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Die vorliegende Ertindung betrifft Verbesserungen an
Kunststoff-Förderbändein mit einer Vielzahl miteinander verbundener Glieder oder Module, die ein
fortlaufendes Band mit Verbindungsstangen oder -stiften bilden und insbesondere eine
einzigartige Verbesserung zur Aufnahme der Verbindungsstangen sowie eine
innovative Konstruktion aus verschiedenen Modulen, die zu einer Förderanlage
zusammengesetzt werden.
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Kunststoff-Förderbänder, die Module mit ineinanderpassenden Gliederenden
aufweisen, sind gut bekannt und entwickelt. Bei derartigen Förderbändern verbinden
Gelenkstangen die ineinanderpassenden Gliederenden, so daß die Module mit den
Stangen zu einem fortlaufenden Band zusammengesetzt werden können. Die Stangen
ermöglichen eine Winkeldrehbewegung zwischen den benachbarten Modulen, die
erforderlich ist wenn das Band um die Zähne des Kettenzahnrades oder die Rollen auf
den Bändern läuft, während gleichzeitig die Stangen die Kräfte zwischen den
benachbarten Modulen verbinden und übertragen. In der Praxis sind die Verbindungsstangen
großen Kräften ausgesetzt. Aufgrund der vielfältigen Anwendungsgebiete von
Kunststoff-Förderbändern sind die Kräfte und die Reaktion der Stangen auf diese Kräfte in
vielen Fällen unvorhersehbar. Von größter Wichtigkeit ist hierbei, daß die Stangen, die
die Module zusammenhalten, innerhalb der Förderbandanlage festgehalten werden. Ist
dies nicht gewährleistet kann es zu zahlreichen Problemen kommen, wozu nicht
zuletzt das Auseinanderfallen des Bandes während des Einsatzes gehört. Zu den
Problemen können weiterhin Interferenzen zwischen besonders ungeschützten Stangen
und dem sie umgebenden Teil des Bandes gehören. Außerdem müssen die Stangen zu
praktischen Zwecken leicht in das Band eingeführt und aus ihm herausgenommen
werden können, wie dies während der Montage, Aufstellung oder Reparatur des
Bandes normalerweise erforderlich ist. Wünschenswert ist es ebenfalls. dabei ohne
spezielle Ausrüstungen und Werkzeuge auszukommen. Besonders wichtig ist dies bei
der Aufstellung am Einsatzort, denn Spezialwerkzeuge bedeuten sowohl zusätzliche
Kosten als auch Ärger für den Nutzer.
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Aufgrund der beachtlichen Probleme, die lockere Förderbandstifte verursacht
haben, sind zahlreiche Verfahren zum Festhalten der Gelenkstangen, die die Glieder
von Kunststoff-Förderbändern verbinden, angewandt worden. Dazu gehört die Bildung
von Köpfen an den Enden der Stangen, diese Köpfe können jedoch abgeschlagen
werden, und zum Auswechseln der Stangen müssen sie entfernt werden. Die Köpfe
sind gebildet worden, indem die Stangenenden aufgeschmolzen wurden und so
vergrößerte Enden oder Köpfe entstanden, deren Durchmesser größer als die
Stangenöffnung ist, wodurch sich die Stange nicht durch das Band nach innen bewegen kann,
d.h. die vergrößerten Köpfe stellen ein Mittel zum Festhalten der Stangen dar.
Allerdings gibt es zahlreiche Probleme bei der Suche nach Möglichkeiten zum Festhalten
der Stange. Erstens ist normalerweise eine spezielle Vorrichtung zur thermischen
Formung der Köpfe erforderlich. Zweitens befinden sich die Köpfe an den Bandrändern
an einer ungeschützten Stelle, da jedes hervorstehende Element auf einem Förderband
entweder zum Verschleiß oder zum Abschlagen der Stangenköpfe führen kann,
wodurch das Herausfallen der Stangen aus dem Band möglich wird. Drittens besteht
das Problem des Poisson-Effekts, d.h. wenn ein Werkstoff aufgrund einer elastischen
Verformung entlang einer Achse eine Veränderung der Abmessung erfährt, tritt
entlang der senkrechten Achse eine entgegengesetzte Veränderung der Abmessung
oder bzw. Verformung ein. Der Grad dieser entgegengesetzten Verformung wird durch
den Poisson-Beiwert bestimmt. Während des Einsatzes des Förderbandes unterliegen
die Stangen Druckkräften senkrecht zur Stangenachse. Diese Druckkräfte können die
Stange verformen, wobei der Stangendurchmesser entsprechend der Elastizitätslehre
kleiner wird. Gemäß dem Poisson-Effekt wird die Stange dann entlang ihrer Achse
verlängert, die Stange wird also praktisch länger als ursprünglich. Das wiederum führt
dazu, daß die Stange noch weiter über den Rand des Bandes hinausragt, was weitere
Interferenzprobleme mit der Bandkonstruktion und daraufhin beträchtliche
Bandschäden sowie eine mögliche Ausfallzeit bewirken kann.
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Eine andere Möglichkeit zum Festhalten der Stange innerhalb des Förderbandes
besteht darin, eine Umfangswulst zu bilden, deren Innendurchmesser kleiner als der
Durchmesser der Stange ist, wobei die Wülste an den Enden der Stangenbohrungen
ausgebildet werden. Dies wird im USA-Patent 2,911,091 vom 3. November 1959
dargestellt. Allerdings handelt es sich hierbei mehr oder weniger um ein Festhalten auf
Dauer, wobei die Notwendigkeit der gelegentlichen Zerlegung und Reparatur des
Förderbandes außer acht gelassen wird. Eine andere Lösung des Problems des
Festhaltens der Stange ist im USA-Patent 3,726,569 vom 10. April 1973 offenbart, bei der
zwischen dem Ende der Stangenbohrung und dem äußersten Gliederende eine
Steckverbindung geschaffen wird, um das Entweichen der Stange aus dem Band zu
verhindern. Siehe auch USA-Patent 4,709,807 vom 1. Dezember 1987. Derartige
Steckverbindungen können aufgrund der Stangendehnungskraft infolge des Poisson-Effekts
ungeeignet sein, und Gewindeverschraubungen können neben den zusätzlichen
Herstellungskosten und den Kosten für das Gewindeschneiden im Steckteil und in der
Bohrung zu erhöhter Spannung und einem möglichen Ausfall der Anlage führen.
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Ein anderes bekanntes Verfahren zum Festhalten der Stange ist die Endkappe
mit Schnappeinrichtung, die längs in die Modulstangenbohrung oder quer in das
Modul eingebracht wird und die Stangenbohrung blockiert. Die allgemein bekannte
Ausführung der Schnappeinrichtung macht es erforderlich, daß das Steckteil oder die
Endkappe biegsam ist, so daß sich das hervorstehende Schnappteil während des
Einsetzens verformen kann. Diese Biegsamkeit die normalerweise erreicht wird,
indem das hervorstehende Schnappteil an den Enden von zwei biegsamen Armen
angebracht ist, schwächt aber gleichzeitig die Steckverbindung oder Kappe und
vermindert deren Fähigkeit, den Dehnungskräften der Stange standzuhalten.
Außerdem trifft mit den längs in die Stangebohrung eingebrachten Endkappen die gesamte
Dehnungskraft auf die relativ kleinen hervorstehenden Schnappteile. Dadurch
"schlagen" die Stangen die Endkappen von den Endmodulen regelrecht ab.
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EP-A-0288409 offenbart eine Förderbandanlage, die aus mehreren Reihen
drehbar miteinander verbundener Gliedermodule besteht. Jedes Modul hat
beabstandete Gliederenden, die zwischen den Gliederenden des Moduls in der benachbarten
Reihe hervorstehen. Die Verbindungsstelle zwischen den Modulen einer Reihe wird
durch ein Modul in der benachbarten Reihe überspannt oder überbrückt, um eine
mauerwerkartige Verstärkung zu gewährleisten. Jedes Modul auf der linken Seite der
Förderanlage weist ein massives Gliederende auf, so daß die Gelenkstange an die
Innenseite des Gliederendes stößt. Das andere Ende der Gelenkstange liegt in einer
Federsteckverbindung, die in dem Arm oder Gliederende des Moduls auf der rechten
Seite befestigt ist.
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Es besteht in diesem Fachgebiet ein Bedarf an einer verbesserten Vorrichtung
zum Festhalten der Stangen, die die Module von modularen Kunststoff-Förderbändern
miteinander verbinden.
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Des weiteren umfaßt eine allgemein bekannte Ausführung von Kunststoff-
Förderbändern Module, die eine Vielzahl beabstandeter, ineinanderpassender
Gliederenden mit Zwischengliedern, die die gegenüberliegenden Gliederenden verbinden,
sowie ein oder mehrere Querglieder zwischen den Gliederenden, die die
Zwischenglieder verbinden, aufweisen. Siehe beispielsweise USA-Patent 4,557,374 vom 10.
Dezember 1985, 4,556,142 vom 3. Dezember 1985; 4,438,838 vom 27. März 1984;
4,159,763 vom 3. Juli 1979; 4,080,842 vom 28. März 1978; 3,870,141 vom 11. März
1975 sowie das deutsche Patent Nr. 113,669 vom 19. November 1989. In einer
üblichen Ausführungsform haben die Gliederenden im wesentlichen alle die gleiche
Breite, die Module sind seitengleich und "mauerwerkartig" zusammengesetzt so daß
die Enden einer Reihe nicht mit den Enden der benachbarten Modulreihe gefluchtet
sind. Bekanntlich trägt dies zu einer größeren Festigkeit bei. In der bekannten
Ausführung sind die Zähne des Kettenzahnrades, die das Band antreiben, entweder
notwendigerweise
klein oder aber es sind vergrößerte Transportloch-Hohlräume (zur Aufnahme
größerer Kettenradzähne) zwischen zwei Quergliedern und zwei Zwischengliedern
ausgebildet. Wünschenswert ist eine modulare Ausführung, die große Kettenradzähne
ermöglicht, sowohl im Hinblick auf deren Länge als auch Tiefe, da die
Kettenradzahngröße ein Schlüsselfaktor für die Verschleißbeständigkeit und die Festigkeit des
Kettenzahnrades ist. Ein großer Transportloch-Hohlraum führt jedoch dazu, daß ein
Gliederende zwischen zwei Zwischenglieder gelangt. Wenn bei einer solchen
Konstruktion das aus derartigen Modulen bestehende Band belastet wird, wie es
normalerweise während des Betriebs der Fall ist, muß die Spannungsströmung der
Gliederenden in dem Bereich der Transportlöcher am Gliederende entlang nach unten,
um das Querglied herum und dann zu den verbindenden Zwischengliedern verlaufen,
die die Gliederenden auf der gegenüberliegenden Seite der Module verbinden. Bei
dieser Konstruktion kann das Gliederende, das sich zwischen den zwei
Zwischengliedern befindet, nicht die gleiche Last tragen, wie die Gliederenden auf den
gegenüberliegenden Seiten des Moduls, die direkt durch ein Zwischenglied verbunden sind.
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Für eine Reduzierung der Herstellungskosten im Verhältnis zu den Kosten des
im Förderband verwendeten Materials, die wiederum im Verhältnis zur Dicke der
Gliederenden und zum Formungszyklus stehen, ist es wünschenswert, das Verhältnis
von der Festigkeit des Bandes und der Module zum Gewicht sowie das Verhältnis
zwischen Festigkeit und Dicke zu maximieren, da diese beiden Werte ausschlaggebend
für die Herstellungskosten sind.
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Zur mauerwerkartigen Montage eines Bandes ist die Steuerung der
Modulpositionen notwendig um zu gewährleisten, daß alle Transportloch-Hohlräume
zueinander ausgerichtet sind. Wenn das mit dem Mauern vergleichbare Montieren nicht
korrekt begonnen wird, muß das Band auseinandergezogen und erneut
zusammengesetzt werden. Benötigt wird auf diesem Fachgebiet ein modulares Band, das die
vorgenannten Ergebnisse erzielt.
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Die vorliegende Erfindung schafft ein Förderband, bestehend aus einer Vielzahl
von Modulen mit ineinanderpassenden Gliederenden, die durch Gelenkstangen
verbunden sind, welche durch gefluchtete Bohrungen in den Gliederenden verlaufen,
wobei das Förderband zusammengesetzt wird aus: (a) Innenmodulen mit einer Vielzahl
beabstandeter Gliederenden auf beiden Seiten, wobei einige der Gliederenden eine
andere Breite als andere autweisen, so daß eine Vielzahl von schmalen Gliederenden
und eine Vielzahl breiter Gliederenden geschaffen wird, die so angeordnet sind, daß
die Module mauerwerkartig zusammengesetzt werden können, während das
Zusammensetzen des Förderbandes mit einem Innenmodul in entgegengesetzter Richtung zu
den anderen Innenmodulen im Förderband verhindert wird; und (b) Endmodulen mit
einer Blockiervorrichtung zum Festhalten der Gelenkstange im Förderband, wobei die
Bohrungs-Blockiervorrichtung ein stabiles Teil zum Blockieren der Stangenbewegung
umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenmodule Zwischenelemente, die die
Gliederenden verbinden, sowie Querelemente autweisen. die die Zwischenelemente
verbinden, wobei die Querelemente und einige der Zwischenelemente Transportlöcher
bilden, so daß das Förderband mittels eines Kettenzahnrades angetrieben werden kann
und jedes Gliederende durch einen Schaftbereich, der schmaler als sein jeweiliges
Gliederende ist, mit einem Zwischenelement verbunden wird, und eine Vielzahl
schmaler Gliederenden an den versetzten Gliederenden zu ihren jeweiligen
Schaftbereichen in Richtung der Zwischenelemente versetzt sind, die
Bohrungs-Blockiervorrichtung weiterhin ein Außenrandgliederende mit einem Schlitz aufweist, dessen
Querschnitt senkrecht zur Längsachse der Stange verläuft, der Schlitz über die
Stangenbohrung im äußersten Gliederende hinausgeht, die Stangenbewegungs-
Blockiervorrichtung nicht elastisch ist und auf der gleichen Ebene wie der Querschnitt
des Schlitzes ausgebildet ist, wodurch sie herausnehmbar in den Schlitz
hineingeschoben werden kann, und die Stangenbewegungs-Blockiervorrichtung eine
Halteeinrichtung auf der Blockiervorrichtung hat, die aus ihr nach außen hervorsteht und
derart mit der Stangenbohrung zusammenwirkt, daß die Blockiervorrichtung während
des Betriebs in einer Position verbleibt, die ein manuelles Herausnehmen ermöglicht.
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Die Erfindung wird vorzugsweise in einem Förderband eingesetzt, das aus einer
Vielzahl von Modulen mit ineinanderpassenden Gliederenden besteht, in dem die
Module durch längliche Stangen zusammengehalten werden, die durch die Bohrungen
in den Gliederenden verlaufen. Die Stangen werden durch speziell konstruierte äußere
Gliederenden der Endmodule, die eine einzigartige Form haben, festgehalten. Um die
Stangen festzuhalten, ist das Außenmodul vorzugsweise relativ breit und weist einen
Schlitz auf, der senkrecht zur Achse der Stangenbohrung verläuft. Eine
Blockiervorrichtung kann in die senkrecht zur Stange verlaufende Bohrung eingeführt werden,
um die Bewegung der Stange zu blockieren. Die Blockiervorrichtung hat eine flache
Seite an dem der Stange abgewandten Ende und einen Vorsprung zum Einpassen in
die Stangenbohrung auf einer gegenüberliegenden Seite. Die Form der
Blockiervorrichtung ermöglicht deren Einbau in nur einer Position und vorzugsweise bündig
mit der Obertiäche des Gliederendes. Am besten hat der Vorsprung Schrägen zum
Einsetzen und Herausziehen, und die Anlage kann so aufgebaut sein, daß die
Blockiereinrichtung in das äußerste Gliederende einschnappen und auch wieder aus
ihm herausschnappen kann, wenn das Band zerlegt oder repariert werden muß.
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Vorzugsweise besteht das Band aus Innenmodulen und vier verschiedenen
Endmodulen (zwei Endmodule verschiedener Größe für jede Seite des Bandes). Die
Endmodule sind natürlich an jedem Ende seitenverkehrt angeordnet. Ihr breitestes
Gliederende befindet sich außen und das nächst breiteste Gliederende neben der
Außenseite. Vorzugsweise weist eines der Endmodule nur ein Gliederende auf der
einen Seite und zwei Gliederenden auf der anderen Seite auf. Das breiteste Endmodul
und das Innenmodul sind vorzugsweise so angeordnet, daß die schmalsten
Gliederenden zu einem benachbarten Zwischenglied versetzt sind um das Modul im Hinblick
auf die Lage der Gliederenden mit maximaler und minimaler Breite gegenüber der
Steifigkeit der maximalen und minimalen Modulabschnitte auszugleichen, und somit
ein Modul und ein Band mit minimalem Gewicht und minimaler durchschnittlicher
Profildicke zu schaffen, das die vorgegebene Anlagenfestigkeit erreicht und die
gestellten Anforderungen erfüllt.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird anschließend
beispielhaft anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben, wobei:
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Fig. 1 eine auseinandergezogene Darstellung der Anordnung von drei
verschiedenen erfindungsgemäßen Modulen zusammen mit Verbindungsstangen und den
Halteeinrichtungen für die Verbindungsstange ist;
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Fig. 2 eine auseinandergezogene Seitenansicht des Endmoduls aus Fig. 1 und
der Blockiervorrichtung ist;
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Fig. 3 eine Perspektivansicht eines Teils eines Endmoduls ist, die die
Vorrichtung zum Festhalten der Stange im äußersten Gliederende zeigt; und
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Fig. 4 eine Ansicht der Modulanlage von unten ist, in der die Position der
Transportlöcher gegenüber den dickeren und den dünneren Gliederenden gezeigt wird.
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Ein Kunststoff-Förderband 10 weist eine Vielzahl von Kunststoffmodulen auf,
die durch Verbindungsstangen miteinander verbunden sind und beabstandete,
ineinanderpassende Gliederenden haben. Das erfindungsgemäße Band besteht aus einem
Innenmodul oder Innenmodulen 12 und Endmodulen, wie dem breiten Endmodul 14
und dem schmalen Endmodul 16. Innenmodule mit anderer Breite könnten gleichfalls
verwendet werden.
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Jedes der Module hat ineinanderpassende, beabstandete Gliederenden 18, deren
Anzahl und Breite unterschiedlich sein kann, wie in den Zeichnungen dargestellt und
im weiteren erläutert wird. Bei jedem Modul sind die Gliederenden durch
Zwischenglieder 20 und Querglieder 22 verbunden. Auf der Unterseite des Moduls bilden die
Querglieder und ausgewählte Zwischenglieder Transportloch-Taschen 24 für die
Zähne der Antriebskettenzahnräder.
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Jedes Gliederende 18 jedes Moduls weist eine quer durch das Modul
verlaufende Stangenbohrung 26 mit einem Durchmesser auf, der die Aufliahme der
Verbindungs- oder Gelenkstangen 28 in bekannter Weise ermöglicht. Die Module werden,
wie in Fig. 1 dargestellt, so zusammengesetzt daß sie eine Anlage (nicht dargestellt)
mit Endmodulen an jedem Ende und mit durch die Stangenbohrungen 26 eingeführten
Stangen 28 bildet.
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Um die Stangen in den Stangenbohrungen festzuhalten und deren Bewegung nach
außen zu verhindern, wird eine Stangen-Halteeinrichtung geschaffen, die ein breites
Gliederende 30 am äußersten Rand der Endmodule 14 und 16 umfaßt. Ein Schlitz 32
verläuft durch das Gliederende 30 von oben nach unten und kreuzt die
Stangenbohrung 26. Er kann eine Blockiervorrichtung 34 wie in den Fig. 1, 2 und 3
aufnehmen Die Blockiervorrichtung hat eine flache Seite 36 gegen die das Stangenende
stößt. sowie einen Vorsprung 38 auf der Außenseite. Der Vorsprung 38 weist einen
schrägen Einführungsbereich 40 auf einen Auflage- oder Haltebereich 42, der
schmaler als die Bohrung ist, sowie einen schrägen Austrittsbereich 44. Diese Bereiche
ermöglichen ein schnelles Einführen und Herausnehmen der Blockiervorrichtung.
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Die Blockiervorrichtung umfaßt eine Kopferweiterung 46, die in die
Aussparung 48 im Gliederende 30 hineinpaßt und gewährleistet. daß die Blockiervorrichtung
immer in der richtigen Position montiert wird. Die Oberseite 50 der
Blockiervorrichtung schließt bündig mit der Oberfläche 52 des Gliederendes ab.
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Die flache Seite 36 der Blockiervorrichtung 34 bildet einen stabilen, hohen
Autiagebereich zum Absorbieren des Stangendehnungsdrucks vom Ende der Stange
28. Der Vorsprung 38 ist so aufgebaut, daß er sich während der Montage oder
Aufstellung leicht in das Gliederende 30 einführen läßt und während des Betriebs des Bandes
die Vorrichtung fest in deren Position hält. Nach dem Aufbau des Bandes verbleibt der
Vorsprung 38 in der Stangenbohrung 26 des Gliederendes 30. Der obere Teil des
Gliederendes 30, der die äußere Begrenzung der Stangenbohrung bildet, verformt sich, um
den Eintritt der Blockiervorrichtung zu ermöglichen, und kehrt anschließend wieder zu
seiner ursprünglichen Form zurück. Bei dieser Erfindung treffen die Kräfte, die bei der
Längsdehnung der Verbindungsstange auftreten können, auf eine stabile
Blockiervorrichtung, die die Kräfte auf die starren Bereiche des breiten Gliederendes 30 der
Endmodule 14 und 16 verteilt. Außerdem ist der Vorsprung 38 so ausgerichtet, daß die
Stangendehnungskräfte die Blockiervorrichtung 34 noch fester in deren Position
verankern. Somit wird durch die Stangendehnungskräfte die Blockiervorrichtung noch
zuverlässiger und das Herausfallen der Stange verhindert. Die stabile
Blockiervorrichtung ist im wesentlichen nicht verformbar, während der Außenteil des Gliederendes
verformbar ist und so das Einführen und Herausnehmen der Blockiervorrichtung
ermöglicht.
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Jedes der Endmodule 14 und 16 weist eine Serie von drei Gliederenden
verschiedener Breite auf um die Stangendehnungskräfte richtig zu absorbieren und sie
an die Innenkonstruktion des Bandes zu übertragen. Das äußerste Gliederende 30 ist
am breitesten, da es die Blockiervorrichtung aufnehmen und die gesamten
Stangendehnungskräfte an das Band übertragen muß. Das nächstgelegene Gliederende 54 ist
etwas kleiner, aber ausreichend, um die hohen Scherkräfte im Band, die durch das
äußerste Gliederende verursacht werden, zu absorbieren. Das nächste Gliederende 56
ist etwas schmaler als das Gliederende 54 jedoch größer als jedes der Gliederenden 18
des Innenmoduls 12.
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Ein bedeutender Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Endmodule 14
und 16 sowie die Blockiervorrichtung 34 die Stangen 28 an beiden Rändern des
Bandes 10 in sich authehmen. Damit wird ein ungehinderter Zugriff zur Stange des
Bandes von beiden Seiten möglich, was bei der Aufstellung und Wartung von
entscheidender Bedeutung ist. Zum Beispiel ist oft aufgrund der Bandkonstruktion nur
eine Seite des Bandes zugänglich. Bei traditionellen Bändern, bei denen nur eine Seite
zugänglich und die andere Seite geschlossen ist (oder nur eine kleine Öffnung für
einen Paßstift hat), kann die Aufstellung und Wartung außerordentlich schwierig sein.
Des weiteren ist es beim Auswechseln beschädigter Bandmodule üblich, die beiden
vorhandenen Verbindungsstangen nach vorn hinauszubefördern, indem neue Stangen
nachgeschoben werden. Wenn man sich dem beschädigten Modul zuwendet, werden
die beiden vorhandenen Verbindungsstangen so weit herausgezogen, bis das Einsetzen
eines neuen Moduls möglich wird. Danach werden die Ersatzstangen benutzt um die
alten Stangen hinauszuschieben. Auf diese Weise können beschädigte Abschnitte
ausgetauscht werden, ohne dabei das Band vollständig zu zerlegen. Ein derartiges
Verfahren läßt sich unmöglich bei einer Konstruktion anwenden, die keinen freien
Zugang von beiden Rändern des Förderbandes 10 zu den Verbindungsstangen 28
gestattet.
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Wie in Fig. 4 dargestellt, führen die Transportloch-Taschen 24 dazu, daß einige der
Zwischenglieder 20 eine geringere Dicke aufweisen. An einigen Stellen sind daher die
Gliederenden schmaler, so daß sie keine zu große Spannung an das Modul anlegen.
Zum Beispiel ist das Gliederende 1 in Fig. 4 nicht mit einem Zwischenglied 20
verbunden, und das gleiche gilt für einige der Gliederenden 3 und 4. Die anderen,
breiteren Gliederenden sind durch ein Zwischenglied voller Größe verbunden.
Außerdem sind die schmaleren Gliederenden in Richtung des nächstgelegenen
Zwischengliedes versetzt wie in Fig. 4 dargestellt ist.