, daß bei der großen Mehrheit der Patienten eine Abduktion von 45º leicht erreicht werden kann. Weiterhin, sind die Klemmen 164 und 166 gelöst, so kann das verschiebbare Stützglied 118 entlang der gesamten Ausdehnung seines Schlitzes 124 nach vorn oder hinten verschoben werden. Darüber hinaus kann das vordere Ende des verschiebbaren Stützgliedes 118 gleitend, über einen weiten Winkelbereich nach innen zum Körper oder entgegengesetzt geschwungen werden. Diese letzteren Bewegungen können mehr oder weniger ungeachtet dessen ausgeführt werden, wo sich das verschiebbare Stützglied 118 in bezug auf die seitliche Schlittenstütze 90 befindet.
  • Der große Bereich von Möglichkeiten zur Positionierung und ihre leichte Ausführung auf nicht bindende Weise werden mit Hilfe der nicht engen, gleitenden Beziehung zwischen den Klemmbolzen 160 und 162 und den Schlitzen 114 und 116 der seitlichen Schlittenstütze 90 und ihrer engen, gleitenden Beziehung mit den Schlitzen 124 des verschiebbaren Stützgliedes 118 erreicht.
  • Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die relativ große Abmessung des seitlichen Stützschlitzens 90 und der große Abstand seiner Schlitze 114 und 116 eine stabilere Plattform für eine Unterarmstützbaugruppe bieten als es mit den Orthesen nach dem Stand der Technik möglich ist, die kreisförmige, zapfenartige oder mit einem Kugelgelenk versehene seitliche Gestelle verwenden.
  • Eine Handstützbaugruppe 122 weist ein Handstützglied 176 und eine Handstütze 178 auf. Das Handstützglied 176 ist ähnlich in der Draufsicht, weist jedoch eine kürzere Länge auf als das verschiebbare Stützglied 118 und hat einen mittig angeordneten Längsschlitz 180. Das verschiebbaren Stützglied 118 weist zwei glatte Löcher 182 und 184 auf der Mittellinie in der Nähe seines vorderen Endes auf, distal bezüglich des Schlitzes 124. Das Loch 182 nimmt eine Schraube 186 zur Befestigung einer Klemme 180 auf. Das Loch 184 nimmt einen Haltebolzen 190 auf. Glatte Abschnitte 192 und 194 des Klemmbolzens 186 bzw. des Haltebolzens 190 sind eng durch die distalen Löcher 128 und 184 geführt und sind eng und gleitend in Eingriff in den Schlitz 180 des Handstützgliedes 176. Der Klemmbolzen 186 und der Haltebolzen 190 sind mit einem Gewinde und nicht lösbar in Eingriff mit der Klemme 188 bzw. einer Feststellmutter 196 ein, um das verschiebbare Stützglied 110 an dem Handstützglied 176 zu befestigen. Das Ausmaß des Eingriffs zwischen dem Haltebolzen 190 und der Feststellmutter 196 wird während des Zusammenbaus in gleicher Weise und mit der gleichen Zielstellung kontrolliert, wie der zwischen dem Drehbolzen 94 und der Schwenkplatte 88.
  • Wenn die Klemme 183 festgespannt ist, liegt ihre Seite 198 an der Unterseite des Handstützgliedes 176 an, und verriegelt es gegenüber dem verschiebbaren Stützglied 118. Das Handstützglied 176 weist auf seiner Mittellinie und nahe seines distalen Randes ein glattes Loch 200 auf, das eine Schraube 202 aufnimmt, um auf seiner Oberseite eine Abstandsbuchse 204 und eine Handstütze 178 zu befestigen. Die Handstütze 178 ist vorzugsweise kugelförmig und weist geeignete Gewindemittel auf, so daß die Schraube 202 über ein Gewinde in Eingriff ist.
  • Die Handstütze 178, das Handstützglied 176, das verschiebbare Stützglied 118, die Klemme 188, der Klemmbolzen 186, der Haltebolzen 190 und die Mutter 196 wirken zusammen, um kontinuierlich veränderliche, gleitbare Justiermittel zur komfortablen Positionierung der Hand und des Handgelenks bereitzustellen.
  • Wendet man sich jetzt den Fig. 5, 6a und 6b zu, kann der Aufbau der Klemmen 78, 80, 102, 164, 166 und 188 und ihre Beziehung zu den jeweiligen Befestigungsbolzen 74, 76, 100, 160, 162 und 186 allgemein dargestellt werden.
  • Eine hebelbetätigte, voreingestellte, schnell-lösbare, exzentrische Klemme 206 ist aus Metall hergestellt und über ein Gewinde und nicht lösbar mit einem Bolzen 208 in Eingriff. Die Klemme 206 und der Bolzen 208 wirken zusammen, um zusammen ein erstes und ein zweites Glied 210, 212 zu befestigen, die in einer im wesentlichen parallelen Weise zwischen ihnen angeordnet sind. Die Klemme 206 umfaßt ein Bedienelement 214, das mit einem Stift 218 an einem Betätigungselement 216 befestigt ist und gegen eine Druckscheibe 220 wirkt. Das Bedienelement 214 weist Nockenabschnitte 222 und 224 und einen Hebelabschnitt 226 auf. Die Nockenabschnitte 222 und 224 sind so angeordnet, daß sie ein Joch 228 zur Aufnahme des Betätigungselements 216 bilden, das rechtwinklig in Draufsicht ist. Die Nockenabschnitte 222 und 224 sind mit quer angeordneten Durchgangslöchern 230 und 232 versehen. Der Stift 218 sitzt mit einer festen Preßpassung in den Löchern 230 und 232 und mit einer leichten Gleitpassung durch ein quer liegendes, glattes erstes Loch 234 in dem Betätigungselement 216. Das Betätigungselement 216 weist ein blindes, mit einem Gewinde versehenes, zweites Loch 236 in seiner Grundfläche auf, um die Schraube 208 über ein Gewinde aufzunehmen. Die Druckscheibe 220, die vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff gegossen ist, weist die Form einer Scheibe auf, mit einer rechtwinkligen Durchgangsöffnung 238 für das gleitende Eingreifen des Betätigungsgliedes 216. Die Druckscheibe 220 ist zudem mit einer Ausnehmung 240 auf seiner oberen Oberfläche versehen (siehe die verdeckten Details in Fig. 5). Die Ausnehmung 240 hat ein bogenförmiges Profil und liegt entlang eines Durchmessers, der im wesentlichen parallel zu den kurzen Seiten der Öffnung 238 ist.
  • Im zusammengebauten Zustand sind die gemeinsamen Profile der Nockenabschnitte 222 und 224 des Bedienelementes 214, mit 242 bzw. 242a bezeichnet, in der Ausnehmung 240 der Druckscheibe 220 aufgenommen. Befindet sich die Klemme 206 in dem gelösten Zustand, was der Fall ist, wenn der Hebelabschnitt 226 des Bedienelements 214 von der Druckscheibe 220 weggehoben ist (Fig. 6a), werden die Glieder 210 und 212 in leicht gleitendem Kontakt gehalten. Wird der Hebelabschnitt 226 des Bedienelements 214 zur Druckscheibe 220 bewegt (Fig. 6b), wirken die Nockenabschnitte 222 und 224 gegen die Ausnehmung 240 der Druckscheibe 220, so daß eine große Druckkraft zwischen den Gliedern 210 und 212 erzeugt wird, die ausreicht, eine Bewegung zwischen ihnen bei physiologischen Lasten zu verhindern. Die gemeinsamen Nockenprofile bei 242 und 242a sind vorzugsweise vom Exzentertyp und so geformt, daß die Preßkraft zuerst langsam zunimmt, um dem Bediener ein Element der Feinregulierung über die Entscheidung hinsichtlich der endgültigen, festgelegten Platzierung der Glieder 210 und 212 zu gestatten. Fortgesetzte Betätigung des Hebelabschnitts 226 erzeugt eine Druckkraft, die schnell bis zu einem Maximum zunimmt, bis der Exzenterbereich der Profile erreicht ist, wo sich die Klemme in einer stabilen, festgespannten Position festgelegt ist, in der der Hebelabschnitt 226 im wesentlichen parallel zu der Hauptebene der Glieder 210 und 212 ist.
  • Die Handhabung des gleitenden Kontaktes im gelösten Zustand sowie der Klemmkraft im festgespanntem oder festgelegten Zustand wird durch sorgfältige Wahl der Länge des Bolzens 208 und dem Ausmaß seines Eingreifens in das blinde, mit einem Gewinde versehene Loch 236 des Betätigungselements 216 erreicht. Das exakte Ausmaß dieses Eingreifens wird festgelegt und eingestellt während des Zusammenbaus. Der sparsame Gebrauch einer anaerob aushärtenden, auf Harz basierenden oder dazu vergleichbaren Gewinde festlegenden Verbindung an dem Gewinde des Bolzens 208 gewährleistet, daß die Stärke der Klemmkraft im festgespannten Zustand und die Stärke des gleitenden Kontaktes im gelösten Zustand zwischen den zusammenwirkenden Elementen während des nachfolgenden Gebrauchs der Klemme 206 nicht verlorengehen.
  • Kehrt man zur Fig. 3 zurück, so sieht man, daß das Taille-Band 12 mit einer weich gepolsterten Ausfütterung 244 versehen ist, die im wesentlichen dieselbe Form aufweist und etwas größer ist. Lasten, die innerhalb der Orthese 10 entstehen, werden auf das Taille-Band 12 übertragen und dann über einen ausgedehnten Bereich von weichem Gewebe um den Iliak-Kamm und das Abdomen und das obere Gesäß verteilt. Das Taille-Band 12 ist groß, um eine Punktbelastung zu verringern, und die Ausfütterung 244 erhöht weiter den Tragekomfort. Die Ausfütterung 244 ist vorzugsweise aus geschäumten, offenzelligem Kunststoff hergestellt, der innen mit einem frotteeartigen Stoff oder Gamsleder und außen mit aufgerauhtem Nylon ausgelegt ist, so daß es gut an Streifen aus selbstklebenden, schmalen Klettgewebe 14, 16 und 18 angebracht werden kann, das auf der inneren Seite des Taille-Bandes 12 angeordnet ist und zuvor mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 beschrieben wurde. Ein Gurtwerk 246 umfaßt die Gurte 248 und 250, die jeweils mit einem Ösenringanschlußstück und einer Niet an dem Taille- Band 12 befestigt sind. Das Ösenringanschlußstück 252 ist schwenkbar an dem Taille-Band 12 unter Verwendung der Niet 254 an einem vorderen Punkt, in der Nähe der Mittellinie, gerade ipsilateral mit der Schulter befestigt. Das Gurtwerk 246 führt nach oben und über die contra-laterale Schulter, von dort nach unten und quer über den Rücken zu einer zweiten, gerade ipsilateralen, hinteren Befestigung (nicht zu sehen), die im wesentlichen ähnlich ist zu der, die von 252 und 254 bereitgestellt wird. Eine Schnalle 256 ist an den Gurten 248 und 250 angebracht und sorgt für eine Justierung der effektiven Länge des Gurtwerks 246, wodurch es an nahezu jede Patientengröße angepaßt werden kann. Die primäre Funktion des Gurtwerks 246 besteht darin, dem Taille-Band 12 und somit der gesamten Orthese 10 Drehstabilität zu verleihen. Das Taille-Band 12 ist an der Taille des Patienten mit vorderen Gürtelabschnitten 258 und 260 befestigt, die an dem Vorderteil mit Hilfe von Ösenringen und Nieten 262, 264 bzw. 266, 268 angebracht sind. Hintere Gürtelabschnitte, Ösenring- und Nietbefestigungen und Schnallen sind in Fig. 3 nicht zu sehen, sind aber in jeder Hinsicht ähnlich wie jene, die schon beschrieben wurden.
  • Eine weich gepolsterte Ausfütterung 270 ist ebenfalls für den Arm in der Unterarmhalteschale 120 vorgesehen und ist so bemessen und geformt, daß sie sich von dem Handgelenk bis etwas oberhalb des Ellbogens erstreckt. Die Ausfütterung 270 ist vorzugsweise ähnlich aufgebaut wie die Ausfütterung 244 und ist an einem Streifen eines schmalen Klettgewebes 126 angebracht, das zuvor mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 beschrieben wurde. Die Gurte 272 und 274 sind jeweils an einem Ende an einem Durchziehring 276 bzw. 278 befestigt und sind zwischen der Unterarmhalteschale 120 und dem verschiebbaren Stützglied 118 durchgeführt, um den Arm und die Ausfütterung 270 zu führen und so bequeme Befestigungs- und Immobilisierungsmittel für den Unterarm in der Orthese 10 bereitzustellen.
  • Es versteht sich, daß diese Konstruktion und Anordnung der Ausfütterungen, Gurte, Gürtel, Schnallen und Ringe, obwohl bevorzugt, nicht von unbedingter Notwendigkeit für die Erfindung sind.
  • Es ist nun verständlich, daß innerhalb der vorliegenden Erfindung die mechanische und geometrische Beziehung zwischen den Einzelteilen des senkrecht verstellbaren Gestells 20, des schwenkbaren Schlitzes 86 und der Unterarmbaugruppe 112, insbesondere die Schlitze 54, 56, 68, 98, 114, 116, 124 und 180 darin, sowie die Bereitstellung von hebelbetätigten, voreingestellten, schnell-lösbaren, exzentrischen Klemmen 78, 80,102, 164, 166, 188 und ihrer jeweiligen Befestigungsbolzen 74, 76, 100, 160, 162 und 186 so angeordnet ist, daß eine Positionierung des Schultergelenks bei der Beugung, Streckung, der internen und externen Drehung, Abduktion und Adduktion oder Kombinationen davon über einen großen Winkelbereich und auf kontinuierlich veränderliche, stabile und leichte Weise erreicht werden kann. Diese Justierungen können insbesondere und im Gegensatz zu Orthesen nach dem Stand der Technik über ihren vollen Bereich, mehr oder weniger unabhängig von der Rumpflänge und der Länge des Oberarmknochens ausgeführt werden. Darüber hinaus sind die Einzelteile so bemessen, daß eine gegenseitige, kontinuierlich veränderliche Justierung zwischen ihnen über ein sehr großes Spektrum von Patientengrößen und -formen mit einer einzigen Orthese für den rechten Arm und die rechte Schulter sowie einer einzigen Orthese für den linken Arm und die linke Schulter zur Verfügung steht.
  • Andere bevorzugte Ausführungsformen
  • In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, die in allen wesentlichen Aspekten ähnlich zu der ersten bevorzugten Ausführungsform ist, außer daß Feststellmuttern 378, 380, 402, 464, 466 und 488 anstelle der hebelbetätigten, voreingestellten, schnelllösbaren, exzentrischen Klemmen verwendet werden. Dies bringt den Vorteil geringerer Herstellungskosten auf Kosten gewisser Einbußen an Geschwindigkeit und Leichtigkeit der Justierung mit sich. Jedoch beim Umgang mit Patienten, die so eingeschätzt werden können, daß sie die Einstellungen verändern, weist diese Anordnung Vorteile auf. Die Sicherheit gegenüber Veränderungen durch den Patienten kann dadurch weiter erhöht werden, daß nicht standardgemäße Muttern verwendet werden, da diese Ausführungsform die Verfügbarkeit eines angepaßten Schlüssels erfordert, um Justierungen vorzunehmen. Es ist in dieser Ausführungsform zu bevorzugen, daß die Bolzen 74, 76, 100, 160, 162 und 186 glatte Unterkopf-Bereiche mit wenigstens einem Paar von Abflachungen aufweisen und daß das Loch 106 durch das Abstandsstück 96 von im wesentlichen ähnlichem Querschnitt ist. Die Feststellmutter 402 und der Bolzen 100 sind mit Mitteln versehen, die gewährleisten, daß die erstere nicht von selbst wandert. Dies kann optional durch die Verwendung eines Harzkleckses auf dem Gewinde des Bolzens 100 erreicht werden oder dadurch, daß die Mutter 402 von einem Typ gewählt wird, der mit einem inneren Feststellring aus Nylon angepaßt wird; wir bevorzugen das Letztere.
  • Zwei weitere Ausführungsformen sind in den Fig. 9a und 9b gezeigt, wobei beide Mittel bereitstellen zur kontrollierten Bewegung des Unterarms in der vertikalen Ebene über einen ausgewählten Bewegungsbereich. Die Justier- und Bewegungsverbindungsmittel beinhalten Modifikationen, die lediglich die Schwenkplatte 88 des schwenkbaren Schlittens 86 der ersten Ausführungsform betreffen.
  • In Fig. 9a, die eine Weiterentwicklung der Ausführungsform der Fig. 7 und 8 ist, ist eine mit einem einstückigen Kragen versehene Feststellmutter 500 über ein Gewinde in Eingriff mit dem Bolzen 100 und ist mit einem Feststellring aus Nylon versehen (nicht zu sehen), um zu gewährleisten, daß sie nicht von selbst wandert. Zwei zusätzliche mit einem einstückigen Kragen versehene Feststellmuttern 502 und 504 sind über ein Gewinde in Eingriff mit kurzen Bolzen 506 bzw. 508. Die Bolzen 506 und 508 weisen glatte Unterkopf-Abschnitte (nicht zu sehen) auf, mit wenigstens einem Paar von Abflachungen, die in den bogenförmigen Schlitz 98 in der Schwenkplatte 88 in einer Weise eingreifen, die im nicht festgezogenen Zustand einen leicht gleitenden Sitz erlaubt, jedoch keine Drehung ermöglichen. Wenn es erforderlich ist, daß der schwenkbare Schlitten 86 in festgestellter Weise verwendet wird, kann er einfach durch Festziehen der Feststellmutter 500 mit einem geeigneten Schlüssel in einer gewählten Position festgelegt werden; Bolzen 506 und 508 mit den Feststellmuttern 502 und 604 sind an dem ganz unteren bzw. oberen Ende des bogenförmigen Schlitzes 98 festgelegt und befestigt. Ist ein begrenzter Bewegungsspielraum für den schwenkbaren Schlitten 86 erforderlich, werden die Feststellmuttern 502 und 504 gelockert und zusammen mit ihren jeweiligen Bolzen 506 und 508 an die erforderlichen Endpositionen innerhalb des bogenförmigen Schlitzes 98 bewegt und anschließend wieder festgezogen. Die Feststellmutter 500 wird dabei gelockert, bis eine gleitende Bewegung innerhalb des bogenförmigen Schlitzes 98 möglich ist. Die Größenordnung der Justierung kann natürlich je nach Wahl verändert werden. Während der kontrollierten Bewegung bilden die Kragen 510 und 512 der Bolzen 506 und 508 Anlageanschläge, die gegen den Kragen 514 der Feststellmutter 500 wirken, um die Verschiebung der schwenkbaren Platte 88 zu begrenzen, die Teil des beweglichen Schlittens 86 ist.
  • In Fig. 9b, die ebenfalls eine Weiterentwicklung der Ausführungsform der Fig. 7 und 8 ist, ist eine mit einem einstückigen Kragen versehene Feststellmutter 500 in Eingriff mit dem Bolzen 100, wie es unter Bezugnahme auf die Ausführungsform der Fig. 9a beschrieben ist. Zwei hebelbetätigte, voreingestellte, schnell-lösbare, exzentrische Klemmen 516 und 518 sind über ein Gewinde in Eingriff mit den kurzen Bolzen 506 und 508 (nicht zu sehen), ebenfalls wie zuvor beschrieben. In dieser Ausführungsform dienen die Druckscheiben 520 und 522 der Klemmen 516 und 518 als oberer und unterer Anlageanschlag. Die Verwendung der Klemmen 516 und 518 macht die Einstellung der Anschläge für den Bewegungsbereich schneller und leichter. Die Verwendung einer Klemme anstelle einer mit einem Kragen versehenen Feststellmutter 500 stellte sich als nicht zufriedenstellend heraus, da die Klemme in der gelösten Position sein muß, um eine Bewegung innerhalb des bogenförmigen Schlitzes 98 zu ermöglichen, was eine Bewegung des Hebelabschnitts ermöglicht, mit der Gefahr, daß die Vorrichtung gelegentlich klemmt und sich ungewollt löst.
  • Die bevorzugten Ausführungsformen wurden mit Blick auf die Darstellung der Elemente der vorliegenden Erfindung beschrieben, die keine Einschränkung bedeuten.

Claims (5)

1. Orthese für den menschlichen Arm, mit Haltemitteln (12) zur Befestigung an dem menschlichen Körper, Mitteln (22, 24), die ein senkrecht verstellbares Gestell (20) bilden, und einem gewinkelten Element (58), das durch Mittel (74, 76), die es ermöglichen, das Element (58) auf einer gewünschten Höhe an dem senkrecht verstellbaren Gestell zu befestigen, an den Mitteln (22, 24), die ein senkrecht verstellbares Gestell bilden, befestigt ist, wobei das gewinkelte Element (58) einen seitlich angeordneten und von vorn nach hinten gerichteten Abschnitt (66) aufweist, der mit einer Armstützbaugruppe (86, 90, 118, 120) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das senkrecht verstellbare Gestell (20) zwei geschlitzte Teile (22, 24) aufweist, die an dem Haltemittel (12) befestigt sind; und daß der von vorn nach hinten gerichtete Abschnitt (66) des gewinkelten Teils (58) an einem der geschlitzten Teile (24) befestigt ist und ein Ende eines zur Körpermitte hin gerichteten Abschnitts (60) des gewinkelten Teils (58) an dem anderen der geschlitzten Teile (22) befestigt ist.
2. Orthese nach Anspruch 1, wobei der von vorn nach hinten gerichtete Abschnitt (66) des gewinkelten Teils (58) einen Schlitz (68) aufweist, der sich entlang seiner Länge erstreckt, wobei der Schlitz (68) die Befestigungsmittel (94, 100) für die Armstützbaugruppe (86, 90, 118, 120) aufnimmt.
3. Orthese nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Armstützbaugruppe einen schwenkbaren Schlitten (86) aufweist, der eine allgemein vertikal angeordnete Schwenkplatte (88) und eine seitliche Schlittenstütze (90) umfaßt, wobei die Schwenkplatte (88) mit einem bogenförmigen Schlitz (98) versehen ist, durch den der schwenkbare Schlitten in jeder gewünschten Position entlang der Länge des von vorn nach hinten gerichteten Abschnitts (66) und unter einem gewünschten Drehwinkel befestigt werden kann.
4. Orthese nach Anspruch 3, wobei der seitliche Stützschlitten (90) mit wenigstens einem Schlitz (114, 116) entlang seiner Länge versehen ist, um ein Armstützteil (120) aufzunehmen, das mit Befestigungsmitteln (160, 162) zur Befestigung des Armstützteils (120) bei einer gewünschten Position entlang der Länge der seitlichen Schlittenstütze (90) versehen ist.
5. Orthese nach Anspruch 4, wobei das Armstützteil (120) mit einem Einstellteil in Form eines geschlitzten Gliedes (118) versehen ist, wobei die Befestigungsmittel (160, 162) in dem Schlitz des geschlitzten Gliedes aufgenommen werden.
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