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DE69508677T2 - Schischuh - Google Patents

Schischuh

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Publication number
DE69508677T2
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DE
Germany
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cuff
shell
strap
ski boot
boot according
Prior art date
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DE69508677T
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English (en)
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DE69508677D1 (de
Inventor
Mario Mattiuzzo
Roberto Ostinet
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Lange International SA
Original Assignee
Lange International SA
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B5/00Footwear for sporting purposes
    • A43B5/04Ski or like boots

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Schischuh, der im wesentlichen aus einem unteren Teil in Form einer den Fuss und die Ferse umgebenden Schale mit variablem Volumen und aus einem Schaft in Form einer Gamasche besteht, die an der Schale angelenkt ist, wobei Schale und Manschette mit Mitteln zum Schliessen und Spannen versehen sind.
  • Dieser wohl bekannte Schuhtyp ist z. B. in den Patenten EP 0 358 599, EP 0 371 915 und EP 0 379 836 beschrieben.
  • Beim Schilaufen spielt der Schuh in gewisser Weise die Rolle einer Übergangsfläche (Interface) zwischen dem Schi und dem Bein des Schiläufers. Damit die Reaktion des Schis auf die Schneeoberfläche sofort und genau auf das Bein übertragen wird und damit umgekehrt die vom Schiläufer mittels des Beins und der Übergangsfläche auf den Schi übertragenen Befehle ebenfalls sofort und genau übertragen werden, müssen der Fuss und der Unterschenkel in vollkommener Weise vom Schuh gehalten werden, dessen Sohle ihrerseits durch die Bindung starr mit dem Schi verbunden ist. Das Ideal wäre natürlich, dass der Schuh mit dem Fuss und dem Unterschenkel einen Körper bildet. Der Schuhschaft müsste dann zwei wenig verträgliche Forderungen erfüllen, nämlich einerseits eine grosse Steifigkeit haben, um die Kräfte des Beins bestmöglichst auf den Schuh zu übertragen und umgekehrt, und andererseits zwecks Öffnens hinreichend biegsam sein, um den Schuh anziehen und ausziehen, ihn schliessen und um das Bein spannen zu können und um ein Beugen des Beins zu erlauben. Bei den im allgemeinen einteilig ausgebildeten Manschetten musste ein Kompromiss eingegangen werden, um diese beiden Forderungen zu erfüllen, und das auf Kosten der Genauigkeit der Schikontrolle.
  • Bei Wettbewerben erwies sich diese Genauigkeit rasch als ungenügend, und man suchte nach Mitteln, diese zu verbessern. So wurde 1980 ein Schuh unter dem Warenzeichen MUNARI vorgeschlagen, dessen Manschette aus drei Teilen besteht, nämlich einer Vorderzunge, die sich ebenfalls über der Schale erstreckt, einer an der Schale angelenkten unteren Halbmanschette und einer oberen Halbmanschette, die den Unterschenkel umgibt und hinten mit der unteren Halbmanschette verbunden ist. Die untere Halbmanschette ist mit einer über den Fussspann verlaufenden Schnalle versehen, die eine diagonale Spannung in Richtung der Ferse gewährleistet. Die aus drei Teilen bestehende Manschette erlaubt es, Teile unterschiedlicher Steifigkeit zu haben, wobei die untere Halbmanschette steifer als die obere Halbmanschette sein kann, ohne dass das Öffnen der Manschette zum Anziehen und Ausziehen des Schuhs zu stark behindert würde. Die Lage der Schnalle der unteren Halbmanschette, die so angeordnet ist, dass ein diagonales Spannen des Schuhs längs einer durch den Spann und die Ferse verlaufenden Diagonalen ermöglicht wird, ist derart gewählt, dass beim Beugen des Beins die untere Halbmanschette sofort gegen die Schale drückt und unter der Wirkung der trotz allem weiter gehenden Beugung dieser Druck auf die Schale gerade unterhalb des Spanns eine transversale Ausbuchtung bzw. Ausdehnung der Schale zur Folge hat, welche den Halt des Fusses verringert und dadurch die Kontrolle des Schis beeinträchtigt.
  • Es sei hier bemerkt, dass das diagonale Spannen der Ferse eine Art Mythos wurde, der mit dem Erscheinen von Schuhen mit sogenanntem rückwärtigem Einstieg entstanden zu sein scheint; diese Schuhe haben eine Schale mit festem Volumen, in welcher der Halt des Fusses durch inneres diagonales Spannen mittels eines Formstücks gewährleistet wird, das sich auf dem Spann abstützt und durch ein Seil in Richtung der Ferse gezogen wird. Dieser Mythus ist derart ausgeprägt, dass der Käufer eines Paares von Schischuhen, wenn er ein Paar Schuhe anprobiert, die Ferse anzuheben versucht, um den Halt des Fusses zu kontrollieren. Nun entspricht jedoch die sehr punktförmige diagonale Spannung der Ferse nicht der modernen Schitechnik, bei welcher sich eine gleichmässig um den Fuss verteilte Spannung als vorteilhaft erwiesen hat.
  • Unter dem Warenzeichen DOLOMITE ist übrigens ein Schuh aus dem Jahr 1983 bekannt, dessen Schaft aus einer Manschette besteht, die die Vorderseite des Beins im wesentlichen über dem Spann umgibt und dessen Schale mit variablem Volumen einen Riemen hat, der einerseits auf dem Spann und andererseits hinter der Schale über der Ferse und unter der Schale verläuft. Dieser Riemen erlaubt es, eine gute diagonale Spannung der Schale in Richtung der Ferse zu erhalten, jedoch hat seine niedrige Lage keinen Einfluss auf den Halt in Höhe des Unterschenkels. Ausserdem ist das Gelenk der Manschette nach unten oben versetzt, so dass es überhaupt nicht mehr dem natürlichen Beingelenk in Höhe der Knöchel entspricht.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Halt des Unterschenkels durch eine Manschette zu verbessern, die den Schaft eines Schuhs bil det, ohne dass es nötig wäre, die offensichtliche Steifigkeit der Manschette, d. h. die Steifigkeit, die der Benutzer beim Anziehen und Ausziehen des Schuhs feststellen kann, zu erhöhen und ohne dass die Möglichkeit des Beugens nach vorn, verglichen mit einer konventionellen Manschette, verringert würde und ohne dass ein Ausbuchten begünstigt würde.
  • Der Schuh nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette einen Unterschenkelriemen aufweist, der die Schale oberhalb des Manschettengelenks umgibt und welcher mit einer Schliess- und Spannschnalle versehen ist, deren Spannrichtung gerade über dem erwähnten Gelenk verläuft.
  • Dieser Riemen kann aus einem zusätzlichen Teil bestehen und wird vorzugsweise von den Achsen des Schaftgelenks auf der Schale durchquert, damit er so gehalten wird; er könnte aber auch durch andere Mittel an Ort und Stelle gehalten werden.
  • Der Riemen kann auch einen Teil der Manschette bilden, insbesondere den unteren Manschettenteil, und zwar bei einer aus zwei Materialien unterschiedlicher Steifigkeit bestehenden Manschette, die nach dem Verfahren der Zweifachspritzung hergestellt wurde.
  • Ausserdem verläuft die Spannrichtung der Riemenschnalle vorzugsweise leicht nach hinten geneigt, so dass die Spannkraft eine Komponente in Richtung der Sohle hat. Diese Komponente wirkt mit einer Reaktionskomponente infolge der die Rückseite der Schale umhüllenden Form zusammen, wobei diese beiden Komponenten dazu beitragen, die Ferse gegen die Schuhsohle zu drücken.
  • Die beigefügte Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung.
  • Fig. 1 zeigt einen Schuh in geschlossener Stellung, von der Aussenseite des Fusses gesehen.
  • Fig. 2 zeigt den Unterschenkelriemen.
  • Der dargestellte Schuh hat eine Schale 1 mit variablem Volumen, die eine Sohle aufweist und den Fuss und die Ferse umgibt. Auf der Schale ist ein aus einer Manschette 2 bestehender Schaft in bekannter Weise an zwei näherungsweise in Höhe der Knöchel liegenden Punkten angelenkt, von denen ein Punkt 3 auf der Zeichnung sichtbar ist. Dieses Gelenk besteht aus einer metallischen Achse, die z. B. von einem Niet gebildet wird. Die Schale 1 ist mit zwei Spannschnallen 4 und 5 versehen: die Schnalle 5 hat hier eine besondere Form, die eine sich nach vorn erstreckende Verlängerung aufweist. Die Manschette 2 ist mit einer Schliess- und Spannschnalle 6 versehen, die gerade unter ihrem oberen Ende liegt, welches ferner einen Schliessriemen 7 mit VELCRO-Verschluss (eingetragenes Warenzeichen) aufweist, der sich vorn auf einer Zunge 8 eines Komfort-Innenschuhs 9 abstützt, um in bekannter Weise die Abstützung des Schienbeins zu gewährleisten.
  • Der Schuh ist ausserdem mit einem Riemen 10 versehen, der die Manschette 2 gerade unterhalb ihres Gelenks 3 auf der Schale umgibt; der Riemen 10 umgibt also auch die Schale. Im betrachteten Beispiel erstreckt sich der Riemen in einem Bereich, der ungefähr 4 cm über dem Mittelpunkt des Gelenks 3 liegt. Dieser Riemen 10 ist mit einer Schliess- und Spannschnalle 11 versehen, die ähnlich wie die Schnalle 6 ausgebildet ist und deren Spannrichtung oberhalb des Gelenks 3 verläuft. Die Spannrichtung ist leicht nach hinten geneigt. Im betrachteten Beispiel beträgt diese Neigung ungefähr 8º; vorzugsweise beträgt diese Neigung 5º bis 15º. Der Riemen 10 wird von den Gelenken 3 durchquert und auf diese Weise auf der Schale 1 und der Manschette 2 von diesen Gelenken gehalten.
  • In Fig. 2 ist der Riemen 10 allein dargestellt. Man sieht, dass er mit zwei kreisförmigen Löchern 12 und 13 zum Durchgang der Gelenke der Manschette 2 auf der Schale 1 versehen ist.
  • Der Riemen 10 übt eine Spannkraft auf die Vorderseite des Beins mit einer Kraft F aus, die leicht nach hinten mit einer Neigung von etwa 8º geneigt ist. Diese Kraft hat eine quer zur Manschette gerichtete Komponente F1 und eine in Richtung der Sohle orientierte Komponente F2. Wegen der die Schalenrückseite umhüllenden · Form erzeugt die Spannkraft eine Reaktionskraft mit einer Komponente F3, die schräg in Richtung der Sohle orientiert ist. Die Komponenten F2 und F3 haben die Tendenz die Ferse gegen die Sohle zu drücken. Der Riemen 10 erfüllt somit vollständig seine Funktion, den Halt des Unterschenkels zu verbessern, wobei er gleichzeitig vollkommen ausreichend zum Halt der Ferse im Schuh beiträgt.
  • Der Riemen 10 könnte eine von der dargestellten Neigung abweichende Neigung haben. Diese Neigung beträgt vorzugsweise zwischen 5º und 15º. Der Riemen 10 könnte jedoch auch horizontal liegen und immer noch seine Stützfunktion für den Unterschenkel erfüllen.
  • Der Unterschenkelriemen muss nicht notwendigerweise von den Manschettengelenken auf der Schale durchquert werden. Tatsächlich könnte er vertikal auf der Manschette 2 durch andere Mittel gehalten werden, z. B. hinten durch einen Niet oder einen Vorsprung oder seitlich durch eine Auskehlung oder durch Anschläge.
  • Der Unterschenkelriemen könnte in Kombination mit einem Verstärkungsband 14 verwendet werden, das durch die Manschettengelenke unter dem Riemen 10 hinter der Schale verläuft und sich schräg nach vorn beiderseits der Schale in Richtung der Sohle erstreckt. Ein solches Band 14, das aus steifem Kunststoffmaterial besteht, verhindert beim Beugen des Beins ein Ausbauchen bzw. eine Ausdehnung der Schale infolge des von der Manschette auf die Schale ausgeübten Drucks. Ein derartiges Band wird im Patent EP 0 380 444 der Anmelderin beschrieben.
  • Wie weiter oben angedeutet, könnte der Riemen ein Teil der Manschette sein, wenn diese aus zwei Materialien besteht. In diesem Falle bildet der Riemen vorteilhafterweise den gesamten Unterteil der Manschette, welcher den oberen Teil der Schale umgibt und von den Gelenkachsen der Manschette auf der Schale durchquert wird.

Claims (6)

1. Schischuh, der im wesentlichen aus einem unteren Teil in Form einer den Fuss und die Ferse umgebenden Schale mit variablem Volumen (1) und aus einem Schaft in Form einer Manschette (2) besteht, die an der Schale angelenkt ist, wobei Schale und Manschette mit Mitteln zum Schliessen und Spannen (4, 5, 6) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft einen Unterschenkelriemen (10) aufweist, der die Schale oberhalb des Manschettengelenks (3) auf der Schale umgibt und mit einer Schliess- und Spannschnalle (11) versehen ist, deren Spannrichtung (F) gerade oberhalb des erwähnten Gelenks verläuft.
2. Schischuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen (10) ein zusätzliches, die Manschette (2) umgebendes Teil ist.
3. Schischuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erwähnte Riemen (10) von den Gelenkachsen (3) der Manschette auf der Schale durchquert und dadurch gehalten wird.
4. Schischuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschenkelriemen ein Teil der Manschette ist, welche aus zwei Materialien unterschiedlicher Steifheit besteht.
5. Schischuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannrichtung (F) der Rie menschnalle eine Neigung von 5º bis 15º nach hinten aufweist.
6. Schischuh nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (1) ausserdem mit einem Verstärkungsband (14) versehen ist, das ein Ausdehnen der Manschette verhindert und welches durch die Gelenke der Manschette unter dem Riemen (10) hindurch an der Schalenrückseite verläuft und sich schräg nach vorn beiderseits der Schale in Richtung der Sohle erstreckt.
DE69508677T 1994-08-30 1995-07-25 Schischuh Expired - Fee Related DE69508677T2 (de)

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