Hintergrund der Erfindung
1. Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft neue Behandlungen von porösen Bahnen.
Die Behandlungen verleihen den porösen Bahnen spezielle funktionelle
Eigenschaften bei Aufrechterhaltung solcher gewünschter Eigenschaften wie
Porosität, Atmungsaktivität und angenehmes Gefühl beim Anfassen. Insbesondere
richtet sich die vorliegende Erfindung auf Verfahren zum gesteuerten und
selektiven Anordnen eines oder mehrerer Modifiziermittel und einer
härtbaren, durch Scheren verdünnbaren Polymerzusammensetzung in einer Bahn und um
das oder die Modifiziermittel an ausgewählten Stellen anzuordnen oder zu
konzentrieren. Die gesteuerte Anordnung von Modifiziermitteln erfolgt durch
Einbringen von zum gesteuerten und selektiven Anordnen des (der)
Modifiziermittel und härtbaren, durch Scheren verdünnbaren Polymerzusammensetzung
in der Bahn ausreichenden Energie. Die gesteuerte Anordnung erfolgt
vorzugsweise durch Beeinflussen von inhärenten chemischen und physikalischen
Eigenschaften der Modifiziermittel und der durch die Energie gesteuerten
Viskosität und Rheologie, die die Anordnung der Polymerzusammensetzung
verändert. Selektive Anordnung von Modifiziermitteln wird typisch ausgeführt
durch (1) gegebenenfalls Vorbehandlung einer Bahn mit ein oder mehreren
Modifiziermitteln durch aus dem Stand der Technik bekannte
Sättigungsverfahren, (2) gegebenenfalls Mischen von ein oder mehreren Modifiziermitteln
mit einer Polymerzusammensetzung, (3) Aufbringen der gegebenenfalls
gemischten Polymerzusammensetzung auf die Oberfläche der Bahn, (4) Verdünnen
der Zusammensetzung durch Scheren und Anordnen in der Bahn, (5)
gegebenenfalls Aufbringen von ein oder mehreren Modifiziermitteln auf die Oberfläche
der behandelten Bahn und Einbringen des (der) Modifiziermittel in die Bahn
und Polymerzusammensetzung und (6) Härten der Polymerzusammensetzung. Diese
Arbeitsweise ergibt eine Bahn mit auf oder in der Bahn ausgerichteten
Modifiziermitteln: (a) einen dünnen Film einer Polymerzusammensetzung, der
strukturelle Elemente (d. h. Fasern oder Filamente), die die Bahn bilden
einkapselt, jedoch mindestens einige Zwischenräume offen lässt, (b) eine
Innenschicht einer Polymerzusammensetzung zwischen der oberen und der
unteren Oberfläche der Bahn oder (c) gewisse Kombination von (a) und (b).
2. Beschreibung von nahekommendem Stand der Technik
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Im Stand der Technik wurde vorgeschlagen, poröse Bahnen, insbesondere
Gewebe mit Siliconharzen und auch mit Fluorchemikalien zu behandeln.
Konventionelle Behandlungen von Bahnen fallen in zwei allgemeine Kategorien von (i)
Oberflächenbeschichtungen und (ii) Sättigungen und Imprägnierungen.
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Beispielsweise offenbaren US-A-(s) 3,436,366; 3,639,155; 4,472,470;
4,500,584 und 4,666,765 mit Silicon beschichtete Gewebe.
Silikonbeschichtungen sind im allgemeinen dafür bekannt, dass sie relativ inert gegenüber
extremen Temperaturen sind, beides, Hitze und Kälte und relativ beständig
sind gegenüber Ozon und ultraviolettem Licht. Silikonbeschichtungen können
auch selektiv schmutzabweisend sein, verbesserte Festigkeit und/oder
Flammbeständigkeit aufweisen. Behandlung mit Fluorchemikalien ist bekannt, um
Eigenschaften zu verleihen, wie Beständigkeit gegenüber Verschmutzen,
Fettbeständigkeit und dergleichen.
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Gewebebehandlung mit Fluorchemikalien und Siliconen nach dem Stand der
Technik können nachweislich nur die Seite des Gewebes schützen, auf die sie
aufgebracht werden. Diese Behandlungen verändern wesentlich das Gefühl beim
Anfassen oder Berühren der behandelten Seite. Ältere Beschichtungen von
Geweben mit Silicon verleihen typischerweise diesen ein schlechtes
Berührungs- oder Tastempfinden und verleihen der beschichteten Seite des Gewebes
eine gummierte Ausrüstung, die für viele Verwendungen der Gewebe,
insbesondere Kleidungsstücke, nicht gefällt.
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In US-A-4,454,191 ist ein wasserdichtes und Feuchtigkeit ableitendes Gewebe
beschrieben, das mit einem hydrophilen Polymer beschichtet ist. Das Polymer
ist ein verdichteter Schaum aus einem Acrylharz, modifiziert mit
Polyvinylchlorid oder Polyurethan und wirkt als eine Art Schwamm, der Überschuss von
Wasserdampf aufnimmt. Andere mikroporöse Polymerbeschichtungen wurden im
Stand der Technik verwendet, um Bekleidungsstücke atmungsaktiv, jedoch
wasserdicht zu machen.
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Zahlreiche Polyorganosiloxanzusammensetzungen sind im Stand der Technik
beschrieben, die verwendet werden können zum Herstellen von Beschichtungen,
die Gewebe wasserabweisend machen. Typisch für solche Lehren ist das
Verfahren, das in US-A-4,370,365 beschrieben ist, in dem ein wasserabweisendes
Mittel offenbart ist, das zusätzlich zu einem Organohydrogenpolysiloxan
entweder ein oder eine Kombination von linearen Organopolysiloxanen mit
Alkengruppen und ein harzartiges Organopolysiloxan mit tetrafunktionellen
und monofunktionellen Siloxaneinheiten enthält. Die resultierende Mischung
ist katalytisch härtbar und in eine wässerige Emulsion dispergierbar. Das
Gewebe wird in die Emulsion getaucht und erwärmt. Das erhaltene Produkt
fühlt sich gut an und ist wasserdicht.
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Diese Art der Behandlung, um Gewebe wasserdicht zu machen, ohne dass das
Gefühl bei Berührung beeinflusst wird, ist üblicher, gut bekannter Stand
der Technik. Es wurde jedoch nicht gezeigt, dass Polyorganosiloxane auf
Gewebe in solcher Weise aufgebracht wurden, dass beides erreicht wird,
hoher Widerstand der Fasern/Filamente gegenüber Wasser und hohe
Durchlässigkeit gegenüber Wasserdampf.
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Als hohe Wasserdampfdurchlässigkeit wird hier ein Wert von mindestens etwa
500 g/m²/Tag, gemessen nach ASTM E96-80B verstanden. Große
Wasserdichtigkeit wird hier definiert mittels selektiver Prüfmethoden, die später in der
Beschreibung diskutiert werden. Diese Methoden befassen sich insbesondere
mit dem Widerstand von Geweben und ihren Faserbestandteilen gegenüber
Wasser.
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Oberflächenbeschichtungen von porösen Bahnen sind beispielsweise
beschrieben in US-A-(s)-4,478,895; 4,112,179; 4,297,265; 2,893,962; 4,504,549;
3,360,394; 4,293,611; 4,472,470 und 4,666,765. Diese
Oberflächenbeschichtungen verleihen der Oberfläche einer Bahn zahlreiche Eigenschaften, jedoch
imprägnieren sie im wesentlichen nicht die Fasern der Bahn. Diese
Beschichtungen verbleiben auf der Oberfläche und schaffen keinen Film auf einzelnen
inneren Fasern und/oder Garnbündeln der Bahn. Zusätzlich weisen solche
Beschichtungen der Bahnoberfläche die Tendenz zum schnellen Abwaschen auf.
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Bahnbehandlungen des Standes der Technik durch Sättigung oder Imprägnierung
weisen ebenfalls Grenzen auf. Sättigung, ausgeführt durch Eintauchen beim
Durchlauf oder dergleichen, führt zu unterschiedlichen Konzentrationen
einer gegebenen Chemikalie beim Tränken.
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Zur Behandlung von flexiblen Bahnen durch starkes Tränken oder Imprägnieren
mit Polymermaterialien, wie einem Siliconharz, wird im Stand der Technik
vorgeschlagen, die flexible Bahn oder Gewebe in ein Durchlaufbad
einzutauchen unter Verwendung von flüssigem Siliconharz mit niedriger Viskosität,
so dass die niedrig viskose Flüssigkeit leicht hineinfließen kann und darin
adsorbiert oder absorbiert wird. Das mit Siliconharz behandelte Produkt ist
üblicherweise eine gummierte Bahn oder Gewebe, das stark mit Silicon
imprägniert ist. Eine derart behandelte Bahn weicht wesentlich von ihrem
ursprünglichen Tastempfinden und im sichtbaren Aussehen ab und hat statt
dessen die charakteristischen Gummiei genschaften eines gehärteten
Siliconpolymers.
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US-A-2,673,823 lehrt das Imprägnieren eines Polymers in Zwischenräume eines
Gewebes und vollständiges Auffüllen der Zwischenräume. Die Lehre dieses
Patent schafft keine Kontrolle der Sättigung des Gewebes. Es lehrt
vollständige Sättigung der Zwischenräume des Gewebes.
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Das Aufbringen von flüssigen oder pastösen Zusammensetzungen auf Textilien
nach dem Stand der Technik, zum Zwecke der Sättigung und/oder
Imprägnierung, wird üblicherweise durch ein Tauchverfahren ausgeführt. Insbesondere
bei flexiblen Bahnen, einschließlich Geweben, und Tauchbeschichtung einer
flüssigen oder pastösen Zusammensetzung einer Bahn erfolgt dies
beispielsweise durch das sogenannte Klotz-Verfahren, bei dem das Gewebematerial erst
durch ein Bad und anschließend durch Abquetschwalzen geführt wird. Das
Verfahren wird teilweise als Einfachtauchverfahren einfach "Nippklotzen"
genannt. Alternativ kann beispielsweise das Gewebe durch Abquetschwalzen
hindurchgeführt werden, wobei die Unterseite der einen eine flüssige oder -
pastöse Zusammensetzung trägt und diese Arbeitsweise manchmal Doppel tauchen
oder Doppel nipp-Klotzen genannt wird.
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Bahnbehandlung nach dem Stand der Technik, bei der eine Zusammensetzung in
Zwischenräume einer Bahn unter Aufrechterhaltung von gewisser
Atmungsaktivität gedrückt wird, beruht auf Verwendung niedrigviskoser Zusammensetzung
oder Lösemitteln, um das Fließen der Zusammensetzung zu unterstützen. In
US-A-3,594,213 ist ein Verfahren beschrieben zum Imprägnieren oder
Beschichten von Geweben mit flüssigen Zusammensetzungen, um ein
atmungsaktives Gewebe auszubilden. Nach der Lehre dieses Patentes wird in die
Zusammensetzung keine Energie eingebracht, um sie zu verflüssigen, während sie
in die Zwischenräume der Bahn gedrückt wird. Die Zusammensetzung ist im
wesentlichen verflüssigt vor der Anordnung auf und in der Bahn.
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US-A-4,588,614 lehrt ein Verfahren zum Einbringen eines aktiven Mittels in
einen porösen Träger. Die Arbeitsweise dieses Patentes verwendet ein
Lösemittel, um das Einbringen des aktiven Mittels in die Bahn zu unterstützen.
Das aktive Mittel ist ein nicht härtbares Mittel, weil das Beaufschlagen
mit Wärme zu einer Verringerung der Viskosität führt.
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In US-A-(s) 4,472,470 und 4,500,584 ist eine Siliconharzzusammensetzung des
Standes der Technik beschrieben, die Polysiloxan mit endständigen
Vinylgruppen aufweist und üblicherweise bei 25ºC eine Viskosität von bis zu etwa
2.000.000 mPas (Centipoise) aufweist und ein harzartiges
Organosiloxanpolymer enthält. Die Zusammensetzung enthält ferner einen Platinkatalysator und
ein Organohydrogenpolysiloxan-Vernetzungsmittel und ist üblicherweise
flüssig. Diese Zusammensetzung ist härtbar bei einer Temperatur von
Raumtemperatur bis 100ºC oder höher, in Abhängigkeit von Parametern, wie der in der
Zusammensetzung enthaltenen Menge von Platinkatalysator, Zeit und
Härtungstemperatur.
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Solche Zusammensetzungen können zusätzlich Füllstoffe enthalten,
einschließlich feinteiligen anorganischen Füllstoffen.
Siliconharzzusammensetzungen, die frei von jeglichen Füllstoffen sind, sind im allgemeinen
transparent oder transluzent, während Siliconzusammensetzungen mit Füllstoffen
transluzent oder opak sind, in Abhängigkeit vom speziellen verwendeten
Füllstoff. Gehärtete Siliconharzzusammensetzungen sind unterschiedlich,
mehr harzartig oder hart, in Abhängigkeit von Parametern wie dem Verhältnis
von herzförmigem Copolymer zu Polysiloxan mit endständigen Vinylgruppen,
der Viskosität des Polysiloxans und dergleichen.
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Härten (einschließlich Polymerisation und gesteuerter Vernetzung) kann die
gleichen Reaktionen einschließen. Jedoch bei der Endausrüstung von Gewebe
nach dem Stand der Technik, können diese Ausdrücke verwendet werden, um
unterschiedliche Phänomene zu bezeichnen. Deshalb kann steuerbare und
gesteuerte Härtung, wie sie im Stand der Technik beschrieben ist, nicht das
gleiche sein, wie gesteuerte Vernetzung. Bei der Endausrüstung nach dem
Stand der Technik ist Härten ein Verfahren, bei dem die Harze oder
Kunststoffe in oder auf den Textilmaterialien verankert werden, üblicherweise
durch Erwärmen. Gesteuertes Vernetzen kann angesehen werden als eine von
Härten bei der Endausrüstung des Gewebes getrennte chemische Reaktion.
Gesteuerte Vernetzung kann auftreten zwischen Stoffen, die bereits gehärtet
sind. Gesteuertes Vernetzen kann Fasern stabilisieren, wie Cellulosefasern
durch chemische Reaktion mit verschiedenen Verbindungen, die darauf
aufgebracht sind. Gesteuertes Vernetzen kann die mechanischen Eigenschaften
verbessern, wie die Knitterbeständigkeit und kann das Anfühl verhalten und den
Faltenwurf der Bahn wesentlich verbessern und steuern. Polymerisation kann
sich beziehen auf Polymerbildung oder Polymerwachstum.
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Gewebe des Standes der Technik, die funktionelle Eigenschaften aufweisen,
wie antimikrobielle Aktivität, blutabweisend, elektrisch leitfähig,
feuerbeständig und dergleichen haben Oberflächenbeschichtungen oder weisen
Materialschichten auf, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Druckschriften
des Standes der Technik beschreiben Erzeugnisse mit verbessertem Verhalten
und funktionellen Eigenschaften zu Lasten von Komfort und Atmungsaktivität.
Größerer Komfort geht zu Lasten maximaler Funktionalität und größere
Funktionalität verringert Komfort.
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US-A-(s) 4,872,220; 5,024,594; 5,180,585; 5,335,372 und 5,391,423
beschreiben Erzeugnisse, die Schichten von Geweben und/oder Polymeren verwenden, um
Schutz zu verleihen gegenüber Hindurchtreten von Blut, Mikroben und Viren
durch die Gewebe. US-A-4,991,232 beschreibt eine medizinische
Schutzkleidung, die eine Vielzahl von Lagen enthält, um das Hindurchtreten von Blut
durch die Kleidung zu verhindern.
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Andere Erzeugnisse des Standes der Technik weisen "Zonen" mit dünnen
Oberflächenfilmen auf, um spezielle funktionelle Eigenschaften zu erzeugen.
Beispielsweise beschreibt US-A-5,110,683 Erzeugnisse, die eine
halbmetallische Zone und eine elektrisch isolierende Zone, die übereinander angeordnet
sind, aufweisen. In US-A-5,085,939 ist eine mit einem dünnen Polymerfilm
beschichtete Bahn beschrieben, die eine elektronische Einrichtung in Form
eines dünnen Films auf der Oberfläche des dünnen Films aufweist. In US-A-
4,961,985 ist eine Beschichtung mit speziellen funktionellen Eigenschaften
beschrieben.
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Aus WO 89/08553 ist eine flexible poröse Bahn bekannt, die mit einer
Siliconpolymerzusammensetzung behandelt ist. Die verbundenen Fasern mit den
dazwischenliegenden Zwischenräumen sind von dem Siliconpolymer
eingekapselt. Es sind jedoch vorzugsweise einige oder alle Zwischenräume trotzdem
offen. Das Siliconpolymer ist hauptsächlich auf Oberflächenteilen der
Fasern der Bahn angeordnet.
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WO 96/30432, das ein Dokument nach Artikel 54(3) EPÜ ist, bezieht sich auf
die gesteuerte Anordnung einer Polymerzusammensetzung in einer porösen
Bahn. Die Bahn weist einige ihrer Fasern oder ihrer strukturellen Elemente
auf, die von der Polymerzusammensetzung eingekapselt sind, wobei mindestens
einige der Zwischenräume der Bahn offen sind und weist eine Innenschicht
der Polymerzusammensetzung auf, die sich durch die Bahn in einer generellen
Richtung erstreckt im Abstand von mindestens einer der Hauptoberflächen der
Bahn.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, poröse Erzeugnisse zu
schaffen mit verbessertem Verhalten und funktionellen Eigenschaften unter
Aufrechterhaltung von Atmungsaktivität und Anfühl verhalten.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch ein poröses Erzeugnis, enthaltend eine
poröse Bahn aus einer Vielzahl von Fasern oder Filamenten mit Zwischenräumen
zwischen denselben und mindestens teilweise gehärtetes Material, das von
einer härtbaren, durch Scheren verdünnbaren thixotropen
Polymerzusammensetzung herrührt, die einen dünnen Film ausbildet, der im wesentlichen die
meisten Fasern oder Filamente einhüllt, jedoch mindestens einige
Zwischenräume offen lässt und eine Innenschicht in Abstand von den äußeren
Oberflächen der Bahn, die im wesentlichen durchgehend ausgefüllt ist, durch die
Kombination der darin angeordneten Polymerzusammensetzung und die Fasern
und Filamente der Bahn im Bereich der Innenschicht, und wobei mindestens
ein Modifiziermittel/Zusatz selektiv angeordnet ist im wesentlichen auf
oder im einhüllenden Film und/oder im wesentlichen auf oder in der
durchgehenden Innenschicht, wobei das Modifiziermittel/der Zusatz mindestens eins
ist von (i) Modifiziermittel mit reaktiven Gruppen, (ii) Modifiziermittel,
das eine biologisch aktive Verbindung ist, (iii) Zusatz, der gesteuerte
Abgabe von Mitteln aus dem behandelten Träger fördert, (iv) Zusatz, der die
Haftung zwischen Behandlungsmaterialien und dem Träger unterstützt, (v)
Zusatz, der ein Hydrogel bildet.
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Vorzugsweise ist das Modifiziermittel (i) mit reaktiven Gruppen ausgewählt
aus Polyurethan, Phenol harzen, Polyharnstoffharzen, Polyolefinen.
Polyamiden, Polysiloxanen, Polysulfiden, Polyvinylestern oder Polyacetal harzen.
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Vorzugsweise ist das Modifiziermittel (ii) ein Enzym, Antikörper, Antigen
und der Zusatz (iii) ist ein wasserlösliches hygroskopisches Salz und der
Zusatz (v) ist ausgewählt aus Polyacrylsäuren,
Natriumcarboxymethylcellulose, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Gelatine, Carageenan und anderen
Polysacchariden, Hydroxyethylenmethacrylsäure (HEMA).
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Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung enthält das mindestens
teilweise gehärtete Material ein oder mehrere Zusätze, ausgewählt aus
Biociden, therapeutischen Mitteln, Klebstoffen, Verfahrenshilfsmitteln,
feuchtigkeitssteuernden Mitteln, wasserabweisenden Mitteln, Ionenaustauschern,
lichtreflektierenden Mitteln, Farben und Pigmenten, Antischimmelmitteln,
Leitfähigkeitsmitteln, Eiweißen, Handmodifiziermitteln, blutabweisenden
Mitteln, flexibilitätsauslösenden Mitteln, Lichtbeständigkeit erzeugenden
Mitteln, Antiverrottungsmitteln, Antiverfärbungsmitteln, Fettbeständigkeit
erzeugenden Mitteln, UV-Strahlungsabsorbierenden Mitteln, Füllstoffen,
Mattierungsmitteln, elektrisch leitenden Mitteln, wärmeleitenden Mitteln,
Feuerbeständigkeitsmitteln, Antistatika, Submicronteilchen, elektromagnetische
Strahlung abschirmenden Mitteln oder Radiofrequenz abschirmenden Mitteln.
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Bei dem Verfahren zur gesteuerten Anordnung von Modifiziermitteln, bewirkt
die Beeinflussung von inhärenten chemischen und physikalischen
Eigenschaften der Modifiziermittel und die durch Energie gesteuerte Viskosität und
Rheologie die modifizierte Anordnung der Polymerzusammensetzung. Dies wird
erreicht durch (1) gegebenenfalls Vorbehandlung einer Bahn mit ein oder
mehreren Modifiziermitteln durch aus dem Stand der Technik bekannte
Sättigungsverfahren, (2) gegebenenfalls Mischen eines oder mehrerer
Modifiziermittel mit einer Polymerzusammensetzung, (3) Aufbringen der gegebenenfalls
gemischten Polymerzusammensetzung auf die Oberfläche der Bahn, (4)
Scherverdünnen der Zusammensetzung und Anordnen in der Bahn, (5) gegebenenfalls
Aufbringen ein oder mehrerer Modifiziermittel auf die Oberfläche der
behandelten Bahn und Eindrücken des (der) Modifiziermittel in die Bahn und
Polymerzusammensetzung und (6) Härten der Polymerzusammensetzung.
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Zusätze und/oder Modifiziermittel können mit der Polymerzusammensetzung
gemischt werden vor, während und nach dem Aufbringen der Zusammensetzung
auf eine poröse Bahn. Um ein oder zwei Zusätze nach dem Aufbringen der
Polymerzusammensetzung auf die Bahn aufzubringen, werden die Zusätze vor dem
Härten aufgesprüht. Die Beaufschlagung von Druck verursacht Imprägnierung
der Zusätze in die Oberfläche oder Bodenfläche der Bahn und in die
Polymerzusammensetzung innerhalb der Bahn.
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Die Polymerzusammensetzung, die ein oder mehrere Zusätze oder
Modifiziermittel (i), (ii), (iii), (iv) und (v) enthält, wird auf die Oberfläche der
Bahn aufgebracht. Nach dem Aufbringen des Polymers auf die Bahnoberfläche
wird die Polymerzusammensetzung vorzugsweise unmittelbar durch Scheren
verdünnt, um gesteuert und signifikant ihre Viskosität zu erniedrigen und sie
an ausgewählten Plätzen in der Bahn anzuordnen. Um dieses Verfahren zu
unterstützen, wird die Bahn vorzugsweise deformiert, üblicherweise durch
Strecken an der Stelle des Verdünnens durch Scheren. Diese Deformierung
bewirkt das Eintreten der Polymerzusammensetzung in die Bahn durch eine
doppelte oder duale Verdünnung durch Scherung.
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Die Hauptenergiequellen, die zur Orientierung der Zusätze verwendet werden,
sind chemische, mechanische oder Strahlungsquellen. Chemische Quellen zur
Ausrichtung der Zusätze schließen ein, sind jedoch nicht begrenzt auf
zwischenmolekulare Kräfte wie Ionenkräfte, von der-Waals-Kräfte, Wasserstoff
bindende Kräfte, polare Anziehungskräfte, elektrostatische Kräfte und
dergleichen. Mechanische Quellen beziehen sich auf das Verdünnen durch
Scheren, das auftritt an ein oder mehreren Blades und dem unter Druck
erfolgenden Aufbringen von Modifiziermitteln am Spalt der Austrittswalzen. Wenn die
Polymere eine extrem niedrige Viskosität erreichen durch Hindurchführen
unter ein oder mehreren Blades, bewirkt die Scherenergie, dass Zusätze oder
Modifiziermittel enthaltend entweder Teilchen oder Material mit anderem
Molekulargewicht sich zu trennen und in die Oberfläche des Polymers zu
migrieren. Strahlenquellen schließen Verfahren zum Härten der
Polymerzusammensetzung ein. Vorzugsweise wird ein Ofen zum Härten der
Polymerzusammensetzung verwendet.
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Erfindungsgemäße gesteuerte Anordnung der Polymerzusammensetzung und ein
oder mehrerer Modifiziermittel in der Bahn kann ausgeführt werden mit einer
Grundausführung einer Anlage, das ist einfach ausgedrückt, ein Auftragswerk,
um viskoses Polymer auf die Oberfläche der Bahn aufzubringen, ein
Paar von Einrichtungen, um Spannung an einen Abschnitt der Bahn anzulegen,
und ein Blade, das gegen die Bahn im unter Spannung stehenden Abschnitt
drückt. Die Bahn wird unter Spannung unter dem Blade hindurchgezogen, oder
alternativ wird das Blade relativ zur Bahn bewegt und die durch das Blade
entwickelten Kräfte bewirken, dass die Polymerzusammensetzung in die
dreidimensionale Matrix der Bahn fließt und gesteuert aus der Bahn abgezogen
wird, so dass ein oder mehrere Modifiziermittel orientiert zurückbleiben
auf oder in einem dünnen Film von Polymer der ausgewählte Fasern einkapselt
oder auf oder in der Innenschicht von Polymer, oder auf einer oder beiden
Oberflächen der Bahn oder einer gewissen Kombination dieser Alternativen.
Die Bahn wird anschließend entspannt und gehärtet.
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Die vorliegende Erfindung schafft Bahnen, Fasern und Gewebe, die
verschiedene erwünschte physikalische und funktionelle Qualitäten aufweisen, durch
Kombinieren der Verwendung von eingekapselten Fasern und Filamenten und
einer atmungsaktiven oder gesteuerten Porengröße der Innenschicht mit einem
oder mehreren erfindungsgemäßen Modifiziermitteln und einer gesteuerten
Veränderung der Oberflächenchemie. Solche Bahnen, Fasern und Gewebe können
verwendet werden zum Herstellen eines großen Bereiches von Produkten,
einschließlich, jedoch nicht begrenzt auf, Teppiche, Spezialbekleidung,
Sportbekleidung, biotechnische Oberflächen für diagnostische Zwecke,
Inkontinenzprodukte, medizinische Produkte, medizinische Schutzkleidung und
Polstermittel. Durch Verwendung der Erfindung können Bahnen, Fasern und Gewebe
hergestellt werden mit einem breiten Bereich von gewünschten physikalischen
und funktionellen Eigenschaften.
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Oberflächenchemie wird gesteuert durch Verwendung ausreichender
Bahnspannung und Energie an der Vorderseite des Blade, um Fluorchemikalien oder
andere Modifiziermittel von der Bahn zu entfernen, so dass dann
Oberflächenausrichtung und/oder Ausblühen ausgelöst wird. Die Bahnen oder Gewebe
können Fasern in Form von Monofilamenten, Garnen, Stapelfasern oder
dergleichen enthalten. Die Bahnen oder Gewebe können auch aus einer Matrix mit
offenporigen Zellen oder Poren bestehen. Die Bahnen oder Gewebe können ein
textiles Flächengebilde sein, dass gewebt oder nicht gewebt ist mit Fasern,
die jede gewünschte Zusammensetzung aufweisen können. Die Bahnen oder
Gewebe sind im allgemeinen dehnbar, jedoch nicht so weich oder elastomer, um
erfindungsgemäß verarbeitet werden zu können.
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Die nach dem Verfahren behandelten Bahnen enthalten ein oder mehrere
Modifiziermittel und ein härtbares oder teilweise härtbares Polymer oder
Copolymer, das Monomere enthalten kann, wobei diese anwesend sind als ein Film,
Beschichtung oder Schicht innerhalb einer Bahn, die mindestens einen Teil
der Fasern oder Zellen oder Porenwände der Bahn einhüllt oder einkapselt.
Die Innenschicht ist ein Bereich, im allgemeinen in Abstand von den Außen-
Oberflächen der Bahn, die im wesentlichen durchgehend gefüllt ist mit der
Kombination des gesteuert angeordneten Polymers und den Fasern und
Filamenten der Bahn in diesem Bereich. Die Zwischenräume oder offenen Zellen im
Bereich der Innenschicht sind ebenfalls im wesentlichen gefüllt. Die Außen-
Oberflächen der Bahn sind im wesentlichen frei von jeglichen anderen
Polymerablagerungen als dem dünnen Film, der die Oberfläche von Fasern und
Filamenten einkapselt. Die Bahn bleibt jedoch atmungsaktiv, wasserbeständig
oder wasserdicht und weist die Funktionalität des Modifiziermittels auf,
das in der Bahn und/oder der Polymerzusammensetzung angeordnet ist.
Beispielsweise weist eine Bahn, die ein synthetisches seideähnliches Protein
als Modifiziermittel enthält, Funktionalität des "Anfühlens wie Seide" auf.
Die Dicke der Innenschicht liegt allgemein im Bereich von 0,01 bis 50 um.
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In mikroskopischem Maßstab kann eine erfindungsgemäß behandelte Bahn,
beispielsweise ein Gewebe, als einen komplexen Aufbau aufweisend angesehen
werden, jedoch im allgemeinen ist die Innenschicht bei mikroskopischer
Prüfung unterscheidbar, wie es aus den beigefügten
rastereiektronenmikroskopischen Aufnahmen, die später erläutert werden, ersichtlich ist.
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In Abhängigkeit von den bei der Herstellung angewandten Bedingungen kann
eine erfindungsgemäß hergestellte Bahn vorzugsweise ein Anfühl empfinden bei
Berührung mit Hand aufweisen, das mit dem der unbehandelten Bahn vergleichbar
ist. In einigen Fällen kann der Unterschied beim Anfassen mit Hand
zwischen behandelten und unbehandelten Bahnen nicht wahrnehmbar sein, kann
jedoch messtechnisch aufgrund der gesteuerten Vernetzung des Polymeren
erfassbar sein. Dies ist besonders überraschend im Hinblick auf die
wesentliche Menge von Polymer, die der Bahn zugeführt wurde. Eine behandelte Bahn
hat eine Atmungsaktivität, die vorzugsweise einen hohen Prozentsatz der
unbehandelten Bahn erreichen kann, trotz der relativ großen Menge an
vorhandenem Polymer.
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Eine Polymerzusammensetzung mit einer Ausgangsviskosität im Bereich von
größer als 1.000 mPas (Centipoise), jedoch weniger als 2.000.000 mPas
(Centipoise), wird vorzugsweise zum Herstellen behandelter Bahnen verwendet.
Falls erwünscht, können Zusätze und/oder Modifiziermittel in die
Zusammensetzung eingemischt werden, um die Eigenschaften solcher Zusammensetzung
oder Bahn einzustellen und zu verbessern, wie Viskosität und/oder
Rheologie, Brennbarkeit, Reflexionsvermögen, Flexibilität, Leitfähigkeit,
Lichtbeständigkeit, Schimmelbeständigkeit, Verrottungsbeständigkeit,
Verfärbungsbeständigkeit, Fettbeständigkeit und dergleichen. Im allgemeinen weist
eine erfindungsgemäß behandelte Bahn eine verbesserte Beständigkeit auf.
Diese Additive werden im allgemeinen durch die technische Verdünnung der
Polymerzusammensetzung durch Scheren und werden durch die Arbeitsweise und
Vorrichtung erfindungsgemäß gesteuert ausgerichtet auf der Oberfläche des
dünnen Films auf den eingekapselten Fasern und/oder beiden Oberflächen der
Innenschicht oder auf einer oder auf beiden Oberflächen der Bahn oder
gewissen Kombinationen der zuvor beschriebenen Alternativen.
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Die Bahn kann das meiste oder sogar im wesentlichen vollständig das
Anfühlverhalten im ursprünglichen unbehandelten Zustand behalten, auch nach
längeren Gebrauchsperioden, und weist ausgezeichnete Abriebbeständigkeit auf.
Im Gegensatz dazu verlieren unbehandelte Bahnen nach längerem Gebrauch
ihren Original zustand und weisen geringere Abriebbeständigkeit auf. Dies wird
erreicht durch die Ausbildung einer Innenschicht, die verhindert, dass neue
Faseroberflächen frei werden, so dass der Anteil an unbehandelten Oberflächen
minimiert ist, die sich sehr viel schneller abbauen, als die
behandelter Fasern. Die behandelte Bahn kann sehr oft mit Waschmitteln in
Waschmaschinen gewaschen werden, ohne dass erkennbare Änderung oder Zerstörungen
auftreten. Die Zusammensetzung der Polymermatrix verlängert die
Verwendungsdauer und Lebensdauer einer Bahn, üblicherweise mindestens um eine
Größenordnung in Abhängigkeit von Faktoren wie Bahntype, Ausmaß und Typ der
erfindungsgemäßen Behandlung und so weiter.
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Gegebenenfalls und wie zuvor angedeutet, können Mittel oder Zusätze, die
über die Polymerzusammensetzung in die Bahn eingebracht werden, stabil
fixiert und selektiv in der Bahn mit dem gehärteten Polymer angeordnet
werden. Zum Beispiel Mittel wie UV-Absorber, Mattierungsmittel,
Reflexionsverstärker, antimikrobielle Mittel, Proteine, Antikörper, pharmazeutische
Wirkstoffe, Zellwachstum unterstützende Stoffe, Flammbeständigkeitsmittel,
wärmeabsorbierende Mittel, Antistatika, Mikrokapseln enthaltende chemische
Mittel, die zeitverzögert freigesetzt werden und dergleichen sind
vorzugsweise im wesentlichen auf den Oberflächen der Fasern der Bahnen angeordnet.
Wenn diese Mittel in den einhüllenden Polymerfilm eingeflossen sind, sieht
es so aus, als ob sie dort bleiben, wo sie abgelagert wurden. Bevorzugt
wird zur Zeit, für UV-strahlenbeständige Bahnen erfindungsgemäß eine
Siliconpolymerzusammensetzung zu verwenden, die ein Benzophenon enthält.
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Zahlreiche andere und weitere Merkmale, Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung sind für den Fachmann ersichtlich aus der Beschreibung in
Verbindung mit den Zeichnungen, wobei die derzeit bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung nur beispielhaft wiedergegeben sind. Es wird ausdrücklich
davon ausgegangen, dass die Zeichnungen und die entsprechenden Teile der
Beschreibung nur zur Erläuterung der Erfindung dienen und die Erfindung
nicht begrenzen.
Kurze Beschreibung der Abbildungen
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Abb. 1 ist eine graphische Darstellung des rheologischen Verhaltens
von Polymeren, die erfindungsgemäß verwendet werden.
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Abb. 2 ist ein schematisches Vectordiagramm zur Darstellung der
Oberflächenspannungskräfte.
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Abb. 3 ist eine graphische Darstellung der Abhängigkeit des Kontakt -
Winkels auf einer glatten, festen Oberfläche.
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Abb. 4 zeigt in Form einer Übersicht eine Ausführungsform eines
Blades, das geeignet ist zur Verwendung in einer Vorrichtung, wie
sie zum Behandeln der Bahn mit der Polymerzusammensetzung
verwendet wird.
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Abb. 5 zeigt schematisch die derzeit bevorzugte Ausführungsform einer
Vorrichtung, wie sie zur Behandlung der Bahn mit der
Polymerzusammensetzung verwendet wird.
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Abb. 6a bis 6g sind Rastereiektronenmikroskop(SEM)-Mikrophotographien
und Elementaranalysen, die zahlreiche Ergebnisse in
Gewebefasern und Filamenten aus der Rückstreuprüfung wiedergeben.
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
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Erfindungsgemäß werden poröse Erzeugnisse geschaffen, die eine poröse Bahn
enthalten mit einem härtbaren, thixotropen Material und ein oder mehreren
Modifiziermitteln darin.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung bilden das härtbare, thixotrope
Material und Modifiziermittel eine durchgehende Innenschicht aus, die
zwischen der oberen und der unteren Oberfläche der porösen Bahn angeordnet
ist. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung kapselt das härtbare
thixotrope Material und Modifiziermittel Fasern der Gewebebahn ein. Bei
einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Modifiziermittel
selektiv in der Bahn angeordnet. In jedem Falle können das oder die
Modifiziermittel an ausgewählten Stellen konzentriert sein.
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In einem speziellen Fall ist das Modifiziermittel selektiv angeordnet im
wesentlichen auf oder in dem einkapselnden Material oder im wesentlichen
auf oder in einer oder in mehreren Oberflächen der Bahn.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ausreichend Energie aufgebracht,
um das Modifiziermittel selektiv im wesentlichen auf oder in dem dünnen
Film, der die Fasern der Bahn einkapselt, anzuordnen oder auf oder in der
durchgehenden Innenschicht oder in gewissen Kombinationen dieser
Alternativen.
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Andere Variablen, die das Endprodukt beeinflussen, jedoch nicht direkt von
den Verfahren und den Vorrichtungen abhängen, schließen ein, ohne
Begrenzung, die Polymermischung, Ausgangsviskosität der Polymerzusammensetzung,
der Polymerzusammensetzung zugesetzte Beschleuniger, der
Polymerzusammensetzung beigefügte Zusätze, Typ der verwendeten Bahn, Umgebungstemperatur,
Feuchtigkeit, Luftverunreinigungen, Flusen auf der Bahn, Vorbehandlung der
Bahn, Oberflächentemperatur der Unterbahn und Feuchtigkeitsgehalt der Bahn.
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Bezüglich der Blades sind die vordere und die ablaufende Kante und die
Oberflächenausrüstung bei der Herstellung dieser Kanten wichtig. Eine harte
glatte Oberfläche von beiden Bladeseiten und -kanten ist erwünscht, um das
Polymer durch Scherung zu verdünnen und fließend zu halten, um die Friktion
to maximieren oder selektive Scherkräfte zwischen der Bahn und dem Polymer
und den Blades zu erzeugen. In einigen Fällen sollen die Blades
vorzugsweise in allen Richtungen stabil sein und minimale Resonanz aufweisen, um eine
gleichmäßige Bahnbehandlung zu erreichen.
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Die Vorrichtung hat Einrichtungen zum Drehen des Winkels jedes Blades, um ±
90º aus der Senkrechten. Um die Scherkräfte und die Anpresskräfte des
Blades gegen die Bahn, Polymer und Zusätze zu verändern, sind
Einstelleinrichtungen vorhanden, um das Blade senkrecht auf und ab und horizontal vor und
zurück zu bewegen. Alle drei Achsen sind wichtig, um die gewünschte
Steuerung zu bewirken, die das Einkapseln der Fasern und/oder Filamente, die
Anordnung der Zusätze und Orientierung auf der Faser und den Filamenten zu
bewirken, gegebenenfalls die interne Schicht auszubilden und die Dicke der
einkapselnden Filme oder internen Schicht zu steuern. Queranordnung des
Blades steuert die Mikrospannung und elastische Vibration der Bahn zwischen
der vorhergehenden Walze und dem Blade. Dadurch wird das Verhalten der Bahn
unmittelbar nach dem Austritt der Bahn vom Blade gesteuert und der in US-A-
4,539,930 beschriebene Coanda-Effekt gesteuert, so dass die gesteuerte
Anordnung der internen Schicht stattfindet.
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Änderung der Bahnspannung erzeugt Änderungen im Bahninneren wie der
Stellung der internen Schicht in der Bahn, ebenso stark oder wie gering
Einkapseln der Fasern auftritt und die Dicke des Films, der individuelle Fasern
und Filamente einkapselt. Spannung verursacht Deformation der Bahn. Diese
Deformation bewirkt das Eintreten der Polymerzusammensetzung in die Bahn
durch Auslösen einer doppelten oder zweifachen Verdünnung durch Scheren. Im
Falle einer Bahn wird dies erzeugt durch Zusammenwirken des Kantenzustandes
des Blades, des durch Scheren verdünnten Polymers, der Bahngeschwindigkeit
und der anschließenden Rückstellung der Fasern und Filamente unmittelbar
nach ihrem Passieren unter der Bladekante.
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An der vorderen Kante des Blade wird die Bahn in Längsrichtung gedehnt und
gleichzeitig das Polymer dynamisch durch Scheren verdünnt und in der Bahn
angeordnet und teilweise aus der Bahn entfernt, so dass eingekapselte
Fasern und Filamente und/oder eine interne Schicht zurückbleiben. Wenn die
Bahn die vordere Kante des Blade passiert hat, bewirken die elastischen
Rückstellkräfte der Bahn zusammen mit der Entspannung oder elastischen
Erholung der Fasern und Filamente die Einkapselung der Fasern und die
Veränderung der Oberflächenchemie (oder Rückwanderung an die Oberfläche). Es
wird angenommen, dass dies durch Abplatzen von einzelnen Fasern und
Filamenten auftritt. Entweder ziehen die Fasern und Filamente das Polymer aus
den Zwischenräumen oder die Rheologie des Polymers zieht es an die Fasern
und Filamente oder es tritt eine gewisse Kombination beider Wirkungen auf.
Im Endergebnis bewegt sich das Polymer in den Zwischenräumen an die Fasern
und Filamente, während sie sich auseinanderbewegen oder
auseinanderspringen, so dass dadurch Einkapseln der Fasern und Filamente erfolgt. Von der
unteren Oberfläche des Blades wird die Dicke, die Tiefe und die gesteuerte
Anordnung der internen Schicht bestimmt. Ein breiteres Blade erzeugt eine
dickere Innenschicht von Polymer. Außerdem schafft die Dynamik von Dehnung
und Entspannung der Fasern die erforderliche Energie zur Ausbildung des
dünnen einkapselnden Filmes der Polymerzusammensetzung auf den Fasern.
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Hindurchleiten der behandelten Bahn durch die Austrittsquetschwalzen drückt
die Fasern oder Gefügeelemente der Bahn zusammen. Die Härte und das
Material der Austrittsquetschwalzen beeinflusst die Endausrüstung der Bahn. Die
Austrittsquetschwalzen können entweder zwei Kautschukwalzen oder zwei
Stahlwalzen oder eine Stahlwalze und eine Kautschukwalze sein und die
Kautschukwalzen können unterschiedliche Durometerhärten aufweisen. Außerdem
bewirkt die Veränderung der Härte von einer oder beiden Quetschwalzen eine
Änderung der Kontaktfläche zwischen den Quetschwalzen und der Bahn, wenn
die Bahn hindurchläuft. Mit einer weicheren Walze tritt eine längere
Kontaktfläche auf und die Bahn ist in der Lage, (a) die Einkapselung von
individuellen Fasern und Filamenten, (b) die gesteuerte Anordnung der
Innenschicht und (c) gesteuerte Anordnung von Zusätzen in (a) und (b)
beizubehalten. Mit einer härteren Walze wird eine kleinere Kontaktfläche erzeugt,
die für schwerere Bahnen geeignet ist.
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Zusätzliche steuerbare Variablen sind die zahlreichen Einstellmöglichkeiten
jedes Blade, der Durometerhärte der Quetschwalzen, die Trennwirkung des
Spalts, die Oberflächencharakteristika des Spalts, die Führung und die
Vorbehandlung des Trägers. Einige der steuerbaren Parameter sind: 1)
Bahnspannung, 2) Eintrittswinkel des Gewebes an das Blade, 3) Bladewinkel, bezogen
auf die horizontale Stellung, 4) Anpressdruck des Blades ans Gewebe
(Bladehöhe), 5) Austrittswinkel des Gewebes vom Blade, 6) Bahngeschwindigkeit, 7)
Zahl der Blades, 8) Anfangsrheologie und Viskosität von Polymeren, 9)
Spaltdruck, 10) Druck am Eintrittsspalt, 11) statische Steuerung, 12)
Bladedicke und Form, 13) Polymer und Polymermischung, 14) Beschleuniger und
Hemmer, die den Polymeren zugesetzt werden, 15) Zusätze zu den Polymeren,
16) Temperatur des Härtungsofens, 17) Aufenthaltszeit im Härtungsofen, 18)
Trägertyp, 19) Umgebungstemperatur des Polymeren, 20) Feuchtigkeit und
dergleichen. Die Steuerung der zuvor beschriebenen Parameter bewirkt Ausrichtung
und Konzentration von Zusätzen und oder Modifiziermitteln auf oder in
dem (a) die individuellen Fasern und Filamenten einkapselnden dünnen Film,
der (b) Innenschicht, den (c) Oberflächen der Bahn und (d) gewissen
Kombinationen der vorstehenden Alternativen.
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Ein Anstieg der Bahnspannung bewirkt, dass weniger Polymer auf die Bahn
aufgebracht wird und außerdem wird mehr von dem, was auf die Bahn
aufgebracht wurde, wieder abgezogen. Bahnspannung tritt zwischen dem
Eingangszugständer und dem Ausgangszugständer auf (siehe Abb. 5). Die Spannung
ist hauptsächlich das Ergebnis unterschiedlicher Antriebsgeschwindigkeiten
des Eingangszugständers und des Ausgangszugständers, wobei der
Ausgangszugständer mit einer höheren Geschwindigkeit betrieben wird als der
Eingangszugständer. Andere Faktoren, die die Spannung beeinflussen, sind (1)
Bladewalzendurchmesser, (2) Absenkung der Blades auf die Bahn, (3)
Durometerhärte der Walze des Eingangszugständers und der Kautschukwalze des
Ausgangszugständers und (4) Friktion der Bahn beim Passieren unter den Blades. Je
größer der Bladewalzendurchmesser ist, um so höher ist die Bahnspannung.
Wenn die Antriebsgeschwindigkeit der Bahn konstant bleibt, führt erhöhte
Eindrucktiefe der Blades in die Bahn zu einem größeren
Mikrospannungszustand unter dem Blade. Gleichermaßen führt geringere Eindrucktiefe in die
Bahn zu Verringerung der Mikrospannung unter dem Blade. Je niedriger die
Durometerhärte der Walze des Eingangszugständers und der Kautschukwalze des
Ausgangszugständers ist, desto größer ist die Kontaktfläche oder
Spaltfläche zwischen den Walzen. Eine größere Kontaktfläche erzeugt mehr
Oberflächenfriktion und begrenzt Bahnrutschen und erhöhte die Spannung. Ebenso
kann Bahnrutschen beeinflusst werden durch Veränderung der
Oberflächentextur der Walzen, z. B. eine glatte Walze erlaubt stärkeres Gleiten als eine
stark abhebende oder rauhe Oberflächentextur. Ansteigende Friktion beim
Durchlauf des Gewebes unter den Blades erzeugt ebenso Spannung. Friktion
ist eine Funktion der Oberfläche am Boden der Blades. Größere Oberfläche
erhöht die Friktion, die zur höheren Spannung führt.
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Der Eintrittswinkel der Bahn an den Blades kann verändert werden durch die
eingestellte Höhe der Bladewalze, Durchmessers der Bladewalze, Bladewinkel,
Abstand zwischen vorherigen Bladewalzen und Blades und der Höhe der Blades.
Größere Höhe der Bladewalzen und Bladewalzendurchmesser erhöhen den
Eintrittswinkel am Blade. Drehung des Bladewinkels in Uhrzeigerrichtung aus
der Senkrechten, wobei sich die Bahn von links nach rechts bewegt, erhöht
den Eintrittswinkel. Ebenso führt die Drehung des Bladewinkels entgegen der
Uhrzeigerrichtung aus der Senkrechten, wobei sich die Bahn von links nach
rechts bewegt, zur Erniedrigung des Eintrittswinkels. Abnehmender Abstand
zwischen der Walze vor dem Blade und dem Blade verringert den
Eintrittswinkel. Erhöhung der Eindringtiefe der Blades nach unten in die Bahn
vermindert den Eintrittswinkel an den Blades.
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Der Winkel der Blades ist vollständig veränderbar und voll drehbar um 360º.
Die vollständige rotierende Drehachse ermöglicht es, mehr als ein Blade pro
Drehachse vorzusehen. Deshalb kann ein zweites Blade mit unterschiedlicher
Dicke, Abschrägung, Form, Resonanz, Textur oder Material montiert werden.
Im Idealfalle enthält die Vorrichtung zwei oder drei Blades pro
Blade-station.
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Die Bladehöhe oder der Bladedruck, mit der es gegen die Bahn wirkt, kann
erhalten werden durch senkrechte Anordnung der Blades in der Bladestation.
Je tiefer die Blades nach unten angeordnet sind, um so größer ist der
Druck. Bladedruck gegen die Bahn wird ebenso bewirkt durch die Bahnspannung
wie zuvor beschrieben. Die gleichen Parameter, die den Eintrittswinkel der
Bahn an den Blades beeinflussen, beeinflussen auch den Ablaufwinkel der
Bahn vom Blade. Jede Änderung der Walzenhöhe in senkrechter Richtung, der
Durchmesser oder der Abstand vom Blade, beeinflusst den Ablaufwinkel der
Bahn. Wenn der Winkel des Blades in Uhrzeigerrichtung, wie zuvor
beschrieben, gedreht wird, steigt der Eintrittswinkel der Bahn an und der
Ablaufwinkel wird geringer.
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Die Bahngeschwindigkeit ist proportional bei unterschiedlicher
Geschwindigkeit der Motoren, die den Eingangs- und Ausgangswalzenständer antreiben.
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Die Bahngeschwindigkeit kann die physikalischen Eigenschaften der Polymeren
beeinflussen, wenn die Bahn unter den Blades durchläuft.
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Die Zahl der Blades kann schwanken. Im allgemeinen ist mehr als ein Blade
erforderlich. Polymer wird zuerst auf die Bahn vor dem ersten Blade
aufgebracht. An diesem Blade kann sich an der Grenzfläche des Blades mit der
Bahn (Eintrittswinkel) ein sich drehender Wulst des Polymeren ausbilden.
Grundsätzlich wird ein hochviskoses Polymer aufgebracht und durch das
Verfahren des Verdünnens durch Scheren die Viskosität stark verringert, so
dass das Polymer in die Zwischenräume der Bahn eintreten kann. Jedes Blade
nach dem ersten Blade dient zur weiteren Steuerung der Rheologie und
Viskosität des Polymeren und setzt die gesteuerte Anordnung des Polymeren in der
Bahn fort. Sie ist verbunden mit gesteuerter Entfernung von überschüssigem
Polymer, um eine gleichmäßige Verteilung des Polymers in jedem Bereich zu
erreichen oder in einer Kombination von drei Bereichen von (a) dünnem
einkapselndem Film der einzelnen Fasern und Filamente, (b) gesteuerte
Anordnung der Innenschicht und (c) gesteuerte Anordnung von Zusätzen in (a) und
(b).
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Die Ausgangsverfahrensdynamiken für die Rheologie und Viskosität des
Polymers wird gewählt und bestimmt mit den erforderlichen Merkmalen zum
Erreichen von (a) der Einkapselung individueller Fasern und Filamente mit einem
dünnen Film, (b) gesteuerte Anordnung einer Innenschicht und (c) gesteuerte
Anordnung von Zusätzen in (a) und (b). Wenn die Viskosität des Polymeren
hoch ist, kann es erforderlich sein, das Polymer zuvor zu verdünnen.
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Der Eingangszugständer ist eine angetriebene Walze, proportional
angetrieben mit einer vorbestimmten niedrigeren Geschwindigkeit als der
Ausgangszugständer (siehe Abb. 5). Die Eingangs- und Ausgangszugständer sind
einstellbar von etwa 444,82 N (100 lbs) Kraft bis 49,82 KN oder mehr (5
Tonnen oder mehr) Kraft.
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Die unteren Walzen von beiden, Eingangszugständer und Ausgangszugständer,
weisen Feineinstellungsmöglichkeit, um den Spalt einzustellen und die
Walzen aufeinander auszurichten. Die Zusammensetzung der oberen Walze von
Eingangszugständer
und Ausgangszugständer wird gewählt aufgrund der
Durometerhärte aus Polyurethan oder Kautschuk. Die obere Walze des
Ausgangszugständers weist vorzugsweise eine Teflonhülle auf, die nicht mit den bei
diesem Verfahren verwendeten Polymeren reagiert. Die untere Walze des
Ausgangszugständers ist vorzugsweise chromplattiert oder aus hochpoliertem
Stahl, um die Beaufschlagung mit Druck des vorplacierten Polymer in der
Bahn zu verringern.
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Ein zusätzliches Walzenpaar kann zwischen den Blades angeordnet werden, um
den unter Spannung stehenden Bereich der Bahn in mehrere Teilzonen mit
Spannung aufzuteilen, mit Blades in ein oder mehreren der unter Spannung
stehenden Teilzonen. Dies ermöglicht es dem Betreiber, die Spannung an
jedem Blade einzustellen und dadurch die Anordnung der Zusätze in und auf der
Bahn zu steuern über das Steuern der Anordnung der Polymerzusammensetzung.
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Bladedicke und -form beeinflussen wesentlich die Bewegung struktureller
Elemente der Bahn während der Verarbeitung und noch wichtiger, das
viskoelastische Fließverhalten des Polymeren beim Steuern von (a) Einkapselung
individueller Fasern und Filamente mit einem dünnen Film, (b) gesteuerter
Anordnung der Innenbeschichtung und (c) gesteuerte Anordnung von Zusätzen
in (a) und (b). Die abgefaste Kante des Blades kann den Eintritt
senkrechter Bahnen beeinflussen und beeinflusst die Schärfe der Vorderkante des
Blades. Eine schärfere Vorderkante hat eine bessere Möglichkeit, das Gewebe
oder strukturelle Elemente der Bahn in Längsrichtung und Querrichtung zu
drücken und die Größe der Zwischenräume zu vergrößern. Wenn die Bahn die
Vorderkante des Blades passiert hat, nehmen die Zwischenräume ihre
ursprüngliche Größe durch Zusammenziehen oder Zurückspringen wieder ein. Die
Viskosität des Polymer ist verringert und das Polymer wird in der Bahn an
der Vorderkante des Blades angeordnet. Bladedicke und -form beeinflussen
die Polymeren und ihre ausgewählten Zusätze und deren Anordnung.
Vorzugsweise ist die Kombination der Vorderkante und den beiden Oberflächen (Seite
und Unterseite), die an der Vorderkante aufeinandertreffen, in Qualität RMS
8 oder besser geschliffen und/oder poliert. Dies erzeugt eine genaue
Vorderkante;
je präziser die Vorderkante ist, um so besser ist die Steuerung
des Verdünnens durch Scherung.
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Es gibt eine Zahl von vorqualifizierenden oder sich bei der Verarbeitung
entwickelnden Merkmalen von Polymeren, die das Steuern des Fließens und
Ausrichtung und Konzentration von Zusätzen und/oder Modifiziermitteln auf
oder in dem (a) die individuellen Fasern und Filamente einkapselnden dünnem
Film, der (b) der gesteuert angeordneten inneren Schicht, (c) einer oder
beiden Bahnoberflächen oder (d) gewissen Kombinationen derselben
verbessern. Mischen von Polymeren ist ein Weg, um ideale Fließbedingungen und
Placierungsverhalten zu erreichen. Ein Beispiel einer Mischung von
Polymeren ist das, bei dem ein Polymer ausgewählt ist wegen seiner physikalischen
Eigenschaften und gemischt wird mit einem anderen Polymer, das ausgewählt
ist wegen der Viskosität verändernden Eigenschaften. Zahlreiche Tests mit
unterschiedlichen Polymermischungen wurden ausgeführt. Polymermischungen
variieren durch beides, chemische und physikalische Haftung, Beständigkeit,
erforderliche Härtungszeit, erforderliche Härtungstemperatur, Flexibilität,
erforderliche Menge des Zusatzes in Prozent, Anforderungen an Wirksamkeit
und ästhetisches Aussehen.
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Beschleuniger und Inhibitoren, die den Polymeren zugesetzt werden, erzeugen
im allgemeinen drei Wirkungen. Ein beispielhafter Beschleuniger oder
Inhibitor ist ein Platinkatalysator, der ein Härtungs- oder
Vernetzungsverstärker ist. Erste Wirkung ist die Steuerung der Zeit und Temperatur der Bahn
während des Härtens. Härtungs- oder Vernetzungsverstärker kann den
Faltenwurf und das Gefühl beim Berühren der Bahn wesentlich unterstützen. Die
zweite Wirkung besteht darin, die Härtung zu verändern, so dass die Bahn
teilweise Härtung erreicht und weiter aushärtet nach Verlassen der
anfänglichen Heizzone. Diese zweite Wirkung unterstützt ebenfalls den Faltenwurf
und das Gefühl beim Anfassen der Bahn. Die dritte Wirkung von Inhibitoren
liegt darin, dass eine Halbhärtung erreicht wird und Aushärten in einem
späteren Zeitraum möglich ist.
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Zusätze, die den Polymeren zugesetzt werden, steuern wesentlich die
Oberflächenchemie. Das chemische Verhalten der Oberfläche wird gesteuert durch
Einbringen von Zusätzen, die beides haben, reaktive und biointeraktive
Fähigkeiten. Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung können die
Anordnung der Additive auf der Oberfläche des dünnen, die Fasern
einkapselnden Films steuern, ebenso von einer oder beiden Oberflächen der inneren
Schicht und entweder einer oder beider Oberflächen der Bahn oder jeder
Kombination der vorstehenden Möglichkeiten.
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Die Temperatur des Härtungsofens und die Quelle und Typ der Härtungsenergie
wird aus einer Zahl von Gründen gesteuert. Die Temperatur des Härtungsofens
wird gesteuert, um den gewünschten Vernetzungsstand zu erreichen, entweder
teilweise oder vollständig. Die Quelle und der Energietyp können ebenso die
Anordnung des Polymeren und der Additive beeinflussen. Beispielsweise kann
es durch Verwendung von einem hohen Grad von spezieller Infrarot- und
Konvektionsheizenergie zum Härten dazu kommen, dass einige Additive veranlasst
werden können, zu migrieren und/oder auf den Polymeroberflächen
auszublühen.
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Die Temperatur des Härtungsofens wird thermostatisch gesteuert auf eine
vorbestimmte Temperatur der Bahn und der verwendeten Polymeren.
Maschinenversuche von neuen Bahnen werden zuerst geprüft mit Ziehen von Hand, um die
Haftung, die Härtungstemperatur, Potential für Verhalten, Faltenwurf,
ästhetisches Aussehen usw. zu bestimmen. Die Wirkung auf die Bahn hängt von
der Ofentemperatur, der Aufenthaltszeit und der Härtungsgeschwindigkeit des
Polymeren ab. Bahnen können sich leicht unter Hitze ausdehnen.
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Die Aufenthaltszeit im Härtungsofen ist die Dauer, in der die Bahn im Ofen
ist. Die Aufenthaltszeit im Härtungsofen wird bestimmt durch die
Geschwindigkeit des Trägers im Ofen und die physikalische Länge des Ofens. Wenn die
Aufenthaltszeit und die Temperatur für eine spezielle Bahn am Maximum ist,
dann ist die Geschwindigkeit des Ofentransportbandes bestimmend für die
Geschwindigkeit der gesamten Prozesslinie, oder die Ofenlänge muss verlängert
werden, um die Aufenthaltszeit zu erhöhen, um einwandfreies
Durchhärten der Bahn sicherzustellen.
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Der physikalische Aufbau und die Chemie der Bahn ist kritisch. Der
Steuerungsgrad über die Rheologie des Polymeren und die Spannung der Bahn hängen
von dem physikalischen Aufbau und der Chemie der Bahn ab. Die ausgewählte
Bahn muss physikalische Eigenschaften aufweisen, die mit dem Fließverhalten
des Polymeren kompatibel sind.
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Die Umgebungstemperatur des Polymers bezieht sich auf den Startpunkt oder
den ersten Behandlungspunkt zum Steuern der Viskosität und Rheologie. Die
Prozessleitstelle kann die Raumtemperatur des Polymeren steuern durch eine
gesteuerte Polymerzufuhr und gesteuerte Bladetemperaturen.
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Feuchtigkeit kann in einigen Fällen das Härten des Polymeren hemmen oder
beschleunigen. Deshalb muss die Feuchtigkeit überwacht werden und in
einigen Fällen auch gesteuert werden.
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In Anbetracht dessen, dass die Polymerzusammensetzung zwischen den
Verdünungsstationen durch Scheren und im Ofen anfangen kann zu erstarren oder
teilweise zu härten, kann es wünschenswert sein, stärker zu scheren, so
dass zu dem Zeitpunkt, an dem die Bahn in den Härtungsofen eintritt, die
Polymerzusammensetzung an dem Punkt ist, an dem das gewünschte Härten
auftritt. Dieses "Überscheren" erfordert das Steuern verschiedener Variablen,
einschließlich Kraft, mit dem die Blades gegen die bewegende Bahn gedrückt
werden, als auch die Bahnspannung und Bahngeschwindigkeit.
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Durch eine Vielzahl von Blades zum Verdünnen durch Scherung werden
zahlreiche Scherverdünnungswirkungen erzeugt, die den endgültigen Aufbau des
Polymeren ändern und insbesondere (a) die Einkapselung der einzelnen Fasern und
Filamente durch dünnen Film, (b) gesteuerte Ausbildung der internen Schicht
und (c) gesteuerte Anordnung der Additive in (a) und (b). Es ist klar, dass
die erste Verdünnung durch Scheren viskoelastische Deformationen der Polymerzusammensetzung
auslöst, die aufgrund des Gedächtnisses die Tendenz hat,
auf ein bestimmtes Niveau zurückzukehren. Mit jedem erneutem Verdünnen
durch Scheren wird das Niveau, an dem das Polymere am Scherpunkt startet
und zu dem es zurückkehrt, geändert. Dies wird thixotrope Schleifenbildung
oder Plateau-Bilden genannt (siehe Abb. 1).
Definitionen
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Der Ausdruck "Haftvermögen" wird hier bezogen auf die Fähigkeit zum Binden
anderer Feststoffe durch beides, chemische und physikalische Vorgänge.
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Der Ausdruck "antistatisches Verhalten" wird hier verwendet, um die
Fähigkeit zu beschreiben, das Entwickeln von elekrostatischer Ladung zu
reduzieren, die Geschwindigkeit von Ladungsableitung zu erhöhen und den Aufbau von
elektrostatischer Aufladung zu hemmen oder Kombinationen dieser
vorgenannten.
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Der Ausdruck "biocide Aktivität" wird hier verwendet, um das Vermögen einer
Verbindung zum Töten pathogener und/oder nicht pathogener Mikroorganismen
zu beschreiben und bezieht sich auf das Verhindern oder Hemmen von
Aktivität oder Wachstum von Mikroorganismen, einschließlich Viren und Bakterien.
Biozide Aktivität kann gemessen werden durch Prüfverfahren 100-1993, 147-
1993 und 174-1993 gemäß technischem Handbuch der amerikanischen Vereinigung
von Textilchemie und Coloristen (AATCC), durch Prüfverfahren 0923 von Dow
Corning Corporate und dem Kirby-Bauer Standard Antimicrobial Susceptibility
Test, wie er im Handbuch der klinischen Mikrobiologie, 4. Auflage,
beschrieben ist, auf die hier jeweils Bezug genommen wird.
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Der hier verwendete Ausdruck "Biocide" bezieht sich auf alle physikalischen
oder chemischen Mittel, die in der Lage sind, pathogene und nicht pathogene
Mikroorganismen, einschließlich Bakterien und Viren zu bekämpfen.
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Der hier verwendete Ausdruck "biologische Aktivität" bezieht sich auf die
Funktionalität, Reaktivität und spezifische Verbindungen, die abgeleitet
sind aus biologischen Systemen oder solchen Verbindungen, die damit
reagieren können oder anderen Verbindungen, die die Funktionalität, Reaktivität
und Spezifität dieser Verbindungen nachahmen. Beispiele von geeigneten
biologisch aktiven Verbindungen schließen ein, Enzyme, Antikörper, Antigene
und Proteine.
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Der Ausdruck "Atmungsaktivität" wird hier verwendet zur Kennzeichnung von
Gasdurchlässigkeit wie Wasserdampfdurchlässigkeit eines Materials, gemessen
nach ASTM E96 und einer speziell entwickelten modifizierten "Beilow's
Prüfung", die in nachfolgenden Abschnitten beschrieben wird.
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Der Ausdruck "Beschichtung" wird hier verwendet, um im allgemeinen
kontinuierliche Filme oder Schichten zu charakterisieren, die durch ein Material
über oder auf der Oberfläche gebildet werden.
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Der Ausdruck "Farbechtheit" bezieht sich auf das Vermögen eines Gewebes,
dem Ausbleichen zu widerstehen während einer Zeit des normalen Tragens und
zahlreichen Wäschen und Trockenreinigungen. Farbechtheit wird bestimmt
unter Bedingungen beschleunigter Bewitterung.
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Bezüglich der Polymerzusammensetzungen, die für diese Erfindung verwendet
werden, bezieht sich der Ausdruck "gesteuerte Anordnung" oder "Anordnung"
auf die Penetration solcher Polymerzusammensetzungen in eine poröse Bahn,
die Verteilung dieser Zusammensetzung in einer gesteuerten Weise über die
Bahn und das resultierende, zumindest teilweise Einhüllen von mindestens
einem Teil der Fasern solcher Bahnen durch erfindungsgemäße Zusammensetzung
oder die Bildung einer Innenschicht oder beides.
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Der hier verwendete Ausdruck "Härtung" oder "Härten" bezieht sich auf die
Änderung des Zustandes, Bedingung und/oder der Struktur in einem Material
wie eine härtbare Polymerzusammensetzung, die üblicherweise, jedoch nicht
zwangsläufig eingeleitet wird durch mindestens eine Variable, wie Zeit,
Temperatur, Strahlung, Präsenz und Menge eines Härtungskatalysators im
Material oder eines Härtungsbeschleunigers oder dergleichen.
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Der Ausdruck "Härten" oder "gehärtet" schließt teilweises oder
vollständiges Härten ein. In jedem Falle können beim Härten, wie dem Härten einer
solchen Polymerzusammensetzung, die selektiv in einem porösen flexiblen
Träger oder Bahn angeordnet wurde, die Bestandteile einer solchen
Zusammensetzung ein oder mehrere vollständige oder unvollständige Umsetzungen
erfahren, wie (a) Polymerisation, (b) Vernetzung oder (c) andere Reaktionen
in Abhängigkeit von der Natur der Zusammensetzung, die gehärtet wird, den
Anwendungsparametern und vorhersehbaren anderen Faktoren. Es ist klar, dass
die Erfindung Polymere einschließt, die nach dem Aufbringen nicht oder nur
teilweise gehärtet werden.
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Der hier verwendete Ausdruck "Beständigkeit" bezieht sich auf das Vermögen
eines Gewebes, seine physikalische Integrität und das Aussehen während
einer normalen Trageperiode und zahlreichen Wäschen und Trockenreinigungen
bei zubehalten.
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Der Ausdruck "Elastomer" bezieht sich hier auf das Vermögen einer Bahn, die
mit einem gehärteten Polymer behandelt wurde zum Dehnen und Zurückkehren in
den Ausgangszustand.
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Der Ausdruck "elektrische Leitfähigkeit" bezieht sich hier auf die
Kapazität, elektrischen Strom zu leiten.
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Der Ausdruck "Absorption elektromagnetischer Strahlung" wird hier
verwendet, um die Absorption von Strahlung von Wellenlängen innerhalb des
elektromagnetischen Spektrums zu kennzeichnen.
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Der Ausdruck "elektromagnetische Abschirmungskapazität" wird hier
verwendet, um das Vermögen elektromagnetische Strahlung zu reflektieren, zu
absorbieren oder zu blockieren zu beschreiben.
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Die Ausdrücke "einschließen" oder "einkapseln" werden hier austauschbar
verwendet und beziehen sich auf teilweises oder vollständiges Umgeben,
Einschließen durch eine diskrete Schicht, Film, Beschichtung und dergleichen
von Oberflächenteilen von mindestens einigen einzelnen Fasern oder
Auskleidungen einer Zelle oder Porenwand einer porösen Bahn. Solch eine Schicht
kann manchmal angrenzend an oder in andere Teile des gleichen
Hüllenmaterials integriert sein. Das Material wird abgeschieden auf inneren Flächen der
Bahn, die angrenzend sind zu solcher einhüllenden Schicht, eingeschlossenen
Fasern, ausgekleideten Zellen oder Porenwänden oder dergleichen. Die Dicke
der einhüllenden Schicht liegt im allgemeinen im Bereich von 0,01 bis 50 um
und vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 20 um.
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Der Ausdruck "Faser" bezieht sich hier auf einen langen, biegsamen,
kohäsiven, natürlichen oder synthetisch hergestellten fadenförmigen Gegenstand,
wie ein Monofilament, Stapelfaser, Filament oder dergleichen. Eine für die
Erfindung brauchbare Faser hat vorzugsweise eine Länge von mindestens dem
Hundertfachen ihres Durchmessers oder ihrer Dicke. Die Fasern können
angesehen werden als in der Form von Einheiten vorliegend, die mit bekannten
Techniken hergestellt werden zu Garnen oder dergleichen. Fasern können
durch bekannte Techniken zu Geweben oder Vliesen (insbesondere Textilien)
verarbeitet werden, einschließlich Weben, Stricken, Flechten, Verfilzen,
Zwirnen, Ausbildung von Matten, Nadeln, Pressen und dergleichen. Bevorzugt
sind Fasern wie solche, die zum Spinnen zu Garnen oder dergleichen
verwendet werden mit einer Länge von mindestens etwa 5 mm. Fasern, wie sie
beispielsweise abgeleitet sind aus Cellulose, wie sie für die Herstellung von
Papier verwendet werden, können verwendet werden zusammen mit langen
Fasern, wie zuvor angegeben, und wie sie dem Fachmann gut bekannt sind.
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Der hier verwendete Ausdruck "Filament" bezieht sich auf Fasern
undefinierter Länge.
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Der hier verwendete Ausdruck "gefüllt" bezieht sich auf Zwischenräume oder
interstitielle Räume oder offene Zellen und auf die Menge von Polymerzusammensetzung,
darin in einer vorgegebenen Bahn, einem Träger oder den Fasern
in solchen Bahnen oder Trägern und bezeichnet die Anwesenheit solcher
Zusammensetzung darin. Wenn ein gegebener interstitieller Raum oder offene
Zelle vollständig von einer solchen Zusammensetzung eingenommen ist, gilt
er als "vollständig gefüllt" oder "verstopft". Der Ausdruck "gefüllt"
bezieht sich auch auf Zwischenräume mit einem Film oder einer Schicht von
Polymerzusammensetzung darin, so dass er verschlossen ist, obwohl die
gesamte Dicke des interstitiellen Raumes nicht vollständig gefüllt oder
verstopft ist.
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Bestimmung des Grads des Einhüllens, des Füllens oder Verstopfens von
Zwischenräumen oder dergleichen bei einer Innenbeschichtung erfolgt
üblicherweise durch Mikroskopie oder vorzugsweise durch konventionelle
Rasterelektronenmikroskopie (SEM). Wegen der Natur der Messung durch SEM im Falle der
vorliegenden Erfindung wird ein vollständig gefüllter Zwischenraum oder
offene Zelle als ein verstopfter Zwischenraum oder verstopfte offene Zelle
angesehen.
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Der hier verwendete Ausdruck "Mattierungsmittel" bezieht sich auf eine
Verbindung, die eine matte Ausrüstung von glänzenden Geweben erzeugt.
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Der Ausdruck "Fließen" oder "Fließvermögen" wird hier verwendet, um das
rheologische Verhalten eines Materials zu beschreiben, bei Beaufschlagung
mit Energie auf ein geeignetes Material, so dass es fließt und ausbildet,
(a) einen dünnen Film einer Polymerzusammensetzung der strukturellen
Elemente (beispielsweise Fasern oder Filamente), die die Bahn bilden,
einzukapseln, wobei mindestens einige der Zwischenräume offen bleiben, (b) eine
Innenschicht der Polymerzusammensetzung zwischen oberer und unterer
Oberfläche der Bahn auszubilden oder (c) eine Kombination der beiden
vorgenannten Möglichkeiten.
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Der Ausdruck "flüssigkeitsdicht" wird hier verwendet, um das Vermögen eines
Materials, Penetration von Flüssigkeiten zu widerstehen, zu kennzeichnen.
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Die Flüssigkeitsdichtigkeit wird gemessen durch die Regenprüfung,
Suterprüfung und hydrostatische Widerstandsmessungen, wie sie in den Beispielen
beschrieben sind und auf die hiermit Bezug genommen wird.
Flüssigkeitsdichtigkeit für die Zwecke der Erfindung ist das Ergebnis von zwei Bedingungen:
1. Die Oberfläche der Bahn hat das Potential für einen erhöhten Widerstand
gegenüber Flüssigkeit infolge der Auswahl des Polymeren und auch der
Auswahl von Zusätzen und/oder Modifiziermitteln, um die Oberflächenenergien zu
steuern. 2. Der äußere Widerstand gegenüber Flüssigkeit oder die
Flüssigkeitsundurchlässigkeit kann erhalten werden durch Steuern der wirksamen
Porengröße der Bahn. Zusätze und/oder Modifiziermittel können zum Erhöhen
oder Erniedrigen der wirksamen Porengröße dienen zum Steuern der Viskosität
und Rheologie, die erreicht wird durch das Verarbeiten von Polymer in der
Maschine. Zusätzlich werden die bimodalen Verteilungen von Porengrößen, die
in gewebten Textilien vorliegen, durch die Bearbeitung gesteuert. Die
größeren Poren stammen von Zwischenräumen zwischen Garnen, während kleinere
Poren die Garnstruktur und die Porengröße der Polymerzusammensetzung
wiedergeben.
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Der Ausdruck "funktionell" wird hier verwendet, um ein spezielles Verhalten
zu kennzeichnen, wie biocide Aktivität, therapeutische Aktivität,
Ionenaustauschvermögen, biologische Aktivität, biologisches interaktives Vermögen
zum Binden von Verbindungen, chemische Oberflächenaktivität, Absorption
elektromagnetischer Strahlung, Haftung, Berührungsverhalten, Beständigkeit,
Farbechtheit, Lichtreflexion, Flüssigkeitsdichtigkeit, Wasserdichtigkeit,
Atmungsaktivität, Schimmelbeständigkeit, Verrottungsbeständigkeit,
Verfärbungsbeständigkeit, elektrische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit,
antistatisches Verhalten, Verarbeitbarkeit, rheologisches Verhalten,
Abschirmkapazität für elektromagnetische Strahlung und Radiofrequenz.
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Der hier verwendete Ausdruck "Hand" bezieht sich auf das Gefühl beim
Anfassen und in Faltenwurf oder die Qualität eines Textilmaterials, wie es für
eine menschliche Hand beim Berühren wahrnehmbar ist.
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Bezüglich der flüssigen Dispersionen oder Lösungen von Fluorchemikalien,
die gegebenenfalls zur Vorbehandlung der Bahn verwendet werden können,
bezieht sich der Ausdruck "Imprägnierung" auf die Penetration solcher
Dispersionen oder Lösungen in eine poröse Bahn und die Verteilung solcher
Dispersionen in vorzugsweise gleichmäßiger Form und gesteuerter Weise in der
Bahn. Insbesondere bezieht sie sich auf Oberflächenteile von einzelnen
strukturellen Bestandteilen der Bahn und Fasern.
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Die Ausdrücke "innere Beschichtung" oder "innere Schicht" sind
austauschbar. Sie werden hier verwendet als Ausdrücke für einen Bereich, der im
allgemeinen Abstand von den Außenoberflächen der Bahn aufweist, der im
wesentlichen durchgehend gefüllt ist durch die Kombination des gesteuert darin
angeordneten Polymeren und die Fasern und Filamente der Bahn in dem
angegebenen Bereich. Diese Beschichtung oder Schicht hüllt ein und/oder umgibt
und/oder kapselt ein einzelne Fasern, oder kleidet Zellen oder Porenwände
der porösen Bahn oder des Trägers in dem angegebenen Bereich aus.
Innenschicht ist nicht zwangsläufig flach, sondern kann gekrümmt sein oder sich
meanderförmig durch die Bahn erstrecken und gegebenenfalls eine oder beide
Oberflächen der Bahn berühren. Im allgemeinen ist die Innenschicht
freigelegt auf beiden Seiten einer Bahn als Teil des multikomplexen Aufbaus einer
gewebten Bahn und Vliesbahn. Die Dicke der Innenschicht liegt im
allgemeinen im Bereich von 0,01 bis 50 um und vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis
20 um.
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Der hier verwendete Ausdruck "Ionenaustauschkapazität" bezieht sich auf die
Kapazität zum Austausch beweglicher wasserhaltiger Ionen eines Feststoffes,
äquivalent für äquivalent, für Ionen ähnlicher Ladung in Lösung.
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Der Ausdruck "Lichtreflexion" wird hier verwendet für das Vermögen, Licht
im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums zu reflektieren.
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Der Ausdruck "schimmelbeständig" wird hier verwendet auf das Vermögen,
Schimmel entweder abzutöten oder dessen Wachstum zu verhindern oder zu hemmen.
Schimmelbeständigkeit kann quantitativ bestimmt werden durch das
Prüfverfahren 30-1993 des Technischen Handbuch der Amerikanischen Vereinigung
von Textil Chemikern und Coloristen (AATCC), auf das hier Bezug genommen
wird.
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Die Ausdrücke "Modifiziermittel", "Agens" oder "Zusätze" werden hier
austauschbar verwendet und beziehen sich auf Stoffe und Verbindungen, die den
damit hergestellten Erzeugnissen spezielle physikalische oder chemische
Eigenschaften verleihen oder diese verändern. Diese physikalischen oder
chemischen Eigenschaften sind üblicherweise funktionelle Eigenschaften.
Modifiziermittel können auch thixotropen Stoffen funktionelle Eigenschaften
verleihen oder diese ändern. Beispiele von Modifiziermitteln, die zur
Verwendung bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung geeignet sind,
schließen ein Biocide, therapeutische Mittel, Nährstoffe, klebende Mittel,
Feuchtigkeit steuernde Mittel, wasserabweisende Mittel, Ionenaustauscher,
lichtreflektierende Mittel, Farben und Pigmente, Mittel zum Erzeugen von
Schimmelbeständigkeit, Leitfähigkeitsmittel, Eiweiß, Mittel, die das
Anfassverhalten verändern, blutabweisende Mittel, Flexibilisierungsmittel,
Mittel zum Erzeugen von Lichtbeständigkeit, Mittel zum Erzeugen von
Verrottungsbeständigkeit, fleckenabstoßende Mittel, Mittel zum Erzeugen von
Fettbeständigkeit, UV-Absorber, Füllstoffe, Mattierungsmittel, Mittel zum
Erzeugen elektrischer Leitfähigkeit, wärmeleitende Mittel, Mittel zum
Erzeugen von Flammbeständigkeit, Antistatika, Mittel zum Abschirmen von
elektromagnetischer Strahlung und Radiofrequenz. Beispiele von Nährstoffen, die
erfindungsgemäß verwendet werden können, schließen Nährmittel für das
Zellwachstum ein.
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Der Ausdruck "Polymer" oder "polymerisiert" wird hier verwendet für
Monomere und Oligomere, ebenso wie für Polymere und polymere Zusammensetzungen
und Mischungen derselben, wobei diese Zusammensetzungen und Mischungen
härtbar und durch Scheren verdünnbar sind.
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Der Ausdruck "Verarbeitbarkeit" bezieht sich auf die Natur von Materialien
und ihr Verhalten bei zahlreichen Verarbeitungsverfahren und
Verfahrensparameter. Verarbeitungshilfsmittel sollen erfindungsgemäß einschließen
Vernetzungshemmer, die entweder das Härten verzögern oder aussetzen oder die
Härtungsgeschwindigkeit des härtbaren thixotropen Materials verringern. Als
thixotropes Verhalten auslösende Mittel oder rheologisches Verhalten
verändernde Mittel werden solche verstanden, die beispielsweise die Viskosität
des härtbaren Materials und dergleichen verändern.
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Der Ausdruck "Abschirmkapazität für Radiofrequenz" wird hier verwendet für
das Vermögen Radiofrequenzwellen zu reflektieren, absorbieren oder zu
blockieren.
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Der Ausdruck "rheologische Eigenschaften" wird hier für
Materialeigenschaften verwendet, wie Fließverhalten, Viskosität, Elastizität und dergleichen.
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Der Ausdruck "Verrottungsbeständigkeit" bezieht sich auf das Vermögen, die
Zersetzung oder Verrottung natürlicher Stoffe zu verhindern oder zu hemmen.
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Der Ausdruck "Verdünnen durch Scheren" oder "Scherverdünnung" soll im
breitesten Sinne die Verringerung der Viskosität eines Materials durch
Zuführung von Energie beschreiben.
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Der Ausdruck "Fleckenbeständigkeit" oder "Verfärbungsbeständigkeit" bezieht
sich hier auf das Vermögen von Stoffen, der Einfärbung durch Lösung oder
Dispersionen eines Farbstoffes zu widerstehen. Auf Wasser basierende
Fleckenbeständigkeit bezieht sich auf das Vermögen, Verfärbungen zu
widerstehen, die von auf Wasser basierenden Farben ausgehen.
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Im Zusammenhang mit Mengen wird hier der Ausdruck "ausreichend" verwendet
für die Energiequelle, den porösen Träger, das härtbare thixotrope
Material. verwendete Zusätze und/oder Modifiziermittel und die gewünschten
funktionellen Eigenschaften daraus hergestellter Produkte.
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Die Beschreibung und das Verfahren und die zahlreichen Beispiele geben dem
Fachmann ausreichend Hinweise, um die Menge der erforderlichen Energie zur
Ausführung der Erfindung zu ermitteln.
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Die Bezeichnung "chemische Oberflächenaktivität" bezieht sich auf die
Zusammensetzung, Reaktionsvermögen und Anordnung von chemischen Gruppen auf
den Oberflächen des porösen Trägers. Der Zweck der erfindungsgemäßen
Verwendung von Modifiziermitteln ist es, das chemische Verhalten der
Oberfläche eines erhaltenen Erzeugnisses zu verändern. Modifiziermittel schließen
ein Fluorchemikauen, Proteine und andere modifizierende Verbindungen, die
selektiv angeordnet werden an den zahlreichen Oberflächen innerhalb des
porösen Trägers.
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Der Ausdruck "therapeutische Aktivität" wird hier verwendet für das
Vermögen des Behandelns, Heilens oder Verhinderns einer Erkrankung oder eines
Zustandes. Der Ausdruck "therapeutisches Mittel" bezieht sich auf
Verbindungen, die wirksam sind zum Behandeln, Heilen, Verhindern einer Krankheit
oder eines Zustandes.
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Der Ausdruck "Wärmeleitfähigkeit" wird hier verwendet, um das Vermögen,
Wärme zu leiten, zu beschreiben.
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Das Wort "Thixotropie" bezieht sich auf das Fließverhalten von
Flüssigkeiten, wobei die Viskosität einer Flüssigkeit geringer wird durch Scheren
mittels Rühren, um auf diese Weise die Placierung der Flüssigkeit zu
ermöglichen zum Ausbilden von (a) eines dünnen Filmes einer
Polymerzusammensetzung, die strukturelle Elemente (Fasern und Filamente), aus denen die Bahn
hergestellt ist, einkapselt, wobei zumindest einige Zwischenräume offen
bleiben, (b) Ausbildung einer Innenschicht einer Polymerzusammensetzung
zwischen der oberen und unteren Oberfläche der Bahn oder (c) Kombinationen
der zuvor stehenden Alternativen. Es wird theoretisch angenommen, dass in
der Ausgangsflüssigkeit einige lose aggregierte Strukturen zusammenbrechen,
die sich während der Lagerung aufgebaut haben. Das Zusammenbrechen erfolgt
während einer Periode, in der geeignete mechanische Beanspruchung erfolgt.
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Der Ausdruck "Wasserdichtigkeit" wird hier benutzt, um das
Benetzungsverhalten einem Material gegenüber Wasser zu beschreiben. Wasserdichtigkeit
wird gemessen unter Verwendung des Müllen-Tests, Federal Standard 191,
Verfahren 5 512, auf das hier Bezug genommen wird.
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Der Ausdruck "Bahn" wird hier verwendet mit der Absicht, Textilmaterialien
einzuschließen und bezieht sich auf einen flächenförmigen Aufbau (Gewebe
oder Vlies) aus Fasern oder strukturellen Elementen. Zusammen mit den
Fasern kann das flächenförmige Material auch nicht-faseriges Material
enthalten, wie beispielsweise teilchenförmige Füllstoffe, Bindemittel, Farben,
Schlichten und dergleichen in Mengen, die im wesentlichen nicht die
Porosität oder Flexibilität der Bahn beeinflussen. Obwohl mindestens 50 Gew.% der
erfindungsgemäß behandelten Bahn Fasern sind, weisen besonders bevorzugte
Bahnen mindestens etwa 85 Gew.% ihrer Struktur als Fasern auf. Es ist
bevorzugt, dass Bahnen mit jeglichem Schlichtmittel, Beschichtung oder
dergleichen unbehandelt sind, ausgenommen wie es hier gelehrt wird. Die Bahn
kann einen laminierten Film oder ein Gewebe oder ein gewebter poröser
Träger oder ein poröses Vlies sein. Die Bahn kann auch eine Verbundfolie oder
ein Film, der mit einem porösen Substrat zusammen laminiert ist oder eine
Doppelschicht sein.
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Der Ausdruck "Bahnen" schließt flexible und nicht flexible poröse Bahnen
ein. Die erfindungsgemäß geeigneten Bahnen können klassifiziert werden in
zwei allgemeine Typen:
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(A) faserige Bahnen und
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(B) Träger mit offenen Zellen oder Poren, wie Schäume.
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Eine poröse flexible Faserbahn enthält eine Vielzahl von miteinander
verbundenen oder ineinandergreifenden Fasern oder strukturellen Elementen mit
dazwischen ausgebildeten Räumen. Bevorzugte Faserbahnen können Textilgewebe
oder nichtgewebte Textilmaterialien einschließen. Andere Träger schließen
ein, sind jedoch nicht begrenzt auf eine Matrix mit offenen Zellen oder
Poren, wie einem Schaum oder synthetischen Ledern.
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Der Ausdruck "Garn" wird hier verwendet zur Bezeichnung eines
kontinuierlichen Stranges aus einer Vielzahl von Fasern, Filamenten oder dergleichen in
Bündel form, der geeignet sein kann zum Stricken, Weben oder anderweitiger
Form zur Ausbildung eines Textilmaterials. Garn kann aus einer Zahl von
Fasern hergestellt werden, die miteinander verzwirnt sind oder aus einer
Zahl von Filamenten, die zusammengelegt sind ohne Verzwirnen (einem nicht
gezwirnten Garn).
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Eine flexible poröse Bahn, die als Ausgangsmaterial für die Erfindung
verwendet wird, ist im allgemeinen und üblicherweise im wesentlichen plan oder
flach und hat im allgemeinen einander gegenüberliegende parallele Außen-
Oberflächen. Solch eine Bahn hat einen dreidimensionalen Aufbau mit einer
Vielzahl von Fasern und dazwischen angeordneten Zwischenräumen oder ist
eine Matrix mit offenen Zellen oder Poren. Die Matrix kann aus polymeren
Feststoffen, einschließlich Fasern und nicht-faserigen Bestandteilen
bestehen.
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Drei prinzipielle Klassen von Trägern mit offenen Poren oder Zellen können
erfindungsgemäß verwendet werden: Leder (einschließlich natürlicher und
synthetisch hergestellter Leder), aufgeschäumte Kunststofffolien oder Filme
mit offenen Zellen und Filtrationsmembranen.
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Aufgeschäumte Kunststofffolien oder Filme als Träger werden entweder durch
Formulieren eines Aufschäummittels mit einem Harz oder durch Einblasen von
Luft in eine flüchtige Flüssigkeit in das noch flüssige Polymer während
seiner Ausformung in eine Folie oder Film hergestellt. Ein aufgeschäumter
Träger weist einen Innenaufbau auf, der gekennzeichnet ist durch ein
Netzwerk von Gasräumen oder Zellen, die den geschäumten Träger weniger dicht
machen als das feste Polymer. Aufgeschäumte Folien oder Filme, die erfindungsgemäß
als Ausgangsträgermaterialien verwendet werden, sind flexibel
und haben einen offenzelligen Aufbau.
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Für die Erfindung geeignete natürliche Leder sind üblicherweise Spaltleder.
Synthetische Leder können einen breiten Bereich von Zusammensetzungen (oder
Aufbau) und Eigenschaften haben, sie sehen jedoch wie Leder aus in den
Waren, für die sie benutzt werden. Zum Zwecke der technischen Beschreibung
können synthetische Leder in zwei generelle Kategorien eingeteilt werden,
beschichtete Gewebe und Poromerics.
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Synthetische Leder, die Poromerics sind, werden so hergestellt, dass sie
möglichst lederähnlich sind bezüglich Atmungsaktivität und
Wasserdampfdurchlässigkeit als auch bezüglich Bearbeitbarkeit,
Maschinenverträglichkeit und anderer Eigenschaften. Die Sperrwirkung und
Durchlässigkeitseigenschaften werden normal erweise erhalten durch Herstellen eines gesteuerten
mikroporösen (offenzelligen) Aufbaus.
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Synthetische Leder, die beschichtete Gewebe sind, weisen wie Poromerics ein
Gleichgewicht von physikalischen Eigenschaften und wirtschaftlichen
Überlegungen auf. Üblicherweise ist die Beschichtung entweder ein Vinyl polymer
oder ein Polyurethan. Vinylbeschichtungen können entweder fest oder
expandierte Vinylpolymere sein, die innere Luftblasen aufweisen, wie sie
üblicherweise geschlossenzellige Schäume haben. Wegen dieses Aufbaus haben sie
üblicherweise eine nicht-poröse Vorderoberfläche oder Aussehen. Dieser
Aufbau führt zu schlechter Atmungsaktivität und Wasserdampfdurchlässigkeit.
Weil jedoch das Innere oder die Rückseite porös sind, können diese
Materialien für die Zwecke der Erfindung benutzt werden durch Aufbringen des
härtbaren thixotropen Materials und ein oder mehrerer Modifiziermittel auf die
rückseitige Oberfläche derselben.
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Für die erfindungsgemäße Verwendung geeignete Filtrationsmembranen
schließen ein, mikroporöse Membranen, Ultrafiltrationsmembranen, asymmetrische
Membranen und dergleichen. Geeignete Membranmaterialien schließen ein Polysulfon,
Polyamid, Polyimid, Nitrocellulose, Celluloseacetat, Nylon und
Derivate derselben.
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Andere poröse Bahnen, die für die erfindungsgemäße Verwendung geeignet
sind, schließen ein Faserbahnen, gewebte Textilien und Vliese, hergestellt
aus natürlichen oder synthetischen Fasern, Papieren und dergleichen.
Beispiele von Papieren sind Papiere auf Cellulosebasis und auf Glasfaserbasis.
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Fasern, die in einer erfindungsgemäß mit den beschriebenen Verfahren und
Vorrichtungen behandelten porösen flexiblen Bahn enthalten sind, können
natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein. Mischungen von natürlichen
Fasern und synthetischen Fasern können auch verwendet werden. Beispiele von
natürlichen Fasern schließen ein Baumwolle, Wolle, Seide, Jute, Leinen und
dergleichen. Beispiele von synthetischen Fasern schließen ein Acetat,
Polyester (einschließlich Polyethylenterephthalat), Polyamide (einschließlich
Nylon), Acryl polymere, Olefine, Aramide, Acalone, Gläser, Modacrylpolymere,
Novolide, Nitrilfasern, Rayon, Saran, Spandex, Vinylfasern, Vinyonfasern,
regenerierte Cellulose, Celluloseacetate und dergleichen. Mischungen von
natürlichen und synthetischen Fasern können ebenso verwendet werden.
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Eine poröse Bahn oder Gewebe ist vorzugsweise unbehandelt oder aufgerauht,
ehe es erfindungsgemäß behandelt wird. Vorzugsweise kann eine Bahn
vorbehandelt werden, besonders bevorzugt beispielsweise durch Klotzen, um im
wesentlichen die Bahn gleichmäßig mit einer Fluorchemikalie zu
imprägnieren. Üblicherweise und vorzugsweise ist die Beschichtungszusammensetzung
eine Dispersion einer Fluorchemikalie in einem flüssigen Träger. Der
flüssige Träger ist vorzugsweise wässerig und kann durch Erwärmen nach dem
Aufbringen ausgetrieben werden. Die Behandlungszusammensetzung hat eine
niedrige Viskosität, die üblicherweise vergleichbar ist mit der Viskosität von
Wasser oder kleiner. Nach einer solchen Behandlung weist die erhaltene
behandelte Bahn einen Kontaktwinkel, gemessen mit Wasser an der
Außenoberfläche der behandelten Bahn auf, der größer ist als etwa 90º. Die behandelte
Bahn enthält die Fluorchemikalie im wesentlichen gleichmäßig verteilt. Es
wird deshalb angenommen, dass die Fluorchemikalie hauptsächlich auf und in
den einzelnen Fasern, Zellen oder Poren angeordnet ist, wobei die
Zwischenräume der Bahn oder offene Zellen im wesentlichen frei von Fluorchemikalien
sind.
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Eine derzeit bevorzugte Konzentration von Fluorchemikalien in einer
Behandlungszusammensetzung liegt üblicherweise im Bereich von 1-10 Gew.%
Fluorchemikalie, bezogen auf Gesamtgewicht der Behandlungszusammensetzung, und
besonders bevorzugt sind etwa 2,5 Gew.% in einer wässerigen
Behandlungsdispersion. Die Gewichtszunahme durch das Aufbringen der Fluorchemikalie kann
schwanken in Abhängigkeit von Faktoren, die der speziellen behandelten
Bahn, der Polymerzusammensetzung, die für den nächsten erfindungsgemäßen
Behandlungsschritt verwendet wird, der beabsichtigten Endverwendung und den
Eigenschaften der erfindungsgemäß behandelten Bahn und dergleichen. Die
Gewichtszunahme der Bahn durch Einbringen der Fluorchemikalie liegt
üblicherweise im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.%, bezogen auf die unbehandelte
Bahn. Nach der gesteuerte Anordnung der Fluorchemikalie wird die Bahn
vorzugsweise abgequetscht, um Überschuss der Fluorchemikalienzusammensetzung
zu entfernen, und anschließend wird die Bahn erwärmt oder anderweitig
getrocknet, um die Trägerflüssigkeit zu verdampfen und dadurch auch die
Fluorchemikalie unlöslich zu machen oder zu versintern, falls erlaubt oder
möglich mit der speziellen verwendeten Zusammensetzung.
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In die mit Fluorchemikalien behandelte Bahn wird anschließend eine
vorbestimmte Menge einer härtbaren Polymerzusammensetzung gesteuert placiert
mittels der beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen. Es wird dabei eine
Bahn ausgebildet, deren Fasern, Zellen oder Poren mindestens teilweise
eingehüllt oder ausgekleidet sind mit der härtbaren Polymerzusammensetzung,
wobei die äußeren Oberflächen der Bahn im wesentlichen frei von härtbarem
Polymer sind. Die Zwischenräume oder offenen Zellen der Bahn sind nicht
vollständig gefüllt mit dem härtbaren Polymer und die Bahn kann außerdem
eine Innenschicht aus dem Polymeren aufweisen. Die bevorzugt verwendete
härtbare Polymerzusammensetzung weist eine Ausgangsviskosität von größer
als 1,000 mPas (Centipoise) und weniger als 2,000,000 mPas (Centipoise) bei
25ºC und bei einer Schergeschwindigkeit von 10&supmin;¹ Sek. auf.
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Der Rückstand der Fluorchemikalie, der in der Bahn nach deren Behandlung
zurückbleibt, kann nicht genau gleichmäßig durch die Bahn verteilt sein,
kann jedoch in der Bahn an verschiedenen Stellen vorhanden sein. Diese
Stellen können statistisch verteilt sein in kleinen Flächen an der
Oberfläche einzelner Fasern. Es wird jedoch angenommen, dass die Menge und
Verteilung der Fluorchemikalie durch die Bahn im großen und ganzen steuerbar ist.
Einige Teile der Fluorchemikalie können ihre Lage in der Bahn verändern und
durch das Polymer migrieren infolge der Kräfte, die beim Verdünnen durch
Scheren und der gesteuerten Anordnung des Polymeren einwirken.
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Die härtbare Polymerzusammensetzung ist typischerweise polymerisiert
(üblicherweise eine Mischung von miteinander härtbaren Polymeren und Oligomeren)
und kann einen Katalysator zur Unterstützung der Härtung enthalten. Die
erfindungsgemäß verwendeten Polymeren können Monomere oder
teilpolymerisierte Polymere, üblicherweise auch Oligomere genannt, oder vollständig
polymerisierte Polymere sein. Das Polymer kann härtbar sein, teilweise
härtbar oder nicht härtbar in Abhängigkeit von den gewünschten
physikalischen Eigenschaften des Endproduktes. Die Polymerzusammensetzung kann
übliche Zusätze enthalten.
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Obwohl Silicon eine bevorzugte Zusammensetzung ist, können auch andere
Polymerzusammensetzungen einschließlich Polyurethanen, Fluorsiliconen, mit
Silicon modifizierten Polyurethanen, Acrylpolymere, Polytetrafluorethylen
enthaltende Materialien und dergleichen entweder allein oder in Kombination
mit Siliconen verwendet werden.
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Es ist klar, dass die Tiefe, in der das Polymer in der Bahn angeordnet
wird, kontrolliert werden kann durch die Verfahren, wie sie hier
beschrieben sind für die selektive Anordnung des Polymeren in der Bahn. Alle
Additive und/oder Modifiziermittel, die in die Polymermischung eingemischt
werden,
werden gleichermaßen selektiv angeordnet zusammen mit der
Polymerzusammensetzung. Die Bahn wird anschließend gegebenenfalls gehärtet, um die
härtbare Zusammensetzung in ein festes elastomeres Polymer zu überführen.
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Es wird theoretisch angenommen, dass die Polymerzusammensetzung veranlasst
wird zu fließen und sich selbst über die Fasern, Zellen oder Poren der Bahn
unter der Wirkung der Bearbeitungsbedingungen und der Vorrichtungen
erfindungsgemäß zu verteilen. Es wird theoretisch weiterhin angenommen, dass
dieses Fließen und Verteilung ausgeführt und unterstützt wird durch die
Anwesenheit einer Fluorchemikalie mit der die Bahn, wie zuvor beschrieben,
imprägniert wurde. Es wird angenommen, dass die Menge von Fluorchemikalie
oder Fluorchemikalie-Rückstand in der Bahn die Menge und Anordnungen des
Polymers beeinflusst. Das Polymer sammelt sich und lagert sich ab und
erzeugt eingekapselte Fasern und/oder eine Innenschicht in der Bahn. Es ist
jedoch klar, dass keine Absicht besteht, durch diese theoretischen
Überlegungen gebunden zu sein.
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Es wird weiterhin theoretisch angenommen, dass ein Anteil des Rückstandes
von Fluorchemikalie, der aus einer vorherigen Bahnsättigungsbearbeitung
herrührt, anwesend ist auf den Oberflächen behandelter Fasern nach dem
Einhüllen von Fasern, Zellen oder Poren durch das Polymer. Das wurde erreicht
während des erfindungsgemäßen Einkapselns von Fasern und/oder der
Ausbildung der Innenschicht. Es wird angenommen, dass dies durch die Tatsache
gezeigt wird, dass die erfindungsgemäß behandelte Bahn nach wie vor eine
erhöhte Wasser- und Ölabweisung aufweist, die typisch ist für
Fluorchemikalien in einer porösen Bahn. Es wird deshalb angenommen, dass die
Fluorchemikalien die Haftung des Polymeren als dünne einhüllende Schicht auf den
behandelten Fasern, Zellen oder Poren beeinflusst, ebenso wie sie den
Polymerfluss unter Druck in und über die Zwischenräume oder offenen Zellen der
Bahn während der Behandlung unterstützen, so dass das Polymer seine
Stellung als die Fasern einhüllend oder Zellen oder Poren des Trägermaterials
auskleidend einnehmen kann.
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In solchen Textilmaterialien, die mit Fluorchemikalien vorbehandelt sind,
lässt sich die Beziehung zwischen dem Polymerfilm und der imprägnierten
Fluorchemikalie nur schwer beschreiben. Eine quantitative Beschreibung ist
nahezu unmöglich wegen der beteiligten Parameter und weil das transparente
Polymer schwer durch ein optisches Mikroskop zu beobachten ist. Es wird
theoretisch angenommen, dass das Polymer und die Fluorchemikalie jeweils
Neigung haben, diskontinuierliche Filme auf der Faseroberfläche auszubilden
und dass diese Filme im weitesten Sinne diskontinuierlich sind. Alternativ
kann theoretisch angenommen werden, dass der Polymerfilm benachbart ist
oder im wesentlichen so relativ zu den Fluormolekülen auf der
Faseroberfläche angeordnet ist und dass die Polymerschicht auf einer Faseroberfläche so
dünn ist, dass jede räumliche Veränderung der Fluorchemikalie die
Fluorchemikalie in den Polymerfilm entlässt, so dass sich die Fluoratome
orientieren oder durch den Film ragen können. Bei der erforderlichen
Härtungstemperatur des Polymeren wird der Oberflächenkontaktwinkel für Wasser
wiederhergestellt, so dass das wasserabweisende Verhalten der Fluorchemikalie das
Endprodukt beeinflusst. Unabhängig von jeder physikalischen oder chemischen
Erklärung ergibt die Kombination von Polymerfilm und Fluorchemikalie ein
Fasereinhüllen oder Auskleiden von Zellen oder Poren und der Ausbildung
eingekapselter Fasern und/oder einer Innenschicht von Polymer in der Bahn,
wenn die Erfindung ausgeführt wird. Nach dem Härten ist das Polymer
dauerhaft im Material fixiert.
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Durch Verwendung der zuvor beschriebenen Methoden kann man eine gesteuerte
Anordnung von ein oder mehreren Zusätzen und/oder Modifiziermitteln auf
oder in dem (a) die einzelnen Fasern und Filamente einkapselnden dünnen
Film, der (b) Innenschicht, den (c) Oberflächen der Bahn oder (d) gewisse
Kombination der Alternativen erreichen.
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Ein härtbares Polymer, gemischt mit ein oder mehreren Zusätzen und/oder
Modifiziermitteln wird aufgebracht auf und in die unter Spannung stehende
Bahn unter Verwendung von Druckkräften und Scherkräften. Das Ausmaß der
Orientierung von Additiven und/oder Modifiziermitteln auf und in der
Fasereinhüllung
und der Auskleidung der Zellen oder Poren wird als
regulierbar angenommen. Die Regulierung dieser Orientierung wird ausgeführt durch
Steuern der Faktoren, die zuvor beschrieben wurden, die Auswahl und Menge
von Fluorchemikalien, des Typs von Polymer und Zusätzen (und/oder
Modifiziermitteln), die verwendet werden und das Ausmaß von Druck- und
Scherkräften, die bei einer gegebenen Temperatur angewandt werden. Diese Steuerung
stellt sicher, dass Fasereinhüllung erreicht wird, während Zwischenräume
und/oder offene Zellen der Bahn nicht vollständig mit dem Polymer gefüllt
werden in dem Bereich der Innenschicht und dass die äußeren einander
gegenüberliegenden Oberflächen der Bahn im wesentlichen vollständig frei von
Polymerbeschichtung oder Rückstand sind. Nach einer solchen Behandlung wird
das härtbare Polymer gehärtet.
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Das härtbare Polymer wird mit ein oder mehreren Additiven und/oder
Modifiziermitteln gemischt und dann auf die Oberfläche der Bahn aufgebracht. Dann
wird die Bahn unter Spannung gesetzt und über oder gegen Schereinrichtungen
gepresst oder durch eine Druckzone geführt, wie zwischen Walzen oder gegen
ein Schermesser. Auf diese Weise wird auf die Bahn quer Scherkraft und
Kompressionsdruck aufgebracht. Die Kombination von Spannung, Scherkräften und
Bahngeschwindigkeit ist ausreichend, um das Polymer zu veranlassen, sich in
die Bahn zu bewegen und aus den Zwischenräumen oder offenen Zellen um die
Bahnfasern, Zellen oder Poren, die eingehüllt werden. Im Ergebnis bleiben
mindestens einige Zwischenräume und/oder offene Zellen ungefüllt in den
Bereichen außerhalb des Bereiches, der von der Innenbeschichtung oder der
Innenschicht besetzt ist, und diese sind im wesentlichen frei von Polymer.
Überschusspolymer wird von der Oberfläche entfernt durch Abstreifen mit
Schermitteln. Das die Fasern einhüllende härtbare Polymer wird anschließend
gehärtet.
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Es wird angenommen, dass die gewünschte Penetration und Verteilung und
Anordnung von Polymer und Zusätzen und/oder Modifiziermitteln in der Bahn
erreicht wird durch lokale Druckkräfte, die auf die Bahnoberfläche
einwirken und ausreichend stark sind, um die Viskosität einer Polymerzusammensetzung
lokal zu verringern. Dadurch wird es dem Polymer ermöglicht, unter
diesem Druck zu fließen und steuerbar in der Bahn angeordnet zu werden, um
die Fasern damit einzuhüllen oder die Zellen oder Porenwände damit
auszukleiden. Um das Verfahren zu unterstützen, wird die Bahn zumindest durch
Spannen oder Dehnen leicht deformiert, während sie in Querrichtung an der
Stelle der gesteuerte Anordnung etwas zusammengedrückt wird. Es wird
angenommen, dass diese Deformierung den Eintritt der Polymerzusammensetzung in
die Bahn und die Orientierung der ein oder mehreren Zusätze und/oder
Modifiziermittel auf und in der Bahn bewirkt. Es wird angenommen, dass dann,
wenn der Druck und die Spannung entfernt werden, das Polymer in und durch
die Zwischenräume oder offenen Zell räume der behandelten Bahn gequetscht
oder gepresst wird.
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Wenn z. B. zu viel Polymer im Endprodukt vorhanden ist, kann entweder eines
oder beides, die Spannung und Scherkraft, erhöht werden und umgekehrt, wenn
zu wenig Polymer vorhanden ist. Wenn der Fluss des Polymeren auf die Faser
unzureichend ist und eine unvollständige Fasereinhüllung erzeugt wird, kann
die Viskosität der Polymerzusammensetzung verringert werden durch Erhöhen
der Drucke und/oder Temperaturen, die für die gesteuerte Anordnung
desselben verwendet werden. Alternativ kann, wenn die Viskosität zu niedrig ist,
der Druck und/oder die Temperatur verringert werden. Wenn der Widerstand
der Polymerzusammensetzung gegen die Anordnung und Placierung an der
gewünschten Stelle in der gewünschten Menge in einer vorgegebenen Bahn bei
zahlreichen Viskositäten und/oder Drucken groß ist, kann das Niveau der
Behandlung der Bahn mit Fluorchemikalien erhöht oder erniedrigt werden, wie
gewünscht. Die zuvor beschriebenen Faktoren beeinflussen auch die Anordnung
von Zusätzen und/oder Modifiziermitteln, wenn diese Zusätze und/oder
Modifiziermittel in die Polymerzusammensetzung eingemischt sind.
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Einige Additive und/oder Modifiziermittel können wegen ihrer physikalischen
und chemischen Eigenschaften nicht durch Vorbehandlung in die Bahn
eingebracht werden oder durch Zumischen der Additive und/oder Modifiziermittel
in die Polymerzusammensetzung in die Bahn eingebracht werden. Solche Zusätze
und/oder Modifiziermittel können, nachdem die Bahn mit Druck
beaufschlagt war und der Verdünnungsschritt durch Scheren erfolgt ist, jedoch
vor dem Härten, auf die Bahnoberfläche aufgebracht werden. Wenn sie oben
aufgebracht sind, werden die Zusätze und/oder Modifiziermittel in die Bahn
gedrückt durch Hindurchleiten durch die Quetschwalzen am Ausgang. Die
Additive und/oder Modifiziermittel haften an der Polymerzusammensetzung, die
die Fasern einkapselt und eine innere Schicht ausbildet oder einer
Kombination der beiden. Einige Additive und/oder Modifiziermittel können sogar an
den strukturellen Elementen der Bahn haften.
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Wie zuvor beschrieben, wird die Ausdünstungsaktivität in einem Endschritt
bei der Ausführung der Erfindung im allgemeinen als Härtung bezeichnet. Die
konventionellen Härtungsbedingungen, die aus dem Stand der Technik zum
Härten von Polymerzusammensetzung bekannt sind, sind im allgemeinen zur
erfindungsgemäßen Verwendung geeignet. Deshalb werden Temperaturen im Bereich
von 121ºC (250ºF) bis 176,7ºC (350ºF) verwendet und Zeiten im Bereich von
30 Sek. bis zu 1 Min. können verwendet werden, obwohl längere und kürzere
Härtungszeiten und -temperaturen ebenfalls verwendet werden können, falls
erwünscht, wenn Wärmehärtung erfolgt. Strahlungshärtung mit einem
Elektronenstrahl oder ultraviolettem Licht kann auch verwendet werden. Jedoch kann
die Verwendung von Platinkatalysatoren das Härten beschleunigen bei der
bevorzugten Verwendung niedriger Temperaturen und kürzerer Härtungszeiten.
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Obwohl entweder gefüllt oder verstopft, bleiben die meisten der gefüllten
Zwischenräume oder offenen Zellen im Bereich der Innenschicht in der
erfindungsgemäß gehärteten Bahn durchlässig für Luft, so dass die Bahnen
charakteristisch luftdurchlässig oder atmungsaktiv sind.
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Proben von Bahnen oder Textilmaterialien, die vorteilhaft behandelt werden,
wobei erfindungsgemäß Fasern eingehüllt und Innenschichten ausgebildet
werden, schließen ein Nylon, Baumwolle, Rayon, Acrylfasern als auch Gewebe,
die Mischungen dieser Fasertypen sind. Einige Nylongewebe enthalten Kalk,
Korallenmehl, Himbeerpulp. Unter der Marke von ICI Americas, Inc. Gewebe
sind erhältlich von Arthur Kahn, Inc. Proben von Baumwollgewebe schließen
ein Intrepid® Baumwollsaatseide, gebürstete Baumwolle und hellblau
gefärbte Baumwollgewebe, die ebenfalls von Arthur Kahn, Inc. erhältlich sind;
nicht gewebte, Monofilamente enthaltende Textilmaterialien, wie TYVEK®
(eingetragene Marke von E. I. duPont de Nemours Co., Inc.) und dergleichen
sind auch verwendbar.
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Es wird angenommen, dass, wenn ausreichend Energie eingebracht wird, ein
Teil der dauerhaften wasserabweisenden Ausrüstung von der vorbehandelten
Bahn entfernt wird und auf der Oberfläche des Polymers ausblüht, wenn der
dünne Polymerfilm ausreichend dünn ist und die Viskosität und Rheologie
während des Verdünnens durch Scheren ausreichend modifiziert wird.
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Wie zuvor beschrieben, ist eine Bahn vorzugsweise vorbehandelt und
imprägniert mit einer Fluorchemikalie, ehe sie erfindungsgemäß wie beschrieben
mit einer Polymerzusammensetzung behandelt wird. Die Imprägnierung mit
Fluorchemikalien wird vorzugsweise ausgeführt durch zunächst Sättigen der Bahn
mit einer flüssigen Zusammensetzung, die die Fluorchemikalie enthält und
anschließendes Entfernen des Überschusses flüssiger Zusammensetzung und
verbleibender Trägerflüssigkeit aus der behandelten Bahn durch Absaugen,
Pressen, Trocknen oder gewisser Kombination derselben.
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Es wird jetzt angenommen, dass alle aus dem Stand der Technik bekannten
Fluorchemikalien in den Bahnen verwendet werden können, insbesondere die
zur Textilbehandlung, um die gewünschte Wasserabweisung, Schmutzabweisung,
Fettabweisung und dergleichen zu erreichen. Es wird angenommen, dass der
Typ von Fluorchemikalien, der für die Bahnbehandlung verwendet wird, als
eine Verbindung charakterisiert werden kann, die ein oder mehrere
hochfluorierte Teile aufweist, wobei jeder Teil ein fluorierter aliphatischer Rest
oder dergleichen ist, die funktionell verbunden sind mit mindestens einem
im allgemeinen nicht fluorierten organischen Teil. Dieser organische Anteil
kann Teil eines Polymers, Teil eines reaktiven Monomers, eine Gruppe mit
einer reaktionsfähigen Gruppe, die sich mit einem Binder umsetzen kann oder
dergleichen sein. Solch eine Verbindungen wird üblicherweise auf ein Gewebe
oder andere Bahn als Suspension oder als Lösung entweder in wässerigem oder
nicht wässerigem Medium aufgebracht. Dieses Aufbringen kann konventionell
ausgeführt werden in Kombination mit einem nicht fluorierten oder
fluorierten Harz oder Bindemittel, um verbesserte Beständigkeit zu schaffen, wie
beim Waschen und Trockenreinigen und dergleichen.
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Von Fluorchemikalien des Standes der Technik ist teilweise bekannt, dass
sie dauerhaft wasserabweisende (DWR) Chemikalien sind, obwohl von solchen
Stoffen typischerweise angenommen wird, dass sie nicht besonders beständig
sind und die Neigung haben, beim Waschen aus dem damit behandelten Gewebe
entfernt zu werden. Im Gegensatz dazu weisen die erfindungsgemäß
ausgebildeten Bahnen mit eingehüllten Fasern, die mit einer Fluorchemikalie
vorbehandelt wurden, ausgezeichnete Beständigkeit und Waschverhalten auf. In der
Tat scheint die Kombination von Vorbehandlung mit Fluorchemikalie und
Einhüllen der Fasern mit Siliconpolymer eine Synergistische Verstärkung von
Eigenschaften zu bewirken, weil die erreichten Wirkungen und Eigenschaften
besser sind als diejenigen, die erreichbar sind durch Bahnbehandlung
entweder mit der Fluorchemikalie oder dem Siliconpolymer allein.
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Beispiele wasserabweisender Fluorchemikalienzusammensetzungen sind
Zusammensetzungen, die von ICI Americas Inc. unter der eingetragenen Marke
Milease® und den Typenbezeichnungen F-14 N, F-34, F-31X, F-53 verkauft
werden. Diese Zusammensetzungen mit dem F in der Typenbezeichnung zeigen an,
dass sie eine Fluorchemikalie als aktiven Hauptbestandteil enthalten.
Insbesondere wird von Milease® F-14 Fluorchemikalie beispielsweise
ausgeführt, dass es etwa 18% perfluoriertes Acrylatcopoylmer, 10% Ethylenglycol
(CAS 107-21-1) und 7% Aceton (CAS 67-64-1) dispergiert und aufgelöst in 65%
Wasser enthält. Von Milease® F-f31X wird ausgeführt, dass es eine
Dispersion ist einer Kombination von fluoriertem Harz, Aceton und Wasser.
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Eine andere brauchbare Klasse von wasserdicht machenden Chemikalien sind
die Chemikalien Phobotex® von Ciba/Geigy mit den Typenbezeichnungen Phototex®
FC104, FC461, FC731, FC208 und FC232, von denen angenommen wird, dass
sie üblicherweise verwendet werden in einer Konzentration von 5% beim
Sättigen einer Bahn für die erfindungsgemäße Verwendung. Von diesen und
zahlreichen anderen wasserabweisenden Fluorchemikalien wird angenommen, dass
sie in der Lage sind, bei Oberflächenkontakt mit Wasser einen Kontaktwinkel
größer 90º auszubilden, wenn sie durch Sättigen in die Bahn eingebracht
sind und generell für die erfindungsgemäße Verwendung geeignet sind.
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Eine andere Gruppe von brauchbaren wasserabweisenden Fluorchemikalien sind
die auf TEFLON® basierenden schmutzabweisenden Mittel und
fleckenabweisende Mittel von E. I. duPont de Nemours & Co. Inc., 1007 Market Street,
Wilmington, DE 19 89 8. Geeignete TEFLON® Typen für die erfindungsgemäße
Verwendung sind TEFLON® G., NPA, SKF, UP, UPH, PPR, N. und MLV. Von der
aktiven wasserabweisenden Chemikalie jeder Zusammensetzung wird angenommen,
dass sie eine in Wasser dispergierbare Fluorchemikalie in polymerer Form
ist, insbesondere in Kombination mit einem kationischen oberflächenaktiven
Mittel als Dispergierhilfsmittel. Diese Dispersionen sind verdünnbar in
allen Verhältnissen mit Wasser bei Raumtemperatur. Eine bevorzugte Klasse
von erfindungsgemäß brauchbaren Fluorchemikalienzusammensetzungen enthält
1-10 Gew.%, ganz besonders bevorzugt etwa 5 Gew.%, eines der zuvor
beschriebenen TEFLON® Typen von wasserabweisenden Fluorchemikalien in
Wasser.
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Eine andere Hauptgruppe erfindungsgemäß geeigneter wasserabweisender
Fluorchemikalienzusammensetzungen ist kommerziell erhältlich unter der Marke
ZEPEL® regen- und verschmutzungsabweisende Chemikalien von E. I. duPont de
Nemours & Co. Inc., wie beispielsweise die wasserabweisenden Chemikalien
der ZEPEL® Typen B, D, K, RN, RC, OR, HAT, 6700 und 7040. Von jeder wird
angenommen, dass sie eine Fluorchemikalie in polymerer Form ist, die in
allen Verhältnissen in Wasser bei Raumtemperatur dispergierbar ist. Von den
Dispergiermittel ZEPEL® B, D, K und RN wird angenommen, dass sie kationisch
sind, während angenommen wird, dass das Dispergiermittel ZEPEL® RC
nichtionisch ist.
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Von einer beispielhaften Zusammensetzung ZEPEL® 6700 wird ausgeführt, dass
sie 15-20% perfluoralkyliertes Acryl-Copolymer, 1-2% alkoxylierte
Carbonsäure und 3-5% Ethylenglycol enthält. Beispielhafte Eigenschaften der
Zusammensetzungen sind ein Siedepunkt von 100ºC bei 760 mm Hg und eine
spezifische Dichte von 1,08. Der Anteil flüchtiger Bestandteile beträgt etwa 80
Gew.%. Der pH-Wert ist 2-5. Der Geruch ist mild; die konzentrierte Form ist
eine halbopake Flüssigkeit und die Farbe des Konzentrats ist strohweiß. Die
Zusammensetzung und Eigenschaften von ZEPEL® 7040 wasserabweisender
Chemikalie werden als im wesentlichen identisch mit denen von ZEPEL® 6700
angenommen, mit der Ausnahme, dass die erstgenannte Zusammensetzung zusätzlich
7-8% Aceton enthält.
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Eine andere Hauptgruppe von wasserabweisenden Fluorchemikalien sind die
wasserabweisender Chemikalien unter der Marke Scotchgard® von 3M Co., St.
Paul, Minnesota. Von Scotchgard® Fluorchemikalie wird angenommen, dass sie
in wässerigem Medium dispergierte Polymerfluorchemikalien sind. Es wird
angenommen, dass die Zusammensetzung von zwei geeigneten Scotchgard®
wasserabweisenden Fluorchemikalien in US-A-(s) 3,393,186 und 3,356,628
beschrieben sind, wobei hier auf diese Patente Bezug genommen wird. Demnach
besteht Scotchgard® Fluorchemikalie von US-A-3,356,628 aus Copolymeren
von Perfluoracrylaten und Hydroxyalkylacrylaten. Diese Copolymere sind
geeignet zur Verwendung als Öl- und wasserabweisende Beschichtungen auf einer
faserigen oder porösen Oberfläche. Sie weisen eine Kohlenstoff zu
Kohlenstoff Hauptkette auf und enthalten wiederkehrende einwertige
Perfluorkohlenstoffgruppen mit 4-18 Kohlenstoffatomen und weisen ebenso wiederkehrende
Hydroxylreste auf. Von 20-70 Gew.% solch eines Copolymeren wird durch
Fluoratome in den perfluorierten Kohlenstoffgruppen beigetragen und von 0,05
bis 2 Gew.% des Copolymeren tragen die Hydroxylgruppen bei. Von diesem
Copolymer
wird berichtet, dass es bessere Oberflächenhaftungseigenschaften
aufweist als das Homopolymer eines korrespondierenden Fluorcarbonmonomeren.
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Die Scotchgard® Fluorchemikalie aus US-A-3,393,186 besteht aus
Perfluoralkenylacrylaten und Polymeren derselben. Ein beispielhaftes fluoriertes
Monomer genügt der Formel
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in der Rf eine Fluorkohlenstoffgruppe ist mit 3-18 Kohlenstoffatomen, R ist
Wasserstoff oder Methyl und n ist 0-16. Diese wasserabweisende
Fluorchemikalienzusammensetzung wird aufgebracht und gesättigt in die Trägerbahn in
Form einer gut gießfähigen wässerigen Dispersion.
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US-A-4,426,476 offenbart eine Fluorchemikalienzusammensetzung zur
Behandlung von Textilien, enthaltend ein wasserunlöslichen aliphatischen,
chlorhaltigen Ester mit fluoraliphatischen Resten und ein wasserunlösliches
Polymer, das fluoraliphatische Reste enthält.
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US-A-3,896,251 offenbart eine Fluorchemikalien enthaltende Zusammensetzung zur Behandlung
von Textilien mit einem linearen Vinylpolymer, das fluoraliphatische Reste aufweist, mit
einem Fluorgehalt von 10-60 Gew.% und einem in einem Lösemittel löslichen Carbodiimid,
vorzugsweise enthaltend fluoraliphatische Gruppen. Eine in dem Patent enthaltene Tabelle
weist eine Liste mit einer Vielzahl von fluoraliphatische Reste enthaltenden Polymeren des
Standes der Technik auf, die geeignet sind zur Behandlung von Textilien und die zum Stand
der Technik gehörenden Patente, in denen solche Polymere beschrieben sind.
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US-A-3,328,661 offenbart Textilbehandlungslösungen eines Copolymeren eines
ethylenisch ungesättigten Fluorkohlenstoffmonomeren und einem ethylenisch
ungesättigten epoxygruppenhaltigen Monomer.
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US-A-3,398,182 offenbart Fluorkohlenstoffverbindungen, die geeignet sind
zur Behandlung von Geweben und hochfluorierte oleophobe und hydrophobe
Endteile aufweisende Verbindungen sind, wobei ein unterschiedlicher
nichtfluorierter oleophiler Teil über eine Urethangruppe verbunden ist.
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Wasserabweisende Fluorchemikalienzusammensetzungen werden vorzugsweise
verwendet zum Sättigen eines unbehandelten porösen bahnförmigen Trägers als
Ausgangsmaterial, so dass die Zusammensetzung und seine Bestandteile im
wesentlichen vollständig und im wesentlichen gleichmäßig alle Teile der
Bahn benetzen. Solche eine Sättigung kann durch zahlreiche gut bekannte
Techniken ausgeführt werden, wie Tauchen der Bahn in ein Bad der
Zusammensetzung, oder Klotzen der Zusammensetzung auf und in die Bahn und
dergleichen. Klotzen ist die derzeit bevorzugte Arbeitsweise zum Aufbringen von
Fluorchemikalien.
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Nach dem Aufbringen einer fluorchemikalienhaltigen Zusammensetzung auf die
Bahn werden Wasser (oder flüssiger Träger) und andere flüchtige
Bestandteile der Zusammensetzung durch konventionelle Verfahren entfernt, um eine
behandelte Bahn zu schaffen, die mit der Fluorchemikalie durch den
bahnförmigen Träger imprägniert ist.
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Bei einer bevorzugten Arbeitsweise der gesteuerte Anordnung von
Fluorchemikalien wird eine Bahn im wesentlichen vollständig gesättigt mit einer
wässerigen Dispersion einer Fluorchemikalie. Anschließend wird die erhaltene
imprägnierte Bahn abgepresst, um Überschussanteile der Dispersion zu
entfernen. Schließlich wird die Bahn erwärmt, um die Trägerflüssigkeit zu
verdampfen. Wenn die Fluorchemikalie härtbar ist, bewirkt das Erwärmen auch
die Härtung. Nach der Behandlung mit Fluorchemikalien wird die
Fluorchemikalie nur auf oder in den strukturellen Elementen oder Fasern der Bahn
gefunden und ist im wesentlichen vollständig abwesend in den Zwischenräumen
der Bahn.
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Die Konzentration der Fluorchemikalie in der Behandlungszusammensetzung ist
derart, dass die die zum Behandeln verwendete Fluorchemikalie enthaltende
Bahn nach Entfernen der flüchtigen Bestandteile der
Behandlungszusammensetzung einen Kontaktwinkel gegenüber Wasser, das auf die äußere
Bahnoberfläche aufgebracht ist von größer als etwa 90º aufweist. Vorzugsweise ist der
erhaltene Kontaktwinkel größer als etwa 130º.
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Die Gewichtszunahme der Bahn durch die Fluorchemikalie nach Entfernung der
flüchtigen Bestandteile ist üblicherweise relativ gering. Jedoch kann die
Gewichtszunahme schwanken mit Faktoren wie der Natur der behandelten Bahn,
des Typs der Polymerzusammensetzung, die im nächsten Verfahrensschritt
verwendet wird, der Temperatur, bei der die Zusammensetzung aufgebracht wird
und der endgültigen Verwendung der entsprechend behandelten Bahn und
dergleichen.
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Die typische Gewichtszunahme durch Fluorchemikalien liegt im Bereich von 1
bis 10 Gew.% des ursprünglichen Bahngewichtes. Besonders bevorzugt sind
Gewichtszunahmen von 2 bis 4 Gew.% des Gewichts des Ausgangsgewebes.
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Die Beständigkeit einer Bahn, die mit einer Fluorchemikalie behandelt wurde
und die Beständigkeit einer Bahn, die anschließend mit einem Polymer
behandelt wird, kann manchmal durch den konventionellen Prozess des "Sinterns"
verbessert werden. Die genauen physikalischen und chemischen Verfahren, die
während des Sinterns auftreten, sind nicht bekannt. Die sogenannter
Sintertemperatur, die verwendet wird, ist eine Funktion der verwendeten
Fluorchemikalienzusammensetzung und die Temperatur wird häufig von den Herstellern
der Fluorchemikalie empfohlen. Üblicherweise wird das Sintern ausgeführt
bei einer Temperatur von 130ºC bis 160ºC für eine Zeit von 2-5 Min. Saure
Katalysatoren können zugesetzt werden, um verbesserte Beständigkeit beim
Waschen und Trockenreinigen mit Lösemitteln zu erreichen.
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Es wird angenommen, dass die Fluorchemikalie mehr als wasserabweisende oder
andere abweisende Eigenschaften der erhaltenen behandelten Bahn schafft,
insbesondere weil das härtbare Polymer häufig selbst wasserabweisend ist.
Ohne an eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass die
Fluorchemikalie in der behandelten Bahn eine gewisse Gleitfähigkeit für die
behandelten Faser während des Aufbringens des härtbaren Polymers durch Druck
schafft. Das Polymer wird unter Druck aufgebracht, der relativ hoch sein
kann und das Polymer selbst ist relativ viskos, wie hier beschrieben. Damit
das härtbare Polymer die Fasern beschichtet und einhüllt, jedoch nicht die
leeren Zwischenräume der Bahn auffüllt, können die Fasern in einem
begrenzten Ausmaß sich über- und gegeneinander bewegen und damit dem Polymer den
Eintritt in und um die Fasern ermöglichen. Es wird angenommen, dass die
Ablagerung von Fluorchemikalien solche Faserbewegung erfordern kann und das
Einhüllen während des Anlegens von Druck und anschließendes Scheren
unterstützt.
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Alternativ kann die Fluorchemikalie die Abscheidung des Polymers an
Stellen, an denen Fluorchemikalie abgelagert ist, hemmen, dass bis zu einem
gewissen Ausmaß die Neigung verursacht wird, dünne einhüllende Schichten
von Polymer auf den Fasern auszubilden.
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Die genaue Physik und Chemie des Zusammenwirkens zwischen der
Fluorchemikalie und dem Polymer wird nicht verstanden. Ein einfaches Experiment
demonstriert die Bewegung des flüssigen Polymer unter dem Einfluss der
Anwesenheit der Fluorchemikalie:
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Ein Gewebestück, beispielsweise das Red Kup Milliken Popelin-Polyester-
Baumwollmischgewebe wird in Stoffproben zerschnitten. Eine Probe wird mit
einem Hilfsmittel behandelt, beispielsweise einer 3%igen Lösung der
beständigen wasserabweisenden Chemikalie Milease® F-31X. Die behandelte
Gewebeprobe und die unbehandelte Gewebeprobe werden jeweils unter einem Winkel
von 45º zur Senkrechten angeordnet. Eine gemessene Menge, beispielsweise
14,29 g (eine halbe Unze) einer viskosen Polymerzusammensetzung,
beispielsweise die Siliconzusammensetzung Mobay® 2530A/B wird auf die
schrägstehende Oberfläche jeder Probe aufgetropft. Der Weg in Zentimetern, den die
Zusammensetzung
auf der Oberfläche nach unten auf dem Muster fließt, wird
über die Zeit gemessen, üblicherweise für 30 Min.
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Eine grafische Darstellung des Fließverhaltens der Siliconzusammensetzung
auf der unbehandelten und behandelten Stoffprobe über die Zeit kann
hergestellt werden, wie sie in Abb. 1 gezeigt ist. Nach dem Ablauf von 30 Min.
hat die viskose Zusammensetzung üblicherweise einen Weg von etwa 8,8 cm auf
dem behandelten Muster zurückgelegt oder mit einer Geschwindigkeit von etwa
0,29 cm pro Minute. Auf dem unbehandelten Stoffmuster hat die viskose
Zusammensetzung nach dem Ablauf der gleichen 30 Min. eine geringere Distanz
von etwa 7,1 cm zurückgelegt oder hat sich mit einer Geschwindigkeit von
etwa 0,24 cm pro Minute bewegt. Qualitativ vergleichbare Ergebnisse sind
erhältlich mit anderen DWR-Fluorchemikalienhilfsmitteln, die den viskosen
Fluss von Polymerzusammensetzung erfindungsgemäß fördern. Tatsächlich kann,
falls gewünscht, dieser einfache Fließgeschwindigkeitstest verwendet
werden, um eine Hilfsverbindung zur Verwendung beim erfindungsgemäßen
Verfahren als geeignet zu qualifizieren. Die mit Fluorchemikalie vorbehandelte
Bahn erhöht den Oberflächenkontaktwinkel des Polymers bei gleichzeitiger
Verringerung der Sättigungsmenge des Polymeren in die Fasern selbst.
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Die mit Fluorchemikauen behandelte Bahn wird anschließend unter Druck mit
einer vorbestimmten Menge einer härtbaren Polymerzusammensetzung behandelt,
um eine Bahn auszubilden, deren Fasern vorzugsweise im wesentlichen
vollständig eingehüllt sind mit dem härtbaren Polymer und deren äußere
Oberflächen und Zwischenräume vorzugsweise im wesentlichen vollständig frei vom
härtbaren Polymer sind. Das Polymer wird anschließend durch Wärme,
Strahlung oder dergleichen gehärtet. Es kann auch Härtung bei Raumtemperatur
verwendet werden. Eine mit Polymer imprägnierte und mit Fluorchemikalien
vorbehandelte Bahn kann zwischenzeitlich gelagert werden, ehe sie
Härtungsbedingungen ausgesetzt wird in Abhängigkeit von der Lager- oder Lebensdauer
der zur Behandlung verwendeten Siliconpolymerzusammensetzung.
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Die erfindungsgemäß verwendete härtbare Polymerzusammensetzung hat
vorzugsweise eine Viskosität, die ausreichend ist, um eine Innenschicht in der
Bahn zu erhalten. Im allgemeinen ist die Ausgangsviskosität größer als etwa
1.000 mPas (Centipoise) und kleiner als etwa 2.000.000 mPas (Centipoise)
bei einer Schergeschwindigkeit von 10&supmin;¹ Sek. Ganz besonders bevorzugt weist
eine solche Zusammensetzung eine Viskosität im Bereich von 5.000 bis
1.000.000 mPas (Centipoise) bei 25ºC auf. Es wird angenommen, dass eine
solche Zusammensetzung weniger als etwa 1 Gew.% flüchtiges Material
enthält.
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Es wird angenommen, dass das Polymer üblicherweise polymerisiert ist und
üblicherweise eine Mischung von gleichzeitig härtbaren Polymer, Oligomeren
und/oder Monomeren. Üblicherweise ist auch ein Katalysator anwesend und für
die derzeit bevorzugte Siliconpolymerzusammensetzung, die nachfolgend
beschrieben wird, ist Platin oder eine Platinverbindung, wie ein Platinsalz,
der bevorzugte Katalysator.
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Eine bevorzugte Klasse von flüssigen härtbaren
Siliconpolymerzusammensetzungen enthält eine härtbare Mischung der folgenden Bestandteile:
-
(A) mindestens ein Organohydrogensilanpolymer (einschließlich
Copolymeren),
-
(B) mindestens ein Polysiloxan mit Vinyl substituenten (einschließlich
Copolymeren),
-
(C) ein Platin oder platinhaltigen Katalysator und
-
(D) gegebenenfalls Füllstoffe und Zusätze.
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Typische Siliconhydride (Bestandteil A) sind Polymethylhydrogensiloxane,
die Dimethylsiloxancopolymere sind. Typische Siloxane mit endständigen
Vinylgruppen sind endständige Vinyldimethyl oder Vinyl substituenten
aufweisende Polydimethylsiloxane. Ein typisches Katalysatorsystem schließt
Lösungen oder Komplexe von Chlorplatinsäure in Alkohol, Ethern, Divinylsiloxanen
und cyclischen Vinylsiloxanen ein.
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Die Polymethylhydrogensiloxane (Bestandteil A) werden verwendet in Form
ihrer Dimethylcopolymeren, weil ihre Reaktivität besser steuerbar ist, als
die von Homopolymeren und weil sie beständigere Polymere ergeben mit einer
geringeren Vernetzungsdichte. Es wird zwar berichtet, dass die Reaktion mit
vinyl funktionellen Siliconen (Bestandteil B) im stöchiometrischen
Verhältnis 1 : 1 abläuft, für Handelsprodukte wird jedoch ein Mindestverhältnis von
Hydrid (Bestandteil A): vinylfunktionellem Silicon (Bestandteil B) von etwa
2 : 1 beschrieben und es kann sogar 6 : 1 betragen. Die Hydrosilierungsreaktion
von Polymethylhydrogensilan wird in beiden sogenannten RTV
(raumtemperaturvulkanisierbaren) und LTV (niedrigtemperatur-vulkanisierbaren) Systemen
verwendet. Es wird angenommen, dass beide Systeme für die Erfindung
geeignet sind. Trotzdem ist die Härtung bei erhöhter Temperatur zur Zeit
bevorzugt.
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Teilchenförmige Füllstoffe sind bekannt als geeignete Zusätze zum
Einbringen in flüssige Siliconpolymerzusammensetzungen. Solche Füllstoffe können
offensichtlich nicht nur die entstehenden gehärteten Produkte strecken und
verstärken, sondern können auch das thixotrope Verhalten solcher
Zusammensetzungen positiv beeinflussen. Die für die Ausführung der Erfindung
Verwendung Zusammensetzungen weisen vorzugsweise thixotropes Verhalten auf.
Eine endständige Silanolgruppe (Si-OH) ermöglicht solchen Silanol-Siloxanen
die Härtungsreaktion, was als erwünscht angenommen wird.
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Es wird angenommen, dass die gesamte Menge oder ein Teil von Bestandteil B
ersetzt werden kann durch sogenannte Polysiloxane mit endständigen Silanol
und Vinylgruppen unter Verwendung einer Organozinnverbindung als geeignetem
Härtungskatalysator, wie es in US-A-4,162,356 offenbart ist. Trotzdem wird
derzeit die Verwendung von vinyl substituierten Polysiloxanen als
Bestandteil B bevorzugt.
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Eine für die vorliegende Erfindung geeignete Polymerzusammensetzung kann
ein härtbares Siliconharz, härtbare Polyurethane, härtbare Fluorsilicone,
härtbare, mit Polyurethan modifizierte Silicone, härtbare mit Silicon
modifizierte Polyurethane, härtbare Acryl polymere, Polytetrafluorethylen und
dergleichen enthalten, entweder allein oder in Kombination mit ein oder
mehreren Zusammensetzungen.
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Ein besonders geeigneter Typ von Siliconzusammensetzung zur Verwendung beim
gesteuerten Anordnen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist in US-A-(s)
4,472,470 und 4,500,584 und in US-A-4,666,765 beschrieben. Solch eine
Zusammensetzung enthält in Kombination:
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(i) ein flüssiges Polysiloxan mit endständigen Vinyleinheiten an der Kette
mit der Formel:
-
in der R und R1 einwertige Kohlenwasserstoffreste sind, die keine
aliphatischen Doppelbindungen aufweisen, wobei mindestens 50 MoU der R1-Reste
Methyl sind und in der n einen ausreichenden Wert hat, um bei 25ºC eine
Viskosität von 500 mPas (Centipoise) bis 2.000.000 mPas (Centipoise) zu
ergeben;
-
(ii) ein harzförmiges Organopolysiloxancopolymer enthaltend:
-
(a) (R²)&sub3;SiO0.5-Einheiten und SiO&sub2;-Einheiten, oder
-
(b) (R³)&sub2;SiO0.5-Einheiten, (R³)2SiO-Einheiten und SiO&sub2;-Einheiten oder
-
(c) Mischungen derselben, wobei R2 und R3 ausgewählt sind aus der
Gruppe bestehend aus Vinylresten und einwertigen
Kohlenwasserstoffresten, die keine aliphatischen Doppelbindungen aufweisen und wobei von
1,5 bis 10 Mol% der Siliciumatome an Silicium gebundene Vinylgruppen
aufweisen und das Verhältnis von monofunktionellen Einheiten zu
tetrafunktionellen Einheiten von 0,5 : 1 bis 1 : 1 beträgt und die
Verhältnisse von difunktionellen Einheiten zu tetrafunktionellen Einheiten
im Bereich bis zu etwa 0,1 : 1 beträgt;
-
(iii) ein Platin- oder platinhaltigen Katalysator und
-
(iv) ein flüssiges Organohydrogenpolysiloxan mit der Formel
-
(R)a(H)bSiO4-a-b/2
-
in einer ausreichenden Menge, um von 0,5 bis 1,0 an Silicium gebundene
Wasserstoffatome pro an Silicium gebundener Vinylgruppe in Bestandteil (i)
oder unter Bestandteil (ii) zu schaffen, Ra ist ein einwertiger Kohlenwasserstoffrest,
der keine aliphatischen Doppelbindungen aufweist und a hat
einen Wert von etwa 1,0 bis etwa 2,1, b hat einen Wert von etwa 0,1 bis
etwa 1,0 und die Summe von a und b beträgt von etwa 2,0 bis etwa 2,7, wobei
mindestens zwei an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Molekül
vorhanden sind.
-
Gegebenenfalls kann eine solche Zusammensetzung feinteiligen anorganischen
Füllstoff (der Einfachheit halber hier als Bestandteil (v) bezeichnet)
enthalten. Eine solche Zusammensetzung kann gegebenenfalls auch ein oder
mehrere Zusätze und/oder Modifiziermittel enthalten (hier als Bestandteil (vi)
definiert.
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Beispielsweise kann solch eine Zusammensetzung an Gewichtsteilen enthalten:
-
(a) 100 Teile Bestandteil (i),
-
(b) 100-200 Teile Bestandteil (ii),
-
(c) eine katalytisch wirksame Menge von Bestandteil (iii), die
ausschließlich beispielhaft im Bereich von etwa 0,01 bis etwa 3 Gew.Tl.
Bestandteil (iii) betragen kann, obwohl größere und kleinere Menge ohne
Nachteile für die Verarbeitbarkeit (Härtbarkeit der Zusammensetzung)
erwartungsgemäß vom Fachmann verwendet werden können;
-
(d) 50 bis 100 Teile Bestandteil (iv), obwohl größere oder kleinere
Mengen ohne Nachteile für die Verarbeitbarkeit (Härtbarkeit)
erwartungsgemäß vom Fachmann verwendet werden können und
-
(e) 0 bis 50 Teile Bestandteil (v), und
-
(f) unterschiedliche Mengen von obigem Bestandteil (vi) in
Abhängigkeit von dem Bestandteil und der genauen erwünschten
Funktionalität, wie es ein Fachmann erwartet.
-
Es wird davon ausgegangen, dass Ausführungsformen der
Ausgangszusammensetzung kommerziell erhältlich sind von zahlreichen Herstellern unter
zahlreichen Marken und Handelsbezeichnungen.
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Kommerziell erhältlich ist eine solche Zusammensetzung üblicherweise in der
Zwei-Komponenten-Verpackung, die vor Verwendung kombiniert werden.
Üblicherweise wird Bestandteil (iv) getrennt gehalten von Bestandteilen (i) und
(ii), um mögliche Gelierung während des Lagerns vor der Verwendung zu
vermeiden. Beispielsweise kann eine Packung Bestandteile (i) und (ii)
enthalten und kann zusammen formuliert sein mit mindestens einem Teil von
Bestandteil (ii), gelöst in Bestandteil (i) zusammen mit Bestandteil (iii)
und Gesamtmenge oder einem Teil von Bestandteil (v) (falls verwendet). Die
zweite Packung kann Bestandteil (iv) und gegebenenfalls ein Teil von
Bestandteil (v) (falls verwendet) enthalten. Durch Einstellen der Menge von
Bestandteil (i) und Füllstoffbestandteil (v) (falls verwendet) in der
zweiten Packung wird die erforderliche Menge von Katalysatorbestandteil (iii)
zum Erreichen der härtbaren Zusammensetzung erhalten. Vorzugsweise sind
Bestandteil (iii) und Bestandteil (iv) nicht zusammen in der gleichen
Packung. Wie beispielsweise in US-A-3,436,366 beschrieben ist, ist die
Verteilung der Bestandteile auf die zwei Packungen vorzugsweise derart, dass von
0,1 bis 1 Gew.Tl. der zweiten Packung pro Gew.Tl. der ersten Packung
verwendet wird. Vor Gebrauch werden die zwei Packungen lediglich
zusammengemischt in geeigneter Weise am Ort der Verwendung. Bestandteil (iv) wird
gegebenenfalls in die Polymerzusammensetzung unmittelbar vor dem Aufbringen
auf die poröse Bahn eingemischt.
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Andere geeignete Siliconpolymerzusammensetzungen ohne Zusätze sind in
folgenden US-Patenten offenbart:
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US-A-4,032,502 schafft Zusammensetzungen, enthaltend ein lineares
Polydiorganosiloxan mit zwei an Silicium gebundenen Vinylgruppen pro Molekül. Das
Organosiloxan, das in einem solchen linearen Polydiorganosiloxan löslich
ist, enthält eine Mischung eines Polyorganosiloxans und eines
Polydiorganosiloxans, Platin enthaltenden Katalysator, ein Platinkatalysatorinhibitor
und einen verstärkenden Kieselsäurefüllstoff, dessen Oberfläche mit einer
Organosiliconverbindung behandelt wurde.
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US-A-4,108,825 offenbart eine Zusammensetzung, enthaltend ein
Polydiorganosiloxan mit endständigen blockierenden Triorganosiloxygruppen, ein
Organohydrogensiloxan mit im Mittel mindestens 2.1 an Silicium gebundenen Wasser-
Stoffatomen pro Molekül, einen verstärkenden Kieselsäurefüllstoff, dessen
Oberfläche mit einer Organosiliconverbindung behandelt wurde,
Platinkatalysator und Cer(IV)-Hydrat. Diese Siliconpolymerzusammensetzung ist
erwünscht, wenn eine flammenbeständige Bahn hergestellt werden soll.
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US-A-4,162,243 offenbart eine Siliconzusammensetzung mit 100 Gew.Tl.
Polydimethylsiloxan mit endständigen blockierenden Triorganosiloxygruppen,
verstärkender amorpher Kieselsäure, deren Oberfläche mit Organosiloxangruppen
behandelt ist, Organohydrogensiloxan und Platinkatalysator.
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US-A-4,250,075 offenbart eine flüssige Siliconpolymerzusammensetzung, die
enthält Polydiorganosiloxan mit endständigen blockierenden
Vinyldiorganosiloxygruppen, Polyorganohydrogensiloxan, Platinkatalysator,
Platinkatalysatorinhibitor und Kohlenstoffteilchen. Diese Siliconpolymerzusammensetzung
ist geeignet, wenn eine erfindungsgemäße Bahn hergestellt werden soll, die
elektrisch leitfähig ist.
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US-A-4,427,801 offenbart ein härtbares Organopolysiloxan aus flüssigem
Polydiorganosiloxan mit endständigen blockierenden Triorganosiloxygruppen,
wobei die Triorganosiloxygruppen Vinyldimethylsiloxy oder Vinylmethyl
phenylsiloxy sind, feinteiligen amorphen Kieselsäureteilchen, behandelt mit
gemischten Trimethylsiloxygruppen und Vinyl enthaltenden Siloxygruppen,
Organopolysiloxanharz mit Vinylgruppen, Organohydrogensiloxan und einen
platinhaltigen Katalysator.
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US-A-4,500,659 offenbart eine Siliconzusammensetzung aus einem flüssigen
Polydimethylsiloxan mit endständigen blockierenden
Triorganosiloxyeinheiten, wobei die Trioorganosiloxyeinheiten Dimethylvinylsiloxy oder
Methylphenylvinyloxy sind, einem verstärkenden Füllstoff, dessen Oberfläche
mit einem flüssigen Polyorganosiloxan mit endständigen blockierenden
Hydroxylgruppen und Fluorsubstituenten behandelt ist, ein flüssiges
Methylhydrogensiloxan und einen platinhaltigen Katalysator.
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US-A-4,585,830 offenbart eine Organosiloxanzusammensetzung aus einem
Polydiorganosiloxan mit endständigen blockierenden Triorganosiloxyeinheiten,
enthaltend mindestens Vinylreste pro Molekül, ein Organohydrogensiloxan,
enthaltend mindestens zwei an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro
Molekül, einen platinhaltigen Hydrosilierungskatalysator, gegebenenfalls einen
Katalysatorinhibitor, einen feinteiligen Kieselsäurefüllstoff und ein
Kieselsäurebehandlungsmittel, das zumindest teilweise unmischbar mit dem
Polydiorganosiloxan ist.
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US-A-4,753,978 offenbart eine Organosiloxanzusammensetzung aus einem ersten
Polydiorganosiloxan mit endständigen Diorganovinylsiloxygruppen mit einer
speziellen Viskosität, das keine ethylenisch ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste an nicht endständigen Siliciumatomen aufweist, ein zweites
Polydiorganosiloxan mit endständigen Vinylsiloxygruppen, das mischbar ist mit
dem ersten Polydiorganosiloxan und einen Vinylrest enthält, ein
Organohydrogensiloxan, einen Platin-hydrosilierungskatalystor und einen behandelten
verstärkenden Kieselsäurefüllstoff.
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US-A-4,785,047 offenbart ein Siliconelastomer aus einer Mischung eines
flüssigen Polydiorganosiloxans, das mindestens zwei Vinylreste oder andere
ethylenisch ungesättigte Reste pro Molekül aufweist und einen feinteiligen
Kieselsäurefüllstoff, der mit Hexaorganodisilazan behandelt ist, wobei die
Mischung dann formuliert wird mit zusätzlichem Hexaorganodisoloxan.
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US-A-4,329,274 offenbart viskose flüssige Siliconpolymerzusammensetzungen,
von denen angenommen wird, dass sie brauchbar sind und enthalten
vinylsubstituiertes Diorganopolysiloxan (entspricht Bestandteil B),
Siliciumhydridsiloxan (entspricht Bestandteil A) und eine wirksame Menge eines
Katalysators, welcher ein halogenierter tetramerer Platinkomplex ist.
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US-A-4,442,060 offenbart eine Mischung aus 100 Gew.Tl. eines viskosen
Diorganopolysiloxanöls, 10 bis 75 Gew.Tl. feinteiliger verstärkender
Kieselsäure, 1 bis 20 Gew.Tl. eines Gelierungsinhibitors und 0,1 bis 4 Gew.Tl. 2,4-
Dichlorbenzoylperoxid als Vernetzungsmittel.
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Die Siliconharzzusammensetzungen der nachfolgenden Tabelle wurde alle für
die Ausführung der Erfindung benutzt. Es wird angenommen, dass die
Zusammensetzungen von Tabelle I Formulierungen des hier beschriebenen Typs
beinhalten.
Tabelle I
Beispiele von Ausgangszusammensetzungen von Siliconpolymeren
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Fußnote zu Tabelle I: (1) Identifizierte Bestandteile beschreiben nicht die
vollständige Zusammensetzung des einzelnen beschriebenen Produktes.
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Wenn eine Polymerzusammensetzung eines Siliconpolymers und ein Benzophenon
durch Druck in die poröse Bahn, wie hier gelehrt, eingepresst werden, ist
der Schutz einer organischen Bahn gegenüber UV-Strahlung verbessert und der
bei Aussetzen von UV-Licht einsetzende Abbau verzögert. Dies kann aufgrund
des aus dem Stand der Technik bekannten Verhaltens von Benzophenonen
erwartet werden.
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Für die Ausführung der vorliegenden Erfindung geeignete UV-Strahlung
absorbierende Mittel schließen ein, UV-Absorber-A, wie
Benzophenon-8-methylanthranilat, Benzophenon-4, Benzophenon-3, 2,4-Dihydroxybenzo-phenon; UV-
Absorber-B, wie p-Aminobenzoesäure (PABA), Pentyldimethyl-PABA, Cinoxate,
DEA p-Methoxycinnamat, Digalloyltrioleate, Ethyldihydroxypropyl -PABA,
Octocrylen, Octylmethoxycinnamat, Octylsalicylat, Glyceryl -PABA,
Homosalicilate, Lawson plus Dihydroxyaceton, Octyldimethyl -PABA, 2 -Phenylbenzimidazol-
5-sulfonsäure, TEA- Salicylat, Sulfomethylbenzylidenbornanon, Urocansäure
und ihre Ester und physikalische Sperren wie rotes Petrolatum und
Titandioxid.
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Zur Herstellung einer Siliconpolymerzusammensetzung, die Benzophenon
enthält ist es bevorzugt, das Benzophenon mit der
Siliconpolymerzusammensetzung zum Zeitpunkt der Verwendung zu mischen. Der Benzophenonbestandteil
kann betrachtet werden als oder hier definiert sein als
Modifizierbestandteil (vi). In Gewichtsteilen, bezogen auf die gleiche Basis wie zuvor,
enthält die erfindungsgemäße Zusammensetzung von etwa 0,1 bis etwa 15
Gewichtsteile Bestandteil (vi), obwohl die bevorzugte Menge von 0,3 bis etwa
10 Gewichtsteilen von Bestandteil (vi) beträgt, können auch, falls
erwünscht, kleinere Mengen verwendet werden, ohne das erfinderische Konzept
zu verlassen.
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Eine Klasse von Benzophenonderivaten, die für die Erfindung verwendet
werden kann, ist gekennzeichnet durch die allgemeine Formel
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in der R¹ und R² jeweils ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus
Hydroxyl, niederes Alkoxy und Wasserstoff und n und m jeweils eine ganze Zahl
von 1 oder 2 sind. Beispiele von substituierten Benzophenonen der zuvor
stehenden Formel schließen die nachstehend wiedergegebenen Stoffe ein.
Tabelle II
Substituierte Benzophenone
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Fußnote zu Tabelle II (1) derzeit am meisten bevorzugtes Benzophenon
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Eine andere Klasse von Benzophenonderivaten, die erfindungsgemäß verwendet
werden kann, ist gekennzeichnet durch die allgemeine Formel
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in der R³ eine niedere Alkylgruppe ist.
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Ein Beispiel eines substituierten Benzophenons der zuvor stehenden Formel
ist 2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenyl acrylat (erhältlich von BASF unter der
Markenbezeichnung "Uvinul N-539").
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In den zwei zuvor stehenden Formeln bedeutet der Ausdruck "niedere" eine
Gruppe, die weniger als 8 Kohlenstoffatome enthält.
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Der von einer erfindungsgemäß verwendeten Siliconzusammensetzung erzeugte
Kontaktwinkel schwankt mit der speziellen Bahn, die damit gesättigt wurde.
Jedoch ist der Kontaktwinkel von Wasser im allgemeinen niedriger für die
nicht behandelte Seite als der der behandelten Seite. Die Kombination einer
verarbeiteten Bahn, Siliconpolymer und Fluorchemikalie ergibt im
allgemeinen für Wasser größere Kontaktwinkel als Bahnen, die nur mit
Fluorchemikalien behandelt sind. Das Verhalten einer Polymerzusammensetzung kann
bestimmt werden durch die Natur eines zuvor aufgebrachten Sättigungsmittels,
wie einer Fluorchemikalie. Geeignete Ausgangszusammensetzungen, enthaltend
100% flüssige härtbare Siliconkautschukzusammensetzungen, wie SLE5600 A/B
von General Electric, Mobay LSR 2580A/B, Dow Corning Silastic® 595 LSR und
Silastic®590 bilden, wenn sie formuliert werden mit substituiertem
Benzophenon, wie es hier beschrieben ist, einen Kontaktwinkel, der sehr viel
größer als 70º ist und typischerweise 90+º beträgt bei typischen porösen
Bahnen (wie Geweben) mit einem Rückstand von Fluorchemikalien auf (und
innerhalb) der Bahn aus einer vorherigen Sättigung.
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Die für die Ausführung der Erfindung verwendete Polymerzusammensetzung kann
auch Zusätze in den dreidimensionalen Aufbau der Bahn während des
Aufbringens unter Druck einbringen. Weiterhin ist es bevorzugt, dass alle Zusätze
und/oder Modifiziermittel dauerhaft in der gehärteten Zusammensetzung
gebunden sind und so in dem dreidimensionalen Aufbau der Bahn positioniert
sind. Insbesondere im Falle von Textilmaterialien ist es erwünscht, die
Zusätze und/oder Modifiziermittel hauptsächlich auf Oberflächenteilen der
eingekapselten Garne und Fasern an Stellen anzuordnen, wo sie üblicherweise
vorteilhaft angeordnet und gehalten werden, oder auf den Oberflächen der
Innenschicht oder auf den Oberflächen der Bahn oder Kombinationen dieser
Orte anzuordnen. Falls erforderlich, können die Polymerzusammensetzung, die
verwendete Bahn oder Gewebe und die speziellen Zusätze und/oder
Modifiziermittel geändert werden, um spezielle funktionelle Eigenschaften
auszubilden, wie Haftung, antimikrobielle Aktivität, Blutabweisung, Leitfähigkeit,
Flammbeständigkeit, Flexibilität, angenehmes Anfühlen bei Handkontakt,
Fleckenbeständigkeit, UV-Absorptionsvermögen und andere erfindungsgemäße
funktionelle Eigenschaften.
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Wenn Siliconpolymere mit Zusätzen und/oder Modifiziermitteln formuliert
werden, werden die erwünschten Eigenschaften erzeugt. Beispielsweise wird
eine feinteilige Kieselsäure zum Siliconpolymer als Füllstoff oder
Verstärkungsmittel zugesetzt, um die Härte zu erhöhen und die Klebrigkeit zu
verringern. Zahlreiche Pigmente werden zum Färben verwendet. Solche festen
Zusätze und/oder Modifiziermittel können durch Mischen mit dem
Siliconpolymer mit einem bestimmten Verhältnis zugesetzt werden. Das Mischen des
Siliconpolymer erfolgt üblicherweise in einem Mischer oder dergleichen. Es
sollte dafür gesorgt werden, dass die Zugabe der pulverförmigen Zusätze
(und/oder Modifiziermittel) langsam genug erfolgt, um Zusammenballungen mit
hohem Additivanteil und niedrigem Silicongehalt und das Flotieren der
Zusätze die Oberfläche des Siliconpolymer, das zu schlechter Dispersion
führt, zu vermeiden. Schlechte Dispersion ergibt ungleichmäßige Verteilung
des Zusatzes und/oder Modifiziermittels innerhalb der Bahn. Wenn sehr viel
Zusatz und/oder Modifiziermittel zugesetzt wird, sorgen mehrere separate
Zugaben und Überkreuzmischen für gute Dispersion. Die Schrittfolge der
Zugabe ist ebenso wichtig. Beispielsweise, wenn streckende Füllstoffe
zugesetzt werden, sollten sie nach den verstärkenden Füllstoffen zugefügt
werden. Wenn verwendet, können Farben in dieser Stufe zugesetzt werden. Der
Katalysator wird in der Endstufe zugesetzt oder ist Teil einer
vorgemischten Polymerzusammensetzung. Es muss dafür gesorgt werden, dass die
Temperatur der Komponenten ausreichend niedrig ist, um unerwartetes Härten des
Siliconpolymer zu vermeiden.
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Flüssige Zusätze und/oder Modifiziermittel können direkt mit dem
Siliconpolymer gemischt werden oder fein in dem Siliconpolymer dispergiert werden.
Zusätze und/oder Modifiziermittel können auch in einer homogenen Form
zugesetzt werden, beispielsweise durch Auflösen in geeigneten organischen
Lösemitteln oder Wasser oder in einer heterogenen Form, wie als Latex.
Beispielsweise können hydrophobe Polyurethane oder Fluorkohlenstoffpolymere in
Wasser dispergiert werden durch Zusetzen eines Emulgators oder
oberflächenaktiven Mittels oder Ausbildung einer Emulsion oder Latex.
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Eine große Zahl von Zusätzen, Mitteln oder Modifiziermitteln, wobei diese
Ausdrücke hier austauschbar verwendet werden, kann erfindungsgemäß
verwendet werden zum Herstellen poröser Bahnen, die die funktionellen
Eigenschaften des in die Bahn eingebrachten Mittels behalten. Es ist nicht möglich,
alle unterschiedlichen Mittel und Modifiziermittel, die erfindungsgemäß
verwendet werden können, aufzulisten. Zahlreiche der Zusätze, die in der
Kunststoffindustrie verwendet werden, sind beschrieben in Handbüchern und
können erfindungsgemäß verwendet werden. Zwei solcher Handbücher sind
Kunststoffzusätze, ein industrieller Führer von Ernest W. Flick (Noyes
Publications 1986) und Chemische Zusätze für die Kunststoffindustrie:
Eigenschaften, Anwendungen, Toxikologie von Radi an Corporation (Noyes Data Corp.
1987), auf die hier Bezug genommen wird. Von den Zusätzen gemäß Liste 1 ist
bekannt, dass sie erfindungsgemäß einsetzbar sind. Die Zusätze (2) haben im
wesentlichen die gleichen physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften,
wie die Zusätze, von denen die Brauchbarkeit bekannt ist. Die Zusätze gemäß
(3) sind in den vorstehend genannten Handbüchern als brauchbare Zusätze
nicht genannt. Einige dieser Mittel werden detaillierter in nachfolgenden
Abschnitten beschrieben.
Haftmittel
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Epoxyharz
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Co-Oligomer
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Phenolharze
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Polyharnstoffharze
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Polyolefine
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Polyamide
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Polysiloxane
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Polysulfide
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Polyvinylester
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Neopren
Polyurethane
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Polyacetalharz, mit ein oder mehreren von Isothiocyanatverbindungen und
Isocyanatverbindungen
Antistatika
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Fettsäureester und deren Derivate
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langkettige Amine
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Amide
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quartäre Ammoniumsalze
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Polyoxyethylenderivate
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mehrwertige Alkohole und deren Derivate
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1,2-Epoxide wie 1,2-Epoxyhexan. 1,2-Epoxyoctan, 1,2-Epoxynonan, 1,2-
Epoxydecan, 1,2-Epoxydodecan, 7,8-Epoxyoctadecan, 9,10-Epoxyoctadecan,
5,6-Epoxydodecan, 7,8-Epoxyoctadecan, 2,3-Epoxydodecan, 5,6-
Epoxydodecan, 7,8-Epoxyoctadecan, 9,10-Epoxyoctadecan, 10,11-
Epoxyeicosan
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Epoxide werden umgesetzt unter Anwesenheit saurer oder alkalischer
Katalysatoren mit Ethylenglycolen oder 1,2-Propylenglycol. Beispiele
für Katalysatoren sind BF-Etherat, Schwefelsäure, Natriummethylat und
Lithiummethylat. Die bevorzugten Ethylen- oder Propylenglycol sind
Mono-, Di, Tri und Tetra-Glycole.
Biocide Mittel
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Halogene und halogenhaltige Verbindungen wie Jod, Chlorazodin,
chlorierte Cyanursäurederivate und Chloraminderivate
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Antibiotika
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Antivirusmittel wie Zidovudin
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Nonoxynol-9
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Phenole und phenolische Verbindungen wie o-Phenylphenol,
o-Benzyl-pchlorphenol, p-tert.-Amylphenol, Bisphenole wie Hexachlorphen,
Dichlorphen, Methylene-bis(4-chlorphenol), Fentichlor, und Trichlosan.
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Quartäre Ammoniumsalze wie Cetrimid, Benzalkoniumchlorid,
Cetylpyridiniumchlorid, Lauroliniumacetat, Dequaliniumchlorid,
Hedaquiniumchlorid, Polyquaternium 1.
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Zinkoxid, Z-N-octyl-4-isothiazole-3-on
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Phenylmercuri-Acetat
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Handdesinfektionsmittel wie Alcohole, quecksilberhaltige Mittel,
Silberverbindungen, Neomycin
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Wasserentkeimungsmittel wie Chlor und Natriumhypochlorit
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Luftentkeimungsmittel wie Propylenglycol, Milchsäure, Glycolsäure und
Levulinsäure
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Gasförmige Desinfektionsmittel wie Ethylenoxid, Propiolacton und
Formaldehyd
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Textildesinfektionsmittel wie Neomycin
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Methyldimethylpropoxylen Ammoniumchlorid
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Polyiodid-Verbindungen wie Pentaiodid
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Saure Salze von Chlorwasserstoff, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure,
Isoethionsäure, Milchsäure und Zitronensäure.
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Kohlenstofftrichlorid
Blutabweisende Mittel
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Antimikrobielle oder biocide Mittel
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Monoaldehyd
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Iodophore wie Povidoniodid, Polyvinylpyrrolidon (PVP) oder Povidon
USP, Butylcellosolv-Albumin-Povidone-Iodin-Komplex
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Polyethyleneglycolmono(nonylphenyl)ether
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Diethylether
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Phenolharz
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Harnstoffharz
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Urethan modifiziertes Epoxyharz
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Quartäre Ammoniumsalze von Organosiliciumverbindungen
Farben und Pigmente
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Azofarbstoffe
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Kationische Farbstoffe
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Schwefel färben
-
Nigrosin
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Ruß
Elektrisch leitende Mittel
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Metallteilchen oder Füllstoffe
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Zinkoxid
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Zinnoxid
-
Indiumoxid
-
Wolfram und Wolframcarbid
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Ruß
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Graphit und mit Metall beschichteter Graphit
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leitfähige Polymere
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Silber, Nickel, Kupfer, Aluminium, Gold
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Rhodium
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Rhuthenium
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Molybdän
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Iridium
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Platin
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Palladium
Elektromagnetische Strahlung abschirmende Mittel
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Hypophosphorverbindungen
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Kohlenstoff-Phenol harz-Verbundstoffe
Füllstoffe
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Kohlenstoff
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Molekularsiebe
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pyrogene Kieselsäure
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kolloidale Kieselsäure
Flammenhemmende Mittel
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Aluminiumhydroxid
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Borax
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Tetrakis-(hydroxymethyl)phosphoniumchlorid
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Kaliumhexafluorzirconat
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Kaliumhexafluortitanat
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Polyamid
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Polyimid
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Polyparabansäure
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Polyethersulfon, Polyetheretherketon, Polyetherimid
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Filme aus fluorierten Kunststoffen
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Polyphenylensulfid
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Magnesiumhydroxid
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mit Silicon behandeltes Magnesiumoxid
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Polybenzimidazol
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nicht dauerhaft flammfeste Fasern mit Fasern aus Metall, wie rostfreier
Stahl, Kupfer, Nickel
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Kohlenstoff oder in Kohlenstoff umwandelbare Zusammensetzung
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Kevlar
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Nomex
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verzögernde Füllstoffpulver, wie Aluminiumoxid-Trihydrat
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Kaolin, Gips und wasserhaltigen Clay mit Polydimethylsiloxanen
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Polypropylen, Polybutylen
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Metallsalze von Carbonsäuren mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen
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Calcium, Barium- und Strontium-Verbindungen
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Carbonsäuresalze: Calciumstearat, Bariumstearat und Strontiumstearat,
Stearate, Isostearate, Oleate, Palmitäte, Myristate, Laurate,
Undecylenate, 2-Ethylhexanoate, Hexanoate
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Salze folgender Säuren können brauchbar sein: Sulfinsäure, Sulfonsäure,
aromatische Sulfonsäuren, Sulfaminsäure, Phosphonsäure, Phosphorsäuren
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Polyolefine, wie Polyethylen niedriger und hoher Dichte
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Polymere, wie Polystyrol, Polycarbonate und deren Copolymere
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Polyester, Polyamide, Polycaprolactame
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Ionomere, Polyurethane, Co- und Ter-Polymere derselben
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Acrylnitril, Butadien, Styrol, Acryl-Polymere, Acetalharze, Ethylen
vinylacetat
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Polymethylpenten
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Polyphenylenoxid, Polyphenylenoxid-Polystyrol, Mischungen der Copolymere
mit organischen Haliden wie Decabromodiphenyloxid, Dechloranplus,
chlorierte acyclische Kohlenwasserstoffe und Aluminiumoxid-Trihydrat
Flexibilisierungsmittel
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Diglycidylether von dimerer Linolsäure
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Diglycidylether von Polyethylenglycol
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Diglycidylether von Polypropylenglycol
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Diglycidylether von Alkylenoxid-Adduct von Bisphenol A
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Urethanprepolymer
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Urethan modifiziertes Epoxyharz
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Polycarboxylverbindungen
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Polycaprolacton
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Phenoxyharz
Mattierungsmittel
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Amorphe Kieselsäure 1-2 Gew.%, bezogen auf Harzgesamtgewicht, wie OK
412, hergestellt von Degussa A. G.. (Frankfurt, DE), erhältlich über
die Pigmentabteilung in Teterboro, NJ.
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Kieselsäure
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feinteiliges Polyethylen
Fettbeständigkeitsmittel
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Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Methyl ethyl cellulose,
Hydroxypropyl methylcellulose, Hydroxypropylcellulose
Berührungsempfinden ändernde Mittel
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Proteine zum Initiieren von Eigenschaften auf oder nahe der Oberfläche
der Polymeren
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Natürliche und synthetische beta-gefaltete Proteine
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Hydrolysierte Seide wie "Crosilk," ein kommerziell erhältliches
Seidenprotein (Croda, Inc. New York, NY). Crosilk ist ein Protein mit
Molekulargewicht 10,000, hergestellt durch Hydrolyse von Seide und
enthält 17 unterschiedliche Aminosäuresegmente, in Mengen von 0.1
Gew.% bis 20.3 Gew.%.
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Polyolefinfasern oder -gewebe
Feuchtigkeit steuernde Mittel
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feste Kupfersalze, vorzugsweise organische Kupfersalze, wie
Kupferformiat, Kupferacetat, Kupferoxalat und andere
Ionenaustauscher
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Duolite C255H von Diamond Shamrock
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Ammoniumsalze
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Chloride
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Verbindungen and Stoffe, die saure oder basische Funktionalität haben
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Nitrate
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β-Zeolit, Chabazite-Zeolit (niedriger Calciumgehaltgehalt)
Lichtbeständigkeit verleihende Mittel
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Druckfarben
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kationische Farben
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saure Farbstoffe
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Monosulfonsäure, Disulfonsäure, Sulfonsäure-Carbonsäure- Verbindungen
Lichtreflektierende Mittel
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Titanoxid
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Zinkoxid
Antischimmelmittel
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Thiazolylbenzimidazol
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Zinkphosphit
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Phenolderivate
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Derivate von Benzothiazol
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Quartäre Ammoniumsalze von Organosiliciumverbindungen
Verarbeitungshilfsmittel
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Vernetzungsinhibitoren
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Rheologieverändernde Mittel
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Hydrophile Polymere
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Polyvinylalkohol
Proteine
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Seidenprotein
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Fibroin
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Collagen
Radiofrequenz abschirmende Mittel
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Photoresistfilme aus Polyamid oder S06 (spin auf Glass)
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magnetische Filme
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Piezoelektrische Schichten
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Photoresistfilme als schaltbare EMI-Sperre
Mittel gegen Verrotten
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Zinkchlorid, mit Chrom modifiziertes Zinkchlorid
Schmutzabweisende Mittel
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Mischung von Phenyl vinylether/Maleindisäurecopolymer und
Z-(4-Hydroxymethyl-phenoxy)-ethylvinylether/Maleindisäurecopolymer und ein
Copolymer, erhalten durch die Reaktion von Phenyl vinyl ether 2-(4-
Hydroxymethyl- phenoxy)-ethylvinylether und Maleinsäureanhydrid
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Erional NBS, Intratex N
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Mesitol, FX-369, CB-130, Nylofixan P
Therapeutische Mittel
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Antibiotika
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Chemotherapeutische Verbindungen
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Hormone
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Analgesica, wie Aspirin
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Vitamine
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Spermacide, wie Ricinleinsäure, p-Diisobutylphenoxypolyethoxyethanol,
Borsäure and Nonoxynol-9.
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Arzneimittel
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Molekularsiebe oder andere Formen, in die die vorherigen Mittel
eingeschlossen sind
Wärmeleitende Mittel
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Aluminiumteilchen, wie Aluminiumnitrid, Aluminiumoxid
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Füllstoffe, wie Silber
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Graphit
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Siliciumcarbid
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Bornitrid
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Diamantstaub
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Synthetische Harze
Ultraviolette Strahlung absorbierende Mittel
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Benzophenon und seine Derivate
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Mit Arylgruppen substituierte Benztriazolverbindungen
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Cinnamonsäureester
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Benzoxazal
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4-Thiazolidonverbindungen
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Titandioxid
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Zinkoxid
Wasserabweisende Mittel
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Fluoralkylsilane
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Alkyl silane
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Dimethylpolysiloxane
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Fluorierte wasserfest machende Mittel (Asahi Guard AG710)
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Silazen-Verbindungen, z. B. (CH&sub3;)&sub3;SiNH-Si(CH&sub3;)&sub3;(6)
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Stearinsäuresalze
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Zirconium-Verbindungen
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Fluorsilicon Typ KP-801
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Epoxygruppen enthaltende Organosiloxane
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Polysiloxane mit Fluoratomen
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Perfluoroakylsilicon-KP801
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Dimethylaminosilicon
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Wachs
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Einige Zusätze und/oder Modifiziermittel können oder können nicht mit dem
thixotropen Material vor dem Aufbringen auf den porösen Träger kombiniert
werden. Diese Stoffe werden auf die Oberfläche des porösen Trägers
aufgebracht durch Abscheiden oder Aufdosieren oder durch andere Maßnahmen.
Andere erfindungsgemäß geeignete Zusätze und/oder Modifiziermittel
schließen Verbindungen ein, die reaktive Gruppen enthalten, Verbindungen, die
Steuermittel in die Umgebung freisetzen, Verbindungen, die die Haftung
zwischen den Behandlungsmaterialien und dem Träger fördern und Verbindungen,
die die Oberflächenchemie der aus den behandelten Trägern hergestellten
Erzeugnisse verändert.
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Reaktive Gruppen im Sinne der Erfindung schließen ein funktionelle Gruppen,
wie Hydroxyl, Carboxyl, Carbonsäure, Aminogruppen und dergleichen, die
physikalische und/oder chemische Reaktionen mit anderen Materialien und
Verbindungen unterstützen. Zum Beispiel kann das Modifiziermittel ein Enzym
sein oder ein Metall, das eine spezielle Reaktion katalysiert. Alternativ
kann ein Modifiziermittel ein anderes Mittel binden. Der Ausdruck
Bindungskapazität, wie er hier verwendet wird, betrifft das Binden durch beides,
kovalente und nicht-kovalente Bindung. Polyurethan ist ein Beispiel eines
Modifiziermittels mit reaktiven Gruppen, die speziell Jod als Mittel
binden. Ein Protein ist ein Beispiel eines Modifiziermittels mit reaktiven
Gruppen, das speziell einen Antikörper als Mittel bindet. Die erhaltenen
Erzeugnisse sind geeignet, beispielsweise wenn Jodfreisetzung erwünscht ist
(z. B. als Desinfektionsmittel) wegen ihrer Neigung Jod unter
Umgebungsbedingungen durch Sublimation abzugeben.
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Modifiziermittel oder Mittel können auch biologisch aktiv oder "bioaktive
Moleküle" sein, wie Enzyme, Antikörper, Antigene oder andere bindende
Proteine, wie Biotin oder Avidin. Beispielsweise kann ein Modifiziermittel ein
Antikörper sein, das Mittel ein Zielprotein und dergleichen. Oder das
Modifiziermittel kann ein Protein sein und das Mittel ein Zielantikörper. Diese
Ausführungsformen sind insbesondere geeignet für das Feld medizinischer
Diagnostika.
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Alternativ kann das Modifiziermittel in der Lage sein, jedes proteinhaltige
Material zu binden, unabhängig von seiner Bioaktivität, wie beispielsweise
Polypeptide, Enzyme oder ihre aktiven Gruppen, ebenso wie Antikörper oder
Antikörperfragmente. Diese Ausführungsformen der Erfindung sind anwendbar
im Forschungsbereich und in industriellem Maßstab bei Reinigungsverfahren.
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In Abhängigkeit von der Endverwendung des behandelten Materials können
zahlreiche Modifiziermittel mit reaktiven Gruppen verwendet werden.
Beispielsweise können Modifiziermittel verwendet werden, die Mittel binden,
die organische Verunreinigungen in Luft sind. Die spezielle Verbindung, die
als Modifiziermittel verwendet wird, hängt von der chemischen
Funktionalität des Zielmittels ab und kann ohne weiteres vom Fachmann bestimmt werden.
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Erfindungsgemäß eingeschlossen ist auch die Verwendung von
Modifiziermitteln, die das Freisetzen eines Mittels aus der behandelten Bahn
unterstützen. Beispielsweise, wenn ein hydrolytisches Mittel aus dem thixotropen
Material freigesetzt wird, kann das Modifiziermittel eine hygroskopische
Verbindung sein, wie ein Salz, das die Aufnahme von Wasser fördert. Wenn
Wasser in das Material gezogen wird, ersetzt sich das thixotrope Material
durch Hydrolyse und infolgedessen das freisetzende Mittel. Alternativ kann
das Modifiziermittel die Freisetzung anderer Mittel aus der behandelten
Bahn unterstützen durch Ausbilden von Poren, wenn der erhaltene Gegenstand
in einer speziellen Umgebung angeordnet wird. Beispielsweise kann ein
wasserlösliches hygroskopisches Salz verwendet werden, um die Porenbildung in
thixotropen Materialien auszulösen, wenn diese in einer feuchten oder wasserigen
Umgebung angeordnet werden. Auf diese Weise unterstützt die
Auflösung des Salzes das Freisetzen des Mittels aus dem behandelten Träger.
Andere Modifiziermittel, die das Freisetzen anderer Mittel aus den Stoffen
unterstützen, sind dem Fachmann bekannt. Mittel, die für diese
Ausführungsformen geeignet sind, schließen ein, therapeutische Mittel, biologisch
aktive Mittel, Pestizide, Biozide, Jod und dergleichen.
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Zur Verwendung bei der Ausführung der Erfindung als modifizierender
Bestandteil sind Hydrogele. Hydrogele sind polymere Stoffe, die in der Lage
sind, relativ große Mengen Wasser aufzunehmen. Beispiele von Hydrogel
bildenden Verbindungen sind Polyacrylsäuren, Natriumcarboxymethylcellulose,
Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Gelatine, Carrageenan und andere
Polysaccharide, Hydroxyethylenmethacrylsäure (HEMA), ebenso wie Derivate
derselben, und dergleichen.
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Die Steuerung des Auftragsschrittes durch Druck kann erfolgen an mehreren
Stellen, weil das Scherverfahren sich empfindlich auf die Viskosität der
Polymerzusammensetzung auswirkt, sowohl bei atmosphärischem Druck als auch
bei überatmosphärischem Druck. Die Raumtemperatur beeinflusst das Polymer
beim Aufbringen und Temperaturänderungen infolge Beaufschlagung mit Druck
während der gesteuerte Anordnung des Polymeren spielen auch eine Rolle bei
der Viskosität und deshalb beim Scherverfahren. In der Tat, die chemische
Formulierung der Polymerzusammensetzung spielt eine Rolle beim
Scherverfahren und unterstützt die Bildung einer internen Schicht und/oder inneren
Einkapselung der Fasern oder strukturellen Elemente der Bahn.
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Die Menge des verwendeten Polymers und die Gewichtszunahme sind
unterschiedlich und hängen von zahlreichen Dingen ab, wie der behandelten Bahn,
der gewünschten Endverwendung der Bahn, den Kosten und dergleichen. Die
Gewichtszunahme der Bahn kann so niedrig wie 1 bis 5 Gew.%, bis zu 200
Gew.% der unbehandelten Bahn betragen. Zum Herstellen von atmungsaktiven,
wasserdichten Gewebebahnen gemäß der Erfindung liegen die Gewichtszunahmen
vorzugsweise im Bereich von 10 bis 100 Gew.% des Gewichtes der
unbehandelten Bahn.
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Die Fluorchemikalienzusammensetzung zum Sättigen kann ebenfalls ein
Bindemittel enthalten. Das Bindemittel kann das Binden der wasserabweisenden
und/oder die Imprägnierung des dreidimensionalen Aufbaus der Bahn bewirken,
mit der die Bahn gesättigt wird. Mobay Silopren-Bindemittel Typ LSR Z 3042
und Norsil 815 Primer sind repräsentative Zusammensetzungen, die verwendet
werden, um das Binden von wasserabweisenden Chemikalien und/oder
Imprägniermittel an und in die Bahn zu bewirken. Die Verwendung von Bindemittel
ist nicht wesentlich für die Ausführung der Erfindung, kann jedoch die
Bindung der Fluorchemikalie und/oder der Polymerzusammensetzung an die Fasern
verbessern.
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Insbesondere die Fluorchemikalie und auch die Bindemittel, wenn verwendet,
werden vorzugsweise im dreidimensionalen Aufbau der Bahn fixiert, vor der
gesteuerten Anordnung des Polymer in der Bahn. Vollständige Fixierung der
Fluorchemikalie ist nicht erforderlich. Die Fluorchemikalie erfordert
offensichtlich das Aufbringen einer Polymerzusammensetzung durch Druck, auch
wenn die Fluorchemikalie nicht vorher in der Bahn fixiert oder in der zu
behandelnden Bahn angeordnet wurde. Es scheint jedoch, dass Fixieren,
insbesondere durch Sintern, zur Folge hat, dass die wasserabweisenden
Chemikalien fließen und sich besser an den dreidimensionalen Bahnaufbau anheften.
In dieser Hinsicht verbleibt eine geringere Menge von Fluorchemikalie
besser an ihrem Platz und wird das nachfolgende Aufbringen des Polymer unter
Druck besser unterstützen, wenn der Sinter- oder unlöslich machende Schritt
ausgeführt wird vor dem Aufbringen mittels Druck.
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Nach der Sättigung mit Fluorchemikalie und anschließender kontrollierter
Anordnung von Polymer und Härtung kann eine Bahn mit dem Polymer einen
Oberflächenkontaktwinkel von größer als etwa 70º, besonders typisch größer
als etwa 90º aufweisen. Bahndrucke können quer gerichtete Kraft oder Druck
in den Bereich von 10-1000 Pfund pro Inch² Oberfläche erreichen.
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In gleicher Weise, wie die funktionellen Eigenschaften, die erhalten werden
durch Verwendung einer Fluorchemikalie in der bevorzugten Vorbehandlung
durch Sättigung kann das mittels Druckauftrag eingebrachte Polymer definiert
werden durch seine funktionellen Wirkungen. Beispielsweise erzeugt
das Siliconpolymer in einer mit einer Fluorchemikalie behandelten Bahn
einen Kontaktwinkel von mehr als etwa 70º. Der Kontaktwinkel einer Bahn mit
Fluorchemikalie liegt im Bereich von 90º bis 180º, während der
Kontaktwinkel einer mit Fluorchemikalie behandelten Bahn mit dem Siliconpolymer im
Bereich von 70º bis 180º liegt.
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Der Kontaktwinkel, der durch das Siliconpolymer erzeugt wird, kann, falls
erwünscht, sich zum Vergleich eignen gegenüber der speziellen Bahn,
gesättigt mit dem speziellen Fluorchemikaliensättigungsmittel. Die Auswahl der
geeigneten Siliconpolymerzusammensetzung kann bestimmt werden durch die
Natur der zuvor durch Sättigung aufgebrachten Fluorchemikalie. Die
sättigende Fluorchemikalie und die Siliconpolymerzusammensetzung sind jedoch für
die Ausführung der Erfindung nicht kritisch, weil diesbezüglich breite
Zusammensetzungsbereiche beteiligt sein können. Insbesondere wird ein im
wesentlicher unverdünnter flüssiger Siliconkautschuk, der erhältlich ist von
Zulieferern wie GE, Dow Corning und Mobay-Bayer charakteristisch einen
Kontaktwinkel von sehr viel mehr als etwa 70º ausbilden und üblicherweise
größer als etwa 90º in einer typischen porösen Bahn (wie Gewebe), die einen
Rückstand von Fluorchemikalie auf (und innerhalb) der Bahn aufweisen aus
einer früheren Sättigung.
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Die Polymerzusammensetzung kann Zusätze in den dreidimensionalen Bahnaufbau
hineintragen während der erfindungsgemäßen Auftragsschritte unter Druck.
Weiterhin ist die Polymerzusammensetzung, wenn gehärtet, in der Lage, an
strukturellen Elementen Fasern, Garnen und dergleichen zu haften zusammen
mit allen darin dispergierten Zusätzen. Deshalb sind die Zusätze benachbart
zu oder auf Oberflächen der strukturellen Elemente, Garne und Fasern und
dergleichen in einer Stellung angeordnet, in der sie Vorteile erzeugen.
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Die Energie kann ebenso verwendet werden, um Additive und/oder
Modifiziermittel in zahlreiche ausgewählte Stellungen innerhalb der porösen Bahn zu
treiben. Während dieses Schrittes wird die Viskosität des thixotropen Materials
niedrig genug und die Auftragsdicke dünn genug, so dass Zusätze
und/oder Modifiziermittel in der Lage sind, sich zu bewegen mit entweder
der ausreichenden mechanischen Energie oder durch Wellen eingebrachten
Energie. Abhängig von der Affinität des Zusatzes und/oder Modifiziermittel
für das thixotrope Imprägniermittel im Vergleich zu den Grenzflächen
Träger/Imprägniermittel und Imprägniermittel/Luft migriert der Zusatz und/oder
das Modifiziermittel in einen speziellen Bereich in der Bahn. Diese
Wanderung wird hier als "Oberflächenausblühen" bezeichnet. Das Ausmaß und die
Geschwindigkeit der Wanderung kann gesteuert werden durch Steuern der
Viskosität und Dicke des Imprägniermittels und die Mobilität des speziellen
Zusatzes und/oder Modifiziermittels. Beide Eigenschaften hängen von der
Energiemenge ab, die dem System zugeführt wird. Infolge der Natur des
thixotropen Materials können die Zusätze und/oder Modifiziermittel an jeder
Stelle auf ihrem Wanderungspfad fixiert werden. Beispielsweise wird die
Energiemenge, die auf das Imprägniermittel und die Bahn gerichtet wird,
verringert, wenn die Zusätze und/oder Modifiziermittel in die
Zielstellungen wandern. Wenn die Viskosität des thixotropen Imprägniermittels steigt,
werden die Zusätze und/oder Modifiziermittel im wesentlichen am Platz
befestigt. Dieses zyklische Schwanken der Energie kann wiederholt werden in
dieser Stufe ebenso wie in den nachfolgend beschriebenen Stufen 4 und 5,
bis die Zusätze und/oder Modifiziermittel sich endgültig bewegt haben und
in der vorgewählten Stellung fixiert sind. Die Konzentration kann
signifikant schwanken.
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Oberflächenausblühen ist ein Ausdruck, der beides beschreibt, die Migration
und die genaue Orientierung von Additiv und/oder Modifiziermittel auf oder
in der Nähe der Oberfläche des Polymeren. Es scheint entweder solch eine
dünne Polymerschicht (Monoschicht) oder ein tatsächliches Brechen der
Oberflächenstruktur des Polymeren zu sein, dass das Freilegen des Zusatzes
und/oder Modifiziermittels erlaubt. Es kann auch mit einer zeitabhängigen
Wirkung aufgebracht werden, wobei während einer Zeit in Abhängigkeit von
Umweltbedingungen und Bewegung zum Freisetzen der Zusatz und/oder Modifi-
ziermittel freigesetzt werden, wie mit zeitlich wirkenden
Freisetzungsmitteln.
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Es wird angenommen, dass das Phänomen, das als "Oberflächenausblühen" das
Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren ist, von denen einige zuvor
beschrieben wurden.
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Die alternierenden Silicium- und Sauerstoffbindungen im Siloxan erzeugen
ein flexibles Rückgrat und angemessene freie Rotation um die Si-0-Achse ist
möglich, insbesondere bei kleinen Substituenten, z. B. Methyl an den
Siliciumatomen. Rotation ist ebenfalls frei um die Si-C-Achse in Methyl
siliconverbindungen. Als Ergebnis der freien Bewegung sind die intermolekularen
Abstände zwischen Methylsiloxanketten größer als zwischen
Kohlenwasserstoffen und intermolekulare Kräfte sind kleiner. Polydimethylsiloxan (PDMS)
enthält eine sehr oberflächenaktive Gruppe, -CH&sub3; deren Aktivität sich am
besten in der ungewöhnlichen Flexibilität des Rückgrats zeigt. Eine
vollständigere Beschreibung der Oberflächeneigenschaften von
Polydimethylsiloxanen ist erhältlich in "Die Oberflächenaktivität von Siliconen; Ein kurzer
Überblick, Michael J. Owen, Ind. Eng. Chem. Prod. Res. Dev., Band 19, S. 97
(1980) und in der Encyclopedia of Polymer Science and Engineering, 2.
Auflage, Wiley, New York, Band 15, Silicone (1985-90), auf die hier Bezug
genommen wird.
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Zusätzlich kann die Steuerung der Anordnung von Zusätzen oder
Modifiziermitteln während des Härtungsprozesses in Stufe 8 ausgeübt werden. Dies wird
anschließend beschrieben. Diese Steuerung betrifft einen anderen
Mechanismus der Bewegung von Zusatz und/oder Modifiziermittel während der
Behandlung, wie es nachfolgend in der Diskussion der Stufe 8 beschrieben wird.
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Geeignete Energiequellen zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung
schließen das Aussetzen des härtbaren thixotropen Materials und ein oder
mehrerer Modifiziermittel Scherbedingungen ("Behandlungsmaterialien") ein.
Beispielsweise können Scherbedingungen hergestellt werden durch
Hindurchleiten des Behandlungsmaterials und der Bahn in Kontakt mit ein oder mehreren
Blades mit einer fixierten Orientierung zu den Blades. Die Blades
können entweder fest oder flexibel sein, um eine größere Zahl
unterschiedlicher Bahnmaterialien einsetzen zu können. Beispielsweise kann ein härteres
Blade verwendet werden, wenn die Bahn weich und flexibel ist. Gleichermaßen
kann ein flexibles Blade verwendet werden, wenn die Bahn hart und fest ist.
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Alternativ kann die Energie erzeugt werden durch Hindurchleiten des
Beschichtungsmaterials und der Bahn durch Walzen mit einem steuerbaren Druck.
Andere Energiequellen, die für die Verwendung bei der Erfindung geeignet
sind, schließen ein thermische Energie, Ultraschall, Elektronenstrahlen,
Mikrowellen und elektromagnetische Strahlung.
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Beispiele von Zusätzen, die in wirksamen Mengen in einer viskosen
Polymerzusammensetzung dispergierbar sind mit einer Konzentration von etwa 0,1 bis
20 Gew.% (bezogen auf Gesamtgewicht der Zusammensetzung) schließen ein
Füllstoffe, blutabweisende Mittel, Markierungsmittel, Berührungsempfinden
ändernde Mittel, bioverträgliche Proteine, hydrolysierte Seide und
dergleichen. Hydrolysierte Seide ist ein Texturierungsmittel, das dem behandelten
Gewebe ein im wesentlichen seidiges Anfühl verhalten vermittelt, unabhängig
davon, ob die behandelte Bahn oder das Gewebe selbst Seide ist oder nicht.
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Beispiele anderer im Polymer dispergierbarer Mittel schließen solche ein,
die die thermische Leitfähigkeit, Strahlenreflexion, elektrische
Leitfähigkeit und andere Eigenschaften beeinflussen. Beispielsweise können
pulverförmige Metalle eindispergiert werden, wenn metallisches Aussehen und/oder
Wärmeleitfähigkeit oder elektrische Leitfähigkeit oder
Infrarotgrundhelligkeitsanpassung erwünscht ist.
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Das Aufbringen des Polymeren unter Druck wirkt sich auf die Viskosität der
Polymerzusammensetzung aus. Temperatur beeinflusst die
Polymerzusammensetzung durch Verringerung oder Veränderung seiner Viskosität. Durch Scheren
ausgelöste Temperaturänderungen, die während des Aufbringens auftreten oder
während der anschließenden Scherbearbeitung des Polymeren, können die Viskosität
beeinflussen. Die chemische Zusammensetzung des Polymer spielt auch
eine Rolle im Behandlungsverfahren und wirkt sich auf die Behandlung der
strukturellen Bahnelemente einschließlich Fasern aus und auf die
Regulierung des Füllens von Zwischenräumen und Räumen offener Zellen.
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Zahlreiche Einrichtungen und Verfahren können zur Ausübung des
erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden. Eine bevorzugte Einrichtung zum
Ausführen der vorliegenden Erfindung wird anschließend beschrieben.
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Die für die vorliegende Erfindung verwendete Anlage bewirkt als erstes das
Auftragen und vorzugsweise gleichzeitig das Verdünnen durch Scheren und
Anordnen einer Polymerzusammensetzung, mit ein oder mehreren Zusätzen
und/oder Modifiziermitteln, die in die Zusammensetzung eingemischt sind, in
die Bahn mittels Druck. Diese Polymerzusammensetzung wird dann wieder
eingebracht, verteilt und gemessen in gesteuerter Weise in der Bahn mit Hilfe
von quer angelegten Scherkräften und Druckkräften, so dass die
Polymerzusammensetzung in der Bahn verteilt wird, so dass Zusätze und/oder
Modifiziermittel orientiert sind auf oder in dem (a) dünnen Film, der einzelne
Fasern und Filamente einkapselt, der (b) Innenschicht, den (c) Oberflächen
der Bahn, oder (d) gewisser Kombination der vorstehenden Möglichkeiten.
Während der Behandlung wird die Bahn in Längsrichtung gespannt und das
Aufbringen mittels Druck und die anschließende Scherung und
Verdichtungsmaßnahmen werden schrittweise ausgeführt in bestimmten Zonen, die sich
vorzugsweise im allgemeinen quer über die Bahn erstrecken (das ist im
allgemeinen senkrecht zur Richtung der longitudinalen Bahnspannung) unter
Verwendung von senkrecht aufgebrachter Kraft, die lokal gegen Oberflächenteile
der Bahn wirkt, während jeder gesteuerten Anordnung und Scherbehandlung.
Die Bahn wird üblicherweise und vorzugsweise, jedoch nicht zwangsläufig in
Längsrichtung bewegt, relativ zu solchen sich quer erstreckenden
Bahnbearbeitungszonen. Beim Behandeln kurzer Gewebelängen können die Blades relativ
zur stationären Länge des Gewebes bewegt werden. Das Aufbringen mittels
Druck, die Scher- und Druckschritte werden vorzugsweise nacheinander oder
aufeinander folgend ausgeführt. Diese Zonen selbst sind vorzugsweise an
festen Stellen, während die Bahn bewegt wird. Falls erwünscht, kann auch
die Bahn stationär sein und die Zonen werden bewegt oder beides. Im
Ergebnis fließt die Polymerzusammensetzung in die Bahn und wird im Inneren
allgemein gleichmäßig in einem vorbestimmbaren und steuerbarem Ausmaß
verteilt.
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Einige Zusätze und/oder Modifiziermittel können aufgrund ihrer
physikalischen oder chemischen Eigenschaften nicht auf und oder in die Bahn durch
Vorbehandlung der Bahn oder Zumischen der Zusätze und/oder Modifiziermittel
in die Polymerzusammensetzung eingebracht werden. Diese Zusätze und/oder
Modifiziermittel können auf die Oberseite der Bahn aufgebracht werden nach
der Stufe des Druckanlegens und des Verdünnens durch Scheren, wie zuvor
beschrieben, jedoch vor dem Härten. Wenn Additive und/oder Modifiziermittel
oberflächlich aufgebracht sind, werden sie in die Bahn gedrückt durch
Hindurchleiten durch den Austrittswalzenspalt. Die Zusätze und/oder
Modifiziermittel haften an der Polymerzusammensetzung, die eingekapselte Fasern,
eine innere Schicht oder gewisse Kombination der zuvor beschriebenen
Möglichkeiten ausbildet.
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Abb. 5 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer bevorzugten Anlage zum
Behandeln der Bahn. Bei dieser Ausführungsform wird eine kontinuierliche
Bahn unter Spannung entlang eines Bahnweges bewegt von einer
Abrolleinrichtung 301 zu einer Aufrolleinrichtung 327.
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Die Hauptspannung resultiert aus unterschiedlicher Geschwindigkeit zwischen
dem angetriebenen Eingangszugständer, bezeichnet als 306, und dem
angetriebenen Ausgangszugständer, bezeichnet als 322, wobei der Ausgangszugständer
322 mit einer größeren Geschwindigkeit betrieben wird als der
Eingangszugständer 306. Andere steuerbaren Faktoren, die die Spannung beeinflussen,
sind der Durchmesser der Bladewalzen 309, 314, 316, 318, die Tiefe der
senkrechten Anordnung von Blades 311, 315, 317, die Durometerhärte der
Walzen des Eingangszugständers 304, 305 und der Kautschukwalze 321 des
Ausgangszugstanders und die Friktion, mit der die Bahn unter den Blades
hindurchgeführt wird. Bladewalze 316 kann gegebenenfalls ein Walzenspalt sein
mit einer oberen Walze 329. Dies ermöglicht das Ausbilden einer Vielzahl
von Spannungszonen, um das Verdünnen der Polymerzusammensetzung durch
Scheren und die Anordnung von ein oder mehreren Zusätzen und/oder
Modifiziermitteln auf oder in der Bahn anzuordnen.
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Die Bahn 302 passiert den Spalt zwischen den zwei Walzen 304 und 305 des
Eingangszugständers 306. Der Einzugsspalt ist einstellbar, um eine Kraft
von 444,8 N (100 Pfund) bis 49.820 N (5 Tonnen) auf die Bahn einwirken zu
lassen beim Passieren der zwei Walzen. Das Gewicht der oberen Walze 305
ergibt eine ebene Verteilung der Kraft über die Bahnbreite. Die Bahn 302
wird an diesem Punkt flachgepresst und die Zwischenräume werden in
Querrichtung und Längsrichtung verringert. Die Bodenwalze 304 ist fein
einstellbar, um Spalteinstellung und Ausrichtung zu ermöglichen. Die
Zusammensetzung der oberen Walze 305 wird aufgrund der Durometerhärte aus
Polyurethan oder Kautschuk ausgewählt.
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Die Bahn 302 bewegt sich über die hintere Spannwalze 308 und Bladewalze 309
und bildet einen Eintrittswinkel und einen Austrittswinkel mit dem Blade
311. Blade 311 wird zur Illustration in Abb. 4 gezeigt. In Abb. 4 sind die
Dimensionen A, B, C, D und E typisch und beispielhaft angegeben als etwa
88,9 mm (3,5 inch), etwa 38,1 mm (1,5 inch), etwa 50,8 mm (2 inch), etwa
2,7 mm (1/2 inch) und etwa 7,9 mm (5/16 inch). Die schmale Kante ist
vorzugsweise abgeschliffen mit einer Toleranz von etwa 2,54 um (1/10.000 inch)
kontinuierlich über die Kantenoberfläche jedes Blade, wie es typisch ist in
einer Länge von etwa 96,5 cm (38 inch). Jede der Ecken der schmalen Kante
ist vorzugsweise eine harte runde Kante, nicht abgeflacht oder geschliffen.
Vorzugsweise sind die zwei Oberflächen (die Vorder- und Bodenfläche), die
sich an der vorderen Kante treffen, auf RMS 8 oder besser geschliffen
und/oder poliert. Für die in Abb. 5 wiedergegebene Anlage weist das Blade
von Fig. 4 eine Vorderkante 250 und eine ablaufende Kante 260 auf. Der
Eintrittswinkel kann verändert werden durch Einstellen (a) der Höhe und des
Durchmessers der Bladewalzen 309 und 314, (b) der horizontalen Stellung der
Bladewalzen 309 und 314, (c) des Winkels des Blades 311 und (d) die Höhe
des Blades 311. In gleicher Weise können die Eintritts- und Austrittswinkel
der Blades 315 und 317 verändert werden durch Einstellen der gleichen
Einrichtungen, die jedes Blade umgeben.
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Zum Zwecke der Illustration, ansteigende Höhe und Durchmesser der
Bladewalze 309 verringert den Eintrittswinkel α. Drehen des Blade 311 im
Uhrzeigersinn, wobei sich die Bahn 302 von links nach rechts bewegt, erhöht den
Eintrittswinkel α. Ebenso bewirkt Drehen des Blade entgegen der
Uhrzeigerrichtung, wobei sich die Bahn 302 von links nach rechts bewegt, eine
Verringerung des Eintrittswinkels α. Abnehmender Abstand zwischen Bladewalzen 309
und Blade 311 verringert den Eintrittswinkel α. Absenkung des Blade 311 in
die Bahn 302 verringert den Eintrittswinkel α.
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Der Winkel der Blades 311, 315 und 317 ist vollständig veränderbar und sie
sind voll um 360º drehbar. Die vollständige Rotationsachse ergibt die
Möglichkeit der Anordnung eines oder mehrerer Blades pro Drehachse. Deshalb
kann ein zweites Blade mit unterschiedlicher Dicke, Abschrägung, Form,
Resonanz, Textur oder Material montiert werden. Im Ideal falle enthält die
Anlage zwei oder drei Blades pro Bladestation. Die Bladestationen sind
nicht gezeigt.
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Die Kraft oder der Druck, den das Blade 311 auf die Bahn 302 ausübt, wird
bestimmt durch die senkrechte Stellung des Blade 311 in der Bladestation.
Je weiter das Blade 311 nach unten reicht, um so größer ist die Kraft oder
der Druck. Der Druck des Blades gegen die Bahn wird ebenso bestimmt durch
die Spannung der Bahn, wie zuvor beschrieben.
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Die gleichen zusammenwirkenden Parameter, die den Eintrittswinkel α
beeinflussen, beeinflussen auch den Austrittswinkel β. Jede Änderung in der
Höhe, dem Durchmesser oder horizontale Anordnung der Bladewalzen 309 und 314
beeinflusst den Austrittswinkel β. Wenn der Winkel des Blade 311 in
Uhrzeigerrichtung gedreht wird, wie zuvor beschrieben, steigt der Eintrittswinkel
α und deshalb sinkt der Austrittswinkel β.
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Wenn sich die Bahn 302 von links nach rechts in Fig. 5 bewegt, wird
Polymer, gegebenenfalls gemischt mit einem oder mehreren Zusätzen und/oder
Modifiziermitteln auf der Bahn 302 mittels der Polymerauftrags- oder
Dispergiermittel 310 auf der Bahn abgelagert. Polymerauftragswerk 310 kann eine
Pumpe sein, ein Schlauch oder jedes erhältliche Auftragsmittel zum
Aufbringen von Polymer auf die Bahnoberfläche. Polymerauftragswerk 310 ist direkt
vor dem Blade 311 angeordnet. Das Polymer wird unmittelbar durch Scheren
verdünnt, angeordnet in und abgezogen von Bahn 302 durch die vordere Kante
des Blades 311. Dadurch wird die Menge des in der Bahn 302 verbleibenden
Polymer gesteuert. Die Abschrägung des Blade 311 kann den Eintrittswinkel
beeinflussen und die Schärfe der vorderen Kante des Blade 311. Eine
schärfere Vorderkante hat ein größeres Vermögen, das Gewebe oder die
strukturellen Elemente der Bahn 302 in Längsrichtung und Querrichtung zu drücken
unter Erhöhung der Größe der Zwischenräume. Wenn die Bahn die Vorderkante des
Blade 311 passiert hat, dringen die Zwischenräumen zurück oder ziehen sich
auf die Originalgröße zurück.
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Wenn die Bahn 302 sich von links nach rechts in Fig. 5 bewegt, wird das
Verdünnen durch Scheren und das Anordnen des Polymer in und das Abziehen
aus der Bahn 302 wiederholt mit den anschließenden Blades 315 und 317. Auf
diese Weise wird die Anordnung des Polymers über die Bahn 302 gesteuert.
Die Bahn 302 passiert dann die Stützwalze 319 und Zusätze und/oder
Modifiziermittel werden auf die Bahn 302 durch Zusatzauftragswerk oder
Dispergiereinrichtung 328 auf die Oberseite aufgebracht. Das zusätzliche
Auftragswerk 328 kann eine Pumpe, ein Schlauch oder jede andere Auftragseinrichtung
zum Aufbringen von Zusätzen auf die Oberfläche der Bahn sein. Das
zusätzliche Auftragswerk 328 ist unmittelbar vor dem Austrittszugständer 322
angeordnet.
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Die Bahn 302 passiert dann zwischen den angetriebenen Walzen des
Austrittszugständers 320, bestehend aus den Walzen 320 und 321. Zugwalze 320 ist
eine angetriebene Walze, proportional angetrieben mit einer vorbestimmten
Geschwindigkeit, niedriger als die Eintrittswalze 304. Die Zugwalze 321 übt
auf die Bahn keinen so großen Druck aus, dass sich ein großer
Oberflächenbereich ausbildet, in dem die Bahn 302 in Kontakt mit der Walze kommen muß.
Je größer die Oberfläche ist, um so höher ist die Friktion beim Kontakt.
Die Zugwalze 321 ist einstellbar, um ausreichende, nach unten wirkende
Kraft auszuüben, um jegliches Rutschen zwischen Bahn 302 und Zugwalze 320
zu eliminieren.
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Nachdem die Bahn 302 den Ausgangszugständer 322 passiert hat, bewegt sie
sich in einen Ofen 323 zum Härten. Die Walzen 324, 325 und 326 sind
spannungsregulierende Mittel und dienen außerdem als Kühl weg für die Bahn 302,
wenn sie aus dem Ofen 323 kommt und in die Aufrollstation 327 gelangt.
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Die Härtungstemperatur des Ofens 323 ist thermostatisch gesteuert auf eine
vorbestimmte Temperatur der verwendeten Bahn 302 und des Polymers. Bei
Maschinenversuchen mit neuen Bahnen wird zunächst durch Ziehen von Hand die
Haftung, die Härtungstemperatur, die Verhaltenswerte, der Faltenwurf, das
ästhetische Aussehen usw. ermittelt. Die Wirkung auf die Bahn 302 hängt von
der Temperatur im Ofen 323, der Aufenthaltszeit und der
Härtungsgeschwindigkeit des Polymer ab. Die Bahn 302 kann sich unter Wärme etwas ausdehnen.
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Der Ofen 323 dient zum Härten der Polymerzusammensetzung, die gesteuert in
der Bahn 302 angeordnet ist. Der Ofen 323 kann mit Gas oder anderen
Energiequellen betrieben werden. Außerdem kann der Ofen 323 Strahlungswärme,
Induktionsheizung, Konvektionsheizung, Mikrowellenenergie oder andere
geeignete Mittel verwenden, um die Härtung zu bewirken. Der Ofen 323 kann
eine Länge von etwa 11 m (12 Yards) bis 18 m (20 Yards) aufweisen, wobei
13,7 m (15 Yards) Länge üblich sind.
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Härtungstemperaturen von 160ºC (320ºF) bis 260ºC (500ºF), die einwirken für
Zeiten von 2 Min. bis 30 Sek. (abhängig von der Temperatur und der
Polymerzusammensetzung) sind erwünscht. Wenn ein Härtungsbeschleuniger im Polymer
vorhanden ist, können die Härtungstemperaturen abgesenkt werden auf Temperaturen
von 129ºC (265ºF) oder sogar niedriger, wobei die Aufenthaltszeiten
im angegebenen Bereich bleiben.
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Die Härtungstemperaturen von Ofen 323 und die Quelle und der Typ der
Härtungsenergie werden aus zahlreichen Gründen gesteuert. Die
Härtungstemperatur des Ofens 323 wird gesteuert, um die gewünschte Vernetzung, entweder
vollständig oder teilweise, zu erreichen. Die Quelle und der Energietyp
können ebenso die Anordnung des Polymer und der Zusätze beeinflussen.
Anstelle eines Ofens oder in Kombination mit einem Ofen kann auch eine
Strahlungsquelle(Elektronenstrahlen, UV-Licht oder dergleichen), falls
erwünscht, zum Härten verwendet werden. Beispielsweise können bei Verwendung
eines hohen Anteils an spezieller Infrarotenergie und etwa Konvektionswärme
zum Härten einige Zusätze veranlasst werden, an die Polymeroberflächen zu
wandern und/oder auszublühen.
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Die Aufenthaltszeit im Härtungsofen ist die Zeit, für die sich die Bahn im
Ofen 323 befindet. Die Aufenthaltszeit im Härtungsofen wird bestimmt durch
die Geschwindigkeit des Transportbandes im Ofen und die physikalische Länge
des Ofens. Wenn die Aufenthaltszeit und die Temperatur bei einer speziellen
Bahn am Maximum ist, bestimmt die Ofen-Fördergeschwindigkeit die
Geschwindigkeit der gesamten Verfahrenslinie oder die Länge des Ofens muss
verlängert werden, um die Aufenthaltszeit zu erhöhen und um ausreichende
Endhärtung der Bahn sicherzustellen.
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Die Aufrollstation 327 wird betrieben mit etwa dergleichen Geschwindigkeit
wie die Abrollstation 301. Wenn die Drehgeschwindigkeiten der Aufrollung
327 nicht synchronisiert sind mit den Drehgeschwindigkeit der Abrollung
301, können die Spannwalzenkombinationen von Walzen 324, 325 und 326
benutzt werden, um das Durchhängen der Bahn zu verringern.
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Die Bahngeschwindigkeit ist proportional der variablen Geschwindigkeit des
Motors, der den Eingangszugständer 306 und den Ausgangszugständer 322
antreibt. Die Bahngeschwindigkeit kann die physikalischen Eigenschaften der
Polymeren beeinflussen, wenn die Bahn 302 unter den Blades 311. 315 und 317
hindurchläuft. Die Bahntransportgeschwindigkeiten können stark schwanken,
beispielsweise von etwa 2 Yards/Min, bis zu etwa 90 Yards/Min.
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Abb. 1 zeigt das Phänomen, das hier als thixotrope Schleife bezeichnet ist.
Die Figur zeigt die Viskositätsänderung einer Polymerzusammensetzung, die
auf die Bahn aufgebracht wird mit der in Abb. 5 gezeigten Vorrichtung. Zum
Zwecke der Demonstration des allgemeinen Phänomens weist jedes Blade die
gleiche Größe und Form auf und jedes Blade ist so angeordnet, dass die
Schergeschwindigkeit jedes Blades identisch ist.
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Wenn die Polymerzusammensetzung in Berührung mit dem ersten Blade kommt,
verringert die Scherbeanspruchung die Viskosität der
Polymerzusammensetzung. Unmittelbar nach dem ersten Blade beginnt die Viskosität des Polymers
zu steigen, erreicht jedoch niemals seine Ausgangsviskosität. Wenn es in
Berührung mit dem zweiten Blade kommt, fällt die Viskosität erneut ab,
jedoch nicht so stark, wie beim ersten Blade. Unmittelbar nach dem zweiten
Blade steigt die Viskosität an, jedoch nicht auf die Ausgangsviskosität.
Dieses Verhalten tritt erneut auf beim nächsten Blade und würde sich bei
anschließenden Blades fortsetzen, bis das Polymer seine minimale Viskosität
erreicht hat.
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Ein generelles Verfahren zum Herstellen einer porösen Bahn, die für die
erfindungsgemäßen Erzeugnisse verwendet werden kann, enthält die Schritte:
gegebenenfalls Vorbehandlung einer flexiblen, porösen Bahn mit einem
Modifiziermittel durch Sättigung nach bekannten Verfahren, Spannen einer
flexiblen porösen Bahn, wie zuvor beschrieben, Mischen ein oder mehrerer Zusätze
und/oder Modifiziermittel mit einer härtbaren, durch Scheren verdünnbaren
Polymerzusammensetzung, Aufbringen der gemischten härtbaren, durch Scheren
verdünnbaren Polymerzusammensetzung, wie zuvor beschrieben, auf mindestens
eine Bahnoberfläche und anschließendes Bewegen über und gegen eine
Oberfläche der gespannten Bahn eine gleichmäßig aufgebrachte lokalisierte
Scherkraft, um zu bewirken: Verdünnung der gegebenenfalls gemischten Polymerzusammensetzung
durch Scheren, gleichmäßiges Anordnen der Zusammensetzung in
der Bahn, wobei mindestens teilweise individuell Oberflächenteile von
zumindest einigen Fasern durch die Bahnmatrix eingekapselt oder eingehüllt
werden oder Anordnen der Zusammensetzung in einem gewünschten Innenbereich
der Bahn oder eine Kombination von beiden. Einige Zusätze und/oder
Modifiziermittel können anschließend gegebenenfalls auf die Oberfläche
aufgebracht und eingepresst werden in die Bahn durch den Ausgangszugständer.
Anschließend wird die Bahn Bedingungen ausgesetzt, die ausreichen, um die
Zusammensetzung in der Bahn zu härten. Härten erfolgt durch Wärme, durch
Strahlung oder beides.
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Eine gegenwärtig bevorzugte Verfahrensführung zum Herstellen einer mit
Fluorchemikalie und Siliconharz behandelten Bahn, die atmungsaktiv,
wasserdicht und waschbar ist und die ein oder mehrere Zusätze und/oder
Modifiziermittel enthält und die kontinuierlich betrieben werden kann, weist die
folgenden aufeinanderfolgenden Schritte auf: Imprägnieren der Bahn mit
einer Fluorchemikalie, Längsspannen der mit Fluorchemikalie imprägnierten
Bahn, während schrittweise zuerst auf eine Oberfläche eine härtbare
Siliconpolymerzusammensetzung mit ein oder mehreren Zusätzen und/oder
Modifiziermitteln darin aufgebracht wird und gleichzeitig Anlegen einer quer
lokal einwirkenden Druckkraft gegen die Oberfläche und Bewegen über die
Oberfläche der Bahn im wesentlichen starre Schereinrichtungen, die quer eine
lokale Scherkraft auf die Oberfläche ausüben, um das Polymer durch Scheren
zu verdünnen und die Teile der Siliconpolymerzusammensetzung von der
Oberfläche abstreift. Dadurch wird eine Innenschicht aus Siliconpolymer
ausgebildet und/oder es werden mindestens einige der Fasern oder Durchgangswege
der Matrix eingehüllt oder beides. Gegebenenfalls werden auf die Oberseite
ein oder mehrere Zusätze und/oder Modifiziermittel aufgebracht und die
Siliconpolymerzusammensetzung in der Bahn wird gehärtet.
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Die Zusätze und/oder Modifiziermittel können auch selektiv angeordnet
werden während der Endstufe des Behandlungsverfahrens. Wenn ein
Verdünnungsmittel in die Polymerzusammensetzung eingebracht ist, können die Zusätze
und/oder Modifiziermittel bewegt werden durch Steuern der Verdampfung des
Verdünnungsmittels. Wenn das Verdünnungsmittel aus der Luft/Polymer-
Oberfläche durch Wärme ausgetrieben wird, bringt es Zusätze und/oder
Modifiziermittel mit an die Oberfläche. Wenn die Polymerzusammensetzung härtet,
steigt ihre Viskosität an und fixiert dadurch die Zusätze und/oder
Modifiziermittel in ihrer Stellung. Geeignete Verdünnungsmittel schließen ein
Wasser und Silicone mit niedrigem Molekulargewicht und Lösemittel, wie
aromatische Lösemittel (z. B. Toluol), Ketone mit niedrigem Molekulargewicht
(z. B. Aceton, Methylethylketon und dergleichen). Anordnung des Zusatzes
und/oder Modifiziermittels auf diese Weise kann gesteuert werden durch
Steuerung anderer Variablen, Energiemenge, die auf die
Behandlungsmaterialien und den Träger gerichtet wird und die Menge und den Typ des
Verdünnungsmittels in der Polymerzusammensetzung. Anordnung von Zusätzen und/oder
Modifiziermitteln kann auch erfolgen durch Aufbringen unter Druck der
Zusätze und Modifiziermittel auf und in die Bahn. Unmittelbar vor dem
Hindurchführen der behandelten Bahn durch den Spalt der Austrittswalzen können
ein oder mehrere Zusätze und/oder Modifiziermittel oben auf die Bahn
aufgebracht werden und die Zusätze und/oder Modifiziermittel werden dann auf und
in ein oder mehrere Oberflächen der Bahn gepresst. Der Zusatz und/oder
Modifiziermittel kann an der Bahn haften und/oder der Polymerzusammensetzung
in der Bahn. Vorzugsweise haften die Zusätze und/oder Modifiziermittel an
der Polymerzusammensetzung, die die einzelnen Fasern oder Filamente
einkapselt und die eine Innenschicht ausbildet, die einige Zwischenräume der Bahn
ausfüllt oder es wird gewisse Kombination der zuvor beschriebenen Haftungen
erreicht.
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Der nachfolgende Text befasst sich mit der Theorie der Erfindung, wie sie
derzeit verstanden wird. Es besteht jedoch nicht die Absicht, für eine
solche Theorie gebunden zu sein.
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Die derzeit für die erfindungsgemäße Behandlung von Bahnen bevorzugte
Polymerzusammensetzung ist eine nicht-Newtonsche Flüssigkeit mit thixotropem
pseudoplastischen Verhalten. Solch eine Flüssigkeit weist zeitweilig
geringere Viskosität auf unter Einwirkung von Hochdruckscherkräften.
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Ein Aspekt der Erfindung ist die Feststellung, dass, wenn starke Kräfte
oder ausreichend Energie auf härtbare Polymerzusammensetzungen aufgebracht
wird, die Viskositäten dieser Materialien stark verringert werden können.
Wenn die Viskosität wiederholt verringert wird, resultiert eine thixotrope
Schleife oder Zusammenziehen der Viskosität, rheologische Verknüpfung von
Gelegenheiten und Gesamtorientierung von ein oder mehrerer Zusätze und/oder
Modifiziermittel auf und/oder in (a) dem dünnen Film, der die einzelnen
Fasern und Filamente der Bahn einkapselt, (b) der Innenschicht, (c) ein
oder beiden Oberflächen der Bahn, oder (d) gewisser Kombination der
vorstehenden Alternativen. Die thixotrope Schleife ist beispielhaft und
qualitativ in Abb. 1 gezeigt für eine Vorrichtung mit drei Blades. Umgekehrt, wenn
Härtung ausgesetzt, nimmt die gleiche flüssige Zusammensetzung eine feste
Form an, die die Konsistenz vergleichbar mit der von hartem elastomeren
Kautschuk haben kann. Es wird angenommen, dass die innere und äußere
rheologische Steuerung der Polymermaterialien, die erfindungsgemäß erreicht
wird, auf einem extremen Niveau liegt, auch für thixotrope Stoffe. Wenn die
Polymerzusammensetzung Scherkraft ausgesetzt wird, verdünnt sie sich unter
Scherung und kann sehr viel leichter fließen, vergleichbar mit Wasser.
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Die Erfindung verwendet vorzugsweise eine Kombination von (i) mechanischem
Druck, um die Zusammensetzung durch Scherung zu verdünnen und in einer
porösen Bahn anzuordnen; (ii) gegebenenfalls eine Vorbehandlung der porösen
Bahn mit einer wasserabweisenden Chemikalie, wie einer Fluorchemikalie.
Theoretisch sollte dies die Oberflächenspannung der Bahn verringern und
einen günstigen Oberflächenkontaktwinkel zwischen der
Polymerzusammensetzung und der behandelten Bahn ergeben, der anschließend, unter Druck und
Scherkraft angewandt und auf eine Polymerzusammensetzung aufgebracht, die
Herstellung und Ausbildung einer Innenschicht oder Schicht, die die Fasern
einhüllt oder Zellwände auskleidet in einem örtlich festgelegten Bereich in
der Bahn erlaubt, als Ergebnis von Polymerfluss in die Bahn oder
Einkapselung der Fasern in der Bahn; (iii) eine imprägnierende
Polymerzusammensetzung, die vorzugsweise günstige rheologische und Viskositätseigenschaften
aufweist und auf solche Bearbeitungsdrucke und Kräfte anspricht und die in
einer Bahn gesteuert angeordnet und verteilt wird. Diese Kombination
erzeugt eine Bahn mit dem Vermögen zu einem hohen Grad von Wirksamkeit.
Dieses Produkt wird erreicht durch druckgesteuerte Anordnung und aufgebrachte
Scherkräfte auf eine Bahn, auf diese Weise gesteuerte Bewegung und Fluss
einer Polymerzusammensetzung und ein oder mehrerer Zusätze und/oder
Modifiziermittel in und durch eine Bahn auszulösen. Bevorzugt werden wiederholtes
Zusammendrücken des Beaufschlagens mit Druck oder schrittweises Anlegen von
lokalen Scherkräften auf das Polymer in der Bahn angewandt.
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Durch die bevorzugte Verwendung solcher Kombination wird eine Beziehung
erzeugt zwischen den betreffenden Oberflächenspannungen des Polymers und
der Bahn unter Erzeugung eines speziellen Kontaktwinkels. Das Polymer
reagiert auf eine Vorbehandlung des Trägers mit einer wasserabweisenden Fluor -
chemikalie derart, dass erhöhtes Fließverhalten des Polymers in die Bahn
zugelassen wird. Wie auch immer, wird die Grenze oder Randzone des Polymer
bewegt, bevorzugt mehrmals, als Folge des Anlegens geeigneter Kräfte auf
den Innenbereich einer porösen Bahn, um auf diese Weise das Entwickeln
dünner Polymerfilme auf den Fasernoberflächen auszulösen und an den
gewünschten Stellen in der Bahn anzuordnen.
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Bevorzugt wird thixotropes Verhalten in ein erfindungsgemäß verwendetes
Polymer eingebaut, entweder durch Auswahl des Polymeren oder Formgebung
oder Zusatz/Füllstoffdesign. Beispielsweise erscheint es jetzt, dass
thixotropes Verhalten ausgelöst werden kann durch Einbringen von verschiedenen
Zusätzen in eine Polymerzusammensetzung, von denen angenommen wird, dass
sie der entstehenden Zusammensetzung erhöhte Thixotropie verleihen. Es wird
angenommen, dass eine niedrige Viskosität bei hohen Schergeschwindigkeiten
(während des Aufbringens auf die Bahn) Polymerfluss und Aufbringen auf eine
Bahn erleichtert, während ein Polymer mit hoher Viskosität, oder
aufgebracht mit niedriger Schergeschwindigkeit (vor und/oder nach Aufbringen)
tatsächlich das Einhüllen oder Einkapseln struktureller Elemente
(einschließlich Fasern) verzögern oder verhindern kann.
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Die Ausführung der Erfindung kann als in Stufen ablaufend betrachtet
werden:
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In Stufe 1 wird eine imprägnierende Siliconpolymerzusamtnensetzung
hergestellt. Sie kann kommerziell angeliefert werden und kommt üblicherweise in
zwei Teilen, bezeichnet als A und B. Beispielsweise als eine
Siliconpolymerzusammensetzung, wie sie in US-A-4,472,470 beschrieben ist, bei der ein
Grundpolysiloxan mit endständigen Vinylgruppen Teil A bildet, während ein
flüssiges Organohydrogensiloxan als steuerndes Vernetzungsmittel Teil B
ist. Verschiedene weitere Bestandteile, wie ein herzförmiges
Organopolysiloxancopolymer oder ein Platinkatalysator können offensichtlich entweder in
Teil A oder Teil B vorhanden sein.
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Stufe 2 kann angesehen werden als Mischen solcher Produktteile mit oder
ohne Zusätze. Viskositätsänderungen können erhalten und gemessen werden in
Abhängigkeit von angelegten Schergeschwindigkeiten und Schubspannungen.
Solche Änderungen können experimentell ausgeführt werden an einem Polymer
mit oder ohne Zusätze. Es wird angenommen, dass eine bis zu 99%ige
Verringerung der Viskosität einer flüssigen Siliconpolymerzusammensetzung
erhältlich ist durch Scherkräfte, die beim Verdünnen durch Scheren auftreten und
eine imprägnierende Siliconpolymerzusammensetzung in die Bahn drücken und
meistens gleichzeitig die korrekten Mengen abziehen. Es wird angenommen,
dass anschließend ein sehr substantieller Anstieg der Polymerviskosität
erhältlich ist bei Berücksichtigung der gleichen Faktoren. Es wird
angenommen, dass der am stärksten signifikante Faktor der Schergradient ist, der
üblicherweise die Viskosität des Polymeren unter die Ausgangsviskosität der
Ruheviskosität verringert.
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Stufe 3 wird betrachtet als die Stufe des Einbringens unter Druck. Es wird
angenommen, dass eine bis zu 99%ige Verringerung der Polymerviskosität
erhältlich ist durch das Anlegen von Scherkräften, abgelaufener Zeit,
Temperatur, Strahlung und/oder chemische Änderungen. Anschließend ist ein
signifikanter Anstieg oder sogar mehr der resultierenden Polymerviskosität
erhältlich. In diesem Zustand kann eine teilweise Härtung des Polymer
stattfinden. Es ist am üblichsten, die Polymerviskosität wesentlich zu verringern,
während der gesteuerten Anordnung mittels Druck in Stufe 3 durch
Anlegen von Scherkräften.
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Stufe 4 kann angesehen werden als der erste Schritt innerer
Matrixdispersion und Wiedereinbringen mit Dosierung und auch als Rückgewinnung und
Rückführung von überschüssigem Polymer. Typisch lösen in dieser Stufe 4 die
Scherkräfte eine wesentliche, jedoch zeitliche Erniedrigung der
Polymerviskosität aus und bewirken ihren Fluss auf und in den dreidimensionalen
Aufbau der Bahn. Theoretisch sollte sich der viskoelastische Charakter des
Polymeren immer unmittelbar nach dem Entfernen der Scherkräfte
zurückbilden.
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Stufe 5 wird als ein zweiter Schritt einer Matrixdispersion und
Wiedereinbringen mit Dosierung angesehen und auch als Rückgewinnung und Rückführung
von überschüssigem Polymer. Die Veränderungen der Viskosität des Polymeren
sind äquivalent zu Stufe 4. Die Viskosität des Polymeren wird wieder
verringert, so dass es in die Bahn fließt. Die wegen des wiederholten Anlegens
von Scherkraft ausgelösten Verringerungen der Viskosität, können das
thixotrope Verhalten eines Polymeren anschließend an jedes Aufbringen von
Scherkraft nicht vollständig zurückbilden und die Viskosität des Polymeren kann
nicht ihre ursprünglichen Anordnungswerte erreichen. Es wird angenommen,
dass die Polymerzusammensetzung das Vermögen hat, eine einhüllende
Innenbeschichtung in einem vorbestimmten Bereich ausbildet, wobei die
Zwischenräume oder offenen Zellen in der dreidimensionalen Matrix, die die Bahn
bildet, vollständig gefüllt werden während der Zeltintervalle, in denen sie
unter Druck veranlasst wird, in und über die Matrixbestandteile zu fließen.
Zwischen diesen Zeiten kann das Polymer im wesentlichen die gesamte hohe
Ausgangsviskosität zurückgewinnen, obwohl in der Regel etwas weniger bei
jedem wiederholten Anlegen von Scherdruck oder Kraft.
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Stufe 6 wird angesehen als mögliches Aufbringen von Zusätzen und/oder
Modifiziermitteln. Einige Zusätze und/oder Modifiziermittel können infolge
ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften nicht auf die Bahn oder in
die Bahn eingebracht werden durch Vorbehandlung der Bahn oder Einmischen
der Zusätze und/oder Modifiziermittel in die Polymerzusammensetzung. Solche
Zusätze und/oder Modifiziermittel können oben auf die Bahn aufgebracht werden
nach der zuvor beschriebenen Stufe des Aufschlagens mit Druck und
Verdünnen durch Scheren, jedoch vor dem Härten. Wenn topisch aufgebracht,
werden die Additive und/oder Modifiziermittel in die Bahn gedrückt durch
Hindurchleiten der Bahn durch den Walzenspalt der Austrittswalzen. Die
Additive und/oder Modifiziermittel können an der Polymerzusammensetzung haften
oder an einzelnen Fasern der Bahn. Vorzugsweise haften die Additive
und/oder Modifiziermittel an der Polymerzusammensetzung, die die
Zwischenräume zwischen Kette und Schuss füllt und eingekapselte Fasern, eine Innen-
Schicht oder Kombinationen derselben ausbildet.
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Stufe 7 kann angesehen werden als den Beginn des Härtens und Moment, an dem
Wärme oder andere Strahlung eingebracht wird.
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Stufe 8 kann angesehen werden als die Ausübung der Steuerung von Härtung.
Üblicherweise wird mindestens ein teilweises Härten (einschließlich
gesteuerter Vernetzung und/oder Polymerisation) erhalten durch Anlegen relativ
niedriger Temperaturen für relativ kurze Zeiten. Beispielsweise wenn
leichte Baumwollgewebe, Nylon oder vergleichbare Gewebe behandelt werden,
ergeben angewandte Temperaturen unter etwa 350ºF während weniger als etwa 10
Sek. Teilhärtung.
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Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bildet das härtbare
thixotrope Material plus Zusätze und/oder Modifiziermittel einen porösen
Film mit einer mittleren Porengröße im Bereich von 0 bis 10 um (jedoch
nicht 0 um) aus. Poröse Filme werden erzeugt durch Zugabe von
porenbildenden Mitteln zum thixotropen Material. Beispiele von porenbildenden Mitteln
schließen ein Polymere mit niedrigem Molekulargewicht und Oligomere, die
anschließend aus dem behandelten Träger ausgewaschen werden können unter
Verwendung geeigneter Lösemittel und Co-Lösemittel, die dem Fachmann
bekannt sind.
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Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung wird ausreichend Energie
verwendet, um selektiv die Zusätze und/oder Modifiziermittel an speziellen
Stellen in der porösen Bahn anzuordnen. Der hier verwendete Ausdruck "selektive
Anordnung" bezieht sich auf die Anordnung von Zusatz- und/oder
Modifiziermaterialien in bestimmten Bereichen in der porösen Bahn.
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"Selektive Anordnung" wird erreicht durch Steuern eines ungewöhnlichen
Phänomens von dünnen Filmen, bekannt als "Ausblühen durch Migration an die
Oberfläche". Ausblühen durch Wandern an die Oberfläche bezieht sich auf das
Vermögen eines Zusatzes und/oder Modifiziermittels, an die Oberfläche zu
wandern und eine multidimensionale Struktur anzunehmen.
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Das Phänomen, das als "Oberflächenausblühen" bezeichnet wird, kann das
Ergebnis des Zusammenwirkens zahlreicher Faktoren sein, wie Größe und Form
der Zusätze und/oder Modifiziermittel, der Dicke des dünnen Films und den
Eigenschaften von Polydimethylsiloxanen. Die alternierenden Silicium- und
Sauerstoff(siloxan)bindungen erzeugen ein flexibles Rückgrat und Rotation
um die Si-O-Achse ist möglich, insbesondere von kleinen Substituenten, z. B.
Methyl an den Siliciumatomen. Rotation ist auch möglich um die Si-C-Achse
in Methyl siliconverbindungen. Als Ergebnis der Bewegungsfreiheit sind die
intermolekularen Abstände zwischen Methylsiloxanketten größer als zwischen
Kohlenwasserstoffen und die intermolekularen Kräfte sind kleiner.
Polydimethylsiloxan (PDMS) enthält eine sehr oberflächenaktive Gruppe, -CH&sub3;,
deren Aktivität am besten aus der überraschenden Flexibilität des Rückgrats
ersichtlich ist. Eine vollständige Beschreibung der
Oberflächeneigenschaften von Polydimethylsiloxan ist erhältlich in die Oberflächenaktivität von
Siliconen, ein kurzer Überblick, Michael J. Owen, Ind. Eng. Chem. Prod.
Res. Dev., Band 19, Seite 97 (1980) und der Encyclopedia of Polymer Science
and Engineering, Band 15, Silicone, (Wiley 1987), auf die hier Bezug
genommen wird. In der vorliegenden Erfindung wird das Ausmaß des
Oberflächenausblühens gesteuert durch Steuern der Energiemenge, die auf die
Behandlungsmaterialien und Bahnen gerichtet werden.
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Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der Zusatz
und/oder das Modifiziermittel selektiv angeordnet im wesentlichen auf der
Oberfläche der porösen Bahn. Bei einer anderen Ausführungsform der
Erfindung wird der Zusatz und/oder das Modifiziermittel selektiv angeordnet im
wesentlichen auf der der Aufbringoberfläche gegenüberliegenden Oberfläche
der porösen Bahn. Alternativ kann, wenn die poröse Bahn hergestellt ist aus
diskreten Elementen, wie Fasern, die eingekapselt werden, der Zusatz
und/oder das Modifiziermittel selektiv angeordnet werden, im wesentlichen
in dem einkapselnden Material.
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Abb. 2 ist ein schematisches Vektordiagramm, das die
Oberflächenspannungskräfte zeigt, die am Scheitelpunkt der Grenzlinie des Kontaktwinkels einer
Flüssigkeit auf einer ebenen festen Oberfläche wirken. Es wird gezeigt, wie
die Oberflächenspannungskräfte gemessen werden können zwischen einer
Siliconpolymerzusammensetzung und einer Faser einer Bahn oder eines Gewebes,
das erfindungsgemäß behandelt wurde.
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Für die Zwecke der Erfindung wird der Ausdruck "Oberflächenspannung"
angesehen als sich auf einen einzelnen Faktor beziehend, der aus solchen
Variablen besteht, wie Zwischenmolekulare oder sekundäre Bindungskräfte, wie
permanente Dipolkräfte, induzierte Kräfte, Dispersions- oder unpolare von
der Waals-Kräfte und Wasserstoff bindende Kräfte. Theoretisch sind
Oberflächenspannungswirkungen durch die starken Bindungskräfte an der Grenzfläche
aufgrund einer chemischen Reaktion auszuschließen. Wie auch immer, wird
festgestellt, dass gerade ein kleiner Grad chemischer Reaktivität einen
immensen Einfluss auf Benetzungswirkungen und das durch Oberflächenspannung
beeinflusste Verhalten ausüben.
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Das überraschende Merkmal von Polydimethylsiloxanen ist ihre hohe
Oberflächenaktivität. Reine Polydimethylsiloxane weisen üblicherweise
Oberflächenspannungswerte von 21 · 10&supmin;&sup5; N/cm (21 Dyn/cm) auf, der höher ist als von nur
Fluorkohlenstoffen. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen ist die
dichte Packung von Methylgruppen an der Oberfläche der
Polydimethylsiloxanen. Die niedrige Oberflächenspannung von Polydimethylsiloxanen vermittelt
ihnen oberflächenaktive Eigenschaften in beiden, wässerigen und organischen
Lösungen. Dieses Phänomen ist weiterhin beschrieben in der Veröffentlichung
von David T. Floyd's Organo-modifizierte Siliconcopolymere zur Verwendung
in Kosmetik, kosmetische und pharmazeutische Anwendungen von Polymeren,
Seite 49-72, Plenum-Press (New York 1991), auf die hier Bezug genommen
wird.
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Es wird angenommen, dass Oberflächenspannung Benetzungswirkung induziert,
die das Verhalten einer imprägnierenden Polymerzusammensetzung bezüglich
der Bildung von entweder einer Faser einhüllenden Schicht aus der
Zusammensetzung in einer Faser enthaltenden porösen Bahn, oder Einkapseln der
Fasern oder beides beeinflusst. Beispielsweise kann die Haftung theoretisch
als eine Benetzungswirkung angesehen werden. Spontane Haftung tritt immer
auf bei Kontaktwinkeln von kleiner als 90º. Bei einer Kombination einer
rauhen Oberfläche und einem Kontaktwinkel von über 90º kann Haftung
auftreten oder kann auch nicht auftreten. In der Tat wirkt sich Rauhigkeit
antagonistisch auf Haftung aus und Haftung ist weniger problematisch, wenn
Rauhigkeit ansteigt.
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Theoretisch kann auch die Penetration als eine Benetzungswirkung angesehen
werden. Spontane Penetration tritt auf bei Kontaktwinkeln von kleiner als
etwa 90º und tritt nicht auf bei Kontaktwinkeln über 90º. Rauhigkeit einer
festen Oberfläche betont entweder die Penetration oder abweisende Wirkung,
hat jedoch keinen Einfluss, welche Art von Benetzung stattfindet.
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Zusätzlich wird Ausbreitung theoretisch auch als Benetzungswirkung
angesehen. Zusammenziehen tritt auf bei Kontaktwinkeln über 90º oder auf ebenen
Oberflächen für jeden Kontaktwinkel. In jedem Falle kann spontanes
Ausbreiten bei Kontaktwinkeln unter 90º, insbesondere bei kleinen Kontaktwinkeln,
induziert werden durch Oberflächenrauhigkeit.
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Abb. 3 ist eine grafische Darstellung des Kontaktwinkels auf glatten festen
Oberflächen als Funktion von θ und i derart, Haftung (I cosθ+1),
Penetration (i cosθ) und Ausbreiten (i cosθ-1).
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Bereiche von Haftung gegenüber Adhäsion, Penetration gegenüber
Zurückweisung und Ausbreitung gegenüber Zusammenziehen werden durch schraffierte
Flächen gezeigt. Abb. 3 zeigt theoretisch die Beziehung einer
Siliconpolymerzusammensetzung zu Siliconpolymerzusammensetzungsfeststoffen in einer
behandelten Bahn bezüglich solcher Faktoren wie Haftung, Penetration,
Ausbreitung und Zusammenziehen.
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Für die Zwecke der Erfindung wird der Ausdruck "Benetzen" verwendet, um
solche Verhalten zu beschreiben, wie Haftung, Penetration, Ausbreitung und
Kohäsion. Wenn Benetzen als ein spontanes Verfahren angesehen wird, dann
ist Haftung und Penetration sichergestellt, wenn die Oberflächenspannung
von Feststoffen die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten übersteigt.
Oberflächenrauhigkeit unterstützt dieses spontane Benetzungsverhalten.
Andererseits ist eine solche Verallgemeinerung nicht möglich, wenn die
Oberflächenspannung von Feststoffen kleiner ist als die Oberflächenspannung der
Flüssigkeit.
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Oberflächenspannung wird bestimmt mit S. T. L.-Einheiten für Flüssigkeiten
und durch S. T. S. -Einheiten für Feststoffe; beide Einheiten haben die
Dimension Dyn/cm. Wenn S. T. S. kleiner ist als S. T. L., dann ist Benetzen weniger
allgegenwärtig und Vorhersagen des Benetzungsverhaltens sind schwieriger.
Jedoch lässt sich aus dem Kontaktwinkel flüssig/fest, der sich ausbildet,
wenn eine Flüssigkeit sich auf einer festen Fläche zusammenzieht, mit
vernünftiger Genauigkeit das zu erwartende Benetzungsverhalten kalkulieren.
Die Verringerung der Flüssigkeitsoberfläche kann ausgedrückt werden in der
Angabe des Kontaktwinkels, den eine Flüssigkeit mit einer festen Oberfläche
bildet. Kontaktwinkel werden immer in der flüssigen Phase bestimmt. Es gibt
einen Punkt eines Gleichgewichts, an dem sich die
Oberflächenspannungskräfte ausgleichen.
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Durch Messung des Kontaktwinkels einer Flüssigkeit auf einem Feststoff kann
das Benetzungsverhalten der flüssigen Polymerzusammensetzung bestimmt
werden.
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Die Erfindung wird weiterhin erläutert durch die nachfolgenden Beispiele,
die jedoch den Schutzbereich der Erfindung nicht begrenzen sollen. Im
Gegenteil, es ist klar, dass dem Fachmann zahlreiche andere Ausführungen,
Modifikationen und Äquivalente nach dem Lesen der Beschreibung einfallen,
die nicht außerhalb des Schutzbereiches der Ansprüche liegen.
Beispiel 1 Herstellung von flüssigem Siliconpolymer
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100 Gew.Tl. eines härtbaren flüssigen Siliconpolymer, kommerziell
erhältlich von Mobay als "Silopren® LSR 2530", werden in einem 1 : 1 Verhältnis
gemischt, wie vom Hersteller empfohlen. Ein Hockmayer F-Dispersionsblade
mit niedriger Drehkraft und hoher Scherung wurde zum Mischen verwendet. Zu
dieser Mischung wurden hinzugefügt 5 Gew.Tl. BSF "Uvinul 400" und 5/10
Gew.Tl. Dow Corning 7127 Beschleuniger, von denen angenommen ist, dass er
ein Polysiloxan ist, jedoch nicht bekannte aktive Beschleuniger-
Bestandteile enthält.
Beispiele 2 bis 8 Herstellung flüssiger Siliconpolymerzusammensetzungen mit
ein oder mehreren Modifiziermitteln
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Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit zahlreichen anderen
kommerziell erhältlichen härtbaren viskosen flüssigen
Siliconpolymerzusammensetzungen. Zu diesem Produktsystem wurde ein substituiertes Benzophenon
zugesetzt oder es wurden gegebenenfalls andere Zusätze beigefügt. Die
Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle III wiedergegeben. Die Beispiele
zeigen, dass mehr als ein Zusatz erfindungsgemäß kombiniert werden kann.
Alle Teile beziehen sich auf Gewicht.
Tabelle III
Beispiele von Siliconharzzusammensetzungen
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Tabelle III Fußnoten:
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(1) Verhältnis entspricht Empfehlung des Herstellers
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(2) Syl-off® (eingetragene Marke von Dow Corning) ist ein Vernetzer
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(5) Silopren® (eingetragene Marke von Mobay) ist eine
Silicongrundierungsmischung (Haftmittel)
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(6) Mattierungsmittel OK412® (eingetragene Marke von Degussa Corp.) ist
ein mit Wachs beschichtetes Siliciumdioxid
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(7) Nalco® 1SJ-612 kolloidale Kieselsäure (eingetragene Marke von Nalco
Chemical Company) ist eine wässrige Lösung von Kieselsäure und
Aluminiumoxid
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(8) Nalco® 1SJ-614 kolloidales Aluminiumdioxid (eingetragene Marke von
Nalco Chemical Company) ist eine wässrige kolloidale Dispersion von
Aluminiumoxid
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(9) 200 Fluid (eingetragene Marke von Dow Corning) ist ein
Dimethylpolysiloxan mit einer Viskosität von 100 Centistokes
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(10) Zepel® 7040 (eingetragene Marke von duPont) ist ein nichtionisches
Fluorpolymer
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(11) Zonyl® UR (eingetragene Marke von duPont) ist ein nichtionisches
fluoriertes oberflächenaktives Mittel
-
(12) Zonyl® FSN-100 (eingetragene Marke von duPont) ist ein nichtionisches
fluoriertes oberflächenaktives Mittel.
Beispiel 9 Herstellung eines Gewebes mit innenbeschichteten eingekapselten
Fasern und gefüllten Zwischenräumen
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Ein vollständiges schrittweises Aufbringen der Polymerzusammensetzung zur
Herstellung eines eingekapselte Fasern enthaltenden Gewebes wurde wie folgt
ausgeführt:
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Das ausgewählte Grundgewebe war TACTEL® (Goldfaden) Nr. 612071, erhältlich
von ICI Americas, Inc. Das Gewebe war 100% gewebtes Nylon. Falls erwünscht
kann dieses oder können andere Gewebe kalandriert werden, um die
Oberflächentextur, Geometrie und Porosität zu verändern. Das Gewebe wurde gewogen
und gemessen. Das Ausgangsgewicht betrug 105 g/m² (3,1 Unzen pro Yard²).
Die Dicke war 228,6 um (9 Mil). Das Gewebe wurde anschließend mit
Waschmittel gewaschen, gespült und aufgehängt zum Trocknen an Luft. Das Gewebe
wurde mit Wasser gesättigt, ausgewunden, getrocknet und gewogen. Der
Feuchtigkeitsgehalt war 0,8 g Wasser pro g Gewebe. Das Gewebe wurde dann behandelt
mit einer wasserabweisenden Fluorchemikalie, 2 gew.%ige Lösung eines nicht-
ionischen Fluorcopolymeren (Zepel® 7040). Um die Behandlung auszuführen,
wurde das Gewebe getränkt mit der 2,5 gew.%igen Lösung Zepel®
wasserabweisende Chemikalie in destilliertem Wasser.
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Dies erfolgte wegen:
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1 g Gewebe%(0.02) / 0.8 g Wasser = 0.025
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Das behandelte Gewebe wurde dann durch eine Wringeinrichtung geführt und an
Luft getrocknet. Anschließend wurde das Gewebe in einem Ofen 1 Min. bei
176,7ºC (350ºF) erwärmt. Dieses Erwärmen versintert die wasserabweisende
Fluorchemikalie. Das Gewebe mit dem Rückstand der Fluorchemikalie wird dann
behandelt wie bei der Ausführungsform gemäß Abb. 7. Die
Siliconpolymerzusammensetzung wird aufgebracht mit einem Gewicht von 33,9 g/m² (1,0
Unzen/Yard²). Die Polymerzusammensetzung ist GE 6108 A/B in einem 1 : 1
Verhältnis und kann als eine viskoelastische Flüssigkeit angesehen werden, die
nur unter der Kraft fließt, die aus der gesteuerten Anordnung unter Druck
herrührt. Es wird angenommen, dass die Polymerzusammensetzung im
wesentlichen zu der ursprünglichen Viskosität zurückkehrt, meistens unmittelbar
nach dem Entfernen des Druckes. Es wird angenommen, dass die
Polymerzusammensetzung einen kurzen Weg in der Matrix des Gewebes geflossen ist während
der kurzen Zeit aufgrund der durch Druckscherkräfte erniedrigten
Viskosität. Deshalb kann es sinnvoll sein zahlreiche "Fließschritte" auszuführen
mit zahlreichen Blades, um eine einwandfreie Verteilung der
Polymerzusammensetzung in der gewünschten Stellung, in der sie im wesentlichen die
Oberflächen der Gewebefasern einkapseln, zu erreichen.
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Abschließend wurde das behandelte Gewebe durch einen Ofen mit einer Länge
von 9,14 m (10 Yards) mit einer Geschwindigkeit von 3,7 bis 5,5 m (4-6
Yards) pro Minute geführt und gehärtet bei 163ºC-177ºC (325-350ºF). Dann
läuft das Gewebe über eine Reihe von Spannwalzen und wird an einer
Aufrollstation aufgerollt, die die Spannungszone komplettiert. Das erhaltene
Gewebe wies einen nicht klebenden dünnen Film aus Silicon im Inneren auf, um
eingekapselte Fasern und eine Schicht von gefüllten Zwischenräumen im
Gewebe auszubilden.
Beispiel 10 Überprüfung der Eigenschaften des Gewebes mit eingekapselten
Fasern
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Bei den Testergebnissen wird das Original verhalten verglichen mit dem
eingekapselte Fasern enthaltenden Gewebe von Beispiel 9 wie folgend:
Tabelle IV
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Imprägniermenge = 47.5 g/m² (1.4 oz/yd²)
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*Klimakammer bei 40ºC (104ºF) und 74% Feuchtigkeit.
Tabelle V
Verstärkte Bewitterungsprüfung (8)
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Probe im QUV-Bewitterungsgerät für 72 h
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Original = 7; Imprägnierte Seite = 9; Rückseite = 8
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(1) Die Sprühprüfung wurde ausgeführt in Übereinstimmung mit AATCC 22-1974.
Das Wasserabweisungsverhalten einer Gewebeprobe wird beurteilt auf einer
Skala von 0-100, wobei die Bewertung 100 für ein vollständig
wasserabweisendes Gewebe gilt.
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(2) Die Regenprüfung wurde ausgeführt nach AATCC 35-1985. Bestimmt wird der
Widerstand eines Gewebes gegenüber Durchtreten von Wasser unter statischem
Druck aus einer Dusche im Abstand von 92 cm (3 Fuß)/5 Min. Ein Gewebe gilt
als wetterfest, wenn ein zum Prüfen verwendetes Standardlöschblatt weniger
als 1 g Wasser absorbiert.
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(3) Die Abriebprüfung wurde ausgeführt nach staatlichem
Standardprüfverfahren 191 A, Verfahren 5306. Die Abriebbeständigkeit wird bestimmt durch
Anordnen einer Gewebeprobe auf einem Taber Abriebprüfgerät Modell 174 und
Bestimmen der Zahl der Zyklen bis das Gewebe einzureißen beginnt.
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(4) Die Prüfung des hydrostatischen Widerstandes wurde ausgeführt nach
staatlichem Standardtestverfahren 191A, Verfahren 5512. Bei der Prüfung
wird der Widerstand gegenüber Wasser von Gewebeproben bestimmt unter Druck
unter Verwendung der Müllen's Burst Prüfverfahren und Vorrichtung. Die
Ergebnisse werden wiedergegeben in Pfund pro Inch², bei dem Wasserperlen durch
das Gewebe hindurchtreten.
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(5) Die Prüfung der Wasserdampfdurchlässigkeit (MVTR) wurde ausgeführt nach
ASTM E96-B. Dieses Prüfverfahren bestimmt die Menge von Wasserdampf, die
durch eine Gewebeprobe hindurchtritt in einer gesteuerten Umgebung während
24 Std. Die erhaltenen MVTR-Werte werden ausgedrückt in Gramm Wasser/m²
Oberfläche/24 Std. Die Klimakammer wurde 40ºC (104ºF) und 47% Feuchtigkeit
gehalten.
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(6) Die Waschprüfung erfolgte mit einer konventionellen
Haushaltswaschmaschine. Die Gewebeproben wurden mit Tide®-Waschmittel gewaschen. Es wurde
nicht getrocknet. Die Sprühprüfung wurde anschließend ausgeführt nach jeder
Wäsche, um die Wirkung des Waschens zu bestimmen.
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(7) Die verstärkte Bewitterungsprüfung wurde ausgeführt nach ASTM G-53.
Original proben und Proben des imprägnierten Gewebes wurden in einem
Bewitterungsgerät der Firma QUV angeordnet und die Ergebnisse verglichen. Alle
Bewertungen beziehen sich auf eine Gradabstufungsskala von 0-20. 10 gilt
für die ursprüngliche Farbe, während 0 für Ausbleichen vergeben wird.
Beispiel 11 Jod als biocides und antimikrobielles Mittel mit Polyurethan
als reaktiver Stelle
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Dieses Beispiel zeigt die Herstellung einer biociden oder selbst
sterilisierenden Bahn. Polyurethan, Sancor® 898 in Latexform wurde gemischt mit
Siliconpolymer, Dow Corning 2962 (Teile A & B 50 : 50) in Verhältnissen von 0
Gew.%, 5 Gew.%, 10 Gew.%, 15 Gew.% und 100 Gew.%. Zahlreiche Gewebe, wie
Burlington 4040, 4045 und Versatec, wurden mit einer 15-20 gew.%igen
Gewichtszunahme durch die vorgeschriebenen Polymermischungen erfindungsgemäß
behandelt. Die Gewebe wurden bei 176ºC (350ºF) 26 Sek. gehärtet. Die
behandelten Gewebe wurden in eine Jodlösung eingetaucht, die 2% Jod in einer
2.4%igen KJ-Lösung enthält oder 2% Jod in Ethanol gelöst für 10-30 Sek. bei
Raumtemperatur und gespült in einem Wasserbad aus frisch destilliertem
Wasser, bis kein freies Jod mehr austritt. Die Jod/Silicon/Urethan-behandelten
Gewebe wurden dann an Luft getrocknet und wiesen auf der
Silicon/Urethanbehandelten Fläche eine gelbliche Farbe auf, die die Anwesenheit von Jod
anzeigt.
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Eine Kultur von XL Blau E. Coli wurde hergestellt in gekühltem LB Agar und
einer Wachstumszeit von 9 Std. Zwei Tropfen der XL Blau E. Coli-Kultur
wurden aufgebracht auf vier Abstrich LB Agar-Platten und ausgebreitet mit
einer gebogenen sterilen 1 mL-Pipette. Die mit
Jod/Silicon/Urethanbehandelten Gewebeproben wurden mit der behandelten Seite nach unten auf
den LB Agar-Platten angeordnet und in einem Inkubator bei 37ºC bebrütet.
Nach 24 Std. wurde die Fläche der Wachstumshemmung bei allen Proben
beurteilt, die das aktive Abtötungsvermögens jedes Stückes des behandelten
Gewebes anzeigt. Das behandelte Gewebe wurde dann gewaschen, mit freiem Jod
beladen und dann erneut bezüglich der antimikrobiellen Aktivität geprüft.
Das Wachstum von Bakterien wurde gehemmt unter beiden und um die
behandelten Gewebeproben. Eine Latexbahn anstelle einer Gewebebahn wurde dann mit
Silicon/Polyurethan behandelt und hat ebenfalls die Eigenschaft, freies Jod
zu binden. Nach Eintauchen in eine 2%ige ethanolische Jodlösung wurden die
Jod/Silicon/Urethan-behandelten Latexbahnproben auf LB Agar-Platten
angeordnet. Erneut wurde wieder Hemmung des Bakterienwachstums unter beiden und
um die Proben beobachtet.
Beispiel 12 Proteinzusätze als das Anfühl verhalten veränderndes Mittel, zum
Modifizieren der Oberflächenchemie und als Bindungsstelle für Antikörper
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Die bei der Ausführung der Erfindung benutzten Proteine waren
seidenähnliches Protein 3 (SLP-3), hergestellt von Protein Polymers, Inc. (San Diego,
CA) und "Crosilk", hergestellt durch Croda. Inc. (New York, NY). Crosilk
ist ein Protein mit einem Molekulargewicht von 10.000, hergestellt durch
Hydrolyse von Seide und enthält 17 unterschiedliche Aminosäureabschnitte,
von 0,1% bis 20,3t. Die verwendeten Silicone waren Mobay Siopren® LSP 2530
und Dow Corning Silastic® LSR 2303. Die verwendeten Bahnen waren Eggplant
Supplex, Black Cordura und ein Mischgewebe aus 48% Nylon und 52% Baumwolle.
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Vor dem Mischen des Proteins mit dem Siliconpolymer müssen die Dimensionen
der Proteinteilchen eingestellt werden auf eine geeignete Teilchengröße von
0 bis 2 um in der Länge und 0 bis 2 um im Durchmesser. Dies kann erfolgen
durch Mahlen von Proteinteilchen in einer kleinen Menge von Siliconpolymer
in einer Kugelmühle in einem Lösemittel wie Xylol. Das Lösemittel wird
verwendet, um die Viskosität der Siliconpolymerzusammensetzung in der
Kugelmühle zu verringern. Im allgemeinen ist die Mischung in der Kugelmühle
zusammengesetzt aus etwa 5% SLP-3, 50% Siliconpolymerzusammensetzung und etwa
45% Xylol. Das Mahlen des Proteins kann auch ohne Lösemittel erfolgen. Nach
dem Mahlen wird weitere Siliconpolymerzusammensetzung zugesetzt zu der
Protein/Siliconmischung, um eine Mischung mit einem Gehalt von etwa 2,5 Gew.%
Protein auszubilden. Xylol-Lösemittel verdampft während dieser
Arbeitsweise. Die endgültige Protein/Siliconmischung wird dann erfindungsgemäß auf
die Bahnen aufgebracht. Die behandelte Bahn wurde gehärtet bei 160ºC
(320ºF) während 2 Min. Jeglicher verbliebener Rest an Xylol verdampft
während dieser Endhärtungsstufe. Die erhaltenen Bahnen zeigen ein verbessertes
Berührungsempfinden beim Berühren mit der Hand, verbesserte
Wasserdampfdurchlässigkeit und die Oberfläche wurden weiteren Bindungsprüfungen mit
Antikörpern unterzogen. Die Permeabilitäts-Prüfergebnisse sind in der
folgenden Tabelle zusammengefaßt.
Tabelle VI
Wasserdampfdurchlässigkeit von mit SLP-3 Protein als Zusatz behandelten
Bahnen
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DWR - dauerhaft wasserabweisendes Mittel, wie eine
Fluorchemikalienzusammensetzung
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Jede Reihe zeigt beides, Gegenprobe (ohne Polymer und ohne SLP-3-Protein)
und eine behandelte Bahnprobe mit Polymer und Zusatz von SLP-3-Protein. Die
Durchlassgeschwindigkeit von Wasserdampf steigt mit dem SLP-3-Protein an.
Dies zeigt, dass das Protein den Transport von Wasserdampf unterstützt.
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Proben der mit SLP-3-Protein als Zusatz behandelten Bahnen wurden dem Anti-
SLP-3-Antikörper ausgesetzt, gewaschen und dann mit radioaktiv markierten
"Protein A" in Kontakt gebracht. Die Probe wurde dann gewaschen und
bezüglich des Gehalts an radioaktiv markiertem "Protein A" analysiert. Protein A
ist ein Bakterienprotein, das speziell Antikörper bindet. Die geprüften
Proben enthielten 1 Gew.% und 5 Gew.% SLP-3-Protein und dann wurden
Antikörper daran gebunden. Die Gegenproben enthalten die gleiche Menge von SLP-
3-Protein, jedoch keine Anti-SLP-3-Antikörper. Die Proben mit mehr SLP-3-
Protein zeigten auch die Bindung größerer Mengen von Antikörpern. Dies
Ergebnis
belegt, dass das SLP-3-Protein an der Oberfläche liegt und als
Bindungsstelle für Antikörper fungiert.
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Crosilk wurde verwendet als Zusatz in Mobay LSP 1530 Siliconpolymer. Die
Mischung wurde aufgebracht auf Bahnen, wie Arthur Kahn Blue Baumwolle,
Arthur Kahn White Tactal und Patagonia Rot-Supplex. Alle Bahnen wurden zwei
Minuten in einem Ofen bei 160ºC (320ºF) gehärtet. Die Anwesenheit von
hydrolysierter Seide ändert nicht die Härtung des Siliconpolymer. Die
behandelten Bahnen wiesen ein leicht verbessertes Anfühl verhalten auf und keine
Unterschiede in den MVTR-Ergebnissen des Gewebes. Das Ergebnis zeigt, dass,
obwohl verschiedene Proteine verwendet werden können, gleiche
Funktionalität nicht auftritt. Einige Proteine können speziell zum Binden von
Antikörpern verwendet werden, einige zum Verändern des Anfühlempfindens des
Gewebes und einige zum Modifizieren der Oberflächeneigenschaften des Polymer
und/oder der Bahn und einige zum Verändern der Wasserdampfdurchlässigkeit.
Beispiel 13 Pigmente, Farben und Proteine auf Fasern
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Dieses Beispiel zeigt die Zugabe von Pigmenten, Farben und Proteinen zu
Polymeren und das Aufbringen der Polymerzusammensetzungen auf Fasern. Die
nachfolgende bevorzugte Arbeitsweise zum Bearbeiten der Fasern ist
insbesondere für Teppiche geeignet.
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1. Spannen eines Einzelfaserbündels in einer Laboreinrichtung zum
Einkapseln. Diese Einrichtung verwendet eine Messer-gegen-Luft-Arbeitsbedingung
auf der Teppichfaser.
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2. Beim Kämmen der Fasern wird ein sehr feiner Kamm verwendet, um einzelne
Filamente zu isolieren und zu verhindern, dass sie aneinander kleben oder
Klumpen bilden.
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3. Aufbringen der Polymerzusammensetzung mit eingemischter Farbe, Pigment
oder Protein auf die Oberfläche der gespannten Fasern.
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4. Es wird ein halbstumpfes Auftragsmittel verwendet, wie ein flexibles
Messer, um die Polymerzusammensetzung zum Scheren zum Erreichen eines
gleichmäßig vollständig eingekapselten Gewebes.
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5. Erneut werden die Fasern gekämmt, um sie einzeln voneinander zu trennen
und Aneinanderkleben zu vermeiden.
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6. Befestigen des gekämmten Materials an einem Ende des
Laboreinkapselungsrahmens und Härten der Polymerzusammensetzung.
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Die zuvor beschriebene Arbeitsweise wurde verwendet, um Rotpigment auf
Nylon 6 CF Teppichfasern aufzubringen. Die verwendete Polymerzusammensetzung
war ein 50/50 DG2303, gemischt mit A 50 Rotpigment. 89 N (20 Pfund)
Spannung wurden an die Fasern angelegt. Das flexible Messer wurde über die
Fasern zehn Mal gezogen, um die Polymerzusammensetzung durch Scheren zu
verdünnen. Die gehärteten Fasern wurden 5 Min. bei 160ºC (320ºF) gehärtet. Das
Rotpigment erschien gleichmäßig um die Fasern verteilt bei der Prüfung
unter einem Mikroskop.
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Die zuvor beschriebene Arbeitsweise wurde auch verwendet zum Aufbringen
einer Polymerzusammensetzung und Rotpigment auf ein BASF 70/32 Bright Tri-
Lobal Nylon 6 Garn. Sieben 35,6 cm (14 inch) lange Stränge wurden gespannt
mit etwa 44,5 N (10 Pfd.). Die Polymerzusammensetzung war SLC 5106 A&B in
einem 10 : 1 Verhältnis gemischt, wobei 30% Gewichtszunahme auf das Silicon
mit dem Rotpigment auftrat (8010.94 40% Pyrazalon - VT). Die
Zusammensetzung wurde durch Scheren verdünnt und dann gehärtet bei 160ºC (320ºF)
während 5 Min. Das Rotpigment erschien bei Prüfung unter dem Mikroskop als
gleichmäßig um die Fasern verteilt. Dies zeigt die Einkapselungswirkung der
Polymerzusammensetzung und das Vermögen rote Farben und Pigmente um
einzelne Fasern anzuordnen.
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Die zuvor beschriebene Arbeitsweise wurde auch verwendet, um SLP-3 Beta
Seidenprotein auf einzelne Fasern aufzubringen. Die verwendete
Polymerzusammensetzung war DC-2303 A&B in einem 1 : 1 Verhältnis gemischt mit 10 Gew.%
von SLP.-3 Beta-Seidenprotein. Das Protein wurde gemahlen in einer Mühle
vor Zugabe vor Polymerzusammensetzung. Es wurde eine Spannung von 44,5 N
(10 Pfd.) angelegt. Die Fasern wurden gewaschen mit warmem Wasser und dann
getrocknet. Sechs Mal wurde aufgebracht mittels Schermitteln auf die Oberseite
und die Unterseite der Fasern. Zwischen den Aufbringschritten wurde
Überschuss weggewischt. Die Zusammensetzung wurde 5 Min. bei 160ºC (320ºF)
gehärtet. Die Anwesenheit von SLP-3 Protein war gleichmäßig um die Faser
mittels eines Mikroskops feststellbar.
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Weitere Proben wurden auf die gleiche Weise hergestellt. Die Ergebnisse
sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben.
Tabelle VII
Fortsetzung von Tabelle VII
Fortsetzung von Tabelle VII
Beispiel 14 Mattierungsmittel als Zusatz
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In diesem Beispiel wurde das Aussehen der behandelten Bahn mattiert durch
Zugabe von amorpher Kieselsäure Typ OK 412 von Degussa AG (Frankfurt, DE),
erhältlich durch ihre Pigmentabteilung in Teterboro, NJ, zum Siliconpolymer
vor Aufbringen auf die Bahn. Das Einbringen dieses Materials in das
Siliconpolymer verringert das glänzende Aussehen der durchgehärteten
Siliconzusammensetzung und ermöglicht das Aufrechterhalten des baumwolleartigen
Aussehens der Bahn und des Berührungsempfindens. Das verwendete Siliconpolymer
ist Mobay Silopren® LSR 2530. Das Mattierungsmittel OK 412 wurde gemischt
im Verhältnis 80 Gew.% LSR 2530 A/B, 17 Gew.% OK 412 und 3 Gew.% farbloses
Lösungsbenzin. Die Mischung wurde dann erfindungsgemäß aufgebracht auf
Milliken Popeline (65% Polyester/35% Baumwolle) und Arthur Kahn Dune (100%
Baumwolle). Die Bahnen wurden vorbehandelt mit 3,5%iger
Fluorchemikalienlösung F31X als beständigem wasserabweisenden Mittel (DWR). Die mit
Silicon/OK 412 behandelten Bahnen wurden im Ofen gehärtet bei 160ºC (350ºF) für
1,5 Min. Alle Bahnen mit Silicon/OK 412-Mischung zeigten eine signifikante
Verbesserung der Abriebbeständigkeit, mit mattem Aussehen und
Aufrechterhalten des Berührungsempfindens der Bahn. Die Versuchsergebnisse mit den
vorstehenden Proben sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.
Tabelle VIII
Prüfergebnisse von mit OK 412 behandelten Bahnen
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DWR - dauerhaft wasserabweisendes Mittel, wie
Fluorchemikalienzusammensetzung
-
Jede Reihe zeigt beides, Gegenprobe (ohne Polymer und Zusätze) und
behandelte Bahnproben mit Polymer und Zusatz von OK 412.
Beispiel 15 Aufbringen eines Mattierungsmittels auf die Oberfläche
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In diesem Beispiel erfolgt eine Behandlung des Aussehens der Bahn durch
Aufbringen auf die Oberfläche von amorpher Kieselsäure Typ OK 412,
hergestellt von Degussa AG, Frankfurt, DE, als Mattierungsmittel, erhältlich
durch die Pigmentabteilung in Teterboro, NJ, zum Siliconpolymer der
behandelten Bahn vor dem Härten. Das Einbringen dieses Materials auf das mit
Siliconpolymer behandelte Gewebe verringert den Glanz und verändert das
Anfühl verhalten nach dem Härten. Das hier verwendete Siliconpolymer ist GE
6108 A : B (1 : 1).
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Das Gewebe war marineblau 3fach Suppl ex (100% Nylon). Das Gewebe wurde
ausgedehnt mit einer Spannung von 15 Newton. Das Polymer wurde aufgebracht und
durch Scheren verdünnt in das Gewebe unter Verwendung eines Schermessers.
Der Gewichtszuwachs durch Polymer betrug etwa 29%. Die Proben wurden dann
mit OK 412 besprüht. Dies erfolgte durch ein feines Sieb, das das Pulver
beim Schütteln dispergiert. Die Probe wurde dann durch einen Walzenspalt
geführt, um den Zusatz in das Gewebe und in die Polymerzusammensetzung zu
drücken. Die Probe wurde 30 Sek. bei 160ºC (350ºF) gehärtet. Eine
Sutterprüfung wurde mit dem Beispiel ausgeführt und das Beispiel mit Wasser
gespült und getrocknet.
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Beim Spülen verschwanden die weißen Flecke auf dem marineblauen Supplex-
Material. Nach dem Trocknen waren die Flecken wieder da, anzeigend, dass
der Zusatz an der Polymerzusammensetzung im Gewebe haftet. Dies zeigt, dass
von oben auf die Oberfläche aufgebrachte Zusätze an der
Polymerzusammensetzung haften und ihre Funktionalität behalten.
Beispiel 16 Kupferteilchen als Zusatz
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Dieses Beispiel zeigt die Herstellung einer Bahn enthaltend submikrone
Kupferteilchen. Submikrone Kupferteilchen wurden gemischt mit Siliconpolymer,
Dow Corning 2303 (Teile A&B 50 : 50) in den Verhältnissen von 0 Gew.-%, 6
Gew.-%. 10 Gew.-% und 20 Gew.-%. Zahlreiche Gewebe wie Burlington 4040,
4045 und Versatec wurden behandelt mit 15 bis 20 Gew.-% Zusatz der zuvor
beschriebenen Polymermischungen gemäß der vorliegenden Erfindung. Die
Gewebe wurden bei 176ºC (350ºF) 26 Sek. gehärtet. Die Proben wurden dann
geprüft mit dem Rasterelektronenmikroskop (SEM). Die Ergebnisse sind in
Abb. 6f wiedergegeben und werden in den folgenden Beispielen
besprochen, die die rastereiektronenmikroskopischen Abbildungen erläutern.
Beispiel 17 Beschreibung der gesteuerte Anordnung im Gewebe durch
Fotografien mit dem Rasterelektronenmikroskop (SEM).
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Abb. 6a zeigt ein abgeschnittenes Ende eines Filaments mit einem weißen
dünnen einkapselnden Film. Ein Riss wurde im Filament erzeugt durch die
hohe Temperatur des Elektronenstrahls. Dieser Riss setzt sich unter der
Oberfläche des dünnen Films fort. Das Filament wurde abgeschnitten und der
dünne Film wurde gereckt oder elastifiziert durch das Schneiden des
Filamentes. Die zwei Pfeile in der rechten oberen Ecke zeigen die Dicke oder
den Abstand, wiedergegeben durch den schwarzen Block in der linken unteren
Ecke als 126 nm.
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Abb. 6b zeigt ein isoliertes Bild einer 330 Denier Cordura
Einzelfilamentfaser, bearbeitet mit einer Mikroausrüstungsfaserbeschichtungstechnik mit
5.720facher Vergrößerung. Rheologisch behandeltes Polymer, enthaltend
bearbeitetes Protein und festes Silicon wurde verwendet im Verfahren mit einem
moderaten Grad von Scherung. Das Bild auf der Oberseite der Faser ist ein
nicht dispergiertes Proteinpolymer, das klar die Anwesenheit von Protein
nach dem Bearbeiten der Faser nach dem Mikroausrüstungsverfahren anzeigt.
Die Oberflächenmorphologie weist sehr kleine Proteinpolymerteilchen auf,
die im festen Siliconpolymer eingekapselt sind und die homogen dispergiert
sind durch das Filmsystem auf der Faser.
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Abb. 6c ist ein Bild von weißem Nylon mit einer 178facher Vergrößerung. Die
Auftragsseite ist gezeigt in der linken unteren Ecke des Bildes. Der obere
Teil des Bildes ist die nicht beschichtete Seite. An der oberen rechten
Ecke ist ein Querschnitt der Kette und gefüllter Faserbündel zu sehen,
wobei die Anwesenheit von Polymer auf den Fasern deutlich sichtbar ist. Die
Innenschicht von Polymer erzeugt eine Flüssigkeitssperre oder
Widerstandseigenschaften. Dies ist ersichtlich aus der rechten unteren Ecke des
Bildes. Die Innenschicht ist eine Kombination von Polymer, das einige
Zwischenräume füllt und Polymer, das die Fasern und Filamente der Bahn
miteinander verschweißt.
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Abb. 6d zeigt die Oberfläche einer runden Faser, die durch den breiten
Elektronenstrahl von etwa 2000ºC über den Bildbereich zerstört wurde. Das
Bild zeigt das Abbrennmuster einer Fluorchemikalie auf der Oberfläche des
Siloxanfilms. Das Bild zeigt auf der Oberfläche des Filaments die
Oberflächenmigration der Fluorchemikalie von der Faser durch den dünnen Film und
Orientierung an der Oberfläche des Silicons.
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Abb. 6e ist ein Bild mit einem Tunnelelektronenmikroskop aufgenommen (TEM)
und zeigt einen dünnen Querschnitt eines Filamentes, das mit Polymer
eingekapselt ist. Das hellere Bild an der unteren Seite des Rahmens ist ein
Polyesterfilament. Die schwarzen runden Flecken an der unteren Kante der
Faser sind extrem dicht verarbeitetes Material. Bei dieser Abbildungstechnik
ist das Bild um so dunkler, je dichter das spezifische Material ist.
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Abb. 6f gibt ein Nylongewebe mit 419facher Vergrößerung wieder mit hellen
Teilchenbildern und einem Querschnitt eines Nylongewebes. Die hellen
Teilchen sind submikrobe Metallteilchen, dispergiert durch das Gewebe in dem
verarbeiteten Film. Die Zugabe von hellen Kupferteilchen mit submikrobem
Teilchendurchmesser in das Polymer erlaubt sekundäres Rückscattern, um das
vollständige Einkapselungsvermögen der gesteuerten Anordnungstechnik zu
demonstrieren. Die linke Seite des Bildes ist die Verhaltensseite des
Gewebes, das ist die Seite ohne aufgebrachtes Polymer. Es ist jedoch klar, dass
die Anwesenheit von hellglänzenden Kupferteilchen auf die andere Seite des
Gewebes demonstriert, dass die gesteuerte Anordnungstechnik erfolgreich die
Fasern vollständig einhüllt und zwar durch den gesamten Gewebeaufbau. Ein
anderes deutliches Merkmal der gesteuerten Anordnungstechnologie ist, dass
jede Faser nach wie vor unabhängig ist. Diese Differenzierung erlaubt die
gesteuerte Anordnungstechnologie auf Bearbeitung von Geweben, um ein
ausgezeichnetes Berührungsempfinden gegenüber menschlichen Händen und
Tastqualität bei gleichzeitigem Beibehalten der Verhaltenseigenschaften. An der
linken Seite des Gewebes direkt unterhalb des gedruckten Textes
"Verhaltenseite" wurde eine Elementaranalyse ausgeführt und das Analysenergebnis in Abb.
6g wiedergegeben. Das Ergebnis zeigt klar die starke Anwesenheit von
Kupferteilchen von Submikron-Größe.
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Die nächsten Beispiele betreffen die beschleunigte Bewitterung,
Abriebfestigkeit, Wasserzurückweisung, Feuchtigkeitspenetration, Regentest. Die
Daten für ein Tactel-Gewebe sind identifiziert als Deva Blau. Das Gewebe
ist 100% Nylon, erhältlich von Arthur Kahn und identisch in Zusammensetzung
und Herstellung und entwickelten Eigenschaften zu dem von Hot Coral das in
den vorherigen Beispielen verwendet wurde.
Beispiel 18 Beschleunigte Bewitterungsprüfung
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Die Ergebnisse der Bewitterung einer erfindungsgemäß behandelten Bahn
werden gezeigt als tatsächlich geprüfte Probenstücke, vergleichend
Originalgewebe mit Ausführungsformen mit eingeschlossenen Fasern des Gewebes gemäß
dieser Erfindung.
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In jedem Falle wurde gefunden, dass Gewebe mit eingehüllten Fasern ein
signifikant besseres Bewitterungsverhalten aufweist als die ursprünglichen
unbehandelten Gewebe, wobei die Bestimmung nach der beschleunigten
Bewitterungsprüfung durchgeführt wurde. Sogar die Rückseite (verglichen mit der
behandelten Seite) eines Nylon-Gewebes des Typs Tactel® mit
eingeschlossenen Fasern war gegenüber dem Originalgewebe verbessert. Zusätzlich wurde
festgestellt, dass das ausgezeichnete Verhalten beim Anfühlen mit Hand auch
nach der verstärkten Witterungsprüfung erhalten geblieben ist.
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Die Prüfungen stehen in Übereinstimmung wurden nach folgenden Standards
ausgeführt: ASTM G-53 Licht/Wasser ausgesetzte Stoffe
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ASTM D-4329 Licht/Wasser ausgesetzte Kunststoffe
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Allgemeine Motor Prüfungsbestimmungen TM-58-10
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ISO 4892 Aussetzen von Kunststoffen an Laborlicht
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Die Verfahrensweise, die für die beschleunigte Bewitterungsprüfung
verwendet wurde beinhaltet, dass Aussetzen der Gewebeproben für 4 h
hochintensiver UV-Bestrahlung in abwechselnder andauernder 4 h dauernden
Wasserkondensation, Benetzen des Gewebes in der Dunkelheit. Die alternative Bewitterung
(4 h mit, 4 h ohne) hochintensiver UV-Bestrahlung und Wasserbenetzung
simuliert Außenumgebungsbedingungen in einer stark beschleunigten Form, in der
schnell ungeschützte Farben und Fasern abgebaut werden. Die Verfahren und
die Vorrichtung, die für diese Prüfung verwendet wurden, waren ein QUV-
Prüfgerät für beschleunigte Bewitterungsprüfung der Q-Panel Company, 26200
First Street, Cleveland, Ohio 44145.
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Die Ergebnisse, die mit einigen Gewebeproben erhalten wurden, sind in
Tabelle IX wiedergegeben. In dieser Tabelle werden die Ergebnisse ausgedrückt
in Form von "A/B", wobei A und B Zahlen sind. Die Zahl "A" ist eine
Farbbewertung auf einer Skala von 0 bis 10. Die Zahl 10 entspricht den
Originalbedingungen, während 0 weiße Farbe und vollständiges Ausbleichen des
Gewebes bedeutet. Die Zahl "B" ist die Zahl von Stunden der Bewitterung, in der
die Zahl "A" erhalten wurde.
Tabelle IX
Verstärkte Bewitterungsprüfung
Beispiel 19 Prüfung der Abriebbeständigkeit
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Die Ergebnisse der Abriebbeständigkeitsprüfung zeigen deutlich, dass die
erfindungsgemäßen Gewebe mit eingehüllten Fasern ausgezeichnetes
Trageverhalten aufweisen im Vergleich zu den unbehandelten ursprünglichen
Ausgangsgeweben. In den meisten Fällen hielten die Gewebeproben mit eingehüllten
Fasern doppelt so viele Zyklen aus als unbehandelte Proben ohne Anzeichen
von Einreißen. Die Ergebnisse können erklärt werden mit der Annahme, dass
das Einhüllen der Garne und Fasern des Gewebes mit Siliconpolymer zu mit
Gleitmitteln behandelten Garnen und Fasern führt, so dass Abrieb minimiert
ist und die Unversehrtheit des Gewebes wesentlich länger erhalten bleibt.
Das Abriebverhalten minimiert auch die Wirkung von aneinanderreibenden
Fasern oder Garnen.
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Der Versuch vergleicht die Abriebbeständigkeit von Ausführungsformen von
Geweben mit erfindungsgemäß eingehüllten Fasern mit unbehandelten Geweben.
Die Beständigkeit jeder zu prüfenden Gewebeprobe wurde mit dem Taber
Abriebgerät bestimmt. Jede Probe wurde abgerieben mit einer Zahl von Zyklen
wie angegeben. Vergleich wurden dann gemacht zwischen Geweben mit
eingehüllten Fasern gemäß der Erfindung und unbehandelten Geweben. In diesem
Testverfahren wurde insbesondere der Taber Abreiber Nr. 174 verwendet. Ein
wesentliches Merkmal dieses Abreibers besteht darin, das die Räder sich in
einem vollständigen Kreis auf der Oberfläche der zu prüfenden Probe
bewegen. Dadurch wird die Oberfläche abgerieben, unter allen möglichen Winkeln
relativ zum Gewebe oder Korn der Proben. Vergleiche der Gewebe mit
eingehüllten Fasern und unbehandelten Geweben basieren auf einer Skala von 0 bis
10, wobei 0 für vollständig rissige Proben vergeben wird und 10 nahe dem
Ausgangszustand der Probe liegt.
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Jedem Versuch wurde eine einzelne Gewebeprobe mit eingehüllten Fasern mit
einem Durchmesser von 7 Inch verwendet; im Vergleich dazu ein
Originalgewebe mit dem Probendurchmesser von 7 Inch. Der verwendete Ablauf war wie
folgt:
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1. Prüfproben von Gewebe mit eingehüllten Fasern wurden auf einen
Durchmesser von 7 Inch geschnitten.
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2. Gleichgroße Gewebeproben wurden aus Originalgewebe (unbehandelt)
geschnitten.
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3. Die Gewebeproben wurden auf einem drehenden Rad befestigt und die
Klemmen wurden nach unten geschraubt.
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4. Das Zählwerk wurde in Betrieb genommen.
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5. Die Vakuumkraftbelastung wurde gesetzt (Bei diesem Versuch wurde ein
Vakuum von 80 eingestellt).
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6. Abriebprüfung wurde begonnen.
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7. Nach einer vorgegebenen Zahl von Umdrehungen wurde das Prüfgerät
gestoppt und jede Gewebeprobe wurde mit einem Wert zwischen 0 und 10
bewertet.
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Beispielhafte Ergebnisse der Prüfung von einigen Gewebeproben sind in
Tabelle 10 wiedergegeben.
Abriebprüfung Zahlenskala für Abrieb von 0 bis 10
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0 Vollständiges Versagen der Gewebeproben; Fasern sind
herausgerissen;
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5 Gewebeproben beginnen zu reißen; das Gewebe ist bemerkenswert
dünner;
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10 Ursprünglicher Gewebezustand ohne Abrieb
Tabelle X
Beispiel 20 Prüfung der Atmungsaktivität
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Dieses Prüfungsverfahren läuft nach einer modifizierten ASTM E96-8 Prüfung
ab. Aus den in der nachfolgenden Tabelle wiedergegebenen Prüfergebnissen
ist ersichtlich, dass die erfindungsgemäß eingehüllte Fasern aufweisenden
Gewebe eine hohe Atmungsaktivität aufweisen. Diese Atmungsaktivität ist
mehr als erforderlich, um den mittleren Wert von einigen Tausend Gramm
Ausdünstungen, die täglich von einem menschlichen Körper abgegeben werden, zu
entfernen. Die Ergebnisse der Gewebe mit erfindungsgemäß eingehüllten
Fasern waren im allgemeinen deutlich besser im Vergleich zu
korrespondierenden Ergebnissen, gemessen unter den gleichen Bedingungen für Gewebe, die
nach dem Stand der Technik behandelt sind, wie beispielsweise Gore-Tex®
Gewebe.
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Die Atmungsaktivität einer Gewebeprobe wurde bestimmt durch genaues Wiegen
der Menge Wasser, die durch die Gewebeprobe hindurchtritt unter sorgfältig
gesteuerten Temperaturbedingungen und relativer Luftfeuchtigkeit in einer
Klimakammer. Der Wasserverlust einer Schale, deren Öffnung mit einer
Gewebeprobe verschlossen ist oder ausgedrückt als Gramm Wasserdampf pro
Quadratmeter Gewebe pro 24 Std.
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Um stärker realistisch zu simulieren, was tatsächlich auf der Innenseite
der Kleidung während des Tragens auftritt oder eine spezielle Prüfung,
ausgeführt, um den Wasserdampftransport in einem Faltenbalg zu demonstrieren.
Die Prüfung simuliert ein hohes Volumen von Feuchtigkeit und Luft, das sich
in einer Kleidung mischt und nach außen durchtritt, als auch den Einzug von
Luft aufgrund der Aktivität des Trägers. Es wurde gefunden, dass die
erfindungsgemäß eingehüllten Gewebe ein verbessertes Verhalten ergeben bei
höherer Aktivität oder höherem Luftaustausch als erhältlich ist mit
entsprechenden unbehandelten Geweben.
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Der "Faltenbalg" MVTR Atmungsaktivitätstest wurde ausgeführt in einer
Klimakammer mit gesteuerter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wie bei der zuvor
beschriebenen Prüfung mit der Schale. Jedoch wurde anstelle einer
Standardschale jede Gewebeprobe auf die obere Öffnung einer speziellen Schale
aufgebracht, die eine Lufteinlassöffnung im Boden aufweist. Dies ermöglicht
das Hindurchperlen von Luft durch den verschlossenen Behälter mit gesteuerter
Geschwindigkeit. Ein Rückschlagventil am Lufteinlass verhindert während
des Betriebes Rückfluss oder Wasserverlust aus dem Behälter. Die Luft perlt
nach oben durch das Wasser und durch die Gewebeprobe, die sich über die
obere Öffnung des Gefäßes erstreckt zusammen mit Wasserdampf. Tabelle XI
zeigt einige repräsentativ erhaltene Ergebnisse.
Tabelle XI
Wasserdamofdurchlässigkeit (MVTR)
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(1) MVTR bezieht sich hier auf den Wasserdampftransport durch eine
Gewebeprobe, gemessen nach dem Faltenbalgtest mit Luft, zugeführt durch einen
Blasenbildner mit 2 bis 4 psi Luftdruck in einer Klimakammer bei 37,8ºC bis
38.9ºC (100 bis 102ºF) und 38-42% relativer Feuchte. Der
Wasserdampftransport wird ausgedrückt in Gramm Wasser pro Quadratmeter Oberfläche pro 24
Std.
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Die nachfolgend wiedergegebenen MVTR-Daten sind ein Beispiel einer Bahn,
bei der die Fluorchemikalie von den Fasern durch den dünnen Siliconfilm
ausblüht und sich an der Oberfläche des dünnen Filmes rückorientiert. Diese
Daten zeigen keine signifikante Verringerung der Wasserdampftransportrate
zur Verwendung eines Fluorchemikalienzusatzes auf der Oberfläche des
Silicons. Die verwendete Siliconpolymerzusammensetzung war GE 6108 A (1 : 1), mit
19,51% Gewichtszunahme und das dauerhaft abweisende Mittel war eine
Fluorchemikalienzusammensetzung, die in die Bahn als Vorbehandlung aufgebracht
wurde.
Tabelle XII
Wasserdampftransport einer Bahn, behandelt mit einer Fluorchemikalie
Beispiel 21 Wasserabweisung: Sprühprüfung
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Die Sprühprüfung der Wasserabweisung wird ausgeführt nach AATCC
Prüfverfahren 22-1974. Die Ergebnisse dieser Prüfung zeigen, dass die erfindungsgemäß
eingeschlossenen Fasern von Tactel® Gewebe eine ausgezeichnete
Anfangsbewertung zeigen, wie die ursprünglich unbehandelten Gewebe, die mit
wasserabweisenden Chemikalien, wie Fluorchemikalien behandelt waren. Insbesondere
zeigen die nachfolgend wiedergegebenen Ergebnisse, dass nach zehn
verschiedenen Wäschen die behandelte Seite eines eingehüllte Fasern aufweisenden
Gewebes gemäß vorliegender Erfindung stark wasserabweisend geblieben ist,
während die Rückseite desselben einen signifikanten Abfall der Bewertung
wasserabweisend im Vergleich zur ursprünglichen Wasserabweisung aufweist.
Die Bewertung der Wasserabweisung beim Sprühtest von unbehandeltem Gewebe
fällt noch stärker ab. Ausgezeichnetes Anfühl verhalten gegenüber
menschlichen Händen war nach dieser Prüfung enthalten geblieben. Es wird
angenommen, dass die Vorbehandlung mit einer Fluorchemikalie, die gute
wasserabweisende Eigenschaften aufweist, zunehmen kann und sogar synergetisch mit
dem zum Herstellen der Gewebe mit eingeschlossenen Fasern verwendeten
Siliconharz zusammenwirkt, um erfindungsgemäß die überragenden
Sprühprüfungsergebnisse in solchen Fasern zu erzeugen. Die Ergebnisse sind in Tabelle IX
wiedergegeben.
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Es wird angenommen, dass dieses Prüfverfahren anwendbar ist auf alle
Textilgewebe, unabhängig davon, ob sie eine wasserfeste oder wasserabweisende
Ausrüstung aufweisen. Der Zweck der Prüfung ist es, den Widerstand eines
Gewebes zu messen durch Bestimmen der Wirkung der Wasserabweisung der auf
Gewebe aufgebrachten Endausrüstung, insbesondere bei flachen gewebten
Textilien. Die Transportierbarkeit und der einfache Aufbau des Gerätes und die
kurzen einfachen Prüfverfahren machen dieses Prüfverfahren insbesondere
brauchbar für die Produktionskontrolle in einer Fabrik. Dieses
Testverfahren soll nicht dazu dienen, den erwarteten Widerstand gegenüber
Regendurchtritt von Geweben vorherzusagen, denn es wird nicht das Durchtreten von
Wasser durch das Gewebe gemessen. Es wird angenommen, dass die mit diesem
Prüfverfahren erhaltenen Ergebnisse hauptsächlich von dem Widerstand gegen
Benetzen oder der Wasserabweisung der Fasern und Garne des Gewebes abhängen
und nicht vom Gewebeaufbau. Die Prüfung beinhaltet das Aufsprühen von
Wasser gegen die straff gespannte Oberfläche einer Prüfgewebeprobe unter
gesteuerten Bedingungen, die ein nasses Muster erzeugen, deren Größe von der
relativen Wasserabweisung des Gewebes abhängt. Die Bewertung erfolgt durch
Vergleich der Benetzungsmuster mit Bildern einer Standardkarte. Die
Methoden und Vorrichtungen und Materialien, die für diese Prüfung verwendet
werden, waren AATCC Sprühprüfer, ein Becher mit destilliertem Wasser und
Gewebeproben.
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Das Prüfverfahren läuft wie folgend ab: Ein zuvor konditioniertes
Prüfmuster wird sicher in einem Metallreifen mit 15,2 cm (6") Durchmesser
befestigt, so dass eine glatte faltenfreie Oberfläche vorhanden ist. Der Reifen
wurde dann im Ständer des Prüfgerätes so angeordnet, dass das Gewebe in der
höchsten Stellung ist in einer solchen Stellung, dass das Zentrum des
Sprühmusters mit dem Zentrum des Reifens übereinstimmt. Im Falle von
Körpergeweben, Gabardin, Pikee oder Geweben von gleichem Strukturaufbau wurde
der Reifen so im Ständer angeordnet, dass die Rippen diagonal zum vom
Gewebemuster ablaufenden Wasser verlaufen.
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250 ml destilliertes Wasser mit 27ºC ± 1ºC (80ºF ± 2ºF) wurden in den
Trichter des Prüfgerätes geschüttet und auf das Prüfmuster gesprüht, was
etwa 25-30 Sek. erforderte. Nach Beendigung der Sprühperiode wurde der
Reifen an einer Kante angefasst und die gegenüberliegende Kante leicht gegen
einen festen Gegenstand geklopft, wobei das Gewebe dem Objekt zugewandt
war. Der Reifen wurde dann um 180º gedreht und in der gleichen Stellung wie
vorher erneut leicht gegen den Feststoff geklopft. Die Arbeitsweise und die
Vorrichtung dieser Prüfung wurden geringfügig gegenüber den Spezifikationen
wie folgend verändert.
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1. Die Öffnungen der Sprühdüse waren geringfügig größer als angegeben,
jedoch war die Austrittsgeschwindigkeit aus jeder Düse 250 ml/30
Sek., wie gefordert.
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2. Die Zahl der Zapfen am Reifen waren zwei anstelle von einem.
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Bei jeder Waschprüfung wurde eine Gewebeprobe gewaschen unter Verwendung
eines Warmwaschen/Kaltspülen-Zyklus mit einem Becher von Tide® Waschmittel
und Trocknen in einem Heiß/Trocken-Zyklus in einem Trockner, es sei denn,
es ist etwas anderes angegeben. Die Prüfergebnisse wurden entwickelt durch
Vergleichen des Benetzungsmusters auf der Gewebeprobe nach dem Abklopfen
des Reifens im Vergleich zu einer Standard-Bewertungskarte. Die Ergebnisse
der Oberflächenbenetzung wurden erhalten, ohne dass Wasser vollständig
durch die Prüfgewebeprobe hindurchtrat. Die Zahlen der Bewertungen basieren
auf dem Standard. Die Werte sind deshalb subjektive Wiedergaben eines
erfahrenen Prüfers.
Tabelle XIII Ergebnisse Sprühprüfung
Beispiel 22 Feuchtigkeitspenetrationsprüfung
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Die in der nachfolgenden Tabelle wiedergegebenen Ergebnisse zeigen, dass
alle erfindungsgemäß eingehüllte Fasern enthaltenden Gewebe bei der Prüfung
wesentlich besser waren als die ursprünglich unbehandelten Gewebe bezüglich
des Durchtritts von Wasser unter den verwendeten Prüfbedingungen. Nach den
Prüfungen der geprüften Gewebemustern war das Berührungsempfinden
ausgezeichnet erhalten geblieben.
-
Zweck dieser Prüfung ist es, zu bestimmen, wie gut ein Gewebe Nässe unter
kontinuierlichem Druck widersteht, wie beispielsweise Knien auf der Erde
oder Sitzen in einem nassen Sessellift in einer Zeit von 30 Min. Die
Prüfung beinhaltet das Anordnen von beiden, einem Gewebemuster und einer
Standardlöschpapierprobe auf die Oberseite eines Wasser enthaltenden Behälters,
der 700 ml Leitungswasser enthält. Die Gewebeprobe und die Löschpapierprobe
werden jeweils dann einem kontinuierlichen Druck von 387 N (87 lbs)
ausgesetzt, gleichmäßig verteilt über eine Oberfläche von 645 cm² (100 inch²)
während 30 Min. Nach dieser Zeit erfolgt eine visuelle Inspektion des
Gewebes auf jede Wasserpenetration und das Löschpapier wird gewogen, um die
Wasseraufnähme oder Penetration zu bestimmen.
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Die Arbeitsweise und Vorrichtung für jede dieser Prüfungen war eine
Aluminiumpfanne mit 50,8 cm (20 inch) Durchmesser und einem Gewicht von 39,5 kg
(87 lbs) gleichmäßig eben verteilt über 645 cm² (100 inch²) Gewebe, ein
Löschpapier, 700 ml Wasser, verschiedene Gewebekratzer zum Schneiden und
Erzeugen von Prüfgewebeproben.
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Trockengewicht des Löschpapiers 4,7 g
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auf Gewebe aufgebrachtes Gesamtgewicht 39,5 kg (87 lbs)
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Druck, gleichmäßig verteilt über die Oberfläche von 645 cm² (100 inch²)
-
Druck 59,9 mbar (0,87 lbs/inch²)
-
Es wurde wie folgend bei dieser Prüfung vorgegangen:
-
1. 700 ml Leitungswasser wurden in der runden Pfanne angeordnet.
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2. Die Gewebeprobe wurde angeordnet, wobei eine Seite dem Wasser
zugewandt ist.
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3. Ein Stück trockenes Löschpapier wurde auf dem Gewebe angeordnet, um
die Pfanne abzudecken.
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4. Ein Abfallgewebe wurde auf das Löschpapier gelegt, um das Gewicht zu
polstern.
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5. Das 39,5 kg (87 lbs) schwere Gewicht wurde gleichmäßig über die
Fläche von 645 cm² (100 inch²) verteilt.
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6. Die Anordnung wurde 30 Min. ungestört gehalten.
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7. Nach dieser Zeitperiode wurden sichtbare Ergebnisse aufgezeichnet.
Tabelle XIV
Gewebe mit erfindungsgemäß eingehüllten Fasern
Beispiel 23 Regenprüfung
-
Bei dieser Prüfung wurde die Regenprüfungsmethode von AATCC Verfahren 35-
1985 angewandt. Die Ergebnisse der Regenprüfung zeigen die klare
Überlegenheit der erfindungsgemäßen Gewebe mit eingehüllten Fasern im Vergleich zum
unbehandelten Originalgewebe. Die Daten in der nachfolgenden Tabelle
zeigen, dass Gewebe mit eingehüllten Fasern die Prüfung bestehen und kein
Wasser hindurchtritt. Dieses Ergebnis ist vergleichbar mit den Ergebnissen,
die erhalten werden, mit teureren atmungsaktiven wasserdichten Geweben, die
seit einiger Zeit im Markt kommerziell erhältlich sind. Im Gegensatz dazu
bestehen die unbehandelten Originalgewebe die Prüfung nicht, weil sie
komplette Sättigung zeigen. Die Gewebeproben mit eingehüllten Fasern haben
nach der Prüfung ein ausgezeichnetes Empfinden beim Anfühlen mit der Hand.
-
Der Zweck und Umfang dieser ASTM Prüfung ist es, den Widerstand eines
Gewebes mit eingehüllten Fasern gegenüber Wasser unter ungünstigen
Wetterbedingungen zu bestimmen. Bei der Prüfung gilt eine Gewebeprobe als wetterfest,
wenn weniger als 1 g Wasser von einem Standardlöschblatt absorbiert wird,
das durch die Probe hindurchgetreten ist unter statischem Druck aus einer
Dusche im Abstand von 0,92 m/5 min (3 ft.). Dieses Prüfverfahren ist
anwendbar auf alle Textilgewebe, unabhängig davon, ob sie eine
wasserabweisende Ausrüstung aufweisen oder nicht. Es wird der Widerstand eines Gewebes
gegenüber Durchtreten von Wasser unter Druck bestimmt und kann deshalb
verwendet werden, um den wahrscheinlichen Widerstand gegenüber Regendurchtritt
durch ein Gewebe vorherzusagen. Die mit diesem Verfahren erhaltenen
Ergebnisse hängen ab von der Wasserabweisung der Fasern und Garne des geprüften
Gewebes und dem Gewebeaufbau.
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Bei dieser Prüfung werden die Prüfmuster auf der Rückseite mit einem
vorgewogenen Standardlöschpapierblatt versehen. Die Anordnung wird mit Wasser
unter gesteuerten Bedingungen 5 Minuten besprüht. Das Löschpapier wird dann
abgetrennt und gewogen, um die Menge Wasser zu bestimmen, die falls Wasser
durch das Mustergewebe während der Prüfung getreten ist, vom Löschpapier
aufgenommen wurde.
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Die Verfahren und Vorrichtungen und Stoffe, die bei jeder Prüfung verwendet
wurden, waren ein modifizierter Regentester, Löschpapier, Wasser mit einer
Temperatur von 26.7ºC ± 1ºC (80ºF ± 2ºF), eine Laborwaage, Gewebeproben,
20,3 · 20,3 cm, die vorkonditioniert waren in einer Atmosphäre mit 65(± 2)%
relativer Feuchte und 21ºC ± 1ºC (70ºF (± 2ºF)) während einer Stunde vor
der Prüfung und Band.
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Die Arbeitsweise bei der Prüfung war wie folgt:
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1. Ein 15,2 · 15,2 cm (6" · 6") großes Löschpapierblatt wurde gewogen
auf 0,1 g genau und hinter dem Prüfungsmuster angeordnet.
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2. Das Prüfgewebe mit dem daran befestigten Löschpapier wurde mit
Klebeband auf dem Probenhalter befestigt.
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3. Ein Rohr im Regenprüfer wurde mit Wasser bis zu einer Hülle von 0,9 m
(3 ft.) gefüllt. Es wurde sichergestellt, dass das Wasser, das aus
einem Überlaufrohr ausläuft, unter einem Druck von 0,9 m (3 ft.)
Wassersäule steht.
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4. Der Abstand beim Besprühen mit Wasser von der Spitze der Düse bis zum
Probenhalter wurde gemessen und eingestellt auf 30,5 cm (12 inch).
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5. Der Probenhalter wurde an der Stelle gehalten und das Regengerät
angeschaltet und 5 Minuten betrieben.
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6. Nach der Prüfzeit wurde das Löschpapier entfernt und mit einer
Genauigkeit von 0,1 g zurückgewogen.
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Die Prüfergebnisse von ausgewählten Gewebeproben sind in Tabelle XV
wiedergegeben.
Tabelle XV
Regenprüfung: Durch wieder hindurchgetretenes Wasser in g
Originalgewebe - nur wasserabweisende Chemikalien, keine Einkapselung
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Hot Coral Tactel - nicht bestanden - gesättigt mit Wasser
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Deva Blue Tactes - nicht bestanden - gesättigt mit Wasser