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DE69400167T2 - Kaltkathode für eine Gasentladungsröhre mit einer Erdalkalimetallschicht auf einem metallischen Träger - Google Patents

Kaltkathode für eine Gasentladungsröhre mit einer Erdalkalimetallschicht auf einem metallischen Träger

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DE69400167T2
DE69400167T2 DE1994600167 DE69400167T DE69400167T2 DE 69400167 T2 DE69400167 T2 DE 69400167T2 DE 1994600167 DE1994600167 DE 1994600167 DE 69400167 T DE69400167 T DE 69400167T DE 69400167 T2 DE69400167 T2 DE 69400167T2
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alkaline earth
discharge
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earth metal
electrode according
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/02Details
    • H01J17/04Electrodes; Screens
    • H01J17/06Cathodes
    • H01J17/066Cold cathodes
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/04Electrodes; Screens; Shields
    • H01J61/06Main electrodes
    • H01J61/067Main electrodes for low-pressure discharge lamps
    • H01J61/0675Main electrodes for low-pressure discharge lamps characterised by the material of the electrode
    • H01J61/0677Main electrodes for low-pressure discharge lamps characterised by the material of the electrode characterised by the electron emissive material

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  • Discharge Lamp (AREA)
  • Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektrode für eine Gasentladungsröhre, die eine kaltemittierende Kathode bildet und auf einem Metallträger eine aktive Schicht umfaßt, die zum Hauptteil aus Erdalkalimetallverbindungen besteht.
  • Die Gasentladungsröhren verwenden die Ionisierung einer Gassäule durch den Durchtritt von Strom zwischen zwei Elektroden, wobei diese ionisierte Säule eine Photonenstrahlung, die direkt oder indirekt verwendet wird, durch Erregung einer fluoreszenten Schicht emittiert, die die Röhre bedeckt. Obwohl im allgemeinen die Entladungsröhren von Wechseispannungsquellen ausgehend versorgt werden, die abwechselnde Entladungsströme in jeder Richtung schaffen, ist der elementare Entladungsstrom gleichgerichtet, wobei die eine Elektrode eine Anode und die andere eine Kathode bildet. Selbstverständlich bedeutet der Ausdruck "ein Gas" nicht, daß es sich notwendigerweise nur um ein reines Gas handelt, sondern daß die Zusammensetzung des Gases in der Röhre, reines Gas oder Gasmischung, definiert ist.
  • Genauer führt der Entladungsstrom zu einer Lawinenionisierung, die durch die Elektronen beginnt, die von der Kathode emittiert werden, und die in einen Zusammenstoß mit den Gasmolekülen in der Nachbarschaft der Kathode treten, um Elektronen-Ionen-Paare zu bilden, wobei die Elektronen und Ionen dann durch das elektrische Eeld beschleunigt werden, um neue Zusammenstöße hervorzurufen. Der Entladungsstrom führt zu einer Bewegung der Gesamtheit der Elektronen von der Kathode in Richtung der Anode, und der Ionen von der Anode in Richtung der Kathode.
  • Die Entladungsspannung zwischen den Elektroden wird durch die Ionisierungsenergie des Gases und durch die Ionisierungsanzahl pro Zusammenstöße bei der Kaskade bestimmt, die notwendig sind, damit eine Elementarladung von der Kathode zu der Anode tritt (es handelt sich selbstverständlich um eine virtuelle Ladung und nicht um ein bestimmtes Elektron).
  • Die Elektroden für Gasentladungsröhren, die als Emissionskathoden arbeiten (im allgemeinen während eines Halbwechsels von zweien einer Wechselquelle, wobei sie in diesem Fall während des anderen Halbwechsels passiv als Anode arbeitet), können in zwei Kategorien klassifiziert werden, die heiße Kathoden bzw. kalte Kathoden genannt werden, wobei bei der Emission von Elektronen durch die Kathode die thermoionische Emission eine wesentliche oder unbedeutende Rolle spielt, wohingegen die Sekundäremission unter den ionischen Einflüssen eine sekundäre oder wesentliche Rolle spielt.
  • Selbstverständlich spielt für die eine oder andere Kategorie das Austrittspotential der Kathode (Barrierenpotential, das die Elektronen überwinden müssen, um das Kathodenmaterial zu verlassen) eine wichtige Rolle, die bestimmend für die Auswahl der aktiven Schicht der Kathode ist.
  • Die heißen Kathoden, wie die, mit denen gewöhnliche fluoreszente Röhren ausgerüstet sind und die bei circa 1000 K arbeiten, verursachen einen inneren schwachen Spannungsabfall in der gleichen Größenordnung wie das Ionisierungspotential des Gases, das die Atmosphäre der Röhre bildet, wobei die thermoionische Emission einen wichtigen Teil des Entladungsstromes liefert. Es sei daran erinnert, daß gegenwärtig die Beheizung der Kathode erhalten wird, indem der Träger aus einem dünnen Faden gebildet wird, der auf circa 1000 K durch den Durchtritt von Entladungsstrom erhitzt wird.
  • Im Gegensatz dazu ist der elektronische Anfangsstrom, der durch die kalten Kathoden emittiert wird, deren Temperatur niedriger als 700 K ist, sehr schwach gegenüber dem Gesamtentladungsstrom, welcher aus der Multiplikatorwirkung der Lawinen-ionisierung herrührt, wobei der Nutzen der kalten Kathoden auf der Tatsache beruht, daß sie keine Vorrichtungen zur Beheizung umfassen, sowohl in der Röhre als auch in den Versorgungsvorrichtungen, im Gegenteil ist der innere Spannungsabfall durch die Kaskadenionisierung stark erhöht.
  • Für die heißen Kathodenröhren ist die aktive Oberfläche der Kathode gewöhnlich aus Erdalkalioxiden (Barium, Strontium und Kalzium) gebildet, was zu einer thermischen Zersetzung von Karbonaten führt, wobei diese Oxide infolge einer Aktivierungsbehandlung ein schwaches Austrittspotential aufweisen.
  • Während die kalten Kathoden weniger anspruchsvoll bezüglich des Wertes des Austrittspotentials sind, und die Folgen einer Erhöhung des Austrittspotentials durch eine Erhöhung des Multiplikationskoeffizienten der Lawinenentladung kompensiert werden können, versuchte man, das Austrittspotential der Kathode zu reduzieren, indem ihr aktives Material aus Erdalkalimetalloxiden gebildet wurde, um den inneren Spannungsabfall insbesondere in dem Fall von kurzen Röhren zu reduzieren.
  • Dennoch weisen derartige Kathoden Nachteile auf:
  • - Aufgrund der Empfindlichkeit von Erdalkalioxiden gegenüber Wasserdampf und CO&sub2; muß sich die Zersetzung von Erdalkalimetallkarbonaten in Oxide nach dem Einbau der Kathoden in der Röhre einschalten. Diese Kathoden können aber nicht direkt durch den Durchtritt von Strom beheizt werden. Es ist notwendig, um die Karbonate zu zerlegen, ein Gas mit niedrigem Druck in die Röhre einzuleiten und dort eine Entladung zu schaffen, wobei die Intensität der Entladung und des Druckes in der Röhre geregelt wird, um die Kathoden auf eine ausreichende Temperatur aufzuheizen. Die Gase, die durch die Kathode freigesetzt werden, werden sich dort mit dem Gas mischen, wo man die Entladung schafft, so daß die Zerlegung nicht unter hervorragenden Bedingungen bewirkt wird;
  • - die Aktivierung der Kathoden, die normalerweise (im Fall der heißen Kathoden) eine Beheizung mit einer gleichzeitigen Stromemission voraussetzt, ist in der zusammengebauten Entladungsröhre schwierig wirksam zu verwirklichen, wohingegen eine aktivierte Kathode gegenüber Sauerstoff, Wasserdampf und kohlenstoffhaltigem Gas empfindlich ist;
  • - die aktivierten Erdalkalioxide haben die Tendenz, sich unter dem Einfluß von Einwirkungen von Ionen mit großer Energie zu deaktivieren.
  • Die Schriften JP-A-54-144076 und JP-A-54-144077 beschreiben Gasentladungslampen mit heißen Kathoden, wobei diese durch eine klassische Fadenwendel gebildet sind, die mit Bariumtitanat BaTiO&sub3; bzw. doppelten Barium- und Kalziumtitanaten mit den Formeln Ba&sub3;CATiO&sub9; und Ba&sub2;CaTiO&sub5; beschichtet ist.
  • Gemäß diesen Schriften werden die Titanate durch das folgende Verfahren erhalten:
  • - Man mischt mit für eine gesuchte Endzusammensetzung geeigneten stöchiometrischen Verhältnissen Bariumkarbonat, gegebenenfalls Kalziumkarbonat, und Titanoxid TiO&sub2; mit einem organischen Bindemittel,
  • - man bildet Preßkörper mit einer Masse, die zwischen 50 g und 70 g dieser Mischung umfaßt,
  • - man sintert diese Preßkörper bei circa 1200ºC,
  • - man zermahlt diese bis zu einer Korngröße von einigen Mikrometern, und man beschichtet die Fäden mit dem Pulver, das in einem organischen Lösungsmittel verteilt ist.
  • Die derart verwirklichten Kathoden erforderten keinerlei besondere Aktivierung, ihr Austrittspotential betrüge 1,3 - 1,4 V, das die gleiche Größenordnung ist, wie die der Erdalkalimetalloxide (1, 1-1, 3).
  • Es ist jedoch anzumerken, daß das mittlere Austrittspotential des Bariumtitanats 1,35 V größer als das der Erdalkalioxide (1,2 V) ist, was mit einbezieht, daß, um die gleiche elektronische Emission wie die Erdalkalioxide bei 1000 K zu erhalten, die Titanatkathode bei 1125 K liegen muß, und daß bei gleicher Temperatur die Emission des Titanats in der Größenordnung eines Drittels von der der Oxide liegen sollte.
  • Zudem lehrt die JP-A-54-144076, daß für das Banumtitanat ein stöchiometrischer Bariumoxidüberschuß zu einer Stabilitätsverringerung der Entladungslampe im Betrieb, einer Gasemissionsanreicherung und einer Schwärzung der Wände führt, wohingegen ein stöchiometrischer Bariumoxidrnangel eine Emissivitätsverringerung mit sich bringt. Man wäre versucht zu folgern, daß jeder Unterschied der Stöchiometrie der Titanate nachteilige Wirkungen hätte.
  • Ausgehend von dem, was vorher gezeigt worden ist, wird man festgehalten haben, daß die für die heißen Kathoden erhaltenen Ergebnisse nicht a priori auf die kalten Kathoden aufgrund sowohl der Herstellungszwänge als auch der Betriebsunterschiede übertragbar sind.
  • Und tatsächlich hat sich die Verwendung von Erdalkalimetalltitanaten wie diesen für die Verkleidungen der kalten Kathode der Gasentladungsröhren als nicht interessant erwiesen.
  • In seiner Suche nach einer Verbesserung der kalten Kathoden für Gasentladungsröhren hat sich der Anmelder Zusammensetzungen einer aktiven Schicht für eine kalte Kathode zum Ziel gesetzt, die Ergebnisse in der Lebensdauer, Stabilität der Entladung, der Reduktion des kathodischen Spannungsabfalls herbeiführt, die dem bisher Erhaltenen überlegen sind.
  • Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt die Erfindung eine Elektrode für eine Gasentladungsröhre vor, die eine kalt emittierende Kathode bildet und auf einem Metallträger eine aktive Schicht trägt, die zum Hauptteil aus Erdalkalimetallverbindungen besteht, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Erdalkalimetallverbindungen Titanate sind, die eine wirksame Dosis eines reduzierenden Elementes enthalten.
  • Man stellt in der Praxis fest, daß die so verwirklichten Elektroden ein besseres Dauerfunktionsverhalten aufweisen, und daß sich ihre Qualitäten nicht im Verlaufe ihrer Lagerung zwischen der Herstellung und dem Einbau in der Röhre verändem. Zudem stellt man fest, daß die Kathoden Entladungsstromdichten tragen, die weit höher sind als die, die von gewöhnlichen Kathoden getragen werden, was erlaubt, ihre Abmessungen zu verringern und folglich ihre Betriebstemperatur zu vergleichmäßigern. Unter Entladungsstromdichte versteht man selbstverständlich den Quotienten aus Entladungsstrom und der Emissionsoberfläche der Kathode.
  • Zudem wird die Aktivierung der Kathode erhalten, indem bei der Herstellung die Kathode, die mit ihrer Emissionsschicht versehen ist, auf eine Temperatur von 700ºC bis 1000ºC in einer neutralen Atmosphäre auf eine Weise erhitzt wird, daß einerseits die aktive Schicht gebrannt wird, und andererseits das reduzierende Element auf dem Erdalkalimetalltitanat zum Reagieren gebracht wird.
  • Man kann vermuten, daß die Wirkung des reduzierenden Elementes auf das Titanat zum Ergebnis hat, daß Metallspuren gebildet werden, die das verbleibende Titanat dotieren werden und dessen Austrittspotential absenken werden.
  • Vorzugsweise wird das reduzierende Element aus Silizium, Zirkon und Aluminium oder deren Mischungen ausgewählt.
  • Es ist anzumerken, daß Silizium zum Reagieren Temperaturen von 800ºC bis 1000ºC erfordert, während Zirkon bereits bei einer viel niedrigeren Temperatur ein Reduktionsmittel ist. Aluminium ist ein bei einer relativ niedrigen Temperatur sehr aktives Reduktionsmittel, ist aber schwierig zu verwenden, wenn das Gas, wo die Entladung erzeugt werden muß, Quecksilberdampf enthält.
  • Die wirksame Dosis, die für das reduzierende Element geeignet ist, umfaßt zwischen 10&supmin;&sup5; und 10&supmin;&sup9; Mol des reduzierenden Elementes pro Mol des Erdalkalimetalltitanats und vorzugsweise zwischen 10&supmin;&sup6; und 10&supmin;&sup8;.
  • Die Erdalkalimetalle sind vorzugsweise Barium und Kalzium.
  • In einer bevorzugten Vorrichtung ist der Metallträger ein Zylinder aus eisenhaltigem Metallblech, der an beiden Enden offen ist, wobei sich seine Achse längs der allgemeinen Entladungsrichtung erstreckt und die aktive Schicht auf der Innenfläche des Zylinders angebracht ist. Man versteht, daß daher die Entladung eine Drehsymmetrie um die Zylinderachse der Kathode besitzt, welche eine regelmäßige Unterteilung der Stromdichte in der Nachbarschaft der Kathode begünstigt.
  • Diese Vorrichtung wird noch verbessert, wenn eine rohrförmige Keramikhülle um den Trägerzylinder herum angeordnet wird, wobei sie diesen wenigstens an seinem entladungsseitigen Ende überragt. Einerseits verringert diese Hülle das Risiko, daß die Entladung von der Außenseite des Metallzylinders ausgeht oder um diesen Zylinder herumgeht, und andererseits verringert sie Energieverluste durch Strahlung der Kathode, deren Temperatur erhöht und geregelt ist, was zudem die Anfälligkeit dafür reduziert, daß sich kalte Punkte bilden, wo die in dem Gas enthaltenen Metalldämpfe (insbesondere Quecksilber) kondensieren könnten, was daher den Partialdruck des Metalldampfes auf den Sättigungsdruck bei der Temperatur dieser kalten Punkte begrenzte.
  • Sekundäre Eigenschaften und die Vorteile der Erfindung könnten zudem aus der Beschreibung hervorgehen, die anhand eines Beispiels mit Bezug auf die einzige Figur folgt, die im Längsschnitt ein Ende der Gasentladungsröhre zeigt, die mit einer typischen Elektrode gemäß der Erfindung versehen ist.
  • Gemäß der gewählten und dargestellten Ausführungsform ist eine Elektrode 1 in ihrer Gesamtheit an einem Ende einer Röhre 2 befestigt, die dazu bestimmt ist, ein ionisierbares Gas unter reduziertem Druck zu enthalten, um dort eine luminiszente Entladung hervorzurufen. Die Röhre 2 besitzt selbstverständlich eine Elektrode an jedem ihrer Enden, wobei die eine als kalte Elektrode und die andere als Anode arbeitet. Vorausgesetzt, daß die Entladung sich von einer Elektronenemission durch die Kathode ausgehend entwickelt, während die Anode passiv verbleibt, reicht es aus, daß diese letztere die Erwärmungen aufgrund des Betriebes aushält, ohne die Atmosphäre der Röhre zu verschlechtern oder zu verändern.
  • Aber im allgemeinen werden die Gasentladungsröhren durch Wechselspannungsquellen versorgt, und die Elektroden arbeiten abwechselnd das eine Mal als Kathode und das andere Mal als Anode und sind ähnlich, wobei ihre Anordnungen im wesentlichen durch den Betrieb als Kathode bestimmt sind. Man verwendet dann ohne Unterscheidung für deren Bezeichnung den Ausdruck Elektrode oder den Ausdruck Kathode.
  • Die Elektrode 1 in. ihrer Gesamtheit umfaßt einen Metallträger 3, der durch ein Blech gebildet ist, das als Zylinder ausgebildet ist, der an seinen beiden Enden offen ist. Der Träger kann durch ein Eisenblech aber allgemeiner aus Eisen-, Nickel-, Chromlegierung gebildet sein. An dem hinteren Ende des Zylinders 3 ist ein Faden aus Eisen-Nickellegierung mit der Form eines U 6 mit seinen zwei Enden angeschweißt. Von der Mitte des U 6 geht eine Stromeintrittsleitung 7 in der Röhrenachse aus. Der zentrale Teil des U 6 und das Ende des Stromeintritts 7, das an das U 6 geschweißt ist, sind in einem Glasvorsprung 2a eingeschlossen, der einen Verschluß der Röhre bildet. Der Stromeintritt 7 bildet selbstverständlich einen luftdichten Verguß mit dem Glas 2a und besitzt folglich einen Wärmeausdehnungskoeffizienten, der mit dem des Vorsprunges 2a vergleichbar ist.
  • Der Trägerzylinder 3 ist in einer Keramikröhre 5 eingesetzt&sub1; die den Träger 3 auf der Seite der Röhre, wo die Entladung erzeugt wird, auf ungefähr die Hälfte der Trägerlänge überragt. An ihrem hinteren Teil auf der der Entladung abgewandten Seite ruht die Keramikröhre 5 auf dem Boden der Röhre 2. Die Keramik 5 wird gewählt, um die Temperatur der Kathode auszuhalten, chemisch inert gegenüber dem Träger 3 und dem Füllungsgas und nicht porös zu sein und somit Entgasungen im Verlaufe der Pumparbeit und des Betriebes zu vermeiden.
  • Die Keramik könnte aus Silizium, Aluminium oder einer Mischung dieser Oxide untereinander oder mit anderen hitzebeständigen Oxiden sein.
  • Die Innenfläche 3a des zylindrischen Trägers 3 ist mit einer aktiven Schicht 4 bedeckt, die durch Beschichten der Innenfläche 3a mit einem Pulver auf Basis eines Erdalkalimetalltitanats, dem ein Bindemittel zugesetzt ist, und schließliches Brennen dieses Pulvers in einer neutralen Atmosphäre erhalten wird.
  • Das Erdalkalimetalltitanat ist hier entweder ein Bariumtitanat oder eine Mischung aus Barium- und Kalziumtitanat, wobei die Regeln der Auswahl des Erdalkalimetalls und der Mischungsverhältnisse möglicherweise analog zu denen sind, die man gewöhnlich für die Erdalkalioxide erhält. Dem Pulver des verwendeten Titanats wird bevor es in eine Suspension in einem Lösungsmittel, das ein Bindemittel enthält, gebracht wird, ein reduzierendes Element hinzugefügt, das aus Silizium, Zirkon und Aluminium ausgewählt wird, in einer Menge, die 10&supmin;&sup6; bis 10&supmin;&sup8; Mol des reduzierenden Elementes pro Mol Titanat entspricht. Selbstverständlich arbeitet man mit sukzessiven Verdünnungen des reduzierenden Elementes, um Dosierungsunregelmäßigkeiten zu vermeiden.
  • Das Aluminium mit relativ niedrigem Preis ist ein kräftiges Reduktionsmittel, jedoch bildet es mit Quecksilber derart Legierungen, daß eine Verwendung für die Röhre, deren Atmosphäre Quecksilber enthält, nicht anzuraten ist.
  • Silizium reagiert nicht mit einer ausreichenden Geschwindigkeit, um das Titanat bei circa 800ºC bis 1000ºC zu reduzieren. Aber seine Eigenschaften machen das reduzierende Element dabei zu dem Bevorzugtesten.
  • Zirkon hat als Nachteile seinen Preis und seine Entflammbarkeit in pulverförmigem Zustand. Jedoch im Gegenzug reduziert es das Titanat bei niedrigeren Temperaturen als jene, die Silizium benötigt, und es weist eine sehr viel kleinere Dampfspannung gegenüber der des Aluminiums oder des Siliziums auf, was es für Röhren mit erhöhten Leistungen angezeigt macht.
  • Nachdem das Titanatpulver auf die Innenfläche des Trägerzylinders 3 abgelagert worden ist, wird der letztere in einen Ofen mit einer neutralen Atmosphäre für die Brenn- und Reduktionsoperation bei Temperaturen eingesetzt, die zwischen 750ºC und 1000ºC gemäß der Zusammensetzung des Titanats und der Natur des reduzierenden Elementes umfassen.
  • Nach dem Brennen wird die Kathode 1 in einen Abschnitt der Röhre 2 eingebaut, der mit einem Ende einer Länge der Röhre verbunden werden kann, die eine spezielle Ausbildung auf klassische Weise annehmen kann.
  • Es ist anzumerken, daß die Anordnung des Trägers 3 als Zylinder, der von der Keramikröhre 5 umgeben ist, und die Anordnung der aktiven Schicht 4 auf der Innenfläche des Trägers, der Kathode eine Drehkonfiguration um die Achse der Röhre 2 verleihen (wenigstens in der Nachbarschaft der Kathode 1), wobei die Achse der Röhre 2 die Hauptrichtung der Entladung definiert.
  • Zudem begrenzt die Kathode 1 die Entladung an ihrem Ursprung, wobei sieinsgesamt eine relativ wichtige aktive Oberfläche 4 aufweist. Diese Anordnungen begünstigen die Gleichmäßigkeit der Stromdichte an der Grenzfläche der aktiven Schicht und des ionisierten Gases und die Wirksamkeit des Einflusses der Ionen auf die aktive Oberfläche, zumal die Dotierung des Erdalkalititanats durch das Produkt der Reduktion des Titanats durch das reduzierende Element die Austrittsarbeit auf im wesentlichen homogene Weise reduziert.
  • Dies alles ist durch Versuche bestätigt worden, die in Labors durchgeführt wurden.
  • Es ist bestätigt worden, daß sowohl die Dosis des reduzierenden Elements auf 10&supmin;&sup5; Mol pro Mol des Titanats ohne ernsthafte Nachteile gehalten werden könnte, als auch daß bei ebenso schwachen Dosen, wie 10&supmin;&sup9; Mol, die Wirkung des reduzierenden Elementes merklich war.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene Beispiel begrenzt, sondern umfaßt alle Ausführungsvananten im Bereich der Ansprüche.

Claims (6)

1. Elektrode (1) für Entladungsröhre (2) in einem Gas, die eine kalt emittierende Kathode bildet und auf einem Metallträger (3) eine aktive Schicht (4) trägt, die zum Hauptteil aus Erdalkalimetallverbindungen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdalkalimetallverbindungen Titanate sind, die eine wirksame Dosis eines reduzierenden Elementes enthalten.
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als reduzierendes Element neben dem Silizium Zirkon und Aluminium und ihre Mischungen genommen wird.
3. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Dosis des reduzierenden Elementes zwischen 10&supmin;&sup5; und 10&supmin;&sup9; Mol des reduzierenden Elementes pro Mol Titanat, vorzugsweise zwischen 10&supmin;&sup6; und 10&supmin;&sup8; beträgt.
4. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Titanaten gebundenen Erdalkalimetalle Barium und Kalzium allein oder in Zusammenlagerung sind.
5. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Metalltrager ein Zylinder (3) aus eisenhaltigem Metallblech ist, der an zwei Enden offen ist, wobei sich seine Achse längs der allgemeinen Entladerichtung erstreckt, und daß die aktive Schicht (4) auf der Innenfläche (3a) des Zylinders (3) angebracht ist.
6. Elektrode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie um den Trägerzylinder (3) herum eine rohrförmige Hülle (5) aus Keramik umfaßt&sub1; die den Träger (3) wenigstens an seinem entladeseitigen Ende überragt.
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