DE6950270U - Vorrichtung zum wahlweisen verschliessen von flaschen mit kronenkorken oder schraubverschluessen. - Google Patents
Vorrichtung zum wahlweisen verschliessen von flaschen mit kronenkorken oder schraubverschluessen.Info
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Description
Enzinger - Union - Werke Mannheim, den 29.Dezember I969·
Aktien - Gesellschaft Patent/La.
Vorrichtung zum wahlweisen Verschließen von Flaschen mit Kronenkorken oder Schraubverschlüssen
Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit umlaufenden Verschließorganen
zum wahlweisen Verschließen von Flaschen mit Kronenkorken oder Schraubverschlüssen oder dgl. Aus Rationalisierungsgrün-.
den kommen in Getränkeabfüllbetrieben in zunehmendem Maße Abfüllan- I
lagen mit hohen Leistungen zum Einsatz, auf welchen Geträrkeflaschenj
mit unterschiedlichsten Formen und Verschlußarten verarbeitet werden. Insbesondere Flaschen mit Kronenkork- oder Schraubverschlußmündung
haben in diesen Betrieben Eingang gefunden. Zur wahlweisen Ver-* arbeitung dieser Verschlußsorten ist es bekannt, innerhalb einer Abfüllkolonne
Kronenkork- und Schraubkappenverschließmaschinen hintereinander aufzustellen, wobei die Kronenkorkverschließmaschine zumeist
in lösbarer Antriebsverbindung zur Füllmaschine steht und die zusätzliche Schraubkappenverschließmaschine einen selbständigen Antrieb
aufweist. Vollkommen getrennt arbeitende Zusatz-Verschließmaschinen erhöhen die Anschaffungskosten für die Abfüllstraßen sowie
den erforderlichen Raumbedarf beträchtlich und führen oftmals beim Umstellen auf unterschiedliche Verschlüsse lu erheblichen Betriebsunterbrechungen
und auch Betriebsstörungen, da die meist drehzahlveränderlichen Antriebe aufeinander abgestimmt und zum Teil auch Zwischenfördereinrichtungen
umgestellt oder eingerichtet werden müssen, und sich dabei fehlerhafte Einstellungen ergeben können.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wurde bereits vorgeschlagen, auf dem Teilkreis des rotierenden Trägers einer Verschließmaschine Verschließköpfe
für verschiedene Verschlußarten anzuordnen, wobei wahlweise der Betätigungsmechanismus für jede Verschlußart ausgeschaltet
werden kann. Verschließmaschinen dieser Bauart beseitigen wohl einige der angeführten Nachteile, sind aber nur für leicht anzubringende
1 Verschlußarten, wie zum Beispiel für die Kombination Kronenkorkver- j
schluß-Alukappenverschluß oder Kronenkorkverschluß-Naturkorkver- 'k
Schluß geeignet und weisen zudem nur geringe Verschließleistungen \
auf, da ja auf dem Teilkreis der Maschine jeweils auch ein Satz ge- I
rade nicht benutzter Verschließorgane vorhanden ist und deshalb nur
ein Bruchteil der an sich möglichen Leistungsfähigkeit der Maschine ί
ausgenützt werden kann.
Aufgabe der Neuerung ist es, eine Vorrichtung mit umlaufenden Verschließorganen
zum wahlweisen Verschließen von Flaschen mit Kronenkork- oder Schraubverschlußkappen oder dgl. zu schaffen, welcher
die dargelegten Nachteile und Mängel nicht anhaften und welche mit ihren Verschließleistungen den Anforderungen einer zeitgemäßen FIaschenabfüllkolonne
genügt.
Gemäß der Neuerung gelingt dies dadurch, daß Kronenkork- und Schraubverschlußorgane getrennt auf je einer Drehsäule mit je einem zugehörigen Flaschentisch und zusammen mit den ihnen zugeordneten Flaschen-' ein- und -ausschleuselementen auf einem mit der Füllmaschine gemeinsamen Maschinensockel angeordnet sind und derart in Wirkverbindung mit dem Antrieb der ihnen zugeordneten Füllmaschine stehen, daß unabhängig voneinander entweder das Verschließaggregat für Kronenkorken- oder dasjenige für Schraubverschlüsse zusammen mit den zugehöri-4 gen Ein- und Ausschleuselementen (und der Füllmaschine) antreibbar I
Gemäß der Neuerung gelingt dies dadurch, daß Kronenkork- und Schraubverschlußorgane getrennt auf je einer Drehsäule mit je einem zugehörigen Flaschentisch und zusammen mit den ihnen zugeordneten Flaschen-' ein- und -ausschleuselementen auf einem mit der Füllmaschine gemeinsamen Maschinensockel angeordnet sind und derart in Wirkverbindung mit dem Antrieb der ihnen zugeordneten Füllmaschine stehen, daß unabhängig voneinander entweder das Verschließaggregat für Kronenkorken- oder dasjenige für Schraubverschlüsse zusammen mit den zugehöri-4 gen Ein- und Ausschleuselementen (und der Füllmaschine) antreibbar I
ist. Diese kompakte Bauweise, nämlich die Anordnung von zwei getrennt
und wahlweise in Tätigkeit setzbaren Verschließaggregaten auf einem gemeinsamen Unterteil, unter Umständen zusammen mit der
Füllmaschine, erbringt beachtliche Raum- und Materialersparnis. Außerdem wird für den Antrieb der Füllmaschine und der beiden Verschließaggregate
nur ein einziger Motor benötigt, der über Getriebeeinrichtungen, Kupplungen u.M. wahlweise mit den anzutreibenden
Maschinen in Wirkverbindung gebracht werden kann. Ein absoluter Gleichlauf der Füllmaschine mit den entsprechenden Verschließaggregaten
ist hierdurch über den gesamten Leistungsbereich der Anlage gewährleistet.
Weiter wird gemäß der Neuerung vorgeschlagen, daß das erste der Verschließaggregate (Kronenkork- oder Schraubverschlußaggregat)
dem Flaschenausgang der Füllmaschine unmittelbar zugeordnet ist und über einen mit der Füllmaschine gemeinsamen Ausschleus- und
Einteilstern teilungsgerecht mit unverschlossenen Flaschen beschickbar ist und daß das zweite Verschließaggregat (Schraubverschlußoder
Kronenkorkaggregat) dem ersten in Flaschentransportrichtung nachgeschaltet und nach Austausch der dem ersten Aggregat zugehörigen
Einteilelemente gegen den zweiten Satz Einteil- und ^eitelemente
teilungsrichtig mit unverschlossenen Flaschen beschickbar ist.
Es gehört weiterhin zur Neuerung, daß als erster Satz Einteil- und
Leitelemente Leitbleche und Führungsschienen und als zweiter Satz eine im Anschluß an die Füllereinteilschnecke bis zum Einschleusstern
des zweiten Verschließaggregates führende, überlange Förderschneckejrtmit
Gegengeländer sowie ein Ausschleusstern vorgesehen sind. Es sind also nur geringfügige Änderungen an den Flascheneinschleus-
und -ausschleuselementen erforderlich um in jedem Falle
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eine exakte, teilungsrichtige Beschickung des wahlweise betriebenen
Verschließaggregates sicherzustellen, da ja die Flaschen stets vor ihrem Einlauf in die Füllmaschine zwangsweise teilungsrichtig
auf Abstand geha!" ten werden und der Antrieb der Füllmaschine sowie
des entsprechenden Verschließaggregates über eine gemeinsame, schlupffreie Antriebsvorrichtung erfolgt. Der Antrieb der je nach
gewählter Verschlußart auszutauschenden bezw. stillzulegenden Ein- und Ausschleuselemente kann ständig erfolgen (z.B. muß der dem
zweiten Verschließaggregat zugeordnete, in das Transportband der Anlage greifende Ausschleusstem bei Inbetriebnahme des ersten Verschließaggregates
von seiner Antriebswelle abgenommen werben; diese kann jedoch in ständiger Wirkverbindung mit dem Antriebsmotor
verbleiben) oder abschaltbar ausgebildet sein.
Eine Ausführungsform der Neuerung wird beispielsweise und schematisch
in der Zeichnung dargestellt.
Figur 1 zeigt eine rundlaufende Füllmaschine mit der neuerungsgemäßen
Anordnung der beiden Verschließaggregate (Kronenkorkverschließmaschine in Tätigkeit) und den zugehörigen Flaschenein- und
-ausschleuselementen.
Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellte Anordnung, jecloch mit angetriebener
Schraubkappenverschließmaschine und den zugehörigen Flaschenleitelementen.
Die rundlaufende Flaschenfüllmaschine 1 {Fig.1 und 2) ist über das
Transportband 2, die Einteilschnecke 3 und den Einschleusstern 3a
mit Flaschen 4 beschickbar. Mit 5 ist der Ausschleusstern bezeichnet,
welcher zugleich dem Kronenkorkverschließer 6 als Fi »scheneinfUhrstern
dient. Die Flaschenausschleusung aus der Kronenkorkverschließmaschine
6 übernimmt, ebenso wie im Bedarfsfälle die FIa-
scheneinschleusung in die Schraubkappenverschließmaschine 7* das
Sternrad 8. Der Schraubkappenverschließmaschine 7 ist das weitere Sternrad 9 mit der Antriebswelle 9a zugeordnet, welches die Überführung
der in der Verschließmaschine 7 befindlichen Flaschen 4 auf das Abtransportband 2a übernimmt. Die Führungsschiene 10 (Fig.l]
wird bei Verarbeitung von Schraubkappenverschlüssen gegen die Abstandschnecke 11 (Fig.2) ausgetauscht ebenso wie einige, weiter
nicht dargestellte Durchlaufschienen entlang des Transportbandes
je nach Bedarf gegen mit den Ein- und Ausschleussternen 5, 8, 9 zu-, sammenwirkende Leitschienen auszutauschen sind. Füllmaschine 1,
Kronenkorkverschließmaschine b und Scnraubkappenverschließmaschine
7 werden, ebenso wie die Einteilschnecken 3 und 11 und die Sternräder 3a, 5j 8, 9, durch den Motor 12, der vereinfacht mittels
der strichpunktierten die Wirkungsverbindungen andeutenden Linien
dargestellt ist, angetrieben. Dabei können Füllmaschine 1, Kronenkorkverschließmaschine
6 und Schraubkappenverschließmaschine 7 über:
die Kupplungen 13, lh und 15 einzeln stillge^ ^tzt werden. Sowohl
die Füllmaschine ± wie auch die beiden ^ferschließaggregate 6 und 7
und die zugehörigen Einteil- und Leitelemente 3, 3a, 5, 8, 9, 10
und 11 sind auf dem gemeinsamen Unterteil 16 angeordnet. Bei der Verarbeitung von Flaschen mit Kronenkorkmündungen ergibt sich nun
folgender Ablauf des Verschließvorganges:
Die in Pfeilrichtun& (Fig.l) auf dem Transportband ankommenden Flaschen
4 werden über die Einteilschnecke ^ und den Einschleusstern 3a
in die Füllmaschine 1 eingeführt, dort in bekannter Weise gefüllt
und mittels des Sternrades 5 wieder aus der Maschine 1 ausgeschleust
Die AbstandschTEcke 11 (Fig.2) wurde gegen die Leitschiene 10 (Fig.l)
ausgetauscht, welche im Verein mit dem Sternrad 5 und weiteren
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nicht dargestellten, an sich bekannte Leitschienen die bef'illten
aber unverschlossenen Flaschen 4 in die rundlaufende Kronenkorkverschließmaschine
6 teilungsrichtig einführt. Hier werden die Flaschen 4 in an sich bekannter Weise verschlossen und mittels
des Ausschleussternes 8 zum Weitertransport auf das Plattenband 2q
zurückgeführt. Sowohl Füllmaschine 1 als auch Kronenkorkverschließmaschine 6 und die zugehörigen Einteilelemente 3» 3a, 5 und 8 sind
direkt oder über die Kupplungen 13, l4 mit dem Antrieb 12 verbunden,
(Die angetriebenen Maschinen und Fördermittel sind voll ausgezogen, die abgeschalteten gestrichelt gezeichnet.) Dar der
Schraubkappenverschließmaschine 7 zugeordnete Sternrad 9 wurde für
die Verarbeitung von Kronenkorkflaschen (FA g.l) durch die Leitschiene
17 ersetzt. Zum Verschließen von Flaschen mit Schraubkappen (Fig.2) erfolge durch die Kupplung 14 das Stillsetzen der Kronenkorkverschließmaschine
6 und diiioch das Einrücken der Kupplung
Vj die Inbetriebnahme der Schraubkappenverschließmaschine 7 (angetriebene
Maschinen und Fördermittel voll ausgezeichnet, abgeschaltete
gestrichelt gezeichnet). Weiterhin wird die Leitschiene 10
gegen die überlange Förderschnecke 11 und die Durchlaufschine 17
gegen das Sternrad 9 ausgewechselt, Weitere, den Sternrädern 3a, f
8 und 9 zugeordnete Leitschienen werden gegen Durchlaufschienen und entsprechende Durchlaufschienen gegen Leitschienen ersetzt (nicht
gezeichnet). Die befüllten und mit Schraubkappen zu verschließenden Flaschen 4 werden also von dem Sternrad 5 aus der Füllmaschine
ausgebracht, der Füllmaschinenteilung entsprechend in die überlange Förderschnecke 11 eingespeist, von dieser auf Teilung gehalten
und somit, da die Teilung der Schraubkappenverschließmaschine 7
auf die Füllmaschinenteilung abgestimmt ist, über den Einschleus-
stern 8 teilungsrichtig in die Verschließmaschine 7 überführt. Das Sternrad 9 übernimmt anschließend die Uterführung der in an
sich bekannter Weise m:Vt Schraubkappen verschlossenen Flaschen auf das Abtransportband 2a.
Claims (1)
1.) Vorrichtung mit umlaufenden Verschließorganen zum wahlweisen Verschließen von Flaschen mit Kronenkorken oder Schraubverschlüssen
oder dgl., dadurch gekennzeichnet, daß Kronenkork- (6) und Schraubverschlußorgane (7) getrennt auf je einer Drehsäule
mit je einem zugehörigen Flaschentisch und zusammen mit den ihnen zugeordneten Flaschenein- und -ausschleuselementen (5, 11,
8, 9) auf einem mit der Füllmaschine (1) gemeinsamen Maschinensockel (16) angeordnet sind und derart in Wirkverbindung mit
dem Antrieb (12) der ihnen zugeordneten Füllmaschine (1) stehen, daß unabhängig voneinander entweder das Verschließaggregat für
Kronenkorken- (6) oder dasjenige für Schraubkappenverschlusse (7 zusammen mit den zugehörigen Ein- und Ausschleuselementen (5, 11
8, 9) (und der Füllmaschine) antreibbar ist.
2-.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
erste der Verschlie1"aggregate (Kronenkork- oder Schraubkappenver
Schlußaggregat, dem Flaschenausgang der Füllmaschine (1) unmittelbar
zugeordnet ist und über einen mit der Füllmaschine (1) gemeinsamen Ausschleus- und Einteilstern (5) teilungsgerecht
mit unverschlossenen Flaschen (4) beschickbar ist und daß das zweite Verschlußr^gregat (Schraubverschluß oder Kronenkorkaggret,atj
dem ersten, in Flaschentransportrichtung nachgeschaltet und nach Austausch der dem ersten Aggregat zugehörigen Einteilelemente
(10) gegen den zweiten Satz Einteil- und Leitelemente (11) teilungsrichtig mit unverschlossenen Flaschen beschick
bar ist.
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♦·
•7 ;
3·) Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
als erster Satz Einteil- und Leitelemente, Leitbleche und Führungsschienen (10, 17) und als zweiter Satz eine wenigstens
vom Einschleusstern (5) des ersten Verschließaggregates (6) bis zum Einschleusstern (8) des zweiten Verschließaggregates
(7) führende, überlange Förderschnecke (11) mit Gegengeländer
sowie ein Ausschleusstern (9) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696950270 DE6950270U (de) | 1969-12-30 | 1969-12-30 | Vorrichtung zum wahlweisen verschliessen von flaschen mit kronenkorken oder schraubverschluessen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696950270 DE6950270U (de) | 1969-12-30 | 1969-12-30 | Vorrichtung zum wahlweisen verschliessen von flaschen mit kronenkorken oder schraubverschluessen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6950270U true DE6950270U (de) | 1970-04-30 |
Family
ID=6607347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19696950270 Expired DE6950270U (de) | 1969-12-30 | 1969-12-30 | Vorrichtung zum wahlweisen verschliessen von flaschen mit kronenkorken oder schraubverschluessen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6950270U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2506409A1 (de) * | 1975-02-15 | 1976-08-26 | Kronseder Hermann | Flaschenbehandlungsanlage |
-
1969
- 1969-12-30 DE DE19696950270 patent/DE6950270U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2506409A1 (de) * | 1975-02-15 | 1976-08-26 | Kronseder Hermann | Flaschenbehandlungsanlage |
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