DE69613924T2 - Variabel einzubettender Anker und Verfahren - Google Patents
Variabel einzubettender Anker und VerfahrenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich generell auf variabel eingebettete Anker und ein entsprechendes Verfahren. Insbesondere bezieht sich diese Erfindung auf stahlarmierte Betonstrukturen, die solche Anker enthalten, sowie auf ein Verfahren für die Installation eines Systems für die Aufhängung von Lasten, das solche Anker aufweist.
- Die US 3,405,497 beschreibt eine Vorrichtung für Verankerungen in Tragfläche aus Beton. Ein Anker, der in Dächer oder Tragflächen aus Beton eingebettet werden kann, um eingeschobene Tragflächenpaneele aufzuhängen, oder um Installationsrohre, Rohrleitungen oder Beleuchtungskörper od. dgl. zu befestigen, welche ein vorzugsweise aus Kunststoff bestehendes Sammelgefäß aufweisen, das an seinem unteren freiliegenden Ende offen ist und mit einem konzentrisch daran befestigten Bolzen ausgestattet ist, welcher durch das geschlossene Ende des Sammelgefäßes reicht und mit Hilfe von Muttern daran befestigt ist, wobei eine dieser Muttern eine Kupplung mit einem Innengewinde enthält und der Kopf dieses Bolzens eine Verankerung für das Sammelgefäß bildet, wenn er in den Beton eingebettet ist.
- Die DE 43 41 329 A1 beschreibt eine andere Vorrichtung für die Verankerung in Betonstrukturen, welche eine Stange als Stahlarmierung enthält. Die Stange durchquert einen rohrförmigen Körper der Verankerungsvorrichtung. Aufgrund einer Abdichtung kann der Beton nicht in den Anker eindringen.
- Es ist bekannt, Anker in stahlarmierte Betonstrukturen einzubetten. Zum Beispiel können für zahlreiche Verwendungszwecke Anker in vorgegossene Teilabschnitte eingebettet werden, die von der Aufhängung von Einrichtungen, wie Rohrleitungen bis zur Aufhängung von Fassaden oder aber dem Hochheben des vorgegossenen Teilabschnitts reichen. In an Ort und Stelle vergossenen stahlarmierten Betonstrukturen werden häufig gebogene oder hakenförmige Stangen eingesetzt, welche ein überstehendes mit einem Gewinde versehenes Endstück aufweisen.
- Manche von ihnen enthalten eine freiliegende Gewindemuffe oder ein Pressteil. Manche Aufhängungssysteme bestehen aus Löchern im Beton, in die Befestigungen eingepresst oder verkeilt werden. Bei manchen Vorrichtungen wird eine Befestigung oder ein Bügel in der Öffnung verpresst oder sogar verklebt (Epoxydharz). Nägel oder andere Arten von Stehbolzen können mit ausreichender Presskraft in den Beton getrieben werden.
- In letzter Zeit haben Änderungen der Kennung die Anzahl von Stahlarmierungen, die in Betonstrukturen eingesetzt werden, deutlich erhöht, wobei sich die Bauingenieure ständig bemühen, immer dünnere oder kompaktere Strukturelemente zu entwickeln. Daraus ergeben sich Probleme aufgrund der Anhäufung von Stahlarmierungen und deren Platzierung. Dies ist einer der Gründe, warum Kopfanker bevorzugt werden, da sie die Notwendigkeit vermeiden, größere Längen der Teilabschnitte aus gebogenen oder hakenförmigen Armierungsstangen einzusetzen, um dadurch eine zu starke Konzentration von Stahlarmierungen zu vermeiden. Kopfanker sind ebenfalls weniger handlich, da sie kleiner und kompakter sind und daher leichter an Ort und Stelle installiert werden können.
- Die meisten der weiter oben genannten Befestigungssysteme haben, wenn überhaupt, nur eine geringfügige Kompatibilität mit der Stahlarmierung des an Ort und Stelle eingegossenen oder vorgegossenen Betons. Dabei können einige Vorrichtungen hakenförmig über eine Armierungsstange gelegt oder aber auch an das Ende einer Stange angeschraubt werden, wobei die verwendeten Befestigungen oder Anker nicht in einfacher Weise an Teilabschnitte aus Beton angepasst werden können, welche in Zwischenräumen angeordnete Schichten einer Stahlarmierung enthalten. In Fällen, in denen eine Vielzahl von Schichten oder Matten einer Armierung eingesetzt werden, sollte sich der vergrößerte Kopf eines beliebigen Ankers für eine Aufhängungsvorrichtung buchstäblich hinter den beiden Schichten befinden. Unter "hinter" ist hier zu verstehen, dass er an der gegenüberliegende Seite der Last angeordnet ist. Wenn zum Beispiel ein schweres Rohr an einer Täfelung oder einer Tragfläche aufgehängt wird, so sollte sich der Kopf oberhalb der obersten Schicht der Stahlarmierung befinden. Wenn eine vertikale äußere Füllwand oder eine Plattierung an einem stahlarmierten Betonrahmen aufgehängt werden soll, so sollte sich der Kopf des Ankers hinter der innersten Schicht der Stahlarmierung befinden. In der Praxis erfordern bestimmte Kennungen heute eine solche Platzierung des Ankerkopfes. Diese Tatsache wird weiterhin dadurch kompliziert, dass der Kopf ebenfalls im Abstand von der Oberseite der Täfelung oder der Tragfläche oder aber der Innenseite des Rahmens angeordnet werden sollte. Bei einer solchen Positionierung hat der Schubverbinder für einen runden Kopf (pyramidenförmiger Schubverbinder für einen rechteckigen Kopf) eine verbreiterte Basis auf der Fläche, von der die Last getragen wird, und die Armierung verläuft als Schubverbinder durch den konischen oder pyramidenförmigen Bereich.
- Obwohl manche Strukturen ausreichend breit sind, um die Anker oder Aufhängungen nach Wunsch für das entsprechende Projekt ausgelegen zu können, sind die Toleranzen von Stahlarmierungen für große Strukturen so ausgelegt, dass selbst nach Bedarf ausgelegte Anker nur selten in einfacher Weise eingepasst werden können. Bei den meisten Strukturen ergeben sich wesentliche Schwankungen in den Abmessungen, von denen manche beabsichtigt sind. Zum Beispiel werden beim Hochziehen eines Gebäudes, Ständer und andere wesentliche Rahmenelemente üblicherweise kleiner. Die Spannweiten und Wandstärken von Täfelungen oder Tragflächen können schwanken. Selbst bei einem traditionellen Anker können die Abmessungen schwanken. Dementsprechend ist es zweckmäßig, wenn die Abmessungen des Ankerkopfes, der wunschgemäß gegenüber der Stahlarmierung und den Oberflächen der Struktur ordnungsgemäß positioniert wird, unabhängig von den Schwankungen der Wandstärke oder der Abmessungen justiert werden können oder variabel sind.
- Ein weiteres bei Ankern auftretendes Problem betrifft die Korrosion. Anker, die Chlorideinlagerungen unterliegen oder einer korrosiven Umgebung ausgesetzt sind, rosten oder korrodieren, wenn sie nicht entsprechend geschützt sind. Eine Aufhängung, eine Stange oder ein anderes Teil des Aufhängungssystems, das sich außerhalb der Betonstruktur befindet kann überprüft, beschichtet und erneut beschichtet werden und, falls notwendig, relativ kostengünstig ersetzt werden. Dies trifft allerdings nicht für den Teil des Ankers oder des Aufhängungssystems zu, das in den Beton eingebettet worden ist. Die Korrosion des in den Beton eingebrachten Stahls bewirkt, dass der Beton abplatzt oder krümelig wird. Reparaturen oder der Ersatz von Teilen sind eine kostspielige Angelegenheit. Daher ist es zweckmäßig, wenn der Ankerkopf so wenig wie möglich mit der Umwelt in Berührung kommt, und daher jedes freiliegende Teil sorgfältig beschichtet oder abgedichtet werden kann.
- Eine stahlarmierte Betonstruktur enthält einen eingebetteten Anker für ein Aufhängungssystem, wie dies im Anspruch 1 offenbart ist.
- Insbesondere kann der Körper der Struktur aus einer Vielzahl von Schichten einer Stahlarmierung bestehen und der Kopf oder die Paßscheibe können mindestens hinter der zweiten Schicht von der Last, jedoch im Abstand von der gegenüberliegenden Seite der Struktur angeordnet werden. Der Kopf oder die Paßscheibe haben vorzugsweise eine rechteckige oder quadratische flache Form und stehen mit der Stahlarmierung in Berührung.
- In einer bevorzugten Ausführungsart der vorliegenden Erfindung enthalten der Kopf oder die Paßscheibe eine Gewindebohrung, in die eine Kopfschraube aus Kunststoff eingesetzt wird. Die Kopfschraube hält einen von zwei abgedichteten teleskopförmigen rohrförmigen Teilabschnitten an dem Kopf oder der Paßscheibe, während der andere rohrförmige Teilabschnitt so verläuft, dass er die Form der Oberfläche der Struktur herstellt, an der die Last aufgehängt wird. Ein Flansch oder ein Lappen auf dem anderen rohrförmigen Teilabschnitt ermöglicht dessen Befestigung an der Innenseite einer Verschalung für diese Oberfläche. Die beiden Teilabschnitten werden abgedichtet, um zu verhindern, dass Wasser oder Beton in das aus diesen beiden Teilabschnitten bestehende Rohr eindringen kann. In einer Ausführungsart enthalten die rohrförmigen Teilabschnitte Gewindegänge, die es erlauben, die Gesamtlänge durch relative Drehung zu justieren. Der Kopf oder die Paßscheibe können eine kugelförmige oder schalenförmige Paßscheibe mit derselben flachen Form und eine obere weiche Paßscheibe enthalten. Im Betrieb wird nach dem Vergießen und der Entfernung der Verschalung die Kopfschraube aus Kunststoff mit Hilfe eines geeigneten Werkzeuges durch das Rohr herausgezogen und anschließend wird eine Gewindestange in den Kopf oder die Paßscheibe eingeschoben. Das gesamte Rohr kann mit einer Dichtmasse befüllt werden, oder die Aufhängungsstange kann in geeigneter Weise beschichtet werden. Das untere oder äußere Ende des Rohres kann mit Hilfe einer schulterförmigen Durchführungsdichtung verschlossen werden, welche einen gewissen Versatz zwischen dem Rohr und der Stange erlaubt. In einer anderen Ausführungsart erstreckt sich ein Gewindezapfen von dem Kopf oder der Paßscheibe, in welche eine längsförmige an der Außenseite abgeschrägte Buchse eingesetzt ist, von der ein Ende an der Verschalung anliegt und eine freiliegende Muffe mit einem Innengewinde für die Aufnahme einer mit einem Gewinde versehenen Aufhängungsstange bildet, wenn die Verschalung entfernt wird.
- Für die Verwirklichung des vorstehend Gesagten und den damit zusammenhängenden Zielen der vorliegenden Erfindung weist diese Erfindung die Merkmale auf, die nachstehend im Einzelnen beschrieben sind und insbesondere in den Ansprüchen hervorgehoben werden, wobei die nachfolgende Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen bestimmte beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Einzelnen beschreiben.
- Die Fig. 1 zeigt einen perspektivischen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Ankeraufbaus;
- Die Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Teilansicht der Abdichtung der beiden teleskopförmigen Teilabschnitte des Rohres;
- Die Fig. 3 zeigt eine montierte Teilansicht eines in eine Verschalung eingelegten Ankers vor dem Verguss;
- Die Fig. 4 zeigt eine isometrische Ansicht des Ankerkopfes oder der Paßscheibe und der darin eingebrachten kugelförmigen Mutter;
- Die Fig. 5 zeigt eine ähnliche Ansicht, wie die Fig. 3, jedoch nach dem Verguss und nach der Installation einer mit einem Gewinde ausgestatteten Aufhängungsstange;
- Die Fig. 6 zeigt eine ähnliche Ansicht, wie die Fig. 3 einer anderen Ausführungsart die vor dem Verguss montiert worden ist;
- Die Fig. 7 zeigt eine ähnliche Ansicht, wie die Fig. 5 der in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsart nach dem Verguss und nach der Installation einer mit einem Gewinde versehenen Aufhängungsstange;
- Die Fig. 8 zeigt eine ähnliche Ansicht, wie die Fig. 7 einer weiteren Ausführungsart; und
- Die Fig. 9 zeigt einen horizontalen Querschnitt entlang der Linie 9-9 in der Fig. 8.
- Als erstes wird auf die Fig. 1-5 bezug genommen, in denen eine der Ausführungsarten der vorliegenden Erfindung dargestellt ist. Wie man in der Fig. 1 erkennen kann, enthält der variable Anker einen relativ großen Kopf 20 mit einer rechteckigen oder quadratischen flachen Konfiguration. Der Kopf ist mit einem zentralen Hohlraum 21 ausgestattet, welcher einen oberen quadratischen Teil 22 aufweist, welcher die gleiche Konfiguration hat, wie der Kopf 20, sowie einen unteren kugelförmigen, Teil 24, der in ein kleineres Spanloch 25 im Boden dieses Kopfes verläuft. In den Hohlraum 21 ist eine kugelförmige Paßscheibe 27 eingepasst. Die Paßscheibe 27 hat eine quadratische Oberseite oder einen oberen Rand 28 und einen kugelförmigen Boden 29, welcher in den Ausschnitt 24 eingepasst ist. Die Paßscheibe sitzt mit einem gewissen Spiel in der Vertiefung, so dass sich diese Paßscheibe bewegen kann, damit die Achse der mit einem Gewinde versehenen zentralen Öffnung 30 leicht gegenüber der Hauptflache des Kopfes 20 variieren kann. Unmittelbar über der Paßscheibe 27 befindet sich eine erweiterte weiche Paßscheibe 32, die aus einem Gummi oder aus einem anderen Elastomer hergestellt werden kann. Die vergrößerte weiche Paßscheibe ist mit einer zentralen Gewindebohrung 33 versehen. Der Durchmesser der Paßscheibe ist ausreichend groß, um die quadratische Oberseite des Hohlraums 21 zu übertragen und abzudichten, so dass kein Beton eindringen kann, wenn der Beton vergossen wird.
- Unter dem Kopf 20 sind Teilabschnitte des Rohres 36 und 37 aus einem Kunststoff angeordnet. Der obere Teilabschnitt 36 hat einen etwas kleineren Durchmesser, als der untere Teilabschnitt 37 und der obere Teilabschnitt ist teleskopförmig innerhalb dem unteren Teilabschnitt ausgebildet. Der obere Teilabschnitt ist mit einem inneren oberen Flansch 38 ausgerüstet, welcher aus einer verengten Bohrung 39 in der Oberseite des rohrförmigen Teilabschnittes 36 herausragt. In die Bohrung 39 ist der Schaft 41 einer Kopfschraube 42 aus Kunststoff eingesetzt. Die Schraube besitzt einen vergrößerten Kopf 43 mit einem sechseckigen Einschnitt 44. Wenn der Schaft der Kopfschraube 42 aus Kunststoff durch die Bohrung 39 in die kugelförmige Passscheibe eingeschraubt wird, wird der rohrförmige Teilabschnitt 36 an der Unterseite des Kopfes 20 gesichert, wie man dies zum Beispiel in der Fig. 3 erkennen kann.
- Die Außenseite des kleineren Teilabschnittes des Rohres ist mit vorstehenden Gewindeansätzen 46 und 47 ausgestattet, die so gestaltet sind, dass sie in die Vorsprünge des Innengewindes 48 und 49 an der Innenseite des etwas größeren rohrförmigen Teilabschnittes 37 eingreifen können. Die Gewindeansätze müssen nicht vollkommen schraubenförmig aus den Teilabschnitten des Rohres herausragen, sondern nur durch einen relativ kurzen Teilabschnitt des Umfangs und diese Gewindeansätze können eine relativ große Gewindesteigung haben, so dass, wenn sich die beiden Teilabschnitte des Rohres im Gewindeeingriff befinden, die axiale Länge der zusammengebauten Einheit deutlich mit Hilfe einer relativ geringen Rotation des größeren Teilabschnittes des Rohres 37 gegenüber dem kleineren Teilabschnitt des Rohres 36 justiert werden kann. Das obere Ende des Teilabschnittes des Rohres 37 ist mit einem relativ weichen inneren O-Ring oder einer Dichtung 52 ausgestattet, welche das Innere der teleskopförmigen Teilabschnitte des Rohres gegen das Eindringen von Fluiden beim Verguss des Betons abzudichten.
- Der Boden des größeren Teilabschnittes des Rohres 37 ist mit einem radialen Flansch oder mit Lappen 53 ausgestattet, welche mit Befestigungsbohrungen 54 versehen werden können, so dass die Befestigungen 55 den Teilabschnitt des Rohres 37 an der Verschalung 56 befestigen können, wie man dies in der Fig. 3 sehen kann.
- Der untere Teilabschnitt des Rohres 37 ist mit einer inneren Bodenöffnung 60 versehen, die nach dem Verguss verschlossen werden kann und die Entfernung mit Hilfe einer schulterförmigen Durchführungsdichtung 61 ermöglichen, welche eine zylindrische Außenseite 62 besitzt, welche in engem Dichtsitz in die Bohrung 60 eingesetzt ist. Eine relativ dünne Paßscheibe 63 und eine Mutter 64 können ebenfalls einen Teil des Aufbaus bilden. Sie werden jedoch nicht verwendet, bevor der Anker installiert worden ist.
- In der Fig. 3 ist die Installation des Ankers in der Verschalung gegenüber der Stahlarmierung vor dem Verguss dargestellt und in der Fig. 5 ist der in den stahlarmierten Beton eingebettete Anker nach dem Verguss und der Aushärtung des Betons dargestellt. In der Darstellung der Fig. 3 bildet die Verschalung 56 die untere Fläche einer Täfelung oder einer Tragfläche und die fiktive Linie 66 in der Fig. 3 (durchgezogene Linie in der Fig. 5) bezeichnet die Oberseite der Tragfläche. In der Tragfläche oder der Täfelung sind zwei Schichten einer Stahlarmierung angeordnet, die mit den Bezugszeichen 68 und 69 gekennzeichnet sind. Die einzelnen Schichten können aus Armierungsstangen 70 und 71 aus Stahl bestehen, die untereinander im rechten Winkel überlappend verlaufen. Der Ankerkopf 20, der mit den teleskopförmigen Teilabschnitte des Rohres mit Hilfe der Kopfschraube 42 aus Kunststoff verbunden ist, ist über der Schicht 68 angeordnet, wobei die Teilabschnitte des Rohres so verlaufen, dass sie die hohle Innenseite des Rohrs 73 bilden. Der justierbare untere Teilabschnitt 37 ist an der Verschalung 56 befestigt.
- Der in der Fig. 5 unter der Bezugsnummer angedeutete Beton 75 wir darin in die Verschalung gegossen, um die Tragfläche oder die Täfelung 75 herzustellen. Der Boden der Täfelung ist mit der Bezugsnummer 77 gekennzeichnet und wird selbstverständlich mit Hilfe der abgenommenen Verschalung 56 hergestellt.
- Nachdem die Verschalung entfernt und der Beton ausgehärtet worden ist, wird durch die Rohröffnung 73 der Zugang zu der Kopfschraube aus Kunststoff ermöglicht. Die Kopfschraube aus Kunststoff kann in einfacher Weise dadurch entfernt werden, dass sie mit Hilfe eines Schraubenschlüssels abgeschraubt wird, der in die sechseckige Muffe eingesetzt werden kann. Dadurch wird das Gewinde in der kugelförmigen Paßscheibe 27 freigelegt. Um das Aufhängungssystem fertig zu stellen, wird eine Gewindestange 78 durch die rohrförmige Öffnung 73 eingeführt und, wie dargestellt, in die kugelförmige Paßscheibe 27 eingeschraubt. Das untere Ende der rohrförmigen Öffnung 73 kann dann verschlossen und mit Hilfe der schulterförmigen Durchführungsdichtung 61 verschlossen werden, welche mit Hilfe der Paßscheibe 63 und der Mutter 64, welche auf die Gewindestange 78 aufgeschraubt wird, verpresst wird. Die kugelförmige Paßscheibe kann einen möglichen axialen Versatz ausgleichen und die weiche Paßscheibe 32 stellt sicher, dass die volle Steigung der Gewinde der kugelförmigen Paßscheibe und die Gewindestange miteinander im Eingriff stehen, wenn die Gewindestange entsprechend angeordnet ist, wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist. Während die Stange installiert wird, kann sie mit einer Schutzschicht versehen werden, oder aber die gesamte Bohrung 73 kann mit einem Dichtmittel befüllt werden. In der Fig. 5 ist der eingebettete Anker komplett fertiggestellt und der Kopf 20 ist an der gegenüberliegenden Seite der Armierungsschicht 68 von der Last positioniert. Man kann ebenfalls feststellen, dass der Kopf 20 in einem deutlichen Abstand von der Oberseite der Täfelung oder der Tragfläche 66 angeordnet ist. Man wird feststellen, dass wenn die verstärkte Betonstruktur in vertikaler Richtung verläuft, wie dies zum Beispiel bei einem Rahmen oder einer Wand der Fall ist, der Anker trotzdem so positioniert wird, als ob die Fig. 5 auf die Seite gedreht würde. Der Ankerkopf, der eine flache quadratische Form hat, kann sich innerhalb des Betons nicht drehen und die Aufhängungsstange oder eine andere Befestigung des Aufhängungssystems kann schnell in die kugelförmige Paßscheibe eingeführt werden. Sowohl die kugelförmige Paßscheibe 27, als auch die Durchführungsdichtung 61 ermöglichen einen gewissen Versatz.
- In den Fig. 6 und 7 ist eine leicht veränderte Ausführungsart der vorliegenden Erfindung dargestellt. Statt der Justierung der Länge des Rohres mit Hilfe einer relativen Drehung der Teilabschnitte des Rohres, werden die Teilabschnitte des Rohres abgeschraubt und einfach untereinander axial verschoben. Das teleskopische Rohr 80 besitzt einen Teilabschnitt 81 mit einem kleineren Durchmesser und einen etwas größeren Teilabschnitt 82 mit einem größeren Durchmesser. Der kleinere obere Teilabschnitt enthält einen inneren Flansch 83, welcher mit Hilfe des Kopfes der Kopfschraube 42 aus Kunststoff an den Kopf 20 gepresst wird. Das untere Ende des kleineren Teilabschnittes des Rohres 81 ist mit einem radial nach außen verlaufenden Schulteransatz 84 versehen. Das obere Ende des größeren Teilabschnittes 82 ist mit einer ringförmigen Nut 86 ausgestattet, um eine Gleitdichtung oder einen O-Ring 87 aufzunehmen. Die Gleitdichtung bewegt sich gegen die Außenseite des kleineren Teilabschnittes des Rohres 81 und das Dichtungsgehäuse tritt mit der oberen Schulter 84 in Eingriff, um ein Ablösen der teleskopischen Teilabschnitte des Rohres zu verhindern. Der größere Teilabschnitt des Rohres ist an seinem äußeren Ende mit einem Flansch oder einem Lappen 89 ausgestattet, mit dessen Hilfe die teleskopische Rohreinheit mit Hilfe der Befestigungen 55 an der Verschalung 56 befestigt werden kann. In der Fig. 7 ist die gegossene Tragfläche aus Beton dargestellt, nachdem die Verschalung entfernt worden ist, wobei die Aufhängungsstange 78 durch die Innenseite 90 der teleskopischen Rohre eingeführt und in die kugelförmige Paßscheibe des Kopfes 20 eingeschraubt werden. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Ausführungsarten besteht darin, dass die Justierung der Länge des Rohres durch eine einfache Gleitbewegung in den Fig. 6 und 7 und durch eine relative Rotation in den Fig. 1-5 erreicht wird.
- In den Fig. 8 und 9 wird eine noch weitere Ausführungsart der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Kopf 20 ist in die Tragfläche aus Beton hinter der zweiten Schicht 68 der Stahlarmierung eingebettet und trägt einen stark gespannten etwas kürzeren Gewindezapfen 91, welcher durch die Paßscheibe 27 gesteckt wird. Falls gewünscht, kann der Gewindezapfen 91 die Form eines kugelförmigen Kopflagers haben.
- Unabhängig davon, ob ein Gewindezapfen oder ein Gewindebolzen verwendet wird, wird der nach unten verlaufende Schaft mit einer Buchse 94 mit einem Innengewinde verschraubt. Die Außenseite der Buchse ist mit radialen Rippen oder Riefen 94 versehen. Das untere Ende 95 der Buchse ist so gestaltet, dass es an der Form anliegt, welche die Unterseite der Täfelung bildet. Die Länge der Buchse erlaubt es, diese Buchse in vertikaler Richtung entlang der Schraubverbindung 92 so zu justieren, dass der Zwischenraum zwischen dem Kopf 20 und der Fläche 96 regulierbar oder variabel ist. Wenn die Verschalung entfernt und der Beton ausgehärtet worden ist, wird an der Oberfläche eine Schraubbuchse 97 freigelegt, um Aufhängungsvorrichtungen, wie zum Beispiel eine Gewindestange 78 einzuführen. Falls gewünscht, kann das untere Ende der Muffe 97 mit Hilfe eines Verschlussstopfens 98 verschlossen werden, um dadurch zu verhindern, dass Beton eindringen kann, und um für saubere Gewinde für das Aufhängungssystem zu sorgen, wenn der Verschlussstopfen entfernt wird.
- Die erfindungsgemäßen Kunststoffrohre können in einfacher Weise gegossen werden, und wenn sie Gewinde enthalten, so können sie auch blasgeformt werden. Ein Teil des Kunststoffrohres ist mit der mit einem Gewinde ausgestatteten Paßscheibe oder dem Kopf verbunden, und das andere Ende des Kunststoffrohres ist mit der Verschalung verbunden. In dieser Weise stimmt das Aufhängungssystem mit den Kennungen für die Aufhängung von schweren Lasten überein, wenn man den Kopf des Ankers an der gegenüberliegenden Seite der zweiten Schicht der Armierung in bezug auf die Last anordnet. Daher ermöglicht der Anker einen großen Bereich in bezug auf Regulierungen und kann an verschiedene Abstände oder Wandstärken zwischen der Paßscheibe oder dem Kopf und der Verschalung angepasst werden.
- Der Anker kann in einfacher Weise installiert werden, da er leicht reguliert und rasch an der Innenseite der Verschalung befestigt werden kann. Es sind keine Montage und keine speziellen Werkzeuge, abgesehen von dem Sechskant für die Entfernung der Verschlussschraube aus Kunststoff, notwendig. Ein einziges Produkt deckt ein große Anzahl von Abständen. Der in den stahlarmierten Beton eingebettete Anker verhindert mögliche Kontakte mit der Umwelt.
- Das beschriebene Aufhängungssystem kann in einfacher Weise abgedichtet oder behandelt werden, um Korrosionsprobleme zu verhindern oder zu reduzieren.
Claims (18)
1. Eine gegossene stahlarmierte Betonstruktur (75) mit einem in den
Beton eingebetteten Anker für die Aufhängung von Lasten an einer
Fläche dieser Struktur, wobei dieser Anker einen Ankerkopf (20) und
regulierbare Halterungsmittel (36, 37) aufweist, die zwischen dem
Ankerkopf und dieser Fläche angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Schicht (68, 69) einer Stahlarmierung vorgesehen ist,
deren eine Seite gegenüber der Fläche (77) der Struktur (75) liegt, und
der Ankerkopf (20) an dieser gegenüberliegenden Seite der Schicht (68,
69) der Stahlarmierung an dieser Oberfläche positioniert ist, und dass
die regulierbaren Halterungsmittel (36, 37), die zwischen dem
Ankerkopf (20) und dieser Fläche (77) durch die Schicht (68, 69) der
Stahlarmierung verlaufen, und dass diese Halterungsmittel einen
direkten und freien Zugang zu dem Ankerkopf (20) von dieser Fläche
(77) erlaubt, wenn die Betonstruktur gegossen und ausgehärtet worden
ist.
2. Betonstruktur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese regulierbaren Halterungsmittel aus einem Rohr bestehen.
3. Betonstruktur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese regulierbaren Halterungsmittel einen Gewindezapfen enthalten.
4. Betonstruktur nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese Halterungsmittel einen an der Oberfläche freiliegenden
Gewindezapfen aufweisen.
5. Betonstruktur nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel vorgesehen sind, um diesen Gewindezapfen abzudichten, wenn
der Beton vergossen wird.
6. Betonstruktur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
diese Struktur zwei Schichten einer Stahlarmierung aufweist, und der
Ankerkopf auf der gegenüberliegenden Seite der zweiten Schicht an
der Oberfläche angeordnet ist.
7. Betonstruktur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Ankerkopf eine mit einem Gewinde versehene Paßscheibe enthält
und dass ein abgedichtetes in Längsrichtung regulierbares Rohr
zwischen der Paßscheibe und der Oberfläche verläuft, wenn die
Struktur gegossen wird.
8. Betonstruktur nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mit einem Gewinde versehene Paßscheibe eine Kopfschraube aus
Kunststoff enthält, mit deren Hilfe diese Paßscheibe abgedichtet wird,
während der Beton vergossen wird.
9. Betonstruktur nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kopfschraube aus Kunststoff an einem ihrer Enden eine
Abdeckung aufweist, um das Rohr an dem Kopf zu befestigen,
während das andere Ende dieser Kopfschraube etwas über die andere
Seite des Kopfes übersteht.
10. Betonstruktur nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Ankerkopf eine Vertiefung aufweist, in welche die Paßscheibe
eingesetzt wird und sich darin axial verschieben kann.
11. Betonstruktur nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kopfschraube einen eingesenkten Schraubstutzen aufweist, mit
dessen Hilfe die Schraube durch das Rohr entfernt werden kann, und
alle Gewinde des Schraubstutzens des Kopfes freigelegt werden
können, so dass eine Gewindestange eingeführt werden kann.
12. Betonstruktur nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Aufhängung durch das Rohr geschoben und in den Ankerkopf
eingeschraubt wird und eine korrosionsfeste Abdichtung in der
Innenseite des Rohres vorgesehen ist, welches die Aufhängung
umhüllt.
13. Verfahren für die Installation eines Aufhängungssystems in einer
stahlarmierten Betonstruktur (75),
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Schicht (68, 69) einer Stahlarmierung vorgesehen ist,
bei der ein Ankerkopf (20) hinter der Schicht der Stahlarmierung
angeordnet ist und der Kopf justierbar an der Verschalung befestigt ist,
welche die Fläche (77) herstellt, an der die Last aufgehängt werden
soll, und dass an dem eingebetteten Ankerkopf (20) eine Last
aufgehängt wird, nachdem der Beton (75) gegossen und ausgehärtet
worden ist, wobei mit Hilfe einer regulierbaren Rohrlänge (36, 37) die
Regulierung erreicht wird, und die Last direkt an dem Kopf (20) durch
das Rohr (36, 37) aufgehängt ist, wenn der Beton gegossen und
ausgehärtet worden ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Schichten einer Stahlarmierung vorgesehen sind, und
dass der Ankerkopf mindestens hinter der zweiten Schicht angeordnet
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rohr abgedichtet wird, wenn die Last aufgehängt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kopf und das Rohr mit Hilfe einer abnehmbaren
Befestigungsschraube miteinander verbunden werden, welche in eine
Gewindebohrung in dem Kopf eingeschraubt wird, und dass diese
Befestigungsschraube entfernt wird, nachdem der Beton vergossen
und ausgehärtet worden ist, und dass in diese Gewindebohrung das
Aufhängungssystem eingesetzt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch das Rohr eine Gewindestange in die Gewindebohrung
eingesetzt wird und diese Gewindestange von dem Rohr umschlossen
wird.
18. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
für die Erreichung der Justierung mit Hilfe eines an dem Kopf
befestigten Schraubstutzens und einer auf diesen Schraubstutzen
aufgeschraubten Rohrmuffe mit einem Innengewinde die mit einem
Innengewinde versehene Rohrmuffe einen Rohrstutzen bildet, welcher
an der Oberfläche frei liegt, um das Aufhängungssystem
aufzunehmen.
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