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DE69404104T2 - Verfahren zur Verringerung der Zündtemperatur einer exothermen katalytischen Reaktion - Google Patents

Verfahren zur Verringerung der Zündtemperatur einer exothermen katalytischen Reaktion

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DE69404104T2
DE69404104T2 DE69404104T DE69404104T DE69404104T2 DE 69404104 T2 DE69404104 T2 DE 69404104T2 DE 69404104 T DE69404104 T DE 69404104T DE 69404104 T DE69404104 T DE 69404104T DE 69404104 T2 DE69404104 T2 DE 69404104T2
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DE
Germany
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gas
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ignition temperature
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DE69404104T
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Thomas Sandahl Christensen
Ivar Ivarsen Primdahl
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Topsoe AS
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Haldor Topsoe AS
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    • F01N3/00Exhaust or silencing apparatus having means for purifying, rendering innocuous, or otherwise treating exhaust
    • F01N3/08Exhaust or silencing apparatus having means for purifying, rendering innocuous, or otherwise treating exhaust for rendering innocuous
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft exotherme, katalytische Reaktionen in gasförmigen Reaktanten, die durch einen monolithischen Katalysatorkörper strömen.
  • Insbesondere betrifft die Erfindung die Verringerung der Zündtemperatur während Oxidations- und Verbrennungs-verfahren.
  • Üblicherweise verwendete Verbrennungs- und/oder Oxidationskatalysatoren, wie Katalysatoren in Form von Pellets mit einer porösen Struktur, zeigen gewöhnlich einen ungeeignet hohen Druckabfall eines Verfahrensgases. Daher verwenden viele käuflich erhältliche, katalytische Brennkammern monolithische, Katalysatoren mit Trägerstoffen eher als Pellets. Monolithisch strukturierte Katalysatoren mit einer Vielzahl von Kanälen stellen einen niedrigen Druckabfall während der Oxidations- oder Verbrennungsreaktionen bereit.
  • Während diese Reaktionen exotherm auf dem Katalysator ablaufen, ist es notwenig, die Temperatur in dem Betriebsgas auf ein Niveau über der Zündtemperatur zu erhöhen, um die Reaktionen, die in den Kanälen der Katalysatorstruktur ablaufen, aufrecht zu erhalten. Daher sind katalytische Brennkammern gewöhnlich mit Geräten zum Vorwärmen ausgerüstet, die entweder mit einem Trägerbrennstoff oder elektrischer Energie für das Vorheizen des Betriebsgases arbeiten. Die Kompression des Betriebsgases erhöht ebenso die Gastemperatur und stellt teilweise oder vollständig das notwenige Vorwärmen für das komprimierte Gas bereit.
  • Ein Hauptnachteil des Vorheizens während der katalytischen Verfahren besteht im allgemeinen in der notwendigen Bereitstellung von fremder Energie, was eine schlechtere Verfahrensökonomie und höhere Betriebskosten für die Ausrüstung zum Vorheizen ergibt. Ferner bewirkt das Vorheizen mittels Brennern die Bildung von Stickstoffoxyden und vermindert stark den Umweltvorteil der katalytischen Verbrennung. Dies ist insbesondere in der katalytischen Verbrennung von Gasen mit hoher Zündtemperatur, wie Methan und anderen Kohlenwasserstoffen, die umfangreiches Vorheizen erfordern, ein Problem.
  • Ein Katalysatorkörper mit verminderter Gegendruckbeständigkeit und verbessertem Aufwärmvermögen ist in JP 63 11 3112 beschrieben. Der Körper besteht aus 3 monolithischen Abschnitten mit zunehmender peripherischer Innenoberfläche jedes monolithischen Abschnitts in Richtung des Gasstromes.
  • Daher ist ein allgemeiner Gegenstand dieser Erfindung auf eine Verbesserung von exothermen, katalytischen Verfahren gerichtet, die in monolithisch, strukturierten Katalysatoren ausgeführt werden, in dem die Zündtemperatur der Reaktionen, die auf den Katalysator ablaufen, verringert wird und dadurch der Energieverbrauch während dieser Verfahren wesentlich verringert wird.
  • Die Zündtemperatur, wie sie in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, definiert die niedrigste Temperatur, bei der die exothermen Reaktionen beginnen und in einem Verfahrensgas, das durch den monolithischen Katalysatorkörper strömt, fortdauern.
  • Kritische Parameter, die die Zündtemperatur beeinflussen, umfassen die Konzentration der Reaktanten, in dem Verfahrensgas und die Raumgeschwindigkeit des Gases durch den Katalysator. Weitere Parameter umfassen die Konzentration und die Art des verwendeten, katalytischen Materials.
  • Was die Raumgeschwindigkeit betrifft, sind katalytische Verfahren des vorstehend genannten Standes der Technik, die die katalytische Oxidation und die katalytische Verbrennung umfassen, eine Funktion dieses Parameters, da niedrigere Geschwindigkeiten eine längere Verweilzeit und eine erhöhte Umwandlungsrate der Reaktanten bedeuten. Dies erniedrigt wiederum durch die Hitze, die aufgrund der exothermen Natur der Reaktionen erzeugt wird, die Zündtemperaturen.
  • In einer monolithisch strukturierten Katalysatoreinheit wird für das Durchströmen des Gases bei einem gegebenen Druckabfall durch die Einheit die Raumgeschwindigkeit hauptsächlich durch den hydraulischen Durchmesser der Kanäle gesteuert. Kanäle mit einem kleinen, hydraulischen Durchmesser weisen ein höheres Oberflächen/Volumenverhältnis als Kanäle mit großem hydraulischen Durchmesser auf. Wegen des höheren Oberflächen/Volumenverhältnisses ist die katalytische Oberflächenfläche pro Einheit der Länge in den Kanälen mit kleinem Durchmesser größer als in den Kanälen mit großem Durchmesser. Bei konstantem Druckabfall wird eine niedrigere Raumgechwindigkeit in den Kanälen mit kleinem Durchmesser erhalten und die Verweilzeit der Reaktanten in den Kanälen und auf dem Katalysator ist daher viel länger, was in Kombination mit der größeren, katalytischen Oberfläche sehr viel höhere Reaktionsraten als in den Kanälen mit großem Durchmesser bei einem gegebenem Gasdruck am Einlaß der Katalysatoreinheit ergibt.
  • Aufgrund der vorstehend genannten Überlegungen stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verringerung der Zündtemperatur während exothermer, katalytischer Reaktionen in gasförmigen Reaktanten in einem Verfahrensgas bereit, das durch eine monolithisch strukturierte Katalysatoreinheit strömt, die mit einer Vielzahl von Kanälen mit kleinem, hydraulischen Durchmesser und einer Vielzahl von Kanälen mit großem hydraulischen Durchmesser versehen ist, welches Verfahren das Durchströmen eines ersten Teils des Verfahrensgases durch die Kanäle mit kleinem Durchmesser und eines zweiten Teils des Verfahrensgases durch die Kanäle mit großem Durchmesser umfaßt, so daß der erste Gasteil bei einer niedrigen Fließgeschwindigkeit und einer hohen Reaktionsrate in der Einheit strömt und der Überschuß der Wärme, die während der katalytischen Reaktionen erzeugt wird, die bei hoher Rate in den Kanälen mit kleinem Durchmesser ablaufen, in den zweiten Teil des Verfahrensgases übergeführt wird, wobei die Zündtemperatur der katalytischen Reaktionen, die in den Kanälen mit großem Durchmesser ablaufen, erniedrigt wird.
  • Die Übertragung der Wärme von dem heißen Verfahrensgas in den Kanälen mit kleinem Durchmesser zu den Reaktionen in den Kanälen mit großem Durchmesser kann durch direkte oder indirekte Wärmeübertragung erreicht werden. Die Verwendung von direkter oder indirekter Wärmeübertragung hängt dabei meistens von den Wärmeleiteigenschaften des monolithischen Körpers ab.
  • Ein katalytischer Körper zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verfahren kann üblicherweise durch Wellen von beispielsweise metallischen Folien oder wärmebeständigen Materialien in einer Maschine zum Wellen oder durch Extrudieren von keramischem Material hergestellt werden. Die gewellten oder exptrudierten Körper werden dann mit dem katalytisch aktiven Material durch Verfahren, die im Stand der Technik wohl bekannt sind und die Imprägnierung oder die Waschbeschichtung des Körpers mit einer Lösung, die das aktive Material oder eine Vorstufe davon enthält, umfaßt, bepackt.
  • Werden keramische Trägermaterialien mit schlechterer Wärmeleiteigenschaft der Kanalwände verwendet, ist es bevorzugt, die Wärmeübertragung direkt zwischen den verschiedenen Gasteilen auszuführen. Daher wird in einer spezifischen Ausführungsform der Erfindung die Wärmeübertragung durch Mischen des heißen Gasteils, der die Kanäle mit schmalem Durchmesser verläßt, und einem weiteren Teil des Verfahrensgases, erreicht, bevor die gemischten Gasteile durch die Kanäle mit großem Durchmesser strömen.
  • Die Erfindung stellt ferner einen monolithischen Katalysatorkörper (Figur 1) bereit, der beim Ausführen des vorstehend beschriebenen Verfahrens nützlich ist. Der Katalysatorkörper umfaßt einen Abschnitt mit Kanälen mit kleinem Durchmesser 2 und einen Abschnitt mit Kanälen mit großem Durchmesser 4. In einer spezifischen Ausführungsform, in der ein Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit verwendet wird, sind die Abschnitte 2 und 4 in Reihe verbunden und durch eine Mischkammer 6 zwischen den Abschnitten getrennt. In der Mischkammer, die mit üblichen, statischen Mischgeräten ausgerüstet sein kann, wird ein Teil des heißen Gases 8 von den Kanälen mit kleinem Durchmesser 2 mit dem restlichen Verfahrensgas 10, das an den Kanälen mit kleinem Durchmesser vorbeigeleitet wird, gemischt, um den Druckabfall in dem Verfahrensgas zu verringern. Durch geeignete Einstellung des Volumens der Gasteile und des hydraulischen Durchmessers der Kanäle mit schmalem Durchmesser, liegt die Temperatur des gemischten Teils des Gases 12 bei oder leicht über der Zündtemperatur, die für die Reaktionen in den Kanälen mit großem Durchmesser 4 notwendig ist.
  • Eine monolithische Katalysatoreinheit der vorstehend genannten Art kann durch Anordnung von beispielsweise extrudierten Katalysatorkörpern mit der geeigneten Kanalgröße und -länge in einem Reaktorrohr mit einer Mischeinheit, die zwischen den Körpern angeordnet ist, hergestellt werden.
  • In einer Katalysatoreinheit, die aus einem wärmeleitfähigem Material, wie Metallfolien hergestellt wird, kann die Wärme, die durch die Reaktion in den Kanälen mit kleinem Durchmesser erzeugt wird, durch indirekten Austausch durch die Kanalwände übertragen werden.
  • Daher wird in einer weiteren spezifischen Ausführungsform der Erfindung eine monolithische Katalysatoreinheit mit einer Vielzahl von Kanälen mit kleinem Durchmesser und Kanälen mit großem Durchmesser, die parallel angeordnet sind, bereitgestellt, so daß jeweils ein Kanal mit kleinem Durchmesser zu mindestens einem Kanal mit großem Durchmesser benachbart ist. Die Wärme wird hierbei durch die Wände zwischen den Kanälen übertragen.
  • Eine derartige Katalysatoreinheit kann durch Wellen von Folien eines geeignetem Materials durch Aufstapeln mit unterschiedlicher Wellhöhe und/oder Walzen der Folien zu einem zylindrischen oder sandwichförmigen Körper, hergestellt werden, der gegebenenfalls eine Auskleidung zwischen den Folien aufweist.
  • Wie in der in Abschnitte eingeteilten Katalysatoreinheit, die vorstehend beschrieben wurde, wird die Größe der hydraulischen Durchmesser, die Verteilung und die Proportionalzahl der Kanäle mit kleinem und großem Durchmesser durch die Gaszusammensetzung und die tatsächliche Zündtemperatur der Reaktionen, die in der Einheit ausgeführt werden sollen, bestimmt.
  • Die vorstehend beschriebenen und weitere Vorteile der Erfindung werden aus dem folgenden Beispiel offensichtlicher werden, in dem monolithisch strukturierte Katalysatoren mit Kanälen mit unterschiedlichem, hydraulischen Durchmesser bei der katalytischen Verbrennung von Methan (Gleichung 1), geprüft werden.
  • Beispiel
  • Das Beispiel ist ein Rechenmodell, das die katalytische Verbrennung von Naturgas für Gasturbinen betrifft. Der Vorteil des katalytischen Ausführens der Verbrennung ist eine sehr niedrige NOX-Bildung, aber es ist erforderlich, daß der Katalysator dazu fähig ist, Luft/Methangemische bei Bedingungen zu zünden, bei denen die Luft/Methangemische typischerweise den Luftkompressor verlassen:
  • Temperatur = 300-400ºC, und
  • Druck = 10-15 atm. (abs.)
  • CH&sub4; + 2O&sub2; T CO&sub2; + 2H&sub2;O (Gleichung 1)
  • Die Zündtemperatur für diese Reaktion hängt von der Verweilzeit und dadurch der linearen Gasgeschwindigkeit und der Raumgeschwindigkeit durch den Katalysator ab. Bei einem festgelegten Druckabfall wird die Raumgeschwindigkeit bei Abnahme des hydraulischen Durchmessers des Monolithen abnehmen.
  • Die Zündtemperatur und die Entfernung vom Kanaleinlaß zu dem Punkt in dem Kanal, wo die Zündtemperatur erhalten wird, wird für unterschiedliche, hydraulische Durchmesser (Dh) von 2 mm, 3,5 mm bzw. 5 mm berechnet. Die mögliche Wärmeübertragung zwischen den Kanälen wurde in diesem Beispiel vernachlässigt.
  • Die monolithischen Katalysatoren, mit denen die Berechnungen ausgeführt werden, bestehen aus einem Spinellträger mit einem Außendurchmesser von 150 mm und einer Länge von 1000 mm, der parallele Kanäle mit den vorstehend genannten, hydraulischen Durchmessern und einer Wanddicke von 0,5 mm aufweist.
  • Das Betriebsgas, das aus Luft mit 3,5 Mol% CH&sub4; bestand, wurde bei den folgenden Bedingungen durch die Katalysatoren geleitet:
  • Einlaßdruck = 12.0 kg/cm²g
  • Auslaßdruck = 11.8 kg/cm²g
  • Einlaßtemperatur = 300/325/350/400ºC
  • Durchfluß = 2300 Nm³/h (Dh = 2.0 mm) = 5000 Nm³/h (Dh = 3.5 mm) = 8000 Nm³/h (Dh = 5.0 mm)
  • Zum Vergleich ist die Zündtemperatur bei 5 %-iger Methanumwandlung definiert. Die Entfernung zum Erhalt von 5 %-iger Umwandlung ist in Tabelle 1 aufgeführt. Tabelle 1
  • Die Berechnungen zeigen, daß die notwendige Länge und dadurch die Größe des Monolithen um einen Faktor 10 durch einen hydraulischen Durchmesser von 2 mm anstatt von 5 mm verringert wird, während der Durchfluß durch die Kanäle mit kleinem Durchmesser nur um einen Faktor 3 verringert ist.

Claims (3)

1. Verfahren zur Verringerung der Zündtemperatur während exothermer, katalytischer Reaktionen in gasförmigen Reaktanten in einem Verfahrensgas, das durch eine monolithisch strukturierte Katalysatoreinheit geleitet wird, die mit einer Vielzahl von Kanälen mit kleinem hydraulischen Durchmesser und einer Vielzahl von Kanälen mit großem hydraulischen Durchmesser versehen ist, gekennzeichnet durch den Schritt des Durchleitens eines ersten Teils des Verfahrensgases durch die Kanäle mit kleinem Durchmesser und eines zweiten Teils des Verfahrensgases durch die Kanäle mit großem Durchmesser, so daß der erste Gasteil bei einer niedrigen Fließgeschwindigkeit und einer hohen Reaktionsrate in der Einheit strömt und der Überschuß der Wärme, die während der katalytischen Reaktionen, die bei hoher Rate in den Kanälen mit kleinem Durchmesser ablaufen, erzeugt wird, auf den zweiten Teil des Verfahrensgases übertragen wird, wobei die Zündtemperatur der katalytischen Reaktionen, die in den Kanälen mit großem Durchmesser ablaufen, erniedrigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Wärme direkt auf den zweiten Teil des Verfahrensgases durch Mischen des Teils mit dem ersten Teil des Gases, der die Kanäle mit kleinem Durchmesser verläßt, übertragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Wärme indirekt auf den zweiten Teil des Verfahrensgases durch Durchleiten des ersten und zweiten Teils des Gases durch die Kanäle, die in Wärmeleitungsbeziehung zueinander stehen, übertragen wird.
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