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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Pasteurisierung einer kontinuierlichen Reihe von
Produkten in einer Vorrichtung, die einen Erhitzungsbereich, einen
Pasteurisierungsbereich und einen Kühlbereich sowie Fördermittel zum Befördern der Produkte durch die
Bereiche in der angeführten Reihenfolge in einer gleichmäßigen Bewegung vom
Eingang der Vorrichtung zum Ausgang davon aufweist, wobei Erhitzen, Pasteurisieren und
Kühlen durch Wärmeübergang zwischen den Produkten und einem Fluid, vorzugsweise
Wasser, erfolgen, welches über die Produkte gesprüht wird, wobei die Bereiche in
Zonen geteilt sind, die sich in Bewegungsrichtung der Produkte erstrecken, und die
Temperatur des Wassers in der jeweiligen Zone der für die Zone gewünschten Abfolge des
Wärmeübergangs angepasst ist.
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Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Verwendung bei der Umsetzung des
Verfahrens, wobei die Vorrichtung einen Erhitzungsbereich, einen
Pasteurisierungsbereich und einen Kühlbereich, sowie Fördermittel zum Befördern der Produkte durch die
Bereiche in der angeführten Reihenfolge in einer gleichmäßigen Bewegung vom
Eingang der Vorrichtung zum Ausgang davon aufweist, wobei Erhitzen, Pasteurisieren und
Kühlen durch Wärmeübergang zwischen den Produkten einem Fluid, vorzugsweise
Wasser, erfolgen, welches über die Produkte gesprüht wird, wobei die Bereiche in
Zonen geteilt sind, die sich in Bewegungsrichtung der Produkte erstrecken, und die
Temperatur des Wassers in der jeweiligen Zone der für die Zone gewünschten Abfolge des
Wärmeübergangs angepasst ist.
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Bei der Herstellung von Produkten, die durch eine bakterielle Flora leicht verderblich
sind, ist es wohlbekannte Technik, die bakterielle Flora durch Pasteurisation zu
zerstören, was in dem Fall einer kontinuierlichen Reihe von Produkten mit einem sog.
Tunnelpasteuriseur erreicht wird.
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Eine kontinuierliche Reihe von Produkten, die notwendigerweise pasteurisiert werden
muss, um Qualitäten bezüglich der Haltbarkeit zu erreichen, ist beispielsweise aus der
Brauereiindustrie, in der Form von Bier oder ähnlichen Produkten, die in Flaschen
enthalten sind, bekannt.
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Tunnelpasteuriseure sind z.B. aus der DK-Patentschrift 161,618, US-Patentschrift Nr.
4,490,401 und Nr. 4,441,406, GB-Patentschrift Nr. 2,182,542 und EP-Patentschrift Nr.
0,437,499 bekannt.
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Bei den bekannten Tunnelpasteuriseuren werden die Produkte in einer gleichmäßigen
fortschreitenden Bewegung von dem Eingang zu dem Ausgang pasteurisiert. Nährend
dieser Bewegung werden die Produkte graduell erhitzt, wobei die Pasteurisierung
erreicht wird, und normalerweise wird eine graduelle Abkühlung stattfinden, um schließlich
den Pasteurisierungsprozess zu stoppen. Die Vorrichtungen können daher in einen
Erhitzungsbereich, einen Pasteurisierungsbereich und einen Kühlbereich in dieser
Reihenfolge unterteilt werden.
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Alle bekannten Tunnelpasteuriseure umfassen nicht notwendigerweise einen Heiz- und
Kühlbereich, in der Brauereiindustrie ist dies jedoch normalerweise der Fall, da der
Zweck der graduellen Erhitzung und der graduellen Kühlung wenigstens zum Teil der
ist, einer Zerstörung der Behälter der Produkte, die normalerweise in Glasflaschen sind,
als Folge einer abrupten Temperaturänderung vorzubeugen und zum Teil einen
Wärmeaustausch zwischen den Erhitzungs- und Kühlbereichen zu benutzen.
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Der Wärmeübergang zu den Produktbehältern wird normalerweise durch Besprühen des
Behälters mit einem erhitzten Fluid, vorzugsweise Wasser, erreicht, während die
Produkte auf einem Förderband, durch das das Sprühwasser hindurchtreten kann, entlang
der Vorrichtung vorwärts bewegt werden. In einem solchen Fall sind Bodenbehälter
unterhalb des Transportbandes vorgesehen und von dort kann das Sprühwasser auf ein
höheres Niveau gepumpt werden, mit der Folge, dass das Sprühen fortgesetzt werden
kann.
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Die Temperatur des Sprühwassers in den jeweiligen Zonen ist sorgfältig entsprechend
den Produkten, der Länge der Zonen in der Vorrichtung und der Geschwindigkeit der
Transportbänder angepasst, damit die Produkte einen vorgeschriebenen Grad an
Pasteurisierung erhalten.
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Bei den bekannten Pasteuriseuren wird das Wasser mittels Wärmequellen erhitzt, die
die Gestalt von Körpern haben können, die durch Elektrizität beheizt werden und im
Wasser eingetaucht sind. Das Wasser kann auch einfach durch Zuführen von Dampf in
das Wasser erhitzt werden.
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Normalerweise werden Wärmetauscher zum Erhitzen des Wassers in den Zonen
verwendet, wobei die Wärmetauscher mit der jeweiligen Zonen verbunden sind, in denen
die Produkte erhitzt werden sollen. Wasser und Dampf werden durch ihren eigenen
separaten Kreislauf zugeführt, wobei der Dampf in den meisten bekannten Vorrichtungen
von einer gemeinsamen Dampfversorgungsquelle unter Anwendung sog. Analogventile
für die Kontrolle des Dampfzutritts für den Wärmetauscher, der in der jeweiligen Zone
vorgesehen ist, zugeführt wird.
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In den Vorrichtungen, die in den zwei obenerwähnten US-Patentschriften Nr. 4,490,401
und Nr. 4,441,406 beschrieben sind, ist ebenfalls, zusätzlich zu den mit den jeweiligen
Erhitzungszonen verbundenen Wärmetauschem, eine zentrale Wärmequelle, die einen
Heißwasservorratsbehälter umfasst, vorgesehen. Der Heißwasservorratsbehälter enthält
Wasser, das dadurch erhitzt worden war, dass es über warme Produkte versprüht
wurde, die gekühlt werden sollen. Das Wasser wird dann als Puffervorrat benutzt, das im
Anschluss an einen Ausfall der Gerätschaft in dem Tunnelpasteuriseur verwendet
werden soll, wobei das Wasser zu den jeweiligen Zonen über Analogventile, die mit jeder
jeweiligen Zonen verbunden sind, verteilt wird.
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Es wird verstanden werden, dass sich Analogventile, im Gegensatz zu Ventilen, die
entweder offen oder geschlossen (An/Aus-Ventile) sind, auf Ventile bezieht, die
eingestellt werden können, um eine bestimmte Menge an Fluid zu liefern.
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Bei der Anwendung von Erhitzungssystemen mit Wasser/Dampfwärmetauschern in
jeder jeweiligen Zone, werden die Rohrleitungen und die Ventile zur Kontrolle der
Sprühflüssigkeit und des Dampfes sehr komplex und anfällig, und die Anzahl der
Analogventile für den Dampf wird minimalerweise gleich der Anzahl der Wärmetauscher.
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Leckagen in den Analogventilen für Dampf sind, nachdem sie für einige Zeit benutzt
wurden, häufig. Bei Analogventilen für Dampf in einer herkömmlichen Vorrichtung, bei
der für jede jeweilige Zone Wärmetauscher zur Verfügung gestellt sind, entsprechen
Leckagen einem unkontrollierten Erhitzen des Sprühfluids, das den Wärmetauscher
passiert, und die Folge davon ist, ein unangemessener Verbrauch an Kühlwasser, um
die Temperatur des Sprühwassers unten, bei der voreingestellten Temperatur der Zone,
während einer konstanten und gleichmäßigen Bewegung des Transportbandes bei
normalem Betrieb, zu halten.
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Trotz dieser Nachteile sind die bekannten Vorrichtungen normalerweise bei Betrieb
zuverlässig. Nichtsdestoweniger kann jeder Ausfall der Gerätschaft in wesentlich
komplexeren Vorrichtungen verursachen, dass das Transportband einer Vorrichtung
angehalten werden muss oder seine Geschwindigkeit zumindest reduziert muss, um eine
Anhäufung von Produkten zu vermeiden.
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Die Folge ist, dass, falls die Temperatur der Sprühflüssigkeit beibehalten wird, Produkte,
die noch in der Pasteurisierungszone sind, überpasteurisiert werden.
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Falls jedoch diese Temperaturen erniedrigt werden, gibt es das Risiko, dass die
Produkte, die noch in der Zone sind, wenn der Ausfall der Gerätschaft beendet ist,
unterpasteurisiert werden, falls das Erhitzen nicht ausreichend schnell stattfinden kann.
Unterpasteurisierung ist schlimmer als Überpasteurisierung, da Unterpasteurisierung die
Haltbarkeit der Produkte beträchtlich reduziert.
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Verfügung zu
stellen, zur Vermeidung der Nachteile, die mit einer komplexen Rohranordnung und
Leckage bei Analogventilen für Dampf verbunden sind, sowie auch zur Kontrolle der
Temperatur des Sprühwassers während und nach einem Ausfall von Gerätschaft, mit der
Folge, dass ein schnelleres Wiedererhitzen bei unterpasteurisierten Produkten,
nachdem der Ausfall der Gerätschaft beendet ist, im Vergleich zu den bisher bekannten
Techniken, und dass Überpasteurisierung der Produkte während des Ausfalls der
Gerätschaft ebenfalls vermieden wird.
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Diese Aufgabe wird mittels eines Verfahrens in der Weise, wie in der Einleitung
beschrieben, gelöst, wobei das Verfahren dadurch vorteilhaft ist, dass Heißwasser unter
niedrigem Druck aus einem Heizaggregat entnommen wird, das einen wärmeisolierten
Vorratsbehälter und eine gemeinsame Wärmequelle umfasst, wo das Wasser ständig
durch das Heizaggregat zirkuliert, dass das Heißwasser in einer kontrollierten Menge
direkt jeder Zone, in der die Produkte erhitzt werden sollen, zugefügt wird, und dass das
Heißwasser in dem Aggregat auf einer Temperatur gehalten wird, die erheblich höher
als die Temperatur des Sprühwassers in der Zone mit der höchsten Temperatur ist.
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Mittels dieses Verfahrens werden eine beträchtliche Vereinfachung als auch ein höherer
Grad an Betriebszuverlässigkeit erreicht, und zwar in einer Vorrichtung zur Verwendung
für die Umsetzung des Verfahrens, wobei zusätzlich erreicht wird, dass die Produkte in
einer sehr kurzen Zeit, die einem Ausfall von Gerätschaft folgt, ohne einen großen
Spitzenverbrauch von Dampf, erhitzt werden können, und zwar wegen der Wärmeenergie,
die in dem Vorratsbehälter gespeichert ist, mit der Folge, dass Unterpasteurisierung in
den Zonen vermieden wird, in denen die Temperatur des Sprühwassers niedriger als
eine vorbestimmte Referenztemperatur wurde.
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Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Verwendung bei der Umsetzung von
dem Verfahren und ist von der Weise, die in der Einleitung beschrieben ist, wobei die
Vorrichtung dadurch vorteilhaft ist, dass die Vorrichtung ein Heizaggregat aufweist, das
einen wärmeisolierten Vorratsbehälter, eine gemeinsame Wärmequelle, die an den
Vorratsbehälter angeschlossen und ausgebildet ist, um das Wasser zu erhitzen und das
Wasser ständig in dem Vorratsbehälter zirkulieren zu lassen, eine erste Rohrleitung, die
sich vom Heizaggregat wegerstreckt und eine gemeinsame zweite Rohrleitung für die
Kaltwasserzufuhr umfasst, dass die Rohrleitungen an jeder Zone miteinander verbunden
sind, um über ein Drei-Wege-Ventil erhitzt zu werden, dessen dritter Kanal über ein
analoges Ventil zur Einleitung von Sprühwasser in der Zone an eine dritte Rohrleitung
angeschlossen ist und dass das Heizaggregat ausgebildet ist um das Wasser auf einer
Temperatur zu halten, die die Temperatur des Sprühwasser in der Zone mit der
höchsten Temperatur erheblich übersteigt.
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Hierdurch wird eine erhebliche Vereinfachung der gesamten Rohranordnung in der
Vorrichtung erreicht, mit der Folge, dass die Kontrolle der jeweiligen Ventile weniger
aufwendig wird und ein höherer Grad an Betriebszuverlässigkeit erreicht wird.
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Mit der Anwendung eines Wasser/Dampfwärmetauschers als Wärmequelle in der
Vorrichtung gemäß der Erfindung, ist die Anzahl an Analogventilen für Dampf minimiert, so
dass sie nur ein einzelnes analoges Dampfventil umfasst, und zwar das
Analogdampfventil, das den Dampf zu dem gemeinsamen Wärmetauscher führt, was zur Folge hat,
dass häufige Leckagen, die von der großen Anzahl der analogen Dampfventile der
bekannten Vorrichtungen bekannt sind, vermieden werden.
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Eine Leckage dieses einzelnen analogen Dampfventils hat nur einen kleineren Effekt
auf den gesamten Effekt der Vorrichtung und den gesamten Kühlwasserverbrauch, weil
das Wasser in dem Vorratsbehälter ständig durch den Wärmetauscher zirkuliert und
immer noch Erhitzen ausgesetzt ist.
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Die abhängigen Ansprüche betreffen bevorzugte Verfahren bzw. bevorzugte
Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Verwendung für die Umsetzung des Verfahrens,
wobei die Vorteile des Inhalts der abhängigen Ansprüche im Folgenden beschrieben
werden.
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Das Verfahren gemäß der Erfindung wird im Detail im Folgenden beschrieben, und zwar
auf der Basis einer Tunnelpasteuriseurvorrichtung, die z.B. in der Brauereiindustrie
verwendet wird, um Produkte zu pasteurisieren, um die Haltbarkeit hiervon zu erhöhen,
wobei die Vorrichtung Teil einer Flaschenabfülleinheit, z.B. für die Produktion von Bier
oder ähnlichen Produkten in Glasflaschen, bildet. Weiterhin wird das Verfahren unter
Bezug auf die Zeichnung beschrieben, die isometrisch einen Tunnelpasteuriseur gemäß
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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In der Zeichnung ist ein Teil des Endes eines Tunnelpasteuriseurs gemäß der Erfindung
dargestellt, wobei sich auf die Vorrichtung im Allgemeinen mit der Bezugsziffer 1
bezogen wird.
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Zwei Transportbänder 2a, 2b führen zum Ende der Vorrichtung und am Ende jedes
Transportbandes sind Geländer 4a, 4b vorgesehen, um die Flaschen umzulenken, die
auf dem Band sind, mit der Folge, dass die Flaschen längs durch die Vorrichtung 1
transportiert werden. Die Transportbänder werden durch Motoren 3a, 3b angetrieben.
Die Vorrichtung 1 hat an dem dargestellten Ende ein Heizaggregat, das einen
wärmeisolierten Vorratsbehälter 5 umfasst, der an der Endwand mit einem Loch 6 für den
Zugang zu dem Inneren des Vorratbehälters 5 für Wartungszwecke vorgesehen ist.
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Auf der Oberseite der Vorrichtung 1 über den Transportbändern 2a, 2b ist ein
Wärmetauscher 7 vorgesehen, der ausgebildet ist, Wasser mittels Dampf zu erhitzen, der durch
ein Rohr 8 von einer Dampfversorgungsquelle zugeführt wird, die nicht dargestellt ist,
wobei die Dampfzufuhr durch ein Analogventil für Dampf kontrolliert wird, das ebenfalls
nicht dargestellt ist.
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Das Wasser wird durch ein erstes Rohr 9 zu dem Wärmetauscher 7 transportiert und
fließt durch ein zweites Rohr 10 nach Erhitzen wieder aus, wobei das Wasser mittels
einer Pumpe unter niedrigem Druck durch den Wärmetauscher 7 und den
Vorratsbehälter 5 in geheiztem Zustand zirkuliert wird, wobei die Pumpe nicht in der Zeichnung
dargestellt ist.
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Das Wasser wird in dem Wärmetauscher 7 erhitzt und auf einer Temperatur gehalten,
die erheblich die Temperatur des Sprühwassers in der Zone mit der höchsten
Temperatur übersteigt, wie im Weiteren beschrieben wird. Das Wasser ist so vorteilhafterweise
auf zwischen 80ºC und 90ºC erhitzt.
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Der wärmeisolierte Vorratsbehälter 5 ist so entworfen, dass er eine große
dreidimensionale Kapazität hat.
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Das erste Rohr 9 und das zweite Rohr 10 erstrecken sich entlang der Seite der
Vorrichtung 1 zwischen dem Vorratsbehälter 5 und dem Wärmetauscher 7. Bei dem zweiten
Rohr 10 ist ein erstes Ventil 11 vorgesehen, mit dem Zweck, den Kreislauf des
Heißwassers zu öffnen und zuzuschließen.
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Eine erste Rohrleitung 12 ist zwischen dem Wärmetauscher 7 und dem ersten Ventil 11
angeschlossen, wobei sich die Rohrleitung entlang der Seite der Vorrichtung 1 entlang
der Zonen erstreckt, so wie das im Folgenden beschrieben wird.
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Das erste Ventil 11 ist ein sog. Offen/Geschlossen-Ventil (An/Aus-Ventil), das
ausgebildet ist, um entweder heißes Wasser passieren zu lassen oder ein Passieren zu
verhindern. Falls heißes Wasser durch das An/Aus-Ventil 11 passiert, wird der Druck in dem
zweiten Rohr 10 niedrig sein, mit der Folge, dass nur eine kleine Menge Wasser in die
erste Rohrleitung 12 gedrückt wird, selbstverständlich vorausgesetzt, dass keine offenen
Abzapfhähne entlang der ersten Rohrleitung 12 vorhanden sind.
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Im Gegensatz hierzu wird eine große Menge an heißem Wasser in die erste Rohrleitung
12 bei der gegenteiligen Bedingung gedrückt, falls das An/Aus-Ventil so eingestellt ist,
dass das Passieren von heißem Wasser in der Richtung zu dem Vorratsbehälter 5
abgesperrt ist.
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Eine zweite Rohrleitung 13, die Kaltwasser führt, erstreckt sich parallel zu der ersten
Rohrleitung 12 entlang der Vorrichtung 1.
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Die Vorrichtung ist in eine Anzahl von Bereiche unterteilt, die wenigstens einen
Erhitzungsbereich, einen Pasteurisierungsbereich und einen Kühlbereich umfassen, und
diese Bereiche können in eine Anzahl von Zonen 14a, 14b, ..., 14n unterteilt sein.
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Jede der Zonen 14a, 14b, ..., 14n umfasst jede einen Bodenbehälter 15a, 15b, ..., 15n
und eine Rohrleitung 16a, 16b, ..., 16n, die Wasser aus dem Bodenbehälter '15a, 15b,
15n zu dem oberen Teil der Zone führen kann, von dem das Wasser in einer Weise,
die nicht detailliert dargestellt ist, und über die Produkte runter rieseln kann, die durch
die Vorrichtung transportiert werden, wobei das Wasser von dem Bodenbehälter mittels
Pumpen 17a, ..., 17b, ..., 17n hochgepumpt wird. Die Zonen werden durch Abdeckung
18a, 18b, ..., 18n geschlossen.
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Die Zone 14a, die am nächsten zu dem Heizaggregat angeordnet ist, stellt einen
Erhitzungsbereich dar, der für das anfängliche Erhitzen der Produkte ausgebildet ist und
wird, wie benötigt, mit Wasser von der ersten Rohrleitung 12 durch Öffnen eines zweiten
Offen/Geschlossen-Ventils 21 (An/Aus-Ventil) eines Rohrs 22 versorgt, wobei das Rohr
22 von der ersten Rohrleitung 12 nach unten zu dem Bodenbehälter 15a führt.
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Bei jeder Zone, z.B. 14b, bei der Zufuhr von heißem oder kaltem Wasser benötigt wird,
sind die erste Rohrleitung 12 und die zweite Rohrleitung 13 über ein Drei-Wege-Ventil
19b verbunden. Die dritte Leitung des Drei-Wege-Ventils 19b ist mit der Rohrleitung 16b
über ein Analogventil 20b verbunden.
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Entweder kann heißes Wasser von der ersten Rohrleitung 12 oder kaltes Wasser von
der zweiten Rohrleitung 13 zu dem Analogventil 20b mittels des Drei-Wege-Ventils 19b
geführt werden.
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Solange wie die Temperatur des Sprühwassers in der Zone 14b innerhalb der
vorbestimmten Temperatur ist; die beispielsweise vorbestimmt sein kann, ungefähr 65ºC zu
sein, sind das Drei-Wege-Ventil 19b und das Analogventil 20b geschlossen gehalten, so
dass kein Wasser zu der Rohrleitung 16b zugeführt wird.
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Unter diesen Umständen wird eine konstante Menge Wasser in der Zone 14b am
zirkulieren sein.
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Falls jedoch die Temperatur des Sprühwassers von der vorbestimmten Temperatur in
der Zone 14b abweicht, kann eine bestimmte Menge an heißem oder kaltem Wasser, in
Abhängigkeit von der Einstellung des Drei-Wege-Ventils 19b und des Analogventils 20b,
von dem Analogventil 20b in die Rohrleitung 16b zugeführt werden, wobei die
Temperatur des Sprühwassers in der Zone 14b wie benötigt erhöht oder reduziert werden
kann.
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Die Menge an Wasser in der Zone 14b wird sich so erhöhen und die Überschussmenge
an Wasser wird durch einen Überfluss an dem Bodenbehälter 15b weggeführt und wird
von dort über ein Rückführrohr 24 zu dem Vorratsbehälter 5 in dem Heizaggregat
zurückgeführt.
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Die Produkte fahren fort, durch die Vorrichtung und in den Kühlbereich vorzuschreiten,
der in der Zeichnung nicht dargestellt ist, und in dem die Produkte herunterdekühlt werden.
Wenn die Produkte nicht runtergekühlt werden, wird die Anzahl der PU
(Pasteurisiereinheiten) fortfahren, zuzunehmen.
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Im Kühlbereich wird der Zone oder den Zonen wie benötigt von der zweiten Rohrleitung
13 Kaltwasser zugeführt und zwar durch Öffnen eines Offen/Geschlossen-Ventils
(An/Aus-Ventil) einer Leitung, die von der zweiten Rohrleitung 13 runter zu dem
Bodenbehälter führt, in ähnlicher Weise wie für die Anordnung in Zone 14a beschrieben.
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Für den Fall, dass das Transportband wegen eines Ausfalls von Gerätschaft weiter
voran in der Flaschenabfülleinheit angehalten werden muss, werden die Produkte, die in
den wärmeren Zonen des Erhitzungsbereichs sind, einen höheren Grad an
Pasteurisierung, als den vorbestimmten Grad während des stationären Betriebs der bekannten
Vorrichtung, erreichen, was bereits auftritt bevor es in den Pasteurisierungsbereich eintritt.
Wenn die Vorrichtung später wieder gestartet wird, werden diese Produkte daher
überpasteurisiert werden.
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Produkte, die während eines Ausfalls der Gerätschaft in dem Pasteurisierungsbereich
sind, werden dem warmem Sprühwasser während der gesamten Dauer der
Unterbrechung ausgesetzt werden und werden daher einen Grad an Pasteurisierung erreichen,
der den vorgeschriebenen Grad bei Weitem überschreitet.
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Dieses Problem wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, dass das Drei-Wege-Ventil
19b für den Zutritt von Kaltwasser aus der zweiten Rohrleitung 13 zu dem Analogventil
20b geöffnet wird, wobei das Analogventil 20b selber geöffnet ist, um das kalte Wasser
zu der Rohrleitung 16b zu führen, mit der Folge, dass das Sprühwasser in der Zone 14b
wesentlich kälter wird als vorher und die Temperatur der Produkte wird reduziert,
wodurch der Anstieg des Grades der Pasteurisierung verlangsamt wird.
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Die Lösung dieses Problems beinhaltet jedoch das Risiko einer Unterpasteurisierung
der Produkte, wenn die Vorrichtung im Anschluss an eine Unterbrechung des Betriebs
wieder gestartet wird, um die konstante Geschwindigkeit für die Transportbänder 2a, 2b
zu erreichen.
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Um eine ausreichende Pasteurisierung, die in sog. PU gemessen wird, der Produkte, die
als Folge der Unterbrechung unterpasteurisiert sind, zu erreichen, ist es notwendig,
innerhalb kurzer Zeit eine besonders große Menge an heißem Wasser zu den in Frage
stehenden Zonen zuzuführen, und das wird z.B. für die Zone 14b durch Öffnen des Drei-
Wege-Ventils 19b erreicht, um heißes Wasser von der ersten Rohrleitung 12 zu dem
Analogventil 20b zu führen, welches geöffnet ist, um die maximal mögliche Menge an
heißem Wasser zu der Rohrleitung 16 weiterzuführen.
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Gleichzeitig ist das An/Aus-Ventil 11 geschlossen mit der Folge, dass die maximale
mögliche Menge an heißem Wasser von dem zweiten Rohr 10 in die erste Rohrleitung
12 geführt wird.
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Der Vorratsbehälter 5 stellt mit seinem großen Inhalt an heißem Wasser, das
bevorzugterweise bei einer Temperatur zwischen 85ºC und 90ºC mittels eines
Wärmetauschers 7 gehalten wird, eine ausreichend große Wärmekapazität für ein schnelles
Erhitzen der Produkte sicher, die bis dahin unterpasteurisiert sind, mit der Folge, dass die
Produkte die vorgeschriebene Anzahl von PU nach Passage durch die Vorrichtung 1
erreicht haben.
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Wenn das Wasser zu dem Vorratsbehälter 5 über die Überläufe der jeweiligen
Bodenbehälter 15a, 15b,..., 15n zugeführt wird, werden irgendwelche Teile von zerbrochenem
Glas von Behältern, die während des Erhitzens oder des Kühlens zerbrochen sind, in
den jeweiligen Bodenbehältern verbleiben, mit der Folge, dass sie nicht zu dem
Wärmetauscher 7 in dem Heizaggregat transportiert werden und so ein Verstopfen des
Aggregats riskieren.
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Weiterhin wird eine bedeutende Menge von Verkrustungen in dem Wärmetauscher 7 in
dem Vorratsbehälter 5 zurückgehalten, mit der Folge, dass diese Menge nachfolgend
nicht in die Zonen zusammen mit dem Sprühwasser ausgesprüht wird.
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Der Wärmetauscher 7 kann vorteilhafter Weise an beiden Enden mittels entfernbarer
Endabdeckungen 23 geöffnet werden, und weil er mit inneren geradlinigen Rohren
vorgesehen ist, werden Reinigung und Wartung erleichtert.
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Da das Wasser in dem Vorratsbehälter 5 kontinuierlich bei einer Temperatur zwischen
85ºC und 90ºC zirkuliert, werden Mikroorganismen und Schleim aus dem Wasser in
dem Vorratsbehälter 5 beseitigt, mit der Folge, dass das heiße Wasser, das zu den
Zonen geführt wird, um das Sprühwasser zu erwärmen, keine Mikroorganismen enthalten
wird.
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Ein Tunnelpasteuriseur benötigt normalerweise selbst bei Normalbetrieb eine
Energieversorgung. Mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dieser
Bedarf auf einen minimalen Verbrauch an Heißwasser reduziert, der zu dem Sprühwasser
hinzugegeben werden muss, um sicherzustellen, dass seine Temperatur bei der
vorbestimmten Temperatur in der Zone beibehalten wird. Da das Wasser, das zudem
Sprühwasser hinzugeführt wird, keine Mikroorganismen enthält, und da das gesamte Wasser
den Vorratsbehälter 5 nach einer gewissen Zeit passiert hat, wird der Bedarf an
Additiven reduziert.
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Im Gegensatz zu den bekannten Pasteuriseuren, bei denen mehrere Wärmetauscher
vorgesehen sind, hat die Vorrichtung gemäß der Erfindung nur einen Wärmetauscher,
und als Folge ist das Rückführungsrohrsystem für Kondensat auch einfacher als im
Vergleich zu der bekannten Vorrichtung, weil es in diesem Fall nur einen einzelnen
Verbindungspunkt für Kondensat gibt.