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DE69517503T2 - Intensitätsmodulierte stochastische Rasterung zur Herstellung lithographischer Druckplatten - Google Patents

Intensitätsmodulierte stochastische Rasterung zur Herstellung lithographischer Druckplatten

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DE69517503T2
DE69517503T2 DE69517503T DE69517503T DE69517503T2 DE 69517503 T2 DE69517503 T2 DE 69517503T2 DE 69517503 T DE69517503 T DE 69517503T DE 69517503 T DE69517503 T DE 69517503T DE 69517503 T2 DE69517503 T2 DE 69517503T2
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DE
Germany
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exposure
halftone
lithographic printing
image
dots
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DE69517503T
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Jacobus Bosschaerts
Paul Delabastita
Rene Govaert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa Gevaert NV
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Publication of DE69517503T2 publication Critical patent/DE69517503T2/de
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts
    • G03F7/07Silver salts used for diffusion transfer
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/10Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme
    • B41C1/1083Mechanical aspects of off-press plate preparation
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
    • H04N1/40Picture signal circuits
    • H04N1/405Halftoning, i.e. converting the picture signal of a continuous-tone original into a corresponding signal showing only two levels
    • H04N1/4051Halftoning, i.e. converting the picture signal of a continuous-tone original into a corresponding signal showing only two levels producing a dispersed dots halftone pattern, the dots having substantially the same size

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Description

    ERFINDUNGSGEBIET
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform, insbesondere ein Verfahren, bei dem eine lithographische Druckplatte abtastend belichtet wird und gemäß dem Silbersalz-Diffusionsübertragungsprozeß entwickelt wird.
  • STAND DER TECHNIK
  • Bei lithographischen Druckverfahren verwendet man zum Drucken speziell vorbereitete Oberflächen, auf denen einige Bereiche Farbe annehmen können (als "oleophile" Bereiche bezeichnet), andere Bereiche dagegen keine Farbe annehmen (als "oleophobe" Bereiche bezeichnet). Die oleophilen Bereiche stellen die Druckbereiche dar, während die oleophoben Bereiche die Hintergrundbereiche darstellen.
  • Man kennt zwei grundlegende Typen von lithographischen Druckformen. Bei einem ersten Typ, den sogenannten "nassen" Druckformen, bringt man auf die Plattenoberfläche, die hydrophile und hydrophobe Bereiche aufweist, entweder Wasser oder ein wäßriges Feuchtmittel und Farbe auf. Die hydrophilen Bereiche saugen sich mit Wasser beziehungsweise dem Feuchtmittel voll und werden so oleophobiert, während die hydrophoben Bereiche die Farbe annehmen. Beim zweiten Typ von lithographischen Druckformen, den "trockenen" Druckformen, arbeitet man ohne Feuchtmittel. Dieser Typ von Druckformen umfaßt stark farbabweisende Bereiche und oleophile Bereiche.
  • Lithographische Druckformen können unter Verwendung einer hier als "Belichtungselement" bezeichneten lichtempfindlichen lithographischen Druckplatte vorbereitet werden. Ein derartiges Belichtungselement wird entsprechend den Bilddaten belichtet und im allgemeinen danach entwickelt, so daß es zu einer Differenzierung zwischen Farbe annehmenden Eigenschaften zwischen den belichteten und unbelichteten Bereichen kommt.
  • Silbersalz-Diffusionsübertragungsprozesse sind bekannt und beispielsweise in dem US-Patent US 2,352,042 und in dem Buch "Photographic Silver Halide Diffusion Processes" [Photographische Silberhalogenid-Diffusionsprozesse] von Andre Rott und Edith Weyde - The Focal Press - London und New York (1972) beschrieben worden.
  • Aus dem obengesagten geht hervor, daß lithographisches Drucken nur in der Lage ist, zwei Tonwerte zu reproduzieren, da die Bereiche entweder Farbe annehmen oder nicht. Lithographisches Drucken ist deshalb ein sogenannter "binärer" Prozeß. Um durch derartige Prozesse Vorlagen zu reproduzieren, die sich ständig verändernde Tonwerte aufweisen, werden, wie oben erwähnt, Rasterungstechniken angewendet. Die Wiedergabe von kleinen Punkten stellt aber immer noch ein wichtiges Problem dar, wie unten erläutert wird.
  • Eine Rasterungstechnik wandelt einen Dichtewert in eine geometrische Verteilung von binären Punkten um, die gedruckt werden kann. Das Auge kann die einzelnen Rasterpunkte nicht sehen und sieht nur den entsprechenden "räumlich integrierten" Dichtewert.
  • Zur Verwendung in der Grafikbranche sind zwei Hauptklassen von Rasterungstechniken beschrieben worden. Diese beiden Techniken sind als "Amplitudenmodulationsrasterung oder autotypische Rasterung" (als AM abgekürzt) und "Frequenzmodulationsrasterung oder stochastische Rasterung" (abgekürzt als FM) bekannt. Es wird auf Fig. 1 und 2 Bezug genommen, wobei Fig. 1 eine Anordnung von Mikropunkten (in einer Bitmap) darstellt, wie sie bei der Amplitudenmodulation verwendet wird; und wobei Fig. 2 eine Anordnung von Mikropünkten (in einer Bitmap) darstellt, wie sie bei der Frequenzmodulation verwendet wird. Zum besseren Verständnis werden die meisten der jeweiligen technischen Ausdrücke, die in der vorliegenden Anmeldung verwendet werden, in einem getrennten Kapitel am Anfang der ausführlichen Beschreibung erläutert (siehe weiter unten).
  • Gemäß der Amplitudenmodulationsrasterung werden die Rasterpunkte, die zusammen den Eindruck eines bestimmten Tonwerts vermitteln, auf einem festen geometrischen Gitter angeordnet. Durch Verändern der Größe der Rasterpunkte können die verschiedenen Tonwerte eines Bilds simuliert werden. Diese AM-Technik kann dementsprechend auch als "Punktgrößen- Modulationsrasterung" bezeichnet werden.
  • Gemäß der Frequenzmodulationsrasterung wird anstelle der Größe der Rasterpunkte die Entfernung zwischen den Rasterpunkten moduliert. Diese FM-Technik ist zwar auf dem Gebiet der niedrigauflösenden Einfachpapierdrucker bekannt, hat aber für den Offsetdruck und andere High-End-Druckverfahren wahrscheinlich wegen der weiter unten zu erörternden Nachteile nicht viel Aufmerksamkeit erhalten. Eine FM- Rasterungstechnik ist in EP-A-620 673 beschrieben.
  • Laserbelichter und "Direct to Plate"-Belichter belichten Rasterbilder auf Grafikfilm und Platten mit Hilfe von Laserstrahlabtastung und -modulation. Die naturgetreue Wiedergabe von Halbtonwerten, die durch binäre Bitmapbilder dargestellt werden, ist schwierig zu erreichen, da das Bild durch die Gaußsche Intensitätsverteilung des Laserstrahls (Fig. 3 skizziert eine dreidimensionale Verteilung eines Gaußschen Laserstrahls) und die sensitometrischen Charakteristika des Film- und Plattenmaterials verfälscht wird. Diese Verfälschung ändert die Wiedergabe der Halbtonwerte, kleine Punkte (positiv oder negativ) in Spitzlichtern und Schatten werden möglicherweise zu klein (Über- und Unterbelichtung) wiedergegeben, und Rasterpunkte neigen dazu, ungleichmäßig oder überhaupt nicht gedruckt zu werden. Im allgemeinen wird ein schwarzer Punkt in einem weißen Bereich als "ein Spitzlicht" bezeichnet, wohingegen ein weißer Punkt in einem schwarzen Bereich als "ein Schatten" bezeichnet wird.
  • Eine derartige Verfälschung der Größe während des Druckens wird oftmals als "Belichterzuwachs" bezeichnet, was entweder einen "Punktzuwachs" oder einen "Punktverlust" umfaßt. In diesem Zusammenhang ist der Punktzuwachs die Zunahme der Größe der Rasterpunkte während des Druckens im Vergleich zu ihrer Größe in einem Film oder auf einer Platte. So kann beispielsweise eine relative Punktfläche von 50% auf einem Film einen Punkt von 70% drucken. In diesem Fall wird von einem Punktzuwachs von 20% gesprochen (siehe "Application of a dynamic measurement for the investigation of the causes of dot gain in web offset lithography", Pobboravsky et al., TAGA 1989 Proceedings, Rochester, Seite 482). Wenn Fig. 4 eine eigentliche "Platten-Pressen-Kurve" darstellt, so kann man sehen, daß mit Ausnahme der extremen Spitzlichter und Schattentöne eine mit einem großen Punktzuwachs behaftete Reproduktion überall zu dunkel ist. Weiterhin ist der Tonwertkontrast in den Mitteltönen zu groß und in den Schatten zu klein geworden; Detailkontrast ist verlorengegangen.
  • Die Verfälschung wird am meisten in kleinen Rasterpunkten bemerkt, wobei nicht nur die Ränder, sondern auch die Dichte des Punktes nicht optimal wiedergegeben werden. Am anderen Ende der Tonwertskala werden kleine unbelichtete Bereiche durch den Einfluß von den umgebenden Bereich belichtenden Lichtstrahlen verschleiert. Dies bedeutet, daß die naturgetreue Wiedergabe kleiner Rasterpunkte extrem schwierig ist.
  • Da die Spitzlichter bei der FM-Rasterung sich auf eine Streuung von getrennten Rasterpunkten beziehen, kann die Erfahrung erklärt werden, daß während des Druckens ein FM-Raster in den unteren Tonwertschritten oftmals einen Punktverlust aufweist. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich darin, daß die Summe der Längen der Seiten aller druckenden FM-Punkte (siehe Fig. 2) in den unteren Tonwerten größer ist als der Umfang eines AM-Punktes (siehe Fig. 1) mit dem gleichen Prozentsatzwert beziehungsweise der gleichen Abdeckung.
  • Abgesehen von dem eben erwähnten Problem des Punktzuwachses und des Punktverlustes und dem wahrscheinlichen Grund dafür ist vielen Rasterungstechniken auch der Nachteil eines sogenannten schlechten "photomechanischen Verhaltens" beziehungsweise einer sogenannten schlechten" physikalischen Rekonstruktionsfunktion" gemein. Unter diesen Ausdrücken versteht man, daß die photomechanischen Eigenschaften eines Belichtungselements, auf dem ein Rastermuster aufgezeichnet wird, zum Großteil von der Wechselwirkung zwischen dem Layout dieses Rasterpunktmusters und den Belichtungseigenschaften der Einrichtung, auf der es wiedergegeben wird, was auch als die physikalische Rekonstruktionsfunktion der Wiedergabeeinrichtung bezeichnet wird, abhängen. Eine eingehende Erläuterung des photomechanischen Verhaltens beziehungsweise der physikalischert Rekonstruktionsfunktion ist in EP-A-94.202.329.2 (auf den Namen von Agfa-Gevaert) beschrieben worden.
  • Von der besagten Anmeldung werden einige veranschaulichende Zeichnungen (siehe Fig. 11.1 bis 11.4) übernommen, um etwas mehr Einsicht in das Problem des Belichterzuwachses zu vermitteln. Hier veranschaulichen Fig. 11.1 und 11.2 den Punktzuwachs, der bei Punkten auftritt, die entlang der Hauptabtast- beziehungsweise der Nebenabtastrichtung angeordnet sind; Fig. 11.3 und 11.4 veranschaulichen einen Punktzuwachs, der sich aus einer Nachbildung von Mikropunkten ergibt, wobei der Zuwachs eines einzelnen Rasterpunkts die gleiche Gesamtfläche aufweist.
  • Was eine mögliche Lösung für dieses Problem anbetrifft, so könnten einige verschiedene Ansätze unternommen werden.
  • Zunächst ist eine Gesamtkompensation durch Anlegen einer höheren oder niedrigeren Laserleistung nicht annehmbar. Eine Überbelichtung macht kleine Spitzlichtpunkte sogar größer, füllt aber kleine Schattenpunkte aus. Durch Unterbelichtung wird dieser Effekt umgekehrt, was die Schatten öffnet, aber die Spitzlichter reduziert. Sowohl durch Über- als auch durch Unterbelichtung wird die Anzahl wiedergegebener Halbtonpegel beträchtlich reduziert.
  • Zweitens können in der Theorie die besten Ergebnisse unter Verwendung eines Laserstrahls mit einer optimalen Fleckgröße für jede Abtastauflösung zusammen mit einem Grafikfilm beziehungsweise einer Grafikplatte erhalten werden, die durch einen hohen Gradienten und eine steile Spitze gekennzeichnet sind. Dies erfordert Bildbelichter mit engen Herstellungstoleranzen und Filme mit speziellen (sogenannten "explosiven") Entwicklungstechniken.
  • Ein drittes Verfahren zum Reduzieren der durch Belichterzuwachs geschaffenen Probleme bei der FM- Rasterung ist die "Bildelementnachbildung", d. h. die Kombination von mit dem Belichtergrundmaß wiedergegebenen "Mikropunkten" (bzw. "Rels") zu effektiv größeren Rasterpunkten durch Nachbildung. Die Tatsache, daß der Gesamtzuwachs der Punktgröße kleiner ist, wenn die Rasterpunkte unter Verwendung einer Matrix kleinerer Belichtungselemente (bzw. "Rels" = recording elements) wiedergegeben werden, wird in den bereits erwähnten Fig. 11.1 und 11.2 veranschaulicht. Die Bildelementnachbildung ist kommerziell in dem Rasterbildprozessor der Firma Miles Inc., Agfa Division, verwendet worden. Wie in Fig. 11.3 und 11.4 angedeutet, wird eine Reduktion des Punktzuwachses erreicht. Eine weitere Verbesserung ist in der bereits erwähnten Anmeldung EP-A 94.202.329.2 beschrieben worden, doch ist die Reproduzierbarkeit von gestreuten Spitzlichtern noch nicht ideal.
  • Unter dem Titel "Wavelets as cool for the construction of a halftone screen" von T. Mitsa und P. Brathwaite, University of Iowa, USA (vor; etragen auf dem IS & T - SPIE Symposium on Electronic Imaging, Februar 1995) ist jüngst noch ein weiterer Ansatz offenbart worden. Obwohl diese Offenbarung angibt, zu einer reduzierten Körnigkeit in dem ausgegebenen Rasterbild zu führen, bleibt das Kernproblem unzureichender Reproduzierbarkeit gestreuter Spitzlichter immer noch gegenwärtig.
  • Es kann allgemein festgestellt werden, daß bei der FM-Rasterung prinzipiell ein Kompromiß zwischen zwei entgegengesetzten Interessen getroffen werden muß: entweder eine reduzierte Körnigkeit (besonders problematisch in den Mitteltönen), entweder eine Reproduzierbarkeit von extremen Tönen (besonders problematisch bei gestreuten Spitzlichtern und Schatten). Ein großer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß sie einen überraschend guten Kompromiß liefert, insbesondere eine gute Reproduzierbarkeit von extremen Tonwerten und auch eine reduzierte Körnigkeit in den Mitteltönen.
  • AUFGABEN DER ERFINDUNG
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung einer lithographischen Druckform gemäß dem DTR-Prozeß aus einer Druckplatte mit Hilfe von Frequenzmodulationsrasterung einer Vorlage mit verbesserten Druckeigenschaften, zum Beispiel einem größeren Entwicklungsspielraum, einer erweiterten Tonwertskala im Druck und einer vergrößerten Lebensdauer der Druckform.
  • Weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die vorliegende Erfindung wird mit Hilfe eines Beispiels mit den folgenden Zeichnungen veranschaulicht, ohne daß die Erfindung darauf beschränkt werden soll. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Anordnung aus Mikropunkten, wie sie bei der Amplitudenmodulation verwendet wird;
  • Fig. 2 eine Anordnung von Mikropunkten, wie sie bei der Frequenzmodulationsrasterung verwendet wird;
  • Fig. 3 eine dreidimensionale Verteilung eines Gaußschen Laserstrahls;
  • Fig. 4 eine sogenannte Platten-Pressen-Kurve;
  • Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Schaltung zum Implementieren eines Rasterungsverfahrens, das sich zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung eignet;
  • Fig. 6 schematisch eine Flachbettabtasteinrichtung zur Verwendung in einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 7 schematisch eine Innentrommelabtastvorrichtung zur Verwendung bei einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 8 ein Flußdiagramm, das grundlegende Schritte einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • Fig. 9 ein Flußdiagramm, das grundlegende Schritte einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • Fig. 10 ein Flußdiagramm, das grundlegende Schritte einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • Fig. 11.1 und 11.2 den Punktzuwachs, zu dem es mit entlang der Hauptabtast- bzw. der Nebenabtastrichtung angeordneten Punkten kommt;
  • Fig. 11.3 und 11.4 den Punktzuwachs aus der Nachbildung von Mikropunkten, wobei der Zuwachs eines einzelnen Rasterpunkts die gleiche Gesamtfläche aufweist;
  • Fig. 12 vergleichende Versuche, wobei die abtastende Belichtung zur Wiedergabe eines Rasterpunkts intensitätsmoduliert wird.
  • KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Erzeugen einer gerasterten Reproduktion eines Mehrtonbilds auf einer lithographischen Druckform bereitgestellt, das folgende Schritte enthält:
  • Frequenzmodulationsrasterung des Multibilds, um gerasterte Daten zu erhalten, die Tonwerte des Mehrtonbilds als Rasterpunkte darstellen; Reproduzieren der Rasterpunkte auf einer lithographischen Druckplatte mit einer Oberfläche, die bei abtastender Belichtung in Farbe annehmende und Farbe abstoßende Bereiche differenziert werden kann, und einen fakultativen Entwicklungsschritt, mittels einer intensitätsmodulierten abtastenden Belichtung, wobei eine Belichtungsintensität zur Wiedergabe von Rasterpunkten gemäß der Anzahl benachbarter Rasterpunkte verändert wird.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Die unten gegebene Beschreibung umfaßt hauptsächlich vier Kapitel, nämlich (i) Ausdrücke und Definitionen, die in der vorliegenden Anmeldung verwendet werden, (ii) bevorzugte Ausführungsformen intensitätsmodulierter stochastischer Rasterung, (iii) bevorzugte Ausführungsformen zur Herstellung einer lithographischen Druckform und (iv) weitere Anwendungen der vorliegenden Erfindung.
  • Erläuterung von Ausdrücken und Definitionen, die in der vorliegenden Beschreibung verwendet werden
  • Als Hilfe beim Verständnis der folgenden Erörterung wird die Bedeutung einiger spezifischer Ausdrücke, die die Spezifikation und die Ansprüche betreffen, erläutert.
  • Eine "Vorlage" ist eine beliebige Darstellung (Hardcopy oder Softcopy), die Informationen enthält, die Dichtewerte (z. B. Dichte, Transmission, Undurchsichtigkeit...) eines Bilds darstellen. Der Ausdruck Vorlage schließt auch ein sogenanntes "synthetisches Bild" mit ein, das zum Beispiel von einem Rechnerprogramm zusammengesetzt worden ist.
  • Jede Vorlage besteht aus einer Reihe von Bildelementen, die kurz als "Pixel" bezeichnet werden. Die Anzahl der Pixel hängt von den räumlichen Auflösungen in der Hauptabtast- bzw. Schnellabtastrichtung X und in der Nebenabtast- bzw. Langsamabtastrichtung Y ab.
  • Ein "Halbtonbild" bzw. ein "Mehrtonbild" ist eine Darstellung einer Halbtonvorlage durch digitale Daten, entweder explizit (zuvor erzeugt) oder implizit (im laufenden Betrieb erzeugt). Ein Halbtonbild umfaßt eine Matrix von Elementen; jedes Element kann C verschiedene Werte von Halbtonpegeln annehmen, wobei die Zahl C möglicher Werte größer als Zwei sein muß (c > 2; z. B. c = 255).
  • Ein "Rasterbild" ist eine Darstellung einer Halbtonvorlage durch digitale Daten. Ein Rasterbild umfaßt eine Matrix aus Elementen, wobei die Anzahl möglicher Werte H der Elemente unter der entsprechenden Anzahl von Halbtonpegeln C liegt (H < C).
  • Ein "Mikropunkt" bzw. "Elementarpunkt" bzw. "Belichterelement" (allgemein als "Rel" abgekürzt) ist die kleinste räumlich adressierbare Einheit auf einer Belichtungseinrichtung. Ein Rel kann jede beliebige Form aufweisen, wie beispielsweise rechteckig oder hexagonal oder kreisförmig oder quadratisch.
  • Im Zusammenhang mit photographischen Materialien, die einem Prozeß unterzogen wurden, der eine Frequenzmodulationsrasterung einer Vorlage umfaßt, ist ein frequenzmodulierter "Rasterpunkt" die kleinste Bildeinheit, die nach der Belichtung und Verarbeitung des Materials auf dem photographischen Material wiedergegeben wird. Die Größe eines Rasterpunkts kann gleich der Größe eines Rel sein oder mehrere Rel umfassen. Ein Rasterpunkt kann jede beliebige Form aufweisen, doch ist seine Form üblicherweise quadratisch oder rechteckig.
  • Eine "Rasterumgebung" (eines Rasterbilds) umfaßt eine feste Anzahl von Rel in einer vorbestimmten Anordnung. Eine Rasterumgebung kann jede beliebige Form aufweisen, doch ist in einer bevorzugten Ausführungsform ihre Form entweder quadratisch oder rechteckig. Mit der "Größe einer Rasterumgebung" ist die Länge einer Seite gemeint, wenn die Rasterumgebung ein Quadrat ist; die Länge, wenn die Rasterumgebung ein Rechteck ist; der Durchmesser, wenn die Rasterumgebung ein Kreis ist; die längste Achse, wenn die Rasterumgebung eine Ellipse ist, und die Quadratwurzel des Flächeninhalts, wenn die Rasterumgebung eine andere Form aufweist. Mit dem Ausdruck "benachbarter Rasterpunkt" ist jeder Rasterpunkt in der Umgebung eines spezifischen Rasterpunkts innerhalb einer Entfernung gemeint, die der Größe einer Rasterumgebung entspricht.
  • Ein frequenzmodulierter Rasterpunkt wird durch eine mechanische, eine optische und/oder eine elektrische Bearbeitung des Belichtungsstrahls der Belichtungseinrichtung erhalten. Obwohl ein Rasterpunkt aus genau einem Rel bestehen kann, besteht der Rasterpunkt vorzugsweise aus einer [m * n]-Matrix von Rel, wobei m 2 oder eine größere ganze Zahl und n 1 oder eine größere ganze Zahl darstellt.
  • Obwohl m und n verschiedene Werte aufweisen können, sind sie vorzugsweise gleich und ergeben einen Rasterpunkt, der im wesentlichen ein Quadrat oder wahlweise ein Rechteck ist, wenn sich die Hauptabtastadressierbarkeit X von der Nebenabtastadressierbarkeit Y unterscheidet.
  • Ein Tonwert auf einer Tonwertskala oder einer Grauwertskala betrifft einen Grad bzw. einen Prozentsatz der Belegung bzw. "Abdeckung", manchmal auch als "Prozentwert" oder "belegte Kapazität" bezeichnet (z. B. eine Abdeckung von 50%; siehe auch Fig. 4).
  • Bevorzugte Ausführungsformen intensitätsmodulierter stochastischer Rasterung
  • Bevor Fig. 5, die eine Schaltung zur Durchführung einer Frequenzmodulationsrasterung zeigt, die sich für die vorliegende Erfindung eignet, detailliert erläutert wird, müssen zunächst einige grundlegende Informationen vermittelt werden.
  • Wenn ein Bild gescannt wird, werden die Bildinformationen im allgemeinen in Tonwerte bzw. Grauwerte, normalerweise zwischen 0 (z. B. Vollton) und 255 (z. B. Weiß) umgewandelt. Für den sich ergebenden Rasterfilm jedoch gibt es nur zwei mögliche Zustände: der Bildbereich ist entweder schwarz (d. h. druckend) oder weiß (d. h. nichtdruckend). Das von dem Scanner erzeugte Halbtonsignal (zwischen 0 und 255; oder 1 und 256) muß deshalb in einen binären Wert (1 oder 0) umgeformt werden. Die einfachste Möglichkeit ist die, alle Grauwerte über einen bestimmten Schwellwert mit 1 und den Rest mit 0 zu kodieren. Es ist offensichtlich, daß auf diese Weise ein Großteil der Bildinformationen verlorengeht.
  • Um ein besseres Reproduktionsergebnis zu erhalten, eignen sich verschiedene Punktfrequenzmodulationsrasterungstechniken. Sie können in die folgenden Unterklassen unterteilt werden:
  • 1) Techniken auf der Grundlage der Punkt-zu-Punkt- Schwellwertbildung;
  • 2) Fehlerdiffusion entlang einer Abtastung Linie für Linie, Spalte für Spalte;
  • 3) Fehlerausbreitung entlang einer Hilbert-Abtastung;
  • 4) Sondertechniken.
  • Da diese Frequenzmodulationsrasterungstechniken in einer am gleichen Tag eingereichten Anmeldung mit dem Titel "Time modulated stochastic screening" erläutert sind, ist in der vorliegenden Beschreibung keine explizite und ausführliche Nachbildung erforderlich.
  • Die Aufmerksamkeit gilt nun der Fig. 5, die eine Schaltung zeigt, um eine Frequenzmodulationsrasterung (durch Fehlerdiffusion) in Kombination mit einer binären Belichtungseinrichtung, z. B. einem Belichter, durchzuführen. Zunächst werden verschiedene Bausteine dieser Schaltung beschrieben, später wird ihre Funktion erläutert.
  • Block 15 (manchmal als "Pixelmap") bezeichnet, ist ein Speicherblock, der die Halbtonpunktwerte eines Bilds enthält. In der Regel sind dies 8-Bit-Werte, die als N Zeilen mit M Spalten organisiert sind. Block 20 (in der Regel als "Bitmap" bezeichnet) ist ein Speicherblock mit dem gleichen Layout wie Block 15, in dem die gerasterten Pixelwerte gespeichert werden. Im Fall einer binären Belichtungseinrichtung weist jedes Rasterpixelwort eine Länge von einem Bit auf. Block 45 ist eine Einrichtung, die ein Substrat, zum Beispiel einen photographischen Film oder eine lithographische Druckplatte, unter Verwendung der Informationen in Block 20 bildmäßig belichten kann. Block 40 ist eine Recheneinheit, die die Summe aus dem Pixelwert P(i, j) und dem Fehler E am Ausgang eines Verzögerungsregisters 35 berechnen kann. Die Umwandlung eines Halbtonpixelwerts in einen Rasterpixelwert findet in Block 25 statt. Diese Umwandlung kann auf einer Schwellwertbildungsoperation beruhen: wenn der Halbtonwert am Punkt (i, j) unter dem Wert von 128 liegt, wird in dem Rasterspeicher ein Wert "0" gespeichert, ansonsten wird eine "1" gespeichert. Block 30 enthält eine Recheneinheit, die den Fehler zwischen dem Halbtonwert der Vorlage und dem Wert des gerasterten Pixels berechnen kann und ihn in dem Verzögerungsregister 35 speichern kann. Block 8 ist ein Zähler, der die Verarbeitung der N*M Pixel des Bilds sequenziell ordnet. Block 10 ist eine Nachschlagetabelle mit N*M Einträgen (einem für jeden Bildpixel) und einer eindeutigen Kombination aus einer Zeilen- und Spaltenadresse, die einer Pixelposition in dem Bild entspricht. Block 5 ist ein Taktgeber.
  • Es wird nun die Funktion von Fig. 5 erläutert. Bei jedem Taktimpuls wird der Zähler 8 erhöht, und ein neues Paar Koordinaten i(n), j(n) wird von Block 10 erhalten. Diese Koordinaten werden als Adresswerte für den Pixelspeicher 15 verwendet, um einen Halbtonpixelwert P(i(n), j(n)) zu erhalten. Dieser Pixelwert wird sofort zu dem Fehler E (i(n-1), j(n-1), j (n-1)), der in Register 35 nach dem vorhergehenden Rasterschritt gespeichert wurde, addiert, und die Summe aus beiden wird in Block 25 mit dem Schwellwert 26 verglichen. Das Ergebnis der Schwellwertbildungsoperation bestimmt den Wert H(i(n), j(n)), der bei Position i (n), j (n) in den Rasterpixelspeicher geschrieben wird. Zur gleichen Zeit wird aus der Differenz zwischen P(i(n), j(n)) und H (i (n), j (n)) ein neuer Fehler E (i (n), j (n)) berechnet und in dem Verzögerungsregister 35 gespeichert. Die Schaltung wird initialisiert, indem der Zähler 8 auf "1", der Fehler zum Beispiel auf "256" gesetzt wird, und die Operation wird beendet, wenn der Zähler den Wert N*M erreicht. Danach wird der Rasterspeicher 20 zeilenweise und spaltenweise ausgelesen, und sein Inhalt wird von dem Belichter 45 auf ein Substrat belichtet.
  • Jeder Halbton- bzw. Mehrtonbildpixel trägt Informationen über ein Adress- und ein Bildsignal. Jedes Bildsignal wird in ein Bitmapsignal B umgeformt, was zum Beispiel durch einen 8-Bit-Wert dargestellt wird, was (unter anderem) von der erforderlichen Qualität, Speicherkapazität und Leistung abhängt. Die Halbtonbildsignale weisen vorzugsweise Werte von 0 bis 255 auf, wohingegen die Rasterbildsignale vorzugsweise niedrigere Werte (im allgemeinen nur 2) aufweisen. Durch das gleiche Verfahren kann aber jede andere Zahl von Signalpegeln verarbeitet werden.
  • In einem Bildbelichter baut ein sogenannter "Rasterbildprozessor" (RIP) im Speicher ein binäres Bitmapbild auf, das die Halbtonwerte darstellt, bevor die Informationen als individuelle Abtastzeilen zu der Belichtungseinheit gesendet werden. Durch einen in den Bitmaperzeugungsfunktionen (durch Software- oder durch Hardwareimplementierung) des RIP aufzunehmenden speziellen Algorithmus kann das Vorliegen kleiner Punktbereiche, negativ oder positiv, in dem Bitmapbild ohne weiteres erfaßt werden.
  • In der Belichtungseinheit kann die Intensität der gerasterten Punkte gesteuert und automatisch verändert werden, um die Wiedergabe kleiner Punktbereiche zu verbessern. Die Bitmapinformationen werden so in dem Rasterbildprozessor (RIP) selektiv modifiziert, um die Wiedergabe kleiner Punkte zu korrigieren.
  • Kleine Rasterpunkte werden durch Belichtung einer kleinen Anzahl von Rels erhalten, zum Beispiel wird ein kleiner Punkt von 2 mal 2 Rel durch Einschalten der Laserbelichtung für zwei Rel in zwei aufeinanderfolgenden Abtastzeilen belichtet. Die Belichtung einer kleinen Anzahl von Rel kann ohne weiteres erfaßt werden, indem das Vorliegen aufeinanderfolgender Rel in einer Abtastzeile überprüft wird. Wenn die Belichtungssequenz unter einer vorbestimmten Grenze bleibt (z. B. zwei Rel), wird die Belichtung automatisch intensiver gemacht, ohne daß die Wiedergabe der Bereiche mit großen Rasterpunkten geändert wird.
  • Mit dem gleichen Verfahren können die inversen Rasterpunkte korrigiert werden, wie zum Beispiel ein von einem großen belichteten Bereich umgebener kleiner unbelichteter Bereich. Dies macht den unbelichteten Bereich etwas größer, um sicherzustellen, daß kleine Rasterpunkte in den Schatten korrekt wiedergegeben werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Verfahren zum Erzeugen einer gerasterten Reproduktion eines Mehrtonbilds folgende Schritte: Frequenzmodulationsrasterung des Multibilds, um gerasterte Daten zu erhalten, die Tonwerte des Mehrtonbilds als Rasterpunkte darstellen; Reproduzieren der Rasterpunkte auf einem Belichtungselement mit Hilfe einer abtastenden Belichtung; dadurch gekennzeichnet, daß die abtastende Belichtung zur Wiedergabe eines Rasterpunkts intensitätsmoduliert ist.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. 8, die grundlegende Schritte dieses Verfahrens darstellt, kann darauf hingewiesen werden, daß die gerasterten Daten (immer noch unkompensierte) Rasterpunkte darstellen, daß eine oder mehrere Lichtquellen verwendet werden können und daß die Modulierung gemäß einer Stelle entsprechender Rasterpunkte auf einer Tonwertskala des Belichtungselements durchgeführt werden kann.
  • Da in einem Teil einer Tonwertskala eines Belichtungselements oder Belichtungssystems die Anzahl der Rasterpunkte niedrig sein kann und in einem anderen Teil der Tonwertskala die Anzahl der Rasterpunkte hoch sein kann, können unterschiedliche Intensitätskompensationsdaten angewendet werden, wobei von den Intensitätskompensationsdaten angegeben wird, daß sie "von der Stelle" der entsprechenden Rasterpunkte auf der Tonwertskala des Belichtungselements "abhängig" sind. Die Intensitätskompensationsdaten bezüglich eines Tonwerts auf einer Tonwertskala stehen somit zu einem Prozentsatz an Belegung bzw. Abdeckung in Beziehung.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird somit eine Belichtung zur Wiedergabe von Rasterpunkten gemäß einem bestimmten zu reproduzierenden Tonwert verändert. In der Praxis wird eine Intensität eines Rasterpunkts zur Wiedergabe von Rasterpunkten von niedrigen Tonwerten relativ zu Rasterpunkten von Mitteltönen erhöht, wohingegen eine Intensität eines Rasterpunkts zur Wiedergabe von Rasterpunkten von hohen Tonwerten gesenkt wird.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung (siehe Fig. 9) umfaßt das Modulieren die Schritte des Erfassens von Intensitätskompensationsdaten bezüglich einem Tonwert auf einer Tonwertskala; und Kombinierens der gerasterten Daten mit den Kompensationsdaten, um kompensierte Rasterpunkte darstellende intensitätsmodulierte Daten zu erhalten.
  • Es kann festgestellt werden, daß bei dieser Ausführungsform und auch bei der unmittelbar folgenden Ausführungsform eine kompensierende Bearbeitung an den gerasterten Daten durchgeführt wird, bevor sie bei dem Belichtungsschritt verwendet werden.
  • Bei später zu beschreibenden anderen Ausführungsformen wird die kompensierende Bearbeitung in Echtzeit ("im laufenden Betrieb") durchgeführt.
  • Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung basiert die kompensierende Bearbeitung auf einer einzelnen Scanlinie und auf der Auswertung des Punktmusters, das jeden abzubildenden Punkt umgibt (sogenannte linke und rechte Nachbarn). Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung basiert die kompensierende Bearbeitung auf einem größeren Bereich, einschließlich benachbarter Punkte in vorhergehenden und nachfolgenden Scanlinien (sogenannte vorhergehende und nachfolgende Nachbarn) Bei einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung (siehe Fig. 10) umfaßt das Modulieren die folgenden Schritte:
  • Erfassen der einen ersten Rasterpunkt darstellenden gerasterten Daten; Finden mindestens eines anderen Rasterpunkts innerhalb einer Umgebung des ersten Rasterpunkts; Bilden von Kompensationsdaten für den ersten Rasterpunkt bezüglich des Findens; Kombinieren der gerasterten Daten mit den Kompensationsdaten, um kompensierte Rasterpunkte darstellende intensitätsmodulierte Daten zu erhalten; und Wiederholen aller Schritte für jeden zu druckenden Rasterpunkt.
  • Bei einer vorangegangenen Ausführungsform wird die kompensierende Bearbeitung relativ geradeaus bzw. "in Mitkopplung" ausgeführt, da sie sich einzig auf eine angestrebte Stelle auf einer Tonwertskala verläßt; z. B. wird, um eine gute Belichtung eines Rasterpunkts entsprechend nominell 3% herzustellen, eine Intensitätskompensation gemacht, die 3,5% entspricht.
  • In einer folgenden Ausführungsform wird die kompensierende Bearbeitung durchgeführt, indem eine tatsächliche Anwesenheit oder Abwesenheit von Rasterpunkten innerhalb einer Umgebung geprüft wird; wenn zum Beispiel neben einem (ersten) Rasterpunkt, der nominell 3% entspricht, kein anderer Halbton vorliegt, wird für den ersten Rasterpunkt eine Intensitätskompensation gemacht, die 3,5% entspricht.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird deshalb eine Belichtung zum Wiedergeben von Rasterpunkten gemäß der Anzahl benachbarter Rasterpunkte verändert.
  • Um die Intensitätsmodulation der abtastenden Belichtung eines Belichtungselements gemäß der vorliegenden Erfindung eingehender zu erläutern, wird die Aufmerksamkeit nun auf das Belichtungssystem selbst gelenkt. Als Beispiel, das aber den Schutzbereich nicht einschränken soll, ist ein Verfahren zum Vorbereiten einer Druckform bekannt, bei dem das Verfahren die Schritte des informationsmäßigen Belichtens eines Belichtungselements und nachfolgenden Verarbeitens des belichteten Belichtungselements umfaßt. Ein derartiges Verfahren ist als "Computer to Plate"-Verfahren bekannt und kann mit Hilfe verschiedener Arten von Scaneinrichtungen durchgeführt werden. Fig. 6 zeigt schematisch eine Flachbettscaneinrichtung zur Verwendung in einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung; wohingegen Fig. 7 schematisch eine Innentrommelscaneinrichtung zur Verwendung in einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • Für eine eingehendere Beschreibung dieser Scaneinrichtung wird auf eine am gleichen Tag eingereichte Anmeldung mit dem Titel "TIME MODULATED STOCHASTIC SCREENING" (auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird) verwiesen. Was Fig. 6 betrifft, so findet sich eine noch ausführlichere Beschreibung im EP-A 94.203.326.7 (auf den Namen Agfa-Gevaert).
  • Eine bildmäßige Belichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch eine abtastende Belichtung mit Hilfe zum Beispiel von Kathodenstrahlröhren (CRT), lichtemittierenden Dioden (LED) oder Lasern direkt auf die Druckplatte erfolgen, oder sie kann ausgeführt werden, indem zunächst ein photographischer Zwischenfilm mit hohem Kontrast, im allgemeinen ein hochkontrastiger Silberhalogenidfilm, gemäß den gerasterten Daten belichtet wird und dann der belichtete photographische Film als Maske zum Belichten einer lithographischen Druckplatte mit einer herkömmlichen Lichtquelle in einer Kamerabelichtung oder Kontaktbelichtung belichtet wird.
  • Beispiele für Laser, die in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind zum Beispiel HeNe-Laser, Argonionenlaser, Halbleiterlaser, YAG-Laser, z. B. Nd-YAG-Laser, usw.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Verfahren zum Erzeugen einer getasterten Reproduktion eines Halbtonbilds die folgenden Schritte: Frequenzmodulationsrasterung des Halbtonbilds, um ein Rasterbild zu erhalten, das aus Rasterpunkten besteht; Kompensieren einer Intensität der Rasterpunkte; und abtastendes Belichten eines Belichtungselements mit mindestens einer Lichtquelle gemäß den kompensierten Rasterpunkten, wobei das Kompensieren gemäß einer Abschätzung einer örtlichen Dichte in einer Umgebung der Rasterpunkte durchgeführt wird.
  • Bei einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung basiert die Abschätzung auf einem Halbtonwert eines Pixels entsprechend dem Rasterpunkt oder einer Anzahl von Rasterpunkten innerhalb einer Rasterumgebung.
  • Bevorzugte Ausführungsformen zur Herstellung einer lithographischen Druckform
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform aus einer Halbtonvorlage die folgenden Schritte: Frequenzmodulationsrasterung der Vorlage, um gerasterte Daten zu erhalten, Modulieren der gerasterten Daten, um "intensitätsmodulierte Daten" zu erhalten; abtastendes Belichten einer Druckplatte durch eine Lichtquelle gemäß den intensitätsmodulierten Daten; und Entwickeln einer auf diese Weise erhaltenen, abtastend belichteten lithographischen Druckplatte.
  • Eine bildmäßige Belichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch eine abtastende Belichtung mit Hilfe z. B. eines Lasers direkt gemäß den gerasterten Daten auf der Druckplatte erfolgen (sogenanntes Computer to Plate), oder sie kann durchgeführt werden, indem zunächst ein photographischer Zwischenfilm mit hohem Kontrast, im allgemeinen ein hochkontrastiger Silberhalogenidfilm, gemäß den gerasterten Daten belichtet wird und dann der belichtete photographische Film als Maske zum Belichten einer lithographischen Druckplatte mit einer herkömmlichen Lichtquelle in einer Kamerabelichtung oder Kontaktbelichtung verwendet wird. Ein Beispiel eines derartigen photographischen Zwischenfilms (als Belichtungselement) wird von Agfa-Gevaert NV unter dem Namen AGFASTAR vermarktet.
  • Beispiele für lichtempfindliche lithographische Belichtungselemente sind beispielsweise die in EP-A-410500, EPA-483415, EP-A-423399 offenbarten Silbersalz-Diffusionsübertragungsmaterialien (im allgemeinen als DTR bezeichnet), Belichtungselemente mit einer lichtempfindlichen Schicht, die Diazoniumsalze oder ein Diazoharz enthält, wie beispielsweise in EP-A-450199 beschrieben, und Belichtungselemente mit einer lichtempfindlichen Schicht, die eine photopolymerisierbare Zusammensetzung enthält, wie beispielsweise in EP-A-502562, EP-A-491457, EP-A-503602, EP-A-471483 und DE-A-41 02 173 beschrieben.
  • Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform aus einer Halbtonvorlage gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt einen zusätzlichen Schritt des Entwickelns eines auf diese Weise erhaltenen, bildmäßig belichteten Belichtungselements.
  • Ein Prozeß zum Erhalten einer lithographischen Druckform mit Hilfe eines DTR-Prozesses verwendet ein Belichtungselement, das in der angegebenen Reihenfolge eine Unterlage mit einer hydrophilen Oberfläche, wie beispielsweise eine gekörnte und anodisierte Aluminiumfolie, eine Schicht aus physikalischen Entwicklungskernen und eine Silberhalogenidemulsionsschicht enthält. Ein Beispiel für ein derartiges Belichtungselement wird von Agfa-Gevaert NV unter dem Namen LITHOSTAR vermarktet. Das Belichtungselement der vorliegenden Ausführungsform wird unter Verwendung einer abtastenden Belichtung mit darauffolgendem Entwicklungsschritt in Gegenwart von einem oder mehreren Entwicklungsmitteln und einem oder mehreren Silberhalogenidlösungsmitteln belichtet, so daß in der Schicht aus physikalischen Entwicklungskernen ein Silberbild gebildet wird. Danach werden die Silberhalogenidemulsionsschicht und etwaige andere wahlweise hydrophile Schichten durch Spülen des belichteten Elements mit Wasser entfernt, so daß das Silberbild freigelegt wird. Der hydrophobe Charakter des Silberbilds wird schließlich vorzugsweise unter Verwendung einer hydrophobisierende Mittel enthaltenden Nachbearbeitungsflüssigkeit verbessert.
  • Eine zweite Art von Einblatt-DTR-Material umfaßt auf einer Unterlage in der angegebenen Reihenfolge eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine Bildaufnahmeschicht, die physikalische Entwicklungskerne enthält, z. B. ein Schwermetallsulfid wie beispielsweise PdS. Die Bildaufnahmeschicht enthält vorzugsweise keine Bindemittel oder enthält ein hydrophiles Bindemittel in einer Menge von nicht über 30 Gew.-%. Nach der bildmäßigen Belichtung wird das Einblatt-DTR-Material unter Verwendung einer alkalischen Verarbeitungsflüssigkeit in Gegenwart von Entwicklungsmitteln, z. B. des Hydrochinontyps und/oder Pyrazolidontyps, und eines Silberhalogenidlösungsmittels, wie beispielsweise eines Thiocyanats, entwickelt. Danach wird die Plattenoberfläche mit einer Neutralisierungsflüssigkeit neutralisiert. Einzelheiten über die Zusammensetzung dieser Art von Einblatt-DTR- Material und geeignete Verarbeitungsflüssigkeiten finden sich zum Beispiel in EP-A-423399, US-P-4501811 und US-P-4784933. Lithographische Druckplatten dieser Art werden von Agfa-Gevaert NV unter dem Namen SETPRINT und SUPERMASTER vermarktet.
  • Es kann außerdem deutlich sein, daß die abtastende Belichtung durch eine Lichtquelle mit einem sichtbaren Spektrum oder mit einem Infrarotspektrum oder mit einem Ultraviolettspektrum durchgeführt werden kann, je nach den eigentlichen Belichtungselementen. Belichtungselemente, die sich für die DTR-Verarbeitung eignen, weisen in der Regel eine maximale Empfindlichkeit innerhalb des Bereichs von 400 bis 800 nm auf, je nach dem Charakter des Belichtungselements. So weisen LITHOSTAR LAP-B eine maximale Empfindlichkeit bei etwa 490 nm, LITHOSTAR LAP-O eine maximale Empfindlichkeit bei etwa 550 nm und SUPERMASTER-Belichtungselemente ebenfalls eine maximale Empfindlichkeit bei etwa 550 nm auf. Der schreibende Lichtstrahl 60 weist somit vorzugsweise eine Wellenlänge innerhalb des Bereichs von 400 bis 800 nm auf, beispielsweise von 450 bis 600 nm.
  • Empfindlichkeitsspektren für Belichtungselemente, die in dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, finden sich in der bereits erwähnten EP-A-94.203.326.7.
  • Eine lithographische Druckform kann aber auch aus einem "Wärmemodus"-Belichtungsmaterial als lithographisches Belichtungselement vorbereitet werden. Bei Aufbringen eines Wärmemusters gemäß Bilddaten und wahlweise Entwicklung kann die Oberfläche eines derartigen Wärmemodus-Belichtungsmaterials in Farbe annehmende und Farbe abstoßende Bereiche differenziert werden. Das Wärmemuster kann durch eine Lichtquelle, wie beispielsweise einen Laser, hervorgerufen werden. Das Wärmemodus-Belichtungsmaterial enthält eine Substanz, die in der Lage ist, das Licht in Wärme umzuwandeln. Wärmemodus-Belichtungsmaterialien, die zur Herstellung eines lithographischen Belichtungselements verwendet werden können, werden beispielsweise in EP-A-92201633, DE-A-25 12 038, FR-A-1473751, Research Disclosure 19201 vom April 1980 und Research Disclosure 33303 vom Januar 1992 offenbart.
  • Eine lithographische Druckplatte, die auf einer lichtempfindlichen Silberhalogenidschicht basiert, erfordert im allgemeinen Laser, die weniger stark sind, während Wärmemodus-Belichtungsmaterialien im allgemeinen starke Laser erfordern.
  • Um einige bemerkenswerte Vorteile der vorliegenden Erfindung deutlich aufzuzeigen, werden nun die Ergebnisse einiger Versuche erörtert.
  • Unter Verwendung einer Vorrichtung wie in Fig. 6 oder 7 gezeigt wurde eine kommerziell erhältliche lithographische Silbersalz-Diffusionsübertragungs - Druckform LITHOSTAR LAP-B informationsmäßig mit gerasterten Separationen in Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz eines Farbbilds belichtet. Das Bild wurde durch Frequenzmodulation unter Verwendung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung gerastert, und das Belichtungselement wurde danach unter Verwendung der Verarbeitungsflüssigkeit G5000B und der Nachbearbeitungsflüssigkeit G5300B, beide von Agfa- Gevaert NV erhältlich, entwickelt.
  • Die auf diese Weise gebildeten Druckformen wurden auf einer Druckpresse Heidelberg GT052 unter Verwendung von Hartmann-Irocart-Farben zum Drucken von 50 Exemplaren auf Papierblatt verwendet. Das verwendete Feuchtmittel war eine wäßrige Lösung, die 100% Rotamatic (kommerziell von Rotaprint erhältlich) enthielt. Bei dem verwendeten Druckpapier handelte es sich um Zanders Ikonorex. Die gedruckten Exemplare wurden untersucht und hinsichtlich Qualität, insbesondere auf Kontrast, Tonwertbereich und feinste wiedergegebene Mikropunktgröße hin beurteilt.
  • Fig. 12 veranschaulicht Vergleichsversuche, wobei die abtastende Belichtung zur Wiedergabe eines Rasterpunkts intensitätsmoduliert ist. Hier wurde Fig. 12.1 mit einer normalen Intensität durchgeführt, wohingegen Fig. 12.2 mit einer erhöhten Intensität des Lichtstrahls durchgeführt wurde. Aus dieser Figur ist deutlich ersichtlich, daß die Rasterpunkte durch Verwendung der vorliegenden Erfindung bemerkenswert beeinflußt werden können.
  • Weitere Anwendbarkeit der vorliegenden Erfindung
  • Wie aus der oben gegebenen Beschreibung deutlich ist, gestattet eine selektive Verfälschungskorrektur, die nur die kleinen Punkte verändert und sich auf die großen Punkte nicht auswirkt, die Rasterwiedergabe zu verbessern, so daß auf Film oder Platten eine optimale Anzahl von Halbtonpegeln erhalten werden kann. Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Erzeugen einer gerasterten Reproduktion eines Halbtonbilds mit einem auf ein Minimum reduzierten Verlust an Tonwertbereich in den hellen Tönen aufgrund von Punktverlust und in den dunklen Tönen aufgrund von Punktzuwachs bereit. Es stellt auch eine verbesserte Halbtonwiedergabe bereit, so daß auf Film oder Platten eine optimale Anzahl von Halbtonpegeln erhalten werden kann.
  • Das in der vorliegenden Erfindung beschriebene Verfahren verbessert die naturgetreue Wiedergabe von kleinen Punkten durch selektive Korrektur kleiner Überbelichtungsbereiche, wodurch sich die Notwendigkeit für eng gesteuerte Punktgrößen oder Materialien mit hohen Gradienten erübrigt. Daraus folgt, daß das in der vorliegenden Erfindung beschriebene Korrekturverfahren angewendet werden kann, um die Ausgabequalität von weniger teuren Flachfeld-Laserbelichtern und Direct-to- Plate-Belichtungssystemen, Belichtungsformen, die nicht die Charakteristika eines steilen Gradienten und einer kurzen Spitze wie bei Grafikfilmen aufweisen, zu verbessern. Es kann bemerkt werden, daß das Problem einer unzureichenden Qualität, insbesondere des Tonwertsbereichs im endgültigen Druck, besonders bei Belichtungselementen entsteht, die für Kantenschärfefehler empfindlich sind.
  • Im Fall eines Farbbilds wird der oben beschriebene Rasterungsprozeß an jeder der Farbseparationen des Bilds durchgeführt. Das Farbbild wird vorzugsweise in seine Komponenten Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz separiert. Jede dieser Komponenten kann dann gerastert und zur bildmäßigen Belichtung von vier lithographischen Druckplatten gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Es werden auf diese Weise vier lithographische Druckformen, eine für jede Farbseparation, erhalten. Die Farbseparationen können dann registerhaltig in einer lithographischen Druckpresse unter Verwendung der vier Platten übereinander gedruckt werden.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft hauptsächlich die FM-Rasterung, d. h. Crystal Raster (eingetragenes Warenzeichen von Agfa-Gevaert), es läßt sich aber auch anwenden, um AM-Rasterung zu verbessern, d. h. Agfa Balanced screening (eingetragenes Warenzeichen von Agfa-Gevaert).
  • Bei der Amplitudenmodulationsrasterung erscheinen kleine Punkte nur in den Schatten und Spitzlichtern, Mitteltöne werden als eine einzige große Anhäufung von Pixeln belichtet. Die Auswirkung der Punktgröße und Filmcharakteristika auf die Bildqualität und die Halbtonwiedergabe kann am ehesten in den Bereichen mit kleinen Punkten (Spitzlichtern und Schatten) festgestellt werden.
  • Theoretische Bitmapdarstellungen von 3% und 97% Halbtönen können durch Belichtung auf Filme oder Platten auf jeweils niedrigere Werte, 0% bis 1%, und höhere Werte, 99% bis 100%, verfälscht werden. Indem die Belichtungsintensität nur der kleinen Punkte verändert wird, kann ohne Beeinflussung der Bereiche mit großen Punkten (Mitteltönen) der volle Umfang der Halbtonwerte wiedergegeben werden.

Claims (3)

1. Verfahren zum Erzeugen einer gerasterten Reproduktion eines Mehrtonbilds auf einer lithographischen Druckform, das folgende Schritte enthält:
- Frequenzmodulationsrasterung des Mehrtonbilds, um gerasterte Daten zu erhalten, die Tonwerte des Mehrtonbilds als Rasterpunkte darstellen;
- Reproduzieren der Rasterpunkte auf einer lithographischen Druckplatte mit einer Oberfläche, die bei abtastender Belichtung in Farbe annehmende und Farbe abstoßende Bereiche differenziert werden kann, und einen fakultativen Entwicklungsschritt, mittels einer intensitätsmodulierten abtastenden Belichtung, wobei eine Belichtungsintensität zur Wiedergabe von Rasterpunkten gemäß der Anzahl benachbarter Rasterpunkte verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine Belichtungsintensität zur Wiedergabe von Rasterpunkten gemäß einem bestimmten zu reproduzierenden Tonwert verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die lithographische Druckplatte eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine Bildaufnahmeschicht enthält, die physikalische Entwicklungskerne enthält, und wobei nach der abtastenden Belichtung die lithographische Druckform unter Verwendung einer alkalischen Verarbeitungsflüssigkeit in Gegenwart von einem oder mehreren Entwicklungsmitteln und einem oder mehreren Silberhalogenidlösungsmitteln entwickelt wird.
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