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DE69513263T2 - Vorrichtung zum Stranggiessen von Produkten mit einem Rundprofilabschnitt und Produkten mit einem Profilabschnitt mit ebener Fläche - Google Patents

Vorrichtung zum Stranggiessen von Produkten mit einem Rundprofilabschnitt und Produkten mit einem Profilabschnitt mit ebener Fläche

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DE69513263T2
DE69513263T2 DE69513263T DE69513263T DE69513263T2 DE 69513263 T2 DE69513263 T2 DE 69513263T2 DE 69513263 T DE69513263 T DE 69513263T DE 69513263 T DE69513263 T DE 69513263T DE 69513263 T2 DE69513263 T2 DE 69513263T2
Authority
DE
Germany
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casting
products
round
product
section
Prior art date
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DE69513263T
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DE69513263D1 (de
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Dario Lestani
Daniele Merlino
Domenico Wogler Ruzza
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Danieli and C Officine Meccaniche SpA
Original Assignee
Danieli and C Officine Meccaniche SpA
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
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  • Storage Of Web-Like Or Filamentary Materials (AREA)

Description

    Vorrichtung zum Stranggießen von Produkten mit einem runden Profilabschnitt und Produkten mit einem Profilabschnitt mit ebener Fläche
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stranggießen von Erzeugnissen mit rundem Querschnitt und Erzeugnissen mit einem Querschnitt mit ebenen Flächen, wie im Hauptanspruch dargelegt.
  • Genauer gesagt, betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, die zum Gießen von Erzeugnissen mit verschiedenen Querschnittsformen geeignet ist, und die insbesondere dazu geeignet ist, Erzeugnisse mit im Wesentlichen ebenen Seiten oder Flächen sowie runde Erzeugnisse zu gießen.
  • Unter Erzeugnissen mit ebenen Flächen sind solche Erzeugnisse zu verstehen, die einen quadratischen, rechteckigen oder rautenförmigen Querschnitt aufweisen, oder allgemein vieleckige Erzeugnisse, wohingegen unter runden Erzeugnissen kreisförmige oder ovale Erzeugnisse oder dergleichen zu verstehen sind.
  • Die Erfindung ermöglicht eine Anpassung hinsichtlich des Gießens ebener und runder Formen, ohne dass große Betriebs- und/oder Konstruktionsarbeiten an der Gießmaschine erforderlich sind.
  • Die Erfindung ermöglicht es, die Probleme einer Oberflächenverformung der Erzeugnisse durch die Einwirkung von Baugruppen zu überwinden, die nicht speziell für die Form des Gießerzeugnisses geeignet sind.
  • Der Stand der Technik zeigt Probleme, wie sie bei Strang gießmaschinen hinsichtlich des Gießens von Erzeugnissen mit verschiedenen Querschnittsformen angetroffen werden.
  • Tatsächlich zeigte es sich, dass die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe, wie sie stromabwärts bezüglich der Gießform vorhanden ist, mit einem vorgegebenen Druck auf das Gießerzeugnis einwirkt, um Probleme eines Gleitvorgangs und einer Bewegung des entnommenen Erzeugnisses selbst zu verhindern.
  • Es zeigte sich auch, dass die Walzen, die die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe bilden, und allgemein alle Zieh-, Aufnahme- und/oder Führungswalzen, die stromabwärts bezüglich der Gießform vorhanden sind, im Allgemeinen eine ebene Oberfläche aufweisen und nicht in anderer Weise geformt sind, weswegen sie vorab so ausgebildet sind, dass sie auf Querschnittsformen einwirken, die im Wesentlichen eben sind.
  • Die bekannten Stranggießanlagen nehmen daher allgemein die Verformungen als unvermeidbar hin, die durch die Einwirkungen dieser Rollen hervorgerufen werden, wenn ein Runderzeugnisse gegossen wird.
  • Insbesondere zeigen sich diese Verformungen bei der Herstellung abgeflachter Abschnitte eines Erzeugnisses sowohl an einer nach innen gekrümmten Seite als auch an einer nach außen gekrümmten Seite des Erzeugnisses, wobei diese abgeflachten Abschnitte mit den Zonen übereinstimmen, an denen die Walzen am Runderzeugnis angreifen.
  • Eine Alternative besteht darin, die gesamte Baugruppe der Zieh- und Entnahmewalzen, die stromabwärts bezüglich der Gießform positioniert sind, immer dann zu ersetzen, wenn von einem Erzeugnis mit ebenen Flächen auf ein Runderzeugnis gewechselt wird.
  • Diese Lösung ist jedoch aus offensichtlichen Gründen betreffend Zeitverluste, hohe Kosten, das Erfordernis von Arbeitskraft, der Verfügbarkeit von Teilen sowie logistischen Problemen in den Betrieben wie auch aus noch anderen Gründen häufig unmöglich.
  • Aus dem Dokument JP-A-62-176654 ist auch eine Durchlauflinie für eine Stranggießanlage bekannt, die gemeinsam für runde und quadratische Vorwalzblöcke verwendet wird, wobei der axiale Querschnitt der Quetschwalzen einen zentralen Teil von Halbkreisform aufweist, um runde Vorwalzblöcke zu walzen, und mit ebenen Walzenteilen in Querrichtung zu beiden Seiten des zentralen Teils, um eine rechteckige Bramme zu walzen. Jedoch kann diese Durchlauflinie nicht zum Walzen ebener Erzeugnisse mit einer Breite verwendet werden, die der Längsabmessung des zentralen Teils mit Halbkreisform entspricht oder kleiner ist.
  • Daher haben die Anmelder diese Erfindung konzipiert, getestet und realisiert, um den oben genannten Nachteil zu überwinden.
  • Die Erfindung ist im Hauptanspruch dargelegt und gekennzeichnet, während die abhängigen Ansprüche andere Merkmale des Gedankens der Hauptausführungsform beschreiben.
  • Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Stranggießen von Erzeugnissen mit im Wesentlichen ebenen Flächen sowie von runden Erzeugnissen zu schaffen, die die Probleme von Oberflächenverformungen durch die bekannten Maschinen beim Wechseln von einem Erzeugnistyp zum anderen überwinden kann.
  • Gemäß der Erfindung verwendet die Stranggießvorrichtung eine Gießform von herkömmlichem Typ, deren Kristallisator von austauschbarem Typ ist und der normalerweise entsprechend dem zu gießenden Erzeugnis verschiedenartig gestaltet sein kann.
  • Darüber hinaus ist das Gießwerkzeug an seinem unteren Ende mit herkömmlichen Baugruppen wie einer Aufnahmeeinrichtung mit einem geraden Segment und einem gekrümmten Segment verbunden, mit Zusammenwirkung im Wesentlichen mit den üblichen Kühlsystemen, die am Auslass des Kristallisators vorhanden sind.
  • Gemäß der Erfindung sind die Ziehwalzen der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe an die Form des zu gießenden Erzeugnisses angebracht.
  • Genauer gesagt, verfügt jede Ziehwalze der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe über einen ersten Längsabschnitt mit zylindrischer Umfangsfläche mit gekrümmter Form im axialen Querschnitt sowie einen zweiten Längsabschnitt mit ebener Zylinderfläche, wobei die Ziehwalzen in Querrichtung in Bezug auf die Gießachse von einer ersten Position zum Gießen runder Erzeugnisse in eine zweite Position zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Seiten verstellbar sind.
  • Diese zylindrische Umfangsfläche ist dazu geeignet, ein rundes Erzeugnis zu ergreifen, ohne dass an diesem während der Entnahme des Erzeugnisses Aufwölbungsverformungen hervorgerufen werden.
  • Diese zylindrische Umfangsfläche weist in vorteilhafter Art eine Form, Tiefe und Breite auf, die im Wesentlichen zum Querschnitt des gegossenen Runderzeugnisses passt.
  • Unter Verwendung einer derartigen Ziehwalze ist es daher möglich, die Gießvorrichtung an die Form des Erzeugnisses dadurch anzupassen, dass die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe in axialer Richtung im Wesentlichen rechtwinklig zur Zuführrichtung des Gießerzeugnisses verstellt wird.
  • Anders gesagt, wird, wenn ein Runderzeugnis zu gießen ist, die zylindrische Umfangsfläche an der Ziehwalze so angeordnet, dass sie mit der Ziehachse dieses Erzeugnisses zusammenfällt, wohingegen dann, wenn ein Erzeugnis mit ebenen Flächen zu gießen ist, der ebene Teil der Oberfläche der Ziehwalze so angeordnet wird, dass er mit dieser Ziehachse zusammenfällt.
  • Gemäß einer Variante wird neben der Querverschiebung in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene in der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe auch eine Verschiebung in einer vertikalen Ebene hervorgerufen, um die Variation zu kompensieren, die während der Änderung vom Gießen runder Erzeugnisse zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Flächen in der Gießachse auftrat.
  • Wenn die Stranggießmaschine eine Mehrzweckmaschine ist, kann jede Entnahme- und Geraderichtbaugruppe eine unabhängige Vorschubbewegung ausführen, z. B. durch einen Brückenkran.
  • Der Grundrahmen, an dem diese Baugruppe installiert ist, ist vorab so ausgebildet, dass er für die doppelte Installationsmöglichkeit sorgt.
  • Gemäß einer Variante sind alle eigenen Entnahme- und Geraderichtbaugruppen der Mehrzweck-Stranggießmaschine an einem einzelnen Gestell installiert, das zumindest eine Querbewegung ausführen kann, z. B. auf einem Gegenrahmen.
  • Gemäß dieser Variante verschiebt nur eine einzelne Bewegung durch eine einzelne Betätigung alle Baugruppen gleichzeitig, wodurch die Maschine schnell und einfach für die nächste Form des zu gießenden Erzeugnisses vorbereitet wird.
  • Gemäß einer Variante sind, um eine korrekte Führung der verschiedenen Gießerzeugnisse zu gewährleisten, auch die Aufnahme- und Führungswalzen, die im gekrümmten Segment positioniert sind, an die Form der verschiedenen Querschnitte der zu gießenden Erzeugnisse angepasst und dafür optimiert.
  • Genauer gesagt, verfügen auch diese Aufnahme- und Führungswalzen über eine Umfangskontur, die während der Bearbeitung so angeordnet wird, dass sie mit der Nenngießachse des Erzeugnisses zusammenfällt.
  • In diesem Fall ist dem Formwerkzeug zumindest eine Verstelleinrichtung zum Ändern des Radius der Entnahmebahn des Gießerzeugnisses abhängig von seiner Form zugeordnet, insbesondere dann, wenn das Erzeugnis rund ist oder ebene Flächen aufweist.
  • Anders gesagt, wird, wenn der Nennradius der Gießmaschine so ausgebildet wurde, dass er für runde Querschnitte verwendet wird, und dann ein Wechsel auf das Gießen von Formen mit ebenen Flächen erfolgt, das Gießwerkzeug um einen Wert verschoben, der im Wesentlichen der Tiefe der Umfangskontur in den Aufnahme- und Führungswalzen des gekrümmten Segments entspricht.
  • Gemäß einer Variante wird das Gießwerkzeug stationär gehalten, während die Aufnahme- und Führungswalzen um einen Wert verschoben werden, der der Tiefe der Kontur entspricht, wobei der Zweck darin besteht, den Gießradius abhängig von der Form des Gießerzeugnisses zu ändern.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Gießvorrichtung ein Formwerkzeug mit konstantem Gießradius, das in Querrichtung in Bezug auf die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe verschoben werden kann, die in diesem Fall stationär gehalten wird.
  • Bei dieser Variante verfügt das Formwerkzeug über Arbeitspositionen, die zwei Gießachsen definieren, nämlich eine erste Achse zum Gießen runder Erzeugnisse und eine zweite Achse zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Flächen.
  • Die erste Gießachse verläuft in Übereinstimmung mit der Umfangskontur der Ziehwalzen, wohingegen die zweite Gießachse in Übereinstimmung mit der ebenen Fläche der Ziehwalzen verläuft.
  • Die beigefügten Figuren sind als nicht beschränkendes Beispiel beigegeben, und sie zeigen einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung.
  • Fig. 1 ist ein Diagramm einer erfindungsgemäßen Stranggießvorrichtung;
  • Fig. 2 zeigt den Schnitt A-A in Fig. 1;
  • Fig. 3 zeigt den Schnitt B-B in Fig. 1;
  • Fig. 4 zeigt eine Einzelheit einer Aufnahme- und Führungswalze, wie sie in der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet wird;
  • Fig. 5 ist ein Diagramm einer Einzelheit der Ziehwalze der bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendeten Entnahme- und Geraderichtbaugruppe;
  • Fig. 6 ist ein Diagramm einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
  • Fig. 7 ist eine Variante von Fig. 2;
  • Fig. 8 zeigt eine Form eines Ausführungsbeispiels zum Verschieben der Aufnahme- und Führungswalzen.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Stranggießvorrichtung 10 beinhaltet ein Formwerkzeug 11 und einen Kristallisator 12, der so ausgetauscht werden kann, dass er zum Querschnitt eines zu gießenden Erzeugnisses 13 passt.
  • Mehrere Aufnahme- und Führungswalzen 14 sind in herkömmlicher Weise in Verlängerung des Formwerkzeugs 11 vorhanden, und sie bilden eine gekrümmte Bahn für das Gießerzeugnis 13.
  • Die Aufnahme- und Führungswalzen 14 führen das Gießerzeugnis 13 zu einer Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15, die ihrerseits das Erzeugnis 13 an eine Abscherzone und stromabwärtige Bearbeitungsbaugruppen liefert.
  • Gemäß der Erfindung ist die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15 mit Ziehwalzen 16 versehen, die einstellbar so positioniert werden, dass Anpassung an die Querschnittsform des Gießerzeugnisses 13 erzielt wird, und zwar abhängig davon, ob das Erzeugnis ein rundes Erzeugnis 13a oder ein solches mit im Wesentlichen ebenen Flächen 13b ist.
  • Insbesondere beinhaltet jede Ziehwalze 16 an einer vorbestimmten Position entlang ihrer Länge eine Umfangskontur 17, die formmäßig so angepasst ist, dass sie ein rundes Gießerzeugnis 13a ergreift, wohingegen der Rest ihrer Fläche 18 im Wesentlichen eben ist (Fig. 15).
  • Beim Ändern vom Gießen eines runden Gießerzeugnisses 13a auf ein Erzeugnis mit im Wesentlichen ebenen Flächen 13b wird jede Walze 16 der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15 in Querrichtung entsprechend einer Richtung verschoben, die durch ihre eigene Längsachse festgelegt ist und in Fig. 5 mit 19 bezeichnet ist. Diese Verschiebung ermöglicht es, die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15 an die neue Form des Gießerzeugnisses anzupassen.
  • Der Wert "Δ" dieser Verschiebung muss dazu ausreichend sein, dass er die Wirkung hat, dass die Walze 16 in einer ersten Position, die ihrer Umfangskontur 17 entspricht, mit der Gießachse 25 zusammenwirkt, während sie in einer zweiten Position, die zumindest ihrem ebenen Oberflächenabschnitt 18 entspricht, mit der Gießachse zusammenwirkt.
  • Jede Ziehwalze 16 verfügt daher über mindestens zwei Arbeitspositionen, nämlich eine erste Position für Runderzeugnisse 13a und eine zweite Position für Erzeugnisse mit ebenen Flächen 13b.
  • Im Fall eines Mehrzweckgießvorgangs mit mehreren Gießlinien können die jeder Gießlinie zugeordneten Entnahme- und Geraderichtbaugruppen 15 an ein einzelnes Gestell 20 angesetzt werden, das in diesem Fall durch Betätigen eines hydraulischen Zylinder/Kolben-Stellglieds 21 auf einem passenden Gegengestell 22 verstellt werden kann.
  • Das Festklemmen des Gestells 20 am Gegengestell 22 in den zwei Arbeitspositionen erfolgt durch hydraulische Zwingen 23.
  • Gemäß der Variante der Fig. 7 verfügen das Gestell 20 und das Gegengestell 22 über einen Formverlauf mit schräger Fläche.
  • Auf diese Weise bewirkt eine durch das Stellglied 21 verliehene Querverschiebung zum Positionieren der Ziehwalzen 16 in korrekter Weise entsprechend der Form des Gießerzeugnisses 13 auch ein Anheben oder Absenken der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15.
  • Dieses Anheben und Absenken ermöglicht eine Kompensation in der vertikalen Ebene der Gießachse 25, der Variation, die durch den Wechsel vom Gießen eines Runderzeugnisses 13a zum Gießen eines Erzeugnisses mit ebenen Flächen 13b verursacht ist.
  • In diesem Fall weisen die Gießlinien einen Abstand "I" zwichen ihren Zentren auf, der in vorteilhafter Weise geringfügig größer als der Abstand zwischen den Zentren ist, die normalerweise an Mehrzweck-Gießmaschinen vorhanden sind, um eine Anpassung an die Doppelpositionierbarkeit der Ziehwalzen 16 zu schaffen.
  • Gemäß der Erfindung sind auch die Aufnahme- und Führungswalzen 14 so geformt, dass sie an die Formen des zu gießenden Erzeugnisses 13 angepasst sind, und sie beinhalten eine Umfangskontur 17a, die in der Arbeitsposition entlang der Länge der Walzen so positioniert ist, dass sie mit der Gießachse 25 zusammenfällt; in diesem Fall hat die Umfangskontur die Tiefe "D".
  • Um eine wirkungsvolle und korrekte Führung des Erzeugnisses 13 entlang der gekrümmten Bahn hinunter zur Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15 zu erzielen, ist das Formwerkzeug 11 in den mit 26 in Fig. 1 markierten Richtungen verstellbar gemacht, um abhängig vom zu gießenden Erzeugnis 13 zwei Gießradien zu definieren.
  • Insbesondere wird zum Gießen von Runderzeugnissen 13a ein erster Gießnennradius "R" definiert, und ein zweiter Gießnennradius "R'" wird für das Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Flächen 13b definiert.
  • Der Wert für die Verschiebung des Formwerkzeugs 11, und daher für die Differenz zwischen dem ersten Gießradius "R" und dem zweiten Gießradius "R'" ist "D", d. h., er entspricht der Tiefe der Kontur 17a in den Aufnahme- und Führungswalzen 14.
  • Diese Verschiebung ermöglicht eine Festlegung der korrekten und idealen Kopplung zwischen dem Gießerzeugnis 13 und der Aufnahme- und Führungswalzen 14 (Fig. 3) mit relativ korrekten Positionierungen, wie zwischen dem Runderzeugnis 13a und der Umfangskontur 17a bzw. zwischen dem Erzeugnis mit ebenen Flächen 13b und den ebenen Flächen 18 der Aufnahme- und Führungswalzen 14.
  • Gemäß einer Variante wird die korrekte Kopplung zwischen dem Erzeugnis 13 und der Aufnahme- und Führungswalzen 14 dadurch erzielt, dass jede der Walzen 14 verschoben wird und das Formwerkzeug 11 stationär gehalten wird.
  • Auch in diesem Fall hat die Verschiebung der Walzen 14 den Wert "D", und sie ermöglicht es, den Gießradius vom Wert "R" auf den Wert "R'" einzustellen, wenn vom Gießen von Runderzeugnissen 13a auf das Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Flächen 13b gewechselt wird.
  • In Fig. 8 ist ein einfaches Ausführungsbeispiel zum Erzielen dieser Verschiebung der Aufnahme- und Führungswalzen 14 dargestellt, wobei der Welle 27 der Walzen 14 exzentrisch ein Rad 28 zugeordnet ist, das, wenn es in der einen oder anderen Richtung in Drehung versetzt wird, ein Anheben bzw. Absenken der jeweiligen Walze 14 hervorruft.
  • Die Variante von Fig. 6 zeigt die Situation, bei der beim Wechsel des Gießens eines Runderzeugnisses 13a auf das Gießen eines Erzeugnisses 13b mit ebenen Flächen die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15 stationär gehalten wird, wohingegen die Gießachse 28 in Querrichtung geändert wird, wobei der gleiche Gießnennradius "R" gegeben ist.
  • Insbesondere läuft das Formwerkzeug 11 auf Führungen 24, und es ist ihm ein Zylinder/Kolben-Verschiebungstellglied 121 zugeordnet, um den Kristallisator 12 z. B. von einer eine erste Gießachse 25a definierenden Position 12a in eine eine zweite Gießachse 25b definierende Position 12b zu verschieben. Der Wert der Verschiebung beträgt auch in diesem Fall "Δ".
  • Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Gießachse 25a die Gießachse für Runderzeugnisse 13a, und sie trifft an den Umfangskonturen 17a und 17 auf die Aufnahme- und Führungswalzen 14 und die Ziehwalzen 16 der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15.
  • Die zweite Gießachse 25b ist die Gießachse für Erzeugnisse mit ebenen Flächen 13b, und sie trifft an den ebenen Flächen 18 auf die Aufnahme- und Führungswalzen 14 und die Ziehwalzen 16 der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe 15.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Stranggießen von Erzeugnissen mit entweder rundem Querschnitt (13a) oder einem Querschnitt mit ebenen Seiten (13b), mit mindestens einem Formwerkzeug (11) mit austauschbarem Kristallisator (12), wobei ein stromabwärtiger Formwerkzeugabschnitt eine Längsgießachse (25) definiert, einem aufnehmenden, führenden und fühlenden Walzenförderer (14) und einer Entnahme- und Geraderichtbaugruppe (15), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe (15) mehrere Ziehwalzen (16) mit einem ersten Längsabschnitt mit zylindrischer Umfangsfläche (17) mit Bogenform im axialen Schnitt sowie einen zweiten Längsabschnitt mit ebener Zylinderfläche (18) aufweist, wobei die Ziehwalzen (15) in Querrichtung in Bezug auf die Gießachse (25) von einer ersten Position zum Gießen runder Erzeugnisse (13a) in eine zweite Position zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Seiten (13b) verstellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Gießachse (25) in der ersten Position an den Umfangsflächen (17) auf die Ziehwalzen (16) trifft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Gießachse (25) in der zweiten Position an den ebenen Flächen (18) auf die Ziehwalzen (16) trifft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Umfangsflächen (17) der Ziehwalzen (16) in der ersten Position mit der Gießachse (25) ausgebildet sind, uni bei der die ebenen Flächen (18) der Ziehwalzen (16) in der zweiten Position mit der Gießachse (25) ausgerichtet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Entnahme- und Geraderichtbaugruppe (15) auch vertikal verstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, bei der der Kristallisator (12) zumindest in Querrichtung von einer ersten Position (12a) zum Gießen runder Erzeugnisse (13a) in eine zweite Position (12b) zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Seiten (13b) verstellbar ist, während die Position der Entnahme- und Geraderichtbaugruppe (15) stationär gehalten wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der aufnehmende, führende und kühlende Förderer (14) mehrere Walzen mit zylindrischer Umfangsfläche (17a) für Runderzeugnisse (13a) aufweist, wobei diese Umfangsfläche (17a) eine Tiefe mit vorbestimmtem Wert ("D") aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der das Formwerkzeug (11) zumindest radial um einen Wert ("Δ") in einer ersten Position, die einen ersten Gießradius ("R") zum Gießen von Runderzeugnissen (13a) definiert, in eine zweite Position verschiebbar ist, die einen zweiten Gießradius ("R'") zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Seiten (13b) definiert.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Walzen zumindest radial von einer ersten Position zum Gießen von Runderzeugnissen (13a) in eine zweite Position zum Gießen von Erzeugnissen mit ebenen Seiten (13b) verstellbar sind, während die Position des Formwerkzeugs (11) stationär gehalten wird.
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