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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Kette gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1 und eine Kette gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 8.[0001]
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Die den Gegenstand der Erfindung bildende Kette soll hauptsächlich als
Tragekette für Juwelierbedarf dienen, z. B. als Halskette oder als Armkette. Für solche
Verwendungen ist die Struktur (das Aussehen) der Kette der entscheidende Hauptfaktor.[0002]
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Gemäß der äußeren Erscheinung sind die sogenannte Spiralkette und die
sogenannte Etruskische Kette am ehesten ähnlich.[0003]
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Die Spiralkette wird aus einem oder mehreren kontinuierlichen fadenförmigen
Element(en) hergestellt. Nachteilig an der Spiralkette ist ihre schlechte Biegbarkeit
aufgrund der Herstellung aus einem einzigen Fadenelement. Auch die Haltbarkeit der
Spiralkette ist nur mäßig, weil bei solchen Ketten relativ scharfe Kettenknicke auftreten,
welche ihre Festigkeit unweigerlich beeinträchtigen. Ferner ist die Reparatur einer
Spiralkette ein schwieriges Unterfangen, denn in dem gewöhnlich durchgehenden
Fadenelement muß eine Verbindung erzeugt werden, um die Kette zu reparieren.[0004]
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Eine Etruskische Kette wird aus getrennten, oval geformten Schlaufen gemacht,
die ineinander gelagert sind, "Schlaufe in Schlaufe". Der Nachteil der Etruskischen
Kette ist ihre Starrheit (geringe Flexibilität) aufgrund des Herstellungs-Verfahrens,
wobei die Kette aus ineinander eingehängten Schlaufen gemacht wird. Wegen dieser
Herstellungsweise wird die Kette auch vergleichsweise schwer. Zudem ist das
Reparieren einer Etruskischen Kette infolge ihres kompakten Aufbaues eine mühsame Arbeit.[0005]
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Ziel der Erfindung ist es, die erwähnten Nachteile zu beseitigen. Speziell
bezweckt die Erfindung, eine nachgiebige, feste, leichtgewichtige Konstruktion, die
bequem reparierbar, industriell leicht zu fertigen und von schönem Aussehen sein soll,
sowie ein Herstellungs-Verfahren hierfür darzubieten.[0006]
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Bezüglich der Merkmale, welche die Erfindung kennzeichnen, wird auf die
Patentansprüche verwiesen.[0007]
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Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden aus fadenförmigem Material
separate geschlossene Ringe gemacht. Die Ringe werden so gebogen, daß sie
wenigstens drei Schleifen - vorteilhaft in regelmäßigem Abstand - aufweisen, d. h. der Ring-
Umfang wird einwärts gedrückt, wodurch sich zwischen den Druck-Ansatzstellen
auswärts gerichtete Schleifen (Bögen) bilden. Dann werden die Schleifen jeweils durch die
Schleifen des vorhergehenden Ringes der im Aufbau befindlichen Kette
hindurchgeführt und die Ringschleifen werden aufwärts bzw. in Aufbaurichtung der Kette
gebogen, um die entsprechenden Schleifen des folgendes Ringes aufzunehmen.[0008]
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Mit Vorteil werden die separaten geschlossenen Ringe gefertigt, indem man
das fadenförmige Material zu einer Wendel formt, diese in Einzelstücke zerschneidet
und die Enden jedes Stücks verbindet, so daß ein geschlossener Ring entsteht.[0009]
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Vorteilhaft werden die Ringschleifen anfangs zu den Schlaufen des jeweils
vorhergehenden Ringes, d. h. zum Ende der im Aufbau begriffenen Kette hin gebogen,
wodurch es leichter wird, die Ringschleifen durch jene des vorhergehenden Ringes am
Kettenende hindurchzuführen. Sobald sie durchgetreten sind, werden die
abwärtsgebogenen Schlaufen in entgegengesetzter Richtung hochgedreht, um die nach unten
gerichteten Schlaufen des nachfolgend zu montierenden Ringes aufzunehmen.[0010]
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Die am Ring erzeugten Schleifen werden mit Vorteil so gebogen, daß der diese
Schleifen aufweisende Ring eine runde, weich gewellte oder mäanderartige
SternKonfiguration ohne scharfe Winkel oder Knicke erhält. Dadurch wird die in Erzeugung
befindliche Kette fest und von gleichmäßiger Qualität.[0011]
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Vorteilhaft wird die in der Länge fertiggestellte Kette dadurch kalibriert, daß man
sie durch einen Kalibrierring hindurchzieht, wodurch die Kette ihre endgültige,
gleichmäßige Querschnitts-Gestalt bekommt.[0012]
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Die erfindungsgemäße Kette besteht aus einer Anzahl geschlossener,
miteinander verbundener Ringe, deren Gesamtheit eine Längskette bildet. Nach der Lehre
der Erfindung sind die Ringe separat geschlossen und miteinander durch Biegung
derart verbunden, daß jeder Ring wenigstens drei Schleifen [Bögen, Schlaufen] aufweist,
die durch die entsprechenden Schleifen des vorhergehenden Ringes der Kette
hindurchgeführt und in Ketten-Aufbaurichtung nach vorn gebogen sind, um die
entsprechenden Schleifen des nächsten Ringes aufzunehmen.[0013]
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Die Ringe sind vorteilhaft Metallringe und insbesondere für den Juwelierbedarf
Edelmetallringe.[0014]
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Die erfindungsgemäße Kette kann gleichermaßen aus Stahlringen gemacht
und, geeignete Bemessung vorausgesetzt, dann z. B. als Schutz- und
Transport-Halterung für Langkörper benutzt werden, weil die Kette in sich einen Hohlraum begrenzt
und ihr Mantel vergleichsweise dick sowie elastisch ist. Eine passend dimensionierte
Kette bietet dem darin befindlichen Langkörper auf diese Weise wirksamen Schutz
gegen äußere Stoßeinwirkungen.[0015]
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Gemäß der Erfindung kann die Kettenkonstruktion auch eine Anzahl von
Schleifen [bzw. Schlaufen/Bögen] aufweisen, deren Relativ-Anordnung zueinander in
geeigneter Weise veränderlich sein kann, so daß Ketten und Schmuckstücke von
unterschiedlichen Querschnitten und verschiedenem Aussehen hergestellt werden
können, wobei die Kettenformen zwischen flach und völlig rund variieren. Ferner kann
die Kette als im Querschnitt variabel gefertigt werden.[0016]
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Gegenüber dem Stand der Technik besteht der Vorteil der Erfindung darin, daß
auf diese Weise eine sehr dünne und flexible Kette herstellbar ist, ohne daß ihre
Haltbarkeit irgendwie beeinträchtigt würde, weil bei keinem Fertigungsschritt irgendwelche
scharfe Knicke an dem benutzten Fadenelement oder an den einzelnen Ringen
auftreten. Die Fertigung der erfindungsgemäßen Kette ist leicht mechanisierbar, und bei
der maschinellen Produktion ist diese Kette aufgrund ihres
Festigkeits-/Gewichts-Verhältnisses durchaus wettbewerbsfähig.[0017]
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Im folgenden wird die Erfindung detailliert anhand der zugehörigen
Zeichnungen beschrieben, in denen[0018]
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Fig. 1 den für eine erfindungsgemäße Kette benutzten Ring darstellt,
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Fig. 2 den Schritt des Ring-Biegens darstellt,
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Fig. 3 den Schritt der Kettenmontage darstellt und
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Fig. 4 den fertigen Kettenaufbau zeigt.
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[0019] Die erfindungsgemäße Kette wird wie folgt gemacht. Zuerst wird eine Anzahl
von Ringen 1 hergestellt, wie in Fig. 1 abgebildet oder als runde, feste Ringe. Mit
geeigneten Mitteln 5 wird der Ring 1 in Richtung zum Ringzentrum eingedrückt, so daß
am Umfang zwischen den Druck-Ansatzstellen Schleifen 2 [bzw. Bögen/Schlaufen]
entstehen, im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Schleifen. Sowohl die Schleifen
als auch die Ringbereiche dazwischen sind sanft gewölbt und von runder Form.
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[0020] Gemäß Fig. 3 werden die Ring-Schleifen 2, die am Ende der Kette montiert
werden, in Richtung auf das Kettenende hin abgebogen, d. h. nach unten in Fig. 3,
worauf die Schleifen 2 durch die entsprechenden Schleifen 4 des vorhergehenden
Ringes am Kettenende hindurchführbar sind. Die Schleifen 4 zeigen nach oben, d. h.
auf den zu montierenden neuen Ring 1 hin. Nachdem die Schleifen 2 von Ring 1 durch
die Schleifen 4 von Ring 3 hindurchgetreten sind, werden die Schleifen 2
aufwärtsgebogen, wodurch sie nun in der Lage sind, die abwärtsgebogenen Schleifen des
nächsten zu montierenden Ringes aufzunehmen.
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[0021] Indem man auf diese Weise fortfährt und die jeweils mit Schleifen versehenen
Ringe miteinander verbindet, erhält man eine Kette wie in Fig. 4 gezeigt, die
hochelastisch, von leichtem Aufbau und fest ist.
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[0022] Während die Erfindung vorstehend anhand der Beispiele in den Zeichnungen
erläutert wurde, können andere Ausführungsformen im Rahmen des
Erfindungsgedankens in Betracht kommen, der durch die Ansprüche definiert ist.