DE69607949T2 - Doppeltes bohrlochsteigrohr - Google Patents
Doppeltes bohrlochsteigrohrInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dualbohrungssteigrohr zur Verwendung in der Unterwasserförderung oder in Wasser- oder Gasinjektionssystemen.
- Die meisten herkömmlichen Unterwasserfördersysteme erfordern ein Dualbohrungssteigrohr für den Zugang zu einer größeren Förderbohrung und einer Ringbohrung, die kleiner ist. Ein herkömmliches Dualbohrungssteigrohrsystem besteht aus einer großen Anzahl von Bauteilen, die während des Einführens zusammengesetzt werden müssen. Gegenwärtig belaufen sich die Kosten für ein herkömmliches Dualbohrungssteigrohr auf etwa £ 1.000 pro Fuß, wobei es einen bedeutenden Lagerraum erfordert, der auf küstennahen Schiffen normalerweise begrenzt ist. Wenn ein solches herkömmliches Steigrohr eingeführt wird, erfordert es eine beträchtliche Menge einer Spezialausrüstung für die Bedienung und die Aufmachung, wie beispielsweise Zwischenfutter usw. Dies wirkt sich sowohl auf die Kosten für den Kauf als auch auf verlängerte Einfuhrzeiten aus.
- Fig. 1 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht der Hauptbauteile eines herkömmlichen parallelen Dualbohrungssteigrohrsystems. Es ist ersichtlich, daß etwa zehn Bauteile gezeigt sind, der Oberflächenbaum, ein Steigrohrbedienungszwischenfutter, eine Oberflächenbaumadapterverbindung, eine Steigrohrspannungsverbindung, eine Standardsteigrohrverbindung und ein Steigrohrbedienungstestwerkzeug, ein paralleler Dualbohrungssteigrohrverbindungsadapter, der etwa 40 Fuß lang ist, eine Ausrichtungsverbindung; es ist aus dieser Zeichnung ersichtlich, daß die gesamte Struktur relativ komplex ist und den Zusammenbau einer beträchtlichen Anzahl von vorgefertigten Komponenten umfaßt, was, wie oben dargelegt, einen bedeutenden Lagerraum erfordert, der normalerweise auf küstennahen Schiffen begrenzt ist.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, mindestens einen der zuvor genannten Nachteile zu beseitigen oder zu mildern.
- Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Dualbohrungssteigrohr bereitzustellen, das vergleichsweise weniger konstenintensiv hinsichtlich Kauf und Einführen ist und das bedeutend weniger Lagerraum erfordert als ein herkömmliches Steigrohrsystem.
- Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die Notwendigkeit einer Spezialbedienungsausrüstung und der Aufmachung des Dualbohrungssteigrohrs zu beseitigen.
- Dies wird durch die Bereitstellung eines Dualbohrungssteigrohrsystems erreicht, das ein herkömmliches Monobohrungssteigrohr für den Förderzugang und ein unabhängiges Wickelrohr umfaßt, das parallel zu dem Monobohrungssteigrohr angeordnet ist, um den Zugang zu dem ringförmigen Raum zwischen der Förderwicklung und dem Förderrohr bereitzustellen. Das Monobohrungssteigrohr umfaßt getrennte Verbindungen der Verrohrung, des Futterrohrs oder des Bohrrohrs sowie das Wickelsteigrohr, das eine beliebige Größe von aufgewickeltem Rohr aufweisen kann, jedoch normalerweise einen Außendurchmesser von 2 3/8" bis 2 7/8" aufweist.
- Während des Einsatzes des Verrohrungsgehänges bilden das Standardmonobohrungssteigrohr und das Wickelsteigrohr eine Grenzfläche mit dem Einfuhrwerkzeug des Verrohrungsgehänges über eine Landespule oder einen Adapter. Das aufgewickelte Rohr wird von einer Lagerrolle aus über eine Rollenscheibe und Ausrichtrollen in das Bohrloch mit dem Steigrohr eingesetzt. Das aufgewickelte Rohr wird an dem Steigrohr entlang seiner Länge in Intervallen befestigt, die einer Verbindung alle 30 Fuß entsprechen.
- Das obere Ende der Landespule oder des Adapters nimmt das Rohr auf und enthält ebenfalls eine Endung für das aufgewickelte Rohr, die typischerweise eine Swage-Vorrichtung ist. Der parallele Dualbohrungslandespulenadapter und die Landespule weisen einen Außendurchmesser auf, der in den Stapel des Ausbruchverhüters von 18 3/4" paßt, und die Landespule weist eine glatte äußere Oberfläche auf, um mit dem Inneren des ringförmigen Ausbruchverhüters zusammenzuwirken.
- Die Monobohrungssteigrohre und die aufgewickelten Steigrohre können mit verbunden sein mit: einem herkömmlichen Belastungsverbindungs- und Steigrohrabklemmpaket eines Unterwassersteigrohrkopfes, einem patentamtlich geschützten Dualbohrungsrohrgehänge oder einem Dualbohrungstestbaum, der in der gleichen Weise, wie in der entsprechenden Internationalen Patentanmeldung WO93/03255 offenbart, unter die Blind-/Druckrammen im Ausbruchverhüterstapel paßt.
- Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Einführen einer Interventionsausrüstung in ein Bohrloch während oder nach der Komplettierung bereitgestellt, wobei das Verfahren umfaßt:
- Bereitstellung einer Bohrlochausrüstung zur Einführung in ein Bohrloch,
- Verbindung sequentieller Abschnitte eines Steigrohrs mit der Bohrlochausrüstung,
- Bereitstellung eines aufgewickelten Steigrohrs mit einem kleineren Durchmesser als das Steigrohr,
- Verbindung des aufgewickelten Steigrohrs mit dem Werkzeug und Zuführen des aufgewickelten Steigrohrs mit dem Steigrohr zur Schaffung einer Struktur, so daß das Steigrohr benachbart und parallel zum aufgewickelten Rohr ist,
- Verbindung des aufgewickelten Steigrohrs mit dem Steigrohr an einer Mehrzahl beabstandeter Stellen entlang der Länge des Steigrohrs zur Schaffung eines Dualbohrungssteigrohrs und
- Heben oder Senken des Dualbohrungssteigrohrs mit der Bohrlochausrüstung, die für Bohrlochoperationen benötigt wird.
- Vorzugsweise umfaßt das Verfahren das Zurückhalten des aufgewickelten Steigrohrs an dem Steigrohr an jeder Verbindung entlang der Länge des Steigrohrs.
- Vorzugsweise weist die Dualbohrung oder der Komplettierungsunterwasserbaum von 5" · 2" eine Hauptbohrung und eine Parallelringbohrung auf, wobei die Hauptbohrung mindestens ein operables Ventil aufweist und die Ringbohrung mindestens ein operables Ventil aufweist.
- Herkömmlicherweise ist ein Drahtseilzugang unter Verwendung des verbesserten Dualbohrungssteigrohrs möglich, indem das aufgewickelte Steigrohr an der Oberfläche geschnitten wird und das geschnittene Rohr an einer Rahmen- und Ventilanordnung begrenzt wird, die an einem herkömmlichen Oberflächenbaum befestigt ist. Das Verfahren ist so gestaltet, daß der Rahmen das Vorspannen des aufgewickelten Rohrs ermöglicht, wodurch die Notwendigkeit einer genauen Endung des aufgewickelten Rohrs vermieden wird und jegliche Änderungen in der gesamten Länge zwischen den beiden Steigrohrsträngen ausgeglichen werden. Wenn kein Drahtseilvorgang nötig ist, kann das aufgewickelte Rohr auf der Rolle verbleiben, wodurch eine Ringverbindung durch das Rohr auf der Rolle über eine herkömmliche Schleifringanordnung bereitgestellt wird.
- Gemäß einem anderen Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird eine verbesserte Dualbohrungssteigleitung zur Verbindung mit einer Interventionsbohrlochausrüstung vor der Installierung eines Unterwasserförderbaumes bereitgestellt, wobei das verbesserte Dualbohrungssteigrohr umfaßt:
- ein erstes Steigrohrelement eines ersten Bohrungsdurchmessers,
- ein zweites aufgewickeltes Ringsteigrohrelement,
- wobei das erste und das zweite Steigrohrelement zur Verbindung mit einem Bohrlochinterventionswerkzeug geeignet sind, wobei das erste und das zweite Steigrohrelement an einer Mehrzahl beabstandeter Stellen entlang der Länge des Steigrohrs miteinander verbunden sind.
- Vorzugsweise ist das zweite aufgewickelte Steigrohr mit dem ersten Steigrohr an jeder Steigleitungsverbindung entlang seiner Länge verbunden.
- Ebenfalls ist die Bohrlochwerkzeugvorrichtung vorzugsweise ein Komplettierungsunterwassertestbaum von 5" · 2". Alternativ kann das Bohrlochwerkzeug jedes andere geeignete Bohrlochinterventionsausrüstungswerkzeug sein.
- Herkömmlicherweise ist das aufgewickelte Steigrohr mit einer Landespule zwischen der Steigleitung und dem Komplettierungstestbaum verbunden. Das aufgewickelte Rohr ist mit der Landespule über ein Swage-and-Quick-Connector-System verbunden, und das Steigrohr ist mit der Landespule über einen Landespulenadapter verbunden.
- Ein Verfahren zur Bildung eines Dualbohrungssteigrohrs zum Einführen einer Bohrlochinterventionsausrüstung, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
- Bereitstellung einer Mehrzahl erster Steigrohrabschnitte mit einem ersten Durchmesser und Bereitstellung eines zweiten aufgewickelten Ringsteigrohrelements, das auf einer Rolle gelagert ist;
- Verbindung der ersten Steigrohrabschnitte miteinander zur Bildung eines ersten Steigrohrs, Abspulen des Wickelringsteigrohrs von der Rolle und
- Verbindung des abgespulten Steigrohrs mit dem ersten Steigrohr an beabstandeten Stellen entlang der Länge des zusammengesetzten ersten Steigrohrs zur Schaffung eines Dualbohrungssteigrohrs.
- Diese und andere Gesichtspunkte der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich, in denen:
- Fig. 1 eine auseinandergezogene Ansicht eines Dualbohrungssteigrohrs eines Typs ist, der typischerweise in Systemen des Stands der Technik zu finden ist;
- Fig. 2 eine Längsansicht einer Rohrlandestrangausführung in zusammengebautem Zustand ist, die in Übereinstimmung mit einem Verfahren der vorliegenden Erfindung zusammengebaut ist;
- Fig. 3a ein vergrößerter Aufriß der Spitze einer Landespule und eines Landespulenadapters ist und darstellt, wie das Steigrohr und das aufgewickelte Rohr mit dem Landespulenadapter verbunden sind;
- Fig. 3b eine Querschnittsansicht durch die Landespule ist, die die relativen Positionen der Hauptförderbohrung und der Ringbohrung zeigt;
- Fig. 4 ein Längsaufriß durch einen Ausbruchverhüterstapel ist, wobei ein Interventionswerkzeug in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einem verbesserten Dualbohrungssteigrohr verbunden ist, wobei das Steigrohr über einen Unterwassertestbaum von 5" · 2" mit einem patentrechtlich geschützten Rohrgehängeeinführwerkzeug und Rohrgehänge verbunden ist;
- Fig. 5 eine Skizze ähnlich der aus Fig. 4 ist, jedoch einen Unterwassertestbaum von 5" · 2" zeigt, der mit einem enteigneten Testrohrgehänge und Förderfutterrohrgehänge verbunden ist;
- Fig. 6 die Oberflächenanordnung des Steigrohrs und des aufgewickelten Rohrs zur Ermöglichung des Drahtseilzugangs darstellt;
- Fig. 7 eine herkömmliche aufgewickelte Rohrrolle und eine Scheibe mit Ausrichtrollen zur Aufnahme des aufgewickelten Rohrs von der Rolle und zum Ausrichten des Rohrs zur Verbindung mit dem Steigrohr, das in Fig. 6 und Fig. 3 gezeigt ist, darstellt;
- Fig. 8 eine schematische Darstellung eines zusammengebauten Landestrangs ist, einschließlich eines verbesserten Dualbohrungssteigrohrs in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, der beim Einsetzen eines Rohrgehängeeinführwerkzeugs von 5" · 2" verwendet wird;
- Fig. 9 eine skizzenhafte Ansicht eines Ausbruchverhüterstapels mit einem Rohrgehänge ist, der unter Verwendung eines verbesserten Dualbohrungssteigrohrs in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung in einen Bohrlochkopf eingeführt und gelandet ist, und
- Fig. 10 ein verbessertes Dualbohrungssteigrohr in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt, das beim Einsetzen eines Unterwassersteigrohrkopfes verwendet wird.
- Zunächst wird Bezug auf Fig. 2 der Zeichnungen genommen, die die Auslegung eines Rohrlandestrangs 10 in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt. Der Strang 10 besteht hauptsächlich aus einem Premium-Steigrohr 12 von 5 1/2" und einem aufgewickelten Ringsteigrohr 14, das mit Hilfe von Spannklammern 16 mit dem Ringsteigrohr 12 an verschiedenen beabstandeten Stellen entlang der Länge des Steigrohrs 10 verbunden ist. Eine Versorgungsvorrichtung 18 ist ebenfalls über die Klammern 16 mit dem Steigrohr 10 verbunden. In der gezeigten Auslegung enthält das Steigrohr an seinem oberen Ende ein Schmierventil 20 und in einer mittleren Position ein Halteventil 22, und ein Dualbohrungsunterwassertestbaum 24 befindet sich an seiner unteren Position. Der Unterwassertestbaum 24 weist zwei Kugelventile in der Hauptbohrung auf und weist zwei getrennte Kugelventile in der Ringbohrung auf. Der Komplettierungstestbaum 24 ist mit dem Dualbohrungsrohrgehängeeinführwerkzeug 44 verbunden.
- Das Ringsteigrohr 12 und das aufgewickelte Rohr 14 sind über den Landespulenadapter 28 mit dem Dualbohrungskomplettierungsbaum 24 verbunden, was am besten in Fig. 2 und Fig. 3a gezeigt ist. Das Ringsteigrohr von 5 1/2" wird mit Hilfe des Landespulenadapters 28 in einer Gewindebohrung 30 aufgenommen. Das aufgewickelte Rohr 14 wird unter Verwendung eines herkömmlichen Wickelrohr-Swage-and-Connector- Systems in einem Wickelrohrendstück 32 aufgenommen. Der Landespulenadapter 28 kann verschiedene Wickelrohr- und Ringsteigrohrgrößen aufnehmen, obwohl das in den Zeichnungen gezeigte Ringsteigrohr ein Ringsteigrohr von 5 1/2" ist und das Wickelrohr ein Wickelrohr von 2 7/8" ist. Der Landespulenadapter ist über einen Anschluß 36 mit der Landespule 29 verbunden, und es ist ersichtlich, daß die Bohrung 13 des Ringsteigrohrs 12 mit der inneren Bohrung 38 der Landespule 29 übereinstimmt. In ähnlicher Weise stimmt die innere Bohrung 15 des aufgewickelten Rohrs mit der Ringbohrung 40 der Landespule überein, um eine Verbindung zwischen der Hauptbohrung und den Ringbohrungen bereitzustellen.
- Die Querschnittsansicht von Fig. 3b, die entlang der Linien X-X aus Fig. 3a genommen ist, zeigt, daß die Hauptbohrung 38 hinsichtlich der Mitte der Landespule verschoben ist, wie ebenfalls die Ringbohrung 40. Diese Anordnung wird als Dualbohrung bezeichnet.
- Es wird nun Bezug auf Fig. 4 der Zeichnungen genommen, die ein Längsaufriß durch einen Ausbruchverhüterstapel 42 ist, der eine Rohrlandestrangauslegung enthält, ähnlich der in Fig. 3a gezeigten, die in der Bohrung des Ausbruchverhüterstapels 42 angeordnet ist. In diesem Fall ist das Steigrohr mit einem Unterwassertestbaum 24 von 5" · 2" verbunden, der seinerseits mit einem patentrechtlich geschützten Rohrgehängeeinführwerkzeug 44, wie beispielsweise einem Werkzeug von Cooper oder FMC, und mit einem patentrechtlich geschützten Komplettierungsrohrgehänge 16 verbunden ist. Es ist ersichtlich, daß die Landestrangauslegung erweitert ist, so daß der ringförmige Ausbruchverhüter 48 um das Äußere der Landespule 29 herum geschlossen werden kann, um, falls erforderlich, eine zusätzliche Ringsperre bereitzustellen. Es ist ersichtlich, daß die Erweiterung in diesem Fall so beschaffen ist, daß der Komplettierungsbaum 24 unter den Blind-/Druckrammen 50 angeordnet ist, wie in der mitangemeldeten veröffentlichten PCT-Anmeldung WO93/03255 des Antragstellers offenbart.
- Es ist ersichtlich, daß die Funktion des Ringsteigrohrs 10 im wesentlichen identisch mit der des 5"-Abschnitts eines Standardsteigrohrs des Typs ist, der in Fig. 1 gezeigt ist, so weit Druckerhaltung des Bohrfluidflusses und die strukturelle Fähigkeit, den Komplettierungsteststrang einzuführen und wieder herauszuziehen, gefordert sind.
- Es wird nun Bezug auf Fig. 5 der Zeichnungen genommen, die ähnlich ist wie Fig. 4 und ein Dualbohrungssteigrohr zeigt, das über einen Komplettierungsunterwassertestbaum von 5" · 2" mit einem enteigneten Testrohrgehänge und einem Förderfutterrohrgehänge verbunden ist. In diesem Fall ist ersichtlich, daß die Höhe der Ausbruchverhüterstapeldruckrammen nicht entscheidend ist, jedoch muß der ringförmige Ausbruchverhüter in Eingriff mit dem Landestrang 29 sein. Ebenfalls ist ersichtlich, daß gleiche Nummern in dieser Figur dieselben Teile wie in Fig. 4 bezeichnen.
- Es ist ersichtlich, daß das Wickelsteigrohr mit dem Steigrohr von 5 1/2" etwa alle 30 Fuß verbunden ist, wobei dies die Länge eines Steigrohrabschnitts ist. Angemessenerweise ist die Versorgungsvorrichtung gleichzeitig ebenfalls mit dem Steigrohr von 5 1/2" verbunden.
- Es wird nun Bezug auf Fig. 6 der Zeichnungen genommen, die die Oberflächendruckkontrollausrüstung für eine Drahtseilzugangsoption in eine 2"-Leitung für eine Rückgewinnung des Plugs des Rohgehänges darstellt. In diesem Fall ist ersichtlich, daß das Steigrohr 12 mit einem Oberflächenströmungskopf 60 von 5" verbunden ist, der seinerseits mit einem Unterwasserhebewerk 62 für einen Heberahmen und mit einer Drahtseilstopfbüchse 64 verbunden ist. Das aufgewickelte Rohr 14 ist über eine Swage-Verbindung 68 mit einem Rahmen 66 verbunden. Die Funktion des Rahmens 66 besteht darin, eine Vorspannung des Wickelrohrs durch Ausüben einer hydraulischen Kraft auf die Dualkolben 65 zu ermöglichen, welche nachfolgend auf das Rohr übertragen wird. Der hydraulische Druck wird durch die Verwendung eines Druckspeichers für Gas und Flüssigkeiten gesteuert, der das Ausdehnen und Zusammenziehen der Kolben ermöglicht und daher den Ausgleich einer nachfolgenden Veränderung der Länge der Dualsteigrohre ermöglicht. Die aufgewickelte Rohrverbindung 68 ist über ein 2"-Hauptventil 70 mit einer T-Verbindung 72 verbunden, die an einem Bein eine ringför mige Einlaßöffnung 74 aufweist, so daß Ringfluide durch das aufgewickelte Rohr gepumpt werden können, und das andere Bein ist mit einer Blindabdeckung 76 verbunden, die entfernt werden kann, um den Eintritt des Drahtseils zu ermöglichen. Es ist ersichtlich, daß das aufgewickelte Rohr, falls keine Drahtseilvorgänge erforderlich sind, auf der Rolle verbleiben kann, wobei Ringverbindungen über eine herkömmliche Schleifringanordnung bereitgestellt werden.
- Fig. 7 stellt eine herkömmliche Wickelrohrrolle 78 dar, und das Rohr 14 wird über eine gekrümmte Scheibe 80, die Ausrichtrollen (nicht gezeigt) umfaßt, von der Rolle genommen, so daß das aufgewickelte Rohr 14, das die Hülle verläßt, im wesentlichen ausgerichtet ist, und dies wiederum ist mittels der Klammer 16 an verschiedenen Stellen entlang seiner Länge mit dem Steigrohr 12 verbunden, wie in Fig. 3 und 6 gezeigt, nachdem es zuerst mit dem Landespulenadapter verbunden wurde.
- Bei Betrieb wird das Steigrohr eingeführt, indem zuerst die gewünschte Anordnung von Interventionswerkzeugen verbunden wird, wie beispielsweise das Rohrgehänge, das Einführwerkzeug und der Komplettierungstestbaum. Als nächstes wird die Landespule 29 mit dem Komplettierungsunterwassertestbaum 24 verbunden, und der Landespulenadapter 29 wird mit der Landespule 29 verbunden. Diese werden mit Hilfe von herkömmlichen Zangen an der Oberfläche gehalten, und daraufhin wird der erste Abschnitt des 5 1/2"-Steigrohrs über die Bohrung 30 mit der Landespule verbunden. In ähnlicher Weise wird das Führungsende des aufgewickelten Rohrs 14 mit Hilfe des Swage-and-Quick-Connector-Systems mit dem Anschluß 32 verbunden. Demgemäß wird der erste Abschnitt des Steigrohrs 10 gebildet. Die Interventionsbaugruppe und das Steigrohr werden daraufhin abgesenkt, und am nächsten Abschnitt wird das aufgewickelte Rohr mit dem Steigrohr und ebenfalls mit der Versorgungsvorrichtung verbunden, und dies wird wiederholt, bis das Steigrohr die gewünschte Länge aufweist, so daß die korrekte Erweiterung erreicht wird, wobei die Landespule 29 im ringförmigen Ausbruchverhüter 48 angeordnet ist und der Komplettierungsbaum 24 von 5" · 2" im Ausbruchverhüterstapel 42 so angeordnet ist, daß er sich unter den Blind-/Druckrammen 50 befindet.
- In dieser Position kann die Ausrüstung wie erforderlich von der Oberfläche aus bedient werden, um eine angemessene Chargenkomplettierung und Reinigungen vor der Installierung eines Unterwasserförderbaumes bereitzustellen.
- Es ist ersichtlich, daß ein herkömmliches Rohrgehänge und Rohrgehängeeinführwerkzeug nur erforderlich ist, wenn das Bohrloch mit angebrachter Komplettierung vorübergehend stillgelegt wird und daß die Tatsache, daß die Teile aus dem System nicht beseitigt werden müssen, wesentliche Einsparungen sowohl in der Betriebsvorlaufzeit als auch den Kosten mit sich bringen würde. Diese Teile könnten durch eine vorübergehende Testgehängebaugruppe ersetzt werden, die auf dem Ventil des unteren Abschnitts am Komplettierungstestbaum von 5" · 2" betrieben würde und die ermöglichen würde, daß der Baum im Bohrlochkopf festklemmt und über ein elastisches Paket im Futterrohrgehänge oder eine Adapterschüssel innerhalb des Bohrlochkopfs eine Ringdichtung erzielt wird.
- Es ist ebenfalls ersichtlich, daß verschiedene Veränderungen am Verfahren und der Vorrichtung, die hierin zuvor beschrieben wurden, vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Zum Beispiel ist ersichtlich, daß das verbesserte Dualbohrungssteigrohr verwendet werden kann, um ein Rohrgehänge, eine Komplettierung, einen Unterwassertestbaum und einen Unterwassersteigrohrkopf einzusetzen. Diese Alternativen sind in Fig. 8, 9 und 10 der Zeichnungen gezeigt, bei denen gleiche Nummern gleiche Teile bezeichnen.
- In Fig. 8 ist ersichtlich, daß der Testbaum 24 von 5" · 2" ein spiralförmiges Ausrichtungsnockenprofil 82 aufweist, um mit einem Ausbruchverhüterstift zur korrekten Ausrichtung des Rohrgehängeeinführwerkzeugs 44 zusammenzupassen. In diesem Fall wird eine Komplettierung auf einem 5 1/2"-Rohr unter Verwendung von Hebewerken, die an der Vorrichtung angebracht sind, und aufgewickeltem Rohr von der Rolle betrieben.
- Fig. 9 zeigt ein Rohrgehänge 85, das in den Unterwasserbohrlochkopf 84 eingeführt und gelandet wird, welcher sich am unteren Ende des Ausbruchverhüterstapels 42 befindet, und in ähnlicher Weise zeigt Fig. 10 einen Landestrang unter Verwendung eines 5 1/2"-Rohrs und eines aufgewickelten Rohrs, das mit einem herkömmlichen Unterwassersteigrohrkopf 90 verbunden ist.
- Es ist ersichtlich, daß das verbesserte Dualbohrungssteigrohr in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung bedeutende Vorzüge gegenüber den bestehenden Dualbohrungssteigrohren aufweist. Erstens ist es wesentlich weniger kostspielig, da es 10%-20% des bestehenden Systems kostet, und es beansprucht nur etwa 15% des Lagerraums von herkömmlichen Dualbohrungssteigrohren, was ein beträchtlicher Vorteil bei küstennahen Schiffen ist, auf denen Lagerraum gewöhnlich sehr beschränkt ist. Das verbesserte Dualbohrungssteigrohr erfordert keine Spezialausrüstung, wie beispielsweise Zwischenfutter und ähnliches, wodurch die Kosten minimiert werden und die Einführzeit verringert wird, da die für den Einsatz des Steigrohrs erforderliche Ausrüstung indentisch mit der Ausrüstung ist, die für den Einsatz der Komplettierung verwendet wird. Zusätzlich bietet das neue System eine beträchtliche Verringerung der Zahl der potentiellen Undichtigkeitswege im Ringsystem, d. h. von einem alle 40" aufgrund vorhergehender Verbindungen zu einem an jeder Endung. Zudem werden bei herkömmlichen Steigrohren elastische Dichtungen in den Monobohrungs steigrohren verwendet, und dies ist durch Metall-Metall- Verbindungen in dem 5 1/2"-Steigrohr ersetzt worden, wodurch die Zuverlässigkeit des Systems weiter gesteigert wird. Die Verwendung von aufgewickelter Rohrendung beseitigt die komprimierte Verbindung, die normalerweise in Verbindung mit dem patenrechtlich geschützten Dualbohrungssteigrohrsystem auftritt, und dies minimiert ebenfalls die Biegung, die auf das dehnbare strukturelle Element von 5, 5" ausgeübt wird.
- Das verbesserte Dualbohrungssteigrohr in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung weist eine Reihe von zusätzlichen Vorteilen auf. Erstens stellt es zusätzliche Isolierungssperren durch die Einbeziehung von zwei Ventilen in den Komplettierungsunterwassertestbaum von 5" · 2" bereit, und weiterhin kann das Bohrloch vorübergehend stillgelegt werden, was eine nachfolgende Verringerung der Zeit, die benötigt wird, um die Ausrüstung gebrauchsfertig zu machen, und der Bildung von Schäden mit sich bringt und die Rolle des Ausbruchverhüters auf eine Zweitsperre reduziert, indem vermieden wird, daß der Ausbruchverhüterstapel eine Ringisolierung bereitstellen muß.
Claims (13)
1. Verfahren zum Einführen einer Interventionsausrüstung
(24, 28, 29, 42) in ein Bohrloch während oder nach der
Komplettierung, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:
Bereitstellung einer Bohrlochausrüstung (24, 28, 29, 42)
zur Einführung in ein Bohrloch,
Verbindung sequentieller Abschnitte eines Steigrohrs (12)
mit der Bohrlochausrüstung;
Bereitstellung eines aufgewickelten Steigrohrs (14) mit
einem kleineren Durchmesser als das Steigrohr (12),
Verbindung des aufgewickelten Steigrohrs (14) mit der
Bohrlochausrüstung und Zuführen des auf gewickelten
Steigrohrs (14) mit dem Steigrohr (12) zur Schaffung
einer Struktur, so daß das Steigrohr (12) benachbart und
parallel zum aufgewickelten Rohr (14) ist,
Verbindung des aufgewickelten Steigrohrs (14) mit dem
Steigrohr (12) an einer Mehrzahl beabstandeter Stellen
entlang der Länge des Steigrohrs (12) zur Schaffung eines
Dualbohrungssteigrohrs (12, 14), und
Heben oder Senken des Dualbohrungssteigrohrs (12, 14) mit
der Bohrlochausrüstung, benötigt für Bohrlochoperationen.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Verfahren das
Zurückhalten des aufgewickelten Steigrohrs (14) an dem
Steigrohr (12) an jeder Verbindung entlang der Länge des
Steigrohrs (12) umfaßt.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die
Bohrlochausrüstung einen Komplettierungsunterwasserbaum
(24) von 5" · 2" mit einer Hauptbohrung und einer
Parallelringbohrung aufweist, wobei die Hauptbohrung
mindestens ein operables Ventil aufweist und die
Ringbohrung mindestens ein operables Ventil aufweist.
4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
ein drahtloser Zugang unter Verwendung des verbesserten
Dualbohrungssteigrohrs (12, 14) zur Verfügung gestellt
wird, indem das aufgewickelte Steigrohr (14) an der
Oberfläche geschnitten wird und das geschnittene Rohr
(14) an einer Rahmen- (66) und Ventilanordnung (70, 72)
begrenzt wird, welche an einem herkömmlichen
Oberflächenbaum befestigt ist.
5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche mit
dem Schritt des Vorspannens des aufgewickelten Rohrs
(14), dadurch Vermeiden der Notwendigkeit einer genauen
Endung des aufgewickelten Rohrs (14) und Ausgleichen
jeglicher Änderungen in der gesamten Länge zwischen den
beiden Steigleitunssträngen (12, 14).
6. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
dem Schritt der Bereitstellung einer Ringverbindung durch
das Rohr (14) auf einer Rolle (78) über eine herkömmliche
Schleifringanordnung, wenn kein Drahtseilvorgang nötig
ist und das aufgewickelte Steigrohr (14) auf der Rolle
(78) verbleibt.
7. Verbesserte Dualbohrungssteigleitung (12, 14) zur
Verbindung mit einer Interventionsbohrlochausrüstung (24,
28, 29, 42) vor der Installierung eines
Unterwasserförderbaumes, wobei das verbesserte
Dualbohrungssteigrohr (12, 14) folgendes aufweist:
ein erstes Steigrohrelement (12) eines ersten
Bohrungsdurchmessers,
ein zweites aufgewickeltes Ringsteigrohrelement (14),
wobei das erste und das zweite Steigleitungselement (12,
14) zur Verbindung mit einem
Bohrlochinterventionswerkzeug (24, 42) geeignet sind,
wobei das erste und das zweite Steigleitungselement (12,
14) an einer Mehrzahl beabstandeter Stellen entlang der
Länge der Steigleitung (12, 14) miteinander verbunden
sind.
8. Steigleitung gemäß Anspruch 7, wobei das zweite
aufgewickelte Steigrohr (14) mit dem ersten Steigrohr
(12) an jeder Steigleitungsverbindung entlang der Länge
hiervon verbunden ist.
9. Steigleitung gemäß Anspruch 7 oder Anspruch 8, wobei die
Bohrlochwerkzeugvorrichtung ein
Komplettierungsunterwassertestbaum (24) von 5" · 2" ist.
10. Steigleitung gemäß Anspruch 7 oder Anspruch 8, wobei das
Bohrlochwerkzeug jegliches andere geeignete
Bohrlochinterventionsausrüstungswerkzeug (42) sein kann.
11. Steigleitung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei
das aufgewickelte Steigrohr (14) mit einer Landespule
(29) zwischen der Steigleitung (14) und dem
Komplettierungstestbaum (24) verbunden ist.
12. Steigleitung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei
das aufgewickelte Rohr (14) mit der Landespule (29) über
ein Swage-and-Quick-Connector-System (28, 32) verbunden
ist und das Steigrohr (14) mit der Landespule (29) über
einen Landespulenadapter (28) verbunden ist.
13. Verfahren zur Bildung eines Dualbohrungssteigrohrs (12,
14) zum Einführen einer Bohrlochinterventionsausrüstung,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfaßt:
Bereitstellung einer Mehrzahl erster Steigrohrabschnitte
mit einem ersten Durchmesser und Bereitstellung eines
zweiten aufgewickelten Ringsteigrohrelements (14),
gelagert auf einer Rolle (78);
Verbindung der ersten Steigrohrabschnitte miteinander zur
Bildung eines ersten Steigrohrs (12), Abspulen des
Wickelringsteigrohrs (14) von der Rolle (78), und
Verbindung des abgespulten Steigrohrs (14) mit dem ersten
Steigrohr (12) an beabstandeten Stellen entlang der Länge
des zusammengesetzten ersten Steigrohrs (12) zur
Schaffung eines Dualsteigrohrs (12, 14).
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