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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schrank bzw. Kasten
zum temporären Aufbewahren bzw. Speichern von Teigstücken mit
einer ersten kontinuierlichen Fördereinrichtung und einer
identischen zweiten kontinuierlichen Fördereinrichtung, die
der ersten gegenüberliegt, worin jede Fördereinrichtung durch
Umkehrrollen an der Stelle abgestützt ist, an der sich die
Förderrichtung der Fördereinrichtung ändert, wobei die
Umkehrrollen der ersten und zweiten Fördereinrichtung einander
paarweise gegenüberliegen, Tragelementen mit zwei Enden,
wobei das eine Ende an einem ersten Befestigungspunkt an der
ersten Fördereinrichtung und das andere Ende an einem zweiten
Befestigungspunkt an der zweiten Fördereinrichtung befestigt
ist, wobei die ersten und zweiten Befestigungspunkte einander
gegenüberliegen, und Teigbehältern zum Aufnehmen von
Teigstücken, wobei jeder Teigbehälter an einem Tragelement
befestigt ist, wobei der Kasten mit Einrichtungen zum Ändern der
Lage von Teigbehältern versehen ist, um die Teigstücke in den
Teigbehältern zu rollen, während die Teigstücke in dem
Teigbehälter bleiben.
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Ein derartiger Kasten ist aus der deutschen
Auslegeschrift 2 109 363 bekannt. Dort ist ein dichter (proofed)
Kasten beschrieben, in welchem während des Durchgangs durch den
dichten Kasten die Teigbehälter jedesmal eine andere Lage
einnehmen, nachdem sie ein Paar Umkehrrollen passiert haben,
so daß die Teigstücke in den Teigbehältern gerollt werden, um
zu bewirken, daß die im Teig vorhandenen Fluide gleichmäßig
verteilt werden, wobei dies zu einem reproduzierbaren
Endprodukt führt. Obgleich dieser bekannte dichte Kasten
verhältnismäßig zufriedenstellend arbeitet, zeigt sich, daß in der
eigentlichen Praxis die gleichmäßige Verteilung der Fluide in
den Teigstücken viel zu wünschen übrig läßt und daß außerdem
die Struktur insbesondere der äußeren Schicht der Teigstücke
nicht immer den Anforderungen genügt.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
einen Kasten zum temporären Speichern von Teigstücken zu
schaffen, wie z. B. einen dichten Kasten, einen Kühl- oder
Pufferkasten, in welchem die gleichmäßige Verteilung von
Fluiden in den Teigstücken und die Struktur der Teigstücke
während des Aufenthalts im Kasten im Gegensatz zum Aufenthalt
im bekannten Kasten verbessert sind.
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Zu diesem Zweck ist ein Kasten der im Oberbegriff
beschriebenen Art gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß der Kasten mit Einrichtungen zum Ändern der Lage der
Teigbehälter zwischen zwei aufeinanderfolgenden Paaren
Umkehrrollen von einer ersten Lage in eine zweite Lage und
umgekehrt versehen ist, um die Teigbehälter zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Paaren Umkehrrollen so oft wie gewünscht zu
kippen, während die Teigstücke in den Teigbehältern bleiben.
Die Erfindung basiert auf der Einsicht, daß die Zahl von
Lageänderungen eines Teigbehälters im bekannten Kasten von der
Zahl von Paaren Umkehrrollen und der Fördergeschwindigkeit
der Fördereinrichtungen abhängt. Aufgrund dessen kann es
geschehen, daß ein Teigstück, während es sich zwischen zwei
Umkehrrollen aufhält, eine solch ungleichmäßige Struktur
annimmt, daß sie nicht länger durch Kippen korrigiert werden
kann, nachdem die Umkehrrollen passiert worden sind. Gemäß
der Erfindung ermöglichen die Einrichtungen, die Teigbehälter
mit den Teigstücken darin so oft wie gewünscht zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Paaren Umkehrrollen von der ersten Lage
in die zweite Lage zu kippen, wobei als Folge davon eine sehr
gleichmäßige und reproduzierbare Form der Teigstücke erreicht
wird.
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Die Einrichtungen werden vorzugsweise gebildet von zwei,
an beiden Seiten des ersten Befestigungspunktes angeordneten
Anschlägen, die eine erste Linie definieren, von zwei, auf
zwei Seiten des zweiten Befestigungspunktes angeordneten
Anschlägen, die eine zur ersten Linie senkrechte zweite Linie
definieren, und durch Führungen nahe den ersten und zweiten
Fördereinrichtungen zum Ändern der Lage der Teigbehälter
durch Berühren der Anschläge. Derartige Einrichtungen sind
mechanisch einfach am Kasten anzuordnen und in diesem zu
integrieren.
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Falls die Anschläge von Rollen gebildet werden, ist eine
Abnutzung als Folge von Reibung während einer Berührung
zwischen Anschlägen und Führungen gering.
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Die Teigbehälter sind an den Tragelementen vorzugsweise
lösbar befestigt. Dies vereinfacht die Wartung der
Teigbehäl
ter und gestattet einen Austausch mit anderen Arten von
Teigbehältern.
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Falls die Teigbehälter einen ω-förmigen Querschnitt
haben, werden die darin enthaltenen Teigstücke während der
Änderung der Lage der Teigbehälter optimal gerollt, um ein
gleichmäßiges, nahezu zylindrisches Teigstück zu schaffen.
Diese ω-Form bietet auch eine optimale Abstützung bzw.
Unterlage für das Teigstück, während es im Kasten ist. Dadurch
wird außerdem der Kasten in zwei Abteile geteilt, so daß die
Möglichkeit besteht, jedes Abteil mit einem anderen Material
zu bedecken. Das Abteil ist vorzugsweise mit einem Material
mit hohem Feuchtigkeitsabsorptionsvermögen versehen, in
welchem Abteil der Teig für eine kurze Weile gehalten wird, und
das andere Abteil ist mit einem Material versehen, das keine
Feuchtigkeit absorbiert, worin der Teig für eine längere
Zeitspanne gehalten wird, so daß das andere Abteil Zeit zum
Trocknen hat.
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Um nachteilige Effekte auf die Teigstruktur als Folge
davon, daß Teigstücke an den Seitenwänden oder den tragenden
Teilen haften, zu vermeiden, sind diese Seitenwände und die
tragenden Teile im wesentlichen aus einem Material
hergestellt, das nicht am Teig haftet. Trotz der Verwendung dieser
Art von Material zeigt sich der nachteilige Effekt dieser
Haftung, wenn die Teigstücke in den Teigbehältern gerollt
werden. Gemäß der Erfindung wird dieser nachteilige Effekt
ferner vermieden, falls die Seitenwände der Teigbehälter aus
einem Material hergestellt sind, das in einem geringeren Maß
am Teig haftet als das Material, aus dem die tragenden Teile
der Teigbehälter hergestellt sind.
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Einige beispielhafte Ausführungsformen eines Kastens zum
temporären Speichern von Teigstücken gemäß der Erfindung
werden nun beispielhaft auf der Basis der Zeichnung diskutiert,
in der:
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Fig. 1 schematisch einen Kasten gemäß der Erfindung in
Perspektive zeigt,
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Fig. 2 schematisch in einer Seitenansicht und teilweise
im Querschnitt den Kasten gemäß Fig. 1 zeigt;
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Fig. 3 schematisch in der Vorderansicht einen
Teigbehälter mit einem Tragelement zur Verwendung in einem Kasten
gemäß der Erfindung zeigt, und
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Fig. 4 schematisch eine Seitenansicht des Teigbehälters
gemäß Fig. 3 zeigt.
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Fig. 1 zeigt schematisch und in Perspektive einen Kasten
1 wie z. B. einen dichten Kasten, einen Kühl- oder
Pufferkasten zum temporären Speichern von Teigstücken. Der Kasten 1
umfaßt eine erste 2 und eine identische zweite 3
kontinuierliche Fördereinrichtung, die der ersten gegenüberliegt. Die
Fördereinrichtungen können aus Ketten, Förderbändern oder
Schnüren geschaffen sein. Jede Fördereinrichtung 2, 3 wird
durch Umkehrrollen 4, 5, 6, 7 bzw. 4', 5', 6', 7' abgestützt,
die einander paarweise gegenüberliegen. Am Ort jeder
Umkehrrolle ändern die Fördereinrichtungen ihre Förderrichtung.
Außerdem umfaßt der Kasten 1 Tragelemente, von denen eines 8 in
Fig. 1 mit zwei Enden 9, 9' dargestellt ist. Das eine Ende
ist an einem ersten Befestigungspunkt 10 an der ersten
Fördereinrichtung 2 und das andere Ende 9' an einem zweiten
Befestigungspunkt 10' an der zweiten Fördereinrichtung 3
befestigt. Der erste 10 und der zweite 10' Befestigungspunkt
liegen einander gegenüber. Die Befestigung der Tragelemente 8 an
den Fördereinrichtungen 2, 3 ist eine frei hängende
Befestigung, mit anderen Worten eine Befestigung, durch die sich die
Lage der Tragelemente nicht ändert, wenn sie eine Umkehrrolle
passiert haben, wie in Fig. 2 anhand der beiden unteren
Tragelemente dargestellt ist.
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Fig. 2 zeigt einen Teil des Kastens von Fig. 1 in einer
Seitenansicht. An den Tragelementen 8 sind Teigbehälter 11
zum Aufnehmen von Teigstücken 12 befestigt. Um zu vermeiden,
daß die Struktur der Teigstücke nachteilig beeinflußt wird,
während sie im Kasten bleiben, ist der Kasten mit
Einrichtungen zum Ändern der Lage der Teigbehälter zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Paaren Umkehrrollen von einer ersten Lage
13 in eine zweite Lage 14 und umgekehrt versehen. Die
Einrichtungen werden vorzugsweise von mechanischen Elementen
gebildet, wie z. B. zwei, auf beiden Seiten des ersten
Befestigungspunktes 10 angeordnete Anschläge 15, zwei, auf beiden
Seiten des zweiten Befestigungspunktes 10' angeordnete
Anschläge 16 (Fig. 3) und durch Führungen 17 nahe den ersten
und zweiten Fördereinrichtungen 2, 3. Die Anschläge 15
definieren eine erste Linie, die zur durch die Anschläge 16
definierten zweiten Linie senkrecht ist. Als Folge des
Zusammentreffens der Anschläge mit den Führungen 17, das während der
Bewegung der Fördereinrichtungen 2, 3 geschieht, ändert sich
die Lage der Teigbehälter 8 zwischen der ersten und der
zweiten Lage, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Ein Verschleiß als
Folge von Reibung während der Berührung zwischen den
Anschlägen und den Führungen ist begrenzt, falls die Anschläge als
Rollen ausgebildet sind, obgleich die Verwendung von
Anschlagstiften aus hartem Metall oder hartem Kunststoff
natürlich ebenso möglich ist.
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Falls erwünscht, können die Teigbehälter durch Vorsehen
der Führungen gedreht bzw. gekippt werden. Auf diese Weise
ist es auch möglich, z. B. den Teigbehälter unmittelbar vor
dem Entladen 18 der Teigstücke aus dem Kasten zu kippen, um
so die Teigstücke nötigenfalls von den Teigbehältern zu
lösen. Auf diese Weise ist ein Kippen unabhängig von der
Fördergeschwindigkeit der Fördereinrichtungen und der Zahl von
Umkehrrollen.
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Im dargestellten Beispiel findet die Zufuhr 19 der
Teigstücke am Boden des Kastens statt. Eine zusätzliche Folge
eines häufigen Rollens der Teigstücke ist, daß die Teigstücke
eine nahezu zylindrische Form einnehmen, die für die weitere
Verarbeitung der Teigstücke förderlich ist.
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Um zu verhindern, daß die Teigstücke aus den
Teigbehältern fallen, wenn dies nicht gewünscht wird, und eine
ausreichend große Tragfläche für die Teigstücke bereitzustellen,
sind die Einrichtungen zum Kippen der Teigbehälter auf solch
eine Weise angeordnet, daß die Öffnung 20 jedes Teigbehälters
in den ersten und zweiten äußersten Lagen 13, 14 unter einem
Winkel zur Horizontalen liegt, der kleiner als 90º,
vorzugsweise ein Winkel zwischen 50º und 80º ist.
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Die Teigbehälter 11 sind mit Hilfe von
Befestigungselementen 21, die an den Tragelementen befestigt sind, und
Befestigungselementen 22, die an den Teigbehältern 11 befestigt
sind, an den Tragelementen lösbar befestigt (Fig. 4). Auf
diese Weise ist ein Austausch der Teigbehälter zur Wartung
und ein Austausch einer anderen Art von Behälter möglich,
selbst wenn der Kasten in Betrieb ist. Um die Entnahme der
Teigbehälter 11 zu vereinfachen, können die Teigbehälter 11
eine verdickte Kante 23 aufweisen, wie in Fig. 4 gezeigt
ist.
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Obgleich die Teigbehälter 11 alle Arten von Formen wie
z. B. eine C-Form aufweisen können, hat es sich gezeigt, daß
ein ω-förmiger Teigbehälter ungeachtet der Größe des darin
untergebrachten Teigstückes dem Teigstück eine gleichmäßige
Struktur und eine zylindrische Form verleiht. Außerdem
versieht die ω-Form jeder Teigbehälter mit zwei Abteilen, wobei
jedes Abteil mit einem anderen Material bedeckt sein kann, um
die gewünschten Effekte zu verwirklichen, z. B. zusammen mit
angepaßten Kippzeiten. Auf diese Weise kann eine gute
Trocknung des Teiges realisiert werden, indem z. B. das eine
Abteil mit einem Material mit hohem
Feuchtigkeitsabsorptionsvermögen und das andere Abteil mit einem Material versehen
wird, das keine Feuchtigkeit absorbiert, und indem die
Kippzeiten auf solch eine Weise eingestellt werden, daß der Teig
im einen Abteil für eine kurze Zeit und im anderen für eine
lange Zeit bleibt.
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Um ein Kleben oder Haften der Teigstücke an den
Seitenwänden oder den tragenden Teilen der Teigbehälter zu
verhindern, sind die Seitenwände der tragenden Teile aus einem
Material hergestellt, das nur geringfügig oder überhaupt nicht
am Teig haftet. Geeignete Materialien sind z. B. Baumwolle,
Teflon, Filz, Teflonfilz, Polyethylen und dergleichen. Um zu
verhindern, daß die Seitenwände und die tragenden Teile die
Struktur der Teigstücke während eines häufigen Rollens
nachteilig beeinflussen, sind gemäß der Erfindung die Seitenwände
aus einem Material, z. B. Teflonfilz, hergestellt, das am Teig
weniger haftet als das Material, aus dem die tragenden Teile
der Teigbehälter hergestellt sind, z. B. Mull. Ein
Teigbehälter dieser Art kann geschaffen werden, indem z. B. ω-förmige
Seitenwände mit Teflonfilz und Mull 25 auf den Kanten der
Seitenwände und an Befestigungsstangen 24 bedeckt werden, wie
in Fig. 1 gezeigt ist.