DE69408125T2 - Elektrisches haushaltgerät zum waschen und/oder trocknen, das heisswasser vom zentralen system benutzt, welches in schlangen zirkuliert - Google Patents
Elektrisches haushaltgerät zum waschen und/oder trocknen, das heisswasser vom zentralen system benutzt, welches in schlangen zirkuliertInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein elektrisches Haushaltgerät zum Waschen und/oder Trocknen von Geschirr oder Wäsche.
- Mit derartigen Haushaitgeräten werden verschiedene Zyklen von Waschen und/oder Trocknen ausgeführt, die von einer Programmsteuerung kontrolliert werden und bei denen fast immer Wasser oder Luft verwendet werden muß, die auf eine vorgegebene Temperatur aufgeheizt sind.
- Da die mit Hilfe elektrischer Widerstände erzeugte thermische Energie wesentlich teuerer ist als die mit Hilfe des Brenners eines zentralen Heizsystems erzeugte Energie, gibt es nach dem Stand der Technik bereits verschiedene Haushaltgeräte, die für den Waschbetrieb Wasser aus dem zentralen Heißwasser-System entnehmen und es mit Hilfe eines Mischers mit einer benötigten Menge an Kaltwasser vor Eintritt in das Haushaltgerät mischen, was im allgemeinen an seinem Boden stattfindet, so daß unterschiedliche Typen von Zyklen durchlaufen werden können. Die Programmsteuerung kontrolliert die Betätigung des Mischers, so daß die für die verschiedenen Zyklen erforderliche Temperatur erreicht wird.
- Jedoch hat heutzutage diese Betriebsweise verschiedene Nachteile.
- Der erste Nachteil besteht darin, daß das Wasser, einmal in das elektrische Haushaltgerät eingeführt, sich allmählich aufgrund des Kontaktes mit dem Haushaltgerät und den zu waschenden oder zu trocknenden Artikeln abkühlt, und daher der Zyklus, um wirkungsvoll zu sein, in Relation zu der Durchschnittstemperatur, die das Wasser während dieses Zykluses hat, von einer Dauer sein muß, die beträchtlich größer ist als die, die für einen Zyklus bei konstanter Wassertemperatur nötig wäre.
- Der zweite Nachteil besteht darin, daß in der Mehrzahl der Vorwaschzyklen, bspw. bei Waschmaschinen, wo ein derartiger Betrieb bei einer Temperatur von ungefähr 40ºC abläuft, das bei dieser Temperatur in Kontakt mit den Schmutzkrusten auf den Stoffen kommende Wasser dazu beiträgt, daß der Schmutz sich schwerer löst, als dies der Fall ist, wenn das Vorwaschen bei einer niedrigeren Temperatur stattfindet. Daher wäre ein Haushaltgerät vorteilhaft, das das Vorwaschen bei einer niedrigen Temperatur beginnen könnte und dann die Wassertemperatur allmählich, wie benötigt, anhebt, bspw. über die zuvor erwähnten 40ºC hinaus.
- Darüberhinaus können bekannte Waschmaschinen, die waschen und trocknen können, nicht die gesamte Wäsche trocknen, die sie zum Waschen aufnehmen können. Dieser Vorgang wird daher für gewöhnlich am besten dadurch ausgeführt, daß ein für diesen Zweck ausschließlich bestimmtes weiteres Haushaltgerät verwendet wird, in dem die von Widerständen innerhalb von geeigneten Innenelementen erzeugte Hitze verwendet wird.
- Das beste Ergebnis ließe sich mit einer Waschmaschine erzielen, die die Wassertemperatur in den verschiedenen Zyklen ändern k:nnte, ohne auf die teuere elektrische Energie zurückgreifen zu müssen, und die außerdem die gesamte gewaschene Wäsche trocknen könnte, ohne daß diese insgesamt oder zum Teil aus dem Haushaltgerät entfernt werden muß, bzw. mit einem Trockner, der die Wäsche ohne Rückgriff auf elektrisch erzeugte Wärme trocknen könnte. Im Falle von Geschirrspülern bestehen ähnliche Probleme, und es wäre vorteilhaft, nicht auf elektrische Energie zurückgreifen zu müssen, weder zum Heizen des Wassers noch zum Trocknen des Geschirrs.
- Zur Lösung dieser Probleme wird der hier beschriebene Gegenstand vorgeschlagen, nämlich ein elektrisches Haushaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (siehe CH-A-1213) und mit den Merkmalen im kennzeichnenden Teil des Anspruchs.
- Die Erfindung wird nun an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel und an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung stellen dar:
- - Fig. 1 perspektivisch eine schematische Ansicht durch eine Waschmaschine gemäß der Erfindung,
- - Fig. 2 eine mögliche Anordnung der Leitungsschlangen, wie sie sowohl bei Waschmaschinen als auch bei Geschirrspülern und Trocknern verwendet werden kann.
- In Fig. 1 ist ein elektrisches Haushaltgerät gemäß der Erfindung (im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Waschmaschine) gezeigt. Der Abschnitt, in dem das Waschen stattfindet und der im wesentlichen durch die Drehtrommel 7 begrenzt wird, ist von einer Leitungsschlange 3 umgeben, die im Ausführungsbeispiel drei Abschnitte 3a, 3c und 3b aufweist, die jeweils vertikal auf den zwei entgegengesetzten Seiten der Trommel 7 und horizontal am Boden des Haushaltgerätes, d.h. dort wo das Wasser steht, angeordnet sind.
- Das aus den Leitungen A und B kommende Wasser, jeweils Kaltwasser und Heißwasser, wird in das Haushaltgerät mit einer vorgegebenen Temperatur durch Betätigen des Mischers 2 mit Hilfe einer Programmsteuerung 5 eingeleitet, die an sich bekannt ist.
- Die Programmsteuerung kann nach dem Illadenßt des Haushaltgerätes den Wasserstrom umlenken, und zwar bei der gleichen Temperatur, mit der er bislang eingeleitet wurde, oder bei einer anderen Temperatur, indem der Mischer 2 verstellt wird. Das umlenkende Bauteil 4 leitet bspw. den Wasserstrom zu der einzigen Leitungsschlange 3b am Boden. Das Wasser, das auch ausschließlich aus der Leitung B des zentralen Heizsystems kommen kann, das Heißwasser für das Haus liefert, in dem das Haushaltgerät 1 steht, fließt durch die Leitungsschlange 3b und gibt einen Teil seiner Wärme an das am Boden des Haushaltgerätes 1 stehende Wasser ab, bevor es wieder in die Leitung zur Rückführung in das zentrale Heizsystem eintritt.
- Durch eine geeignete Steuerung sowohl der Temperatur des in das Haushaltgerät eingeleiteten Wassers als auch der Temperatur des in den Leitungsschlangen strömenden Wassers (beides kommt aus dem Mischer 2) ist es möglich, die resultierende Temperatur des Wassers wie gefordert einzustellen, das für die verschiedenen Waschgänge benötigt wird, so daß es folglich für die gesamte Dauer der einzelnen Zyklen mit praktisch konstanter Temperatur strömt, wodurch bei einem Zyklus von vorgegebener Dauer ein größerer Wascheffekt erzielt wird oder seine Dauer bei gleichem Wascheffekt reduziert werden kann.
- Dies alles kann erreicht werden, ohne auf elektrische Energie zurückgreifen zu müssen.
- Schließlich wirkt für das darauffolgende Trocknen die Programmsteuerung wieder sowohl auf das umlenkende Bauteil 4 als auch auf den Mischer 2 ein, so daß nur Heißwasser (nämlich mit der maximalen Temperatur aus dem zentralen Heizsystem) an die Leitungsschlangen 3a, 3c abgegeben wird, die vertikal an den entgegengesetzten Seiten des Waschabschnittes, d.h. der Trommel 7 im Falle einer Waschmaschine oder des Spülraumes im Falle eines Geschirrspülers, angeordnet sind.
- Der Kreislauf durch die Leitungsschlangen ist in beiden Fällen vollkommen gleich und ist in Fig. 2 dargestellt.
- Das Trocknen wird mit Hilfe einer Vielzahl von elektrischen Gebläsen 6 ausgeführt, die in geeigneter Weise angeordnet sind, so daß Luft über die Leitungsschlangen 3a, 3b und 3c geleitet und somit über die Wäsche oder über das zu trocknende Geschirr geleitet wird. Natürlich ist es vorteilhaft, (nicht dargestellte) Wärmetauscherrippen an den Leitungsschlangen 3a, 3c anzuordnen.
- Dieselben Merkmale können verwendet werden im Falle eines Haushaltgerätes, das nur zum Trocknen der Wäsche dient, wobei in dem Haushaltgerät dann das umlenkende Bauteil 2 nicht verwendet werden muß, so daß das aus dem Heizsystem vorzugsweise mit maximaler Temperatur in den Leitungsschlangen 3a, 3b, 3c ankommende Heißwasser für einen optimalen Wärmeaustausch benutzt werden kann.
- Daher ist es möglich, das angesprochene Trocknen auszuführen, ohne, wie zuvor, elektrische Energie zur Erzeugung von Wärme benutzen zu müssen. Dadurch arbeitet das Haushaltgerät in äußerst sparsamer Weise und sind die Zyklen kürzer und laufen beinahe bei konstanter Temperatur ab.
- Aus dem Vorgehenden wird klar, daß bei einer Waschmaschine gemäß der Erfindung das Problem nicht länger mehr besteht, das im Energieverbrauch bei Verwendung elektrischer Heizschlangen liegt. Heißwasserspülungen können gleichfalls mit verbessertem Wascheffekt ausgeführt werden. Die Gesamtzeit für einen Waschzyklus wird ebenfalls wesentlich reduziert. Dies alles wird erreicht, indem bereits durch das zentrale Heizsystem aufgeheiztes Wasser verwendet wird, so daß die zum Aufheizen des Wassers mit Hilfe elektrischer Leitungsschlangen erforderlichen langen Zeiträume nicht mehr anfallen.
- Somit werden die gestellten Aufgaben erfüllt.
- Was die Einsparung von Energie anbelangt, reicht es aus, in Erwägung zu ziehen, daß zur Erzeugung der gleichen Menge an Wärme auf elektrischem Wege oder mit dem Brenner des zentralen Heizsystems die jeweiligen Kosten in einem Verhältnis von etwa 3,7 zu 1 liegen. Die erzielbare theoretische Einsparung beträgt daher 73 %.
- Ein Fachmann auf dem in Rede stehenden Gebiet kann zahlreiche Abänderungen vornehmen, was die Konfiguration, die Anordnung und die Anzahl der Leitungsschlangen betrifft sowie den Typ von Bauteilen für das Mischen und die Umlenkung des Wassers, usw.
Claims (2)
1. Elektrisches Haushaltgerät (1) mit einer
Programmsteuerung (5) zum Waschen und/oder Trocknen von
Geschirr oder Wäsche, das in seinen Zyklen nur die Wärme
vom Heißwasser aus einem zentralen Heizsystem benutzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Heißwasser gemischt oder anderweitig mit Hilfe
eines Mischers (2) zusammen mit einer vorgegebenen Menge
an Kaltwasser eingeführt wird, wobei das Gerät eine oder
mehrere Leitungsschlangen (3) aufweist, die in der Nähe
des Abschnittes angeordnet sind, in dem das Waschen
und/oder Trocknen stattfindet, und die mit dem Mischer
(2) stromab von diesem über ein umlenkendes Bauteil (4)
verbunden sind, wobei dieses Bauteil (4) in der Lage ist,
das aus dem Mischer (2) kommende Wasser zu einer oder
mehreren Leitungsschlangen (3) oder in das Innere des
Gerätes (1) gemäß den von der Programmsteuerung (5)
abgegebenen Befehlen zu leiten.
2. Haushaltgerät nach Anspruch 1, bei dem mindestens drei
Leitungsschlangen vorgesehen sind, von denen eine (3a) im
Bodenbereich des Wasch- und/oder Trocknerraumes
angeordnet ist und die anderen zwei (3, 3b) vertikal an
zwei gegenüberliegenden Seiten dieses Raumes vorgesehen
sind, wobei außerdem eine Vielzahl elektrischer Gebläse
(6) vorhanden ist, deren Luftströme derart orientiert
sind, daß sie den Wasch- oder Trocknerabschnitt
erreichen, nachdem sie mindestens die zwei vertikal
angeordneten Leitungsschlangen (3, 3b) gekreuzt haben.
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