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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine neue Stoffzusammensetzung, die
eine Zeolithschicht, eine wachstumsfördernde Schicht und einen Träger enthält.
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Hintergrund
der Erfindung
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Zeolithmembranen
sind seit langer Zeit ein Ziel der Trennungswissenschaft gewesen.
Um zweckmäßig zu sein,
muss eine Zeolithmembran sowohl einen hohen Fluss als auch eine
hohe Selektivität
aufweisen. Wegen Defekten in der Zeolithfolie war es in der Vergangenheit
schwierig, derartige Membranen zu erhalten. Dies galt besonders
für Membranen,
die durch in der Literatur beschriebene gering alkalische Syntheserouten wachsen
gelassen wurden. Diese Membranen haben eine heterogene Kristallstruktur
in der Membran und erfordern eine erhebliche Schichtdicke (> 50 μm), um kleine
Löcher
und Lückenstrukturen
abzudichten. Was in der Technik benötigt wird, ist eine dünne Zeolithmembran
mit sehr wenigen Defekten.
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Ein
Patent, das die direkte Synthese von Zeolithmembranen beschreibt,
wurde an W. Haag und J.G. Tsikoyiannis von Mobil erteilt (US-Patent
5,110,478, erteilt am 5. Mai 1992). Eine Veröffentlichung, die wissenschaftliche
Ergebnisse beschreibt, die mit dieser Art von Membran erhalten wurden,
wurde in einem Artikel mit dem Titel "Synthesis and Characterization of a
Pure Zeolitic Membrane" von
J.G. Tsikoyiannis und W. Haag in Zeolites (Vol. 12, S. 126, 1992)
veröffentlicht.
Die Membran, die in dem obigen Artikel und Patent beschrieben wird,
wird als eine freistehende Membran verwendet und ist nicht als eine Schicht
an einem mikroporösen
Träger
angebracht oder angehängt,
was dazu führt,
dass sie mechanisch zerbrechlich ist und während des Gebrauchs leicht
bricht. Die physikalische Struktur dieser Membran ist derartig,
dass es einen Gradienten der Kristallgrößen über die Dicke der Membran gibt.
Dieser Gradient von Kristallgrößen über die
Schichtdicke verhindert ein Wachstum einer dünnen Membran mit einer minimalen
Anzahl von nicht-selektiven Permeationswegen.
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Zeolithe
wurden auch auf Trägern
wachsen gelassen. Siehe z.B. "High
temperature stainless steel supported zeliote (MFI) membranes: preparation,
module construction and permeation experiments", E.R. Geus, H. van Bekkum, W. Bakker
und J. Moulijin, Micropores Materials, Ausgabe 1, S. 137, 1993;
Niederländische
Patentanmeldung 9 011 048; Europäische
Patentanmeldung 91 309 239.1 und US-Patent 4,099,692.
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Alle
diese oben hergestellten Membranen werden mit mehreren Zonen über die
Membrandicke gebildet (größere Kristalle
sind auf kleineren Kristallen gewachsen). In mehreren Zonen sind
die Kristalle nicht in einer dichten Matte gewachsen, die frei von
interkristallinen Lücken
ist. Um eine selektivpermeable Zeolithmembran zu erhalten, müssen die
obigen Zeolithschichten (die Schichten enthalten) in einer übermäßigen Dicke
(> 50 μm) wachsen
gelassen werden, um Lücken
und Defekte innerhalb der Membran abzudichten. Dies schafft einen
großen
Massetransferwiderstand, der einen verringerten Fluss verursacht.
Funktionelle Zeolithmembranen durch stark alkalische Syntheserouten
zu erhalten, ist schwierig, weil die heterogenen Kristalle in der
Membran eine erhebliche Membrandicke erfordern, um kleine Löcher und
Lückenstrukturen
abzudichten, die die Membranselektivität verringern. Die Anwesenheit
solcher kleinen Löcher
und Lücken
ist die Ursache von optischer Streuung in den so hergestellten stark
alkalischen Membranen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1, 2 und 3 zeigen
Röntgenbeugungsmuster
von Zusammensetzungen, die einen porösen Träger mit einer darauf geschichteten
wachstumsfördernden
Schicht und eine Zeolithschicht enthalten, die auf der wachstumsfördernden
Schicht gewachsen ist, wobei die wachstumsfördernde Schicht während des Wachstums
der Zeolithschicht invertiert wurde, wie hierin beschrieben wird.
Die x-Achse stellt 2θ und
die y-Achse die Intensität
in Zählungen
pro Sekunde dar. 1 und 2 zeigen
Zusammensetzungen mit kristallographisch bevorzugten C-Achsenorientierungen
von verschiedene Winkeln. 3 zeigt
eine Zusammensetzung mit b-Achsenorientierung.
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4 zeigt
eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der Morphologie einer
MFI-Zeolithschicht, einer wachstumsfördernden Schicht und eines
porösen
Substrats gemäß der vorliegenden
Erfindung, die gebrochen wurde, um einen Querschnitt offen zu legen.
Die mit (A) gekennzeichnete Schicht ist das poröse Substrat, das aus α-Aluminiumoxid
mit 80 nm Poren gebildet wurde. Die mit (B) gekennzeichnete Schicht
ist die wachstumsfördernde
Schicht (GEL-Schicht), die mesoporös und in der mikroskopischen
Aufnahme klar erkennbar ist. Die mit (C) gekennzeichnete Schicht
enthält
MFI-Zeolithkristalle, die zusammen in einer dichten Matte verwachsen
sind. Die säulenförmige Beschaffenheit
der verwendeten Zeolithkristalle ist leicht aus der Morphologie
der Bruchoberfläche
durch die Zeo lithschicht ersichtlich. Die Schicht (C) ist im wesentlichen
frei von Lücken
und Defekten.
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4(b) zeigt eine rasterelektronenmikroskopische
Aufnahme der gleichen Zusammensetzung wie 4(a),
mit der Ausnahme einer höheren
Vergrößerung,
in der mehr Details über
die Grenzflächen
zwischen den Schichten (A), (B) und (C) gesehen werden können.
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5 zeigt
eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der äußeren Oberfläche einer
erfindungsgemäßen Membran.
Die dargestellte Oberfläche
ist eine verwachsene dichte Matte von Zeolithkristallen, die im
Wesentlichen frei von sich durch die Dicke der Schicht erstreckenden
Defekten ist.
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6 ist
eine schematische Ansicht eine Querschnittsmorphologie einer der
hierin beschriebenen vorliegenden Zusammensetzungen. (A) ist das
poröse
Substrat, (B) die wachstumsfördernde
Schicht, (C) eine Zeolithschicht, (D) eine Kristallkörnchengrenzlinie,
(T) die Dicke eines Zeolithkristalls und (W) die Breite eines Zeolithkristalls
an der Spitze des Kristalls.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Zeolithmembran,
die eine Morphologie mit säulenförmigem Querschnitt
und eine bevorzugte kristallographische Orientierung aufweist, die
ein Substrat enthält, auf
dem eine calcinierte mesoporöse
wachstumsfördernde
Schicht und eine Schicht säulenförmiger Zeolithkristalle
auf der mesoporösen
wachstumsför dernden
Schicht aufgeschichtet sind, und wobei die mesoporöse wachstumsfördernde
Schicht Zeolithe, Zeolith und polymeres Metalloxid, Zeolithe und
Metalle von kolloidaler Größe; oder
Zeolith, Metall von kolloidaler Größe und polymeres Metalloxid
enthält,
und wobei die Zeolithe ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus nanokristallinen Zeolithen und
Zeolithen von kolloidaler Größe, und
wobei das Substrat ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus porösen und nicht-porösen Substraten,
und wobei die mesoporöse
wachstumsfördernde
Schicht Lücken
von etwa 2 bis etwa 200 nm aufweist, und wobei die säulenförmige Zeolithschicht
eine polykristalline Schicht ist, wobei 99 der säulenförmigen Zeolithkristalle mindestens
einen Punkt zwischen angrenzenden Kristallen aufweisen, der ≤ 2 nm ist.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung,
die Substrat enthält,
auf das eine calcinierte mesoporöse
wachstumsfördernde
Schicht und eine Schicht aus Zeolithkristallen in Form einer polykristallinen
dichten Matte auf der mesoporösen
wachstumsfördernden
Schicht aufgeschichtet sind, und wobei die mesoporöse wachstumsfördernde
Schicht Zeolithe; Zeolith und kolloidales oder polymeres Metalloxid;
Zeolith und Metalle von kolloidaler Größe; Zeolith, Metall von kolloidaler
Größe und kolloidales
oder polymeres Metalloxid; und Mischungen davon enthält, und
wobei die Zeolithe der mesoporösen wachstumsfördernden
Schicht ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus nanokristallinen Zeolithen und Zeolithen
von kolloidaler Größe, und
wobei die mesoporöse
wachstumsfördernde
Schicht Lücken
von etwa 2 bis etwa 200 nm aufweist, wobei die Zeolithschicht eine
polykristalline Schicht ist, die eine formbevorzugte Orientierung
zeigt und im Wesentlichen frei von Defekten ist, die sich durch
die Dicke der Schicht hindurch erstrecken, und wobei 99 der Zeolithkristalle
mindestens einen Punkt zwischen angrenzenden Kristallen aufweisen, der ≤ 2 nm ist.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Zeolithmembran
gemäß Anspruch
1 oder einer Zusammensetzung gemäß Anspruch
2, bei dem
- (a) ein Substrat mit einer wachstumsfördernden
Schicht beschichtet wird, wobei die wachstumsfördernde Schicht hergestellt
wird durch Einsetzen einer Lösung,
die Zeolith; Zeolith und Metalloxid; Zeolith und kolloidales Metall;
oder Zeolith, kolloidales Metall und Metalloxid enthält, und
wobei der Zeolith ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus nanokristallinem Zeolith und kolloidalem
Zeolith, und wobei das Metalloxid kolloidales Metalloxid oder polymeres
Metalloxid hergestellt durch Sol-Gel-Verarbeitung ist, gefolgt von
Calcinierung bei einer Temperatur von etwa 200 bis etwa 1000°C für mindestens
etwa 2 Stunden;
- (b) das Substrat mit der darauf aufgeschichteten wachstumsfördernden
Schicht mit einer Zeolithsynthesemischung in Kontakt gebracht wird;
- (c) das Substrat und die Zeolithsynthesemischung für eine Zeit
und bei einer Temperatur hydrothermalbehandelt werden, die ausreichen,
um eine Zeolithschicht auf der wachstumsfördernden Schicht zu bilden, und
wobei das Absetzen von Teilchen aus der Zeolithsynthesemischung
auf der Zeolithschicht verhindert wird;
- (d) jegliche nicht-umgesetzte Zeolithsynthesemischung entfernt
wird.
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Inkontaktbringen,
wie es hierin verwendet wird, umfasst ein gesamtes und teilweises
Eintauchen. Die Lösung
von Schritt (a) enthält
ein Lösungsmittel,
vorzugsweise Wasser (destilliert, deionisiert, demineralisiert) etc.
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Das
Verfahren umfasst weiterhin Schritt (e), bei dem, wenn die Zeolithsynthesemischung
ein organisches Templat enthält,
die Zusammensetzung für
eine Zeit und bei einer Temperatur calciniert wird, die ausreichend
sind, um das organische Templat zu entfernen.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung (die als Zeolithmembranen
bezeichnet werden können)
haben eine große
Anzahl von Anwendungen bei Trennungen. Zum Beispiel können sie
bei der Trennung von CO2 von Methan, Wasser-Alkohol-Trennungen,
Wasserstoffgewinnung, Xylol-Trennung und mehreren anderen molekularen
Trennungen verwendet werden. Die Zusammensetzungen sind auch in
katalysierenden Reaktionen nützlich.
Die Zusammensetzungen werden oft in der Technik als Zeolithmembranen
bezeichnet und können
als solche verwendet werden. Die vorliegenden Zusammensetzungen,
die auf nicht-porösen Trägern hergestellt
sind, sind als Sensoren nützlich.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung beschreibt einen neuen Typ von einer auf einen
Träger
aufgebrachten Zeolithzusammensetzung, die auf der Oberfläche einer
wachstumsfördernden
Schicht (GEL- Schicht)
gebildet wird, welche nanokristalline Zeolithe oder Zeolithe von
kolloidaler Größe, Mischungen
von Zeolithen von kolloidaler Größe oder
nanokristallinen Zeolithen und Metalloxiden, Mischungen von Zeolith
von kolloidaler Größe oder
nanokristallinem Zeolith und Metall von kolloidaler Größe oder
Mischungen von Zeolith von kolloidaler Größe oder nanokristallinem Zeolith,
Metall von kolloidaler Größe und Metalloxid
enthalten. Somit enthalten die wachstumsfördernde Schicht und die Zeolithschicht,
die darauf wächst,
Zeolith, aber jede Schicht ist selbstständig ausgeprägt. Die
Morphologie der Zeolithschicht ist derartig, dass es im Wesentlichen
keine Lücken gibt,
die sich über
die Dicke der Schicht erstrecken, weil die Kristalle von ähnlicher
Gestalt orientiert und in einer polykristallinen dichten Matte gewachsen
sind. Dichte Matte, wie es hierin verwendet wird, bedeutet, dass mindestens
99 %, vorzugsweise 99,9 % der Zeolithkristalle mindestens einen
Punkt zwischen angrenzenden Kristallen aufweisen, der ≤ 2 nm ist.
In der vorliegenden Erfindung wird der Abstand zwischen Kristallen
durch eine Kristallkörnchengrenzlinienzone
bestimmt, und der maximale Kristallkörnchengrenzlinienzonenabstand ist
bei der Abwesenheit von Lücken
oder Defekten ≤ 4
nm, und derartige Abstände
sind leicht durch Transmissionselektronenmikroskopie beobachtbar
und können
anorganische Oxidmaterialien enthalten. Wie hierin verwendet, wird
eine Kristallkörnchengrenzlinienzone
als die Breite der ungeordneten Zone zwischen zwei angrenzenden
geordneten Kristallen definiert. Vorzugsweise weist die Zeolithschicht
im Querschnitt eine Anordnung von orientierten Kristallen ähnlicher
Gestalt auf, vorzugsweise eine Morphologie mit säulenförmigem Querschnitt (siehe 4, Ansichten (a) und (b)), die durch kristallographisch
orientierte Zeolithkristalle gebildet wird. Andere Gestalten sind
in Abhän gigkeit
von dem bestimmten Zeolithtypen und der Zusammensetzung der Zeolithsynthesemischung
möglich.
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Die
dichte Matte von Zeolithkristallen ist in der Zusammensetzung verwachsen,
sodass nicht-selektive Permeationswege durch die Membran hindurch
durch den engsten Punkt der Annäherung
zwischen Kristallen blockiert wird. Nicht-selektive Permeationswege
sind Permeationswege, die bei Raumtemperatur vorliegen und nicht
durch die Zeolithkristalle hindurch gelangen. Diese Blockade von
Nicht-Permeationswegen besteht bei Raumtemperatur, nachdem ein Templat,
das die Porenstruktur verdeckt, von den Zeolithkristallen entfernt wird.
Template, die verwendet werden, um Zeolithe wachsen zu lassen, werden
häufig
durch einen Calcinierungsschritt entfernt. Aus transmissionselektronenmikroskopischen
Untersuchungen (TEM) kann der engste Punkt der Annäherung zwischen
Kristallen auf weniger als 2 nm bestimmt werden, nachdem das Templat
entfernt wird. Der Abstand zwischen den Kristallen an diesem Punkt
kann anorganisches Oxidmaterial enthalten, das die nicht-selektive
Permeation von Molekülen
durch die Membran beschränkt.
Die Abwesenheit von nicht-selektiven Permeationswegen kann durch
die Fähigkeit
detektiert werden, die Permeation von Farbstoffmolekülen bei
Raumtemperatur (ca. 20 °C)
durch die Zusammensetzung zu verhindern, nachdem jegliche Template
aus der Porenstruktur entfernt wurden. Farbstoffmoleküle, die
gewählt
werden können,
um nicht-selektive Permeationswege durch die Membran hindurch zu
detektieren, sollten eine minimale Größenordnung haben, die größer als
der Kontrolldurchlass durch den Zeolith ist, und die Größe des Farbstoffmoleküls sollte ebenso
weniger als 2 nm betragen. Nicht-selektive Wege transportieren Farbstoffmoleküle, die
größer als
die Porengröße des Zeoliths
sind. Die Farb stoffmoleküle
sollten in einer Lösung
vorliegen, die mit einem Lösungsmittel
hergestellt wird, das durch die Zeolithporenstruktur transportiert
werden kann, und der Zeolithschicht sollte es nicht erlaubt sein,
Verunreinigungen wie Wasser aufzunehmen, bevor sie untersucht wird.
Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen die Permeation
von Farbstoffmolekülen
bei Raumtemperatur durch die Zeolithschicht blockieren. Jegliche
ausgewählten
Farbstoffmoleküle
weisen zumindest eine Größenordnung
kleiner als ungefähr
2 nm auf. Das Fehlen einer Permeation bei Raumtemperatur von Farbstoffmolekülen mit
Größen von
weniger als ungefähr
2 nm zeigt, dass nicht-selektive Permeationswege mit Größen von
weniger als ungefähr
2 nm blockiert sind. Es sollte erwähnt werden, dass diese Untersuchung
nicht mit einem Farbstoffmolekül
durchgeführt
werden muss und dass jegliche detektierbare molekulare Spezies,
die eine Größe von weniger
als 2 nm, jedoch größer als
die Zeolithporengrößenordnung
aufweist, verwendet werden kann. Der Vorteil der Verwendung eines
Farbstoffmoleküls
ist, dass es leicht durch optische Mittel detektiert werden kann.
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Die
Zeolithschicht lässt
man oben auf eine mesoporöse
wachstumsfördernde
Schicht (GEL-Schicht) wachsen, die Zeolithe von kolloidaler Größe oder
nanokristalline Zeolithe enthält.
Die wachstumsfördernde Schicht
glättet
den porösen
Träger,
erleichtert das Wachstum der Zeolithschicht und stellt eine Keimfläche zur Verfügung, die
eine Steuerung der Keimbildungsdichte von Zeolithkristallen ermöglicht,
die auf dem Träger
gebildet werden. Diese wachstumsfördernde Schicht muss chemisch
und mechanisch unter hydrothermalen Synthesebedingungen stabil sein,
und die darin enthaltenen Zeolithe von kolloidaler Größe oder
nanokristallinen Zeolithe dienen als Keimbil dungsstelle zum Wachstum
der Zeolithschicht. Ein Verändern
der Dichte von Keimbildungsstellen verändert die Art, wie die Zeolithschicht
wächst,
was die Zeolithkristallgröße, die
Verdichtung (d.h. Lücken
und Defekte) und die Kristallgestalt oder externe Kristallmorphologie
bestimmt.
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Die
GEL-Schicht enthält
erkennbare Teilchen mit Lücken
zwischen den Teilchen von Zeolithen; Zeolithen und Metalloxiden;
Zeolith und Metall von kolloidaler Größe sowie Zeolith, Metall von
kolloidaler Größe und Metalloxid.
Diese Lücken
sind mesoporös
und haben Größen von
etwa 2 bis etwa 200 nm, vorzugsweise von etwa 4 bis etwa 20 nm.
Mesoporös,
wie hierin verwendet wird, bedeutet, dass es eine verbundene Lückenstruktur
durch die GEL-Schicht hindurch gibt. Lücken in dieser Größenordnung
stellen ein Permeationsweg für Moleküle durch
die GEL-Schicht bereit. Moleküle
können
durch diese Lücken
permeieren, weil diese ohne Materie sind, die einen Massetransport
während
des Membrangebrauchs hindern würde.
Die Anmelder sind der Auffassung, dass die Größe und Form der Zeolithkristalle
in der Zeolithschicht durch Eigenschaften der mesoporösen wachstumsfördernden
Schicht (GEL-Schicht) gesteuert werden. Durch Steuerung der Morphologie, Orientierung
und Form der Zeolithkristalle in der Zeolithschicht verringert sich
die Anzahl von Lücken
zwischen Kristallen, weil sich die Kristalle miteinander derartig
packen, dass nur die Kristallkörnchengrenzlinienzone
sie trennt (siehe 4(a), 4(b) und 6).
Es wird angenommen, dass die GEL-Schicht als Keim für die Bildung
der dichten Matte von Zeolithkristallen wirkt, die auf der Oberfläche der
GEL-Schicht wachsen. Diese dichte Matte von Kristallen ist dicht
zueinander gepackt, sodass es mindestens einen Punkt zwischen angrenzenden
Kristallen von ≤ 2
nm gibt. Da die Zeolithschicht von der Grenzfläche an der GEL-Schicht wächst, kann die
Kristallbreite sich vergrößern. Jedoch
verbleiben die einzelnen Kristalle an ihren Grenzlinienzonen durch zumindest
einen Punkt mit einem Abstand von ≤ 2
nm getrennt. Diese dicht gepackte Matte ist die Zeolithschicht.
Zeolithschichten, die ohne die Verwendung der wachstumsfördernden
Schicht gewachsen sind, haben nicht den Grad an Vollkommenheit der
hierin beschriebenen Schichten. Die Zeolithschichten der vorliegenden Zusammensetzung
können
aus Kristallen mit einer Vielfalt von Gestalten (wie z.B. Säulen oder
Tafeln, wie durch Rasterelektronenmikroskopie bestimmt werden kann)
oder kristallographisch bevorzugten Orientierungen (wie durch Röntgenstrahlungsdiffraktometrie
bestimmt werden kann) in Abhängigkeit
von dem gewählten Zeolith,
der Synthesemischung, den Reaktionsbedingungen und der Zusammensetzung
der GEL-Schicht gebildet werden.
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Lücken, wie
hierin verwendet wird bedeuten Räume
zwischen angrenzenden Zeolithkristallen in der Zeolithschicht, die
größer als
4 nm sind. Die vorliegenden Zusammensetzungen sind nahezu frei von
Lücken in
der Zeolithschicht. Lücken
liegen zu höchstens
etwa 1 Vol.%, vorzugsweise weniger als 0,1 Vol.% der Zeolithschicht
vor. Lücken
können
in Querschnittsaufnahmen der Zeolithschicht detektiert werden, die
im Raster- oder Transmissionselektronenmikroskop gemacht wurden.
Defekte sind verbundene Lücken
und sind Abstände
zwischen angrenzenden Zeolithkristallen, die sich durch die Dicke
der Zeolithschicht hindurch erstrecken. In der vorliegenden Zusammensetzung
beträgt
die Gesamtanzahl von Defekten in der Zeolithschicht mit Größen > 4 nm und weniger als
1550/cm2 (10 000 /Quadratzoll), vorzugsweise
weniger als 16/cm2 (100/Quadratzoll). Die
Anzahl von Defekten, die größer als
etwa 200 nm sind, ist weniger als 2/cm2 (10/Quadratzoll),
vorzugsweise weniger als 0,2/cm2 (1/Quadratzoll).
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Isolierte
Defekte vom beschriebenen Typ können
in Farbstoffpermeationsexperimenten detektiert werden. Isolierte
Punkte, an denen der Farbstoff in das Substrat permeiert decken
solche Defekte auf. Defekte können
ebenso durch eine Untersuchung des Querschnitts der Zeolithzusammensetzungen
im Rasterelektronenmikroskop bestimmt werden. Eine Querschnittsansicht,
die eine Zeolithzusammensetzung zeigt, welche keine Defekte in der
untersuchten Region aufweist, wird in 4 gezeigt.
Gaspermeation kann ebenso verwendet werden, um Defekte in der Zusammensetzung
aufzudecken. Wenn die Permeabilität der Zeolithschicht gegenüber Stickstoff
bei Raumtemperatur weniger als 5 × 10–6 mol/
(m2·s·Pa) für jeden
Mikrometer Dicke der Zeolithschicht beträgt, kann die Zusammensetzung
als eine annehmbare Defektdichte aufweisend angesehen werden. Insbesondere
beträgt
die Permeabilität
der Zeolithschicht gegenüber
Stickstoff bei Raumtemperatur weniger als 5 × 10–7 mol/(m2·s·Pa) für jeden
Mikrometer Dicke der Zeolithschicht.
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Die
neue Bauweise der vorliegenden Erfindung ist zusammengesetzt aus
einem Substrat, einer wachstumsfördernden
Schicht, die mesoporöse
Lücken
enthält,
und einer Schicht von Zeolithkristallen. Das Substrat, auf das die
GEL-Schicht wachsen gelassen wird, wird ausgewählt aus porösen und nicht-porösen Substraten.
Wenn ein poröses
Material erwünscht
wird, kann es durch seine gesamte Dicke hindurch porös sein.
Vorzugsweise wird ein anorganisches Oxid verwendet. Das poröse Substrat
kann daher eine Keramik, ein Metall, Zeolith, Carbid, Polymer oder
eine Mischung davon sein. Zum Beispiel können Aluminiumoxid, Titandioxid,
Cordierit, Mullit, rostfreier Stahl, Pyrex, Siliciumdioxid, Siliciumcarbid,
Kohlenstoffgraphit und Siliciumnitrid oder eine Mischung derselbigen
verwendet werden. Vorzugsweise wird eine poröse Keramik oder ein poröses Metall,
insbesondere rostfreier Stahl, Aluminiumoxid und Cordierit verwendet
werden. Das poröse Substrat
kann daher eine durchweg einheitliche Porengröße aufweisen oder kann asymmetrisch
mit einer größeren Porenstruktur
innerhalb der Masse des Substrats und einer kleineren Porenstruktur
an der Oberfläche sein,
auf welche die GEL-Schicht wachsen soll. Die Substratporengröße wird
unter anderem durch Betrachtungen des Massetransfers bestimmt. Es
ist bevorzugt, dass die Porenstruktur und Dicke des Substrats so
gewählt
werden, dass der Massentransferwiderstand nicht den Fluss des durch
die Zeolithmembran hindurchpermiierenden Material während des
Gebrauchs beschränkt.
Das poröse
Substrat wird daher eine Porosität von
etwa 5 bis etwa 70 %, vorzugsweise etwa 20 bis etwa 50 % und eine
durchschnittliche Porengröße von etwa
0,004 bis etwa 2000 μm,
vorzugsweise etwa 0,05 bis etwa 50 μm zeigen. Es ist bevorzugt,
dass die Oberfläche
der porösen
Oberfläche,
auf der die GEL-Schicht abgeschieden wird, glatt ist. Rauheit im
Substrat führt zu
Defekten in der Zeolithschicht. Das Substrat sollte eine durchschnittliche
Rauheit mit einer Amplitude von weniger als 10 μm mit einem Aspektverhältnis einer
Rauheit von weniger als 1 : 1 aufweisen. Es ist bevorzugt, dass
die durchschnittliche Rauheit des Substrats weniger als 0.5 μm mit einem
Aspektverhältnis
der Rauheit von weniger als 1 : 1 aufweist. Eine Aufgabe der GEL-Schicht ist, den
Träger
zu glätten.
Wenn ein nicht-poröses
Substrat verwendet wird, kann es ausgewählt werden aus z.B. Quarz,
Silicium, Glas, Borsilikatgläsern, dichten
Keramiken, z.B. Ton, Metallen, Polymeren, Graphit und Mischungen
davon. Wenn nicht-poröse
Träger verwendet
werden, kann das fertige Produkt als Sensor oder ein Katalysator
verwendet werden.
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Die
mesoporöse
wachstumsfördernden
Schicht wird aus einer Lösung
gebildet, die einen nanokristallinen oder kolloidalen Zeolith oder
eine Mischung von Metalloxid und nanokristallinem oder kolloidalem
Zeolith oder eine Mischung von nanokristallinem oder kolloidalem
Zeolith und kolloidalem Metall enthält. Vorzugsweise wird ein nanokristalliner
oder kolloidaler Zeolith oder eine Mischung von nanokristallinem
oder kolloidalem Zeolith und Metalloxid verwendet, um die GEL-Schicht
zu bilden. Die Metalloxide, aus denen die GEL-Schicht hergestellt
wird, sind kolloidale Metalloxide oder polymere Metalloxide, die
durch Sol-Gel-Verarbeitung hergestellt werden. Nanokristalline Zeolithe
sind Kristallite mit Größen von
etwa 1 nm bis 1 μm.
Nanokristalline Zeolithe können
z.B. gemäß den in
der PCT-EP-92-02386, auf deren Offenbarungsgehalt hierin Bezug genommen
wird, dargelegten Verfahren oder anderen in der Technik bekannten
Verfahren hergestellt werden. Teilchen von kolloidaler Größe sind
zwischen 5 und 1000 nm groß und
bilden eine stabile Dispersion oder Lösung von getrennten Teilchen.
Vorzugsweise sind die kolloidalen Teilchen 25 bis 500 nm, insbesondere
weniger als 100 nm groß sein.
Kollodiale Zeolithe mit Größen 500
nm sind leicht zu erhalten. Die Lösung zur Herstellung der GEL-Schicht
wird auf die Oberfläche
des porösen
Substrats beschichtet und bei Temperaturen ≤ 1000 °C, vorzugsweise von etwa 200
bis etwa 1000 °C,
insbesondere 300 bis 600 °C
calciniert. Anschließend
an die Calcinierung wird eine stabile mesoporöse wachstumsfördernde
Schicht gebildet und in der endgültigen
Zusammensetzung als eine selbstständig ausgeprägte Schicht
mit einer Dicke von etwa 0,1 bis 20 μm, vorzugsweise etwa 1 bis 5 μm beibehalten.
Diese Schicht enthält
Lücken,
wie oben beschrieben wird. Anschließend an die Calcinierung ist
der Zeolith ein nanokristalliner Zeolith oder Zeolith von kolloidaler
Größe und das
Metall und Metalloxid ein Metall und Metalloxid von kolloidaler
Größe. Die
GEL-Schicht kann aus Siliciumdioxid, Silikaten, Aluminiumsilikaten,
Aluminiumphosphaten, Siliciumaluminiumphosphaten, Metallaluminiumphosphaten,
Metallaluminiumphosphosilikaten und Stannosilikaten gebildet werden.
Vertreter von Molekularsieben (Zeolithen), die verwendet werden
können,
umfassen, aber sind nicht beschränkt
auf jene vom Strukturtyp AFI-, AEL-, BEA-, EUO-, FER-, KFI-, MAZ-,
MOR-, MEL-, MTW-, OFF-, TON-, FAU- (umfasst Zeolith X und Zeolith
Y), Zeolith β,
LTA-, LTL-, AFS-, AFY-, APC-, APD-, MTN-, MTT-, AEL-, CHA- und MFI-Zeolithe.
Vorzugsweise wird ein MFI-Zeolith
mit einem Silicium zu Aluminium-Verhältnis größer als 30 verwendet, was Zusammensetzungen
ohne Aluminium einschließt.
MFI- Zeolithen mit Si/Al-Verhältnissen
größer als
300 werden hierin als Silikate bezeichnet.
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Einige
von den obigen Materialien, die keine eigentlichen Zeolithe sind,
werden regelmäßig in der
Literatur als solche bezeichnet, und der Ausdruck Zeolith wird hierin
weit verwendet, um solche Materialien zu umfassen.
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Die
Metalloxide, die hierin verwendet werden können, sind ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus kolloidalem Aluminiumoxid, kolloidalem
Siliciumdioxid, kolloidalem Zirkoniumdioxid, kolloidalem Titaniumdioxid
und durch Sol-Gel-Verarbeitung
hergestellten polymeren Metalloxiden sowie Mischungen davon. Vorzugsweise
wird kolloidales Aluminiumoxid verwendet. Die kollodialen Metalle,
die verwendet werden können,
umfassen Kupfer, Platin und Silber.
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Durch
Einstellen des Verhältnisses
von kolloidalem Zeolith und Metalloxid kann die Dichte der Keimbildungsstellen
auf der GEL-Schicht gesteuert werden. Diese Dichte steuert die Morphologie
des Zeolithfilms, der über
der wachstumsfördernden
Schicht in einem anschließenden
hydrothermalen Syntheseschritt wachsen gelassen wird. Je höher die
Keimbildungsdichte, desto enger die Zeolithkristallbreite, die die
Kristalle an der GEL-v
Zeolithschicht-Grenzfläche
aufweisen wird. Die Keimbildungsdichte kann durch die relativen
Anteile der kolloidalen Zeolithe und Metalloxide (wobei die Dichte
sinkt, wenn die Menge des verwendeten Metalloxids steigt) sowie
die Größe der kolloidalen
Zeolithe in der GEL-Schicht gesteuert werden. Zeolithe von kolloidaler Größe im Bereich
von 5 bis 1000 nm werden deshalb in der GEL-Schicht verwendet. Je
größer die
in der GEL-Schicht verwendeten kolloidalen Zeolithkristalle sind,
desto breiter werden die Zeolithkristalle in der Schicht sein. Die
Anmelder sind der Auffassung, dass die Zugabe von Metalloxid, kolloidalem
Metall oder Mischungen davon zu dem kolloidalem Zeolith in der GEL-Schicht
Abstände
zwischen den Keimbildungsstellen bereitstellt, die eine Steuerung
der Kristallbreite in der Zeolithschicht erlauben.
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GEL-Schichten,
die reine Metalloxide oder kolloidales Metall enthalten, schaffen
es nicht, die nötigen Keimbildungsstellen
zu erzeugen. Die Formulierung der GEL-Schicht ist 100 × Gew.-%
von kolloidalem Metall oder Metalloxid, mit x Gew.-% an kolloidalem
Zeolith, wobei x mindestens 0,01 beträgt, solange die GEL-Schicht
nicht aus reinem kolloidalem Zeolith gebildet wird. Daher wird die
Keimbildungsdichte durch die obige Formel sowie die Größe der Teilchen
von kolloidalem Zeolith, kolloidalem Metall und Metalloxid festgelegt.
Je kleiner die Teilchengröße der kolloidalen
Zeolithteilchen, desto dichter die Keimbildungsstellen, was engere
Zeolithkristalle erzeugt.
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Die
bevorzugte in dieser Erfindung verwendete Synthesetechnik ist das
Wachstum von Zeolithkristallen auf der Fläche einer GEL-Schicht, die
von 90 bis 270° in
einer gering alkalischen Synthesemischung orientiert ist. In der
180°-Orientierung, der
bevorzugten Orientierung, ist die GEL-Schicht horizontal und weist nach unten
und wird daher als invertiert bezeichnet. Die Anmelder sind der
Auffassung, dass dies Zeolithe, die sich homogen in der Synthesemischung
als Keim gebildet haben, daran hindert, sich durch Gravitation abzusetzen
und in die wachsende Zeolithschicht inkorporiert zu werden. Somit
wird die Zeolithschicht während
des Wachstumsprozesses nicht gestört. Wir bezeichnen diese Synthesetechnik
als ein wachstumsfördernde Schicht – gering
alkalisches invertiertes in situ Synthesekristallisationsverfahren
(GEL-LAI-ISC) Die
so gewachsenen MFI-Zeolithzusammensetzungen sind optisch durch die
Zeolithschichtdicke hindurch insofern transparent, dass sie in dieser
Schicht kein Licht streuen.
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Die
MFI- Zeolithzusammensetzungen zeigen ebenfalls eine bedeutende kristallographisch
bevorzugte Orientierung (wie durch Röntgenstrahlungsdiffraktometrie
bestimmt wird). Die bevorzugte Orientierung wird in Abhängigkeit
vom gewählten
Zeolith für
die Zeolithschicht und dem Herstellungsverfahren unterschiedlich sein.
Jedoch wird sich stets eine bevorzugten Orientie rung herausstellen.
Die kristallographische Orientierung von MFI-Kristallen in der bevorzugten
Ausführungsform
ist derartig, dass mindestens 75 % der Kristalle in der Zeolithschicht
in einer Orientierung angeordnet sind, in der die c-Achse parallel
zu der Wachstumsrichtung ist (innerhalb von 15°, vorzugsweise 5° der Normalen
zu der Oberfläche
der Zeolithschicht). Vorzugsweise zeigen mindestens 90 % der Kristalle
die bevorzugte Orientierung. Die Kristallbreite in der Zeolithschicht
kann von 0,1 bis 20 μm
variieren.
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Eine
Messung des Anteils der Kristalle, die eine Richtungsnormale zu
der Zeolithschicht aufweisen (wie die c-Achse), kann durch Vergleich
des Röntgenbeugungsdiagramms
der Schicht mit dem eines statistisch orientierten Zeolithpulvers
erhalten werden. Beispielsweise wird im Fall eines MFI-Zeoliths
mit einer bevorzugten c-Achsenorientierung das Verhältnis der
Intensität
des 002-Signals zu dem kombinierten 200- und 020-Signal durch das
gleiche Verhältnis
für statistisch
orientiertes Pulver geteilt. Der Quotient wird als Grad an kristallographisch
bevorzugter Orientierung bezeichnet (CPO – die Orientierung, die zu
bestimmen ist). Derartig gemessen, weisen die erfindungsgemäßen Zeolithschichten
einen Grad an CPO entlang der c-Achse von mindestens 2 auf und können einen
so hohen Grad an CPO entlang der c-Achse wie 108 haben.
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Bei
der Herstellung des mit der GEL-Schicht beschichteten Substrats,
auf das die Zeolithschicht wachsen gelassen werden soll, wird das
Substrat zuerst mit der GEL-Schicht beschichtet, gefolgt durch die
in situ-Kristallisation. Die GEL-Schicht
glättet
das poröse
Substrat, erleichtert das Wachstum der Zeolithschicht und stellt
eine Keimoberfläche
bereit, um die Keimbildungsdichte der auf der GEL-Schicht gebildeten
Zeolithkristalle zu erhöhen.
Die GEL-Schicht muss chemisch und mechanisch unter den während der
Herstellung der endgültigen
Zusammensetzung eingesetzten hydrothermalen Bedingungen stabil und
ebenso fähig
sein, heterogene Keimbildung oder Oberflächenkeimbildung zu erhöhen. Verändern der
Dichte der Keimbildungsstellen ändert
die Zeolithkristallgestalt, indem die Breite der gebildeten Kristalle
eingestellt wird.
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Die
GEL-Schicht wird aus hergestellten Lösungen durch eine Vielzahl
von in der Technik bekannten Lösungsbeschichtungsverfahren
erzeugt. Zum Beispiel kann Tauchbeschichtung, Rotationsbeschichtung
und Schlickergießen
verwendet werden. Das beschichtete Substrat wird dann bei Temperaturen
im Bereich von etwa 200 bis etwa 1000 °C calciniert, um eine stabile
mesoporöse
Matrix zu bilden. Das bevorzugte Beschichtungsverfahren wird von
der Geometrie des Substrats bestimmt. Unter praxisnahen Umständen kann
ein Rotationsbeschichtungsverfahren für Scheiben oder Platten verwendet
werden. Rotationsbeschichtung gibt eine hervorragende Kontrolle über die
Beschichtungsdicke. Für
rohr- und wabenförmige
Substrate kann ein Tauchverfahren verwendet werden. Die GEL-Schicht
wird von etwa 0,1 bis etwa 20 μm
dick sein. Die Calcinierungszeit ist ausreichend, um eine mechanisch
stabile Schicht zu bilden, und beträgt daher mindestens etwa 30
Minuten, vorzugsweise 2 Stunden, insbesondere mindestens etwa 6
Stunden. Die Calcinierung der GEL-Schicht wird üblicherweise mit einer Heizrate
von etwa 10 bis 20 °C/h
von Raumtemperatur bis zur Calcinierungstemperatur durchgeführt. Dies
wird einfach in der Technik bestimmt. Vorzugsweise wird eine verdünnte Lösung mit einer
Konzentration von 0,1 bis 10 Gew.-% Feststoff, insbesondere 1 Gew.-%
Feststoff verwendet, um die GEL-Schicht zu erzeugen.
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Die
GEL-Beschichtungslösung
kann geringe Mengen an organischen Bindemitteln wie PEG (Polyethylenglykol),
PVA (Polyvinylalkohol) oder Methylcellulose enthalten. Sobald das
Substrat mit der GEL-Beschichtung hergestellt ist, wird anschließend die
Zeolithschicht wachsen gelassen.
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Die
Hydrothermalbehandlung zur Bildung der kristallinen Zeolithoberschicht
wird durchgeführt,
indem das Substrat, das die intermediäre Schicht trägt, mit
einer Zeolithsynthesemischung in Kontakt gebracht und für eine Zeit
und bei einer Temperatur, die ausreichen, die Kristallisation zu
bewirken, z.B. in einem Autoklaven unter autogenem Druck hydrothermalbehandelt
wird. Heizzeiten können
z.B. im Bereich von 30 Minuten bis etwa 300 Stunden liegen. Temperaturen
können
z.B. von 50 °C
bis etwa 300 °C
und vorzugsweise etwa 180 °C
betragen.
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Das
Wachstum der Zeolithschicht auf dem GEL-beschichteten Substrat wird
mit einer derartigen Orientierung und Stellung der GEL-Schicht in
der Synthesemischung durchgeführt,
dass das Absetzen von während
der hydrothermalbehandlung erzeugten Teilchen auf der GEL-Schicht
minimiert oder verhindert wird. Zum Beispiel befindet sich die GEL-Schicht
vorteilhaft mindestens 5 mm, vorzugsweise mindestens 8 mm von einer Wand
oder insbesondere dem Boden des Gefäßes entfernt, um Wechselwirkungen
mit dem Absetzen der Teilchen zu verhindern. Alternativ können zusätzliche
Mittel zur Unterdrückung
des Absetzens in dem Zeolithsyntheseverfahren eingesetzt werden.
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Die
Zeolithschicht kann entweder eine formbevorzugte Orientierung, eine
kristallographisch bevorzugte Orientierung oder beides aufweisen.
Form- oder kristallographisch bevorzugte Orientierungen treten wegen der
Steuerung der relativen Geschwindigkeiten von Keimbildung und Wachstum,
die durch das Syntheseverfahren zur Verfügung gestellt werden, auf.
Besonders während
der Synthese kann bewirkt werden, dass die Wachstumsgeschwindigkeit
die Geschwindigkeit der Oberflächenkeimbildung
von neuen Kristallen oder der Inkorporierung neuer Kristalle beherrscht.
Inkorporierung neuer Kristalle wird als Anheften eines in der Synthesemischung
gebildeten Kristalls auf die Oberfläche der Wachstumsschicht definiert.
Da die Wachstumsgeschwindigkeit die Keimbildung oder Inkorporierung
beherrschen kann, können
Kristalle für
lange Zeitspannen ohne signifikante Zugabe von neuen Kristallen
zu der Wachstumsschicht konkurrierend wachsen. Da die Wachstumsschicht
aus individuellen Kristallen zusammengesetzt ist und das Syntheseverfahren
danach strebt, erneute Keimbildung oder Inkorporierung von Kristallen
zu verhindern, kann die resultierende Zusammensetzung eine Form-,
kristallographisch bevorzugte Orientierung oder beides aufweisen.
Formorientierung tritt auf, weil die Kristalle gezwungen werden,
mit den bevorzugten regulären
Gestalten (oder Morphologie) an der Oberfläche der Zeolithschicht zu wachsen.
Eine reguläre
Gestalt (oder Morphologie) wird als ein regulär geformter Umriss eines bestimmten
kristallographischen Kristallisationskeims in der Schicht angenommen. Regulär geformte
Umrisse werden als solche definiert, die zusammengefügt oder
gepackt werden können,
sodass es keine miteinander verbundenen Abstände oder Lücken zwischen den Kristallen
gibt. Miteinander verbundene Lücken
würden
eine Porenstruktur bilden. Einige Beispiele von regulären Gestalten mit
regulären Formen
sind säulenförmig, kubisch,
rechtwinklig und orthorhombisch. Sphärische, irreguläre und elliptische Formen
werden nicht als reguläre
Gestalten betrachtet. In einer formbevorzugten Orientierung haben
definierte Schichten die gleiche reguläre Gestalt. Diese kann gemessen
werden, indem das Substrat, auf dem die Schicht gewachsen ist, gespalten
oder gebrochen wird, und die Querschnittsmorphologie der Zeolithschicht mit
einem Rasterelektronenmikroskop untersucht wird. Untersuchen der
Oberfläche
der so gewachsenen Zeolithschicht kann ebenfalls zusätzliche
Informationen bezüglich
der formbevorzugten Orientierung in der Schicht geben. Eine Schicht
mit formbevorzugter Orientierung wird als eine solche angesehen,
die mehr als 90 % der Kristalle innerhalb einer Schicht mit selbstähnlichen
regulären
Gestalten aufweist. Das Selbstähnlichkeitserfordernis
bedeutet, dass die gleiche reguläre
Gestalt innerhalb einer Schicht aufgewiesen wird, welche in der
elektronenmikroskopischen Aufnahme des Querschnitts der Zeolithschicht
gezogen werden kann, und obwohl die Gestalten gleich sind, sie nicht
alle die gleiche Größe aufweisen
müssen.
Wegen des Wachstumsmechanismus der Zeolithschicht ist es möglich, eine
formbevorzugte Orientierung am Boden (Grundfläche) der Schicht und eine andere
formbevorzugte Orientierung in einer Schicht zu haben, die nahe
an der Oberfläche der
Schicht gezogen wird. Ein Beispiel davon ist eine MFI-Zeolithschicht, die
eine säulenförmige Gestalt
an der Grundfläche
der Schicht und eine rechtwinklige Gestalt an der Oberfläche der
Schicht aufweist. Viele erfindungsgemäß gewachsene MFI-Zeolithschichten
weisen nur eine Gestalt durch die Dicke der Zeolithschicht hindurch
auf. Gewöhnlich
weisen MFI-Zeolithschichten
mit einer bevorzugten c-Achsenorientierung eine säulenförmige Gestalt
(oder Morphologie) durch die gesam te Dicke der Zeolithschicht auf.
Häufig
haben formbevorzugt orientierte Schichten eine bevorzugte kristallographische
Orientierung auf.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Zeolithschicht wachsen gelassen, indem ein Substrat mit
einer darauf beschichteten wachstumsfördernden Schicht in einer Zeolithsynthesemischung
suspendiert wird, wobei das Substrat derartig orientiert wird, dass
die wachstumsfördernde
Schicht von 90 bis 270° in
der Synthesemischung orientiert ist, und wobei bei der 180°-Orientierung
die wachstumsfördernde
Schicht horizontal ist und nach unten weist und wobei die wachstumsfördernde
Schicht am tiefsten Punkt mindestens etwa 5 mm von dem Boden der
Zeolithsynthesemischung entfernt ist, und die Substrat enthaltende
Zeolithsynthesemischung für
eine Zeit und bei einer Temperatur, die ausreicht, um die Zeolithschicht
zu bilden, hydrothermalbehandelt wird. Zum Beispiel bei etwa 50
bis etwa 300 °C,
vorzugsweise etwa 100 bis etwa 250 °C für mindestens etwa 30 Minuten,
um eine Zeolithschicht auf der wachstumsfördernden Schicht zu bilden.
Das GEL- und zeolithbeschichtete Substrat wird mit Wasser für eine Zeit
und bei einer Temperatur gewaschen, die ausreichen, um jegliche
nicht-umgesetzte
Zeolithsynthesemischung zu entfernen, vorzugsweise bei einer Temperatur
von etwa 15 bis etwa 100 °C
für mindestens
etwa 10 Minuten, vorzugsweise für
mindestens etwa 6 Stunden. Wenn die Zeolithsynthesemischung ein
organisches Templat enthält
wird die Zusammensetzung im Anschluss ans Waschen bei einer Temperatur
von etwa 400 bis etwa 600 °C
für mindestens
etwa 1 Stunde calciniert. Längere
Calcinierungszeiten beeinträchtigen
die Membranleistungsfähigkeit
nicht.
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Die
erfindungsgemäß gewachsene
Zeolithschicht weist eine Dicke von etwa 0,1 bis 100 μm, vorzugsweise
etwa 0, 5 bis 20 μ auf.
Dicke wird hierin als Abstand von der GEL- Zeolith schicht-Grenzfläche bis
zum höchsten
Punkt auf dem Zeolithkristall definiert.
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Die
erfindungsgemäßen Zeolithschichten
werden aus Zeolithsynthesemischungen hergestellt. Solche Mischungen
sind jegliche Mischungen, aus denen Zeolithkristalle wachsen und
die in der Technik wohl bekannt sind (siehe z.B. Handbook of Molecular
Sieves, Rosemarie Szostak, Van Nostrand Reinhold, NY 1992, Zeolite Molecular
Sieves, D.W. Breck, R.E. Kreiger Publishing Co., Malaba, Florida,
1984 ISBN 0-89874-648-5) Die Zeolithe, die verwendet werden können, umfassen
solche, die in der GEL-Schicht einsetzbar sind. Eine bevorzugte
Route für
MFI-Zeolithen geht von einer gering alkalischen Synthesemischung
mit einem pH von etwa 8 bis etwa 12, vorzugsweise etwa 9,5 bis etwa
11 aus, aus der MFI- Zeolithkristalle wachsen gelassen werden können. Solche
Mischungen werden leicht durch einen Fachmann hergestellt. Zum Beispiel
umfassen geeignete Mischungen Na2O, TPABr
(Tetrapropylammoniumbromid), SiO2 und Wasser.
Die Membranen werden wachsen gelassen, indem das GEL-beschichtete poröse Substrat
der Wahl in der geringalkalischen Synthesemischung suspendiert wird.
Die Synthesemischung wird dann auf etwa 50 bis etwa 300 °C, vorzugsweise etwa
180 °C für eine Zeitdauer
von etwa 30 Minuten, insbesondere von etwa 30 Minuten bis etwa 300
Stunden erhitzt. Die erfindungsgemäße Zeolithschicht wird vorzugsweise
so auf der 90 bis 270° orientierten
wachstumsfördernden
Schicht wachsen gelassen. Jegliches Wachstum auf dem Substrat anstelle
der GEL-Schicht kann leicht durch bekannte Verfahren wie Kratzen
oder Reiben entfernt werden und ist nicht Teil dieser Erfindung.
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Sobald
die Zeolithschicht wachsen gelassen wurde, wurde jegliche verbleibende
Synthesemischung entfernt, indem z.B. mit Wasser bei einer Temperatur
von etwa 15 bis 100 °C,
vorzugsweise etwa 80 bis etwa 100 °C für mindestens etwa 10 Minuten,
vorzugsweise für
mindestens 6 Stunden gewaschen wird. Überschüssiges Waschen für längere Zeitspannen
beeinträchtigt
die Trennungsfähigkeiten
der Zusammensetzungen nicht.
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Sobald
die Zeolithsynthesemischung entfernt ist, wird die Zusammensetzung,
wenn sie ein organisches Templat enthält, calciniert, um das Templat
zu entfernen. Zum Beispiel kann eine Calcinierung in Luft oder Sauerstoff
bei etwa 400 bis 600 °C
für mindestens
etwa 1 Stunde verwendet werden. Längere Calcinierungszeiten beeinträchtigen
die Leitungsfähigkeit
der Membran nicht. Wenn kein organisches Templat anwesend ist, kann
gegebenenfalls ein Trocknungsschritt bei einer Temperatur von etwa
100 °C durchgeführt werden.
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Katalytische
Funktionen können
in die Zusammensetzungen durch in der Technik bekannte Verfahren inkorporiert
werden. Wenn eine katalytische Funktion inkorporiert wird, kann
die Zusammensetzung als ein aktiver Bestandteil in einem Reaktor
verwendet werden. Mehrere verschiedene Reaktorbauweisen können in
Abhängigkeit
vom Ort des katalytischen Zentrums in der Zusammensetzung gestaltet
werden. In einem Fall kann sich die katalytische Funktion innerhalb
der Zeolithschicht befinden, während
in einem anderen Fall sich die katalytische Funktion innerhalb des
Trägers
oder der GEL-Schicht befinden kann und in einem weiteren Fall die
katalytische Funktion durchweg im Träger, der GEL-Schicht und der
Zeolithschicht verteilt sein kann. Weiterhin kann eine katalytische
Funktion in einen Reaktor inkorporiert werden, indem herkömmliche
Katalysatorteilchen nahe einer oder mehrerer Oberflächen der
Zusammensetzung angeordnet werden, sodass spezielle Produkte oder
Reaktanden kontinuierlich und selektiv entfernt oder zu der Reaktionszone
durch den Reaktor gegeben werden. Ein Imprägnieren mit katalytisch aktiven
Metallen wie Gruppe VIII-Edelmetallen und besonders Platin kann
der Zusammensetzung die katalytische Funktion verleihen. Die katalytische
Aktivität
kann durch einem Fachmann bekannte Verfahren wie die Anfeuchtungstechnik
inkorporiert werden. Die Menge an zu inkorporierendem Gruppe VIII-Edelmetall reicht
von 0,1 bis etwa 10 Gew.-%.
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Die
Zusammensetzungen sind nützlich
für Trennverfahren,
wobei das Einsatzmaterial, das abgeleitet ist aus Erdöl, Erdgas,
Kohlenwasserstoffen oder Luft, die mindestens zwei molekulare Spezies
enthalten, mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in Kontakt gebracht wird, wobei mindestens eine molekulare Spezies
des Einsatzmaterials durch die Zusammensetzung vom Einsatzmaterial
abgetrennt wird und. wobei die Kohlenwasserstoffeinsatzmaterialien
von Kohle, Bitumen und Kerngen abgeleitete Einsatzmaterialien sind. Trennungen,
die unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung ausgeführt werden
können, umfassen
z.B. Trennung von unverzweigten Alkanen von co-siedenden Kohlenwasserstoffen,
insbesondere n-C10- bis C16-Alkanen von Kerosin,
unverzweigten Alkanen und Alkenen von den entsprechenden verzweigten Alkan-
und Alkenisomeren, Trennung von aromatischen Verbindungen voneinander,
besonders Trennung von C8-aromatischen Isomeren
voneinander, insbesondere para-Xylol
von einer Mischung von Xylolen und gegebenenfalls Ethylbenzol und
Trennung von Aromaten mit unterschiedlicher Kohlenstoffanzahl, z.B.
Mischungen von Benzol, Toluol und gemischten C8-Aromaten,
Trennung von aromatischen Verbindungen von aliphatischen Verbindungen,
besonders aromatische Moleküle
mit 6 bis 8 Kohlenstoffatomen von C5- bis
C10-(Naphthabereich)Aliphaten, Trennung
von olefinischen Verbindungen von gesättigten Verbindungen, besonders
leichte Alkene von Alkan/Alken-Mischungen, insbesondere Ethen von
Ethan und Propen von Propan, Entfernung von Wasserstoff aus Wasserstoff
enthaltenen Strömen,
besonders aus Leichtraffinerie- und petrochemischen Gasströmen, insbesondere
aus C2- und leichteren Bestandteilen, und
von Alkoholen aus alkoholischen Strömen sowie ebenfalls von Alkoholen
aus anderen Kohlenwasserstoffen, insbesondere Alkane und Alkene,
die in Mischungen vorliegen können,
welche während
der Herstellung der Alkohole gebildet werden.
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Besonders
zeigt die folgende Tabelle einige mögliche Einsatzmaterialien,
die von Erdöl,
Erdgas, Kohlenwasserstoffen oder Luft abgeleitet sind, und die molekularen
Spezies, die davon durch Verwendung der vorliegenden Zusammensetzungen
getrennt werden. Die Tabelle ist nicht einschränkend zu verstehen.
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Die
Anmelder sind der Auffassung, dass die molekulare Diffusion für die obigen
Trennungen verantwortlich ist. Zusätzlich können die Zusammensetzungen
verwendet werden, um eine chemische Reaktion durchzuführen, um
mindestens ein Reaktionsprodukt zu erzielen, indem die oben oder
unten beschriebenen Einsatzmaterialien mit den Zusammensetzungen,
die einen Katalysator innerhalb der Zeolithschicht, des Trägers oder
der Intermediatschicht inkorporiert haben, in Kontakt gebracht werden,
oder indem der Katalysator in einer ausreichenden Nähe mit der
Zusammensetzung gebracht wird, um ein Modul zu bilden. Ein Modul
würde das
Einsatzmaterial genau vor seinem Eintritt in die Zusammensetzung
oder genau nach seinem Austritt aus der Zusammensetzung umsetzen.
Auf diese Weise kann man mindestens ein Reaktionsprodukt oder Reaktanden
von den Einsatzmaterialien abtrennen. Die Katalysatoren der Wahl
für besondere
Prozessfluide sind dem Fachmann wohl bekannt und können leicht
in die vorliegenden Zusammensetzungen inkorporiert oder durch den
Fachmann zu Modulen gebildet werden. Zusätzlich zu den oben erwähnten Materialien,
die umgesetzt werden können,
und den dabei erzielten möglichen
Produkten stellt die folgende Tabelle einige der möglichen
Einsatzmaterialien/Verfahren dar. Die Tabelle ist nicht einschränkend zu
verstehen.
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Die
erfindungsgemäße Zeolithschicht
kann als eine Membran in einer derartigen Trennung eingesetzt werden,
ohne dass das Problem besteht, dass sie durch Kontakt mit den zu
trennenden Materialien beschädigt wird.
Weiterhin werden viele dieser Trennungen bei erhöhten Temperaturen, so hoch
wie 500 °C,
durchgeführt, und
es ist ein Vorteil der erfindungsgemäßen, auf einen Träger aufgebrachten
Zeolithschicht, dass sie bei derartig erhöhten Temperaturen verwendet
werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft demnach ebenfalls ein Verfahren zur
Trennung einer Fluidmischung, bei dem die Mischung mit einer Seite
einer erfindungsgemäßen Zeolithschicht
unter solchen Bedingungen in Kontakt gebracht wird, dass zumindest
ein Bestandteil der Mischung eine von einem anderen Bestandteil
verschiedene stationäre
Permeabilität
durch die Schicht aufweist, und ein Bestandteil oder eine Mischung
von Bestandteilen von der anderen Seite der Schicht gewonnen wird.
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Die
Erfindung stellt ferner ein Verfahren zur Katalyse einer chemischen
Reaktion bereit, bei dem ein Einsatzmaterial mit einer erfindungsgemäßen Zeolithschicht,
die in einer aktiven katalytischen Form vorliegt, unter katalytischen
Umwandlungsbedingungen in Kontakt gebracht wird und eine Zusammensetzung,
die zumindest ein Umwandlungsprodukt enthält, gewonnen wird.
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Die
Erfindung stellt ferner ein Verfahren zur Katalyse einer chemischen
Reaktion bereit, bei dem ein Einsatzmaterial mit einer Seite einer
erfindungsgemäßen Zeolithschicht,
die in einer aktiven katalytischen Form vorliegt, unter katalytischen
Umwandlungsbedingungen in Kontakt gebracht wird und zumindest ein
Umwandlungsprodukt von der entgegengesetzten Seite der Schicht vorteilhafterweise
in einer Konzentration, die sich von seiner Gleichgewichtskonzentration
in der Reaktionsmischung unterscheidet, gewonnen wird, beispielsweise
eine p-xylolreiche Mischung vom Reaktor oder Reaktionsprodukt in
einem Xylolisomerisierungsverfahren, aromatische Verbindungen von
Aliphaten und Wasserstoff in einem Reformingreaktor, Wasserstoffentfernung
von Raffinations- und chemischen Verfahren wie Alkandehydrogenierung
bei der Bildung Alkenen, leichten Alkan/Alkendehydrocyclisierung
bei der Bildung von Aromaten (z.B. Cyclar) und Ethylbenzoldehydrogenierung
zu Styrol.
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Die
Erfindung stellt ferner ein Verfahren zur Katalyse einer chemischen
Reaktion bereit, bei dem ein Reaktand einer bimolekularen Reaktion
mit einer Seite einer erfindungsgemäßen Zeolithschicht, die in
einer aktiven katalytischen Form vorliegt, unter katalytischen Umwandlungsbedingungen
in Kontakt gebracht wird und die Zugabe eines zweiten Reaktanden
durch Diffusion von der entgegengesetzten Seite der Schicht gesteuert
wird, um die Reaktionsbedingungen genauer zu steuern. Beispiele
umfassen: Steuerung der Ethylen-, Propylen- oder Wasserstoffzugabe
zu Benzol bei der Bildung von Ethylbenzol, Cumen bzw. Cyclohexanon.
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Die
Erfindung betrachtet ferner die Trennung eines hierin beschriebenen
Einsatzmaterials, wobei sich die getrennte Spezies umsetzt, wenn
sie die Zusammensetzung verläßt oder
sie durch die Zusammensetzung hindurch geleitet wird, und daher
ein anderes Produkt bilden. Es wird davon ausgegangen, dass dies
die Triebkraft zur Diffusion durch die Membranschicht erhöht.
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Einige
spezielle Reaktionssysteme, bei denen diese Zusammensetzungen vorteilhaft
für eine
selektive Trennung entweder im Reaktor oder im Reaktorausgang sein
würden,
umfassen: selektive Entfernung einer para-xylolreichen Mischung
vom Reaktor, Reaktionsprodukt, Reaktoreingangsmaterial oder anderen
Stellen in einem Xylolisomerisierungsverfahren; selektive Trennung
von aromatischen Fraktionen oder Strömen reich an speziellen aromatischen
Molekülen
von katalytischem Reforming oder anderen aromatischen Erzeugungsverfahren
wie Leichte-Alkan-
und Alkendehydrocyclisierungsverfahren (z.B. C3-
bis C7-Paraffine
zu Aromaten von Verfahren wie Cyclar), Methanol-zu-Benzin- und katalytische
Crackverfahren; selektive Trennung von benzolreichen Fraktionen
von Raffinations- und chemischen Anlagenströmen und Verfahren; selektive
Trennung von Olefinen oder speziellen Olefinfraktionen von Raffinations-
und chemischen Verfahrenseinheiten, die katalytisches und thermisches
Cracken, Olefinisomerisierungsverfahren, Methanol-zu-Olefinverfahren,
Naphtha-zu-Olefinumwandlungsverfahren, Alkandehydrogenierungsverfahren
wie Propandehydrogenierung zu Propylen umfassen; selektive Entfernung
von Wasserstoff von Raffinations- und chemischen Strömen und
Verfahren wie katalytisches Reforming, Alkandehydrogenierung, katalytisches
Cracken, thermisches Cracken, leichte Alkan/Alken-Dehydrocyclisierung,
Ethylbenzoldehydrogenierung, Paraffindehydrogenierung, selektive Trennung
von molekularen Isomeren in Verfahren wie Butanisomerisierung, Paraffinisomerisierung,
Olefinisomerisierung, selektive Trennung von Alkoholen von wässrigen
Strömen
und/oder anderen Kohlenwasserstoffen.
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Die
folgenden Beispiele dienen zur Veranschaulichung und sind nicht
einschränkend
zu verstehen.
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BEISPIELE
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Materialien
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Die
folgenden Reagenzien wurden zur Herstellung von GEL-Beschichtungen verwendet:
kolloidale Aluminiumoxidlösung,
kolloidales Titaniumdioxid, das aus einem Sol-Gel-Verfahren hergestellt
ist, kolloidale Silikatlösungen
und destilliertes Wasser. Mehrere Ansätze von gemäß PCT-EP92-02386 hergestellten
kolloidalen Silikatlösung
wurden zur Herstellung von GEL-Beschichtungen
verwendet. Nähere
Informationen über diese
Lösungen
sind unten dargestellt:
Bemerkungen:
- 1. Alle Suspensionen wurden von dem gleichen
Typ von Syntheselösung
mit den gleichen Ausgangsmaterialien hergestellt.
- 2. Ansatz Nr. 4 war eine Duplikation von Nr. 2. Der Feststoffgehalt
in den Ansätzen
Nr. 2 und 4 wurde berechnet, indem 55 % Umsatz von amorphem Siliciumdioxid
zu Zeolith angenommen wurde. Der tatsächliche Feststoffgehalt dieser
zwei ungewaschenen Proben ist selbstverständlich höher, z.B. für Nr. 4 betrug der Feststoffgehalt
(evaporieren bis zur Trockene) 23,3 Gew.-%, jedoch umfasst dies
Zeolith, amorphes Siliciumdioxid und restliches TPAOH-NaOH.
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Substrate
aus porösem
Aluminiumoxid und rostfreiem Stahl wurden für den Träger der GEL- und Zeolithbeschichtungen
verwendet. Die Durchschnittsporengröße und Porosität des Aluminiumoxids
ist etwa 80 nm bzw. 32 %. Substrate aus porös gesintertem rostfreien Stahl
wurden von Mott (0,25 μm)
und Pall (M020,2 μm)
erhalten. Alle Substrate wurden mit Aceton in einem Ultraschallbad
gereinigt, bei 120 °C
getrocknet und dann vor Verwendung auf Raumtemperatur gekühlt.
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GEL-Beschichtung
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Im
Allgemeinen ist eine verdünnte
Lösung
bevorzugt, um eine hochqualitative wachstumsfördernde Schicht zu erzeugen.
Eine Verdünnung
mit destilliertem Wasser ist gewöhnlich
bevorzugt, um eine Feststoffkonzentration von weniger als 1 Gew.-%
zu erhalten. Kolloidale Silikate und Metalloxide werden zuerst getrennt
mit destilliertem Wasser auf Konzentrationen von 0,5 Gew.-% verdünnt. Die
verdünnte
kolloidale Silikatlösung
wurde langsam zu der gewünschten
Menge an Metalloxidlösung
unter fortlaufendem Rühren
gegeben. Die resultierenden Lösungen
mit den gewünschten
Gewichtsprozenten an kolloidalem Silikat und Metalloxid wurden dann
für 15
Minuten entgast, um die in den Lösungen
eingeschlossene Luft zu entfernen.
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Die
Substrate wurden dann mit diesen Lösungen bei 4000 UpM rotationsbeschichtet
und bei 400 bis 500 °C
für 6 Stunden
an Luft calciniert. Die Heizrate wurde bei 20 °C/h gesteuert.
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Hydrothermalreaktion
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Die
Hydrothermalversuche wurden unter Verwendung von Mischungen der
folgenden Reagenzien durchgeführt:
NaOH (Baker), Al(NO3)3·9H2O (Baker), Ludox AS40 (Dupont), NalCoag
115, 2326 Tetrapropylammoniumbromid (98 %, Aldrich) und destilliertes
Wasser.
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Die
MFI-Membranen wurden aus zwei verschiedenen Reaktionsansatzmischungen
hergestellt, die eine enthielt nur Siliciumdioxid, um hochsiliciumdioxidhaltiges
MFI zu erzeugen, und die andere mit zugesetztem Aluminiumoxid, um
ZSM-5 zu erzeugen. Sie haben die allgemeine Formulierung xM2O:10 SiO2:z Al2O3:p TPABr:yH2O. M kann Na, Li, K, Rb und Cs sein, x wurde
von 0 bis 5 variiert und y variierte von 50 bis 30 000, z variierte
von 0 bis 0,5 und p variierte von 0,2 bis 1. Alle im nächsten Abschnitt
gezeigten Ergebnisse haben die Zusammensetzung 0,22 Na2O:10
SiO2:O Al2O3:280 H2O:0,5 TPABr,
mit der Ausnahme der ZSM-5-Probe, die 0,05 Al2O3 enthielt. Die 1,74 g TPABr und 0,45 g NaOH
(50 Gew.-%) wurden unter Rühren
in 52 ml destilliertem Wasser gelöst. Zu dieser Lösung wurden
dann unter Rühren
18,8 g Ludox AS-40 für
mindestens 15 Minuten gegeben, bis eine einheitliche Lösung gebildet
wurde. TPABr kann, falls erwünscht,
durch Tetrapropylammoniumhydroxid ersetzt werden.
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Substrate
mit GEL-Beschichtung wurden invertiert (180° Orientierung) in einen mit
Teflon überzogenen
Autoklaven gebracht, indem sie an Drahtgitter aus rostfreiem Stahl
gestützt
werden. Der Abstand zwischen dem Substrat und dem Boden des Autoklaven
betrug mindestens 5 mm. Die Syntheselösung wurde dann in den Autoklaven
gegossen, um das gesamte Substrat zu bedecken. Der Autoklav wurde
verschlossen und in einen Ofen gestellt, der auf die gewünschte Temperatur
vorgeheizt war. Die Autoklaven wurden nach der Reaktion vom Ofen
entfernt und auf Raumtemperatur gekühlt. Die beschichteten Substrate
wurden mit heißem
Wasser für
mindestens 6 Stunden gewaschen, dann bei 500 °C für 6 Stunden an Luft calciniert.
Die Heizrate wurde bei 10 °C/h
gesteuert.
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Analysen
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Die
resultierenden Membranen wurden durch Röntgenstrahlungsdiffraktometrie,
Elektronenmikroskopie, Farbstoffuntersuchungen und Permeabilitätsmessungen
charakterisiert.
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Ergebnisse
und Diskussion
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Produkte
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Die
folgende Tabelle zeigt einige typische Beispiele, die unter verschiedenen
experimentellen Bedingungen, wie GEL-Zusammensetzung, Reaktionszeit und Substrat,
hergestellt wurden.
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Allgemeine
Beobachtungen
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Das
Röntgenbeugungsdiagramm
einer invervierten Zeolithmembran, die auf einem GEL-beschichteten
Substrat wachsen gelassen wurde (LAI-GEL-ISC) wurde beobachtet.
Reflexionen von MFI-artigen
Zeolithen wurden in allen Diagrammen identifiziert. Keine zweite
zeolitische Phase wurde beobachtet. Die einzigen Linien im Diagramm,
die nicht in Verbindung mit dem Zeolith stehen, wurden als solche
vom porösen
Träger identifiziert.
Das im Zusammenhang mit der GEL-LAI-ISC-Membran stehende Diagramm
war erheblich unterschiedlich von dem des MFI-Pulvers. Es ist zu
erkennen (siehe 1 und 2), dass
die aus GEL-LAI-ISC hergestellte
MFI-Kristallschicht deutliche 001-Signale aufweist, wobei keine
anderen signifikanten Zeolithsignale oder (oko)-Signale im Diagramm
auftreten (siehe 3) Dies ist ein starker Beweis,
dass eine bevorzugte Orientierung von 001- oder (oko)-Richtungen
parallel zu der Wachstumsrichtung in der Membran bestehen. Anders
ausgedrückt,
zeigt die MFI-Kristallschicht
in den GEL-LAI-ISC-Membranen eine sehr starke kristallographische
Orientierung mit der c-Achsennormalen zu der GEL-Schicht.
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5 zeigt
eine Aufsicht auf eine typische GEL-LAI-ISC-Membran (C-Achsenorientierung, Probe
Nr. 2). Die dicht gepackte Oberfläche und querschnittssäulenförmige Gestalt
der Kristalle wurden für
die Zeolithschicht beobachtet. 4a zeigt
die Zeolithschicht (C), die wachstumsfördernde Schicht (B) und den
porösen Träger (A).
Der Großteil
von 4a zeigt den kontinuierlichen Wachstum des Zeoliths,
der die Oberfläche
der GEL-Schicht vollständig
bedeckt. Die Bildung einer dichten Packung von säulenförmigen Kristallen in der Zeolithschicht
ist ersichtlich. Die Breite der Säulen direkt auf der wachstumsfördernden
Schicht ist sehr eng und wird größer und
größer wie
die Schicht wächst.
Somit vergrößert sich
die Querschnittsfläche
der Kristallkeime nach oben in der Schicht. Die säulenförmige Beschaffenheit
der Mikrostruktur ist übereinstimmend
mit dem Röntgenbeugungsdiagramm.
In 5 ist es klar, dass die Zeolithoberfläche aus
einer kontinuierlichen Anordnung von dicht gepackten Zeolithkristallen
besteht, die größer als
10 μm in
der Breite sind.
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Auswirkung
der Dichte der Keimbildungsstellen auf die Breite von MFI-Kristallen
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Die
Breite der Zeolithkristallsäulen
in Probe Nr. 5 war geringer als die in Probe Nr. 6, die aufgrund
der Zugabe von kolloidalem Aluminiumoxid eine geringere Dichte an
Keimbildungsstellen in ihrer GEL-Schicht aufweist. Die Morphologie
war ähnlich,
aber die Kristallkeimgröße ist viel
größer in Probe
Nr. 6 als in Nr. 5. Daher kann die Breite der Zeolithkristalle in
der Zeolithschicht verändert
und gesteuert werden, indem einfach die Keimbildungsstellendichte
gesteuert wird.
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Auswirkung
der verwendeten Substraten auf die Morphologie der MFI-Kristalle
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Probe
Nr. 9, die auf rostfreiem Stahl als Substrat wachsen gelassen wurde,
ist in ihrer Morphologie sehr ähnlich
zu der Membran, die auf einem Aluminiumoxidsubstrat hergestellt
wurde. Die MFI-Kristallbildung scheint unabhängig vom verwendeten Substrat
zu sein.
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Farbstoffpermeationsuntersuchung
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Die
Abwesenheit von Defekten in der MFI- Zeolithschicht wurde durch
ihr fehlendes Vermögen
gemessen, Farbstoffmoleküle
in das poröse
Substrat gelangen zu lassen. Jeglicher Farbstoff, der sich in das
Substrat saugt, ist aufgrund einer Farbveränderung im Substrat leicht
ersichtlich. Rhodamin B (0,5 Gew.-%) in Methanol wird auf die Mitte
einer getrockneten Membran gegeben, um die Oberfläche zu beschichten.
Ungefähr
2 bis 3 Tropfen wurden auf eine 1 Zoll (2,54 cm) Membran aufgebracht
und erlaubt für
ca. 30 Sekunden anzusetzen, bevor der überschüssige Farbstoff entfernt wurde.
Methanol wurde dann auf die Membran gekleckst, um jegliche überschüssige Rhodamin
B-Lösung
auf der Membran zu entfernen. Die Membran wurde dann mit Methanol
für 10
bis 30 Sekunden gewaschen. Jegliche Permeation des Farbstoffs in
das Substrat durch die Defekte in der Membran ist dann leicht ersichtlich.
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Methanol
permeierte in das Substrat, jedoch wurde kein Rhodamin B-Farbstoff
im Substrat beobachtet, was darauf hinweist, dass die Membran fähig ist,
Farbstofftrennungen durchzuführen.
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Wenn
die Membran von einer ein organisches Templat enthaltende Zeolithsynthesemischung
synthetisiert wird, wird die Farbstoffuntersuchung nach Calcinierung
durchgeführt.
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Wenn
ein nicht-keramisches Substrat verwendet wird, werden andere Verfahren
als die visuelle Untersuchung verwendet, um eine Dochtwirkung in
der Membran zu detektieren.