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Diese Erfindung betrifft eine quervernetzbare harzartige Zusammensetzung für
Wasserfarben vom Zwei-Flüssigkomponenten-Typ, welclhe bei normalen
Temperaturen härtbar ist, womit Farbfilme mit hervorragenden Eigenschaften im
Hinblick auf Härte, physikalische Eigenschaften, Glanz, Lösungsmittelbeständigkeit,
Wasserbeständigkeit und dergleichen gebildet werden können.
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Nachteile eines mit einer Emulsionsfarbe erhaltenen Farbfilms sind, daß er bei
hohen Temperaturen klebrig ist, und daß dessen Lösungsmittelbeständigkeit und
anfängliche Wasserbeständigkeit vor einem ausreichendlen Verschmelzen von
Teilchen gering sind. Um diese Eigenschaften zu verbessern, ist es allgemein
bekannt eine Carbonylgruppe einzuführen und durch Zugabe von Dihydrazid als ein
Quervernetzungsmittel eine Quervernetzung herbeizuführen. Als ein Verfahren zur
Verwendung derartiger Emulsionen ist in EP-A-0 300 37B und in der japanischen
Patentoffenlegungs-Nr. 4-372674/1992 ein Verfahren offenbart, wobei eine
Carbonylgruppe in Emulsionsteilchen eingeführt wird und die Oberflächen der
Emulsionsteilchen ohne Kontakt mit dem Quervernetzungsmittel in der Farbe
geschickt gesteuert werden, wobei eine Farbe vom Ein-Flüssigkomponenten-Typ
erhalten wird. Weiterhin ist in der japanischen Patentoffenlegungs-Nr. 5-9807111993
ein verbessertes Verfahren offenbart, wobei ein Teil der Emulsion behandelt wird, so
daß er löslich ist, und wodurch Kontaktierbarkeit und Wasserbeständigkeit
verbessert werden.
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In den Verfahren zur Bildung eines Farbfilms unter Verwendung der Emulsion,
welche hergestellt wurde durch Lösungspolymerisation zusammen mit geeigneten
oberflächenaktiven Mitteln, um die Teilchen zu verschmelzen, können die
Eigenschaften des Farbfilms wie Härte, physikalische Eigenschaften, Glanz,
Lösungsmittelbeständigkeit und dergleichen, die denen einer harzartigen
Zusammensetzung für Urethanfarben vom Lösungsmitteltyp mit zwei
Flüssigkomponenten entsprechen, nicht erhalten werden.
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Um derartige Eigenschaften zu erhalten, ist es notwendig Harze zu verwenden, wie
etwa eine durch Dispergieren eines Polymers mit einem hydrophilen Anteil in Wasser
erhaltene kolloidale Dispersion oder eine Dispersionsemulsion, wobei die
Hauptwirkung der Filmbildung in einer Quervernetzungsreaktion besteht. In solchen
Fällen kann aufgrund nicht klarer Teilchenzustände keine Farbe vom Ein-
Flüssigkomponenten-Typ erhalten werden, und sie wird unvermeidbar eine Farbe
vom Zwei-Flüssigkomponenten-Typ.
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Es ist ein Gegenstand dieser Erfindung, eine harzartige Zusammensetzung für Farbe
zu erhalten, welche bei normalen Temperaturen quervernetzbar ist, die sogar als
wässrige harzartige Zusammensetzung die gleiche Härte, physikalische
Eigenschaften, Glanz, eine Lösungsmittelbeständigkeit und Wasserbeständigkeit,
entsprechend denen einer Urethanfarbe vom Zwei-Flüssigkomponenten-
Lösungsmitteltyp, aufweist.
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Die Anmelder haben die Quervernetzungsreaktion zwischen Carbonylgruppe und
Dihydrazid in einem wässrigen Harz vom Dispersionstyp untersucht, um eine
harzartige Zusammensetzung für Farbe zu bilden, basierend auf einer harzartigen
Zusammensetzung für eine Wasserfarbe vom Zwei-Flüssigkomponenten-Typ, mit
Eigenschaften, die denen einer Lösungsmittelfarbe vom Zwei-Flüssigkomponenten-
Typ entsprechen.
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Der erste Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine harzartige Zusammensetzung
für eine Wasserfarbe vom Zwei-Flüssigkomponenten-Typ, welche bei normalen
Temperaturen quervernetzbar ist, die (A) eine kolloidale Dispersion oder Emulsion
(nachstehend der Einfachheit halber als "Emulsion (A)" bezeichnet), erhalten durch
Copolymerisation eines Monomergemisches, umfassend von 5 bis 40 Gew.-% eines
Carbonylgruppe-enthaltenden ungesättigten Monomers, von 1 bis 20 Gew.-% eines
Carboxylgruppe-enthaltenden ungesättigten Monomers, von 5 bis 40 Gew.-% eines
Alkylestermonomers von Methacrylsäure mit 9 bis 30 Kolhlenstoffatomen und von 5
bis 89 Gew.-% andere ungesättigte Monomere, um ein Copolymer zu bilden,
Neutralisieren des Copolymers mit einer alkalischen Substanz, Lösen oder
Emulgieren des Copolymers in Wasser und Einstellen eines pH-Werts von mehr als
7, sowie (B) von 0,05 bis 1,0 Moläquivalent (bezogen auf den in der Emulsion (A)
enthaltenen Carbonylgruppengehalt) leicht wasserlösliche Dihydrazidverbindung
(nachstehend als "Dihydrazidverbindung" bezeichnet) mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen
umfaßt.
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Der zweite Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die harzartige Zusammensetzung
für eine Wasserfarbe vom Zwei-Flüssigkomponenten-Typ, welche bei normalen
Temperaturen quervernetzbar ist, nach dem ersten Aspekt, wobei das Colpolymer
zur Bildung von Teilchen der Emulsion (A) ein Molekulargewicht im Zahlenmittel von
500 - 150.000 aufweist.
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Die Dihydrazidverbindung (B) ist eine oder zwei Verbindungen, ausgewählt aus der
Gruppe, bestehend aus den durch die allgemeinen Formeln (1) und (2) nachstehend
dargestellten:
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(n = 0 bis 3), sowie aus Malonsäuredihydrazid, Maleinsäuredihydrazid,
Itaconsäuredihydrazid und Fumarsäuredihydrazid.
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Der dritte Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die harzartige Zusammensetzung für
eine Wasserfarbe vom Zwei-Flüssigkomponenten-Typ, welche bei normalen
Temperaturen quervernetzbar ist, wobei die Dihydrazidverbindung (B) entweder (1)
oder (2), vorstehend, ist.
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Die Erfindung beruht auf den drei nachfolgenden neuen Erkenntnissen:
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(1) Um die nachgesuchten guten Eigenschaften zu erhalten, ist es notwendig, die
Quervernetzungsdichte zu erhöhen und somit die Menge eines
Quervernetzungsmittels zu erhöhen. Im Ergebnis verläuft die
Quervernetzungsreaktion schneller und der Verarbeitungszeitraum wird zu kurz, der
Verarbeitungszeitraum kann aber durch eine Erhöhung des pH-Werts nach oben
gesteuert werden.
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(2) Bei Verwendung von Adipinsäuredihydrazid, wie auf diesem Gebiet herkömmlich
verwendet, geht beim Trocknen der Oberflächenglanz verloren, wenn große Mengen
davon eingesetzt werden. Diese Tendenz ist insbesondere in einem hohen pH-
Bereich stark ausgebildet, kann aber gelöst werden durch Verwendung eines
spezifischen stark hydrophilen Dihydrazids.
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(3) Die in der Erfindung verwendete Emulsion (A) vom Dispersionstyp kann
langkettige Monomere höherer Alkylester von Methacrylsäure mit 9 bis 30
Kohlenstoffatomen (nachfolgend als "langkettiges Monomer" bezeichnet) umfassen.
Durch Aufnahme des langkettigen Monomers in die Dispersionsemulsion (A) werden
Wasserbeständigkeit und Adhäsionsfähigkeit mittels Verhakung von langkettigem
Monomer, das die hydrophobe Komponente der Farbschicht ist, verbessert, auch
wenn die Farbschicht eine große Menge an hydrophiler Komponente enthält.
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Die in der Erfindung verwendete Emulsion (A) wird hergestellt durch
Copolymerisation eines Gemisches aus einem Carbonylgruppe-enthaltenden
ungesättigten Monomer, einem Carboxylgruppe-enthaltenden ungesättigten
Monomer, dem langkettigen Monomer und anderen ungesättigten Monomeren, oder
des Gemisches ohne das langkettige Monomer, mittels jedem bekannten
Polymerisationsverfahren wie etwa Lösungspolymerisation oder
Massepolymerisation, wobei ein Polymer erhalten wird, Neutralisieren des Polymers
mit einer alkalischen Substanz, und Lösen oder Dispergieren des Polymers in
Wasser.
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Die Emulsion (A) unterscheidet sich in bezug auf das Molekulargewicht des
Polymers, aus dem die Emulsionsteilchen gebildet werden, erheblich von der
Emulsion, die durch ein Emulsionspolymerisationsverfahren unter Verwendung eines
oberflächenaktiven Mittels gebildet worden ist. Beispielsweise liegt das
Molekulargewicht im Zahlenmittel vorteilhaft in einem Bereich von 500 - 150.000,
bevorzugt 1.000-80.000, um eine stabile Emulsion zu erhalten.
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Im Gegensatz dazu beträgt das Molekulargewicht im Zahlenmittel bei Herstellung
nach einem Emulsionspolymerisationsverfahren im allgemeinen 150.000-1.000.000
und weiterhin werden auch diejenigen mit höheren Molekulargewichten umfaßt,
wobei ein Teil zu einem Gel wird.
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Als das in der Synthese der erfindungsgemäßen Emulsion verwendete
Carbonylgruppe-enthaltende Monomer können erwähnt werden Acrolein,
Diacetonacrylamid, Diacetonmethacrylamid, Formylstyrol, Vinylalkylketone mit 4-7
Kohlenstoffatomen (wie etwa Vinylmethylketon, Vinylethylketon, Vinylbutylketon),
Diacetonacrylat, Diacetonmethacrylat, Acetonitrilacrylat, 2-
Hydroxypropylacrylatacetylacetat, Butandiol-1,4-acrylatacetylacetat, Acryl- (oder
Methacryl-) oxyalkylpropenal, Acetoacetoxyethylmethacrylat und
Acetoacetoxyethylacrylat. Besonders bevorzugt sind Diacetonacrylamid und
Diacetonmethacrylamid, deren Reaktionsgeschwindigkeiten leicht über den pH-Wert
gesteuert werden können. Die davon verwendete Menge beträgt 5-40 Gew.-%,
bevorzugt 7-30 Gew.-%, stärker bevorzugt 10-25 Gew.-%.
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Die Carboxylgruppe-enthaltenden Monomere sind Monomere, die im allgemeinen in
der Synthese wasserlöslicher Harze verwendet werden, und umfassen
beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure und Maleinsäure. Die davon
verwendete Menge beträgt 1-20 Gew.-%, bevorzugt 2-10 Gew.-%.
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Weiterhin wird das langkettige Monomer der vorliegenden Erfindung als eine
Copolymerisierungskomponente verwendet, um die Wasserbeständigkeit der
Farbschicht und die Adhäsionsfähigkeit der auf einer Metalloberfläche haftenden
Farbschicht, nachdem die Metalloberfläche in Wasser getaucht wurde, zu
verbessern. Als langkettiges Monomer wird ein Ester von Methacrylsäure und einem
höheren Alkyl mit 9 bis 30 Kohlenstoffen verwendet. Die hydrophoben Seitenketten
des langkettigen Monomers sind ausreichend untereinander verhakt, um die
Wasserbeständigkeit der Farbschicht merklich zu erhöhen. Weiterhin weist das
langkettige Monomer eine stark hydrophobe Eigenschaft auf, welche
Copolymerisierung verhindert, und normalerweise nicht in eine Emulsion zur
Emulsionspolymerisation unter Verwendung eines oberflächenaktiven Mittels
eingebracht werden darf. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann das langkettige
Monomer jedoch mittels Lösungspolymerisation copolymerisiert werden, und das
entstandene Copolymer kann leicht durch Neutralisation mittels Alkali und
Dispergierung in Wasser in eine Emulsion überführt werden.
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Das langkettige Monomer ist ein C&sub9; bis C&sub3;&sub0; Alkylester von Methacrylsäure, bevorzugt
C&sub1;&sub2; bis C&sub2;&sub6; und stärker bevorzugt C&sub1;&sub6; bis C&sub2;&sub2;. Beispielsweise kann Nonyl- (C&sub9;), Decyl-
(C&sub1;&sub0;), Undecyl- (C&sub1;&sub1;), Dodecyl- (Lauryl) (C&sub1;&sub2;), Tridecyl- (C&sub1;&sub3;), Hexadecyl- (C&sub1;&sub6;),
Heptadecyl- (C&sub1;&sub7;), Octadecyl- (Stearyl) (C&sub1;&sub8;), Eikosyl- (C&sub2;&sub0;) oder Behenyl- (C&sub2;&sub2;)
-methacrylat verwendet werden. Der Gehalt des langkettiigen Monomers beträgt 5
bis 40 Gew.-%.
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Die anderen, mit den drei vorstehend erwähnten Monomeren zu
copolymerisierenden Monomere umfassen beispielsweise Styrol, Acryl- oder
Methacrylsäureester mit Seitenketten von 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, Acrylonitril,
Butadien, Vinyltoluol, Methacrylonitril, Vinylacetat, Vinylclhlorid, Vinylidenchlorid und
Olefine. Die davon zu verwendende Menge beträgt 5-89 Gew.-%, bevorzugt 20 bis
80 Gew.-%.
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Die erfindungsgemäß als ein Quervernetzungsmittel verwendete
Dihydrazidverbindung (B) sollte eine ausreichende Wasserlöslichkeit aufweisen. Das
Carbodihydrazid wird durch die nachstehenden chemischen Formeln dargestellt:
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(n = 0 bis 3).
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Weiterhin sind Malonsäuredihydrazid, Maleinsäuredihydrazid, Itaconsäuredihydrazid
und Fumarsäuredihydrazid zu erwähnen. Bevorzugt ist in der vorstehenden Formel
n = 0 oder 1, und Carbodihydrazid ist bevorzugt. Die davon verwendete Menge
beträgt 0,05 bis 1 Moläquivalent bezogen auf den Carbonylgruppengehalt (ein
Verhältnis von 0,1 bis 2bezogen auf funktionelle Gruppen), bevorzugt 0,1 bis 0,6 und
stärker bevorzugt 0,15 bis 0,5 Moläquivalent.
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Das in der Erfindung verwendete Neutralisierungsmittel ist Ammoniak, ein Amin mit
niedrigem Molekulargewicht oder ein Alkalimetall. Der pH-Wert der Emulsion (A) wird
auf einen Wert von mehr als 7, bevorzugt von 8 bis 11 eingestellt. Stärker bevorzugt
beträgt er 8,5 bis 10,5.
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Wenn die Menge des in der Erfindung verwendeten Quervernetzungsmittels
unterhalb des vorstehend angegebenen Bereichs liegt, werden die gewünschten
Eigenschaften weniger wirksam erhalten, aber selbst bei einer zu starken
Abweichung ist die Wirkung relativ gering. Wenn der pH-Wert unterhalb von 7 liegt,
verläuft die Reaktion zu schnell, so daß der Verarbeitungszeitraum verkürzt wird.
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Die Erfindung hat eine harzartige Zusammensetzung für eine Wasserfarbe vom
Zwei-Flüssigkomponenten-Typ, welche bei normalen Temperaturen quervernetzbar
ist, entwickelt, die Quervernetzung kann jedoch durch Erwärmen intensiver
durchgeführt werden. Bei der Herstellung der Farbe können Pigmente, Streckmittel,
Verdickungsmittel und andere übliche Zusätze zugegeben werden. Weiterhin können
Adhäsive und dergleichen verwendet werden.
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Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele ausführlicher erläutert.
Vergleichsbeispiel 1
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150 Gewichtsteile Ethylenglykolmonobutylether wurden in einem 2 Liter Kolben
vorgelegt, auf 110ºC erwärmt und unter Stickstoff gesetzt, und das nachfolgende
Gemisch wurde während 1 Stunde zugetropft:
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Acrylsäure 10 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 30 Gewichtsteile
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Butylacrylat 50 Gewichtsteile
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Styrol 30 Gewichtsteile
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Methylmethacrylat 29 Gewichtsteile
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Allylmethacrylat 1 Gewichtsteil
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Azobisisobutyronitril 3 Gewichtsteil e
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Nach Beendigung der Zugabe wurde das Gemisch 30 Minuten bei 110ºC gehalten,
und danach wurde das nachfolgende Gemisch während 1 Stunde zugetropft:
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Diacetonacrylamid 30 Gewichtsteile
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Butylacrylat 55 Gewichtsteile
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Styrol 33 Gewichtsteile
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Methylmethacrylat 32 Gewichtsteile
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Azobisisobutyronitril 1,5 Gewichtsteile
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Eine Stunde und eineinhalb Stunden nach Beendigung der Zugabe wurden 0,5
Gewichtsteile Azobisisobutyronitril zugegeben, das Gemisch wurde 2 weitere
Stunden bei 110ºC gehalten, danach auf 70ºC gekühlt, und 14 Gewichtsteile
Triethylamin wurden zugegeben, 500 g entionisiertes Wasser wurden unter Rühren
zugegeben, wobei eine wässrige Lösung mit hoher Viskosität erhalten wurde. Deren
pH-Wert betrug 8,6. Das aus dem Ergebnis von Gelchromatographie berechnete
Molekulargewicht im Zahlenmittel betrug 13.800.
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Zu 50 Gewichtsteilen der Lösung wurden 10 Gewichtsteile entionisiertes Wasser und
0,8 Gewichsteile Carbodihydrazid zugegeben. Die Lösung war bzw. in Tabelle 1
gezeigt. Nach der Standzeit wurde die Lösung auf eine Behandlungsplatte
aufgetragen, 3 Tage getrocknet, und danach wurden die Eigenschaften der Farbe
untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
Tabelle 1
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Lösungsmittelbeständigkeit wurde ermittelt durch 10-maliges Reiben mit einem mit
Xylol befeuchteten Tuch und Feststellen der Veränderung.
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Wenn 1,6 Gewichtsteile oder 0,8 Gewichtsteile Adipinsäuredihydrazid zugegeben
wurden, wurde kein Glanz beobachtet.
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In Tabelle 1 sowie in nachfolgenden Tabellen bedeutet "O", daß zufriedenstellende
Ergebnisse erhalten wurden.
Vergleichsbeispiel 2
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150 Gewichtsteile Propylenglykolmonoethylether wurden in einem 2 Liter Kolben
vorgelegt, auf 110ºC erwärmt und unter Stickstoff gesetzt, und das nachfolgende
Gemisch wurde während 2 Stunden zugetropft:
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Acrylsäure 10 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 60 Gewichtsteile
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Butylacrylat 105 Gewichtsteile
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Styrol 65 Gewichtsteile
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Methylmethacrylat 60 Gewichtsteile
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Azobisisobutyronitril 9 Gewichtsteile
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Nach Beendigung der Zugabe wurde das Gemisch 30 Minuten bei 110ºC gehalten,
und 30 Minuten bzw. 1 Stunde danach wurden 0,5 Gewichtsteile
Azobisisobutyronitril zugegeben, das Gemisch wurde 2 Stunden bei 110ºC gehalten,
gekühlt, und danach wurden 14 Gewichtsteile Triethylamin und 50 Gewichtsteile
Isopropanol zugegeben, es wurde stark gerührt, und danach wurden 600 g
entionisiertes Wasser zugetropft. Die wässrige Lösung wurde unter Unterdruck auf
einen Feststoffgehalt von 36% eingeengt, wobei eine wässrige Lösung mit einem
pH-Wert von 8, 8 erhalten wurde. Das aus dem Ergebnis von Gelchromatographie
berechnete Molekulargewicht im Zahlenmittel betrug 6.529.
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Testergebnisse des Farbfilms, die erhalten wurden unter Verwendung von 50
Gewichtsteilen der Lösung, vermischt mit Carbodihydrazid wie in Tabelle 2 gezeigt,
sind ebenfalls in Tabelle 2 gezeigt.
Tabelle 2
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Tests wurden durchgeführt 2 Tage nach dem Auftragen der Farbe.
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Die Ergebnisse des Erichsen Tests wurden nach 7 Tagen bestimmt, und für die
unter Zugabe von 0,6 Gewichtsteilen Carbohydrazid hergestellte Farbe betrug das
Ergebnis 7 mm.
Vergleichsbeispiel 3
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150 Gewichtsteile Propylenglykolmonoethylether wurden in einem 2 Liter Kolben
vorgelegt, auf 110ºC erwärmt und unter Stickstoff gesetzt, und das nachfolgende
Gemisch wurde während 2 Stunden zugetropft:
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Acrylsäure 10 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 90 Gewichtsteile
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Butylacrylat 70 Gewichtsteile
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Butylmethacrylat 65 Gewichtsteile
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Styrol 65 Gewichtsteile
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Azobisisobutyronitril 9 Gewichtsteile
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Nach Beendigung der Zugabe wurde das Gemisch 30 Minuten bei 110ºC gehalten,
und 30 Minuten bzw. 1 Stunde danach wurden 0,5 Gewichtsteile
Azobisisobutyronitril zugegeben, das Gemisch wurde 2 Stunden bei 110ºC gehalten,
gekühlt, und danach wurden 14 Gewichtsteile Triethylamin und 50 Gewichtsteile
Isopropanol zugegeben, es wurde stark gerührt, und danach wurden 450 g
entionisiertes Wasser zugetropft. Die wässrige Lösung wurde unter Unterdruck auf
einen Feststoffgehalt von 45,1% eingeengt, wobei eine wässrige Lösung mit einem
pH-Wert von 8,66 erhalten wurde. Das aus dem Ergebnis von Gelchromatographie
berechnete Molekulargewicht im Zahlenmittel betrug 7.274.
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Zu 40 Gewichtsteilen der Lösung wurden 0,12 Gewichtsteile Carbohydrazid
zugegeben und nach 40 Minuten zeigte der auf die Behandlungsplatte aufgetragene
Farbfilm die nachfolgenden Eigenschaften:
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Schichtdicke des Films................................. 25 um
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Wasserbeständigkeit (nach 2-stündigem Eintauchen in Wasser)................ O
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Glanz.................................. O
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Bleistiftritzhärte........................ 2H
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Erichsen Test, Wert .............................5 mm
Vergleichsbeispiel 4
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300 Gewichtsteile Propylenglykolmonoethylether wurden in einem 2 Liter Kolben
vorgelegt, auf 110ºC erwärmt und unter Stickstoff gesetzt, und das nachfolgende
Gemisch wurde während 2 Stunden zugetropft:
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Acrylsäure 60 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 60 Gewichtsteile
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Butylacrylat 90 Gewichtsteile
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Methylmethacrylat 90 Gewichtsteile
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Azobisisobutyronitril 9 Gewichtsteile
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Nach Beendigung der Zugabe wurde das Gemisch bei 110ºC gehalten, und 1
Stunde bzw. 2 Stunden danach wurde 1 Gewichtsteil Azobisisobutyronitril
zugegeben, das Gemisch wurde 2 Stunden bei 110ºC gehalten, gekühlt, und danach
wurden 84 Gewichtsteile Triethylamin zugegeben und 300 g entmineralisiertes
Wasser wurden zugegeben, wobei eine wässrige Lösung mit einem pH-Wert von
10,50 erhalten wurde. Das aus dem Ergebnis von Gelchromatographie berechnete
Molekulargewicht im Zahlenmittel betrug 15.050.
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1 Gewichtsteil Carbohydrazid wurde zu 50 Gewichtsteilen der Lösung zugegeben,
wobei ein Produkt erhalten wird, das während 3 Stunden verarbeitet werden kann.
Die Härte des Farbfilms mit einer Schichtdicke der Farbe von 23 um nach 7 Tagen
war 2H.
Vergleichsbeispiel 5
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Die Polymerisation wurde analog zu Beispiel 4 ausgeführt und nach dem Kühlen
wurden unter Rühren 25 Gewichtsteile Triethylamin zugegeben und danach wurden
300 Gewichtsteile entionisiertes Wasser zugegeben, wobei eine wässrige Lösung
mit einem pH-Wert von 6,12 erhalten wurde. Das aus dem Ergebnis von
Gelchromatographie berechnete Molekulargewicht im Zahlenmittel betrug 15.050.
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1 Gewichtsteil Carbodihydrazid wurde zu 50 Gewichtsteilen der wässrigen Lösung
zugegeben, wobei ein Produkt erhalten wurde, das nach 5 Minuten geliert war.
Beispiel 1
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270 Gewichtsteile Propylenglykolmonoethylether wurden in einem abtrennbaren 5
Liter Kolben vorgelegt, auf 110ºC erwärmt und unter Stickstoff gesetzt, und das
nachfolgende Gemisch wurde während 1,5 Stunden zugetropft:
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Acrylsäure 31,5 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 270,0 Gewichtsteile
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Styrol 180,0 Gewichitsteile
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Stearylmethacrylat 270,0 Gewichtsteile
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n-Butylmethacrylat 343,5 Gewichtsteile
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n-Butylacrylat 30,0 Gewichtsteile
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i-Butylmethacrylat 225,0 Gewichtsteile
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PER-BUTYL-O 2,7 Gewichtsteile
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(PER-BUTYL-O ist ein Polymerisationsinitiator, erhältlich von Nippon Oil and Fats
Co., Ltd.)
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Nach Beendigung der Zugabe wurde nochmals während 2 Stunden PER-BUTYL-O
zugetropft. Weiterhin wurde das Gemisch 4 Stunden erwärmt, und danach wurden
unter starkem Rühren 54 Gewichtsteile Triethylamin zu dem vorstehenden Material
zugegeben. Danach wurden unter Rühren 1575 Gewichtsteile Wasser zugegeben
um das Gemisch zu emulgieren. Die durch Destillation unter Unterdruck erhaltene
Emulsion hatte einen Feststoffgehalt von 48,4%, einen Teilchendurchmesser von
0,12 um, eine Viskosität von 4,6 Pa·s (46 Poise) (gemessen mit einem B-Typ
Viskosimeter bei 20ºC und 60 UpM, dieselben Parameter wurden nachstehend
verwendet) und einen pH-Wert von 8,97.
Beispiel 2
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Durch das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1 wurde mit den nachstehenden
Monomeren eine Emulsion erhalten:
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Acrylsäure 31,5 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 270,0 Gewichtsteile
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Styrol 270,0 Gewichtsteile
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Stearylmethacrylat 270,0 Gewichtsteile
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n-Butylmethacrylat 508,5 Gewichtsteile
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Die erhaltene Emulsion hatte einen Feststoffgehalt von 47,8%, einen
Teilchendurchmesser von 0,17 um, eine Viskosität von 3, 3 Pas (33 Poise) und einen
pH-Wert von 9,01.
Beispiel 3
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Durch das gleiche Verfahren wie in Beispiel 5 wurde im Drittelmaßstab unter
Verwendung eines 2 Liter anstelle eines 5 Liter Kolbens eine Emulsion erhalten. Die
verwendeten Monomere waren wie folgt:
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Acrylsäure 10,5 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 90,0 Gewichtsteile
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Styrol 60,0 Gewichtsteile
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Stearylmethacrylat 45,0 Gewichtsteile
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n-Butylmethacrylat 94,5 Gewichtsteile
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n-Butylacrylat 75,0 Gewichtsteile
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i-Butylmethacrylat 75,0 Gewichtsteile
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Die erhaltene Emulsion hatte einen Feststoffgehalt von 46,7%, einen
Teilchendurchmesser von 0,08 um, eine Viskosität von 4 Pas (40 Poise) und einen
pH-Wert von 9,01.
Beispiel 4
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Durch das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1 wurde mit den nachstehenden
Monomeren eine Emulsion erhalten:
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Acrylsäure 31,5 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 270,0 Gewichtsteile
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Styrol 180,0 Gewichtsteile
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BLENMER SLMA 270,0 Gewichtsteile
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(BLENMER SLMA ist ein synthetisiertes Laurylmethacrylat,
erhältlich von Nippon Oil and Fats Co., Ltd.)
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Stearylmethacrylat 270,0 Gewichtsteile
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n-Butylmethacrylat 508,5 Gewichtsteile
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n-Butylacrylat 30,0 Gewichtsteile
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i-Butylmethacrylat 225,0 Gewichtsteile
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PER-BUTYL-O 2,7 Gewichtsteile
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Die erhaltene Emulsion hatte einen Feststoffgehalt von 48,2%, einen
Teilchendurchmesser von 0,11 um, eine Viskosität von 4,8 Pa·s (48 Poise) und einen
pH-Wert von 9,00.
Vergleichsbeispiel 6
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Durch das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1 wurde mit den nachstehenden
Monomeren eine Emulsion erhalten:
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Acrylsäure 31,5 Gewichtsteile
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Diacetonacrylamid 270,0 Gewichtsteile
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n-Butylmethacrylat 283,5 Gewichtsteile
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n-Butylacrylat 30,0 Gewichtsteile
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Styrol 180,0 Gewichtsteile
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i-Butylmethacrylat 225,0 Gewichtsteile
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Die erhaltene Emulsion hatte einen Feststoffgehalt von 42,8%, einen
Teilchendurchmesser von 0,08 um, eine Viskosität von 3,59 Pa·s (35,9 Poise) und
einen pH-Wert von 9,22.
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Eine Carbohydrazidmenge von 0,4 Moläquivalent bezogen auf die Menge von
Carbonylgruppen in jeder der Emulsionen der Beispiele 1 bis 4 und von
Vergleichsbeispiel 6 (eine Carbohydrazidmenge von 0,8 Moläquivalent bezogen auf
die Menge von funktionellen Gruppen der Emulsion) wurde zu jeder der Emulsionen
der Beispiele 1 bis 4 und von Vergleichsbeispiel 6 zugegeben und die Viskosität
jeder der Emulsionen wurde durch Zugabe von Wasser eingestellt. Die entstandenen
Emulsionen wurden mit einer Stangenauftragvorrichtung auf eine Behandlungsplatte
aufgetragen, um die Schichteigenschaften zu prüfen. Die Ergebnisse sind in Tabelle
3 gezeigt.
Tabelle 3
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Anmerkung: Für diejenigen Proben, die nach der Zugabe von Hydrazid einen Tag
beiseite gestellt worden waren, konnten keine Tests durchgeführt werden.
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Wie aus den Beispielen klar hervorgeht, hat die harzartige Zusammensetzung für
eine Farbe, welche erhalten worden ist durch Zugabe einer leicht wasserlöslichen
Dihydrazidverbindung mit 1-5 Kohlenstoffatomen zu einer Emulsion mit einem
durch eine alkalische Substanz eingestellten pH-Wert von mehr als 7, eine lange
Verarbeitungsdauer und sie liefert einen Farbfilm mit hervorragenden Eigenschaften
wie etwa Härte, Glanz, Lösungsmittelbeständigkeit, Wasserbeständigkeit und
dergleichen.