DE69416557T2 - Elektrodenvorrichtung - Google Patents
ElektrodenvorrichtungInfo
- Publication number
- DE69416557T2 DE69416557T2 DE69416557T DE69416557T DE69416557T2 DE 69416557 T2 DE69416557 T2 DE 69416557T2 DE 69416557 T DE69416557 T DE 69416557T DE 69416557 T DE69416557 T DE 69416557T DE 69416557 T2 DE69416557 T2 DE 69416557T2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- electrode device
- insulating sheath
- tissue
- electrical conductor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 32
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 18
- 239000003792 electrolyte Substances 0.000 claims description 17
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 10
- 231100000252 nontoxic Toxicity 0.000 claims description 10
- 230000003000 nontoxic effect Effects 0.000 claims description 10
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 9
- 239000007769 metal material Substances 0.000 claims description 6
- 239000003575 carbonaceous material Substances 0.000 claims description 5
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 210000001519 tissue Anatomy 0.000 description 28
- 210000005003 heart tissue Anatomy 0.000 description 4
- 238000002513 implantation Methods 0.000 description 3
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 230000017531 blood circulation Effects 0.000 description 2
- 210000001124 body fluid Anatomy 0.000 description 2
- 239000010839 body fluid Substances 0.000 description 2
- 230000000747 cardiac effect Effects 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 238000003745 diagnosis Methods 0.000 description 2
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 2
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 210000003205 muscle Anatomy 0.000 description 2
- 210000005036 nerve Anatomy 0.000 description 2
- 230000000638 stimulation Effects 0.000 description 2
- 230000036772 blood pressure Effects 0.000 description 1
- 201000010099 disease Diseases 0.000 description 1
- 208000037265 diseases, disorders, signs and symptoms Diseases 0.000 description 1
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 1
- 230000036541 health Effects 0.000 description 1
- 239000007943 implant Substances 0.000 description 1
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 210000004165 myocardium Anatomy 0.000 description 1
- 230000007433 nerve pathway Effects 0.000 description 1
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 1
- 239000013589 supplement Substances 0.000 description 1
- 238000001356 surgical procedure Methods 0.000 description 1
- 230000008733 trauma Effects 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/02—Details
- A61N1/04—Electrodes
- A61N1/05—Electrodes for implantation or insertion into the body, e.g. heart electrode
- A61N1/056—Transvascular endocardial electrode systems
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Vascular Medicine (AREA)
- Cardiology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
- Radiology & Medical Imaging (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Electrotherapy Devices (AREA)
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Elektrodenvorrichtung, die dazu vorgesehen ist, zumindest teilweise in lebendes Gewebe implantiert zu werden, mit einer elektrisch isolierenden Hülle, einem in der isolierenden Hülle angeordneten elektrischen Leiter zum Überführen elektrischer Signale zwischen dem lebenden Gewebe und dem elektrischen Leiter und einem am proximalen Ende der isolierenden Hülle angeordneten Kontakt zum Überführen elektrischer Signale zwischen dem elektrischen Leiter und einem medizinischen Gerät.
- Eine derartige Elektrodenvorrichtung ist in der US-A- 3,915,174 beschrieben. Die bekannte Elektrodenvorrichtung kann entweder zeitweilig oder permanent in ein Herz implantiert werden, um das Herz zu stimulieren und elektrische Herzsignale abzufühlen. Die Elektrodenvorrichtung kann entweder mit einem extrakorporalen Gerät oder einem implantierbaren Gerät wie z. B. einem Herzschrittmacher verbunden sein.
- Die Verwendung einer zeitweiligen Elektrodenvorrichtung zum Abfühlen elektrischer Signale in Körpergewebe ist in Verbindung z. B. mit der Diagnose von Krankheiten und der Bestimmung der für einen Patienten besten Behandlung sehr nützlich. Eine derartige Bestimmung könnte z. B. eine Untersuchung erfordern, ob der Patient mit einem implantierbaren Defibrillator versehen werden sollte.
- Zum Erhalt brauchbarer Werte bei der Überwachung elektrischer Signale in lebendem Gewebe muß die Elektrodenvorrichtung auf zuverlässige Art mit dem Gewebe verbunden sein. Es gibt verschiedene bekannte Wege, um eine Elektrodenvorrichtung an Gewebe zu befestigen. Hauptsächlich wird ein aktives Mittel oder ein passives Mittel verwendet. Wenn die Elektrodenvorrichtung mit dem Gewebe verbunden ist, wird sie bereits nach einer relativ kurzen Zeit in dem Gewebe eingebettet werden.
- Als ein Ergebnis kann die Elektrodenvorrichtung nicht einfach entfernt werden, wenn die Untersuchung abgeschlossen worden ist. Da die Elektrodenvorrichtung fest in dem Gewebe eingebettet ist, könnte das Gewebe beschädigt werden, wenn die Elektrodenvorrichtung entfernt wird. Das Explantieren einer zeitweiligen Elektrodenvorrichtung erfordert in der Regel auch eine Operation, was das Risiko für den Patienten erhöht. Ein üblicher Ausweg zur Minimierung von Trauma des Gewebes und Risiko für den Patienten besteht einfach darin, die Elektrodenvorrichtung im Patienten zu belassen. Jedoch ist diese Lösung auch nicht ohne Risiko, da die Elektrodenvorrichtung, wenn sie im Körper zurückgelassen wird, anderes Gewebe irritieren oder sogar beschädigen könnte.
- Im Falle reiner mechanischer Implantate, die nur zeitweilig im Körper des Patienten benötigt werden, werden nunmehr zu einem großen Teil resorbierbare Materialien verwendet. Das resorbierbare Material löst sich allmählich im Körper auf und verschwindet schließlich vollständig und wird üblicherweise durch lebendes Gewebe ersetzt. Aber der elektrische Leiter stellt ein Problem dar, wenn elektrische Signale abgefühlt werden müssen. Es sind gegenwärtig keine resorbierbaren elektrischen Leiter bekannt.
- In einer früher eingereichten europäischen Patentanmeldung, Nummer 94103706.1, am 26.10.94 als EP-A-0621054 veröffentlicht, wird eine Elektrodenvorrichtung beschrieben, bei der metallische Leiter durch nichttoxische, flüssige Leiter ersetzt werden, um das Risiko von Leiterfrakturen und Kurzschlüssen zwischen Leitern zu reduzieren. Wenn elektrische Signale von Gewebe abgefühlt werden sollen, kann der flüssige Leiter aus einem Elektrolyten gebildet werden. Im Prinzip kann der Elektrolyt aus Natriumchlorid und Wasser bestehen, was ihn vollständig ungefährlich für das Gewebe macht.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Elektrodenvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 zu schaffen, die als eine zeitweilig in lebendes Gewebe implantierbare Elektrodenvorrichtung geeignet ist und die obengenannten Probleme löst.
- Eine derartige Elektrodenvorrichtung wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß die isolierende Hülle aus einem resorbierbaren Material hergestellt wird und daß der elektrische Leiter aus einem nichttoxischen, flüssigen Leiter, vorzugsweise einem Elektrolyten besteht.
- Dementsprechend wird sich die isolierende Hülle schließlich komplett auflösen und der flüssige Leiter wird sich mit Körperflüssigkeit vermischen, ohne irgend einen Schaden anzurichten. Der einzige Teil, der im Körper verbleiben wird, ist die Elektrode selbst.
- Wenn die Elektrode mit einer kleinen Kontaktfläche zum Gewebe ausgebildet ist, z. B. einem oder wenigen mm², muß sie nicht in das Gewebe eingebettet sein und es kann ihr gestattet sein, dem Blutstrom zu folgen, wenn sich die Hülle auflöst.
- Die Elektrode ist vorteilhafterweise am distalen Ende der isolierenden Hülle angeordnet, da das den Implantationsvorgang vereinfacht. Sie kann in diesem Fall während der Implantation in das Gewebe eingebettet werden und verursacht daher kein Risiko für das Gewebe.
- Es ist auch vorteilhaft, wenn die Elektrode als eine aus einem Ionen transportierenden Material bestehende Membran ausgebildet ist.
- Kein metallisches Material würde dann im Körper zurückbleiben, nur eine dünne, in das Gewebe eingebettete Membran. Jedoch mag es in einigen Fällen noch von Vorteil sein, aus bio kompatiblem Metall oder kohlenstoffbasiertem Material bestehende Elektroden einzusetzen.
- Eine Verbesserung der Elektrodenvorrichtung gemäß der Erfindung wird dadurch erzielt, daß mindestens ein weiterer elektrischer Leiter in der isolierenden Hülle angeordnet ist, elektrisch isoliert von dem ersten elektrischen Leiter, wobei der weitere elektrische Leiter aus einem nichttoxischen, flüssigen Leiter, vorzugsweise einem Elektrolyten besteht, und daß zumindest eine weitere Elektrode auf der isolierenden Hülle angeordnet ist, um elektrische Signale zwischen dem lebenden Gewebe und dem weiteren elektrischen Leiter zu übertragen.
- Durch Vergrößern der Anzahl der flüssigen Leiter und Elektroden könnte ein und dieselbe Elektrodenvorrichtung eine Mehrzahl von Gewebeteilen gleichzeitig abfühlen. Zum Beispiel könnte eine Mehrzahl von Meßpunkten um das Herz herum oder im Herzen gleichzeitig abgefühlt werden. Ebenso können verschiedene Orte längs eines Muskels oder einer Nervenbahn auf elektrische Signale abgefühlt werden.
- In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die weitere Elektrode als eine aus einem Ionen transportierenden Material bestehende Membran ausgebildet ist. Hinsichtlich der Elektrode kann es Fälle geben, bei denen es vorzuziehen ist, daß die weitere Elektrode aus einem nichttoxischen, biokompatiblen Metall oder kohlenstoffbasierten Material besteht.
- Gleichermaßen muß die weitere Elektrode, wenn sie mit einer kleinen Fläche, z. B. einem oder wenige mm² ausgebildet ist, nicht an dem Gewebe fixiert sein, sondern kann der Blutzirkulation folgen, wenn sich die Hülle auflöst.
- Eine Verbesserung der Elektrodenvorrichtung wird nach der Erfindung dadurch erzielt, daß auch das Ionen transportierende Material resorbierbar ist.
- Bezugnehmend auf die Figuren werden im folgenden drei Ausführungsbeispiele der Elektrodenvorrichtung gemäß der Erfindung detaillierter beschrieben, wobei:
- Fig. 1 eine erste Verwendung der Elektrodenvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
- Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der Elektrodenvorrichtung zeigt;
- Fig. 3 eine zweite Verwendung der Elektrodenvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
- Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Elektrodenvorrichtung zeigt und
- Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel der Elektrodenvorrichtung zeigt.
- Die Elektrodenvorrichtung 2 in Fig. 1 ist intravenös in das Herz 4 eingeführt worden und über den Elektrodenkopf 6 mit dem Herzen 4 verbunden worden, um elektrische Signale des Herzens 4 abzufühlen. An ihrem anderen Ende ist die Elektrodenvorrichtung 2 mit einem Monitor 8 verbunden, der die abgefühlten Herzsignale empfängt und speichert. Der Monitor 8 kann entweder extrakorporal oder implantierbar sein.
- In Fig. 2 wird der vordere Teil der Elektrodenvorrichtung 2 im Querschnitt gezeigt, um den Aufbau der Elektrodenvorrichtung 2 zu illustrieren. Der Elektrodenkopf 6 besteht aus einer dünnen Membran aus einem Ionen transportierenden Material zum Detektieren von Signalen von Herzgewebe. Eine isolierende Hülle 10 umschließt den elektrischen Leiter 12, der aus einem Elektrolyten besteht. Um den Elektrodenkopf 6 an Herzgewebe befestigen zu können, wurde die isolierende Hülle 10 mit einem Paar hakenförmiger Vorsprünge 13 versehen, die bei der Implantation mit dem Herzgewebe verbunden werden. Die isolierende Hülle 10 und die Vorsprünge 13 werden sich nach einer gewissen Zeit auflösen und der Elektrolyt wird sich mit anderen Körperflüssigkeiten vermischen. Wenn das Ionen transportierende Material auch aus einem reorbierbaren Material besteht, wird keines der implantierten Materialien nach einer Zeit in dem Körper verbleiben.
- In Fig. 3 wird eine andere Elektrodenvorrichtung 14 gezeigt, die mit dem Äußeren eines Herzens 16 über eine erste Elektrode 18 und eine zweite Elektrode 20 zum Abfühlen elektrischer Signale in dem Herzen 16 verbunden ist. Die Elektrodenvorrichtung 14 ist mit einem Monitor 22 verbunden, der die abgefühlten elektrischen Signale in der gleichen Weise wie der Monitor 8 in Fig. 1 detektiert und speichert.
- Eine erste Version der Elektrodenvorrichtung 14 wird in Fig. 4 gezeigt. Eine isolierende Hülle 24 unterteilt die Elektrodenvorrichtung 14 in einen ersten Kanal 26 und einen zweiten Kanal 28. Der erste Kanal 26 ist mit einem ersten Elektrolyten 30 gefüllt und der zweite Kanal 28 ist mit einem zweiten Elektrolyten 32 gefüllt.
- Die erste Elektrode 18 kann wie die Elektrode 6 in Fig. 2 geformt sein, d. h. eine dünne Membran aus einem Ionen transportierenden Material haben, die mit dem ersten Elektrolyten 30 in dem ersten Kanal 26 verbunden ist. Die zweite Elektrode 20 ist auch als eine aus einem Ionen transportierenden Material hergestellte dünne Membran ausgebildet, die mit dem zweiten Kanal 28 und dementsprechend mit dem zweiten Elektrolyten 32 verbunden ist, um Signale vom Herzgewebe zu detektieren und diese zu dem Monitor 22 zu überführen.
- Eine andere Version der Elektrodenvorrichtung 14 wird in Fig. 5 gezeigt, bei der eine isolierende Hülle 34 eine isolierende Röhre 36 umschließt. Das erzeugt einen Raum 38 zwischen der isolierenden Hülle 34 und der isolierenden Röhre 36. Die isolierende Röhre 36 weist einen Durchgangskanal 40 auf. Der Kanal 40 wird mit einem ersten Elektrolyten 42 gefüllt und der Raum 38 zwischen der isolierenden Hülle 34 und der isolierenden Röhre 36 wird mit einem zweiten Elektrolyten 44 gefüllt.
- In diesem Fall ist die zweite Elektrode 20 als eine dünne ringförmige, aus einem Ionen transportierenden Material hergestellte Membran ausgebildet, die mit dem zweiten Elektrolyten 44 in Kontakt steht, um elektrische Signale von dem Herzen 16 zu dem Monitor 22 zu übertragen. Wenn die Membrane so ausgebildet ist, daß sie nur eine sehr kleine Fläche, wenige mm², hat, braucht sie nicht einmal resorbierbar zu sein.
- Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann zum Beispiel eine wählbare Anzahl von Elektrolytleitern zum Abfühlen an verschiedenen Gewebestellen in einem Körper enthalten. Kombinationen der beschriebenen Ausführungsbeispiele sind möglich.
- Der Elektrolyt kann durch einen nichttoxischen flüssigen Leiter ersetzt werden. Die Elektroden können auch aus nichttoxischem, biokompatiblem Metall oder kohlenstoffbasierten Materialien bestehen.
- Ob der Monitor implantierbar ist oder nicht, er kann eine Vielzahl von Meßfunktionen enthalten, die Information über den Gesundheitszustand des Patienten beitragen. Zum Beispiel Blutdruck und pH-Wert sind nützliche Parameter in Verbindung mit der Aufzeichnung der elektrischen Signale des Herzens und verbessern die Fähigkeiten des Arztes, eine korrekte Diagnose zu stellen. Im Prinzip kann der Monitor zum Messen aller für den Arzt interessanter Variabler und Parameter ausgestattet sein. Die mit Gewebe verbundenen Aufzeichnungssensoren und Signalübertrager können passenderweise aus resobierbarem Material hergestellt sein, wohingegen diejenigen, die nicht mit Gewebe verbunden sind und die leicht und ohne Risiko für den Patienten entfernt werden können, als konventionelle Meßsensoren ausgebildet sein können.
- Obwohl die offenbarten Ausführungsbeispiele sich nur auf das Messen elektrischer Herzsignale beziehen, können gleiche oder ähnliche Elektrodenvorrichtungen zum Abfühlen elektrischer Signale von anderem lebenden Gewebe wie Muskeln und Nerven verwendet werden.
- Die Elektrodenvorrichtung kann auch für die zeitweilige elektrische Stimulation von lebendem Gewebe wie Muskeln, Herz oder Nerven eingesetzt werden. In diesem Fall ersetzt oder ergänzt ein Stimulationsimpulsgenerator den Monitor.
Claims (9)
1. Elektrodenvorrichtung (2; 14), die dazu vorgesehen ist,
zumindest teilweise in lebendes Gewebe implantiert zu werden,
mit einer elektrisch isolierenden Hülle (10; 24; 34), einem
in der isolierenden Hülle (10; 24; 34) angeordneten
elektrischen Leiter (12; 30, 32; 42, 44), einer auf der
isolierenden Hülle (10; 24; 34) angeordneten Elektrode (6; 18, 20)
zum Überführen elektrischer Signale zwischen dem lebenden Gewebe
und dem elektrischen Leiter (12; 30, 32; 42, 44) und einem am
proximalen Ende der isolierenden Hülle (10; 24; 34)
angeordneten Kontakt zum Überführen elektrischer Signale
zwischen dem elektrischen Leiter (12; 30, 32; 42, 44) und
einem medizinischen Gerät (8; 22), dadurch
gekennzeichnet, daß die isolierende Hülle (10; 24; 34)
aus einem resorbierbaren Material gebildet wird und daß der
elektrischen Leiter (12; 30, 32; 42, 44) aus einem
nichttoxischen, flüssigen Leiter, vorzugsweise einem
Elektrolyten besteht.
2. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elektrode (6; 18, 20) zum
Gewebe eine Kontaktfläche hat, die einen oder einige mm² groß
ist.
3. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elektroden (6; 18) am distalen
Ende der isolierenden Hülle (10; 24; 34) angeordnet ist.
4. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektrode (6; 18, 20) als eine aus einem Ionen
transportierenden Material bestehende Membran ausgebildet
ist.
5. Elektrodenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (6; 18)
aus einem nichttoxischen, biokompatiblen Metall oder
kohlenstoffbasierten Material besteht.
6. Elektrodenvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein weiterer elektrischer Leiter (32; 44) in der isolierenden
Hülle (24; 34) angeordnet ist, isoliert von dem ersten
elektrischen Leiter (30; 42), wobei der weitere elektrische
Leiter (32; 44) aus einem nichttoxischen, flüssigen Leiter,
vorzugsweise einem Elektrolyten besteht, und daß zumindest
eine weitere Elektrode (20) auf der isolierenden Hülle (24;
34) angeordnet ist, um elektrische Signale zwischen dem
lebenden Gewebe und dem weiteren elektrischen Leiter (32; 44)
zu übertragen.
7. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die weitere Elektrode (20) als
eine aus einem Ionen transportierenden Material bestehende
Membran ausgebildet ist.
8. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die weitere Elektrode (20) aus
einem nichttoxischen, biokompatiblen Metall oder
kohlenstoffbasierten Material besteht.
9. Elektrodenvorrichtung nach Anspruch 4 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ionen transportierende
Material auch resorbierbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE9303120A SE9303120D0 (sv) | 1993-09-24 | 1993-09-24 | Elektrodanordning |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69416557D1 DE69416557D1 (de) | 1999-03-25 |
| DE69416557T2 true DE69416557T2 (de) | 1999-07-15 |
Family
ID=20391204
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE69416557T Expired - Lifetime DE69416557T2 (de) | 1993-09-24 | 1994-08-17 | Elektrodenvorrichtung |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5480420A (de) |
| EP (1) | EP0646388B1 (de) |
| JP (1) | JPH07265441A (de) |
| DE (1) | DE69416557T2 (de) |
| SE (1) | SE9303120D0 (de) |
Families Citing this family (27)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB9503438D0 (en) * | 1995-02-21 | 1995-04-12 | Settler Morris | Non metallic electrical bridge for medical use |
| SE9504677D0 (sv) * | 1995-12-28 | 1995-12-28 | Pacesetter Ab | Elektrodkabel |
| US6213979B1 (en) * | 1997-05-29 | 2001-04-10 | Venetec International, Inc. | Medical line anchoring system |
| US6324415B1 (en) | 1997-07-30 | 2001-11-27 | Intermedics Inc. | Cardiac lead with minimized inside diameter of sleeve |
| US6091979A (en) * | 1998-07-07 | 2000-07-18 | Children's Medical Center Corporation | Subdural electrode arrays for monitoring cortical electrical activity |
| US6941174B2 (en) * | 2001-12-31 | 2005-09-06 | Ethicon, Inc. | Temporary pacing wire having a constrained anchor and method of producing same |
| US7096059B2 (en) * | 2002-07-03 | 2006-08-22 | Bioanalytical Systems, Inc. | Device and method for electrocardiography on freely moving animals |
| US20050004639A1 (en) * | 2003-07-03 | 2005-01-06 | Advanced Neuromodulation Systems, Inc. | Medical lead with resorbable material |
| US8074655B2 (en) * | 2004-02-26 | 2011-12-13 | Linguaflex, Inc. | Methods and devices for treating sleep apnea and snoring |
| MXPA06009795A (es) * | 2004-02-26 | 2007-03-15 | Ira Sanders | Metodo y dispositivo para el tratamiento de la apnea obstructiva del sueno y el ronquido. |
| US10524954B2 (en) * | 2004-02-26 | 2020-01-07 | Linguaflex, Inc. | Methods and devices for treating sleep apnea and snoring |
| US20060247753A1 (en) * | 2005-04-29 | 2006-11-02 | Wenger William K | Subcutaneous lead fixation mechanisms |
| US8078282B2 (en) * | 2006-02-01 | 2011-12-13 | Warsaw Orthopedic, Inc | Implantable tissue growth stimulator |
| US7953498B1 (en) * | 2006-03-15 | 2011-05-31 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Resorbable anchor arrangements for implantable devices and methods of making and using |
| US8244377B1 (en) | 2006-09-27 | 2012-08-14 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Fixation arrangements for implantable leads and methods of making and using |
| US9339643B1 (en) | 2007-03-30 | 2016-05-17 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Acutely stiff implantable electrodes |
| AU2009305673A1 (en) | 2008-10-16 | 2010-04-22 | Linguaflex, Inc. | Methods and devices for treating sleep apnea |
| DE102008062018A1 (de) * | 2008-12-12 | 2010-06-17 | Up Management Gmbh | Vorrichtung und Verfahren zur Erfassung elektrischer Potentiale am menschlichen oder tierischen Körper |
| WO2011065881A1 (en) | 2009-11-30 | 2011-06-03 | St. Jude Medical Ab | A medical implantable lead with fixation detection |
| US20110276102A1 (en) * | 2010-05-05 | 2011-11-10 | Cohen Todd J | Redundant pacing system with leaded and leadless pacing |
| US10814127B2 (en) | 2016-02-05 | 2020-10-27 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Slotted sleeve neurostimulation device |
| EP3389763B1 (de) | 2016-02-19 | 2023-06-28 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Manschettenvorrichtungen und -system zur elektrischen stimulation |
| US10493269B2 (en) | 2016-06-02 | 2019-12-03 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Leads for electrostimulation of peripheral nerves and other targets |
| EP3452163A1 (de) | 2016-07-29 | 2019-03-13 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Systeme und verfahren zur herstellung und verwendung eines elektrischen stimulationssystems zur peripheren nervenstimulation |
| US10905883B2 (en) | 2016-12-02 | 2021-02-02 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Methods and systems for selecting stimulation parameters for electrical stimulation devices |
| EP3554388A4 (de) | 2016-12-13 | 2020-08-12 | Linguaflex, Inc. | Zungenretraktor |
| WO2022245931A1 (en) | 2021-05-21 | 2022-11-24 | Boston Scientific Neuromodulation Corporation | Electrical stimulation cuff devices and systems with helical arrangement of electrodes |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3915174A (en) * | 1972-11-28 | 1975-10-28 | Thomas A Preston | Pacing apparatus and improved catheter |
| FR2423231A1 (fr) * | 1978-04-19 | 1979-11-16 | Synthelabo | Sonde de stimulation cardiaque endocavitaire |
| US4644960A (en) * | 1985-09-23 | 1987-02-24 | Arrow International, Inc. | Device for making electrical connection to an electrolyte, and system employing same |
| SE9102778D0 (sv) * | 1991-09-25 | 1991-09-25 | Siemens Elema Ab | Implanterbar medicinsk anordning |
-
1993
- 1993-09-24 SE SE9303120A patent/SE9303120D0/xx unknown
-
1994
- 1994-08-17 EP EP94112849A patent/EP0646388B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1994-08-17 DE DE69416557T patent/DE69416557T2/de not_active Expired - Lifetime
- 1994-09-01 US US08/299,345 patent/US5480420A/en not_active Expired - Lifetime
- 1994-09-20 JP JP6225346A patent/JPH07265441A/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US5480420A (en) | 1996-01-02 |
| JPH07265441A (ja) | 1995-10-17 |
| SE9303120D0 (sv) | 1993-09-24 |
| DE69416557D1 (de) | 1999-03-25 |
| EP0646388A1 (de) | 1995-04-05 |
| EP0646388B1 (de) | 1999-02-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69416557T2 (de) | Elektrodenvorrichtung | |
| DE69430417T2 (de) | Elektrodensystem | |
| DE69426814T2 (de) | Herzschrittmacher- und defibrillationselektrodenleitung, die die erfassung von signalen ermöglicht | |
| DE69227598T2 (de) | Herzschrittmachersonde mit einem auswechselbaren sensor | |
| DE69833361T2 (de) | Medizinische elektrische Zuleitung | |
| DE3914662C2 (de) | ||
| DE69029564T2 (de) | Geflochtene Elektrodenleitungen und Katheter für ihre Benutzung | |
| DE69919983T2 (de) | System zum einleiten von herzkammerflimmern unter verwendung von nahfeldwellenabtastung | |
| DE69413441T2 (de) | Mechanische Defibrillation | |
| DE69629968T2 (de) | Vorrichtung zur Stimulation der Herzfunktion | |
| DE69331961T2 (de) | Frequenzadaptiver Herzschrittmacher gesteuert mittels unipolar gemessener Impedanz | |
| DE69725302T2 (de) | Medizinische elektrische zuleitung | |
| DE60315866T2 (de) | Atraumatische sensorleitungsanordnungen | |
| DE69819536T2 (de) | Medizinische elektrische leitung | |
| DE69518305T2 (de) | Herzschrittmacher mit universalem überzug | |
| DE60202209T2 (de) | Verlängerung für einen neurologischen elektrischen stimulator mit niedriger impedanz | |
| EP0170997B1 (de) | Vorrichtung zur physiologischen Frequenzsteuerung eines mit einer Reizelektrode versehenen Herzschrittmachers | |
| DE69829153T2 (de) | Vorrichtung zur elektrischen Reizung des Verdauungstrakts | |
| EP0660735B1 (de) | Implantierbares defibrillationssystem | |
| DE69221315T2 (de) | Katheter zur herzstimulation mittels zweier ungleicher elektroden-paare | |
| DE69917758T2 (de) | Vorrichtung zur behandlung von vorhofsarrythmien | |
| DE2212592A1 (de) | Vorrichtung zum ermitteln von muskelkontraktionen | |
| DE69108607T2 (de) | Künstliche Zahnwurzel. | |
| DE19609471A1 (de) | Elektrodenanordnung | |
| DE2358883A1 (de) | Einadrige kathetervorrichtung und schrittmachverfahren |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Representative=s name: KRAMER - BARSKE - SCHMIDTCHEN, 81245 MUENCHEN |