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DE68920691T2 - Zink enthaltende Phosphatgläser. - Google Patents

Zink enthaltende Phosphatgläser.

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Publication number
DE68920691T2
DE68920691T2 DE68920691T DE68920691T DE68920691T2 DE 68920691 T2 DE68920691 T2 DE 68920691T2 DE 68920691 T DE68920691 T DE 68920691T DE 68920691 T DE68920691 T DE 68920691T DE 68920691 T2 DE68920691 T2 DE 68920691T2
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DE
Germany
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glasses
al2o3
glass
pbo
zno
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DE68920691T
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George Halsey Beall
Candace Jo Quinn
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Corning Inc
Original Assignee
Corning Inc
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Publication date
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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Description

  • Die Erfindung betrifft Zink enthaltende Phosphatgläser.
  • Es wurden laufend Forschungsarbeiten durchgeführt, um anorganische Gläser mit niedrigen Transformations- oder Übergangstemperaturen (Tg) zu entwickeln, um hierdurch Schmelz- und Formungsvorgänge bei niedrigen Temperaturen zu ermöglichen. Insoweit Glas Zusammensetzungen, bei denen Siliciumdioxid den primären netzwerk- oder glasbildenden Bestandteil bildet, herkömmlicherweise Übergangstemperaturen von beträchtlich über 450ºC mit Formungstemperaturen von über 800ºC aufweisen, führte der Wunsch nach Glaszusammensetzungen mit niedrigen Übergangstemperaturen zur Verwendung von B&sub2;O&sub3; und/oder P&sub2;O&sub5; als Hauptbestandteil zur Netzwerkbildung. Die US-Patentschrift Nr. 3 732 181 offenbart drei allgemeine Bereiche von Glaszusammensetzungen, worin P&sub2;O&sub5; der Hauptglasbildner ist, wobei die Übergangstemperaturen im Bereich von 100º-400ºC liegen:
  • (a) 20-80 Mol-% PbO + P&sub2;O&sub5; ≥ 95 Mol-%
  • (b) 5-60 Mol-% PbO + 5-35 Mol-% R&sub2;O + bis zu 85 Mol-% P&sub2;O&sub5; ≥ 95 Mol-%
  • (c) 5-30 Mol-% PbO + 5-30 Mol-% R&sub2;O + 5-20 Mol-% B&sub2;O&sub3; + 15-85 Mol-% P&sub2;O&sub5; ≥ 95 Mol-%.
  • Es wird angegeben, daß ZnO das PbO zum Teil oder ganz ersetzen kann.
  • Leider weisen auf Phosphat basierende Gläser typischerweise eine schlechtere chemische Beständigkeit auf als auf Siliciumdioxid basierende Gläser, und diese Eigenschaft ist im allgemeinen stärker, wenn die Übergangstemperatur des Glases niedriger wird. Deshalb werden die bekannten, niederschmelzenden Phosphatgläser häufig leicht durch kochendes Wasser angegriffen, und sie weisen, in extremen Fällen, ein hygroskopisches Verhalten auf. Herkömmlicherweise wird die Übergangstemperatur eines Glases als die Temperatur definiert, bei der Erhöhungen im spezifischen Wärme- und im Wärmeausdehnungskoeffizienten stattfinden, die von einem scharfen Viskositätsabfall begleitet sind.
  • Demnach war es die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, Gläser mit Übergangstemperaturen von unter 450ºC, bevorzugt von unter 350ºC, mit Arbeitstemperaturen (Temperaturen, bei denen das Glas eine Viskosität von etwa 10³-10&sup6; kPa.s (10&sup4;-10&sup7; Poise) von unter 500ºC, bevorzugt von zwischen etwa 350º-450ºC, aufweist, wobei die Gläser eine außerordentliche chemische Beständigkeit aufweisen, wenn sie mit kochendem Wasser und milden, wäßrigen alkalischen Lösungen in Kontakt gebracht werden.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Diese Aufgabe kann in Gläsern mit Zusammensetzungen innerhalb eines spezifisch definierten Bereichs des R&sub2;O-ZnO-P&sub2;O&sub5;-Systems gelöst werden, wobei R&sub2;O aus Li&sub2;O, Na&sub2;O und/oder K&sub2;O besteht, und wobei PbO und/oder SnO einen Teil des ZnO-Gehalts ersetzen können. Da ZnO durch PbO und/oder SnO in Mengen von bis zu 25 Mol-% ersetzbar ist, besteht demnach der breite Zusammensetzungsbereich, innerhalb dessen die vorliegende Erfindung ausführbar ist, im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-% auf Oxidbasis, aus 12-25% R&sub2;O, wobei R&sub2;O aus wenigstens zwei Alkalimetalloxiden in den angegebenen Anteilen von 3-12% Li&sub2;O, 4-18% Na&sub2;O und 0-12% K&sub2;O, 30-49% ZnO, 28-36% P&sub2;O&sub5; und, wahlweise, bis zu 30% RO besteht, wobei RO aus 0-30% PbO und 0-30% SnO besteht. Es hat sich als notwendig herausgestellt, wenigstens zwei Alkalimetalloxide aufzunehmen, da die Laborerfahrung zeigte, daß das Vorliegen von Li&sub2;O alleine die Entglasung im Glas gefährdet, Na&sub2;O alleine das Glas unzureichend beständig oder zu schwierig schmelzbar macht, und K&sub2;O allein den Tg-Wert des Glases zu stark erhöht.
  • Zugaben von Al&sub2;O&sub3; in Mengen im Bereich von etwa 0,75-6% und/oder B&sub2;O&sub3; in Anteilen von etwa 1-8% sind zur Erhöhung der chemischen Beständigkeit des Glases und/oder zur Verbesserung der Glasstabilität insbesondere nützlich, wobei der Gesamtanteil dieser Zugaben nicht über 8% liegen sollte. Demnach werden die bevorzugten erfindungsgemäßen Gläser einen oder beide der zwei Bestandteile enthalten.
  • CaO, MgO und MnO können in Einzelkonzentrationen von bis zu 10% aufgenommen werden, wobei der Gesamtanteil dieser Bestandteile 10% nicht überschreiten sollte. Cu&sub2;O kann in einer Menge von bis zu 15% vorliegen. MnO und Cu&sub2;O weisen die Fähigkeit zur Verringerung des Tg-Wertes von Glas auf, während die gute chemische Beständigkeit im Glas beibehalten wird. Zugaben von anderen kompatiblen Oxiden und von Fluorid (F&sub2;) sind in Mengen von nicht über etwa 5% tolerierbar. ZrO&sub2; ist insbesondere in Mengen von etwa 1-5% nützlich, um den Gläsern eine gleichmäßige weiße Opalfärbung zu verleihen.
  • Die Summe aller wahlweisen Bestandteile wird bei nicht mehr als insgesamt 30% liegen.
  • In den bevorzugten Zusammensetzungen wird die Summe von R&sub2;O + Al&sub2;O&sub3; und/oder B&sub2;O&sub3; + ZnO + P&sub2;O&sub5; mit, wahlweise, PbO und/oder SnO insgesamt wenigstens 85% betragen. Die bevorzugtesten Gläser enthalten weiterhin 0-10% SnO, und 1-3,5% Al&sub2;O&sub3; sowie 30-36% P&sub2;O&sub5; als Bestandteile, mit der Einschränkung, daß die Summe von CaO + MgO + F, falls vorhanden, den Wert von 5% nicht überschreitet.
  • Stand der Technik
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 215 543 beschreibt die Herstellung von Gegenständen, die aus in einer glasigen Matrix dispergierten Micateilchen zusammengesetzt sind, wobei die glasige Phase im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 6-20% RO, wobei RO aus CaO, MgO und/oder ZnO besteht, 22-42,5% R&sub2;O, wobei R&sub2;O aus den Alkalimetalloxiden besteht, 6 bis (16 + d/6)% Al&sub2;O&sub3; und (36 - d/3) bis (56-d)% P&sub2;O&sub5; besteht, wobei d den Prozentsatz RO umfaßt. Der Al&sub2;O&sub3;-Gehalt liegt über demjenigen Gehalt, der in den vorliegenden erfindungsgemäßen Zusammensetzungen tolerierbar ist.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 407 091 offenbart die Herstellung von Lötgläsern, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Gew.-%, aus 4-27% Na&sub2;O und/oder K&sub2;O, 4-30% ZnO, 2-10% Al&sub2;O&sub3; und 60-67% P&sub2;O&sub5;. Die P&sub2;O&sub5;-Konzentration ist größer als die Konzentration, die in den vorliegenden erfindungsgemäßen Gläsern zulässig ist.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 481 749 beschreibt Gläser, die als Gleitmittel zur Verwendung bei, beispielsweise, der Extrusion von Metallkörpern bei erhöhten Temperaturen geeignet sind. Diese Anwendung erfordert ein Glas, das durch Wasser leicht angreifbar ist, um ein leichtes Entfernen vom Körper durch Waschen nach Gebrauch zu ermöglichen. Die Gläser bestanden im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 9-33% Alkalimetalloxid, 16-20% BaO, CaO, MgO, PbO und/oder ZnO, 10-20% Al&sub2;O&sub3; und 29-61% P&sub2;O&sub5;. Der Al&sub2;O&sub3;-Gehalt liegt weit über demjenigen Gehalt, der erfindungsgemäß als einsetzbar gefunden wurde. Weiterhin würde die geringe chemische Beständigkeit der Gläser sie für die für die vorliegenden erfindungsgemäßen Gläser in Betracht kommenden Anwendungen ungeeignet machen.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 732 181 wurde in gewissen Einzelheiten oben beschrieben. Al&sub2;O&sub3; wird nirgends als Glasbestandteil erwähnt, und alle Ausführungsbeispiele weisen Zusammensetzungen auf, die weit von den erfindungsgemäßen Bereichen entfernt liegen.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 885 973 lehrt die Zubereitung von Gläsern mit Zusammensetzungen, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 5-25% Li&sub2;O, 5-30% ZnO, 58-76% P&sub2;O&sub5; und 0-10% Erdalkalioxiden, und sie können bis zu 5 Gew.-% Wasser enthalten. Es besteht keine Notwendigkeit für das Vorliegen von wenigstens zwei Alkalimetalloxiden, und kein Ausführungsbeispiel enthielt zwei Alkalimetalloxide, und die P&sub2;O&sub5;-Konzentrationen überschreiten weit diejenigen Konzentrationen, die in den vorliegenden erfindungsgemäßen Gläsern als einsetzbar gefunden wurden.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 926 649 beschreibt die Herstellung von Gläsern mit Zusammensetzungen, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 72,5-77,5% P&sub2;O&sub5; + B&sub2;O&sub3; und 22,5-27,5% Alkalimetalloxiden, Erdalkalimetalloxiden und ZnO, und sie können bis zu 5 Gew.-% Wasser enthalten. Die Aufnahme von wenigstens zwei Alkalimetalloxiden ist nicht notwendig, und in allen Ausführungsbeispielen liegt der P&sub2;O&sub5;-Gehalt wesentlich höher als derjenige Anteil, der in den erfindungsgemäßen Gläsern tolerierbar ist.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 935 018 offenbart die Formulierung von Gläsern mit Zusammensetzungen, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 1,2-3,5% B&sub2;O&sub3;, 50-72% P&sub2;O&sub5;, 0-30% PbO, 0-5% Übergangsmetalloxiden und als Rest Alkalimetalloxide, Erdalkalimetalloxide und/oder ZnO, und sie können bis zu 5 Gew.-% Wasser enthalten. Kein Ausführungsbeispiel enthielt ZnO, und der P&sub2;O&sub5;-Anteil liegt über demjenigen, der in den vorliegenden erfindungsgemäßen Gläsern als einsetzbar gefunden wurde.
  • Die US-Patentschrift Nr. 3 979 322 offenbart für Laseranwendungen geeignete Gläser, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 1-30% Alkalimetalloxiden, 20-45% Metalloxiden der Gruppe 11, 0,1-25% Nd&sub2;O&sub3;, 35-49% P&sub2;O&sub5; und 0-27% Al&sub2;O&sub3;, B&sub2;O&sub3;, Nb&sub2;O&sub5; und/oder PbO. Es ist nicht erforderlich, wenigstens zwei Alkalimetalloxide aufzunehmen, und ein Ausführungsbeispiel enthielt zwei. Weiterhin lagen die P&sub2;O&sub5;-Gehalte und, wo vorliegend, die Erdalkalimetalloxidkonzentrationen in den Ausführungsbeispielen beträchtlich über den Grenzwerten der erfindungsgemäßen Gläser.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 026 714 diskutiert die Herstellung von Gläsern mit Antibeschlageigenschaften, wobei die Antibeschlageigenschaft auf Gläser mit leicht hygroskopischen Eigenschaften zurückzuführen ist. Derartige Gläser würden für die Zwecke der vorliegenden Erfindung ungeeignet sein. Die Gläser bestanden im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 4-30% Alkalimetalloxiden, Erdalkalimetalloxiden oder ZnO, 1-12% PbO, 3,5-12% B&sub2;O&sub3; und/oder SiO&sub2; und/oder Al&sub2;O&sub3; und 52-72% P&sub2;O&sub5;. Der P&sub2;O&sub5;-Gehalt liegt weit über demjenigen Gehalt, der erfindungsgemäß einsetzbar ist.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 060 422 betrifft Lötgläser für Glaslaser, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 4-12% Li&sub2;O, 5-25% PbO, 15-35% ZnO, 1-4% Al&sub2;O&sub3;, 2-10% V&sub2;O&sub5; und 45-65% P&sub2;O&sub5;. Der P&sub2;O&sub5;-Gehalt liegt höher als derjenige Gehalt, der sich für die erfindungsgemäßen Gläser eignet.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 229 220 betrifft Gläser, die sich für die Beschichtung von Laserscheiben aus Glas eignen, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 0-20% Li&sub2;O, 0-17% Na&sub2;O, 8-20% Li&sub2;O + Na&sub2;O, 7-28% CuO, 4-10% Al&sub2;O&sub3;, 51-59% P&sub2;O&sub5;, 0-8% B&sub2;O&sub3;, 0-2% ZnO, 0-15% BaO und 0-13% V&sub2;O&sub5;. Die P&sub2;O&sub5;-Konzentration liegt über derjenigen, die in den erfindungsgemäßen Gläsern als einsetzbar ermittelt wurde.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 239 645 betrifft Lasergläser, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 10-25% R&sub2;O, wobei R&sub2;O aus 0-25% Li&sub2;O, 0-25% Na&sub2;O und 0-8% K&sub2;O besteht, 5-15% RO, wobei RO aus 0-15% BaO, 0-15% CaO, 0-15% MgO, 0-15% SrO und 0-15% ZnO besteht, 1-15% Al&sub2;O&sub3;, 55-70% P&sub2;O&sub5;, 0,01-5% Nd&sub2;O&sub3;, 0-5% Y&sub2;O&sub3;, 0-5% La&sub2;O&sub3;, 0-5% Ge02, 0-5% Ce02, 0-3% Nb&sub2;O&sub5;, 0-3% MnO&sub2;, 0-2% Ta&sub2;O&sub5; und 0-1% Sb&sub2;O&sub3;. Der P&sub2;O&sub5;-Gehalt liegt über demjenigen, der erfindungsgemäß angegeben ist.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 248 732 betrifft Lasergläser, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 5-40% Alkalimetalloxiden, 5-30% RO, wobei RO wenigstens ein Oxid aus der Gruppe von BaO, BeO, CaO, MgO, SrO und ZnO ist, 0,01-15% R&sub2;O&sub3;, wobei R&sub2;O&sub3; wenigstens ein Oxid aus der Gruppe von Al&sub2;O&sub3;, B&sub2;O&sub3;, Er&sub2;O&sub3;, La&sub2;O&sub3;, Tm&sub2;O&sub3; und Y&sub2;O&sub3; ist, 0,01-7% Nd&sub2;O&sub3;, 35-65% P&sub2;O&sub5;, und 0,1-10 Gew.-% eines Solarisationsinhibierungsoxids, ausgewählt aus der Gruppe von CeO&sub2;, Nb&sub2;O&sub5;, Sb&sub2;O&sub3;, SiO&sub2; und TiO&sub2;. Derartige Bereiche und die Bestandteile dieser Bereiche sind wesentlich breiter und divergieren weit mehr als diejenigen, die bei den erfindungsgemäßen Gläsern tolerierbar sind. Auch wenn die erforderliche Aufnahme von Nd&sub2;O&sub3; und des Solarisationsinhibitors ausgenommen wird, wies keines der 29 Ausführungsbeispiele dieser Patentschrift eine Zusammensetzung auf, die in den von der vorliegenden Erfindung abgesteckten Grenzen liegt.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 391 915 offenbart Gläser, von denen optische Bestandteile gepreßt werden können, bestehend im wesentlichen, ausgedrückt in Gew.-%, aus 5-20% K&sub2;O, 0-3% Li&sub2;O, 8-15% BaO, 0-6% MgO, 0-18% PbO, 4,5-9% ZnO, 3,5-9% Al&sub2;O&sub3;, 0-3% B&sub2;O&sub3;, 0-1% SiO&sub2;, 0-2% TiO&sub2;, 45-55% P&sub2;O&sub5;. Der BaO-Gehalt liegt über demjenigen, der in den vorliegenden, erfindungsgemäßen Gläsern tolerierbar ist. Weiterhin war der P&sub2;O&sub5;-Gehalt in Mol-% in allen Ausführungsbeispielen dieser Patentschrift höher als das in den vorliegenden erfindungsgemäßen Gläsern zulässige Maximum.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 439 530 beschreibt optische Gläser, die grundsätzlich im wesentlichen, ausgedrückt in Gew.-%, aus 3-30% R&sub2;O, wobei R&sub2;O aus 0-30% Na&sub2;O + 0-30% K&sub2;O besteht, 8-65% PbO, 1-45% Ta&sub2;O&sub5; und 18-38% P&sub2;O&sub5; bestehen. Die Patentschrift gibt weiterhin eine große Anzahl wahlweiser Bestandteile in unterschiedlichen Mengen an, einschließlich von 0-3% Al&sub2;O&sub3; und 0-25% ZnO. Ta&sub2;O&sub5; ist kein Teil der erfindungsgemäßen Gläser, und auch dann, wenn das Vorliegen von Ta&sub2;O&sub5; ignoriert wird, wies keines der in dieser Patentschrift angegebenen Ausführungsbeispiele eine Zusammensetzung auf, die innerhalb der in den erfindungsgemäßen Gläsern erforderlichen Bereiche lag.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4 544 974 offenbart Glaszusammenset-Zungen, die sich für Bindungsmetalle oder -metalloxide in einer Verbundstruktur eignen. Die Gläser bestehen im wesentlichen, ausgedrückt in Mol-%, aus 10-40% Alkalimetall- oder Erdalkalimetalloxid, 0-25% CuO oder ZnO, 5-15% Al&sub2;O&sub3;, 0-25% B&sub2;O&sub3;, 0-30% SiO&sub2; und 10-35% P&sub2;O&sub5;, wobei wenigstens eine Verbindung von B&sub2;O&sub3;, CuO, SiO&sub2; und ZnO vorliegt. B&sub2;O&sub3; und SiO&sub2; gehören nicht zu den in den erfindungsgemäßen Gläsern notwendigen Bestandteilen; der Al&sub2;O&sub3;-Anteil der in der Patentschrift offenbarten Gläser liegt höher als derjenige, der in den erfindungsgemäßen Gläsern wünschenswert ist; und auch dann, wenn die hohen Al&sub2;O&sub3;- Anteile vernachlässigt werden, liegen die in dieser Patentschrift offenbarten Ausführungsbeispiele außerhalb der Bereiche, die bei den erfindungsgemäßen Gläsern gefordert werden.
  • "Oxide Glasses of Very Low Softening Point. Parts 1 and 2. Preparation and Properties of Some Lead Phosphate Glasses", N. H. Ray et al., Glass Technology 14, Nr. 2, S. 50-59, April 1973 offenbart eine ausführliche Untersuchung einer breiten Vielzahl von auf Phasphat basierenden Gläsern, einschließlich R&sub2;O-ZnO-P&sub2;O&sub5;-Gläsern. Keines der Gläser wies jedoch eine Zusammensetzung auf, die in den erfindungsgemäßen Bereichen liegt.
  • Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
  • Die Tabelle I zeigt eine Anzahl von Glaszusammensetzungen, ausgedrückt in Mol-% auf Oxidbasis, die erfindungsgemäß verwendbar sind. Die Tabelle IA zeigt die gleichen Zusammensetzungen, wobei jedoch die Werte der einzelnen Bestandteile in Gew.-% umgewandelt werden. Die tatsächlichen Ansatzbestandteile für die Gläser können beliebige Materialien, entweder die Oxide oder andere Verbindungen, umfassen, die beim Zusammenschmelzen in die gewünschten Oxide in den entsprechenden Anteilen umgewandelt werden. Beispielsweise wird Li&sub2;CO&sub3; herkömmlicherweise als Li&sub2;O-Quelle verwendet. Der Fluoridanteil wird einfach in % zusätzlich zur Grundglaszusammensetzung angegeben, da nicht bekannt ist, mit welchem Kation sich das Fluorid vereinigt und da die enthaltene Menge relativ gesehen ziemlich gering war.
  • Die Ansatzmaterialien wurden vermischt, zusammen in einer Kugelmühle vermahlen, um eine homogene Schmelze sicherzustellen, und dann in Schmelztiegel aus Siliciumdioxid gefüllt. Nachdem Deckel aufgesetzt wurden, wurden die Schmelztiegel in einen bei etwa 1000ºC betriebenen Ofen eingeführt, und sie verblieben bei dieser Temperatur etwa 3 Stunden. Jede Schmelze wurde in eine Stahlform gegossen, um einen rechteckigen Glasplatte mit einer Größe von etwa 203 x 102 x 13 mm (8" x 4" x 0,5") herzustellen, und die Glasplatte wurde über Nacht bei 300ºC gekühlt.
  • Rechteckige, streifenförmige Stücke mit einem Gewicht von etwa 30-40 g wurden von diesen Platten abgeschnitten und in Schalen aus Aluminiumfolie bei Temperaturen im Bereich von 350º-450ºC hitzebehandelt, und von jeder Schale wurde ein Glasstab ausgezogen, um eine enge Annäherung der Arbeitstemperatur des Glases zu erhalten.
  • Während die obige Beschreibung das Schmelzen und die Formgebung nur auf Laborpraxisebene wiedergibt, sind die angegebenen Zusammensetzungen selbstverständlich in großen Schmelzeinrichtungen schmelzbar und zu den gewünschten Gestaltungen unter Verwendung von auf dem Glasgebiet üblichen Formgebungstechniken zu den gewünschten Gestaltungen formbar. Tabelle I (Mol-%) Tabelle I (Mol-%) (Fortsetzung) Tabelle IA (Gew.-%) Tabelle IA (Gew.-%) (Fortsetzung) Tabelle IA (Gew.-%) (Fortsetzung)
  • Proben mit den ungefähren Abmessungen 35 x 25 x 15 mm wurden von jeder Glasplatte abgeschnitten und dann geschliffen und poliert, um ihre chemische Beständigkeit zu testen. In einem Test wurde jede Probe sorgfältig gewogen und dann in ein Bad mit kochendem Wasser getaucht. Nach einer Verweilzeit von 6 Stunden wurde die Probe aus dem Bad entfernt, in der Umgebung getrocknet und dann gewogen, um einen Gewichtsverlust der Probe festzustellen. In einem zweiten Test wurde jede Probe sorgfältig gewogen und dann in ein Bad von 75ºC mit einer 0,3 Gew.-% wäßrigen Lösung an SUPER SOILAX-Detergens, vertrieben von der Fa. Economics Laboratories, St. Paul, Minnesota, eingetaucht, wobei die Lösung einen pH-Wert von etwa 10 aufwies. Nach einer Verweilzeit von 24 Stunden wurde die Probe aus dem Bad entfernt, in der Umgebung getrocknet und erneut gewogen, um einen Gewichtsverlust zu bestimmen. In einem dritten Test wurde jede Probe sorgfältig gewogen und dann in einen Autoklaven eingeführt. Die Autoklaventemperatur wurde auf 125ºC erhöht, und es wurde eine Dampfatmosphäre von 228 kPa (33 psi) erzeugt. Nach Exposition für vier Stunden wurde die Probe aus dem Autoklaven entfernt, in der Umgebung getrocknet und wiederum gewogen, um einen Gewichtsverlust festzustellen. Der Tg-Wert des Glases wurde unter Einsatz von Differential-Scanning-Kalorimetrie unter Verwendung von Standardtechniken bestimmt.
  • Die Tabelle II zeigt den Gewichtsverlust im Kochendwassertest (H&sub2;O), ein Gewichtsverlust im SUPER SOILAX-Test (SUPER), den Gewichtsprozentverlust im Dampftest (Dampf), den Tg-Wert des Glases in ºC und die Arbeitstemperatur des Glases inºC, bestimmt durch Ziehen des Stabes (Ziehen). In bestimmten Fällen wiesen die Proben nach dem Dampftest ein mattes Aussehen auf. Dieses Verhalten wird durch "Fr" ausgedrückt. Ein Beispiel kristallisierte (Krist) während des Zugtests. Tabelle II SUPER Ziehen Dampf SUPER Dampf Ziehen
  • Die Werte zur Beständigkeit gegen Angriffe durch Wasser der Beispiele 1-24 sind für auf Phosphat basierende Glaszusammensetzungen außerordentlich und sind insbesondere bemerkenswert, da die Gläser derart niedrige Übergangs- und Arbeitstemperaturen aufweisen. Die deutliche Verschlechterung der chemischen Beständigkeit bei Glaszusammensetzungen, die nur leicht außerhalb der erfindungsgemäß beschriebenen Glasbereiche liegen, ist in den Beispielen 25-27 sofort ersichtlich. Demnach würden im Beispiel 25 Zugaben von Al&sub2;O&sub3; und/oder der Ersatz von R&sub2;O und/oder ZnO durch Cu&sub2;O erforderlich sein, um ihre Beständigkeit auf die des Beispiels 3 zu verbessern, das einen niedrigeren P&sub2;O&sub5;-Gehalt aufweist und innerhalb des bevorzugtesten Bereichs der Zusammensetzungen liegt. Das Beispiel 26 zeigt deutlich die Notwendigkeit für wenigstens zwei Alkalimetalloxide im Glas. Im Beispiel 27 ist der P&sub2;O&sub5;-Anteil zu hoch. Die hohe Beständigkeit gegen Angriffe durch Feuchtigkeit macht die erfindungsgemäßen Gläser für einen weiten Bereich von Anwendungen äußerst geeignet; hierzu gehören Eßgeschirr, elektronische Vorrichtungen, optische und ophthalmische Linsen und Beschichtungen für optische Wellenleiter. Aufgrund der von den erfindungsgemäßen Gläsern bei relativ niedrigen Arbeitstemperaturen aufgewiesenen Viskositätsbeziehungen sind sie zu Gegenständen mit komplexen Ausgestaltungen durch Extrusion, Spritzguß und andere üblicherweise bei der Kunststofformung verwendete Techniken formbar, wodurch der Bereich an Produkten, für die die erfindungsgemäßen Glaskeramiken einsetzbar sind, stark verbreitert wird.

Claims (5)

1. Glas, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Übergangstemperatur unter 450ºC, eine Arbeitstemperatur unter 500ºC und eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen Angriffe durch Wasser und milde wäßrige alkalische Lösungen aufweist und es, ausgedrückt in Mol-% auf Oxidbasis, besteht aus 30-49% ZnO, 28-36% P&sub2;O&sub5; und 12-25% R&sub2;O, wobei R&sub2;O aus wenigstens zwei Alkalimetalloxiden in den angegebenen Anteilen besteht, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus 3-12% Li&sub2;O, 4-13% Na&sub2;O und 0-12% K&sub2;O, und bis zu insgesamt 30% an wahlweisen Bestandteilen in den angegebenen Anteilen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus 0-6% Al&sub2;O&sub3;, 0-8% B&sub2;O&sub3;, 0-8% Al&sub2;O&sub3;+B&sub2;O&sub3;, 0-15% Cu&sub2;O, 0-5% F, 0-30% PbO, 0-30% SnO, 0-30% PbO+SnO, 0-5% ZrO&sub2; und 0-10% Mgo+CaO+MnO, bestehend aus 0-10% MgO, 0-10% CaO und 0-10% MnO.
2. Glas nach Anspruch 1, das 0,75-6% Al&sub2;O&sub3; und/oder 1-8% B&sub2;O&sub3; enthält, wobei der Gesamtgehalt Al&sub2;O&sub3;+B&sub2;O&sub3; nicht über 8% liegt.
3. Glas nach Anspruch 1 oder 2, worin die Summe von R&sub2;O+Al&sub2;O&sub3; und/oder B&sub2;O&sub3;+ZnO+P&sub2;O&sub5; mit, wahlweise, PbO und/oder SnO insgesamt wenigstens 85% beträgt.
4. Glas nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit 0-10% SnO, 1-3,5% Al&sub2;O&sub3;, 30-36% P&sub2;O&sub5; und 0-5% CaO+NgO+F.
5. Verfahren zur Herstellung eines Glases nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin die geeigneten Ansatzbestandteile für die Gläser als Oxide oder andere Verbindungen, die beim Zusammenschmelzen zu den gewünschten Oxiden umgewandelt werden, in den geeigneten Anteilen zusammengeschmolzen werden, um das gewünschte Glas herzustellen.
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