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Umfeld der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein neues Polypeptid, das die Interferon-γ (im folgenden abgekürzt als "IFN-γ") Produktion durch
immunkompetente Zellen induziert, einen monoklonalen Antikörper, der
spezifisch ist für
das Polypeptid und ein Mittel bzw. Agens für assoziierte Krankheiten,
welches das Polypeptid als einen wirksamen Bestandteil aufweist.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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IFN-γ ist ein Protein, das antivirale,
antionkotische und immunregulatorische Eigenschaften aufweist und
das durch immunkompetente Zellen, die mit Antigenen oder Mitogenen
stimuliert wurden, produziert wird. Aufgrund dieser biologischen
Eigenschaften wurde von IFN-γ seit
seiner Entdeckung angenommen, daß es als Antitumoragens verwendet
werden kann, und es wurde intensiv in klinischen Versuchen als ein
therapeutisches Agens für
maligne Tumoren im allgemeinen, einschließlich Gehirntumoren untersucht.
IFN-γ Präparationen,
die heute kommerziell erhältlich
sind, können
grob in zwei Gruppen eingeteilt werden, d. h. natürliche IFN-γ, die durch
immunkompetente Zellen produziert werden und rekombinante IFN-γ, die durch
Transformanten produziert werden, welche hergestellt wurden durch
das Einführen
von DNAs, welche die natürlichen
IFN-γ kodieren,
in Mikroorganismen der Spezies Escherichia coli. In den oben genannten
klinischen Versuchen werden diese beide IFN-γ als "exogenes IFN-γ" an Patienten verabreicht.
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Bei diesen IFN-γ werden die natürlichen
IFN-γ normalerweise
gebildet durch das Kultivieren von etablierten immunkompetenten
Zellen in Nährkulturmedium,
das mit IFN-γ induzierenden
Substanzen für
die IFN-γ Bildung
ergänzt
ist, und das Reinigen der gebildeten IFN-γ. Es ist bekannt, daß die Art
der IFN-γ indu zierenden
Substanzen einen starken Einfluß ausübt auf die
IFN-γ Ausbeute,
die Möglichkeit
der IFN-γ Reinigung
und die Sicherheit des Endprodukts. Im allgemeinen werden Mitogene
wie Concanavalin A (Con A), Lens culinaris, Phytolacca americana,
Endotoxin und Lipopolysaccharide verwendet. Diese Mitogene weisen
jedoch Probleme auf hinsichtlich ihrer molekularen und qualitativen
Verschiedenheit, die abhängig
ist von ihrer Herkunft und den Reinigungsmethoden; außerdem weisen
sie die Schwierigkeit auf, sie in der gewünschten Menge und mit einer
konstanten IFN-γ Induktionsfähigkeit
zu erhalten. Außerdem
induzieren die meisten dieser Mitogene unerwünschte Nebenwirkungen wenn
sie lebenden Körpern
verabreicht werden, einige von ihnen sind sogar giftig. Daher bereitet
es erhebliche Schwierigkeiten die IFN-γ Produktion durch die direkte
Verabreichung solcher Mitogene an lebende Körper zu induzieren.
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Die Erfinder der vorliegenden Erfindung
haben durch ihre Forschungen an Zytokinen, die durch Säugetierzellen
gebildet werden in der Mäuseleber
eine Substanz gefunden, welche die IFN-γ Produktion induziert. Sie isolierten
die Substanz unter Verwendung einer Vielzahl von Reinigungsmethoden,
welche die Säulenchromatographie
als eine Haupttechnik umfaßte,
sie studierten die Eigenschaften und Merkmale und zeigten, daß die Substanz
ein Protein mit den folgenden physikalisch chemischen Eigenschaften
ist:
- (1) Molekulargewicht Es wurde ein Molekulargewicht
von 19.000 ± 5.000
Daltons in einer Sodium-Dodecyl-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
(SDS-PAGE) gezeigt;
- (2) Isoelektrischer Punkt (pI) Es wurde ein isoelektrischer
Punkt von 4,8 ± 1,0
in einer Chromatofokusierung gezeigt;
- (3) Teilweise Aminosäuresequenz
Es weist die teilweise Aminosäuresequenzen
in SEQ ID NOs : 4 und 5 auf; und
- (4) Biologische Aktivität
Es induziert die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen.
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Es kann daraus geschlossen werden,
daß die
Substanz eine neue Substanz ist, weil kein Protein mit diesen physikalisch
chemischen Eigenschaften bekannt ist. Die Erfinder setzten ihre
Studien an Mäuseleberzellen
fort und haben gefunden, daß die
DNA dieser Substanz aus 471 Basenpaaren besteht und die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 3 kodiert.
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Aufbauend auf diese Befunde haben
die Erfinder ihre Studien an menschlichen Leberzellen weiter fortgesetzt,
und sie haben eine DNA erhalten, die für eine weitere neue Substanz
kodiert, welche die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert. Sie zeigten, daß die Substanz
ein Polypeptid ist, und sie entschlüsselten seine DNA, wobei sie
herausfanden, daß sie
eine Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1 besitzt.
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Sie führten die DNA in Escherichia
coli ein, um das Polypeptid zu exprimieren und um es in der Kultur in
einer beachtlich hohen Ausbeute zu produzieren.
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Wie oben beschrieben, besitzt das
Polypeptid die Eigenschaft die IFN-γ Produktion durch immunkompetente
Zellen zu induzie ren, und es wird angenommen bzw. erwartet, daß es in
einer Vielzahl von Bereichen als IFN-γ induzierende Substanz, als
antivirales Agens, als Antitumoragens, als antibakterielles Agens,
als immunregulatorisches Agens und als Blutplättchenverstärkendes Agens verwendet werden
kann. Im allgemeinen wird die Entwicklung von Verfahren zur effizienten
Reinigung biologisch aktiver Polypeptide hin zu solchen mit einer
relativ hohen Reinheit und zum gleichzeitigen Testen vieler Proben
unausweichlich benötigt,
wenn die Polypeptide in Arzneimittel eingebracht werden sollen.
Obwohl das geeignetste Material, welches diese Reinigung und Tests
erlaubt, ein monoklonaler Antikörper
ist, existiert kein spezifischer für das Polypeptid, das erhalten
wurde.
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Kürzlich
wurden einige Arzneimittel, die als einen aktiven Bestandteil Zytokine
wie Interferon-α,
Interferon-β TNF-α, TNF-β, Interleukin
2 und Interleukin 12 sowie IFN-γ enthalten,
entwikkelt und andere werden bezüglich
ihrer tatsächlichen
Verwendung untersucht. Die Arzneimittel können als Antitumoragens, antivirales Agens,
Antiseptikum und immunregulatorisches Agens verwendet werden und,
falls notwendig, können
sie zusammen mit anderen Medikamenten verwendet werden.
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Im Gegensatz zu chemisch synthetisierten
Arzneimitteln besitzen die genannten Arzneimittel als das größte Kennzeichen
das Merkmal, daß sie
Patienten für
eine relativ lange Zeitspanne verabreicht werden können, ohne
ernsthafte Nebenwirkungen zu induzieren, aber sie besitzen den Nachteil,
daß ihre
therapeutischen Wirkungen für
gewöhnlich
relativ gering sind und sie Krankheiten nicht wesentlich lindern
oder heilen konnten, wenn sie alleine verwendet wurden, wobei starke
Schwankungen in Abhängigkeit
von der Art der Krankheiten und der zu behandelnden Symptome auftraten.
Daher werden solche Arzneimittel heute als ergänzendes Agens zu chemisch synthetisierten
Agenzien bei der Behandlung von schweren Erkrankungen wie malignen Tumoren
oder als Mittel zur Verlängerung
des Lebens des Patienten verwendet.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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In Anbetracht des Gesagten ist ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ein neues Polypeptid zur Verfügung zu
stellen, das die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine DNA, die für
das Polypeptid kodiert, zur Verfügung
zu stellen.
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Ferner ist es Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine vermehrungsfähige
rekombinante DNA, welche die DNA und einen selbst vermehrungsfähigen Vektor
enthält,
zur Verfügung
zu stellen.
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Es ist noch ein weiteres Ziel der
vorliegenden Erfindung eine Transformante zur Verfügung zu
stellen, die erhalten wird durch das Einführen der rekombinanten DNA
in einen geeigneten Wirt.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des Polypeptids unter Verwendung
der Transformante zur Verfügung
zu stellen.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung einen monoklonalen Antikörper, der spezifisch ist für das Polypeptid,
zur Verfügung
zu stellen.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung ein Hybridom, das die Fähigkeit besitzt, den monoklonalen
Antikörper
zu bilden, zur Verfügung
zu stellen.
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Es ist weiterhin Ziel der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung des monoklonalen Antikörpers zur
Verfügung
zu stellen.
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Es ist noch ein weiteres Ziel der
vorliegenden Erfindung ein Reinigungsverfahren für die Reinigung des Polypeptids
unter Verwendung des monoklonalen Antikörpers zur Verfügung zu
stellen.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung ein Nachweisverfahren für das Testen des Polypeptids
unter Verwendung des monoklonalen Antikörpers zur Verfügung zu
stellen.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung ein pharmazeutisches Agens für IFN-γ assoziierte Krankheiten zur
Verfügung
zu stellen.
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Das erste Ziel der vorliegenden Erfindung
wird erreicht durch ein Polypeptid humanen Ursprungs, das die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert und die vollständige Aminosäuresequenz,
wie in SEQ ID NO: 1 dargestellt oder einen Teil der Aminosäuresequenz
wie in SEQ ID NO: 1 dargestellt, umfaßt, wobei der Teil wenigstens
die ersten zehn Aminosäuren,
wie in SEQ ID NO: 1 dargestellt, umfaßt (wobei das Symbol "Xaa" "Isoleucin" oder "Threonin" bedeutet).
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Das zweite Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch eine DNA, die das Polypeptid kodiert.
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Das dritte Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch eine vermehrungsfähige rekombinante DNA, welche
die DNA und einen selbst vermehrungsfähigen Vektor enthält.
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Das vierte Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch eine Transformante, erhältlich durch
das Einführen
der vermehrungsfähigen
rekombinanten DNA in einen geeigneten Wirt.
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Das fünfte Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch ein Verfahren zur Herstellung des
Proteins, welches das Einführen
der rekombinanten DNA in einen Wirt, das Kultivieren der Transformante
in einem Nährkulturmedium
und das Gewinnen des gebildeten Proteins aus der resultierenden
Kultur umfaßt.
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Das sechste Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch einen monoklonalen Antikörper, der spezifisch
ist für
ein Polypeptid humanen Ursprungs, das die IFN-γ Produktion durch immunkompetente
Zellen induziert und die vollständige
Aminosäuresequenz,
wie in SEQ ID NO: 1 dargestellt oder einen Teil der Aminosäuresequenz,
wie in SEQ ID NO: 1 dargestellt umfaßt, wobei der Teil wenigstens
die ersten zehn Aminosäuren,
wie in SEQ ID NO: 1 dargestellt, umfaßt (wobei das Symbol "Xaa" "Isoleucin" oder "Threonin" bedeutet).
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Das siebte Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch ein Hybridom, das fähig ist
den monoklonalen Antikörper
zu produzieren.
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Das achte Ziel der vorliegenden Erfindung
wird erreicht durch ein Verfahren zur Herstellung des monoklonalen
Antikörpers
umfassend das Kultivieren des Hybridoms, das fähig ist, den Antikörper in
vitro, d. h. in Nährkulturmedium
oder in vivo, d. h. im Körper
eines Tieres zu bilden und Gewinnen des Antikörpers aus der resultierenden
Kultur oder der Körperflüssigkeit.
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Das neunte Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch ein Reinigungsverfahren für das Polypeptid
umfassend das Zusammenbringen des monoklonalen Antikörpers mit
einer Mischung, die das Polypeptid und Verunreinigungen enthält, um das
Polypeptid zu adsorbieren und das Desorbieren des Polypeptids von dem
Antikörper.
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Das zehnte Ziel der vorliegenden
Erfindung wird erreicht durch ein Verfahren zum Nachweis des Polypeptids
umfassend das Zusammenbringen von Proben mit dem monoklonalen Antikörper, um
sie immunologisch reagieren zu lassen.
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Das elfte Ziel der vorliegenden Erfindung
wird erreicht durch ein pharmazeutisches Agens, welches das Polypeptid
als einen wirksamen Bestandteil aufweist.
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Die Erfindung wird jetzt nur exemplarisch
detaillierter beschrieben, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen,
in denen:
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1 ein
HPLC Elutionsmuster eines Peptidfragments zeigt, das erhalten wurde
durch Trypsinieren eines Proteins aus Mäuseleber.
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2 eine
Abbildung der Struktur der erfindungsgemäßen rekombinanten DNA pHIGIF
zeigt.
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3 eine
Abbildung der Struktur der rekombinanten DNA pKGFHH2 zeigt.
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4 eine
Abbildung des Western Blots zeigt, welche die Reaktivität des erfindungsgemäßen gereinigten
Polypeptids und humanen Interleukins 12 mit dem erfindungsgemäßen monoklonalen
Antikörper H-1mAb
zeigt.
| HIGIF
cDNA: | cDNA,
die das erfindungsgemäße Polypeptid
kodiert |
| KGFHH2
cDNA: | cDNA,
die das erfindungsgemäße Polypeptid
kodiert |
| Ptac: | tac
Promotor |
| rrnBT1T2: | Terminator
des Ribosom RNA Operons |
| GST: | Glutathion-S-Transferase-Gen |
| AmpR: | Ampicillinresistenzgen |
| pBR322ori: | Replikationsinitiationsstelle
von Escherichia coli |
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Wie bereits oben beschrieben, besitzt
das Polypeptid gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Aminosäuresequenz,
die von jener herkömmlicher
Polypeptide abweicht, und es induziert die IFN-γ Produktion wenn es alleine
oder zusammen mit einem Kofaktor auf immunkompetente Zellen einwirkt.
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Die DNA gemäß der vorliegenden Erfindung
exprimiert die Produktion des erfindungsgemäßen Polypeptids durch das Einführen der
DNA in einen selbst vermehrungsfähigen
Vektor, wodurch eine rekombinante DNA gebildet wird, und das herkömmliche
Einführen
der rekombinanten DNA in einen Wirt, der die Fähigkeit besitzt, ohne Schwierigkeiten
zu proliferieren, aber der nicht fähig ist, das Polypeptid zu
produzieren.
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Gewöhnlicherweise exprimiert die
vermehrungsfähige
rekombinante DNA gemäß der vorliegenden
Erfindung die Produktion des erfindungsgemäßen Polypeptids durch ihre
Einführung
in einen Wirt, der die Fähigkeit
besitzt ohne Schwierigkeiten zu proliferieren, der aber nicht die
Fähigkeit
besitzt, das Polypeptid zu produzieren.
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Die Transformante produziert das
erfindungsgemäße Polypeptid
wenn sie kultiviert wird.
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Das erfindungsgemäße Polypeptid wird direkt in
der gewünschten
Menge erhalten wenn die Transformante gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
kultiviert wird.
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Die vorliegende Erfindung basiert
auf dem Auffinden eines neuen Polypeptids, das die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert. Während Studien an Zytokinen,
die durch Säugetierzellen
produziert werden, haben die Erfinder nachgewiesen, daß in der
Mäuseleber
ein neues Protein existiert, das die Fähigkeit besitzt, die IFN-γ Produktion
zu induzieren. Sie isolierten das Protein unter Verwendung von zwei oder
mehreren Reinigungsverfahren umfassend hauptsächlich die Säulenchromatographie,
und sie bestimmten einen Teil der Aminosäuresequenz. Basierend auf der
Sequenz synthetisierten sie chemisch einen Primer, wobei sie als
Matrize bzw. "template" eine mRNA isoliert
aus Mäuseleberzellen
verwendeten, und sie unterwarfen das Protein einer reversen Transkriptions-Polymerasekettenreaktion
(RT-PCR) in Gegenwart des Primers, um DNA-Fragmente, die das Protein
teilweise kodieren, zu gewinnen. Unter Verwendung der DNA-Fragmente
als Sonde studierten sie intensiv eine cDNA Bibliothek, die alternativ
aus der mRNA hergestellt wurde, und sie erhielten ein DNA-Fragment,
das aus 471 Basenpaaren besteht und die Basensequenz von SEQ ID NO:
3 besitzt. Das Entschlüsseln
der Basensequenz zeigte, daß das
Protein, das aus Mäuseleber
isoliert wurde, aus 157 Aminosäuren
besteht und die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 3 besitzt, wobei das Symbol "Xaa" "Methionin" oder "Threonin" bedeutet.
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Aufbauend auf diese Befunde untersuchten
die Erfinder die mRNA weiter, die aus menschlichen Leberzellen gewonnen
wurde, und sie haben dabei gefunden, daß ein neues Gen existiert,
das ein Polypeptid kodiert, das die IFN-γ Produktion durch immunkompetente
Zellen induziert. Das Gen besitzt die Basensequenz in SEQ ID NO:
2, und ihre Entschlüsselung
zeigte, daß sie
ein Polypeptid kodiert, das die Aminosäuresequenz in SEQ ID NO: 1
besitzt, wobei das Symbol "Xaa" "Isoleucin" oder "Threonin" bedeutet.
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Die Techniken, die verwendet wurden
um die Aminosäuresequenz
und die Basensequenz in SEQ ID NOs: 1 und 2 zu offenbaren, sind
im folgenden zusammengefaßt:
- (1) Ein Protein, das die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert, wurde aus Mäuseleberzellen
isoliert und stark aufgereinigt, wofür herkömmliche Reinigungsverfahren
umfassend die Chromatographie als eine Haupttechnik, kombiniert
wurden;
- (2) das resultierende gereinigte Protein wurde mit Trypsin verdaut,
zwei Polypeptidfragmente wurden aus der resultierenden Mischung
isoliert, und ihre Aminosäuresequenz
wurde bestimmt;
- (3) aus Mäuseleberzellen
wurde eine mRNA gewonnen und als "template" der reversen Transkription-Polymerasekettenreaktion
(RT-PCR) unterworfen, wobei DNA Fragmente in Gegenwart eines Oligonucleotids als
Primer, der basierend auf der oben erwähnten partiellen Aminosäuresequenz
chemisch synthetisiert wurde, erhalten wurden. Die Fragmente wurden
gescreent und unter Verwendung eines Oligonucleotids als Sonde,
die, basierend auf diesen partiellen Aminosäuresequenzen chemisch synthetisiert
wurde. Anschließend
wurde ein DNA Fragment, das teilweise das Protein kodiert, gewonnen;
- (4) eine cDNA Bibliothek wurde markiert und mit der resultierenden
cDNA Bibliothek, die mit der mRNA als "template" hergestellt wurde, hybridisiert. Anschließend wurde
eine Transformante, die eine starke Hybridisierung zeigte, ausgewählt;
- (5) eine cDNA wurde aus der Transformante isoliert und die Basensequenz
wurde bestimmt und entschlüsselt.
Der Vergleich der entschlüsselten
Aminosäuresequenz
mit der partiellen Aminosäuresequenz
zeigte, daß das
Protein die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 3 besitzt und, in Mäusen, die Basensequenz in SEQ
ID NO: 3 die Aminosäuresequenz
kodiert;
- (6) ein DNA Fragment, das die Basensequenz in SEQ ID NO: 3 besitzt,
wurde hergestellt, markiert und mit einer cDNA Bibliothek, die unter
Verwendung einer mRNA aus humanen Leberzellen als "template" hergestellt wurde,
hybridisiert. Anschließend
wurde eine Transformante, die eine starke Hybridisierung zeigte, ausgewählt; und
- (7) die cDNA wurde aus der Transformante hergestellt, ihre Basensequenz
bestimmt und entschlüsselt,
wobei gezeigt werden konnte, daß das
erfindungsgemäße Polypeptid,
ein humanes Polypeptid, jene mit der Aminosäuresequenz in SEQ ID NO: 1
einschließt,
die durch die Basensequenz in SEQ ID NO: 2 kodiert werden.
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Durch lange andauernde Forschungsarbeiten
haben die Erfinder das erfindungsgemäße Polypeptid gefunden, das
die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert und, wie aus SEQ ID NO: 1
ersichtlich ist, unterscheidet es sich von herkömmlichen bekannten Polypeptiden.
Das erfindungsgemäße Polypeptid
schließt
natürliche
und rekombinante Polypeptide ein, solange sie die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1 oder hierzu Homologe besitzen. Varianten, die homologe
Aminosäuresequenzen
zu jener in SEQ ID NO: 1 besitzen, können erhalten werden durch
den Austausch einer oder mehrerer Aminosäuren in SEQ ID NO: 1 gegen
andere Aminosäuren,
ohne daß die
inhärente
biologische Aktivität
des erfindungsgemäßen Polypeptids verändert wird.
Abhängig
von den Wirten in welche die DNAs, sogar bei Verwendung derselben
DNAs, eingeführt
werden und abhängig
von den Bestandteilen und den Bedingungen der Kultivierung, wie
Temperatur und pH-Wert, der Transformanten, welche die DNA enthalten,
können
Varianten gebildet werden, denen eine oder mehrere Aminosäuren nahe
der N- und/oder C-Termini in SEQ ID NO: 1 fehlen, oder die zusätzlich eine
oder mehrere Aminosäuren
nahe dem N-Terminus in SEQ ID NO: 1 enthalten, durch die Modifikation
der inneren Enzyme der Wirte nach der DNA Expression, wobei die
inhärenten
biolo gischen Eigenschaften des Polypeptids beibehalten werden. Das
erfindungsgemäße Polypeptid
schließt
solche Varianten ein, sofern sie die IFN-γ Produktion durch immunkompetente
Zellen induzieren.
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Das erfindungsgemäße Polypeptid kann hergestellt
werden durch Kultivieren von Transformanten in Nährkulturmedien, die DNRs enthalten,
die das Polypeptid kodieren, und Gewinnen des gebildeten Polypeptids
aus den resultierenden Kulturen. Die Transformanten, die in der
vorliegenden Erfindung verwendet werden können, können beispielsweise erhalten
werden durch das Einführen
von DNAs in Wirte, wobei die DNAs die Basensequenz in SEQ ID NO:
2 aufweisen, homologe Basensequenzen hierzu und komplementäre Sequenzen
zu diesen Basensequenzen. Eine oder mehrere Basen in diesen Basensequenzen
kann/können
durch andere Basen durch die Degeneration des genetischen Codes
ersetzt werden, ohne daß die
Aminosäuresequenz
des erfindungsgemäßen Polypeptids
verändert
wird. Um die Produktion des Polypeptids in Wirten unter Verwendung
solcher DNAs zu exprimieren, können
eine oder mehrere Basen in Basensequenzen, die das erfindungsgemäße Polypeptid
oder seine Varianten kodieren, gegen andere Basen ausgetauscht werden.
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Jede DNA kann im Rahmen der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, sofern sie eine dieser Basensequenzen
besitzt, unabhängig
von ihrer Herkunft, d. h., solche aus natürlichen Quellen oder künstlich
synthetisierte. Die natürlichen
Quellen schließen
beispielsweise humane Leberzellen ein, aus denen das Gen erhalten
werden kann, das die DNA mit der Basensequenz in SEQ ID NO: 6 enthält.
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Das Herstellungsverfahren ist das
folgende: Fraktionieren einer kommerziell erhältlichen humanen Leber mRNA,
die mit Poly(A) ergänzt
ist, auf einem Sucrose-Gradienten-Puffer, um die gereinigte mRNA
zu isolieren. Einwirken einer reversen Transkriptase und einer Polymerase
auf die mRNA als "template", wodurch eine doppelsträngige cDNA
gebildet wird, Einführen
der cDNA in einen geeigneten selbst vermehrungsfähigen Vektor und Einführen der
resultierenden rekombinanten DNA in einen geeigneten Wirt, wie Escherichia
coli. Kultivieren der resultierenden Transformante in einem Nährkulturmedium
und Gewinnen der proliferierten Transformanten, welche die DNA,
die das erfindungsgemäße Polypeptid
kodiert, durch das Verfahren der Koloniehybridisierung. Die DNA
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist erhältlich
durch die Behandlung der Transformanten mit herkömmlichen Verfahren. Um die
erfindungsgemäße DNA künstlich
herzustellen wird sie beispielsweise durch chemische Synthese basierend
auf der Basensequenz in SEQ ID NO: 2 hergestellt oder durch Einführen einer
DNA, welche die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1 kodiert in einen geeigneten Vektor, wodurch eine
rekombinante DNA gebildet wird, Einführen der rekombinanten DNA
in einen geeigneten Wirt, Kultivieren der resultierenden Transformante
in einem Nährkulturmedium,
Isolieren der proliferierenden Zellen aus der Kultur und Gewinnen
von Plasmiden, welche die gewünschte
DNA enthalten, aus den Zellen.
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Im allgemeinen wird die DNA in Wirte
in Form einer rekombinanten DNA eingeführt. Eine solche rekombinante
DNA enthält
für gewöhnlich die
DNA und einen selbst vermehrungsfähigen Vektor, und sie kann im
allgemeinen direkt mit Hilfe von rekombinanter DNA Technologie hergestellt
werden, sofern die DNA zur Verfügung
steht. Beispiele eines solch selbst vermehrungsfähigen Vektors sind Plasmidvektoren
wie pKK223-2, pGEX-2T, pRL-λ,
pBTrp2 DNA, pUB110, YEp13, Ti Plasmid, Ri Plasmid und pBI121. Unter
diesen Vektoren können
pKK223-2, pGEX-2T, pRL-λ,
pBTrp2 DNA, pUB110 und YEp13 geeigneterweise verwendet werden wenn
die erfindungsgemäße DNA in
Prokaryonten wie Hefen und anderen Mikroorganismen der Spezies Escherichia
coli und Bacillus subtilis exprimiert werden, während das Ti Plasmid, Ri Plasmid
und pBI121 geeigneterweise für
die Expression in Tier- und Pflanzenzellen verwendet werden.
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Um die erfindungsgemäße DNA in
diese Vektoren einzuführen,
können
herkömmliche
Verfahren aus diesem Bereich willkürlich verwendet werden: Gene,
welche die erfindungsgemäße DNA und
selbst vermehrungsfähige
Vektoren enthalten werden mit Restriktionsenzymen und/oder Ultraschall
geschnitten, und die resultierenden DNA Fragmente und Vektorfragmente
werden ligiert. Um die Gene und Vektoren zu schneiden erleichtern
Restriktionsenzyme, die spezifisch mit Nucleotiden reagieren, insbesondere
Typ II Restriktionsenzyme wie Sau 3AI, Eco RI, Hind III, Bam HI,
Sal I, Xba I, Sac I und Pst I, die Ligation von DNA Fragmenten und
Vektorfragmenten. Um DNA Fragmente und Vektorfragmente zu ligieren
werden sie, falls notwendig zunächst
reassoziiert bzw. annealt und anschließend mit einer DNA Ligase in
vivo oder in vitro behandelt. Die so erhaltenen rekombinanten DNAs
können
direkt in geeignete Wirte eingeführt
werden, und dies erlaubt die unbegrenzte Vermehrung der DNAs durch
Kultivieren der Transformanten.
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Die rekombinanten DNAs, die im Rahmen
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, können in geeignete Wirte wie
Hefen oder anderen Mikroorganismen der Spezies Escherichia coli
und Bacillus subtilis eingeführt
werden: wenn Mikroorganismen der Spezies Escherichia coli als Wirt
verwendet werden, werden sie in Gegenwart der rekombinanten DNAs
und Calciumionen kultiviert, und das Verfahren der kompetenten Zellen
und das Protoplasten-Verfahren werden verwendet wenn Mikroorganismen
der Spezies Bacillus subtilis als Wirt verwendet werden. Um die
gewünschten
Transformanten zu klonieren werden sie durch das Verfahren der Koloniehybridisierung
ausgewählt
oder durch das Kultivieren aller Transformanten in Nährkulturmedium
und Selektion jener, die Polypeptide produzieren, welche die Fähigkeit
besitzen, die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen zu induzieren.
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Die so erhaltenen Transformanten
produzieren das erfindungsgemäße Polypeptid
intrazellulär
oder extrazellulär
wenn sie in Nährkulturmedium
kultiviert werden. Beispiele solcher Nährkulturmedien sind jene in allgemein
flüssiger
Form, die Kohlenstoffquellen, Stickstoffquellen und Mineralien sowie
Aminosäuren und/oder
Vitamine als Spurenelemente enthalten. Die Kohlenstoffquellen, welche
im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen Saccharide
wie Stärke,
Stärkehydrolisate,
Glucose, Fructose und Sucrose ein. Die Stickstoffquellen, die im
Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen Stickstoff,
der organische und anorganische Verbindungen enthält wie Ammoniak
und seine Salze, Harnstoff, Nitrate, Pepton, Hefeextrakt, entfettete
Sojabohne, Maisquellwasser und Rindfleischextrakt ein. Transformanten
werden in Nährkulturmedium
inokuliert bzw. überimpft
und bei einer Temperatur von 25–65°C bei einem
pH-Wert von 5–8
für ca.
1–10 Tage
unter aeroben Bedingungen unter Rühren und Belüften etc.
inkubiert, wodurch Kulturen erhalten werden, die das erfindungsgemäße Polypeptid
enthalten. Obwohl die vollständigen
Kulturen als solche als IFN-γ Induktor
verwendet werden können,
werden sie, falls notwendig, der Ultrazentrifugation und/oder zell-lysierenden
Enzymen unterworfen, um die Zellen zu zerstören, gefolgt von Filtrieren
oder Zentrifugieren der resultierenden Suspensionen, um die intakten
Zellen und Zellbestandteile zu entfernen und anschließendem Reinigen
der resultierenden Überstände, die
das erfindungsgemäße Polypeptid
enthalten. Die Reinigungsverfahren, die im Rahmen der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können
sind beispielsweise solche, die allgemein in diesem Bereich verwendet
werden um biologisch aktive Substanzen zu reinigen, d. h. Konzentration,
Aussalzen, Dialyse, Trennen durch Sedimentation, Gelfiltrations-Chromatographie,
Ionenaustausch-Chromatographie, hydrophobe Chromatographie, Affinitätschromatographie,
Chromatofokusierung, Gelelektrophorese und Isoelektrophorese und,
falls notwendig können
zwei oder mehrere von ihnen kombiniert werden. Die resultierenden
gereinigten Lösungen,
die das erfindungsgemäße Polypeptid
enthalten, können
in Flüssigkeiten
konzentriert und/oder in Feststoffe lyophilisiert werden, um ihrer
Endverwendung gerecht zu werden.
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Wie oben beschrieben, besitzt das
erfindungsgemäße Polypeptid
eine Aktivität
die IFN-γ Produktion durch
immunkompetente Zellen zu induzieren. Daher kann das erfindungsgemäße Polypeptid
willkürlich
als therapeutisches und/oder prophylaktisches Agens verwendet werden,
beispielsweise für
virusverursachte Krankheiten wie AIDS und Condyloma accuminata,
bösartige
Tumoren wie Nierenkrebs, Granulom, Mycosis fungoides und Gehirntumor
und Immunerkrankungen wie Gelenkrheuma und Allergie.
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Das erfindungsgemäße Polypeptid kann bei Koexistenz
im Nährkulturmedium
die IFN-γ Produktion durch
immunkompetente Zellen induzieren oder es kann Säugetieren für die Therapie und/oder die
Prävention von
IFN-γ assoziierten
Krankheiten direkt verabreicht werden. Im erstgenannten Fall werden
Leukozyten, die aus peripherem Blut von Säugetieren gewonnen wurden oder
etablierte immunkompetente Zellen wie HBL-38 Zellen, Mo Zellen,
Jurkat Zellen, HuT78 Zellen, EL4 Zellen und L12-R4 Zellen in Nährkulturmedium
suspendiert, das ca. 0,1 ng bis ca. 1 μg pro ml, vorzugsweise ca. 1–100 ng
pro ml des erfindungsgemäßen Polypeptids enthält, um die
IFN-γ Produktion
zu induzieren. Falls notwendig können
solche Nährkulturmedien
mit T-Zell-Stimulantien wie Mitogen, Interleukin 2 und Anti-CD 3
Antikörper
ergänzt
werden, und die Zellen werden bei einer Temperatur von ca. 30– 40°C und einem
pH-Wert von ca. 5–8
für ca.
1–100
Stunden kultiviert, wobei die Medien gegen frische ersetzt werden.
IFN-γ kann aus
den resultierenden Kulturen durch eines oder mehrerer herkömmlicher
Verfahren, die allgemein für
das Reinigen biologisch aktiver Substanzen verwendet werden, beispielsweise
Konzentration, Aussalzen, Dialyse, Trennen durch Sedimentation,
Gelfiltrations-Chromatographie, Ionenaustausch-Chromatographie,
Chromatofokusierung, Gelelektrophorese und Isoelektrophorese gewonnen
werden.
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Um IFN-γ assoziierte Krankheiten zu
behandeln und/oder zu verhindern wird das erfindungsgemäße IFN-γ induzierende
Agens Säugetieren
direkt verabreicht: beispielsweise werden die IFN-γ induzierenden Agenzien
Säugetieren
oral verabreicht nachdem sie in eine angemessene Form gebracht wurden
oder sie werden den Säugetieren
intradermal, subkutan, muskulär,
intravenös
oder peritoneal gespritzt. Die Säugetiere, denen
das erfindungsgemäße Polypeptid
verabreicht werden kann, sind nicht auf den Menschen beschränkt und
schließen
andere Tiere wie Maus, Ratte, Hamster, Kaninchen, Hund, Katze, Kuh,
Pferd, Ziege, Schaf, Schwein und Affe ein. Da das erfindungsgemäße Polypeptid
eine starke IFN-γ Induktivität und eine
extrem niedrige Toxizität
besitzt, induziert es die IFN-γ Produktion
bereits in einer geringen Menge ohne dabei ernste Nebenwirkungen
hervorzurufen, selbst wenn es den Säugetieren in einer relativ
hohen Dosis verabreicht wird. Daher induziert das erfindungsgemäße Polypeptid
sanft eine gewünschte
Menge von IFN-γ ohne
den Dosisbereich strikt zu kontrollieren. Es ist überflüssig zu
erwähnen,
daß das
erfindungsgemäße Polypeptid
die Sicherheitsanforderungen eines Arzneimittels erfüllt.
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Der monoklonale Antikörper gemäß der vorliegenden
Erfindung reagiert spezifisch mit einem Polypeptid, das eine spezifische
Aminosäuresequenz
aufweist.
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Das Hybridom gemäß der vorliegenden Erfindung
produziert den monoklonalen Antikörper wenn es in vitro kultiviert
wird.
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Die Herstellung des monoklonalen
Antikörpers
gemäß der vorliegenden
Erfindung erleichtert die Produktion des Antikörpers in einer gewünschten
Menge.
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Das Verfahren zur Reinigung des Polypeptids
gemäß der vorliegenden
Erfindung erlaubt sein effizientes Gewinnen mit einer relativ hohen
Qualität
aus einer Mischung, die das Polypeptid und Verunreinigungen enthält.
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In dem Nachweisverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung reagiert in Proben nur das Polypeptid immunologisch. Wenn
der Immunreaktionsbereich mit Hilfe einer geeigneten Technik gemessen
wird, kann das Polypeptid qualitativ oder quantitativ untersucht
werden.
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Der monoklonale Antikörper gemäß der vorliegende
Erfindung schließt
solche im allgemeinen ein, die spezifisch sind für das Polypeptid, das die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1 oder homologe Sequenzen hierzu besitzt, unabhängig von
ihrer Quelle, Herkunft und Klasse. Die homologen Aminosäuren schließen solche
ein, die erhalten werden durch den Austausch einer oder mehrerer
Aminosäuren
in SEQ ID NO: 1 gegen andere Aminosäuren, durch das Hinzufügen einer
oder mehrerer Aminosäuren
zu den N- und/oder
C-Termini in der Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1, oder durch den Verlust einer oder mehrerer Aminosäuren in
den N- und/oder C-Termini der Aminosäuresequenz in SEQ ID NO: 1,
während
im wesentlichen die IFN-γ Produktion
induzierende Aktivität
für immunkompetente
Zellen nicht verloren geht.
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Der monoklonale Antikörper gemäß der vorliegenden
Erfindung kann erhalten werden bei Verwendung des Polypeptids oder
seiner antigenen Fragmente: beispielsweise kann der Antikörper erhalten
werden durch das Herstellen von Hybridoma unter Verwendung von Säugetierzellen,
die fähig
sind unendlich zu proliferieren und Antikörper produzierender Zellen,
die aus Säugetieren,
die mit den Fragmenten immunisiert wurden, gewonnen wurden, dem
Selektieren von Klonen von Hybridoma, die fähig sind den monoklonalen Antikörper zu
produzieren und dem Kultivieren der Klone in vivo oder in vitro.
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Das Polypeptid als ein Antigen kann
erhalten werden durch Kultivieren von Transformanten, in die eine DNA,
welche die Amino säuresequenz
in SEQ ID NO: 1 oder eine Homologe davon kodiert, eingeführt wurde, und
im allgemeinen werden sie vollständig
oder in einer teilweise gereinigten Form verwendet. Die antigenen Fragmente
können
durch chemische oder enzymatische Hydrolyse des vollständigen oder
teilweise gereinigten Polypeptids gewonnen werden oder sie können durch
Peptidsynthese basierend auf der Aminosäuresequenz in SEQ ID NO: 1
synthetisiert werden.
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Das Immunisierungsverfahren, das
im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, schließt gewöhnlich bekannte
ein: beispielsweise werden Antigene alleine oder in Kombination
mit geeigneten Adjuvantien Säugetieren
intravenös,
intradermal, subkutan oder intraperitoneal gespritzt, und sie werden
für einen
vorbestimmten Zeitraum gefüttert.
Jedes Säugetier
kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung ohne besondere Einschränkung verwendet
werden, sofern gewünschte
Antikörper
produzierende Zellen unabhängig
von der Spezies, dem Gewicht und dem Geschlecht des Tieres erhalten
werden können.
Im allgemeinen werden Nager wie Ratten, Mäuse und Hamster verwendet und
aus diesen wird das geeignetste Tier ausgewählt, während die Kompatibilität mit den
oben genannten Säugetierzellen,
die zur unendlichen Proliferation fähig sind, bewertet wird. In
Abhängigkeit
von der Spezies und dem Gewicht der verwendeten Tiere liegt die Gesamtmenge
der Antigene im allgemeinen in einem Bereich von ca. 5–500 μg pro Tier
und wird 2–5-mal
in einem Zeitraum von 1–2
Wochen verabreicht. 3–5
Tage nach der letzten Verabreichung wird die Milz des Tieres herausgenommen
und in eine Suspension von Milzzellen als Antikörper produzierende Zelle dispergiert.
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Die Antikörper produzierenden Zellen
und die, wie oben beschrieben, erhaltenen Säugetierzellen wurden in einer
Zellfusionsmischung, welche die gewünschten Hybridoma enthielt,
fusioniert. Die Säugetierzellen, die
fähig sind
unendlich zu proliferieren schließen Zellstämme aus Mausmyeloma wie P3-NS1-Ag4-1
Zellen (ATCC TIB18), P3-X63-Ag8 Zellen (ATCC TIB9), SP2/O-Ag14 Zellen
(ATCC CRL1581) und Mutanten davon ein. Die Verfahren zur Zellfusion,
die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen herkömmliche
ein, die einen elektrischen Stromstoß und einen Zellfusionsbeschleuniger
wie Polyethylenglycol und Sendai Virus (HVJ) verwenden: beispielsweise
werden Antikörper
produzierende Zellen und solche Säugetierzellen in einem Verhältnis von
ca. 1 : 1 bis 1 : 10 in Fusionsmedium, das Fusionsbeschleuniger
enthält,
suspendiert und bei 30–40°C für ca. 1–5 min inkubiert.
Herkömmliche
Medien wie Minimum Essential Medium (MEM), RPMI 1640 Medium und
Iscove's Modified
Dulbecco's Medium
(IMDM) werden bevorzugt als Fusionsmedium ohne den Zusatz von Seren
wie Kälberserum
verwendet.
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Um die gewünschten Hybridoma zu selektieren
wurde die resultierende Zellfusionsmischung in Selektionsmedium
wie HAT Medium überführt und
bei ca. 30–40°C für 3 Tage
bis 3 Wochen inkubiert, wobei die Zellen mit Ausnahme der Hybridoma
sterben. Die Hybridoma wurden in herkömmlicher Weise kultiviert,
und die in den Kulturen sezernierten Antikörper wurden hinsichtlich ihrer
Reaktivität
mit dem Polypeptid untersucht. Beispiele für einen solchen Assay sind
herkömmlich
für den
Nachweis von Antikörpern
verwendete wie Enzym-Immunassay, Radioimmunassay und Bioassay. Beispielsweise
beschreibt "Tan-Clone-Kotai-Jikken-Manual
(experimentelles Handbuch für
monoklonale Antikörper)", herausgegeben von
Sakuji TOYAMA und Tamie ANDO, veröffentlicht von Kodansha Scientific,
Ltd., Tokyo, Japan, S. 105 – 152
(1991) eine Vielzahl davon.
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Hybridoma, die Antikörper spezifisch
für das
Polypeptid produzieren, werden einfach durch limitierte Verdünnung kloniert,
wodurch das Hybridom gemäß der vorliegenden
Erfindung erhalten wird.
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Der monoklonale Antikörper gemäß der vorliegenden
Erfindung kann erhalten werden durch Kultivieren des Hybridoms in
vivo, d. h. in Tieren, oder in vitro. Für die Kultur können herkömmli che
Verfahren zur Kultivierung von Säugetierzellen
verwendet werden. Beispielsweise wird im Falle der in vivo-Kultur
der monoklonale Antikörper
aus der Bauchhöhle
und/oder dem Blut des Tieres gewonnen. Die Hybridoma H-1 und H-2,
die weiter unten beschrieben sind, weisen eine erhöhte Produktivität des monoklonalen
Antikörpers
auf und besitzen das Merkmal, daß sie einfach in vivo und in
vitro kultiviert werden können.
Herkömmliche
Verfahren, die für
die Reinigung von Antikörpern
im allgemeinen angewandt werden, können verwendet werden um den
monoklonalen Antikörper
aus den Kulturen und aus der Bauchhöhle und dem Blut des Tieres
zu gewinnen. Beispiele solcher Verfahren schließen Aussalzen, Dialyse, Filtration,
Konzentration, Zentrifugation, trennende Sedimentationsgelfiltrations-Chromatographie,
Ionenaustausch-Chromatographie, Affinitätschromatographie, high-performance
liquid Chromatographie (HPLC), Gelelektrophorese und Isoelektrophorese
ein und, falls notwendig können
zwei oder mehrere von diesen in Kombination verwendet werden. Die
resultierenden gereinigten monoklonalen Antikörper können in flüssiger Form konzentriert oder
in fester Form zu Produkten getrocknet werden, um ihrer Endverwendung
gerecht zu werden.
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Der erfindungsgemäße monoklonale Antikörper ist
extrem hilfreich für
das Reinigen des erfindungsgemäßen Polypeptids
mittels Immunaffinitätschromatographie.
Eine solche Reinigungstechnik umfaßt das Zusammenbringen des
monoklonalen Antikörpers
mit einer Mischung, die das Polypeptid und Verunreinigungen wie
andere Proteine als das Polypeptid enthält, wodurch das Polypeptid
an dem Antikörper
adsorbiert und das Desorbieren des Polypeptids von dem Antikörper. Diese
Schritte werden für
gewöhnlich
in einem wässrigen System
ausgeführt.
Der monoklonale Antikörper
wird für
gewöhnlich
in einer immobilisierten Form verwendet um wasserunlösliche Träger, die
in zylindrischen Säulen
gepackt sind, zu binden. Kulturen von Transformanten oder ihre teilweise
gereinigten Produkte werden auf die Säulen geladen, wodurch das Polypeptid
im wesentlichen an den monoklonalen An tikörper adsorbiert. Durch Änderung
des den Antikörper
umgebenden pH-Wertes desorbiert das Polypeptid einfach von dem Antikörper. Für den Fall,
daß beispielsweise
ein monoklonaler Antikörper
der Klasse IgG verwendet wird, desorbiert das adsorbierte Polypeptid
und eluiert von der Säule
bei einem sauren pH-Wert,
für gewöhnlich einem
pH-Wert von 2–3,
während
im Fall der Verwendung eines monoklonalen Antikörpers der Klasse IgM das Polypeptid
bei einem alkalischen pH-Wert für
gewöhnlich
einem pH-Wert von 10–11
desorbiert und von der Säule
eluiert.
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Das Verfahren zur Reinigung gemäß der vorliegenden
Erfindung erzielt einen relativ hohen Reinheitsgrad des Polypeptids
bei einem Minimum an Arbeit, Kosten und Zeit. Wie oben beschrieben,
besitzt das Polypeptid eine Aktivität zur Induktion der IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen, und das gereinigte Polypeptid kann
als IFN-γ Induktor
für Zellkultur
verwendet werden um IFN-γ zu
produzieren, und es kann für
die Behandlung und/oder die Prävention
von Viruserkrankungen wie AIDS und Condyloma, bösartigen Tumoren wie Nierenkrebs,
Granulom, Mycosis fungoides und Gehirntumor und Immunerkrankungen
wie Gelenkrheuma und Allergie verwendet werden. Wenn das Polypeptid
die Zellzytotoxizität
von Killerzellen verstärkt,
kann es zusammen mit Interleukin 2 und/oder Tumornekrosisfaktor
verwendet werden, um den therapeutischen Effekt zu verstärken, und
die Nebenwirkungen bei der Behandlung von angenommener Immunität gegenüber bösartigen
Tumoren einschließlich
fester Tumoren wie Lungenkrebs, Nierenkrebs und Brustkrebs zu verringern.
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Der monoklonale Antikörper gemäß der vorliegenden
Erfindung besitzt eine relativ weite Anwendbarkeit in einer Vielzahl
von Bereichen, in denen der Nachweis des Polypeptids benötigt wird.
Wenn er in markierten Immunassays wie Radioimmunassay, Enzymimmunassay
und Fluoreszenzimmunassay verwendet wird, kann der monoklonale Antikörper das
Polypeptid in Proben sofort und genau qualitativ und quantitativ
nachweisen. In solchen Assays wird der monoklonale Antikörper vor
der Verwendung markiert, bei spielsweise mit radioaktiven Isotopen,
Enzymen und/oder fluoreszierenden Substanzen. Der Antikörper reagiert
spezifisch mit dem Polypeptid, wodurch eine Immunreaktion hervorgerufen
wird, und er weist bereits eine geringe Menge des Polypeptids in
Proben durch Messen der Menge der Immunreaktion dieser markierten
Substanzen nach. Im Vergleich zum Bioassay besitzt der markierte
Immunassay folgende Merkmale: er kann viele Proben gleichzeitig
untersuchen, er reduziert die Versuchszeit und die Laborkosten und
stellt Daten mit einer relativ hohen Genauigkeit zur Verfügung. Daher
ist das Nachweisverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung nützlich
für die
Kontrolle der Produktionsschritte des Polypeptids und für die Qualitätskontrolle
der Endprodukte. Obwohl die vorliegende Erfindung die Techniken
für das
Markieren monoklonaler Antikörper
oder Markierungsassays nicht im Detail beschreibt, weil sie sich
selbst nicht auf die Erfindung beziehen, sind diese Techniken im
Detail beschrieben in "Enzyme
Immunoassay", herausgegeben
von P. Tijssen, übersetzt
von Eiji ISHIKAWA, veröffentlicht
von Tokyo-Kagaku-Dojin, S. 196–348
(1989).
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Das erfindungsgemäße Agens für assoziierte Krankheiten induziert
die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen wenn es Menschen verabreicht wird,
und es übt
eine therapeutische und/oder prophylaktische Wirkung auf IFN-γ assoziierte
Krankheiten aus. Wenn das Polypeptid eine verstärkende Aktivität auf die
Zytotoxizität
von Killerzellen oder auf die Induktion der Bildung von Killerzellen
besitzt, übt
es eine starke Wirkung bei der Behandlung von schweren Erkrankungen
einschließlich
bösartiger
Tumoren aus.
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Das Polypeptid, das im Rahmen der
vorliegenden Erfindung verwendet wird, besitzt entweder die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1 (wobei das Symbol "Xaa" "Isoleucin" oder "Threonin" bedeutet) oder eine hierzu
homologe Aminosäuresequenz,
und es induziert die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen. Beispiele einer solchen homologen
Aminosäuresequenz
schließen
sol che ein, die zu der Aminosäuresequenz in
SEQ ID NO: 1 korrespondieren, wobei eine oder mehrere Aminosäuren durch
andere Aminosäuren
ersetzt sind ebenso wie solche, worin eine oder mehrere Aminosäuren zu
den N- und/oder C-Termini hinzugefügt sind und ebenso wie solche
worin eine oder mehrere Aminosäuren
in den N- und/oder
C-Termini fehlerhaft sind. Es können
alle Polypeptide, beispielsweise solche die aus natürlichen
Quellen durch Zellkultur isoliert wurden und solche die künstlich
durch rekombinante DNA Technologie und Peptidsynthese synthetisiert
wurden, im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sofern
sie eine dieser Aminosäuresequenzen
und Eigenschaften besitzen.
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Aus wirtschaftlichem Gesichtspunkt
wird die rekombinante DNA Technologie vorteilhafterweise im Rahmen
der vorliegenden Erfindung verwendet: nach der Technologie werden
DNAs, die solche Aminosäuresequenzen
kodieren, in geeignete Wirte eingeführt, die von Mikroorganismen
und Tieren abgeleitet sind, wodurch Transformanten erhalten werden,
die anschließend
in üblicher
Weise in Nährkulturmedien
kultiviert werden, und die resultierenden Kulturen werden mittels
herkömmlicher
Techniken, die für
die Reinigung von Zytokinen verwendet werden, gereinigt, wodurch
das gewünschte
Polypeptid erhalten wird.
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Wie oben beschrieben, besitzt das
Polypeptid die Fähigkeit
die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen zu induzieren. Wenn es Menschen verabreicht
wird, induziert das erfindungsgemäße Agens für assoziierte Krankheiten die
IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen im Körper und übt eine befriedigende therapeutische
und/oder prophylaktische Wirkung auf IFN-γ assoziierte Krankheiten aus.
Das Polypeptid mit der Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 1 besitzt Eigenschaften die Zytotoxizität von Killerzellen
wie NK-Zellen, LAK-Zellen (Lymphokinaktivierende Killerzellen),
zytotoxischen T-Zellen zu verstärken,
und die Bildung von Killerzellen zu induzieren, ebenso wie es die
Eigenschaft besitzt die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen zu induzieren, so daß die Killerzellen
die Poly peptid assoziierten Krankheiten behandeln und/oder verhindern.
Daher bedeutet der Begriff "assoziierte
Krankheiten" so
wie er im Rahmen der vorliegenden Beschreibung verwendet wird, allgemein
Krankheiten, die IFN-γ assoziierten
Krankheiten und solche, die direkt oder indirekt durch IFN-γ und/oder
Killerzellen behandelt und/oder verhindert werden können, einschließen: beispielsweise
virale Krankheiten wie Hepatitis, Herpessyndrom, Condyloma und AIDS;
bakterielle Krankheiten wie Candidiasis und Malaria; feste bösartige
Tumoren wie Nierenkrebs, Mycosis fungoides und chronische granulomatöse Erkrankung;
bösartige
Tumoren der Blutzellen wie adulte T-Zell-Leukämie, chronische myeloische
Leukämie
und bösartige
Leukämie
und Immunkrankheiten wie Allergie und Rheuma. Wenn das Polypeptid
zusammen mit Interleukin 3 verwendet wird, übt es eine starke Wirkung auf
die Behandlung oder die Remission von Leukämie und Myelom ebenso wie Leukopenie
und Thrombopenie aus, die durch Bestrahlungen und chemotherapeutische
Agenzien zur Behandlung von bösartigen
Tumoren induziert werden.
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Das erfindungsgemäße Agens kann weiträumig in
der Behandlung und/oder Verhinderung der zuvor genannten assoziierten
Krankheiten als Antitumoragens, antivirales Agens, Antiseptikum,
immuntherapeutisches Agens, Blutplättchen bildendes Agens und
Leukozyten verstärkendes
Agens verwendet werden. Obwohl es in Abhängigkeit von der Art des Agens,
das für
solche Zwecke und nach Art der zu behandelnden assoziierten Krankheiten
variiert, wird das erfindungsgemäße Agens
für gewöhnlich in
ein Agens in flüssiger Form,
als Paste oder als Feststoff verarbeitet, welches das Polypeptid
in einer Menge von 0,000001–100
w/w %, vorzugsweise 0,0001–0,1
w/w % auf einer trockenen festen Basis (engl.: dry solid basis (d.
s. b.)) enthält.
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Das erfindungsgemäße Agens kann als Ganzes oder
verarbeitet zu Zusammensetzungen durch Mischen mit einem physiologisch
geeigneten Träger,
Adjuvans, Füllstoff,
Verdünnungsmittel
und/oder Stabilisator wie Serumalbumin, Gelatine, Saccharide einschließ lich Maltose
und Trehalose etc. verwendet werden und, falls notwendig kann es
weiterhin mit einer oder mehreren anderen biologisch aktiven Substanzen
vermischt werden wie Interferon-α, Interferon-β, Interleukin
2, Interleukin 3, Interleukin 12, TNF-α, TNF-β, Carboquon, Cyclophosphamid,
Aclarubicin, Thiotepa, Bisulfan, Ancitabin, Cytarabin, 5-Fluoruracil,
5-Fluor-1-(tetrahydro-2-furyl)-uracil,
Methotrexat, Actinomycin D, Chromomycin A3, Daunorubicin, Doxorubicin,
Bleomycin, Mitomycin C, Vincristin, Vinblastin, L-Asparaginase,
Radiogoldcolloidal, Krestin®, Picibanil, Lentinan
und Maruyama Vaccine. Unter diesen Kombinationen ist besonders jene,
die aus dem Polypeptid und Interleukin 2 besteht besonders geeignet,
weil Interleukin 2 als Kofaktor für das Polypeptid wirkt, wenn
das Polypeptid die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert. Die gemeinsame Verwendung
des Polypeptids und eines natürlichen
oder rekombinanten humanen Interleukin 2 induziert eine beschriebene
Menge an IFN-γ Produktion
selbst dann wenn das Polypeptid die IFN-γ Produktion durch immunkompetente
Zellen im wesentlichen nicht induziert.
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Die gemeinsame Verwendung des Polypeptids
und Interleukin 12 erzielt eine höhere Menge an IFN-γ Induktivität, die durch
die Verwendung von nur einem der beiden nicht erreicht werden kann.
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Das erfindungsgemäße Agens für assoziierte Krankheiten schließt solche
in einer Einheit-Dosis-Form ein, was ein physikalisch getrenntes
und geformtes Arzneimittel bedeutet, das für die Verabreichung geeignet ist
und welches das Polypeptid in einer täglichen Dosis oder in einer
Dosis von 1/40 bis ein Vielfaches davon (bis zu 4-fach) der täglichen
Dosis enthält.
Beispiele solcher Arzneimittel sind Injektionen, Flüssigkeiten,
Pulver, Granulate, Tabletten, Kapseln, Unterzungenarzneimittel,
Augenlösungen,
Nasentropfen und Zäpfchen.
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Das erfindungsgemäße Agens kann oral oder parenteral
den Patienten verabreicht werden und, wie weiter unten beschrieben
wird, kann es verwendet werden um Antitumorzellen in vitro zu aktivieren.
In beiden Darreichungsformen übt
das Agens eine befriedigende Wirkung in der Behandlung und/oder
in der Prävention der
assoziierten Krankheiten aus. Obwohl es in Abhängigkeit von den Arten der
assoziierten Krankheiten und ihren Symptomen variiert, kann das
Agens den Patienten oral verabreicht werden oder es kann den Patienten parenteral
in das intradermale Gewebe, in das subkutane Gewebe, in die Muskeln
und Venen in einer Dosis im Bereich von ca. 1,0–50 mg/Applikation, vorzugsweise
ca. 1 μg/Applikation
bis 1 mg/Applikation, 1–4-mal täglich oder
1–5-mal
wöchentlich
für einen
Tag bis zu einem Jahr verabreicht werden.
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Das Agens gemäß der vorliegenden Erfindung
kann ebenso in der sogenannten "Antitumorimmuntherapie" unter Verwendung
von Interleukin 2 verwendet werden. Im allgemeinen ist die Antitumorimmuntherapie grob
eingeteilt in (i) ein Verfahren zur direkten Verabreichung von Interleukin
2 an den Körper
des Patienten mit bösartigen
Tumoren und (ii) ein Verfahren zum Einführen von Antitumorzellen, die
in vitro durch Interleukin 2 aktiviert wurden (adoptive Immuntherapie).
Die immuntherapeutische Wirkung kann signifikant erhöht werden
wenn gleichzeitig das Polypeptid verabreicht wird. Im Verfahren
(i) wird das Polypeptid den Patienten in einer Menge von ca. 0,1 μg/Applikation/Erwachsener
bis 1 mg/Applikation/Erwachsener 1–10-mal gleichzeitig oder vor
der Gabe von Interleukin 2 verabreicht. Die Dosis von Interleukin
2 ist für
gewöhnlich
auf eine Dosis im Bereich von ca. 10.000 bis 1.000.000 Einheiten/Applikation/Erwachsener
festgesetzt, obwohl sie in Abhängigkeit
der Arten der bösartigen
Tumoren, der Patientensymptome und der Polypeptiddosis variiert.
Im Verfahren (ii) werden mononukleäre Zellen und Lymphozyten,
die aus Patienten mit bösartigen
Tumoren gewonnen wurden, in Gegenwart von Interleukin 2 und ca.
1 ng bis 1 mg des Polypeptids pro 1 × 106 Zellen
dieser Blutzellen kulti viert. Nach Kultivierung für eine vorbestimmte
Zeitspanne werden NK-Zellen und LAK-Zellen aus der Kultur gewonnen
und in den Körper
des Patienten eingeführt.
Krankheiten die mit der vorliegenden Antitumorimmuntherapie behandelt
werden können
sind beispielsweise feste bösartige
Tumoren wie Dickdarmkrebs, Magenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Zungenkrebs, Blasenkrebs,
Chorionkrebs, Hepatom, Prostatakrebs, Gebärmutterkrebs, Kehlkopfkrebs,
Lungenkrebs, Brustkrebs, malignes Melanom, Kaposi's Sarkom, Gehirntumor,
Neuroblastom, Eierstockkrebs, Hodenkrebs, Osteosarkom, Bauchspeicheldrüsenkrebs,
Nierenkrebs, Hypernephrom, Hämangioendotheliom
und bösartige
Blutzellentumore wie Leukämie
und malignes Lymphom.
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Die folgenden Beispiele erklären die
vorliegende Erfindung, und die hier verwendete rekombinante DNA
Technologie ist für
sich genommen herkömmlicherweise
im Stand der Technik bekannt: beispielsweise ist eine solche Technologie
beschrieben bei J. Sambrook et al. in "Molecular Cloning, A Laboratory Manual", 2. Auflage (1989),
veröffentlicht
von Cold Spring Harbor Laboratory Press, New York, USA und by Masami
MURAMATSU in "Laboratory
Manual for Genetic Engineering" (1988),
veröffentlicht
von Maruzen Co., Ltd., Tokyo, Japan.
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Beispiel A-1
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Herstellung
des gereinigten Polypeptids
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600 weiblichen, 8 Wochen alten CD-1
Mäusen
wurde intraperitoneal 1 mg/Maus toter Corynebacterium parvum (ATCC
11827) injiziert, die zuvor bei 60°C für eine Stunde erhitzt worden
waren, und die Mäuse wurden
für 7 Tage
auf herkömmliche
Weise gefüttert
und mit 1 μg/Maus
eines gereinigten Lipopolysaccharids, das aus Escherichia coli gewonnen
wurde, intravenös
injiziert. 1–2
Stunden nach der intravenösen
Injektion wurden die Mäuse
geopfert, um ihr Blut zu gewinnen, anschließend wurden ihre Lebern herausgenommen,
die Lebern wurden in einem Homogenisator in dem 8-fachen Volumen
eines 50 mM Phosphatpuffers (pH 7,3) zerkleinert, und die gebildete
Suspension wurde extrahiert. Der gebildete Extrakt wurde bei 8.000
rpm für
20 min zentrifugiert, und ca. 9 l des Überstandes wurde mit gesättigtem
Ammoniumsulfat in 50 mM Phosphatpuffer (pH 7,3) gemischt, wodurch
ein Sättigungsgrad
von 45 w/v % erreicht wurde. Die gebildete Lösung wurde bei 4°C für 18 Stunden
stehengelassen und bei ca. 8.000 rpm für 30 min zentrifugiert, wodurch
ca. 19 l Überstand erhalten
wurden, welcher das erfindungsgemäße Polypeptid enthielt.
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Der Überstand wurde auf eine Säule geladen,
die mit ca. 4,6 l "PHENYL
SEPHAROSE", einem
Produkt von Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden beladen
war, wobei die Säule
mit 50 nM Phosphatpuffer (pH 7,3), der 1 M Ammoniumsulfat enthielt,
equilibriert worden war, und die Säule wurde mit einer frischen
Präparation
des gleichen Puffers gewaschen, und es wurde bei einer SV (engl.:
space velocity = Raumgeschwindigkeit) von 0,57 ein linearer Gradientenpuffer
im Bereich von 1 M bis 0,2 M Ammoniumsulfat in 50 mM Phosphatpuffer
(pH 7,3) zugeführt.
Die Fraktionen, die das erfindungsgemäße Polypeptid enthielten, eluierten
bei 0,8 M Ammoniumsulfat, sie wurden gesammelt und zu ca. 4,8 l
Lösung
vereinigt, die anschließend mit
Hilfe eines Membranfilters konzentriert wurde und für 18 Stunden
bei 4°C
gegen einen 20 mM Phosphatpuffer (pH 6,5) dialysiert wurde und auf
eine Säule
geladen wurde, die mit ca. 250 ml "DEAE-SEPHAROSE", einem Produkt von
Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden bestückt worden
war. Die Säule wurde
mit einer frischen Präparation
desselben Puffers gewaschen, und es wurde bei SV 1,2 ein linearer
Gradientenpuffer im Bereich von 0 M bis 0,2 M Natriumchlorid in
20 mM Phosphatpuffer (pH 6,5) zugeführt, wodurch ca. 260 ml Fraktionen
eluiert und gesammelt wurden, die das erfindungsgemäße Polypeptid
enthielten, das bei einer Konzentration von ca. 0,13 M Natriumchlorid
eluierte.
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Fraktionen die das erfindungsgemäße Polypeptid
enthielten, wurden gesammelt, vereinigt, konzentriert und gegen
25 mM Bis-Trispuffer
(pH 7,1) bei 4°C
für 18
Stunden dialysiert. Die dia lysierte Lösung wurde auf eine Säule aufgetragen,
die mit ca. 24 ml "MONO-P", einem Produkt von
Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden beladen worden
war, und die dialysierte Lösung
wurde mit 10 v/v % Polypuffer 74 (pH 4,0) eluiert, wobei der pH-Wert
von 7 auf 4 erniedrigt wurde, wodurch ca. 23 ml Eluat erhalten wurden,
welches das erfindungsgemäße Polypeptid
enthielt. Das Eluat wurde konzentriert, auf eine Säule geladen,
die mit "SUPER-DEX
75", einem Produkt
von Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden bestückt und
mit einer Mischlösung
(pH 7,2) mit 7 mM Dinatriumhydrogenphosphat, 3 mM Natriumdiyhdrogenphosphat
und 139 mM Natriumchlorid equilibriert worden war, und das Eluat
wurde der Gelfiltrationschromatographie zugeführt, wobei Fraktionen, die
das erfindungsgemäße Polypeptid
mit ca. 19.000 Daltons enthielten, mit einer frischen Präparation
derselben Lösung
eluiert wurden. Die Fraktionen wurden für die Verwendung in Beispiel
A-2 vereinigt und konzentriert. Die Ausbeute des erfindungsgemäßen Polypeptids
betrug ca. 0,6 μg/Maus.
-
Beispiel A-2
-
Teilweise
Aminosäuresequenz
des Polypeptids
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Ein Teil einer wässrigen Lösung, die das gereinigte Polypeptid
aus Beispiel A-1 enthielt, wurde bis zu einem Volumen von ca. 50 μl konzentriert
und anschließend
mit 25 μl
einer Lösung
gemischt, die 3 w/v % SDS, 60 v/v % Glycerol und 60 mg/ml Dithiothreitol
enthielt. Die gebildete Mischung wurde bei 50°C für 30 min inkubiert, auf ein
15 w/v % Polyacrylamidgel geladen und in herkömmlicher Weise elektrophorisiert.
Das Gel wurde gefärbt,
indem es in einer Mischlösung
aus 10 v/v % wässriger
Essigsäurelösung und
50 v/v % wässrigem
Methanol, die 0,1 w/v % Coomassie Brilliant blue R 250 enthielt,
geschwenkt wurde, das Gel wurde durch wiederholtes Waschen in einer
Mischlösung
aus 12 v/v % wässrigem
Methanol und 7 v/v % wässriger
Essigsäurelösung entfärbt, und
es wurde durch Schwenken in destilliertem Wasser für 18 Stunden
gewaschen. Ein Teil des Gels, der mit Coomassie Brilliant blue gefärbt war
und das erfindungsgemäße Polypeptid
enthielt, wurde aus dem Gel ausgeschnitten und lyophilisiert.
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Das lyophilisierte Gel wurde in 0,6
ml Lösung
bestehend aus 100 mM Natriumhydrogencarbonat mit 2 μg/ml "TPCK TRYPSIN", 0,5 mM Calciumchlorid
und 0,02 v/v % wässriger
Tween 20 Lösung
geschwenkt, gefolgt von der Inkubation bei 37°C für 18 Stunden, wodurch das Protein
trypsiniert wurde. Die gebildete Lösung wurde zentrifugiert, wodurch
ein Überstand
erhalten wurde, während
das gebildete Präzipitat
in 1 ml eines 1 v/v % wässrigen
Trifluoracetat mit 0,001 v/v % Tween 20 geschwenkt, für 4 Stunden
bei Raumtemperatur geschüttelt
und zentrifugiert wurde, wodurch ein Überstand erhalten wurde. Das
neu gebildete Präzipitat
wurde wie oben beschrieben nacheinander behandelt mit 70 v/v % wässrigem
Trifluoracetat, das 0,001 v/v % Tween 20 enthielt, und mit 50 v/v
% wässrigem
Acetonitril, wodurch ein Überstand
erhalten wurde. Der gebildete Überstand
und der bereits weiter oben erhaltene Überstand wurden vereinigt und
konzentriert, wodurch 250 μl
erhalten wurden, die anschließend
durch Zentrifugation filtriert wurden.
-
Die gebildete wässrige Lösung, welche die Peptidfragmente
enthielt, wurde auf eine "HPLC ODS-120T" geladen, eine Säule für HPLC,
die kommerziell erhältlich
ist bei Tosoh Corporation, Tokyo, Japan, die zuvor mit 0,1 v/v %
wässrigem
Trifluoracetat equilibriert worden war, und die Säule wurde
mit 0,1 v/v % wässrigem
Trifluoracetat gewaschen und mit 0,1 v/v % Trifluoracetat bei einer
Durchflußrate
von 0,5 ml/min beladen, wobei die Konzentration des wässrigen
Acetonitrils von 0 v/v % bis 70 v/v % gesteigert wurde, und die
Konzentration des Peptids in dem Eluat wurde mit Hilfe eines Spektrophotometers
bei Wellenlängen
von 214 nm und 280 nm überwacht.
Fraktionen, die ca. 75 min und ca. 55 min nach dem Beginn der Elution
eluierten, wurden jeweils gesammelt (im folgenden als "Peptidfragment A" und "Peptidfragment B" bezeichnet). Das
Elutionsmuster ist in 1 gezeigt.
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Die Peptidfragmente A und B wurden
mit Hilfe von "MODEL
473 A", einem Proteinsequenziergerät analysiert,
das kommerziell erhältlich
ist bei Perkin-Elmer Corp., Instrument Div., Norwalk, USA, wobei
sich zeigte, daß sie
die Aminosäuresequenzen
in SEQ ID NOs: 4 und 5 aufweisen.
-
Beispiel A-3
-
DNA-Basensequenz, die
das Protein kodiert und Aminosäuresequenz
des Polypeptids
-
Beispiele A-3-1
-
Herstellung der Gesamt-RNA
-
3 g feuchter Mausleberzellen, die
gemäß dem Verfahren
in Beispiel A-1 hergestellt wurden, wurden gewogen, in 20 ml einer
Mischlösung,
die 6 M Guanidinisothiocyanat, 10 mM Natriumcitrat und 0,5 w/v %
SDS enthielt, geschwenkt und mit einem Homogenisator zerkleinert.
35 ml Zentrifugenröhrchen
wurden mit 25 ml 0,1 M EDTA (pH 7,5), das 5,7 M Cäsiumchlorid
enthielt, beladen, und der obere Teil der Lösungen in den Röhrchen wurde
mit 10 ml der homogenisierten Zellsuspension überschichtet, anschließend wurden
die Röhrchen bei
25.000 rpm für
20 Stunden zentrifugiert, wodurch die RNA Fraktionen gesammelt wurden.
Die Fraktionen wurden vereinigt, auf 15 ml Zentrifugenröhrchen verteilt
und mit den gleichen Volumina einer Mischlösung aus Chloroform und Isobutanol
(= 4 : 1 des Volumens) gemischt. Die Röhrchen wurden für 5 min
geschüttelt
und bei 4°C
und 10.000 rpm für
10 min zentrifugiert, die gebildeten Wasserschichten wurden gesammelt,
vereinigt, mit dem 2,5-fachen Volumen an Ethanol gemischt und bei –20°C für 2 Stunden
stehengelassen, um die Gesamt-RNAs zu präzipitieren. Das Präzipitat
wurde gesammelt, vereinigt, mit 75 v/v % wässrigem Ethanol gewaschen und
in 0,5 ml sterilisiertem destillierten Wasser für die Verwendung in Beispiel
A-3-2 gelöst. Die
Ausbeute an RNAs betrug ca. 5 mg, d. s. b.
-
Beispiel A-3-2
-
Herstellung von DNA Fragmenten,
die das Polypeptid teilweise kodieren
-
1 μm
der Gesamt-RNAs aus Beispiel A-3-1 wurde gemischt mit 4 μl 25 mM Magnesiumchlorid,
2 μl einer
Lösung
bestehend aus 10 × PCR
Puffer, 100 mM Tris-HCl Puffer (pH 8,3) und 500 mM Kaliumchlorid,
8 μl eines
1 mM dNTP Mixes, 1 μl
einer Lösung
enthaltend 1 unit/μl
RNase Inhibitor, 1 μl
einer Lösung
enthaltend 2,5 units/μl
reverse Transkriptase und 1 μl
eines 2,5 μM
Randomhexamers, die RNAs wurden ferner mit Wasser auf ein Gesamtvolumen
von 20 μl
aufgefüllt.
Die Mischlösung
wurde in Reaktionsröhrchen
gegeben und in herkömmlicher
Weise nacheinander bei 25°C
für 10
min bei 42°C
für 30
min, bei 99°C
für 5 min
und bei 5°C für 5 min
inkubiert, wobei die reverse Transkriptase Reaktion stattfand, anschließend wurde
eine wässrige
Lösung
gewonnen, die den ersten Strang der cDNA enthielt.
-
Zu 20 μl der wässrigen Lösung wurden hinzugefügt 4 μl 25 mM Magnesiumchlorid,
8 μl 10 × PCR Puffer,
0,5 μl einer
Lösung
enthaltend 2,5 units/μl
AmpliTaq DNA Polymerase, kommerziell erhältlich bei Perkin-Elmer Corp.,
Instrument Div., Norwalk, USA und jeweils 1 pM der Primer 1 und
2 als Senseprimer oder Anti-Senseprimer.
Die Mischlösung
wurde mit destilliertem sterilisierten Wasser auf 100 μl aufgefüllt und
in herkömmlicher
Weise nacheinander bei 94°C
für 1 min,
bei 45°C
für 2 min,
bei 72°C
für 3 min
wiederholt für
40 Zyklen inkubiert, wodurch unter Verwendung der ersten Strang
cDNA als template ein DNA Fragment amplifiziert wurde, welches das
erfindungsgemäße Polypeptid
teilweise kodiert. Die Primer 1 und 2 waren Oligonucleotide, die
basierend auf den Aminosäuresequenzen
Pro-Glu-Asn-Ile-Asp-Asp-Ile
und Phe-Glu-Asp-Met-Thr-Asp-Ile in SEQ ID NOs: 4 und 5 chemisch
synthetisiert wurden und die Basensequenzen 5'-RTRTCRTCDATRTTYTCNGG-3' und 5'-TTYGARGAYATGACNGAYAT-3' aufwiesen.
-
Ein Teil des gebildeten PCR Produktes
wurde mittels Elektrophorese in einem 2 w/v % Agarosegel aufgetrennt,
auf eine Nylonmembran übertragen,
mit 0,4 N Natriumhydroxid fixiert, mit 2 × SSC gewaschen, luftgetrocknet,
in einer Prähybridisierungslösung enthaltend
5 × SSPE,
5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v % SDS und 100 μg/ml
denaturierte Lachssperma DNA geschwenkt und bei 65°C für 3 Stunden
inkubiert. Als Sonde 1 wurde ein Oligonucleotid mit einer Basensequenz
5'-TTYGARGARATGGAYCC-3', basierend auf der
Aminosäuresequenz
Phe-Glu-Glu-Met-Asp-Pro in SEQ ID NO: 4 synthetisiert und mit [γ-32P]ATP und T4 Polynucleotidkinase markiert.
-
-
Die Nylonmembran wurde in einer Lösung enthaltend
1 pM der Sonde 1, 5 × SSPE,
5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v % SDS und 100 μg/ml
denaturierte Lachssperma DNA geschwenkt und bei 45°C für 24 Stunden
inkubiert, wobei die Hybridisierung stattfand. Die erhaltene Nylonmembran
wurde in 6 × SSC
gewaschen und in herkömmlicher
Weise autoradiographiert, wobei sich zeigte, daß das PCR Produkt das gewünschte DNA
Fragment enthielt.
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Das verbleibende PCR Produkt wurde
mit 50 ng "pT7 BLUE
T", einem Plasmidvektor,
der kommerziell erhältlich
ist bei Takara Shuzo Co., Ltd., Tokyo, Japan, einer angemessenen
Menge an T4 Ligase und weiterhin mit 100 mM ATP gemischt, wodurch
eine Konzentration von 1 mM erreicht wurde, anschließend wurde
bei 16°C
für 18
Stunden inkubiert, um das DNA Fragment in den Plasmidvektor zu inserieren.
Die so erhaltene DNA wurde in den Stamm Escherichia coli Nova Blue,
ein Mikroorganismus der Spezies Escherichia coli, der kommerziell
erhältlich
ist bei Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden, eingeführt, wodurch eine Transformante
erhalten wurde, die anschließend
auf ein Plattenmedium enthaltend 10 g/l Bactotrypton, 2,5 g/l Natriumchlorid,
15 g/l Bactoagar, 100 mg/l Ampicillin, 40 mg/l X-Gal und 23,8 mg/l
Isopropyl-β-D-Thiogalacto-Pyranosid
(im nachfolgenden als "IPTG" abgekürzt) inokuliert
wurde und bei 37°C
für 24
Stunden inkubiert wurde, um Kolonien zu bilden. Eine Nylonmembran
wurde in herkömmlicher
Weise auf das Plattenmedium gelegt und für ca. 30 Sekunden liegengelassen,
wodurch die Kolonien daran anhefteten. Die Nylonmembran wurde anschließend von
der Platte abgezogen und für
7 min in einer Lösung
enthaltend 0,5 N Natriumhydroxid und 1,5 M Natriumchlorid geschwenkt,
wodurch die Zellen lysiert wurden. Daran anschließend wurde
die Nylonmembran weiterhin für
3 min in 0,5 M Tris-HCl Puffer (pH 7,2) enthaltend 1,5 M Natriumchlorid,
geschwenkt, mit 2 × SSC
gewaschen, in 0,4 N Natriumhydroxid für 20 min geschwenkt, um die
DNA zu fixieren, mit 5 × SSC gewaschen,
luftgetrocknet, in einer Prähybridisierungslösung enthaltend
5 × SSPE,
5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v % SDS und 100 μg/ml
denaturierte Lachssperma DNA geschwenkt und bei 65°C für 3 Stunden
inkubiert. Die auf der Nylonmembran gebildeten Kolonien wurden in
herkömmlicher
Weise mit der Sonde 1 hybridisiert, mit 6 × SSC gewaschen und wie oben
beschrieben autoradiographiert, anschließend wurden Transformanten
selektiert, die mit der Sonde 1 stark hybridisierten.
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Die Transformanten wurden in L-broth
(pH 7,2) enthaltend 100 μg/ml
Ampicillin inokuliert und bei 37°C für 18 Stunden
inkubiert, anschließend
wurden Zellen aus der Kultur gesammelt, und es wurde rekombinante DNA
mit Hilfe des herkömmlichen
Alkali-SDS-Verfahrens
gewonnen. Die Analyse mit Hilfe des Dideoxy-Verfahrens zeigte, daß die rekombinante
DNA ein DNA Fragment enthielt, das aus Basensequenzen besteht, die den
Basen zwischen den Positionen 85 bis 281 in SEQ ID NO: 3 entsprechen.
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Beispiel A-3-3
-
Herstellung von mRNA
-
0,05 ml einer wässrigen Lösung, welche die Gesamt-RNAs
aus Beispiel A-3-1 enthielt, wurde in ein Teströhrchen gegeben, mit 0, 5 ml
10 mM Tris-HCl Puffer (pH 7, 5) enthaltend 1 mM EDTA und 0,1 w/v
% SDS gemischt und auf 1 ml mit sterilisiertem destillierten Wasser
aufgefüllt.
Zu der Mischung wurde 1 ml "OLIGO-TEX-dT30 SUPER", ein Oligo-d(T)30 Latex, das kommerziell erhältlich ist
bei Nippon Roche K. K., Tokyo, Japan, hinzugefügt, anschließend wurde
bei 65°C
für 5 min
inkubiert um die RNAs zu denaturieren und für 3 min in einem Eis-Wasser-Bad
gekühlt.
Die daraus resultierende Mischung wurde mit 0,2 ml 5 M Natriumchlorid gemischt,
bei 37°C
für 10
min inkubiert und bei 10.000 rpm bei 25°C für 10 min zentrifugiert. Das
Präzipitat
in Form eines Pellets wurde in 0,5 ml sterilisiertem destillierten
Wasser suspendiert und bei 65°C
für 5 min
inkubiert um die mRNA aus der Olgio-d(T)30 Latex
zu extrahieren. Die Ausbeute an mRNA betrug ca. 5 μg.
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Beispiel A-3-4
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Herstellung
der cDNA Bibliothek
-
Die cDNA Bibliothek wurde aus mRNA
in Beispiel A-3-3 unter Verwendung von "cDNA SYNTHESIZING SYSTEM PLUS", ein cDNA Klonierungskit,
der kommerziell erhältlich
ist bei Amersham Corp., Div., Amersham International, Arlington
Heights, USA, hergestellt. Die Herstellungsverfahren waren wie folgt:
in ein 1,5 ml Reaktionsgefäß wurden
nacheinander 4 μl
einer Lösung
zur Synthese des ersten Stranges der cDNA, 1 μl Natriumpyrophosphatlösung, 1 μl einer Lösung humanen
Placentaribonucleaseinhibitors, 2 μl Deoxynucleosidtriphosphatmix
und 1 μl
Oligod(T)16 Primer hinzugefügt. Die
resultierende Mischung wurde mit 2 μl mRNA aus Beispiel A-3-3 gemischt,
auf 19 μl
mit sterilsiertem destillierten Wasser aufgefüllt, mit 1 μl einer Lösung enthaltend 20 units reverse
Transkriptase, gemischt und bei 42°C für 40 min inkubiert, wodurch
eine Reaktionsmischung erhalten wurde, die den ersten Strang der
cDNA enthielt.
-
Die so erhaltene Mischung wurde gemischt
mit 37,5 μl
einer Lösung
zur Synthese des zweiten Strangs der cDNA, 0,8 units Ribonuclease
H, abgeleitet von Escherichia coli, 23 units DNA Polymerase, und
die Mischung wurde auf 100 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser ausgefüllt. Die resultierende Mischung
wurde nacheinander bei 12°C
für 60
min und bei 22°C
für 60
min inkubiert, mit 2 units T4 DNA Polymerase gemischt und bei 37°C für 10 min
inkubiert, wodurch eine Reaktionsmischung erhalten wurde, die den
zweiten Strang der cDNA enthielt. Zu der Reaktionsmischung wurden
4 μl 0,25
M EDTA (pH 8,0) hinzugefügt,
um die Reaktion zu suspendieren, und die resultierende Mischung
wurde in herkömmlicher
Weise mit Phenol und Chloroform extrahiert und mit Ethanol behandelt,
um die gewünschte
cDNA zu präzipitieren,
anschließend
wurde das Präzipitat
gewonnen.
-
Zu der so erhaltenen cDNA wurden
in dieser Reihenfolge 2 μl
L/K Puffer, 250 pM Eco RI Adapter und 2,5 units T4 DNA Ligase hinzugefügt, und
die resultierende Lösung
wurde auf 20 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt und bei 15°C für 16 Stunden
inkubiert, um den Eco RI Adapter an beide Enden der cDNA zu ligieren.
Die Reaktionsmischung wurde mit 2 μl 0,25 M EDTA gemischt um das
verbleibende Enzym zu inaktivieren und einer Molekularsiebchromatographie
zugeführt
um intakte Eco RI Adapter zu inaktivieren. Zu der resultierenden
Mischung wurden 40 μl
L/K Puffer und 80 units T4 Polynucleotidkinase hinzugefügt, und
die Mischung wurde auf 400 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt, anschließend wurde
sie bei 37°C für 30 min
inkubiert um die Eco RI Schnittstellen zu methylieren. Die resultierende
Mischung wurde mit Phenol und Chloroform extrahiert und mit Ethanol
behandelt um die gewünschte
DNA zu präzipitieren,
anschließend wurde
die DNA gewonnen. Zu der DNA wurden 1,5 μl L/K Puffer enthaltend eine
angemessene Menge an λgt 10
Armen und 2, 5 units T4 DNA Ligase hinzugefügt, und die resultierende Lösung wurde
auf 15 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt, bei 15°C für 16 Stunden inkubiert um die
Ligation zu bewirken und einem herkömmlichen in vitro Verpackungsverfahren
zu geführt,
um einen Phagen, der die rekombinante λDNA enthält, zu erhalten.
-
Beispiel A-3-5
-
Klonierung
der rekombinanten DNA
-
Eine Impfkultur des Stammes Escherichia
coli NM514 wurde in herkömmlicher
Weise mit dem Phagen aus Beispiel A-3-4 infiziert, und die infizierten
Zellen wurden auf eine Agarplatte (pH 7,0) enthaltend 10 g/l Bacto-Trypton,
5 g/l Bacto-Hefeextrakt, 10 g/l Natriumchlorid und 15 g/l Bacto-Agar
inokuliert und bei 37°C
für 16 Stunden
zur Bildung von Plaques inkubiert. Die Agarplatte wurde mit einer
Nylonmembran bedeckt und für
30 Sekunden liegengelassen, wodurch die Plaques an sie anhefteten.
Die Nylonmembran wurde von der Platte abgezogen und nacheinander
in einer wässrigen
Lösung
enthaltend 0,5 M Natriumhydroxid und 1,5 M Natriumchlorid für 7 min
sowie in 0,5 M Tris-HCl Puffer (pH 7,0) enthaltend 1,5 M Natriumchlorid
für 3 min
geschwenkt. Die Nylonmembran wurde mit 2 × SSC gewaschen, luftgetrocknet,
in 0,4 N Natriumhydroxid für
20 min geschwenkt, mit 5 × SSC
gewaschen, luftgetrocknet, in einer Lösung enthaltend 5 × SSPE,
5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v % SDS und 100 μg/ml
denaturierte Lachssperma DNA geschwenkt und bei 65°C für 3 Stunden inkubiert.
Danach wurde die so behandelte Nylonmembran inkubiert in einer Lösung enthaltend
eine angemessene Menge des DNA Fragments als Sonde 2, das in Beispiel
A-3-2 erhalten wurde und markiert war mit 32P unter
Verwendung des "READY
PRIME DNA LA-BELLING
SYSTEM", einem DNA
Markierungskit, der kommerziell erhältlich ist bei Amersham Corp.,
Div., Amersham International, Arlington Heights, USA, 5 × SSPE, 5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v SDS und 100 μg/ml
denaturierte Lachssperma DNA, und die Mischung wurde bei 60°C für 20 Stunden
inkubiert, um die Hybridisierung zu bewirken. Die Reaktionsmischung
wurde der Autoradio graphie, wie oben beschrieben, zugeführt, um
Phagen DNA Klone zu selektieren, die stark mit der Sonde 2 hybridisierten.
-
Unter Verwendung herkömmlicher
Techniken wurden die Klone in Escherichia coli amplifiziert, anschließend wurde
rekombinante DNA aus den Zellen extrahiert. Die rekombinante DNA
wurde mit Eco RI, einem Restriktionsenzym, gespalten. Der Plasmidvektor
pUCl9 (ATCC 37254) wurde mit dem gleichen Restriktionsenzym gespalten,
und die gebildeten geschnittenen DNA Fragmente und Plasmidfragmente
wurden mit DNA Ligase ligiert, wodurch eine rekombinante DNA erhalten
wurde, die anschließend
mit Hilfe eines herkömmlichen
Verfahrens unter Verwendung kompetenter Zellen in den Stamm Escherichia
coli JM109 (ATCC 53323) eingeführt
wurde, wodurch eine Transformante erhalten wurde.
-
Beispiel A-3-6
-
Bestimmung
der Basensequenz der DNA und der Aminosäuresequenz des Polypeptids
-
Die Transformante aus Beispiel A-3-5
wurde in L-broth (pH 7,2) inokuliert und bei 37°C für 18 Stunden unter Schütteln inkubiert.
Die resultierenden proliferierenden Zellen wurden gesammelt und
mit einem herkömmlichen
Alkali-SDS Verfahren behandelt, wodurch eine rekombinante DNA erhalten
wurde, welche die DNA gemäß der vorliegenden
Erfindung aufwies. Die Analyse in einem automatischen Sequenziergerät unter Verwendung
eines Fluorphotometers zeigte, daß die rekombinante DNA die
Basensequenz in SEQ ID NO: 3 aufweist. Die Decodierung der Basensequenz
zeigte, daß sie
die Aminosäuresequenz
in SEG ID NO: 3 kodiert. Die Aminosäuresequenz weist die teilweisen
Aminosäuresequenzen
in SEQ ID NOs: 4 und 5 auf, die den Aminosäurepositionen von 79 bis 103
und von 26 bis 43 in SEQ ID NO: 3 entsprechen, und dies bedeutet,
daß in Mäusen das
Polypeptid mit der Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 3 ebenfalls von der DNA in SEQ ID NO: 3 kodiert wird,
wobei das Symbol "Xaa" "Methionin" oder "Threonin" bedeutet:
-
-
In den folgenden Beispielen A-4 bis
A-7 wird eine cDNA, die ein anderes Polypeptid kodiert, das die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert, aus humaner Leber mRNA hergestellt,
wobei als Sonde ein DNA Fragment mit der Basensequenz in SEQ ID
NO: 3 verwendet wird. Die cDNA wurde hinsichtlich ihrer Basensequenz
analysiert und decodiert, um die Aminosäuresequenz des Polypeptids
zu bestimmen. Die cDNA wurde in Escherichia coli exprimiert, und
anschließend
wurden die Merkmale und Eigenschaften des gebildeten Polypeptids
untersucht.
-
Beispiel A-4
-
Basensequenz der DNA,
die für
das Polypeptid kodiert und Aminosäuresequenz des Polypeptids
-
Beispiel A-4-1
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Herstellung der cDNA Bibliothek
-
Die cDNA Bibliothek wurde aus einer
humanen Leber RNA hergestellt, die mit "POLY A" ergänzt
wurde, einem Produkt, das kommerziell erhältlich ist bei Clonatec-BIOSOFT,
Paris Cedex, Frankreich unter Verwendung von "cDNA SYNTHESIZING SYSTEM PLUS", einem cDNA Klonierungskit,
der kommerziell erhältlich
ist bei Amersham Corp., Div., Amersham International, Arlington
Heights, USA. Die Herstellungsverfahren waren wie folgt: In ein
1,5 ml Reaktionsröhrchen
wurden nacheinander gegeben 10 μl
einer Lösung
zur Synthese des ersten Stranges der cDNA, 2,5 μl 1 mM Natriumpyrophosphat,
2,5 μl einer
Lösung
enthaltend 1 μg/l humanen
Plazentaribonucleaseinhibitor, 5 μl
einer Lösung
enthaltend 1 μg/l
Deoxynucleotidtriphosphatmischung, 2,5 μl einer Lösung enthaltend 1 μg/l Oligo-dT
Primer, 5 μl
humane Leber RNA ergänzt
mit Poly(A), und die Mischung wurde auf 45 μl mit sterilisiertem destillierten
Wasser aufgefüllt.
Anschließend
wurde die resultierende Mischung mit 5 μl einer Lösung enthaltend 100 units einer
reversen Transkriptase gemischt und bei 42°C für 40 min inkubiert, wodurch
eine Reaktionsmischung erhalten wurde, die den ersten Strang der cDNA
enthielt.
-
Zu der Reaktionsmischung wurden hinzugefügt 93,5 μl einer Lösung zur
Synthese des zweiten Strangs der cDNA, 4 units Ribonuclease H die
von Escherichia coli abgeleitet ist, 115 units DNA Polymerase, und
die Mischung wurde auf 250 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt. Die resultierende Mischung wurde
nacheinander bei 12°C
für 60
min, bei 22°C
für 60
min und bei 70°C
für 10
min inkubiert, mit 10 units T4 Polymerase gemischt und weiterhin
bei 37°C
für 10
min inkubiert. Zu der Reaktionsmischung wurden 10 μl 0, 25 M
EDTA (pH 8, 0) hinzugefügt
um die Reaktion zu suspendieren, und die resultierende Mischung
wurde in herkömmlicher
Weise mit Phenol und Chloroform extrahiert und mit Ethanol behandelt
um die gewünschte zweite
Strang cDNA zu präzipitieren,
anschließend
wurde das Präzipitat
gewonnen.
-
Zu der so erhaltenen zweite Strang
cDNA wurden hinzugefügt
2 μl L/K
Puffer (pH 8,0), 250 pM Eco RI Adapter und 2,5 units T4 DNA Ligase,
und die resultierende Lösung
wurde auf 20 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt und bei 15°C für 16 Stunden
inkubiert, um die Eco RI Adapter an beide Enden der cDNA zu ligieren.
Die resultierende Mischung wurde anschließend mit 2 μl 0, 25 M EDTA gemischt um die
Reaktion zu suspendieren und der Molekularsiebchromatographie zugeführt um intakte
Eco RI Adapter zu entfernen. Zu der resultierenden Mischung wurden
40 μl L/K
Puffer (pH 8,0) und 80 units T4 Polynucleotidkinase hinzugefügt, und
die Mischung wurde auf 400 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt, anschließend wurde
bei 37°C
für 30
min inkubiert um die Eco RI Schnittstellen zu methylieren. Die resultierende
Mischung wurde mit Phenol und Chloroform extrahiert und mit Ethanol
behandelt um die gewünschte
cDNA zu präzipitieren,
anschließend
wurde die cDNA ge wonnen. Zu der cDNA wurden 1,5 μl L/K Puffer (pH 8, 0) enthaltend eine
angemessene Menge an λgt
10 Armen, und 2,5 units T4 DNA Ligase hinzugefügt, und die resultierende Lösung wurde
auf 15 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt, bei 15°C für 16 Stunden inkubiert um die
Ligation zu bewirken und einem herkömmlichen in vitro Verpackungsverfahren
zugeführt
um einen Phagen zu erhalten, der eine rekombinante λDNA aufweist.
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Beispiel A-4-2
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Klonierung
der rekombinanten DNA
-
Eine Impfkultur des Stammes Escherichia
coli NM514 wurde in herkömmlicher
Weise mit dem Phagen aus Beispiel A-4-1 infiziert, und die inifizierten
Zellen wurden auf eine Agarplatte (pH 7,0) enthaltend 10 g/l Bacto-Trypton,
5 g/l Bacto-Hefeextrakt, 10 g/l Natriumchlorid und 15 g/l Bacto-Agar
inokuliert und bei 37°C
für 16 Stunden
zur Bildung von Plaques inkubiert. Unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren wurde die Agarplatte mit einer Nylonmembran bedeckt, die
für 30
Sekunden liegengelassen wurde, wodurch die Plaques an sie anhefteten.
Anschließend
wurde die Nylonmembran von der Platte abgezogen und nacheinander
in einer wässrigen
Lösung
enthaltend 0,5 N Natriumhydroxid und 1,5 M Natriumchlorid für 7 min
sowie in 0,5 M Tris-HCl Puffer
(pH 7,0) enthaltend 1,5 M Natriumchlorid für 3 min geschwenkt. Die Nylonmembran
wurde mit 2 × SSC gewaschen,
luftgetrocknet, in 0,5 N Natriumhydroxid für 20 min geschwenkt, mit 5 × SSC gewaschen,
luftgetrocknet, in einer Lösung
enthaltend 5 × SSPE,
5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v % SDS und denaturierte Lachssperma DNA geschwenkt und bei 65°C für 3 Stunden
inkubiert. Um die gewünschte
rekombinante DNA zu klonieren wurde ein DNA Fragment mit der Basensequenz
in SEQ ID NO: 3 mit 32P markiert unter Verwendung von "RERDY PRIME DNA LABELLING
SY-STEM", einem DNA Markierungskit,
der kommerziell erhältlich
ist bei Amersham Corp., Div., Amersham International, Arlington
Heights, USA, wodurch die Sonde 3 erhalten wurde. Die Herstellungsverfahren
waren wie folgt: in ein 1,5 ml Reaktionsröhrchen wurde 25 ng eines DNA Fragments,
das nach dem Verfahren in Beispiel A-3-5 hergestellt wurde, gegeben,
die Mischung wurde auf 45 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt, bei 95°C für 3 min inkubiert und in ein
anderes Reaktionsröhrchen überführt. In
dem Reaktionsröhrchen
wurden 5 μl
[α-32P]dCTP Lösung hinzugefügt und durch
Inkubation bei 37°C
für 30
min markiert. Danach wurde das resultierende Produkt, welches das
markierte DNA Fragment enthielt, einer herkömmlichen Molekularsiebchromatographie
zugeführt,
um intaktes [α-32P] zu entfernen.
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Die oben genannte Nylonmembran wurde
in einer Mischlösung
enthaltend 5 × SSPE,
5 × Denhardt's Lösung, 0,5
w/v % SDS und 100 μg/ml
denaturierte Lachssperma DNA geschwenkt, und die Mischung wurde bei
60°C für 20 Stunden
inkubiert um die Hybridisierung zu bewirken und anschließend weiter
bei Raumtemperatur in 6 × SSC
für 20
min und in 2 × SSC
für 20
min inkubiert. Das resultierende Produkt wurde gewaschen und der
Autoradiographie, wie oben beschrieben, zugeführt, um Phagen DNA Klone zu
selektieren, die stark mit der Sonde 3 hybridisierten. Unter Verwendung
von herkömmlichen
Techniken wurden die DNA Klone in Escherichia coli amplifiziert,
anschließend
wurde eine rekombinante DNA aus den Zellen extrahiert. Die rekombinante
DNA wurde mit Eco RI, einem Restriktionsenzym, gespalten. Der Plasmidvektor
pUC19 (ATCC 37254) wurde mit dem gleichen Restriktionsenzym gespalten,
und die gespaltenen DNA Fragmente und Plasmidfragmente wurden mit
DNA Ligase ligiert, wodurch eine rekombinante DNA erhalten wurde,
die anschließend
in den Stamm Escherichia coli JM109 (ATCC 53323) mit Hilfe eines
herkömmlichen
Verfahrens unter Verwendung von kompetenten Zellen eingeführt wurde,
wodurch eine Transformante erhalten wurde, welche die erfindungsgemäße DNA aufweist.
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Beispiel A-4-3
-
Bestimmung der Basensequenz
und der Aminosäuresequenz
des Polypeptids
-
Die Transformante aus Beispiel A-4-2
wurde in L-broth (pH 7,2) enthaltend 50 μg/ml Ampicillin inokuliert und
bei 37°C
für 18
Stunden unter Schütteln
kultiviert. Die proliferierten Zellen wurden durch Zentrifugation gesammelt
und mit einem herkömmlichen
Alkali-SDS Verfahren behandelt um eine rekombinante DNA zu extrahieren.
Die Analyse der Basensequenz in einem automatischen Sequenziergerät unter
Verwendung eines Fluorphotometers zeigte, daß die rekombinante DNA die
Basensequenz in SEQ ID NO: 6 aufweist. Die von der Basensequenz
abgeleitete Aminosäuresequenz
ist ebenfalls in SEQ ID NO: 6 gezeigt, und dies bedeutet, daß das erfindungsgemäße Polypeptid
eine Aminosäuresequenz
beispielsweise jene in SEQ ID NO: 1 aufweist, und daß das Polypeptid
von der DNA mit der Basensequenz in SEQ ID NO: 2 kodiert wird. In
SEQ ID NO: 6 bedeutet die Aminosäure,
die als "Xaa" gezeigt ist "Isoleucin" oder "Threonin".
-
Beispiel A-5
-
Herstellung
von vermehrungsfähiger
rekombinanter DNA und Transformante
-
In ein 0,5 ml Reaktionsröhrchen wurden
hinzugefügt
8 μl 25
mM Magnesiumchlorid, 10 μl
10 × PCR Puffer,
8 μl 1 mM
dNTP Mix, 0,5 μl
einer Lösung
enthaltend 2,5 units/μl
AmpliTaq DNA Polymerase und 1 ng der rekombinanten DNA aus Beispiel
A-4-2. Die resultierende Mischung wurde mit angemessenen Mengen zweier
Oligonucleotide als Senseprimer oder Anti-Senseprimer gemischt,
welche die Basensequenzen 5'-CGAGGGATCCTACTTTGGCAAGCTTG-3' und 5'-CAAGGRATTCCTAGTCTTCGTTTTG-3' aufweisen und die
basierend auf den Basensequenzen nahe der N- und C-Termini in SEQ
ID NO: 1 chemisch synthetisiert und auf ein Volumen von 100 μl mit sterilisiertem
destillierten Wasser aufgefüllt
worden waren. Die resultierende Mischung wurde in herkömmlicher
Weise nacheinan der bei 94°C
für 1 min,
bei 60°C
für 2 min
und bei 72°C für 3 min
inkubiert, und dieser Inkubationszyklus wurde 40-mal wiederholt,
wodurch ein PCR Produkt erhalten wurde, das anschließend mit
Bam HI und Eco RI als Restriktionsenzyme gespalten wurde, wodurch
ein Bam HI-Eco RI DNA Fragment erhalten wurde. Das so erhaltene
Bam HI-Eco RI DNA Fragment wurde mit einer angemessenen Menge an
sterilisiertem destillierten Wasser gemischt. Die Lösung wurde
gemischt mit 10 ng "pGEX-2T", einem Plasmidvektor
der kommerziell erhältlich
ist bei Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden, der zuvor
mit Bam HI und Eco RI als Restriktionsenzym gespalten worden war,
10 μl 10 × Ligationspuffer
und einer angemessenen Menge an 10 mM ATP in einer Endkonzentration
von 1 mM, anschließend wurde
die Lösung
bei 16°C
für 18
Stunden inkubiert, wodurch die vermehrungsfähige rekombinante DNA pHIGIF
erhalten wurde.
-
Die rekombinante DNA pHIGIF wurde
in den Stamm Escherichia coli DH5α,
der kommerziell erhältlich ist
bei Toyobo Co., Ltd., Tokyo, Japan eingeführt und die resultierende Transformante "HIGIF" wurde in L-broth (pH
7,2) enthaltend 50 μg/ml
Ampicillin inokuliert und bei 37°C
für 18
Stunden unter Schütteln
inkubiert. Die resultierende Kultur wurde zentrifugiert, wodurch
die proliferierten Transformanten erhalten wurden, die anschließend einem
herkömmlichen
Alkali-SDS Verfahren zugeführt
wurden, um die rekombinante DNA pHIGIF zu extrahieren. Die Analyse
der rekombinanten pHIGIF mit Hilfe des Dideoxyverfahrens zeigte,
wie in 2 gezeigt, die "HIGIF cDNA" oder cDNA in SEQ
ID NO: 2, ligiert an die Enden stromabwärts der Gene für den Tac
Promotor und Glutathion-S-Transferase.
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Beispiel A-6
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Herstellung
des Polypeptids aus der Transformante
-
Die Transformante HIGIF aus Beispiel
A-5 wurde in T-broth (pH 7,2) enthaltend 50 μg/ml Ampicillin inokuliert und
bei 37°C
für 18
Stunden unter Schütteln
inkubiert, wodurch eine Impfkultur erhalten wurde. 18 l Aliquots
einer frischen Präparation
T-broth (pH 7,2)
wurden in einen 30 l Rüttelfermenter
gegeben, mit 1 v/v % der Impfkultur inokuliert und bei 37°C unter Belüften und
Schütteln
kultiviert. Während
der Kultivierung wurden aus der Kultur Proben entnommen und bezüglich ihrer
Absorption bei einer Wellenlänge
von 650 nm überwacht,
und als die Absorption einen Wert von ca. 1,5 erreicht hatte wurde
IPTG zu der Kultur in einer Endkonzentration von 0,1 mM zugegeben.
Anschließend
wurde die Kultur für
weitere 5 Stunden inkubiert, anschließend zentrifugiert um die Zellen
von der Kultur zu trennen. Die Zellen wurden in einer Mischlösung (pH
7,2) enthaltend 139 mM Natriumchlorid, 7 mM Dinatriumhydrogenphosphat
und 3 mM Natriumdihydrogenphosphat suspendiert, in herkömmlicher
Weise mit Ultraschall behandelt und zentrifugiert um einen Überstand
zu erhalten.
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Der Überstand wurde auf eine Säule geladen,
die mit "GLUTATHION
SEPHAROSE 4B", einem
Produkt von Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden, bestückt war
und die zuvor mit einer Mischlösung
(pH 7,2) enthaltend 139 mM Natriumchlorid, 7 mM Dinatriumhydrogenphosphat
und 3 mM Natriumdihydrogenphosphat equilibriert worden war. Die
Säule wurde
mit einer frischen Präparation
der gleichen Mischlösung
gewaschen, und es wurden 100 U Thrombin zu 1 ml des Gels in der
Säule hinzugefügt, wodurch
eine enzymatische Spaltungsreaktion bewirkt wurde, während die
Säule bei
Raumtemperatur für
16 Stunden stehengelassen wurde. Die Säule wurde mit einer frischen
Präparation
der gleichen Mischlösung
beladen um das Reaktionsprodukt zu eluieren, und das Eluat wurde
auf eine Säule
geladen, die mit "SUPERDEX
75", einem Produkt
von Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden, bestückt worden
war, anschließend
wurden Fraktionen, die ca. 18.500 Daltons entsprachen, gesammelt.
Die Fraktionen wurden vereinigt, konzentriert und lyophilisiert,
wodurch ein festes Produkt erhalten wurde, welches das erfindungsgemäße Polypeptid
in einer Ausbeute von ca. 80 μg
pro 1 l Kultur enthielt.
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Beispiel A-7
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Physikalisch-chemische
Eigenschaft des Polypeptids
-
Beispiel A-7-1
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Molekulargewicht
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In Übereinstimmung mit dem Verfahren,
das beschrieben ist bei U. K. Laemmli in Nature, Vol. 227, S. 680–685 (1970),
wurde das gereinigte Polypeptid, welches nach dem Verfahren in Beispiel
A-6 hergestellt wurde, in einem Sodium-Dedecylsulfat (SDS) Polyacrylamidgel
ohne reduzierende Mittel elektrophorisiert, wobei sich im wesentlichen
eine einzelne Proteinbande mit einer IFN-γ Induktivität bei einer Position, die ca.
18.500 ± 3.000
Daltons entsprach, zeigte. Die Markerproteine, die in diesem Versuch
verwendet wurden waren Kälberserumalbumin
(MW = 67.000 Daltons), Ovalbumin (MW = 45.000 Daltons), Sojabohnentrypsininhibitor
(MW = 20.100 Daltons) und α-Lactalbumin
(MW = 14.400 Daltons).
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Beispiel A-7-2
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Isoelektrischer Punkt
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Das gereinigte Polypeptid aus Beispiel
A-6 wurde chromatofokusiert, wobei sich ein isoelektrischer Punkt
von ca. 4, 9 ± 1,
0 zeigte.
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Beispiel A-7-3
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Aminosäuresequenz
enthaltend den N-Terminus
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Das gereinigte Polypeptid aus Beispiel
A-6 wurde mit Hilfe eines "MODEL
473 A", einem Proteinsequenziergerät, das kommerziell
erhältlich
ist bei Perkin-Elmer Corp., Instrument Div., Norwalk, USA analysiert, und
es zeigte sich, daß es
die Peptidstruktur "Gly-Ser-" besitzt, verbunden
mit dem Tyrosinrest in der N-terminalen Aminosäuresequenz in SEQ ID NO: 7,
durch das Hinzufügen
von Glutathion-S-Transferase und durch die Spaltung mit Thrombin.
-
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Beispiel A-7-4(a)
-
Biologische Aktivität
-
Aus weiblichen, 8 Wochen alten C3H/HeJ
Mäusen
wurden die Milzen entnommen, die anschließend in serumfreiem RPMI 1640
Medium (pH 7,4) suspendiert wurden, und die resultierenden Zellen
wurden mit einer frischen Präparation
des gleichen Mediums gewaschen und in Gey Lösung (pH 8,0) geschwenkt, wodurch Hämolyse bewirkt
wurde. Die resultierenden Milzzellen wurden in RPMI 1640 Medium
(pH 7,4), das mit 10 v/v % Kälberserum
ergänzt
war in einer Zelldichte von 1 × 107 Zellen/ml suspendiert. 10 ml Aliquots der
Zellsuspension wurden auf Plastikpetrischalen, die einen Durchmesser
von 9 cm aufwiesen, verteilt und bei 37°C für 1 Stunde in einem 5 v/v %
CO2 Inkubator inkubiert. Für die Verwendung
in dem folgenden Versuch zur IFN-γ Induktion
wurden nur Zellen verwendet, die in den resultierenden Kulturen
schwammen, sie wurden gesammelt und mit RPMI 1640 Medium (pH 7,4),
das mit 10 v/v % Kälberserum
ergänzt
worden war, gewaschen.
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Maus-Milzzellen wurden in RPMI 1640
Medium (pH 7,4), das mit 10 v/v % Kälberserum ergänzt worden
war in einer Zelldichte von 1 107 Zellen/ml
suspendiert, und es wurden 0,15 ml Aliquots davon in 96 well Mikroplatten
gegeben, anschließend
wurden zu jedem well 0,05 ml einer Lösung eines gereinigten Polypeptids,
das mit einer frischen Präparation
des gleichen Mediums verdünnt
worden war, gegeben, und die Zellen wurden mit oder ohne den Zusatz
von 0,05 ml 2,5 μg/ml
Concanavalin A oder 50 units/ml Interleukin 2 bei 37°C für 24 Stunden
in einem 5 v/v % CO2 Inkubator inkubiert.
Nachdem die Kultivierung beendet war, wurden 0,1 ml des resultierenden Überstandes
in jedem well getestet, um die Aktivität des gebildeten IFN-γ mit Hilfe
eines Enzymimmunassays zu bestimmen. Als Kontrolle wurde ein System
verwen det, das dem oben beschriebenen System entsprach, und es wurde
wie oben beschrieben behandelt, mit dem Unterschied, daß kein gereinigtes Polypeptid,
Concanavalin A und Interleukin 2 verwendet wurde. Als IFN-γ Standard
wurde eine Maus IFN-γ Präparation
Gg02-901-533, die vom Nationalen Gesundheitsinstitut, USA erhalten
wurde, verwendet, und die Aktivität wurde in internationalen
units (IU) ausgedrückt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
-
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Anmerkung: In der Tabelle bedeutet "Probe" das erfindungsgemäße Polypeptid.
-
Beispiel A-7-4 (b)
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Induktion der IFN-γ Produktion
in humanen Lymphozyten
-
Unter Verwendung einer Spritze die
Heparin enthielt, wurde einem gesunden Spender Blut entnommen, das
anschließend
zweifach mit serumfreiem RPMI 1640 Medium (pH 7,4) verdünnt wurde,
und es wurde auf Ficoll überschichtet.
Anschließend
wurde bei 2.000 rpm für
20 min zentrifugiert um Lymphozyten zu erhalten, die anschließend mit
RPMI 1640 Medium (pH 7,4) das mit 10 v/v Kälberserum ergänzt worden
war, gewaschen wurden, in einer frischen Präparation des gleichen Mediums
in der Zelldichte von 5 × 106 Zellen/ml suspendiert wurden und wie in
Beispiel A-7-4(a) behandelt wurden, mit der Ausnahme, daß ein humaner
IFN-γ Standard,
Gg23-901-530, der vom Nationalen Gesundheitsinstitut, USA erhalten
wurde, als IFN-γ Standard verwendet
wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
-
-
Anmerkung: In der Tabelle bedeutet "Probe" das erfindungsgemäße Polypeptid.
-
Die Ergebnisse in den Tabellen 1
und 2 beweisen, daß das
erfindungsgemäße Polypeptid
eine Aktivität besitzt,
die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen von Säugetieren, einschließlich des
Menschen und der Maus zu induzieren. In den Kontrollgruppen wurde
keine signifikante IFN-γ Produktion
gefunden, während
in den Systemen mit dem Polypeptid eine IFN-γ Produktion beobachtet wurde.
Diese Aktivität
des Polypeptids ist stark erhöht,
wenn es in Kombination mit Concanavalin A oder Interleukin 2 als
Kofaktor verwendet wird.
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Beispiel A-7-4(c)
-
Produktion
von IFN-γ durch
immunkompetente Zellen
-
Von gesunden Spendern wurde mit Hilfe
von heparinhaltigen Spritzen frisches Blut entnommen und mit serumfreiem
RPMI 1640 Medium (pH 7,4) zweifach verdünnt. Das verdünnte Blut
wurde auf Ficoll überschichtet
und zentrifugiert um Lymphozyten zu erhalten die anschließend mit
RPMI 1640 Medium (pH 7,4), das mit 10 v/v % Kälberserum ergänzt worden
war, gewaschen und in einer frischen Präparation des gleichen Mediums
in einer Zelldichte von 5 × 106 Zellen/ml suspendiert wurden. Die Zellsuspension
wurde auf 96-well Mikroplatten in einer Menge von 0,15 ml/well verteilt.
-
Ein Polypeptid, das nach dem Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, wurde mit RPMI 1640 Medium (pH
7,4), das mit 10 v/v fötalem
Kälberserum
ergänzt
worden war, zu einer angemessenen Konzentration verdünnt, und
die verdünnte
Lösung
wurde auf die Mikroplatten in einer Menge von 0,05 ml/well verteilt,
anschließend
wurde den Mikroplatten 0,05 ml/well einer frischen Präparation
des gleichen Mediums hinzugefügt, das
mit oder ohne 2,5 μg/ml
Concanavalin A oder 50 units/ml rekombinantem humanen Interleukin
2 ergänzt worden
war, und die Mikroplatten wurden bei 37°C für 24 Stunden in einem Inkubator
unter 5 v/v % CO2 Bedingungen inkubiert.
Nach der Kultivierung wurden 0,1 ml eines Kulturüberstandes in jedem well als
Probe verwendet und hinsichtlich des IFN-γ Gehaltes mit Hilfe eines herkömmlichen
Enzymimmunassays untersucht. Als Kontrolle wurde ein System ohne
das Polypeptid verwendet und in der gleichen Weise wie oben beschrieben
behandelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Für die Tabelle
wurde der IFN-γ Gehalt
unter Verwendung von Gg-23-901-530, einem internationalen Standard
für Interferon,
human (HuIFN-γ),
das vom Nationalen Gesundheitsinstitut, Bethesda, MD, USA erhalten
wurde, kalibriert und in internationalen units (IU) ausgedrückt.
-
-
Die Ergebnisse in Tabelle 3 zeigen,
daß Lymphozyten
als immunkompetente Zellen IFN-γ produzieren, wenn
das Polypeptid auf sie einwirkt. Wie aus den Ergebnissen ersichtlich
ist, verstärkt
die gemeinsame Verwendung des Polypeptids und Interleukin 2 oder
Concanavalin A als Kofaktor die IFN-γ Produktion.
-
Beispiel A-7-4 (d)
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Verstärkung der
Zytotoxizität
durch NK-Zellen
-
Gesunden Spendern wurde mit heparinhaltigen
Spritzen frisches Blut entnommen und zweifach mit 10 mM Phosphatpuffer
(pH 7,4) enthaltend 140 mM Natriumchlorid verdünnt. Das Blut wurde auf PERCOLL überschichtet
und zentrifugiert und anschließend
einer PERCOLL Gradientenzentrifugation zugeführt, wodurch stark verdichtete
Lymphozyten erhalten wurden.
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Die Lymphozyten wurden in RPMI 1640
Medium (pH 7,2) enthaltend 10 μg/ml
Kanamycin, 5 × 10–5 M 2-Mercaptoethanol
und 10 v/v fötales
Kälberserum
in einer Zelldichte von 1 × 106 Zellen/ml suspendiert, und die Suspension
wurde auf 12-well Mikroplatten in einer Menge von 0,5 ml/well verteilt.
Ein Polypeptid das nach dem Verfahren in Beispiel B-1-2 erhalten
wurde, wurde mit einer frischen Präparation des gleichen Mediums geeignet
verdünnt,
und die verdünnte
Lösung
wurde auf die Mikroplatten in einer Menge von 1,5 ml/well verteilt,
anschließend
wurde auf die Mikroplatten 0,5 ml/well einer frischen Präparation
des gleichen Mediums mit oder ohne 50 units/ml rekombinantem humanen
Interleukin 2 verteilt, anschließend wurden die Mikroplatten
in einem Inkubator bei 37°C
für 24
Stunden unter 5 v/v CO2 Bedingungen inkubiert,
die Mikroplatten wurden mit 10 mM Phosphatpuffer (pH 7,4) enthaltend
140 mM Natriumchlorid gewaschen, wodurch kultivierte Lymphozyten
enthaltend NK-Zellen als Effektorzellen erhalten wurden. K-562 Zellen
(ATCC CCL 243), abgeleitet von humaner chronischer myelogener Leukämie, als
eine NK-Zellen empfängliche
Zielzelle, die in herkömmlicher Weise
mit 51Cr markiert wurden, wurden auf 96-well
Mikroplatten zu 1 × 104 Zellen/well verteilt, und die Effektorzellen
wurden zu jedem well in einem Verhältnis ((Effektorzellen): (Zielzellen))
von 2,5 : 1, 5 : 1 oder 10 : 1 hinzufügt und in einem Inkubator bei
37°C für 4 Stunden
unter 5 v/v % CO2 Bedingungen inkubiert.
Unter Verwendung eines herkömmlichen
Verfahrens wurde die Radioaktivität jedes Überstandes in jedem well gemessen,
um die toten Zielzellen zu zählen.
In jedem System wurde der Prozentsatz (%) der toten Zielzellen im
Verhältnis
zu den Zielzellen berechnet um den Zytotoxizitätsbereich zu bestimmen. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.
-
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Die Ergebnisse in Tabelle 4 zeigen,
daß das
Polypeptid eine Aktivität
zur Verstärkung
der Zytotoxizität durch
NK-Zellen besitzt. Wie in Tabelle 4 gezeigt ist, verstärkt die
gleichzeitige Anwesenheit von Interleukin 2 die Zytotoxizität.
-
Beispiel A-7-4 (e)
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Induktion
der Bildung von LAK-Zellen
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Unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren wurden 51Cr markierte Raji Zellen
(ATCC CCL 86), abgeleitet von humanem Burkitt Lymphom als einer
Zielzelle, die für
NK-Zellen nicht empfänglich
ist, in 96 well Mikroplatten zu 1 × 104 Zellen/well
gegeben und für
72 Stunden kultiviert. Kultivierte Lymphozyten enthaltend LAK-Zellen
als Effektorzelle, die wie in Beispiel A-7-4(d) beschrieben hergestellt wurden
und Zielzellen wurden zu den Mikroplatten in einem Verhältnis von
5 : 1, 10 : 1 oder 20 1 hinzugefügt,
und die Mikroplatten wurden in einem Inkubator bei 37°C für 4 Stunden
unter 5 v/v % CO2 Bedingungen inkubiert.
Danach wurde die Radioaktivität
jedes Überstandes
in jedem well gemessen, und die Zytotoxizität (%) wurde wie in Beispiel
A-7-4(d) beschrieben,
berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt.
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Die Ergebnisse in Tabelle 5 zeigen,
daß das
Polypeptid eine Aktivität
besitzt, die Bildung von LAK-Zellen zu induzieren. Wie aus den Ergebnissen
hervorgeht, verstärkt
die gleichzeitige Anwesenheit von Interleukin 2 die Induktion.
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Beispiel A-7-4 (f)
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Akuter Toxizitätstest
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Unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren wurde ein gereinigtes Polypeptid, das nach dem Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, perkutan, peroral oder intraperitoneal
8 Wochen alten Mäusen
verabreicht. Im Ergebnis war die LD5O des
gereinigten Polypeptids ca. 1 mg/kg oder höher, unabhängig von der Art der Verabreichung.
Dies beweist, daß das
Polypeptid sicher in Arzneimittel zur Verabreichung an Menschen inkorporiert
werden kann.
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Es ist bekannt, daß IFN-γs durch den
Infektionsschutz gegen Baktieren, die wachstumsverhindernde Aktivität in bösartigen
Tumoren und die immunregulatorische Aktivität, stark mit der humanen Biophylaxe
verbunden sind. Wie oben bereits beschrieben, wurden die IFN-γs als Mittel
für assoziierte
Krankheiten des Menschen entwickelt, und die Zielkrankheiten, Dosen,
Verabreichungswege und Sicherheit wurden intensiv untersucht. Wie
in "Cytokines in
Cancer Therapy" herausgegeben
von Frances R. Balkwill, übersetzt
von Yoshihiko WATANABE (1991), veröffentlicht von Tokyo-Kagaku-Dojin,
Tokyo, Japan beschrieben ist, wurden nahezu befriedigende Ergebnisse
erzielt, wenn eine Behandlung unter Verwendung von Killerzellen
wie NK-Zellen und LAK-Zellen auf eine Vielzahl von humanen Krankheiten
einschließlich
der Antitumorimmuntherapie angewendet wurden. Kürzlich wurde festgestellt,
daß eine
Verbindung besteht zwischen dem therapeutischen Effekt und der Induktion
von Killerzellen oder der Verstärkung
der Zytotoxizität
von Killerzellen unter Verwendung von Zytokinen. Beispielsweise
berichtete T. FUJIOKA in "British
Journal of Urology",
Vol. 73, Nr. 1, S. 23 – 31 (1994),
daß in
der Antitumorimmuntherapie bei der Verwendung von LAK-Zellen und
Interleukin 2, das Interleukin 2 die LAK-Zellbildung stark induzierte, und eine
bemerkenswerte Krebs-Metastase-inhibitorische
Wirkung auf menschliche Krebsarten ausübte, ohne ernsthafte Nebenwirkungen
zu induzieren.
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Daher konnte gezeigt werden, daß IFN-γs und Killerzellen
die Behandlung und/oder die Prävention
einer Vielzahl von humanen Krankheiten stark beeinflussen und zu
deren vollständiger
Behandlung oder Rückgang
stark beitragen. Unter diesen Umständen und wie aus den Ergebnissen
der Beispiele A-7-4(c) und A-7-4(f) ersichtlich ist, induziert das
Polypeptid die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen und verstärkt die Zytotoxizität durch
NK-Zellen oder induziert die Bildung von LAK-Zellen ohne ernsthafte
Nebenwirkungen zu bewirken. Diese Tatsachen zeigen, daß das erfindungsgemäße Polypeptid
wiederholt den Menschen verabreicht werden kann ohne ernste Nebenwirkungen
zu induzieren, und daß es
eine befriedigende Wirkung in der Behandlung und/oder der Prävention
von Krankheiten, die in engem Zusammenhang mit IFN-γs und Killerzellen
stehen, ausübt.
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Beispiel B-1
-
Herstellung der Hybridoma
B-1
-
Beispiel B-1-1
-
Herstellung der Transformante
KGFHH2
-
Zu einem 0,5 ml Reaktionsröhrchen wurden
hinzugefügt
8 μl 25
mM Magnesiumchlorid, 10 μl
10 × PCR
Puffer, 1 μl
25 mM dNTP Mix, 1 μl
2,5 units/μl
AmpliTaq DNA Polymerase, 1 ng einer rekombinanten DNA, welche die
Basensequenz in SEQ ID NO: 8 aufweist, die aus einem Phagen DNA
Klon hergestellt wurde und die eine DNA enthält, welche das Polypeptid in
SEQ ID NO: 1 kodiert, und eine angemessene Menge eines Senseprimers
und eines Anti-Senseprimers, nämlich
5'-ATAGAATTCAAATGTACTTTGGCAAGCTTGAATC-3', chemisch synthetisiert
basierend auf einer Aminosäuresequenz
nahe der N- und C-Termini von SEQ ID NO: 1 und 5'-ATAAAGCTTCTAGTCTT CGTTTTGAAC-3', und die Mischlösung wurde
auf ein Gesamtvolumen von 100 μl
mit sterilisiertem destillierten Wasser aufgefüllt. Die Mischlösung wurde
in herkömmlicher
Weise nacheinander bei 94°C
für 1 min
bei 43°C
für 1 min
und bei 72°C
für 1 min
inkubiert, und diese aufeinanderfolgende Inkubation wurde dreimal
wiederholt. Die resultierende Mischung wurde weiterhin nacheinander
bei 94°C
für 1 min,
bei 60°C
für 1 min
und bei 72°C
für 1 min
inkubiert, und diese aufeinanderfolgende Inkubation wurde 40-mal
wiederholt, wodurch die PCR Reaktion bewirkt wurde.
-
Die resultierende PCR Reaktionsmischung
und "pCR-Script
SK (+)", ein Plasmidvektor,
der kommerziell erhältlich
ist bei Stratagene Cloning Systems, California, USA, wurden mit
DNA Ligase ligiert, wodurch eine rekombinante DNA erhalten wurde,
die anschließend
in kompetente Zellen von "Escherichia
coli XL-1 Blue MRF'Kan", ein Mikroorganismus,
der kommerziell erhältlich
ist bei Stratagene Cloning Systems, California, USA eingeführt wurde
um den Mikroorganismus zu transformieren. Die so erhaltene Transformante
wurde in L-broth (pH 7,2) enthaltend 50 μg/ml Ampicillin inokuliert und
bei 37°C
für 18
Stunden unter Schütteln
inkubiert, anschließend
wurde die resultierende Kultur zentrifugiert um die proliferierten
Transformanten zu sammeln, und die rekombinanten DNAs wurden unter
Verwendung eines herkömmlichen
Alkali-SDS Verfahrens isoliert. Ein Teil der rekombinanten DNAs
wurde verwendet und unter Verwendung eines Dideoxyverfahrens analysiert
und es zeigte sich, daß sie
eine DNA enthielten, die Eco RI und Hind III Schnittstellen an den
5'- und 3'-Termini von SEQ
ID NO: 8, ein Methionincodon, das die Polypeptidsynthese initiiert
und Positionen in den Stellen, die jenen vor und nach den N- und
C-Termini von SEQ ID NO: 8 entsprechen und ein TAG Codon, welches
die Polypeptidsynthese terminiert, besitzt.
-
-
Die verbleibenden rekombinanten DNAs
wurden mit den Restriktionsenzymen Eco RI und Hind III gespalten,
und 0,1 μg
der resultierenden Eco RI-Hind III DNA Fragmente, die erhalten wurden
mit "DNA LIGATION
KIT Version 2",
einem DNA Ligationskit, der kommerziell erhältlich ist bei Takara Shuzo
Co., Ltd., Tokyo, Japan und 10 ng "pKK223-3", einem Plasmidvektor, der kommerziell
erhältlich
ist bei Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden, der zuvor
mit den oben genannten Restriktionsenzymen gespalten wurde, wurden
durch ihre Inkubation bei 16°C
für 30
min ligiert, wodurch eine vermehrungsfähige rekombinante DNA "pKGFHH2" erhalten wurde.
Unter Verwendung von kompetenten Zellen wurde der Stamm Escherichia
coli Y1090 (ATCC 37197) mit der vermehrungsfähigen rekombinanten DNA pKGFHH2
transformiert, und die gebildete Transformante "KGFHH2" wurde in L-broth (pH 7,2) enthaltend
50 μg/ml
Ampicillin inokuliert und bei 37°C
für 18
Stunden unter Schütteln
inkubiert. Die resultierende Kultur wurde zentrifugiert um die proliferierten Transformanten
zu sammeln, und ein Teil davon wurde mit Hilfe eines herkömmlichen
SDS-Alkaliverfahrens behandelt, um die rekombinante DNA pKGFHH2
zu extrahieren. Wie in 3 dargestellt
ist, zeigte die Analyse mit Hilfe des Dideoxyverfahrens, daß in der
rekombinanten DNA pKGFHH2 die KGFHH2 cDNA, welche die Basensequenz
in SEQ ID NO: 8 besitzt, stromabwärts eines Tac-Promotors ligiert
war.
-
Beispiel B-1-2
-
Herstellung des Polypeptids
aus der Transformante KGFHH2
-
L-broth (pH 7,2) enthaltend 50 μg/ml Ampicillin
wurde durch Autoklavieren sterilisiert, auf 37°C abgekühlt, mit der Transformante
KGFHH2 aus Beispiel B-1-1 inokuliert und bei der gleichen Temperatur
für 18 Stunden
unter Schütteln
inkubiert, wodurch eine Impfkultur erhalten wurde. 18 l einer frischen
Präparation
des gleichen Mediums wurden in einem 20 l Rüttelfermenter gegeben, wie
oben beschrieben sterilisiert, auf 37°C abgekühlt, mit 1 v/v o der Impfkultur
inokuliert und bei der gleichen Temperatur für 8 Stunden unter Belüften und
Rühren
inkubiert. Die resultierende Kultur wurde zentrifugiert um die Zellen
zu sammeln, die anschließend in
einer Mischlösung
(pH 7,3) bestehend aus 150 mM Natriumchlorid, 16 mM Dinatriumhydrogenphosphat
und 4 mM Natriumdihydrogenphosphat suspendiert, mit Ultraschall
aufgeschlossen und zentrifugiert wurden, um Zellrückstände zu entfernen
und einen Überstand
zu erhalten.
-
Zu dem Überstand wurde Ammoniumsulfat
in einer Endkonzentration von 40 w/v % hinzugefügt und bis zur Homogenität gelöst, und
die Lösung
wurde zentrifugiert um einen Überstand
zu erhalten. Der Überstand
wurde zunächst
mit 150 mM Phosphatpuffer (pH 6,6) enthaltend 1,5 M Ammoniumsulfat
gemischt, anschließend
auf eine Säule
geladen, die mit "PHENYL
SEPHAROSE" einem
Produkt von Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden bestückt worden
war, und die zuvor mit 10 mM Phosphatpuffer (pH 6, 6) enthaltend
1,5 M Ammoniumsulfat equilibriert worden war, anschließend wurde
die Säule
mit einer frischen Präparation
des glei chen Puffers gewaschen, und die Säule wurde mit einem Gradientenpuffer
von Ammoniumsulfat im Bereich von 1,5 M bis 0 M in 10 mM Phosphatpuffer
(pH 6,6) beladen.
-
Fraktionen, die bei ca. 1,0 M Ammoniumsulfat
eluierten, wurden vereinigt, membranfiltriert, gegen 10 mM Phosphatpuffer
(pH 6,5) bei 4°C
für 18
Stunden dialysiert und auf eine Säule geladen, die mit "DEAE 5PW", einem Produkt,
das kommerziell erhältlich
ist bei Tosoh Corporation, Tokyo, Japan bestückt war und die zuvor mit 10
mM Phosphatpuffer (pH 6,5) equilibriert worden war, anschließend wurde
die Säule
mit einer frischen Präparation
des gleichen Puffers gewaschen, und es wurde ein linearer Gradientenpuffer
enthaltend Natriumchlorid im Bereich von 0 M bis 0, 2 M in 10 mM
Phosphatpuffer (pH 6, 5) auf die Säule geladen, wobei Fraktionen
gesammelt wurden, die bei 0,05 M Natriumchlorid eluierten.
-
Danach wurden die Fraktionen mit
einer Membran konzentriert und auf eine Säule geladen, die mit "SUPER DEX 75", einem Produkt von
Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden bestückt war, und
die mit Phosphat-gepufferter-Kochsalzlösung (im folgenden als "PBS" abgekürzt) equilibriert
worden, anschließend
wurde eine frische Präparation
PBS auf die Säule
geladen, um Fraktionen zu sammeln, die ca. 18.500 Daltons entsprachen.
Auf diese Weise wurde eine wässrige
Lösung
enthaltend ca. 5,2 mg eines gereinigten Proteins erhalten. Die Gesamtausbeute
im Verlauf der gesamten Reinigung betrug ca. 10%.
-
Das gereinigte Protein wurde analysiert
und es zeigte sich, daß es
die folgenden physikalisch chemischen Eigenschaften besitzt: wenn
es in einem SDS-Polyacrylamidgel unter reduzierenden Bedingungen
elektrophoresiert wurde, zeigte sich das gereinigte Protein als
eine Hauptproteinbande mit einer IFN-γ Induktivität bei einer Position die 18.500 ± 3.000
Daltons entsprach und ergab einen pI von 4,9 ± 1,0 in der Chromatofokusierung.
Die Aminosäuresequenz,
welche den N-Terminus des gereinigten Proteins aufweist, besaß die Aminosäuresequenz
in SEQ ID NO: 9, die identisch ist zu jener in SEQ ID NO: 1, in
der Methionin an ihren N-Terminus
angeheftet ist.
-
-
Beispiel B-1-3
-
Präparation der Hybridoma H-1
-
10 Wochen alte BALB/c Mäuse wurden
intraperitoneal mit 20 μg/Maus
des gereinigten Polypeptids, das nach dem Verfahren in Beispiel
B-1-2 erhalten wurde zusammen mit einem vollständigen Freund's Adjuvans injiziert.
Die Mäuse
wurden noch zweimal mit der gleichen Dosis in einem Zeitabstand
von 2 Wochen injiziert und weiterhin intravenös mit der gleichen Dosis eine
Woche nach der letzten Injektion injiziert, ihre Milzen wurden extrahiert
und suspendiert, um eine Zellsuspension zu erhalten.
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Die Milzzellen und SP2/O-Ag14 Zellen
eines Mausmyeloms (ATCC CRL 1581) wurden in RPMI 1640 Medium (pH
7,2), das auf 37°C
vorgewärmt
wurde, in Zelldichten von jeweils 3 × 104 Zellen/ml
bzw. 1 × 104 Zellen/ml suspendiert und zentrifugiert
um das Sediment zu sammeln. 1 ml eines serumfreien RPMI 1640 Mediums
(pH 7,2) enthaltend 50 w/v % Polyethylenglycol mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 1.500 Daltons wurde über 1 min dem Sediment tropfenweise
hinzugefügt,
und die Mischung wurde bei 37°C für 1 min
inkubiert, anschließend
wurde der Mischung ein serumfreies RPMI 1640 Medium (pH 7,2) bis
zu einem Gesamtvolumen von 50 ml tropfenweise hinzugefügt, die
Mischung wurde zentrifugiert und das gebildete Sediment gesammelt.
Das so erhaltene Sediment wurde in HAT Medium suspendiert, auf 96
well Mikroplatten in einer Menge von 200 μl/well verteilt und bei 37°C für eine Woche
inkubiert, anschließend
wurden die Hybridoma selektiert.
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Die Menge an Antikörpern, die
in den Überstand
jedes wells sekregiert wurde, wurde mit Hilfe eines Enzymimmunassays
basierend auf der Immunreaktion der Antikörper mit dem gereinigten Polypeptid,
das nach dem Verfahren in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, untersucht,
und Hybridoma, die fähig
waren Antikörper zu
produzieren, die stark mit dem gereinigten Polypeptid reagierten,
wurden selektiert. Eine klonierte Hybridomazelle H-1, die fähig ist
den erfindungsgemäßen monoklonalen
Antikörper
zu produzieren, wurde in herkömmlicher
Weise durch wiederholte Behandlung dieser Hybridoma durch limitierte
Verdünnung
erhalten.
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Beispiel B-2
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Herstellung des monoklonalen
Antikörpers
H-1mAb und Analyse im Western Blot
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Beispiel B-2-1
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Herstellung des monoklonalen
Antikörpers
H-1mAb
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Hybridoma H-1 Zellen, die mit Hilfe
des Verfahrens im Beispiel B-1-3 erhalten wurden, wurden in RPMI 1640
Medium (pH 7,2), das mit 5 v/v % Kälberserum ergänzt worden
war in einer Zelldichte von ca. 1 × 106 Zellen/ml
suspendiert, und in einem Inkubator bei 37°C unter 5 v/v % CO2 inkubiert,
wobei der Maßstab
der Kultur vergrößert wurde
("scaling up"). Als die Zelldichte
der Kultur einen vorbestimmten Bereich erreicht hatte, wurden 1 × 107 Zellen/Maus der proliferierten Hybridoma
H-1 Zellen intraperitoneal in 8 Wochen alte BALB/c Mäuse injiziert,
denen zuvor 0,5 ml/Maus Pristan intraperitoneal injiziert worden
war, anschließend
wurden die Mäuse
in herkömmlicher
Weise für
eine Woche gefüttert.
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Die Bauchhöhlenflüssigkeit der Mäuse wurde
gesammelt, mit PBS dreifach verdünnt,
mit Ammoniumsulfat bis zu einem Sättigungsgrad von 50 w/v % gemischt,
bei 4°C
für 24
Stunden stehengelassen und zentrifugiert um das Sediment zu sammeln.
Das Sediment wurde gegen eine wässrige
Lösung
enthaltend 20 mM Kaliumdihydrogenphosphat (pH 6,7) bei 4°C über Nacht
dialysiert und auf eine Hydroxyapatitsäule geladen, die zuvor mit
einer frischen Präparation
der gleichen wässrigen
Lösung
equilibriert worden war, anschließend wurde ein linearer Gradient
enthaltend Kaliumdihydrogenphosphatpuffer (pH 6,7) im Bereich von
20 mM bis 300 mM auf die Säule
geladen, wodurch eine wässrige
Lösung
erhalten wurde, die den erfindungsgemäßen monoklonalen Antikörper H-1mAb
aufwies. Die Ausbeute betrug ca. 5 mg pro Maus. Herkömmliche
Analysen zeigten, daß der
Antikörper
zur Klasse Igel gehört.
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Beispiel B-2-2
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Analyse im
Western Blot
-
1 μg
eines gereinigten Polypeptids, das nach dem Verfahren in Beispiel
B-1-2 erhalten wurde, wurde einer Mischlösung bestehend aus 100 mg Dithiothreitol,
0,5 μl einer
10 w/v % wässrigen
SDS-Lösung
und 1 ml Glycerol hinzugefügt,
die Mischung wurde bei 37°C
für 1 Stunde
inkubiert und in einem SDS-Polyacrylamidgel
elektrophoresiert. Das resultierende Gel wurde in herkömmlicher
Weise auf eine Nitrozellulosemembran transferiert, die anschließend in
einem Kulturüberstand
der Hybridoma H-1 Zellen für
1 Stunde geschwenkt und mit 50 mM Tris-HCl Puffer (pH 7,5) enthaltend
0,05 v/v % Tween 20 gewaschen wurde, um überschüssige Mengen an Antikörpern zu
entfernen. Die Membran wurde anschließend für 1 Stunde in PBS enthaltend
einen aus Kaninchen gewonnenen Anti-Maus Ig-Antikörper geschwenkt,
um eine Immunreaktion zu bewirken, sie wurde mit 50 mM Tris-HCl
Puffer (pH 7,5) enthaltend 0,05 v/v % Tween 20 gewaschen und in
50 mM Tris-HCl Puffer (pH 7,5) enthaltend 0,005 v/v % Hydrogenperoxid
und 0,3 mg/ml 3,3'-Diaminobenzidin
geschwenkt, wodurch eine Färbung
bewirkt wurde.
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Als Kontrolle wurde ein System, das
rekombinantes humanes Interleukin 12 anstelle des gereinigten Polypeptids
aufwies, verwendet und wie oben beschrieben behandelt. Als Markerproteine
wurden Kälberserumalbumin
(MW = 67.000 Daltons), Ovalbumin (MW = 45.000 Daltons), Kohlensäureanhydrase
(MW = 30.000 Daltons), Trypsininhibitor (MW = 20.100 Daltons) und α-Lactalbumin
(MW = 14.400 Daltons) verwendet. Die Ergebnisse sind in 4 gezeigt.
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Wie aus 4 klar ersichtlich ist, reagierte der
monoklonale Antikörper
H-1mAb spezifisch mit dem gereinigten Polypeptid (Spur 1), das nach
dem Verfahren in Beispiel B-1-2 gewonnen wurde, aber nicht mit humanem
Interleukin 12 (Spur 2). Dies beweist, daß der erfindungsgemäße monoklonale
Antikörper
spezifisch mit dem Polypeptid mit einer spezifischen Aminosäuresequenz
reagiert.
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Beispiel B-3
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Präparation des Hybridoms H-2
und monoklonaler Antikörper
H-2mAb
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Das Hybridom H-2, ein monokloner
Antikörper,
wurde ebenfalls nach dem Verfahren in Beispiel B-2-1 hergestellt,
mit dem Unterschied, daß P3-X63-Ag8
Zellen (ATCC TIB9) anstelle von SP/O-14Ag Zellen verwendet wurden.
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Beispiel B-3-2
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Präparation des monoklonalen Antikörpers H-2mAb
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Das Hybridom H-2 in Beispiel B-3-1
wurde genauso wie in Beispiel B-2-1 kultiviert, und die Kultur wurde
gereinigt, wodurch ca. 5,6 mg des monoklonalen Antikörpers H-2mAb
pro BALB/c Maus erhalten wurde. Herkömmliche Analysen zeigten, daß der monoklonale
Antikörper
zur Klasse IqM gehört
und daß er
spezifisch mit dem gereinigten Polypeptid, das nach dem Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, reagiert, als er in einem Western
Blot wie in Beispiel B-2-2 analysiert wurde.
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Beispiel B-4
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Reinigung des Polypeptids
durch Immunaffinitätschromatographie
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Beispiel B-4-1
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Präparation
des Gels für
die Immunaffinitätschromatographie
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8 mg des monoklonalen Antikörpers H-1mAb,
der nach dem Verfahren in Beispiel B-2-1 erhalten wurde, wurde gewogen
und gegen 0,1 M Boratpuffer (pH 8,5) enthaltend 0,5 M Natriumchlorid
bei 4°C über Nacht dialysiert.
4 g "CNBr-activated
Sepharose 4B", ein
wasserunlöslicher
Träger,
der kommerziell erhältlich
ist bei Pharmacia LKB Biotechnology AB, Uppsala, Schweden, wurde
mit 1 mM wässriger
Chlorsäurelösung gequollen,
anschließend
mit einer frischen Präparation
des gleichen Puffers und 0,1 M Boratpuffer (pH 8,5) enthaltend 0,5
M Natriumchlorid gewaschen, mit ca. 10 ml einer wässrigen
Lösung
des monoklonalen Antikörpers, der
wie oben beschrieben erhalten wurde, gemischt und anschließend bei
Raumtemperatur und bei 4°C über Nacht
unter sanftem Rühren
inkubiert. Danach wurde das resultierende Gel nacheinander gewaschen
mit 1 M wässriger
Ethanolaminlösung
(pH 8,0), 0,1 M Boratpuffer (pH 8,5) enthaltend 0, 5 M Natriumchlorid,
und 0,1 M Rcetatpuffer (pH 4,0), und diese Waschschritte wurden
fünfmal
wiederholt. Abschließend
wurde das Gel mit PBS gewaschen, wodurch ein Gel für die Immunaffinitätschromatographie
erhalten wurde. Herkömmliche
Analysen zeigten, daß ca.
6 mg monoklonaler Antikörper
H-1mAb mit 1 ml des Gels verbunden waren.
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Beispiel B-4-2
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Reinigung
des Polypeptids mit Hilfe der Immunaffinitätschromatographie
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10 ml des Gels für die Immunaffinitätschromatographie
aus Beispiel B-4-1 wurde auf eine Plastikzylindersäule geladen,
mit PBS gewaschen und mit 10 ml einer verdünnten Fraktion von Phenylsepharose,
enthaltend ca. 0,1 mg/ml des Polypeptids, das nach den Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, beladen.
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Die Säule wurde mit einer frischen
Präparation
von PBS gewaschen, und mit 0, 1 M Glycin-HCl Puffer (pH 2, 5) enthaltend
1 M Natriumchlorid beladen, um Fraktionen mit einer IFN-γ induzierenden
Aktivität
zu sammeln. Die Fraktionen wurden vereinigt, gegen PBS bei 4°C über Nacht
dialysiert, konzentriert und hinsichtlich der IFN-γ induzierenden
Aktivität
und den Proteingehalt untersucht, und es zeigte sich, daß dieses
Reinigungsverfahren ein gereinigtes Polypeptid mit einer Reinheit
von 95 w/w oder höher
in einer Ausbeute von ca. 100 % lieferte.
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Beispiel B-5
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Nachweis des
Polypeptids im Enzymimmunassay
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Kaninchen wurden in herkömmlicher
Weise mit dem gereinigten Polypeptid, das nach dem Verfahren in
Beispiel B-1-2 erhalten wurde, immunisiert, und ihr Blut wurde gesammelt.
Aus dem Blut wurden Immunglobulin G Antikörper isoliert und in PBS zu
einer Konzentration von 20 μg/ml
verdünnt,
und die Lösung
wurde auf 96 well Mikroplatten in einer Menge von 100 μl/well verteilt.
Die Mikroplatten wurden bei Raumtemperatur für 3 Stunden inkubiert, anschließend wurden
die Lösungen,
die IgG enthielten, von den Mikroplatten entfernt, es wurden PBS
enthaltend 1 w/v Kälberserumalbumin
zu den Mikroplatten in einer Menge von 200 μl/well hinzugefügt, und
sie wurden bei 4°C über Nacht
stehengelassen.
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Die Phosphat-gepufferte-Kochsalzlösung wurde
von den Mikroplatten entfernt, die anschließend mit PBS enthaltend 0,05
v/v Tween 20 gewaschen wurden, und es wurden 100 μl/well einer
Lösung,
die hergestellt wurde durch angemessene Verdünnung des gereinigten Polypeptids,
das nach dem Verfahren in Beispiel B-1–2
erhalten wurde, und PBS enthaltend 0,5 w/v % Kälberserumalbumin hinzugefügt, anschließend reagierte
die Mischlösung
bei Raumtemperatur für
2 Stunden unter Schütteln.
Die Mikroplatten wurde mit PBS enthaltend 0,05 v/v % Tween 20 gewaschen,
und es wurden 100 μl/well
einer Lösung
enthaltend einen monoklonalen Antikörper H-1mAb, der mit Biotin
markiert war, hinzugefügt,
anschließend
reagierte die Mischlösung
bei Raumtemperatur für
2 Stunden unter Schütteln,
die Mikroplatten wurden mit PBS enthaltend 0,05 v/v % Tween 20 gewaschen,
es wurden 100 μl/well
einer Lösung
enthaltend einen Komplex aus Meerrettich-Peroxidase und Streptavidin hinzugefügt, und
die resultierende Mischung reagierte weiterhin bei Raumtemperatur
für 2 Stunden
unter Schütteln.
Anschließend
wurden die Mikroplatten mit PBS enthaltend 0,05 v/v % Tween 20 gewaschen,
und die Aktivität
der Meerrettich-Peroxidase, verbunden mit dem gereinigten Polypeptid
wurde hinsichtlich Absorption bei einer Wellenlänge von 492 nm unter Verwendung
von O-Phenylendiamin als Substrat gemessen. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 6 gezeigt.
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Anmerkung: Das Symbol "*" bedeutet den statistischen Wert einer
Dreifachbestimmung.
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Wie aus den Ergebnissen der Tabelle
6 klar ersichtlich ist, bestimmt die Nachweismethode gemäß der vorliegenden
Erfindung das Polypeptid sehr genau in einen Bereich von 50 bis
1.000 pg/ml.
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Beispiel B-6
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Nachweis des
Polypeptids im Radioimmunassay
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Kaninchen wurden in herkömmlicher
Weise mit dem gereinigten Polypeptid, das nach dem Verfahren in
Beispiel B-1-2 erhalten wurde, immunisiert, ihr Blut wurde gesammelt,
und anschließend
wurden IgG Antikörper
isoliert. Für
den Radioimmunassay wurde der Antikörper in herkömmlicher
Weise an Polystyrenbeads adsorbiert, und in PBS enthaltend 2 w/v
% Kälberserumalbumin
bei 4°C über Nacht
stehengelassen, wodurch ein immobilisierter Antikörper erhalten
wurde.
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1 bead wurde in ein Probenröhrchen gegeben,
in 0,2 ml einer Lösung,
die hergestellt wurde durch Verdünnen
des gereinigten Polypeptids das nach dem Verfahren in Beispiel B-1-2
erhalten wurde, mit PBS enthaltend 0,5 w/v % Kälberserumalbumin geschwenkt
und bei 4°C
für 4 Stunden
stehengelassen. Anschließend wurde
das bead mit PBS enthaltend 0, 05 v/v % Tween 20 und 0, 5 w/v %
Kälberserumalbumin
gewaschen, in 0,2 ml (1 × 105 cpm) einer Lösung enthaltend den monoklonalen
Antikörper
H-2mAb, der nach dem Verfahren in Beispiel B-3-2 erhalten wurde
und mit 125I markiert wurde, geschwenkt
und bei 4°C über Nacht
stehengelassen. Nachdem die überschüssige Menge
an 125I-markiertem Antikörper entfernt wurde, wurde
das Bead mit PBS enthaltend 0,05 v/v % Tween 20 und 0,5 w/v % Kälberserumalbumin
gewaschen, anschließend
wurde die Radioaktivität
des Beads mit Hilfe eines Gamma-Zählers bestimmt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 7 gezeigt.
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Anmerkung: Das Symbol "*" bedeutet den statistischen Wert einer
Dreifachbestimmung.
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Wie aus den Ergebnissen der Tabelle
7 klar ersichtlich ist, bestimmt das erfindungsgemäße Nachweisverfahren
das Polypeptid sehr genau in einem Bereich von ca. 100 bis 1.000
pg/ml.
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Beispiel C-1
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Lösung
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Das Polypeptid, das nach dem Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, wurde in physiologischer Kochsalzlösung enthaltend
1 w/v 6 humanes Serumalbumin als Stabilisator verdünnt, wodurch
eine 1 mg/ml Polypeptidlösung
erhalten wurde, die anschließend
durch Membranfilter sterilisiert wurde, wodurch eine Lösung erhalten
wurde.
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Das Produkt besitzt eine befriedigende
Stabilität
und kann als Injektion, Augenlösung
und als Nasentropfen für
die Behandlung und/oder die Prävention
von assoziierten Krankheiten wie malignen Tumoren, viralen Erkrankungen,
bakteriellen infektiösen
Erkrankungen und Immunerkrankungen verwendet werden.
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Beispiel C-2
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Trockene Injektion
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Das Polypeptid, das nach dem Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde, wurde in 100 ml physiologischer
Kochsalzlösung
enthaltend 1 w/v % gereinigte Gelatine als Stabilisator gelöst, und
die Lösung
wurde in herkömmlicher
Weise mit einem Membranfilter sterilisiert. 1 ml Aliquots der sterilisierten
Lösung
wurden auf Gefäße verteilt,
lyophilisiert und verschlossen.
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Das Produkt besitzt eine befriedigende
Stabilität
und kann als trockene Injektion zur Behandlung und/oder Prävention
von assoziierten Krankheiten wie malignen Tumoren, viralen Erkrankungen,
bakteriellen Erkrankungen und Immunerkrankungen verwendet werden.
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Beispiel C-3
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Salbe
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"HI-BIS-WAKO
104", ein Carboxyvinylpolymer,
das kommerziell erhältlich
ist bei Wako Pure Chemicals, Tokyo, Japan, und gereinigte Trehalose
wurden in destilliertem Wasser in Konzentrationen von jeweils 1,4
w/w % bzw. 2,0 w/w % gelöst,
und das Polypeptid, das nach dem Verfahren in Beispiel B-1-2 erhalten
wurde, wurde gleichmäßig in der
Lösung
gelöst,
anschließend
wurde der pH-Wert der resultierenden Lösung auf pH 7,2 eingestellt,
wodurch eine Paste erhalten wurde, die ca. 1 mg/g des Polypeptids
aufwies.
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Das Produkt ließ sich ausreichend gut verteilen
und wies eine befriedigende Stabilität auf, so daß es als
Salbe zur Behandlung und/oder zur Prävention von assoziierten Krankheiten
wie malignen Tumoren, viralen Erkrankungen, bakteriellen infektiösen Erkrankungen
und Immunerkrankungen verwendet werden kann.
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Beispiel C-4
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Tablette
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Das Polypeptid, das nach dem Verfahren
in Beispiel B-1-2 erhalten wurde und LUMIN, d. h. [Bis-4-(1-ethylquinolin)]
[γ-4'-(1-Ethylquinolin)]-pentamethionincyanin,
als ein Zellaktivator, wurden bis zur Homogenität mit "FINETOSE®", einer wasserfreien
kristallinen α-Maltose,
die kommerziell erhältlich
ist bei Hayashibara Co., Ltd., Okayama, Japan gemischt, und die
Mischung wurde in herkömmlicher
Weise mit Hilfe einer Tablettenmaschine zu Tabletten geformt, wobei
jede ca. 200 mg schwer war und das Polypeptid sowie das LUMIN in
jeweils ca. 1 mg enthielt.
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Das Produkt, das befriedigende Schluckeigenschaften,
Stabilität
und zellaktivierende Aktivität
aufweist, kann als Tablette für
die Behandlung und/oder Prävention
von assoziierten Krankheiten wie malignen Tumoren, viralen Erkrankungen,
bakteriellen infektiösen
Erkrankungen und Immunerkrankungen verwendet werden.
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Beispiel C-5
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Adoptives
immuntherapeutisches Mittel
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Mononukleäre Zellen wurden aus dem peripheren
Blut eines Patienten mit malignem Lymphom isoliert, in RPMI 1640
Medium (pH 7,2), das mit 10 v/v % humanem AB Serum ergänzt und
bei 37°C
vorgewärmt worden
war, in einer Zelldichte von ca. 1 × 106 Zellen/ml
suspendiert, und mit ca. 1,0 μg/ml
des Polypeptids, das nach dem Verfahren in Beispiel B-1-2 erhalten
wurde, und ca. 100 units/ml rekombinantem humanen Interleukin 2
gemischt, anschließend
wurde die resultierende Mischung in einem 5 v/v % CO2 Inkubator
bei 37°C für eine Woche
inkubiert, und die resultierende Kultur wurde zentrifugiert, um
LAK-Zellen zu sammeln.
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Die so erhaltenen LAK-Zellen wiesen
eine starke Zytotoxizität
auf Lymphomzellen auf, wenn sie in den Körper des Spenderpati enten eingeführt wurden,
und sie wiesen eine höhere
Zytotoxizität
auf als jene, die mittels adoptiver Immuntherapie unter Verwendung
von Interleukin 2 alleine erreicht werden kann. Zytotoxische T-Zellen,
erhältlich
durch die gleiche Behandlung von Lymphozyten, die in Tumorgewebe
des Patienten eingewandert waren, anstelle der oben beschriebenen
Lymphozyten, wurden in den Spenderpatienten injiziert, wobei sich
der gleiche Effekt wie mit den LAK-Zellen zeigte. Das adoptive immuntherapeutische
Mittel kann willkürlich
verwendet werden um solide maligne Tumoren wie Nierenkrebs, malignes
Melanom, Dickdarmkrebs, Enddarmkrebs und Lungenkrebs zu behandeln.
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Die vorliegende Erfindung basiert
auf dem Auffinden eines neuen Polypeptids, das die IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen induziert. Das Polypeptid ist eine
Substanz, die eine teilweise oder vollständig offenbarte Aminosäuresequenz
sowie eine stabile Aktivität
der Induktion der IFN-γ Produktion
durch immunkompetente Zellen aufweist.
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Das Polypeptid besitzt eine starke
IFN-γ Induktivität, so daß es eine
gewünschte
Menge an IFN-γ Produktion
mit nur einer geringen Menge induzieren kann. Das Polypeptid bewirkt
keine ersten Nebenwirkungen, selbst dann nicht wenn es in einer
relativ hohen Dosis verabreicht wird, weil es nur eine extrem niedrige
Toxizität
aufweist. Daher besitzt das erfindungsgemäße Polypeptid den Vorteil,
daß es
sofort eine gewünschte Menge
an IFN-γ Produktion
induziert ohne daß die
Dosis streng kontrolliert wird.
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Der erfindungsgemäße monoklonale Antikörper reagiert
spezifisch mit dem Polypeptid und wird vielfältig für die Reinigung und den Nachweis
des Polypeptids verwendet. Der Antikörper wird in einer gewünschten
Menge unter Verwendung von Hybridoma hergestellt.
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Das erfindungsgemäße Mittel für assoziierte Krankheiten übt einen
befriedigenden Effekt in der Therapie und/oder der Prävention
von assoziierten Krankheiten wie malignen Tumoren, viralen Erkrankungen, bakteriellen
infektiösen
Erkrankungen und Immunerkrankungen aus. Darüber hinaus weist das Mittel
eine Aktivität
der Steigerung der Zytotoxizität
durch Killerzellen oder der Induktion der Bildung von Killerzellen
auf und übt
einen signifikanten Effekt in der Behandlung von ernsten Erkrankungen
wie malignen Tumoren aus.
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Daher ist die vorliegende Erfindung
eine bedeutende Erfindung, die einen bemerkenswerten Effekt aufweist
und einen großen
Beitrag zu diesem Umfeld leistet.
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