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DE69420392T2 - Verbesserungen an kolben für injektionskartuschen - Google Patents

Verbesserungen an kolben für injektionskartuschen

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Publication number
DE69420392T2
DE69420392T2 DE69420392T DE69420392T DE69420392T2 DE 69420392 T2 DE69420392 T2 DE 69420392T2 DE 69420392 T DE69420392 T DE 69420392T DE 69420392 T DE69420392 T DE 69420392T DE 69420392 T2 DE69420392 T2 DE 69420392T2
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DE
Germany
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piston
pistons
chamber
face
deformation
Prior art date
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DE69420392T
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Birger Hjertman
Olle Ljungquist
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Pfizer Health AB
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Pharmacia and Upjohn AB
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Publication of DE69420392T2 publication Critical patent/DE69420392T2/de
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen bei Kolben zum Verdrängen einer Flüssigkeit innerhalb einer zylindrischen Kammer, insbesondere in Injektionspatronen. Im besonderen betrifft die Erfindung eine verbesserte Gestalt von Kolben zur Verwendung mit Injektionspatronen, die eine erhöhte Genauigkeit bei der Abmessung und Dosierung von Präparaten aus der Patrone bereitstellt.
  • Kolben zur Verwendung mit Injektionspatronen werden gewöhnlich aus Gummi oder einem ähnlichen Kunststoff mit nachgiebigen. Eigenschaften hergestellt. Bei der Herstellung derartiger Kolben wird eine oder beide Endflächen derselben eben und rechtwinklig zur Längsachse des Kolbens ausgestaltet. Außerdem werden die ebenen Endflächen häufig mit einer Anzahl von kleinen Vorsprüngen versehen, um zu verhindern, daß die Flächen bei der Herstellung und Handhabung der Kolben aneinander haften.
  • Wenn ein derartiger Kolben in den Zylinder einer Injektionspatrone eingeführt wird, wird er verformt und zusammengedrückt. Dies ist der Fall, da der Innendurchmesser des Zylinders kleiner als der Außendurchmesser des Kolbens sein muß, um eine gute Dichtung zwischen dem Kolben und der Innenwand des Zylinders sicherzustellen. Wenn der Kolben daher elastisch deformiert wird, nehmen seine zuvor ebenen Endflächen eine konkave Konfiguration an, wobei das Zentrum der Endfläche tiefer als die randseitigen Abschnitte der Fläche liegt.
  • Die unebene Konfiguration der Endfläche des Kolbens verursacht eine Abnahme der Abmeßgenauigkeit wenn der Kolben über eine bestimmte Strecke verschoben wird, um eine bestimmte Menge eines flüssigen Präparats abzumessen.
  • Der Rundhöhlungsgrad hat gewöhnlich eine Größenordnung von ungefähr 0,1 mm. Die Verschiebung des Kolbens bei der Abmessung einer Flüssigkeitsdosis liegt häufig bei 1 mm. Es ist somit ersichtlich, daß die Rundhöhlung (Konkavität) des Kolbens einen Meßfehler von bis zu 10% verursachen kann. Ein Fehler dieser Größenordnung ist gewöhnlich nicht akzeptabel.
  • Dieses Problem verschlimmert sich noch bei Injektionspatronen mit zwei Kammern. Bekannterweise, umfassen diese Patronen eine vordere Kammer, die üblicherweise den festen Bestandteil des zu injizierenden Präparats enthält, und eine rückwärtige Kammer, die üblicherweise den flüssigen Bestandteil des Präparats enthält. Die zwei Kammern sind durch einen beweglichen vorderen Kolben getrennt, wobei das hintere Ende der rückwärtigen Kammer durch einen beweglichen hinteren Kolben abgedichtet ist. Wenn die zwei Bestandteile gemischt werden sollen wird der hintere Kolben vorwärts bewegt, wobei der durch diese Bewegung erzeugte Druck durch die im wesentlichen nicht komprimierbare Flüssigkeit auf den vorderen Kolben übertragen wird, der seinerseits vorwärts bewegt wird. Diese Vorwärtsbewegung des vorderen Kolbens öffnet eine Bypass-Verbindung, so daß bewirkt wird, daß die in der rückwärtigen Kammer befindliche Flüssigkeit durch die Bewegung des hinteren Kolbens in die vordere Kammer fließt und sich mit dem festen Bestandteil mischt, um das gewünschte injizierbare Präparat zu bilden. Wenn der gesamte flüssige Bestandteil in die vordere Kammer gedrängt worden ist, liegt die Stirnfläche des hinteren Kolbens an der Rückwand des vorderen Kolbens an und die zwei Kolben wirken nun als einzelner Kolben zur Abmessung des injizierbaren, in der vorderen Kammer gebildeten Präparats zusammen.
  • Wenn die zwei Endflächen der zwei Kolben zusammentreffen, liegen sie jedoch nicht vollständig aneinander an, da sie nicht eben sind. Aufgrund der Verformung liegen die geformten konkaven Flächen zuerst nur an ihren randseitigen Abschnitten an, wodurch ein Federeffekt verursacht wird, der die Bewegung der zwei kombinierten Kolben ungenau macht. Da der vordere Kolben nicht ohne Reibung in bezug auf den Zylinder verschoben werden kann und da die Reibung in der Ruhestellung größer als die Reibung während der Bewegung ist, ist die Übertragung der Abmeßbe wegung, die ungefähr 1 mm betragen kann, nicht gleichmäßig. Das bedeutet, daß die Positionierung des vorderen Kolbens nicht exakt ist, was die Abmessung ungenau macht.
  • Dies ist besonders deutlich bei Kolben, die eine geringe Masse haben und mit einer niedrigen Geschwindigkeit gegen einen erheblichen Reibungswiderstand verschoben werden. Die Bewegung der Kolbenstange wird dann nicht ohne Abweichungen auf die Stirnfläche des vorderen Kolbens übertragen.
  • Der vorstehend erwähnte Federeffekt bewirkt außerdem, daß die auf die Zylinderwand durch die Kolben ausgeübte radiale Klemmkraft ansteigt, wenn die Kolben während der Übertragung der Axialkraft von der Kolbenstange weiter verformt werden. Daher steigt die Reibungskraft, wenn die Kolben verschoben werden sollen. Dies macht es noch schwieriger, die erforderliche Genauigkeit bei der Abmessung des injizierbaren Präparats zu erhalten.
  • Durch die Erfindung werden die vorstehend genannten Probleme weitgehend beseitigt. Erfindungsgemäß ist eine Flüssigkeitsverdrängungsvorrichtung bereitgestellt, umfassend eine zylindrische Kammer und zumindest einen in dieser Kammer angeordneten Kolben aus einem nachgiebigem Material, wobei der Kolben a) einen randseitigen Abschnitt und b) zumindest eine Endfläche aufweist. Dieser Aspekt der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Endfläche des Kolbens dahingehend deformationskorrigiert ist, daß i) die Endfläche im nicht komprimierten Kolbendurchmesserzustand eine konvexe Gestalt hat und ii) der Grad der Endflächenwölbung im nicht komprimierten Zustand dafür ausgelegt ist, eine im wesentlichen ebene Endflächengestalt in komprimiertem Zustand bei kleinerem Kolbendurchmesser innerhalb der Kammer zu ergeben.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein zweiter Kolben, der ebenfalls zumindest eine deformationskorrigierte Endfläche hat, ebenfalls in der Kammer in komprimiertem Zustand angeordnet, wobei die deformationskorrigierten Flächen der zwei Kolben einander gegenüberliegen und im wesentlichen eben sind.
  • In der EP-A2-0 111 724 ist eine Druckkolbenstangenanordnung zur Verwendung mit einem Spritzenzylinder offenbart. Diese Schrift enthält jedoch keine Lehre hinsichtlich dieses Problems und seiner erfindungsgemäßen Lösung, d. h. eine im wesentlichen ebene Endfläche eines Kolbens in komprimiertem Zustand innerhalb eines Spritzenzylinders zu erhalten, indem dieser Endfläche im nicht komprimierten Zustand eine konvexe Gestalt verliehen wird. Tatsächlich zeigt dieses Dokument sogar Kolben, die innerhalb des Spritzenzylinders eine konvexe Endfläche haben.
  • Die Erfindung ist durch die folgende Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen dem Stand der Technik entsprechenden Kolben vor der Anordnung in dem Zylinder einer Injektionspatrone. Fig. 2 zeigt denselben Kolben nach der Anordnung in dem Zylinder. Fig. 3 zeigt den Zylinder einer Injektionspatrone, in dem zwei Kolben mit ihren Endflächen aneinander anliegen. Fig. 4 zeigt einen mit einer erfindungsgemäßen Anordnung zu verwendenden Kolben vor der Einführung in den Zylinder einer Injektionspatrone, und Fig. 5 zeigt denselben Kolben nach der Einführung in den Zylinder. Fig. 6 zeigt den Zylinder einer Injektionspatrone, in dem zwei erfindungsgemäße Kolben mit ihren Endflächen aneinander anliegen. In den Figur haben gleiche Merkmale dieselben Bezugszeichen.
  • Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines bekannten Kolbens vor der Einführung in den Zylinder einer Injektionspatrone. Der Kolben 1 hat eine vordere Stirnfläche 2, die eben ist, und eine rückwärtige Stirnfläche 3, die flach, konvex oder konkav sein und Einrichtungen (nicht gezeigt) zum Befestigen einer Kolbenstange aufweisen kann. Zur Erreichung einer besseren Dichtwirkung und einer verminderten Reibung ist der Kolben üblicherweise mit Umfangsrippen 4, 5 und 6 versehen. Darüber hinaus kann die vordere ebene Fläche des Kolbens kleine Vorsprünge 7 auf weisen, um zu verhindern, daß die ebenen Flächen bei der Herstellung und Handhabung der Kolben aneinander haften.
  • Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht eines bekannten Kolbens, der in den Zylinder 8 einer Injektionspatrone eingeführt ist. Da der Innendurchmesser des Zylinders 8 kleiner als der Durchmesser des Kolbens 1 ist, wird der Kolben im Zylinder derart verformt, daß die ursprünglich ebene Stirnseite 2 zu einer konkaven Gestalt verformt wird. Aus Klarheitsgründen ist die Rundhöhlung der Fläche 2 in den Figuren übertrieben dargestellt.
  • Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht eines bekannten Kolbens 1, der als hinterer Kolben in den Zylinder einer Injektionspatrone eingeführt ist. Der Kolben 1 ist mittels der Kolbenstange 9 vorwärts bewegt worden, wobei die flüssige Phase in eine vordere Kammer 10 durch eine Bypass-Verbindung (nicht gezeigt) gedrängt wurde. Wenn die gesamte Flüssigkeit in die vordere Kammer 10 gedrängt worden ist, liegt der hintere Kolben 1 an dem vorderen Kolben 1' an. Dieser vordere Kolben 1' kann dieselbe Gestalt wie der hintere Kolben 1 aufweisen, d. h. eine ursprünglich ebene Rückwand 2', eine Stirnfläche 3' und Umfangsrippen 4', 5' und 6'. Wenn dieser vordere Kolben 1' in den Zylinder 8 einer Injektionspatrone eingeführt worden ist, ist seine Rückwand 2' von ihrer zuvor ebenen Konfiguration in eine konkave Konfiguration verformt worden, was in der Figur aus Gründen der Klarheit übertrieben dargestellt ist.
  • Es ist ersichtlich, daß sich, wenn die Stirnfläche 2 des hinteren Kolbens 1 an der Rückwand 2' des vorderen Kolbens 1' anliegt, die zwei Flächen zunächst an ihren randseitigen Abschnitten berühren. Um zu bewirken, daß die zwei Flächen über ihre gesamte Fläche aneinander anliegen, ist eine größere Kraft erforderlich. Aufgrund der Nachgiebigkeit des Kolbenmaterials wird ein Federeffekt erzeugt, wie er etwa von einer Tellerfeder erzeugt wird. Aufgrund dessen wird eine Vorwärtsbewegung der Kolbenstange 9 nicht exakt auf den vorderen Kolben 1' übertragen, wodurch die Abmessung einer Flüssigkeit in der vorderen Kammer 10 ungenau ist. Da die Abmeßbewegungen des vorderen Kol bens ziemlich gering sein können, in einer Größenordnung von ungefähr 1 mm oder sogar noch weniger, folgt daraus, daß Ungenauigkeiten bei diesen Bewegungen zu erheblichen Abmeßfehlern führen können. Derartige Fehler können für den Patienten, der die abgemessene Injektion erhält, ernsthafte Konsequenzen haben.
  • Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines mit der erfindungsgemäßen Anordnung zu verwendenden Kolbens. Der Kolben 11 hat eine Stirnfläche 12, die leicht konvex ausgeformt ist. Aus Gründen der Klarheit ist diese Konvexität in der Figur übertrieben dargestellt. In jeder anderen Hinsicht ist der Kolben 11 ähnlich wie der in Fig. 1 gezeigte Kolben ausgeführt und weist eine Rückwand 13, die eben, konkav oder konvex sein kann, und Umfangsrippen 14, 15 und 16 auf. Es sind jedoch auf der Stirnfläche 12 keine Vorsprünge erforderlich, da die konvexen Flächen bei der Herstellung und Handhabung der Kolben nicht leicht aneinander haften.
  • Fig. 5 ist eine Teilschnittansicht eines mit der erfindungsgemäßen Anordnung zu verwendenden Kolbens nach der Einführung in den Zylinder 18 einer Injektionspatrone. Da der Innendurchmesser des Zylinders 18 geringer als der Durchmesser des Kolbens 11 ist, ist der Kolben nach der Anordnung im Zylinder verformt, wobei diese Verformung bewirkt, daß die ursprünglich konvexe Stirnfläche 12 eine ebene Konfiguration annimmt, wie in Fig. 5 gezeigt.
  • Fig. 6 zeigt eine Teilschnittansicht einer Anordnung, die ähnlich der in Fig. 3 gezeigten ausgeführt ist, jedoch zwei Kolben verwendet. Der hintere Kolben 11 ist vorwärts in den Zylinder 18 der Injektionspatrone bewegt worden, wobei der gesamte flüssige Bestandteil durch eine Bypass-Anordnung (nicht gezeigt) in die vordere Kammer 20 verdrängt worden ist. Die Stirnfläche 12 des hinteren Kolbens 11 liegt nun an der Rückwand 12' des vorderen Kolbens 11' an, wobei ersichtlich ist, daß, da die zwei Flächen erfindungsgemäß eben sind, sie sich über ihre gesamte Fläche berühren und kein Federeffekt auf tritt. Daher wird eine Vorwärtsbewegung der Kolbenstange 19 exakt über die zwei Kolben 11 und 11' in dieselbe Vorwärtsbewegung des vorderen Kolbens 11' umgesetzt, wodurch die Abmessung des gemischten Präparats in der vorderen Kammer 20 sogar bei äußerst geringen Bewegungen genau ist.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Rückwand der Kolben ausgeprägt konvex oder sogar mehr oder weniger zugespitzt, so daß sie sich deutlich von der leicht konvexen Stirnfläche der Kolben unterscheidet. Aufgrund des ausgeprägten Unterschieds zwischen den zwei Flächen ist es einfach, die Kolben korrekt mittels mechanischer Handhabungseinrichtungen auszurichten, wenn sie in den Zylinder einer Injektionspatrone eingeführt werden. Gleichzeitig sind keine Vorsprünge auf den Stirnflächen der Kolben erforderlich, wie bereits vorstehend erwähnt. Diese Vorsprünge tragen zu Abmeßfehlern bei, wurden jedoch als notwendig erachtet, um zu verhindern, daß die Kolben mit ihren ebenen Flächen aneinander haften. Da die Stirnflächen außerhalb des Zylinders (nicht mehr) eben sind, ist das Risiko, daß die Kolben aneinander haften, wesentlich geringer, so daß auf Vorsprünge verzichtet werden kann.
  • Die Injektionspatrone als solche hat eine herkömmliche Ausgestaltung und umfaßt Merkmale wie eine Bypass-Anordnung, beispielsweise einen Kanal in der Zylinderwand, und einen Verschluß am vorderen Ende der Patrone, der mit einer hohlen Nadel durchstochen werden kann. Aus Klarheitsgründen und da solche Merkmale Fachleuten auf diesem Gebiet bestens bekannt sind, sind diese Merkmale in den Darstellungen der Figuren nicht gezeigt.
  • Wenn die Injektionspatrone zur Abmessung und Verabreichung des in der vorderen Kammer gemischten Präparats verwendet werden soll, wird sie gewöhnlich in einer Halteeinrichtung angeordnet, die eine Abmeß- und Dosiereinrichtung aufweisen kann. Eine Vielzahl derartiger Einrichtungen ist Fachleuten auf diesem Gebiet wohl bekannt, wobei erfindungsgemäße Patronen mit einem oder mehreren Kolben mit ihnen verwendet werden können, ohne daß an ihnen irgendwelche funktionelle Einstellungen durchgeführt werden müssen. Dies ist ein weiterer Vorteil der Erfindung.
  • Die mit der erfindungsgemäße Anordnung zu verwendenden Kolben können aus herkömmlichen Materialien hergestellt werden, die üblicherweise für Kolben von Injektionspatronen verwendet werden, wobei keine speziellen Materialien erforderlich sind. Somit kann ein Fachmann ein geeignet nachgiebiges Gummi- oder Kunststoffmaterial aus den für diesen Zweck bekannten Materialien auswählen.
  • Der Wölbungsgrad, der der Fläche oder den Flächen der erfindungsgemäßen Kolben verliehen werden soll, kann auf verschiedene Arten bestimmt werden, die für Fachleute offensichtlich sind. Das naheliegendste Verfahren ist Experimentieren. Es ist einfach, eine Anzahl von Kolben mit unterschiedlichen Wölbungsgraden der Endflächen bereitzustellen und die Kolben anschließend durch Einführen derselben in ein Rohr mit demselben Innendurchmesser wie der Zylinder der Injektionspatrone zu testen. Der Testkolben, dessen Endfläche in dem Rohr eben wird, wird dann ausgewählt.
  • Ein anderer Weg zur Bestimmung der gewünschten Wölbung (Konvexität) ist durch Berechnung. Bei einer derartigen Berechnung geht man vom dem Kolben aus, der in seiner Position in der zylindrischen Trommel eine ebene Stirnfläche aufweist. Durch Kenntnis derartiger Parameter, wie Abmessungen und Gestalt des Kolbens und des Zylinders sowie der elastischen Eigenschaften des für den Kolben verwendeten Materials, kann man rückwärts rechnen, um die gewünschte Wölbung des Kolbens herauszufinden, bevor dieser in den Zylinder eingeführt wird. Dafür gibt es Computerprogramme, die die sogenannte finite Elementemethode (FEM) verwenden.
  • Es ist wichtig, daß der Innendurchmesser des Zylinders der Injektionspatrone mit hoher Präzision und Genauigkeit hergestellt wird. Geringe Abweichungen im Innendurchmesser haben einen tiefgreifenden Einfluß auf die Gestalt der Stirnfläche des Kolbens, nachdem dieser in den Zylinder eingeführt wurde und somit auch auf die Abmeßgenauigkeit.
  • Mit Ausnahme der konvexen Gestalt einer oder beider Endflächen entspricht die Gestalt der erfindungsgemäßen Kolben der von herkömmlichen Kolben für Injektionspatronen. Dies hat den Vorteil, daß die zur Herstellung der Kolben verwendeten Formen nur geringfügig abgewandelt werden müssen. Auch das Herstellungsverfahren für die Kolben bleibt gegenüber dem herkömmlichen Verfahren im wesentlichen unverändert. Da die konvexen Flächen der Kolben nicht wie die herkömmlichen ebenen Flächen dazu neigen, während der Herstellung und Handhabung der Kolben aneinander zu haften, besteht keine Notwendigkeit, die Flächen mit kleinen Vorsprüngen zu versehen.
  • Falls erforderlich, werden die mit der erfindungsgemäßen Anordnung zu verwendenden Kolben mit einer geeigneten Befestigungseinrichtung für eine Kolbenstange versehen. Diese Befestigungseinrichtung kann jede herkömmliche Einrichtung sein.
  • Durch die Erfindung werden Kolben zur Verwendung in Injektionspatronen bereitgestellt, die im Vergleich zu herkömmlichen Kolben für denselben Zweck eine Vielzahl von Vorteilen aufweisen. Da die Kontaktfläche eben ist, wenn die vorderen und hinteren Kolben aneinander in einer Injektionspatrone anliegen, wird der "Federeffekt" beseitigt. Dies führt zu einer verbesserten Genauigkeit bei der Abmessung des zu verabreichenden Präparats. Darüber hinaus ist die Kraft, die erforderlich ist, um die zwei Kolben miteinander zu verschieben, verringert, was zu weniger strengen Anforderungen bei der Antifriktionsbehandlung der Innenwand der Patrone oder der. Kolbenoberfläche, wie etwa Silikonisierung, führt.
  • Die Erfindung ist in der vorstehenden Beschreibung beschrieben und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft dargestellt worden. Es versteht sich jedoch von selbst, daß andere Ausführungsbeispiele und Variationen der Erfindung möglich sind, ohne den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche zu verlassen. Somit bietet die Erfindung, obwohl die Vorteile der Erfindung bei der Abmessung flüssiger Dosen aus einer Injektionspatrone mit zwei Kammern offensichtlich sind, auch Vorteile, wenn sie mit einfachen Injektionsspritzen und Patronen mit nur einer Kammer verwendet wird. Ganz allgemein kann die Erfindung immer dann angewandt werden, wenn eine Flüssigkeit präzise in Dosen durch Verschieben eines Kolbens in einer zylindrischen oder rohrförmigen Kammer abgemessen werden soll.

Claims (7)

1. Flüssigkeitsverdrängungsvorrichtung umfassend eine zylindrische Kammer (18) und zumindest einen in der Kammer (18) angeordneten Kolben (11) aus einem nachgiebigen Material, wobei der Kolben a) einen randseitigen Abschnitt und b) zumindest eine Endfläche (23) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Endfläche (12) dahingehend deformationskorrigiert ist, daß i) die Endfläche (12) im nicht komprimierten Kolbendurchmesserzustand eine konvexe Gestalt hat und ii) der Grad der Endflächenwölbung im nicht komprimierten Zustand dafür ausgelegt ist, eine im wesentlichen ebene Endflächengestalt in komprimiertem Zustand bei kleinerem Kolbendurchmesser innerhalb der Kammer (18) zu ergeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (18) einen Auslaß umfaßt, und daß die deformationskorrigierte Kolbenendfläche (12) dem Auslaß gegenüber liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Kolben (11') mit zumindest einer deformationskorrigierten Endfläche (12') in der Kammer (18) in komprimiertem Zustand angeordnet ist, wobei die deformationskorrigierten Endflächen (12, 12') der Kolben einander gegenüber liegen und im wesentlichen eben sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (18) einen Auslaß aufweist und zumindest der dem Auslaß am nächsten liegende Kolben eine zweite deformationskorrigierte Endfläche aufweist, die dem Auslaß gegenüberliegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer eine Bypass-Einrichtung zum Transportieren von Flüssigkeit an einem der Kolben vorbei aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nachgiebige Material aus nachgiebigen Gummimaterialien und nachgiebigen Kunststoffen ausgewählt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nachgiebige Material elastisch ist.
DE69420392T 1993-02-17 1994-02-14 Verbesserungen an kolben für injektionskartuschen Expired - Lifetime DE69420392T2 (de)

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