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DE69608201T2 - Härtbare Vinylidenfluoridpolymerzusammensetzung, Verfahren zu ihrer Vernetzung und Formteile - Google Patents

Härtbare Vinylidenfluoridpolymerzusammensetzung, Verfahren zu ihrer Vernetzung und Formteile

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DE69608201T2
DE69608201T2 DE69608201T DE69608201T DE69608201T2 DE 69608201 T2 DE69608201 T2 DE 69608201T2 DE 69608201 T DE69608201 T DE 69608201T DE 69608201 T DE69608201 T DE 69608201T DE 69608201 T2 DE69608201 T2 DE 69608201T2
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Guy Laurent
Vincent Thulliez
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Solvay SA
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    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
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    • C08K5/3477Six-membered rings
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine vernetzbare Vinylidenfluoridpolymerzusammensetzung, ein Verfahren zur Vernetzung der Zusammensetzung und vernetzte Formgegenstände.
  • Dank ihrer im Vergleich mit dem Polyvinylidenfluorid-Homopolymer erhöhten Flexibilität finden die Vinylidenfluorid-Copolymere und ihre Gemische mit Polyvinylidenfluorid zahlreiche Anwendungen in Bereichen wie dem Umhüllen von elektrischen Kabeln oder der Anfertigung von biegsamen Leitungen für Brennstoffe. Bei diesen Anwendungen ist es höchst wünschenswert, mit den ihnen inhärenten Eigenschaften, wie Flexibilität, hohe Feuer- und Korrosionsbeständigkeit, verbesserte mechanische und themomechanische Eigenschaften (nach thermischer Alterung) verbinden zu können. EP-A-0 608 940 beschreibt Polymerzusammensetzungen für die Herstellung von Kabeln und flexiblen Rohrleitungen, die ein thermoplastisches VF&sub2;-Copolymer und wenigstens ein weiteres fluoriertes Monomer, wie CTFE, enthalten. Diese Schrift beschreibt nicht die Verwendung eines Vernetzungsbeschleunigers.
  • Es ist bekannt, dass die Vernetzung der Polymere und insbesondere der thermoplastischen Polymere im Allgemeinen eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften und der chemischen Beständigkeit, sowie eine Verbesserung ihrer Undurchlässigkeit bewirkt. Jedoch wird sie meistens von einer relativ großen Versteifung begleitet.
  • A. Vokal und M. Pallanova (s. 7th Symp. on Radiation Chemistry, 1990, S. 311- 315) untersuchten die Vernetzung von Homopolymeren und von Copolymeren des Vinylidenfluorids (VF2) mit Hexafluorpropylen (HFP) in Gegenwart von Vernetzungsbeschleunigern unter der Wirkung von ionisierenden Strahlungen mit Dosen von 100 bis 400 kGray (10 bis 40 MRad). Diese Untersuchung zeigt, dass die VF2-HFP- Copolymere leichter zu vernetzen sind als das Homopolymer, d. h., dass die Copolymere für gleiche Bestrahlungsdosen eindeutig höhere Gelgehalte (Anteil- an Unlöslichem in einem Lösungsmittel des nicht vernetzten Copolymers) als das Homopolymer aufweisen. Dennoch erfolgt die Vernetzung der VF2-HFP-Copolymere auf Kosten der Bruchspannung und der Flexibilität der Formgegenstände.
  • Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine vernetzbare Zusammensetzung auf der Basis von Vinylidenfluoridpolymeren zu liefern, die diesen Nachteil nicht aufweist.
  • Dazu betrifft die Erfindung eine Vinylidenfluoridpolymerzusammensetzung, die unter der Wirkung einer ionisierenden Strahlung vernetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Vinylidenfluoridpolymer ein thermoplastisches Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer umfasst, und dadurch, dass die Zusammensetzung eine wirksame Menge an Vernetzungsbeschleuniger enthält.
  • Das in den erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen vorhandene Vinylidenfluoridpolymer kann im Wesentlichen aus thermoplastischen VF2/CTFE-Copolymeren bestehen. Es kann auch aus einem Gemisch von solchen Copolymeren und von Vinylidenfluorid-Homopolymer bestehen. In diesem Fall liegen das Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer und das Vinylidenfluorid- Homopolymer meistens in einem Gewichtsverhältnis von 75125 bis 25/75 vor.
  • Mit thermoplastischem Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer sollen für die vorliegende Erfindung die Vinylidenfluorid-Copolymere, die bis zu 25 Gew. % Chlortrifluorethylen enthalten, bezeichnet werden. Vorteilhafterweise enthalten sie davon wenigstens 10 Gew.-%. Vorzugsweise enthalten sie davon 12 bis 22 Gew.-%. Diese bevorzugten Copolymere weisen Schmelztemperaturen von etwa 170 bis etwa 165ºC auf.
  • Die Art des Vernetzungsbeschleunigers ist nicht entscheidend. Dieser kann also unter den herkömmlichen Beschleunigern für die Vernetzung unter der Wirkung einer ionisierenden Strahlung ausgewählt sein. Als nicht beschränkende Beispiele verwendbarer Beschleuniger kann man Triallylcyanurat und -isocyanurat, die Allylester von Polycarbonsäuren, wie Diallylphthalat und Tetraallylpyromellitat, die Bis-maleimide, wie N,N'-Ethylen-bis-maleimid, die Mehrfachacrylate, wie Dipentaerythrit-hexamethacrylat nennen. Bevorzugt sind jedoch Triallylcyanurat und -isocyanurat und spezieller noch dieses letztere, welches eine günstige Wirkung auf die Schmierung der erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen verschafft.
  • Mit wirksamer Menge an Vernetzungsbeschleuniger soll eine Menge bezeichnet werden, die ausreicht, um die Vernetzung unter der Wirkung von ionisierenden Strahlungen zu fördern. Obwohl diese Menge nicht besonders entscheidend ist, verwendet man im Allgemeinen wenigstens 0,5 Gewichtsteile und meistens wenigstens 1 Gewichtsteil an Vernetzungsbeschleuniger auf insgesamt 100 Gewichtsteile Vinylidenfluoridpolymer. Im Allgemeinen wird ein Gehalt von 5 Gewichtsteilen nicht überschritten. Vorteilhafterweise liegt der Vernetzungsbeschleuniger in einer Menge von 2 bis 4 Gewichtsteilen auf insgesamt 100 Gewichtsteile Vinylidenfluoridpolymer vor.
  • Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten ein Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer, das 12 bis 22 Gew.-% Chlortrifluorethylen, gegebenenfalls im Gemisch mit Polyvinylidenfluorid-Homopolymer in dem Gewichtsverhältnis 70/30 bis 30/70, und 2 bis 4 Teile Triallylisocyanurat (Vernetzungsbeschleuniger) auf insgesamt 100 Gewichtsteile Vinylidenfluoridpolymer enthält.
  • Es versteht sich, dass die erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen außer den wesentlichen Bestandteilen, die von dem Vinylidenfluorid- Copolymer, gegebenenfalls dem Vinylidenfluorid-Nomopolymer und dem Vernetzungsbeschleuniger gebildet werden, alte üblichen Verarbeitungsbestandteile der Zusammensetzungen auf der Basis von fluorierten Polymeren, wie beispielsweise Gleitmittel, sowie verschiedene Zusätze wie Füllstoffe, Pigmente und/oder Farbstoffe, Flammschutzmittel, Rauchhemmer, enthalten können.
  • Die erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen können auf jede bekannte und herkömmliche Weise des Mischens von Polymeren und ihren verschiedenen Verarbeitungsbestandteilen hergestellt werden. Sie können beispielsweise durch Mischen aller Bestandteile in einem einzigen oder mehreren Arbeitsgängen in einem Schnellmischer bei niedriger Temperatur hergestellt werden, um nicht vorgelierte, im Pulverzustand vorliegende Zusammensetzungen zu erzeugen, die allgemein Vormischungen ("premix") genannt werden. Sie können auch durch Mischen aller Bestandteile in einem einzigen oder mehreren Arbeitsgängen in einem Extruder hergestellt werden, in dem das Gemisch auf eine Temperatur von wenigstens gleich der Schmelztemperatur des Vinylidenfluorid polymers gebracht wird, um vorgelierte Gemische herzustellen, die allgemein "compound" genannt werden. Vorteilhafterweise liegen die erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen im Compound-Zustand vor und spezieller im Zustand von Granulat.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können durch alle herkömmlichen Techniken zur Umformung der Kunststoffe in geschmolzenem Zustand, wie Extrusion und Spritzen, verarbeitet werden. Sie eignen sich ganz besonders für die Verarbeitung durch Extrusion.
  • Die erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen lassen sich leicht an Luft unter der Wirkung von relativ schwachen Dosen ionisierender Strahlen vernetzen.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren für die Vernetzung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen. Gemäß diesem Verfahren bestrahlt man die Zusammensetzung an Luft mittels einer ionisierenden Strahlung mit einer Dosis, die 100 kGray nicht übersteigt Meistens beträgt diese Dosis wenigstens 10 kGray. Ausgezeichnete Ergebnisse werden mit Bestrahlungsdosen von 50 bis 90 kGray erhalten.
  • Die Art der ionisierenden Strahlung ist für die Ausführung des erfindungsgemäßen Vernetzungsverfahrens nicht entscheidend. Die ionisierende Strahlung kann beispielsweise aus β-Strahlen (beschleunigte Elektronen) oder auch aus λ-Strahten (emittiert von einer Kobaltquelle) bestehen. Jedoch sind β-Strahlen aus Gründen ihrer größeren Zugänglichkeit bevorzugt.
  • Die gemäß dem Verfahren der Erfindung vernetzten Zusammensetzungen weisen hohe Vernetzungsgrade auf. Die Vernetzung äußert sich in der Praxis durch einen Gelgrad. Dieser wird durch Eintauchen einer Probe von bestrahltem Polymer in ein kochendes Lösungsmittel, das den nicht vernetzten Polymeranteil löst, bestimmt. Der Gehalt an unlöslichen Stoffen, ausgedrückt in %, entspricht dem für den Vernetzungsgrad typischen Gelgrad. Im Allgemeinen beträgt der Gelgrad der gemäß dem Verfahren der Erfindung vernetzten Zusammensetzungen (bestimmt durch 30minütiges Eintauchen in kochendes Dimethylformamid) mehr als 50%, und meistens mehr als 60%.
  • Ein Vorteil der erfindungsgemäßen vernetzten Zusammensetzungen liegt in der Tatsache, dass sie eine im Vergleich mit einer gleichartigen, nicht vernetzten Zusammensetzung verbesserte Bruchspannung unter Zug aufweisen, auch nach einer starken thermischen Alterung, beispielsweise bei Temperaturen, die 200ºC übersteigen. Es trifft zu, dass die vernetzten Zusammensetzungen eine im Vergleich mit einer gleichartigen, nicht vernetzten Zusammensetzung verminderte Flexibilität aufweisen. Dennoch bleibt die Flexibilität der vernetzten Zusammensetzungen höher als diejenige eines nicht vernetzten Vinylidenfluorid-Homopolymers und außerdem völlig ausreichend, um die Normen, die in bestimmten Anwendungsgebieten, wie das der Kabelherstellung, gestellt werden, zu erfüllen.
  • Es wurde außerdem festgestellt, dass, wenn man die vernetzte Zusammensetzung einer thermischen Alterung unterzieht, man die Flexibilität beträchtlich verbessert, so weit, dass man gleiche, wenn nicht höhere Werte als diejenigen der nicht vernetzten Zusammensetzungen erhalten kann.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Vernetzungsverfahrens unterzieht man die Zusammensetzung nach Bestrahlung einer thermischen Behandlung. Diese thermische Behandlung kann bei sehr variablen Temperaturen und während Zeiträumen, die auch variabel sind, erfolgen. Die Temperatur beträgt, um die Vorstellungen zu verdeutlichen, im Allgemeinen wenigstens 80ºC, meistens wenigstens 100ºC. Diese übersteigt im Allgemeinen 215ºC nicht, meistens übersteigt sie 200ºC nicht. Die Dauer der thermischen Behandlung kann von einigen Stunden bis einige Tage reichen. Die optimalen Bedingungen der thermischen Behandlung, Temperatur und Dauer, werden vorteilhafterweise in jedem einzelnen Fall auf experimentellem Weg bestimmt.
  • Die erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen können zu sehr unterschiedlichen Gegenständen geformt werden, die nach Vernetzung und thermischer Alterung ausgezeichnete mechanische Eigenschaften mit einer ausgezeichneten Flexibilität vereinen.
  • Wegen dieser interessanten Eigenschaften eignen sich die erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzungen besonders für das Umhüllen elektrischer Kabel, wie Kommunikationskabel, sowie für die Extrusion von Schläuchen für den Transport des Brennstoffs in den Kraftfahrzeugen ("fuel lines") oder auch von Mehrschichtstrukturen für den Transport des Erdöls, insbesondere in Meeresumgebung ("off shore").
  • Die Erfindung betrifft auch die aus der Umformung in geschmolzenem Zustand der erfindungsgemäßen vernetzbaren Zusammensetzung hervorgegangenen vernetzbaren Formgegenstände. Sie betrifft auch die aus der Vernetzung der vernetzbaren Formgegenstände mittels des Verfahrens der Erfindung hervorgegangenen vernetzten Formgegenstände.
  • Diese vernetzbaren und vernetzten Formgegenstände bestehen vorzugsweise aus Umhüllungen für elektrische Kabel und aus Leitungen für Erdölprodukte.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern.
  • In allen Beispielen ist der verwendete Vernetzungsbeschleuniger Triallylisocyanurat, welches in einer Menge von 3 Teilen auf 100 Gewichtsteile Vinylidenfluoridpolymer eingesetzt wird.
  • Die Beispiele 1 bis 9 betreffen vernetzbare Zusammensetzungen (Beispiele 1, 6 und 8) und vernetzte Zusammensetzungen (Beispiele 2 bis 5 und 7), bei denen das Vinylidenfluoridpolymer ein Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer ist (VF&sub2;- CTFE-Copolymer).
  • Die Beispiele 10 und 11 betreffen eine vernetzbare Zusammensetzung (Beispiel 10) und eine vernetzte Zusammensetzung (Beispiel 11), bei denen das Vinylidenfluoridpolymer aus einem Gemisch von Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen- Copolymer (VF&sub2;-CTFE-Copolymer) und Polyvinylidenfluorid-Homopolymer (PVDF) besteht. Der Schmelzindex ("melt index") des Homopolymers beträgt 1,5 g/10 min. gemessen bei 230ºC unter einer Last von 5 kg.
  • In den Beispielen 1 bis 7, 10 und 11 enthält das Vinylidenfluorid-Copolymer 15 Gew.-% Chlortrifluorethylen und seine Schmelztemperatur beträgt 168ºC.
  • In den Beispielen 1 bis 5 weist dieses Copolymer einen Schmelzindex ("melt index") von 7,1 g/10 min bei 230ºC unter 2,16 kg auf. In den Beispielen 6 und 7 beträgt dieser Index 4,7 g/10 min. In den Beispielen 10 und 11 weist dieses Copolymer einen Schmelzindex von 5 g/10 min bei 230ºC unter 2,16 kg auf.
  • In den Beispielen 8 und 9 enthält das Vinylidenfluorid-Copolymer 20 Gew.-% Chlortrifluorethylen, seine Schmelztemperatur beträgt 165ºC. Dieses Copolymer weist einen Schmelzindex (wie oben definiert) von 6,5 g/10 min auf.
  • In den Beispielen 1 bis 5, deren Ergebnisse in der Tabelle I dargestellt sind, bestimmte man verschiedene mechanische Eigenschaften unter Zug bei 23ºC- 200 mm/min (gemäß ASTM D 638) an einer Folie mit einer Dicke von 0,5 mm, die durch Formpressen hergestellt wurde. Das Granulat, das für das Pressen der Folie eingesetzt wurde, war durch Extrusion der folgenden Zusammensetzung erhalten worden, wobei alle Teile in Gewichtsteilen ausgedrückt sind:
  • VF2-CTFE-Copolymer 100 Teile
  • Triallylisocyanurat 3 Teile
  • Das Formpressen erfolgte unter den folgenden Bedingungen:
  • - 10-minütiges Kneten bei 200ºC in einer Mischwalze;
  • - 2-minütiges Pressen bei 200ºC in einer Presse unter 40 bar;
  • - 10-minütiges Pressen bei Raumtemperatur in einer Presse unter 50 bar.
  • Folienproben wurden einer Bestrahlung mittels variabler β-Strahlendosen unterzogen, außer im Referenzbeispiel 1. Die durch Bestrahlung vernetzten Folien wurden außerdem 7 Tage lang einer thermischen Behandlung bei 212ºC unterzogen.
  • Die Tabelle I fasst die Ergebnisse der Messungen zusammen. Der Gelgrad drückt die Menge an unlöslichen festen Stoffen, ausgedrückt in %, nach Eintauchen des Polymers in kochendes Dimethylformamid aus.
  • Der Vergleich der Ergebnisse des Referenzbeispiels 1 (vernetzbare Zusammensetzung) mit den Ergebnissen der Beispiele 2 bis 5 (vernetzte Zusammensetzungen) zeigt zur Genüge die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften unter Zug, wie die Spannung an der Streckgrenze und beim Bruch. Er zeigt auch, dass die thermische Behandlung bei 212ºC während 7 Tagen, die auf die Vernetzung folgen, eine merkliche Verbesserung des Elastizitätsmoduls und der Bruchdehnung bewirkt, deren Werte sich an die der Referenzprobe annähern, sie sogar übersteigen, wobei gleichzeitig eine höhere Bruchspannung als bei dieser beibehalten wird.
  • In den Beispielen 6 bis 9, deren Ergebnisse in der Tabelle II dargestellt sind, wurden verschiedene mechanische Eigenschaften unter Zug bei 23ºC-50 mm/min (gemäß ASTM D 638) an einem extrudierten Rohr, dessen Außendurchmesser 3 mm und dessen Wandstärke 0,5 mm beträgt, gemessen.
  • Das zum Extrudieren des Rohrs eingesetzte Granulat wurde durch Extrusion der folgenden Zusammensetzung erhalten, wobei alte Teile in Gewichtsteilen ausgedrückt sind:
  • VF2-CTFE-Copolymer 100 Teile
  • Triallylisocyanurat 3 Teile
  • Die Extrusion des Rohrs erfolgte mit der Geschwindigkeit von 20 m/min auf einer Kabelherstellungsanlage mit einer Schnecke, die die folgenden Merkmale aufweist:
  • - L = 24D
  • - Durchmesser: 30 mm
  • - Kompressionsgrad: 30
  • Die thermischen Bedingungen der Extrusion waren die folgenden:
  • - Temperaturprofil: Zone 1: 175ºC
  • Zone 2: 180ºC
  • Zone 3: 190ºC
  • Zone 4: 200ºC
  • Befestigungsstück: 210ºC
  • Kopf: 210ºC
  • Düse: 210ºC
  • Die Temperatur des Materials am Ausgang des Extruders betrug 210ºC und die extrudierten Rohre wurden in Wasser von 20ºC abgekühlt.
  • Rohrproben wurden einer Bestrahlung mittels β-Strahlen mit der Dosis von 75 kGray (Beispiele 7 und 9) unterzogen. Die Rohrproben gemäß den Referenzbeispielen 6 und 8 (vernetzbare Zusammensetzungen) wurden nicht bestrahlt. Die bestrahlten und vernetzten Rohrproben wurden außerdem einer 1-tägigen thermischen Behandlung bei 120ºC unterzogen.
  • Die Tabelle II fasst die Ergebnisse der ausgeführten Messungen zusammen.
  • Der Vergleich der Ergebnisse des Referenzbeispiels 6 mit denen des Beispiels 7 und außerdem des Referenzbeispiels 8 mit denen des Beispiels 9 zeigt die merkliche Verbesserung der mechanischen Eigenschaften unter Zug und insbesondere die Verbesserung der Spannung an der Streckgrenze und beim Bruch nach einer 1-tägigen thermischen Behandlung bei 120ºC.
  • In den Beispielen 10 und 11, deren Ergebnisse in der Tabelle III dargestellt sind, maß man die Spannung und die Dehnung an der Streckgrenze ( = am Fließpunkt) unter Zug bei 23ºC und bei 50 mm/min (gemäß der Norm ASTM D 638) an Proben ISO 2 mit 2 mm Dicke, die aus den extrudierten Streifen entnommen wurden. Das zum Extrudieren der Streifen eingesetzte Granulat wurde durch Extrusion der folgenden Zusammensetzung erhalten, wobei alle Teile in Gewichtsteilen ausgedrückt sind:
  • VF2-CTFE-Copolymer 66 Teile
  • PVDF-Homopolymer 33 Teile
  • gefälltes Calciumcarbonat 0,1 Teile
  • Polyethylenwachs 0,2 Teile
  • Triallylisocyanurat 3 Teile.
  • Die Extrusion der Streifen erfolgte auf einem einschraubigen Extruder (Durchmesser. 19 mm; L = 25D) mit einem Temperaturprofil, das sich von 170 bis 210ºC erstreckte.
  • Für die Durchführung des Referenzbeispiels 10 (vernetzbare Zusammensetzung) wurden die Streifenproben weder bestrahlt noch einer thermischen Behandlung unterzogen.
  • Für die Durchführung des Beispiels 11 (vernetzte Zusammensetzung) wurden Streifenproben einer Bestrahlung mittels β-Strahlen mit der Dosis von 75 kGray (in 3 Durchgängen von 25 kGray) und dann einer thermischen Behandlung unterzogen: 1 Tag bei 120ºC (eigentliche thermische Behandlung), gefolgt von 60 Tagen bei 212ºC (thermische Alterung). Vor der thermischen Behandlung betrug der Gelgrad der vernetzten Proben (gemessen durch 30-minütiges Eintauchen in kochendes Dimethylformamid) 78%.
  • Die Tabelle III fasst die Ergebnisse der Messungen zusammen. Der Vergleich der Ergebnisse des Beispiels 10 mit denen des Beispiels 11 zeigt zur Genüge, dass die vernetzte Zusammensetzung nach einer 60-tägigen thermischen Alterung bei 212ºC gute Eigenschaften beim Fließen behält. TABELLE I TABELLE II TABELLE III

Claims (10)

1. Vinylidenfluoridpolymerzusammensetzung, die unter der Wirkung einer ionisierenden Strahlung vernetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Vinylidenfluoridpolymer ein thermoplastisches Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen- Copolymer umfasst, das bis zu 25 Gew.-% Chlortrifluorethylen umfasst, und dadurch, dass die Zusammensetzung eine wirksame Menge an Vernetzungsbeschleuniger enthält.
2. Vernetzbare Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vinylidenfluoridpolymer im wesentlichen aus einem Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer besteht.
3. Vernetzbare Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vinylidenfluoridpolymer aus einem Gemisch von einerseits thermoplastischem Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer und andererseits von Polyvinylidenfluorid-Homopolymer in einem Gewichtsverhältnis von 75/25 bis 25/75 besteht.
4. Vernetzbare Zusammensetzung gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vinylidenfluorid/Chlortrifluorethylen-Copolymer 10 bis 25 Gew.-% Chlortrifluorethylen enthält.
5. Vernetzbare Zusammensetzung gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vernetzungsbeschleuniger in einer Menge von wenigstens 0,5 Gewichtsteilen, die 5 Gewichtsteile nicht überschreitet, auf insgesamt 100 Gew.-Teile Vinylidenfluoridpolymer vorhanden ist.
6. Vernetzbare Zusammensetzungen gemäss den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vernetzungsbeschleuniger unter Triallylcyanurat und -isocyanurat ausgewählt ist.
7. Verfahren zur Vernetzung der Zusammensetzung gemäss den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zusammensetzung unter Luft mittels einer ionisierenden Strahlung mit einer Dosis von wenigstens 10 kGray, die 100 kGray nicht überschreitet, bestrahlt.
8. Verfahren zur Vernetzung gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zusammensetzung nach Bestrahlung einer thermischen Behandlung unterzieht.
9. Vernetzbare Formteile, die aus der Umwandlung im geschmolzenen Zustand der Zusammensetzung gemäss den Ansprüchen 1 bis 6 hervorgegangen sind.
10. Vernetzte Formteile, die aus der Vernetzung mittels des Verfahrens der Erfindung gemäss Anspruch 7 oder 8 der Formteile gemäss Anspruch 9 hervorgegangen sind.
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