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DE69600192T2 - Gläser für optische Filter - Google Patents

Gläser für optische Filter

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DE69600192T2
DE69600192T2 DE69600192T DE69600192T DE69600192T2 DE 69600192 T2 DE69600192 T2 DE 69600192T2 DE 69600192 T DE69600192 T DE 69600192T DE 69600192 T DE69600192 T DE 69600192T DE 69600192 T2 DE69600192 T2 DE 69600192T2
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DE
Germany
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silver halide
glass
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Brent Merle Wedding
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Corning Inc
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C4/00Compositions for glass with special properties
    • C03C4/08Compositions for glass with special properties for glass selectively absorbing radiation of specified wave lengths
    • C03C4/085Compositions for glass with special properties for glass selectively absorbing radiation of specified wave lengths for ultraviolet absorbing glass
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C03C3/00Glass compositions
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    • C03C3/11Glass compositions containing silica with 40% to 90% silica, by weight containing halogen or nitrogen

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Description

  • Die Erfindung betrifft Gläser für optische Filter, die Ultraviolettstrahlung und sichtbare Strahlung im violetten und blauen Bereich des Spektrums stark abschwächen. Solche Gläser haben eine stark gelbe Färbung.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Gläser, die dazu vorgesehen sind, die ultravioletten, violetten und blauen Bereiche des elektromagnetischen Spektrums abzuschwächen, sind seit vielen Jahren im Handel erhältlich. Solche Gläser enthalten im allgemeinen Mikrokristalle aus Cadmiumsulfoseleniden, um diese Bereiche herauszufiltern. Es gibt mehrere Merkmale, die für diese Gläser spezifisch sind, die jedoch ihre Eignung für bestimmte Anwendungen vermindern.
  • Zur Erläuterung:
  • 1. Wenn die Wärmebehandlung, der die Gläser notwendigerweise ausgesetzt werden, um die Mikrokristalle zu entwickeln, nicht richtig durchgeführt wird, wachsen die Kristalle auf eine solche Größe, die eine unerwünschte Streuung des sichtbaren Lichts, das hindurchtritt, verursacht, was zur Entwicklung einer Trübung im Glas führt.
  • 2. Die Belichtung solcher Gläser mit Ultraviolettstrahlung erzeugt eine helle Fluoreszenz bei sichtbarem Licht, wodurch unerwünschtes optisches Rauschen erzeugt wird.
  • 3. Die Absorptionseigenschaften der Cadmiumsulfoselenidkristalle verändern sich schnell bei Veränderungen der Temperatur. Z.B. vermindert das Erwärmen solcher Gläser die Menge an sichtbarer Strahlung, die durchgelassen wird.
  • 4. Alle Strahlung mit einer Wellenlänge, die kürzer als der Filtergrenzwert ist, wird sehr stark abgeschwächt. Bei bestimmten Anwendungen kann es wünschenswert sein, eine geringe Menge an kurzwelligem blauen Licht durchzulassen, um die Gesamtfarbwiedergabe zu verbessern; d.h., um die Farben, die durch das Glas betrachtet werden, "realer" zu machen. Die Fähigkeit, diese Eigenschaft zu erreichen, kann nur äußerst schwierig dadurch erhalten werden, daß die Konzentrationen der Cadmiumsulfoselenidfarbstoffe variiert werden.
  • 5. Es ist wünschenswert, die Verwendung von Cadmium zu vermeiden aufgrund seiner Toxizität.
  • Die virtuelle Eliminierung dieser unerwünschten Merkmale wurde bei im Handel erhältlichen mit silberhalogenidkristallhaltigen photochromen Gläsern erreicht, wobei gleichzeitig eine feste Farbe oder Färbung darin entwickelt wurde ohne den Einschluß üblicher Glasfarbstoffe. So kann, indem ein silberhalogenidkristallhaltiges photochromes Glas einer definierten thermochemischen Behandlung unterzogen wird, eine konstante permanente Farbe in einer integralen Oberflächenschicht darauf erzeugt werden.
  • Die Gegenwart von Mikrokristallen der Silberhalogenide AgCl, AgBr und/oder AgI bewirkt die reversible Verdunkelung, die ein photochromes Glas zeigt, wenn es aufeinanderfolgend aktinischer Strahlung ausgesetzt wird und von dieser Strahlung entfernt wird, wobei diese Strahlung üblicherweise aus Ultraviolettstrahlung besteht. Bezüglich photochromer Zusammensetzungen und Verfahren siehe U.S. Patente 3 208 860, 4 190 451, 3 892 582, 3 920 463, 4 240 836. Die Lichtabsorptionseigenschaften, die als Ergebnis der Thermoreduktions-Wärmebehandlung von U.S. Patent Nr. 4 240 836 entwickelt werden, sind so, daß das Glas im nicht verdunkelten Zustand eine spektrale Durchlässigkeitskurve zeigt, die mindestens einen durch die Behandlung induzierten Absorptionspeak umfaßt mit einer solchen Anordnung und Intensität, daß der Peak in den Durchlässigkeitsbereich rechts der Linie CB in Figur 1 der Zeichnungen fällt. Der Peak ist nicht vorhanden bei dem photochromen Stammglas, aus dem der Gegenstand mit gefärbter Oberfläche erzeugt wurde. Demzufolge unterscheidet sich die Farbe der Oberflächenschicht bei dem Glasgegenstand mit gefärbter Oberfläche von der Farbe des Hauptglases, wobei dieser Zustand leicht bestimmt werden kann, indem die spektralen Durchlässigkeitseigenschaften des Gegenstandes vor und nach Entfernung einer geringen Menge der Oberflächenschicht verglichen werden.
  • Der Mechanismus, der der Entwicklung der Oberflächenfarbeffekte zugrunde liegt, wurde theoretisch angenommen als durch die chemische Reduktion von Silber in Kontakt mit Silberhalogenidmikrokristallen verursacht in einem Bereich, der der Oberfläche des Glasgegenstandes sehr nahe ist, wobei die Identität der Farbe durch die geometrische Form und Anordnung des metallischen Silbers auf diesen Mikrokristallen bestimmt wird. Diese Theorie wurde mit Versuchen bestätigt, die zeigen, daß dann, wenn eine spezifische thermische Reduktionsbehandlung an einem photochromen Glas ausgeführt wurde, das Glas eine Mehrzahl von Absorptionspeaks aufwies abhängig von dem Verfahren, das anfangs angewendet wurde, um die Silberhalogenidmikrokristalle in dem Glas zu erzeugen.
  • Methoden, um photochrome Gläser, die Silberhalo-genidkristalle enthalten, mit integralen gefärbten Oberflächenschichten zu versehen und/oder zu modifizieren, werden in den U.S. Patenten 4 290 794, 4 437 612, 4 710 430, 4 832 724 und 4 840 655 gezeigt.
  • U.S. Patent 5 381 193 zeigt photochrome Gläser mit einer gewissen blauen Durchlässigkeit für Schutzfilterlinsen.
  • Obwohl photochromes Verhalten in silberhalogenidhaltigen Glasgegenständen bewirkt werden kann, wenn diese aus einer Glasschmelze gekühlt werden, läßt dieses Verfahren keine sorgfältige Kontrolle von Zeit und Temperatur zu. Daher besteht die universelle Praxis zur Erzeugung von photochromen Glasgegenständen darin, einen Glasgegenstand einer gewünschten Konfiguration aus einer Schmelze (häufig geglüht) zu formen und danach den Gegenstand einer ausgewählten Zeit-Temperatur- Wärmebehandlung zu unterziehen, um das in-situ-Wachstum von Silberhalogenidmikrokristallen zu verursachen. Die Temperaturen solcher Wärmebehandlungen liegen im Bereich von etwa 100ºC oberhalb des Entspannungspunktes des Glases bis zu etwa der Erweichungstemperatur über Zeiträume, die im Bereich von mehreren Minuten bis mehreren Stunden liegen, abhängig von der angewendeten Temperatur, wobei kürzere Zeiten bei höheren Temperaturen möglich sind.
  • Wie ersichtlich, trägt das Wärmbehandlungsverfahren zur Entwicklung von Silberhalogenidmikrokristallen zu den Kosten des Produktes bei. Außerdem gibt es Anwendungen, bei denen ein photochromes Verhalten unerwünscht sein kann, z.B. bei Filtergläsern für die Optometrie und Ophtalmologie, wo die Eigenschaft des Photochromismus unerwünscht ist und eine völlige Abschwächung der Ultraviolettstrahlung nicht erforderlich ist.
  • Daher war es eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren/eine Glaszusammensetzung zu entwickeln, mit der Gläser mit stark abgeschwächter Strahlung im ultravioletten, violetten und blauen Bereich des Spektrums erzeugt werden können, wobei die Gläser aber kein photochromes Verhalten aufweisen und kein Cadmiumsulfoselenid oder andere Kristallphasen enthalten, die bewirken, daß sie unerwünschte Merkmale haben, die Gläser aufweisen, die Cadmiumsulfoselenidkristalle enthalten.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung basiert auf der Thermoreduktion eines engen Intervalls von silberhalogenidhaltigen Glaszusammensetzungen, bei denen, wenn sie richtig wärmebehandelt würden, in-situ Silberhalogenidmikrokristalle erzeugt würden mit der entsprechenden Entwicklung eines photochromen Verhaltens. Genauer umfaßt die vorliegende Erfindung, daß man einen Glasgegenstand mit einer Zusammensetzung, die in dem in U.S. Patent Nr. 4 190 451 oben beschriebenen Bereich liegt, einer kontrollierten Wärmebehandlung in einer wasserstoffhaltigen Atmosphäre unterzieht.
  • Die Glaszusammensetzungen, die in diesem Patent offenbart werden, bestehen im wesentlichen, ausgedrückt in Gewichtsprozent, aus etwa 0 bis 2,5% Li&sub2;O, 0 bis 9% Na&sub2;O, 0 bis 17% K&sub2;O, 0 bis 6% Cs&sub2;O, 8 bis 20% Li&sub2;O + Na&sub2;O + K&sub2;O + Cs&sub2;O, 14 bis 23% B&sub2;O&sub3;, 5 bis 25% Al&sub2;O&sub3;, 0 bis 25% P&sub2;O, 20 bis 65% SiO&sub2;, 0,004 bis 0,02% CuO, 0,15 bis 0,3% Ag, 0,1 bis 0,25% Cl und 0,1 bis 0,2% Br, wobei das molare Verhältnis von Alkalimetalloxiden:B&sub2;O&sub3; im Bereich von etwa 0,55 bis 0,85 liegt und das Gewichtsverhältnis Ag:(Cl + Br) im Bereich von etwa 0,65 bis 0,95 liegt. In dem Patent wurde weiterhin die fakultative Gegenwart von insgesamt bis zu 10% 0 bis 6% ZrO&sub2;, 0 bis 3% TiO&sub2;, 0 bis 0,5% PbO, 0 bis 7% BaO, 0 bis 4% CaO, 0 bis 3% MgO, 0 bis 6% Nb&sub2;O&sub5;, 0 bis 4% La&sub2;O&sub3; und 0 bis 2% F beobachtet. Das Patent Nr. 4 190 451 wird ausdrücklich hier durch Bezugnahme eingeschlossen.
  • Der Ausdruck "im wesentlichen bestehend aus", wie er hier verwendet wird, bedeutet, daß keine wesentlichen Mengen nicht angegebener Inhaltsstoffe enthalten sein können, die die fundamentalen Eigenschaften der Zusammensetzung materiell beeinflussen. Der Ausdruck schließt jedoch nicht die Gegenwart von Materialien in verunreinigenden Mengen aus.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt, daß man einen Glasgegenstand mit einer Zusammensetzung, die innerhalb der oben angegebenen Intervalle liegt, einer wasserstoffhaltigen Atmosphäre in einer Wärmebehandlungskammer, die bei einer Temperatur von etwa 450 bis 500ºC betrieben wird, über einen Zeitraum aussetzt, der ausreicht (im allgemeinen mindestens etwa 0,5 Stunden), um eine integrale reduzierte Oberflächenschicht zu erzeugen mit einer Tiefe, die die Durchlässigkeit von Ultraviolettstrahlung und Strahlung mit einer Wellenlänge bis zu etwa 450 nm durch den Gegenstand stark abschwächen kann, was zu einer Oberflächenschicht mit einer hellgelben Färbung führt. Etwas geringere Temperaturen können wirksam sein, erfordern aber unerwünscht lange Behandlungszeiten und liefern keinen wesentlichen Vorteil. Der Ausdruck "stark abschwächend", wie er hier verwendet wird, bedeutet, daß die Durchlässigkeit der Strahlung etwa 20% nicht übersteigt. Der Gegenstand ist für sichtbare Strahlung mit Wellenlängen, die länger sind als in dem Bereich mit abgeschwächter Transmission, transparent.
  • Das Temperaturintervall von 450 bis 500ºC ermöglicht, daß sich die reduzierte Oberflächenschicht schnell entwickelt, ist aber ausreichend gering, um eine thermische optische Verzerrung des Glasgegenstandes zu vermeiden. Die Tiefe der Oberflächenschicht erhöht sich schneller als die Wärmebehandlungstemperatur ansteigt. Im Gegensatz zu photochromen Gläsern identischer Zusammensetzung, bei denen die Spektralabsorption der reduzierten Oberflächenschicht bekannterweise größere Farbveränderungen zeigt bei Veränderung der Brenntemperaturen, wird die Form des Absorptionsbandes bei den erfindungsgemäßen nicht photochromen Gegenständen nicht stark beeinflußt durch Veränderungen der Brenntemperatur.
  • Der Mechanismus, der der gelben Oberflächenverfärbung zugrunde liegt, wurde nicht vollständig geklärt. Da im wesentlichen keine Mikrokristalle aus Silberhalogenid in den erfindungsgemäßen Glasgegenständen vorhanden sind, ist der Färbungsmechanismus, der theoretisch in Patent Nr. 4 240 836 ausgeführt ist, nicht anwendbar. Der Ausdruck "im wesentlichen kein", wie er hier verwendet wird, bedeutet, daß keine bewußten Bemühungen unternommen wurden, indem für den Gegenstand eine Wärmebehandlung angewendet wurde, um in situ solche Kristalle zu entwickeln. Daher wurden Kristalle, wenn sie vorhanden sind, unabsichtlich erzeugt. Da die in der Oberflächenschicht der erfindungsgemäßen Gegenstände erzeugte Farbe nicht stark durch Veränderungen der Brenntemperatur beeinflußt wird (im Unterschied zu Färbungen, die erzeugt werden, wenn Silberha-logenidmikrokristalle vorhanden sind und metallisches Silber auf diesen Mikrokristallen ausgefällt wird), wird angenommen, daß die gelbe Färbung durch die Reduktion von Silberionen zu metallischem Silber entsteht.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • Figur 1 zeigt ein Diagramm, in dem die Durchlässigkeit gegen die Wellenlänge der Strahlung aufgetragen ist. Die Abszisse gibt die Wellenlänge in nm an und die Ordinate gibt die Durchlässigkeit in Prozent an.
  • Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
  • Corning Code 8112-Glas, das kommerziell von Corning Incorporated, Corning, New York, vermarktet wird zur Gestaltung von Brillen hat eine Zusammensetzung, die in den in U.S. Patent Nr. 4 190 451 oben offenbarten Bereichen liegt. Das Glas hat die folgende Zusammensetzung, ausgedrückt in Gewichtsteilen. Da sich die Summe der einzelnen Komponenten 100 eng annähert, können aus praktischen Gründen alle angegebenen Werte auch als Gew.-% angesehen werden.
  • Da Corning Code 8112-Glas kommerziell vertrieben wird, sodaß Gegenstände, die daraus gestaltet werden, leicht erhältlich sind, geben die folgenden Beispiele die Verwendung dieses Glases an. Corning Code 8112-Glas ist gut geglüht, wurde aber nicht der Wärmebehandlung unterzogen, die erforderlich ist, um ein photochromes Verhalten in dem Glas zu erzeugen.
  • Proben, die von Linsenrohlingen entnommen wurden, wurden auf eine Dicke von 2 mm geschliffen und poliert. Diese Proben wurden in eine Wärmebehandlungskammer gelegt und einer Temperatur von etwa 480ºC in einem Strom von Wasserstoffgas 1 Stunde, 2 Stunden bzw. 4 Stunden ausgesetzt. Die Tabelle unten gibt die Werte für die Farbwertanteile (x, y), die Lichtdurchlässigkeit (Yc) und die spektrale Reinheit (p), die aus den in der Tabelle angegebenen Werte errechnet wurde, an.
  • Die spektralen Durchlässigkeitsdaten für die Thermoreduktionsbehandlungen über 1 und 4 Stunden sind in Figur 1 angegeben. Die Kurve für das Beispiel, bei dem 1 Stunde lang gebrannt wurde (mit A bezeichnet) zeigt eine starke Abschwächung ohne eine vollständige Blockierung der Wellenlängen in der Nachbarschaft von 400 nm, wodurch eine geringe Menge an blauer Duchlässigkeit zugelassen wird. Im Gegensatz dazu tritt eine fast vollständige Blockierung von Wellenlängen in der Nähe von 400 nm auf nach einer Thermoreduktionsbehandlung über 4 Stunden. Dies wird in einer Kurve dargestellt, die als Kurve B bezeichnet ist.
  • Bei einer Untersuchung der obigen Beispiele ist zu ersehen, daß durch die Kontrolle der Parameter Wasserstoff, Brennzeit und Temperatur die Entwicklung von integralen Oberflächenschichten sorgfältig gesteuert werden kann, sodaß die Durchlässigkeit des Glasgegenstandes im Wellenlängenbereich in der Nähe von 400 nm kontrolliert werden kann.
  • Aus wirtschaftlichen Gründen umfaßt die am meisten bevorzugte Ausführungsform der Erfindung die Verwendung von Corning Code 8112-Glas bei Brennzeiten von weniger als etwa 1 Stunde bei etwa 480ºC.
  • Figur 1 zeigt auch die Durchlässigkeitskurve (Kurve C) für ein gelbes Cadmiumsulfoselenidglas, das von Corning Glass Works unter der Bezeichnung Nr.3384 vermarktet wurde. Ein gelber Farbfilter, der aus diesem Glas erzeugt wird, hat Farbwert-anteile x und y (Beleuchtung C) von 0,4632 bzw. 0,5146. Der Wert für die Lichtdurchlässigkeit (Y) war 75,1 und für die Farbreinheit etwa 95%.
  • Dieser Filter hat die vorher aufgeführten unerwünschten Merkmale. Außerdem sind die Durchlässigkeitseigenschaften im wesentlichen in dem Glas fixiert und unterliegen nicht einer Kontrolle durch eine Wärmebehandlung, wie in den Kurven A und B gezeigt. Jedoch können Gläser dieser Art noch angewendet werden für eine Anwendung, die einen relativ scharfen Grenzwert und eine vollständigere Blockierung bei geringeren Wellenlängen erfordert.

Claims (7)

1. Silberhalogenidhaltiger Glasgegenstand im wesentlichen frei von Silberhalogenidkristallen mit einer hellen gelben Färbung, der die Transmission von ultravioletter Strahlung und Strahlung mit einer Wellenlänge von bis zu etwa 450 nm stark abschwächt, wobei der Gegenstand eine integrale reduzierte Oberflächenschicht aufweist, wobei die Tiefe dieser Schicht so ist, daß sie wirksam verhindern kann, daß Ultraviolettstrahlung und Strahlung mit einer Wellenlänge bis zu etwa 450 nm durchgelassen wird.
2. Silberhalogenidhaltiges Glas nach Anspruch 1, worin das Glas im wesentlichen, ausgedrückt in Gew.-%, aus 0 bis 2,5% Li&sub2;O, 0 bis 9% Na&sub2;O, 0 bis 17% K&sub2;O, 0 bis 6% Cs&sub2;O, 8 bis 20% Li&sub2;O + Na&sub2;O + K&sub2;O + Cs&sub2;O, 14 bis 23% B&sub2;O&sub3;, 5 bis 25% Al&sub2;O&sub3;, bis 25% P&sub2;O&sub5;, 20 bis 65% SiO&sub2;, 0,004 bis 0,02% CuO, 0,15 bis 0,3% Ag, 0,1 bis 0,25% Cl und 0,1 bis 0,2% Br besteht, wobei das molare Verhältnis von Alkalioxiden:B&sub2;O&sub3; im Bereich von etwa 0,55 bis 0,85 liegt und das Gewichtsverhältnis von Ag:(Cl + Br) im Bereich von etwa 0,65 bis 0,95 liegt.
Silberhalogenidhaltiges Glas nach Anspruch 2, worin das Glas auch bis zu insgesamt 10% der folgenden Komponenten in den angegebenen Anteilen enthält, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 0 bis 6% ZrO&sub2;, 0 bis 3% TiO&sub2;, 0 bis 0,5% PbO, 0 bis 7% BaO, 0 bis 4% CaO, 0 bis 3% MgO, 0 bis 6% Nb&sub2;O&sub5;, bis 4% La&sub2;O&sub3; und 0 bis 2% F.
4. Verfahren zur Herstellung eines silberhalogenidhaltigen Glasgegenstandes, der im wesentlichen von Silberhalogenidkristallen frei ist, der eine helle gelbe Färbung aufweist, der die Transmission von Ultraviolettstrahlung und Strahlung mit einer Wellenlänge von bis zu etwa 450 nm stark abschwächt, der aber für Strahlung mit einer Wellenlänge, die länger ist als in dem Bereich mit abgeschwächter Transmission, transparent ist, wobei das Verfahren umfaßt, daß man den Gegenstand einer wasserstoffhaltigen Atmosphäre in einer Wärmbehandlungskammer aussetzt, die mit einer Temperatur von etwa 450 bis 500ºC über einen Zeitraum betrieben wird, der es zuläßt, eine integrale reduzierte Oberflächenschicht auf dem Gegenstand zu erzeugen, mit einer Tiefe, die die Transmission von Ultraviolettstrahlung und Strahlung mit einer Wellenlänge von bis zu etwa 450 nm wirksam stark abschwächen kann.
5. Verfahren nach Anspruch 4, worin der Gegenstand ein silberhalogenidhaltiges Glas umfaßt, das im wesentlichen, ausgedrückt in Gew.-%, aus 0 bis 2,5% Li&sub2;O, 0 bis 9% Na&sub2;O, 0 bis 17% K&sub2;O, 0 bis 6% Cs&sub2;O, 8 bis 20% Li&sub2;O + Na&sub2;O + K&sub2;O + Cs&sub2;O, 14 bis 23% B&sub2;O&sub3;, 5 bis 25% Al&sub2;O&sub3;, 0 bis 25% P&sub2;O&sub5;, 20 bis 65% SiO&sub2;, 0,004 bis 0,02% CuO, 0,15 bis 0,3% Ag, 0,1 bis 0,25% Cl und 0,1 bis 0,2% Br besteht, wobei das molare Verhältnis von Alkalioxiden:B&sub2;O&sub3; im Bereich von etwa 0,55 bis 0,85 liegt und das Gewichtsverhältnis von Ag:(Cl + Br) im Bereich von etwa 0,65 bis 0,95 liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, worin das silberhalogenidhaltige Glas auch bis zu insgesamt 10% der folgenden Komponenten in den angegebenen Anteilen enthält, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 0 bis 6% ZrO&sub2;, 0 bis 3% TiO&sub2;, 0 bis 0,5% PbO, 0 bis 7% BaO, 0 bis 4% CaO, 0 bis 3% MgO, 0 bis 6% Nb&sub2;O&sub5;, bis 4% La&sub2;O&sub3; und 0 bis 2% F.
7. Verfahren nach Anspruch 4, worin der Zeitraum mindestens 0,5 Stunden ist.
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