DE69603216T2 - Einrichtung zum Beliefern mit Fasermaterial einer Textilmaschine, insbesondere einer Karde - Google Patents
Einrichtung zum Beliefern mit Fasermaterial einer Textilmaschine, insbesondere einer KardeInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum Gegenstand, die die Beschickung einer Textilmaschine mit Fasermaterial gestattet. Sie betrifft mehr im einzelnen die Beladung des Vorratsschachtes einer solchen Vorrichtung auf pneumatischem Weg. Die Beschickungsvorrichtung der Erfindung ist nicht- einschränkend dazu bestimmt, vor einer Karde benutzt zu werden.
- Tatsächlich benutzt man, um kontinuierlich eine Karde mit dem faserigen Material zu speisen, eine Einspeisungsvorrichtung, die einen oberen Schacht aufweist, der Vorratsschacht genannt ist, und der in seinem oberen Teil mit dem faserigen Material in Form von Flocken gespeist wird. Am Austritt dieses Vorratsschachtes sind drehbar mehrere Zylinder angebracht, die es gestatten, das faserige Material aufzunehmen, das im Vorratsschacht verwahrt ist, und es bis zum Eingang der Karde zu befördern. Diese Zylinder bestanden beispielsweise aus einem Einspeisungszylinder, der in der Verlängerung des Vorratsschachtes gelegen war, und aus einem Brechzylinder neben dem Einspeisungszylinder, der mit einer größeren Geschwindigkeit zur Drehung angetrieben war.
- In den bis heute bekannten Vorrichtungen wird der Vorratsschacht kontinuierlich mittels einer pneumatischen Beladungsvorrichtung gespeist, die eine einzige Beladungsleitung aufweist, die Förderluft und das faserige Material bis zum oberen Teil des Schachtes befördert. Mindestens eine der Wände des Vorratsschachtes ist mit Öffnungen zum Entweichen der Förderluft versehen, die es gestatten, das faserige Material von der Luft abzutrennen. Unter dieser Trennzone schickt sich das faserige Material an, sich im Vorratsschacht anzusammeln.
- Die deutsche Patentanmeldung DE.A.39 16 986 beschreibt eine Anlage, die die Bildung einer faserigen Lage in drei übereinanderliegenden Schichten aus drei Vorratsschächten gestattet, die parallel gespeist werden und aufeinanderfolgend über einem Förderband angeordnet sind. Die Einspeisung der drei Schächte mit faserigem Material wird auf pneumatische Weise mittels dreier Beladungsleitungen durchgeführt, mit der Wirkung einer einzigen Beladungsleitung, die durch den Vorratsschacht gebildet ist.
- Die englische Patentanmeldung GB.A.1014689 beschreibt eine Vorrichtung zum Paralleleinspeisen einer Vielzahl von Vorratsschächten auf pneumatische Weise, die jeweils hinter einer Karde angeordnet sind. Diese Vorrichtung weist eine Haupt-Verteilerleitung auf, die es gestattet, das faserige Material auf Höhe eines jeden Vorratsschachtes heranzufördern, und sie weist im unteren Teil eine Vielzahl von Verteileröffnungen auf, mit der Wirkung einer einzigen Verteileröffnung, die durch den Vorratsschacht gebildet ist, wobei jede Verteileröffnung mit dem entsprechenden oberen Teil des Vorratsschachtes in Verbindung steht. Im unteren Teil eines jeden Vorratsschachtes ist ein Förderband vorgesehen, das es gestattet, das faserige Material, das aus dem Vorratsschacht entstammt, bis zum Einlaß der Karde heranzufördern.
- In allen den bekannten Einspeisungsvorrichtungen hat ein Vorratsschacht einen dem Typ nach rechteckigen Querschnitt, d. h. einen Querschnitt, dessen eine Abmessung in einer gegebenen Richtung größer ist. Diese Richtung wird in der Folge des vorliegenden Textes mit "Breite" des Förderschachtes bezeichnet, und die andere Abmessung des Querschnittes in Querrichtung wird die "Tiefe" des Schachtes genannt. Im allgemeinen wird die Breite des Schachtes der Eingangsbreite der Karde entsprechen. Die Breite eines Schachtes kann demnach in der Praxis mehrere Meter einnehmen, während die Tiefe des Schachtes üblicherweise in der Größenordnung von einigen Zentimetern liegt.
- In der Art von Einspeisungsvorrichtung, die vorher genannt wurde, hat die Regelmäßigkeit im Bereich des faserigen Materials über die gesamte Breite des Vorratsschachtes eine vorherrschende Einwirkung auf die Regelmäßigkeit der Dicke des Faservlieses, das am Ausgang der Karde erreicht wird. Nun liegt eines der Hauptprobleme, mit denen die Hersteller und Benutzer von Einspeisungsvorrichtungen konfrontiert sind, wie sie vorher genannt sind, in der Schwierigkeit, die Vorratsschächte zu füllen, während man gleichzeitig ein konstantes Niveau des Fasermaterials über die gesamte Breite des Weges aufrechterhält.
- Beim Versuch, dieses Problem zu lösen, hat man bis heute danach getrachtet, Flocken aus faserigem Material am Eingang des Vorratsschachtes zu zerteilen und sie in homogener Weise über die gesamte Breite des Weges aufzuteilen, indem man in geeigneter Weise Förderluft im Inneren des Weges kanalisiert. Diese Kanalisation der Luft wird beispielsweise dadurch erreicht, daß man in einer geeigneten Folge die Öffnungen verschließt, die zum Entweichen der Förderluft dienen. Diese Art von Lösung wird insbesondere durch das Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP 460 000 der Gesellschaft HERGETH HOLLINGWORTH GMBH eingesetzt, worin man ein pulsierendes Verhalten der Förderluft im Inneren des Vorratsschachtes erzeugt. Gemäß einer anderen, sehr ähnlichen Variante ist es auch bekannt, auf der Wegstrecke des faserigen Materials im Inneren des Vorratsschachtes eine Platte anzuordnen, die mit Öffnungen versehen ist, die nach Gutdünken abdeckbar sind. In ähnlicher Weise wird in der englischen Patentanmeldung GB.A.1014689 angeraten, einen perforierten Riemen für das Förderband am Austritt des Vorratsschachtes zu benutzen.
- In der Praxis ist die Nutzung der Förderluft zum Bewirken einer homogenen Verteilung des faserigen Materials über die gesamte Breite des Vorratsschachtes nicht zuverlässig. Im besten Fall beobachtet man im Verlauf des Füllens ein wesentliches Fehlverhalten des faserigen Materials auf Höhe eines jeden Endes des Weges; dieses Fehlverhalten des Materials wirkt sich am Austritt der Karde durch ein faseriges Vlies aus, das Kanten mit geringerer Dicke aufweist; um ein faseriges Vlies mit homogener Dicke zu erhalten, ist man gezwungen, entweder die Ränder des Vlieses zuzuschneiden oder ggf. die Karde am Eintritt einzig und allein mit dem mittleren Abschnitt des Materials zu speisen, das dem Schacht entstammt; daraus ergibt sich notwendigerweise jedesmal ein Materialverlust, und bei der ersten Lösung auch noch ein zusätzlicher Zuschneidevorgang. Im schlechtesten Fall wirkt sich die Füllung des Vorratsschachtes durch ein vollkommen unregelmäßiges Profil des faserigen Materials über die gesamte Breite des Schachtes aus, wobei hier auch der Schacht auf Höhe seines mittleren Teils umfaßt ist; in diesem Fall ist das faserige Vlies, das am Austritt der Karde erzeugt wird, unbrauchbar.
- Das Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Einspeisen für eine Textilmaschine und insbesondere für eine Karde vorzuschlagen, die es im Gegensatz zu den Vorrichtungen aus dem Stand der Technik allgemein gestattet, daß das Profil auf Höhe des faserigen Materials im Inneren des Vorratsschachtes zuverlässig gesteuert wird, und die es im einzelnen gestattet, ein Niveau des faserigen Materials sicherzustellen, das über die gesamte Breite des Vorratsschachtes konstant sein soll.
- Dieses Ziel ist vollkommen durch die Einspeisungsvorrichtung der Erfindung erreicht, die in bekannter Weise einen Vorratsschacht aufweist, der im oberen Teil mit dem faserigen Material durch eine pneumatische Beladungsvorrichtung gespeist wird.
- In kennzeichnender Weise weist gemäß der Erfindung die Beladungsvorrichtung eine Vielzahl von Beladungsleitungen auf, die über die gesamte Breite L des Schachtes verteilt sind und die es jeweils zur Funktion haben, den Schacht über einen begrenzten Teil l seiner Breite mit faserigem Material zu speisen.
- Die Erfindung ergibt sich aus der Feststellung, die gemacht wurde, und nach der die Einwirkung der Förderluft auf die Flocken des faserigen Materials sich in Funktion der Dichte dieser Flocken ändert, die vollkommen heterogen ist. Daraus ergibt sich, daß die Steuerung des Flusses an Förderluft es nicht gestattet, die Unterschiede in der Dichte der Flocken des faserigen Materials aufzuheben und gleichzeitig eine erneute, homogene Verteilung dieser im Inneren des Vorratsschachtes zu bewirken. Man bewirkt in der Vorrichtung der Erfindung ganz im Gegenteil vorteilhafterweise eine erzwungene Neuverteilung des faserigen Materials am Eintritt des Schachtes, indem man das genannte Material bis zu einer abgegrenzten Zone des Schachtes fördert, wo man wünscht, daß es sich ansammelt, wobei das faserige Material nicht der Verteilung über die gesamte Breite des Schachtes unterzogen wird, im Gegensatz zu den früheren Vorrichtungen. Außerdem wirkt man, indem man den Durchtritt des Materials in einer Beladungsleitung steuert, örtlich auf das Niveau des Materials im Vorratsschacht ein; die Kombination dieser lokalisierten Einwirkungen gestattet es, zuverlässig die Regelmäßigkeit der Höhe des Materials über die gesamte Breite des Schachtes zu steuern, wobei man die veränderliche Dichte der eingebrachten Flocken auflöst.
- In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist der Vorratsschacht in seinem oberen Teil in eine Vielzahl von Abteilen mit einer Breite l unterteilt, die durch dichte Trennwände getrennt sind, jeweils mit faserigem Material durch eine einzige Beladungsleitung gespeist werden, und auf deren Höhe Öffnungen für das Entweichen von Förderluft für das faserige Material vorgesehen sind. Man stellt so vorteilhafterweise eine physische Auftrennung des Einlasses des Vorratsschachtes in mehrere Beladungsdurchlässe her, die lufttechnisch unabhängig sind.
- Im Rahmen der Erfindung ist es theoretisch in Erwägung zu ziehen, eine Einspeisungsvorrichtung auszuführen, in der die Beladungsleitungen vollkommen unabhängig voneinander sind, ebenso hinsichtlich ihrer Einspeisung mit Förderluft als auch ihrer Einspeisung mit Fasermaterial. In der Praxis ist die Umsetzung dieser Lösung in industriellem Maßstab sehr schwierig. Aus diesem Grund weist in einer bevorzugten Ausführungsform die Einspeisungsvorrichtung der Erfindung außerdem ein Aufteilsystem auf, das am Einlaß pneumatisch mit einem einzigen Fluß an faserigem Material gespeist wird, wobei es am Auslaß eine Vielzahl von Verteilerleitungen aufweist, die jeweils mit einer Beladungsleitung verbunden sind, und das es zur Funktion hat, den Fluß an Fasermaterial zwischen den verschiedenen Beladungsleitungen aufzuteilen. In der Praxis wird dieses Aufteilsystem dem Vorratsschacht nächstgelegen angeordnet sein.
- In einer ersten Ausführungsvariante hat das Aufteilsystem die Funktion, gleichzeitig alle Beladungsleitungen aus dem Fluß an Fasermaterial zu speisen, das der Einlaß aufnimmt. Das Aufteilsystem könnte in diesem Fall aus einem Lüfter mit mehreren Ausgängen bestehen, der die Funktionen der Förderung und der Auftrennung der Fasern vereint; es könnte sich aber auch um eine statische oder dynamische Faser-Trenneinrichtung handeln; in diesem Fall wird die Funktion der Förderung der Fasern durch einen damit verknüpften Lüfter sichergestellt.
- In einer zweiten Variante speist das Aufteilsystem alternativ jede Beladungsleitung aufeinanderfolgend. In diesem Fall weist das Aufteilsystem Mittel zum Verzweigen des Flusses an Fasermaterial auf, die zur Funktion haben, alle Verteilerleitungen, mit Ausnahme einer einzigen unter ihnen, zu versperren, und dies alternierend für jede Verteilerleitung.
- Bevorzugt sind die Verteilerleitungen auf dem Umfang des Aufteilsystems verteilt, welches außerdem einen zentralen Lüfter aufnimmt, der das faserige Material am Einlaß des Aufteilsystems ansaugt und es in Richtung der Verteilerleitungen verdrängt. In diesem Fall handelt es sich um ein alternierendes Aufteilsystem, und die Verzweigmittel werden vorteilhafterweise aus einem rotierenden Ring bestehen, der den Läufer des zentralen Ventilators umgibt, der eine Öffnung zum Durchtritt des faserigen Materials aufweist und der derart zur Drehung angeordnet sein kann, daß seine Öffnung mit einer beliebigen Verteilerleitung zusammenfällt, während die anderen Verteilerleitungen durch den Ring verschlossen sind.
- Der Ring kann zur kontinuierlichen Drehung angetrieben sein oder auch, im Gegensatz dazu, eine schrittweise erfolgende Drehbewegung besitzen. Im zweiten Fall wird, wenn der Ring in eine vorgegebene Verzweigungslage mitgenommen ist, er gegenüber der Drehung während einer vorbestimmten Zeit blockiert sein.
- Wenn es sich um eine schrittweise erfolgende Drehbewegung handelt, kann diese mit einer Wartezeit des Ringes in einer Verzweigungslage ausgeführt sein, die für alle Beladungsleitungen identisch ist und die vorteilhafterweise einstellbar ist. Die Verweilzeit des Ringes kann aber auch, im Gegensatz dazu, von einer Verteilerleitung zur anderen variabel sein und bezüglich der Höhe des faserigen Materials im Vorratsschacht gesteuert sein, und zwar bezüglich des Niveaus der entsprechenden Beladungsleitung. Diese Variante gestattet es, wenn es sich um die Einspeisungsdauer einer Beladungsleitung handelt, örtlich das Niveau an Fasermaterial im Vorratsschacht aufgrund einer reellen Messung des Profils dieses Niveaus zu korrigieren.
- Andere Merkmale und Vorzüge der Erfindung werden deutlicher aus der Lektüre der Beschreibung ersichtlich, die von einem speziellen Ausführungsbeispiel vorgelegt wird, wobei diese Beschreibung ein nicht-einschränkendes Beispiel bildet und sich auf die beigefügte Zeichnung bezieht, in welcher:
- - Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Einspeisungsvorrichtung mit einem Aufteilsystem stromaufwärts vom Vorratsschacht ist,
- - Fig. 2 eine Perspektivansicht des oberen Teils des Vorratsschachts der Fig. 1 ist,
- - Fig. 3 ein spezielles Ausführungsbeispiel eines Aufteilsystems mit acht Auslässen ist, das die alternierende Einspeisung des Vorratsschachts der Fig. 2 gestattet, und
- - Fig. 4 eine schematische Darstellung des Inneren des Vorratsschachtes der Vorrichtung der Fig. 1 im Verlauf des Auffüllvorganges ist.
- In Fig. 1 ist eine Vorrichtung dargestellt, die es gestattet, kontinuierlich eine Karde (nicht dargestellt) mit faserigem Rohmaterial zu speisen, das als Schüttgut in einem Silo 1 gelagert ist. Diese Vorrichtung weist einen Fliehkraftlüfter 2 auf, der es gestattet, das faserige Material, das im Silo 1 gelagert ist, anzusaugen und es durch eine Haupt-Förderleitung 3 hindurchzupressen. Diese Förderleitung 3 fördert das faserige Material pneumatisch bis zu einem Aufteilsystem 4, das acht Umfangsauslässe 5 aufweist. Jeder Auslaß 5 ist an eine Beladungsleitung 6 angeschlossen. Zugunsten der Deutlichkeit ist in Fig. 1 nur eine einzige dieser acht Beladungsleitungen 6 dargestellt. Die Beladungsleitungen 6 münden in den oberen Teil 7a eines Vorratsschachtes 7 ein, wobei sie über die gesamte Breite des Schachtes 7 aufgeteilt sind, so, wie dies noch deutlicher aus der detaillierten Beschreibung hervorgeht, die nachfolgend vom Vorratsschacht 7 unter Bezugnahme auf Fig. 2 vorgelegt wird. Im Auslaß des Vorratsschachtes 7 ist drehbar ein Einspeisungszylinder 8 angeordnet, der es gestattet, das faserige Material 9, das sich im Vorratsschacht 7 angesammelt hat, bis zu einem zweiten, unteren Schacht 10 zu fördern. Ein Brechzylinder 12 ist außerdem neben dem Einspeisungszylinder 8 angebracht und ist zur Drehung in der selben Richtung wie der Einspeisungszylinder 8 angetrieben. In bekannter Weise ist der Auslaß 10a des unteren Schachtes 10 unmittelbar stromaufwärts vom ersten Zylinder einer Karde (nicht dargestellt) angeordnet.
- Wenn man auf Fig. 2 Bezug nimmt, hat der Vorratsschacht 7 die allgemeine Form eines rechteckigen Quaders, mit der Breite L und der Tiefe e. Der obere Teil 7a des Vorratsschachtes 7 ist über die gesamte Breite L in acht Abteilungen 13 mit der Breite l aufgeteilt. Jedes Abteil 13 ist von dem Abteil, das ihm benachbart ist, durch eine dichte Trennwand 14 abgetrennt. Der obere Teil 13a eines jeden Abteils 13 bildet außerdem eine Krümmung, die sich durch ein Verbindungsstück 15 verlängert, das es gestattet, eine Beladungsleitung 6 mit kreisförmigem Querschnitt am Einlaß eines jeden Abteils 13 mit rechteckigem Querschnitt anzuschließen. Der Einlaßdurchmesser d eines jeden Verbindungsstücks 15 entspricht demnach dem Durchmesser einer Beladungsleitung 6. Die Bodenwand 16 eines jeden Abteils 13, die dem Verbindungsstück 15 gegenüberliegend angeordnet ist, ist in ihrem unteren Teil 16a mit Öffnungen 17 für das Entweichen von Luft zum Fördern des faserigen Materials versehen.
- In der soeben beschriebenen Einspeisungsvorrichtung hat das Aufteilsystem 4 zur Funktion, den Fluß an faserigem Material, den es am Einlaß aufnimmt, aufzuteilen und acht Beladungsleitungen 6 zuzuführen. Am Auslaß einer jeden Beladungsleitung 6 wird das faserige Material ständig in jedes Abteil 13 eingeleitet, auf dessen Höhe es einer örtlichen Zerstreuung über die gesamte Breite l unterzogen wird, sich aber dann auf dem schon vorher eingeleiteten faserigen Material ansammeln wird. Die gekrümmte Form des oberen Teils eines jeden Abteils hat zum Zweck, eine Verstopfung mit Fasern zu vermeiden, indem sie eine örtliche Luftturbulenz erzeugt. Auf Höhe eines jeden Abteils 13 wird die Förderluft für das faserige Material durch die Entweichungsöffnungen 17 abgegeben.
- In einem genauen Ausführungsbeispiel betrugen der Durchmesser d, die Gesamtbreite L, die Breite l und die Tiefe e jeweils 200 mm, 4 m, 500 mm und 150 mm.
- Zwei hauptsächliche Ausführungsvarianten können für das Aufteilsystem 4 in Betracht gezogen werden. In einer ersten Variante hat es zur Funktion, alle Beladungsleitungen 6 gleichzeitig mit einem Fluß an faserigem Material zu speisen, das es am Einlaß aufnimmt. In einer zweiten Variante hat das Aufteilsystem zur Funktion, zu einem gegebenen Augenblick nur eine einzige, gegebene Beladungsleitung 6 einzuspeisen. Ein Ausführungsbeispiel dieser zweiten Variante wird nun beschrieben.
- Wenn man sich zunächst auf das spezielle Ausführungsbeispiel des Aufteilsystems der Fig. 3 bezieht, dann weist dieses eine äußere Umhüllung auf, die einen Stern mit acht Armen, 18a, 18b, 18c, 18d, 18e, 18f, 18g, 18h bildet und eine mittige Öffnung 19 zum Einleiten des faserigen Materials auf pneumatische Weise aufweist. Diese Öffnung 19 ist demnach mit der Hauptförderleitung 3 der Fig. 1 verbunden. Jeder Arm des Sternes bildet eine Umfangs-Verteilerleitung, die es gestattet, das faserige Material von der Öffnung 19 bis zum entsprechenden Auslaß 5 des Aufteilsystems 4 zu fördern. Im Inneren der äußeren Umhüllung des Aufteilsystems 4 ist ein Lüfter 20 angeordnet, der einen radialen Läufer 21 mit geraden Schaufeln aufweist. Dieser Läufer 21 ist auf die Öffnung 19 zentriert und ist von einem Schwenkring 22 umgeben. Dieser Ring 22 ist zylinderförmig, und auf seinem Umfang liegt eine Öffnung 23 für den Durchtritt des faserigen Materials vor. Dieser Ring 22 kann in acht Verzweigungspositionen angeordnet sein, und in jeder dieser liegt seine Umfangsöffnung 23 einer der Verteilerleitungen gegenüber. In der Verzweigungslage, die in Fig. 3 dargestellt ist, saugt der Lüfter 20 das faserige Material durch die Öffnung 19 an und verdrängt dieses faserige Material in Richtung der Verteilerleitung 15a, während die anderen Verteilerleitungen durch den Ring 22 versperrt sind.
- In einer speziellen Ausführungsvariante erfolgt die Drehbewegung des Ringes schrittweise und erfolgt zyklisch in Richtung des Pfeiles F, mit einer variablen Verweilzeit in jeder Verzweigungslage, wie dies nachfolgend noch beschrieben wird. Man speist somit aufeinanderfolgend und zyklisch jedes Abteil 13 des Vorratsschachtes 7.
- Vorteilhafterweise ist die Verweilzeit des Ringes 22 auf Höhe einer jeden Verteilerleitung 18a, 18b, 18c, 18d, 18e, 18f, 18g, 18h eine Funktion der Höhe des faserigen Materials im entsprechenden Abteil 13. Wenn man sich auf Fig. 4 bezieht, dann ist jedes Abteil 13 mit einem Meßfühler 24 ausgestattet, der es gestattet, die Höhe bzw. das Niveau des Materials im Abteil zu messen. Wenn der Ring 22 in einer vorgegebenen Verzweigungslage angekommen ist, dann bleibt er zur Drehung gesperrt, bis das Niveau des faserigen Materials örtlich den Meßfühler 24 des Abteils 13 erreicht, das gerade im Begriffe steht, gefüllt zu werden. Der Meßfühler löst dann die schrittweise erfolgende Drehung des Rings bis zur nachfolgenden Verzweigungslage aus, um notwendigenfalls das folgende Abteil 13 einzuspeisen.
- Im Beispiel der Fig. 4 befindet sich der Ring 22 in einer gedachten Verzweigungslage, die das Füllen des ersten Abteils 13 gestattet, das am weitesten links liegt, wobei der Füllvorgang der Abteile zyklisch von links nach rechts erfolgt. Wenn man dem Materialniveau Rechnung trägt, das vom Meßfühler 24 im ersten Abteil 13 erfaßt ist, dann wird der Ring zur Drehung bis zur nachfolgenden Verzweigungslage angeregt, um das Auffüllen des benachbarten Abteils 13 zu bewirken. Wenn dieses zweite Abteil ausreichend gefüllt ist, dann läuft der Ring 22 unmittelbar in die nachfolgende Position weiter, oder er verbleibt drehgesperrt, bis das Niveau des Materials in diesem dritten Abteil den Meßfühler 24 erreicht, usw..
- Dank der vorgenannten Steuerung der Drehung des Ringes 22 wird das Materialniveau im Schacht automatisch im wesentlichen über die gesamte Breite L des Schachtes konstant gehalten. Daraus ergibt sich, daß der Druck, der durch das Material auf den Einspeisungszylinder 8 ausgeübt wird, über die gesamte Länge dieses Zylinders gleichförmig ist, was eine gleichförmige Beschickung der Karde über ihre gesamte Länge gestattet, und hierdurch die Gewinnung eines faserigen Vlieses mit konstanter Dicke am Austritt der Karde. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß, wenn man die Höhenlage der Meßfühler 24 verändert, es auch möglich ist, nach Wunsch ein faseriges Vlies zu erzeugen, das in der Dicke ein spezielles Profil hat.
- Die Erfindung ist nicht auf die spezielle Ausführungsform beschränkt, die soeben beschrieben wurde. Es ist insbesondere möglich, eine Vorrichtung herzustellen, in der der obere Teil des Vorratsschachtes nicht in mehrere Abteile unterteilt ist. Es ist auch möglich, andere Arten der Steuerung der Drehung des Ringes in Funktion der Höhe des faserigen Materials ins Auge zu fassen, das örtlich auf Höhe einer jeden Beladungs leitung erfaßt wird. Der Ring 22 könnte schließlich durch ein Reguliersystem ersetzt werden, das die selbe Funktion der Abzweigung durchführt, wie beispielsweise eine Vielzahl von Verschluß-Ventilklappen, die elektromechanisch ansteuerbar sind und es gestatten, die Verteilerleitungen wunschgemäß zu sperren.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Beschickung einer Textilmaschine nach Art
einer Karde oder dergleichen, worin ein Vorratsschacht (7) am
oberen Teil (7a) mit faserigem Material durch eine pneumatische
Beladungsvorrichtung beschickt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beladungsvorrichtung eine Vielzahl von
Beladungsleitungen (6) aufweist, die über die gesamte Breite L des Schachtes
(7) verteilt sind und die jeweils zur Funktion haben, den
Schacht (7) über einen begrenzten Abschnitt l seiner Breite L
mit faserigem Material zu beschicken.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsschacht (7) in seinem oberen Teil (7a)
auf eine Vielzahl von Abteilen (13) mit der Breite l aufgeteilt
ist, die durch dichte Trennwände (14) getrennt sind und jeweils
durch eine einzige Beladungsleitung (6) mit faserigem Material
beschickt werden, und auf Höhe deren Öffnungen (17) für das
Entweichen der Luft zum Fördern des faserigen Materials
vorgesehen sind.
3. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der obere Teil (7a) des Schachtes (7) gekrümmt
ist.
4. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beladungsvorrichtung ein Aufteilsystem (4)
aufweist, das am Eintritt durch pneumatische Mittel mit einem
einzigen Fluß an faserigem Material beschickt wird, am Austritt
eine Vielzahl von Verteilungsleitungen (18a, 18b, 18c, 18d,
18e, 18f, 18g, 18h) aufweist, die jeweils mit einer
Beladungsleitung (6) verbunden sind, und zur Funktion hat, den Fluß an
faserigem Material unter den verschiedenen Beladungsleitungen
(6) aufzuteilen.
5. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Aufteilsystem Weichenmittel für den Fluß an
faserigem Material aufweist, die es zur Funktion haben, alle
Verteilungsleitungen mit Ausnahme einer unter diesen zu
versperren, und dies alternierend für jede Verteilungsleitung.
6. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verteilungsleitungen (18a, 18b, 18c, 18d,
18e, 18f, 18g, 18h) über den Umfang des Aufteilsystems (4)
verteilt sind, das außerdem einen mittigen Lüfter aufweist, der
das faserige Material am Eintritt (19) des Aufteilsystems (4)
ansaugt und es in Richtung der Umfangs-Verteilungsleitungen (6)
fördert.
7. Beschickungsvorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Weichenmittel aus einem
rotierenden Ring (22) bestehen, der den Läufer (21) des Lüfters (20)
umgibt, eine Öffnung (23) für den Durchtritt des faserigen
Materials aufweist und derart in Drehung angeordnet werden kann,
daß seine Öffnung (23) mit irgendeiner (18a) der
Verteilungsleitungen zusammenfällt, während die anderen
Verteilungsleitungen (18b, 18c, 18d, 18e, 18f, 18g, 18h) vom Ring versperrt
sind.
8. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ring zur kontinuierlichen Drehung angetrieben
ist.
9. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehbewegung des Ringes schrittweise erfolgt,
mit einer Haltezeit des Ringes in einer gegebenen
Weichenposition, die für alle Verteilungsleitungen identisch ist.
10. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehbewegung des Ringes schrittweise erfolgt,
mit einer Haltezeit des Ringes in einer gegebenen
Weichenposition, die von einer Verteilungsleitung zur anderen variabel ist
und die nach der Höhe des faserigen Materials im Vorratsschacht
auf Niveau der entsprechenden Beladungsleitung (6) gesteuert
wird.
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