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Die Erfindung bezieht sich auf ein Gebäude oder ähnliches, das
wenigstens in einem Bauelement, besonders in der Wand, eine
Fläche aus Steinmaterial, besonders eine
Aussenflächenkonstruktion einer Wand aufweist, die auf Betonierung,
Plattenverkleidung o.ä., und die Erhärtung von Klebemittel, Einbettungsmasse,
Mörtel o.ä. basiert ist.
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Bauelemente dieser Art sind sehr üblich und, zum Beispiel in
Finnland, die meist gebrauchten Wandkonstruktionen in
Kleinhäusern bei Neubauproduktion. Meistens wird die
Wandkonstruktion heute mit einer, aus Holz gebauten wärmeisolierten Wand mit
gemauerter Backsteinschalung gemacht. Es wird auch eine
Ausführung mit Backsteinmauerung auf beiden Seiten sowie
verschiedene, teilweise wärmeisolierende und lasttragende Ausführungen
angewendet. Die dritte viel angewendete Grundausführung ist ein
Betonelement mit beidseitiger Schalung, wo sowohl die Innen- als
die Aussenfläche mit dem Betonierungssprinzip gemacht worden
ist, wobei es zwischen den schalungen eine Wärmeisolierung und
eine, die Schalungen konstruktiv zusammenbindende Armierung
gibt. Laut der vierten prinzipiellen Version kann eine
Ausführung init einer Schalung aus Steinmaterial mit Putz gemacht
werden. Die Unterlage kann eine Wärmeisolation oder eine
Holzoder Stahlkonstruktion sein. Mehrere Sonderausführungen sind in
erster Linie als Entwurfvorschläge veröffentlicht worden, und
einige sind Ausführungen, die u.a. in der finnischen
Offenlegungsschrift Nr. 58810 und in den finnischen Patenten Nr.
60752 und 66229 dargestellt worden sind. Die neue
erfindungsgemässe Ausführung folgt zum Teil den gleichen Gruhdprinzipen,
viele mit derjenigen zusammenhängenden Probleme sind aber in der
Erfindung gelöst und, mit Bezug auf ihren Wirkungsbereich,
erstreckt sich die Erfindung weiter auf das ganze Bausystem.
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Nachstehend werden 30 unterschiedliche, für die technische
Ausführung und Wirtschaftlichkeit der Wandkontruktion wichtige
Aspekte aufgezählt, wo die erfindungsgemässe Ausführung
Nachteile elimiert und/oder neue Dimensionen vorlegt.
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1. Im allgemeinen wird eine Wand laut der Erfindung am
vorteilhafsten als eine Elementausführung gemacht, wobei die früheren
Elementausführungen den Nachteil gehabt haben, dass die
Elementfuge sichtbar geblieben ist, was ein sehr grosser Nachteil in
Fassaden ist. Mit einer Ausführung laut der Erfindung kann man
eine Fuge erzeugen, die im estetischen und technischen Sinne
der übrigen Wand ähnlich ist und u.a. nicht sichtbar.
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2. Es werden keine besondere, in einer Elementfuge
normalerweise nötige Befestigungen gebraucht. In einer Wand laut dieser
Erfindung geschieht das Befestigen auf die Aussen- und/oder
Innenfläche mit Nageln, Schrauben o.ä., d.h. ohne irgendwelche
besondere Befestigungen. Die Fuge ist sowohl auf ihrer
Aussenals ihrer Innenseite auf kraftübertragender Weise sehr fest und
der übrigen Wand ähnlich.
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3. Eine andere Fläche, d.h. eine Fläche aus Steinmaterial, kann
in einem Element variieren und es ist möglich auf der gleichen
Fertigungsstrasse unterschiedliche Schalungen ohne
Sondermassnahmen zu fertigen, Parallelmöglichkeiten sind u.a. farbiges
Beton, Brechgut, Anstrichfarbe, Backsteinplatte, Pflasterplatte
oder Steinmaterial und die Fläche im Element kann stellenweise
ganz ohne Steinmaterialschalung sein.
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4. In der Ausführung mit Platten können in einem Element die
Plattenteilung und -grösse variieren sowohl mit Hinsicht auf die
Elementgrösse und Überlappung, denn der Plattenbelag wird von
der Aussenseite gemacht, wobei das Setzen ganz frei gemacht
werden kann, ohne dabei irgendwelche Messsysteme betrachten zu
müssen.
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5. Mit Hinsicht auf Ihre Ausführung, können die Ecken des
Gebäudes (sowohl Aussen- als Innenecken) unterschiedlich sein,
eine Ecke kann z.B. analogisch in der gleichen Weise wie die
Fuge gemacht werden, wobei die geometrische Form der Ecke
eigentlich beliebig sein kann, ohne besondere technische oder
wirtschaftliche Probleme hervorzurufen. Dies kann durch
Verbreitung der Elementschalung gemacht werden oder die Ecke kann
mit einem separaten Eckenstück gebaut werden. Auf Grund der
Durchführungsweise der Wand kann das modulare Masssystem auf
beiden Seiten der Wand jedes beliebige sein und die Wände können
in einer Ecke in jedem beliebigen Winkel zusammenstossen.
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6. Die Gegenfläche der steinernen Fläche der Wand, im
allgemeinen die Innenfläche des Gebäudes, ist typischer Weise mit Baup-
latte gemacht, und in der Fuge ist der Anschluss der Platten,
mit Bezug auf visuelle Gestaltung und Festigkeit, ähnlich dem
übrigen Element. In der Fuge werden keine Abdichtungen oder
andere Bearbeitungen gebraucht, sie ist gleichwohl dichter als
viele übliche Ausführungen.
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7. Die Elementfuge wird dicht, weil sowohl die Fuge der
Aussenals die Fuge der Innenschalung dicht ist, und es werden keine
gewöhnliche Dichtpasten und/oder Dichtungsleisten in den Fugen
gebraucht.
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8. Die Fuge kann sowohl von ihrer Innen- als Aussenseite
gleichwertig mit Bezug auf Kraftübertragung konstruiert werden,
wogegen die Kräfte in vielen heutigen Ausführungen entweder
punktförmig und/oder über den Innen- und/oder den Aussenschalung
übertragen werden. Mit der Ausführung dieser Erfindung kann die
Steife der Aussenfläche der Fuge dazu noch so geregelt werden,
dass sie teilweise nachgiebig ist, sodass man in den Schahlungen
aus Steinmaterial auf die gewöhnlichen Dehnungsfugen ganz
verzichten oder die Anzahl derselben verringern kann. Dies
geschieht, wenn wenigstens unter der Oberfläche liegende Teil der
in der Fuge gebrauchten Paste zäh ist.
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9. In einer Ausführung laut der Erfindung kann die Schalung aus
Steinmaterial, dank ihrer Konstruktion, integral mit dem
übrigen Element funktionieren. Im allgemeinen ist eine
Kombinationswirkung
dieser Art nicht möglich, und besonders in gewissen
Fällen werden, mit Bezug auf die Tragfähigkeit der Einfassungen
und Träger der Öffnungen in der Wand, bedeutende Vorteile durch
die Kombinationswirkng erzielt.
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10. In einer Wandausführung aus Steinmaterial laut der Erfindung
kann man auf den allgemein gebrauchten Lüftungsspalt entweder
teilweise oder ganz verzichten. Dies geschiet damit, dass die
Aussenfläche gegen Spritz- und Rieselwasser von der Aussenseite
dicht sein kann und gegen Wasserdampf und ähnlichen Dampf von
der Innenseite einigermassen durchlässig. Um das vorerwähnte zu
verwirklichen, kann man als Alternativ oder zusätzlich einen
partiellen Lüftungsspalt anwenden, der in einem
erfindungsgemässen Element selbstverständlich zwischen Schalungsträgern und
Beton entsteht. Das Ausbleiben des Lüftungsspalts bedeutet viele
technische und wirtschaftliche Vorteile, wie z.B.: a) die totale
Baudicke wird kleiner, b) der innere Windschutzblech des
Lüftungsspaltes wird unnötig und c) das im Lüftungsspalt
entstehende Brandrisiko wird elimiert.
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11. Die totale Baudicke eines Elements dieser Erfindung ist
klein, welches auf die Überflüssigkeit des Lüftungsspalts
zurückzuführen ist, aber auch darauf, dass die Fläche aus
Steinmaterial dünn sein kann, z.B. =10...=30 mm, und die innere
Schalungsplatte ist auch dünn, =10...=15 mm. Die totale Baudicke
ist somit typischer Weise die Dicke der Wärmeisolierung + =40
mm, während die entsprechende Dicke in gegenwärtig üblichen
Wandkonstruktionen die Stärke der Wärmeisolierung + =150...=250
mm ist.
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12. Der Plattenbelag der Aussenfläche kann sich über die
Elementfuge erstrecken, wobei man eine s.g. Richtnaht vermeiden
kann. Dies ist dadurch ermöglicht, dass die Fuge, ihrer ganzen
Länge nach, fest und in der Form unveränderlich gestaltet werden
kann. Im allgemeinen werden in dieser Ausführung die Platten auf
der Fuge erst nach Montierung der Elemente angeordent.
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13. Die Wandkonstruktion kann so gemacht werden, dass der Teil
aus Steinmaterial, Figur 3, bis unter den eigentlichen Rahmen
genommen wird um einen Sockel zu bilden. Diese Ausführung
bedeutet folgende Vorteile: a) Fuge zwischen Sockel und
Wandkonstruktion fällt aus, b) zuverlässige feuchttechnische
Funktion der Wand, c) ästetisch hochwertig (mögliches Kondenzwasser
fliesst direkt ins Erde ohne die Sockelfläche zu besudeln)
d) die Sockelausführung dieser Art ist sehr günstig und leicht,
e) der Sockel wird gleichzeitig mit der Wand ohne spezielle
Arbeitsphasen geformt.
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14. Die Wandausführung kann mit einer oberen Kante versehen
werden, u.a. mit folgenden Vorteilen: a) Wärmeisolierung in
Dachkonstruktionen kann ohne spezielle Arbeitsphasen gegen Wind usw
geschützt werden, b) die ganze Wandfläche kann von oben bis nach
unten als eine einheitliche Konstruktion gemacht werden, die
eine grössere Dimension als die heutige ergibt, denn in den
heutigen Ausführungen muss man in die Unterfläche des als
Dachkonstruktion verwendeten Dachstuhls ein Fuge machen, c) wenigere
Arbeitsphasen, weil die ganze Wand gleichzeitg gefertig wird.
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15. Fenster und Türen können schon im Werk in das Bauelement
eingebaut werden. Vorteile werden auch wegen der dünnen
Konstrukion erreicht, denn man braucht keine Deckleisten, und man
braucht auch keine Verdichtung, denn das Beton o.ä. kann direkt
an oder auf den Rahmen gegossen werden, und auf der Innseite
kann der Plattenbelag auf die Zarge gemacht werden, sodass die
Fuge dicht ist, ohne etwaige andere spezielle (und in den
gegenwärtigen Ausführungen nötige) Verdichtungsmassnahmen. Alternativ
können die Fenster, Türen usw. üblicher Weise nachträglich
einmontiert werden, wobei man gewöhnlicher Weise Fugenabdichtungen
und Leisten brauchen muss.
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16. Das Element kann mit oder ohne Wärmeisolierung gestaltet
werden. Die Wärmeisolation kann z.B. aus weichen,
nicht-presskrafttragenden Mineralwollen sein, welche Isolierstoffe, mit
Bezug auf ihre Isolierfähigkeit, im allgemeinen die
vorteilhaftesten sind.
Loser Isolierstoff ist auch möglich, und kann in
die Wand erst auf dem Bauplatz eingeblasen werden. Der Vorteil
einer solchen Sondermethode ist, dass die Ausführung keine
geschlossene Höhlungen hat. In diesem Sinne ist die Ausführung
dieser Erfindung vorteilhafter als andere übliche
Wandkonstruktionen.
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17. Die Verwirklichung der in der Wand nötige Fenster- und
Türpfosten, oder änlichen Pfosten, kann geschmeidig ganz im
Rahmen oder mit Kombinationswirkung im Rahmen oder nur in der
Schalung, z.B. durch Verdickung der Schalung, vorgenommen
werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Stelle der Fuge
ziemlich frei wählen kann, sie kann z.B. in einer Öffnung
liegen.
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18. Ein Element gemäss der Erfindung wird so gemacht, dass man
eine Schalung auf einem im Element bleibenden und als Form und
Armierung fungierenden filmartigen Teil giesst. Eine Ausführung
dieser Art bedeutet folgende Vorteile: a) keine Gussformen sind
nötig, b) der Guss trocknet schnell, denn er ist relativ dünn,
c) im Guss wird die von der Formzirkulation im allgemeinen
bedingte Erwärmung nicht gebraucht, wobei die Betonqualität besser
ist, d) und die Elemente können auch auf dem Bauplatz gegossen
werden.
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19. Anschnitte, die oft in Elementen mit Schalung aus
Steinmaterial ausbrechen, sind leicht repariert, denn die
Reparaturtechnik ist diegleiche wie die Fertigungstechnik (die auch-noch
diegleiche wie die Fugentechnik sein kann.)
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20. Das Gewicht der Elemente ist nur ein Bruchteil vom Gewicht
der üblichen Elemente, sodass Transport und Heben leichter, und
somit auch die Fertigung von sehr grossen Elementen möglich ist.
In einem Element laut dieser Erfindung ist das Gewicht so
gering, dass Transport in waagerechter Stellung aufeinander
gestapelt möglich ist. Hebösen oder ähnlichen können im Rahmen
angeordnet werden, sodass die Schalung für Heben und/oder
Transport
nicht verstärkt werden muss.
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21. In Elementen mit Schalung aus Steinmaterial sind Bogenformen
wegen hohen Gussformkosten sehr teuer und unpraktisch. In einem
Element laut dieser Erfindung werden keine getrennte Guss formen
gebrauchet, und somit ist es möglich Elemente zu fertigen, die
waage- und/oder aufrecht in einer und/oder zwei Richtungen
gewölbt sind, und zwar relativ günstig.
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22. Die Elementschalung kann beliebig mit einem kleinen, aber
auch mit einem grossen Profil ohne besondere Mehrkosten
profiliert werden.
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23. Die Branddauer des Elements is relativ gut dank der
steinernen Fläche und weil kein Lüftungsspalt nötig ist.
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24. Die akustische Isolierfähigkeit des Elements is gut dank der
steinernen Fläche und zuverlässigen Dichte.
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25. Bezeichnend für die Wandausführung der Erfindung ist
Unsymmetrie, indem die eine Fläche aus Steinmaterial und die andere
Fläche aus irgendeinem anderen Material, typischer Weise einer
Bauplatte ist (das Element kann aber beim Bedarf symmetrisch
sein, d.h. beide Flächen aus Steinmaterial). Eine Schalung aus
Steinmaterial ist im allgemeinen teuer. In gewissen Fällen, wenn
eine Fläche aus Steinmaterial nur wegen der Sondereigenschaften
der steinernen Fläche gebraucht wird, z.B. feuchttechnischer
Zuverlässigkeit, Schlagfestigkeit, visueller Wirkung oder um eine
ähnliche Wirkung zustandezubringen, ist dieser Eigenschaft von
grösster Bedeutung. Das Endresultat ist dann sehr vorteilhaft.
Solche Objekte sind u.a. die Wände von Viehzuchtgebäuden,
Waschräumen, Saunas usw.
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26. Das Element dieser Erfindung wirkt als effektiver Schutz
gegen Stösse. Die Wirkung ist in diesem Falle mehr effektiv als
bei einer gewöhnlichen Schalung aus Steinmaterial, denn die
Schalung wirkt in Kombination mit der übrigen Konstruktion. Dazu
sind die Schaden eines möglichen Schlags leicht zu beseitigen.
Bei dieser Verwendung ist die steinerne Fläche oft eine
Innenfläche.
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27. Die Ausführung laut der Erfindung ist in dem Grade leicht
und günstig, dass sie auch als Paneel verwendet werden kann.
Eine solche Anwendung vermehrt die Gemeingültigkeit des Systems
und ist besonders wichtig in Wänden und Innendächern in nassen
Räumen, wo die Wandungen von ihrer Innenseite u.a. wegen den
Wanddesinfektionsbestimmungen mit Sicherheit dicht sein müssen.
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28. Die Elementfuge kann ziemlich frei in die Wandausführung
angeordnet werden, weil die Fuge, mit Bezug auf Ihre Konstruktion,
fest und dicht ist sowie visuell unsichtbar.
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29. Die Wandausführungen in heutigen Wohngebäuden sind oft so
gebaut, dass die Wandfläche eine Kombination von Steinmaterial,
Holzmaterial und Platten o.ä. ist. Mit der erfindungsgemässen
Lösung ist es leichter, mit Bezug auf die heutigen Alternative,
verschiedene zusammengesetzte Ausführungen zu machen, denn der
steinerne Teil kann teilweise ausgelassen werden. In sämtlichen
heutigen Wandausführungen ist die parallele Anwendug von einer
steinernen, hölzernen und/oder plattenähnlichen Fläche technisch
schwer und teuer.
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30. In einer Ecke kann der Plattenbelag gleicher Weise wie eine
Mauerwand ausgeführt werden. In vielen Fällen ist dies sehr
wirtschaftlich und erbietet viele neue visuelle Dimensionen, die
nicht früher möglich gewesen sind.
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Ein der Anwendungen der Erfindung wird in den Figuren 1...9
dargestellt.
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Fig. 1 stellt einen horizontalen Durchschnitt der Wand an der
Elementfuge, vor Einbau der Elemente, dar.
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Fig. 2 stellt einen horizontalen Durchschnitt der Wand an der
Elementfuge, nach Einbau der Elemente, dar.
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Fig. 3 stellt einen vertikalen Durchschnitt der Anschliessung
der Wand zum Fundament dar, in dem Falle, dass das Element als
Sockel verlängert wird.
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Fig. 4 stellt einen vertikalen Durchschnitt des oberen Teils der
Wand dar, im dem Falle, dass die Betonschalung nach oben gehoben
wird.
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Fig. 5 stellt einen horizontalen Durchschnitt einer Ecke der
Wand nach dem Ausführungsalternativ 1 dar.
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Fig. 6 stellt einen horizontalen Durchschnitt einer Ecke der
Wand nach dem Ausführungsalternativ 2 dar.
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Fig. 7 stellt einen horizontalen Durchschnitt einer Ecke der
Wand nach dem Ausführungsalternativ 3 dar.
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Fig. 8 stellt einen horizontalen Durchschnitt der Wand an einer
Fensteröffnung dar, in der Ausführung, wo das Fenster im Werk an
das Element eingebaut wird.
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Fig. 9 stellt einen horizontalen Durchschnitt der Wand an einer
Fensteröffnung dar, in der Ausführung, wo das Fenster
nachträglich (im Werk oder am Bauplats) eingebaut wird.
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Eine Fläche der Ausführung, im allgemeinen die Aussenfläche, hat
eine Schalung 1 aus Steinmaterial, die typischer Weise relativ
dünn ist, sie kann mit Platten, Anstrich, Steinbrocken o.ä
verehen sein, im allgemeinen hat sie keine Armierung o.ä, weil die
untere Schicht 2 der steinernen Fläche, die ein Eisenblech (mit
oder ohne Profilierung, mit oder ohne Perforierung), ein
Rippenbindwerk, Stoff, Plastikfolie, Filzgewebe o.ä sein kann,
funktioniert gewöhnlich als Armierung und Gussform. Eine
Vorteilhafte Lösung zur Herstellung einer Folie und Armierung wird
erreicht durch Verwendung von geöhnlichem Eisenblech mit
Perforierung der Portionen zwischen Schalungsträgern 4. Dann wird die
Aussenfläche an den Schalungsträgern mit Sicherheit dicht, die
somit gegen Spritz- und Rieselwasser gut geschützt sind. Folie
2 überlappt in der Fuge und die überlappten Folien 2 werden mit
Nägeln 8 so zusammengenagelt, dass der Nagelkopf beim Bedarf
etwas über die Fläche steckt um das Haften der später
zumachenden Fugenpaste 3 zu verbessern.
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Als Rahmen der Ausführung dient eine gewöhnliche in
Holzelementen anwendbare Schalungsträger 4 aus Holz, der auch ein Stahl
profil o.ä sein kann. Bezeichnend für die Ausführung nach der
Erfindung ist, dass der Rahmen nicht bis zu der Folie 2 reicht,
sondern es gibt dazwischen eine druckimprägnierte Latte, eine
Plastikleiste, einen Luftspalt oder, im Falle eines
Stahlrahmens, einen sonderbehandelten (entweder getrennten und/oder mit
Rahmen zusammenhängenden) Stahlteil o.ä. 9, der ungeschadet
bleibt, auch wenn die Fläche der Folie 2 zeitweise durch
Kondenz- und/oder Rieselwasser nass wäre. Mit dieser Ausführung
erzielt man den Vorteil, dass der Rahmen zu seiner Wasser- und
Feuchtebeständigkeit ganz gewöhnlich ist und somit viel
vorteilhafter als ein wasser- und feuchtebeständiger Rahmen. Ein
weiterer Vorteil entsteht dadurch, dass mit einem Zwischenschicht 9
die am Rahmen enstehende Kaltbrücke der Wärmeisolierung
reduziert werden kann. Dazu kann der Zwischenschicht als teilweise
Lüftung der Isolierung benutzt werden. Der vierte Vorteil der
Zwischenschicht hängt mit der Verbreitung der Schalung zusammen,
die auf die Unter- oder Oberseite oder eine Seite des Elements
gemacht wird. An der Verbreitung wird während Betonierung und
Transport Spriessung gebraucht, welches mit Holz oder
Metallkonsolen in der Zwischenschicht geschieht. Eine solche
Spriessung verbessert auch die Festigkeit der Konsolen in der
endgültigen Wandkonstruktion.
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Der Innenpaneel 5 kann ein beliebiger in der Innenschalung
gebrauchte Platte sein. Bezeichnend ist, dass die Platte in einem
Element über die Fuge auf den Rahmenträger eines anderen
Elements reicht, und somit wird eine feste und dichte Verbindung
produziert. Der Innenpaneel 5 kann sich über die Fuge auf der
gleichen Seite wie oder der anderen Seite der Folie 2
erstrecken. Im allgemeinen ist es besser, wenn das Überlappen auf
verschiedene Seiten der Fuge fällt. In leichten Rahmenausführungen
dieser Art wird der Rahmen gewöhnlicher Weise mit
Wärmeisolierung 6 gefüllt und die Ausführung kann auch als
Feuchtigkeitssperre eine Plastikfolie sowie zusätzliche Versteifungen haben,
u.a. laut der Festigkeitsbestimmungen der Öffnungen. Die
Verbindung des Schalungträgers 4 und der Folie 2 und des Gusses 1
kann mit einer Nagel oder Schraube 8, die sich vom Guss bis auf
den Rahmenträger erstrecken kann, gemacht werden. Eine
alternative, zuverlässigere und festere Ausführung bekommt man durch
Pressen eines Verbindungsblechs 7 in die eine Seite des
Schalungsträgers und durch Stanzen der Kante des Verbindungsblechs
durch die Folie bis in den Guss, welches im linken
Schalungsträger in Figur 1 dargestellt worden ist.
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Figur 3 zeigt eine Ausführung des erfindungsgemässen
Wandsystems, zum Anschliessen der Wand mit dem Fundament, und eine
Durchführungsmethode eines Sockels. Hier erstreckt sich der
steinerne Schalung des Elements über den übrigen Rahmen und
formt eine unterirdische ll Kante 10. Die ganze Fassade ist dann
eine einheitliche, als eine einzige Arbeitsphase produzierte
Fläche und es gibt zwischen dem eigentlichen Element und dem
Sockel keine Fuge. Die Ausführung ist sehr vorteilhaft und
technisch effektiv, denn keine kalte Brücke ist damit verbunden, und
die Wärmeisolation 14 kann ununterbrochen angeordent werden, um
das Fundament 12 zu schützen und das Durchdringen des Erdfrosts
zu der Unterseite der Grundierungen zu hindern. Das Innenpaneel
5 kann vor der unteren Kante des Elements enden (wie im Figur
illustriert) oder es kann sich über den eigentlichen Rahmen
erstrecken, wobei es direkt an den unteren waagerechten Balken
15 genagelt werden kann. Auf Grund der vom Sockel in diesem Fall
bedingten Konsolverstärkungen, kann man auf die Zwischenschicht
im unterem Teil zwischen der Schalungsträger 4 und der Schalung
1,2 teilweise oder ganz verzichten.
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Figur 4 zeigt eine typische Verbindung der Wandausführung mit
dem Dach. Hier erstreckt sich die steinerne Schalung über den
eigentlichen Rahmen und formt eine Kante 16 zur Schützung der
Wärmeisolierung in den Dachkonstruktionen. Das Innenpaneel kann
gleichfalls über den Rahmen genommen werden, wobei es direkt an
den oberen waagerechten Balken genagelt werden kann. Eine
Durchführung dieser Art ist sehr vorteilhaft, wenn die
Dachkonstruktion einen Dachstuhl aus Holz einschliesst, der heute der meist
gebrauchte Dachbinder in Kleingebäuden ist.
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Figur 5 zeigt einen horizontalen Durchschnitt einer Aussenecke
eines Gebäudes durchgeführt in der Weise, dass die Schalung 1 in
Form einer Konsole über den eigentlichen Rahmen gemacht worden
ist. Der dann entstehende Spalt 20 kann mit üblichen Methoden
verstrichen werden. Karakteristisch für das Bausystem ist ein
flexibles Messsystem. Eine Ecke kann immer aus Rahmenelementen
von Standardgrösse gemacht werden, z.B. durch Anordnen der
Elemente wie folgt die Wandseite, wo der Aussenschalung als lb
bezeichnet ist, wird zuerst in die Ecke gelegt, dann folgt das
Element der Seite 1b. Weil die Referenzstelle des ersten
Schalungsträgers der Seite 1a und der Modulbemessung des Elements
frei mit Bezug auf die Ecke liegen kann, ist es möglich mit
normierten und modulierten Elementen ein zu seinen Dimensionen
beliebiges Gebäude zu verwirklichen.
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Figur 6 zeigt wie eine Ecke mit normierten Elementen ausgeführt
wird, und zwar so, dass Ecke 21 auf der gleichen Weise wie die
Elementfuge im Werk gemacht wird. Im Bild ist die Ecke gewölbt,
welches die Flexibilität des Bausystems bezeichnet sowie wie man
unkompliziert unterschiedliche Formen vorteilhaft verwirklichen
kann. Es ist möglich eine ähnliche Ecke mit einem getrennten
(gewölbten) Eckenelement zu verwirklichen. Dieses Grundprinzip
kann auch teilweise mit dem in Figur 6 illustrierten Prinzip
angewendet werden.
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Figur 7 zeigt eine Ecke, die mit gewöhnlichen Methoden gemauert
worden ist. Eine diesartige Technik schliesst neue
architektonische Dimensionen für den Entwurf von Gebäudefassaden ein.
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Figur 8 zeigt einen horizontalen Durchschnitt der Anschliessung
einer Fenster- oder Türzarge an die Wand. Bezeichnend in dieser
Ausführung ist, dass es werden hier keine Abdeckleisten und
keine Dichtungen gebraucht, weil eine von ihrer Aussenfläche
dichte Fuge durch Giessen des Betons o.ä. entweder direkt auf
die oder neben der Zarge (wie im Bild) entsteht. Eine Fuge mit
dichter Innenfläche entsteht durch Erstrecken des Innenpaneels
auf die Zarge.
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Figur 9 zeigt eine Fensteranwendung in einer Ausführung, wo das
Fenster nach der Fertigung des Elements eingebaut wird, wobei
Leisten 25,26 und Dichtung 27 angewendet werden müssen.