DE68107C - Vorrichtung zur Erhöhung der Beweglichkeit und Elasticität der Finger und Handgelenke beim Spielen von Tasteninstrumenten - Google Patents
Vorrichtung zur Erhöhung der Beweglichkeit und Elasticität der Finger und Handgelenke beim Spielen von TasteninstrumentenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63B—APPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
- A63B23/00—Exercising apparatus specially adapted for particular parts of the body
- A63B23/035—Exercising apparatus specially adapted for particular parts of the body for limbs, i.e. upper or lower limbs, e.g. simultaneously
- A63B23/12—Exercising apparatus specially adapted for particular parts of the body for limbs, i.e. upper or lower limbs, e.g. simultaneously for upper limbs or related muscles, e.g. chest, upper back or shoulder muscles
- A63B23/16—Exercising apparatus specially adapted for particular parts of the body for limbs, i.e. upper or lower limbs, e.g. simultaneously for upper limbs or related muscles, e.g. chest, upper back or shoulder muscles for hands or fingers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT\%
Spielen von Tasteninstrumenten.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, mittelst welcher den Fingern und
den Handgelenken beim Spielen von Tasteninstrumenten eine gröfsere Beweglichkeit und
Elasticität ertheilt werden soll.
Beiliegende Zeichnungen stellen die neue Vorrichtung dar, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe in einer derartigen Anordnung, dafs die Finger selbstthätig gehoben
werden,
Fig. 2 dieselbe in solcher Anordnung, dafs die Finger selbstthätig abwärts gedrückt werden,
Fig. 3 und 4 stellen die Vorrichtung in Grundriis und Seitenansicht dar;
.Fig. 5 zeigt die Befestigung der Vorrichtung am Handgelenk,
Fig. 6 ist eine Aufsicht hierauf,
Fig. 7 zeigt eine Schiingenanordnung,
Fig. 8 die Befestigung der Vorrichtung am Arm,
Fig. 9 die Befestigung derselben auf dem Handrücken und
Fig. 10 und 11 stellen in Seitenansicht und
Aufsicht eine Feststellvorrichtung dar.
Die Vorrichtung ist folgendermafsen eingerichtet :
Auf einem um den Arm, das Handgelenk oder die Hand geschlungenen Band G aus
Gummi, Filz, Tuch, Leder oder dergleichen ist ein Bügel E angebracht. Dieser Bügel
kann hohl oder massiv und aus beliebigem Material (Metall, Holz, Kork, Papiermache, mit
Luft gefülltem Gummi, Leder, Filz oder dergleichen) angefertigt sein. Vortheilhaft wird
der Bügel aus Messingblech oder anderem passenden Metall hergestellt und mit einem
biegsamen Schutzmantel, vortheilhaft· aus Leder, versehen. Der Bügel nebst seinem Mantel
wird mittelst Niete oder dergleichen auf dem Band G befestigt.
Auf dem Bügel E werden ein oder mehrere Gummischnüre oder Röhrchen H oder metallene
Spiralfedern angebracht, die zu den Fingern hinführen. Die Schnüre werden in der Weise
an dem Bügel befestigt, dafs sie durch Löcher im Mantel des Bügels hindurchgezogen und
durch Anziehen des Mantels zwischen diesem und dem Bügel festgeklemmt werden. . Zur
gröfseren Sicherheit können die Enden der Schnüre an einander genäht oder anderweitig
mit einander verbunden werden.
Besitzt der Bügel keinen Mantel, so werden die Schnüre unmittelbar an dem Bügel .befestigt,
und zwar mittelst Lederstreifen, die an einem Ende mit den Schnüren verbunden sind
und mit dem anderen Ende durch Löcher im Bügel hindurchgehen. Die Schnüre können
aber auch unmittelbar in die Löcher im Bügel eingeführt werden; durch Knoten oder auf-
geschraubte Oesen werden sie am Zurückweichen verhindert.
Die Daumenschnur wird vortheilhaft in der Mitte des Bügels befestigt, nachdem sie um
einen Haken F an der Seite des Bügels herumgezogen worden ist, so dafs sie fast in gleicher
Linie mit dem Daumen selbst liegt. An den vorderen Enden der Schnüre H sind Schlingen
J aus Leder, Gummi oder dergleichen angebracht, die hinreichend weit sind, um auf
das zweite Fingerglied aufgeschoben werden zu können. Die Schlingen können unabhängig
von den Schnüren mit diesen durch Metallstreifen ι verbunden sein (Fig. i), oder sie
können mit den Schnüren aus einem Stück hergestellt sein (Fig. 8). Im letzteren Falle
wird der Theil der Schnur, welcher die Schlinge bildet, mit unelastischem Material,
z. B. Baumwolle, ausgekleidet.
Gleich hinter der Schlinge / werden Kissen K angebracht, über welche die Schnüre geführt
werden, so dafs dieselben sich nicht auf der Hand reiben können; die Schnüre H können
unter einander noch durch kurze elastische Schnüre K1 verbunden werden, desgleichen
die Kissen K. Die Schnüre Kl werden zu
diesem Zwecke durch Oesen K2 hindurchgeführt, welche an den Knöchelkissen K befestigt
sind. Hierdurch wird die seitliche Beweglichkeit der Finger bedeutend erhöht (Fig. 7
und 9).
Zu den Kissen K nimmt man vortheilhaft mit Luft gefüllte Beutel. Dieselben können
entweder einen Theil der Gummischnüre bilden oder besonders eingeschaltet sein.
Praktisch wird an jeder Schlinge ein dreieckiges Stück Filz K befestigt, welches auf der
unteren Seite mit einer Nuth versehen ist, die sich auf den Knöchel legt und an der oberen
Kante einen Schlitz von genügender Länge und Tiefe besitzt. Die Befestigung der Schnur
erfolgt nun in der Weise, dafs dieselbe, durch ein Loch in der Seite des Schlitzes im Filz
hindurchgesteckt, um die drei Seiten des Filzes herumgewickelt und hierauf mit ihrem Ende
von der entgegengesetzten Seite aus wieder in den Schlitz eingeführt wird. Zwischen das auf
diese Weise gebildete Band und den Filz werden dann die Enden der Schnur, welche die
Schlinge bildet, eingelegt.
Es kann auch ein gesondertes elastisches Band angewendet werden; die Schnur endigt
dann einfach in den Filz.
Um die Schlinge auf dem Finger zuzuziehen, können verschiedene Anordnungen getroffen
werden. Sehr praktisch ist die in Fig. 10 und 11 veranschaulichte Vorrichtung; der eine
Theil der Schliefsvorrichtung ist an dem Kissen K bei i drehbar angebracht; beide
Theile sind mit Zähnen 2 versehen. Durch die Spannung der Schnüre H werden die
beiden Theile in Eingriff gebracht, nachdem die Schlinge über den Finger gezogen worden
ist. Wird die Schlinge zur Fingerspitze hingezogen, so wird der drehbare Theil der
Schliefsvorrichtung ausgelöst.
Mit dem Bügel E kann noch ein Band D verbunden werden, das durch einen Bügel C
verstellbar ist. Das Band D wird mittelst Haken und Oese α α oder dergleichen an einer
Armschlinge A befestigt, welche durch einen Bügel B verstellt werden kann (Fig. 1 und 2).
Wird die in Fig. 8 veranschaulichte Vorrichtung angewendet, welche an dem Arm
oberhalb des Ellbogens befestigt wird, so können Band G und Bügel E in Fortfall
kommen. Die Gummischnüre H werden dann unmittelbar an dem Band D befestigt. In
diesem Falle werden auch ein oder mehrere Stücke Filz, Gummi oder dergleichen angebracht,
welche verhüten sollen, dafs die Schnüre die Hand berühren.
Die Befestigung der Gesammtvorrichtung an der Hand bezw. dem Arm erfolgt nun in folgender
Weise:
Nachdem die Schlinge A an dem Arm oberhalb des Ellbogens befestigt worden ist, wird
das Band G fest um das Handgelenk herumgelegt und die Schlinge J auf den Finger geschoben.
Die Kissen K werden so angeordnet, dafs sie auf den zweiten Knöchel des Fingers
zu liegen kommen.
Werden die Finger in Bewegung gesetzt, so müssen sie die Spannung in den Schnüren
überwinden, wodurch die Muskeln gestärkt werden. Bei der Rückkehr der Finger in ihre
ursprüngliche Lage wird ihre Bewegung durch die sich zusammenziehenden Schnüre · beschleunigt,
was wesentlich zur Erhöhung der Gelenkigkeit der Glieder, insbesondere an dem Vereinigungspunkte von Finger und Hand, beiträgt.
Eine ähnliche Wirkung wird auf das Handgelenk ausgeübt, wenn das Band an dem Arm oberhalb des Handgelenkes oder Ellbogens
befestigt ist und die Hand stark bewegt wird.
Die Armschlinge A kann manchmal fortgelassen und das Band G unmittelbar an dem
Handgelenk (Fig. 5) oder mittelst Streifen G1, Fig. 9, an dem Handrücken befestigt werden.
Oder aber die Vorrichtung wird mit Schlingen J mit oder ohne Kissen K versehen
(Fig. 8), sowie mit einem Bügel C, der auf einem breiten Band D sitzt, welches den Theil
halten mufs, der die Armschlinge oberhalb' des Ellbogens bildet und denselben der Länge
des Armes anpassen mufs.
Claims (1)
- Die Vorrichtung kann so angebracht werden, dafs die Gummischnüre sich oberhalb oder unterhalb der Hand befinden. Beide Anordnungen bieten gleich grofse Vortheile.Paten τ-Anspruch:Eine Vorrichtung zur Erhöhung der Beweglichkeit und Elasticität der Finger und Handgelenke beim Spielen von Tasteninstrumenten, gekennzeichnet durch elastische Schnüre H, welche an ihrem vorderen Ende mit Fingerschlingen J versehen und mit ihrem hinteren Ende an einem um die Hand oder das Handgelenk oder den Arm gelegten Band Gλ bezw. G bezw. A befestigt sind, wobei aufserdem das Handgelenkband G und die Armschlinge A noch durch ein elastisches Band D verbunden sein können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68107C true DE68107C (de) |
Family
ID=341676
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68107D Expired - Lifetime DE68107C (de) | Vorrichtung zur Erhöhung der Beweglichkeit und Elasticität der Finger und Handgelenke beim Spielen von Tasteninstrumenten |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE68107C (de) |
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