DE69515765T2 - Sicherheitstrokar - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung betrifft Trokare, welche zum Durchstechen von Gewebe bei der Durchführung laparoskopischer oder arthroskopischer chirurgischer Eingriffe eingesetzt werden, insbesondere solche Trokare, welche eine Sicherheitsvorrichtung aufweisen, um die Obturatorspitze unmittelbar nach dem Durchstechen des Gewebes abzudecken.
- Ein Trokar besteht aus zwei Haupt-Bestandteilen: einem Trokarrohr und einem Obturator. Das Trokarrohr bzw. die Kanüle wird durch die Haut eingeführt. Dadurch erhält man einen Zugang zu einer Köperhöhle, so daß der laparoskopische oder arthroskopische chirurgische Eingriff durchgeführt werden kann. Um die Haut zu durchdringen, wird das distale Ende des Trokarrohres auf die Haut aufgesetzt, und ein Obturator wird durch das Rohr eingeführt. Durch Drücken gegen das proximale Ende des Obturators wird die Spitze desselben durch die Haut gedruckt, bis der Obturator die Körperhöhle erreicht. Zu diesem Zeitpunkt wird das Trokarrohr durch die vom Obturator geschaffene Öffnung eingeführt und der Obturator zurückgezogen, wobei das Trokarrohr als ein Zugang zu der Körperhöhle zurückbleibt.
- Es wurde festgestellt, daß oft ein großer Kraftaufwand erforderlich ist, um die Obturatorspitze zu veranlassen, die Haut und das darunter liegende Gewebe zu durchdringen. Wenn die Spitze dann das Gewebe durchbricht, fällt der Durchdringungswiderstand plötzlich weg und der Obturator kann plötzlich soweit vordringen, daß er innere Organe des Körpers durchdringt, was zu Wunden und anderen Schädigungen der inneren Organe führt. Um diese Gefahr für den Patienten abzuwenden, sind Trokare entwickelt worden, die einen federbelasteten rohrförmigen Schild innerhalb des Trokarrohres rund um den Obturator aufweisen. Das distale Ende des Schildes wird gegen die Haut gepreßt, wenn die Obturatorspitze den Körper durchdringt, bis der Obturator ein Loch geformt hat, dessen Durchmesser ausreicht, um den Sicherheitsschild durchzulassen. Zu diesem Zeitpunkt verschwindet der Widerstand des Gewebes gegenüber dem unter Federspannung stehenden Schild, und der Schild springt vorwärts, um in die Körperhöhle auszufahren und umgibt die Obturatorspitze. Der Schild schützt auf diese Weise die inneren Organe des Körpers vor versehentlichen Berührungen durch die Obturatorspitze. Ein Trokar mit einem solchen Sicherheitsschild ist beispielsweise in dem US-Patent Nr. 4.535.773 beschrieben.
- Der rohrförmige Schild eines solchen Trokars macht es jedoch erforderlich, den von dem Obturator gebildeten Einstich auf einen beträchtlichen Durchmesser auszudehnen, bevor der Widerstand des Gewebedruckes genügend vermindert wurde, um es dem Sicherheitsschild zu ermöglichen, vorzuspringen. Dies ist nur dann der Fall, wenn der Einstich den Durchmesser des Schildes erreicht, so daß der Schild vollständig in den Körperhohlraum hinein springen kann. Wenn der Obturator eine lange abgeschrägte Schneidspitze aufweist, muß sich diese Spitze um eine beträchtliche Strecke in den Körper hinein erstrecken, bevor der Einstich ausreichend vergrößert ist, um den Sicherheitsschild freizugeben. Es wäre daher wünschenswert, einen Sicherheitsschild vorzusehen, welcher, nachdem der Zugang zu der Körperhöhle hergestellt ist, sobald als möglich vorwärts federt.
- Nach dem Prinzip von Deniega (US-Patent Nr. 5.066.288) ist ein Sicherheitsschild für einen Trokar-Obturator vorgesehen, welcher ein abgerundetes, kugelförmiges distales Ende aufweist. In diesem distalen Ende ist ein Schlitz ausgebildet, welcher der geometrischen Form der Obturatorspitze entspricht und durch welchen die Spitze bei der Durchdringung der Haut ausgefahren wird. Mit diesem distalen Ende entsprechend der Geometrie der Spitze ist ein sanfter Übergang von der Spitze zum distalen Ende des Schildes vorgesehen, welcher es ermöglicht, daß der Schild der Obturatorspitze unmittelbar durch das Gewebe folgt. Das abgerundete distale Ende drückt in unmittelbarer Nachbarschaft des Außenrandes des Einstiches, wenn dieser erfolgt, gegen die Haut und hilft bei der Erweiterung des Einstiches, so daß es dem Schild möglich ist, unmittelbar nach der Herstellung des Zuganges zu der Körperhöhle vorzuspringen.
- Eine erwünschte Funktion eines solchen Trokars bezüglich des Obturators besteht auch darin, sowohl beim Einsetzen als auch beim Zurückziehen des Obturators sanft im Trokarrohr zu gleiten. Dieser Forderung steht die Notwendigkeit entgegen, den Obturator mit nahezu dem gleichen Durchmesser ausführen wie das Rohr, so daß das Loch im Gewebe die Größe des Rohres hat. Daher sind die Maßtoleranzen zwischen dem Durchmesser des Obturators und dem Innendurchmesser des Trokarrohres im allgemeinen sehr eng. Eine weitere Schwierigkeit entsteht durch das Ventil am proximalen Ende des Trokarrohres, welches erforderlich ist, um das proximale Ende während der Entnahme des Obturators abzudichten, wenn in das Trokarrohr und in die Körperhöhle Gase eingeblasen werden. Das Ventil, welches allgemein die Form einer Klappe mit Scharnier oder eines Trichterventils hat, steht unter Federspannung, um sich am Obturator anzulegen, wodurch sichergestellt ist, daß sich das Ventil nach dem Herausziehen des Obturators aus dem Trokarrohr automatisch schließt. Wenn sich das Ventil am Obturator anlegt, wird es das Einbringen und das Herausziehen des Obturators durch Reibung stören. Als Ergebnis dieser Toleranzprobleme hat es bisher keinen Obturator gegeben, welcher dem Schaft des Trokarrohres und weiterhin der Innenabmessung des Sicherheitsschildes, in welchem der Obturator gleitet, identisch entspricht.
- Ferner muß für die Sicherheit des Patienten gesorgt werden, indem das plötzliche Ausfahren des Obturators in die Körperhöhle, nachdem die Obturatorspitze vollständig des Gewebe durchdrungen hat, verhindert wird. Nach einem anderen Aspekt des Patentes von Deniega ist eine Einrichtung vorgesehen, welche beim Vordringen des Obturators im Gewebe nur einen schrittweisen Vorschub erlaubt. Ein solcher schrittweiser Vorschub wird beispielsweise durch einen Ratschen- oder Schraubenmechanismus erzeugt.
- Doch dies alles hat noch nicht das Problem abgemildert, daß man eine Obturatorspitze hat, welche an allen Positionen des distalen Endes des Sicherheitsschildes nur minimal über dessen Kante herausragt.
- Die Europäische Patentanmeldung EP-A-0 604 197, welche den dieser Erfindung am nächsten kommenden Stand der Technik darstellt, beschreibt einen Sicherheitstrokar mit einem federgespannten Schild, welcher die Schneidspitze abdeckt. Die Schneide ist aus einem amorphen Metall hergestellt und kann im Idealfall eine gezackte Kante haben.
- Ferner beschreibt die EP-A-0 604 197 eine Obturatorspitze aus einem der amorphen Metalle, wie sie jetzt zunehmend in Gebrauch kommen. Diese amorphen Metalle, wie beispielsweise amorphe Stähle und dergleichen, sind bis dahin in der Medizintechnik zum Durchstechen von Gewebe, wie beispielsweise als Trokar-Obturatorspitzen, nicht angewandt worden.
- Ferner ist dort ein Trokarrohr mit kegeligem Sicherheitsschild vorgesehen. Dieser Typ eines Schildes ist sowohl zum leichten Aufweiten des Gewebes als auch zur Anpassung an verschiedene Typen von Obturatorspitzen vorgesehen.
- Bei diesem Typ eines Sicherheitsschildes ist es erwünscht, in der Durchmesserebene einen Schlitz vorzusehen. Dieser Schlitz ermöglicht den Durchgang einer Messerschneide, welche nach der Punktur einen Schlitz in Richtung der Durchmesserebene in der Unterleibswandung herzustellen gestattet. Es wird angenommen, daß ein solcher Schlitz, eher als die mittels der dreieckigen Spitze eines Standard-Trokars erzeugten Öffnungen, den Schnitt eines Skalpells simuliert und die Heilungstendenz fördert. Er hat den zusätzlichen Effekt einer schnelleren Reaktionszeit des Sicherheitsschildes beim Abdecken der Obturatorspitze.
- Weiterhin ist der Obturator mit einem Obturatorgriff verbunden, und er hat eine geschärfte Spitze. Dieser Obturator kann in einen Kanüle eingesetzt werden, welche mit einem Kanülengriff verbunden ist. Die Kanüle selbst hat eine Öffnung mit einem Innendurchmesser. Die Vorrichtung enthält auch einen federgespannten Sicherheitsschild im Obturatorgriff. Der Sicherheitsschild ist derart ausgebildet, daß er die Obturatorspitze abzudecken vermag. Der Sicherheitsschild weist eine Öffnung auf, durch welche die Obturatorspitze hindurchgeschoben werden kann. Allgemein legt sich die Obturatorspitze, wenn sie durch die Öffnung ausgefahren wird, an den Innendurchmesser der Kanüle an. Allgemein besteht die Obturatorspitze aus einem amorphen Metall und weist ein gekrümmtes Profil auf, welches die Schneidkante bildet. Selbstverständlich kann die Schneidkante auch gezackt sein. Auch hat der Sicherheitsschild eine Kegelform, so daß er das Gewebe leichter aufweiten kann, und er hat einen Schlitz, dessen Breite sich über den Innendurchmesser der Kanüle erstreckt.
- Bei der Anwendung zeigt dieser Trokar des Standes der Technik nach EP-A-0 604 197 daher leichte Punktur, schnelle Heilung und verwendet sehr präzise geformte Metallteile zum schnellen Durchstechen der Unterleibswandung - Der Trokar nach dem Stand der Technik kann durch das Gewebe gepreßt werden und wird dann geschützt, indem der Sicherheitsschild die Obturatorspitze abdeckt.
- Es wurde jedoch gefunden, daß Trokar-Obturatoren mit kleinem Durchmesser (5 mm oder weniger), welche nur zweiseitige Schneiden haben, zur besseren Punktur der Unterleibswandung eine größere Masse haben müssen. Es ist eine Aufgabe der Erfindung, beim Trokar-Obturator eine solche Masse vorzusehen.
- Diese Aufgabe wird durch einen Trokar-Obturator gelöst, wie er in Anspruch 1 beansprucht ist, wobei die Schneide in einer Durchmesserebene des Obturatorschaftes ausgebildet und an einem festen Schild befestigt ist, wodurch sich eine ideale Einrichtung zum Punktieren von Gewebe ergibt. Dies gilt insbesondere für Trokare kleinerer Abmessungen (5 mm und weniger), welche nunmehr viel einfacher verwendbar sind.
- Es wird angenommen, daß die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen in Verbindung mit der detaillierten Beschreibung der Erfindung besser verständlich wird.
- Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Trokars entsprechend EP-A-0 604 197 mit einem kegelig geformten Sicherheitsschild.
- Fig. 2 ist eine Stirnseitenansicht des Trokars von Fig. 1.
- Fig. 3 zeigt die Eignung der Obturatorspitze nach dem Stand der Technik zum Durchstechen von Gewebe (siehe US-Patent Nr. US-A-5.066.288).
- Fig. 4 zeigt eine Obturatorspitze nach EP-A-0 604 197 beim Durchstechen von Gewebe.
- Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Obturatorspitze nach EP-A-0 604 197 ohne Abdeckung durch den Sicherheitsschild.
- Die Fig. 6A und 6B sind alternative Ausführungsformen von Obturatorspitzen entsprechend dem Stand der Technik in EP-A-0 604 197.
- Fig. 7A ist eine Kombination der Obturatorspitze von Fig. 5 abgedeckt durch den Sicherheitsschild, während Fig. 7B eine Ansicht des Sicherheitsschildes ist, wobei die Obturatorspitze freiliegt.
- Fig. 8 ist eine Schnittansicht des Trokars von Fig. 1.
- Fig. 9 ist eine Seitenansicht des Trokar-Obturators entsprechend der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 10 ist eine Draufsicht auf Fig. 9.
- Fig. 11 ist eine Ansicht wie Fig. 9, jedoch in Schneidposition.
- Der in den Fig. 1 und 8 dargestellte Trokar 10 weist ein Trokarrohr bzw. -kanüle 12 mit einem offenen distalen Ende 14 sowie einem offenen, mit einem Flansch versehenen proximalen Ende 16 auf. Das proximale Ende 16 ist an einem Trokargriff 18 befestigt. Am proximalen Ende 16 gibt es am Trokargriff 18 eine Öffnung 20, die von einem Manschettenring 22 umgeben ist.
- Ein Obturator 24 ist in der Trokarkanüle 12 gleitend und herausnehmbar positioniert und in den Griff 28 eingesetzt, un die Trokarkanüle 12 ist in die Öffnung 20 des Trokarkanülengriffes 18 eingesetzt. Der Obturator 24 kann im Obturatorgriff 28 gleitend hin- und herbewegt werden, und er kann im Griff 28 auch gedreht werden. Am proximalen Ende 26 befindet sich ein Obturatorgriff 28, und das distale Ende 30 des Obturators 24 ist als Schneidkante 32 angeschärft. Der Sicherheits-Trokar der Fig. 1 und 8 wird angewandt, um in weichem Gewebe eine Punktur anzubringen, indem das distale Ende 14 der Trokarrohrkanüle 12 gegen das Gewebe gehalten und auf den Obturatorgriff 28 Druck ausgeübt wird. Wenn auf den Obturatorgriff 28 Druck ausgeübt wird, beginnt der Sicherheitsschild 34 die Feder 36 im Inneren des Obturatorgriffes 28 zusammenzudrücken, und der Schild 34 wird in den Griff 28 hineingezogen. Das Hineinziehen legt die Obturator- Schneidkante 32 frei, welche das Gewebe punktiert.
- Fig. 7B zeigt den Schild 34 vollständig zusammengedrückt (im Obturatorgriff 28), und die Obturator-Schneidkante 32 liegt hinter dem distalen Ende des Sicherheitsschildes 34 und der Trokarkanüle 12 vollständig frei. Wenn die Obturator-Schneidkante 32 die Innenfläche des Gewebes durchstößt, springt der federgespannte Sicherheitsschild 34 rund um das distale Ende 30 des Obturators vor und schirmt die Obturator-Schneidkante 32 ab, um einen unbeabsichtigten Kontakt der Schneidkante 32 mit inneren Organen des Körpers innerhalb des punktierten Gewebes zu verhindern.
- Die Wirkungsweise des Trokars mit Sicherheitsschild ist in den Fig. 1, 2 und 7B dargestellt. Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des Trokars 10 mit der im Inneren des Trokargriffes 18 gehaltenen Trokarkanüle 12, so daß das Ende des Sicherheitsschildes 34 sich aus der Trokarkanüle 12 heraus erstreckt. Eine Stirnseitenansicht des distalen Endes 12 der Kanüle ist in Fig. 2 dargestellt. Fig. 5 ist eine Ansicht des Obturators 24 allein, ohne Abdeckung durch den Sicherheitsschild 34. Fig. 7B ist eine Ansicht des distalen Endes des Instrumentes von Fig. 1, wobei die Schneidkante 32 des Obturators 24 ausgefahren ist und das distale Ende 30 des Obturators vom Sicherheitsschild 34 weg bewegt wird. In Fig. 7A ist das distale Ende 30 des Obturators mit dem Sicherheitsschild 34 der Fig. 7B abgedeckt.
- Verschiedene Aspekte der Vorrichtung nach dem Stand der Technik sollen nun mit mehr Einzelheiten beschrieben werden. Zuerst ist es notwendig, das distale Ende 30 des Obturators zu betrachten, wie es in den Fig. 1, 5, 7A, 7B und 8 dargestellt ist. Dieses distale Ende 30 des Obturators ist allgemein eine in der Durchmesserebene liegende Schneidkante 32. Sie weist zwei ebene Flächen 40 auf, welche die geschärfte Schneidkante 32 bilden. Die in der Durchmesserebene ausgeführte Schneidkante 32 erstreckt sich über die ganze Strecke L des Innendurchmessers der Trokarkanüle. Auf diese Weise ermöglichen es die Abmessungen der Schneidkante 32, sie bündig mit den Seitenwänden S der Trokarkanüle 12 auszuführen. Diese Anordnung vermindert die zum Punktieren sowie zum Durchdringen des Gewebes erforderlichen Kräfte. Dies hat seine Ursache darin, daß der Obturator 24 mit solchen Schneidkanten 32 unmittelbar an den Kanten 42 der Trokarkanüle 12 entlanggleiten kann. Wenn daher Gewebe T in die Trokarkanüle 12 eindringt, kann es sich entlang der Kanüle 12 nicht mehr ausbreiten. Anders als bei dem Trokar nach dem US-Patent Nr. A-5.066.288 (wie er in Fig. 3 zu sehen ist), kann zwischen der Obturatorspitze und dem Sicherheitsschild kein Gewebe eingeschlossen werden.
- Es muß angemerkt werden, daß die Schneidkante 32 in Verbindung mit dem Sicherheitsschild 34 gesehen werden muß. Es muß weiter angemerkt werden, daß der Sicherheitsschild 34 Kegelform hat. Dieser, allgemein aus Kunststoff hergestellte, kegelförmige Sicherheitsschild bewirkt, daß das Gewebe sehr allmählich aufgeweitet wird. Selbstverständlich kann die Kegelform in bezug auf den Durchmesser der Kanüle 12 in Abhängigkeit vom gewünschten Grad der Punktur steil oder weniger steil ausgeführt werden. Selbstverständlich wird eine weniger steile (größere) Kegelhöhe eine sanftere Punktierung bewirken. Da der Sicherheitsschild 34 am Innendurchmesser der Trokarrohrkanüle 12 anliegt, kann der Sicherheitsschild 34 weiterhin eine bessere Aufweitung des Gewebes bewirken.
- Aus der Stirnseitenansicht von Fig. 2 ist zu erkennen, daß die Schneidkante 32 eher lange Schlitze in der Durchmesserebene bildet. Diese unterscheiden sich von den traditionell dreieckigen Schnitten, wie sie durch herkömmliche Trokare erzeugt werden. Dieser erfindungsgemäße Schnitt ähnelt mehr dem Schnitt eines Skalpells. Auf diese Weise wird die Heilung gefördert, indem an der Hautoberfläche weniger Gewebe zusammengebracht werden muß. Da das Gewebe auch sehr leicht durchstochen wird, ermöglicht diese Ausbildung der Schneidkante 32 und des Sicherheitsschildes 36 auch geringere Kräfte beim Durchstechen.
- Wie in den Fig. 6A und 6B dargestellt ist, gibt es zwei alternative Formen von Schneidkanten 32A und 32B, die beide auf der Konstruktion des Schlitzes in der Durchmesserebene beruhen. Die eine Schneidkante 32A hat eine gezackte Kante. Diese gezackte Kante 32A vermag das Gewebe noch leichter zu schneiden. Selbstverständlich erzeugt die gezackte Kante 32A einen größeren Oberflächenkontakt im Gewebe, was durch Größe und Form der Schneidkante nicht gemindert wird.
- Als Alternative ist in Fig. 6B eine Schneidkante 32B dargestellt, welche allgemein die Form eines Skalpells hat. Diese Skalpellform in Verbindung mit einem passenden Sicherheitsschild ermöglicht es dem Benutzer, das Gewebe in der gleichen Halteposition zu durchtrennen wie bei der Benutzung eines Skalpells. Dies kann bei endoskopischen Anwendungen einer solchen Schneidkante 32B von besonderem Nutzen sein. Diese Schneidkanten können in einer Winkelposition angeordnet werden, die einen Winkel von 10º bis 60º mit den Seitenwänden der Kanüle 12 einschließt.
- Tatsächlich ist der Obturator 24 nach dem Stand der Technik auch als Durchstechinstrument verwendbar. Das heißt, weil der Obturator 24 eine solche Konstruktion hat, die ähnlich einem Skalpell zum Durchstechen von Gewebe verwendbar ist, kann dieser Obturator 24 auch endoskopisch verwendet werden, indem er in einer langen Trokarkanüle niedergebracht wird, um im Innenraum Gewebe zu schneiden. Selbstverständlich muß der Sicherheitsschild 34 aus diesem Mechanismus entsprechend angepaßt werden, so daß er seine Abdeckwirkung nur entfaltet, wenn dies gewünscht wird und nicht automatisch nach dem Durchstechen des Gewebes.
- Der Obturator 32 kann aus einem amorphen Metall hergestellt werden. Dieses amorphe Metall kann sehr präzise geformt und zu sehr kleinen Abmessungen, wie beispielsweise etwa 0,0254 mm (0,001 Zoll) oder weniger, ausgeformt werden. Aus diesem Grunde ist die Schneidkante dieses Mechanismus besonders zum Durchstechen von Gewebe geeignet. Da amorphe Metalle auch mit gezackten Kanten versehen werden können, wie es in Fig. 6A dargestellt ist, kann eine solche Schneidkante ebenfalls zur Durchführung endoskopischer Eingriffe verwendet werden. Dessen ungeachtet sind auch andere Materialien, wie beispielsweise Keramik oder typischer rostfreier Stahl, verfügbar, aus denen die Schneidkante hergestellt werden kann.
- Der Trokar-Obturator mit Schild und Schneide entsprechend der vorliegenden Erfindung ist in den Fig. 9, 10 und 11 dargestellt. Wie in den Figuren zu erkennen ist, enthält ein Teil des Obturatorschaftes 100, welcher in die Trokarkanüle (in Fig. 1 mit 12 bezeichnet) eingesetzt wird, einen stationären Sicherheitsschild 106. Am distalen Ende des Sicherheitsschildes 106 befindet sich eine geschärfte Schneide 104 aus rostfreiem Stahl ähnlich den Schneidklingen, wie sie in den Fig. 1 bis 8 dargestellt wurden. Diese Kombination von Sicherheitsschild und Schneide (wie in Fig. 10 dargestellt) nimmt die Hälfte des Querschnittes der Trokarkanüle 12 ein, so daß sich die Schneide 104 in bezug zum Umfang der Trokarkanüle 12 in der Durchmesserebene erstreckt. Entgegengesetzt zum stationären Teil des Sicherheitsschildes 106 befindet sich ein unter Federspannung stehender Schild-Teil 102. Dieser Teil 102 ist mittels einer Feder (nicht dargestellt) mit dem stationären Teil 106 verbunden. Das distale Ende 108 dieses beweglichen Teiles 102 erstreckt sich bis zu Spitze der Schneide 104 auf dem stationären Teil 106. Wenn sich demzufolge dieser bewegliche Teil 106 in seiner äußersten distalen Position befindet und dort mittels herkömmlicher bekannter Klemmeinrichtungen (ebenfalls nicht dargestellt) geklemmt wird, ist die Schneide 104 geschützt und vermag kein Gewebe zu schneiden. Wenn andererseits der bewegliche Schild-Teil gelöst ist, kann der Schild 102 in proximaler Richtung in die Kanüle zurückgezogen werden. Auf diese Weise wird die Schneide 104 freigelegt und die Schneidkante 105 ist frei, um Gewebe zu schneiden. Wenn der Druck gegen den beweglichen Schild-Teil 102 weggenommen wird, kehrt derselbe in seine voll ausgefahrene Position zurück und wird dort geklemmt. An diesem Punkt kann die Schneide nicht mehr länger Gewebe schneiden.
- Diese Erfindung ist für kleine Trokare (5 mm oder weniger) besonders geeignet, da die Schneide 104, welche sehr dünn ist (weniger als 0,127 mm bzw. 0,005 Zoll), durch den stationären Schild 106 verstärkt wird. Dessen Masse zusätzlich zur Schneide 104 ergibt eine brauchbare Plattform, auf welcher Gewebe geschnitten wird.
- Dieser neue Trokar bietet viele verbesserte Anwendungsfälle. Sie sind alle äquivalent, sofern sie unter die beigefügten Anspruche fallen.
Claims (6)
1. Trokar-Obturator mit einem langgestreckten Schaft
(100), der ein distales und ein proximales Ende hat, wobei das
distale Ende durch einen festen und einen beweglichen Schild-
Teil gebildet wird, wobei
eine Schneide (104) in einer Durchmesserebene des
Schaftes ausgebildet, am festen Schild-Teil (106) angebracht
ist und sich vom distalen Ende des festen Schild-Teiles aus
erstreckt und
der feste Schild-Teil sich auf einer Seite der
Durchmesserebene erstreckt, während sich der bewegliche
Schild-Teil (102) auf der anderen Seite der Durchmesserebene,
gegenüber dem festen Schild-Teil befindet, wobei der
bewegliche Schild-Teil (102) in bezug auf den festen Schild-
Teil (106) gleitend beweglich ist.
2. Obturator nach Anspruch 1, bei welchem der bewegliche
Schild-Teil (102) am distalen Ende der Schneide klemmbar ist.
3. Obturator nach Anspruch 1, bei welchem der bewegliche
Schild-Teil (102) entlang der Längsachse des Trokars hin- und
herbeweglich ist.
4. Obturator nach Anspruch 1, bei welchem die Schneide an
ihrem distalen Ende allgemein halbkreisförmig ausgebildet ist.
5. Trokar mit einem Obturator nach einem der bisherigen
Ansprüche und einer Kanüle, in welche der Obturator einsetzbar
ist.
6. Trokar nach Anspruch 5, bei welchem die Kanüle einen
Durchmesser von 5 mm oder weniger hat.
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