DE69608101T2 - Endodonotischer instrumentensatz - Google Patents
Endodonotischer instrumentensatzInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Instrumente zur Ausführung einer Wurzelkanaltherapie an Zähnen und die charakterisiert sind durch hohe Flexibilität und große Beständigkeit gegen Torsionsbruch.
- Die Wurzelkanaltherapie ist ein bekanntes Verfahren, bei dem die Krone eines erkrankten Zahnes geöffnet, um das Reinigen des Kanales zu gestatten, und dann gefüllt wird. Mehr im Besonderen wird nach dem Öffnen der Krone eine Reihe sehr feiner flexibler Elemente, die allgemein Feilen genannt werden, zum Reinigen und Formen des Wurzelkanales benutzt. Jede Feile wird vom Arzt entweder manuell oder mittels eines energiebetriebenen dentalen Handgerätes gedreht und im Kanal hin und her bewegt, und es werden Feilen zunehmend größeren Durchmessers nacheinander benutzt, um das erwünschte Säubern und Formen zu erzielen. Ist der Kanal so vorbereitet, dann wird er mit einem Füllmaterial fest gefüllt, das typischerweise eine wachsartige kautschukartige Masse umfasst, die als Gutta Percha bekannt ist. Bei einem Verfahren wird das Gutta Percha auf einem als Verdichter bezeichneten Instrument angeordnet und der überzogene Verdichter wird in den vorbereiteten Kanal eingeführt und gedreht und hin und her bewegt, um das Gutta Percha darin zu verdichten. Der Arzt füllt dann den Zahn oberhalb des Gutta Percha mit einem Schutzzement und setzt schließlich eine Krone auf den Zahn.
- Feilen zur Wurzelbehandlung der beschriebenen Art werden dem Arzt gewöhnlich in Form von Sätzen geliefert, die mehrere Feilen zunehmenden Durchmessers umfassen. Im Besonderen und gemäß ANSI/ADA-Spezifikation Nr. 28-1988 werden Feilen mit Durchmessern geliefert, die im Bereich von 0,08 mm an der Spitze (Größe 08) bis 1,40 mm an der Spitze (Größe 140) liegen, und die Feilen werden in Sätzen geliefert, die eine Anzahl von Feilen zunehmenden Durchmessers enthalten, so dass die Feilen eines speziellen Satzes nacheinander von dem Arzt gemäß den Anforderungen des im Einzelfalle zu reinigenden Kanales benutzt werden können. Bei den konventionellen Sätzen ist die Arbeitslänge jeder Feile im Satz in einem eingeschlossenen Winkel zwischen etwa 1/2 und 4 Grad verjüngt, wobei die Verjüngungen aller Feilen in dem Satz gleich sind.
- Wie Ärzten bekannt, passieren gelegentlich Behandlungsfehler und Unfälle während der Wurzelkanaltherapie, von denen einer der ernstesten der Bruch einer Feile im Kanal ist, da das zurückbleibende Feilenfragment häufig nicht aus dem Kanal entfernt werden kann. Ein solcher Bruch kann sich aus dem raschen Biegen der Feile ergeben, während sie in einem gekrümmten Kanal gedreht wird. Da die verjüngte Konfiguration des gebildeten Kanales notwendigerweise an die Verjüngung der Feile angepasst ist, kann eine verriegelnde Verbindung zwischen der Wand des Kanales und der Oberfläche der rotierenden Feile entlang der vollen Länge der Feile gebildet werden, und diese verriegelnde Verbindung führt zu einer Reibungsverbindung, die die Feile stark beanspruchen und zu ihrem Bruch führen kann. Dieses Problem ist besonders ausgeprägt, wenn die Feile rasch mittels einer energiebetriebenen dentalen Handvorrichtung im Kanal gedreht wird, obwohl davon ausgegangen wird, dass das Problem auch existiert, wenn die Feile von Hand gedreht wird.
- Kürzlich wurden Feilen zur Zahnwurzelbehandlung aus einer Nickel-Titan-Legierung eingeführt, die einen hohen Grad der Flexibilität sowohl beim Biegen als auch bei der Torsion sowie eine hervorragende Bruchbeständigkeit aufweisen, verglichen mit Instrumenten aus korrosionsbeständigem Stahl. In dieser Hinsicht wird Bezug genommen auf den Artikel "An Initial Investigation of the Bending and the Torsional Properties of Nitinol Root Canal Files", Journal of Endodontics, Band 14, Nr. 7, Juli 1988, auf den Seiten 346-351, und auf die US-PSn 5,380,200 und 5,464,362.
- Während der Einsatz der Nickel-Titan-Instrumente das Problem des Brechens merklich vermindert, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Satz verjüngter Instrumente zur Zahnwurzelbehandlung bzw. endodontischer Instrumente zu schaffen, die eine solche Konfiguration haben, dass eine verriegelnde Verbindung zwischen der Wand des gebildeten verjüngten Kanals und dem verjüngten Instrument vermieden wird, wenn das Instrument mittels einer maschinengetriebenen Handvorrichtung rasch gedreht wird, um dadurch das Ausüben einer zu starken Spannung auf das Instrument zu vermeiden und weiter das Risiko des Bruches des Instrumentes im Kanal zu minimieren.
- Die EP 0 501 255 offenbart einen Satz von Instrumenten zur Zahnwurzelbehandlung, umfassend mehrere Gruppen von Instrumenten mit dem gleichen Durchmesser aber etwas verschiedenen Verjüngungen. Die Instrumente sind jedoch nicht so konfiguriert, um eine verriegelnde Verbindung, wie sie oben beschrieben ist, zu vermeiden.
- Die obigen und andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der hier veranschaulichten Ausführungsform gelöst bzw. erzielt durch die Schaffung eines Satzes endodontischer Instrumente zum Gebrauch bei der Ausführung einer Wurzelkanaltherapie, wobei jedes der Instrumente einen langgestreckten Schaft mit einem proximalen Ende und einem gegenüberliegenden Pilotende umfaßt, um eine Arbeitslänge benachbart dem Pilotende zu bilden. Die Arbeitslänge jedes der Instrumente hat mindestens eine zusammenhängende spiralförmige Schneidkante, die entlang der Länge ausgebildet ist, wobei die Schäfte der Instrumente in dem Satz fortschreitend zunehmende Durchmesser an ihren Pilotenden aufweisen.
- Die Arbeitslänge des Schaftes jedes der Instrumente im Satz ist auch zum dazugehörigen Pilotende hin verjüngt, wobei mindestens eines der Instrumente im Satz eine Verjüngung aufweist, die sich von der Verjüngung mindestens eines der übrigen Instrumente im Satz unterscheidet.
- In der bevorzugten Ausführungsform hat das Instrument im Satz mit dem geringsten Durchmesser eine vorbestimmte Verjüngung, und die übrigen Instrumente haben jeweils eine Verjüngung, die sich von der des nächsten Instrumentes mit dem fortschreitend geringeren Duschmesser unterschiedet. Wenn die Instrumente des Satzes nacheinander vom Zahnarzt benutzt werden, dann passen das zweite und die nachfolgenden Instrumente, die bei dem Verfahren benutzt werden, nicht zu der Verjüngung des Kanales, die durch das vorher benutzte Instrument gebildet wurde, sondern berühren die Wand des verjüngten Kanales nur entlang einem Abschnitt der Länge des Instrumentes statt entlang der vollen Länge davon. Die Verriegelungskräfte, die sich inhärent entwickeln, wenn ein verjüngtes Instrument in einen entsprechend verjüngten Kanal eingeführt wird, treten daher nicht auf.
- In der bevorzugten Ausführungsform ist die Schneidkante jedes der Instrumente in dem Satz durch eine spiralförmige Nut definiert, die eine gekrümmte konkave Wand bildet, wenn sie im Querschnitt betrachtet wird, so dass eine Schneidkante entlang jeder Seitenkante der gekrümmten konkaven Wand gebildet wird. Es ist auch ein spiralförmiger peripherer Steg zwischen axial benachbarten Nutensegmenten angeordnet. In der bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schaft jedes der Instrumente im Satz eine Nickel-Titan-Legierung, die einen hohen Grad der Flexibilität schafft und bruchbeständig ist.
- Das endodontische Verfahren schließt die Stufen des Einführens eines ausgewählten Instrumentes des oben beschriebenen Satzes in den Wurzelkanal und das Drehen und hin und her Bewegen des Instrumentes ein, um den Kanal zu extirpieren und ihn zu einer allgemein konischen Konfiguration zu formen, die einen relativ weiten Kronenabschnitt und einen Scheitel am inneren Ende des Wurzelkanales einschließt, und Herausziehen des ausgewählten ersten Instrumentes aus dem Kanal und Einführen eines ausgewählten zweiten Instrumentes in den Kanal, wobei das ausgewählte zweite Instrument einen größeren Durchmesser und eine Verjüngung aufweist, die sich von der des ausgewählten ersten Instrumentes unterscheidet, und Drehen und hin und her Bewegen des ausgewählten zweiten Instrumentes, um den Kanal zu extirpieren und ihn weiter zu der allgemeinen konischen Konfiguration zu formen. Danach wird das ausgewählte zweite Instrument aus dem Kanal herausgezogen und ein ausgewähltes drittes Instrument in den Kanal eingeführt, wobei das ausgewählte dritte Instrument einen größeren Durchmesser und eine Verjüngung aufweist, die sich von der des ausgewählten zweiten Instrumentes unterscheidet, und Rotieren und hin und her Bewegen des ausgewählten dritten Instrumentes, um den Kanal zu extirpieren und ihn weiter zu einer allgemein konischen Konfiguration zu formen.
- Einige der Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung wurden genannt, andere ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung, in der zeigen:
- Fig. 1 eine Seitenschnittansicht eines Zahnes, an dem eine Wurzelkanaltherapie unter Benutzung eines maschinengetriebenen endodontischen Instrumentes oder einer Feile gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführt wird;
- Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Instrumentes, aus der Handrotationsvorrichtung herausgenommen;
- Fig. 3 eine Querschnittsansicht des Schaftes des Instrumentes;
- Fig. 4 eine Seitenansicht eines Satzes von Instrumenten gemäß der vorliegenden Erfindung und
- Fig. 5-7 schematische Darstellungen des Verfahrens zum Benutzen der Instrumente des in Fig. 4 gezeigten Satzes gemäß der vorliegenden Erfindung.
- In der Zeichnung, in der gleiche Bezugsziffern gleiche Teile bezeichnen, ist ein endodontisches Instrument oder eine solche Feile, die die Merkmale der vorliegenden Erfindung verkörpert, allgemein mit 10 bezeichnet. In Fig. 1 ist das Instrument in einer konventionellen energiebetriebenen dentalen Handvorrichtung 11 in einer Betriebsposition in einem typischen Wurzelkanal in einem Zahn T dargestellt. Das Instrument umfasst einen Schaft 12, der aus einer weiter unten weiter beschriebenen Metalllegierung zusammengesetzt ist, und der typischerweise eine Länge von etwa 30 mm aufweist. Der Schaft 12 schließt auch ein äußeres oder proximales Ende ein, das ein konventionelles in einer Maschine (d. h., einer energiegetriebenen dentalen Handvorrichtung) einsetzbares Handstück 134 trägt. Der Teil des Schaftes unmittelbar unterhalb des Handstückes ist zylindrisch und hat einen Durchmesser zwischen etwa 0,5 und 1,6 mm, und dieser Schaftabschnitt kann (nicht gezeigte) kalibrierte Tiefenmarkierungen konventionellen Designs aufweisen. Der Schaft schließt weiter ein entgegengesetztes distales oder Pilotende 18 ein, das am besten in Fig. 2 gezeigt ist, sowie eine Arbeitslänge 19, die benachbart dem Pilotende 18 gebildet ist. Die Arbeitslänge ist zum Pilotende 18 hin mit einem eingeschlossenen Winkel zwischen etwa 1/2 und 4 Grad leicht verjüngt.
- In der bevorzugten Ausführungsform hat der Schaft 12 eine relativ hohe Flexibilität, und er ist aus Nickel-Titan-Legierung hergestellt, die einen sehr geringen Elastizitätsmodul, nur 1/4 bis 1/5 des Wertes für korrosionsbeständigen Stahl, und einen sehr weiten Bereich der elastischen Verformung aufweist. Die Legierung umfasst vorzugsweise mindestens etwa 40% Titan und mindestens etwa 50% Nickel und am bevorzugtesten wird "55-Nitinol"-Legierung benutzt, die 54-56 Gew.- % Nickel, Rest Titan, enthält. Diese Legierung weist ein einzigartiges mechanisches Gedächtnis auf, sie ist nicht magnetisch, korrosionsbeständig und hat eine relativ geringe Dichte von 6,48 g/cm³ (0,234 lb/in³).
- Die Arbeitslänge 19 des Instrumentes 10 umfasst weiter zwei zusammenhängende spiralförmige Nuten 20, die sich entlang seiner Länge erstrecken. Die Nuten sind vorzugsweise in die äußere Oberfläche des Schaftes in der Weise maschinell eingearbeitet, die weiter in der US-PS 4,934,934 und der anhängenden Anmeldung mit der Serial Nr. 08/271,645 beschrieben ist. Dieses maschinelle Einarbeiten führt vorzugsweise zu einem Querschnitt, wie er in Fig. 3 ersichtlich ist. Mehr im Besonderen bildet jede der Nuten 20 eine gekrümmte konkave Wand 21, wenn im Querschnitt betrachtet wird, und ein spiralförmiger Steg 22 ist zwischen axial benachbarten Nutenabschnitten angeordnet. Alternativ kann ein maschinelles Bearbeiten erfolgen, das zu einem (nicht gezeigten) dreieckigen oder quadratischen Querschnitt führt.
- Wie oben ausgeführt ist es üblich, mehrere der Instrumente 10, wie sie oben beschrieben sind, in Sätzen zu verpacken, wobei die Instrumente eines Satzes eine fortschreitend zunehmende Größe, d. h., einen solchen Durchmesser, aber eine gleichmäßige Verjüngung aufweisen. Ein solches Verpacken erleichtert ihren Einsatz durch den Arzt, da die Instrumente zur aufeinander folgenden Verwendung bei der Ausführung der Wurzelkanaltherapie angepasst sind. Die fortschreitend zunehmenden Durchmesser können durch die Größenbezeichnungen angegeben werden, die auf die Handgriffe 13 gedruckt sind, oder die Größe kann durch die Farbe des Handgriffes angezeigt werden, wie dies üblich ist.
- Als ein wichtiges und neues Merkmal der vorliegenden Erfindung hat mindestens eines der Instrumente 10 in dem Satz eine Verjüngung, die sich von der Verjüngung mindestens eines der übrigen Instrumente im Satz unterscheidet. Als ein spezifisches Beispiel hat das Instrument im Satz mit dem geringsten Durchmesser eine bestimmte Verjüngung von, z. B., 0,02 mm Unterschied im Durchmesser/mm Arbeitslänge, was zu einem eingeschlossenen Winkel von etwa 1º führt, während die übrigen Instrumente im Satz eine Verjüngung haben, die sich von der des nächsten Instrumentes mit dem fortschreitend geringeren Durchmesser unterscheidet, typischerweise zwischen etwa 1/2 und 2 Grad eingeschlossen, und am bevorzugtesten zwischen etwa 1/2 und 1 Grad.
- Ein spezifisches Beispiel eines Satzes, der die vorliegende Erfindung verkörpert, wird unter Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben, die einen Satz aus 5 Instrumenten veranschaulicht, die in der Größe im Bereich von Größe Nr. 0,08 bis Größe 40 liegen. Die Arbeitslängen der Instrumente sind verjüngt, um folgende eingeschlossene Winkel aufzuweisen:
- 08 A = 1º
- 10 B = 2º
- 15 C = 3º
- 30 D = 2º
- 40 E = 3º
- Die Fig. 5-7 veranschaulichen schematisch ein typisches Verfahren unter Einsatz des Satzes von Instrumenten 10 der vorliegenden Erfindung, wobei klar sein sollte, dass diese Veranschaulichungen vereinfacht sind, um die neuen Merkmale der vorliegenden Erfindung besser darzustellen. Im Besonderen wurde die übliche Krümmung das Kanales nicht gezeigt.
- In Fig. 5 ist das anfängliche Instrument, das das Instrument der Größe 10 des in Fig. 4 gezeigten Satzes ist und das eine Verjüngung von etwa 2º aufweist, in dem Wurzelkanal eines Zahnes gezeigt, der durch die Rotation des Instrumentes im Kanal gebildet wurde. Wie klar sein sollte, hat der Kanal eine Verjüngung, die allgemein der Verjüngung des Instrumentes angepasst ist, da die Rotation des Instrumentes zum Formen des Kanales zu einer entsprechenden Verjüngung dient.
- Die zweite Stufe des Verfahrens ist in Fig. 6 dargestellt, worin das Instrument der Größe 15, das einen größeren Durchmesser und eine größere Verjüngung als das Instrument 10 auf weist, betriebsmäßig im Kanal angeordnet und gedreht wird. Es ist festzustellen, dass das Instrument der Größe 15 anfänglich an einer einzelnen Stelle A, die benachbart dem Kronenende des Kanals liegt, entlang seiner Länge mit dem Kanal in Eingriff steht, und dies aufgrund der größeren Verjüngung des Instruments der Größe 15. Aufgrund seines größeren Durchmessers liegt das Pilotende des Instruments der Größe 15 gut vor dem Scheitel des Kanales. Bei Rotation des Instrumentes der Größe 15 und seiner Bewegung nach unten in den Kanal schneidet das Instrument der Größe 15 zuerst an der Stelle A und dann verläuft das Schneiden nach unten in Richtung zum Scheitel. Auf diese Weise befindet sich nur ein Abschnitt der Länge des Instrumentes während des Schneidens zu einer gegebenen Zeit in Eingriff, und dadurch wird die Belastung des Instrumentes verringert. Diese verringerte Belastung minimiert das Risiko des Bruches.
- Die dritte Stufe des veranschaulichten Verfahrens ist in Fig. 7 dargestellt, wo das Instrument der Größe 30 eingesetzt wird, das einen größeren Durchmesser als das Instrument der Größe 15 aufweist, aber eine Verjüngung, die geringer ist als die des Instrumentes der Größe 15, und die der des Instrumentes der Größe 10 entspricht. In diesem Falle ist festzustellen, dass das Instrument der Größe 30 an einer einzelnen Stelle B nahe dem Scheitel des Kanales mit dem Kanal in Eingriff steht, und das Schneiden bewegt sich oben auf dem Instrument, während das Instrument nach unten bewegt wird. Auch hier ist während des Schneidens wieder nur ein Abschnitt der Länge des Instrumentes Spannung ausgesetzt.
- Als eine Alternative zur Verwendung eines Instrumentes geringerer Verjüngung, wie in Fig. 7 gezeigt, ist es auch möglich, wieder ein Instrument mit einer Verjüngung zu benutzen, die größer ist als die des Instrumentes der Größe 15, das in Fig. 6 benutzt wurde. In diesem Falle würde der Kanal in der oben mit Bezug auf Fig. 6 beschriebenen Weise geformt werden, wobei das Instrument wieder einer verringerten Schneidbelastung ausgesetzt ist.
- Die obigen Stufen können mit Instrumenten zunehmend größeren Durchmessers fortgesetzt werden, wobei jedes Instrument eine Verjüngung aufweist, die sich von der des zuvor benutzten Instrumentes unterscheidet, bis der Kanal richtig geformt und extirpiert ist.
- In der Zeichnung und in der Beschreibung sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, und obwohl spezifische Begriffe benutzt wurden, wurden sie nur in einem allgemeinen und beschreibenden Sinne verwendet und nicht zur Einschränkung.
Claims (11)
1. Satz aus mehreren endodontischen Instrumenten (10), die zum Einsatz bei der Ausführung
einer Wurzelkanaltherapie angepasst sind,
wobei jedes dieser Instrumente einen langgestreckten Schaft (12) mit einem proximalen
Ende und einem gegenüberliegenden Pilotende (18) umfasst, um eine Arbeitslänge (19) benachbart
dem Pilotende zu bilden, wobei die Arbeitslänge jedes der Instrumente mindestens eine
zusammenhängende spiralförmige Schneidkante aufweist, die entlang der Länge gebildet ist, und wobei die
Schäfte aller Instrumente in dem Satz fortschreitend zunehmende Durchmesser an ihren
Pilotenden aufweisen,
wobei die Arbeitslänge des Schaftes jedes der Instrumente in dem Satz zum dazugehörigen
Pilotende hin verjüngt ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Instrumente in dem
Satz eine Verjüngung aufweist, die sich von der Verjüngung mindestens eines der übrigen
Instrumente in dem Satz um zwischen etwa 1/2 und etwa 2 Grad unterscheidet.
2. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 1, worin die Arbeitslänge des Schaftes
jedes der Instrumente in dem Satz mit einem eingeschlossenen Winkel zwischen etwa 1/2 und etwa
4 Grad verjüngt ist.
3. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 2, weiter umfassend einen Handgriff (13),
der an dem proximalen Ende des Schaftes montiert ist.
4. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 3, worin die mindestens eine
Schneidkante jedes der Instrumente in dem Satz durch eine spiralförmige Nut (20) gebildet ist, die eine
gekrümmte konkave Wand (21), betrachtet im Querschnitt, eine Schneidkante entlang jeder
Seitenkante der gekrümmten konkaven Wand und einen spiralförmigen peripheren Steg (22), der
zwischen axial benachbarten Nutsegmenten angeordnet ist, bildet.
5. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 4, worin der Schaft jedes der Instrumente
in dem Satz eine Nickel-Titan-Legierung umfasst.
6. Satz aus mehreren endodontischen Instrumenten (10), die zum Einsatz bei der Ausführung
einer Wurzelkanaltherapie angepasst sind,
wobei jedes der Instrumente einen langgestreckten Schaft (12) mit einem proximalen Ende
und einem gegenüberliegenden Pilotende (18) umfasst, um eine Arbeitslänge (19) benachbart dem
Pilotende zu bilden, wobei die Arbeitslänge jedes der Instrumente mindestens eine
zusammenhängende spiralförmige Nut (20) aufweist, die entlang der Länge gebildet ist, uni eine Schneidkante
entlang jeder Seite der Nut und einem spiralförmigen peripheren Steg (22) zwischen benachbarten
Stegsegmenten zu bilden, und wobei die Schäfte aller Instrumente in dem Satz fortschreitend
zunehmende Durchmesser an ihren Pilotenden aufweisen,
wobei die Arbeitslänge des Schaftes jedes der Instrumente in dem Satz zum dazugehörigen
Pilotende hin verjüngt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrument in dem Satz mit dem
kleinsten Durchmesser eine vorbestimmte Verjüngung aufweist und dass die übrigen Instrumente
in dem Satz eine Verjüngung aufweisen, die sich von der des nächsten Instrumentes mit
fortschreitend kleinerem Durchmesser um zwischen etwa 1/2 und etwa 2 Grad unterscheidet.
7. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 6, worin die Arbeitslänge des Schaftes
jedes der Instrumente in dem Satz in einem eingeschlossenen Winkel zwischen etwa 1/2 und etwa 4
Grad verjüngt ist.
8. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 6, worin der Schaft jedes der Instrumente
in dem Satz im Wesentlichen aus einer Legierung besteht, die mindestens etwa 40% Titan und
mindestens etwa 50% Nickel umfasst.
9. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 8, worin die zusammenhängende Nut
jedes der Instrumente eine gekrümmte konkave Wand (21), betrachtet im Querschnitt, bildet, wobei
die Schneidkanten entlang jeder Seitenkante der gekrümmten konkaven Wand angeordnet sind.
10. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 9, weiter umfassend einen mit einer
Maschine in Eingriff zu bringenden Handgriff (13), der an dem proximalen Ende des Schaftes jedes der
Instrumente indem Satz montiert ist.
11. Satz endodontischer Instrumente nach Anspruch 6, worin mindestens eines der übrigen
Instrumente eine Verjüngung aufweist, die größer ist als die des nächsten Instrumentes
fortschreitend kleineren Durchmessers, und ein anderes der übrigen Instrumente eine Verjüngung aufweist,
die geringer ist als die des nächsten Instrumentes mit fortschreitend kleinerem Durchmesser.
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