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DE69432621T2 - Verfahren zur Verhinderung von chlorider Corrosion in nassem Kohlenwasserstoff-Kondensationsystemen unter Verwendung von Amin-Mischungen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung von chlorider Corrosion in nassem Kohlenwasserstoff-Kondensationsystemen unter Verwendung von Amin-Mischungen Download PDF

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DE69432621T2
DE69432621T2 DE69432621T DE69432621T DE69432621T2 DE 69432621 T2 DE69432621 T2 DE 69432621T2 DE 69432621 T DE69432621 T DE 69432621T DE 69432621 T DE69432621 T DE 69432621T DE 69432621 T2 DE69432621 T2 DE 69432621T2
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DE
Germany
Prior art keywords
amine
amines
condensation
corrosion
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69432621T
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English (en)
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DE69432621D1 (de
Inventor
Paul Sugar Land Fearnside
Christopher J. Sugar Land Murphy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nalco Energy Services LP
Original Assignee
Ondeo Nalco Energy Services LP
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Publication date
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Application filed by Ondeo Nalco Energy Services LP filed Critical Ondeo Nalco Energy Services LP
Application granted granted Critical
Publication of DE69432621D1 publication Critical patent/DE69432621D1/de
Publication of DE69432621T2 publication Critical patent/DE69432621T2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G7/00Distillation of hydrocarbon oils
    • C10G7/10Inhibiting corrosion during distillation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10G75/00Inhibiting corrosion or fouling in apparatus for treatment or conversion of hydrocarbon oils, in general
    • C10G75/02Inhibiting corrosion or fouling in apparatus for treatment or conversion of hydrocarbon oils, in general by addition of corrosion inhibitors
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Korrosionsinhibition in Kondensationssystemen von Kohlenwasserstoften, die Wasser und Chloride enthalten. Eines der Systeme von besonderem kommerziellem Interesse sind die Überkopf-Normaldruckrohrverdampfer für Rohöl.
  • Hintergrund
  • Rohölraffinerien umfassen Normaldruckverdampfer („atmospheric pressure pipestill", APS), die das gesamte Rohöl in die verschiedenen Produktfraktionen unterschiedlicher Flüchtigkeit zerlegen, einschließlich u. a. Gasolin, Heizöl, Gasöl. Die niedriger siedenden Fraktionen, einschließlich Naphtha, aus denen Gasolin abgeleitet wird, werden aus der Überkopf-Fraktion gewonnen. Die Fraktionen mit der mittleren Flüchtigkeit werden aus dem Turm als Seitenströme abgezogen. Die Seitenstromprodukte umfassen Kerosin, Turbinentreibstoff, Dieseltreibstoff und Gasöl. Je höher der Seitenstrom aus der Säule abgezogen wird, um so flüchtiger ist das Produkt. Die schwersten Komponenten werden in den Bodenströmen des Turms abgezogen.
  • 1 ist ein vereinfachtes Fließschema eines Prozesses einer typischen Rohöl-Normaldruckrohrverdampferanlage. Das Rohöl wird in den Vorwärmeaustauschern gegenüber dem Überkopf-Produkt vorgewärmt und sodann bis zu etwa 260° bis 371°C (500° bis 700°F) in einem direkt gefeuerten Ofen erhitzt. Die Beschickung wird sodann in dem Normaldruckrohrverdampfer sehr rasch verdampft, der bei einem Druck zwischen einer und drei Atmosphären Überdruck betrieben wird. Die Überkopf-Turmtemperatur liegt typischerweise im Bereich von 93° bis 177°C (200° bis 350°F). 1 zeigt ein zweistufiges Überkopf-Kondensationssystem; alternative Systeme verwenden einen einstufigen Kondensierer. Die Überkopf- und Seitenstrom-Produkte werden gekühlt und kondensiert und zu anderen Anlagen für die Verarbeitung zu Endprodukten geschickt. Der Bodenstrom geht zu einem zweiten Destillationsturm (nicht gezeigt), der unter Vakuum betrieben wird und leichtere Produkte aus den APS-Bodenprodukten abdestilliert. In den Boden des Turms wird zur Unterstützung des Abtreibens der leichten Produkte von den Bodenprodukten Dampf eingeführt. Außerdem wird dem Kopf der Säule Wasser zugeführt, um lösliche Salze auszuwaschen, die sich oftmals in den Kopfböden und Überkopf-Komponenten ansammeln. Der Dampf zum Abtreiben und das Wasser die in das System kommen, sind entscheidend; der vom Topf des Turms abgehende Naphtha-Überkopf-Gasstrom enthält im typischen Fall 20% bis 40 Molprozent Wasser.
  • Die Korrosion, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, tritt in den Überkopf-Komponenten des Normaldruckrohrverdampfers auf, der obere Turmböden enthält, in der von dem Kopf des Turms abgehenden Rohrleitung und den Rückflussleitungen, in den Wärmetauschern, den Kondensierem und den Ablaufleitungen und in den Destillattrommeln, wo der kondensierte Überkopf-Strom in flüssiges Naphtha-Produkt und Rückfluss aufgetrennt wird. Die üblicherweise in den APS-Überkopf-Böden und Komponenten verwendeten Materialien schließen Kohlenstoff-Stahl, Monel 400 und 410 rostfreien Stahl ein. Der Korrosionsschaden kann sehr schwerwiegend sein und einen so schweren Metallverlust einschließen, dass undichte Stellen an der äußeren Umhüllung sowie Austritt an dem inneren Wärmetauscher hervorgerufen werden, die die Böden und andere innere Teile verstopfen, wodurch der Turmbetrieb und die Steuerung gestört und der Energiewirkungsgrad beeinträchtigt werden. Darüber hinaus kann eine Korrosion im APS zu Betriebsproblemen in den Downstream-Anlagen führen. Das Hauptproblem ist die Korrosion in den Überkopf-Tauschern.
  • Die Korrosion in dem Überkopfsystem wird durch Chlorwasserstoff hervorgerufen, der durch Hydrolyse von Chlor-Salzen erzeugt wird, die in Rohöl angetroffen werden. Rohöle enthalten in Wasser aufgelöste Salze, das bei der Förderbohrung mitgerissen wird, sowie aus Salzwasser das während des Tankertransports aufgenommen wird. In der Regel handelt es sich bei den Chlorid-Salzen um Natriumchlorid, Magnesiumchlorid und Kalziumchlorid. Je nach der Herkunft des Salzwassers kann die Menge des jeweiligen Salzes im Rohöl stark schwanken. Natriumchlorid ist stabil und hydrolysiert in der Atmosphäre des Rohöl-Turmsystems im Wesentlichen nicht. HCl wird freigesetzt, wenn MgCl2 und CaCl2 durch im Rohöl vorhandenes Wasser hydrolysiert werden: MgCl2 + H2O = 2HCl + MgO CaCl2 + H2O = 2HCl + CaO
  • Die Chlorid-Salze beginnen bei Temperaturen im Bereich von 176° bis 232°C (350° bis 450°F) zu hydrolysieren, was in den Vorwärmetauschern erfolgt.
  • Das in dem Vorheizsystem erzeugte HCl bewirkt dort keine Korrosion, da es dort kein flüssiges Wasser gibt. Das HCl durchläuft jedoch den Rohrverdampfer und gelangt in das Überkopfgas.
  • Die Temperaturabnahmen verlaufen aufwärts im Turm und in das Überkopfsystem hinein. An einer gewissen Stelle fällt die Temperatur unterhalb der Taupunkttemperatur des Prozessgases ab und es kondensiert auf den Anlagenflächen Wasser in einem dünnen Film. Diese Temperatur wird als „Anfangskondensationspunkt" oder „ICP" („initial condensation point") bezeichnet. In dem Maße wie das Prozessgas abwärts strömt und weiter gekühlt wird, kondensiert das Wasser weiter. Das Überkopfgas ist in den Überkopf-Kondensierern vollständig kondensiert, wird in einer Kondensattrommel gesammelt und aus der Bodenkappe der Kondensattrommel entfernt. Die Bediener halten die Temperatur am Kopf des Turms in der Regel bei mindestens 1° bis 4,5°C (30° bis 40°F) oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur, um eine Korrosion in den Kopfböden zu vermeiden. Der Trend besteht jedoch darin, die Turm-Kopftemperatur zur Verbesserung der Gewinnung von Naphtha herabzusetzen, was die Taupunkttemperatur in den Turm hinein treibt. Dementsprechend tritt die Wasser-Taupunkttemperatur in der Regel im Überkopfsystem auf kann jedoch im Inneren des Destillationsturms auftreten, wenn die Zusammensetzung der Prozessströme und die Betriebsbedingungen des Turms kombiniert die Taupunkttemperatur bis oberhalb der Kopfturmtemperatur erhöhen. Einlaufseitig des ICP kann eine Spot-Kondensation oder „Schock-Kondensation" auftreten, wenn es dort kalte Stellen auf den einlaufseitigen Oberflächen gibt, wo beispielsweise die Isolation abgenutzt ist und der Turmmantel kaltem nassem Wetter ausgesetzt ist oder an kalten Stellen an den Wärmetauscherröhren in den Kondensatoren. Dementsprechend sind die Stellen, an denen Kondensation zuerst auftritt, ungewiss und ändern sich mit einer Änderung der Betriebs- und Umgebungsbedingungen.
  • Der ICP und die Schock-Kondensationsstellen sind von Bedeutung, da die Chloridkonzentration dort am höchsten und der pH-Wert am niedrigsten ist. Erste Kondensate, sofern sie unbehandelt sind, zeigen pH-Werte bis herab zu 1 oder sogar kleiner, so dass die Gefahr einer verhängnisvollen Korrosion an diesen Stellen groß ist.
  • Die Korrosion durch saure Chlorid-Kondensate wird durch die Konzentration der Wasserstoff-Ionen (pH) über die folgende Reaktion angetrieben: Fe + 2 HCl = FeCl2 (löslich) + H2
  • Dem Rohrverdampfer wird aus organischen Schwefelverbindungen im Rohöl Wasserstoffsulfid gebildet, das sich auch im Wasserkondensat auflöst und die saure Chlorid-Korrosion beschleunigt. Obgleich der Ursprung für den Korrosionsangriff HCl ist, ist das Korrosionsprodukt Eisensulfid und nicht Eisenchlorid. Eisensulfid wird durch die Reaktion zwischen H2S und löslichen Eisenchloriden aus der Korrosionsreaktion zwischen HCl und der Stahlanlage ausgeschieden und setzt so zusätzliche HCl frei.
  • FeCl2 + H2S = FeS2 + 2HCl
  • Es ist zu beachten, dass das HCl durch das H2S regeneriert wird. Damit wirkt Chlorwasserstoffsäure als ein Katalysator für die Bildung von Eisensulfid und wird nicht verbraucht.
  • Die APS-Ströme enthalten außerdem niedermolekulare Carbonsäuren (Essigsäure, Propansäure, Butansäure), die die Korrosion an der ICP und in der nachfolgenden Kondensationszone verstärken.
  • Das Überkopf aus dem Turm kommende Wasser wird vollständig in den Überkopf-Tauschern kondensiert und wird in der Kondensattrommel gesammelt. Das Sammelwasserkondensat enthält Chloride, Sulfide und Ammoniak und ist mäßig korrosiv. Die Erfahrung zeigt, dass Sammelwasserkondensat im pH-Bereich von etwa 5 bis 6,5 gehalten werden sollte, um Korrosion in dem System auf ein Minimum herabzusetzen. Der pH-Wert im Sammelkondensat wird kontrolliert durch Zusatz eines Neutralisationsmittels wie Ammoniak zu dem Überkopfsystem.
  • Zusätzlich dazu, dass der ICP und die Stellen der Schock-Kondensation Angriffsstellen für schwere Korrosion sind, sind APS-Systeme auch gegenüber schwere Korrosion einlaufseitig der ICP anfällig, wo Ammoniumchlorid-Ausscheidungen aus der Gasphase auf den Innenflächen als Feststoff abgeschieden werden. Ammoniumchlorid wird in dem System durch die Reaktion zwischen Ammoniak und HCl gebildet. Ammoniak gelangt in den Rohrverdampfer mit dem ankommenden Rohöl und andere hereinkommende Prozessströme und wird oftmals vorsätzlich zugesetzt, um HCl im angesammelten Sauerwasserkondensat zu neutralisieren. Im Gleichgewichtszustand ist der Partialdruck von Ammoniumchlorid über der Innenfläche, auf der Ammoniumchlorid abgeschieden worden ist, gleich dem Dampfdruck des Ammoniumchlorids bei der Temperatur der Innenfläche. 3 ist eine graphische Darstellung des Dampfdruckes von Ammoniumchlorid in Abhängigkeit von der Temperatur. Wenn der Partialdruck von Ammoniumchlorid über der Innenfläche den Dampf/Flüssigkeit-Gleichgewichtsdruck überschreitet, wird Ammoniumchlorid auf der Oberfläche abgeschieden und sammelt sich an.
  • Abscheidungen von Ammoniumchlorid sind hygroskopisch und, wenn sie vorüberfließenden nassen Prozessgasströmen ausgesetzt sind, absorbieren Feuchtigkeit unter Bildung einer nassen Paste mit einem pH-Wert von etwa 3,5, die eine äußerst korrosive Umgebung darstellt. Abscheidungen von Ammoniumchlorid sind lediglich dann ein Problem, wenn sie sich oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur bilden. Sofern sie sich unterhalb der Taupunkttemperatur bilden, wo Wasser große Mengen gemeinsam mit dem Ammoniumchlorid kondensiert, werden die Abscheidungen weggewaschen. Wenn Ammoniumchlorid jedoch oberhalb der Taupunkttemperatur kondensiert, ohne dass sich auf diesen Oberflächen Wasser kondensiert, werden die Abscheidungen aus Ammoniumchlorid von Wasser nicht weggewaschen und die Abscheidungen bauen sich auf.
  • Korrosionsprobleme an den APS sind im Vormarsch. Die erhöhte Korrosion hat mehrere Ursachen. Der Salzgehalt von Rohölen, die in den Raffinerien gegenwärtig bearbeitet werden, hat zugenommen und erzeugt mehr Chloride. Außerdem sind die Rohöle schwerer, wodurch es schwieriger wird, sie zu entsalzen. Die Ammoniak-Konzentrationen in den Rohrverdampfern haben zugenommen aufgrund von Raffinerie-Betriebsänderung in anderen Anlagen. Außerdem fahren die Betreiber niedrigere Turmkopftemperaturen, um die Ausbeuten an profitablen Kraftstoffdestillaten, wie beispielsweise Turbinentreibstoff zu erhöhen und auch den Energiewirkungsgrad des Betriebs zu erhöhen. Die Herabsetzung der Kopftemperatur bringt die Wasser-Taupunkttemperatur einlaufseitig oftmals von der Überkopf-Anlage in den Turm.
  • Der erste Schritt gegen eine Überkopfkorrosion ist eine Rohölentsalzung. Eine Entsalzungsanlage ist im Fließschema von 1 gezeigt. In. dem Entsalzer wird das Rohöl mit etwa 5% Wasser gemischt, welches das Salz auflöst. Das salzige Wasser wird von dem Rohöl abgetrennt und verworfen. Es bilden sich jedoch Öl-/Wasser-Emulsionen, die schwer aufzubrechen sind. Zum Aufbrechen der Emulsion werden chemische Demulgiermittel zugesetzt. Ebenfalls werden elektrische Vorrichtungen verwendet, die die Wassertropfen aufladen, am die Abtrennung zu verstärken. In einer einzigen Stufe der Wasserwäsche und Abtrennung können bis zu etwa 90% des Salzes entfernt werden. Die Wirksamkeit der Salzentfernung hängt von der Beschaffenheit des Rohöls ab. Schwerere Öl sind schwerer zu entsalzen als leichtere Rohöle. Um Salz zusätzlich zu entfernen, wird üblicherweise eine zweite Waschstufe eingesetzt.
  • Üblicherweise wird in den Rohölstrom des Entsalzers zur Verringerung der Chloride in dem Rohrbündelverdampfer-Überkopfsystem Alkali (NaOH) eingedüst. Das Alkali reagiert mit dem Magnesium- und Calciumchlorid unter Bildung von Natriumchlorid, das thermisch stabiler ist und damit nicht hydrolysiert wird. Die Alkalibehandlung muss jedoch beschränkt werden, da das Alkali eine Verkokung des Ofens hervorruft und in den Downstream-Anlagen Betriebsprobleme auslöst. Neue Katalysatoren, die in den Downstream-Anlagen eingesetzt werden in Reaktion auf Umweltschutzforderungen, denen sich die Raffinerien beugen, werden durch das Alkali vergiftet. In den meisten Fällen ist es unmöglich, ausreichend Salz mit Entsalzern und/oder Zusatz von Alkali zu entfernen, um eine HCl-Korrosion vollständig zu eliminieren. Darüber hinaus erfolgen betriebliche Umänderungen in den Vorbehandlungssystemen, durch die regelmäßig große Mengen an Chloriden eingeführt werden.
  • Dementsprechend werden dem APS-System zur Korrosionsinhibierung Chlorid-Neutralisiermittel zugesetzt. Das häufigste Neutralisiermittel ist Ammoniak. Es kann als Ammoniakgas oder als eine wässrige Lösung normaler weise in die Überkopf-Leitungen zwischen dem Rohrverdampfer und den Überkopf-Kondensatoren zugesetzt werden. Ammoniak ist wirksam, um den pH-Wert des Überkopf-Sammelwasserkondensats auf einen sicheren pH-Wert-Bereich zu erhöhen, der etwa 5,5 bis 6,5 beträgt. Ammoniak neutralisiert jedoch nicht den Säuregrad des Kondensats am ICP und an den Schockpunktumgebungen, wo die Korrosion am heftigsten ist. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass Ammoniak flüchtig und Ammoniumchlorid in der Wasserphase am ICP und bei den Schockpunkttemperaturen unstabil ist.
  • Diese Konzepte lassen sich unter Bezugnahme auf 2 anschaulich machen, das eine graphische Darstellung der Temperatur in Abhängigkeit vom pH-Wert des Kondensats bei einem typischen APS-System ist. Kurve 1 ist die pH-Kurve für ein ungeschütztes System. Der pH-Wert am Anfangspunkt der Kondensation, der bei diesem Beispiel bei 110°C (230°F) liegt, ist kleiner als 1. Der pH-Wert steigt von etwa 4 an, wenn man die Kurve von links nach rechts abwärts geht bis 82°C (180°F), wo das Wasser vollständig kondensiert ist. Augenscheinlich ist, dass diese Situation nicht akzeptabel ist, da das System in seiner inneren Ausstattung eine verhängnisvolle Korrosion bei den angegebenen pH-Werten erfahren wird.
  • Kurve II gilt für ein mit Ammoniak geschütztes System. Man beachtet, dass Ammoniak das System einlaufseitig der Zone der ersten Kondensation gut schützt, jedoch in der virulenten Zone der ersten Kondensation keine pH-Wert-Erhöhung gewährt.
  • Kurve III ist die pH-Wert-Kurve, die zum angemessenen Schutz des Systems benötigt wird. Man beachte, dass der pH-Wert in dem korrosionssicheren pH-Wert-Bereich von 5 bis 6 über die gesamte Kondensationszone gleichförmig angehoben wird.
  • Die gegenwärtige kommerzielle Praxis zum Schutz von APS-Anlagen gegen Korrosion besteht darin, das in das Überkopfsystem des APS organische Amine eingedüst werden. Die verwendeten Amine sind flüchtig, so dass sie in der Gasphase einlaufseitig vor dem ICP in Erscheinung treten, wo sie mit einem Teil des HCl in dem Gasstrom reagieren, bevor das HCl die Kondensationszone erreicht. Es wird jedoch keine ausreichende Zeit und kein ausreichender Kontakt in der Gasphase zum Neutralisieren des gesamten HCl stromabwärts von der Kondensationsstelle geben. Dementsprechend muss das HCl in der wässrigen Lösung neutralisiert werden, nachdem es durch die Wasserphase des Kondensats absorbiert worden ist.
  • Geeignete Amine zur Neutralisation schließen ein: Morpholin, Methoxypropylamin, Ethylendiamin, Monoethanofamin und Dimethylethanolamin. Amine, die das APS Überkopf neutralisieren, werden gewöhnlich als wässrige Lösungen und im typischen Fall mit etwa 50% Wasser zugesetzt. Die häufigsten Einspritzstellen sind die Überkopf-Leitungen zwischen dem Rohrverdampfer und den Überkopf-Austauschern, den Seitenstromeinlässen in den Turm sowie direkt in das Rohöl, das in den Turm gelangt. Die übliche Praxis ist, die Zugabegeschwindigkeit an Neutralisiermittel zu kontrollieren, um den pH-Wert des Sammelwasserkondensats in den Abscheidertrommeln zwischen 5,5 und 6,5 und vorzugsweise 5,5 bis 6,0 zu halten. Wenn man geeignete Amin auswählt, wird über der gesamten Kondensationszone eine angemessene pH-Werterhöhung erzielt, wenn der pH-Wert des Sammelkondensats bei einem Wert oberhalb von 5,5 gehalten wird.
  • In das Überkopfsystem werden üblicherweise filmbildende Inhibitoren eingespritzt, um die Korrosion in den nachgeschalteten Sektionen des Überkopfsystems zu verringern. Bei ihnen handelt es sich um urheberrechtlich geschützte Zubereitungen, in der Regel öllöslich, die die Anlage durch Bildung einer Schutzschicht auf der Stahloberfläche schützen. Filminhibitoren sind in den vorgeschalteten Sektionen der Kondensationszone wirksam, wo die Chlorid-Konzentrationen mäßig sind, sind jedoch nicht am ICP und an den Schockpunkten wirksam.
  • Ein Nachteil der Verwendung von Aminen zur Bekämpfung der Korrosion in Kondensationssystemen, die Chloride enthalten, besteht darin, dass die Amine mit Chloriden unter Erzeugung von Salzsäure-Salzen reagieren, die sich auf den Innenseiten abscheiden. Die Salze scheiden sich auf den Oberflächen bei Temperaturen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur ab, vor der Kondensationszone und oftmals in den oberen Böden des Systemturms. Die Salzabscheidungen sind hygroskopisch und absorbieren Feuchtigkeit aus dem Prozessgas unter Bildung eines stark korrosiven, viskosen Fluids oder einer Paste, die eine Unterschichtkorrosion auslöst.
  • Amin-Salze sind kein Problem, wenn sie sich in der Kondensationszone abscheiden, da sie kontinuierlich durch das Kondensat weggewaschen werden. Einige Betreiber mildern das Problem durch regelmäßiges Waschen des Überkopfsystems mit Wasser, um Abscheidungen zu entfernen.
  • Fälle von Salzabscheidung oberhalb der Taupunkttemperatur in Rohrverdampfern nehmen zu, da die Raffinerien schwerere und schmutzigere Rohöle verwenden, die größere Mengen an Chloriden erzeugen, weshalb zum Schutz ihrer Anlagen der Bediener die Behandlungsraten von Amin-Neutralisiermitteln erhöhen. Die Abscheidung von Ammoniumchlorid oberhalb der Taupunkttemperatur nimmt ebenfalls zu, da Ammoniak im Rohöl zunimmt. Dementsprechend besteht in der Raffinationsindustrie eine Nachfrage nach einer neuen Techno logie zur Korrosionsinhibierung in feuchten Kohlenwasserstoff-Kondensationssystemen, die Chloride enthalten, die das Problem nicht dadurch verschlimmern, dass oberhalb der Taupunkttemperatur lästige Salzabscheidungen hervorgerufen werden. Die vorliegende Erfindung ist ein neuartiges Verfahren, mit dem diese Aufgabe gelöst wird.
  • Verwandtes Gebiet
  • Die Korrosionsbekämpfung in Anlagen der Rohöldestillation wird in 2 von der National Association of Corrosion Engineers veröffentlichten Beiträgen diskutiert: Rue, J. R. und Naeger, D. P., „Advances in Crude Unit Corrosion Control," ((„Fortschritte in der Korrosionsbekämpfung von Rohölanlagen")) 1987, Beitrag Nr. 199, National Association of Corrosion Engineers, Houston, Texas; und Rue, J. R. und Naeger, D. P., „Cold Tower Aqueous Corrosion: Causes and Control," ((„Wässrige Korrosion im kalten Turm: Ursachen und Bekämpfung")) Beitrag Nr. 211, National Association of Corrosion Engineers, 1990, Las Vegas, Nevada. In den Beiträgen wird das Problem der Abscheidung von Amin-Salz diskutiert, das auch das Augenmerk der vorliegenden Erfindung ist, wobei die Autoren jedoch Methoden vertreten, bei denen zur Lösung des Problems die Chlorid-Hydrolyse auf ein Minimum herabgesetzt und unterdrückt wird.
  • Das Problem der Abscheidung von Amin-Salz wird in der US-P-5 211 840 angegangen, in der gelehrt wird, dass die Abscheidung von Amin-Salz unter Verwendung von basischen Aminen vermieden werden kann, deren pKa-Wert zwischen 5 und 8 liegt. Die Erfinder haben entdeckt, dass Hydrochlorid-Salze schwacher Amine eine geringere Neigung zur Abscheidung auf den inneren Teilen des Turms haben als Salze starker Amine und Ammoniumchlorid. Nach der Patentschrift können die Amine der Destillationsanlage an jeder beliebigen Stelle im Überkopfsystem vor der Stelle zugesetzt werden, wo das Kondensat erzeugt wird. Speziell wird in der Patentschrift gelehrt:
    dass es notwendig ist, eine ausreichende Menge der neutralisierenden Amin-Verbindung zuzusetzen, um die Vertreter zu neutralisieren, die die saure Korrosion bewirken. Es wird angestrebt, dass das neutralisierende Amin den pH-Wert des Anfangskondensats bis 4,0 oder darüber erhöhen kann. Die Menge von neutralisierender Amin-Verbindung, die zur Lösung dieser Aufgabe benötigt wird, ist eine ausreichende Menge, um eine Konzentration zwischen 0,1 und 1.000ppm bezogen auf das Überkopf-Gesamtvolumen aufrecht zu erhalten. Die genaue neutrali sierende Menge wird von der Konzentration der Chloride oder anderer korrosiver Vertreter abhängen.
  • In der Patentschrift wird außerdem gelehrt:
    ein Mischen einer geringen Menge von stark basischem Amin mit einem Amin mit geringem pKa-Wert. Diese Mischungen ließen sich vorteilhaft in Systemen verwenden, wo eine geringere als neutralisierende Menge von stark basischen Amin eingesetzt werden kann, ohne oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur Korrosion und/oder Probleme des Fouling hervorzurufen.
  • Als Beispiele für Amine mit geringem pKa-Wert werden 4-Picolin und 3-Picolin und als stark basische Amine Methoxypropylamin und Ethanolamin zitiert. In der Patentschrift werden „geringere Mengen" als solche festgelegt, die kleiner sind als 20% der Behandlung.
  • Das Problem der Abscheidung von Amin-Salz wird in der US-P-4 430 196 angegangen, worin die Verwendung eines Vertreters oder mehrere Vertreter gelehrt wird, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Dimethylaminoethanol und Dimethylisopropanolamin.
  • Das Problem der Abscheidung von Amin-Salz wird außerdem in der US-P-4 806 229 angegangen, worin gelehrt wird: dass bestimmte Amine mit der folgenden Formel entsprechend der nachstehenden Formel 1: R-O-(CH2)nNH2 Formel 1 worin n 2 oder 3 ist und R ein niederer Alkyl-Rest mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen ist, bei Zusatz zu einer Rohölcharge oder an verschiedenen anderen Stellen in dem System wirksam die Korrosion eliminiert und/oder bekämpft, die normalerweise an der Stelle der Anfangskondensation der Wasserdämpfe im Inneren auftritt oder beim Verlassen der Destillationsanlage. Veranschaulichende Verbindungen, die zur Formel 1 gehören, sind Methoxypropylamin, Ethoxypropylamin, Methoxyethylamin und dergleichen. Die am meisten bevorzugte Verbindung ist Methoxypropylamin.
  • Methoden und Anlagen nach dem Stand der Technik zum Einspritzen oder Kontrollieren der Zugabe neutralisierender Mittel zu dem APS-System und anderen Raffinerie-Destillationstürmen wurden in der US-P-S 302 253 beschrieben. In einer der Ausführungsformen der Offenbarung wird der pH-Wert des aus dem Turmsystem entnommenen Kondensat kontinuierlich mit einer Standard-pH-Elektrode gemessen. Das pH-Signal wird an einen Regler gesendet, der es mit dem pH-Soll-Wert vergleicht, wobei der Regler die Förderrate der Pumpe der zum Einspritzen von Neutralisiermittel in das APS-System verwendeten Aminpumpe drosselt, um den pH-Wert des Sammelkondensats, der abgelesen wird, auf den Soll-Wert zu bringen. Bevorzugt ist das Kondensat Sammelwasserkondensat, das aus der Wasserhaube des Überkopf-Sammelgefäßes genommen wird, wobei auch Kondensat von einer dazwischen liegenden Kondensationsstelle in dem Turm-Überkopfsystem entnommen werden kann. Ein korrosionssicherer Bereich für das Sammelwasserkondensat ist ein pH-Wert im typischen Fall von 5 bis 6,5.
  • Die US-P-4 335 072 und 4 599 217 beschreiben Vorrichtungen die an das behandelte System angebracht werden und Korrosionsgeschwindigkeit und Behandlung überwachen. Diese Vorrichtungen werden als „Überkopf-Korrosionssimulatoren" („Overhead Corrosion Simulators", OCS) bezeichnet. Ein Überkopf-Korrosionssimulator ist ein kleiner Kühler-Wärmeaustauscher, der mit strömendem Kühlwasser gekühlt wird und auf dem Rohrverdampfer-Überkopfsystem derart installiert ist, dass er geringe Mengen von Überkopf-Gas-Seitenstrom von einer Stelle ausreichend stromaufwärts abzieht, wo die Turmtemperatur oberhalb des Anfangspunktes der Wasserkondensation liegt, so dass noch keine Wasserkondensation aufgetreten ist. Der OCS kühlt den Überkopfstrom in kleinen Temperaturschritten von der Anfangskondensation bis zur gesamten Kondensation. Das Kondensat an jeder Stufe der Kühlung wird kontinuierlich gesammelt und die Korrosionsgeschwindigkeit und/oder pH-Wert kontinuierlich unter Anwendung konventioneller Methoden der Geräteausstattung überwacht. Unter Anwendung des OCS werden Korrosionsgeschwindigkeiten und pH-Wert an jeder Stelle in dem System, wo eine Wasserkondensation auftritt, simuliert und kontinuierlich überwacht und die Bedingungen aller wichtigen Stellen der Anfangskondensation kontinuierlich selbst dann beobachtet, wenn der Punkt sich in dem APS-Überkopfsystem aufwärts oder abwärts verschiebt.
  • Allgemeine Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zum Inhibieren der Korrosion in Systemen, in denen nasse Kohlenwasserstoffe, die Chloride enthalten, kondensiert werden. Das Verfahren ist besonders verwendbar zum Schutz von Normaldruckrohrverdampfern, die zum Fraktionieren von Rohölen verwendet werden.
  • Einer der Aspekte der vorliegenden Erfindung ist der Zusatz eines Blends von Aminen zum Kondensationssystem mit einer ausreichenden Geschwindigkeit, um den pH-Wert über der gesamten Kondensationszone zu erhöhen, und speziell an einer Stelle der Anfangs-Kondensation und an Stellen der Schock-Kondensation, um die Korrosion von Systeminnenteilen zu verhindern. Ein entscheidendes Element der vorliegenden Erfindung ist die Formulierung des Aminblends, um eine ausreichende Zahl unterschiedlicher Amine einzubeziehen und ein Auslösen von Abscheidungen der Chlorwasserstoff-Salze irgendwelcher Amine auf den Innenseiten zu verhindern, die sich einlaufseitig von dem ICP befinden und Temperaturen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur des Systems haben.
  • In einer der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird das zum Schutz des Systems verwendete Blend des Amin-Neutralisierungsmittels auch zubereitet, um die Bildung von Abscheidungen von Ammoniumchlorid eingangsseitig von der Kondensationszone auszuschließen und zu entfernen.
  • Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Amin-Blends des Neutralisierungsmittels auf das jeweilige zu behandelnde System zugeschnitten sind, um ein optimales pH-Wert-Profil entlang der Kondensationszone bei minimaler Amin-Behandlungsgeschwindigkeit zu erzielen, während die Abscheidung von Amin-Hydrochlorid-Salzen und Ammoniumchlorid ausgeschlossen wird.
  • Noch ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines Überkopf-Korrosionssimulators, der zur Abnahme eines Seitenstroms von Überkopfgas aus dem System einlaufseitig des ICP installiert ist, um die Geschwindigkeit des Zusatzes von Amin-Blend, das in den APS geht, zu kontrollieren.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es zeigen:
  • 1 ein vereinfachtes Prozess-Fließschema einer typischen Normaldruckrohrverdampferanlage für Rohöl;
  • 2 enthält graphische Darstellungen der Temperatur der Kondensationszone in Abhängigkeit vom pH-Wert des kondensierten Wassers bei dieser Temperatur.
    Kurve I ist typisch für ein unbehandeltes System. Kurve II ist repräsentativ für ein unzureichend mit ausschließlich Ammoniak behandeltes System. Kurve III steht für ein zureichend behandeltes System mit Amin-Neutralisierungsmitteln;
  • 3 eine graphische Darstellung des Dampfdruckes von Ammoniumchlorid in Abhängigkeit von der Temperatur.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Tabelle 1 enthält eine Zusammenstellung kommerziell verfügbarer Amine, bei denen es sich um geeignete Vertreter zur Einbeziehung in die Gemischabpackungen zur Neutralisiermittelbehandlung für die Verwendung in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung handelt zusammen mit den entscheidenden Eigenschaften, die deren Verhalten als Korrosionsinhibitoren beeinflussen. Die Liste enthält viele der gegenwärtig im kommerziellen Betrieb verwendeten Amine.
  • Bei der Auswahl eines Amins für ein Behandlungsgemisch müssen mehrere Eigenschaften und Merkmale berücksichtigt werden:
    das Amin muss kostengünstig sein, verhältnismäßig preiswert pro Gewichtseinheit HCl, die neutralisiert werden muss, und sollte keine übermäßigen aufwendige Handhabungsprozeduren erfordern, um Umwelt- und Sicherheitsauflagen zu erfüllen.
  • Das Amin muss bei den Temperaturen, die es in dem behandelten System antreffen wird, thermisch stabil sein. Bei APS-Systemen muss das Amin bis zu mindestens 204°C (400°F) stabil sein.
  • Das Amin muss ausreichend flüchtig sein, um bei den einlaufseitigen Bedingungen der Kondensationszone in der Gasphase zu sein, muss aber auch zusammen mit dem Wasser in der Kondensationszone kondensieren. Amine mit Siedepunkten im Bereich von 93° bis 149°C (200° bis 300°F) verfügen über die erforderlichen Merkmale der Flüchtigkeit.
  • Im Idealfall sollte die Temperatur des Schmelzpunktes oder die Sublimationstemperatur des Chlorwasserstoff-Salzes des Amins im Bezug auf die Temperaturen im behandelten System gering sein, es sollte nicht an Metall haften und in Kohlenwasserstoffen leicht dispergierbar sein, um einen Aufbau von Chlorwasserstoff-Salzen an den Innenteilen auf ein Minimum herabzusetzen.
  • Das Amingemisch ist so formuliert, dass es den pH-Wert auf korrosionssichere Werte in der gesamten Kondensationszone von der Stelle der ersten Wasserkondensation, wo die Chlorid-Konzentrationen am höchsten sind und die beobachteten pH-Werte am kleinsten sind, durchgängig bis zu den Überkopfkondensat-Sammelbehältern, wo die Überkopf-Produkte vollständig kondensiert sind der überwiegende Teil des Sauerwassers gesammelt wird, sowie an allen dazwischen liegenden Wasserkondensationsstellen in dem System erhöhen. Die höchste Intensität der Behandlung ist an der Stelle der Anfangskondensation erforderlich. Um die Amin-Behandlungsrate auf ein Minimum herabzusetzen, wird das Amingemisch von Fall zu Fall auf das Kondensationsmuster des behandelten Systems optimiert. Unterschiedliche APS- Anlagen erfordern in Abhängigkeit von ihren Betriebsbedingungen und dem verwendeten Rohöl unterschiedliche Gemische.
  • Die Chloride haben in den APS-Systemen zugenommen. Wo die Chlorid-Konzentrationen in dem APS-Sammelkondensat im typischen Fall im Bereich von 30 bis 50 ppm lagen, sind heute Werte bis herauf zu 600 ppm zu beobachten. Dementsprechend hohe Dosierungen von Aminen müssen zur Korrosionsbekämpfung verabreicht werden. Die Amin-Behandlungsrate kann nicht einfach erhöht werden, indem die Förderraten in das zu behandelnde System erhöht werden. Die Gesamtmenge jedes Amins in dem Gemisch muss so begrenzt sein, dass die Partialdrücke der Chlorwasserstoff-Salze der Amine an den Stellen einlaufseitig zu der Anfangs-Kondensationsstelle den Partialdruck nicht überschreiten, bei dem das Salz sich auf den Innenteilen des Systems abscheiden wird. Die benötigte erhöhte Behandlungsrate wird erzielt, indem die Zahl der Amin-Vertreter in dem Gemisch erhöht wird. Im typischen Fall werden bei den meisten Anwendungen Gemische von mindestens 3 und bis zu 10 Aminen benötigt.
  • Nach der vorliegenden Erfindung ist das Behandlungsgemisch so formuliert, dass die Menge jedes Amins in dem Gemisch begrenzt ist, so dass der Partialdruck des Chlorwasserstoff-Salzes jedes Amins, das in dem System durch Reaktion mit HCl gebildet wird, den Partialdruck nicht überschreitet, bei dem es sich aus der Gasphase einlaufseitig an der Stelle der Anfangs-Wasserkondensation abscheiden wird.
  • Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das Amin-Neutralisierungsmittelgemisch so formuliert ist, dass es ausreichend Amine mit einer Basizität größer als die des Ammoniaks (Kb > 1,8 × 10 exp-5) enthält, um mit ausreichend Chloriden zu reagieren, um den Dampfdruck des Ammoniumchlorids unterhalb des Wertes zu bringen, bei dem es sich auf den Innenseiten einlaufseitig zu der Kondensationszone abscheiden kann. Amine, die basischer als Ammoniak sind, verfügen über eine höhere Affinität zu Chlor als Ammoniak, so dass sie das Aminhydrochlorid vorrangig vor Ammoniumchlorid bilden. Abscheidungen von Ammoniumchlorid sind deshalb unerwünscht, weil sie Korrosionsstellen sind und Verstopfungsprobleme im Betrieb auslösen.
  • Die gewählten Amine verfügen über Merkmale des Kondensierens und der Flüchtigkeit, die nahe denen des Wassers sind, und sie sind im Wasser löslich, so dass sie mit dem Kondensat kondensieren und sich in diesem auflösen und daher zum Neutralisieren von HCl verfügbar sind, die von dem Kondensat aufgenommen wurde. In Abhängigkeit von seiner Temperatur gegenüber seinen Eigenschaften der Löslichkeitsverteilung in Dampf/ÖlWasser wird ein Amin in dem einen Sektor der Kondensationszone ausgesprochen wirksam und in einem anderen Sektor weniger wirksam sein. Die Kurve für den pH-Wert in Abhängigkeit von der Temperatur in 2 für ein System kann durch Veränderung der Amin-Zubereitung verschoben und umgeformt werden. Im Idealfall kann die Aminmischung optimal auf den jeweiligen Fall zugeschnitten sein, um die angestrebte pH-Wert-Erhöhung zu erzielen sowie den Korrosionsschutz des Systems bei einem Minimum der Amin-Behandlungsrate.
  • Das Amingemisch wird auf den jeweiligen Fall des Kondensationsmusters dadurch angepasst, dass man mindestens ein Amin für das Gemisch wählt, das in jedem Sektor der Kondensationszone wirksam und effizient ist. Indem man die Amin-Behandlungsrate durch Optimieren der Amingemisch-Zubereitung auf ein Minimum herabsetzt, verringert man die Kosten der Behandlung, eliminiert Betriebsprobleme in Folge zu hoher Amin-Konzentrationen in den nachgeschalteten Anlagen und mildert die Ausfällung von Aminhydrochlorid-Salz-Abscheidung. Die Ermittlung einer geeigneten Amingemisch-Zubereitung ist zum Teil eine Frage der Wissenschaft zum Teil eine Frage der Erfahrung. Erforderlich ist eine experimentelle Bestätigung, dass das fragliche Amingemisch funktioniert.
  • Außerdem gibt es in dem System vieles, was noch nicht vollständig verstanden wird. Beispielsweise haben wir festgestellt, dass die Chlonivasserstoff-Salze einiger der in den Zubereitungen des Amin-Neutralisierungsmittelgemisches verwendeten Amine Hydratationswasser angelagert haben. In Abhängigkeit von den Bedingungen im Turm kann die Zahl des an dem Amin-Salz befindlichen Kristallisationswassers variieren. Die Flüchtigkeit von Aminhydrochlorid-Salzen hängt von der Zahl des Hydratationswassers ab. Da das unter Betriebsbedingungen eines Systems an einem Amin befindliche Hydratationswasser in der Regel nicht bekannt ist, ist auch der Grenzpartialdruck zur Vermeidung der Salzablagerung nicht bestimmt. Darüber hinaus kann es Wechselwirkungen zwischen den Amin-Komponenten geben, die die Salzabscheidung beeinflussen und insbesondere dann, wenn zweibasische Amine verwendet werden, wie beispielsweise Ethylendiamin. Dementsprechend müssen die in Frage kommenden Amingemische in einer Pilot-Destillationsanlage getestet werden, in der das zu behandelnde Turmsystem simuliert wird. Möglicherweise muss die in Frage kommende Zubereitung mehrfach überarbeitet und getestet werden, um die beste Rezeptur zu ermitteln. Darüber hinaus kann es sein, wenn anschließend die Betriebsbedingungen des Systems oder die Zusammensetzung des Rohöls verändert werden, dass die Rezeptur des Amingemisches verändert werden muss, um eine optimale Korrosionsbekämpfung aufrecht zu erhalten.
  • Die Entwicklung eines in Frage kommenden Amingemischs beginnt damit, zu den Betriebsparametern des Überkopfsystems zu gelangen und diese zu analysieren, die die Behandlung bestimmen. Betriebsdruck, Kondensationstemperatur, Überkopf-Gasgeschwindigkeit, Zusammensetzung und Konzentration von Chloriden, Wasser, Ammoniak und nicht kondensierbaren Gasen in den Überkopf-Produkten sind alles Daten, die benötigt werden. Diese Parameter können durch direkte Messung oder aus einfachen Stoffbilanzen um das Überkopf-System nach konventionellen Prozeduren erhalten werden. Der größte Teil des Chlors und Ammoniaks, die in dem System in der kondensierten Wasserphase auftreten wird in den Überkopf-Kondensat-Sammelbehältern aufgenommen. Dementsprechend lässt sich die Menge der Chloridanteile durch einfache Stoffbilanz errechnen, indem der Kondensatanteil und dessen Chloridund Ammoniak-Konzentration bekannt sind. Nicht kondensierbare Gase werden in der Regel aus einer Abluftleitung vom Oberteil der Kondensat-Sammelbehälter abgetrieben und direkt gemessen.
  • Es müssen der Anteil der Wasserkondensation und der pH/Chlorid/Korrosions-Anteil in Abhängigkeit von den Temperaturprofilen in dem Turm erhalten werden. Diese Daten lassen sich besonders leicht erhalten, indem ein auf dem Turm installierter Überkopf-Korrosionssimulator verwendet wird, um einen Seitenstrom aus dem zu schützenden Turm abzunehmen und zu kühlen, der an einer bequemen Stelle einlaufseitig von dort entnommen wird, wo die Wasserkondensation beginnt.
  • Der kleinste theoretische oder stöchiometrische Anteil der Amin-Zugabe ist die Zahl in Moläquivalenten an Amin pro Minute, die stöchiometrisch benötigt wird, um die HCl zu neutralisieren, die durch den Turm fließt. Die tatsächliche Amin-Zugaberate, die zu verwenden ist, ist das 1,05-fache bis 1,20-fache der stöchiometrischen Rate, wobei der Überschuss zugegeben wird, um eine vollständige Neutralisation sicherzustellen. Die Basisäquivalente an Amin, die erforderlich sind, verteilen sich unter einer Reihe geeigneter Amine, so dass keines der Aminhydrochlorid-Salze, die gebildet werden, einen ausreichend hohen Partialdruck für das Salz zeigt, um sich auf den Innenteilen des Systems einlaufseitig zur Kondensationszone abzuscheiden. Damit diese Berechnung konservativ ist, wird davon ausgegangen, dass alle Amine ihre Hydrochlorid-Salze quantitativ bilden. Um einen weiteren Sicherheitsspielraum zu schaffen, ist es übliche Praxis, die Amine so abzumischen, dass es selbst dann keine Salzabscheidung gibt, wenn die Temperaturen in den Überkopf-Produkten bis unter 10°C (50°F) den tatsächlichen Betriebstemperaturen abfallen. Um die erforderlichen Berechnungen auszuführen, kann das Gesetz der Idealen Gase angewendet werden.
  • Darüber hinaus wird das Amingemisch so formuliert, dass ausreichende Mengen an Aminen mit einer Basizität (Kb-Werte) größer als Ammoniak in das zu behandelnde System eingespeist werden, um eine Abscheidung von Ammoniumchlorid einlaufseitig zu der Stelle der Anfangs-Wasserkondensation auszuschließen. Das Molverhältnis in der Beschickungsrate von Aminen mit hohem Kb-Wert zu Ammoniak sollte mindestens 1,1 betragen.
  • Sowohl die Berechnungen der Abscheidung des Amin-Salzes als auch der des Ammoniumchlorids haben ein ihnen innewohnendes Maß an Ungewissheit. Dementsprechend ist es gute Praxis, die in Frage kommende Amingemisch-Zubereitung in einer Laboranlage zu testen, in der das zu behandelnde System simuliert wird, um festzustellen, ob das in Frage kommende Amingemisch die Kurve des pH-Werts in Abhängigkeit von der Temperatur bis in korrosionssichere Werte in dem Kondensationsbereich erhöht, ob das Amingemisch für das zu behandelnde System optimal wirksam ist und ob sich keine Abscheidungen von Amin-Salz oder Ammoniak einlaufseitig zur Kondensationszone bilden.
  • Die zur Simulierung der APS-System verwendete Laboranlage ist ein kleiner Turm zur kontinuierlichen Destillation mit 20 Böden, ein Nachverdampfer, ein Überkopf-Kondensator und ein Kondensat-Sammelbehälter. Mit der Anlage werden die oberen Böden und das Überkopfsystem des zu behandelnden Systems simuliert. Die Laboranlage wird bei einem Gesamtdruck von einer Atmosphäre betrieben, während der APS bei mehreren Atmosphären betrieben wird. Die Partialdrücke der Komponenten in dem Überkopfsystem, Naphtha, HCl, Amine, Stickstoff (zur Simulierung von nicht kondensierbaren Gasen) und Ammoniak, werden jedoch alle bei den gleichen Verhältnissen wie in dem APS gehalten, so dass die Simulation echt ist. Es wird ein Naphtha ausgewählt, das der Zusammensetzung des Naphthas in dem Überkopfstrom in dem zu behandelnden System angepasst ist. Bei den meisten APS-Anlagen wird ein Vollbereichs-Naphtha als eine geeignete Testbeschickung eingesetzt, um sich dem Gas in dem Überkopf-Produkt anzupassen. Die Beschickungsraten von HCl, Wasser, Ammoniak und Stickstoff (zur Simulierung von nicht kondensierbaren Gasen) in die Laboranlage sind konstant, um die Partialdrücke dieser Komponenten in dem APS-System zu kopieren. Die Laboranlage wird aus einem transparenten Material gefertigt, wie beispielsweise Glas oder Plexiglas, so dass die Salzablagerung in dem Turm visuell beobachtet werden kann.
  • Eine Korrosionssonde und ein Thermoelement, die durch die Anlage bewegt werden können, sind vorgesehen, um einlaufseitig zum Taupunkt die Kurve für die Korrosion in Abhängigkeit von der Temperatur zu erhalten. Die pH-Sonde wird verwendet, um den pH-Wert des Kondensats unterhalb des Taupunktes zu messen.
  • Das in Frage kommende Gemisch des Neutralisiermittel-Amins wird in die Laborsäule bei einer passenden Stelle einlaufseitig zur Kondensationszone und im typischen Fall etwa 5 Böden von dem Kopf der Säule entfernt eingespritzt.
  • Ein typischer Versuch dauert mehrere Stunden, währenddessen das Profil von pH/Korrosionsrate in Abhängigkeit von dem Temperaturprofil des Turms kontinuierlich über der beobachteten Wasserkondensationszone in dem Turm überwacht wird. Die Amin-Beschickungsrate wird erhöht, um den pH-Wert bis zu der Stelle der Anfangskondensation in den korrosionssicheren Bereich von 5,0 bis 6,0 zu bringen. Die Anlage wird visuell auf Abscheidung von Ammoniumchlorid und/oder Ammoniumhydrochlorid-Salzen kontrolliert.
  • In den APS-Anlagen besteht die konventionelle Methode des Kontrollierens der Einspritzrate des Amingemisches in dem APS darin, dass man die Beschickungsrate drosselt, um den pH-Wert des Sammelkondensats, das sich in der Wasserhaube des Überkopf-Kondensat-Sammelbehälters ansammelt, innerhalb eines korrosionssicheren Bereichs im typischen Fall von 5 bis 6 zu halten. Die Förderrate des Amins kann von Hand oder automatisch im geschlossenen Regelkreis geregelt werden.
  • Eine andere und bevorzugte Methode zum Kontrollieren der Zugaberate des Amingemisches als Neutralisierungsmittel umfasst die Verwendung eines Überkopf-Korrosionssimulators. Die Kontrolle kann von Hand über einen Bediener erfolgen, der regelmäßig auf das Profil des OCS-pH-Wertes und/oder der Korrosionsrate um die Zunahme oder Abnahme der Durchsatzrate des Amingemisches achtet, indem der Sollwert an dem Regler für die Förderrate der Aminbeschickung so eingestellt wird, dass ein korrosionssicheres pH-Profil erhalten bleibt. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Bediener der Stelle der Anfangs-Wasserkondensation, wo der pH-Wert am niedrigsten ist und die Korrosionsgefahr am höchsten. Das System kann einen Alarm auslösen, wenn der pH-Wert abfällt oder die Korrosionsrate an irgendeiner Stelle ansteigt, wenn die OCS außerhalb der Regelvorgabe fallen. Alternativ kann die Kontrolle automatisiert mit kommerziell verfügbaren Geräten erfolgen. Es kann ein Scanner-Peak-Aufnahmegerät bereitgestellt werden, das regelmäßig das pH-Profil in dem OCS abtastet und den niedrigsten pH-Wert aufnimmt. Das niedrigste pH-Signal wird an den Regler für die Amin-Beschickungsrate der Förderpumpe gesandt, die diesen mit dem Soll-Wert vergleicht. Der Regler stellt die Förderrate der Aminpumpe so ein, dass der Punkt des niedrigsten pH-Wertes auf dem Soll-Wert gehalten wird.
  • Das Amingemisch kann in das Überkopfsystem eingespritzt oder in eine leicht zugängliche Stelle auslaufseitig unterhalb der Zersetzungstemperatur der Amine. Bevorzugt sollte das Amingemisch einlaufseitig so weit wie möglich weg von der Kondensationszone zugesetzt werden, um eine größtmögliche Zeitspanne für die Reaktion zwischen den Aminen und der HCl in der Dampfphase zu ermöglichen. Eine geeignete Zugabestelle bei einer APS-Anlage ist die Rücklaufleitung des Kerosin-Strippers. Das Amin-Neutralisationsgemisch wird in der Regel als eine wässrige Lösung und im typischen Fall mit etwa 50% Wasser zugesetzt.
  • Beispiel 1
  • In der Labor-Destillationsanlage wurde zur Simulation des APS-Überkopfes eine Abscheidung von Ammoniumchlorid herbeigeführt.
  • Figure 00180001
  • Die Salzabscheidung in den oberen 5 Böden begann unmittelbar nachdem der Fluss von Ammoniumhydroxid und HCl eingeleitet wurde. Das Fouling breitete sich rasch in die Überkopf-Kondensatoren aus. Der Probelauf musste nach 75 Minuten abgebrochen werden, da die oberen Böden von einem starken Fouling befallen waren und die Säule flutete. An den Stellen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur wurden Korrosionsgeschwindigkeiten von mehr als 400mpy aufgezeichnet. Korrosionsgeschwindigkeiten von mehr als 5mpy sind zu groß.
  • Beispiel 2
  • Das gleiche wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme, dass die folgenden Amine zu 5 Böden vom Oberteil der Säule zugegeben wurden:
    Amin Rate, Mol/min
    MOPA 0,031
    MEA 0, 021
  • Es wurde weder in der Säule noch im Überkopf-Kondensator eine Abscheidung von festem Salz festgestellt. Der Durchlauf wurde nach 4 Stunden beendet, hätte jedoch beliebig lange fortgesetzt werden können. Oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur würden wiederum Korrosionsraten bzw. Korrosionsgeschwindigkeiten von mehr als 400mpy aufgezeichnet.
  • Beispiel 3
  • Das gleiche wie in Beispiel 1, jedoch lediglich 15 Minuten zur Bildung eines Überzugs von Ammoniumchlorid auf den obersten Säulenböden und im Kondensator. Sodann wurde das auf den speziellen Fall zugeschnittene Multiamingemisch von Beispiel 2 eingeführt. Es kam nicht nur das Fouling zum Halten, sondern die Salzabscheidungen in den obersten Böden und im Überkopf-Kondensator verschwanden im Verlaufe einer Zeitdauer von etwa 1 Stunde.
  • Besonders interessant war, dass die Korrosionsrate oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur auf lediglich 2mpy abfiel, nachdem die Salzabscheidungen verschwianden waren.
  • Beispiel 4
  • Dieses Beispiel zeigt eine Prozedur der Berechnung, mit der ausgewiesen wird, wie ein Amingemisch bei der Korrosionsbehandlung eines APS unter Anwendung der vorliegenden Erfindung formuliert werden kann:
    APS-Stromkomponente Mole pro Stunde
    Naphtha zu Überkopf 5.124
    Wasser Überkopf 361
    Chloride Überkopf 0,023
    Ammoniak Überkopf 0,020
    nicht kondensierbare Gase Überkopf 2,8
    Gesamt-Überkopfstrom 5.488,69
    Betriebsbedingungen
    Gesamtdruck 2,3 × 102Pa (2.311 mmHg)
    Temperatur im Turm-Oberteil 188°C (370°F)
    Wasser-Taupunkttemperatur 110°C (230°F)
    Temperatur der Gesamtkondensation 43°C (110°F)
  • Die erste Schätzung der für die Korrosionsbekämpfung erforderlichen Zahl der Äquivalente von Aminen beträgt 10% oder mehr als die theoretische Menge, die zum Neutralisieren der Chloride erforderlich ist, 1,1 × 0,023 Mol Chlorid pro Stundendurchsatz = 0,025 Mole Amine pro Stunde.
  • In das in Frage kommende Amingemisch werden MOPA, MEA und Morpholin einbezogen sein. Zu berechnen ist die Höchstzahl der Mole pro Stunde für jedes Amin, das dem System zugeführt werden kann, so dass der Partialdruck jedes Hydrochlorid-Salzes seinen Taupunkt/Sublimationsdruck bei 99°C (210°F) nicht überschreitet, was eine Sicherheitsgrenze von –7°C (20°F) unterhalb der Wasser-Taupunkttemperatur ist. (Diesen Berechnungen ist das Gesetz der Idealen Gase anwendbar). Die Höchstrate von Amin ist die Überkopf-Gesamtdurchflussrate von 5.488,69 Mol pro Stunde x Dampfdruck des Aminhydrochlorids bei 92°C (210°F) in mmHg, dividiert durch den Gesamtdruck des Systems, 2.311 mmHg.
  • Figure 00200001
  • Diese Berechnung zeigt, dass, wenn die erforderliche Molzahl von 0,025 pro Stunde als Amin-Beschickungsrate mit einem Gemisch von 0,012 Mol/h MOPA, 0,012 Mol/h MEA und 0,002 Mol/h Morpholin erreicht wird, es dann keine Abscheidungen von Hydrochlorid-Salz eines Amins bei Temperaturen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur gibt, und zwar unter der Annahme, dass keine analogen Einflüsse in Folge einer Anlagerung von Hydratationswasser an Amin-Salzen oder Salz-Wechselwirkungen auftreten, die den Dampfdruck der Salze beeinflussen. Innerhalb der Grenzen der Aufrechterhaltung der Amin-Gesamtdurchsatzrate bei der zum Neutralisieren der Chloride erforderlichen Rate und ohne die Teildrücke der Ausscheidung der Amin-Salze zu überschreiten, lassen sich die Verhältnisse der Aminkomponenten variieren, was oftmals vorgenommen wird, um das pH-Profil in der Kondensationszone zu optimieren und zu gestalten.
  • MOPA und MEA verfügen über höhere Kb-Werte als Ammoniak, weshalb, da in diesem Fall die Gesamtzahl der Mole Amin von 0,024 pro Stunde Beschickungsrate das Molverhältnis der Chloride überschreitet, die Überkopf in das System gelangen, gibt es keine Gefahr, dass sich Ammoniumchlorid oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatür abscheiden wird. In der allgemeinen Situation müsste man davon ausgehen, dass Amine mit Kb-Werten größer als Ammoniak quantitativ mit dem Chlorid reagieren würden und das verbleibende Chlorid mit dem restlichen Chlorid Ammoniumchlorid bilden würde. Dann ließe sich der Partialdruck von Ammoniumchlorid berechnen und es ließe sich unter Verwendung von 3 bestätigen, dass Ammoniumchlorid bei Temperaturen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur nicht ausfällt.
  • Das in Frage kommende Gemisch von MOPA, MEA und Morpholin wurde in einem Simulationsversuch eines Labor-APS getestet. Das pH-Profil über der Wasserkondensationszone wurde untersucht. Die Beschickungsrate des Amingemisches wurde so lange erhöht, bis sich das pH-Profil vollständig im korrosionssicheren Bereich oberhalb von pH 5,0 befand. Die Amin-Beschickungsrate wurde mit der theoretischen, stöchiometrischen Rate verglichen, die zum Neutralisieren der Chloride erforderlich ist, um zu ermitteln ob das erforderliche Überschussverhältnis von Amin ausreichend ist. Die Laborsäule wurde visuell geprüft, um nachzuweisen, dass sich keine Abscheidungen von Amin-Satz gebildet haben. Außerdem wurde die Korrosionssonde kontrolliert um sicherzustellen, dass die Korrosionsrate unterhalb von 5mpy ist. Abschließend würde das Verhältnis der Amine in dem Gemisch variiert, ohne die maximale Amingrenze irgendeiner Komponente zu überschreiten, um das optimale Amin-Gemischverhältnis für die dreikomponentige Mischung zu bestimmen, die die erforderliche Erhöhung der pH-Kurve bei minimaler Gesamtbeschickungsrate des Amins gewährt.
  • Wenn Abscheidungen von Amin-Salz einlaufseitig von der Wasser-Taupunkttemperatur-Linie unter Verwendung des in Frage kommenden MOPA-, MEA-, Morpholin-Gemisches selbst dann festgestellt werden, wenn die Berechnungen unter Verwendung der Dampfdrücke der Hydrochlorid-Salze ausgeführt wurden sollte keine Abscheidung auftreten, und es ist dann wahrscheinlich, dass ein oder mehrere der Aminhydrochloride bei den Bedingungen des Systems weniger Hydratationswasser angelagert haben und das weniger hydratisierte Salz über einen deutlich niedrigeren Dampfdruck verfügt als das mehr nicht hydratisierte Salz. Die in Frage kommende Aminmischung wird mit zusätzlichen Aminkomponenten neu formuliert und die neue Mischung in der Laboreinheit zur Simulation des APS getestet. Der Prozess wird so lange wiederholt, bis ein zufriedenstellendes Amingemisch für das zu behandelnde APS-System entwickelt worden ist. Tabelle 1 Amine zur Korrosionsbekämpfung
    Figure 00220001
  • MOPA
    Methoxypropylamin
    MEA
    Monoethanolamin
    EDA
    Ethylendiamin
    nPA
    n-Propylamin
    DMA
    Dimethylamin
    DMEA
    Dimethylethanolamin
    DEAE
    Diethylaminoethanol
    DAMP
    Diaminomethylpropanol

Claims (7)

  1. Verfahren zur Korrosionsinhibition an Innenflächen eines Kohlen-wasserstoffe, Wasser und Chloride enthaltenden Kondensationssystems, welches Verfahren umfasst: Zuführen einer Mischung von Aminen in das Kondensationssystem mit einer ausreichenden Geschwindigkeit, um den pH-Wert von Wasserkondensat an allen Stellen in der Kondensationszone in dem Kondensationssystem oberhalb von etwa pH 5 zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung von Aminen aus einer ausreichenden Zahl verschiedener Amine besteht, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ammoniak, Methoxypropylamin, Ethanolamin, Ethylendiamin, n-Propylamin, Dimethylamin, Dimethylethanolamin, Diethylaminoethanol und Diaminomethylpropanol, so dass kein Hydrochlorid-Salz irgendeines der Amine in der Amin-Mischung eine Flüssigkeit oder ein Feststoff auf der Innenfläche abscheiden kann, die sich auf einer Temperatur oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur des Kondensationssystems befindet; und wobei die Beschickung der Amin-Mischung zu dem System ausreichend Amine mit Kb-Werten größer als Ammoniak enthält, um die Erzeugung von Abscheidungen von festem Ammoniumchlorid auf den Innenflächen zu verhindern, die sich auf Temperaturen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur des Kondensationssystems befinden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem bei jedem Amin der Partialdruck seines Hydrochlorid-Salzes den Damp-/Flüssigkeit-Gleichgewichtsdruck für dieses Salz bei der Wasser-Taupunkttemperatur des Kondensationssystems nicht überschreitet.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem ein oder mehrere der Amine in der Amin-Mischung Kb-Werte größer als Ammoniak haben und ausreichend Mole dieser Amine mit Kb-Werten größer als Ammoniak dem Kondensationssystem zugeführt werden, um den Partialdruck von Ammoniumchlorid in dem Kondensationssystem herabzusetzen, so dass Ammoniumchlorid nicht auf den Oberflächen des Kondensationssystems kondensieren kann, die sich auf Temperaturen oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur des Systems befinden.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Mischung der Amine auftragsspezifisch auf das Kondensationssystem abgestimmt ist, so dass das pH-Profil in der gesamten Kondensationszone des Kondensationssystems oberhalb des pH-Werts liegt, bei dem eine deutliche Korrosion der Konstruktionsmaterialien des Kondensationssystems auftritt und der Amin-Durchsatz ein Minimum hat.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Durchsatz der Mischung von Aminen unter Verwendung eines Überkopf-Korrosionssimulators geregelt wird, um den pH-Wert in Abhängigkeit von dem Temperaturprofil in der Kondensationszone des Kondensationssystems zu überwachen.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Kondensationssystem ein Normaldruckrohrverdampfer ist, der zur Anwendung gelangt, um Rohöl zu den Produktfraktionen zu destillieren.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Amin-Mischung ermittelt wird, indem eine in Frage kommende Mischung von Aminen in einer Laboranlage getestet wird, mit der das Kondensationssystem simuliert wird; der Amin-Durchsatz zum Anheben des pH-Profils in der Wasser-Kondensationszone bis oberhalb des korrosionssicheren pH-Werts erhöht wird; festgestellt wird, ob diese Hydrochlorid-Salzabscheidungen von einer oder mehreren Komponenten oberhalb der Wasser-Taupunkttemperaturen erzeugt werden und ob sich diese Abscheidungen bilden; Erhöhen der Zahl der Komponenten in der Amin-Mischung unter gleichzeitiger Verringerung des Durchsatzes jeder Komponente, bis die sichere pH-Wertanhebung ohne die Amin-Salzabscheidung oberhalb der Wasser-Taupunkttemperatur erreicht ist.
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