DE69500823T2 - Tragleiterführungsmechanismus für Jalousiezusammensetzungsapparat - Google Patents
Tragleiterführungsmechanismus für JalousiezusammensetzungsapparatInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tragleiter- Führungsvorrichtung für eine Jalousie-Montagemaschine.
- Vorbekannt sind verschiedene Arten von Jalousie- Montagemaschinen, bei denen gestanzte und geschnittene Lamellen einer sogenannten "Einlegestrecke" zugeführt werden, in der diese Lamellen in die Zwischenräume zwischen den vertikalen Schnüren einer Jalousie- Schnurleiter oberhalb deren "Sprossen" eingefügt werden. Einige Tragleitern sind mit doppelten Sprossen ausgeführt, wobei die Lamellen in einigen Fällen zwischen der oberen und unteren Schnur einer solchen Doppelsprosse einzuführen sind.
- Ein Beispiel für eine solche Maschine beschreibt EP-B- 133759. Bei diesen Maschinen sind mindestens zwei Tragleiterführungen vorgesehen, um jede Leiterschnur präzise an die zur Aufnahme der einlaufenden Lamellen richtige Position zu führen. Diese Positionierung muß mit hoher Genauigkeit erfolgen, da die Tragleiter den Lamellen nur ein sehr kleines "Ziel" bietet (besonders bei Doppelsprossenleitern). Eine solche Maschine ist naturgemäß relativ teuer und muß sich für Jalousien unterschiedlichster Größe und Art verwenden lassen.
- EP-B-133759 beschreibt daher eine Tragleiterführungs- Wechselvorrichtung für eine Jalousie-Montagemaschine, wobei diese Vorrichtung ein Tragleiterführungsmittel sowie ein diesem Tragleiterführungsmittel zugeordnetes Tragleitervorschubmittel umfaßt.
- Bei den vorbekannten Jalousie-Nontagemaschinen besteht eines der Hauptprobleme darin, daß die Einrichtung der verschiedenen Tragleiterführungen bei einem Wechsel der zu produzierenden Jalousie relativ zeitaufwendig ist.
- Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung einen beweglichen Träger umfaßt, das Tragleiter-Führungsmittel zumindest eine erste und zweite, an dem beweglichen Träger montierbare Tragleiterführung aufweist und überdies Mittel vorgesehen sind, um den beweglichen Träger von einer ersten Stellung, in dem die erste Tragleiterführung in der Montagemaschine präzise zur Aufnahme von Jalousielamellen positioniert ist, in eine zweite Stellung, in dem sich die zweite Tragleiterführung präzise in dieser Position befindet, drehend weiterzuschalten.
- Mit dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das vorgenannte Problem überwunden, so daß die Einrichtung anderer Tragleiterführungen sehr schnell und wirtschaftlich erfolgen kann.
- Dabei ist vorgesehen, daß die Tragleiter-Führungsmittel an einem linear beweglichen Träger montiert ist, der bei Bedarf in die richtige Stellung verfahren wird.
- Ein weiterer erfindungsgmäßer Vorschlag besteht darin, daß der bewegliche Träger eine drehbar an ihm befestigte Schwenkplatte aufweist, die zwischen den ersten und zweiten Stellungen (d.h. um 180º) drehbar ist. Dabei wird durch entsprechende Mittel dafür gesorgt, daß die Schwenkplatte präzise in die richtige Stellung weitergeschaltet wird.
- Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird diese nachstehend beispielhaft anhabd der beiliegenden Zeichnungen erläutert, wobei
- Abb. 1 einen relativ schematischen Aufriß eines Lamellen-Montageanlage zeigt, die die erfindungsgemäßen Vorrichtung aufweist und erkennbar über mehrere Verarbeitungsstationen verfügt;
- Abb. 2 eine Teilansicht der Vorrichtung aus Abb. 2 in der Draufsicht zeigt;
- Abb. 3 einen Aufriß einer Tragleiter-Einlegestation zeigt (betrachtet in Auslaufrichtung des Lamellenzufuhrweges);
- Abb. 4 einen Aufriß einer Tragleiterführungs- Wechselvorrichtung der in Abb. 3 dargestellten Station darstellt (betrachtet in derselben Richtung);
- Abb. 5 und 6 einen endseitigen Aufriß bzw. eine Draufsicht der Wechselvorrichtung aus Abb. 4 zeigen;
- Abb. 7 einen Aufriß einer Tragleiterführung aus der in Abb. 3 gezeigten Station in leicht vergrößertem Maßstab zeigt.
- Eine Anlage zur Montage von Jalousien ist in den Abb. 1 und 2 dargestellt. Diese Anlage umfaßt eine Beschickungsstrecke 32, eine Richtstrecke 34, eine Umformstrecke 36, eine Speicherstrecke 38, eine Stanzund Schneidestrecke 40 sowie eine Einlegestrecke 42.
- Die allgemeine mechanische Montage von Jalousien ist generell vorbekannt und wird in den US-Patentschriften US 3,555,864 und 4,073,044 beschrieben. Die Verarbeitung des Lamellenmatenais in den einzelnen Strecken der Vorrichtung 30 soll daher hier nur allgemein erläutert werden.
- Das Aluminium-Bandmaterial 43, aus dem Jalousien hergestellt werden, wird in der Regel auf Rollen oder Bunden 44 angeliefert, die in der Beschickungsstrecke 32 auf einer drehbaren Welle 46 vorgehalten werden. Der Anfang dieses Bandmaterials wird durch die Richtstation 34 geführt. Die versetzten Walzen 48 sind so angeordnet, daß sie das Bandmaterial aufnehmen und so zurückbiegen, daß die durch die Lagerung im aufgehaspelten Zustand naturgemäß bedingte Krümmung beseitigt wird. Nach der Richtstation 34 durchläuft das Bandmaterial eine Umformstrecke 36, in der entsprechend konkav und konvex geformte obere und untere Umformwalzen 50 dem Bandmaterial eine Krümmung in Querrichtung verleihen. An der Speicherstrecke 38 ist eine sich nach oben fortsetzende Speicherkammer 52 angeordnet, die das Vorhalten einer bestimmten Bandlänge in Form einer Schlinge 54 erlaubt. Diese Speicherung ist nötig, um nachfolgende Bandmaterial- Verarbeitungsschritte intermittierend ausführen zu können.
- Das aus der Speicherstation 38 austretende Bandmaterial wird zwischen den freilaufenden Walzen 56 und 58 hindurchgeführt, deren Oberfläche so beschaffen sein kann, daß sie etwaige Unregelmäßigkeiten von der Oberfläche des Bandmaterials entfernen.
- Nach Durchlaufen der Speicherstation 38 sowie der freilaufenden Walzen 56 und 58 erfolgt der Antrieb des Bandes durch die Antriebsräder 60 und 62, von denen eines durch einen Elektromotor 64 angetrieben sein kann.
- Die Antriebsräder 60 und 62 bewirken, daß das Bandmaterial in vorbestimmten Intervallen der Stanz- und Schneidestation 40 zugeführt werden, in der ein- und auslaufseitig einer mittigen Schneidvorrichtung 70 die ersten und zweiten Stanzvorrichtungen 66 und 68 angeordnet sind. Die Schneidvorrichtung 70 längt das durchlaufende Band in einzelne Lamellen 71 des vorgeschriebenen Längenmaßes ab. Die Stanzvorrichungen 66 oder 68 dienen zum Einstanzen von Öffnungen (nicht abgebildet) in das Lamellen-Bandmaterial, durch die später die Zugschnüre der fertigen Jalousie verlaufen.
- Nach dem Verlassen der Schneide- und Stanzstrecke 40 wird das Bandmaterial von einer Auslauf-Antriebsrolle 72 sowie einer Auslauf-Stützrolle 74 der Einlegestrecke 42 zugeführt. Hier gelangt das Lamellenmaterial infolge seiner Längsbewegung automatisch zu mehreren, in Laufrichtung der Anlage zueinander beabstandeten Tragleiter-Einlegestationen 78. In diesen Tragleiter-Einlegestationen 78 wird das Lamellenmaterial in flexible Tragleitern eingeführt, denen die Aufgabe zukommt, die einzelnen Lamellen einer Jalousie miteinander zu verbinden. Der letzten aktiven Einlegestation 78 ist ein Anschlag 80 nachgeschaltet bzw. zugeordnet, gegen den die Lamellen jeweils mit ihrem Führungsende anlaufen.
- Ein in einem Steuergerät 82 untergebrachtes, computergestütztes Steuersystem kann zur automatischen Entgegennahme und Verarbeitung parameterabhängiger Daten wie z.B. der Sollabmessungen der fertigen Jalousie ausgelegt sein. Erkennbar ist zudem, daß für unterschiedlich breite Lamellen (allgemein 25 mm oder 16 mm) und verschiedene Jalousiefarben verschiedene Tragleitern erforderlich sind. Die Anzahl aktiver Einlegestationen 78 variiert je nach Anzahl der Tragleitern für die jeweils zu montierende Jalousie. Auch diese Daten werden in der computergestützten Steuerung gespeichert. Jeder einzelnen Einlegestation 78 (mit Ausnahme der in Laufrichtung ersten Einlegestation) ist ein Sensor 86 zugeordnet. Diese Sensoren, bei denen es sich um fotoelektrische Geber handeln kann, sind deutlichkeitshalber nur schematisch und getrennt von ihrer jeweiligen Einlegestation 78 abgebildet. Es versteht sich jedoch, daß sie mit dieser auch zu einer kombinierten Einheit integrierbar sind.
- Die Kombinationen aus Einlegestation und Sensor sind entlang der Einlegestrecke 42 in ihrer Position verstellbar und lassen sich je nach Bedarf aktivieren bzw. deaktivieren.
- Die Positionierung und Aktivierung der einzelnen Einlegestationen 78 erfolgt vorteilhafterweise vollautomatisch und wird durch das computergestützte Steuergerät 82 gesteuert.
- Das in der Montageanlage verwendete System zur Führung des Lamellenlaufs in die Einlegestationen sowie zur Gewichtsabstützung des Lamellenmaterials zwischen den einzelnen Eingelestationen umfaßt mehrere Kabel 164, die im wesentlichen horizontal angeordnet sind und sich zwischen aufeinanderfolgenden Einlegestationen erstrecken.
- Um zu vermeiden, daß das vordere Ende des Lamellenmaterials zwischen aufeinanderfolgenden Einlegestationen herunterfällt, wird dieses vordere Ende von den Kabeln 164 erfaßt und der jeweils folgenden Einlegestation zugeführt.
- Infolge der Querkrümmung des Lamellenmaterials wird dieses in seiner Bewegung von den Kabeln auch seitlich geführt, da die Kabel 164 das Lamellenmaterial auf dessen konkav gewölbter Seite abstützen.
- Die Kabel 164 sind an einem ihrer Enden an einer einlaufseitigen Einlegestation befestigt und jeweils verschieblich mit einer angrenzenden auslaufseitigen Einlegestation verbunden.
- Diese verschiebliche Verbindung erlaubt eine Veränderung des Abstandes zwischen den Einlegestationen 78 sowie die Zufuhr der jeweils erforderlichen Länge des Kabels 164 aus einem entsprechenden Zufuhrsystem.
- Dieses Zufuhrsystem ist hier schematisch unter dem Bezugszeichen 180 dargestellt und kann z.B. aus einem zusätzlichen Kabelvorrat sowie geeigneten Spannmitteln bestehen, mit denen sich die erforderliche Spannung des Kabels 164 zur Abstützung der Lamellen aufrechterhalten läßt. Dabei können z.B. den auslaufseitigen Antriebsrollen 72 und 74 elektronische Positionsgeber zugeordnet sein, die die Länge des der Einlegestation 42 zugeführten Lamellenmaterials erfassen. Die Signale dieser Geber werden dem computergestützten Steuergerät 82 zugeführt, das sie zur Berechung und Erzeugung der entsprechenden Schneide- und Stanzsignale sowie der Signale zum Anheben der Lamellen 71 in den Oberbereich 78 der Einlegestation nach ihrem Einlegen in die Tragleiter verwendet.
- Abb. 3 enthält eine detailliertere Darstellung der Einlegestation, die insbesondere eine Tragleiterführungs-Wechselvorrichtung 90 sowie zwei Tragleiterführungen 92 umfaßt.
- Eine einzelne Tragleiterführung 92 ist in Abb. 7 dargestellt und soll nachfolgend im Detail unter Bezugnahme auf Abb. 7 erläutert werden. Zur Beschreiung von Abb. 3 sei hier nur erwähnt, daß jede Tragleiterführung 92 einen Fußteil 94, eine Führungsblock 96 sowie eine entlang den vertikalen Säulen 97 aufwärtsbewegliche Tragleiterbefestigungsvorrichtung 98 aufweist. Die Fußteile 94 der beiden Tragleiterführungen 92 sind an gegenüberliegenden Seiten einer Schwenkplatte 100 der Führungs-Wechselvorrichtung 90 montiert.
- Allgemein ist aus Abb. 3 erkennbar, daß die Einlegestation 78 über Befestigungsmittel 91 verfügt, mit der sie an der Einlegestation 42 der Maschine angebracht ist, wie schematisch in Abb. 1 und 2 dargestellt. Zudem weist die Einlegestation einen Lamellenstapelturm 93 sowie die Lamellenstapel-Halteklinken 95 auf.
- Aus den Abb. 4, 5 und 6 wird deutlich, daß die Schwenkplatte 100 drehbar auf einem beweglichen Trägerblock 102 montiert ist. Dieser Trägerblock 102 ist wiederum auf einem linearen Stellantrieb 104 befestigt, der einen verfahrbaren Schlitten 106 sowie einen Stellantriebskörper 108 umfaßt. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist der lineare Stellantrieb 104 als Pneumatikzylinder ausgeführt, wobei jedoch zu betonen ist, daß sich hierfür - je nach bevorzugter Konstruktion - auch ein hydraulisches Stellglied oder ein elektromagnetisches Bauteil verwenden läßt. Eine detailliertere Darstellung des Trägerblocks 102 enthält Abb. 5, in der der maßgebliche Teil zur Verdeutlichung der Zusammenhänge aufgeschnitten ist.
- Die Schwenkplatte 100 sitzt auf einer Welle 114, die kraftschlüssig mit einer Einwegkupplung 116 in Verbindung steht, welche konzentrisch von einem Zahnrad 118 umgeben ist. Oberhalb dieses Zahnrades 118 weist die Welle einen Indexierungsbund 120 mit mehreren Indexierungsflächen 120 auf, an denen ein Indexierungsstößel 122 angreifen kann. Dieser Indexierungsstößel wird von einer Spiraldruckfeder 124, die von einer Verschlußschraube 126 gespannt und gegengehalten wird, in Richtung auf seine Indexierungsstellung gedrückt.
- Die Abflachungen des Indexierungsbundes entsprechen den Sollstellungen der Schwenkplatte 100. Zudem weist der Indexierungsbund vorteilhafterweise einen Niederhalteflansch 128 auf, über den der Indexierungsstößel ebenfalls eingreift, um ein Abheben der Schwenkplatte nach oben zu verhindern.
- Erkennbar ist ferner, daß entlang der Bewegungsbahn des Trägerblocks 102 und in der Bewegungsbahn des Zahnrades 118 eine Zahnstange 130 angeordnet ist. Diese Zahnstange 130 ist mittels eines Langlochs 134, einer Rückhalteplatte 136 sowie mehrerer Klemmschrauben 138, mit denen sich die Zahnstange 130 relativ zu dem Langloch 134 in verschiedenen Stellungen fixieren läßt, verstellbar an einem Rahmenteil 132 montiert. Dieses Rahmenteil 132 kann an der entsprechenden, in Abb. 3 dargestellten Maschinenkonstruktion mittels der Befestigungsschrauben 139 angebracht werden, wobei ein Indexzapfen 140 an der Schwenkplatte 100 herausziehbar in eine Öffnung (nicht abgebildet) der entsprechenden Maschinenkonstruktion (siehe Abb. 3) eingreift.
- Das Rahmenteil 132 nimmt überdies die Halterungselemente 142 und 144 auf, an denen mittels der Befestigungsschrauben 143 der lineare Stellantrieb 104 montiert ist, wobei wie Halterungselemente 142 und 144 ihrerseits über die Schrauben 141 an dem Rahmenteil 132 befestigt sind.
- Aus den Abb. 4 - 6 ist überdies erkennbar, daß der lineare Stellantrieb 104 an seinen längsseitigen Enden jeweils über einen Anschlußverbinder 146 sowie eine Leitung 148 für ein Strömungsmedium verfügt, das zur Ausführung der Vorwärts- und Rückwärts-Verfahrbewegung des Schlittens 106 entsprechend druckbeaufschlagt wird. Die Schwenkplatte 100 weist zudem eine Ausnehmung oder Vertiefung 200 zur Aufnahme des Fußteils 94 der Tragleiterführung 92 auf.
- Weiterhin ist die Schwenkplatte 100 mit einer federdruckbelasteten Rückhaltekugel 202 sowie den Anlaufanschlägen 204 ausgestattet.
- Die Schwenkplatte 100 kann erforderlichenfalls auf einer Reibscheibe 151 drehgelagert werden, um ihre Schwenkbewegung zu dämpfen.
- In der nachfolgenden Beschreibung wird auf Abb. 7 Bezug genommen, die eine detailliertere Darstellung der Tragleiterführung 92 enthält.
- Das Fußteil 94 wird in eine von zwei hinterschnittenen Ausnehmungen 200 eingeschoben, von denen je eine auf jeder Seite der Schwenkplatte 100 angeordnet ist, und zwar soweit, bis es an den Anschlägen 204 zur Anlage gelangt und durch die Rückhaltekugel 202 arretiert wird. Auf eine detailliertere Beschreibung dieser Konstruktion kann hier verzichtet werden, da ähnliche Wechselverbindungen im Maschinenbau weithin vorbekannt sind. An dem Fußteil 92 ist ein Führungsblock 96 angeordnet, der die eigentliche Führung und Spreizung einer flexiblen Tragleiter 76 (siehe Beschreibung zu Abb. 1 und 2) übernimmt. Hierbei kommt es darauf an, daß die Seitenteile der Tragleiter möglichst weit auseinandergespreizt werden, um das Einführen der Lamelle zwischen zwei aufeinanderfolgenden "Sprossen" der Tragleiter zu ermöglichen. Das obere Ende der Tragleiter wird dabei vorübergehend an der verschieblichen Vorrichtung 98 fixiert, die an den vertikalen Säulen 97 abwärtsgleiten kann.
- Die Vorrichtung 98 weist an ihrer Unterseite erkennbarerweise eine konkav gewölbte Vertiefung 210 auf, an die sich die oberste Lamelle nach ihrer Einführung in die Tragleitern anlegt.
- Die Vorrichtung 98 wird nach dem Anheben der obersten sowie der folgenden Lamellen auf ein oberhalb der Halteklinken 95 liegendes Niveau entsprechend weiter aufwärtsbewegt.
- Die Tragleiter-spreiz- und Führungsblöcke 96 lassen sich in vielfältiger Form ausführen. Weitere Tragleiterführungen lassen sich bei laufender Montagemaschine für den nächsten Montageauftrag auf der Schwenkplatte 100 montieren bzw. wechseln und einrichten.
- Nachfolgend soll nun anhand der Abb. 3 - 6 die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben werden.
- Bei der Montage der Maschine nimmt die Schwenkplatte 100 die in Abb. 3 dargestellte Position ein. Geeignete Tragleitern (nicht abgebildet) werden in den Führungsblock 96 eingelegt und mit ihrem oberen Ende abnehmbar an der Vorrichtung 98 fixiert.
- Die Tragleiterführung kann nun an dem vorderen, momentan nicht verwendeten Ende der Schwenkplatte eingerichtet werden.
- Alternativ läßt sich die Tragleiterführung gegen eine andere Tragleiterführung für einen anderen Tragleitertyp austauschen.
- Sobald die Montagemaschine das Signal zur Umschaltung von einer Tragleiterführung auf eine andere abgibt, zieht der lineare Stellantrieb die Schwenkplatte 100 und ihren Indexzapfen 140 aus der Montagestation 78.
- Durch weiteres Verfahren des Schlittens 106 wird der Trägerblock 102 auf die Zahnstange 130 zubewegt.
- Beim Vorbeilauf an der Zahnstange 130 gerät diese mit dem Zahnrad 118 in Eingriff und versetzt dieses in Drehung.
- Durch die Drehbewegung des Zahnrades 118 beim Zurückziehen des Trägerblocks 102 wird die Schwenkplatte 100 um 180º gedreht, so daß nunmehr der entgegengesetzte Schwenkzapfen zum Maschinenrahmen weist.
- Während der Dauer ihres Eingriffs mit der Zahnstange ist die Schwenkplatte 100 vom Maschinenrahmen ausreichend weit enfemt, um sich ungehindert drehen zu können.
- Sobald der lineare Stellantrieb 104 das Ende seines Arbeitshubs erreicht hat, ist die 180º-Drehung der Schwenkplatte abgeschlossen, und der Stellantrieb 104 wird nun in Gegenrichtung auf die Maschine zubewegt.
- Die Festlegung, Einhaltung und Verriegelung der richtigen Schwenkplattenstellung bei der Zurückbewegung der Schwenkplatte 100 wird zusätzlich durch den Indexierungsbund 120 sowie den Indexierungsstößel 122 unterstützt.
- Durch den Eingriff des Zahnrades 118 in die Zahnstange 130 beim Zurückf ahren wird keine Drehung der Schwenkplatte 100 bewirkt, da diese nun durch die Einwegkupplung 116 von der Welle 114 getrennt ist.
- Am Ende des Rücklaufweges ist der entgegengesetzte Indexzapfen 140 in den Maschinenrahmen eingeführt und die Maschine ist zur Ausführung des nächsten Montageauftrages bereit.
- In diesem Zusammenhang soll auf die konstruktive Möglichkeit hingewiesen werden, die Drehung der Schwenkplatte 100 anstatt auf dem Vorlaufweg alternativ auf dem Rücklaufweg stattfinden zu lassen, wozu lediglich die Wirkrichtung der Einwegkupplung umgekehrt zu werden braucht.
- Denkbar ist auch, die Indexierung der Schwenkplatte auf eine gänzlich andere Weise herbeizuführen. So ließe sich z.B. der Trägerblock 102 fest montieren und die Zahnstange 130 an dem hin und her verfahrbaren Schlitten befestigen. Alternativ könnte die Drehung der Schwenkplatte durch einen Indexierungsmotor oder eine sonstige Form des Drehantriebs ausgeführt werden.
- Zudem besteht die Möglichkeit, zwei oder mehr Tragleiterführungen auf einem linear verfahrbaren Träger zu montieren und nach Bedarf in die erforderliche Stellung zu bewegen.
- Diese und andere Abänderungen sind im Rahmen des erfindungsgemäßen Schutzumfangs durchaus bekannt. Unabhängig von dem verwendeten System kommt es stets in erster Linie darauf an, die Tragleiterführung zuverlässig in ihre Sollstellung zu verfahren.
Claims (10)
1. Tragleiter-Führungsvorrichtung (90) für eine
Jalousie-Montagemaschine, wobei diese Vorrichtung
mit einem Tragleiter-Führungsmittel (92) sowie
einem diesem Tragleiter-Führungsmittel
zugeordneten Tragleiter-Vorschubmittel (98) ausgestattet
ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung einen beweglichen Träger
(102) umfaßt, das Tragleiter-Führungsmittel (92)
zumindest eine erste und zweite, an dem
beweglichen Träger montierbare Tragleiterführung aufweist
und überdies Mittel (90, 104, 204) vorgesehen
sind, um den beweglichen Träger (102) von einer
ersten Stellung, in dem die erste
Tragleiterführung in der Montagemaschine präzise zur
Aufnahme von Jalousielamellen positioniert ist, in
eine zweite Stellung, in dem sich die zweite
Tragleiterführung präzise in dieser Position befindet,
drehend weiterzuschalten.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der
bewegliche Träger ein drehbar an diesem Träger
befestigtes Schwenkglied (100) aufweist, wobei
diese Schwenkplatte zwischen den vorgenannten
ersten und zweiten Stellungen drehbar ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die
genannten ersten und zweiten Stellungen zueinander
um 180º versetzt liegen.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das
Schwenkglied (100) auf einem linear beweglichen
Trägerblock (102) montiert ist, und zwar dergestalt, daß
das Schwenkglied auf einer Welle (114) sitzt, die
sich mit einer konzentrisch zu einem Zahnrad (118)
angeordneten Einwegkupplung (116) im Eingriff
befindet, und dieses Zahnrad mit einer Zahnstange
kämmt, wenn der Trägerblock in eine Richtung
bewegt wird, so daß die Welle (114) - und mit ihr
das Schwenkglied (100) - in eine definierte
Position bewegt wird, wobei die Einwegkupplung
(106) jedoch die Welle in der vorgenannten
definierten Position verbleiben läßt, wenn der
Trägerblock in Gegenrichtung bewegt wird.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Zahnstange verstellbar montiert ist.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, 3, 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schwenkglied mehrere Indexflächen aufweist, an
denen mindestens ein Indexstößel angreift, um das
Schwenkglied präzise in einer der genannten ersten
und zweiten Stellungen zu halten.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß dieser
mindestens eine Jndexstößel durch eine Feder (124)
gegen die ihm zugeordnete Indexfläche gedrückt
wird.
8. Vorrichtung gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwenkglied zwei
hinterschnittene Ausnehmungen (200) aufweist (und zwar
je eine auf einer Fläche des Schwenkgliedes), und
die Tragleiter-Führungsmittel (92) jeweils über
ein hiermit zusammenwirkendes Fußteil (94)
verfügen, das in eine dieser hinterschnittenen
Ausnehmungen hineingleiten kann.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß den
hinterschnittenen Ausnehmungen (200) jeweils ein
Endanschlag (204) zugeordnet ist, der die Stellung
des Fußteils (94) in der hinterschnittenen
Ausnehmung genau definiert.
10. Jalousie-Montagemaschine mit
Tragleiter-Führungsvorrichtung gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche.
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