Flügel für Flügelzellenkompresor
Hintergrund der Erfindung
Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf einen Flügel zur Verwendung in einem
Flügelzellenverdichter, und insbesondere auf einen Flügel dieser Art, bei dem
das Gewicht reduziert ist und der gleichzeitig verbesserte Gleitcharakteristiken
hat, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Flügels.
Beschreibung des Standes der Technik
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Ein Flügelzellenverdichter weist einen Hubring auf, einen vorderen
Seitenblock und einen hinteren Seitenblock, welche die betreffenden
gegenüberliegenden Enden des Hubrings verschließen, sowie einen Rotor, der
drehbar im Hubring angeordnet ist. Der Rotor ist mit Flügelschlitzen versehen, in
welchen jeweils ein Flügel verschiebbar angeordnet ist. Wenn sich der Rotor
dreht, bewegen sich die Flügel radial aus den entsprechenden Flügelschlitzen
nach außen, und zwar durch Zentrifugalkraft und durch einen Druck, welcher
jeweils auf die Rückseite eines Flügels einwirkt, so dass die Spitze eines Flügels
jeweils unter Kraftbeaufschlagung längs der Innenumfangsfläche des Hubrings
gleitet und dadurch Kühlgas verdichtet, das in Verdichtungskammern
eingeschlossen ist, die jeweils zwischen benachbarten Flügeln gebildet sind.
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Aluminium oder eine Aluminiumlegierung (nachfolgend werden beide
als "Metall auf Aluminiumbasis" bezeichnet) wird üblicherweise als Werkstoff für
den Hubring, den Rotor und die Flügel verwendet, und zwar aus
Gewichtsgründen; dies zeigen z. B. die japanische Offenlegungsschrift 1-182 592
oder Patent Abstracts of Japan, Vol. 15, No. 138 (M-1100), und JP-A-03 01 8683.
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Wenn sowohl der Hubring wie die Flügel aus einem Metall auf
Aluminiumbasis gebildet werden, wie das in der japanischen Offenlegungsschrift
1-182 592 offenbart ist, werden die Flügel oft einer Oberflächenbehandlung
unterzogen durch Verwendung eines Materials auf der Basis von Nickel-
Phosphor (Ni-P-Basis), um ein Haften der Flügel am Hubring zu verhindern, was
durch Gleiten der Flügel auf dem Hubring verursacht werden kann.
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Flügel mit einer Plattierung aus Eisenmaterial zur Verbesserung der
Festfresseigenschaften sind bekannt aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 7 No.
37 (M-193) und JP-A-57 188791, US-A-5 090 882 und DE-A-39 37 197.
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Im wesentlichen können die Flügel nach dem Stand der Technik in
allgemeinen Worten so definiert werden, dass sie einen Metallkern auf
Aluminiumbasis und eine Umhüllung bzw. Plattierung aus Eisenmetall an allen
außer den gegenüberliegenden Enden des Kerns aufweisen.
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Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung von Flügeln, wie es
nachfolgend genauer beschrieben wird, wird pulverförmiges Aluminium zu einer
Zwischenform extrudiert, und dann wird das Aluminium-Extrudat zur
erforderlichen Form des Flügels maschinell bearbeitet. Schließlich wird diese
bearbeitete Form des Aluminiums mit einem Überzug auf Nickel-Phosphor-Basis
überzogen.
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Das Bereitstellen eines Überzugs auf Nickel-Phosphor-Basis erhöht
jedoch die Herstellkosten, und der Überzug selbst kann bei bestimmten
Bedingungen abplatzen oder abblättern, was zu einem Haften der Flügel am
Hubring oder einem Festfressen der Flügel durch den Hubring führt.
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Wird die Gesamtheit eines Flügels aus einem Eisenmetall hergestellt,
um das vorstehende Problem zu beseitigen, so ist es möglich, ausgezeichnete
Gleitcharakteristiken zu erhalten, aber das Gewicht eines jeden Flügels wird
vergrößert, was starke Klappergeräusche der Flügel bei der Verwendung des
Verdichters verursachen kann. Ferner erzeugen die Flügel große Kräfte auf den
Hubring und dadurch eine Abnutzung der Kontaktabschnitte der zugeordneten
Komponenten.
Resume der Erfindung.
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Es ist eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Flügel zur
Verwendung in einem Flügelzellenverdichter bereitzustellen, welcher Flügel frei
von Festfressen ist, ohne Gewichtserhöhung und ohne Erhöhung der
Herstellkosten hergestellt werden kann, und der im wesentlichen
verformungsfrei ist.
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Es ist eine zweite Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung
eines Flügels zur Verwendung in einem Flügelzellenverdichter bereitzustellen,
welcher Flügel frei von Festfressen ist, ohne sein Gewicht und seine
Herstellkosten zu erhöhen.
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Zum Lösen der ersten Aufgabe und gemäß einem ersten Aspekt der
Erfindung, wird ein Flügel für einen Flügelzellenverdichter mit einem Hubring
und einem im Hubring drehbar angeordneten Rotor bereitgestellt, in welchem
Rotor eine Flügelnut ausgebildet ist, wobei der Flügel gleitend in die Flügelnut
eingesetzt ist, um sich bei Drehung des Rotors relativ zu dieser Nut nach außen
zu bewegen, so dass die Spitze des Flügels unter Kraftbeaufschlagung längs
einer Innenumfangsfläche des Hubrings gleitet, wobei der Flügel gegenüber
dem Stand der Technik dadurch gekennzeichnet ist, dass der Kern auf
Aluminiumbasis im wesentlichen massiv ausgebildet ist, aber eine Ausnehmung
aufweist.
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Da der Metallkern des Flügels auf Aluminiumbasis gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung im wesentlichen massiv ausgebildet ist, aber eine
Ausnehmung aufweist, nimmt die Ausnehmung Differenzen der Wärmedehnung
zwischen Kern und Plattierung auf, was verhindert, dass der Flügel verformt wird.
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Ferner kann die Erfindung vom bekannten Flügeltyp unterschieden
werden, welch letzterer gebildet wird durch Vorsehen eines Überzugs auf Ni-P-
Basis auf der Oberfläche des Kerns auf Aluminiumbasis, und zwar dadurch, dass
kein Fressen infolge von Abplatzen des plattierten Überzugs auftritt, und dass
die Herstellkosten reduziert werden, da ein Plattieren von Eisenmetall anstelle
des Überzugs auf Ni-P-Basis verwendet wird, wobei gleichzeitig exzellente
Gleiteigenschaften des Flügels erhalten bleiben. Ferner, und verglichen mit
Flügeln, welche in ihrer Gesamtheit aus Eisenmetall ausgebildet sind, hat der
Flügel nach der vorliegenden Erfindung ein niedriges Gewicht und kann
Geräusche infolge Klappern der Flügel unterdrücken.
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Zum Lösen der zweiten Aufgabe der Erfindung stellt ein zweiter Aspekt
der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Flügels für einen
Flügelzellenverdichter bereit, welches Verfahren den Schritt aufweist, ein Rohr aus einem
Eisenmetall mit der Oberfläche eines Metallkerns auf Aluminiumbasis zu
verbinden, welches Verfahren sich vom Stand der Technik dadurch
unterscheidet, dass der Verbindungsschritt durch Ziehen oder Pressen ausgeführt wird.
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Bei diesem Verfahren nach dem zweiten Aspekt der Erfindung wird das
Rohr aus Eisenmetall mit der Oberfläche des Metallkerns auf Aluminiumbasis
durch Ziehen oder Pressen verbunden, was es ermöglicht, die leicht erzeugte
Plattierung aus Eisenmetall vorzusehen, z. B. aus Weicheisen, und für den Kern
einen üblichen Werkstoff zu verwenden, z. B. eine Aluminiumlegierung mit einer
Legierungsnummer der Größenordnung 6000 (Legierung auf der Basis von Al-
Mg-Si) oder 2000 (Legierung auf der Basis von Al-Cu), anstelle von
beispielsweise pulverisiertem Aluminium, und das trägt zur Reduzierung der
Herstellkosten bei. Ferner ermöglicht es das erläuterte erfindungsgemäße
Verfahren, eine Form zu erhalten, welche sehr nahe bei der Form liegt, die der
Flügel als Endprodukt hat, und dies trägt stark dazu bei, die Herstellkosten zu
reduzieren.
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In bevorzugter Weise wird das Rohr aus einem Eisenmetall auf etwa 200
bis 300ºC erhitzt, wenn das Ziehen oder Pressen ausgeführt wird.
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Bei diesem bevorzugten Verfahren wird das Eisenrohr auf eine
Temperatur von etwa 200º bis 300ºC erhitzt und dann gezogen oder gepresst,
so dass es fest mit der Oberfläche des Kerns aus einem Aluminiummetall
verbunden wird, wodurch verhindert wird, dass sich Kern und Plattierung
während der tatsächlichen Betriebsbedingungen voneinander trennen.
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Zum Lösen der zweiten Aufgabe der Erfindung wird nach einem dritten
Aspekt der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Flügels für einen
Flügelzellenverdichter bereitgestellt, welches Verfahren die Schritte aufweist,
einen Metallkern auf Aluminiumbasis in Form einer Stange in ein Rohr aus
einem Eisenmetall einzusetzen, das Rohr aus Eisenmetall auf etwa 200 bis 300º
C zu erhitzen, das Rohr aus einem Eisenmetall und die Metallstange auf
Aluminiumbasis in eine Öffnung eines Werkzeugs einzusetzen, und das Rohr
aus einem Eisenmetall zu ziehen, während kalte Luft daraufgeblasen wird.
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Bei einem Verfahren nach einem dritten Aspekt der Erfindung wird das
Rohr aus einem Eisenmetall auf eine Temperatur von etwa 200º bis 300ºC
erhitzt und dann gezogen, so dass das Rohr fest mit der Oberfläche des Kerns
auf Aluminiumbasis verbunden wird, wobei verhindert wird, dass der so
gebildete Kern mit seiner Plattierung unter tatsächlichen Betriebsbedingungen
sich voneinander trennen.
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In bevorzugter Weise wird die Metallstange auf Aluminiumbasis gekühlt,
bevor sie in das Rohr aus einem Eisenmetall eingesetzt wird.
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Zur Lösung der zweiten Aufgabe der Erfindung, und nach einem vierten
Aspekt derselben, wird ein Verfahren zur Herstellung eines Flügels für einen
Flügelzellenverdichter bereitgestellt, welches die Schritte aufweist, ein Rohr aus
einem Eisenmetall in eine Ausnehmung eines Werkzeugs einzusetzen, das Rohr
aus einem Eisenmetall auf etwa 200º bis 300ºC zu erhitzen, und mittels eines
Stempels einen Metallkern auf Aluminiumbasis in das erhitzte Rohr aus einem
Eisenmetall einzupressen.
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Gemäß dem Verfahren nach dem vierten Aspekt der Erfindung kann das
Rohr aus Eisenmetall auf eine Temperatur von etwa 200º bis 300ºC erhitzt
werden, und dann wird der Metallkern auf Aluminiumbasis in das Rohr gepresst,
so dass das Rohr aus Eisenmetall fest mit der Oberfläche des Kerns verbunden
wird, wodurch verhindert wird, dass sich der so gebildete Kern und seine
Plattierung voneinander lösen, wenn der Flügel tatsächlich in Benutzung
genommen wird.
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In bevorzugter Weise wird der Metallkern auf Aluminiumbasis gekühlt,
ehe er in das Rohr aus einem Eisenmetall eingesetzt wird.
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Die vorstehenden und anderen Aufgaben, Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden deutlicher aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele, in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Flügels zur Verwendung in einem
Flügelzellenverdichter, der mit einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
ist;
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Fig. 2 ist ein Längsschnitt, welcher die gesamte Anordnung des
Flügelzellenverdichters zeigt;
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Fig. 3 ist ein Querschnitt, gesehen längs der Linie III-III der Fig. 2;
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Fig. 4 ist ein Diagramm, welches nützlich ist zur Erklärung eines
Herstellverfahrens für den in Fig. 1 dargestellten Flügel;
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Fig. 5 ist ein Diagramm, welches nützlich ist beim Beschreiben eines
anderen Verfahrens der Herstellung des in Fig. 1 dargestellten Flügels;
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Fig. 6 ist ein Querschnitt eines Flügels zur Verwendung bei einem
Flügelzellenverdichter nach einer Ausführungsform der Erfindung; und
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Fig. 7A bis 7C sind Diagramme, welche nützlich sind zum Erläutern eines
bekannten Verfahrens zur Herstellung eines Flügels.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Die Erfindung wird nun im Einzelnen und unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen beschrieben, welche bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung zeigen.
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Zunächst wird auf die Fig. 2 und 3 der Zeichnung Bezug genommen.
Ein Flügelzellenverdichter weist einen Hubring 1, einen im Hubring 1 drehbar
angeordneten zylindrischen Rotor 2, einen vorderen Seitenblock 3 und einen
hinteren Seitenblock 4 auf, welche die gegenüberliegenden offenen Enden des
Hubrings 1 verschließen, ein vorderes Kopfteil 5 und ein hinteres Kopfteil 6,
welche an den äußeren Enden des betreffenden vorderen bzw. hinteren
Seitenblocks 3 bzw. 4 befestigt sind und eine Antriebswelle 7, auf welcher der
Rotor 2 angeordnet und befestigt ist.
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Die Antriebswelle 7 ist drehbar gelagert durch zwei Radiallager 8 und 9,
welche im vorderen Seitenblock 3 bzw. im hinteren Seitenblock 4 angeordnet
sind.
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Ein Auslassanschluss 5a ist in einer oberen Wand des vorderen
Kopfteils 5 angeordnet, und durch diesen Anschluss wird ein Kühlgas als
Wärmemedium gefördert, während ein Sauganschluss 6a in einem oberen
Wandabschnitt des hinteren Kopfteils 6 ausgebildet ist, durch welchen das
Kühlgas in den Verdichter angesaugt wird. Der Auslassanschluss 5a und der
Sauganschluss 6a stehen mit einer Förderdruckkammer 10, die durch das
vordere Kopfteil 5 und den vorderen Seitenblock 3 gebildet wird, bzw. mit einer
Saugkammer 11, die durch das hintere Kopfteil 6 und den hinteren Seitenblock
4 gebildet wird, in Verbindung.
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Wie Fig. 3 am besten zeigt, sind zwei Verdichtungsräume 12 an im
wesentlichen diametral gegenüberliegenden Stellen zwischen einer
Innenumfangsfläche 1a des Hubrings 1 und einer Außenumfangsfläche des
Rotors 2 gebildet (eine der Verdichtungskammern ist in der Zeichnungsfigur
dargestellt). In der äußeren Umfangsfläche des Rotors 2 sind axiale
Flügelschlitze 13 mit umfangsmäßig gleichen Abständen angeordnet, und in
jedem Flügelschlitz ist ein Flügel 14, wie er nachfolgend im einzelnen
beschrieben wird, radial verschiebbar angeordnet. Jeder Verdichtungsraum 12
wird durch Flügel 14 in Verdichtungskammern unterteilt, deren Volumina sich bei
der Drehung des Rotors 2 jeweils ändern.
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Zwei Kühlmittel-Auslassdurchlässe 16 durchdringen gegenüberliegende
Seitenwände des Hubrings 1 an diametral gegenüberliegenden Stellen (Fig. 2
zeigt nur einen dieser Durchlässe). Die gegenüberliegenden seitlichen
Seitenwände des Hubrings 1 sind mit zwei Auslassventildeckeln 17 versehen, von
denen jeder einstückig mit einem Ventilanschlag 17a ausgebildet und durch
Schrauben 18 am Hubring 1 befestigt ist: Auslassventile 19 sind zwischen den
betreffenden Seitenwänden des Hubrings 1 und den Ventilanschlägen 17a so
angeordnet, dass sie von den Ventildeckeln 17 gestützt werden. Wenn die
Auslassöffnungen 16 geöffnet sind, wird Kühlgas, das in den
Verdichtungskammern verdichtet wurde, über die Auslässe 16, die
Verbindungsdurchlässe 2a und 3a, die Auslasskammer 10 und den Auslassanschluss 5a gefördert.
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Zwei nicht dargestellte Kühlmittel-Einlassdurchlässe sind im hinteren
Seitenblock 4 an oberen und unteren Stellen ausgebildet, welche den beiden
Verdichtungsräumen 12 an der oberen bzw. unteren Stelle entsprechen. Die
Saugkammer 11 steht über die Einlassdurchlässe mit den Verdichtungsräumen
12 in Verbindung.
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Wie in Fig. 1 dargestellt, weist der Flügel 14 nach dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel einen Metallkern 14a aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung auf (nachfolgend bezeichnet als "Metall auf
Aluminiumbasis"), und eine Plattierung 14b aus einem Eisenmetall, welches die
Oberfläche des Kerns 14a bedeckt.
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Fig. 4 zeigt, wie der Flügel 14 durch einen Ziehvorgang gefertigt wird.
Ein Metallkern 34a in Form einer Stange aus einem Metall auf Aluminiumbasis
wird in ein Eisenrohr 34b eingesetzt, welches die Plattierung 14b bilden soll.
Dann werden das Eisenrohr 34b und die Stange 34a aus einem Metall auf
Aluminiumbasis in eine Öffnung 21a eingesetzt, deren Querschnitt identisch mit
dem des Flügels ist und welche in einer Form 21 ausgebildet ist, wobei das
Eisenrohr 34b allein durch einen Erhitzer 20 auf 200ºC oder eine höhere
Temperatur erhitzt wird, wodurch dieses expandiert wird. Das Eisenrohr 34b wird
zusammen mit der Stange 34a aus einem Metall auf Aluminiumbasis gezogen,
wobei kalte Luft daraufgeblasen wird. Zieht man die tatsächlichen
Betriebsbedingungen (- 30ºC bis + 200ºC) des Flügels 14 in Betracht, so kann
die Stange 34a aus einem Metall auf Aluminiumbasis auf -30ºC oder eine
niedrigere Temperatur abgekühlt werden, bevor sie in das Eisenrohr 34b
eingesetzt wird.
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Die Stange 34a aus einem Metall auf Aluminiumbasis, welche mit dem
Eisenrohr 34b plattiert ist, wird dann zu einzelnen Flügeln abgeschnitten
(abgelängt).
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Fig. 5 zeigt ein anderes Verfahren zum Herstellen von Flügeln, welches
auf einem Pressverfahren beruht. Bei diesem Herstellverfahren wird ein
Eisenrohr 44b in eine Ausnehmung 22a eines Werkzeugs 22 eingesetzt, und
das Rohr 44b wird durch ein Aufwärmgerät 23 auf 200ºC oder eine höhere
Temperatur erwärmt, um das Rohr auszudehnen. Dann wird ein Metallkern 44a
auf Aluminiumbasis mittels eines Stempels 24 in das Eisenrohr 44b eingepresst.
Der Metallkern 44a kann auf -30ºC oder eine tiefere Temperatur abgekühlt
werden, ehe man ihn in das Rohr 44b einpresst, ähnlich wie beim zuerst
beschriebenen Verfahren.
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Der mit dem Eisenrohr 44b plattierte Metallkern 44a wird dann zu
einzelnen Flügeln abgeschnitten.
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Die Arbeitsweise des in der vorstehend beschriebenen Weise
aufgebauten Flügelzellenverdichters mit variabler Fördermenge wird
nachfolgend beschrieben.
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Wenn ein Drehmoment von einem nicht dargestellten Motor auf die
Antriebswelle 7 übertragen wird, so wird der Rotor 2 gedreht. Kühlgas, das aus
einem Auslassanschluss eines nicht dargestellten Verdampfers strömt, wird über
den Sauganschluss 6a in die Saugkammer 11 des Verdichters angesaugt. Aus
der Saugkammer 11 wird es über die Kühlmitteleinlässe in die
Verdichtungsräume 12 gesaugt. Letztere sind durch Flügel in
Verdichtungskammern unterteilt, von denen jede bei der Drehung des Rotors 2
wie beschrieben ihr Volumen ändert. Dadurch wird jeweils das in einer
Verdichtungskammer eingeschlossene Kühlgas verdichtet, und das verdichtete
Kühlgas öffnet das Auslassventil 19 und strömt über die Kühlmittelauslässe 16
zur Förderdruckkammer 10, und von dort weiter über den Auslassanschluss 5a.
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Wenn sich der Rotor dreht, bewegen sich die Flügel 14 durch die
Zentrifugalkraft und den auf die Rückseite der einzelnen Flügel wirkenden
Rückendruck radial aus den jeweiligen Flügelschlitzen 13 nach außen, so dass
jeweils die Spitzen der Flügel unter Kraftbeaufschlagung längs der
Innenumfangsfläche 1a des Hubrings 1 gleiten.
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Wie vorstehend beschrieben, unterscheidet sich der Flügel 14 gemäß
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel vom bekannten Typ, der gebildet wird
durch Aufbringen einer Beschichtung bzw. Plattierung auf Ni-P-Basis auf die
Oberfläche eines Metallkerns auf Aluminiumbasis dadurch, dass kein Fressen
aufgrund eines Abplatzens bzw. Abblätterns der Beschichtung (Plattierung)
auftritt, und dass die Herstellkosten reduziert werden, da die Plattierung 14b aus
Eisenmetall anstelle einer Beschichtung auf Ni-P-Basis verwendet wird. Ferner
behält der Flügel ausgezeichnete Gleiteigenschaften.
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Verglichen mit Flügeln, die in ihrer Gesamtheit aus einem Eisenmetall
gebildet sind, ist ein erfindungsgemäßer Fügel ferner leicht, und er kann
Geräusche infolge Klapperns der Flügel unterdrücken.
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Ferner werden, wie vorstehend beschrieben, die Flügel 14 durch das
Herstellverfahren beruhend auf einem Zieh- oder Pressvorgang gebildet, was es
ermöglicht, die Plattierung 14b aus leicht zu formendem Eisenmetall
vorzusehen, z. B. aus Weicheisen, und für den Metallkern 14a ein gewöhnliches
Metall vorzusehen, z. B. ein Metall auf Aluminiumbasis mit einer
Legierungsnummer der Größenordnung 6000 (Legierung auf Al-Mg-Si-Basis)
oder 2000 (Legierung auf Al-Cu-Basis), anstelle von beispielsweise
Aluminiumpulver, und dies trägt zu einer Reduzierung der Herstellkosten bei.
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Die erfindungsgemäßen Verfahren ermöglichen es ferner, eine Form zu
erhalten (eine nahezu fertige Form), die der Form eines Flügels als Endprodukt
sehr nahe kommt, und dies trägt ebenfalls dazu bei, die Herstellungskosten
signifikant zu senken.
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Bei beiden erfindungsgemäßen Verfahren können ferner die Eisenrohre
34b, 44b zwecks Expansion auf 200ºC oder mehr erhitzt und dann gezogen
oder gepresst werden, so dass das Rohr 34b oder 44b fest mit der Oberfläche
des Metallkerns auf Aluminiumbasis verbunden wird, und das verhindert, dass
sich der Kern 14a und die Plattierung 14b während des Betriebs und bei den
tatsächlichen Betriebsbedingungen (-30º bis +200ºC) voneinander lösen.
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Fig. 6 zeigt einen Flügel 54 nach einer anderen Ausführungsform der
Erfindung in vergrößertem Maßstab.
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Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der zuerst
beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass ein Metallkern 54a auf
Aluminiumbasis mit einer Ausnehmung 25 anstelle des massiven Metallkerns
14a auf Aluminiumbasis verwendet wird. Wenn der Flügel 54 nach dieser
Ausführungsform verwendet wird, absorbiert die Ausnehmung 25 einen
Unterschied der Wärmedehnung zwischen dem Metall auf Aluminiumbasis des
Kerns 54a und der Eisenplattierung 54b, und dies verhindert, dass sich der
Flügel verformt.
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Zum Vergleich zeigen die Fig. 7A bis 7C ein bekanntes Verfahren
zur Herstellung von Verdichterflügeln, bei welchem pulverisiertes Aluminium zu
einer Zwischenform extrudiert wird, wie in Fig. 7A dargestellt, und dann das
Aluminium-Extrudat 114a maschinell bearbeitet oder sonstwie zur erforderlichen
allgemeinen Form des Flügels 114a geformt wird. Abschließend wird diese
bearbeitete Form aus Aluminium mit einer Beschichtung (Plattierung) 114b auf
Nickel-Phosphor-Basis plattiert. Jedoch erhöhen, wie vorstehend erörtert, das
Aufbringen der Beschichtung 114b auf Nickel-Phosphor-Basis und die
Bearbeitung des Kerns 114a aus Aluminium-Extrudat die Herstellkosten, und die
Beschichtung (Plattierung) 114b selbst kann bei bestimmten
Betriebsbedingungen abplatzen bzw. abblättern, und dies führt zu einer Haftung des Flügels am
Hubring des Verdichters oder einem Festfressen des Flügels durch den Hubring.