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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Verfahren zur Diagnose
und Überwachung
der Alzheimer-Erkrankung. Genauer gesagt betrifft die vorliegende
Erfindung das Messen der Menge des Tau-Proteins und/oder der Menge
von β-amyloidem
Peptid (x– ≥ 41) in Flüssigkeitsproben
von Patienten, sowie die Verwendung dieser Mengen als diagnostischen
Indikator.
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Die
Alzheimer-Erkrankung (Alzheimer's
disease, AD) ist in eine degenerative Hirnerkrankung charakterisiert
klinisch durch den fortschreitenden Verlust des Gedächtnisses,
des Erkennungsvermögens,
des logischen Denkens, des Urteilsvermögens sowie der emotionalen
Stabilität,
was allmählich
zu schweren geistigen Schäden
und letztendlich zum Tod führt.
AD ist eine sehr häufige
Ursache für
voranschreitende geistige Fehlfunktion (Demenz) in Menschen vorangeschrittenen
Alters und man glaubt, dass sie die am vierthäufigste allgemeine medizinische
Ursache für
Tod in den Vereinigten Staaten darstellt. AD wurde in allen Rassen
und ethnischen Gruppen weltweit beobachtet und stellt eines der
bedeuteten derzeitigen wie zukünftigen öffentlichen Gesundheitsproblemen
dar. Diese Erkrankung – so
schätzt
man – betrifft
derzeit etwa zwei bis drei Millionen Individuen in den Vereinigten
Staaten. AD ist derzeit unheilbar. Man kennt derzeit keine Behandlung,
welche effektiv AD verhindert oder ihre Symptome zurückdrängt.
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Die
Gehirne der Individuen mit AD zeigen charakteristische Läsionen,
die man senile Plaques nennt und neurofibrilläre Tangles. Eine Vielzahl dieser
Läsionen
finden sich im Allgemeinen in mehreren Regionen des menschlichen
Hirns, wichtig für
das Gedächtnis
und die Erkennungsfunktion, für
Patienten mit AD. Eine kleinere Anzahl dieser Läsionen findet sich in einer
begrenzten anatomischen Verteilung oftmals in den Gehirnen von im
Alter vorangeschrittenen Personen, die keine klinischen AD-Anzeichen
aufweisen. Senile Plaques und amyloide Angiopathie charakterisieren
auch die Gehirne von Individu en überhalb
eines gewissen Alters mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) und heriditärer cerebraler
Hämorrhagie
mit Amyloidose des Dutch-Typs (HCHWA-D, Hereditary Cerebral Hemorrhage
with Amyloidosis of the Dutch-Type). Derzeit verlangt eine definitive
Diagnose von Alzheimer üblicherweise
die Beobachtung der oben genannten Läsionen im Gehirngewebe der
Patienten, die mit der Erkrankung gestorben sind oder – in selteneren
Fällen – in kleinen
Biopsie-Proben von Gehirngewebe genommen während einer eingreifenden neurochirurgischen
Prozedur. Das prinzipielle chemische Bestandteil der senilen Plaques
und der vaskulären
amyloiden Ablagerungen (amyloide Angiopathie), die charakteristisch
für AD
und die anderen oben genannten Erkrankungen sind, ist ein etwa 4,2
Kilodalton (kD) großes
Protein von etwa 39–43
Aminosäuren,
genannt, das Amyloid-β-Peptid
(Aβ) oder
manchmal βAP,
AβP oder β/A4. Die
erste Aufreinigung Aβ sowie
der erste Bericht einer partiellen Aminosäuresequenz stammt von Glenner
und Wong (1984) Biochem. Biophys. Res. Commun. 120: 885–890. Die
Isolationsprozedur und die Sequenzdaten für die ersten 28 Aminosäuren werden
in US-Patent Nr. 4,666,829 beschrieben. Formen von Aβ mit Aminosäuren von
weniger als 40 wurden zuerst berichtet von Kang et al. (1987) Nature 325:
733–736.
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Roher
et al. (1993) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 90: 10836–840 zeigten,
dass Aβ (1–42) der
Hauptbestandteil in neuritischen (= Nerven-)Plaques (90%) ist und
zwar mit signifikanten Mengen von isomerisierten und racemisierten
Aspartylresten. Die Autoren haben auch gezeigt, dass Aβ (17–42) auch
in diffusen Plaques (70%) vorherrscht, wohingegen Aβ (1–40) der
Hauptbestandteil in den meningo-vaskulären Plaques ist, umfassend
60% am gesamten Aβ und
in parenchymalen Gefäßen Ablagerungen
von Aβ (1–42) 75%
am gesamten Aβ repräsentieren.
Iwatsubo et al. (1994) Neuron 13: 45–53 zeigten, dass Aβ42 (43) positive
senile Plaques die hauptsächliche
Spezies in sporadischen AD-Gehirnen ist.
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Molekularbiologische
und Protein-chemische Analysen, durchgeführt während der letzten Jahre haben
gezeigt, dass Aβ ein
kleines Fragment eines viel größeren Vorläuferproteins
ist, das man als das β-Amyloid-Vorläufer-Protein
(β-amyloid
precursor protein, APP) bezeichnet, welches normalerweise von Zellen
in vielen Geweben von verschiedenen Tieren, einschließend Menschen,
produziert wird. Die Kenntnis der Struktur des Gens, welches APP
codiert, hat demonstriert, dass Aβ als
ein Peptidfragment in Erscheinung tritt, das von Carboxylterminusende
von APP von bislang unbekannten Enzymen (Protease) abgeschnitten
wird. Der präzise
biochemische Mechanismus, durch welchen das Aβ-Fragment vom APP abgeschnitten
wird, und nachfolgend als Amyloid-Plaques in den cerebralen Geweben
und in den Wänden
der cerebralen und meningealen Blutgefäßen abgeschieden wird, ist
derzeit unbekannt.
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Verschiedene
Linien des Nachweises zeigen an, dass das Voranschreitender cerebralen
Abscheidung von Aβ eine
grundlegende Rolle in der Pathogenese von AD spielt und kognitiven
Symptomen um Jahre oder Jahrzehnte vorausgeht (für einen Review, siehe Selkoe
(1994) J. Neuropath. and Exp. Neurol. 53: 438–447 und Selkoe (1991) Neuron
6: 487). Die am meisten hervorzuhebende, wichtigste Nachweiskette
ist die Entdeckung aus 1991, dass Missense-DNA-Mutationen an Aminosäure 717
der 770-Aminosäure-Isoform
von APP in betroffenen Mitgliedern, jedoch nicht in nichtbetroffenen
Mitgliedern mehrerer Familien mit einer genetisch bestimmten (familiären) Form
von AD gefunden werden können
(Goate et al. (1991) Nature 349: 704–706; Chartier Harlan et al.
(1991) Nature 353: 844–846;
und Murrell et al. (1991) Science 254: 97–– 99). Suzuki et al. (1994)
Science 264: 1336–1340
zeigten, dass in Personen mit der 717-Mutation ein höherer Prozentsatz an
Aβ (1–42) als
an Aβ (1–40) auftritt.
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Darüber hinaus
wurde 1992 von einer Doppel-Mutation, verändernd Lysin595-Methionin596 zu Asparagin595-Leucin596 (bezogen auf die 695-Isoform), gefunden
in schwedischen Familien, berichtet (Mullan et al. (1992) Nature
Genet 1: 345–347),
und diese wird als die schwedische Variante bezeichnet. Genetische Verknüpfungsanalysen
haben demonstriert, dass diese Mutationen, wie auch bestimmte andere
Mutationen des APP-Gens, die spezifische molekulare Ursache von
AD in den betroffenen Mitgliedern solcher Familien darstellen. Darüber hinaus
wurde eine Mutation von der Aminosäure 693 der 770-Aminosäure-Isoform
von APP als Ursache für
Aβ-Ablagerungserkrankung
HCHWA-D identifiziert und eine Veränderung von Alanin zu Glycin
an Aminosäure
692 scheint einen Phenotyp zu erzeugen, der AD in einigen Patienten ähnelt, jedoch HCHWA-D
in anderen. Die Entdeckung dieser und anderer Mutationen in APP
in genetisch basierten Fällen von
AD spricht dafür,
dass die Veränderung
von APP und die nachfolgende Ablagerungen des Aβ-Fragments AD verursachen können.
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Neurofibrilläre Tangles
bestehen in erster Linie aus dem Mikrotubulin-Protein, Tau. Z. S.
Khachaturian (1985) Arch. Neurol. 42: 1097–1105. Jüngste Untersuchungen haben
gezeigt, dass Tau erhöht
in der CSF von an Alzheimer erkrankten Patienten vorliegt. M. Vandermeeren
et al. (1993) J. Neurochem. 61: 1828–1834.
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Trotz
des Fortschritts, der im Verständnis
der zugrundeliegenden Mechanismen von AD erzielt wurde, besteht
weiterhin das Bedürfnis,
Verfahren zur Anwendung in der Diagnose dieser Erkrankungen zu entwickeln.
Während
der Grad von Tau eine gewisse Hilfe in der Diagnose von Alzheimer
darstellt (M. Vandermeeren et al., supra), wären mehr Marker und mehr spezifische
Marker hilfreich. Es wäre
fernerhin wünschenswert, Verfahren
zur Verwendung in der Diagnose zu von Aβ-verwandten Konditionen bereitzustellen,
wobei die Diagnose zumindest teilweise auf der Detektion von Aβ und verwandten
Fragmenten in Flüssigkeitsproben
von Patienten basiert. Spezifische Assays für die Aβ-Detektion sollten in der Lage
sein, Aβ und
verwandte Fragmente in Flüssigkeitsproben
in sehr geringen Konzentrationen nachzuweisen, wie auch zwischen
Aβ und anderen
von APP zu unterscheiden, die in einer Probe vorliegen können.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Glenner
und Wong (1984) Biochem. Biophys. Res. Commun. 120: 885–890 und
US-Patent Nr. 4,666,829
werden oben diskutiert. Das '829-Patent
legt die Verwendung eines Antikörpers
gegen das 28-Aminosäure-Aβ-Fragment
nahe, um das "Alzheimer-Amyloid-Polypeptid" in einer Probe eines
Patienten zu Detektierung und Alzheimer zu diagnostizieren. Keine
Daten, welche die Detektion oder Diagnose demonstrieren, werden
vorgestellt.
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Verschiedene
biochemische elektronenmikroskopische und immunochemische Studien
haben berichtet, dass Aβ höchst unlöslich in
physiologischen Lösungen
bei normalem pH ist. Siehe beispielsweise Glenner und Wong (1984)
Biochem. Biophys. Res. Commun. 122: 1131–1135; Masters et al. (1985)
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 82: 4245–4249; Selkoe et al. (1986)
J. Neurochem. 46: 1820–1834;
Joachim et al. (1988) Brain Research 474: 100–111; Hilbich et al. (1991)
J. Mol. Biol. 218: 149–163;
Barrow und Zagorski (1991) Science 253: 179–182; und Burdick et al. (1992)
J. Biol. Chem. 267: 546–554.
Des Weiteren wurde diese Unlöslichkeit
vorhergesagt durch und ist konsistent mit der Aminosäuresequenz
Aβ, die
ein Stück
von hydrophoben Aminosäuren
einschließt,
das einen Teil der Region konstituiert, der das Stammprotein (APP)
in den Lipid-Membranen von Zellen verankert. Hydrophobe, lipid-verankernde
Proteine, wie z. B. Aβ,
werden vermutungsgemäß mit zellulären Membranen
oder Membranfragmenten assoziiert bleiben und folglich nicht in
physiologisch extrazellulären
Flüssigkeiten
vorliegen. Die oben erwähnten
Untersuchungen und viele andere haben die Unlöslichkeit in physiologischer
Lösung
des nativen Aβ,
aufgereinigt aus AD-Gehirn-amyloiden Ablagerungen, oder von synthetischen
Peptiden enthaltend die Aβ-Sequenz
berichtet. Die Extraktion von Aβ aus
cerebralen amyloiden Ablagerungen und ihre nachfolgende Löslichmachung
hat die Verwendungen von nicht physiologischen Lösungsmitteln und denaturierenden
Agenzien verlangt. Physiologische, gepufferte Salzlösungen,
welche die extrazellulären
Flüssigkeiten
der menschlichen Gewebe nachstellen, haben einheitlich nicht ausgereicht,
Aβ in Lösung zu
bringen.
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Weitere
Versuche, APP oder Fragmente davon in Plasma oder in CSF zu detektieren,
wurden auch unternommen. Ein großes sekrentiertes Fragment
von APP, das keine intakte Aβ-Region
enthält,
wurde in menschlicher cerebrospinaler Flüssigkeit gefunden. (Palmert
et al. (1989) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 86: 6338–6342; Weidemann
et al. (1989) Cell 57: 115–126;
Henriksson et al. (1991) J. Neurochem. 56: 1037–1042; Palmert et al. (1990)
Neurology 40: 1028–1034;
und Seubert et al. (1993) Nature 361: 260–263) sowie im Plasma (Podlisny
et al. (1990) Biochem. Biophys. Res. Commun. 167: 1094–1101).
Die Detektion von Fragmenten des carboxyendständigen Abschnitts von APP im
Plasma wurde auch berichtet (Rumble et al. (1989) N. Engl. J. Ned.
320: 1446–1452),
ebenso wie das Scheitern des Nachweises dieser Fragmente (Schlossmacher
et al. (1992) Neurobiol. Aging 13: 421–434).
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Trotz
der offensichtlichen Unlöslichkeit
von nativem und synthetischem Aβ wurde
spekuliert, dass das Aβ unter
Umständen
in Körperflüssigkeiten
vorkommt, wie z. B. der cerebrospinalen Flüssigkeit (cerebrospinal fluid,
CSF) oder im Plasma (Wong et al. (1984) Proc. Natl. Acad. Sci. USA
92: 8729–8732;
Selkoe (1986) Neurobiol. Aging 7: 425–432; Pardridge et al. (1987)
Biochem. Biophys. Res. Commun. 145: 241–248; Joachim et al. (1989)
Nature 341: 226–230;
Selkoe et al. (1989) Neurobiol. Aging 10: 387–395).
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Von
mehreren Versuchen, Aβ in
CSF und Plasma zu messen, wurden berichtet, sowohl durch Radioimmunoassayverfahren
(WO90/12870, publiziert am 1. November 1990) wie auch durch Sandwich-ELISAs (Wisniewski
in Alzheimer's Disease,
Hrsg. Becker und Giacobini, Taylor und Francas, N.Y. S. 206, 1990;
Kim und Wisniewski in Techniques in Diagnostic Pathology, Hrsg.
Bullock et al., Academic Press, Boston S. 106; und WO90/12871, publiziert
am 1. November 1990). Während
diese Berichte sehr geringe Spiegel von Aβ-Immunoreaktivität in Körperflüssigkeiten
nachgewiesen haben, wurden keine Versuche der direkten Aufreinigung und
weiteren Charakterisierung dieser Immunoreaktivität wie auch
der Bestimmung, ob sie Aβ repräsentierte, durchgeführt, und
die Bemühungen
wurden eingestellt. Die Möglichkeit
der Aβ-Produktion
durch kultivierte Zellen wurde nie in Betracht gezogen, noch je
gezeigt.
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Retrospektiv
war die Unfähigkeit,
Aβ leicht
in Körperflüssigkeiten
nachzuweisen, wahrscheinlich auf die Gegenwart von amyloiden Vorläuferfragmenten
zurückzuführen, mit überlappenden
Regionen oder auf Fragmente von Aβ,
welche die Messungen verschleierten sowie auf das Nichtvorhandensein
von Antikörpern, die
vollständig
spezifisch für
intaktes Aβ sind.
Dies liegt vermutlich daran, dass die Antikörper, verwendet von beiden
Gruppen, mit anderen APP-Fragmenten überkreuz reagieren würden, welche
Teile von Aβ enthalten, von
denen bekannt ist, dass sie in CSF vorliegen, wodurch eine Wechselwirkung
mit der Messung erzielt würde,
falls überhaupt
eine von intaktem Aβ gelingt.
Diese Schwierigkeiten wurden ausgeräumt durch die Verwendung von
monoklonalen Antikörpern,
spezifisch für
ein Epitop in der zentralen Verbindungsregion von intaktem Aβ (Seubert
et al. (1992) Nature 359: 325–327).
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Seubert
et al. (1992) Nature 359: 325–327
und Shoji et al. Science (1992) 258: 126–129 stellten den ersten biochemischen
Nachweis für
das Vorliegen von diskretem Aβ in
Körperflüssigkeiten
zur Verfügung.
Vigo-Pelfrey et al. (1993) J. Neurochem. 61: 1965–1968 berichteten
von der Identifikation von vielen Aβ-Spezies in cerebrospinaler
Flüssigkeit.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt Verfahren, verwendbar zur Unterstützung in
der Diagnose sowie im Überwachen
von Aβ-verwandten
Konditionen in Patienten zur Verfügung, wobei die Verfahren sich
auf die spezifische Detektion von Flüssigkeitsproben in Patienten
von einem oder mehreren löslichen
Aβ oder
löslichen Aβ-Fragmenten
verlassen, die Aminosäurereste
oberhalb der Nr. 40 in ihrem Carboxy-Terminus aufweisen. Diese Peptide
werden als "Aβ (x– ≥ 41)" bezeichnet (Aβ von der
Aminosäure
Nr. "x" zu einer Aminosäure größer oder
gleich der Aminosäure
Nr. 41). In einer Ausführungsform
gehören
die gemessenen Peptide zur Klasse von Aβ (x– ≥ 41), welche zumindest die Aminosäuren 13–41 enthalten.
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Für die Diagnose
und Überwachung
von Aβ-verwandten
Konditionen wird die Menge der oben genannten Peptide in einer Flüssigkeitsprobe
eines Patienten, speziell in der cerebrospinalen Flüssigkeit
(CSF) gemessen und mit einem vorbestimmten Wert verglichen, wie
z. B. einem Indikatorwert (im Fall der Diagnose) oder einem früheren Patientenwert
(im Fall der Überwachung).
Im Fall der Diagnose werden die gemessenen Werte von Aβ (x– ≥ 41), die
oberhalb des Indikatorwertes liegen, als starken Hinweis darauf
betrachtet, dass der Patient nicht unter AD oder anderen Aβ-verwandten Zuständen leidet.
Jedoch kann diese Information auch zusammen mit weiteren Faktoren
bei der Erstellung einer bestimmenden Diagnose berücksichtigt
werden. Gemessene Werte von Aβ (x– ≥ 41), die
bei oder unterhalb des Indikatorwertes liegen, werden als positive
Indikation bewertet, dass der Patient unter AD oder anderen Aβ-verwandten
Beziehungen leidet. Der niedrige Aβ (x– ≥ 41)-Status des getesteten Individuums
wird üblicherweise
nicht per se als diagnostisch bestimmend für einen Aβ-verwandten Zustand gelten, sondern wird
zusammen mit anderen akzeptierten klinischen Symptomen von Aβ-verwandten
Zuständen
beim Erstellen der Diagnose berücksichtigt
werden. In cerebrospinaler Flüssigkeit
ist ein Indikatorwert von etwa 0,5 ng/ml bedeutsam.
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In
einem speziellen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung spezifische
Bindungsassays bereit, die für den
Nachweis von löslichem
Aβ (x– ≥ 41) in Flüssigkeitsproben
bedeutsam sind, und die in für
Patienten diagnostischen und überwachenden
Verfahren, wie gerade beschrieben, eingesetzt werden können.
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Spezifische
Bindungsassays gemäß der vorliegenden
Erfindung setzten zwei bindende Substanzen ein, die spezifisch für unterschiedliche
Epitope oder bestimmte Stellen auf dem Aβ (x– ≥ 41) Molekül sind. Ein Epitop oder eine
Stelle befindet sich üblicherweise
nicht auf anderen Fragmenten oder Abbauprodukten des amyloiden β-Vorläuferproteins
(APP), um Kreuzreaktionen mit diesen Fragmenten zu vermeiden. Insbesondere
bedeutsam sind Antikörper,
welche eine Verbindungsregion innerhalb von Aβ erkennen, wobei die Verbindungsregion
um die Stelle der normalen proteolytischen Schnittstelle von APP
zwischen den Resten Lys16 und Leu17 liegt (Esch et al. (1990) Science
248: 492–495
und Anderson et al. (1991) Neuro. Science Lett. 128: 126–128), und
typischerweise durch die Aminosäurereste
13 bis 26 aufgespannt wird. Das andere Epitop oder die andere Stelle
enthalten zumindest eine Aminosäure über Aminosäure Nr.
40 von Aβ hinaus,
die essentiell für
die Erkennung ist, jedoch nicht kreuzreagiert mit Aβ oder Aβ-Fragmenten,
deren carboxyterminales Aminosäure
Nr. 40 oder niedriger ist. Exemplarische spezifische Bindungsassays
schließen
Zwei-Stellen (Sandwich)-Assays
ein, in welchen der einfangende Antikörper spezifisch für die Verbindungsregion
von Aβ ist,
wie bereits beschrieben, und ein zweiter nachweisbarer Antikörper spezifisch
für ein
Epitop oder eine Stelle, enthaltend zumindest eine Aβ-Aminosäure über der
Nr. 40 hinaus ist. Insbesondere kann der zweite Antikörper durch
Immunisation mit einem Hapten, enthaltend Aβ-Aminosäuren 33–42 erzeugt werden.
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Diese
Erfindung stellt auch Verfahren zum Unterstützen in der Diagnose oder Überwachung
von Alzheimer-Erkrankung in einem Patienten bereit, welche Messungen
sowohl von Aβ (x– ≥ 41) und des
Mikrotubulus-Proteins Tau einschließen. Die Verfahren schließen die
Messung der Menge von einem oder mehreren löslichen Aβ (x– ≥ 41) in der Probe eines Patienten
ein; den Vergleich der gemessenen Menge mit einer vorbestimmten
Menge von löslichem
Aβ (x– ≥ 41); das
Messen der Menge von Tau in der Probe eines Patienten; den Vergleich
der gemessenen Menge mit einer vorbestimmten Menge von besagtem
Tau; sowie die Bewertung des Status des Patienten, basierend auf
einem Unterschied zwischen den gemessenen und vorbestimmten Werten
von Aβ (x– ≥ 41) und Tau.
Wiederum kann eine vorbestimmte Menge ein Indikatorwert oder ein früherer Patientenwert
sein. Eine gemessene Menge bei oder unterhalb des Aβ (x– ≥ 41)-Indikatorwerts
und bei oder oberhalb des Tauindikatorwerts liefert einen positiven
Hinweis in der Diagnose der Alzheimer-Erkrankung, wobei eine gemessene
Menge oberhalb des des Aβ (x– ≥ 41)-Indikatorwerts
und unterhalb des Tauindikatorwerts eine negative Indikation der
Diagnose der Alzheimer-Erkrankung zur Verfügung stellt. Indikatorwerte
in der CSF von ungefähr
0,5 ng/ml für
Aβ (x– ≥ 41) und ungefähr 0,3 ng/ml
für Tau
sind bedeutsam.
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Diese
Erfindung stellt auch Kits zum Unterstützen in der Diagnose der Alzheimer-Erkrankung
bereit. Die Kits schließen
eine bindende Substanz ein, welche Aβ (x– ≥ 41) bindet, jedoch nicht an
Aβ (≥ 40) bindet, sowie
eine bindende Substanz, welche Tau bindet. In einer Ausführungsform
enthält
der Kit vier Antikörper:
- a) einen ungelabelten Antikörper, welcher an die Verbindungsregion
von Aβ bindet;
- b) einen nachweisbar gelabelten Antikörper, welcher ein Epitop enthaltend
eine Aminosäure
oberhalb Nr. 40 in Aβ bindet;
- c) einen ungelabelten Antikörper,
welcher an Tau bindet; und
- d) einen nachweisbar gelabelten Antikörper, der an Tau bindet.
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In
einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein System
zum Nachweis von einem der mehreren Aβ (x– ≥ 41) in einer Flüssigkeitsprobe
bereit. Das System schließt
eine erste bindende Substanz ein, typischerweise ein Antikörper, spezifisch
für ein
Epitop in einer Bindungsregion von Aβ, wie oben beschrieben, sowie
eine zweite bindende Substanz, typischerweise einen Antikörper, spezifisch
für ein
Epitop von Aβ, enthaltend
eine Aminosäure
oberhalb Aminosäure
Nr. 40 von Aβ am
Carboxy-Terminus hinaus, essentiell für die Erkennung. Die erste
bindende Substanz ist ein Anti-Aβ-Antikörper, gebunden
an eine feste Phase, während
die andere ein Reporter-Antikörper
gegen den Aβ-Carboxy-Terminus
ist. Der Reporter-Antikörper
kann selbst gelabelt sein oder kann durch einen weiteren Antikörper nachweisbar
sein (beispielsweise ein Kaninchen-Antikörper, erkennbar durch gelabelte
oder Enzym-konjugierte Anti-Kaninchen-Antikörper). Das System kann des
Weiteren ein Substrat für
einen Enzymlabel enthalten. Das System ist bedeutsam im Durchführen von
Enzyme-linked Immunosorbent Assays (ELISA), welche eine hohe Spezifizität und Sensitivität für den Nachweis
von A (x– ≥ 41) in Flüssigkeitsproben
aufweisen.
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In
einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung Verfahren zum Screenen
einer Verbindung bereit, um ihre Fähigkeit zu stimmen, die Menge
von Aβ (x– ≥ 41) in der
CSF zu verändern.
Die Verfahren involvieren das Messen einer ersten Menge an löslichem
Aβ (x– ≥ 41) in der
CSF eines nicht-menschlichen Tiers, verwendet als Modell der Alzheimer-Erkrankung; die Verabreichung
der Verbindung an ein nicht-menschliches Tier; das Messen einer
zweiten Menge eines löslichen
Aβ (x– ≥ 41) in der
CSF des nicht-menschlichen
Tieres; und das Vergleichen der ersten Menge mit der zweiten Menge.
Der Unterschied zeigt an, ob die Verbindung Aβ (x– ≥ 41) in der CSF vergrößert, wobei
sie in diesem Fall bedeutsam in der Behandlung von Alzheimer sein
kann; oder die Menge verringert, wobei in diesem Fall die Verbindung
Alzheimer verstärken
oder beschleunigen könnte.
Das nicht-menschliche Tier ist vorzugsweise ein Säugetier,
mehr bevorzugt ein Nager und am meisten bevorzugt eine Maus.
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In
einem weiteren Aspekt stellt diese Erfindung Verfahren zum Screenen
einer Verbindung bereit, um ihre Fähigkeit zu bestimmen, die Menge
sowohl von Aβ (x– ≥ 41) als auch
Tau in der CSF zu verändern,
involvierend das Messen einer ersten Menge von einem oder mehreren
löslichen
Aβ (x– ≥ 41) eines
nicht-menschlichen Tieres, verwendet als Modell der Alzheimer-Erkrankung;
Messen einer ersten Menge von Tau in der CSF des nicht-menschlichen
Tieres; Verabreichen der Verbindung an ein nicht-menschliches Tier; Messen einer zweiten
Menge von besagtem einen oder mehreren löslichen Aβ (x– ≥ 41) in der CSF des nicht-menschlichen
Tieres; Messen einer zweiten Menge von Tau in der CSF eines nicht-menschlichen
Tieres; und Vergleichen der ersten Menge mit den jeweiligen zweiten
Mengen, wobei der Unterschied andeutet, ob die Verbindung die Menge
an löslichem
Aβ (x– ≥ 41) verstärkt, vermindert
oder unverändert
lässt bzw.
die Menge an Tau in der CSF verstärkt, vermindert oder unverändert lässt. Die
Information ist bedeutsam, wie oben erwähnt, um Verbindungen zu identifizieren,
die bedeutsam in der Behandlung von Alzheimer sein können oder
welche Alzheimer verstärken
oder beschleunigen könnten.
Das nicht-menschliche Tier ist vorzugsweise ein Säugetier, mehr
bevorzugt ein Nager und am meisten bevorzugt eine Maus.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
die Ergebnisse eines EILISA-Assays unter Verwendung von Antikörper 266
(gerichtet auf die Aβ-Verknüpfungsregion)
sowie Antikörper
277/2 (gerichtet auf Aβ-Aminosäure 33–42), um
Aβ (42)
zu detektieren, aber nicht Aβ (28),
Aβ (38)
oder Aβ (40).
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2 zeigt
die Mengen von Aβ (x– ≥ 41) in CSF
von Kontroll-Patienten (C) und AD-Patienten (AD) in Gruppe A, wie sie
durch ELISA detektiert werden.
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3 zeigt
die Menge von Aβ (x– ≥ 41) in CSF
von AD-Patienten (AD) nicht-Alzheimer-neurologischen
Kontrollen (NC) und Kontrollen (C) in Gruppe B, wie durch ELISA
detektiert.
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4 zeigt
die Mengen von Aβ (x– ≥ 41) in CSF
von AD-Patienten (AD), nicht-Alzheimer-neurologischen
Kontrollen (ND) und Nicht-Demenz-Kontrollen (NC), wie durch ELISA
detektiert.
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5 zeigt
die Mengen von Tau in CSF von Patienten mit Alzheimer-Krankheit
(AD), nicht-Alzheimer-neurologischen Kontrollen (ND) und Nicht-Demenz-Kontroll-Patienten (NC).
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6 zeigt
die Mengen von Aβ (x– ≥ 41) und Tau
in CSF von Patienten mit Alzheimer-Krankheit (AD), nicht-Alzheimer-neurologischen
Kontrollen (ND) und Nicht-Demenz-Kontrollen
(NC). Daten der 4 und 5 werden
kombiniert, um den Effekt der gleichzeitigen Betrachtung der beiden
Messungen beim Diskriminieren der AD-Gruppe zu illustrieren. Die
Linien deuten optimierte Cupoffs an. Der hohe Tau/niedrige Aβ (x– ≥ 41)-Quadrant
enthält
AD-Patienten mit nur einer einzigen Ausnahme (21 von 22 Patienten),
wobei der niedrige Tau/hoch-Aβ (x– ≥ 41)-Quadrant
nur Kontroll-Individuen enthält.
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Beschreibung der spezifischen
Ausführungsformen
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Die
vorliegende Erfindung rührt
zumindest teilweise von der Entdeckung her, dass die cerebrospinale Flüssigkeit
("CSF") von Individuen,
die unter Alzheimer-Erkrankung leiden, im Allgemeinen Aβ (x– ≥ 41) in Mengen
enthält,
die am äußersten
unteren Ende des normalen Bereichs liegen; der in CSF von Nicht-Alzheimer-Individuen
vorliegt und insbesondere unterhalb von 0,5 ng/ml. Diese Entdeckung
ist überraschend,
da die Mehrheit der Aβ-Ablagerung
in Gehirngewebe von Patienten, die unter Alzheimer-Erkrankung leiden,
Aβ (1–42) darstellt
und signifikant erhöht,
im Vergleich zu den Mengen von Aβ (1–42) in
Nicht-Alzheimer-Individuen ist.
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Basierend
auf dieser Entdeckung stellt die vorliegende Erfindung Verfahren
zur Diagnose und zur Überwachung
der Alzheimer-Erkrankung zur Verfügung. Gemäß eines Verfahrens wird eine
Patientenprobe zuerst erhalten. Die Patientenprobe ist üblicherweise
eine Flüssigkeitsprobe
und vorzugsweise eine cerebrospinale Flüssigkeit. Anschließend wird
die Menge des löslichen
Aβ (x– ≥ 41) in der
Probe des Patienten gemessen. Ein bevorzugtes Verfahren zum Messen
der Menge erfolgt durch Anwendung des Sandwichassays, wie hier beschrieben.
Die gemessene Menge wird dann verglichen mit einem vorbestimmten
Wert, wie z. B. einem Indikatorwert im Falle der Diagnose oder einem
früheren
Patientenwert im Falle der Überwachung.
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Der
Status des Patienten wird bewertet basierend auf dem Unterschied
zwischen beiden Mengen.
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Wie
in größerem Detail
unten beschrieben, wird das Verfahren der vorliegenden Erfindung
bedeutsam sowohl als positiver wie auch als negativer Indikator
für AD
und andere Aβ-verwandte
Bedingungen in getesteten Individuen sein. Die Daten im experimentellen
Abschnitt zeigen, dass Individuen, die nicht unter Alzheimer-Erkrankung
leiden, CSF-Konzentrationen von löslichem Aβ (x– ≥ 41) aufweisen, die von 0,2 ng/ml
bis etwa 1,0 ng/ml reichen. Jedoch Patienten mit Alzheimer-Erkrankung
weisen CSF-Konzentrationen
von löslichem
Aβ (x– ≥ 41) im Allgemeinen
unterhalb von 0,5 ng/ml auf. Folglich ist die gemessene Menge oberhalb
des Indikatorwerts etwa 0,5 ng/ml eine sehr starke negative Indikation
der Alzheimer-Erkrankung. Das heißt, dass Individuen mit solchen
Spiegeln als weniger wahrscheinlich unter einer Aβ-verwandten
Erkrankung, insbesondere unter Alzheimer-Erkrankung, leidend betrachtet
werden müssen.
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Ein
Indikatorwert von 0,7 ng/ml wird die Anzahl der falsch-negativen
gemessenen Werte reduzieren und ist auch bedeutsam als vorbestimmte
Menge. Im Gegensatz dazu wird dann eine gemessene Menge unterhalb
des Indikatorwerts 0,5 ng/ml ein positiver Indikatorwert der Alzheimer-Erkrankung
sein und Individuen, die diese Spiegel aufweisen, werden als höher wahrscheinlich
an Alzheimer-Erkrankung leidend betrachtet. Ein Indikatorwert von
0,45 ng/ml reduziert die Anzahl der falsch-positiven Werte und ist
auch bedeutsam als ein vorbestimmter Wert. Da jedoch Werte unter
0,5 ng/ml und 0,45 ng/ml am unteren Ende des normalen Bereichs gefundenen
in Nicht-Alzheimer-Individuen
liegen, reicht jedoch ein gemessener Wert unterhalb des Indikatorspiegels
nicht aus, um selbst eine Diagnose der Alzheimer-Krankheit zur Verfügung zu
stellen. Folglich werden die Verfahren der vorliegenden Erfindung
bedeutsam als Teil einer diagnostischen Prozedur sein, die auch
andere bekannte AD-Symptome berücksichtigen
wird, wie z. B. diejenigen, beschrieben in den NINCDS-ADRDA-Kriterien
(beispielsweise klinische Demenz und Gedächtnisbeeinträchtigungen).
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Die
Erfindung rührt
auch teilweise von der Entdeckung her, dass das Auffinden von Aβ (x– ≥ 41) am unteren
Ende des Normalbereichs zusammen mit dem Auffinden von höheren als
normalen Mengen an Tau in dem CSF eines Individuums ein stärker positiven
Indikator der Alzheimer-Erkrankung darstellt, verglichen mit dem
jeweiligen Einzelbefund und ein Finden von hohen Leveln Aβ (x– ≥ 41) und niedrigen
Leveln an Tau in dem CSF eines Individuums ein sehr stark negativer
Indikator der Alzheimer-Erkrankung
ist. Folglich scheint die kombinierte Verwendung dieser beiden Marker
eine signifikant komplementäre
diagnostische Information zu liefern.
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Die
Daten, präsentiert
in 6, zeigen, dass Patienten, die hohe Tauwerte zeigen
(oberhalb von etwa 0,3 ng/ml) und niedrige Aβ (x– ≥ 41) (unterhalb von etwa 0,5
ng/ml) eine 96%ige Wahrscheinlichkeit aufwiesen, an Alzheimer-Erkrankung
zu leiden (22/23). 59% der an Alzheimer erkrankten Patienten wiesen
in dieser Untersuchung (22/37) fallen in diese Kategorie. Im Gegensatz
dazu wiesen Patienten, die geringe Tauwerte zeigten (unterhalb von
etwa 300 pg/ml) sowie erhöhte
Aβ (x– ≥ 41)-Werte eine 100%ige
Wahrscheinlichkeit auf, nicht unter Alzheimer-Erkrankung zu leiden
(28/28, 6). Etwas über die Hälfte der nicht an Alzheimer
erkrankten Subjekte (28/52, 54%) fielen in die Kategorie. Zusammengenommen
war die kombinierte Analyse von CSF-Tau und -Aβ (x– ≥ 41) von hoher Vorhersagekraft
entweder für
das Vor handensein oder die Abwesenheit der Alzheimer-Erkrankung
in etwas mehr als der Hälfte
der Individuen, die in dieser Studie untersucht wurden. Die kombinierten
CSF Tau- und Aβ (x– ≥ 41)-Messungen
waren nicht informativ in denjenigen Patienten, welche in die Niedrig-Aβ (x– ≥ 41)/Niedrig-Tau-Gruppe
fielen. Nichtsdestoweniger ist die Fähigkeit irgendeines Tests,
für den
Einschluss oder den Ausschluss der Alzheimer-Erkrankung mit hoher Spezifizität und sogar
moderater Sensivität
Hilfestellung zu leisten, von größter Bedeutung.
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Gemäß eines
zweiten Verfahrens dieser Erfindung wird die Menge sowohl von löslichem
Aβ (x– ≥ 41) als auch
Tau in einer Patientenprobe gemessen. Ein bedeutsames Verfahren
zum Bestimmen der Menge des Tau ist per ELISA wie im genaueren Detail
unten beschrieben wird. Die gemessenen Mengen von Aβ (x– ≥ 41) und Tau
werden dann verglichen mit vorbestimmten Werten für die jeweilige
Größe. Der
Status des Patienten wird, basierend auf dem Unterschied zwischen
den vorbestimmten Werten und den gemessenen Werten, bewertet.
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Wie
unten diskutiert, kann der Indikatorwert kalibriert werden, basierend
auf der speziellen bindenden Substanz, die verwendet wird, und dem
speziellen Aβ (x– ≥ 41)- und
Tau-Protein, das
nachgewiesen werden soll. Die Kalibration schließt den Nachweis der bindenden
Substanz gegenüber
Standards von Individuen ein, die eine Aβ-verwandte Erkrankung aufweisen,
sowie gegenüber
Kontrollstandards von Individuen, die keine solche Erkrankung aufweisen.
Indikatorwerte werden aus diesen Ergebnissen ausgewählt, basierend
auf der Anzahl der falsch-positiven oder falsch-negativen Werte,
die der Anwender zu tolerieren bereit ist. Man erwartet, dass Indikatorwerte,
welche unterschiedliche Bindungssubstanzen verwenden, welche gerichtet
gegen Targets, wie hier beschrieben, grob gleich zu den Indikatorwerten,
wie hier beschrieben, sein werden. Indikatorwerte unterhalb 0,4
ng/ml für
Aβ (x– ≥ 41) und oberhalb
0,4 ng/ml für
Tau senken die Anzahl der falsch-positiven Ergebnisse; während Indikatorwerte
oberhalb 0,7 ng/ml für
Aβ (x– ≥ 41) und unterhalb
0,2 ng/ml für
Tau das Potenzial für
eine falsche Indikation für
das Nichtvorhandensein von Alzheimer-Erkrankung senken.
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Falls
der Grund für
die reduzierten CSF-Aβ (x– ≥ 41) Werte
in AD tatsächlich
sekundär
für die
voranschreitende Plaquesabscheidung ist, könnte erklärt werden, warum eine substanzielle
Anzahl von neurologisch erkrankten Subjekten und wenigen Kontrollsubjekte
sich mit niedrigen Aβ (x– ≥ 41)-Spiegeln
in CSF zeigten. Es besteht die Hypothese, dass die Plaquesabscheidung
kognitiven Störungen
vorausgeht und ein signifikanter Anteil dieser zuvor Nicht-AD-Subjekt
dürfte
wohl AD innerhalb der nächsten
wenigen Jahre entwickeln (DMA Mann et al. (1992) Neurodegeneration
1: 201215 und DL Price et al. (1991) Neurobiol Aging 12: 295–312). Langzeitstudien
sind offensichtlich vonnöten,
um die Möglichkeit
zu adressieren, dass Aβ (x– ≥ 41)-Spiegel
prognostischen Charakter für
AD aufweisen.
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Man
hat auch gefunden, dass Spiegel an Tau in AD-CSF nicht mit dem Alter,
MMSE, dem gesamten Aβ,
Aβ42 oder ApoEE4 korrelieren.
Obwohl der genaue Grund für
den Anstieg von Tau in AD unklar bleibt, ist er wahrscheinlich aufgrund
des erhöhten
Tauspiegels im AD-Gehirngewebe (S. Khatoon et. al. (1992) J Neurochem
59: 750–753)
kombiniert mit der voranschreitenden Degeneration von Neuronen in
dieser Erkrankung.
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Der
Sandwich-Assay beschrieben im experimentellen Abschnitt, verwendete
Antikörper
erzeugt gegen Verknüpfungsregion
von Aβ und
gegen Reste 33–42
von Aβ.
In diesem Assay zeigten die Alzheimer Patienten im Allgemeinen Spiegel
von Aβ (x– ≥ 41) unterhalb
von 0,5 ng/ml, wie durch Antikörper
nachgewiesen wurde. Der Indikatorwert von 0,5 ng/ml ist teilweise
eine Funktion der speziellen Peptide, erkannt durch die verwendeten
Antikörper,
wie auch der Peptidcharge verwendet zum Durchführen der Kalibrierung. Folglich kann
der Anwender die vorbestimmte Menge auf eine Rekalibrierung gründen unter
Verwendung von Reagenzien und Protokollen, die verwendet werden
müssen,
um Aβ (x– ≥ 41) in dem
Test nachzuweisen. Zusätzlich zur
anfänglichen
Diagnose des Aβ-verwandten
Zustandes können
die gemessen Konzentrationen von Aβ überwacht werden, um das Voranschreiten
der Erkrankung zu verfolgen und möglicherweise die Effektivität der Behandlung
zu verfolgen (wenn solche Behandlungen verfügbar werden). Man würde erwarten,
dass Spiegel von Aβ (x– ≥ 41) mit voranschreitender
Erkrankung absinken würden.
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Die
Bezeichnung "Amyloid-Aβ-Peptid" oder "Aβ", wie hier verwendet, bezieht sich auf
ein etwa 4,2 kD-Protein, welches in den Gehirnen von AD, Down-Syndrom
oder HCHWA-D und einigen normal gealterten Subjekten eine Untereinheit
der amyloiden Filamente ausbildet, umfassend die senilen (amyloiden)
Plaques und die amyloiden Ablagerungen in kleinen cerebralen und
menigealen Blutgefäßen (amyloide
Angiopathie). Aβ kann
in einer filamentösen
polymeren Form auftreten (in dieser Form zeigt es die Congorot und
Thioflavin-S-Farbstoff-bindenden Charakteristika von Amyloid, die
in Verknüpfung
damit beschrieben werden). Aβ kann
auch in nicht-filamentöser
Form auftreten ("präamyloide" oder "amorphe" oder "diffuse" Ablagerungen) und
zwar in Gewebe, wobei in dieser Form keine nachweisbare doppelbrechende
Färbung
durch Congorot auftritt. Ein Teil dieses Proteins in der unlöslichen
Form, erhalten aus menigealen Blutgefäßen wird in US-Patent Nr. 4,666,829
beschrieben. Aβ ist
ein etwa 39–43
Aminosäurefragment
eines großen
membranumspannenden Glycoproteins, das als das Aβ-amyloide Vorläuferprotein
(amyloid precursor protein, APP) bezeichnet wird, und durch ein
Gen auf dem langen Arm des menschlichen Chromosoms codiert wird.
Formen von Aβ, welche
länger
als 43 Aminosäuren
sind, sind hier auch eingeschlossen. Aβ ist des Weiteren charakterisiert durch
seine relative Beweglichkeit in der SDS-Polyacrylamid-Gel-Elektrophorese oder
in der High-performance-liquidchromatography (HPLC). Eine Sequenz
für eine
43-Aminosäure-Version
von Aβ ist
die Folgende:
1
Asp Ala Glu Phe Arg His Asp Ser Gly Tyr
11
Glu
Val His His Gln Lys Leu Val Phe Phe
21
Ala Glu Asp Val
Gly Ser Asn Lys Gly Ala
31
Ile Ile Gly Leu Met Val Gly
Gly Val Val
41
Ile Ala Thr [SEQ ID NR: 1).
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Wie
hier verwendet, bezieht sich Aβ auch
auf verwandte polymorphe Formen von Aβ, einschließend diejenigen, die aus Mutationen
in der Aβ-Region
des APP-normalen Gens resultieren.
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Der
Begriff "Aβ-Fragment", wie hier verwendet,
bezieht sich auf Fragmente und Abbauprodukte von Aβ, welche
in niedrigen Konzentrationen der Säugetierzellen erzeugt werden.
Spezielle Aβ-Fragmente
haben ein Molekulargewicht von etwa 3 kD und man glaubt derzeit,
dass sie Peptide einschließen
mit beispielsweise den Aminosäureresten
3–34,
6–27,
6–34,
6–35,
6–42,
11–34,
11–40,
17–40,
1143 und 12–43
von Aβ.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff "Aβ (x– ≥ 41)" auf Aβ, dessen
Aminoterminus mit der Aminosäure
Nr. 1 von Aβ beginnt
oder welches trunkiert ist, wobei dessen Carboxyterminus über die
Aminosäure Nr.
40 hinausgeht. Diese Peptide und Fragmente umfassen heterogene Gruppen.
Beispielsweise wurden Aβ (6–52), Aβ (11–42) und
Aβ (12–43) alle
in der CSF gefunden. Jedoch ist diese Liste nicht als exklusive
Liste gedacht. Andere Peptide, welche unter die Gruppe fallen, existieren
vermutlich in der CSF und sind mit den Verfahren, wie hier beschrieben,
nachweisbar.
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Die
speziellen Peptide, gemessen von innerhalb der Gruppe von allen
Aβ (x– ≥ 41) hängen von
dem speziellen Messverfahren, das eingesetzt wird, ab. Im Falle
der Verwendung von bindenden Substanzen, wie z. B. Antikörpern, kann
die bindenden Substanz auf eines oder mehrere innerhalb der Gruppe
von Peptiden gerichtet sein. Beispielsweise wird ein Antikörper erzeugt
gegen Aminosäure
33–42
von Aβ,
der nicht mit Aβ (1–40) kreuzreagiert
an Aβ (x– 42) binden.
Er kann auch an Aβ (x– 41) und
Aβ (x– 43) binden.
Gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung schließt
das Verfahren das Bestimmen der Menge von Aβ (x– ≥ 41) mit mindestens den Aminosäuren 13–41 von
Aβ ein.
Diese Spezies kann gemessen werden unter Verwendung eines Sandwichassays,
der Antikörper
einsetzt, welche die Verknüpfungsregion
(Aminosäuren
13–26)
erkennen und Antikörper
erzeugt durch Immunisierung mit einem Hapten mit den Aminosäuren 33–42, wie
im Beispiel beschrieben.
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Die
Bezeichnung "Aβ-Verknüpfungsregion", wie hier verwendet,
bezieht sich auf eine Region von Aβ, deren Mittelpunkt an der Stelle
von Aminosäureresten
16 und 17 (Lys16 und Leu17)
liegt, was ein Target für
die proteolytische Verarbeitung von APP ist. Solche Verarbeitung
resultiert in einer Vielzahl von APP-Fragmenten, welche beispielsweise
an Aminosäure
16 von Aβ enden,
und welche folglich potenziell immunologisch kreuzreaktiv mit Antikörpern gegen
das intakte Aβ-Molekül sind,
das im Verfahren der vorliegenden Erfindung identifiziert werden
soll. Antikörper
erzeugt gegen ein synthetisches Peptid, einschließend Aminosäurereste
19–29, konnten
als die notwendige Spezifität
zeigend gefunden werden.
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Der
Begriff "Amyloid-β-Vorläuferprotein" (APP), wie hier
verwendet, ist als ein Polypeptid definiert, das durch ein Gen des
gleichen Namens codiert wird und in Menschen auf dem langen Arm
von Chromosom 21 lokalisiert ist und welches Aβ innerhalb seines Carboxyldrittels
einschließt.
APP ist ein glycosyliertes, eine einzelne Membran aufspannendes
Protein, exprimiert in einer großen Vielzahl von Zellen in
vielen Säugetiergeweben.
Beispiele spezifischer Isotypen von APP, von denen man derzeit weiß, dass
sie in Menschen existieren, sind das 695-Aminosäurepolypeptid beschrieben von
Kang et al. (1987) Nature 325: 733–736, hier als das "normale" APP bezeichnet;
das 751-Aminosäurepolypeptid,
beschrieben von Ponte et al. (1988) Nature 331: 525–527 (1988)
und Tanzi et al. (1988) Nature 331: 528–530; und das 770-Aminosäurepolypeptid,
beschrieben von Kitaguchi et al. (1988) Nature 331: 530–532.
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Beispiele
spezifischer Varianten von APP schließen Punktmutationen ein, die
sowohl in Position als auch Phenotyp unterscheiden können (für einen
Review betreffend bekannte Varianten-Mutationen siehe Hardy (1992)
Nature Genet. 1: 233234).
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Die
Bezeichnung "Aβ-verwandter
Zustand", wie hier
verwendet, ist definiert als einschließend die Alzheimer-Erkrankung
(was familiäre
Alzheimer-Erkrankung einschließt),
Down-Syndrom, HCHWA-D und vorangeschrittene Alterung des Gehirns.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich "Tau" auf die Familie
von Mikrotubulus-assoziierten Proteinen. Die gepaarten helikalen
Filamente der neurofübrillären Tangles
im Gehirn eines an Alzheimer-Erkrankung leidenden Patienten bestehen
aus dem Tauprotein. (Siehe beispielsweise M. Goedert et al. (1989)
Neuron 3: 519–526
und M. Goedert (1993) TINS 16: 460–465) Goedert et al. (1989)
präsentiert
auch eine DNA und eine Aminosäuresequenz
mit Tau.
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Der
Begriff "Körperflüssigkeit", wie hier verwendet,
betrifft diejenigen Flüssigkeiten
eines Säugetier-Wirts,
von denen man erwarten wird, dass sie nachweisbare Mengen von Aβ, Aβ-Fragmente
oder Tauprotein enthalten, spezifisch einschließend cerebrospinale Flüssigkeit
(CSF), Blut, Urin und peritoneale Flüssigkeit. Die Bezeichnung "Blut" bezieht sich sowohl
auf Blut im Ganzen als auch auf Blutplasma und Serum.
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Die
Verfahren und Systeme dieser Erfindung schließen die Fähigkeit ein, Spezies von Aβ zu detektieren,
welche über
Aminosäure
Nr. 40 am carboxy-terminalen Ende hinausgehen und folglich, die
Fähigkeit,
sie von kürzeren
Spezies, wie z. B. Aβ (40)
zu unterscheiden. Während
der Nachweis von Aβ (x– ≥ 41) durch
irgendwelche Verfahren, bekannt im Stand der Technik, zum Nachweis
von Peptiden realisiert werden kann, ist die Anwendung von immunologischen
Nachweistechniken, welche bindende Substanzen, wie Antikörpern, Antikörperfragmente,
rekombinante Antikörper
und dergleichen, einschließen,
bevorzugt. Besonders geeignete Nachweistechniken schließen ELISA,
Westernblotting, Radioimmunoassay und dergleichen ein. Geeignete immunologische
Verfahren, die einen einzelnen Antikörper einschließen, werden
auch betrachtet, beispielsweise ein Radioimmunoassay unter Verwendung
einer spezifischen Antikörpers
gegen ≥ 41-Formen
von Aβ; oder
Einzel-Antikörper-ELISA-Verfahren.
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Folglich
stellt diese Erfindung auch Antikörper bereit, die spezifisch
für Aβ (x– ≥ 41) sind,
die nicht mit Aβ (≥ 40) kreuzreagieren.
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Diese
Antikörper
können
hergestellt werden durch Immunisieren von Tieren mit synthetischen
Peptiden, welche Aminosäuren
oberhalb Nr. 40 von Aβ enthalten.
Beispielsweise kann das synthetische Peptid Aminosäuren 33–42 einschließen. Ein
spezifisches Beispiel für
die Produktion eines solchen Antikörpers wird im experimentellen
Abschnitt zur Verfügung
gestellt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung involviert die Detektion und die Messung von Aβ (x– ≥ 41)-Peptiden
die Verwendung von zwei Antikörpern,
einer spezifisch für
ein Epitop, enthaltend Aminosäuren über Nr.
40 in Aβ hinaus
und ein anderer Antikörper,
der in der Lage ist, Aβ und
Aβ-Fragmente
von anderen APP-Fragmenten zu unter scheiden, die sich möglicherweise
in einer Probe finden. Insbesondere wurde festgestellt, dass Antikörper, die
monospezifisch für
die Verknüpfungsregion
von Aβ sind,
in der Lage sind, Aβ von anderen
APP-Fragmenten zu unterscheiden. Die Verknüpfungsregion von Aβ weist ihre
Mitte bei den Aminosäureresten
16 und 17 auf, typischerweise aufspannend Aminosäurereste 13–26, und solche Verknüpfungs-spezifischen
Antikörper
können
hergestellt werden unter Verwendung von synthetischen Peptiden mit der
Sequenz als ein Immunogen.
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Eine
bevorzugte Immunoassaytechnik ist ein Zwei-Stellen- oder "Sandwich"-Assay, der einen
verknüpfungsspezifischen
Antikörper
als den einfangenden Antikörper
(gebunden an eine feste Phase) und einen zweiten Antikörper, der
ein Epitop bindet, das die Aminosäuren über Nr. 40 in Aβ enthält, einsetzt.
Spezielle Verfahren zum Herstellen solcher Antikörper und zur Verwendung solcher
Antikörper
in einem exemplarischen ELISA werden in einem experimentellen Abschnitt
im Folgenden dargestellt sowie in der verwandten US-Patentanmeldung
07/965,972, supra.
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Antikörper spezifisch
für Aβ können hergestellt
werden gegen ein geeignetes Antigen oder Hapten, umfassend das erwünschte Targetepitop,
wie z. B. die Verknüpfungsregion,
bestehend aus Aminosäureresten 13–29 und
den Carboxyterminus, bestehend aus den Aminosäureresten 33–42. Günstigerweise
können
die synthetischen Peptide durch konventionelle Festphasentechniken
hergestellt werden, gekoppelt an ein geeignetes Immunogen und verwendet
werden, um Antiseren und monoklonale Antikörper durch konventionale Techniken
herzustellen. Geeignete Peptidhaptene werden üblicherweise zumindest fünf benachbarte
Reste von Aβ umfassen
und können
mehr als sechs Reste einschließen.
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Synthetische
Polypeptidhaptene können
hergestellt werden durch die wohl bekannte Merrifield-Festphasen-Synthesetechnik,
in welcher Aminosäuren
sequenziell zu einer wachsenden Kette gegeben werden (Merrifield
(1963) J. Am. Chem. Soc. 85: 2149–2156). Die Aminosäuresequenz
kann auf der Sequenz von Aβ, wie
oben dargestellt, basieren.
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Sobald
eine hinreichende Menge an Polypeptidhapten erhalten wurde, kann
es an einen geeigneten immunogenen Träger konjugiert werden, wie
z. B. Serumalbumin, Keyhole- Limpet-Hämocyanin
oder andere geeignete Proteinträger,
wie sie allgemein beschrieben werden in Hudson und Hay, Practical
Immunology, Blackwell Scientific Publications, Oxford, Kapitel 1.3,
1980. Ein exemplarischer immunogener Träger, eingesetzt in den Beispielen
wie unten bereitgestellt, ist der α-CD3E-Antikörper (Boehringer-Mannheim,
Klon-Nr. 145-2C11).
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Sobald
eine hinreichende Menge des Immunogens erhalten worden ist, können Antikörper spezifisch für gewünschte Epitop
durch in vitro- oder in vivo-Techniken erzeugt werden. in vitro-Techniken
schließen
das Aussetzen der Lymphozyten gegen Immunogene ein, während in
vivo-Techniken die Injektion der Immunogene in geeignete Wirbeltierwirte
verlangen. Geeignete Wirbeltierwirte sind nicht menschlicher Natur,
einschließlich
Mäuse,
Ratten, Kaninchen, Schafe, Ziegen und dergleichen. Immunogene werden
in die Tiere injiziert gemäß einem
vorbestimmten Schema und die Tiere werden periodisch zur Ader gelassen,
wobei die Abfolge der Blutfraktionen verbesserte Titer und Spezifität aufweisen.
Die Injektionen können
intramuskulär,
intraperitoneal, subkutan oder dergleichen erfolgen und ein Adjuvans,
wie z. B. das unvollständige
Freund-Adjuvans
kann eingesetzt werden.
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Falls
gewünscht
können
monoklonale Antikörper
erhalten werden durch Präparieren
von immortalisierten Zelllinien, die in der Lage sind, Antikörper mit
gewünschter
Spezifität
zu erzeugen. Solche immortalisierten Zelllinien können erzeugt
werden auf verschiedene Art und Weise. Günstigerweise wird ein kleines
Wirbeltier, wie z. B. eine Maus, hyperimmunisiert mit dem gewünschten
Immunogen durch das gerade beschriebene Verfahren. Das Wirbeltier
wird dann getötet, üblicherweise
einige Tage nach der letzten Immunisierung. Die Zellen der Milz
werden entfernt und die Zellen der Milz werden immortalisiert. Die
Art und Weise der Immortalisierung ist nicht kritisch. Derzeit ist
die am meisten übliche
Technik die Fusion mit einem Myelom-Zell-Fusions-Partner, wie zuerst
beschrieben von Kohler and Milstein (1975) Nature 256: 495–497. Andere Techniken
schließen
die EBV-Transformation, Transformation mit nackter DNA, beispielsweise
durch Onkogene, Retroviren, etc. ein oder irgendwelche anderen Verfahren,
die zum stabilen Erhalt der Zelllinie und zur Produktion monoklonaler
Antikörper
beitragen. Spezifische Techniken zum Herstellen monoklonaler Antikörper werden
beschrieben in Antibodies: A Laboratory Manual, Harlow und Lane,
Hrsg., Cold Spring Harbor Laboratory, 1988.
-
Zusätzlich zu
den monoklonalen Antikörpern
und den polyklonalen Antikörpern
(Antiseren) werden die Detektionstechniken der vorliegenden Erfindung
auch in der Lage sein, Antikörperfragmente
einzusetzen, wie z. B. F (ab), Fv, VL, VH und andere Fragmente. Bei der Verwendung
von polyklonalen Antikörpern
kann es jedoch notwendig sein, die Antiseren gegen Targetepitope
zu adsorbieren, um eine monospezifische Antikörperpopulation zu erzeugen.
Es wird auch möglich
sein, rekombinant erzeugte Antikörper
einzusetzen (Immunoglobuline) sowie Varianten davon, wie sie nun
gut in der Patent- und wissenschaftlichen Literatur beschrieben werden.
Siehe beispielsweise EPO 8430268.0; EPO 85102665.8; EPO 85305604.2;
PCT/GB 85/00392; EPO 85115311.4; PCT/US86/002269; und die japanische
Anmeldung Nr. 85239543. Es wäre
auch möglich,
andere rekombinante Proteine zu erzeugen, welche die Bindungsspezifität von Antikörpern, hergestellt
wie gerade beschrieben, mimen würden.
-
Die
Detektion von Tau kann auch realisiert werden durch irgendwelche
Verfahren, die im Stand der Technik zum Detektieren von Peptiden
bekannt sind. Die Verwendung von immunologischen Detektionstechniken,
welche Bindungssubstanzen einsetzt, ist jedoch bevorzugt. Bedeutsame
Detektionstechniken schließen alle
der oben genannten ein. ELISA-Assays, involvierend einen einfangenden
Antikörper
und einen gelabelten Detektionsantikörper, beide gegen Tau, sind
insbesondere bedeutsam.
-
Antikörper gegen
Tau können
erzeugt werden durch Impfen der Tiere mit Tau, aufgereinigt aus
AD-Gehirnen oder aus rekombinanten Quellen. Rekominantes Tau kann
erzeugt werden durch Expression in Insektenzellen aus einem Baculovirus-Vektor,
enthaltend die pVL941-Tau-4-Repeat-Isoform, wie beschrieben von J.
Knops et al. (1991) J. Cell Biol 1991: 114: 725–733. Aufgereinigtes Tau ist
auch verfügbar
von Immogenetics (Zwijndrecht, Belgien). Antikörper gegen Tau sind auch verfügbar von
Sigma (St. Louis, MO). Weiter Quellen können identifiziert werden in
dem Lindscott-Lexikon.
-
Tau
kann erzeugt werden aus AD-Gehirn durch das Verfahren von Mercken
et al. (1992) J Neurochem 58: 548. Typischerweise werden 50 g frischen
Gehirns mit Scheren in kleine Stücke
geschnitten und 1 : 1 (Gew./Vol.) in Puffer A (20 mM 2-[N-Morpholino]ethansulfonsäure, 80
mM NaCl, 2 mM EDTA, 0,1, mM EGTA, 1 mM MgCl2 und
1 mM β-Mercaptoethanol,
pH 6,75) mit einem Potter-Homogenisator, ausgestattet mit einem Teflonkolben
homogenisiert. Das Homogenat wird 1 Stunde bei 150 000 g at 4°C zentrifugiert
und der Überstand
wird für
5 Minuten in kochendem Wasser erhitzt und erneut auf Eis für 10 Minuten
gekühlt.
Die Aufschlämmung
wird für
2 Stunden bei 150 000 g bei 4°C
zentrifugiert und der Überstand
wird anschließend
gesammelt. Der hitzestabile zytosolische Extrakt wird mit 2,5% Perchlorsäure angesäuert und
für 1 Stunde
bei 150 000 g bei 4°C
zentrifugiert, wonach der Überstand
mit 3 M Tris neutralisiert wird. Der Überstand wird dann dialysiert
und konzentriert in Wasser in einem Centiprep-Konzentrator (Amicon,
Lausanne, Schweiz). Das Endprodukt kann auf einer Natriumdodecylsulfat-Polyacrylamidgel-Elektrophorese
(SDS-PAGE) (Laemmli-Verfahren)
ausgewertet werden. Dieses Verfahren ist bedeutsam zum Immunisieren
von Tieren, um Anti-Tau-Antikörper
herzustellen.
-
Tau
kann auch immunoaufgereinigt werden aus dieser Herstellung. Zehn
Milligramm des anti-Tau-monoklonalen Antikörpers werden an 1 g von Cyanogenbromidaktivierter
Sepharose (Pharmacia) durch das Verfahren, wie vom Hersteller beschrieben,
gekoppelt. Fünfzig
Milliliter des hitzestabilen zytosolischen Extrakts, wie oben beschrieben,
werden 1 : 2 in 0,1 M Phosphatpuffer (pH 8,5) verdünnt und
auf die Säule
aufgetragen. Die Säule
wird mit 0,1 M Phosphat gewaschen und Tau wird mit 0,1 M Citronensäure (pH
2,5) eluiert und sofort mit 1 M NaOH neutralisiert. Die Fraktionen
können
per SDS-PAGE ausgewertet werden auf 10% Gelen und per Immunoblotting
mit Anti-Tau-Antikörpern.
-
Diese
Erfindung stellt auch Kits zum Durchführen der Assays bereit, welche
in der Diagnose der Alzheimer-Krankheit hilfreich sind. Die Kits
schließen
Mittel zum Nachweisen von Aβ (x– ≥ 41) ein und
Mittel zum Detektieren von Tau. Diese Mittel können irgendwelche Mittel einschließen, die
bekannt sind oder oben beschrieben werden, beispielsweise bindende
Substanzen. Bedeutsame bindende Substanzen schließen Moleküle ein,
welche den bindenden Anteil eines Antikörpers aufweisen, wie z. B.
einen ganzen Antikörper
oder Antikörperfragmente.
Die bindenden Substanzen können
monoklonale Antikörper
sein. In einer Ausführungsform
schließt
der Kit eine bindende Substanz ein, welche Aβ (x– ≥ 41) bindet, jedoch nicht an
Aβ (≥ 40) bindet, und
eine bindende Substanz, die an Tau bindet.
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In
einer Ausführungsform
schließt
der Kit Antikörper
oder dergleichen, zum Durchführen
von Sandwich-ELISAs ein, um jede Verbindung, beispielsweise wie
oben beschrieben, nachzuweisen. In einer Ausführungsform können die
Mittel zum Detektieren von Aβ (x– ≥ 41) eine
bindende Substanz einschließen,
welche an ein Epitop bindet, das Aminosäuren oberhalb der Nr. 40 in
Aβ enthält, sowie
eine bindende Substanz, welche Aβ oder
ein Fragment von Aβ bindet,
das jedoch nicht andere Fragmente von APP bindet. Die Mittel zum Detektieren
von Tau können
auch einen Sandwich-ELISA einschließen. Beispielsweise kann der
Kit a) eine ungelabelte Bindesubstanz, die an eine Verknüpfungsregion
von Aβ bindet,
einschließen;
b) eine nachweisbare gelabelte Bindesubstanz, die an ein Epitop
bindet, das die Aminosäuren
oberhalb der Nr. 40 in Aβ enthält; c) eine
ungelabelte bindende Substanz, die an Tau bindet; und d) eine nachweisbar
gelabelte bindende Substanz, die an Tau bindet.
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Die
nachweisbaren Labels können
irgendwelche bekannten und im Stand der Technik verwendeten sein,
einschließend
beispielsweise Biotinylierung, radioaktive Label, Enzyme, fluoreszente
Label und dergleichen.
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Tiermodelle
werden derzeit verwendet, um die Alzheimer-Erkrankung zu untersuchen.
(siehe beispielsweise internationale Patentanmeldung WO 93/14200,
US-Patentanmeldung
08/143,697, eingereicht am 27. Oktober 1993 und US-Patent 5,387,742.)
Diese Modelle sind bedeutsam zum Screenen von Verbindungen auf ihre
Fähigkeit,
den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu beeinflussen, und zwar sowohl
in Bezug auf Verbesserungen als auch Verschlechterung des Zustands.
Da AD charakterisiert ist durch die Abnahme in der Menge an Aβ (x– ≥ 41) in der
CSF, erwartet man, dass effektive Behandlungen für Alzheimer-Erkrankung in einem
Anstieg der Menge an Aβ (x– ≥ 41) in der
CSF resultieren, wohingegen Agenzien, die den Verlauf der Erkrankung
beschleunigen, in der Abnahme der Menge von Aβ (x– ≥ 41) in der CSF resultieren werden.
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Dementsprechend
stellt die vorliegende Erfindung Verfahren zum Screenen von Verbindungen
zur Verfügung,
welche die Menge von Aβ (x– ≥ 41) in einer
Flüssigkeitsprobe
vergrößern oder
verringern und zwar insbesondere in CSF, und welche daher Kandidaten
zur Anwendung in der Behandlung der Erkrankung sind oder welche
die Erkrankung beschleunigen und daher von Menschen gemieden werden
sollten. Die Verfahren schließen
das Messen einer ersten Menge von besagtem einen oder mehreren löslichen
Aβ (x– ≥ 41) in einer Probe
eines nicht-menschlichen Tieres, verwendet als Modell für Alzheimer-Erkrankung
ein; das Verabreichen der Verbindung an das Tier; das Messen einer
zweiten Menge von einem oder mehreren löslichen Aβ (x– ≥ 41) in einer Probe des Tieres;
und den Vergleich der ersten Menge mit der zweiten Menge, wobei
die Unterschiede andeuten, ob die Verbindung die Menge des löslichen
Aβ (x– ≥ 41) in der
Probe vergrößert, vermindert
oder unverändert
lässt.
Der Grad der Dosierung, verabreicht an das Tier und die Menge der
Zeit, die vergeht, bevor die zweite Menge gemessen werden wird,
werden natürlicherweise
vom Modellsystem abhängen.
-
Diese
Erfindung stellt auch Verfahren zur Verfügung zum Screenen von Verbindungen,
welche die Menge von Aβ (x– ≥ 41) erhöhen und
die Menge an Tau in einer Flüssigkeitsprobe
absenken, insbesondere in CSF, und welche folglich Kandidaten zur
Anwendung in der Behandlung der Erkrankung sind; oder welche die Spiegel
von Aβ (x– ≥ 41) vermindern
und welche die Spiegel von Tau vergrößern und folglich die Krankheit beschleunigen
und von Menschen gemieden werden sollen. Die Verfahren involvieren
das Messen einer ersten Menge von besagtem einen oder mehreren löslichen
Aβ (x– ≥ 41) und Tau
in einer Flüssigkeitsprobe
eines nicht-menschlichen Tieres verwendet als ein Modell für Alzheimer-Krankheit;
Verabreichen der Verbindung an das Tier; Messen einer zweiten Menge
von einem oder mehreren löslichen
Aβ (x– ≥ 41) und Tau
in einer Flüssigkeitsprobe
des Tieres; und Vergleichen der ersten Mengen mit den zweiten Mengen,
wobei der Unterschied andeutet, ob die Verbindung die Menge von
löslichem
Aβ (x– ≥ 41) und Tau
in der flüssigen
Probe erhöht,
vermindert oder unverändert
lässt.
Der Grad der Dosierung, verabreicht an ein Tier und die Menge der
Zeit, die vergeht, bevor die zweite Messmenge gemessen werden wird,
werden natürlicherweise
vom Modellsystem abhängen.
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Ein
bedeutsames nicht-menschliches Tiermodell beherbergt eine Kopie
einer exprimierenden baren Transgensequenz, welche die schwedische
Mutation von APP (Asparagin595-leucin596) codiert. Die Sequenz wird allgemein
in Zellen exprimiert, die normalerweise das natürlich vorkommende endogene
APP-Gen (falls vorrätig)
exprimieren. Säugetiermodelle,
genauer gesagt, Nagermodelle und insbesondere Maus- und Hamstermodelle,
sind für
diese Anwendung geeignet. Solche Transgene umfassen typischerweise
eine schwedische Mutations-APP Expressions-Kassette, in welcher
ein verknüpfter
Promotor und vorzugsweise ein Enhancer die Expression von strukturellen
Sequenzen; codierend ein heterologes APP-Polypeptid umfassend die schwedische
Mutation, vorantreiben.
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Die
transgenen Tiere, die das Transgen beherbergen, welches ein schwedisches
Mutations-APP-Polypeptid codieren, werden üblicherweise durch Einfügen des
Transgens oder Targetingkonstruktes in ein befruchtetes Ei oder
embryonale Stamm-(ES) Zell, typischerweise durch Mikroinjektion,
Elektroporation, Lipofektion oder Biolistik, erzeugt. Die transgenen
Tiere exprimieren das schwedische Mutations-APP-Gen des Transgens
(oder das homolog rekombinante Targetkonstrukt), typischerweise
in Gehirngewebe. Vorzugsweise sind ein oder beide endogene APP-Allele
inaktiviert und nicht in der Lage, das Wildtyp-APP zu exprimieren.
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Die
folgenden Beispiele werden zur Illustration angeboten, nicht zur
Begrenzung.
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Beispiele
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I. Aβ (x– ≥ 41) ist in Alzheimer-Patienten
vermindert
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Materialien und Methoden
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1. Antikörperherstellung
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a. Monoklonale Antikörper gegen
die Aβ-Verknüpfungsregion
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Monoklonale
Antikörper
gegen die Verknüpfungsregion
von Aβ wurden
hergestellt unter Verwendung eines synthetischen Peptides aufspannend
die Aminosäurereste
13–31,
außer
dass AI, die Aminosäuren
30 und 31, mit GC substituiert waren. Dieses Peptid wurde Aβ13–28 genannt.
Aβ13–28 wurde
an ein Immunogen geknüpft
(α-CD3E-Antikörper; Klon
Nr. 145-2C11, Boehringer-Mannheim) und zwar unter Verwendung von
m-Maleimidobenzoyl-N-hydroxysuccinimidester (MBS) gemäß den Instruktionen
des Herstellers (Pierce).
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A/J-Mäuse wurden
ursprünglich
intraperitoneal (IP) mit dem Aβ-Konjugat
vermischt mit vollständigen Freund-Adjuvans
immunisiert. Vierzehn Tage später
wurde die Immunisierung in den Mäusen
verstärkt
IP mit dem Aβ-Konjugat
vermischt mit Phosphatpuffersalzlösung (PBS) in 14-Tage-Intervallen.
Nach sechs vollständigen
Verstärkungen
(boosts) wurde die Immunisierung in den Mäusen letztendlich intravenös mit dem Aβ-Konjugat
vermischt mit dem unvollständigen
Freund-Adjuvans verstärkt
und die Mäuse
wurden 3 Tage später
fusioniert. Die Fusion von Milzzellen mit P3.653-Myelomazellen wurde
durchgeführt,
wie in Oi und Herzenberg, Selective Methods in Cellular Immunology,
Mishell and Shigii, Hrsg., W. H. Freeman and Company, San Francisco,
Chapter 17 (1980) beschrieben. Einige Titer und ursprüngliches
Screens wurden durchgeführt durch
die RIA-Methode, wie unten beschrieben. Einige Klone wurden ausgedehnt
auf eine 24-Well-Platte und weiteren Analyse, wie unten beschrieben,
unterzogen. Klone von Interesse wurden in Maus-Aszites hergestellt.
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Die
RIA-Methode verwendet, um Serumblutfraktionen und Fusionshybridom-Überstände zu screenen, basierte auf
einer Methode, entwickelt von Wang et al. (1977) J. Immunol. Methods
18: 157–164.
Kurz gesprochen wurde der Überstand
(oder das Serum) über
Nacht bei Raumtemperatur auf einem Rotator mit 125I
gelabelten Aβ1–28 und
Sepharose 4B-Beads inkubiert, an welche Schaf-Anti-Maus-IgG über Cyanobromid
gekoppelt worden war. Die Beads eines jeden Wells wurden auf Glasfaser-Filter-Scheiben
mit einem Zellernter geerntet und mehrmals mit PBS gewaschen. Die
Filterscheiben wurden dann auf Gamma-Reaktionsgefäße überführt, und
die gebundene Radioaktivität
wurde mit einem Gammazähler
gezählt.
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Alle
Hybridome wurden hinsichtlich Bindung an Aβ1–28 getestet
unter Verwendung des Verfahrens wie oben in dem anfänglichen
Screen beschrieben, und dann erneut 3 Tage später getestet. Die Aβ1–28 positiven Klone
wurden des Weiteren hinsichtlich Reaktivität mit 125I-gelabeltem
Aβ1–16 unter
Verwendung des RIA-Verfahrens, wie oben beschrieben, charakterisiert.
Kein Klon wurde an Aβ1–16 bindend
identifiziert. In einem Peptideinfang-ELISA zeigte sich, dass alle
Klone mit Aβ13–28 reagierten,
wohingegen kein Klon mit Aβ17–28 reagierte. Folglich
wurde bestimmt, dass alle Klone ein Epitop aufwiesen innerhalb der
Verknüpfungsregion
aufspannend Aminosäuren
16 und 17.
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Basierend
auf den Ergebnissen der oben genannten Assays wurden weitere Klone
auf die 24-Well-Platten ausgedehnt. Diese Klone wurden des Weiteren
durch Sättigungsanalyse
charakterisiert. Die Überstände am 50%-Titerpunkt
(wie durch das RIA-Verfahren,
wie oben beschrieben, bestimmt wurde) wurden zu den Wells hinzugegeben,
welche Sepharose®-Schaf-Anti-Maus-IgG-Beads,
eine konstante Menge von 125I-gelabeltem
Aβ1–28 sowie
variierende Mengen von ungelabeltem Aβ13–28 oder
Aβ17–28 enthielten.
Die Konzentration von kaltem Peptid zur 50%-Inhibierung wurde für jeden
Antikörper
bestimmt. Für
den Aβ17–28 konnte
keine Inhibition bei 100 ng/Well für irgendeinen Klon festgestellt
werden. Der 50% Inhibitions-Punkt für Aβ13–28 lag in
der Größenordnung
von 10–80
ng/Well. Die Klone wurden auch charakterisiert, basierend auf der
Reaktivität in
Westernblots. Basierend auf dem Titerpunkt, der Sensitivität (wie durch
den 50%-Inhibitionspunkt bestimmt) und der Reaktivität auf Westernblot
wurden einige Klone in Aszites erzeugt. Antikörper aus Hybridoma, genannt
266, wurden ausgewählt
als einfangende Antikörper
in den unten beschriebenen Assays.
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b. Polyklonale Antikörper gegen
das C-terminale Epitop, enthaltend Aminosäuren 33–42 von Aβ
-
Polyklonale
Antikörper
wurden erzeugt gegen Aβ (33–42) wie
folgt. Peptid 277-2 (C-aminoheptanoides-GLMVGGVVIA
[SEQ ID NR: 2]) wurde an kationisiertes BSA (Pierce aktiviertes "Supercarrier") konjugiert, und
zwar in einem Verhältnis
von 5 mg von 277-2 Peptid an 10 mg von kationisiertem BSA wie folgt.
Eine Phiole von Pierce Supercarrier (10 mg) wurde in 1 ml an deonisiertem
Wasser resuspendiert. 5 mg des 277-2 Peptids wurde in 5 ml an 10
mM PO4, pH 8,0, aufgelöst. Das 277-2 Peptid wurde
zum Supercarrier hinzugefügt und über Nacht
bei Raumtemperatur inkubiert. Dies wurde dann aufkonzentriert und
das EDTA entfernt.
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Das
Immunogen (500 mg an Peptidäquivalent)
wurde subkutan in vollständigen
Freund-Adjuvans injiziert. Kaninchen erhielten eine Verstärkung von
0,2 bis 0,5 mg nach drei Wochen und 0,2 bis 0,5 mg nach zwei bis
vier Wochenintervallen anschlie ßend.
Die Verstärkungen
wurden subkutan in unvollständigem Freund-Adjuvans
verabreicht. Fünfundzwanzig
ml an Serum wurden eine Woche nach jeder Verstärkung gesammelt. Blutfraktionen
wurden wie folgt gescreent. Die Blutfraktionen der Woche 7 der Kaninchen
wurden durch serielle Verdünnung
getitert. Die ELISA-Platten wurden mit Aβ 1–42 über Nacht beschichtet und dann blockiert
mit 3% Gelatine. Serielle Verdünnungen
der Kaninchenblutfraktionen von 1/100–1/200 000 wurden auf den Platten
für 2 Stunden
bei Raumtemperatur inkubiert. Die Platten wurden dann gewaschen
und das Anti-Kaninchen-HRP wurde zu jedem Well hinzugegeben. Dies
inkubierte für
1 Stunde. Die Platte wurde gewaschen und das TMB-Substrat wurde
verwendet. Der ELISA-Titer der Kaninchen war 1/20 000–1/200 000.
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Die
ELISA-positiven Kaninchenblutfraktionen wurden dann in einem Einfang-RIA
getitert, um ihre Fähigkeit, 125I Aβ (1–42) gegenüber 125I Aβ (1–40) zu
binden, zu vergleichen. Verdünnungen
des Kaninchen-Anti-Serums aus 1/25–1/675 wurden mit etwa der
gleichen Anzahl von cpm von beiden Tracern inkubiert. Protein A-Sepharose
wurde verwendet, um die Immunkomplexe auszufällen und diese wurden dann
auf einem Microbeta-Szintillationszähler gezählt. 277-2 Kaninchen-D zeigt
den höchsten
Titer gegen Aβ (1–42)-Tracer
und keine Kreuzreaktion mit Aβ (1–40)-Tracer.
Die höchsten
Titerblutfraktionen wurden dann einer Affinitätsaufreinigung von Antikörpern unterzogen.
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Um
die Anit-277-2-Antikörperaffinität aufzureinigen,
wurde eine 277-2-Affinitätsmatrix
wie folgt hergestellt: drei ml an Sulfo-verknüpftem Gel (Pierce) wurden mit
sechs Volumina an 50 mmol Tris, 5 mmol EDTA, pH 8,5, gewaschen.
Drei mg von 277-2 Peptid, aufgelöst
in 0,3 ml DMSO wurden auf 3 ml mit 50 mM Tris, 5 mM EDTA bei pH
8,5 gebracht und zu dem Gel gegeben. Nach mildem Vermischen für 15 Minuten
wurde das Säulenharz
mit sechs Volumina an 50 mM Tris, 5 mM EDTA, 0,5 M NaCl bei pH 8
gewaschen. Das Säulenharz wurde
dann mit 16 Volumina an PBS/0,05% NaN3 gewaschen.
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Um
die Antikörper
einer Affinitäts-Aufreinigung
zu unterziehen, wurden 20 ml an Hochtiterserum auf 40 ml mit PBS
verdünnt
und ein gleiches Volumen an gesättigtem
(NH4)2SO4 wurde langsam unter Rühren bei 4°C hinzugegeben. Man lies die
Mischung weitere 30 Minuten rühren
und dann für
15 Minuten bei 10 000 rpm in einem Beckman JA17-Rotor schleudern.
Die Niederschläge
wurden in PBS resuspendiert, auf ein Volu men von 40 ml mit PBS gebracht,
und der (NH4)2SO4-Niederschlag wurde erneut wie oben ausgefällt. Die
Niederschläge
wurden in insgesamt 20 ml an PBS resuspendiert und über Nacht
gegen PBS bei 4°C
dialysiert.
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Die
277-2-Säule
wurde mit 10 ml an PBS gewaschen. Anschließend ließ man das Dialysat über die Säule laufen.
Die Säule
wurde dann mit 50 ml an PBS gewaschen. 0,1 M Glycin, 0,5 M NaCl,
pH 2,5 wurden zu 1 ml zu einer Zeit hinzugegeben und die Fraktionen
wurden eingesammelt. Die ersten vier Fraktionen enthaltend die Mehrheit
des eluierten Proteins wurden gepoolt und mit 0,4 ml an 1 M Tris
bei pH 8,0 neutralisiert. Der Pool wurde aufkonzentriert durch Membranfiltration
auf etwas weniger als 2 ml. Der ursprüngliche Säulendurchfluss wurde einem
zweiten chromatografischen Schritt unterzogen (nachdem zuerst die
Säule neutralisiert
worden war und in PBS reäquilibriert
worden war). Das zweite affinitätsaufgereinigte
Material wurde in ähnlicher
Weise neutralisiert und konzentriert, mit dem ersten Material vereinigt
und dann gegen PBS bei 4°C dialysiert.
Der Proteinanteil wurde bestimmt (Pierce BCA-Verfahren) und diese
Antikörper
wurden in ELISA-Experimenten verwendet.
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2. ELISA-Assay
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a. Binden von einfangenden
Antikörpern
an Mikrotiterwells
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Der
monoklonale Antikörper
266 wurde auf eine Konzentration von 10 μg/ml in einem Puffer verdünnt, welcher
0,23 g/l NaH2PO4H2O, 26,2 g/l Na2HPO4; 7H2O, 1 g/l NaN3, pH 8,5, enthielt. Einhundert μl/Well dieser Lösung wurden
dann in einer 96-Well weißen
Dynatech Microlite 2, 96-Well-Platte mit flachem Boden verteilt. Die
Platten wurden versiegelt und über
Nacht bei Raumtemperatur inkubiert. Nach Coating wurde die verbleibende
Lösung
aspiriert und die nicht-spezifischen Bindungsstellen wurden mit
200 μl pro
Well an (NaH2PO4H2O) 0,2 g/l, Na2HPO4·7H2O 0,8 g/l, menschlichem Serumalbumin (human
serum albumin, NSA) kristallisiert und lyophilisiert, 2,5 g/l, pH
7,4. Diese Platten wurden blockiert durch Inkubieren für 1 Stunde
bei Raumtemperatur in der Blockierungslösung.
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b. Assayprotokoll
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Die
Kalibratoren wurden hergestellt aus einer Stammlösung von Aβ1–42,
1 μg/ml
in DMSO. In der Probenverdünnung
((NaH2PO4H2O) 0,2 g/l, Na2HPO4·7H2O 2,16 g/l, NaN3 0,5
g/l, Bovinserumalbumin (BSA) (globulinfrei) 6 g/l, Triton x-405
0,5 ml/l NaCl 8,5 g/l, pH 7,4) wurde der höchste Kalibrator, 1 000 pg/ml
(10 μl Aβ1–42-Stamm
(1 μg/ml
DMSO) in 10 ml Casein-Proben-Verdünnung) hergestellt. Nachfolgende
Verdünnungen wurden
in der Probenverdünnung
durchgeführt,
um 500, 250, 125, 62,5 und 31,25 pg/ml Konzentrationen von Aβ1–42 zu
erhalten.
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CSF-Proben
wurden wie folgt hergestellt. Die CSF-Proben (100–500 μl) wurden
für 3 Minuten
gekocht. Die gekochten Proben wurden bei 4°C für 10–14 Stunden vor der Durchführung des
Assays platziert. CSF-Proben wurden unverdünnt geassayt. Verdünnungen
wurden nur gemacht, falls der ursprünglich kalkulierte Wert oberhalb
des höchsten
Kalibrators lag (1000 pg/ml).
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Einhundert μl pro Well
an Kalibratoren oder Proben wurden auf die Mikrotiterplatte aufgetragen.
Die Platten wurden versiegelt und für 1 Stunde bei Raumtemperatur
inkubiert. Die Platten wurden dann dreimal mit Waschlösung gewaschen
(NaCl 80 g/l, KCl 3,85 g/l, Tris-HCl 31,75 g/l, Tween-20 0,5 ml/l,
pH 7,5).
-
Anti-Aβ (33–42) (Antikörper 277-2)
wurde in Probenverdünnung
auf 1 μg/ml
verdünnt
und 100 μl
wurden pro Well hinzugegeben. Die Platte wurde bedeckt und inkubiert
für 1 Stunde
bei Raumtemperatur. Die Platte wurde dreimal mit Waschlösung gewaschen.
Das durch alkalische Phosphatase affinitäts-aufgereinigte F(ab')2-Fragment
des Esel-Anti-Kaninchen-IgG (H + L) (Jackson) wurden 1 : 1 000 in
Probenverdünnung
verdünnt.
Einhundert μl/Well
wurden hinzugegeben. Die Platte wurde bedeckt und für 1 Stunde
bei Raumtemperatur inkubiert. Die Platte wurde dreimal mit Waschlösung gewaschen
und dann wurden 100 μl/Well
eines chemilumineszenten Substrats hinzugegeben. Das chemilumineszente
Substrat wurde durch Verdünnen
des chemilumineszenten Reagens, AMPPD (Tropix) und eines Enhancers,
Emerald green (Tropix), 1 : 1000 bzw. 1 : 100 in 1 M Diethanolaminpuffer,
pH 10, enthaltend 1 mM MgCl2 und 0,2% NaN3 hergestellt. Die Platten wurden versiegelt
und für
10 bis 15 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Die Lösung wurde
nicht aspiriert. Diese Zeit kann der Optimierung bedürfen, was
andere Antikörperchargen
betrifft.
-
Chemilumineszenz
wurde ausgelesen und als in Form von relativen Chemilumineszenzeinheiten
(chemiluminescence units, CLU) nach 15 Minuten unter Verwendung
eines Dynatech ML 1000 exprimiert.
-
Ergebnisse
-
1. Aβ (x– ≥ 41)-Assayspezifizität
-
Aβ (x– ≥ 41)-ELISA
reagiert nicht kreuzweise mit Aβ (1–28), (1–38) bzw.
(1–40)
(1).
-
2. Aβ (x– ≥ 41)-Assaysensitivität
-
Das
untere Sensitivitätslimit
für diesen
Assay ist 31 pg/ml oder 3,1 pg/Well ((1,7 fmol/Well (1).
-
3. Aβ (x– ≥ 41)-Spiegel in CSF
-
Aβ (x– ≥ 41) wurde
in CSF verifiziert unter Verwendung des Aβ (x– ≥ 41)-ELISAs. Von Zeit zu Zeit
wurden zwei unterschiedliche Gruppen von CSF-Proben, genannt Gruppe
A und Gruppe B von verschiedenen Quellen erhalten. Manchmal wurden
zweihundert μl
der CSF-Proben für
3 Minuten vor dem Assay gekocht (wobei herausgefunden wurde, dass
Kochen die Aβ (x– ≥ 41)-Immunoreaktivität in einigen
Fällen
erhöhte).
Die Ergebnisse dieses Assays können
in 2 und 3 gesehen werden. Tabelle 1
fasst diese Ergebnisse zusammen.
-
-
4. Aβ (x– ≥ 41) in CSF von Nagern und Hunden
-
Aβ (x– ≥ 41)-Immunoreaktivität wurde
auch in CSF von Mehrschweinchen und Hunden nachgewiesen. (Tabelle
II).
-
-
Diese
Sandwich-ELISA demonstriert die Gegenwart von Aβ (x– ≥ 41) in CSF. Aβ (x– ≥ 41) ist nur
eine kleinere Komponente des Gesamtanteils an Aβ in CSF. Die Spiegel von Aβ (x– ≥ 41) in CSF
sind signifikant niedriger in AD als in Normal- und neurologischen
Kontrollen. Nimmt einen 50%-Sensitivitäts-Grenzwert an, ist die Spezifizität 93,8 für Gruppe
A und 97,4% für
Gruppe B. Diese beiden unabhängigen
Gruppen zeigen eine merkliche Ähnlichkeit,
was demonstriert, dass die Messung von Aβ (x– ≥ 41) in CSF diagnostische Bedeutung aufweist.
-
II. Kombinierte Messungen
von Aβ (x– ≥ 41) und Tau
sind hochsensitiv für
die Alzheimer-Krankheit
-
Materialien und Methoden
-
1. Subjekte
-
Alle
Subjekte, die in dieser Untersuchung eingeschlossen sind, wurden
einer detaillierten klinischen und neurologischen Untersuchung an
medizinischen Zentren von Universitäten durch Experten auf dem
Gebiet der Neurologie für
die Diagnose von Demenz unterzogen. Einverständniserklärungen wurden von den Subjekten
oder, falls angebracht, vom Vormund erhalten. Die Beurteilung schloss
die medizinische Historie, physi kalische und neurologische Untersuchungen,
Labor-Blut-Tests, um metabolische Ursachen der Demenz auszuschließen, bildgebende
Neuro-Untersuchungen (Kopf-CT oder MR innerhalb der vergangenen
3 Jahre für
Patienten mit Demenz und neurologische Kontrollen) und detaillierte
psychometrische Tests (diese variierten zwischen den Institutionen)
ein. Darüber
hinaus empfingen alle Subjekte die folgenden Beurteilungsinstrumente:
Mini-Mental-Zustands-Überprüfung (Mini-Mental
State Examination, MMSE) (American Psychiatric Association, Committee
on Nomenclature and Statistics: Diagnostic and Statistical Manual
of Mental Disorders: Revised Third Edition, Washington D. C. Am.
Psych. Associ. (1987) ), the Hamilton Depression Inventory (V. C.
Hachiniski et al. (1975) Ann. Neurol. 32: 632–637) und der Hachinski Ischemic
Index (G. McKann et al. (1984) Neurology 34: 939–944). Patienten mit mehr als
einer Demenzdiagnose, kürzlichem
Schlaganfall, Schädeltrauma
oder signifikanten Störungen
des peripheren Nervensystems wurden ausgeschlossen. Die folgenden
Diagnosekriterien wurden verwendet:
- i. AD (n
= 37): Die Patienten erfüllten
die NINCDS-ADRDA-Guidelines für
wahrscheinliches AD; diejenigen, welche Kriterien für mögliches
AD erfüllten,
wurden ausgeschlossen (The Lund and Manchester Groups (1994) J Neurol.
Neurosurg Psychiatr 57: 416–418).
Alle Patienten wohnten in Gemeinschaftsunterkünften und zeigten milde bis
moderate Demenz.
- ii. Neurologisch erkrankte Kontrollen (ND; n = 32): Patienten
mit Nicht-AD-Demenz oder degenerativen Erkrankungen, welche das
zentrale Nervensystem betreffen. Für neurologische Kontrollen
wurde eine Zusammenfassung von klinischen Aufzeichnungen durch einen
zweiten Neurologen (DG) überprüft, um die Diagnose
zu bestätigen,
und sicherzustellen, dass gleichzeitig existierendes AD unwahrscheinlich
war. Patienten mit Stirnhirndemenz wurden gemäß den Kriterien, wie dargestellt
von der Lund- und der Manchestergruppe diagnostiziert (Kawasaki
E. S., in: PCR Protocols: A guide to methods and applications. Academic
Press, Inc., New York 1990, S. 146–152).
- iii. Nicht-Demenz-Kontrollen (NC; n = 20): Die Subjekte waren
50 Jahre oder älter
und wiesen keine signifikanten kognitiven Beschwerden auf, zeigten
keine funktionellen Ausfälle,
hatten normale Befunde bei der neurologischen Überprüfung und erreichten 28–30 auf
dem MMSE. Eine Subgruppe dieser Kontrollen zeigte Symptome der Depression,
die nicht in signifikantem kognitiven oder funktionellen Schädigungen
resultierte und wurde als Nicht-AD oder irgendeine andere organische
neurologische Erkrankung aufweisend eingestuft. Rückenmarkspunkturen
wurden am Morgen nach Übernacht-Abstinenz
genommen. Alle CSF-Proben wurden in Probenröhrchen, verteilt an alle Stellen,
eingesammelt. Die ersten 2–3
ml der CSF wurden hinsichtlich Protein, Glucose und Zellen am örtlichen
Laboratorium des medizinischen Zentrums analysiert und 4,5 ml wurden
von ursprünglich
gesammelten Röhrchen
entfernt und zu 8 ml Sarstedt-Röhrchen,
enthaltend 500 μl
Puffer gegeben (enthaltend Additive, wie z. B. der letztendlichen
CSF-Lösungs-Zusammensetzung
mit folgenden Bestandteilen: 20 mM Natriumphosphat, 20 mM Triethanolamin,
0,05% Triton X-100, 100 mM NaCl, 0,05% NaN3,
1 mM Diethylentriaminpentaessigsäure,
1 mM EGTA, pH 7,4) und wurden bei –20°C bis zur Analyse eingefroren.
Die Assayoperatoren kannten die Diagnosen des jeweiligen Subjektes
nicht.
-
2. ApoE-Genotypisierung
-
Die
ApoE-Genotypisierung wurde durchgeführt mit verfügbaren Blutproben,
die in ED-TA-Vacutainerröhren gesammelt
wurden. Die Proben wurden hergestellt durch das Verfahren von Kawasaki
beschrieben (Kawasaki ES, in: PCR Protocols: A guide to methods
and applications, Academic Press, Inc., New York 1990 S. 146–152) und
die PCR-Analyse
wurde durchgeführt
wie beschrieben von Wenham (P. R. Wenham et al. (1991) Lancet 337:
1158–1159).
-
3. Gesamt-Aβ-ELISA
-
Die
Gesamtmenge an Aβ wurde
in einem sequenziellen doppelten monoklonalen Antikörper-Sandwich-ELISA
gemessen, wie in Seubert et al. (1992) Nature 359: 325–327 beschrieben.
Kurz gesagt wurde Aβ in
CSF durch die monoklonalen Antikörper
266 eingefangen (spezifisch für
Aβ-Peptidreste
13–28),
die zuvor in Mikrotiterplattenwells gecoatet worden waren. Der Nachweis
setzte einen zweiten Aβ-spezifischen,
biotinylierten monoklonalen Antikörper 6C6 ein (welcher Aβ-Reste 1–16 erkannte),
gefolgt von Reaktionen mit einem alkalischen Phosphatase-Avidinkonjugat.
Nach Inkubation mit dem fluorogenen Substrat 4-Methyl-Umbellipherylphosphat
(MUP) wurde das fluoreszierende Produkt unter Verwendung eines Millipore
Cytofluor 2350-Fluorometers gemessen.
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4. Aβ (x– ≥ 41)-ELISA
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Aβ (x– ≥ 41) wurde
in einem ähnlich
formatierten Assay unter Verwendung von 266 als einfangendem Antikörper gemessen.
Der polyklonale Reporter-Antikörper
277-2 wurde gegen ein synthetisches Peptid erzeugt, welches Aβ-Reste 33–42 (GLMVGGVVIA)
[SEQ ID NR: 2] enthielt, mit Cystein-Aminoheptan-Säure an ihrem
Aminoterminus. Sie wurde durch das konjugierte Cystein an kationisiertes
BSA (Pierce) konjugiert. Der Antikörper 277-2 wurde affinitätsaufgereinigt
unter Verwendung des synthetischen Peptids konjugiert an eine Sulfo-verknüpfte Säure (Pierce)
und reagierte stark mit 125I-Aβ1–42 wie
durch Ausfällung
des Tracers detektiert wurde. Er zeigte keine nachweisbare Kreuzreaktivität mit Aβ1–40 und
zwar weder in der Immunopräzipitation noch
in den ELISA-Formaten, was darauf hindeutet, dass zumindest eine
1 000-fach verminderte Sensitivität gegen dem Aβ1–40-Peptid
vorliegt. Synthetisches Aβ1–42 wurde
als Standard eingesetzt. Der Nachweis des 277-2-Reporterantikörpers wurde
erzielt unter Verwendung eines Esel Anti-Kaninchen-IgG-alkalischen-Phosphatase-Konjugats
und des AMPPD-chemilumineszenten Substrats mit dem Emerald-Enhancer
(Tropix) (C. Vigo-Pelfrey et al. (1994) J Neurochem 61: 1965–1968).
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Um
die Inter-Assay-Varibilität
als einen Faktor in der Aβ (x– ≥ 41)-Analyse
auszuschließen,
wurden alle Proben doppelt am gleichen Tage mit der gleichen Charge
an Standards gefahren. Die Intraassayvaribilität war weniger als 10%. Vor
der Messung wurden Aliquots von CSF-Proben auf 100°C für 3 Minuten
erhitzt und anschließend
bei 4°C über Nacht
vor dem Assay gelagert. Es stellte sich heraus, dass der Erhitzungsschritt
im Allgemeinen die Immunoreaktivität in CSF-Proben erhöhte und
zwar unabhängig
von der Diagnose und folglich wurde er eingeschlossen. Es sollte
festgehalten werden, dass verschiedene Chargen von synthetischem Aβ (x– ≥ 41) leicht
unterschiedliche Standardwerte erzeugen, obwohl sie durch Aminosäureanalyse
normalisiert wurden. Die aufgeführten
Werte basieren auf einem einzigen Standard, der für die gesamte
Untersuchung verwendet wurde. Untersuchungen, welche die Zugabe
von syntheti schem Aβ (x– ≥ 41) zu CSF
einschlossen, demonstrierten, dass die gemessene Wiedererkennung
80 ± 50%
betrug.
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5. Nachweis
von Tau durch ELISA
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a. Aufgereinigtes Tau
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Tau,
aufgereinigt von menschlichem AD-Gehirngewebe und von rekombinanten
Quellen wurden verwendet zur Charakterisierung des Assays und der
Antikörper.
Rekombinantes menschliches Tau wurde erzeugt unter Verwendung des
zuvor beschriebenen Baculovirusvektors, enthalten die pVL941-Tau-4-Repeat-Isoform
(J. Knops et al. (1991) J Cell Biol 1991: 114: 725–733). Hohe
Spiegel von Tau wurden exprimiert und aufgereinigt sowohl aus SF9
und high five Insektenzellen. Maximal exprimierende Zellkulturen
wurden geerntet, einmal in PBS gewaschen und auf Eis gekühlt. Die
Zellen wurden dann per Ultraschal aufgebrochen in 0,1 M MES pH 6,5,
1 mM EGTA, 18 μM
EDTA, 0,5 mM MgCl2, 5 μg/ml Leupeptin, 1 mM PMSF. Die
Zellablagerung wurde durch Zentrifugation bei niedriger Geschwindigkeit
entfernt und der Überstand
auf 0,75 M NaCl, 2% β-Mercaptoethanol eingestellt.
Die Proben wurden 10 Minuten in verschlossenen Röhrchen gekocht, auf Eis gekühlt und
durch Zentrifugation bei 100 000 × g für 30 Minuten geklärt. Die Überstände wurden
dann auf 2,5% Perchlorsäure
eingestellt und für
15 Minuten bei 13 000 × g
geschleudert. Die Niederschläge
wurden einem zweiten Zyklus von Kochen/Säureausfällen unterzogen und die gepoolten Überstände wurden
gegen 100 mM KH2PO4 pH
6,9, 2 mM EDTA, 2 mM EGTA, 2 mM β-Mercaptoethanol,
0,3 mM PMSF dialysiert.
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Das
rekombinante Tau wurde als zumindest 85% rein per SDS-PAGE eingeschätzt, angefärbt mit
Coomassieblau, und wurde ohne weitere Aufreinigung verwendet. Die
Konzentration von allen Taustandards wurden durch Aminosäureanalysen
abgeschätzt.
Um Tau zu dephosphorylieren, wurde ein Aliquot in 20 mM Tris-HCl
pH 8,6, 2 mM HgCl2, 1 mM DTT, 10 μM ZnCl2-Puffer dialysiert. Zur Hälfte der
Probe wurden 0,1 Einheiten von alkalischer Phosphatase (Boehringer
Mannheim) pro μg
Tau hinzugegeben; die andere Hälfte
wurde in ähnlicher
Weise mit dem Puffer allein verdünnt
und die beiden Proben wurden für
5 Stunden bei 37°C inkubiert.
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b. Monoklonaler Antikörper gegen
Tau
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Monoklonale
Antikörper
wurden hergestellt gemäß einer
Modifizierung des Verfahrens von Kohler und Milstein (G. Kohler
und C. Milstein (1975) Nature 256: 495–497). Tau verwendet in allen
Injektionen und Screening-Assays wurde aus SF9-Zellen aufgereinigt,
die infiziert mit dem Tau enthaltenen Baculoviruskonstrukt waren.
Sechs Wochen alte A/J-Mäuse
wurden mit 100 μg
an aufgereinigtem Tau in Zwei-Wochen-Intervallen injiziert. Tau wurde in
vollständigem
Freund-Adjuvans involviert für
die erste Immunisierung und in unvollständigem Freund-Adjuvans für alle weiteren
Immunisierungen. Die Serumproben wurden drei Tage nach der dritten Injektion
genommen, um den Titer dieser Tiere zu bewerten. Die Maus mit dem
höchsten
Titer wurde intravenös
mit 100 μg
an Tau in 500 μl
an PBS zwei Wochen nach Empfang der dritten Injektion injiziert.
Die Myelomfusion trat drei Tage später auf unter Verwendung von
SP2/0 als dem Fusionspartner. Antikörper 16G7 und SC11 wurden aus
dieser Fusion erhalten, wohingegen Antikörper 16B5 und 16C5 aus einer
nachfolgenden Fusion isoliert wurden.
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Überstände aus
Wells, enthaltend Hybridomazellen, wurden auf ihre Fähigkeit
gescreent, 125I-gelabeltes Tau auszufällen. Tau
wurde radio-iodiert unter Verwendung immobilisierter Glycoseoxidase
und Lactoperoxidase gemäß den Instruktionen
des Herstellers (Bio-Rad). Kurz gesagt wurden 10 μg an aufgereinigtem
rekombinantem Tau radio-gelabelt mit 1 mCi an Na 125I,
auf eine spezifische Aktivität
von 20 μCi/μg Protein. 16G7,
8C11, 16B5 und 16C5 wurden identifiziert als die vier monoklonalen
Antikörper
mit der höchsten
Affinität spezifisch
für Tau
und wurden durch Begrenzung der Verdünnung kloniert. Die Isotypen
aus allen vier monoklonalen Antikörpern spezifisch für Tau wurden
als Gamma-1-Kappa bestimmt.
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c. Tau-ELISA
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Der
anti-Tau-monoklonale Antikörper
16G7 wurde zu 5 μg/ml
in TBS suspendiert und zu 100 μl/Well in
Mikrotiterplatten gecoatet (Dynatec Microlite 2). Das Coating wurde über Nacht
bei Raumtemperatur durchgeführt.
Die Lösung
wurde dann aspiriert und die Platten mit 0,25% Casein (Gew./vol.)
in phosphatgepufferter Salzlösung
(PBS) blockiert. Der Anti-Tau-Antikörper 16B5 wurde biotinyliert
mit dem N-Hydroxysuccinimidester
von Biotin entsprechend den Angaben des Herstellers (Pierce). Proben
von entweder 50 μl
CSF oder Kalibratoren (50 μl
an 3–1000
pg/ ml menschlichem Tau) wurden mit 50 μl des biotinylierten Anti-Tau-Antikörpers (0,75 μg/ml in PBS-Casein,
0,05% Tween 20) in den 16G7 gecoateten Wells kombiniert und bei
Raumtemperatur unter konstantem Schütteln über Nacht inkubiert. Die Lösung wurde
dann aspiriert und die Platten wurden dreimal mit TTBS gewaschen.
Streptavidinalkalische Phosphatase (Boehringer-Mannheim) wurde 1
: 1000 in PBS-Casein, 0,05% Tween 20 verdünnt und 100 μl wurden
zu jedem Well gegeben. Nach Inkubation für 1 Stunde bei Raumtemperatur
wurde die Flüssigkeit
aspiriert und die Wells wurden dreimal gewaschen. Das chemilumineszente
Reagens, Dinatrium-3-(4-methoxyspiro{1,2-dioxetan-3,21-tricyclo[3.3.1.13,7]tdecan}-4-yL)phenylphosphat (AMPPD, Tropix)
und ein Enhancer, Emerald Green (Tropix), wurden 1 : 1 000 verdünnt bzw.
1 : 100, und zwar in 1 M Diethanolaminpuffer, enthaltend 1 mM MgCl2, 0,02% NaN3, pH
10. 100 μl wurden
pro Well hinzugegeben und die Platten wurden nach 30 Minuten ausgelesen
und zwar in einem Dynatech ML 1 000-Chemiluminometer. Die hier dargestellten
Daten verwendeten menschliches Tau, isoliert aus Gehirn als den
Kalibrator.
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6. Statistische
Analyse
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Die
statistische Analyse der Daten wurde durchgeführt durch Ein-Wege-Analyse
der Varianz (ANOVA) unter Verwendung von InStat, Version 1.21.
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Ergebnisse
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Der
Vergleich der drei Patientengruppen (Tabelle III) zeigte, dass sie
gut hinsichtlich Alter und Geschlecht abgeglichen waren. Die AD-Gruppe
wies einen durchschnittlichen MMSE von 17,5 ± 7,1 auf, was darauf hindeutete,
dass eine milde bis moderate kognitive Schädigung vorlag. Die neurologisch
erkrankte Kontrollgruppe bestand aus einer Vielzahl von Erkrankungen,
einschließend
vaskuläre
Demenz (4), Stirnhirn-Demenz (7), Depression (6), Parkinson-Erkrankung
(3), Cortico-basale Gangliendegeneration (2), cerebrale Ataxie (2),
progressive supranucleare Palsie (1), Normal-Druck-Hydrocephalus (1),
Grand-mal-Anfall (1), Bell-Palsie (1), alters-assoziierte Gedächtnisschädigung (1),
Demenz mit extrapyramidalen Anzeichen (1), amnetisches Syndrom (1),
cerebrale Degeneration (1). Die Kontrollgruppe bestand aus Individuen,
die keine neurologische Erkrankung zeigten und die kognitiv normal
waren (Table III).
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Die
Analyse der gesamten CSF-Aβ-Spiegel
förderte
keine signifikanten Unterschiede unter den verschiedenen Patientengruppen
(Tabelle III) zutage. Die Mittelwerte rangierten zwischen 19,0 ng/ml
in der AD-Gruppe bis 17,9 ng/ml in the NC-Gruppe. Es gab signifikanten Überlapp
mit keinerlei statistisch signifikanten Unterschieden unter den
Gruppen (p > 0,05).
Die Analysen der Aβ (x– ≥ 41)-Form
des Peptids zeigte jedoch eine Verminderung im Mittelwert in der
AD-Gruppe, relativ sowohl zu den ND- als auch den NC-Subjekten (383
versus 543 und 632 pg/ml), der signifikant auf dem p < 0,0001-Level (4)
war. Die relativ kleine Standardabweichungen (76 pg/ml) der AD-Gruppe
war insbesondere auffällig.
Im Gegensatz dazu zeigte einige ND-Patienten vermindertes Aβ (x– ≥ 41) in ihrer
CSF. Wenn ein Cutoff bei 505 pg/ml eingestellt wur de, fielen 15
von 37 ND-Patienten und nur vier von 23 NC-Patienten unterhalb dieses
Levels. Alternativ war unter den 35 Individuen, welche Grade von
Aβ (x– ≥ 41) von mehr
als 505 pg/ml aufwiesen, keiner dabei, bei dem AD diagnostiziert
worden war, was nahe legt, dass der Test hochspezifisch für das Nichtvorliegen
der Erkrankung ist. Aβ (x– ≥ 41) wurde
gemessen wie im Text beschrieben. Alle Messungen sind Durchschnittswerte
von Doppelwertbestimmungen, die Variation war ≤ 10%. Die Proben wurden zufällig auf
Platten ausgewertet und der Operator kannte die Diagnose des Subjekts
nicht. Die Referenzstandards, vorliegend auf jeder Mikrotiterplatte waren
nicht signifikant unterschiedlich zwischen den Platten.
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Tau-Spiegel
in den CSF-Proben des gleichen Subjekts wurden auch untersucht.
Die Taumessung wurde doppelt durchgeführt. Um die Konsistenz sicherzustellen,
wurden einige Proben der früheren
Assays auf nachfolgenden Platten eingeschlossen und alle Proben
wurden zumindest einer Wiederholungsmessung ausgewertet. Wiederholungsmessungen
lagen innerhalb von 15% im Vergleich zu Originalwerten. Ein signifikanter Unterschied
existiert zwischen der AD-Gruppe und jeder Kontrollgruppe (p < 0,001). Von menschlichen
Gehirnen abgeleitetes Tau wurde als Referenzstandard verwendet.
AD-Patienten hatten einen Mittelwert von 407 pg/ml versus 168 und
212 pg/ml in neurologischen bzw. normalen Kontrollen (5).
Dieser Unterschied zwischen der AD-Gruppe und den anderen Gruppen
ist signifikant bei p < 0,001.
Setzt man einen Cutoff von 312 pg/ml, zeigten Individuen mit Werten
oberhalb diese Spiegels eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für Alzheimer-Erkrankungen
(22/24 = 92%). Nur ein NC- und
ein ND-Subjekt wurde oberhalb dieses Cutoffs registriert. Separate
Analyse von durchschnittlichem CSF Aβ-, Aβ (x– ≥ 41)- oder Tauspiegeln erhalten
von jedem Zentrum zeigten keine Unterschiede zwischen den Zentren,
die statistisch signifikant für
irgendeine der Erkrankungskategorien waren, wie durch eine Ein-Wege-Analyse-Varianz deutlich
gemacht wurde. Von speziellem Interesse war die gleichzeitige Analyse
von Aβ (x– ≥ 41) und Taumessungen
in den gleichen CSF-Proben (6). 6 wird
in Figur dann aufgeteilt unter Verwendung der Cutoffs für Aβ (x– ≥ 41) und Tau,
wie sie zuvor beschrieben wurden. Das Vorliegen von sowohl erhöhtem Tau
als auch von vermindertem Aβ (x– ≥ 41) (unterer
rechter Quadrant) war von höchster
prognostischer Bedeutung für
AD (22/23 = 96%). Auf der anderen Seite wurde hohes Aβ (x– ≥ 41) und niedriges
Tau (unterer linker Quadrant) vollständig von Kontrollpatienten repräsen tiert
(6). Mehr als die Hälfte (48,7%) aller Individuen
dieser Studie fielen in einen dieser beiden Quadranten.
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Die
verbleibenden Patienten zeigten niedrige Aβ (x– ≥ 41) und niedrige Tau-Spiegel
(unterer linker Quadrant).
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Obwohl
die voranstehende Erfindung im Detail zum Zwecke der Klarheit und
des Verständnisses
beschrieben wurde, wird es offensichtlich sein, dass bestimmte Modifikationen
innerhalb des Umfangs der beigefügten
Ansprüche
praktiziert werden können.
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