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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren zum Transfer von Genen in aktivierte Zellen ausgehend von
einem Ruhezustand beziehungsweise Zustand des Teilungsstillstandes,
insbesondere auf Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, und auf so erhaltene Zellen.
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Der Fortschritt bei der Identifizierung
und der Klovierung von Genen, die für menschliche genetische Krankheiten
verantwortlich sind, hat Bemühungen
zur Verbesserung der Technik beim Transfer von Genen in Gang gesetzt
(Anderson, W. F. (1992) Science, 256: 808–813; Miller, A. D. (1992)
Nature, 357: 455–460;
Morgan, R. A., und Anderson, W. F. (1993) Annu. Rev. Biochem., 62:
191-217; Karlsson,
S. (1991) Blood, 78: 2481–2492).
Zum Beispiel sind verschiedene virale Vektoren für die Zellen der hämatopoetischen
Zelllinie verwendet worden, wobei jeder eigene Vorteile besitzt
(Anderson, W. F. (1992), der nachstehend erwähnt wird). Der Einbau eines
retroviralen Vektors in das Genom stellt die Replikation in der
Gastzelle sicher. Dieser Einbau erfordert einen aktiven proliferativen
Zustand (Anderson, W. F. (1992), der nachstehend erwähnt wird;
Varmus, H. E., Padgett, T., Heasley, S., Simon, G., und Bishop,
J. M. (1977), Cell. 11: 307–319;
Nolta, J. A., und Kohn, D. B. (1990) Hum. Gene Ther., 1: 257–268; Miller,
D. G., Adam, M. A., und Miller, A. D. (1990) Mol. Cell. Biol., 10:
4239–4242)
der in dem Kompartiment der Zelle der hämatopoetischen Zelllinie, die
sich im Ruhezustand befindet, nicht existiert (Lajtha, L. G., und
Schofield, R. (1974) Differenciation, 2: 313-320), oder in andere
Typen von Zelllinien und somatischen Zellen, wie etwa Leberzellen.
unter Verwendung von Antisense-Oligonukleotiden gegen das Inhibitor-Gen/die
Inhibitor-Gene, insbesondere TGE-β-1,
hat man gezeigt, dass die frühen Progenitoren
des menschlichen Knochenmarks aus ihrem Ruhezustand durch Blockade
eines TGF-β-Autokrins
befreit werden können
(Hatzfeld, J., Li, M.-L., Brown, E. L., Sookdeo, H., Levesque, J.-P.,
O'Toole, T., Gurney, C., Clark, S. C., und Hatzfeld, A. (1991),
J. Exp. Med., 174: 925-929).
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Im Übrigen ist, soweit es sich
um Implantate des hämatopoetischen
Gewebes handelt, in der Vergangenheit die Möglichkeit zum Implantieren
von Knochenmarkproben durch Abschätzung des Gehalts an CFU-GM
Zellen (koloniebildende Einheit - Granulozyt/Macrophage: granulo-monozytär Progenitor)
analysiert worden. Jedoch können
diese Zellen, die eine wichtige Rolle bei der Zellbildung während einer
kurzen Zeitspanne spielen, die auf die Transplantation eines Implantats
folgt, nicht den Gehalt an primitiveren Zellen reflektieren, und
insbesondere an Zellen der hämatopoetischen
Zelllinie, die in der Langzeit-Hämatopoese
wichtig sind, wiedergeben. Die Zelllinienzellen, die in den Langzeitimplantaten
betroffen sind, stellen ein kleine Unterpopulation der Zellen dar,
die eventuell den Phänotyp
CD34 + CD38-(Kompartiment der Zelle einer hämatopoetischen Zelllinie: Zellen,
die reich an Membranantigen CD34 und arm an Reifungs-Membranantigen CD38
sind) haben können.
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Kürzlich
hat sich das Blut der menschliche Nabelschnur nach Transplantation
bei Kindern als dafür
geeignet herausgestellt, die Hämatopoese
wieder herzustellen (Gluckman, E., Broxmeyer, H. E., Auerbach, A. D.,
Friedman, H. S., Douglas, G. W., Devergie, A., Esperou, H., Thierry,
D., Socie, G., Lehn, P., Cooper, S., English, D., Kurtzberg. J.,
Bard, J., Boyse, E. A., (1989) N. Eng. J. Med., 3: 1174–1178; Broxmeyer,
H. E., Douglas, G. W., Hangoe, G., Cooper, S., Bard, J., English,
D., Arny, M., Thomas, L., und Boyse, E. A. (1989) Proc. Natl. Acad.
Sci. USA, 86; 3828–3832;
Broxmeyer, H. E., Hangoa, G., und Cooper, S. (1992) Bone Marrow Transplant.,
9: 7–10).
In vitro legen die Ergebnisse der verschiedenen Laboratorien (Broxmeyer,
H. E., Hangoe, G., Cooper, S., Ribeiro, R. C., Graves, V., Yoder,
M., Wagner, J., Vadhan-Raj, S., Benninger, L., Rubinstein, P., und
Broun, E. R. (1992) Proc. Natl. Rcad. Sci. USA, 89: 4109–4113; Lu,
L., Xiao, M., Shen, R.-N., Grisby, S., und Broxmeyer, H. E. (1993)
Blood, 81: 41-48; Hows, J. M., Bradley, B. A., Marsh, J. C. W.,
Luft, T., Coutinho, L., Testa, N. G., und Dexter, T. M. (1992) Lancet,
340: 73–76;
Cardoso, A. A., Li, M. L., Batard. P., Hatzfeld, A., Brown, E. L.,
Levesque, J. P., Sookdeo, H., Panterne, B., Sansilvestri, P., Clark,
S. C., und Hatzfeld, J., (1993) Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 90:
8707–8711)
nahe, dass das Blut der Nabelschnur eine überlegene Kapazität zum Erzeugen
der Vorläufer
bzw. Progenitoren in Kultur gegenüber derjenigen des Knochenmarks
besitzt, und folglich, dass das Blut der Nabelschnur geeignet sein
könnte,
um Implantate von hämatopoetischen
Geweben bei erwachsenen Empfängern
durchzuführen.
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Jedoch ist bis zum heutigen Tag ein
schneller Gentransfer des gesamten Zellkompartiments (Gesamtheit)
der hämatopoetischen
Zelllinie oder jeder anderer Zelllinie oder somatischen Zelllinien
im Ruhezustand, (wobei der Ruhezustand auch als "Ruhe" oder als
der G0-Phase entsprechend bezeichnet wird),
nicht in ausreichender Weise erhalten worden.
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Der Transfer von Genen in aktivierte
Zellen ausgehend vom Ruhezustand, insbesondere Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die aus einem Ruhezustand befreit worden sind, ist einer
der Aspekte der Erfindung.
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Die Erfindung bezieht sich auch auf
Zellen im Ruhezustand, insbesondere Zellen der hämatopoetischen Zelllinien im
Ruhezustand, die ein heterologes Gen enthalten.
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Die Erfindung bezieht sich auch auf
hämatopoetisches
Gewebe, das ein heterologes Gen enthält, das dafür geeignet ist, Langzeit-Implantate
bzw. -Transplantate zu bilden.
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Die Erfindung betrifft auch die Verwendung
von Hemmstoffen von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus über eine
Zeitspanne, die 72 Stunden nicht übersteigt und bevorzugt 36
Stunden nicht übersteigt,
und insbesondere geringer als etwa 20 Stunden und bevorzugt etwa
1 bis 15 Stunden und bevorzugt etwa 1 bis 10 ist, in einer Kultur
von Zellen einer Zelllinie, um die Zellen einer Zelllinie aus ihrem
Ruhezustand zu befreien.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung von Hemmstoffen von
wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus in einem Vergleichstest
zwischen, einerseits, einer Kultur von Zellen einer Zelllinie in
einem Medium, welches die oben genannten Hemmstoffe von wenigstens
einem Inhibitor des Zellzyklus enthält, und, andererseits, einer
gleichen Kultur von Zellen einer Zelllinie wie die oben erwähnte, in
einem Medium, welches keine der oben genannten Hemmstoffe von wenigstens
einem Inhibitor des Zellzyklus enthält, um den Reifegrad der oben
genannten Zellen einer Zelllinie zu bestimmen.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung von Hemmstoffen von
wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus in einer Kultur von Zelllinie,
um die Zelllinien aus ihrem Ruhezustand zu befreien, gefolgt von
einem Schritt des Transfers von Genen in die vorstehend genannten Zelllinien.
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Im Fall der Erfindung sind die Zelllinien
vorzugsweise hämatopoetische
Zellen und die Hemmstoffe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus
bestehen vorzugsweise aus dem Anti-TGF-β.
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Die Erfindung betrifft Zellen, insbesondere
Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ein vollständiges
oder einen Teil eines heterologen Gens in ihrem Genom enthalten,
welche durch das Verfahren erhalten werden können, dass die folgenden Schritte
umfasst:
- – Vorstimulation
von Zellen im Ruhezustand, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand in einem Medium, welches enthält:
- – direkte
oder indirekte Hemmstoffe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus
der Zellen, insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, über eine
ausreichende Zeitspanne, um die Zellen, insbesondere Zellen einer
hämatopoetischen
Zelllinie, aus ihrem Ruhezustand zu befreien, und die 72 Stunden
nicht übersteigt
bevorzugt 36 Stunden nicht übersteigt,
und insbesondere geringer als etwa 20 Stunden und bevorzugt etwa
1 Stunde bis 15 Stunden und bevorzugt etwa 1 Stunde bis 10 Stunden
beträgt,
und
- – Substanzen,
insbesondere Zytokine, um die Aktivierung in einem Zellzyklus und/oder
das spätere
Durchlaufen wenigstens eines Zellzyklus zu ermöglichen,
- – den
Transferschritt durch Vorlegen der im vorherigen Schritt erhaltenen
Zellen, insbesondere Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, mit
einem vollständigen
oder einem Teil eines heterologen Gens in einem Medium, welches
den Transfer des vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in das Genom der Zellen, insbesondere
Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, ermöglicht,
um Zellen, insbesondere Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, zu
erhalten, welche vollständig
oder einen Teil eines heterologen Gens enthalten,
- – die
eventuelle Wiedergewinnung der durch den vorhergehenden Schritt
erhaltenen Zellen, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinien.
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Die Erfindung betrifft insbesondere
Zellen der hämatopoetischen
Zelllinien, die in ihrem Genom ein vollständiges oder einen Teil eines
heterologen Gens enthalten und ein Vermehrungspotential in vitro
besitzen, das gleich oder höher
als 106 ist und ein Differenzierungspotential
besitzen, welches sich auf die gesamten hämatopoetischen Zelllinien erstreckt.
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Die Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie sind als Zellen im Ruhezustand definiert, die alle hämatopoetischen
Zellen und davon abstammende Zelllinien entstehen lassen können. Was
auch immer der Ursprung der Zelllinien ist (Fötalleber, fötales Mark, Blut der Nabelschnur,
adultes Mark, peripheres Blut), deren Proliferationspotential ist
immer sehr erhöht:
aus einer Zelle entstehen mehr als 1 bis 20 × 106 Zellen
in vitro. Diese Zahl kann weiter erhöht sein, wenn man neue Zytokine
und Bioreaktoren verwendet.
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Die Zellen der hämatopoetischen Zelllinie können aus
einer Probe des Knochenmarks kommen, die einer Punktion des Darmbeinkamms
bei den Spendern entstammt.
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Die Zellen der hämatopoetischen Zelllinie können auch
aus dem sofort nach der Geburt entnommenen Blut der Nabelschnur,
der Leber oder des fötalen
Marks des peripheren Bluts oder aus jedem anderen Organ des hämatopoetischen
Systems gewonnen werden.
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Ein Vermehrungspotential gleich oder
höher als
106 gibt an, dass eine Zelle der hämatopoetischen Zelllinie
unter geeigneten Bedingungen 106 Zellen
Blut ergeben kann.
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Das Vermehrungspotential der Zellen
der hämatopoetischen
Zelllinie der Erfindung kann 1 bis 20 × 106 Zellen
in StemGEM*-Milieu und in herkömmlicher
Kultur ergeben. Dieser Wert kann erhöht sein, wenn man neue Zytokine
und Bioreaktoren verwendet.
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Mit hämatopoetischer Zelllinie bezeichnet
man die Gesamtheit von Zellen, die die verschiedenen Zelltypen des
Blutes entstehen lassen.
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Mit Zellen im Ruhezustand, die in
dem Fall der Erfindung einbezogen werden können, bezeichnet man Zellen,
die sich unter gewöhnlichen
physiologischen Umständen
nicht vermehren und in Kultur aktiviert werden können. Als Beispiel kann man
aufzählen:
Zellen der Leber, des Knochengewebes, der Endothelzellen, des Gewebes
des Nervensystems, etc. oder Zellen der hämatopoetischen Zelllinie, die
beim normalen Individuum größtenteils
im Ruhezustand verbleiben.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung Zellen, insbesondere der hämatopoetischen
Zelllinien, die in deren Inneren selbst oder auf deren Oberfläche Hemmstoffe
mit einem vollständigen Inhibitor
ihres Zellzyklus aufweisen.
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Als Hemmstoffe des Zellzyklus im
Inneren der Zelle kann man Antisense-Oligonukletotide, Ribozyme, natürliche oder
synthetische chemische Inhibitoren, blockierende Antikörper, Zytokine,
wie etwa das TNF, Interferone oder Faktoren, wie etwa das MIP-1α, den Blutplättchenfaktor
IV oder das FGF zitieren. Diese können auf natürliche Weise
mit den geeigneten Kulturmedium oder durch Elektroporation, durch
Mikroinjektion oder durch jedes andere Verfahren eindringen, das
einen Transport durch die Membran hindurch verwendet, wie etwa Liposome.
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Als Hemmstoffe der Inhibitoren des
Zellzyklus auf der Oberfläche
der Zelle kann man Antikörper
von Rezeptoren oder Membranantigene, natürliche oder synthetische Liganden
des Rezeptors, Kombinationen von Zytokinen, die diverse Interleukine
und koloniestimulierende Faktoren umfassen, CSFs (Faktoren, die
die Kolonie stimulieren) oder hämatopoetische
Wachstumsfaktoren zitieren.
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Die Antikörper und die Liganden binden
sich spezifisch an einen Antigen oder einen Rezeptor, der ihnen
entspricht.
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In den Zellen der Erfindung, insbesondere
in den Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, können
die Hemmstoffe aus dem Folgenden zusammengesetzt sein: den Anti-Inhibitoren des Zellzyklus,
zum Beispiel Hemmstoffe der Tumorsuppressorgene, Antagonisten des
TGF-β, wie
TGF-β-Antisense, neutralisierende
Antikörper
gegen TGF-β,
lösliche
Rezeptoren des TGF-β oder
natürliche
oder synthetische Inhibitoren des TGF-β oder Inhibitoren des Syntheseweges
von TGF-β.
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Die Abkürzung TGF-β entspricht einem "transformierenden
Wachstumsfaktor" (transformierender Wachstumsfaktor) und entspricht
einer Familie von Proteinen.
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Als Beispiel für Suppressorantigene von Tumoren
kann man pRb, p107 zitieren (Zhu et al., Genes and development,
7: 1111–1125,
1993), p130 (Hannon et al., Genes Dev. 7: 2378–2391, 1993), p300, p53, p15 (Hannon
G. J. & Beach
D. (1994): "p15INK4B is a potential effector
of TGF-β-induced
cell cycle arrest", Nature, 371: 257), p16, (Ivision A. J. (1994):
"p16 and familial melanoma". Nature Genet. 371: 180, Sanselvestri
P. These de Doctorat d'Etat Paris XI, 1994), p21 (Xiong Y., et al., & Beach D. (1993):
"p21 is a universal inhibitor of cyclin kinases". Nature, 366: 701),
p27 (Polyak et al. (1994a): Cloning of p27kip1,
a cyclin-dependent kinase inhibitor and a potential mediator of
extracellular antimitogenic signals". Cell, 78: 59–66; Polyak
et al. (1994a): p27kip1, a cyclin-cdk inhibitor,
links transforming growth factor b and contact inhibitor to cell
cycle arrest". Genes Development, 8: 9-22).
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Als Antagonisten des TGF-β bezeichnet
man ein Mittel, das in vitro oder in vivo die biologische Aktivität des TGF-β, Typen 1, 2 oder 3 neutralisiert.
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Als neutralisierende Antikörper bezeichnet
man einen Antikörper
oder eine Kombination von Antikörpern,
vorzugsweise einen monoklonalen Antikörper oder eine Kombination
von monoklonalen Antikörpern,
die in vitro oder in vivo die biologische Aktivität des TGF-β der Typen
1, 2 oder 3 neutralisieren.
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Als einen natürlichen oder synthetischen
Inhibitor des TGF-β bezeichnet
man eine Substanz, die in vitro oder in vivo die biologische Aktivität des TGF-β inhibiert.
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Als Antisensenukleotid des TGF-β kann man
vorzugsweise verwenden: 5'-CCCGGAGGGCGGCATGGGGGA-3'.
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Als Hemmstoffe kann man auch ein
Cytokin oder eine Kombination von Zytokinen verwenden, die die Zelllinien
aus einem Ruhezustand während
einer Dauer unterhalb von ungefähr
10 Stunden befreien können.
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Als Zytokine kann man aufzählen: alle
Zytokine, alle CSF, (stimulierende Faktoren der Kolonie) alle Immunomodulatoren
(zum Beispiel die folgenden Interleukine: IL1, IL2, IL3, IL4, IL5,
IL6, IL7, IL8, IL9, IL10, IL11, IL12, IL13, die TNF (Tumornekrosefaktoren),
die Interferone, das LIF (inhibierender Faktor von Leukämie), das
MIP-1α (inflamatorisches
Makrophagenprotein: das hergestellte oder auf dem Makrophagen befindliche
inflammatorische Protein, Dunlop D. J. et al.: Blood, 1992, 79:
2221–2225),
der Steel-Faktor, der Ligand des Rezeptors flt-3 oder FL.
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Als Kombination von Zytokinen, kann
man das IL3, das IL6, das GMCSF (Wachstumsfaktor der granulo-monozytären Progenitoren),
des SF und des FL zitieren.
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Die Hemmstoffe des gesamten zellulären Zellzyklus
können
in geeigneten Mengen verwendet werden, um die Aktivität von jedem
Inhibitor des Zellzyklus zu neutralisieren. Sie werden im Allgemeinen
in Konzentrationen verwendet, die von 0,1 bis 1000 Einheiten/ml,
vorzugsweise von 1 bis 10 Einheiten/ml reichen.
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Wenn man ein ein Antisense-Oligonukleotid
des TGF-β verwendet,
kann dieses von 0,03 μM
bis 100 μM
verwendet werden, insbesondere von 5 μM bis 8 μM, oder von 0,01 μM bis 0,5 μM in Gegenwart
von bestimmten Mitteln, zum Beispiel lipidartige Mittel, die eine
besseres Eindringen der Oligonukletotide in die Zelle als die vorstehend
beschriebenen Arten des Eindringens ermöglichen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung Zellen im Ruhezustand, insbesondere Zellen
der hämatopoetischen
Zelllinie, die in ihrem Genom integriert ein Vollständiges oder
ein Teil eines heterologen Gens enthalten.
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So können nach dem Transfer eines
vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in das Erbmaterial, die
Zellen im Ruhezustand ausgetauscht werden.
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Das Verfahren, gemäß welchem,
nach dem Transfer des vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens, die Zellen im Ruhezustand
ausgetauscht werden, wird in der folgenden Beschreibung detailliert erläutert werden.
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Die Erfindung betrifft auch eine
Zusammensetzung von hämatopoetischen
Zellen oder eines Clusters von hämatopoetischen
Zellen oder eines Gewebes von hämatopoetischen
Zellen, die eine Hämatopoese
während
einer Dauer oberhalb oder gleich von ungefähr 6 Monaten beibehalten können, und
durch Zellen der hämatopoetischen
Zelllinien zusammengesetzt sind und gegebenenfalls von Progenitoren
im Lauf der Differenzierung, wobei die vorstehend erwähnten Zelllinien
und die vorstehend erwähnten
Progenitoren ein vollständiges
oder einen Teil eines heterologen Gens enthalten.
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Der Ausdruck "Beibehalten einer fortgesetzten
Hämatopoese"
entspricht einer physiologischen Produktion von reifen Blutzellen.
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Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren
zum Transfer eines vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in das Genom von aktivierten
Zellen ausgehend von einem Ruhezustand, insbesondere von Zellen
der hämatopoetischen
Zelllinie, die ausgehend vom Ruhezustand aktiviert sind, dadurch
gekennzeichnet, dass diese die folgenden Schritte umfasst:
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- – Vorstimulation
der Zelle im Ruhezustand, insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand, in einem Medium, welches enthält:
- – direkte
oder indirekte Hemmstoffe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus
der Zellen im Ruhezustand, insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, während
einer ausreichenden Zeitspanne, um die Zellen, insbesondere die
Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, aus ihrem Ruhezustand zu befreien, und die 72 Stunden
nicht übersteigt
bevorzugt 36 Stunden nicht übersteigt,
und insbesondere geringer als etwa 20 Stunden und bevorzugt etwa
1 Stunde bis 15 Stunden und bevorzugt etwa 1 Stunde bis 10 Stunden
beträgt,
und
- – Substanzen,
insbesondere Zytokine, um die Aktivierung in einem Zellzyklus und/oder
das spätere
Durchlaufen wenigstens eines Zellzyklus zu ermöglichen,
- – den
Transferschritt durch Vorlegen der im vorherigen Schritt erhaltenen
Zellen, insbesondere Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, mit
einem vollständigen
oder einem Teil eines heterologen Gens in einem Medium, welches
den Transfer des vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in das Genom der Zelle einer
hämatopoetischen
Zelllinie ermöglicht,
um Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie zu erhalten, welche ein vollständiges oder einen Teil eines
heterologen Gens enthalten,
- – die
eventuelle Wiedergewinnung der durch den vorhergehenden Schritt
erhaltenen Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie.
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Die Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand, die im Fall des Transfers des Gens verwendet
werden, können
ausgehend von fötalen
hämatopoetischen
Organen, Nabelschnurblut, Knochenmark, peripheren Blut oder jedem
anderen hämatopoetischen
Organ gemäß dem in
den Beispielen beschriebenen Verfahren erhalten werden (Hatzfeld
J., Batard P., Cardoso A. A., Li M.-L., und Hatzfeld A.: "Purification
and in vitro assay of early human hematopoietic progenitors", 205-221.
In Culture of Hematopoietic Cells. Freshney R. I., Pragnell I. B.,
Freshney M. G., 1994).
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Was die Dauer der Vorstimulation
betrifft, überschreitet
sie nicht ungefähr
72 Stunden, vorzugsweise 36 Stunden, und beträgt vorzugsweise ungefähr 1 Stunde
bis 15 Stunden, und vorzugsweise von ungefähr 1 Stunde bis 10 Stunden.
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Die Einleitung der Vorstimulation
kann während
einer extrem kurzen zeit durchgeführt werden, in der Größenordnung
von einigen Sekunden, aber die Auslösung der Gesamtheit der zellulären Mechanismen,
die ermöglicht,
dass die Zeltlinie die Go-Phase verlässt, nimmt mindestens 1 Stunde
in Anspruch.
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Im Fall der Verwendung als Hemmstoff,
von Anti-TGF-β, überschreitet
die Vorstimulation nicht ungefähr
72 Stunden, da oberhalb von 72 Stunden, und insbesondere oberhalb
von 19 Stunden, man keinen zusätzlichen
Effekt der Vorstimulation, der mit den Kombinationen von Zytokinen
oder dem Anti-TGF-β oder
den Kombinationen von Zytokinen erhalten wurde, erhält.
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Der Ausdruck "Aktivierung eines Zellzyklus"
entspricht der Bereitstellung von Funktionen, die das Durchschreiten
des Zellzyklus ermöglichen.
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Der Ausdruck "das Durchschreiten
von wenigstens einem Zellzyklus" entspricht einer Teilung des Genoms
(S-Phase), und einer
Mitose, die zwei identische Zellen ergibt.
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Nach Beendigung des Gentransfers,
können
die Zellen sich vermehren und sich differenzieren, oder in den Ruhezustand
zurückversetzt
werden, wie in der folgenden Beschreibung erläutert wird.
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Wenn man die transferierten Zellen
einer Zelllinie in den Ruhezustand zurückversetzt, ist das Kompartiment
der Zelle einer Zelllinie um eine Teilung "gealtert", die wenig
ist, im Verhältnis
zu ihrem enormen hämatopoetischen
Potenzial.
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Im Verfahren der Erfindung umfasst
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
das Medium der Vorstimulation: IMDM (Iscove Dulbecco Modified Medium),
StemGEM*, das einer durch C. N. R. S. kommerzialisierten Produktpalette
von Medien entspricht, Zytokine, Antagonisten des TGF-β, wie etwa
Antisense-Oligonukletotide
von TGF-β,
neutralisierende Antikörper
des TGF-β,
lösliche
Rezeptoren des TGF-β oder
natürliche oder
synthetische Inhibitor des TGF-β,
Kombinationen von Zytokinen, die in einem kurzen Zeitraum blockieren können (weniger
als 72 Stunden, vorzugsweise weniger als 10 Stunden), Inhibitoren
des Zellzyklus der Zellen einer ruhenden Zelllinie, die durch das
TGF-β gesteuert
werden oder nicht.
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Gemäß einer Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung, werden die Zytokine aus einer Kombination
von wenigstens vier Zytokinen ausgewählt, die aus den folgenden
Zytokinen ausgewählt
sind: IL1 (Interleukin 1), IL2 (Interleukin 2), IL3 (Interleukin
3), IL4 (Interleukin 4), ILS (Interleukin 5), IL6 (Interleukin 6),
IL7 (Interleukin 7), IL11 (Interleukin 11), GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen
koloniestimulierender Faktor: Wachstumsfaktor der granulo-monozytären Progenitoren),
G-CSF (Granulozytenkolonie-stimulierender
Faktor: Wachstumsfaktor der granulozytären Progenitoren), Faktor Steel
(SF), Ligand des FLT3-Rezeptors (FL), Erythropoetin, TNF, LIF (Leukämieinhibitorfaktor:
inhibierender Faktor der Leukämie,
Thrombopoetin, Insuline und FGF.
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Der Transfer von dem vollständigen oder
eines Teils eines heterologen Gens kann mit einer Cokultur von Zellen,
insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, durchgeführt
werden, die gemäß eines ersten
Schritts des Verfahrens der Erfindung vorstimuliert wurden, und
von Zellen, die einen Vektor produzieren, wie etwa einen viralen
Vektor oder ein Retrovirus, der das vollständige oder einen Teil eines
Gens zum Transferieren enthält.
(Ferry N., Duplessis O., Houssin D., Danos O., und Heard J.-M. "Retroviralmediatierter Gentransfer
in Hepatocyten in vivo". Proc. Natl. Acad. Sci., USA, 88: 8377–8381, 1991).
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Der Transfer kann auch durchgeführt werden,
indem in Gegenwart von Zellen, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die vorstimuliert wurden, und eines Überstands von Zellen, die einen
Vektor enthalten, wie etwa einen viralen Vektor oder ein Retrovirus,
die ein vollständiges
oder einen Teil des Gens zum Transferieren umfassen, übertragen
wird (Lu, R. L., Xiao, M., Clapp, D.-W., Li, Z.-H., & Broxmeyer H.
E. (1993) J. Exp. Med., 178: 2089–2096).
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Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren
zum Transfer eines vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in das Genom von aktivierten
Zellen ausgehend von einem Ruhezustand, insbesondere von Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ausgehend von einem Ruhezustand aktiviert worden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass dieses die folgenden Schritte
umfasst:
-
- – die
Vorstimulation von Zelle im Ruhezustand, insbesondere von Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand, in einem Medium der Vorstimulation, das
enthält:
- – direkte
oder indirekte Hemmstoffe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus
der Zellen, insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, während einer
ausreichenden Dauer, um die Zellen, insbesondere die Zellen einer
hämatopoetischen
Zelllinie, aus ihrem Ruhezustand zu befreien, und die 72 Stunden nicht übersteigt
bevorzugt 36 Stunden nicht übersteigt,
und insbesondere geringer als etwa 20 Stunden und bevorzugt etwa
1 Stunde bis 15 Stunden und bevorzugt etwa 1 Stunde bis 10 Stunden
beträgt,
und
- – Substanzen,
insbesondere Zytokine, um die Aktivierung in einem Zellzyklus und/oder
das spätere
Durchlaufen wenigstens eines Zellzyklus zu ermöglichen,
- – den
Transferschritt durch Vorlegen der im vorherigen Schritt erhaltenen
Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie
mit einem vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in einem Medium, welches
den Transfer des vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in das Genom der Zelle einer
hämatopoetischen
Zelllinie ermöglicht,
um Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie zu erhalten, welche vollständig oder einen Teil eines
heterologen Gens enthalten,
- – die
eventuelle Wiedergewinnung der durch den vorhergehenden Schritt
erhaltenen Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie.
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Die Cokultur kann durchgeführt werden
wie in "Human Cord Blood Cells as Target for Gene Transfer": Potential
Use in Genetic Therapies of Severe Combined Immunodeficiency Disease.
Moritz T., Keller D. C. und Williams D. A., J. Exp. Med 178: 529–536 (1993).
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Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren
zum Transfer eines vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in das Genom von aktivierten
Zellen ausgehend von einem Ruhezustand, insbesondere von Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ausgehend von einem Ruhezustand aktiviert worden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass dieses die folgenden Schritte
umfasst:
-
- – die
Vorstimulation von Zellen im Ruhezustand, insbesondere von Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand in einem Milieu der Vorstimulation, das
enthält:
- – direkte
oder indirekte Hemmstoffe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus
der Zellen, insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, während einer
Dauer, die ausreichend ist, um die Zellen, insbesondere die Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie, aus ihrem Ruhezustand zu befreien, und die 72 Stunden
nicht übersteigt,
bevorzugt 36 Stunden nicht übersteigt,
und insbesondere geringer als etwa 20 Stunden und bevorzugt etwa
1 Stunde bis 15 Stunden und bevorzugt etwa 1 Stunde bis 10 Stunden
beträgt, und
- – Substanzen,
insbesondere Zytokine, um die Aktivierung in einem Zellzyklus und/oder
das spätere
Durchlaufen wenigstens eines Zellzyklus zu ermöglichen,
- – den
Transferschritt durch Vorlegen der aktivierten, im vorherigen Schritt
erhaltenen Zellen, insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, mit einem vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in einem Medium, welches
den Transfer des vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in das Genom der Zellen, insbesondere
der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, durch Vorlegen von Zellen, insbesondere von Zellen einer
Zelllinie, die wie vorstehend angegeben vorstimuliert wurden und
eines Überstands
von Zellen, die einen Vektor, wie etwa einen viralen Vektor oder
einen Retrovirus, die das vollständige
oder einen Teil des Gens zum Transferieren enthalten, ermöglicht,
um Zellen, insbesondere Zellen einer Zelllinie, zu erhalten, die
das vollständige
oder ein Teil eines heterologen Gens tragen,
- – eventuelle
Wiedergewinnung von im vorhergehenden Schritt erhaltenen Zellen,
insbesondere von Zellen einer Zelllinie.
-
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren
zum Transfer eines vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in dem Genom von ausgehend
von einem Ruhezustand, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ausgehend von einem Ruhezustand aktiviert worden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass dieses die folgenden Schritte
umfasst:
-
- – die
Vorstimulierung von Zelle im Ruhezustand, insbesondere von Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand, in einem Medium der Vorstimulation, das
enthält:
- – Hemmstoffe
von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus der Zellen, insbesondere
der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, während
einer ausreichenden Zeitdauer, um Zellen, insbesondere die Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie, aus ihrem Ruhezustand zu befreien, und die vorzugsweise
ungefähr
72 Stunden nicht überschreitet
und insbesondere weniger als 20 Stunden und vorzugsweise ungefähr 1 Stunde
bis 15 Stunden beträgt,
und vorzugsweise ungefähr
1 Stunde bis 10 Stunden beträgt,
und
- – Substanzen,
insbesondere Zytokine, um die Aktivierung in einem Zellzyklus und/oder
das spätere
Durchlaufen wenigstens eines Zellzyklus der Zelle in einer Zelllinie
zu durchlaufen,
- – den
Transferschritt durch Vorlegen der im vorherigen Schritt erhaltenen,
vorstimulierten Zellen einer Zelllinie, insbesondere einer hämatopoetischen
Zelllinie, mit einem vollständigen
oder einem Teil eines heterologen Gens, in einem Medium, das den
Transfer eines vollständigen
oder eines Teils eines heterologen Gens in das Genom der Zellen,
insbesondere der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, durch Vorlegen von Zellen, insbesondere von wie vorstehend
angegeben vorstimulierten Zellen einer Zelllinie, und des Überstands
von Zellen, die einen Vektor, wie etwa einen viralen Vektor oder
einen Retrovirus, die ein vollständiges
oder einen Teil eines Gens zum Transfer enthalten, ermöglicht,
um Zellen, insbesondere Zellen einer Zelllinie, zu erhalten, die
ein vollständiges
oder einen Teil eines heterologen Gens tragen,
- – eventuelle
Wiedergewinnung von Zellen, insbesondere von Zellen einer Zelllinie,
die im vorgehenden Schritt erhalten wurden.
-
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren
zum Transfer eines vollständigen
oder eines Teils eines heterologert Gens in das Genom von Zellen,
die ausgehend von einem Ruhezustand aktiviert wurden, insbesondere
von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ausgehend von einem Zelllinie aktiviert wurden, dadurch gekennzeichnet,
dass dieses die folgenden Schritte umfasst:
-
- – die
Vorstimulation von Zellen im Ruhezustand, insbesondere von Zellen
einer hämatopoetischen
Zelllinie im Ruhezustand in einem Medium der Vorstimulation, das
enthält:
- – Hemmstoffe
von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus der Zellen, insbesondere
der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, während
einer ausreichenden Dauer zum Befreien der Zellen, insbesondere
der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, aus ihren Ruhezustand, und die vorzugsweise ungefähr 72 Stunden
nicht überschreitet
und insbesondere weniger als ungefähr 20 Stunden beträgt und vorzugsweise
ungefähr
1 Stunde bis 15 Stunden beträgt
und vorzugsweise ungefähr
1 Stunde bis 10 Stunden beträgt,
und
- – Substanzen,
insbesondere Zytokine, um die Aktivierung in einem Zellzyklus und/oder
das spätere
Durchlaufen wenigstens eines Zellzyklus der Zellen, insbesondere
der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, zu ermöglichen,
- – den
Transferschritt durch Vorlegen von im vorherigen Schritt erhaltenen
vorstimulierten Zellen, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, mit einem vollständigen
oder einem Teils eines heterologen Gens, in einem Medium, das den
Transfer des vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in das Genom von Zellen ermöglicht,
insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, um Zellen zu erhalten, insbesondere Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ein vollständiges
oder einen Teil eines heterologen Gens, ein vollständiges oder
eine Teil eines heterologen Gens, das insbesondere von einem Vektor,
wie etwa einem viralen Vektor oder einem Retrovirus, stammt, die
durch eine Produktionskultur hergestellt wurden, zu welcher ei virales
Mitten zugegeben wurde, wie etwa ein Anti-TGf-β,
ein Anti-Interferon oder jedes Mittel, was die Produktionshöhe und/oder
die Stabilität
des Vektor ermöglicht,
- – eventuelle
Wiedergewinnung von Zellen, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie die in dem vorhergehenden Schritt erhalte wurden.
-
Bezugnehmend auf die Zelle in einer
Zelllinie, werden diese eventuell in einen Ruhezustand nach dem Transferschritt
zurückversetzt.
-
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung, ist das Medium, das den Transfer des
vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens ermöglich zusammengesetzt aus,
oder umfasst: DMEM (Eagle-Medium,
modifiziert durch Dulbecco), und eventuell IMDM (Iscove-medium,
modifiziert durch Dulbecco), Zytokine, und eventuell einen Antagonisten
des TGF-β,
wie etwa vorstehend definiert, Anti-Interferone, und jedes andere
virale Mittel, das den Anstieg der Produktion und/oder die Stabilität des viralen Vektors
oder des Retrovirus ermöglicht,
die das Gen zum Transfizieren bzw. Übertragen enthalten, wenn der Transfer
des Ganzen oder eines Teils des heterologen Gens durch Co-Kultivierung
von Zellen einer Zelllinie und eines viralen Vektors, oder eines
Retrovirus, durchgeführt
wird.
-
Wenn der Transfer unter Verwendung
eines Überstandes
der Kultur, die den Vektor enthält,
durchgeführt
wird, kann der Gehalt des durch die Produktionskulturen hergestellten
Vektors vorzugsweise erhöht
werden, indem zu der Produktionskultur des Vektors ein Anti-TGF-β oder ein
Anti-Interferon oder jedes andere Mittel zugegeben wird, das die
Produktion und/oder die Stabilität
des Vektors erhöhen
kann.
-
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren,
das es ermöglicht,
den Gehalt des Vektors zu erhöhen,
wie etwa eines viralen Vektors, oder eines Retrovirus, welcher Vektor
durch eine Produktionskultur hergestellt wird, durch Zugabe eines
viralen Mittels, wie etwa eines anti- TGF-β,
eines Anti-Interferons, oder jeglichen Stabilisierungsmittels des
Vektors, zu der Kultur.
-
Am Ende des Transferschrittes von
dem vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in die Zellen einer Zelllinie,
können
die Zellen einer Zelllinie, die in ihrem Genom ein vollständiges oder
einen Teil eines heterologen Gens enthalten, in ein geeignetes Medium
platziert werden, insbesondere ein flüssiges Medium oder ein halbfestes
Medium, um sich zu vermehren und sich in die differenzierten hämatopoetischen
Zellen zu differenzieren, insbesondere in differenzierte Zellen
des Blutes.
-
Als Beispiel von differenzierten
Zellen kann man die Granulozyten, die Monozyten, die Megakaryozyten,
die Erythrozyten zitieren.
-
Am Ende des Transferschrittes des
vollständigen
oder eines Teils des heterologen Gens in die hämatopoetischen Zellen, kann
man vorzugsweise einen Schritt des Zurückversetzens in den Ruhezustand
der Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, die ein vollständiges
oder einen Teil des heterologen Gens enthalten, durchführen, wobei
dieser Schritt mit Hilfe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus,
wie etwa dem TGF-β, durchgeführt werden
kann.
-
Genauer gesagt, kann man, um die
Zellen einer Zelllinie nach dem Transfer eines vollständigen oder eines
Teils eines heterologen Gens in den Ruhezustand (das heißt in die
Go-Phase) zurückzuversetzen,
auf folgende Weise verfahren.
-
Der Vorteil des Verfahrens der Erfindung über alle
anderen Verfahren beruht darauf, dass die Aktivierung der Zelle
im Ruhezustand sich in einer extrem kurzen Zeitdauer (in der Größenordnung
von 1 bis 72 Stunden, vorzugsweise von 6 bis 12 Stunden ausgehend
von dem Ende des Schrittes der Vorstimulation) dank einer Synchronisation
des Ausgangs der Go-Phase für
alle Zellen im Ruhezustand bei dem Schritt der Vorstimulation nach
dem vorstehend beschriebenen Verfahren der Erfindung vollzieht.
Dies ermöglicht,
die transfizierten Zellen nach dem Transfer durch Zugabe von TGF-β in die Go-Phase
zurückzuversetzen.
Dies garantiert, dass während
dem Transfer des Gens/der Gene die Zellen einer Zelllinie ihr hämatopoetisches
Potenzial nicht verloren haben, soweit die Teilungszahl nicht mehr
als 1 oder 2 beträgt.
-
Das heterologe Gen, welches vollständig oder
zum Teil in das Genom der Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, eingeführt wird,
kann aus den folgenden Genen ausgewählt sein: Marker: Neo (Gen
der Neomycinresistenz), CD2 (Leukozytenantigen), nls-Lac-Z, oder
Gene, die eine Hämatonose
oder eine andere Krankheiten heilen können, wie etwa ADA (Gen der
Adenosindesaminase), ALDP (Gen, das Adrenoleukodystrophie heilen
kann), TK (Suizidgen unter der Kontrolle viraler Promotoren, das
es ermöglicht,
Zellen in der Anwesenheit von Aciclovir zu töten), wobei die Aufzählung nicht
begrenzend ist.
-
Die aktuellen Verfahren des Transfers
eines Gens, ermöglichen
nicht, das Kompartiment der Zelle einer Zelllinie auf eine Weise
zu transfizieren, dass lymphoide Stämme auf zufrieden stellende
Weise transfiziert werden. Doch ist dies wichtig, wenn man möchte, dass
die zelluläre
Therapie zur Behandlung von AIDS oder Krankheiten anwendbar ist,
die B-Zellen (Lymphome etc ...) betreffen. Das Verfahren des Transfers
der Erfindung ermöglicht
den Transfer in die B- und T-Linien effektiv, was verifiziert werden
kann, indem die zwei nachfolgenden Modelle verwendet werden, die
es ermöglichen
die Entwicklung des Kompartiments der Zelle einer Zelllinie zu untersuchen:
-
- – humanisierte
SCID Mäuse
(McCune J. M., Namikawa R., Weilbaecher K. N., Kaneshima H., Schultz
L. D., Lieberman M., und Weissuran IL.: "The SCID-hu mouse: Murine
model for the analysis of human hematolymphoid differentiation and
function". Sience, 241: 1632, 1988).
- – Thymus-Epithelkulturen
(Plum J., De Smedt M., Defrense M.-P., Leclercq G., und Vandekerchhove
B.: "Human CD34+ fetal liver stem cells differentiate Tumorsuppressorgene
T cells in a mouse thymic microenvironment". Blood 84: 1587–1593, 1994).
-
Diese Verfahren ermöglichen
es, in dem ersten Fall alle Linien darunter umfasst B- und T-Linien,
in dem zweiten Fall, die T-Linie, zu erhalten.
-
Die verwendeten Medien, um die Teilung
des Kompartiments der Zelle einer Zelllinie zu ermöglichen, die
einmal aktiviert wurde, um die Go-Phase zu verlassen, muss die Expression
von Rezeptoren der Zelle einer Zelllinie gemäß dem Empfehlungen respektieren,
die in Hatzfeld A. et al., Hematol., 1993, 35: 281–283, und in
Panterne et al., J. Cell. Physiol. 91: 1481:1489 produziert wurden.
-
Das Verfahren der Erfindung ermöglicht insbesondere:
-
- – den
Gehalt eines Vektors zu erhöhen,
der ein vollständiges
oder einen Teil eines heterologen Gens zum Transfizieren enthält, insbesondere
in den Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie,
- – ein
vollständiges
oder einen Teil eines Gens in die Zellen im Ruhezustand zu transferieren,
insbesondere die Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, in welchen, bis zur Gegenwart ein derartiger Transfer
zufällig war;
- – die
Effektivität
des Transfers in die frühen
hämatopoetischen
Progenitoren zu verbessern, wie etwa CFU-GEMM, LTC-IC (long term
culture-initiating cell= Langzeit-kulturinitiierende Zelle), HPP-Q
(High Proliferative Potential Quiescent cells= Zellen im Ruhezustand
mit hohem Proliferationspotential) und lymphoide Progenitoren mit
starken Proliferationspotential, die als "Kompartiment der Zelle
einer Zelllinie" im Verhältnis
zum bereits realisierten Transfer betrachtet werden, wobei die Verfahren
des Stands der Technik eingesetzt werden; zum Beispiel wird das
Verfahren einen Transfer in mehr als 95% der CFU-GEMM, die sich in
Kolonien entwickeln, ermöglichen,
die mehr als 105 Zellen enthalten, wobei
die durch das CNRS ausgegebenen StemGEM*-Medien, es ermöglichen,
derartige Zellen des Kompartiments der Zelle einer Zelllinie zu
bewerten, die humanisierten SCID-Mäuse (immunodeffiziente Mäuse: schwere
kombinierte Immunodiffizienz) und Systeme aus stromalen Kulturen
oder Epithelthymen (die nachstehend angegeben werden) es ermöglichen,
den Transfer in jedes Kompartiments der Zelle einer Zelllinie zu
bewerten;
- – die
Stabilität
der Expression im Laufe der Entwicklung der Zelle einer Zelllinie
und der Progenitoren zu bewerten (Amplifikation und Differentiation),
wobei Markergene verwendet werden können, um diese Expression zu
verfolgen und zu bewerten (Beispiel: nls-Lac-Z).
-
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren,
das es ermöglicht,
die Reife oder die Unreife von Zellen einer Zelllinie vor und/oder
nach dem Transfer von Genen zu bewerten.
-
Die Erfindung betrifft insbesondere
ein Verfahren zur Bestimmung des Grads der Reife von Zellen einer
Zelllinie, insbesondere von Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie, das
dadurch gekennzeichnet ist, dass es folgende Schritte umfasst:
-
- – Kultivierung
eines ersten Ansatzes von Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie in
einem zu ihrer Kultivierung geeigneten Medium, welches aber keine
Hemmstoffe von wenigstens einem Inhibitor des Zellzyklus enthält, für etwa 14
bis 28 Tage, bevorzugt 18 Tage,
- – Kultivierung
eines zweiten Ansatzes von Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie von
gleicher Herkunft und mit gleichem Reifegrad wie die vorher erwähnten Zellen,
in einem geeigneten Medium, welches einen Hemmstoff von wenigstens
einem Inhibitor des Zellzyklus enthält, wobei diese Hemmstoffe
in dem Kulturmedium in einer wirkungsvollen Konzentration vorliegen, über eine
Zeitspanne, die 72 nicht übersteigt,
bevorzugt etwa 1 bis 15 Stunden und bevorzugter etwa 1 bis 10 Stunden,
wobei diese Kultur die gleiche Dauer hat, wie die der Zellen des
ersten Ansatzes der Zelllinie,
- – Vergleich,
18 Tage nach Beginn der Kultivierung jedes der beiden Ansätze von
Zellen einer Zellinie, hinsichtlich der Anzahl und der Natur der
Kolonien und des Unterschieds in der Menge der Kolonien mit hohem Proliferationspotential
(HPP-CFC= Zelle, die eine Kolonie mit hohem Proliferationspotential
bildet, HPP-MEG= Megakaryozyt mit hohem Proliferationspotential,
HPP-GEMM= Granulozyt Erythrozyt Monozyt mit hohem Proliferationspotential),
jeweils zwischen dem ersten Ansatz und dem zweiten Ansatz, welches den
HPP-Q-Kolonien entspricht.
-
Die optimale Konzentration von Anti-Sens-Oligonukletotiden
kann von ungefähr
0,001 μM
bis ungefähr 100 μM, vorzugsweise
weniger als ungefähr
10 μM, betragen.
-
Die optimale Konzentration an blockierenden
Antikörpern
kann von ungefähr
0,01 μg/ml
bis 100 μg/ml, vorzugsweise
1 μg/ml
betragen.
-
Betreffend der Kultur in Gegenwart
von Mitteln der Blockierung eines Inhibitors des Zellzyklus, am Ende
der Periode, die 72 Stunden nicht übersteigt, und die vorzugsweise
ungefähr
26 Stunden nicht übersteigt, und
die vorzugsweise 1 bis 15 Stunden und weiter bevorzugt 1 bis 10
Stunden beträgt:
-
- – kann
man entweder die Zellen waschen, um die vorstehenden Mittel der
Blockierung zu eliminieren,
- – oder
man kann die vorstehenden Mittel der Blockierung auf eine Konzentration
verdünnen,
so dass diese ohne proliferativen Effekt auf die reiferen Zellen
sind (das heißt
bereits aktivierten Progenitoren).
-
"Die Bewertung des Reifegrades oder
der Unreife der Zelle einer Zelllinie" entspricht einer folgenden Untersuchung.
-
Nach 18 Stunden beobachtet man im
Mikroskop die Zahl und die Natur der Kolonie: man zählt die
Zahl der gemischten Kolonien, die aus Zellen der roten Linie zusammengesetzt
sind und eines oder mehrere Typen von Zellen der weißen Linie.
Die Zahl der gemischten Kolonien ist weiter erhöht, wenn die zelluläre Population, unreifer
ist, das heißt
aus gelberen Zellen zusammengesetzt ist, von denen bestimmte im
Ruhezustand sind. Andererseits umso mehr die Zelle, die eine Kolonie
hat entstehen lassen, unreif ist, das heißt im Ruhezustand ist, ums
mehr ist sein Proliferationspotential groß, folglich wird die Kolonie,
die von dieser Zelle abstammt, wenn sie einmal aktiviert ist, in
der Größe bedeutender
sein.
-
Dieser Test wird auch in der Folge
als HPP-Q Test bezeichnet.
-
Um dies durchzuführen vergleicht man eine Kultur
von Zellen einer Zelllinie in einem halbfesten oder flüssigen Medium,
es kann ein Anti-Inhibitor des Zellzyklus enthält, mit der gleichen Kultur
von Zellen einer Zelllinie in einen halbfesten oder flüssigen Medium,
das einen Anti-Inhibitor des Zellzyklus enthält, zum Beispiel Anti-TGF-β.
-
Die Bedingungen der Kultur in dem
Medium, das keinen Anti-Inhibitor des Zellzyklus enthält, können das
IL1, das IL2, das IL3, das IL4, das IL5, das IL6, das IL7, das IL11
und das G-CSF, das GM-CSF, das SF, das FL, das FGF, das Insulin,
das Erythropoetin, das Thrombopoetin oder andere Zytokine, die kooperieren oder
mit den vorhergehenden synergetisch sind, verwenden.
-
Die Kulturbedingungen in dem Medium,
das einen Anti-Inhibitor
des Zellzyklus enthält,
zum Beispiel Anti-TGF-β sind
die Folgenden: das Anti-TGF-β wird
nur zur Vorstimulation während
10 Stunden in einem schwachen Volumen der flüssigen Kultur, die die Zellen
im Ruhezustand enthält,
wie etwa die Zellen CD24+CD38-(1 bis 10% der am meisten unreifen
D34+), enthält.
Das Volumen dieser Vorkultur beträgt ungefähr 1/6 des Endvolumens. Diese
Vorkultur wird anschließend
zu der Methylzellulose mit den Zytokinen, denen kein Anti-TGF-β zugegeben
wurde, zugegeben, um das Endvolumen zu ergeben.
-
Eine Vereinfachung dieses Verfahrens
besteht aus dem Vorlegen von Anti-TGF-β sofort in die Endkultur mit
Konzentrationen, die es nur dieser ermöglicht, während den ersten Stunden der
Kultur vorzugsweise während
den 10 ersten Stunden aktiv zu sein.
-
Unter diesen Bedingungen beobachtet
man neue größere Kulturen
als die vorhergehenden, die von Zellen abgeleitet sind, die High
Proliferative Potential Quiescent Cells oder HPP-Q genannt werden,
die sich in 18 Tagen und nicht nur in 8, 10, 12 oder 14 Tagen entwickeln,
wie man ohne Vorstimulation durch Anti-TGF-β beobachtet. Das Anti-TGF-β muss folglich
während
der ganzen Dauer der Kultur nicht anwesend sein. Betreffend der
Größe der Kolonie
kann diese durch Zählung
im Mikroskop auf einen Schirm von Mallasez bestimmt werden, nach
Aufnahme und Dispersion der Kolonie in einem bekannten Volumen von
flüssigem
Medium; dieses Verfahren ermöglicht
es, die Zahl der Zellen, die die Kolonie zusammensetzen, zu bewerten.
-
Ob der Test im flüssigen Medium, klonal oder
nicht klonal, durchgeführt
wird, man vergleicht die Klone oder die Populationen in den zwei
Typen der Kultur.
-
Wenn es sich um die HPP-Q handelt,
setzen diese ein Element des Kompartiments der Zelle einer Zelllinie
zusammen und, Dank ihres Phänotyps,
handelt es sich um CD34+ Kit Low IL6-R low.
-
Betreffend der Kulturmedien, kann
man das Medium verwenden, das für
CFU-GEMM Zellen geeignet ist und auch die Entwicklung von lymphoiden
Zellen ermöglicht.
-
Die Zusammensetzung der Medien der
halbfesten Kultur kann so sein, wie diese in dem Kapitel 12 beschrieben
wird, das in dem Buch mit dem Titel "Culture of Hematopoietic cells,
R. I. Freshney, I. B. Pragnell, M. G. Freshney ed, Wiley-Liss" Seiten
205–221
beschrieben wird. Der Titel des Kapitels heißt "Reinigung und in vivo Assay
der frühen
menschlichen hämatopoetischen
Progenitoren", J. Hatzfeld, P. Batard, A. A. Cardoso, M. L. Li,
A. Hatzfeld.
-
Als Bestätigung der Erfindung, kann
man den Reifegrad oder die Unreife von Zellen einer Zelllinie nach den
Transfer von Genen bewerten. Die Bewertung wird wie nachstehend
angegeben durchgeführt,
ausgehend von den größten Kolonien,
für welche
man gleichzeitig die vorstehend angegebene Bewertung der Unreife
verifiziert, die einen Transfer von Genen besaßen, wie nachstehend in Beispiel
1 angegeben.
-
Die Erfindung betrifft insbesondere
ein Verfahren zum Transfer von Genen in die Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie, in welcher man die Unreife von Zellen einer Zelllinie
vor dem Transfer eines Gens bewertet, vorzugsweise nach dem Transfer
von Genen.
-
Dieses Verfahren kann die folgenden
Schritte umfassen:
-
- 1- Bewertung von hämatopoetischen Zellen zum Implantieren
bzw. Transplantieren, um sicherzustellen, dass diese unreife Zellen
enthalten, die nachstehend mit HPP-Q bezeichnet werden, Element
des Kompartiments der Zelle einer Zelllinie. Es ist so nicht nützlich,
zu einem Transfer von Genen voranzuschreiten, wenn die verwendeten
Zellen nicht gut sind. Durch das Verfahren der Bewertung der Unreife
der Zellen einer Zelllinie, kann man eine Kultur in einem halbfesten
oder flüssigen
Medium vergleichen, ohne Anti-Inhibitor des zellulären Zyklus
und der gleichen Kultur in Gegenwart eines Anti-Inhibitors. Die
Differenz der Zahl der Kolonien muss das Erscheinen neuen größeren als
die vorgehenden Kolonien unter Beweis stellen, die von Zellen des
HPP-Q abgeleitet sind.
- 2- Vorstimulation von hämatopoetischen
Zellen mit einem Medium, das einen Aktivator des Zellzyklus enthält (10 Stunden
für ein
Anti-TGF-β),
damit die hämatopoetischen
Zellen die Ruhephase verlassen, das heißt, um diese zu aktivieren.
- 3- Transfer von Genen mit einem viralen Überstand oder eine Cokultuvierung
mit Virus produzierenden Zellen in einem Medium, das ein Anti-Interferon
und/oder ein Anti-TGF-β enthält.
- 4- Nach dem Transfer von Genen, müssen die hämatopoetischen aktivierten
Zellen wieder in die Ruhephase (Go-Phase) in einem Medium der Deaktivierung,
das einen Inhibitor dieser Zelle enthält (TGF-β im Fall der Zelle einer hämatopoetischen
Zelllinie) zurückversetzt
werden.
- 5- Alternativ können
die aktivierten Zellen, die einen Transfer von Genen unterworfen
wurden oder nicht, amplifiziert werden, um in vivo zurückinjiziert
zu werden. Dies kann mit einer Unterpopulation der Zellen zur Reinjektion
realisiert werden, um eine Aplasie zu verhindern, die im Allgemeinen
der Aufnahme eines Implantats vorausgeht.
- 6- Vor oder nach der Reinfusion der Zellen ist es notwendig,
einen HPP-Q Test durchzuführen,
gefolgt von einer Einfärbung
in situ oder eines RT-PCR (reverse transcriptase-polymerase chain
reaction= reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion) von erhaltenen
Kolonien, um den Transfer von Genen zu bewerten.
-
Als Medium der Vorstimulation und
vor dem Transfer von Genen, kann man die Medien der flüssigen Kultur
verwenden, wie etwa diejenigen wie in dem Artikel von Cardoso et
al. beschrieben wurden (Proc. Natl. Acad. Sci. USA, Vol. 90, Seiten
8707–8711,
September 1993).
-
Das Verfahren der Erfindung erlaubt
es, die Zahl der primitiven Zellen im Ruhezustand (HPP-Q) vor dem
Transfer der Gene abzuschätzen,
um die Menge beziehungsweise Reichhaltigkeit von Zellen einer Zelllinie
zu bestimmen, oder nach dem Transfer der Gene, um die Effizienz
des Gentransfers in das Kompartiment der Zelle einer Zelllinie zu
bestimmen.
-
Beschreibung
der Figuren
-
Die 1 stellt
eine Kolonie CFU-GEMM dar, die das Gen nls-Lac-Z stabil exprimiert,
was durch die X Gal-Verfärbung unter
Beweis gestellt wird.
-
Die 2 stellt
bei stärkerem
Wachstum eine Gruppe von eErythroide Zellen der CFU-GEMM Kolonie mit
einer Expression des homogenen Gens nls-Lac-Z in allen Zellen dar.
-
Die 3 zeigt
die Kernlokalisation der β-Galactosidase der
Macrophagen und die Abwesenheit von unspezifischer Verfärbung in
dem Cytoplasma.
-
Beispiel 1: Transfer des
nls-Lac-Z Gens in die Zellen einer hämatopoetischen Zelllinie.
-
Material und
Verfahren
-
Hämatopoetischer Wachstumsfaktor
und Antiserum
-
Das menschliche rekombinante Interleukin
3 (IL3), das menschliche rekombinante Interleukin 6 (IL6), das menschliche
rekombinante GM-CSF (Granulozyten-Macrophagen koloniestimulierender
Faktor) und das menschliche rekombinante G-CSF (Granulozyten koloniestimulierender
Faktor) werden durch das Genetics Institute (Cambridge, MA) geliefert.
Das menschliche rekombinante Erythropoetin wird durch AMGEN (Thousand
Oaks, CA) geliefert und das menschlich rekombinante SF (Steel-Faktor)
stammt von IMMUNEX (Seattle, WA). Die spezifischen Aktivitäten dieser
Zytokine sind jeweils: 2,3 × 106 U/mg, 4 × 106 U/mg,
9,3 × 106 U/mg, 7 × 109 U/mg,
4,98 × 105 U/mg und 106 U/mg.
Das blockierende Puten-Antiserum, Anti-TGF-β, ist eine Gabe von Dr. A. B.
Roberts und von MB Sporn (Danielpour, D., Dart, L. L. Flanders,
K. C., Roberts, A. B., & Sporn, M.
B. (1998) J. Cell. Physiol. 138, 79–86): l μl kann 4 ng TGF-β neutralisieren.
Es wird bei der Konzentration von 4,2 μl/ml verwendet.
-
Reinigung von CD34+Zellen
-
Mit CD34+Zellen bezeichnet man Zellen,
die das Membranantigen CD34 tragen und eine Unterpopulation umfassen,
die das Kompartiment der Zelle einer Zelllinie darstellt.
-
Wiedergewinnung
von Nabelschnurblut
-
Menschliche von Nabelschnurproben
werden ausgehend von Nabelschnur/Plazenta sofort nach der Geburt
geschnitten, so dass die Plazenta in sito zurückbleibt (Broxmeyer H. E.,
Douglas G. W., Hangoe, G., Cooper, S., Bard J., English, D., Arny,
M., Thomas, L., & Boyse
E. A. (1989) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 86, 3828–3832; Gluckman, E., Devergie,
A., Thierry, D., Eperou-Bourdeau, H., Traineau, R., Gerrota, J.,
Brossard, Y., Van Nifterik, J., & Benbunan,
M. (1992) Bone Marrow Transplant. 9, 114–117).
-
Reinigung von SBA-CD34+Zellen
-
Die mononukleären Zellen werden wie vorhergehend
beschrieben erhalten (Hatzfeld, J., Li, M.-L., Brown, E. L., Sookdeo,
H., Levesque, J.-P., O'Toole, T., Gurney, C., Clarck, S. C., & Hatzfeld, A.
(1991) J. Exp. Med. 174, 925–929).
Sehr kurz nach der Isolierung der mononukleären Zellen aus der Ficoll Hypaque,
werden die SBA- Zellen (Zellen die sich nicht an Sojaagglutin fixieren)
gereinigt, indem die zurückgebliebenen
Zellen, die an Sojaagglutin angehaftet sind, das auf kovalente Weise
unter Verwendung des AIS Verfahrens immobilisiert wurde, eliminiert
werden (Verfahren, das durch die Firma Applied Immune Sciences eingeführt wurde). (BSA
CELLector Flasks, Applied Immune Sciences Inc. Santa Clara, CA).
Die positive Selektion von CD34+ wird mit Kulturkolben erhalten,
die mit monoklonalen Antikörpern
CD34 ICHS bedeckt sind (CD34 CELLector Flasks, AIS), eine ausreichende
Anzahl von Malen gewaschen (bis zu 10 Mal) mit einer Salzlösung, die
mit Dulbecco-Phosphat gepuffert ist (das 1 EDTA-Medium enthält, um die
Eliminierung von Zellen sicherzustellen, die nicht angehaftet sind
und schwach angehaftet sind (CD34+schwach),
wie unter einem Umkehrmikroskop beobachtet (Hatzfeld J., Batard
P., Cardoso A. A., Li M.-L., und Hatzfeld A. Purification an in
vitro assay of early human hematopoietic progenitors. 205–221. In
Culture of Hematopoietic Cells. Freshney R. I., Pragnell I. B., Freshney
M. G., 1994).
-
Dieses Verfahren ergibt routineweise
eine Reinheit von 95 (± 3%)
von CD34 Zellen. Die isolierten CD34+SBA- Zellen werden anschließend durch
Inkubation von 2 Stunden bei 37°C
in einem Iscove-Medium, dass durch Dulbecco modifiziert wurde (IMDM),
lösgelöst, dem
10 prozentiges fötales
Kalbsserum (FCS) zugegeben wurde oder im StemGEM* Medium des CNRS
(Medium ohne Serum). Die Ablösung
der Zellen muss vollständig
sein, in Anbetracht der Tatsache, dass die Zellen, die eine erhöhte Menge
an CD34 Genen exprimieren, die am meisten unreifen Progenitoren
darstellen und am leichtesten abzulösen sind.
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Zusammensetzung
der Medien
-
Die Medien der Vorstimulation und
des Transfers sind StemGEM* Medien mit oder ohne Serum (CNRS Centre
National de 1a Recherche Scientifique UPR 9044 Villejuif France).
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Transduktionsverfahren
-
Die Linie der NB16 Zellen, eine Linie
von Zellen (Danos O., und Mulligan R. C.: Safe and efficient generation
of recombinant retroviruses with amphotropic and ecotropic host
ranges". Proc. Nantl. Acad. Sci. USA 85: 6460–6464, 1988), die die β-Galaktosidase
von E. coli expremieren (Strair, R. K., Towle, M., & Smith, B. R. (1990)
Nucleic Acids Res. 18, 47-4762) wird von J. M. Heard und O. Danos
geliefert. Diese Zellen werden in Kultur im DMEM-Medium gehalten,
eisenangereichertes Serum vom neugeborenen Kalb (Hyclone) zugegeben
wurde. Diese zelluläre
Linie produziert gewöhnlich
einen Überstand
mit einem Virusgehalt von 1 bis 5 × 105 Einheiten/ml.
Die CD34+ Zellen werden während
variierender Zeiten (50 000 CD34+ Zellen in 0,5 ml) vorstimuliert.
Sie werden anschließend während 40
Stunden auf NB16 Zellen mit 40% Konfluenz im StemGEM* Medium (CNRS)
co-kultiviert, dem 8 μl/ml
Polybren bei 37°C
mit 5% CO2 in einer feuchtigkeitsgesättigten
Atmosphäre
zugegeben wurde. Die CD34+ Zellen werden anschließend vorsichtig
abgelöst,
konzentriert und für klonogene
Essays getestet.
-
Klonogene Assays
in Methylzellulose
-
Die CD34+ Zellen werden in einer
Menge von 300–400
Zellen/ml gemäß einer
Modifikation eines Mischkolonietests von Fauser und Messner kultiviert
(Hatzfeld, J., Li, M.-L., Sookdeo, H., Levesque J.-P., O'Toole,
T., Gurney, C., Clarck, S. C., & Hatzfeld,
A. (1991) J. Exp. Med. 174, 925–929;
Fauser, A. A., & Messner,
H. A. (1979) Blood 53, 1023). Alle Kulturen werden wenigstens zweifach
hergestellt.
-
Einfärbung von Kolonien, bei denen
ein Transfer durchgeführt
wurde
-
Nach einer Inkubation von 14 bis
21 Tagen bei 37°C
in einer feuchtigkeitsgesättigten
Atmosphäre,
werden die Kolonien gezählt
und wie zuvor beschrieben eingeteilt (Zhou, Y.-Q., Stanley, E. R.,
Clarck, S. C., Hatzfeld, J., Levesque, J.-P., Federici, C., Watt,
S. M., & Hatzfeld,
A. (1988) Blood 72, 1870–1874).
Sie werden anschließend
durch das gleiche histochemische Verfahren eingefärbt, wie
dasjenige, das zum Bewerten des Gehalts eines Überstands verwendet wird, mit
X-Gal als Substrat (MacGregor, G. R., Nolan, G. P., Fiering, S., Roederer,
M., & Herzenberg,
L. A. (1991) Methods Mol. Biol. 7, 217–235) mit Ausnahme der Tatsache,
dass die Färbelösung (1
ml/Petrischale) zweifach konzentrierter als die anhaftenden Zellen
ist. Die Verfärbungsreaktion
wird die ganze Nacht durchgeführt.
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Statistische
Analyse
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Die Bedeutung der Unterschiede zwischen
den Behandlungsgruppen wird unter Verwendung des T Testes von Student
ermittelt.
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Ergebnisse
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Die Effizienz der Infektion von nls-Lac-Z
hängt von
einer Periode der Vorstimulation von 10 Stunden mit dem Anti-TGF-β ab.
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Die SBA-CD34+++ Zellen
(die unreifesten CD34 Zellen) werden mit einer erhöhten Wiedergewinnung von
Zellen des Kompartiments der Zelle einer Zelllinie gereinigt, von
denen CFU-GEMM (koloniebildende Einheit-Granulozyt/Erythrozyt/Makrophage/Megakaryozyt)
ein Teil bildet, die ein erhöhtes
Proliferationspotential (oberhalb von 105 Zellen)
besitzen, wie in Material and Methods beschrieben. Die Zellen werden
während
variierender Zeiten mit oder ohne Anti-TGF-β, wie in der Tafel 1 beschrieben,
vor der Cokultur mit den NB16 Zellen zur Infektion mit den retroviralen
Vektoren vorinkubiert. Wenn diese Zellen während 10 Stunden nur mit den Zytokinen
und ohne Anti-TGF-β vor
der Transduktion vorstimuliert werden, steigt die Effizienz des
Transfers von 1,1 auf 23,8%. Diese Erhöhung verdoppelt sich auf signifikante
Weise in Gegenwart des Anti-TGF-β Serums,
wobei sie sich von 23,8 auf 47,3% erhöht. Die Effizienz der Aktivierung
des Anti-TGF-β verschwindet während der Zeit
längerer
Präinkubation.
Die Perioden der Vorstimulation von 20 oder 48 Stunden, oder länger (nicht
dargestellt) mit oder ohne Anti-TGF-β Serum liefern ähnliche
Ergebnisse wie diejenigen, die nach 10 Stunden ohne Anti-TGF-β Serum beobachtet
wurden.
-
Effekt des Anti-TGF-β auf die
Effizienz des Transfers von nls-Lac-Z in verschiedenen Typen von
Progenitoren
-
Unter Berücksichtigung der Tatsache,
dass eine Stimulation von 10 Stunden in Gegenwart des Anti-TGF-β Serums zu
einer signifikanten Erhöhung
der Gesamtzahl der Kolonien mit Transduktion führt, hat man diese Bedingung
der Vorstimulation in den folgenden Experimenten verwendet. Die
Tabelle 2 gibt detailliert verschiedene Typen von Progenitoren wieder,
bei denen nach diesem Verfahren eine Transduktion durchgeführt wurde
und die relative Effizienz der Expression für jede von ihnen. Die am meisten
erhöhte
Effizienz der Expression wird mit den Progenitoren erhalten, die
am unreifsten sind, welche gemischte Kolonien sind, die von CFU-GEMM
abstammen. Diese Progenitoren ergeben Kolonien, die 1 bis 2 × 105 Zellen enthalten. Die 1 zeigt eine derartige Kolonie. Die 2 zeigt erythroide Zellen
mit einer Expression des homogenen nls-Lac-Z Gens in allen Zellen.
Die 3 gibt auf genauere
Weise die nukleare Lokalisation von β-Galactosidase in den Macrophagen
wieder und beweist die Abwesenheit einer nicht spezifischen Verfärbung in
dem Cytoplasma. Die Vorstimulation durch Anti-TGF-β erhöht die Effizienz
des Transfers von 54,5 auf 95% in dem CFU-GEMM (koloniebildende
Einheit-Granulozyt/Erythrozyt/Makrophage/Megacyryozyt),
von 43,8 auf 66,2% in dem BFU-E (Ausbruch bildende Einheit-Erythroid [burst
forming unit- erythroid]), von 3,5 auf 13,5% in dem CFU-GE (koloniebildende
Einheit-Granulozyt/Makrophage)
von 0 auf 9,3% in CFU-G (koloniebildende Einheit- Granulozyt) und
8,3 auf 22,2 in den CFU-M (koloniebildenden Einheit- Makrophage).
(Die Effizienz des Transfers wird im Verhältnis zu den Bedingungen der
Transfektion von CFU-GEMM in TGF-β erhöht).
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Die Vorstimulation durch Anti-TGF-β erhöht die Stabilität der Genexpression
während
der Entwicklung des CFU-GEMM.
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Unter Berücksichtigung der Tatsache,
dass die CFU-GEMM eine Unterpopulation des Kompartiments der Zelle
einer Zelllinie darstellen, welche einen Teil der hämatopoetischen
Langzeitwiederherstellung bilden (Lu, L., Xiaou, M., Shen, R.-N.,
Grisby, S., & Broxmeyer
H. E. (1993) Blood 81, 41–48),
hat man die Stabilität der
Genexpression während
der Entwicklung der CFU-GEMM in gemischten Kolonien analysiert.
In der Tabelle 3 sind die CFU-GEMM gemäß dem Prozentsatz der Zellen,
die nls-Lac-Z exprimieren im Inneren von jeder Kolonie eingeteilt.
Die Vorstimulation durch das Anti-TGF-β Serum erhöht die Zahl der Kolonien, die
von 90-100% Zellen enthalten, die das nls-Lac-Z gen exprimieren.
Der CFU-GEMM entwickelt sich nicht in den Kulturen von Zellen, die
nicht durch ein Anti-TGF-β Serum
vorstimuliert werden. Im Gegenteil stellt diese Unterpopulation
41,2% der ganzen CFU-GEMM dar, bei denen die Vorstimulation durch
das Anti-TGF-β Serum durchgeführt wurde.
-
Man hat bestimmt, ob die Größe der Kolonien
durch den Transfer modifiziert wird. Man hat beobachtet, dass die
Zahl der Zellen sich nicht signifikant in den Kolonien unterscheidet,
bei denen eine Transduktion durch nls-Lac-Z durchgeführt wurde, im Verhältnis zu
denjenigen, bei denen diese nicht durchgeführt wurde. Tabelle
1
-
Die Zahl der Kolonien wird mit 10
3 Zellen/Medium, die in der Methylzellulose
kultiviert wurden, wie in Material und Verfahren beschrieben, erhalten. Tabelle
2
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Dies ist das Ergebnis eines Experiments
von drei ähnlichen
Experimenten. Tabelle
3
-
Die Ergebnisse stellen den Durchschnitt
(± SD)
von 3 unabhängigen
Experimenten dar. Tabelle
4
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Die NB16 Zellen sind Abwesenheit
oder in Anwesenheit von Anti-TGF-β oder
Anti-Interferon kultiviert worden.
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Die Überstände werden anschließend zu
den nicht konfluenten Kulturen von 3T3 Zellen hinzugegeben. Wenn
die Zellen konfluent sind, werden diese durch das X-Gal eingefärbt und
die viralen Mittelpunkte werden gezählt und die Menge wird durch
die Zahl der viralen Mittelpunkte multipliziert mit dem Kehrwert
der Verdünnung
des Anfangsüberstands
ausgedrückt
(CFU: Colony Forming Unit).
-
Die Zugabe von Anti-TGF-β oder Anti-Interferon
während
der Cokultur kann den Prozentsatz des Transfers (nicht gezeigtes
Ergebnis) in den hämatopoetischen
Zellen durch einen Effekt direkt auf die Produktionslinie erhöhen. Die
Tabelle 4 zeigt so, dass wenn man NB16 Zellen von Anti-TGF-β oder ein
virales Mittel, wie ein Anti-Interferon, zugibt, man die Menge des Überstands
erhöht.
So erhöht
sich der Überstand,
der nach Behandeln mit Anti-Interferon
erhalten wird, um das 11-fache der Zahl der Infektionsherde und
mit Anti-TGF-β nimmt
dieser um das 6-fache
zu.
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Beispiel 2
-
Nachstehend werden die erhaltenen
Ergebnisse in den Vergleichsversuchen der Vorstimulation mit oder
ohne Anti-Inhibitor des Zellzyklus angegeben.
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Ziel des Experiments:
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Man versucht, aus der Phase des Ruhezustands
der primitiven Progenitoren auszutreten, welche unter der Steuerung
eines TGF-β Autokrins
stehen. Dieses Austreten wird nach einer Zeit kurzer Stimulation
(10 Stunden) erhalten, dann wird das Phänomen durch Kultivierung halbfester
aktivierter Progenitoren und Ablesung der Zahl der gemischten Kulturen
nach 21 Tagen der Kultur unter Beweis gestellt. (Fauser A. A. und Messner
H. A. (1979), Identifizierung von Megakaryozyten, Makrophagen und
Eosinophilen in Kolonien von menschlichen Knochenmark, das neutrophile
Granulozyten und Erythroplasten enthält. Blood, 53: 1023–1027).
-
Experimentelle Vorgehensweise:
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Reinigung von CD34+ Zellen des Nabelschnurbluts.
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Die Zellen werden in zwei verschiedenen
Basismedien inkubiert.
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A: GTL-Medium
-
B: flüssiges Standardmedium mit 10%
fötalem
Kalbsserum.
-
Die Zusammensetzung des GTL-Mediums
wird in dem folgenden Artikel "Specific role of lipids, transferrin
and insulin in defined media for cells of the human hematopoietic
and immune systems" J. Hatzfeld, A. Hatzfeld, J. Maigne, M. Sasportes,
R. Willis and D. B. Mc Clure in Cold Spring Harbor Conferences on
Cell proliferation Band 9, Growth of Cells in hormonally defined
media, 1982, Seiten 703-710
beschrieben.
-
Die Zusammensetzung des GTL-Milieus
ist wie folgt:
-
IMDM: Basismedium
+1 mg/ml albumines
Rinderserum, entfettet mit 5 μg/ml Ölsäure, 5 μg/ml Linolsäure, 1 μg/ml Palmitinsäure wieder
hergestellt,
+ Transferin 5 μg/ml
("Specific role of lipids, transferrin and insulin in defined media
for cells of the human hematopoietic and immune systems" J. Hatzfeld,
A. Hatzfeld, J. Maigne, M. Sasportes, R. Willis and D. B. Mc Clure
in Cold Spring Harbor Conferences on Cell proliferation Band 9,
Growth of Cells in hormonally defined media, 1982, Seiten 703–710).
-
Zusammensetzung des Standardmilieus
ist wie folgt:
IMDM+ 10% fötales
Kalbsserum
1 mg/ml albumines Rinderserum
2 mM Glutamin
10 μm/ml Transferrin
4 × 10–5 M β- Mercaptoethanol.
-
Zu diesen zwei Basismilieus werden
sechs wenigstens der folgenden Zytokine gegeben: ILl, IL2, IL3, IL4,
ILS, IL6 IL7, IL11, GCSF, SF, EPO, GM-CSF, FL, TPO, FGF, Insulin
oder Synthokine, die die den Zytokine entsprechenden Rezeptoren
aktivieren.
-
In jeder Gruppe der Medien A und
B testet man die folgenden Bedingungen:
-
- 1) Kontrolle: Es wird nichts anderes zugegeben,
- 2) Zugabe eines Anti-TGF-β Antikörpers, der
von StemGEM*CNRS, 7 rue Guy Môquet,
94801 Villejuif, FRANCE stammt.
-
Die Zellen werden während 10
Stunden bei 37°C,
5% CO2 in einen Inkubator gestellt; 1000
Zellen in 0,4 ml Medium.
-
Am Ende der Vorstimulationsperiode,
gibt man 2,1 ml festes Medium zu den Zellen. Man überlässt sie der
Inkubation während
21 Stunden bei 27°C,
5 CO.
-
Ergebnisse:
-
Jede Ziffer gibt den Durchschnitt
von zwei Behältern
wieder. Es werden nur die Zählungen
der gemischten Kolonien (Kolonien, die aus roten Zellen + einen
oder mehrere Typen der Linien von weißen Zellen zusammengesetzt
sind) dargestellt, die von den unreiferen Zellen abstammen.
-
-
Beispiel 3:
-
Im Übrigen hat man verifiziert,
dass die Kombination von weiter entwickelten Faktoren, als die bereits verwendeten
keinen genauso effizienten Effekt besitzen wie das Anti-TGF-β.
-
Man hat zahlreiche Kombinationen
von Zytokinen, die weiterentwickelt sind als die vorhergehenden, in
den Kulturen mit oder ohne Anti-TGF-β untersucht. Man beobachtet,
dass bestimmte Kombinationen von Zytokinen einen ähnlichen
Effekt wie der Effekt des Anti-TGF-β auf die Kolonien haben können, die
sich schnell entwickeln und folglich von späten bereits aktivierten Progenitoren
abstammen. Im Gegensatz dazu kann der Effekt Anti-TGF-β nicht durch
irgendeine Kombination von Zytokinen für die Entwicklung von Kolonien
in 18 Tagen ersetzt werden.
-
Im Übrigen, wenn es bekannt wäre, dass
die Zytokine den Rmphotropenrezeptor der verwendeten Retroviren
für einen
Gentransfer einführen,
hat man dank der Erfindung gezeigt, dass das Anti-TGF-β die Expression
der Rezeptoren von Zytokinen fölglich
ihre Wirkung, folglich die Expression von Amphotropenrezeptoren, folglich
den Gentransfer erhöht.
Die Erhöhung
der Expression der Rezeptoren der Zytokinen für das Anti-TGF-β ist insbesondere
gut für
die Zellen im Erholungszustand.
-
Beispiel 4:
-
Das Experiment unter der Bedingung
von unizellulären
Kulturen (schwache Zellen CD34+CD38–),
den Effekt des FL/bFGF (Ligand Flik/Fibraoplastenwachstumsfaktor)
und Antikörper
Anti-TGF-b, der von StemGEM* abstammt) in dem folgenden Milieu:
Milieu B: Serum /IL3/IL6/SF/GCSF) bei J0, und Milieu B + GMCSF +
EPO bei J12.
-
Man hat vier Bedingungen des Kulturmediums
verwendet:
-
- 1. Standardmedium mit 24% fötalem Kalbsserum und 4 Zytokinen
(IL3, IL6, SF, GCSF),
- 2. Standardmedium mit 10% fötalem
Kalbsserum und 4 Zytokinen (IL3, IL6, SF, GCSF) + FL/bFGF,
- 3. Standardmedium + Anti-TGF-β Antikörper (stammt
von StemGEM*).
- 4. Standardmedium + FL/bFGF + Anti-TGF-β Antikörper ( stammt von StemGEM*).
-
Ergebnisse:
-
Die vier Bedingungen ergebend die
folgenden Resultate: Für
das Einsetzen des Zyklus der Zellen:
-
- 1. 50% der Zellen ergeben Klone von mehr als
100 Zellen,
- 2. 75% der Zellen ergeben Klone von mehr als 100 Zellen,
- 3. 75% der Zellen ergeben Klone von mehr als 100 Zellen,
- 4. 75% der Zellen ergeben Klone von mehr als 100 Zellen.
-
Es ergibt sich somit kein Additionseffekt
in dem Vergleich 4).
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- 1. Es scheint sich um die gleiche Population
zu handeln.
– Für die Proliferation
ergeben die Bedingungen 2 und 3 die folgenden Ergebnisse:
- 2. 15–20%
der Klone enthalten mehr als 104 Zellen,
- 3. 50% der Klone enthalten mehr als 104 Zellen.
- Folglich ist der Anti-TGF-β Antikörper effizienter
als das FL/bFGF.
-
- – Auf
die Natur der erhaltenen Zellen:
- – Mit
der Kombination erhält
man vor allem G und M (reifere Zellen), das heißt, Granulozyten und Monozyten,
- – Mit
den Kombinationen 3 und 4 erhält
man vor allem rote Zellen und gemischte (das heißt eine Mischung von roten
Zellen und weißen
Zellen).
-
Folglich induziert der Antikörper das
Einsetzen eines Zyklus von früheren
Zellen, als dies nur mit dem Anti-TGF-β Antikörper der
Fall ist, wobei man die erythroiden oder gemischten Wege stimuliert.
-
Die Gesamtheit dieser Ergebnisse
ermöglicht
es die Vorteile der kurzen Behandlung durch Anti-TGF-β gemäß der Erfindung
auszuüben.
-
Alle Veröffentlichungen, die den Transfer
von Genen betreffen, bestehen auf den beiden wichtigen Parametern
eines effizienten Transfers: ein überstand mit einem erhöhten viralen
Gehalt das Einsetzen eines Zyklus der Zelle zum Infizieren. Das
ist der Grund aus welchem man die Zellen einer Zelllinie mit Zytokinen
stimuliert. In den Veröffentlichungen
wird die Stimulation während
mehr als 72 Stunden durchgeführt
und betrifft die bereits im Zyklus befindlichen Zellen. Am Ende
von 72 Stunden haben viele von diesen Zellen bereits damit begonnen,
sich zu differenzieren. Die Zellen, welche infiziert sind, sind
viel weniger unreif als am Anfang. Mit dem Anti-TGF-β, und unter
Bestätigung
des Verfahrens der Erfindung werden Zellen in einer so kurzen Zeit stimuliert
und sind Zellen, am Anfang im Ruhezustand. Sie haben nur die Zeit
in den Zyklus einzutreten ohne sich zu differenzieren oder wenig.
Das Verfahren der Erfindung ermöglicht
es, in die Phase des Ruhezustands sofort nach dem Transfer von Genen
wieder einzutreten, dank einer kurzen Behandlung durch das TGF-β. Folglich
sind die Zellen, die transfiziert sind, viel unreifer, was das Ziel
ist, das in der genetischen Therapie erreicht werden sollte, die
die Zellen einer hämatopoetischen
Zelllinie verwendet. Dieses Verfahren auf andere Typen von Zellen
anwendbar, indem man eventuell andere Anti-Inhibitoren des Zellzyklus
verwendet (Anti RB: Anti-Gen der Susceptibilität gegenüber Retinoblastom, Anti INK:
Anti-Inhibitor von
Kinase, etc.).
-
Diese Anti-Inhibitoren können Anti-Sens-Oligonukletotide,
blockierende Antikörper,
natürliche
oder synthetische Inhibitoren sein.