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DE69420341T2 - Vorrichtung zur Prüfung des Schädigungsgrades von Holzstrukturen, insbesondere von Holzmasten - Google Patents

Vorrichtung zur Prüfung des Schädigungsgrades von Holzstrukturen, insbesondere von Holzmasten

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Publication number
DE69420341T2
DE69420341T2 DE1994620341 DE69420341T DE69420341T2 DE 69420341 T2 DE69420341 T2 DE 69420341T2 DE 1994620341 DE1994620341 DE 1994620341 DE 69420341 T DE69420341 T DE 69420341T DE 69420341 T2 DE69420341 T2 DE 69420341T2
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DE
Germany
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wood
measuring
hardness
tips
wooden
Prior art date
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Application number
DE1994620341
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English (en)
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DE69420341D1 (de
Inventor
Jean-Luc Sandoz
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description

    Vorrichtung zur Prüfung des Schädigungsgrades von Holzstrukturen, insbesondere von Holzmasten
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur einfachen, wirksamen und schnellen Prüfung des physikalischen Zustands von Bäumen, Holz und Holzstrukturen, insbesondere von Masten (Telefonleitungsmaste, Strommaste usw.), in denen Dichteänderungen auftreten und die in der Zeit der Gefahr von biologischen Beschädigungen ausgesetzt sind, durch die ihre ursprünglichen Eigenschaften geschwächt werden.
  • In der Welt sind beispielsweise Millionen von Holzmasten in Betrieb (beispielsweise 10 Millionen in Frankreich, 200 Millionen in den Vereinigten Staaten), die periodisch überprüft werden müssen, um die Unterhaltung der Leitungen zu gewährleisten, wie beispielsweise Telefonleitungen, elektrische Leitungen, wobei der Hauptunterschied zwischen diesen Anwendungen im Durchmesser der Maste liegt, der bei Telefonleitungen (etwa 17 bis 20 cm) kleiner als bei elektrischen Leitungen (etwa 20 bis 40 cm) ist.
  • Eines der Probleme, das sich bei solchen Elementen stellt, ist das der periodischen Kontrolle, um ihren Zustand zu prüfen, um Wartungsarbeiten und/oder Austauscharbeiten zu entscheiden, wenn dies erforderlich ist, beispielsweise wenn sie eine Bruchgefahr zeigen, die unzulässig ist, da, zumindest was Telefonleitungsmaste anlangt, das Personal sehr häufig Eingriffe vornimmt, indem es den Mast direkt besteigt, und da jedes Jahr infolge der mechanischen Brüchigkeit mancher Stützen manchmal tödliche Unfälle auftreten.
  • Gegenwärtig beruht die gewöhnlich noch benutzte Lösung zur Durchführung einer solchen Kontrolle sehr häufig auf einer empirischen Methode unter Zuhilfenahme des menschlichen Ohrs, wobei der Prüfer auf den Mast einige Hammerschläge abgibt und aus der akustischen Reaktion des Holzes aufgrund seiner persönlichen Erfahrung eine Diagnose über den Zustand des Masts erstellt.
  • Bisher wurden bereits zahlreiche Vorschläge zur Durchführung einer solchen Prüfung mit Hilfe eines Meßgeräts gemacht, wie insbesondere aus den Patenten US 2 389 030, 4 343 179 und 4 249 414 hervorgeht.
  • Allgemein bestehen die in diesen Schriften vorgeschlagenen Lösungen darin, daß eine örtliche Härtemessung vorgenommen wird. Im Fall der ersten Schrift mißt man den Widerstand gegen das Einschrauben eines Metallbohrers in das Holz, im zweiten Fall bewirkt man das lineare Eindringen einer "Spitze" durch ein Dynamometersystem und im letzten Fall mißt man die örtliche Härte des äußeren Bereichs, um zu bestimmen, ob der Mast die Eigenschaften besitzt, an der Oberfläche hart zu sein und infolgedessen die Verankerung der Steigeisen eines Technikers für die Besteigung zu verhindern, und zwar mit Hilfe einer Meßeinheit, die schräg in das Innere des Umfangs eintritt, indem sie mit der Oberfläche des Mast einen Winkel von einigen Grad bildet.
  • Derartige Härtemessungen sind ungenau und unsicher, da sie nicht das Eindringen des Elements in einen Austrocknungsriß des Masts ausschließen. Ferner sind sie von einer konstanten Kraft abhängig, die damit zu einem veränderlichen Eindringen und zu einer Diagnose führt, die nie auf Höhe derselben geographischen Koordinaten durchgeführt wird.
  • Außerdem sind die in diesen Schriften beschriebenen Lösungen gegenüber Durchmesseränderungen sehr empfindlich, da das Eindringen des Bohrers oder der Spitze nicht immer in der diametralen Achse durchgeführt wird, was eine Messung außerhalb der natürlichen radialen Achse der Hölzer mit sich bringt und damit eine zusätzliche Ungenauigkeit darstellt.
  • Schließlich berücksichtigen alle bisher vorgeschlagenen Geräte bei der Prüfung der Restfestigkeit des Holzes nur einen einzigen Faktor, und zwar seine Härte, und berücksichtigen nicht den Faktor der Feuchtigkeitsaufnahme, der zu Beschädigungen des Mastes durch Fäule führen kann und ihn in seinem Zentrum schwächen kann, ohne ein äußeres Zeichen der Schwächung zu ergeben. Da die Maste im Autoklav behandelt werden, ist die Außenschicht (die bei Fichten bis 2 cm und bei Kiefern bis 5 cm gehen kann) in der Zeit fester. Eine einfache Härtemessung gestattet nicht festzustellen, ob beispielsweise Fäulnisschäden im Kern des Mastes auftreten und ihn in seinem Inneren schwächen.
  • Wie insbesondere aus der Schrift DE-A-29 19 541 hervorgeht, wurde vorgeschlagen, die Messung der Feuchtigkeit in einem hygroskopischen Material, insbesondere in Holz, mit Hilfe von eindringenden Elektroden vorzunehmen, die am Kopf eines Schlegels befestigt sind, der ihre Anbringung am Kopf eines Hammers gestattet und/oder die am Kopf eines Hammers angebracht sind, der ebenfalls durch seine Masse das Eindringen dieser Elektroden in das zu messende Material gestattet.
  • Eine solche Messung hat die Aufgabe, den exakten Wert der Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes zu bestimmen, und nicht eine Angabe in Abhängigkeit von verschiedenen vorbestimmten Schwellen zu liefern, jenseits von welchen das Feuchtigkeitsniveau die Bildung von aktiven Pilzen mit sich bringen kann, die eine innere Beschädigungsgefahr des Holzes mit sich bringen, oder eine Angabe darüber, ob der gemessene Gehalt unter der kritischen Schwelle liegt, um sicher zu stellen, daß keine Gefahr einer biologischen Aktivität besteht und das Holz somit gesund ist.
  • Nun hat man ein Gerät gefunden - und dies ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung -, das in einfacher und sicherer Weise die Erstellung einer Diagnose über den Zustand von Holz, Masten oder ähnlichen Strukturen gestattet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht eine Optimierung der Austauscharbeiten und -fristen, indem es die Akkumulation von zuverlässigen und genauen statistischen Daten über den physikalischen und mechanischen Zustand von Masten oder anderen Holzstrukturen gestattet.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung für die Erstellung einer Diagnose über den Zustand von Bäumen, Holz und Holzstrukturen, insbesondere von Masten oder ähnlichen Strukturen, zur Bestimmung der mechanischen Merkmale zur Durchführung einer Selektion von lebenden Bäumen oder zur Kennzeichnung von Masten, die geschwächt oder gefährlich zu besteigen sind, um ihren Unterhalt und ihre Wartung zu gewährleisten, besitzt allgemein Mittel zur Messung der Härte der Holzstruktur durch Tiefeneindringung eines Meßelements in ihre Dicke, dadurch gekennzeichnet, daß
  • - das Element zur Härtemessung aus einer Einheit besteht, die zwei Spitzen umfaßt, die gleichzeitig betätigt werden und durch Druck zu beiden Seiten eines starren Meßachsabstandes in die Struktur eindringen und zwar über eine vorbestimmte konstante Tiefe, wobei die tatsächliche Eindringkraft durch einen Kraftfühler gemessen wird,
  • - den Spitzen Mittel zugeordnet sind, die gleichzeitig mit der Härtemessung die Durchführung der Messung der Wasseraufnahme des Holzes in konstanter Tiefe gestatten, um die Gefahren der inneren biologischen Beschädigung zu ermitteln,
  • - die Einheit durch eine Software gesteuert wird, die die erhaltenen Daten verarbeitet, um ein momentanes, die Festigkeit der Struktur betreffendes Ergebnis zu erhalten.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung findet die Messung der Härte des Holzes und der Wasseraufnahme möglichst nahe bei der Höhe der Bodenlinie statt, wobei die die Messung der örtlichen Härte gestattenden Spitzen auf ihrer Länge isoliert sind und Elektroden bildet, die die Prüfung der Feuchtigkeit mit Hilfe der Methode des spezifischen Widerstands gestatten, wobei der spezifische Widerstand des Holzes zum Wassergehalt umgekehrt proportional ist.
  • Gemäß einer Ausführungsform gestattet die erfindungsgemäße Vorrichtung, abgesehen von ihrer Einfachheit, die Durchführung von sehr genauen Messungen und die Erstellung einer zuverlässigen Diagnose, und zwar an Holzelementen, die verschiedene Durchmesser haben können.
  • Eine solche Vorrichtung umfaßt allgemein:
  • - einen maschinengeschweißten Längskörper, in den zwei Paare von Positionierungsanschlägen integriert sind, die die Montage der Vorrichtung auf der Längserzeugenden der Struktur (Mast) gestatten, wobei die Befestigung über Gurte erreicht wird,
  • - ein an der Basis des Längskörpers befestigtes Gehäuse, das die Organe zur Messung und zur Verarbeitung enthält, die aus einer Einheit bestehen, die die beiden Spitzen umfaßt, denen ein Kraftfühler zugeordnet ist und die in Translationsbewegung über einen Betätigungsarm gesteuert werden, wobei die Spitzen Elektroden bilden, die die Messung der Wasseraufnahme in der Tiefe der Holzstruktur gestatten.
  • In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung insbesondere für die Prüfung von Holzmasten beschrieben, wobei dies natürlich nicht begrenzend ist und, wie in der Beschreibungseinleitung angegeben wurde, das Verfahren und die Vorrichtung zu seiner Durchführung nicht nur zur Prüfung von anderen Strukturen als Masten verwendet werden können, sondern auch zur Bestimmung der Merkmale eines lebenden Baums eingesetzt werden können (Selektion durch die Dichte).
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung wird ein Ausführungsbeispiel beschrieben, das in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist. In dieser Zeichnung zeigen:
  • Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • Fig. 2 eine Detailansicht im Schnitt, die zeigt, wie die Meßmittel gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren in das Innere des Masts eindringen,
  • Fig. 3 eine Einzelheit, die eine Ausführungsform der Mittel zur Befestigung dieser Meßvorrichtung an der Oberfläche des zu prüfenden Masts zeigt.
  • Wie bereits erwähnt wurde, ist das erfindungsgemäße Verfahren für die Erstellung einer Diagnose über den physikalischen Zustand von Holz oder Holzstrukturen, insbesondere von Masten, und ihren eventuellen Beschädigungsgrad dadurch gekennzeichnet, daß man eine in Fig. 1 gezeigte und mit der allgemeinen Bezugszahl 1 bezeichnete Meßvorrichtung verwendet, die nicht nur die Durchführung der Messung der Härte, sondern auch eine Messung der Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes in der Tiefe gestattet, wobei diese Variablen dem Benutzer mit Hilfe einer kalibrierten Verarbeitungssoftware ein momentanes und präzises Ergebnis liefern, und zwar in Form von Farblampen (grünes Licht: Sicherheit, rotes Licht: Gefahr) oder in numerischer Form, die auf einen Mikrorechner für die Unterhaltstatistik übertragbar ist.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens besteht im wesentlichen aus einer Einheit, die an der Oberfläche des Masts befestigt werden kann, wobei die Meßmittel an der Basis dieser Einheit angeordnet sind und im wesentlichen ein System zur Einführung einer Kraft mit Hilfe eines Hebelarms 2 für die Härtemessung aufweisen, dem ein Kraftfühler zugeordnet ist, sowie ein Paar von Elektroden 3, 4 für die Feuchtigkeitsaufnahmemessung. Die Einheit wird durch eine Software gesteuert, die ein Resultat der Festigkeit des Mastes ausdrückt, das auf der Eichung der beiden Variablen beruht. Das Ergebnis wird durch Lampen übertragen, die anzeigen, ob der Mast bestiegen werden kann, beibehalten werden kann, wieder überprüft werden muß oder unverzüglich ausgetauscht werden muß.
  • Zur Durchführung der Messung der Feuchtigkeitsaufnahme in der Tiefe des Holzes können verschiedene Techniken verwendet werden, die beispielsweise auf den isolierenden Eigenschaften von wasserfreiem Holz (unstabiler Zustand) und auf Leitungseigenschaften von feuchtem Holz beruhen. Diese Verfahren werden Verfahren des spezifischen Widerstands genannt, wobei der spezifische Widerstand des Holz zu seinem Wassergehalt umgekehrt proportional ist. Dieses Meßverfahren wird vorteilhafterweise für die Durchführung der Erfindung verwendet, da es die Durchführung einer Messung der Feuchtigkeitsaufnahme in der Tiefe, und zwar beispielsweise in einer Tiefe von 40 mm von der Oberfläche, mit Hilfe von auf ihrer Länge isolierten Elektroden gestattet, die die Spitzen für die Messung der Eindringfestigkeit des Holzes bilden können.
  • Gegebenenfalls können auch andere bekannte Methoden für die Messung der Feuchtigkeitsaufnahme verwendet werden, beispielsweise die kapazitiven Methoden, bei denen die Phasenverschiebung einer Hochfrequenzwelle nach Ausbreitung im Material gemessen wird. Derartige Methoden, die feiner sein können, sind jedoch schwieriger durchzu führen (Oberflächen- und Kopplungszustand, Empfindlichkeit gegenüber den Faserwinkeln, den Bäumen u.s.w.).
  • Die erfindungsgemäße Einheit gestattet auch die Durchführung der Messung der örtlichen Härte auf Höhe der Bodenlinie und zwar in Verbindung mit dem Mechanismus zur Messung der Feuchtigkeitsaufnahme. Eine solche Einheit besteht aus einem Kraftfühler, der die Kraft der Eindringung der Elektroden in das Holz mißt.
  • Eine solche Vorrichtung kann auf die in Fig. 1 dargestellte Weise ausgeführt sein und besteht im wesentlichen aus zwei Teilen:
  • - einem maschinengeschweißten Längskörper 5, in den zwei Paare von Positionierungsanschlägen 6, 7 integriert sind, von denen eine detaillierte Ausführungsform in Fig. 3 dargestellt ist und die eine präzise Montage der Vorrichtung auf der Längserzeugenden des Mast an seiner Basis direkt über der Bodenhöhe gestattet; dieser Körper 5 wird an dem Mast über auf einer Zahnsperre montierte Gurte 8, 9 befestigt, die eine gute Festspannung der Vorrichtung dank des Vorhandenseins von vier Auflagen gewährleistet, die von den beiden Paaren von Positionierungsanschlägen 6, 7 gebildet sind und die ihrerseits auf dem Bezugsstellungsfühler 11 synchronisiert werden, wenn der Kopf der Elektroden mit der Oberfläche der Längserzeugenden des Holzes in Kontakt ist, und sehr leicht abmontiert werden können;
  • - diesem Längskörper ist ein Gehäuse 10 zugeordnet, das die Meß- und Verarbeitungsorgane enthält, d. h. die Elektroden 3, 4, den Kraftfühler, die mit dem Betätigungsarm 2 verbundene Translationsvorrichtung und eine Einheit für die Verarbeitung und Anzeige der Daten auf Farbleuchten sowie die mögliche Verbindung mit einem Mikrorechner und den Speicher für die Steuerung des Meßzyklus und die Speicherung der Datenerfassung.
  • Fig. 2 zeigt eine konkrete Ausführungsform eines solchen Gehäuses 10, das abgesehen von den genannten Mitteln auch Fühler 11a, 11b für den Bewegungsbeginn, eine elektrische Versorgung und eine Meßkette des Kraftfühlers und des spezifischen Widerstands zwischen den Elektroden umfaßt. Es trägt ferner einen Satz von Lampen, die die Anzeige des physikalisch-mechanischen Zustands des Masts in einem Farbcode gestatten.
  • Das Eindringen der Elektroden in das Innere des Masts wird durch die manuelle Kraft der Bedienungsperson vorgenommen, wobei die Tiefe der Eindringung (Länge der Elektrode) veränderlich sein kann, jedoch im allgemeinen auf 40 mm kalibriert ist. Die für das Eintreten der Spitzen in einen neuen Mast mit hoher Dichte erforderlichen Höchstkräfte betragen als Beispiel etwa 3000 N pro Elektrodenpaar mit einem Durchmesser von 3 bis 3,5 mm. Diese Kraft entspricht dem nach einem Eindringen von 40 mm beobachteten Druckscheitelwert (Druck plus Reibung).
  • Um das Einrücken und das Ausrücken der Elektroden zu gewährleisten, wird ihre Bewegung durch eine lineare Translation des Halters der Elektroden vorgenommen, der auch der Halter des Kraftfühlers ist. Diese Translation wird durch menschliche Einwirkung bewirkt und wird in dem mechanischen Führungssystem 12 gewährleistet, das durch das Gehäuse 10 geschützt ist und dessen Abdichtung durch einen Balg 13 gewährleistet wird. Diese Führung gewährleistet eine in der Zeit konstante Translation, und zwar insbesondere hinsichtlich der Reibungen. Dies trägt auch zur Genauigkeit und zur Zuverlässigkeit der Leistungen der Vorrichtung bei.
  • Der Meßdruck wird nicht durch den Durchmesser des Masts beeinflußt, da ein System von Positionierungsorganen vorgesehen ist, die mit den Elektroden in einer Linie liegen. Infolgedessen ist es erfindungsgemäß möglich, Masten mit verschieden Durchmessern zu prüfen (von den Telefonmasten mit kleinen Durchmessern bis zum Mast für elektrische Leitungen für Mittelspannungen bis Hochspannung). Der hinter dem Kopf der Elektroden montierte Kraftfühler mißt die Eindringkraft dieser Elektroden mit einer Genauigkeit von über 2%. Die Qualität der Translation gestattet eine hervorragende Wiederholbarkeit der Messungen.
  • In den Körper des Gehäuses dieser Vorrichtung ist die Verkabelung der beiden Paare von Meßorganen integriert, so daß diese mit der Steuereinheit verbunden werden. Die Steuerung wird in Echtzeit durchgeführt, wobei die Daten beispielsweise auf Lampen übertragen werden, die den momentanen Zustand des Holzes oder des Mastes angeben, oder durch eine Verbindung mit einem Mikrorechner, der die durchgeführten tatsächlichen Messungen, die in der Vorrichtung speicherbar sind, für statistische Untersuchungen auswerten kann, die zur Optimierung der Wartung der kontrollierten Einrichtungen dienen. Es können auch andere Verarbeitungsmittel verwendet werden, beispielsweise vor Speicherung oder über Ausgänge in Serienleitungen.
  • Wenn die Elektroden an ihrem Hubende sind (beispielsweise nach einer Eindringung von 40 mm), überträgt der Fühler die Information und löst die Erfassung der Messungen der Härte durch Ablesung des Kraftfühlers aus.
  • Die Feuchtigkeitsaufnahme wird ihrerseits am Kopf der Elektroden gemessen, was die Erfassung der Feuchtigkeitsaufnahme in der Tiefe des Mastes gestattet. Der Körper der Elektroden ist isoliert, so daß er nicht durch die Oberflächenfeuchtigkeit gestört wird.
  • Die Messung der Feuchtigkeitsaufnahme wird sehr genau durchgeführt, da sie mit Elektroden vorgenommen wird, die in einer horizontalen Ebene in den im Boden eingelassenen Mast wirken, was damit eine Messung durch eine dickere Zellenschicht gewährleistet.
  • Eine solche Vorrichtung hat einen einfachen Aufbau und ist leicht zu betreiben, wobei die Bewegungen der Elektroden 3, 4 leicht durch Bewegungen des Hebelarms um sein Gelenk bewirkt werden. Der Hub der Elektroden wird durch eine Sperrkette oder andere gleichwertige Mittel begrenzt.
  • Ferner ist zu bemerken, daß bei der in Fig. 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsform durch die Art der Befestigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine sehr hohe Stabilität der Befestigung am Mast erzielt werden kann, und zwar dank des Vorhandenseins von vier konstanten Auflagen, die unabhängig vom Durchmesser des Mastes reproduzierbar sind und unabhängig von seiner Härte stabil sind, wobei das Eindringen der Meßelemente beispielsweise präzise in der diametralen Achse durchgeführt wird.
  • Gegenüber den älteren Lösungen besitzt ein solches Verfahren (und eine solche Vorrichtung) sehr zahlreiche Vorteile und führt zu einer sehr hohen Meßgenauigkeit, da es auf der Messung von zwei Variablen (örtliche Härte und Feuchtigkeitsaufnahme) beruht. Die Tatsache, daß diese Messung mit Hilfe von zwei Spitzen durchgeführt wird, schaltet jede Gefahr einer falschen Messung beispielsweise durch Eindringen in einen Riß des Mastes aus, wobei das erfindungsgemäße Verfahren die Messung einer Kraft pro Fühler gestattet, und zwar in einem konstanten Abstand (dem der Eindringung aller Spitzen), was eine Genauigkeit in der Härtemessung gewährleistet. Die Messung der Feuchtigkeitsaufnahme in der Tiefe gestattet ferner zu bestimmen, ob die Struktur durch die biologische Einwirkung eines Holzpilzes geschwächt ist, wobei diese Messung die Ermittlung eines hygroskopischen Bereichs gestattet, der der Möglichkeit des Vorhandenseins des Parasiten entspricht. Diese Messung hat nicht das Ziel, einen notwendigerweise exakten Wert der Feuchtigkeitsaufnahme zu liefern, sondern eine Angabe biologischer Art zu machen, und zwar die, ob das Holz wahrscheinlich einen aktiven Pilz enthält oder ob es gesund ist.
  • Schließlich beruht die Verwertung der Ergebnisse auf einer elektronischen Analyse, und eine Diagnose wird auf der Basis einer Laboreichung durchgeführt, die eine charakteristische Festigkeit des Masts bei jedem Paar von gemessenen Werten gewährleistet. Bei der von der Maschine durchgeführten Auswertung liefert diese dem Benutzer Signale, und zwar beispielsweise über Leuchtdioden, mit denen verschiedene Zustände dargestellt werden, beispielsweise sehr guter Zustand, guter Zustand, beginnende Schwächung, geschwächt, sehr geschwächt und gefährlich.
  • Eine Diagnose dieser Art gewährleistet somit die Betriebssicherheit des Netzes sowie eine bessere Überwachung der Wartung der geprüften Anlagen durch die Verarbeitung aller gemessenen und vorübergehend in der Vorrichtung gespeicherten realen Daten durch einen Mikrorechner.

Claims (3)

1. Vorrichtung für die Erstellung einer Diagnose über den Zustand von Bäumen, Holz und Holzstrukturen, insbesondere von Masten oder ähnlichen Strukturen, zur Bestimmung der mechanischen Merkmale zur Durchführung einer Selektion von lebenden Bäumen oder zur Kennzeichnung von Masten, die geschwächt oder gefährlich zu prüfen sind, um ihren Unterhalt und ihre Wartung zu gewährleisten, mit Mitteln zur Messung der Härte der Holzstruktur durch Tiefeneindringung eines Meßelements in ihre Dicke, dadurch gekennzeichnet, daß
- das Element zur Härtemessung aus einer Einheit besteht, die zwei Spitzen (3, 4) umfaßt, die gleichzeitig betätigt werden und durch Druck zu beiden Seiten eines starren Meßachsabstandes in die Struktur eindringen, und zwar über eine vorbestimmte konstante Tiefe, wobei die tatsächliche Eindringkraft durch einen Kraftfühler gemessen wird,
- den Spitzen Mittel zugeordnet sind, die gleichzeitig mit der Härtemessung die Durchführung der Messung der Wasseraufnahme des Holzes in konstanter Tiefe gestatten, um die Gefahren der inneren biologischen Beschädigung zu ermitteln,
- die Einheit durch eine Software gesteuert wird, die die erhaltenen Daten verarbeitet, um ein momentanes, die Festigkeit der Struktur betreffendes Ergebnis zu erhalten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung der Härte des Holzes und der Wasseraufnahme möglichst nahe bei der Höhe der Bodenlinie stattfindet, wobei die die Messung der örtlichen Härte gestattenden Spitzen auf ihrer Länge isoliert sind und Elektroden bilden, die die Prüfung der Feuchtigkeit mit Hilfe der resistiven Methode gestatten, wobei der spezifische Widerstand des Holzes zum Wassergehalt umgekehrt proportional ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:
- einen maschinengeschweißten Längskörper (5), in den zwei Paare von Positionierungsanschlägen (6, 7) integriert sind, die die Montage der Vorrichtung auf der Längserzeugenden der Struktur gestatten, wobei die Befestigung über Gurte (8, 9) erreicht wird,
- ein an der Basis des Längskörpers (5) befestigtes Gehäuse (10), das die Organe zur Messung und zur Verarbeitung enthält, die aus einer Einheit bestehen, die die beiden Spitzen (3, 4) umfaßt, denen eine Kraftfühler zugeordnet ist und die in Translationsbewegung über einen Betätigungsarm (2) gesteuert werden, wobei die Spitzen (3, 4) Elektroden bilden, die die Messung der Wasseraufnahme in der Tiefe der Holzstruktur gestatten.
DE1994620341 1993-07-13 1994-07-12 Vorrichtung zur Prüfung des Schädigungsgrades von Holzstrukturen, insbesondere von Holzmasten Expired - Lifetime DE69420341T2 (de)

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